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Wir schauen nach Griechenland, während es ganz woanders crasht

Der Weltwirtschaft droht ein Crash, gegen den die gesamte Griechenland-Aufregung ein flaues Lüfterl ist. Der Crash passiert aber in einer anderen Weltgegend – freilich aus einem Grund, der dem allerschwersten Fehler der Eurozone bis aufs Haar gleicht.

Der Crash passiert derzeit in China. Dort stürzen die Börsen des noch vor kurzem unbezwingbar zu globaler Übermacht aufsteigenden Giganten gerade tief ab. Gewiss ist es möglich, dass sich der asiatische Gigant noch erfängt. Aber der Nimbus des unaufhaltsamen Aufstiegs ist weg.

Die Hauptursache des Crashs: Eine politikgelenkte Marktwirtschaft kann gar nicht dauerhaft funktionieren. China schleppt viel zu viele marode Staats-Industrien mit. Es leidet an gewaltiger Korruption, die ohne einen voll entwickelten Rechtsstaat mit einer unabhängigen Justiz absolut unausrottbar ist, weil ja genau jene Kader am korruptesten sind, die sich als Partei über Recht, Volk und Gesetz erhaben dünken.

Und vor allem: Es hat in den letzten Jahren exakt den gleichen Fehler wie Europa, wie der Euroraum gemacht. China hat ebenfalls Geld aus rein politischen Motiven und wider jede wirtschaftliche Vernunft zu viel zu niedrigen Zinsen in den Markt gepumpt.

Damit hat es sich genauso verhalten wie die politikgelenkte Marktwirtschaft in Europa. China wollte wie die EZB damit das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Gewiss, China machte diesen Fehler auf einem (noch) viel höheren Wachstumsniveau als Europa. Aber es braucht ja auch angesichts der Millionen Arbeit suchenden Landbevölkerung dringend ein hohes Wachstum. Mit dem europäischen Nullwachstum wäre das Land schon längst in die Nähe eines Bürgerkriegs geraten.

Billiges Geld – teure Blasen

Billiges Geld führt immer zu vielen Fehlinvestitionen. Und es führt vor allem zu gefährlichen Blasen der Börsenkurse. Die müssen unweigerlich einmal platzen, was immer schlimme Auswirkungen hat. Siehe die Folgen der amerikanischen Billigzinspolitik in den ersten Jahren dieses Jahrtausends. In China genügt schon die Ankündigung, dass man den Aktienkauf auf Pump schwerer machen wolle – schon platzt die Blase.

Die chinesischen Kurse sind – vorerst – um gewaltige 30 Prozent abgestürzt. Das droht bei einem Giganten wie China unabsehbare Folgen zu haben. Hat China doch im Inneren so viele labile Strukturen, die nur durch Polizeistaatsmethoden niedergehalten werden; betreibt es doch nach außen einen brandgefährlichen Insel-Expansionismus, der viele Nachbarländer tief erbittert.

Gewiss: China hat in den letzten 30 Jahren einen sensationellen Aufstieg aus den Alpträumen von Maoismus, Kulturrevolution und der dadurch ausgelösten Not geschafft. Gewiss: Krisen und Konjunkturwellen sind immer unvermeidlich. Aber sie können zur Katastrophe werden, wenn die Politik so stark wie in China in die Wirtschaft und die Finanzwelt eingreift. Dann kommt es unweigerlich zu katastrophalen Fehlentscheidungen.

Wohin der Primat der Politik über die Wirtschaft führt, kann man ja auch an Griechenland beobachten. Gewiss: Die Chinesen sind fleißiger als die Griechen. Sie haben auf Grund der Vergangenheit auch viel weniger Illusionen, weniger Wunschdenken.

Aber auch sie haben noch nicht begriffen, dass nur der absolut unabhängige Rechtsstaat das Fundament jedes nachhaltigen Erfolgs ist. Dass nur eine freie Wirtschaft auf Dauer funktionieren kann. Dass China nur gelingen kann, wenn endlich die Partei die Macht aus der Hand gibt.

Es war zwar kein Chinese, aber es passt auch auf China hervorragend, was ein internationaler Wirtschaftsexperte unlängst einem mittelasiatischen Minister geantwortet hat, als dieser unter vier Augen wissen wollte, was das Wichtigste wäre, um das Land und seine Wirtschaft voranzubringen. Der Experte antwortete mit einer Gegenfrage: „Was passiert bei Ihnen, wenn der Staatspräsident beim Schnellfahren erwischt wird? Solange das ganz automatisch straflos ist, wird sich das Land nicht gut entwickeln können.“

PS.: Was passiert in Österreich, wenn der Bundespräsident etwas Unkorrektes macht? Wenn ein Landeshauptmann eine handgreifliche Auseinandersetzung mit seiner Frau samt Polizeieinsatz wegen eines Seitensprunges hat? Eine Frage für die Heimhörer.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 17:32

    Billiges Geld vernichtet sich selbst. Eine alte Weisheit!
    Wertlosigkeit hat eben keinen Wert.

    Für ein wertloses Zahlungsmittel braucht es schon massive staatliche Interventionen. Wie schon nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland und Österreich, und jetzt auch weltweit.

    Insofern ist der heutige Tagebucheintrag Österreichische Schule der Nationalökonomie in Reinkultur. Danke dafür!

    Aber ergänzend muß schon auch hinzugefügt werden, daß in der heutigen Welt der zügellosen Kapitalflüsse, das Geld auch als Kriegsersatz für geopolitische Interessen eingesetz wird. Das umso leichter, weils ja nichts wert ist.

