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Es gibt zu viele Ältere oder: Der Abstieg des IHS

Noch nie hat man den Niedergang des einst für brillante ökonomische Studien renommierten Wiener IHS so deutlich sehen können wie jetzt bei einem soeben präsentierten IHS-Papier zur Arbeitslosigkeit älterer Menschen.

Ein Autor des „Instituts für Höhere Studien“ (der ehrlicherweise nicht einmal vorgibt, eine ökonomische Ausbildung zu haben) präsentierte eine „Studie“ über die Arbeitslosigkeit älterer Menschen und die zu hohen Löhne älterer Arbeitnehmer. Das geschah ganz offensichtlich gezielt im Interesse von SPÖ und Arbeiterkammer. Denn dieses Papier gab nun Sozialminister Hundstorfer die Möglichkeit, das Problem als gleichsam inexistent zu bezeichnen. Es bestehe nur darin, dass es bedauerlicherweise halt zu viele ältere Menschen gibt. Wogegen man ja nicht wirklich etwas tun kann. Und der Studienautor wörtlich: „Das Alter selbst ist das größte Hemmnis für Wiederbeschäftigung.“

Solche peinliche Banalitäten stammen von einem IHS-Funktionär, der die in progressiven Kreisen typische Nichtausbildung mit einer Kombination aus Politologie, Publizistik, Geschichte und Soziologie hat. Ein typischer Werdegang, bei dem man von nichts wirklich etwas gelernt hat. Aber im neuen, unter sozialistische Führung geratenen IHS kann man damit offensichtlich ökonomische Studien produzieren.

Bei der Präsentation wird nicht darauf eingegangen:

  • Dass in Österreich viel mehr Menschen ab 55 in irgendeine Form der Pension flüchten als anderswo.
  • Dass das zwar vielleicht optisch schöner sein mag als Arbeitslosigkeit, weil man diese Jungpensionisten in der AMS-Statistik nicht sieht, aber in Wahrheit noch viel teurer ist.
  • Dass in Österreich die 55- bis 59-Jährigen um 58 Prozent mehr verdienen als die 25- bis 29-Jährigen, während in Deutschland beziehungsweise im EU-Schnitt dieser Unterschied nur 35 bis 38 Prozent ausmacht.
  • Dass das eine durch die eventuelle Erfahrung Älterer niemals rechtfertigbare Überbezahlung ist, der jedes unter Budgetdruck stehende Unternehmen zu entkommen trachten muss.
  • Dass viele Arbeitnehmer nur deshalb gekündigt – oder meist „einvernehmlich“ verabschiedet – werden, weil sie auf Grund der Kollektivverträge zu teuer sind.
  • Dass die Österreicher um vier Jahre früher in Pension gehen als der EU-Schnitt.
  • Dass in Österreich der Anteil der noch berufstätigen Menschen zwischen 55 und 65 daher weit geringer ist als in allen anderen Ländern.

All diese Fakten mag man unter Genossen eben nicht hören. Daher sagt man sie auch nicht.

Es ist zwar nachvollziehbar, dass Rudolf Hundstorfer mit solchen Papieren von der verheerenden Situation der unter seiner Verantwortung immer weiter explodierenden Sozialausgaben ablenken will. Die Job-Probleme der Älteren dürfen für ihn als Gewerkschaftsmann dann plötzlich kein Problem mehr sein, wenn die Öffentlichkeit zu durchschauen beginnt, dass an diesen Problemen vor allem die Gewerkschaften und die von diesen durchgesetzten steilen Einkommenszuwächse in höheren Lebensaltern schuld sind.

 Es ist aber zutiefst bedauerlich, dass auch das IHS unter einem pensionierten SPÖ-Sektionschef jetzt wissenschaftlich so heruntergekommen ist, dass es sich dafür hergibt. Dabei war das IHS unter seinen letzten drei Direktoren noch eine Produktionsstätte interessanter und relevanter Studien, die fast alle gezeigt haben, dass man damals dort noch etwas von Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhängen verstanden hat.

Aber der SPÖ scheint es gelungen, mit dem nötigen Geldeinsatz nach dem Wifo nun ein weiteres Institut an ihre Leine zu legen. Den früheren, marktwirtschaftlich und liberal denkenden Direktionen hat man das nötige Geld verweigert, jetzt gibt es das plötzlich für ein parteifromm gewordenes IHS samt einem schönen neuen Quartier. Machtstrategisch brillant.

Die SPÖ begeht dabei halt nur einen Denkfehler: Es ändert absolut gar nichts an der immer bedrohlicher werdenden Realität, wenn man alle Spiegel durch Zerrspiegel ersetzt. Im Gegenteil: Wenn man sich Studien bestellt, dass eh alles prächtig sei, wird man umso sicherer alle dringend notwendigen Reformen versäumen.

Was Österreich bräuchte

Österreich bräuchte dringend Thinktanks, Stiftungen und Forschungsinstitute, die zu den verschiedensten ökonomisch relevanten Fragen unabhängige, nicht einmal indirekt beeinflussbare und um die größtmögliche Objektivität ringende Studien produzieren. Wie es sie in Deutschland, in Amerika, in England gibt. Aber solange hierzulande fast alle solchen Einrichtungen von Ministerien, Landesregierungen, Kammern, Gewerkschaften oder Lobby-Vereinigungen finanziert werden, sind die Ergebnisse weitgehend irrelevant.

Jene Menschen, die in Österreich noch Geld haben, stecken das seit jeher lieber in die Kultur. Thinktanks gelten nicht als honoriges und edles Ziel. Und an den Universitäten – die ja ebenfalls weitgehende Unabhängigkeit bieten würden – spielt sich in Ökonomie und anderen Gesellschaftswissenschaften schon gar nichts Relevantes ab.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 10:01

    Und wer versagt auf allen Linien in diesem Land? Antwort: Die ÖVP!
    Wenn eine Partei, die jetzt 28 Jahre ununterbrochen in der Regierung sitzt, diese Zustände alle zulässt, ist ihr nicht mehr zu helfen! Aber diese Partei hat sich ja selbst abgeschafft.

  2. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 15:46

    In Deutschland gab es auf Betreiben der CSU ein Betreuungsgeld für Mütter die ihre Kleinstkinder selbst aufziehen, statt die Kinder in einen Kindergarten zu stecken: Monatlich 150 Euro. Das Geld wurde auf Bundesebene eingeführt, weshalb dagegen eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingebracht wurde. Dieses verwarf nun das Betreuungsgeld, weil dies Länder- und nicht Bundessache sei. Bayrische Eltern die dieses Betreuungsgeld wegen ihrer Eigenleistung für das Kind in Anspruch nehmen, werden aber zukünftig keine Veränderung verspüren. Seehofer will die familien- und sozialpolitische Wohltat auf jeden Fall erhalten – und er hat das Geld dazu. Entweder es kommt vom Bund oder notfalls aus München.
    Durch Zufall sah ich gestern einen Bericht mit letzterer Feststellung zu der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung im Bayrischen Fernsehen. Von Seiten der CSU wurde u.a. von Seehofer in einer Form gesprochen, die ich mir von ÖVP-Politikern in ähnlichen Fällen erhoffen würde: Klar, mit christlichem Weltbild, ohne politisch korrekte Floskeln, sondern ein Eintreten für die echten Anliegen der Familien mit Kindern.
    Unsere „Familienministerin“ und auch eine Reihe von ÖVP-Spitzenleuten sollten sich diesen Bildbericht als Lehrbeispiel kommen lassen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 09:48

    Ich sage es immer wieder, den Österreichern kann nur noch der Wahlzettel helfen.

    Was die Linken und ihre Helfer tun, das geht alles gegen die Österreicher. Was die Gewerkschaften bisher getan haben und offensichtlich weiterhin tun unter Berufung auf gekaufte 'Studien', ist der Ruin Österreichs.

    Die 'gierigen Unternehmen' haben sie ja schon in hoher Zahl ruiniert, Semperit, AUA, CA, Länderbank, Zentralsparkasse, BAWAG, Konsum, .....

    Und solche sollen wir wählen ?

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 10:50

    OT---aber ein erstaunlicher Trick unserer Kulturbereicherer wird aufgedeckt:

    "Schock für Mieter: Ausländer melden sich in fremden Wohnungen an"

    "Immer mehr Asylwerber kommen nach Österreich und leben vom heimischen Sozialsystem. Weil dieses offenbar leicht zu unterwandern ist, geschieht es gar nicht so selten, dass sich fremde Bürger in Mietwohnungen von Einheimischen melden, um so Geld zu kassieren. Oftmals fällt dies den Mietern erst Jahre später auf und sie werden selber zur Verantwortung gezogen. So erging es auch einer Dame, die ihren Unmut darüber im sozialen Netzwerk Facebook kundtat"

    Vielleicht sind Sie der nächste Betroffene!
    Und besonders ärgerlich: Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam---die der Behörden sind noch viel langsamer, allerdings aus anderen Gründen!

    --------------------------------------------------------------------

    "Traiskirchen: Kleiderspenden vermüllten Umgebung"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018234-Traiskirchen-Kleiderspenden-vermuellten-Umgebung?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Wen wundert das: "Nicht nur die Verschmutzung des öffentlichen Raumes, sondern auch die Undankbarkeit bringt viele Passanten zur Weißglut"

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Kashofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 11:16

    Wir brauchen dringend ein Unterrichtsfach "Wirtschaftliche Zusammenhänge" ab der 1. Volksschule! Dann würden mehr Österreicher die miesen Tricks durchschauen und den linken Ideologen nicht alles glauben. Viele Bürger haben ja doch noch einen Funken Hausverstand.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 21:48

    Die vom Blogmaster Dr. AU angeführte typische Nichtausbildung mit einer Kombination aus Politologie, Publizistik, Geschichte und Soziologie vermittelt höchsten eine Kompetenz: die des „Schönlügens“. Damit schwindelte sich der ganze Staat Griechenland in die EU und andererseits wurde z.B. die Bevölkerung Österreichs mit genau deren Hilfe in den Entmündigungs- und Abzockerverein Europäische Union hineingeschwindelt. Ob allerdings dafür ein eigenes akademisches Studium irregulare notwendig ist, bezweifle ich! Das schaffen auch Politiker, die seit Jahrzehnten auf der vergeblichen Suche nach ihrem Maturazeugnis sind.

