Was Soziologen so machen …

Lesezeit: 1:00

Mit einer gewissen Fassungslosigkeit entnehme ich ORF-online die Ankündigung – oder gefährliche Drohung – dass nicht näher genannte „Soziologen der Uni Wien" die Auswirkungen von Hitze auf Menschen mit Migrationshintergrund erforschen. Aus den Daten sollen „Empfehlungen für die Stadt- und Landschaftsplanung erarbeitet werden“ – noch eine gefährliche Drohung.

Was die armen Studierenden, die an dieser Studie mitarbeiten müssen und ohnehin schon schwer mit ihrer Entscheidung für das Orchideenstudium der Soziologie geschlagen sind, durch diesen wissenschaftlichen Höhenflug für ihre ohnehin höchst ungewisse wissenschaftliche und berufliche Zukunft mitnehmen können, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

P.S.: Die Feststellung, dass Migrantinnen und Migranten weniger gebildet und dadurch weniger über die Auswirkungen von Hitze aufgeklärt sind, will mir vor dem Hintergrund der political correctness so gar nicht ins Bild der Migranten als hochgebildete Kulturbereicherer passen…

Albert Reinalter (Jahrgang 1960), freier Journalist und PR-Berater; davor diverse leitende journalistische Tätigkeiten in burgenländischen Medien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDer Tetra
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2015 11:25

    Die armen, von Hitze geplagten ,"Flüchtlinge" mussten ja auch den ganzen Tag unter größter Kraftanstrengung im Schatten liegen, während wir, die wir diese Temperaturen ja gewohnt sind, allesamt der Freude eines hochsommerlichen Arbeitsalltags nachgingen.

    Dass kann einem schon schwer zu schaffen machen....

  2. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2015 08:01

    Da muss ich wohl in der Schule nicht aufgepasst haben und bei meinen Reisen die Kontinente verwechselt haben - soweit ich mich erinnern kann, haben die "Menschen mit Migrationshintergrund" großteils sicher viel Erfahrung mit der Hitze aus ihren Heimatländern.
    Ich habe weder in der Türkei gefroren, da hab ich gearbeitet, noch bei meinen Reisen in den afrikanischen Ländern. Dass der Temperaturunterschied in der Sahara zwischen Tag und Nacht enorm ist, das weiss man ja, aber Hitze an sich ist man in diesen Ländern doch gewöhnt, oder leb ich irgendwo im Nirwana und seh das falsch?

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2015 20:16

    Es fällt uns inzwischen schwer, uns der blöden Genderei zu entziehen.

    Ein Studierender ist einer, in dessen Anwesenheit man leise sein soll, weil er gerade, über Bücher gebeugt, studiert.

    Wer ein Studium besucht, ist ein Student. Wenn er/sie/es weiblich ist, ist es eine Studentin. Wenn es mehrere gemischtgeschlechtliche sind, sind das Studenten. Wenn es mehrere männliche sind, sind es auch Studenten (Männer sind also nur "mitgemeint"), sind er/sie/es nur Weibliche, sind es Studentinnen.

    Es hat sich nur noch nicht bis zu den Quotenrektorinnen durchgesprochen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorheartofstone
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. August 2015 19:28

    Man sollte nie so tief sinken, den Kakao durch den man gezogen wird, auch noch zu trinken ... oder so ähnlich ...

    Persönlich bin ich dafür, das Institut für Soziologie der Universität Wien umgehend zu schließen, die Mitarbeiter zu entlassen und die damit frei werdenden Mittel in MINT Fächer zu stecken. Die frei werdenden, sicher bestens ausgebildeten Mitarbeiter, finden locker in der Privatwirtschaft Unterschlupf. Wenn nicht, kümmert mich das nicht im Geringsten ...

    PS: Derjenige der diese "Studie" genehmigt hat, gehört wegen Veruntreuung von Steuergelder vor Gericht gestellt und soll mit seinem Privatvermögen haften.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2015 13:56

    Nach mir zugänglichen Informationen haben dabei Leute von der BoKu und der Uni Wien vor 3 Jahren das Projekt "ThniCityHeat" entwickelt und etwas später vom ACRP (Austrian Climate Research Program) eine finanzielle Forschungsunterstützung von unter € 300.000 bekommen. Diese auf 3 Jahre geplanten Studien haben nun Halbzeit, Zwischenergebnisse habe ich aber nicht entdeckt.
    Über einen staatlichen Auftrag zu dieser Studie ist mir nichts bekannt. Die Ergebnisse werden - so wie viele andere Sachen - einfach in einer Schublade verschwinden. Vielleicht nützen sie aber Studenten für deren Disseration bzw. fertige Akademiker für ihren Veröffentlichungsdrang zur weiteren Karriere.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2015 18:07

    "Die Feststellung, dass Migrantinnen und Migranten weniger gebildet und dadurch weniger über die Auswirkungen von Hitze aufgeklärt sind, will mir vor dem Hintergrund der political correctness so gar nicht ins Bild der Migranten als hochgebildete Kulturbereicherer passen…"