    Es ist allemal billiger, wertloses Geld als Kampfmittel einzusetzen als teure, reale Waffensysteme. Als nächstes billiges Mittel kommen die Computerhacker. Die brauchen nur ein bißchen Hirnschmalz und Zeit einsetzen. Und wenn das alles nichts mehr hilft, dann braucht es wirklich die teuren Waffensysteme, um eigene geopolitischen Interessen durchzusetzen.

    Wir haben es also überall auf der Welt mit einer Steigerung der Mittel, zur Durchsetzung der eigenen nationalen Interessen, zu tun.
    Was wollen wir da noch von Globalisierung reden?

    In Griechenland sind wir erst in der ersten Steigerungsstufe angelangt.
    Die NATO, als Vertreter der Ostküste, braucht diesen Außenposten, und nutzt deren volkswirtschaftliche Schwäche, um die EU auf Vordermann zu halten. Dort wird aber nur das wertlose Geld der Vassallenstaaten Europas eingesetzt, um die abgesprochenen Ziele zu erreichen, und daher wird nur mit begrenzten Mitteln gekämpft.

    In China traut sich dieselbe Clique nicht, die anderen Raketenstufen der Steigerung zu zünden, daher werden dort alle billigen Geldmittel zur Destabilisierung hineingeworfen. Leo Strauss läßt grüßen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 09:43

    Aber immerhin hat China so viele Kredite gewährt, dass alleine diese Rückzahlungen, Lizenzen, etc. auf lange Sicht, solche Börseneinbrüche ausgleichen können. Also wird dort die Politik noch nicht so in Panik geraten wie bei uns in Österreich z.B.

    Wir liegen am Boden und über uns trampeln die unkontrollierten Zuwanderer hinweg, ohne dass es ein Konzept dafür gäbe. Auch das fällt in China weg. Die haben 'bloß' den hausgemachten 'Politunsinn' in Form einer Einheitspartei, was ja bei uns auch so ist, bloß haben wir inzwischen schon eine Dreierkoalition als Einheitspartei, Rot-Schwarz-Grün, die 'alternativlos' (???) sind und medial gestützt, also auch nichts weiter mehr als Propagandahülsen.

    Auch die 'Revolution' kann es jederzeit bei uns geben, trainiert wird ja schon fleißig, zum WKR Ball, etc. ...

    Noch was, es ist unser entscheidender Nachteil, bei uns wird die Arbeit von den Gewerkschaften aus dem Land getrieben, dort wird sie bedingungslos angenommen.

    Also um China mache ich mir noch keine ganz große Sorge, wenn ich meinem Gefühl folge, das exakte Wissen fehlt mir ja dazu.

  3. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 12:57

    Wirtschaftliche Zudammenbrüche entfesseln auch immer nationale Identitätskrisen mit der Suche nach Schuldigen und und dem Aufbau von Feindbildern, um die Enfesselung des Volkszorns an den wahren Verursachern vorbeizuführen. Am Ende steht immer der Krieg! Mit Ausnahme der Schweiz ist es KEINEM Land bisher gelungen, schwere Krisen durch Einiggkeit und Rückbesinnung auf humanistische Werte und Traditionen zu begegnen. Die Geschichte wiederholt sich - die Menscheit ist nicht gescheiter geworden- nur die Vernichtungskraft der Waffen höher.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 11:08

    China hat mit seiner AIIB, seiner Weltbank, die Ostküste herausgefordert und das ist die Antwort. Alle,die nicht in chinesische Aktien anlegen, also 99,9% der Menschheit,trifft das nicht. In ein paar Wochen ist es ohnehin Geschichte. Die Industrie bleibt in China und das gedruckte Geld sucht ein Ziel.
    Was passiert wenn der Handel über die Politik herrscht, zeigt die Geschichte. United Fruithat ganze Ländereien ausgerottet. Serge Eisenstein zeigt es in "Que viva Mexico" oder "La vengenza de Pancho Villa". Beide Filme wurden von der Zensur vernichtet, aber nicht gründlich genug.
    In Mittel- und Südamerika wird weiter die indigene Bevölkerung ausgerottet und in den USA frägt man die Indianer wie es war.
    Die Zyanidlaugerei zur Goldwäscher kostete unzähligen Menschen das leben.
    TTIP soll die Herrschaft des Handels über die Politik und das Volk besiegeln.
    Wem sollen die 30% Börsenverluste in CH Angst machen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 22:38

    OT---aber was nicht ist, kann ja noch werden---unsere Gutmenschen werden bestimmt auch alles dran setzen, wenn die Frage einmal erst bei uns auftaucht:

    "Großbritannien: Rund 100.000 Moslems leben in Polygamie"

    "Die erste weibliche Scharia-Richterin Großbritanniens, Amra Bone, verteidigt diese Gesellschaftsformen: "Die Regierung kann nicht von Muslimen verlangen, nicht mehr als eine Frau zu haben." Somit stellt sie Muslimen frei, sich außerhalb des britischen Rechts zu bewegen."

    Der FAMILIEN-NACHZUG wird sich dann sprungartig vervielfachen und die Kinderbeihilfe detto!

    http://www.unzensuriert.at/content/0018153-Grossbritannien-Rund-100000-Moslems-leben-Polygamie?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    ------------------------------------------------------------

    Auch OT---aber David CAMERON scheint mir ein ziemliches A....loch zu sein, wenn er sagt:

    "Islam "eine großartige Religion"

    "Mitten in einem Interview über ein Terrorattentat des IS in Tunesien, bei dem 30 Briten ums Leben kamen, sprach Cameron sein Missfallen darüber aus, dass der Reporter die Terrorgruppe beim Namen nannte: "Ich wünschte, der BBC würde aufhören, es 'Islamischer Staat' zu nennen, denn es ist kein Islamischer Staat. Es ist ein empörendes, barbarisches Regime. Es ist eine Perversion der Religion des Islams, und, sie wissen, viele Muslime, die diese Sendung hören, werden jedesmal tief getroffen sein, wenn sie die Worte 'Islamischer Staat' hören.""