    Österreich wird seit 70 Jahren unter Schwarzen und Roten aufgeteilt und von diesen totalitär beherrscht. Da kann nur Murks herauskommen! Zwangsmitgliedschaften, Zwangsgebühren, Zwangsmeinungen …

  7. Ausgezeichneter KommentatorDas Geld der Anderen
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2015 16:30

    Die SPÖ hat immer ihre Wähler mit den Geldern der Steuerzahler bestochen. Das wird sich auch nicht ändern bis der Straftatbestand nicht auch für PolitikerInnen gilt (ja und nicht nur für FPÖ-PolitikerInnen).

    Daher geht ihnen ja auch immer mehr das Geld aus, siehe Staatsverschuldung.

    Auf dem Weg der Frühpensionierungen erhöht man so auch die Zahl der eigenen Wähler, ist doch die SPÖ längst von der Arbeiter- zur Pensionistenpartei mutiert.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2015 11:57

    Diese verschiedenen regierungsfreundlichen "Experten"-Gruppen und ausgesuchte NGOs sind nichts anderes als Propaganda-Abteilungen zur Legitimierung von Geldverschwendung und irren Ideologien.

    Es überschreitet das Mandat der Politiker, eine Umvolkung zu betreiben und aus Österreich ein Erziehungslager mit tiefsten Eingriffen in die Privatsphäre zu machen.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    25. Juli 2015 17:09

    Die ÖVP kopiert anscheinend die Strategie ihrer deutschen Schwesterpartei, nämlich den Sozis ihre Themen wegzunehmen und sie dadurch zu Tode zu umarmen. Aber was in D (noch) funktioniert, muss für Ö noch lange nicht richtig sein.
    PS.:
    Schade, dass Schüssel nicht gelegentlich auf den Putz haut. Er wäre ein Dienst an Österreich!

  2. Gerald (kein Partner)
    25. Juli 2015 11:30

    Als 56-Jähriger auf Jobsuche überlegt man sich schon, wie es in Österreich so weit kommen konnte, dass man auch als ehemaliger Selbstständiger keine Chance hat ohne politischer Präferenzen zu einem Job zu kommen. Es obliegt mir nicht, Lösungen vorzuschlagen, dafür bezahlt der österreichische Steuerzahler ja seine "teuren" Politiker.
    Mir, und nur mir alleine steht jedoch die Entscheidung zu, was ich aus meinem weiteren Leben mache. Da ich politisch nichts ändern kann, habe ich mir ein anderes Land gesucht, wo ich meine Brötchen versteuern darf. Die Wahl ist auf England gefallen, wo mein Hauptwohnsitz ist und ich folgedessen meine Steuern bezahle. Wohin mir mein amerikanischer Brötchengeber das Geld überweist ist ihm ebenfalls egal. Und Österreich werde ich nicht weniger und nicht öfter besuchen als zuvor.
    England verschenkt seine Miliarden nicht nach Griechenland, was schon einmal positiv auffällt und ich erspare mir die ganze Politiker-Brut allgegenwärtig wahrnehmen zu müssen und für die permanent aufgetischten Lügen auch noch bezahlen zu müssen.

  3. F.V. (kein Partner)
    25. Juli 2015 07:00

    Gestern berichtete meine Provinz-Zeitung von den Repräsentations-Aufwendungen der Regierung.

    Mit ca. 500.000 lag der Herr Student, der den Außenminister gibt, weit in Führung.

    Wozu aber der Herz-Jesu-Rupprechter 369.000 brauchte oder das Finanzministerium 300.000 kann ich mir nun gar nicht vorstellen.

    Das erinnert mich an die immer noch unbeantwortete Frage an Unterberger,
    WER denn die Ambts-Bankomatkarte mit 300.000 für persönliche Aufwendungen mißbraucht hat.

  4. fewe (kein Partner)
    24. Juli 2015 11:57

    Diese verschiedenen regierungsfreundlichen "Experten"-Gruppen und ausgesuchte NGOs sind nichts anderes als Propaganda-Abteilungen zur Legitimierung von Geldverschwendung und irren Ideologien.

    Es überschreitet das Mandat der Politiker, eine Umvolkung zu betreiben und aus Österreich ein Erziehungslager mit tiefsten Eingriffen in die Privatsphäre zu machen.

    • F.V. (kein Partner)
      25. Juli 2015 07:15

      Nützliche Ergänzung zu Unterbergers Meinung über die kompetenten, „unabhängigen“ Thinktanks ....

      Das angloamerikanische Netzwerk der Meinungsmache

      Angloamerikanische Megabanken:

      JPMorgan Chase, Citigroup, Goldman-Sachs, Bank of America, Wells Fargo, Morgan Stanley, Barclays, HSBC

      Rüstungsindustrie / Big Oil:

      Boeing, Lockheed-Martin, General Dynamics, Northrop Grumman, Honeywell, United Technologies, GE, Raytheon, Halliburton, ExxonMobil, Chevron, BP, Shell

      "Denkfabriken":

      Round Table, Council on Foreign Relations (CFR), European Council on Foreign Relations (ECFR), Bilderberger, Chatham House, Royal Institute of International Affairs (RIIA), RAND, Club of Rome, Aspen Institute, German Marshall Fund (GMF),
      Trilateral Commission, Atlantic Council, American Enterprise Institute (AEI), Atlantik-Brücke, Center for a New American Security (CNAS), Project for a New American Century (PNAC), Le Cercle, Heritage Foundation, Center for Strategic and International Studies (CSIS), National Endowment for Democracy (NED),
      National Democratic Institute for International Affairs (NDI), International Republican Institute (IRI), Free Trade Union Institute (FTUI), Center for National Private Enterprise (CIPE), International Crisis Group (ICG)

      Internationale Mainstream-Medien:

      Thomson Reuters, Bloomberg, News Corp., Comcast, CBS, Liberty Media, Time Warner

      Deutsche Mainstream-Medien:

      Die Zeit, Bild, FAZ, Spiegel, Süddeutsche, Focus, Stern, TAZ, Die Welt, ARD, ZDF, RTL...

    • peter789 (kein Partner)
      25. Juli 2015 17:11

      @ F.V.
      Sag mal ist dir fad?

  5. Torres (kein Partner)
    24. Juli 2015 10:20

    Einen unabhängigen Thinktank gibt es ja bereits: die "Agenda Austria" unter der Leitung von Franz Schellhorn. Gegen die geballte Kraft von WiFo und neuerdings IHS kommt er aber nicht an.

    • F.V. (kein Partner)
      24. Juli 2015 14:39

      Was für die "Roten" KOMINTERN ist, ist für die Liberalen LIBINTERN.

      Was macht es also für einen Unterschied, daß Schellhorn der liberalen Internationale dient? - Ganz unabhängig versteht sich.

  6. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      24. Juli 2015 09:29

      Unterberger mag schon recht haben, daß die ambtlichen Forschungsinstitute wie Wifo und IHS vor allem der Behübschung der regierungsambtlichen Wohltaten dienen bzw. zu dienen haben. – „Wess´ Brot ich ess´, dess´ Lied ich sing´!“ oder etwas drastischer:

      Kronjuwelen der Macht: Todestrafe, Folter, Leibrente und Professoren-Prostitution.

      Was mich natürlich an seiner Kritik wundert, nämlich die nicht angemessene Ausbildung des Studienverfassers, ist doch ein Vorwurf, der vor allem auch ihn selber betrifft. Angeblich hat AU Jus studiert und mit dieser „ausgewiesenen Fachexpertise“ erklärt uns doch Unterberger jeden Tag mehrmals wo der liebe Gott wohnt. D. h. er ist Experte in Ökonomie, Finanzwesen, der internationalen Politik, dem Völkerrecht, der Kultur, etc. etc. etc.

      Natürlich kenne ich diese „Studie“ nicht (und es fällt mir auch nicht im Schlaf ein solchen Mist zu lesen), aber die von Unterberger und LIBINTERN verschwiegenen eigentlichen Gründe der Altersarbeitslosigkeit liegen doch wohl mehr im Zerfallen der Gesellschaft und dem generellen Problemen der Realwirtschaft: nicht liquide Märkte, Übersättigung der Märkte, und einem überproportionalen Transfer des erwirtschafteten Mehrwerts hin zu den „financial industries“ zulasten der wirklich leistenden Realwirtschaft und der hier Tätigen.

      Es mag auch stimmen, daß die 40 – 50-Jährigen um 58% mehr Lohn bekommen als die 25 – 29-Jährigen. Aber einerseits mangelt es den Jüngeren doch an Erfahrung und andrerseits ist eine funktionale, auf den Arbeitsplatz bezogene Entlohnung wegen der zu häufigen Änderung der Anforderungen faktisch nicht gegeben/durchführbar, sodaß man – notgedrungen – das Senioritätsprinzip als Bemessung nimmt. Im Übrigen ist die Entlohnung offenbar so, daß heute zwei Einkommen nötig sind, wo früher ein Familien-Ernährer ausreichte, was aber weniger die zu hohe Entlohnung der Älteren anzeigt, sondern die ungenügende der Jüngeren!