    Nicht nur das.
    Die meisten Migranten kommen ja aus heißeren Regionen, also müssten sie eigentlich die Österreicher mit ihrem kulturellen Wissensschatz über den Umgang mit Hitze bereichern können.
    Aber in der Pseudowissenschaft kann man die Dinge halt so oder so sehen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorpeter789
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. August 2015 16:06

    Hr. Reinalter, können sie uns nicht mit dem Neusprech-Wort "Studierende" verschonen?
    Studenten wär schöner. WIR wissen, dass auch Frauen studieren können!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorheartofstone
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. August 2015 19:28

    Man sollte nie so tief sinken, den Kakao durch den man gezogen wird, auch noch zu trinken ... oder so ähnlich ...

    Persönlich bin ich dafür, das Institut für Soziologie der Universität Wien umgehend zu schließen, die Mitarbeiter zu entlassen und die damit frei werdenden Mittel in MINT Fächer zu stecken. Die frei werdenden, sicher bestens ausgebildeten Mitarbeiter, finden locker in der Privatwirtschaft Unterschlupf. Wenn nicht, kümmert mich das nicht im Geringsten ...

    PS: Derjenige der diese "Studie" genehmigt hat, gehört wegen Veruntreuung von Steuergelder vor Gericht gestellt und soll mit seinem Privatvermögen haften.


alle Kommentare

  1. fxs (kein Partner)
    30. August 2015 17:35

    Diese Fragestellung ist für ein Elfenbeinturmfach sicher höchst erforschenswert. Iich so wie viele andere die nicht im elfenbeinerenen Turm leben bin mir ohne aufwendige Studien vollkommen sicher, dass Migranten die ja meist aus südlicheren Gefilden kommen mit der für sie gewohnten Hitze besser zurecht kommen als wir.

  2. astuga (kein Partner)
    28. August 2015 18:07

    "Die Feststellung, dass Migrantinnen und Migranten weniger gebildet und dadurch weniger über die Auswirkungen von Hitze aufgeklärt sind, will mir vor dem Hintergrund der political correctness so gar nicht ins Bild der Migranten als hochgebildete Kulturbereicherer passen…"

    Nicht nur das.
    Die meisten Migranten kommen ja aus heißeren Regionen, also müssten sie eigentlich die Österreicher mit ihrem kulturellen Wissensschatz über den Umgang mit Hitze bereichern können.
    Aber in der Pseudowissenschaft kann man die Dinge halt so oder so sehen.

  3. peter789 (kein Partner)
    23. August 2015 16:06

    Hr. Reinalter, können sie uns nicht mit dem Neusprech-Wort "Studierende" verschonen?
    Studenten wär schöner. WIR wissen, dass auch Frauen studieren können!

  4. heartofstone (kein Partner)
    21. August 2015 19:28

    Man sollte nie so tief sinken, den Kakao durch den man gezogen wird, auch noch zu trinken ... oder so ähnlich ...

    Persönlich bin ich dafür, das Institut für Soziologie der Universität Wien umgehend zu schließen, die Mitarbeiter zu entlassen und die damit frei werdenden Mittel in MINT Fächer zu stecken. Die frei werdenden, sicher bestens ausgebildeten Mitarbeiter, finden locker in der Privatwirtschaft Unterschlupf. Wenn nicht, kümmert mich das nicht im Geringsten ...

    PS: Derjenige der diese "Studie" genehmigt hat, gehört wegen Veruntreuung von Steuergelder vor Gericht gestellt und soll mit seinem Privatvermögen haften.

  5. Gerhard Pascher
    20. August 2015 13:56

    Nach mir zugänglichen Informationen haben dabei Leute von der BoKu und der Uni Wien vor 3 Jahren das Projekt "ThniCityHeat" entwickelt und etwas später vom ACRP (Austrian Climate Research Program) eine finanzielle Forschungsunterstützung von unter € 300.000 bekommen. Diese auf 3 Jahre geplanten Studien haben nun Halbzeit, Zwischenergebnisse habe ich aber nicht entdeckt.
    Über einen staatlichen Auftrag zu dieser Studie ist mir nichts bekannt. Die Ergebnisse werden - so wie viele andere Sachen - einfach in einer Schublade verschwinden. Vielleicht nützen sie aber Studenten für deren Disseration bzw. fertige Akademiker für ihren Veröffentlichungsdrang zur weiteren Karriere.

  6. F.V. (kein Partner)
    20. August 2015 11:51

    indem man jede Tottelei diskutiert, macht man sie zum "diskussionswürdigen" Thema.

    Nicht einmal ignorieren wäre wahrscheinlich die bessere Strategie.