    "Großbritannien: "Islamischer Staat" soll zensiert werden"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018154-Grossbritannien-Islamischer-Staat-soll-zensiert-werden?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    DIE SPINNEN, DIE BRITEN!

    ---------------------------------------------------

    Unzensuriert-TV: Asylchaos - Sturm auf Europa

    http://www.unzensuriert.at/content/0018157-Unzensuriert-TV-Asylchaos-Sturm-auf-Europa?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  6. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 19:38

    Österreich hat ein gut entwickeltes Rechtssystem, weil hier Recht ist, was der
    Partei lieb ist .

  7. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2015 21:48

    Jetzt hat es offenbar sogar unser nicht gerade geistesstarker Bundeskanzler.. nein, mein Bundeskanzler ist der eigentlich wirklich nicht, also: der nicht gerade geistesstarke Bundeskanzler der Republik Österreich, die Schöpfung der Krone, möglicherweise ansatzweise verstanden: Die Währungsunion ist in Gefahr! Ach nein: tatsächlich? Die Währungsunion, lieber Vielreisender, ist seit Jahren, spätestens aber, seit der Polit-Bravo Tsipras und sein Asphalt-Cowboy (beide doch Intimfreunde von Ihnen, werter Herr Taxifahrer und Wohnbaustadtrat a. D.) an die Macht gewählt wurden, mausetot. Und das, was in Brüssel derzeit geschieht, ist ein lächerlicher und hoffnungsloser Reanimierungsversuch an einem schon leicht anrüchigen Leichnam. Das Schönste dran: Wenn Frau Merkel auch in vielem geirrt hat, ihr Ausspruch "Scheitert der Euro, scheitert Europa" ist (fast) richtig. Allerdings muss man ergänzen: Scheitert der Euro (was ja gottlob unmittelbar bevorsteht), dann scheitert nicht Europa, sondern dann scheitert das lächerliche Gebilde, das sich da in und um Brüssel entwickelt hat und so tut, als wäre es die allein Seligmachende. Wenn diese Karikatur verschwindet - hoffentlich ebenfalls möglichst bald - hat das Europa der Gescheiten und Fleissigen endlich wieder eine faire Chance. Zeit würde es.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2015 13:35

    In einem Satz:
    Immer dann, wenn Politiker glauben, ein politisches, wirtschaftliches oder monetäres System, das unabdingbar Gesetzen unterliegt, so ändern und steuern zu können, daß es von diesen Rahmenzwängen befreit wird, wird das System über kurz oder lang kollabieren.
    Das Erstaunliche ist, daß sie es immer wieder versuchen, auch dann, wenn es schon viele Male schiefgegangen ist.
    Politiker können sich das erlauben, der für seine Familie verantwortliche einzelne Mensch nicht.


alle Kommentare

  1. Clemens Taferner (kein Partner)
    12. Juli 2015 18:42

    Schickts wieder einen Bayernprinzen nach Griechenland, der das Werkel auf Vordermann bringt. 's wär' ja nicht das erste Mal... ;)

  2. Dr. Knölge (kein Partner)
    10. Juli 2015 13:35

    In einem Satz:
    Immer dann, wenn Politiker glauben, ein politisches, wirtschaftliches oder monetäres System, das unabdingbar Gesetzen unterliegt, so ändern und steuern zu können, daß es von diesen Rahmenzwängen befreit wird, wird das System über kurz oder lang kollabieren.
    Das Erstaunliche ist, daß sie es immer wieder versuchen, auch dann, wenn es schon viele Male schiefgegangen ist.
    Politiker können sich das erlauben, der für seine Familie verantwortliche einzelne Mensch nicht.

  3. Ichwill (kein Partner)
    10. Juli 2015 09:52

    Es muß etwas geben, das die Politiker und Beamte - sobald sie EU-Politiker oder bei der EU-Administration tätig sind - sofort die EU-Position vertreten:
    - Lucke
    - Stoiber
    - usw.
    Sind es
    - Gehirnwäsche,
    - Manipulation bei jedem Kontakt mit schon etablierten EU-lern,
    - Erpressung,
    - oder doch nur das fast steuerfreie, riesige, fast arbeitslose Einkommen,
    - die unheimlichen Privilegien!

    • Ichwill (kein Partner)
      10. Juli 2015 17:15

      Pardon, ist falsch gelandet, ist beim nächsten Blogbeitrag passend: "Ein Requium für die AfD am Gipfel des Triumphes".

  4. Tik Tak (kein Partner)
    10. Juli 2015 09:08

    Meine Güte Unterberger,

    Sie habe keine Ahnung von China, lassen Sie es bleiben.
    Ihre Lohnschreiberei für US Interessen ist einfach nur mehr peinlich.

  5. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      10. Juli 2015 08:52

      Immerhin, nach einiger Zeit bringt auch Unterberger einen Artikel, der auf ein echtes Problem zielt. Kopp-online schrieb darüber schon am 26. 6.; aber es gab ja so viele andere Basenna-Themen...

      Was Unterberger hier aber schreibt, ist nur partiell richtig: die dortige Krise ist weniger eine der Realwirtschaft, sondern der Börsenspekulation. Somit absolut ähnlich den Vorgängen bei „uns“. Das hat aber nichts mit Markt- oder Planwirtschaft zu tun, sondern ist Casino-„Wirtschaft“.