      Zur LIBINTERNschen Anregung „unabhängige“ Thinktanks statt der IHS/Wifos zu beschäftigen, erspare ich mir jeden Kommentar. Sie ist einfach zu lächerlich.

    • Ein Bürger (kein Partner)
      24. Juli 2015 11:04

      Auch unter einem Felderer ist dbzgl. nichts gekommen außer das Erkennen der Symptome. Die Ursachen wurden nicht aufgezeigt. Und dass das Pensionsalter angehoben werden muss. Dies wird ja die Unternehmer dazu bewegen, Ältere zu behalten bzw. auch anzustellen. Fakt ist: "There is no such thing as a free lunch." Und die Unternehmer geben nun mal jungen, attraktiven Menschen den Vorzug vor Älteren. Was fordert der (unerbittliche) Markt? Bewusst und unterbewusst sieht der Mensch doch lieber das Junge, Kraftvolle und Schöne und zieht es dem schlaffen, trägen und erfahrenem Alten vor. Das ist zwar Diskriminierung pur und kann auch durch Gesetze nicht abgeschafft werden. Das sind "Naturgesetze".

    • fewe (kein Partner)
      24. Juli 2015 12:04

      Richtig, das Problem ist, dass junge Leute tendenziell unterbezahlt sind.

      Dass die Gehälter heute eher sehr niedrig sind erkennt man daran, dass Beamtengehälter heute vergleichsweise sehr hoch sind. Früher waren Beamtengehälter eher sehr klein im Vergleich zur Privatwirtschaft. Es sind auch da nicht die Beamtengehälter gestiegen - diese sind etwa gleich geblieben -, sondern die Gehälter in der Privatwirtschaft exrem gesunken.

      Ältere Angestellte haben eben noch ältere Dienstverträge. Beispielsweise in Banken werden die neu angestellten Bankangestellten schon seit Jahren fast nur noch wie Handelsangestellte bezahlt. Die älteren nach Banken-Gehaltsschema verdienen freilich erheblich mehr.

  7. Bald ist Schluss! (kein Partner)
    24. Juli 2015 08:13

    Dank der Sanktionen gegen Russland bricht sich die verfluchte EU selbst das Genick - noch bevor es ISIS tut.

    • ISIS-Senator Cain (kein Partner)
      24. Juli 2015 08:57

      Wir fordern Staatsbegräbnisse und Ehrengräber für die im Kampf gegen den Russenfreund Baschar al-Assad gefallen österreichischen Brüder des IS.

  8. Solon II (kein Partner)
    24. Juli 2015 07:54

    Ich bin vermindert, dass Herrn Dr. Unterberger die "Agenda Austria" nicht einfällt, dieser Thinktank entspricht doch genau den Anforderungen die Herr Unterberger einfordert?
    (aber vielleicht hat AU eine andere Meinung aus der gemeinsamen Vergangenheit in der "Presse"?)

    • Solon II (kein Partner)
      24. Juli 2015 07:56

      corr.: müsste natürlich "verwundert" heissen...

  9. Gerhard Pascher
    23. Juli 2015 21:38

    In der heutigen Ausgabe der PRESSE erklärt Thomas Czypionka als IHS-Abteilungsleiter für Angewandte Ökonomie, dass die Neuausrichtung vom "IHS-Neu" nach dem nun vorliegendem Zukunftskonzept bahnbrechend und frei von politischem Einfluss sein wird und unabhängig sowie unvoreingenommen Forschung betreiben will.

    Siehe:
    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4782600/IHS_Keine-Rede-von-der-Abschaffung-der-Okonomie

  10. Haider
    22. Juli 2015 21:48

    Die vom Blogmaster Dr. AU angeführte typische Nichtausbildung mit einer Kombination aus Politologie, Publizistik, Geschichte und Soziologie vermittelt höchsten eine Kompetenz: die des „Schönlügens“. Damit schwindelte sich der ganze Staat Griechenland in die EU und andererseits wurde z.B. die Bevölkerung Österreichs mit genau deren Hilfe in den Entmündigungs- und Abzockerverein Europäische Union hineingeschwindelt. Ob allerdings dafür ein eigenes akademisches Studium irregulare notwendig ist, bezweifle ich! Das schaffen auch Politiker, die seit Jahrzehnten auf der vergeblichen Suche nach ihrem Maturazeugnis sind.

    Österreich wird seit 70 Jahren unter Schwarzen und Roten aufgeteilt und von diesen totalitär beherrscht. Da kann nur Murks herauskommen! Zwangsmitgliedschaften, Zwangsgebühren, Zwangsmeinungen …

  11. Das Geld der Anderen
    22. Juli 2015 16:30

    Die SPÖ hat immer ihre Wähler mit den Geldern der Steuerzahler bestochen. Das wird sich auch nicht ändern bis der Straftatbestand nicht auch für PolitikerInnen gilt (ja und nicht nur für FPÖ-PolitikerInnen).

    Daher geht ihnen ja auch immer mehr das Geld aus, siehe Staatsverschuldung.

    Auf dem Weg der Frühpensionierungen erhöht man so auch die Zahl der eigenen Wähler, ist doch die SPÖ längst von der Arbeiter- zur Pensionistenpartei mutiert.

    • Haider
      22. Juli 2015 23:31

      Da bestechen Sozis seit Jahrzehnten mit MILLIONEN die Medien und keinen Hund lockt dies vom Ofen hervor. Aber sofort wird von "Geldkoffern" phantasiert, wenn über 37 Ecken die FPÖ involviert sein könnte. Wenn Ex-BZÖler, die wie alle FPÖ-Abtrünnigen bestenfalls eine Fußnote in den Geschichtsbüchern sein werden, irgendeine Lügenkampagne starten, springt wie auf Kommando die Lügenpresse auf: Falter, Profil, Österreich etc. und nicht zuletzt der Lügen-ORF. Wie sagt der Volksmund: "Viel Feind, viel Ehr!"

  12. socrates
    22. Juli 2015 16:19

    Migranten können wir uns leisten und deren Familien. Weniger hat kein Österreichischer Fruhpensionist gearbeitet, wie sogar die OECD weiß. Es darf keinem OSI schlechter gehen als einem Migranten!

    • Undine
      22. Juli 2015 22:20

      @socrates

      WEIL wir uns den Luxus leisten, scharenweise Migranten durchzufüttern und deren Forderungen (!) zu erfüllen, fehlt das Geld für uns Einheimische!
      Und WIR nehmen TEURE KREDITE auf, damit wir die Griechen auch noch BESCHENKEN können und lebenslang alimentieren! Und WER VERDIENT sich da eine goldene Nase bei der KREDITVERGABE?

  13. A.K.
    22. Juli 2015 15:46

    In Deutschland gab es auf Betreiben der CSU ein Betreuungsgeld für Mütter die ihre Kleinstkinder selbst aufziehen, statt die Kinder in einen Kindergarten zu stecken: Monatlich 150 Euro. Das Geld wurde auf Bundesebene eingeführt, weshalb dagegen eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingebracht wurde. Dieses verwarf nun das Betreuungsgeld, weil dies Länder- und nicht Bundessache sei. Bayrische Eltern die dieses Betreuungsgeld wegen ihrer Eigenleistung für das Kind in Anspruch nehmen, werden aber zukünftig keine Veränderung verspüren. Seehofer will die familien- und sozialpolitische Wohltat auf jeden Fall erhalten – und er hat das Geld dazu. Entweder es kommt vom Bund oder notfalls aus München.
    Durch Zufall sah ich gestern einen Bericht mit letzterer Feststellung zu der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung im Bayrischen Fernsehen. Von Seiten der CSU wurde u.a. von Seehofer in einer Form gesprochen, die ich mir von ÖVP-Politikern in ähnlichen Fällen erhoffen würde: Klar, mit christlichem Weltbild, ohne politisch korrekte Floskeln, sondern ein Eintreten für die echten Anliegen der Familien mit Kindern.
    Unsere „Familienministerin“ und auch eine Reihe von ÖVP-Spitzenleuten sollten sich diesen Bildbericht als Lehrbeispiel kommen lassen.

    • Haider
      22. Juli 2015 23:57

      Wenn ich das richtig mitbekam, hat sich der Stadtstaat Hamburg aufgeregt (also Karlsruhe angerufen), da der Bund finanzierte und nicht sie (also der linke Hamburger Stadtsenat) die Finanzierung dieser Familienunterstützung verweigern konnte. Geht's dümmer? Geht's ideologisch verblendeter? Geht's haßerfüllter?

    • A.K.
      23. Juli 2015 12:41

      @Haider
      Ihre Ausführungen betreffend Stadtsenat-Hamburg treffen zu. Die Linken wollen sich anscheinend lieber selbst "Abschaffen", als für Familien etwas zu machen.

    • fewe (kein Partner)
      24. Juli 2015 11:43

      Ich bin gegen jegliche Zuchtprämien von Menschen - egal unter welchem Titel. Das Kind ist das Kind seiner Eltern und nicht des Staates.

      Gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren - Ehegatten-Splitting, heißt das glaube ich - wie in Deutschland und Steuerfreibeträge für Kinder. Sonst nichts. Wenn sich jemand Kinder nicht leisten kann, dann soll er Sozialhilfe beantragen.

      Wir folgen immer mehr dem System der DDR. Wie Eltern ihre Kinder großziehen wollen, geht den Staat garnichts an.

  14. Politicus1
    22. Juli 2015 15:09

    Das IHS redet schon, wie man, d.h. ROT es braucht!
    Jahrelang wurde allgemein über die kalte Progression bei der Lohn- und Einkomensteuer gejammert.
    Damit sich die ÖVP mit Finanzminister nur ja nicht über einen positiven Effekt des von Schelling angekündigten AUS für die Inflationsautomatik bei den Steuerstufen freuen kann, posaunt das IHS heute:
    'Die Auswirkungen der kalten Progression seien zuletzt großgerechnet worden, sagte IHS-Mitarbeiter Simon Loretz heute'
    '... bei der derzeitigen Inflation ist die kalte Progression nicht das Hauptproblem'

    Eh klar - as die ÖVP lösen möchte, das kann ja gar kein Problem sein.

  15. Gerhard Pascher
    22. Juli 2015 13:13

    Ich muss – wenn auch schon sehr selten – mich hier wieder zu Wort melden.

    Einige Poster nehmen alle hierzulande stattfindenden und nicht goutierten Bundesentscheidungen zum Anlass, auf die mitregierende ÖVP loszuschlagen. Dazu muss man fairerweise festhalten, dass die ÖVP erstens nur der Juniorpartner in der Koalition ist und zweitens bei Entscheidungen immer ein Kompromiss sowie bei anderen ÖVP-Anliegen oft ein Entgegenkommen von der anderen Seite erforderlich ist.
    Auch ÖVP-intern wird laufend abgewogen, ob solcher Konsens sinnvoll ist. Vor allem aber wird auch ständig überlegt, ob ein vorzeitiges Beenden der Koalition angebracht wäre. Dabei werden alle möglichen Szenarien „durchgespielt“, wobei natürlich in diesen Prognosen sehr viele unbekannte Ergebnisse inkludiert sind. Bisher war aber das Ergebnis, doch noch an der Zusammenarbeit festgehalten.
    Übrigens, die Sozialdemokraten machen ebenfalls ständig solche Planspiele mit „worst-case scenario“ usw.
    Vernünftige Journalisten und auch Poster werden daher nicht bei jeder Gelegenheit auf die Volkspartei dreschen, sondern kühlen Kopf bewahren und sich immer fragen „Könnte ich es besser machen?“. Aus meiner Sicht hat die ÖVP immer noch das bessere Potential, hier im Land positive Veränderungen herbeizuführen. Das aktuelle Wahlsystem zwingt aber meistens, Koalitionen einzugehen und daher kommt es leider immer wieder zu den anfangs erwähnten und oft „faulen Kompromissen“.

    • Wertkonservativer
      22. Juli 2015 14:10

      Danke, lieber Herr Pascher,

      dass Sie mich in meinen Bemühungen, der Volkspartei doch einige Gerechtigkeit zukommen zu lassen, und ihre Unverzichtbarkeit für die politische Vertretung des österreichischen Bürgertums so klar und mutig unterstützen!
      Wir sind hier die Einzigen, die offen für die Volkspartei einstehen!
      Mögen auch andere Poster-Freunde Ihren maßvollen Appell zum Anlass nehmen, die Volkspartei als Bürgerpartei weiterhin bzw. wieder zu unterstützen.

      Mit nochmaligem Dank, und in Erwartung des uns nun erwartenden Shitstorms,

      herzlich

      Ihr

      Gerhard Michler

    • Der Tetra
      22. Juli 2015 15:00

      "Zieh deinen Verhandlungspartner immer so über den Tisch, dass er die Reibung als Nestwärme empfindet" empfahl mir mein Vater vor Jahren...

      "Wie geborgen sich die VPler in dieser Versagerkoalition fühlen müssen", denk ich mir immer...

    • Rau
      22. Juli 2015 15:47

      Die Rolle des "Juniorpartners" müsste sie aber nicht haben. Die ÖVP genügt sich in dieser Position und hat verlernt, etwas zu wagen, z.B. eine andere Koalition!

    • Pennpatrik
      22. Juli 2015 15:54

      Sehr gut.
      Dann bitte ich Sie nur noch, die Vorschläge der ÖVP anzuführen, denen die SPÖ auf halbem Weg entgegenkam.

      In diesem Forum ist seichtes Gelaber ohne konkrete Beispiele nicht gern gesehen.
      Polemische und unsachliche Bemerkungen wie "Juniorpartner" können Sie sich bei fast gleich starken Parteien für die bereits hirngewaschenen Parteifreunde aufheben. Hier diskutieren Erwachsene.

    • Gerhard Pascher
      22. Juli 2015 16:25

      @Pennpatrik:
      Die Bezeichnung "Juniorpartner" kam ursprünglich aus der Wirtschaft, hat sich in der Zwischenzeit aber auch bei politischen Koalitionen eingebürgert (siehe z.B. Suchmaschineneingabe der beiden Wörter ÖVP bzw. SP und Juniorpartner). Sie haben aber Recht, dass beide Parteien fast gleich groß sind, aber eben die SP den Bundeskanzler stellt und etwas mehr NR-Abgeordnete hat.
      Wenn Sie aufmerksam die Innenpolitik verfolgen, so werden Sie bemerken, dass es genug Themen gibt, wo SP-Ideen nicht beschlossen wurden und umgekehrt auch die ÖVP einiges durchsetzen konnte. Leider gibt es dazu aber oft auch "Gegengeschäfte" bzw. dann verwässerte (Halb-)Lösungen, wo dann beide Seiten nicht wirklich zufrieden sind. Aber wie schon erwähnt, sind Koalitionen eigentlich immer nur die zweitbeste Lösung, denn alle Wahlversprechen können (bzw. müssen) dadurch nicht mehr umgesetzt werden. So lange sich unser Wahlsystem nicht ändert, müssen wir eben damit leben.
      P.S.:
      Ihre beiden Ausdrücke "seichtes Gelaber" und "hirngewaschene Parteifreunde" gehören NICHT zu der Gruppe der in meinem ersten Beitrag genannten "vernünftigen Journalisten und Poster", Selbsteinschätzung ist daher angesagt.

    • Gerhard Pascher
      22. Juli 2015 16:43

      Zum Beitrag von Rau (15:47 Uhr):
      Das mit dem WAGEN (zu einer anderen Koalition) geht leider nicht so einfach und schnell.

      Wenn die ÖVP die jetzige Koalition aufkündigt, dann geht der Ball zu allererst an UHBP. Dieser wird dann neuerlich die SPÖ zu einer Regierungsbildung (mit ÖVP oder anderen) beauftragen. Erst wenn diese Bemühungen erfolglos sind, dann kommt der Auftrag an die Nummer zwei. Oder die beiden Großen beschliessen Neuwahlen (wie schon so oft!), dann bleibt die alte Regierung bis zu einer neuen Regierung weiter im Amt.

      Leider wurde in Österreich - nach skandinavischem Vorbild - noch nie eine "geduldete" Minderheitsregierung versucht, wo sich die anderen Paarteien dann für eine spätere Wahl "profilieren" können. Wünschen würde ich mir aber eine völlige Änderung des Wahlsystems, wo z.B. die stärkste Partei automatisch 51 % der Parlamentssitze bekommen würde. Aber auch dafür sind die derzeitigen Parteien und auch die Wähler demokratiepolitisch noch nicht reif genug. Ich muss aber noch erwähnen, dass während des Aufbaues nach 1945 die Koalitionen (auch Konzentrationsregierungen) durchaus ihre Berechtigung hatten, aber eigentlich dies nun als "Schwäche" im demokratischen System gesehen werden muss.

    • Riese35
      22. Juli 2015 17:23

      @Gerhard Pascher: "Wünschen würde ich mir aber eine völlige Änderung des Wahlsystems, wo z.B. die stärkste Partei automatisch 51 % der Parlamentssitze bekommen würde."

      Das ist so ziemlich das dümmste Wahlsystem, das man sich vorstellen kann. Es würde die Parteienherrschaft einzementieren und die Notwendigkeit, sich mit Problemen sachlich auseinanderzusetzen, ad absurdum führen. Und es würde unter österreichischen Bedingungen die Einzementierung des Sozialismus bedeuten.

      Der persönliche Bezug des Gewählten zum Wähler, wie er im angelsächsischen Raum vorhanden ist, und der für eine Versachlichung der politischen Debatte notwendig wäre, ist weder heute bei uns vorhanden noch würde er durch ein solches System gefördert.

    • Wertkonservativer
      22. Juli 2015 18:22

      Lieber Gerhard Pascher,

      sie wissen gar nicht, wie ich mich durch Ihre wohlfundierten Argumente erleichtert fühle!
      Die bisher gebrachten Einwände haben Sie souverän abgeschmettert, und so manche Dauerbehauptung contra ÖVP ins Leere laufen lassen!

      Dem Einwand von @ Riese35 (der es eigentlich immer besser weiß), werden Sie - obwohl diskussionswürdige Ansichtssache - wohl auch mit gutem Argument entgegnen können!

      Fazit:
      Na so was: auf meine alten Tage, und knapp vor dem endgültigem Aufgeben in meinem Windflügelkampf, habe ich - endlich - EINEN Gleichgesinnten gefunden!

      (Insgesamt jedoch ein Armutszeugnis für das Selbstverständnis der österreichischen Bürgerlichen!).

      Nochmals Dank!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Rau
      22. Juli 2015 18:55

      Das einzige, was beide Parteien fürchten ist der nicht abschätzbare Zulauf zur FPÖ - vor allem in der aktuellen Situation, also wursteln sie weiter. Die SPÖ hat ihr Schwert der Ausgrenzungspolitik verloren, nach den jüngsten Entwicklungen in der Steiermark und Burgenland. Allerdings erwischt es nie so stark, wie die Schwarzen.

      Die OVP überlebt ohnehin nur mehr in der Koalition. Deren worst case Szenario besteht wohl darin dort zu landen, wo die FPÖ schon war. Insofern könnte die OVP sozusagen an der Wand stehend einen Kraftakt wagen und Neuwahlen riskieren. Mit einer starken Ansage an Familien und Unternehmer in diesem Land könnten vielleicht doch noch Wunder geschehen! Eventuell noch ein stärkeres Profil in der Asylthematik, warum das Thema den Blauen überlassen - kann auch nicht schaden - Stichwort Dänemark!

      Aber ich bin kein Parteistratege und lasse mich immer gern von Insidern belehren, die es besser wissen - insofern vielen Dank für die umfangreiche Erwiderung auf meinen eher flapsig hingeschissenen Satz!

    • Rau
      22. Juli 2015 18:56

      und so peinlich kann es werden, wen man ein "m" noch nachschmeissen (ok diesmal ist es dabei;) muss - sorry

    • Gerhard Pascher
      22. Juli 2015 18:57

      @Riese:
      ich anerkenne Ihre Meinung bezüglich des derzeitigen Wahlsystems, obwohl ich aus der Erfahrung der letzten Jahare zu einer anderen Einstellung gekommen bin. Ich will nicht unbedingt das US-amerikanische bzw. französische System, wo der Präsident sehr viel Macht besitzt, aber es gibt auch noch andere Alternativen bzw. Mischformen. Bei der (nicht nur von mir) angedachten Art: stärkste Partei = absolute Mehrheit muss die an der Macht stehenden Partei eben beweisen, dass sie gut für das Land ist, anderenfalls ist sie das nächste Mal "weg vom Fenster". Sie sehen doch selbst, dass in unserem Land viel Vorgesehenes (z.B. div. Reformen) unerledigt bleiben bzw. auf die sehr lange Bank geschoben werden. Damit kommt in der Bevölkerung der Ruf nach Veränderung bzw. der berechtigte Vorwurf des "Sesselklebens" sowie Erhalt der "Futtertröge" der derzeitigen Politiker.

    • Gerhard Pascher
      22. Juli 2015 19:02

      Rau: "Das einzige, was beide Parteien fürchten, ist der nicht abschätzbare Zulauf zur FPÖ".

      Stimmt genau!

    • Riese35
      22. Juli 2015 20:47

      @Gerhard Pascher: Ob z.B. das amerikanische System insgesamt das bessere ist, darüber kann man streiten. Es hat jedenfalls 2 aus meiner Sicht sehr wesentliche Vorteile:

      1. Der persönliche Bezug zum Abgeordneten. Er muß sich persönlich einer Wahl in seinem Wahlkreis stellen. Er kommt nicht über eine Liste ins Parlament, mit der bei uns die Parteien nach Belieben steuern, wer hineinkommt. Auch ein Erwin Pröll müßte sich z.B. den Wählern in seinem Wahlkreis stellen, und es wäre sehr viel leichter, in so einem überschaubaren Wahlkreis eine Konkurrenz aufzubauen. Man könnte Flaschen damit auch viel leichter abwählen, weil sie nicht mehr den Schutz der Partei genössen. Die Abgeordneten wären viel mehr ihren Wählern als der Partei verantwortlich. In den USA spielen die Parteien daher insgesamt eine viel geringere Rolle als bei uns. Und das wäre gut und trüge zur Versachlichung bei.

      2. Der Präsident ist nicht allmächtig. Es kommt sehr häufig vor, daß er für seine Vorhaben nicht die notwendigen Mehrheiten im Parlament findet. Es findet viel mehr eine Auseinandersetzung, ein Wettstreit statt als bei uns, wo alles nur durchgewunken wird. Das kommt viel mehr dem ursprünglichen Konzept des Parlamentarismus nahe als bei uns, wo die ursprünglichen Ideen fast verkommen sind und sich Parlament und Regierung unter sich ausschnapsen, was sie umsetzen wollen. De facto spielt bei uns die Exekutive Legislative und füttert sich die formelle Legislative dazu heran, damit sie bis auf "Unfallsituationen" tun kann, was sie will und so die eigentliche Legislative ausschaltet. Sachliche Auseinandersetzung ist gut und nicht schlecht, wrd von unseren Politikern aber als Katastrophe und Störung ihrer Tätigkeiten angesehen. In den USA ist das aber die Regel. Die USA sind eigentlich eine konstitutionelle Wahlmonarchie, in der der Monarch alle 4 Jahre von einem Kollegium von Wahlmännern (Kurfürsten?) gewählt wird, und seine Macht ist sehr stark durch die Abgeordneten beschränkt, auf die er kaum einen Einfluß hat.

      Beide Punkte erachte ich als für das Funktionieren des Staates sehr wesentlich. Beide Punkte fehlten in dem von Ihnen vorgeschlagenen System. In Ihrem System wäre das Parlament vollkommen überflüssig, d.h. noch weniger bedeutungsvoll, als es jetzt schon bei uns ist. Ihr System liefe auf eine Volksdemokratie hinaus, in der das Parlament nur den demokratischen Schein wahren soll und alle Vorstellungen der Regierung formell abnickt, aber mit möglichem Parteiwechsel nach ein paar Jahren. In Ihrem System wäre es effizienter, das Parlament gleich ganz abzuschaffen, gar keine Listen mehr zu wählen zu lassen, sondern nur mehr die Parteien, und die von der Partei eingesetzte Regierung gleich die ganze Legislaturperiode allein und mit Allmacht ausgestattet arbeiten zu lassen.

      Während die USA eine Wahlmonarchie mit häufigem Wechsel des Monarchen, aber mit starker parlamentarischer Kontrolles sind, in der das monarchische Prinzip, das aristokratische Prinzip und das Prinzip der Politeia in ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen, liefe das von Ihnen vorgeschlagene System auf eine Volksdemokratie hinaus, wobei der einzige Unterschied zu den alten Volksdemokratien der wäre, daß nach Ablauf einer gewissen Zeit (Legislaturperiode) die theoretische Möglichkeit bestünde, daß die vorhandene Volksdemokratie durch eine neue Volksdemokratie ersetzt wird.

      Ob das dann aber praktisch wirklich stattfinden würde, ist meines Erachtens fraglich. Die Landreform mit den Enteignungen in Simbabwe hat auch unter dem Jubel der Volksmassen - der Mehrheit - stattgefunden.

      Ich jedenfalls fürchte mich vor so einem System. Nach 4 oder 5 Jahren sozialistischer Alleinherrschaft läge unser Land vollkommen am Boden. Es hat schon die Kreisky-Zeit gereicht, um viel abzuwirtschaften. Die Gürtel-enger-Schnallen-Parteien würden in so einem System kaum die Möglichkeit bekommen, Sinnvolles umzusetzen.

    • Josef Maierhofer
      22. Juli 2015 21:30

      @ Gerhard Pascher

      Ich sehe das auch, dass man in einer Koalition Kompromisse eingehen können muss, aber irgendwo gibt es eine Grenze beim 'sich über den Tisch ziehen lassen'.

      Die Sozis tönen ununterbrochen das X-fache von dem, was sie erreichen wollen und bekommen letztlich dann alles, was sie von der ÖVP erreichen wollten.

      Die ÖVP wird genauso medial unterdrückt wie alle anderen, die nicht Rot oder Grün sind. Bloß die Wortmeldungen, die den Linken passen, die werden auch von der ÖVP medial hinausposaunt, aber es ist erschütternd, wie wenig die Tugenden bei der ÖVP noch wert geworden sind, denn man will ja 'modern' sein. Ich meine, das sind die Roten und Grünen genug, nämlich 'modern'.

      Das schafft ja den Zuwachs bei der FPÖ, die sich kompromisslos für Österreich einsetzen will und nicht, wie das koalitionäre Linkskonglomerat (mit ÖVP Abmilderungen), gegen Österreich.

    • Riese35
      22. Juli 2015 23:11

      @Josef Maierhofer: Man hat ja unter Wolfgang Schüssel gesehen, daß es sehr wohl möglich wäre, Wählerstimmen zu bekommen, und zwar bedeutend mehr, als die ÖVP jetzt hat. Man müßte aber bereit sein, diesen Weg, der von den Wählern unterstützt wird, konsequent zu gehen, auch wenn man wie seinerzeit oder wie Rußland heute mit Sanktionen belegt wird. Die Partei müßte nur die Verantwortung ihren Wählern gegenüber wahrnehmen, und nicht gegenüber der EU oder der SPÖ. Nur "modern" sein zu wollen und sich ein paar spinnenden Damen im Klub anzubiedern, ist zu wenig.

      Der Zusammenbruch der ÖVP mag der FPÖ viele Stimmen zuspielen, für Österreich ist er aber eine Tragödie, denn er hinterläßt in wichtigen Bereichen ein Vakuum.

      Wenn man sich die Wahlergebnisse anschaut, dann müssen offenbar die Entscheidungen, die lt. Gerhard Pascher in den Parteigremien getroffen werden, falsch sein.

    • Wertkonservativer
      23. Juli 2015 07:16

      @ Riese35: (23:12) :

      Vom "Zusammenbruch der ÖVP" zu reden, ist auch wieder eine - sagen wir mal - gelinde Übertreibung!
      Und wenn das ein Mann sagt, der einer Partei das Wort redet, die weder eine herzeigbare Vergangenheit, noch eine besonders erfolgreiche (und geruchsfreie) Gegenwart, und wahrscheinlich auch keine so tolle Zukunft hat, dann kann man als Volkspartei-Anhänger sicher sein, dass man auf der richtigen Seite steht.

      Immerhin hat die Volkspartei Männer wie Figl, Raab, Klaus und Schüssel hervorgebracht, die ja erwiesenermaßen einiges für Österreich geleistet haben!

      Und noch was, werter @Riese35:

      andernorts fragen Sie mich, ob ich es nötig hätte, eine Partei wie die ÖVP zu unterstützen, zugleich mit der Andeutung, vielleicht doch Vorteile aus meiner Parteitreue zu lukrieren!!!
      Ich hab's schon einmal hier vorgebracht: lebenslange Mitgliedsbeiträge in Richtung Partei, und auch nicht ein lumpiger Heller, Groschen oder Cent seitens der Partei an mich (Orden übrigens auch keiner!).
      Und ganz am Schluss:
      ein Rapid-Anhänger bleibt Rapid-Anhänger sein Leben lang, detto ein Austrianer (wie ich!):
      was ist so Besonderes dran, ein Leben lang Anhänger einer seriösen bürgerlichen Partei zu sein?
      Einen guten Morgen vom luftigen Tulbinger Kogel wünsche ich Ihnen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Gerhard Pascher
      23. Juli 2015 08:15

      Sehr geehrte Poster,
      ich finde es großartig, dass man über das derzeitige politische System hier auch sachlich diskutieren kann. Ich gebe u.a. riese35 mit seinem Beitrag um 20:47 völlig Recht, dass auch das US-System einige gute Vorteile mit sich bringt. Macht braucht eben auch Kontrolle.

      In Österreich hat sich gezeigt, dass die vor fast 100 Jahren entstandene Verfassung eigentlich überholt ist und es dringend einer Verbesserung (update?) bedarf. Leider darf man das Wort "3.Republik" dazu nicht verwenden. Die ursprüngliche Idee der Gewaltentrennung (Judikative, Legislative, Exekutive) existiert ja gar nicht mehr, auch der Bundesrat ist nur mehr ein "Durchwinkerverein" und der direkte Kontakt der Mandatare zu den Wählern ist auch sehr mangelhaft. Auch da zeigt sich, dass es in Österreich niemanden gibt, der eine Änderung in Angriff nehmen will. So sind wir einerseits stolz auf die Demokratie und verabscheuen jede Diktatur, aber andererseits sieht man doch auch viele andere Staatsformen, welche zwar auch kleinere Probleme haben, aber allgemein doch besser dran sind.

      Ein Hauptproblem sehe ich bei ausufernden Wünschen von populistisch wirkenden Politikern und Parteien, welche damit schnell Zustimmung (und bei Wahlen auch Wähler) gewinnen können. Dazu braucht es aber ein politisches Instrument, damit dabei langfristige Schäden vermieden werden. Leider ist die Mehrheit der Bürger nicht bereit bzw. nicht klug genug, solchen langfristig schädlichen "Zuckerl" eine Absage zu erteilen. Ich stelle sogar die Behauptung auf, dass manche politische Kreise an einer besseren Ausbildung unserer Jugend zur eigenen (auch politischen) Meinungsbildung gar nicht interessiert sind, denn damit würden diese politischen Kräfte künftig stark an Bedeutung verlieren. Die Parteizentralen der Sozialdemokraten sowie der Grünen wissen dies schon.

      Noch etwas: es ist tatsächlich eine alte Taktik (nicht nur bei den Gewerkschaften), am Verhandlungsbeginn überhöhte Forderungen zu stellen, um dann schlussendlich bei Abstrichen doch noch das ursprünglich vorgesehene - aber nicht veröffentlichte - Ziel zu erreichen. Niemaand will eben sein "Gesicht verlieren". Auch viele andere Elemente des Pokerspiels werden gerne eingesetzt. Ebenso stelle ich immer wieder fest, dass durch lange (Nacht-)Sitzungen die "Gegner" durch Müdigkeit sowie kurz bevorstehender (vereinbarter) "Deadline" zu Kompromissen gezwungen werden. Daher ist es dringend erforderlich, dass alle Verhandlungsführer auch diese Spiele durchschauen und ggfs. öfter vom Recht und auch der Pflicht des Wortes NEIN Gebrauch machen.

    • F.V. (kein Partner)
      24. Juli 2015 09:50

      Die deutschen Sprichwörter sind eine wahre Fundgrube tiefster Einsichten.

      Z.B.: „Gleich und Gleich gesellt sich gern!“

      Und der wertkonservative Herr Michner hat sofort seinesgleichen im Herrn Pascher erkannt.

      Ich halte mich zwar auch nicht immer an das vorgegebene Thema, meist dann, wenn es so banal und offenbar nur ein „Vermeidungsdiskurs“ ist, also wirklich existenzielle Fragen damit verdeckt werden. Diese beiden Großdenker aber finden immer Wege am Thema völlig vorbei zu palavern. Damit wird es auf das ihnen angemessene Niveau gezogen – und schon sind rein zahlenmäßig hier die meisten „Beiträge“.

      Wie sagte Schiller im Demetrius-Fragment? – „Verstand ist nur bei wenigen ...“ Und so erklärt sich auch die Beleibtheit gerade beim Bassena-Tratsch sich einzuklinken.

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 10:37

      Und Sie, F.V. (kein Partner),

      sind natürlich ein selbsternannten, sicher auch selbstverliebter

      GEISTESRIESE !

      Alle Achtzig!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Torres (kein Partner)
      24. Juli 2015 11:07

      In der ÖVP wird "abgewogen", "überlegt"," durchgespielt"....? Das wäre ja mal ganz was Neues! Sollte das tatsächlich zutreffen, dann sind die Ergebnisse dieser Tätigkeiten ja mehr als ärmlich.

    • Freidenker (kein Partner)
      24. Juli 2015 12:55

      Das ist schon eine alter Hut, dass Herr Pascher schon die längste Zeit mit dem Herrn Wk eine ziemlich übereinstimmende Meinung über ihre sakrosankte ÖVP geäußert hat.
      Also wieder nichts Neues von beiden Herren.

    • Riese35
      24. Juli 2015 13:51

      Auch wenn Torres und Freidenker jetzt auf die Übereinstimmung des WK mit Gerhard Pascher verweisen: es gibt einen wesentlichen Unterschied, mit Gerhard Pascher kann man Argumente austauschen auch wenn man selbst daraus andere Schlüsse zieht oder gegenteiliger Ansicht ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auf Gerhard Paschers Kommentar vom 23. Juli 2015 08:15 verweisen, den ich nur voll unterstützen kann.

      Aber vermutlich ziehe ich daraus andere Schlüsse, denn den Vorschlag, daß die stärkste Partei 51% im Parlament bekommen soll, halte ich gerade bei diesen erkannten Problembereichen als extrem kontraproduktiv. Was wir brauchen, ist eine Versachlichung der Debatte, und nicht eine Volksdemokratie mit Ablauffrist für die Mitglieder des Politbüros. Versachlichung bedeutet aber ein Zurückdrängen der Rolle der Parteien und eine stärkere Bindung des Repräsentanten zu seinem Wähler. Jede Staatsreform müßte meines Erachtens in diese Richtung gehen, und nicht in Richtung Volksdemokratie.

      Übrigens waren es Jörg Haider und seine FPÖ, die erstmals laut in diese Richtung gedacht haben. Warum eigentlich nicht "3. Republik" nennen?

      @WK: >> "Immerhin hat die Volkspartei Männer wie Figl, Raab, Klaus und Schüssel hervorgebracht, die ja erwiesenermaßen einiges für Österreich geleistet haben!"

      Wie schon einmal gesagt, ein Heerführer, der die Lage aus Dankbarkeit und Treue auf der Basis von vor 50 oder 100 Jahren beurteilt und die aktuelle Lage nicht zur Kenntnis nehmen will, kann nur scheitern. Das ist falsche Dankbarkeit und falsche Treue, und er schadet genau dem, dem er sich in falscher Treue verpflichtet zu fühlen glaubt.

    • Freidenker (kein Partner)
      24. Juli 2015 14:11

      @riese35: Zustimmung in jeder Hinsicht!**********************

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 15:15

      @ Riese35:

      von meiner Seite abschließend zu Ihrer letzten Replik:

      Sie sprechen von einem Heerführer, der falsche Schlüsse aus der Vergangenheit zieht!
      Meinen Sie da über etliche Ecken vielleicht mich damit?

      Wäre ja ganz interessant, doch Heerführer bin ich wirklich keiner, sondern halt ein alter Mann, der seiner Partei die Treue hält!
      Ist das so abwegig? Liest man Ihre Beiträge, könnte man da wirklich zum Schluss kommen, Sie hielten jeden braven Parteigänger für einen geistigen Schwachmatiker!
      Irgendwie auch ein Hochmut, den Sie da pflegen!

    • Gerhard Pascher
      24. Juli 2015 19:50

      Sehr geehrte Mitposter,
      ich empfehle nun, diese Debatte - welche ja nicht direkt zum A.U.-Tagesthema gehörte - zu beenden. Jeder hatte die Möglichkeit, seine Meinung kundzutun und so wurde eigentlich alles gesagt. Es gibt eben unterschiedliche Auffassungen und dies darf doch in unserer Republik erlaubt sein.
      Wichtig ist aber bei einem solchen Meinungsaustausch, dass man auch das Gegenüber als Mitmensch anerkennt und in zivilisierter Weise - ohne beleidigend zu wirken - auch eine andere Einstellung akzeptiert.
      M fr Gr
      Gerhard Pascher

  16. Claudius
    22. Juli 2015 13:03

    Apropos wie A.U. schrieb: "... Das parteifromm gewordene IHS .... zieht in ein schönes neues Quartier."

    Das IHS zieht aus einem schmucklosen Bürohaus in das vornehme Palais Strozzi im 8. Bezirk.

    http://derstandard.at/2000011964177/Fix-IHS-zieht-ins-Palais-Strozzi

  17. Brigitte Kashofer
    22. Juli 2015 11:16

    Wir brauchen dringend ein Unterrichtsfach "Wirtschaftliche Zusammenhänge" ab der 1. Volksschule! Dann würden mehr Österreicher die miesen Tricks durchschauen und den linken Ideologen nicht alles glauben. Viele Bürger haben ja doch noch einen Funken Hausverstand.

    • Riese35
      22. Juli 2015 11:49

      @Brigitte Kashofer: Glauben Sie wirklich, daß da etwas Sinnvolles herauskäme? Wetten, so ein Unterrichtsfach hätte unter Applaus der ÖVP die Lehren von Karl Marx und Wladimir Uljanow als Lehrplan und würde von unseren arbeitslosen Soziologen gestaltet und unterrichtet werden. Schauen Sie sich bitte einmal die Geschichtsbücher an unseren Schulen an, dort gibt es keine Seite, die nicht von Oliver Rathkolb gestaltet und kommentiert ist. In so einem Unterrichtsfach würde nur die parteipolitische Indoktrination weiter vorangetrieben und gefestigt.

      Viel wichtiger wäre meines Erachtens, daß jeder einmal für seine eigene, wirtschaftliche Situation verantwortlich gemacht würde und er so in der Praxis selbst erkennen könnte, wie die Dinge zusammenhängen.

      Bei uns läuft es allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung: alles Denken wird den Experten in den Parteizentralen und angeschlossenen Wirtschaftsimperien überlassen, und der Bürger wird Schritt für Schritt weiter entmündigt. Sein ganzes Leben wird von oben von Anfang bis zum Ende durchgeplant. Gleich nach der Geburt die Kinderbetreuungseinrichtungen, die nahtlos in die roten Falken und Jugend am Werk übergehen, sich in den Mietervereinigungen fortsetzen und den krönenden Abschluß im Wiener Verein haben.

    • Ökonomie-Vergelter
      22. Juli 2015 14:13

      @ Riese35:

      Dass ein Fach "Betriebswirtschaftslehre und wirtschaftl. Zusammenhänge" für murxistisches Geschwurbel zweckentfremdet wird, könnte man durch entsprechende strenge Lehramtsprüfungen weitgehend vermeiden.

      Solche Prüfungsvoraussetzungen für angehende Lehrer könnten sicherstellen, dass nur Leute, die die Materie verstehen und sich mit dieser auch entsprechend auseinandergesetzt haben, an Schulen Wirtschaftsverständnis vermitteln können. Zwingender Bestandteil solcher Lehramtsprüfungen müsste auch das Geldwesen sein (zB zumindest ansatzweises Vermitteln der Komplexität des Bankwesensgesetzes - "BWG").

    • Riese35
      22. Juli 2015 15:19

      @Ökonomie-Vergelter: Grundsätzlich haben Sie vollkommen recht. Und das war ja sicher auch Brigitte Kashofers Intention. Nur glaube ich, daß in der aktuellen Siutuation eher der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Wie soll so etwas machbar sein, wenn die ÖVP sogar im Liegen umfällt? Wer soll so ein Lehramtsstudium aufsetzen und kontrollieren, wie Sie es sich vorstellen und wie es richtig wäre? Die heutigen Schulgeschichtsbücher kommen direkt aus dem roten Propagandaministerium.

      Und jetzt benötige ich keinen ÖVP-Parteisender, der mir einzureden versucht, daß Brandstetter und Karmasin auf Druck der SPÖ ausgesucht wurden.

    • Wyatt
      22. Juli 2015 20:02

      @ Riese 35
      danke für die klaren Worte!
      **********************

  18. Undine
    22. Juli 2015 10:50

    OT---aber ein erstaunlicher Trick unserer Kulturbereicherer wird aufgedeckt:

    "Schock für Mieter: Ausländer melden sich in fremden Wohnungen an"

    "Immer mehr Asylwerber kommen nach Österreich und leben vom heimischen Sozialsystem. Weil dieses offenbar leicht zu unterwandern ist, geschieht es gar nicht so selten, dass sich fremde Bürger in Mietwohnungen von Einheimischen melden, um so Geld zu kassieren. Oftmals fällt dies den Mietern erst Jahre später auf und sie werden selber zur Verantwortung gezogen. So erging es auch einer Dame, die ihren Unmut darüber im sozialen Netzwerk Facebook kundtat"

    Vielleicht sind Sie der nächste Betroffene!
    Und besonders ärgerlich: Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam---die der Behörden sind noch viel langsamer, allerdings aus anderen Gründen!

    --------------------------------------------------------------------

    "Traiskirchen: Kleiderspenden vermüllten Umgebung"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018234-Traiskirchen-Kleiderspenden-vermuellten-Umgebung?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Wen wundert das: "Nicht nur die Verschmutzung des öffentlichen Raumes, sondern auch die Undankbarkeit bringt viele Passanten zur Weißglut"

  19. Le Monde
    22. Juli 2015 10:01

    Und wer versagt auf allen Linien in diesem Land? Antwort: Die ÖVP!
    Wenn eine Partei, die jetzt 28 Jahre ununterbrochen in der Regierung sitzt, diese Zustände alle zulässt, ist ihr nicht mehr zu helfen! Aber diese Partei hat sich ja selbst abgeschafft.

    • Riese35
      22. Juli 2015 12:12

      @Le Monde: *******************!

      Man kann nur hoffen, daß das die Wähler auch durchschauen und am Wahltag die Rechnung präsentieren. In den 30er Jahren haben auch viele auf das falsche Pferd gesetzt, national wie international. Und nur wenige haben das durchschaut und die Entwicklung vorausgesehen, allen voran der Fürst Starhemberg und der österreichische Bundeskanzler.

    • Torres (kein Partner)
      24. Juli 2015 10:17

      Die ÖVP lässt diese Zustände nicht nur zu, sie stellt sich sogar an die Spitze, wenn es gilt, derartige Dinge in die Wege zu leiten und zu fördern - siehe die "größte Steuerreform aller Zeiten" mit der Aufhebung des Bankgeheimnisses, der Einführung der Erbschatssteuer durch die Hintertür, der Streichung der Absetzbarkeit von privaten Krankheits- und Unfallversicherungen, dem Generalverdacht der Steuerhinterziehung gegen alle Unternehmer - alles das "Werk" des großartigen und vielgelobten ÖVP-Finanzministers; dazu die unsäglichen (und natürlich dringend notwendigen) Gesetze gegen das "Po-Grapschen" und gegen die Meinungsfreiheit ("Verhetzung") des ÖVP-Justizministers.

    • Riese35
      24. Juli 2015 14:04

      @Torres: Ich bin mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher, ob nicht die Einführung einer echten Erbschaftssteuer der schonendere und wirtschaftlich sinnvollere Weg gewesen wäre. Denn mit dieser hätte vermutlich keine so große, versteckte Chuzpe getrieben werden können wie mit der Grunderwerbssteuer.

      Übrigens gibt die ÖVP-Propagandawebseite nun bereits ganz offiziell indirekt zu, daß die Vererbung von Grund und Boden im Familienkreis in Hinkunft nicht mehr leistbar sein wird:

      "Betriebsübergaben bleiben durch Deckelung bei Grunderwerbsteuer leistbar. 'Indem wir eine Deckelung von 0,5 Prozentpunkten einziehen, wirken wir dieser Belastung entgegen.' Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner"

      Siehe:
      http://www.oevp.at/steuerreform/Mitterlehner-Steuerreform-im-Sinne-von-Arbeitnehmern-und-Unternehmern-konkretisiert.psp

  20. Wolfgang Bauer
    22. Juli 2015 09:51

    Jetzt kenn i mi nimma aus: Hat jetzt da Schellhorn recht oder der Fink Marcel??

    • Josef Maierhofer
      22. Juli 2015 10:21

      Genau, damit wird von linker Seite alles relativiert, kein normaler Bürger, der sich für all das nicht interessiert, solange Schnitzel&Bier und Brot und Spiele geboten wird, kann mehr Wahrheit von Lüge trennen, obwohl die Inländerarmut spürbar hereinkriecht.

      Genauso wird es bei Demos getan, zu allem und jedem gibt es eine linke Gegendemo und sei das noch so absurd und ideologisch, statt auf Argumenten basierend.

      Aber eines können sie noch nicht ganz kaufen, die Wahlzettel, es fehlt nämlich das Geld für Bestechung inzwischen.

    • machmuss verschiebnix
      22. Juli 2015 18:52

      Schellhorn for Cancellor

  21. Josef Maierhofer
    22. Juli 2015 09:48

    Ich sage es immer wieder, den Österreichern kann nur noch der Wahlzettel helfen.

    Was die Linken und ihre Helfer tun, das geht alles gegen die Österreicher. Was die Gewerkschaften bisher getan haben und offensichtlich weiterhin tun unter Berufung auf gekaufte 'Studien', ist der Ruin Österreichs.

    Die 'gierigen Unternehmen' haben sie ja schon in hoher Zahl ruiniert, Semperit, AUA, CA, Länderbank, Zentralsparkasse, BAWAG, Konsum, .....

    Und solche sollen wir wählen ?

    • AppolloniO (kein Partner)
      25. Juli 2015 10:53

      Unzählige Arbeitsplätze vernichtet -aber der zum Großteil unmündige Bürger glaubt immer noch, dass die Roten Jobs retten.
      Dazu kommt dann noch, dass sich die SPÖ den medialen Boulevard gefügig macht (erkauft!) hat. Jetzt werden die Wirtschaftsforschungsinstitute "eingnaht" und damit die öffentliche Meinung manipuliert.
      Und die Kinder müssen von Geburt bis Schul- bzw. Studienabschluss möglichst lückenlos in staatlicher Bevormundung (Gehirnwäsche) gehalten werden.

      Das alles sind keine Zufälle, das ist SYSTEM!

    • Josef Maierhofer
      27. Juli 2015 18:56

      @ AppolloniO (kein Partner)

      Natürlich ist das System.
      Aber das kann nur so lange System sein, solange die Bürger diese Linken wählen.

      Anstand gibt es bei den Linken keinen und Demokratie auch nicht.

  22. Wertkonservativer
    • Wertkonservativer
      22. Juli 2015 09:49

      Als Antwort auf @ Karl Knallers tägliche "Plappermäulchen"!-Meldung gedacht

    • machmuss verschiebnix
      22. Juli 2015 18:48

      hat er heute überhaupt schon ge-knaller-t ?

    • Wertkonservativer
      22. Juli 2015 19:52

      @ mac hmuss verschiebnix:

      ja, tieferstehend zu meinem Beitrag!

  23. Freak77
    22. Juli 2015 09:15

    Rudolf Hundstorfer ist ein alter Hase in der Politik. Es gelang ihm gestern der nahezu perfekte Polit-Coup im sommerlich aufgeheizten politischen Wien:

    Diesen Coup hätte Hundstorfer aber unmöglich landen können wenn nicht das IHS seit dem Abgang von Keuschnigg und der Installierung des derzeitigen Direktors Sigurd Höllinger im Einflussbereich der SPÖ wäre.


    Am 21.7. um 9:30 Uhr präsentierte er den überraschten Politikredakteuren österreichischer Medien die neueste IHS-Studie, die hundertprozentig exakt die bisherige Gewerkschafts- und SP-Politik der letzten Jahre abstützt. Ein aufgelegter Elfer für die SPÖ, und die ÖVP wurde am linken Fuß erwischt.

    "Relevanz und Auswirkungen des Senioritätsprinzips am österreichischen Arbeitsmarkt"

    Endbericht ; Studie im Auftrag des Sozialministeriums
    Research Reports 03 / 2015
    Fink Marcel, Hofer Helmut, Muellbacher Sandra, Titelbach Gerlinde

    (Quelle: https://www.ihs.ac.at/de/ecofin-angewandte-forschung/projekte-und-publikationen/ausgewaehlte-forschungsprojekte/ )

    Politk aus einem Guss: IHS + Gewerkschaft + Sozialminister Hundstorfer. Klar dass diese Studie sofort groß auf die SPÖ-Homepage kam:
    https://spoe.at/story/faktor-entlohnung-bei-aelteren-viel-geringer-als-vermutet

    Also alles paletti beim österr. Pensionszugang und die Schuld an der Misere haben die "profitgierigen Unternehmer", Gewerkschaft und SPÖ sind dank dem IHS aus dem Schneider.

    Das hundstorfer'sche Lieblingsmotto: "Es besteht kein Handlungsbedarf" kann er dank dem IHS gebetsmühlenartig weiterhin wiederholen.

    In der Tiroler Tageszeitung über die Präsentation dieser IHS-Studie:
    http://www.tt.com/home/10293449-91/ihs-studie-arbeitslosigkeit-%C3%A4lterer-nicht-wegen-seniorit%C3%A4tsprinzip.csp

  24. Wertkonservativer
    22. Juli 2015 08:43

    Zur (großteils fehlenden) Qualifikation der diversen Studienautoren fällt mir nur der volkstümliche Spruch ein:

    " ... und für des hammer´s studieren lassen!" !

    Nun, was soll G'scheites herauskommen, wenn Leute wie AK-Kämmerer Muhm und Ministert Hundstorfer die Richtung vorgeben!!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      22. Juli 2015 08:51

      @ Herr Wertkonservativer

      Da kann wir ob der überragenden Weisheit der ÖVP froh sein, die einen ung'studierten Hochstapler in den Sattel des Bundeskanzlers gehievt hat und dort seit Jahren hält (auch gegen Angriffe aus dessen eigenen Partei). ;-)

    • Karl Knaller
      22. Juli 2015 09:35

      Wir danken dem Plappermäulchen für seine tiefschürfende Analyse!

    • Riese35
      22. Juli 2015 12:00

      @Cotopaxi & Karl Knaller: Wer weiß, vielleicht hat die ÖVP ihre moderne, "tiefschürfende" Parteipropagandalinie auf Vermittlung des Bundeskanzlers von Pjöngjang übernommen und zahlt dort Lizenzgebühren dafür. Bei ORF und vielen Medien dürfte das ja schon länger so sein.

    • Pennpatrik
      22. Juli 2015 15:58

      @Knaller
      Ich bin auch nicht immer seiner Meinung, aber warum ist Ihr schlechtes Benehmen denn so wichtig für Sie?

    • Wertkonservativer
      22. Juli 2015 18:32

      Danke, @ Pennpatrik, für Ihren Kontra-Knaller-Beitrag!

      Aber schauen Sie: wenn sich ein Mann durch laufende Anpatzereien und primitive Miesmachereien lächerlich machen will, sollte man ihn gewähren lassen,
      Derartige Schmutzkübel-Kampagnen verurteilen sich eigentlich von selbst!
      Irgendwann wird's selbst anderen intelligenten Wertkonservativen-Kritikern (wie z.B. Ihnen) zu blöd!
      Danke!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Juli 2015 07:53

      Werter Karl Knaller, nehmen Sie das so unendlich intelligente "Kusch, Karli!" des Hintertulbingers als das, was es ist: Den verhaltensauffälligen Ausdruck (s)einer bemitleidenswerten intellektuellen und diskurssemantischen Hilflosigkeit!
      Auch er kann´s halt nicht wegschwurbeln: Die ÖVP ist seit 1945 (mit Ausnahme des Zeitraumes von 1983-1987-SPÖ-FPÖ und 2000-2007-ÖVP-FPÖ) der Bettgenosse der SPÖ und hat daher alles zumindest mitzuverantworten, was seither an gesellschaftspolitischen Veränderungen eingetreten ist! Das sind unwiderlegbare historische und nicht zu relativierende Fakten!

      Wie erklärte doch gleich Wilhelm Busch den Begriff "Plappermäulchen"?

      "Du liebes Plappermäulchen,
      Bede

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Juli 2015 07:55

      Fortsetzung:

      Wie erklärte doch gleich Wilhelm Busch den Begriff "Plappermäulchen"?

      "Du liebes Plappermäulchen,
      Bedenk dich erst ein Weilchen
      Und sprich nicht so geschwind.
      Du bist wie uns´re Mühle
      Mit ihrem Flügelspiele
      Im frischen Sausewind.

      So lang der Müller tätig
      Und schüttet auf das nötig,
      Geht alles richtig zu;
      Doch ist kein Korn darinnen,
      Dann kommt das Werk von Sinnen
      Und klappert so wie du."

      Lassen wir ihn doch zur ÖVP in Treue fest weiter plappernd klappern. Soviel Toleranz sollte sein, denn nichts Menschliches darf uns fremd sein...

      MfG

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 09:16

      Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner):

      Nun, Sie und Ihr Gstanzl sind wahrlich das Sahnehäubchen zu Knallers und Cotopaxis Nettigkeiten!

      Was die genannten Herren von Ihnen unterscheidet: die sind wenigstens
      Abonnenten des "Tagebuches", und helfen Dr. Unterberger, seine unverzichtbaren Leistungen weiterhin zu erbringen!
      Sie sind "kein Partner"! Auch noch stolz drauf?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Juli 2015 09:58

      M.N. (kein Partner) 23. Juli 2015 18:39
      @ Wertkonservativer

      Ich glaube nicht, dass Sie berechtigt sind, sich als Beitragseinpeitscher für Dr. Unterberger aufzuspielen.
      Sie maßen sich auffallend oft mit unglaublicher Arroganz an, Nichtmitglieder darauf hinzuweisen, dass sie hier nicht willkommen sind.
      Wenn Dr. Unterberger nur Beitragszahler hier wünscht, dann soll er den Blog so einrichten. Offenbar will er es nicht, also bleibt es jedem überlassen wie oft und ob er hier postet. Ich empfinde interessante Links immer als Geschenk, insofern kann ich nicht ganz nachvollziehen, dass sie nur von Mitgliedern kommen sollen - aber bitte.
      Offenbar kann man nach wie vor nicht mehr direkt verlinken. Dann eben nicht.

      Kein anderes Mitglied maßt sich jedenfalls an, ständig auf Nicht-Mitglieder hinzuboxen.
      Die meisten interessanten Postings in diesem Blog stammen übrigens von Nichtmitgliedern (bis auf einige wenige kluger zahlender Mitglieder).

      Um Ihre Postings zu lesen, werter "Wertkonservativer", würde ich mich jedenfalls nicht auf diesen Blog bemühen.

      Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner) 23. Juli 2015 20:49
      S.g. M.N., lassen Sie sich von diesem wortbrüchigen, so unerträglich überheblichen und nur scheinbar geistvollen ÖVP-Apologeten nicht aus der Ruhe bringen.
      Und ob hier einer Partner ist, oder auch nicht, geht diesen Hintertulbinger einen feuchten Kehricht an.
      Dessen durch die Bank bestenfalls simple Postings lassen erkennen, welch´ schlichtes Gemüt hier versucht, auf (Alters-)Weisheit zu machen...
      MfG

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 10:50

      Na servas,

      jetzt habe ich's SCHWARZ auf Weiß, wie klug dieser Prof., und wie dämlich ich bin!
      Wie kann man denn heute aber auch noch ein Volkspartei-Anhänger sein!
      Und dann noch den netten Gerhard Pascher in die Diskussion hineinziehen!

      Der arme Tulbingerkogel: der kann sich gegen einen Häuslbesitzer an seinem Abhang ja nicht wehren! Dass im schönen Tulbing allein etliche Hundert Volkspartei-Wähler ihr Heim haben, sollten den schönen Wienerwald-Berg aber doch ein wenig trösten! Hahaha!





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