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Abschied von einem besseren Österreich

Lesezeit: 2:30

Wenn nach Gerd Bacher mit Ludwig Steiner nun binnen weniger Stunden der zweite große alte Österreicher gestorben ist, dann macht das traurig und beklommen. Woran der Umstand nichts ändert, dass beide Männer durchaus schon betagt und nicht mehr aktiv gewesen sind. Aber beide sind – jeweils in ganz anderer Weise und an ganz anderen Baustellen – für ein anderes, ein besseres Österreich gestanden. Zusammen mit dem Tod der im Jahr davor verstorbenen großen Landsleute Fritz Molden und Maria Schaumayer ist damit eine große Epoche unwiderruflich zu Ende.

Niemand weiß, was die nächste Epoche bringen wird. Die Sorgen überwiegen. Staatspolitisch, geistig, ökonomisch, medienpolitisch. Hat doch die Generation dazwischen vieles verkommen lassen, was an diesem Österreich liebenswert und überlebenswichtig gewesen ist. Sie hat sich nur noch dem Wohlfahrtskonsum und der Verschuldung hingegeben. Sie hat nicht mehr begriffen, dass Österreich, dass Zukunft eines ständigen und oft mühsamen Einsatzes bedarf.

Steiner stand im Gegensatz zu Bacher auch schon vor 1945 auf der Seite dieses Österreich. Und zwar mit hohem persönlichem Risiko. Er war nun meines Wissens der letzte aktive Widerstandskämpfer. Deshalb sollen diese tapferen Männer und Frauen noch einmal post mortem vor den Vorhang geholt werden und die allergrößte Wertschätzung erhalten.

Vor allem auch deshalb, weil das subventionsfette „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands“ seit langem de facto nur noch ein Propagandainstrument für Rotgrün und Kommunisten ist. Es setzt sich trotz seines Namens kaum noch in irgendeiner Weise für die Ehre und das Ansehen der wirklichen Widerstandskämpfer ein. Es ist aber immer sehr lautstark unterwegs, wenn es gilt, Kritiker der rotgrünen Gleichschaltungstendenzen zu diffamieren und im Dienste der Linken die Antifa-Keule zu schwingen.

Aber vielleicht ist dieses DÖW auch deshalb seit langem seinem Namen nicht mehr wirklich gerecht geworden, weil es von allen politischen Lagern (außerhalb des deutschnationalen) interessanterweise gerade unter den Sozialisten so wenige Widerstandskämpfer gegeben hat. Dort war nicht nur ein Karl Renner ein Bejubler des Anschlusses gewesen, erstaunlich viele waren das auch noch nach 1945. Und in späteren Jahren hat der ursprünglich zum Unterschied vom nationalen Sozialismus international denkende Sozialismus auch viel seiner Internationalität verloren.

Zum Tode Steiners ist dem – vor allem vom rotgrünen Rathaus – teuer gefütterten DÖW jedenfalls bis zur Stunde keine Zeile eingefallen . . .

Steiner ist auch einer der allerletzten aus dem allerengsten Kreis der Väter des Staatsvertrags und der Neutralität. Als solcher hat er sich in den letzten Jahren immer gegen die Versteinerung dieses Vertrags und Gesetzes eingesetzt, und für dessen Interpretation im Sinne Österreichs. Auch das ist eine Sichtweise, die in der heutigen Jurisprudenz, Diplomatie und Politik (sofern es in dieser noch jemanden gibt, der über die internationale Stellung Österreichs nachzudenken imstande ist) kaum noch verstanden wird.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 20:13

    Auch Norbert Leser ist am 31. Dezember 2014 gestorben, (Der Sturz des Adlers), und hat damit Österreich um einen Schritt ärmer gemacht.

    Nicht, daß ich mich jetzt zum Sozialisten wandeln würde, aber es gehört zum Respekt für jeden Andersdenkenden dazu, verdienstvolle poltische Gegner im selben Atemzug zu nennen.
    Demokratischer Diskurs lebt davon, gegenteilige Meinungen zu akzeptieren, wenn sie ehrlich im Sinne des allgemeinen staatlichen Wohlwollens vorgetragen werden. Und so war wohl Norbert Leser der letzte aller österreichischen Sozialisten ein Verdienstvoller. Daher gebürt ihm das gleiche Prädikat wie Ludwig Steiner.