      Er vertauscht auch Ursache und Wirkung in seiner „Diagnose“, daß die Wirtschaft hohes Wachstum b e n ö t i g e: „China wollte wie die EZB damit das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Gewiss, China machte diesen Fehler auf einem (noch) viel höheren Wachstumsniveau als Europa. Aber es braucht ja auch angesichts der Millionen Arbeit suchenden Landbevölkerung dringend ein hohes Wachstum.“

      Nein, die große Zahl an Menschen, die noch weit entfernt von einer „Sättigung“ ihrer echten Bedürfnisse ist, ermöglicht ein Wachsen der Realwirtschaft. Hierin liegt der wahre Unterschied zu „unseren“ Verhältnissen: „Unsere“ Märkte sind gesättigt und selbst die künstlichen Mechanismen der eingebauten Obsoletierung reicht nicht mehr aus, das aus dem Kreditgeld-System erzwungene Wachstum der Realwirtschaft zu erreichen. (Darum müssen wieder Methoden der „kreativen Zerstörung“ – Kriege – her!)

      Wenn Unterberger auch die chinesische Misere als Mangel an Rechtsstaatlichkeit hinstellt, so ist das nur dummes Geschwätz. Ein Land dieser Größe und dieser jahrtausende alten Kultur kann nicht wie eine Räuberhöhle geführt werden. Wer uns solches Glauben machen will, ist dümmer als die Polizei erlaubt.

      Natürlich gibt es in China wie überall Korruption. Allerdings lese ich seit Jahren, daß echte Wirtschaftsverbrecher, die nicht nur sich bereicherten sondern ganze Landstriche damit schädigten, auch hingerichtet werden.

      Der Machtkampf zwischen Staatschef Xi Jinping und seinem Amtsvorgänger, dem 88-jährigen Jiang Zemin, hat das Börsenparkett erreicht. Jiang kontrollierte über ein Netzwerk von Gefolgsleuten auch nach seinem Amtsausscheiden weite Teile von Chinas Politik, Sicherheitsapparat und Wirtschaft. Ein Problem, gegen das Xi mit eiserner Hand und seiner „Anti-Korruptionskampagne“ vorging. Mittlerweile ist Jiangs Einfluss auf den Finanzsektor zusammengeschmolzen, weshalb dieser ein Hauptschlachtfeld der beiden Kontrahenten geworden ist.

      Seit einigen Wochen hat Xi seine Korruptionsjäger auf Jiangs letzte Bastion losgelassen. Siehe: Chinas Korruptions-Razzia erreicht die Finanzwelt

      Wann haben wir von solchen Reinigungs-Prozessen wir je bei uns etwas gelesen?

    • peter789 (kein Partner)
      14. Juli 2015 10:35

      " aber es gab ja so viele andere Basenna-Themen..." an denen du dich mit Feuereifer beteiligst.

  6. Undine
    08. Juli 2015 22:38

    OT---aber was nicht ist, kann ja noch werden---unsere Gutmenschen werden bestimmt auch alles dran setzen, wenn die Frage einmal erst bei uns auftaucht:

    "Großbritannien: Rund 100.000 Moslems leben in Polygamie"

    "Die erste weibliche Scharia-Richterin Großbritanniens, Amra Bone, verteidigt diese Gesellschaftsformen: "Die Regierung kann nicht von Muslimen verlangen, nicht mehr als eine Frau zu haben." Somit stellt sie Muslimen frei, sich außerhalb des britischen Rechts zu bewegen."

    Der FAMILIEN-NACHZUG wird sich dann sprungartig vervielfachen und die Kinderbeihilfe detto!

    http://www.unzensuriert.at/content/0018153-Grossbritannien-Rund-100000-Moslems-leben-Polygamie?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    ------------------------------------------------------------

    Auch OT---aber David CAMERON scheint mir ein ziemliches A....loch zu sein, wenn er sagt:

    "Islam "eine großartige Religion"

    "Mitten in einem Interview über ein Terrorattentat des IS in Tunesien, bei dem 30 Briten ums Leben kamen, sprach Cameron sein Missfallen darüber aus, dass der Reporter die Terrorgruppe beim Namen nannte: "Ich wünschte, der BBC würde aufhören, es 'Islamischer Staat' zu nennen, denn es ist kein Islamischer Staat. Es ist ein empörendes, barbarisches Regime. Es ist eine Perversion der Religion des Islams, und, sie wissen, viele Muslime, die diese Sendung hören, werden jedesmal tief getroffen sein, wenn sie die Worte 'Islamischer Staat' hören.""

    "Großbritannien: "Islamischer Staat" soll zensiert werden"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018154-Grossbritannien-Islamischer-Staat-soll-zensiert-werden?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    DIE SPINNEN, DIE BRITEN!

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    Unzensuriert-TV: Asylchaos - Sturm auf Europa

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    • Brigitte Imb
      08. Juli 2015 23:13

      Die politische Schleimerei um die Moslems ist wirklich unerträglich. Sicherlich sind diese Menschen etwas besonderes, "wir" verstehen es nur nicht. `S liegt ev. an der Unterwerfung. Ja, sicher sollten "wir" unterwürfiger sein, dann haben "unsere" Politiker uns wieder ganz, ganz lieb.

    • Cotopaxi
      09. Juli 2015 07:40

      Der Moslem, der "Flüchtling", der Homosexuelle sind die Götzen unserer Zeit, um die die Hirn- und Gottlosen tanzen. ;-)

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      10. Juli 2015 13:20

      Polygamie:
      100.000 Moslems leben polygam. Das bedeutet mindestens 100.000 ledige Männer. Dann noch ein gewisses Frauenbild im Islam. Die Frage ist nun, wie wirkt sich das aus auf die Vergewaltigungsstatistiken kopftuchloser Frauen?

