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Weltkriegs-Ende: Gedenken mit argen Webfehlern

Lesezeit: 5:30

Gleich dreimal schreckte man als Österreicher bei den zahlreichen Feiern und Wortmeldungen zusammen, die da europaweit zu den Vorgängen des Jahres 1945 stattfanden und stattfinden. Einmal bei der Veranstaltung im deutschen Bundestag; das zweite Mal angesichts dessen, was da vom ORF verbreitet wurde; und das dritte Mal angesichts dessen, was da der ÖVP-Vizekanzler verzapfte. Jedes Mal wünschte man sich, aber offenbar vergebens, dass da irgendjemand aufgestanden wäre und sich für dieses Land engagiert hätte.

Der Fehler im deutschen Bundestag passierte dem – sonst sehr klug gedenkredenden – Bundestagspräsidenten Lammert. Sein Fehler war wenigstens nicht böse gemeint. Er leitete eine Aufführung des Kaiserquartetts – also der musikalischen Grundlage mehrerer späterer deutscher und österreichischer Hymnen – mit dem Hinweis ein, dass diese 1797 von Haydn dem österreichischen Kaiser gewidmet worden sei.

Nur: Damals gab es noch gar keinen österreichischen Kaiser (sondern erst ab 1804). Der „gute Kaiser Franz" war damals noch deutscher Kaiser, oder genauer Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, also auch Kaiser ganz Deutschlands.

In einem weniger formellen Sinn hatte Lammert freilich wieder Recht. Denn damals hatte der in Wien residierende Habsburger-Kaiser schon lange keine gesamtdeutsche Macht mehr. Seine Herrschaft bezog sich einzig auf die österreichischen Gebiete. Etwa der preußische König in Berlin tat schon lange, was er wollte (unter anderem mehrmals Krieg gegen die Habsburger zu führen). Man kann Lammert also zugutehalten, dass er eine realpolitische und keine formelle Bezeichnung gewählt hat. Und dass er keinesfalls etwas als „deutsch“ vereinnahmen wollte, was dem Wesen nach rein österreichisch war.

Dem Herrn Oliver Rathkolb kann man aber gar nichts zugutehalten. Er verfälscht eindeutig die Geschichte. Dabei soll jetzt ausgerechnet dieser Mann auf Verlangen der SPÖ, der er schon oft gedient hat, ein neues Museum der österreichischen Geschichte leiten. Allein dieses Interview macht ihn für diese Aufgabe aber absolut unakzeptabel.

Rathkolb ging in einem ausführlichen Gespräch mit dem ORF-Teletext ausführlich auf das Kriegsende und viele Details des Jahres 1945 ein. Dort liest man wörtlich: „Schnell wurde vergessen, dass rund 550.000 Österreicher registrierte NSDAP-Mitglieder waren . . . Nur zögerlich, ab Herbst 1945, nahmen sich die Alliierten der Entnazifizierungen an. Ehemalige NSDAP-Mitglieder wurden mit Berufsverboten und Strafzahlungen belangt.“

Das ist eine ungeheuerliche Verdrehung dessen, was Österreich damals in Wahrheit alles getan hat. Denn es gab damals vor österreichischen(!) „Volksgerichten“ ganz strenge Strafen für viele österreichische NS-Täter, die weit über „Berufsverbote und Geldstrafen“ hinausgingen. Das wird aber von Rathkolb, der angeblich Historiker ist, trotz langer Aufzählung vieler Details aus der ersten Nachkriegszeit total verschwiegen. Er fühlt sich ganz offensichtlich im Dienst der sozialistischen Geschichtslüge, die seit Jahren zu verbreiten versucht, dass man sich erst unter Franz Vranitzky mit dem Verschulden vieler Österreicher im Nationalsozialismus befasst hätte.

In Wahrheit aber sind in den ersten Monaten und Jahren nach Kriegsende mehr als 13.000 Bürger strafrechtlich wegen ihrer Taten im Nationalsozialismus verurteilt worden. 269 erhielten langjährige Kerkerstrafen, 29 lebenslangen Kerker. Und es gab 43 Todesurteile, von denen 30 auch vollstreckt worden sind (zwei weitere Verurteilte entzogen sich durch Selbstmorde der Exekution). Damit waren damals die rechtlichen Maßnahmen in Österreich gegen NS-Täter viel umfangreicher als in Deutschland, wenn man sie in Relation zur Bevölkerungsgröße setzt.