    Wie schaut es nach dem Wirken dieser verdienstvollen Männer in Österreich aus?
    Erbärmlich, keine Frage, Österreich scheint ärmer geworden zu sein. Aber das wäre eine statische Vergangenheitsbetrachtung.

    Ich sehe in meinem Umfeld eine unglaublich starke Jugend heranwachsen, und das stimmt mich zuversichtlich.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2015 09:38

    Schön reden geht nicht. Bacher und Steiner standen in einem Gegensatz, der schärfer nicht sein könnte. Der eine mit 16 Jahren Kriegsfreiwilliger der Waffen SS, der andere als Widerstandskämpfer wohl nur kraft eigener Interpretation so. Das Wort Widerstandskämpfer ist facettenreich: es reicht vom meuchelmörderischen und folternden Partisanen über den Saboteur im Rüstungswerk, vom predigenden aber nicht tötenden Pastoren, von den netten Studenten der Geschwister Scholl bis zum Bombenattentäter Stauffenberg, der einen ganzen Heeresteil (das Ersatzheer) zum Aufstand gegen den Tyrannen führt. Vom NS Idol Rommel, der sich mit dem dienstältesten General der Waffen SS (Sepp Dietrich) zur Erhebung verabredet, bis zum Stalinisten Ulbricht, der ungerührt der Vertreibung und Ermordung zig Millionen Deutscher zugesehen hat, ohne ein einziges Wort zu ihrem Schutz hervozubringen. Steiner hat - immer noch gefahrvoll - bei Kriegsende weiteres Morden und Schlachten - in Innsbruck - verhindert. Er ist der Mann der Hungerburg. Soweit sei im Anerkennung gezollt. Nach Bozen brachte der Tiroler jedenfalls keine Männer, die statt der der Trikolore rot-weiß-rot aufzogen um den Amerikaner ein Signal zu geben. Wie auch immer. Steiner hat, was auch immer er tat, jedenfalls unter Umständen getan, die anderen verwehrt blieben: wer die - über Ilja Ehrenburgs und damit Stalins Befehl plündernden und vergewaltigenden Horden sah - die sich über die - übrigens nicht nur deutsche - sondern auch polnische, rumänische und ungarische Bevölkerung hermachten, die zu zehntausenden und hunderttausenden Verbrechen abscheulichsten Ausmasses an Alten, Schwachen, Verwundeten, Kindern, Frauen und Greisen begangen hatten, der kämpfte weiter - nicht um den Nationalsozialismus zu stützen, sondern angesichts des Infernos um das zu tun, was jedem nahe liegt: um sich am Leben zu erhalten und jenen dem Abgrund Ausgelieferten die Flucht zu ermöglichen.
    Was Steiner tat, war der Vernunft geschuldet und naheliegend. Und auch andere österreichischen Offiziere in der Wehrmacht handelten wie er, gelangten aber nicht zu jener Prominenz. Etwa der Stadtkommandant von Gotha oder die Teilnehmer am 20. Juli 1944. Warum die keiner kennt ? SIe bekannten sich - Nazi hin, Hitler her - zum gemeinsamen Deutschland, das für sie mit der NSDAP soviel zu tun hatte wie die SPÖ/ÖVP mit Österreich. Das Österreichbild des Bacher und jenes des Steiner werden niemals in denselben Rahmen passen. Bitte nicht breit drüberwischen, das haben beide nicht verdient !

  3. Ausgezeichneter KommentatorSozialrat
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 18:31

    Ja, es ist leider so, dass uns in den letzten Monaten einige ganz Große Österreicher aus Politik und Kultur für immer verlassen haben.

    Ein schöner Anlass uns gemeinsam zu fragen, ob nicht doch einige recht Große Österreicher noch recht aktiv unter uns weilen. AU's Tagebuch wäre ein interessantes Forum, einige dieser Großen Österreicher beim Namen zu nennen. Spontan fällt mir für die Politik nur einer ein: Wolfgang Schüssel, für die Bühne ein Peter Matic, für die Malerei ein Ernst Fuchs.