      Cameron:
      Er ist nicht der einzige Politiker, der Gott und dem Teufel gleichermaßen gefallen will. Auch Gauck ist so ein A.... Gestern im Videotext ZDF: Gauck: Es gibt in Deutschland Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie. Das finde ich widerlich und unerträglich.
      Gauck, ich finde Sie widerlich und unerträglich, wenn Sie Islamophobie mit Rassismus gleichsetzen.

  7. Gandalf
    08. Juli 2015 21:48

    Jetzt hat es offenbar sogar unser nicht gerade geistesstarker Bundeskanzler.. nein, mein Bundeskanzler ist der eigentlich wirklich nicht, also: der nicht gerade geistesstarke Bundeskanzler der Republik Österreich, die Schöpfung der Krone, möglicherweise ansatzweise verstanden: Die Währungsunion ist in Gefahr! Ach nein: tatsächlich? Die Währungsunion, lieber Vielreisender, ist seit Jahren, spätestens aber, seit der Polit-Bravo Tsipras und sein Asphalt-Cowboy (beide doch Intimfreunde von Ihnen, werter Herr Taxifahrer und Wohnbaustadtrat a. D.) an die Macht gewählt wurden, mausetot. Und das, was in Brüssel derzeit geschieht, ist ein lächerlicher und hoffnungsloser Reanimierungsversuch an einem schon leicht anrüchigen Leichnam. Das Schönste dran: Wenn Frau Merkel auch in vielem geirrt hat, ihr Ausspruch "Scheitert der Euro, scheitert Europa" ist (fast) richtig. Allerdings muss man ergänzen: Scheitert der Euro (was ja gottlob unmittelbar bevorsteht), dann scheitert nicht Europa, sondern dann scheitert das lächerliche Gebilde, das sich da in und um Brüssel entwickelt hat und so tut, als wäre es die allein Seligmachende. Wenn diese Karikatur verschwindet - hoffentlich ebenfalls möglichst bald - hat das Europa der Gescheiten und Fleissigen endlich wieder eine faire Chance. Zeit würde es.

    • Undine
      08. Juli 2015 22:46

      @Gandalf

      ***********************************!
      Faymann, die "Krone der Schöpfung", ist eine "Schöpfung der KRONE"! ;-)))

    • M.S.
      08. Juli 2015 23:25

      @Gandalf

      Eigentlich müßte man ja dem griechischen Ministerpräsidenten und dem Finanzminister für ihre Feydeausche Komödie, mit der sie wochenlang das europäische Publikum unterhalten haben, dankbar sein. Haben sie doch den erbärmlichen Zustand dieses schwerfälligen, entscheidungsschwachen, ratlosen Konstrukts EU allen Bürgern vor Augen geführt. Wenn der Anlass nicht so tragisch wäre, könnte man aus dem was die Institutionen dieses Gebildes in den letzten Wochen der Causa geboten haben, mühelos eine tolle Kabarettnummer auf die Bühne bringen.
      Man muss sich ja geradezu fürchten, was im Falle eines bedrohlichen Ereignisses, das dringendes Handeln erforderlich machte, geschehen würde.
      Da fällt mir wiederum Jean Raspail mit seiner Vision "Das Heerlager der Heiligen" ein. Der Mann war ja geradezu ein Hellseher.

    • PeterT (kein Partner)
      10. Juli 2015 09:08

      Faymann hat gar nichts verstanden, er plappert nur nach, was ihm vorgesagt wird.
      Bei seiner Griechenland-Irrfahrt hat er offensichtlich keinen (oder die falschen) Einsager gehabt.
      Jetzt hat ihn Angela halt wieder für 15 min 'ins Gebet' genommen, und ihm nochmal buchstabiert, was Linie ist - und - siehe da, schon funktioniert er wirder brav.

  8. machmuss verschiebnix
    08. Juli 2015 19:38

    Österreich hat ein gut entwickeltes Rechtssystem, weil hier Recht ist, was der
    Partei lieb ist .

  9. Anton Volpini
    08. Juli 2015 17:32

    Billiges Geld vernichtet sich selbst. Eine alte Weisheit!
    Wertlosigkeit hat eben keinen Wert.

    Für ein wertloses Zahlungsmittel braucht es schon massive staatliche Interventionen. Wie schon nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland und Österreich, und jetzt auch weltweit.

    Insofern ist der heutige Tagebucheintrag Österreichische Schule der Nationalökonomie in Reinkultur. Danke dafür!

    Aber ergänzend muß schon auch hinzugefügt werden, daß in der heutigen Welt der zügellosen Kapitalflüsse, das Geld auch als Kriegsersatz für geopolitische Interessen eingesetz wird. Das umso leichter, weils ja nichts wert ist.

    Es ist allemal billiger, wertloses Geld als Kampfmittel einzusetzen als teure, reale Waffensysteme. Als nächstes billiges Mittel kommen die Computerhacker. Die brauchen nur ein bißchen Hirnschmalz und Zeit einsetzen. Und wenn das alles nichts mehr hilft, dann braucht es wirklich die teuren Waffensysteme, um eigene geopolitischen Interessen durchzusetzen.

    Wir haben es also überall auf der Welt mit einer Steigerung der Mittel, zur Durchsetzung der eigenen nationalen Interessen, zu tun.
    Was wollen wir da noch von Globalisierung reden?