Das alles verschweigt der Herr Rathkolb. Oder hat er es sehr wohl bei dem Interview gesagt – und es verschweigt nur der ORF in grober Manipulation seine Aussagen?

Es spricht jedoch viel dafür, dass Rathkolb selber die Geschichte im Sinn der SPÖ umzuschreiben versucht. So war er ja auch schon 2000 in der Hetzkampagne gegen die damalige österreichische Regierung führend tätig. So trat er damals mit dem Satz „'Die Insel Österreich ist mit dem heutigen Tag endgültig untergegangen“ im ORF auf. Und er sah in der Tatsache, dass damals rotgrüne Demonstranten den Ballhausplatz besetzten, und dass daher die Regierung unterirdisch zur Angelobung gehen musste, ein „Vorzeichen, das nichts Gutes erwarten lässt“. Der Historiker als Hellseher.

In der Folge hat sich dieser Herr Rathkolb dann in einem Verein „Demokratiezentrum“, der vom Wiener Rathaus finanziert wurde, sehr intensiv als Propagandist zur Verbreitung einseitig linker Geschichtsauffassung in Schulen und Öffentlichkeit betätigt.

Auch die Tatsache, dass er über siebzehn Jahre die Stiftung „Bruno Kreisky Archiv“ geleitet hat, ist nicht gerade ein Ausweis für Unabhängigkeit und Objektivität. Und so ein Mann soll nun staatsoffiziell die österreichische Geschichte darstellen!

Und dann die seltsamen Worte von Vizekanzler Mitterlehner: "Warum haben wir den Opfer-Mythos so lange mitgetragen?" Interessant: All die vielen Österreicher, die unter den Nazis im Gefängnis, im KZ gelitten haben, haben also nur Halluzinationen gehabt, haben einen bloßen Mythos verbreitet. All die vielen umgebrachten österreichischen Juden, Priester, Roma, Christen, Kommunisten, Widerstandskämpfer sind also völlig zu Unrecht als Opfer angesehen worden. Nach Mitterlehners Geschichtssicht war also auch der Staat Österreich 1938 ein Täter und kein Opfer. Und ebenso war das für ihn die Staatsspitze des Vor-Nazi-Österreich, obwohl diese im März 1938 bis zuletzt versucht hatte, die Unabhängigkeit Österreichs zu retten. Obwohl diese dafür fast geschlossen sofort ins KZ gewandert ist. Ein übler Mythos-Verbreiter war Mitterlehner zufolge dann auch Leopold Figl, der - selbst lange in KZ und Todeszelle gesessen - 1955 mit Erfolg jede Erwähnung einer österreichischen Mitschuld aus dem Textentwurf des Staatsvertrags eliminieren konnte.

Es ist richtig, dass viele, sehr viele Österreicher damals schwere Schuld auf sich geladen haben. Und es ist absolut legitim, diese Schuld auch beim Namen zu nennen. Aber Österreich als Staat hat sich 1938 ganz sicher nicht freiwillig dem Hitler-Deutschland angeschlossen, sondern ist nur der massiven Gewaltdrohung gewichen. Und es waren danach auch viele, sehr viele Österreicher leidende Opfer des Nazi-Terrors.

Daher ist es schlicht eine niederträchtige Verleumdung und Beleidigung all dieser Menschen, wenn Mitterlehner die Wahrheit pauschal unter "Opfer-Mythos" abtut. Dieser von einigen extrem linken Uni-Professoren vertretene "Opfer-Mythos"-These bedeutet in Wahrheit das genaue Gegenteil von einer echten Geschichtsaufarbeitung: Wenn alle Österreicher schuldig gewesen sind, ist ja dann letztlich niemand mehr schuld (Was wahrscheinlich sogar die unausgesprochene Intention der Verbreiter dieser These ist: Denn bei fast allen gibt es eine belastete Geschichte der eigenen Familie)

Jedenfalls sollte dringend der alte Kreisky-Spruch gelten: Lernen Sie Geschichte, Herr Mitterlehner! Das befreit vom ignoranten Hochmut der Nachgeborenen. Oder beschaffen Sie sich zumindest bessere Redenschreiber. Selbst ein Werner Faymann hat solche gefunden.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 07:15