  7. Hol den Klaust (kein Partner)
    20. August 2015 03:52

    WAS ein Schwachsinn - allein immer wieder dieses propagierte "müssen"! - auch hier wieder, in dem Beitrag, NIEMAND muß, Punkt!
    Würde endlich eine kritische Masse aus dem tumben Volk der Gleichgültigen zu sich kommen, wäre ruck-zuck Schluß mit diesem ganzen Irrsinn.
    Müssen muß ich (und auch alle anderen) lediglich atmen, essen, trinken, p#nk+ln, sche*ße# und zu guter letzt irgendwann sterben!

  8. Pennpatrik
    19. August 2015 20:16

    Es fällt uns inzwischen schwer, uns der blöden Genderei zu entziehen.

    Ein Studierender ist einer, in dessen Anwesenheit man leise sein soll, weil er gerade, über Bücher gebeugt, studiert.

    Wer ein Studium besucht, ist ein Student. Wenn er/sie/es weiblich ist, ist es eine Studentin. Wenn es mehrere gemischtgeschlechtliche sind, sind das Studenten. Wenn es mehrere männliche sind, sind es auch Studenten (Männer sind also nur "mitgemeint"), sind er/sie/es nur Weibliche, sind es Studentinnen.

    Es hat sich nur noch nicht bis zu den Quotenrektorinnen durchgesprochen.

    • Torres (kein Partner)
      20. August 2015 12:02

      Sie werden doch hoffentlich von den Genderideologen (ich erspare mir hier die -innen - sic) nicht erwarten, dass sie irgendein Gefühl für Sprache haben oder gar über ausreichend Intelligenz und Logikverständnis verfügen, um Ihre "hochkompexe" Erklärung zu verstehen. Außerdem ist es ja allgemein bekannt, dass blindwütige Ideologen Argumenten nicht zugänglich sind, schon gar nicht logischen.

    • de Voltaire
      20. August 2015 18:06

      Absolut richtig. Haben Sie eigentlich schon irgend wann von "Flüchtenden" gelesen ... ?

    • cmh (kein Partner)
      30. August 2015 13:47

      andersherum:

      Studierlinge

  9. Der Tetra
    18. August 2015 11:25

    Die armen, von Hitze geplagten ,"Flüchtlinge" mussten ja auch den ganzen Tag unter größter Kraftanstrengung im Schatten liegen, während wir, die wir diese Temperaturen ja gewohnt sind, allesamt der Freude eines hochsommerlichen Arbeitsalltags nachgingen.

    Dass kann einem schon schwer zu schaffen machen....

    • Der Tetra
      18. August 2015 11:29

      Meine Wurstfinger haben in Kombination mit dem kleinen Display mal wieder zugeschlagen: "Das" statt "dass" natürlich...wie peinlich...

    • de Voltaire
      20. August 2015 17:49

      Interessant, ich habe, egal in welchem Medium, noch nie von "Flüchtenden" gelesen. Warum?

  10. Ingrid Bittner
    18. August 2015 08:01

    Da muss ich wohl in der Schule nicht aufgepasst haben und bei meinen Reisen die Kontinente verwechselt haben - soweit ich mich erinnern kann, haben die "Menschen mit Migrationshintergrund" großteils sicher viel Erfahrung mit der Hitze aus ihren Heimatländern.
    Ich habe weder in der Türkei gefroren, da hab ich gearbeitet, noch bei meinen Reisen in den afrikanischen Ländern. Dass der Temperaturunterschied in der Sahara zwischen Tag und Nacht enorm ist, das weiss man ja, aber Hitze an sich ist man in diesen Ländern doch gewöhnt, oder leb ich irgendwo im Nirwana und seh das falsch?

    • M.S.
      18. August 2015 11:24

      Nein Frau Bittner! Nicht Sie haben nicht aufgepasst, sondern die Soziologen haben offenbar keinen Geographieunterricht erhalten, sonst wüssten sie doch, dass Migranten überwiegend aus südlichen Ländern stammen und eher uns, was Hitze anbelangt, gute Ratschläge geben könnten.

    • logiker2
      18. August 2015 19:25

      ja, ein Ratschlag wird sicher sein, bei Hitze nicht zu arbeiten und bei Kälte schon gar nicht.

    • Konrad Loräntz
      18. August 2015 20:37

      Liebe Frau Bittner. Soziologen der Uni Wien haben herausgefunden, das Leser des AU-Blogs sowieso alles falsch sehen.

    • Fred Taxler (kein Partner)
      20. August 2015 07:58

      Aber nein, gemeint sind die vielen Is- und Grönländer, die vor den abschmelzenden Polkappen in ein paar Jahren flüchten müssen! Da sieht man wie weitsichtig die Soziologen an der Uni Wien sind!

      Aber es gibt Erfahrungswerte: Helmut Qualtinger reiste als Eskimodichter, bekleidet mit dicken Pelzmantel, mit dem Schnellzug von Hütteldorf nach Wien-Westbahnhof und verkündete den wartenden Journalisten: "Haaß is"





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