    In Griechenland sind wir erst in der ersten Steigerungsstufe angelangt.
    Die NATO, als Vertreter der Ostküste, braucht diesen Außenposten, und nutzt deren volkswirtschaftliche Schwäche, um die EU auf Vordermann zu halten. Dort wird aber nur das wertlose Geld der Vassallenstaaten Europas eingesetzt, um die abgesprochenen Ziele zu erreichen, und daher wird nur mit begrenzten Mitteln gekämpft.

    In China traut sich dieselbe Clique nicht, die anderen Raketenstufen der Steigerung zu zünden, daher werden dort alle billigen Geldmittel zur Destabilisierung hineingeworfen. Leo Strauss läßt grüßen!

  10. Patriot
    08. Juli 2015 16:11

    Der Unterschied zwischen China und Griechenland ist der riesige Leistungsbilanzüberschuss, bzw das Defizit. Die Griechen importieren wegen schlechter Wettbewerbsfähigkeit weitaus mehr als sie exportieren, deshalb müssen sie sich im Ausland verschulden. Die niedrigen Steuereinnahmen sind ja nicht alles.

    Das Post Scriptum ist völlig angebracht. Wie steht's um unseren Rechtsstaat und besonders um unsere Demokratie. Haben wir nicht eher eine Scheindemokratie, und passiert nicht in China oder auch Russland viel eher das, was die Bevölkerung will?

    • fewe (kein Partner)
      10. Juli 2015 07:25

      Ich denke, in Österreich ist es uns mittlerweile schon egal, was sie machen, aber sie sollten wenigstens etwas machen, das für Österreich gut ist und nicht für die Abschaffung von Österreich arbeiten.

      Wir haben eine Einheitspartei, die defacto nicht abwählbar ist. Es ist ziemlich egal ob SPÖ oder ÖVP gerade oben sind. Die Grünen helfen jedenfalls immer aus. Die haben mittlerweile alle die selbe Agenda.

      Nur die FPÖ ist etwas anders, aber die wird allein nicht regieren können. Dafür wird es ja doch nicht reichen. Und falls doch, wird man erst sehen, wieviel sie von ihrem Programm umsetzt. Resp. ob man sie ihr Programm umsetzen lässt. Notfalls bestellt die SPÖ wieder Sanktionen gegen Österreich oder irgendwas in der Art.

  11. Obrist
    08. Juli 2015 12:57

    Wirtschaftliche Zudammenbrüche entfesseln auch immer nationale Identitätskrisen mit der Suche nach Schuldigen und und dem Aufbau von Feindbildern, um die Enfesselung des Volkszorns an den wahren Verursachern vorbeizuführen. Am Ende steht immer der Krieg! Mit Ausnahme der Schweiz ist es KEINEM Land bisher gelungen, schwere Krisen durch Einiggkeit und Rückbesinnung auf humanistische Werte und Traditionen zu begegnen. Die Geschichte wiederholt sich - die Menscheit ist nicht gescheiter geworden- nur die Vernichtungskraft der Waffen höher.

  12. zweiblum
    08. Juli 2015 11:24

    Preisfrage: Was passiert wenn die EU einen GREXIT beschließt und GR das ignoriert?
    1. Preis eine Flasche Cidre brut!

    • Brigitte Imb
      08. Juli 2015 12:39

      Für einen Burgunder würd´ich´s Ihnen sagen.......:-))), aber für an Most net.

    • socrates
      08. Juli 2015 14:01

      Wenn schon dann einen Pineau des Charentes, den bekommen Sie in Wien nicht! Bei uns hat er eine geringe Halbwertszeit. Aber ich werde eine Auswahl Burgunder mitnehmen.

    • Brigitte Imb
      08. Juli 2015 16:16

      Klingt guuut, mmh. ;-)

      Merci beaucoup!

    • zweiblum
      08. Juli 2015 21:18

      Es würde mich interessieren ob es juristisch möglich ist einen Staat aus dem Euro hinauszuwerfen. Wenn nicht, dann wird es lustig.

    • M.S.
      08. Juli 2015 23:34

      @Brigitte Imb @zweiblum

      Heißt das also, dass die Nettozahler Griechenland für alle Zeiten dann erhalten müssten?

    • zweiblum
      09. Juli 2015 13:46

      MS
      Das heißt das diejenigen zahlen müssen, die das Chaos verursacht haben: Ostküste, Politiker Troika.
      So sehen die Manipulierter der Märkte aus:
      Im Jahr vor dem jetzigen Kursverfall war der Aktienmarkt meist durch spekulative Käufe auf Pump um weit mehr als hundert Prozent in die Höhe getrieben worden. Mitte Juni kündigte die Börsenaufsicht aber an, die Regeln für den Aktienkauf auf Pump zu verschärfen. Kleinanleger begannen, panikartig zu verkaufen.
      Der Kurssturz in China hatte zuletzt auch Bedenken geweckt, die Verunsicherung könne sich auf andere Märkte ausweiten. So waren auch die Märkte in Hongkong und Tokio eingebrochen. Auch in Europa gibt es zunehmend Stimmen, die warnen, dass die Entwicklungen in China einschneidender sein könnten als die Entscheidung im Schuldenstreit mit Griechenland.

    • zweiblum
      09. Juli 2015 13:50

      Brigitte Imb
      Danke,ich habe es mir gedacht. Die Schreiberlinge kümmern Tatsachen nicht. Der Text

      EU-Kommission: Euro-Ausschluss nicht möglich

      In dieser Gemengelage wird in der EU auch diskutiert, ob Griechenland dann aus dem Euro ausgeschlossen werden sollte. Die EU-Kommission hält das Szenario allerdings für unrealistisch. „Weder Austritt noch Rauswurf aus der Eurozone sind möglich“, sagte der Sprecher von EU-Kommissar Olli Rehn am Donnerstag in Brüssel. Der EU-Vertrag von Lissabon halte fest, dass eine Mitgliedschaft in der Währungszone „unwiderruflich“ sei. Das sei eine rechtliche wie politische Antwort, hob der Sprecher hervor und fügte hinzu: „Es gibt überhaupt keine Diskussion darüber.“

  13. socrates
    08. Juli 2015 11:08

    China hat mit seiner AIIB, seiner Weltbank, die Ostküste herausgefordert und das ist die Antwort. Alle,die nicht in chinesische Aktien anlegen, also 99,9% der Menschheit,trifft das nicht. In ein paar Wochen ist es ohnehin Geschichte. Die Industrie bleibt in China und das gedruckte Geld sucht ein Ziel.
    Was passiert wenn der Handel über die Politik herrscht, zeigt die Geschichte. United Fruithat ganze Ländereien ausgerottet. Serge Eisenstein zeigt es in "Que viva Mexico" oder "La vengenza de Pancho Villa". Beide Filme wurden von der Zensur vernichtet, aber nicht gründlich genug.
    In Mittel- und Südamerika wird weiter die indigene Bevölkerung ausgerottet und in den USA frägt man die Indianer wie es war.
    Die Zyanidlaugerei zur Goldwäscher kostete unzähligen Menschen das leben.
    TTIP soll die Herrschaft des Handels über die Politik und das Volk besiegeln.
    Wem sollen die 30% Börsenverluste in CH Angst machen?

    • socrates
      08. Juli 2015 11:10

      Der Nachfolger von Unter Fruit ist Monsanto.

    • HDW
      08. Juli 2015 13:19

      Also,dass China welches 40 Millionen Tote des sogenannten Sinomarxismus überstanden hat, auch einen Börsenkrach überstehen wird ist anzunehmen. 85% der chin. Milliardäre sind ja sowieso Parteikader (laut Forbes). Aber, dass man ausgerechnet den verlogenen drogenabhängigen Eisenstein, den Filmpropagandisten der selben Mörderideologie, als Gegenzeugen aufruft ist heute Gott sei Dank auch nur mehr ausserhalb Russlands möglich! Selbst die Gedenktafel aus der Stalinzeit an seinem Wohnhaus in Moskau wurde entfernt. Aber für das Parteifilmmuseum Albertina in Wien natürlich wie eh und je, das heilige Monster des Sowjetfilms. Unter antiliberalen Parteimitgliedern weiß man wo der Feind steht1

    • socrates
      08. Juli 2015 13:54

      HDW
      Meine DVDs sind aus den USA.In St Petersburg bekommen Sie sie auch. Wir sahen seine Werke in RU. Panzerkreuzer Potjemkin gehört zu den besten Filmen die je gedreht wurden.

    • socrates
      08. Juli 2015 14:05

      Für Sie die Hudson Bad Compagnie oder die East India compagnie.

  14. Josef Maierhofer
    08. Juli 2015 09:43

    Aber immerhin hat China so viele Kredite gewährt, dass alleine diese Rückzahlungen, Lizenzen, etc. auf lange Sicht, solche Börseneinbrüche ausgleichen können. Also wird dort die Politik noch nicht so in Panik geraten wie bei uns in Österreich z.B.

    Wir liegen am Boden und über uns trampeln die unkontrollierten Zuwanderer hinweg, ohne dass es ein Konzept dafür gäbe. Auch das fällt in China weg. Die haben 'bloß' den hausgemachten 'Politunsinn' in Form einer Einheitspartei, was ja bei uns auch so ist, bloß haben wir inzwischen schon eine Dreierkoalition als Einheitspartei, Rot-Schwarz-Grün, die 'alternativlos' (???) sind und medial gestützt, also auch nichts weiter mehr als Propagandahülsen.

    Auch die 'Revolution' kann es jederzeit bei uns geben, trainiert wird ja schon fleißig, zum WKR Ball, etc. ...

    Noch was, es ist unser entscheidender Nachteil, bei uns wird die Arbeit von den Gewerkschaften aus dem Land getrieben, dort wird sie bedingungslos angenommen.

    Also um China mache ich mir noch keine ganz große Sorge, wenn ich meinem Gefühl folge, das exakte Wissen fehlt mir ja dazu.

    • McErdal (kein Partner)
      10. Juli 2015 16:19

      Sg.Herr !
      Sie sollten sich in Begrifflichkeiten üben - das sind keine Zuwanderer, weil :
      es handelt sich hierbei um SIEDLUNGPOLITIK - alles klar ??
      Kennzeichen einer Einwanderung sind also:
      1) Der Einwanderer versorgt sich selber.
      2) Der Einwanderer bringt Kapital mit.
      3) Der Einwanderer nutzt der aufnehmenden Gesellschaft, indem er dort arbeitet.
      4) Der Einwanderer bemüht sich von sich aus um Integration und passt sich der Kultur/den Gesetzen des Gastlandes an.
      Dabei wäre es so einfach:
      "Kein Ausländer hat Anspruch auf Leistungen des Staates."