    Aber vielleicht könnt Ihr liebe AU -Partner mir und uns weiterhelfen?

  4. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 23:10

    das DÖW, wie auch leider manchmal Yad Vashem, lassen Personen aus ihren Unterlagen verschwinden, die inzwischen politisch nicht mehr genehm sind.
    ad memoriam Steiner: er hätte uns noch viel zu sagen gehabt, hätten ihn die Medien bloß zu Wort kommen lassen. Ich würde mir für ihn einen "Stolperstein" in der Wiener Innenstadt wünschen!
    Von AU wünsche ich mir das Betreiben von Gastkommentaren aller alten Großen, deren Stimmen nicht mehr lang zu erfragen sein werden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 21:14

    Der Titel ist niederschmetternd und beängstigend.

    Es gibt noch Optimisten und die hoffen noch auf Gehör der herabgekommenen Politik: https://www.youtube.com/watch?v=Z3ouS672mjo&feature=youtu.be

    Überall wo man hinkommt gibt es Sorgen um die Zukunft und speziell bei uns in Österreich und auch in Europa, mehr oder weniger, die Sorge um die Wahrheit und ums Überleben.

    Alles klingt nach Abschied von einem besseren Österreich.

    Auf Wiedersehen, Herr Steiner.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 19:26

    Botschafter Steiner war immer aufrichtig, ehrlich - ein Tiroler mit Handschlagqualität!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2015 18:24

    Das DÖW hat ja auch eine andere Schlagseite! Wenn der Verstorbene nicht Steiner, sondern kürzer geheißen hätte ...!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormentor
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2015 18:24

    OT: Ein weiterer Schildbürgerstreich aus Brüssel:
    fotocommunity.de blog
    Ist die Panoramafreiheit in Gefahr?


alle Kommentare

  1. Dr. Fred Duswald (kein Partner)
    04. Juli 2015 11:01

    Steiner war Vizepräsident des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstsndes (DÖW).

  2. NATO-Söldnerhure (kein Partner)
    01. Juli 2015 19:31

    "Niemand weiß, was die nächste Epoche bringen wird."

    Papperlapapp, die nächste Epoche heißt "3. Weltkrieg".

    • Rammadan (kein Partner)
      01. Juli 2015 21:11

      Die Zukunft der Welt ist ISIS

    • Specht (kein Partner)
      02. Juli 2015 01:05

      Es gibt ernst zu nehmende Aktionen der USA, die auf eine baldige Neuordnung in großen Teilen der Welt, zumindest aber dort wo Ressourcen zu sichern sind, hinweisen. Der Konflikt mit Russland wurde ebenso mutwillig vom Zaun gebrochen wie die verlogenen Kriegsgründe zu Irak, Afghanistan, Libyen und diese ganze "Achse des Bösen" Alles kam relativ schnell auf, was aber kein Grund sein dürfte nicht munter weiter zu machen.

  3. mentor (kein Partner)
    01. Juli 2015 18:24

    OT: Ein weiterer Schildbürgerstreich aus Brüssel:
    fotocommunity.de blog
    Ist die Panoramafreiheit in Gefahr?

  4. Helmut Oswald
    30. Juni 2015 09:38

    Schön reden geht nicht. Bacher und Steiner standen in einem Gegensatz, der schärfer nicht sein könnte. Der eine mit 16 Jahren Kriegsfreiwilliger der Waffen SS, der andere als Widerstandskämpfer wohl nur kraft eigener Interpretation so. Das Wort Widerstandskämpfer ist facettenreich: es reicht vom meuchelmörderischen und folternden Partisanen über den Saboteur im Rüstungswerk, vom predigenden aber nicht tötenden Pastoren, von den netten Studenten der Geschwister Scholl bis zum Bombenattentäter Stauffenberg, der einen ganzen Heeresteil (das Ersatzheer) zum Aufstand gegen den Tyrannen führt. Vom NS Idol Rommel, der sich mit dem dienstältesten General der Waffen SS (Sepp Dietrich) zur Erhebung verabredet, bis zum Stalinisten Ulbricht, der ungerührt der Vertreibung und Ermordung zig Millionen Deutscher zugesehen hat, ohne ein einziges Wort zu ihrem Schutz hervozubringen. Steiner hat - immer noch gefahrvoll - bei Kriegsende weiteres Morden und Schlachten - in Innsbruck - verhindert. Er ist der Mann der Hungerburg. Soweit sei im Anerkennung gezollt. Nach Bozen brachte der Tiroler jedenfalls keine Männer, die statt der der Trikolore rot-weiß-rot aufzogen um den Amerikaner ein Signal zu geben. Wie auch immer. Steiner hat, was auch immer er tat, jedenfalls unter Umständen getan, die anderen verwehrt blieben: wer die - über Ilja Ehrenburgs und damit Stalins Befehl plündernden und vergewaltigenden Horden sah - die sich über die - übrigens nicht nur deutsche - sondern auch polnische, rumänische und ungarische Bevölkerung hermachten, die zu zehntausenden und hunderttausenden Verbrechen abscheulichsten Ausmasses an Alten, Schwachen, Verwundeten, Kindern, Frauen und Greisen begangen hatten, der kämpfte weiter - nicht um den Nationalsozialismus zu stützen, sondern angesichts des Infernos um das zu tun, was jedem nahe liegt: um sich am Leben zu erhalten und jenen dem Abgrund Ausgelieferten die Flucht zu ermöglichen.
    Was Steiner tat, war der Vernunft geschuldet und naheliegend. Und auch andere österreichischen Offiziere in der Wehrmacht handelten wie er, gelangten aber nicht zu jener Prominenz. Etwa der Stadtkommandant von Gotha oder die Teilnehmer am 20. Juli 1944. Warum die keiner kennt ? SIe bekannten sich - Nazi hin, Hitler her - zum gemeinsamen Deutschland, das für sie mit der NSDAP soviel zu tun hatte wie die SPÖ/ÖVP mit Österreich. Das Österreichbild des Bacher und jenes des Steiner werden niemals in denselben Rahmen passen. Bitte nicht breit drüberwischen, das haben beide nicht verdient !

  5. Maria Kiel
    29. Juni 2015 23:10

    das DÖW, wie auch leider manchmal Yad Vashem, lassen Personen aus ihren Unterlagen verschwinden, die inzwischen politisch nicht mehr genehm sind.
    ad memoriam Steiner: er hätte uns noch viel zu sagen gehabt, hätten ihn die Medien bloß zu Wort kommen lassen. Ich würde mir für ihn einen "Stolperstein" in der Wiener Innenstadt wünschen!
    Von AU wünsche ich mir das Betreiben von Gastkommentaren aller alten Großen, deren Stimmen nicht mehr lang zu erfragen sein werden.

  6. Josef Maierhofer
    29. Juni 2015 21:14

    Der Titel ist niederschmetternd und beängstigend.

    Es gibt noch Optimisten und die hoffen noch auf Gehör der herabgekommenen Politik: https://www.youtube.com/watch?v=Z3ouS672mjo&feature=youtu.be

    Überall wo man hinkommt gibt es Sorgen um die Zukunft und speziell bei uns in Österreich und auch in Europa, mehr oder weniger, die Sorge um die Wahrheit und ums Überleben.

    Alles klingt nach Abschied von einem besseren Österreich.

    Auf Wiedersehen, Herr Steiner.

  7. Anton Volpini
    29. Juni 2015 20:13

    Auch Norbert Leser ist am 31. Dezember 2014 gestorben, (Der Sturz des Adlers), und hat damit Österreich um einen Schritt ärmer gemacht.

    Nicht, daß ich mich jetzt zum Sozialisten wandeln würde, aber es gehört zum Respekt für jeden Andersdenkenden dazu, verdienstvolle poltische Gegner im selben Atemzug zu nennen.
    Demokratischer Diskurs lebt davon, gegenteilige Meinungen zu akzeptieren, wenn sie ehrlich im Sinne des allgemeinen staatlichen Wohlwollens vorgetragen werden. Und so war wohl Norbert Leser der letzte aller österreichischen Sozialisten ein Verdienstvoller. Daher gebürt ihm das gleiche Prädikat wie Ludwig Steiner.

    Wie schaut es nach dem Wirken dieser verdienstvollen Männer in Österreich aus?
    Erbärmlich, keine Frage, Österreich scheint ärmer geworden zu sein. Aber das wäre eine statische Vergangenheitsbetrachtung.

    Ich sehe in meinem Umfeld eine unglaublich starke Jugend heranwachsen, und das stimmt mich zuversichtlich.

    • Josef Maierhofer
      29. Juni 2015 20:46

      @ Anton Volpini

      Ich teile die Zuversicht der Jugend, bloß ihre Bedingungen sind um 4 Schuldengenerationen ärmer.

      Richtig, Herr Volpini, der Respekt vor verdienstvollen Leuten ist wieder zu suchen. Ich sehe da aber sehr in der heutigen Zeit oft den Missbrauch des Wortes 'verdienstvoll' (ich frage immer für wen), das oft damit verwechselt wird, wie viel einer genommen hat und nicht, wie viel einer gegeben hat.

    • Anton Volpini
      29. Juni 2015 21:07

      Verdienstvoll meine ich, nicht wie vielleicht im heute mißbräuchlichen Sinne, im alther gebrachten Sinne, Josef Maierhofer.

      Verdienen im Sinne von Dienen und über das Dienen Mehrwert schaffen. Einem Kunden kann man nur dienen. Sollte man versuchen, den Kunden zu beherrschen, so hat man schon verloren. Das wäre das Prinzip der freien Marktkräfte, ohne Monopol. Heute eine Utopie, angesichts der staatlichen Monopolkräfte, auch in der Wirtschaft.

      Ein Verdienstvoller ist demnach über das Dienen hinausgehoben.

    • F.V. (kein Partner)
      01. Juli 2015 20:40

      Mir fielen schon auch einige bedeutende Österreicher ein, um uns nicht auf die paar von Unterberger genannten reduzieren zu müssen: Herbert von Karajan, Erwin Schrödinger oder Hans Klekatsky, ... und natürlich hat Herr Volpini sehr recht den Philosophen Norbert Leser zu nennen.

      Wozu bei einer Erinnerung an eine bedeutende Persönlichkeit das DÖW überhaupt erwähnt werden muß, bleibt ein Geheimnis Unterbergers. Gerichtsnotorisch ist nämlich, daß es sich dabei um eine Privat-Stasi, eine kommunistische Tarnorganisation handelt, die mit Lüge und Fälschung den Staat unterminiert. – Welche „Ehre“ wäre es wohl für Dr. Steiner von dieser Dreckschleuder gewürdigt zu werden, was anscheinend Unterberger vermißte.

      Was mir auch regelmäßig gegen den Strich geht ist das Betroffenheits- und Trauer-Getue. Das sind Phrasen der gutmenschlichen Sprachregelung, aber in Wahrheit beschränkt sich die Trauer auf Angehörige oder Freunde, die man verloren hat. Und nach einem langen, erfüllten Leben ist der Tod auch kein Grund sich so zu exaltieren.

      Die Erwähnung des Schwiegersohnes des CIA-Direktors, Fritz Molden, im Zusammenhang mit „großen Österreichern“ ist nur noch peinlich.

    • bécsi megfigyelö
      04. Juli 2015 04:38

      @F.V. (kein Partner)

      *****!
      .

  8. Politicus1
    29. Juni 2015 19:26

    Botschafter Steiner war immer aufrichtig, ehrlich - ein Tiroler mit Handschlagqualität!

  9. socrates
    29. Juni 2015 19:21

    O.T. Wenn 2 (3) bankrott sind, dann ist es nicht das Gleiche! Manche dürfen, andere nicht, wie es der Ostküste gefällt.
    http://www.washingtonpost.com/business/economy/puerto-rico-says-it-cannot-pay-its-debt-setting-off-potential-crisis-in-the-us/2015/06/28/cbae1bc4-1e05-11e5-84d5-eb37ee8eaa61_story.html?hpid=z1
    Puerto Rico says it cannot pay its debt, setting off potential crisis in the U.S.
    By Michael Fletcher June 28 at 10:43 PM
    The governor of Puerto Rico has decided that the island cannot pay back more than $70 billion in debt, setting up an unprecedented financial crisis that could rock the municipal bond market and lead to higher borrowing costs for governments across the United States.

    Puerto Rico’s move could roil financial markets already dealing with the turmoil of the renewed debt crisis in Greece. It also raises questions about the once-staid municipal bond market, which states and cities count on to pay upfront costs for public improvements such as roads, parks and hospitals.

    For many years, those bonds were considered safe investments — but those assumptions have been shifting in recent years as a small but steady string of U.S. municipalities, including Detroit, as well as Stockton and Vallejo in California, have tumbled into bankruptcy.

    Those defaults at least offered investors the protection provided by Chapter 9 of the U.S. bankruptcy code, which sets out an orderly process by which investors can recoup at least some of their money. But like states, Puerto Rico is not permitted to file for bankruptcy. A failure to iron out an agreement with creditors could ignite an unwieldy, uncharted and long-lasting process to sort out the island’s financial obligations.

    In addition, with as much as $73 billion in debt, the island’s debt obligation is four times that of Detroit, which became the largest U.S. city to file for bankruptcy in 2012.

    The implications are serious for Americans outside Puerto Rico largely because many hold island bonds in mutual funds. At one point in 2013, an estimated three out of four municipal bond mutual funds held Puerto Rican bonds, which were attractive because of their high yields and exemption from federal, state and local taxes.

    Puerto Rico’s governor, Alejandro Garcia Padilla, will seek concessions from creditors, which range from mutual funds in the United States to large hedge funds that have been buying Puerto Rican debt at high interest rates, in an effort to stretch out loan payments and drive down borrowing costs that are hamstringing Puerto Rico’s struggling economy.

    The government’s conclusion that it is unable to pay its debts was first reported by the New York Times. “It’s accurate,” said Gabriela Melendez, a Washington-based spokeswoman for the Puerto Rican government. She said the governor was scheduled to make a televised address updating islanders about Puerto Rico’s fiscal crisis Monday evening.

    A U.S. commonwealth with a population of 3.6 million, Puerto Rico carries more debt per capita than any state in the country. The island has been staggering under the increasing weight of those obligations for years as its economy has tanked, triggering an exodus of island residents to the mainland not seen since the 1950s.

    Meanwhile, the government has raised taxes, cut government employment and slashed pensions in a futile effort to get its debt burden under control. Those actions have only slowed the acceleration of debt creation, while harming efforts to reignite the economy.

    The financial crisis in Puerto Rico has been playing out for years, although until now the government has been able to keep things moving by cutting spending and borrowing more and more money on Wall Street. But with rating agencies downgrading Puerto Rican debt to near-junk levels, the island has had to pay high rates to borrow money.

    The island’s web of debt includes general-obligation bonds, which Puerto Rico’s constitution says must be repaid even before government workers receive their pay.

    But billions of dollars more in bonds were floated by public corporations that provide critical services on the island, including providing electric power, building roads and running water and sewer authorities. Beyond the bond debt, the island owes some $37 billion in pension obligations to workers and former workers.

    Puerto Rico has been pushing for Congress to grant bankruptcy protection for its public corporations, but so far that legislation has gone nowhere.

  10. Sozialrat
    29. Juni 2015 18:31

    Ja, es ist leider so, dass uns in den letzten Monaten einige ganz Große Österreicher aus Politik und Kultur für immer verlassen haben.

    Ein schöner Anlass uns gemeinsam zu fragen, ob nicht doch einige recht Große Österreicher noch recht aktiv unter uns weilen. AU's Tagebuch wäre ein interessantes Forum, einige dieser Großen Österreicher beim Namen zu nennen. Spontan fällt mir für die Politik nur einer ein: Wolfgang Schüssel, für die Bühne ein Peter Matic, für die Malerei ein Ernst Fuchs.

    Aber vielleicht könnt Ihr liebe AU -Partner mir und uns weiterhelfen?

  11. kritikos
    29. Juni 2015 18:24

    Das DÖW hat ja auch eine andere Schlagseite! Wenn der Verstorbene nicht Steiner, sondern kürzer geheißen hätte ...!





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