    Rathkolb vergaß das Wiedergutmachungsministerium mit dem Juden Krauland als Minister. Er hatte die USA als Partner, war in zahlreiche Korruptionsgeschäfte verwickelt, wurde verurteilt und floh an die Côte d' Azure. Da fällt mir Elsner ein. Ottilinger, seine Sekretärin, musste dafür in den Gulag.
    In der Taborstrasse war eine Außenstelle dieses Ministeriums, die Juden Geld und Häuser getöteter Nazis zuteilte (Literatur liegt auf). Häuser wurden für Juden aus Ziegelschrott gebaut (Kaiviertel).
    Die heutigen Gegner der Todesstrafe ließen, mit Volksgerichtshöfen zahlreiche Menschen hinrichten. Viele wurden einfach an Kandelabern aufgehängt.
    In Kalksburg errichteten die Russen Umerziehungslager mit Todesfällen.
    In Glasenbach errichteten die USA Umerziehungslager mit Todesfällen................
    Ich kann nicht zu lange darüber nachdenken, der Blutdruck steigt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    21x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 12:57

    A.U. schreibt:

    "Ehemalige NSDAP-Mitglieder wurden mit Berufsverboten und Strafzahlungen belangt."

    Zunächst: Es wird niemand gezwungen, meine Kommentare zu lesen, auch Sie nicht, meine werten Feinde! Ersparen Sie sich diese Lektüre einfach! ;-)

    Bevor ich aus dem Nähkästchen plaudere, möchte ich nur die Feststellung machen, daß ich es ---gleichgültig, in welcher Ära!---für richtig und notwendig halte, daß Menschen, die sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, zur Verantwortung gezogen und der Schwere des Vergehens/Verbrechens gemäß BESTRAFT werden. Einzig DAFÜR bestraft zu werden, bei welcher PARTEI jemand Mitglied war, ist aber doch seltsam.

    SIPPENHAFTUNG war nach 1945 hoch im Kurs. So mußte meine Mutter, obwohl selber kein Parteimitglied (mein Vater war längst in ein amerikanisches KZ verfrachtet worden---insgesamt waren es vier Lager*) mit anderen Nazi-Weibern (!) SÜHNEARBEIT leisten= die Schulen vom Dachboden bis zum Keller zu säubern, die entsetzlich verdreckt waren, da sie lange Zeit als kurzfristiges Quartier für durchziehende Menschen auf der Flucht gedient hatten.

    Zu dieser DEMÜTIGUNG gab es aber existenzvernichtende STRAFEN: Da mein Vater in den 2 1/2 Jahren Lagerhaft natürlich nicht nur nichts verdiente, sondern in den weiteren 2 1/2 Jahren BERUFSVERBOT auch NICHTS VERDIENEN DURFTE, herrschte große Not. Zudem hatten die Amerikaner den NAZI-Familien "erlaubt", 200 Schilling monatlich vom Sparbuch zum Überleben abheben zu dürfen, aber unsere eigenen Leute reduzierten den Betrag auf 150 Schilling! Damit konnte auch die sparsamste Mutter nicht wirtschaften. Wie und ob die NAZI-Familien überlebten, war kein Thema, auch heute nicht.

    Als mein Vater im Herbst 1950 wieder eine Anstellung (degradiert, versteht sich: vom Bezirksschulinspektor zum "einfachen" Fachlehrer!) bekam, mußte er feststellen, daß es auch keine Biennalsprünge gegeben hatte, was sich bis zur Pension und nachher auch auf die Witwenpension auswirken sollte.

    In der Zwischenzeit war mein großer Bruder fast unversehrt aus der einjährigen brit. Gefangenschaft heimgekehrt und hatte in Graz mit dem Medizin-Studium begonnen---OHNE einen Knopf GELD in der Tasche. Das mußte erst während des Studiums verdient werden. Zudem fiel nach zwei Semestern jemandem auf, daß mein Bruder die Matura in Deutschland abgelegt hatte. Fazit: Die beiden Semester wurden GESTRICHEN, d.h., er mußte alle PRÜFUNGEN noch einmal machen. Zusätzlich mußte er SÜHNEARBEIT leisten: Mit den bloßen Händen monatelang HAUSRUINEN abtragen. Er war aber nicht einmal Parteimitglied gewesen!

    Hätte sich mein Vater auch nur das Geringste zuschulden kommen lassen, wäre das Ausmaß der STRAFE zu verstehen gewesen---aber das war nicht der Fall, denn er hatte einfach einen wunderbaren Charakter; ich wünschte jedem Menschen so einen lieben Vater, Vorgesetzten oder Lehrer! Er war völlig zu Unrecht bestraft worden, dafür lege ich jederzeit beide Hände ins Feuer. DENUNZIANTEN hatten damals Hochkonjunktur!

    Das sind nur einige der Strafen, die man sich für ehemalige NAZIS ausgedacht hatte---ob sie nun irgendwie gefehlt hatten oder nicht. Manche Kinder von Nazis durften das Gymnasium nicht besuchen, bzw. kein Hochschulstudium absolvieren. Die RACHE der Sieger war hart.....

    Daß meine Mutter und ich als kleines Mädchen fürchterlich darunter gelitten hatten, daß Vater so lange weg war, daß ich 2 1/2 Jahre auf seine Heimkehr warten mußte---die ersten Monate wußten wir nicht, ob er überhaupt noch am Leben war---man hatte ja, vor allem nach heutiger Diktion, selber die Schuld!

    Aber wir hatten, im Gegensatz zu so unendlich vielen Menschen in Ö und D, großes Glück: Wir hatten in unserer Heimat bleiben können, waren nicht ausgebombt worden, und unsere Lieben kamen unversehrt wieder nach Hause. Das hat meine Eltern und später auch mich bis heute mit großer Dankbarkeit erfüllt, denn das Schicksal konnte für so viele Familien so unendlich grausam zuschlagen.

    * Es waren die Lager HERSBRUCK bei Nürnberg, LANGENZEHN, GLASENBACH, PUPPING bei Eferding.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 10:31

    Peinlich ist, dass man in Österreich anlässlich des Gedenkens an das Weltkriegsende rein gar nichts zum Schicksal der Sudetendeutschen hört. In Deutschland geht das schon (siehe unten den FAZ Artikel).

    Nur eines steht in dem Artikel nicht: bei den Sudetendeutschen handelt es sich um Altösterreicher, nicht um „Deutsche“. In Österreich hat man sich um das Schicksal dieser Menschen nie gekümmert, dass es sich um einen Genozid (Felix Ermacora)handelt wird politisch korrekt verschwiegen. Die Sudetendeutschen waren ein wesentlicher Grund für das Wirtschaftswunder nach dem Weltkrieg in Deutschland; das wird man über die Sozialtouristen, die auf Betreiben der regierenden rot-grünen Multikulti-Freunde unser Geburtendefizit ausgleichen sollen, in 70 Jahren nicht sagen können.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/70-jahre-kriegsende/vor-70-jahren-kam-es-zum-prager-aufstand-13576178.html

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 07:14

    Ich wache auf und muß gleich erbrechen.

    KONZENTRIEREN WIR UNS ENDLICH AUF DAS HEUTE UND AUF DIE ZUKUNFT!

    Diese paranoische Vergangeheitsbetroffenheit lenkt NUR von den existierenden Problemen ab.
    Und Nichbefassung, Nichtlösung von heutigen Problem führt uns MIT GARANTIE in zukünftiges Wiedererleben vergangener Gräuel.

    Ein schlechter Start in den Muttertag. Allerdings gibt es ohnehin immer weniger (österreichische) Mütter.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPeter Pan
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 01:25

    Alles um Rathkolb ist Fälschung, noch dazu um viel, viel hart verdientes Steuergeld. Dem "guten" Mann geht es nur um seine eigenen Pfründe und dafür verbiegt er sich selbst und die Geschichte Österreichs.
    Ein nicht abzuschätzender Schaden für unser Land - am besten: fort mit Schaden!

    http://wien.orf.at/news/stories/2709366/

    P.S.: Grad Mitterlehner sollte zum Beispiel mit dem Bewußtsein um das Nazi-Attentat auf Dollfuß die Opfer nicht mit einem selbsterfundenen "Mythos" verhöhnen!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 10:22

    Wenn ich unter Umerziehungslager Google - es gab und gibt viele, finde ich:
    Die “EU” kündigt derzeit für jeden offen einsehbar an, die Grundfreiheiten der Bürger einschränken zu wollen. Die freie Meinungsäußerung wird es dann nicht mehr geben und Widerstand gibt es nicht.