  15. Jedi
    08. Juli 2015 09:42

    Interessant. Der Eingriff der Politik in Wirtschaft und Finanzwelt führt automatisch zu Fehlentscheidungen und Katastrophen. Die Abschaffung aller Regulierungen in den USA hat hingegen bekanntlich die großen Erfolge des Jahres 2007 bewirkt. Und wenn’s schiefgeht, trägt ja die liberalisierte Finanzwirtschaft das volle Risiko, ohne den Steuerzahler zu belasten. Der beispiellose Aufschwung der chinesischen Volkswirtschaft der letzten Jahre, der enorme Aufbau von Infrastruktur, während in den USA die Brücken verfallen - alles nur eine zufällige Folge eigentlich katastrophaler Fehlentscheidungen. Wirtschaftliches Vorbild sind und bleiben die USA, die wie verrückt Geld drucken, das in Wahrheit durch nichts mehr gedeckt ist und inzwischen auf einem Schuldenberg sitzen, den sie genauso wenig jemals zurückzahlen können wie Griechenland.

    Im Ernst: Auch wenn man die Marktwirtschaft grundsätzlich bejaht, muss man bei nüchterner Betrachtung einige Fakten anerkennen:

    Staatlichen Einfluss gibt es in allen Volkswirtschaften. Ob eher direkt durch Behörden wie in China oder indirekt durch politische Verflechtungen und eine gigantische Rüstungsindustrie wie in den USA

    Regulierungen sind nicht per se schlecht. Das Finanzsystem von Bretton Woods hat Jahrzehnte Stabilität und Wohlstand gebracht, nach seiner Abschaffung kam es zum Crash.

    Freiheit für Konzerne ist nicht gleichbedeutend mit Freiheit für die Bürger. Eher im Gegenteil. Der durch die Finanzmacht weniger globaler Player entstehende Primat der Wirtschaft über die Politik führt zur Entmachtung der Staaten und damit zur Aushöhlung der Demokratie.

    Staatliche Lenkung kann erfolgreich sein (China in den letzten Jahrzehnten, Russland unter Putin), Deregulierung und Privatisierung auch (Singapur), Privatisierung kann zum Ruin führen (Russland unter Jelzin), ebenso wie staatliche Lenkung (Kuba, der ehemalige Ostblock). Ein Konzept, das in jeder Situation für alle passt, existiert nicht.

    Korruption ist zweifellos wirtschaftshemmend. Sie existiert in unterschiedlicher Form in allen Ländern, wie auch der letzte Absatz andeutet. Und wenn im großen Vorbild USA Investmentbanker Finanzminister werden und ehemalige Konzernchefs als Verteidigungsminister Kriege führen, die ihren früheren Arbeitgebern fette Aufträge bescheren (z. B. Cheney und Halliburton), dann zeigt sich, dass die Vermutung aller echten Konservativen, die Welt bestehe aus vielen Schattierungen von Grau anstatt aus Schwarz-Weiß, schon ihre Berechtigung hat.

    • F.V. (kein Partner)
      10. Juli 2015 22:51

      Als Soldschreiber der Macht erwarb sich Huntington erste Verdienste mit seiner Modernisierungstheorie (Samuel P. Huntington Political Order in Changing Societies New Haven/Londen 1968), in der er demokratische Willensbildung als für eine ökonomische Aufholjagd hinderlich und kontraproduktiv hinstellte. Autoritäre Staatssysteme könnten dagegen – so seine Schlußfolgerung – jenes Maß an politischer Stabilität und Ordnung garantieren, die für eine Modernisierung vonnöten sei.
      Die Gründe für einen relativen Machtverlust der USA liegen für ihn in der Demokratie selbst, d. h. in ihrer – die US-Vorherrschaft gefährdenden – politischen Instabilität ("democratic distemper" - Michel J. Crozier; Samuel P. Huntington; Joji Watanuki The Crisis of Democracy New York 1975, zitiert von der Titelseite. S.106).

      In diesem Zusammenhang darf ich auch auf meinen Kommentar zu Unterbergers „nationalen Sozialismus“ verweisen.

      Im übrigen ist es ohnedies eine ziemlich falsche Einbildung allen ökonomischen Fortschritt dem „freien Markt“ in die Schuhe zu schieben. Den Markt gibt es nur, wenn es Regeln und eine Ordnung gibt, alles andere wäre bloß Räuberhöhle. Die „Große Freiheit“, wie sie angeblich auf den Meeren besteht, meint in Wahrheit die völlige Willkür (= Rechtlosigkeit) und ist mithin nur eine Karikatur der wahren Freiheit.

      Die rhetorische Frage wieso China oder Rußland prosperieren und die USA und die EUdSSR bankrott sind war gar nicht so rhetorisch.

  16. Pennpatrik
    08. Juli 2015 06:38

    Hat nicht sie ihn eingesperrt?
    Ach ja-Frauen dürfen mit Männern inzwischen machen, was sie wollen.
    Und musste nicht das Sonderkommando ausrücken, weil die "normale" Polizei Anzeige erstatten muss? Wäre das ein Amtsmissbrauch auch der Polizei?
    Fragen über Fragen.

    • Undine
      08. Juli 2015 22:55

      @Pennpatrick

      Also, beim mittlerweile 4. (vierten!) außerehelichen Kind von Onkel E. darf die angetraute Ehefrau den munteren Ehemann schon in den Keller sperren! Sie hätte ihm auch das Handy vorher abnehmen können.....;-))

  17. Igo
    08. Juli 2015 04:25

    Meine Grossmutter hat immer gesagt: euch (dir) geht's zu gut!! Jetzt, etwas mehr Jahre auf dem Buckel, muss ich sagen, meine Grossmutter, ohne Gymnasium, jahrelangem Studium, etc. war eine weise Frau und ich denke zu verstehen, was sie meinte!
    Der eine säuft, der andere...-ach was- ist doch alles nur ein Gerücht, oder?!

    • Josef Maierhofer
      08. Juli 2015 09:30

      Meine Mutter hat sehr oft gesagt: 'Geld verdirbt die Welt'.





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