Das neue Ende der liberalen Demokratie in Europa

Autor: Leo Dorner

Im Gesundheitsmuseum

Autor: Silvio Pötschner

Eigentum, Notwehrrecht und Täterschutz

Autor: Andreas Tögel

Wöginger-Urteil: Geschenk an faule Politiker

Autor: Willi Sauberer

Elektrostahlerzeugung in Österreich

Autor: Gerhard Kirchner

Benebelte Erben

Autor: Silvio Pötschner

Freiheitsbeschränkung: Ein Anlass findet sich immer

Autor: Andreas Tögel

Kapitalismus: Leistungen, Herausforderungen, Perspektiven

Autor: Martin Rhonheimer

Im Labyrinth der Genderwissenschaften

Autor: Silvio Pötschner

Den ORF kann nur noch eine Neugründung retten

Autor: Christian Klepej

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Argentinien ist ein Fanal

Dieses Wahlergebnis hat viel größere Bedeutung als den bloßen Machtwechsel in einer Demokratie. Der Sieg des liberalkonservativen Oppositionsführers Mauricio Macri ist historisch, er ist ein Fanal für den Zusammenbruch einer epochenprägenden Art von Politik. Er wird in seiner Bedeutung erst klar, wenn man mehrere Jahrzehnte überblickt.

Denn er ist das krachende Ende des Peronismus, der fast die ganze Nachkriegszeit Argentinien regiert hat. Am Beginn die Familie Peron, am Ende die Familie Kirchner. Sie haben mit etlichen Zwischenläufern in gemeinsamer Verantwortung eine unglaubliche „Leistung“ geschafft: Argentinien war in den Nachkriegsjahren einer der wohlhabendsten Staaten den Welt, heute liegt es im „Human Development Index“ an 49. Stelle.

Die Gründe liegen in eben diesem Peronismus. Dieser besteht aus drei Elementen:

  1. eine populistisch-sozialdemokratische Wirtschaftspolitik mit Schulden und ständig steigenden Versprechungen;
  2. verbreitete Korruption und eine versagende Verwaltung;
  3. ein übler Personenkult um die jeweils herrschenden Familien.

All das ist jetzt nach mehreren Staatspleiten und einer schweren Desillusionierung der Menschen des Landes zu einem bitteren Ende gekommen. Was freilich nicht heißt, dass Macri eine Erfolgsgarantie hat. Im Gegenteil: Argentinien zu sanieren ist zu einer fast unlösbaren Aufgabe geworden.

PS: Österreicher, die über Parallelen zwischen ihrem Land und Argentinien nachsinnen, können aufatmen: Personenkult gibt es hierzulande keinen…

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung