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Die Männer II: Django oder Weichei?

Es ist schon schön, dass wir eine Familienministerin haben, die zwar weder Kompetenzen, noch politisch ernst zu nehmende Ideen, aber einfach zu viel (Steuer-)Geld hat.
Frau Sophie Karmasin ist Ministerin von der ÖVP Gnaden. Sie hat aber offensichtlich dasselbe Familien- und Menschenbild wie ihr Gegenüber, die SP-Frauenministerin Heinisch-Hosek. Und deshalb sollen wir jetzt alle von Frau Karmasin umerzogen werden. Durch eine Kampagne gegen die in der Gesellschaft herrschenden, in ihren Augen aber falschen Rollenbilder. Ein Männerportrait mit dem tollen Text „Weichei?“ Das sitzt. Das ist unser Geld wert. Das wird uns alle ändern.

Geändert hat sich freilich nur die ÖVP. Die vertraute nämlich früher noch auf das Recht der Menschen, sich das Leben nach den eigenen Überzeugungen und Wünschen einzurichten. Jetzt erzieht uns die ÖVP via Ministerin Karmasin um. Wäre Reinhold Mitterlehner wirklich ein „Django“, dann würde er die Dame abberufen, das kompetenzlose Ministerium streichen und endlich wieder ein Wissenschaftsministerium einrichten. Aber „Django“ zu sein entspricht ja nicht dem gefragten Rollenbild.
 

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alle Kommentare

  1. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)

      Manchmal kommt mir vor, wir ähneln immer mehr den USA. Auch dort wechseln Manager aus Konzernen in die Politik – oder auch wieder zurück. Der Zweck ist offensichtlich: über politische Einflussnahme das Geschäft zu optimieren. Manchmal scheint es auch, daß es zur „Familientradition“ gehört sich führend in der Politik umzutun, sei es aus Eitelkeit oder weil es als Familien-Gewohnheitsrecht empfunden wird. Dann entsteht der neue politische Hochadel, der verglichen mit dem alten freilich nichts mehr vom Edlen hat.

      Bei Karmasin (aber auch dem Finanzminister) kommt mir vor, daß es Eitelkeit war, sich diesen „Orden“ auch anzustecken. Und bei der Sophie vielleicht auch die Kalkulation, daß die Ministerwürden auch dem Geschäft nicht schaden würden, dazu kam. Denn daß sie politischen Gestaltungswillen oder auch nur irgendwelche (vernünftigen) Ideen hätte, wäre nur ein falsches Gerücht.

      Weil sie aber aus der Werbebranche kommt, wo vor allem das Auffallen, und sei es noch so blöd, zählt, hält sie Aktionismus bereits für die Erledigung der politischen Aufgaben. Hier tritt sie unverkennbar in die Stapfen ihrer Mutter Helene, deren dämliche PR-Konzepte ich vor Jahren schon mit Hohn und Spott übergossen habe. Da kosteten sie nur Firmengeld, aber nun wird nach falschweisendem Kopass gesteuert. – Und das hat schlimmere Folgen als sinnlos verpulvertes Geld.

  2. Johann_ (kein Partner)

    Diesen permanenten scheinbaren Blödsinn, den die Politiker betreiben von Verschuldungspolitik, Asylpolitik bis hin zum Genderismus kann man nur verstehen, wenn man endlich zur Kenntnis nimmt, dass wir nur in einer Scheindemokratie bzw. Plutokratie leben.
    Karmasin ist Familienministerin geworden, weil die Befehle, die sie umzusetzen hat und nicht vom Volk kommen, nur ein, sagen wir, Manager, nicht aber ein ÖVP-Politker mit Überzeugung durchführen kann.



  3. Finanzputsch Europa (kein Partner)

    "Mädchen (4) von Mutter erstochen, die Familie sei vor der Delogierung gestanden"

    Die Selbstzerstörungsmechanismen einer Betrugswährung sind im Gange.



  4. Gasthörer (kein Partner)

    Django ist uninteressant. Für den aktuellen Ethnozid ist die Innenministerin der ÖVP zuständig und auch verantwortlich. Was uns zur Zeit angetan wird, ist, da unumkehrbar, das größte Verbrechen seit 1945. Die Frage bleibt, warum diese Invasionswelle so plötzlich fast aus dem Nichts? Wer hat da wo die Tür aufgemacht und wer war Komplize?

    krone.at
    "Polizist mit Glasscherbe Gesicht zerschnitten
    Wüste nächtliche Szenen mit zwei Traiskirchen- Asylwerbern im Herzen von Wien. Als ein Polizist in Zivil sich in den Dienst stellte, um die beiden Männer nach Diebstählen zu stoppen, wurde er sofort attackiert. Einer der Algerier zerschnitt dem jungen Beamten mit einer Glasscherbe das Gesicht."



  5. Thomas F. (kein Partner)

    Warum muss, sobald von der Streichung eines Ministeriums die Rede ist, sofort nach der Wiedereröffnung eines anderen gerufen werden?
    Kein Mensch vermisst ein staatliches Wissenschaftsministerium, schon gar nicht wenn er sich erinnert, welche wissenschaftsfernen Figuren dem in der Vergangenheit immer wieder vorgesessen sind.
    Wissenschaft kommt ganz gut ohne staatliche Lenkung aus. Schließlich ist sie ja auch ohne Staat entstanden, im alten Griechenland. Und die größten Entdeckungen sind ohne Zutun des Staates gelungen.



  6. Torres (kein Partner)

    Unterberger scheint immer noch von Mitterlehner irgend etwas Positives erwarten zu wollen. Dieser hat sich - für mich jedenfalls wenig überraschend - als das herausgestellt, was er schon als reiner Wirtschaftsminister war, als er die "Befehle" seines Widerparts Hundstorfer schön brav und folgsam in die Tat umgesetzt hat: jedenfalls der bisher absolut schwächste und unfähigste ÖVP-Obmann (und das will schon etwas heißen, angesichts seiner Vorgänger Pröll und Spindelegger).



  7. cmh (kein Partner)

    An den Umerziehungsmaßnahmen von Karmasin und Genossen sieht man unmittelbar, dass die Demokratie tot ist.

    Denn Umerziehung des Souveräns - und sei er so deppert wie er sich tatsächlich gibt - ist demokratisch nie legitimiert.

    Damit wird Demokratie zum Ausdruck dafür, dass das ERgebnis gerade passt. Sonst gibt es Neuwahlen (wie bei den ERfindern der islamischen Demokratie, den Türken) oder das Volk wird ausgetauscht (wie bei den über ihre Demokratie am Stolzesten - uns).



  8. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

    AU: "Wäre Reinhold Mitterlehner wirklich ein „Django“, dann würde er die Dame abberufen, das kompetenzlose Ministerium streichen und endlich wieder ein Wissenschaftsministerium einrichten."

    Der guten Ordnung halber sei daran erinnert, dass der damalige Vizekanzler, Finanzminister u. ÖVP-Bundesparteiobmann Dr. Michael Spindelegger, den ehemaligen Rektor der Leopold-Franzens-Uni Innsbruck, Univ.-Prof. Mag. Dr. Karlheinz Töchterle, als Bundesminister f. Wissenschaft u. Forschung abgelöst und dafür MMag. Dr. Sophie Karmasin zur Familien- u. Jugendministerin gemacht hatte.



    • cmh (kein Partner)

      Daher FPÖ!

      Oder glaubt jemand (Hallo Herr Michler!) dass die ÖVP durch gutes Zureden wieder antisozialistische Eier bekommt?

      PS: Für die Verächtlichmachung der Ämter von Kanzler und Vizekanzler durch die Verurlkung von Faymann und Mitterlehner sollte Österreich alle Förderungen entzogen werden.

  9. Dagegen (kein Partner)

    Also ich bin doch kein Weichei.

    Neulich erst habe ich meiner Frau gesagt, ich lasse das mit dem Bürojob jetzt sein, bringe nur mehr die Hälfte Geldes dessen nach Hause, was ich bisher verdient habe, mache den Haushalt und kümmere mich m die Kinder.
    Damit werde aller Welt zeigen, daß ich ein moderner Mann bin und kein Weichei.

    Leider war meine Frau dagegen.



  10. Sensenmann

    Diese Karmasin ist doch ein Musterexemplar einer ÖVPlerin. Das bolschewikerte Anderl Rupprechter (politisch bei den Trotzkisten - der verschlagensten und heimtückischsten Sekte des Marxismus - sozialisiert, wie er selbst sagte) ist doch um nix besser!

    Regeln, gängeln, bevormunden und dazu rotzfrech und bar jeder Sachkenntnis sein.

    Scheint bei der ÖVP eine Mindestanforderung zu sein, um als ministrabel zu gelten.

    Während diese Karmasin das Steuergeld für marxistische Genderpropaganda verbrät, hält uns das bolschewikerte Anderl für zu blöd, eine Produktbeschreibung zu lesen. Denn nach seiner Verordnung bekommt man das Läusespray für die Rosen nun nichtmehr in Selbstbedienung.

    Nein, nun muß im Gartenmarkt speziell geschultes Personal da sein, das uns - da das Volk ja zu blöd ist einen sowieso per Gesetz idiotensicheren Text zu verstehen - den Inhalt der Etiketten ökobolschewistisch auslegen soll und uns das gefährliche Produkt aus versperrtem Schrank übergeben muss.

    Kosten, Bürokratie, Vernichtung von Arbeitskraft in unproduktiven Tätigkeiten.
    Man kannt das von den Medikamenten her. In keinem anderen Land sind diese derart reglementiert was den Verkauf betrifft und ist ihr Inverkehrbringen so verbürokratisiert wie in diesem Lande.

    Wie war das doch mit dem Rezeptpflichtgesetz?
    "Der Bundesminister für Gesundheit hat unter Bedachtnahme auf den jeweiligen Stand der medizinischen Wissenschaft durch Verordnung zu bestimmen, welche Arzneimittel auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Leben oder die Gesundheit von Menschen oder Tieren gefährden können, wenn sie ohne ärztliche, zahnärztliche oder tierärztliche Überwachung angewendet werden und welche deshalb nur auf Grund einer Verschreibung (Rezept) eines Arztes, Zahnarztes, Tierarztes, Dentisten oder persönlich an eine Hebamme oder einen Viehschneider abgegeben werden dürfen. ..."

    Unnötig zu sagen, daß dieses "rezeptpflichtig" stellen nicht wegen Gefahr bei bestimmungsgemäßer Verwendung, sondern ausschließlich aufgrund Lobbyarbeit von Interessenvertretern entgegen dem Wortlaut dieses Gesetzes erfolgt.
    Denn wieviele in Österreich zugelassene Medikamente gefährden wohl bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Leben von Mensch und Tier?

    Aber wen interessiert das schon?
    Der Minister hat eine neue Verordnung herausgebracht, diese ist zwar gegen das Gesetz, aber darauf steht keine Strafe.

    Offenbar sind die Todesfälle an Menschen durch Vitaminpillen und banale Schmerzmitteln, durch Rosenläusespray und Apfelmehltau-Tinktur und das massenweise Wegsterben von Waldi und Mietz durch brandgefährliche Entwurmungspasten und Zeckenmittel derart erschreckend, daß - aus marxistischem Reflex heraus - die Menschen davor geschützt werden sollen.
    Merke: Marxisten müssen IMMER vor etwas schützen. Bestimmt vor dem Kapitalismus aber auch allen anderen Gefahren. Am Besten geht das hinter Stacheldraht und Schießbefehl. Sozialismus in Reinkultur. Dieser Staat verkommt rasend schnell zur DDR 2.0.

    Daß es ausgerechnet die ÖVP sein würde, die diese Entwicklung vorantreibt, hätte noch vor 10 Jahren niemand für möglich gehalten.

    Die Rechnung wird im Herbst kommen. In OÖ werden die Verluste zweistellig, in Wien das Wahlergebnis einstellig.

    Wohl bekomm's!



  11. Papalima

    Hey. Mitterlehner als Django .............. das finde ich wirklich gut!



  12. Pennpatrik

    Ich war mal, was ich gern gesteh
    Ich war mal bei der ÖVP
    Dort engagiert und eingestimmt
    was einem so die Stimmen bringt
    Ich denke mir, das muss so sein
    denn die res publica ist mein.

    Die Menchen glauben, es sei echt
    wenn Rechts sich kümmert um das Recht
    Rechtschaffen ist da die Devise
    Ich bin nicht links, bin nicht das Mise
    Ich denke mir, das muss so sein
    denn die res publica ist mein.

    Auf Umverteilung stehn sie jetzt
    Das Eigentum ham sie verletzt
    Die Männer sind dort auch schon Scheiße
    Dafür sinds beim Abortus leise
    Familien tun sie heute weh
    Und träumen von der SED
    Dort werden sie auch einmal landen
    weil sie gern im Marxismus wandeln

    Ich werde sie nicht weiter stählen
    und einfach andre Menschen wählen
    Ich denke mir, das muss so sein
    denn die res publica ist mein.



  13. Josef Maierhofer

    Werte Frau Karmasin !

    Sie sind Familienministerin und tragen Verantwortung für Österreichs Familien bezüglich der Gesetze und der Exekutive.

    Was tun Sie FÜR Österreichs Familien ?

    Rollenbildertausch (urmarxistisch, urgrün in heutigem Jargon) ? Was soll das ? Wie soll das den Familien helfen ? Wie viele durchschnittliche Familien, nicht die unter Ihresgleichen, haben Sie denn vor dieser Kampagne besucht und studiert ? Oder geht es bloß um billige Propaganda ?

    Wie lange haben Sie darüber nachgedacht, oder, sagen wir es deutlicher, wer, welcher Ihrer Beamten hat Ihnen das untergejubelt, was Sie da verzapfen ? Wie ist es bei Ihnen zu Hause ? Ach ja, da macht das die Haushälterin und die Bedienerin, oder haben Sie zu Hause Haushälter und Bediener ?

    Wissen Sie, ich habe früher durch Jahrzehnte ÖVP gewählt, aber jetzt ist das Thema Familie am besten bei der FPÖ aufgehoben. Das wollte ich Ihnen sagen, obwohl Sie 'verantwortliche' Ministerin sind.



    • Riese35

      @Josef Maierhofer: ****************************************!

      Ganz genau so. Sie sind mit dieser Haltung nicht allein.

      Werte Frau Karmasin. So wie es Josef Maierhofer beschreibt, denken in Österreich sehr viele.

    • Sandwalk

      Ob die Familien bei der FPÖ besser aufgehoben sind, bezweifle ich. Es gibt aber Schlimmeres.

      Bei der SPÖ und den Grünen existiert die Familie gar nicht mehr.

      Und die ÖVP? Was die will, weiß keine Sau. (Verzeihung).

    • Riese35

      Natürlich weiß man, was die ÖVP will. Das hat sie zuletzt erst wieder bei der "Steuerreform" gezeigt. Die Familie kommt bei der als Grunderwerbssteuer getarnten Erbschaftssteuer überhaupt nicht mehr vor. Sie rühmt sich sogar, daß die Steuern für Familien in Hinkunft im neuen Steuersystem nicht mehr leistbar sein werden.

      Siehe die ÖVP-Propagandaseite:
      http://www.oevp.at/steuerreform/Mitterlehner-Steuerreform-im-Sinne-von-Arbeitnehmern-und-Unternehmern-konkretisiert.psp

      "Betriebsübergaben bleiben durch Deckelung bei Grunderwerbsteuer leistbar. 'Indem wir eine Deckelung von 0,5 Prozentpunkten einziehen, wirken wir dieser Belastung entgegen.' Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner"

    • Sensenmann

      Bravo! Tausende denken mittlerweile so und die ÖVP wird die Rechnung bekommen!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Werter Sandwalk, in beiderseitiger Kenntnis der österr. Parteienlandschaft bitte ich Sie um Mitteilung, bei welcher Partei die heimischen Familien - Ihrer geschätzten Beurteilung nach - am besten aufgehoben sind.
      MfG

    • cmh (kein Partner)

      Bei der FPÖ natürlich.

      Dazu folgende Überlegung: Demokratie lebt vom regelmäßigen Wechsel der Verantwortlichen. Wenn eine Partei, wie in Wien nunmehr fast 100 Jahre fast ununterbrochen an der Regierung ist, dann handelt es sich dabei nicht mehr um Demokratie.

      Wenn eine zweite Partei, der ersten die Mauer macht, gehören beide gewechselt. Umso mehr, falls die beiden Parteien in der Gemeinsamkeit verwechselbar geworden sind.

      Dass die FPÖ nur Mist machen würde kann schon sein, aber es geht nach 100 Jahren nicht mehr nur um die nächsten paar Jahre. Hier sollen, wenn sich schon alle an die Futtertröge drängen, zumindest die bisherigen zurückgedrängt werden.

      Dass die dann zurückgedrängten Parteien dann über den Verlust ihres gegenleistungslosen Einkommens Zeter und Mordio schreien werden, sollte Bestätigung genug sein.

    • fewe (kein Partner)

      Richtig, es ist nun endgültig zu einem Ministerium zur Abschaffung der Familie gekommen. Außer für Homosexuelle, für die ist Familie ganz wichtig.

  14. simplicissimus

    Österreichische Verweicheierte Partei.

    Ja, Männer sind heute Weicheier, die sich liebend gerne US-Machofilme ansehen, in denen in Gewaltorgien Nazis, Kommunisten, Islamisten, Latinos, Asiaten und ganz gewöhnliche Verbrecher zu Hunderten hingeschlachtet werden.



  15. socrates

    Wo richtige Männer und Frauen gebraucht werden: Beim Kampf gegen die Großindustrie, die uns durch Umerziehung das moralische Rückrad gebrochen hat!

    Die Verhandlungen zum „Transatlantic Trade and Investment Partnership“-Abkommen (TTIP) setzen weiterhin Maßstäbe in Sachen Intransparenz und Aushöhlung der Demokratie. Wer den Ton bei dem geplanten Freihandelsabkommen angibt, wird ebenfalls immer deutlicher: In der US-Botschaft in Berlin wurde ein Leseraum eingerichtet, in dem die Verhandlungsdokumente eingesehen werden können. Zugang haben jedoch nur Regierungsmitarbeiter. Gewählte Abgeordnete des Parlaments erhalten keinen Zutritt. US-Botschafter Emerson lehnte nun eine Anfrage von Bundestagspräsident Lammert ab, dies zu ändern. Derweil belegen Leaks, dass die Bundesregierung mit einer massiven Entmachtung der Parlamente durch TTIP rechnet.

    Es sollte wohl eine Art „Transparenzoffensive“ sein, als sich die USA dazu entschieden haben, in ihrer Berliner Botschaft einen Leseraum für Dokumente des von ihnen maßgeblich vorangetriebenen Freihandelsabkommens TTIP einzurichten. Viel und oft wird kritisiert, dass die schwerwiegenden und weitreichenden Konsequenzen des angestrebten Abkommens völlig an der Öffentlichkeit und an den demokratischen Institutionen vorbei verhandelt werden.

    Auch lesen: Analyse des von WikiLeaks veröffentlichten Kerntextes des TiSA-Abkommens
    Auch lesen: Analyse des von WikiLeaks veröffentlichten Kerntextes des TiSA-Abkommens
    120 Verhandlungs-Dokumente lagern zur Einsicht vor Ort in der Berliner US-Botschaft. Der CSU-Abgeordnete Peter Ramsauer, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Bundestages, versuchte jüngst Einblick zu erhalten. Doch die offizielle Antwort der US-Amerikaner ist eindeutig: Gewählte Parlamentarier müssen draußen bleiben. Dokumenteneinsicht wird lediglich einem sehr kleinen und exklusiven Kreis gewährt. 130 Personen durfte die Bundesregierung dafür vorschlagen. Die US-Botschaft prüft jedoch erst jeden Eintrag auf dieser Liste genau, bevor sie ihren Leseraum öffnet.

    Dies wollte Ramsauer so nicht hinnehmen und hat sich mit Briefen an Bundestagspräsident Norbert Lammert und die EU-Kommissarin Cecilia Malmström gewandt. Lammert wiederum kontaktierte mit einem Schreiben vom 16. Juli den US-Botschafter John B. Emerson. Sein Anliegen darin ist, dass die gewählten Repräsentanten „in geeigneter Weise Zugang zu den konsolidierten Verhandlungsdokumenten im Gebäude der US-Botschaft erhalten“. Nun sei eine Antwort Emersons eingegangen, über die Bundestagspräsident Lammert sich allerdings seinerseits ausschweigt. Die Berliner Zeitung berichtet, dass der Wunsch nach mehr Transparenz von der US-Seite abgeschmettert wurde.

    Wenig überraschend belegt dies erneut, dass die Kritiker am geplanten Freihandelsabkommen richtig liegen, wenn sie vor Intransparenz und Geheimniskrämerei mahnen. Dass nicht einmal dem Wunsch des Präsidenten des Parlaments nachgekommen wird, dass die Abgeordneten des Bundestages erfahren können, über was sie bald abstimmen sollen, erinnert an das gezielte Zurückhalten der NSA-Selektorenliste durch die Bundesregierung. In beiden Fällen bleiben demokratische Grundstandards auf der Strecke.

    Auch lesen: Der Fehlende Part: Lobbyismus und TTIP – Wie Industrievertreter auf europäische Kommissare einwirken
    Auch lesen: Der Fehlende Part: Lobbyismus und TTIP – Wie Industrievertreter auf europäische Kommissare einwirken
    Wie auch im Fall der Geheimdienst-Suchbegriffe helfen dann auch bei TTIP nur Leaks und unauthorisierte Veröffentlichungen. Während WikiLeaks in den vergangenen Wochen zahlreiche Dokumente der mit TTIP verwandten Abkommen TPP und TiSA veröffentlicht hat, publiziert die Rechercheplattform correktiv.org auf ihren Seiten unter dem Stichwort #openTTIP nun immer mehr Papiere zu den Verhandlungen.

    Wie die Vebraucherschutz-Organisation foodwatch berichtet, belegt eines dieser Dokumente, dass sich die Bundesregierung selbst völlig im Klaren darüber ist, dass das geplante TTIP-Abkommen die nationalen Parlamente künftig massiv entmachtet. Zumindest der Grund für die Geheimniskrämerei der Regierungen und der US-Botschaft in Deutschland sollte damit klar sein.



    • Polyphem

      Lieber Sokrates,
      An sich sehe ich jedes Freihandelsabkommen, also auch den TIPP, positiv .
      Dein Beitrag stimmt mich aber nachdenklich. Es ist wirklich zu befürchten, dass wir von den USA über den Tisch gezogen werden

    • Josef Maierhofer

      @ Polyphem

      Ich habe auch das Gefühle, dass Sie recht haben. Mein Gefühl hat mich noch nie betrogen.

    • Sensenmann

      Die ÖVP hat im Eu-Parlament zugestimmt. Damit ist schon gesagt, wer auf der Payroll unserer Feinde steht.

    • cosinus (kein Partner)

      Die Klage Meinls gegen die Republik Österreich, basierend auf einem Investitionsschutz-Abkommen zwischen Österreich und Malta(!), gibt einen Vorgeschmack dessen, was nach Inkrafttreten des TTIP auf uns zukommt.

  16. Rau

    Naja, die Radikalen Konstruktivisten Varela Maturana Heinz von Förster Rupert Riedl um einige zu nennen, waren keine Soziologen, hauptsächlich Biologen. Denen gings darum aufzuzeigen, die Rolle des Beobachters im Erkenntnisprozess mit einzubeziehen - klassisches Beispiel dafür, die Doppelnatur des Lichtes, was schon beeindruckend ist. Im Bereich der Sozialwissenschaften wäre auch noch Niklas Luhman zu nennen, der meines Wissens nach auch nie von "Rollen" geschrieben hat.

    Ihnen gings um die Infragestellung von Gewissheiten, warnten aber genauso vor der Gefahr der Beliebigkeit. Den falsch verstandenen Konstrultivismus der Genderideologen würde ich klar davon trennen. Die haben da nichts von dem verstanden, was als Evolutionäre Erkenntnistheorie in die Geschichte der Wissenschaft eingegangen ist.



    • Sandwalk

      Das kann ich unterschreiben. In den Naturwissenschaften ist der Konstruktivismus etwas anderes als in der Soziologie.

      In den angelsächsischen Ländern hat sich längst die evolutionäre Erkenntnistheorie durchgesetzt, auch in den "Cultural studies". Sogar radikale Anarchisten, wie etwa Noam Chomsky, hat die neuen Entwicklungen und naturwissenschaftlichen vernünftigerweise übernommen.

      Ich glaube kaum, dass unsere radikalen Cafe Rosa-Konstruktivisten auch nur ansatzweise wissen, worum es in der eveolutionären Erkenntnistheorie überhaupt geht. Diejenigen, die das halbwegs wissen, wischen die Naturwissenschaften mit einem Handstreich weg.

      Ein Psychologe bezeichnete mir gegenüber die Ethologen wörtlich als "Verhaltensverbrecher". Was will man da noch machen? Ich fürchte, dass die Gesellschaft weiter auseinanderdriftet. Die naturwissenschaftlich unterlegten freien Selbstdenker und die linken Scientific Voodoo-Priester.

      Nachsatz: Ein prominenter österreichischer Universitätsprofessor sagte mir vor einigen Jahren, dass viele (nicht alle) österreichische Politiker naturwissenschaftlich schwach gebildet und null interessiert sind und daher gerne auf simple Voodoo-Züge aufspringen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber den Eindruck wird man tatsächlich nicht los.

  17. Tullius Augustus

    Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht dass einen ÖVP-Ministerin Steuergeld für eine derartige Umerziehungs-Kampagne einsetzt und anscheinend alle ÖVP'ler bis zum Parteichef hinauf damit einverstanden sind:

    Social Media Kampagne zu Geschlechterstereotypen gestartet:

    http://www.bmfj.gv.at/ministerin/Aktuelles/Themen/Frauentag2015.html

    Zwei KURIER-Artikel dazu:

    Jeder Dritte sagt: Mann soll Geld verdienen "Karrierefrau", "Hausmütterchen", "Weichei" – Sophie Karmasin möchte alte Stereotype aufbrechen.

    & Wie Mädchen und Buben ihre Rollen durchbrechen lernen

    http://kurier.at/lebensart/leben/jeder-dritte-sagt-mann-soll-geld-verdienen/144.334.265



    • Pennpatrik

      Ich habe auf den Ministeriumslink geklickt und das gefunden:
      "Bankensektor setzt bereits richtige Impulse - Social Media Kampagne zu Geschlechterstereotypen gestartet "

      Ich dachte, Heinisch-Hosek ist die Frauenministerin und Karmasin ist Familienministerin?
      Wie man sich doch irren kann ...

    • franz-josef

      Die Kommentare der frau Karmasin zu ihren Umfrageergebnissen, die sie für profil häufig erbrachte, fielen mir ausnahmslos als linkslastig auf.

    • fewe (kein Partner)

      Das sind wohl Aktivitäten des neuen Reichsamts für Volkserziehung und Propaganda. Und auch so derb wie seinerzeit die Hetze gegen alles "Nicht-Arische".

  18. zweiblum

    Wer der ÖVP vertraut,
    der gehört gebaut!



    • zweiblum

      Wer der ÖVP vertraut,
      der gehört gehaut!

    • simplicissimus

      Wer der VP alles glaubt
      dem wird Freiheit bald geraubt.
      Wer die VP wirken läßt
      macht sich selbst den Mist im Nest.
      Wer noch immer VP wählt
      der gehört verbal gequählt!

    • Josef Maierhofer

      @ zweiblum

      Ergänzung:

      Wer SPÖ wählt, der weiß ja nicht, was er tut.
      Und wer Grün wählt, der hilft mit bei der Zerstörung Österreichs.

  19. Politicus1

    danke für diesen Kommentar!
    Anscheinend ist alles, was sich mit den Vorsilben "Post" oder "Anti" schmückt eine einzige Gefahr für Gesellschaft und Staat.



  20. Riese35

    Europa ist groß geworden und es ist ihm gut gegangen, als es nach Osten geblickt hat: zum alten Ägyptem und Mesopotamien, zum alten Griechenland, zu Jerusalem und zum christlichen Glauben, Konstantinopel, und sich zum römischen Reich bekannt hat. Das waren auch die Leitgedanken, als Kaiser Karl das Reich wiedererrichtet hat. Man kann es in Aachen bewundern. Das Symbol dieses doppelten Blickes war der Doppeladler.

    Das heutige Wappentier blickt nur mehr nach Westen, Richtung Untergang. In anderen Sprachen heißt "Westen" auch "Untergang" ("zapad", "zachód"). Der alte Doppeladler blickt hingegen auch nach Osten. Richtung Sonnenaufgang ("wostok", "wschód"). Richtung unsere geistig-religiösen-kulturellen Wurzeln.

    Über Jahrhunderte, insbesondere im Mittelalter war Byzanz der Träger unserer Kultur. Wir täten sehr gut daran, wieder mehr unseren Blick nach Osten zu richten, und zwar nicht in Überheblichkeit wie 1204, oder wie es heute noch die USA und weite Kreise des "transatlantischen Bündnisses" in Westeuropa tun, die immer noch ganz in der Tradition von 1204 stehen, sondern in Demut unseren Wurzeln gegenüber.

    Rußland ist längst wieder zum Doppeladler zurückgekehrt. Kehren auch wir wieder zum Doppeladler zurück, und suchen wir die Partnerschaft mit dem Osten, mit Rußland u.a.



  21. Sandwalk

    Ein Gespenst geht um an unseren Universitäten. Es ist die Ideologie des "Konstruktivismus". Diese sektenartige Lehre entstammt den "Cultural Studies", bei uns nennt man es "Kulturwissenschaften". Dazu zählen Soziologie, Politologie und diverse Ableger.

    Sie alle sind Kinder der so genannten Postmoderne - entstanden in den USA und in Großbritannien. Die Anhänger dieser pseudowissenschaftlichen Sektenlehre behaupten allen Ernstes, dass alle Erkenntnis, ja sogar alle Tatsachen "konstruiert" sind. Unser Geschlecht, unsere sexuellen Vorlieben, unsere Interessen, unsere Begabungen - all das ist von der Gesellschaft konstruiert. Unsere Aufgabe liege nun in der Dekonstruktion, und die Frau Ministerin ist die entsprechende Prophetin. Glaubt sie zumindest.

    Ein besonders hirnrissiger konstruktivistischer Sektenangehöriger erklärte mir einmal, dass sogar Naturkonstanten wie die Lichtgeschwindigkeit, die Gravitationskonstante oder die Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante) nichts als gesellschaftliche Konstrukte sind. Objektive Wahrheiten existieren gar nicht. Das ist zwar so saudumm, dass man es gar nicht mehr dümmer hinkriegt, aber diese Kerle glauben tatsächlich an diesen bodenlosen Unsinn.

    In den angelsächsischen Ländern hat man inzwischen erkannt, um welchen Unsinn es sich hier handelt. Die "Cultural Studies" führen dort nur noch ein Nischenleben. Bei uns werden diese Sektenlehren noch groß gehätschelt und mit Staatsgeldern künstlich am Leben erhalten. "Antiheteronormativ" (Schlagwort im Cafe Rosa) ist ein solcher Ausdruck aus der Küche dieser "cultural" Pseudowissenschaften.

    Unsere Frauenministerin ist offenbar eine Anhängerin dieses abseitigen scientific voodoo. Es erstaunt mich angesichts dieses Unfugs, den vor allem linke Zeitgenossen regelmäßig von sich geben, immer wieder wie anfällig Politiker unserer Regionen für die dümmsten Ideologien sind.

    Eigentlich könnte mir all das ja egal sein. Dummheit geht mir grundsätzlich mindestens mehrere Lichtjahre achtern vorbei, aber leider finanziert der Staat diese Sekten an den Universitäten mit ziemlich viel Steuergeld.



    • Politicus1

      danke für diesen Kommentar!
      Anscheinend ist alles, was sich mit den Vorsilben "Post" oder "Anti" schmückt eine einzige Gefahr für Gesellschaft und Staat.

    • Sensenmann

      Für diese "Wissenschaftler" ist die ganze Welt und jedes Naturgesetz konstruiert. Gut nur, daß es die Natur nicht kümmert.

      Ein Staat, der etwas auf sich hält, würde diese Geschwätzwissenschaften nicht finanzieren und ihren Repräsentanten und Afterschreibern den Platz zuweisen, den man gemeinhin Geisteskranken in einem Volk zuweist: Den Narrenturm.

      Bei uns aber krönt man solche Esel mit akademischen Weihen.

      Und wer des Lebens Unverstand
      Mit Wehmut will genießen,
      Der lehne sich an eine Wand,
      und strample mit den Füßen.

      "Naturam expellas furka, tamen usque recurret." - abner auch um das zu verstehen, sind die Geschwätzwissenschaftler zu dumm.





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