    Diktator Tito wusste, wie man mit brutalster Gewalt und Druck einen multikulturellen Vielvölkerstaat zusammenhält: Wer sich politisch nicht korrekt verhielt, der kam ins Konzentrationslager auf die Adriainsel Goli Otok (»nackte Insel«). Bis vor 25 Jahren wurden Menschen, die sich in Jugoslawien öffentlich unkorrekt geäußert hatten, dort bestialisch gequält und ermordet.

    Seither glaubte man, dass es nie wieder solche Straflager in Europa geben würde. Doch weit gefehlt. Brüssel sucht derzeit nach einem Ort, an dem EU-Gegner zentral umerzogen werden können. Die entsprechenden Pläne wurden jetzt im Internet veröffentlicht. Erstaunlicherweise regt sich kein Widerstand dagegen.

    Im Namen der Toleranz

    Auf der offiziellen Internetseite des Europaparlaments findet sich seit einigen Tagen ein Dokument, welches für die Zukunft der Europäer nichts Gutes verheißt. Der »EU-Ausschuss für Toleranz« (European Council on Tolerance and Reconciliation) hat es erarbeitet.

    Hinter der nichtssagenden Überschrift des »Toleranzpapiers« verbirgt sich die Forderung, dass das Europaparlament »konkrete Maßnahmen« ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und »Antifeminismus« zu »eliminieren«.

    Dazu sollen in Ländern wie Deutschland etwa die Meinungsfreiheit, die Kunstfreiheit sowie die Wissenschafts- und Pressefreiheit eingeschränkt werden. Eingeführt werden soll Stattdessen ein »Toleranzzwang« und eine neue EU-Superbehörde, welche die Umsetzung entsprechender Maßnahmen überwacht.

    Im Klartext: Beispielsweise jegliche Kritik am Feminismus wird künftig innerhalb der EU verboten. Auch die Kritik an politischen Parteien und ihren Bewegungen -etwa Sozialdemokraten oder Ökobewegung – ist dann unter Strafe gestellt. Man reibt sich da als Demokrat verwundert die Augen.

    Doch wer das für einen Scherz hält der sollte das Papier (Titel A European Framework National Statute for the Promotion of Tolerance)

    http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2015 09:01

    Wieder ein ausgezeichneter, fundierter Artikel Dr. Unterbergers - danke!

    Hätten die Deutschen nach der Wende für DDR-Bürger auch nur ähnlich strenge Massstäbe für die Mitträger und Mitläufer der kommunistischen DDR-Diktatur angewendet, wie Österreich nach 1945 vorgegangen war, dann wären viele 100,000e ehemalige Ostdeutsche zwei Jahre arbeitslos gewesen!
    Von Volkarmeesoldaten (nicht erst ab einem Major), über alle STASI-Mitarbeiter, zehntausende Regierungsbeamte, Gefängniswärter, Geschichtslehrer, kommunistische Professoren (wie z.B. ein derzeit an der Wiener Uni unterrichtender Politikwissenschaftler). Von den Grenzschützern mit Tötungsauftrag gar nicht zu reden ...

    Übrigens iszt auchbemerkenswert, dass gerade die SPÖ sehr daran interessiert war, die "Ehemaligen" nicht als NationalSOZIALISTEN zu bezeichnen, sondern mit dem freundlich harmlos klingenden Namen "Nazi". Hauptsache die Wortverbindung zwischen NATIONAL und SOZIALISTEN war weg.


alle Kommentare

  1. heartofstone (kein Partner)
    12. Mai 2015 22:10

    ÖVP-Parteitag: Ja zu Reißverschluss und kleinerem Vorstand ... super Quotenweiber und weils von den fähigen Frauen zu wenig gibt wird auch gleich der Vorstand verkleinert. Fast schäme ich mich dafür jemals die ÖVP gewählt zu haben ... den Wortbruch beim EU-Beitritt (Bankgeheimis, Schilling, ... ) verzeihe ich ihr sowieso nie ...

  2. heartofstone (kein Partner)
    12. Mai 2015 21:27

    Da schon meine Eltern nach dem 2. WK geboren wurden, Vater 1946 schon im letzten Jahrtausend verstorben, Mutter 1949, fühle ich mich nicht im Geringsten verantwortlich für das was meine Großeltern angeblich verbrochen haben. 70 Jahre danach gehört einfach ein Schlußstrich gezogen. Und wems nicht passt, darf gerne die Gebeine meiner Vorfahren ausgraben, muss aber damit rechnen, dass ich ihm/ihr die Schaufel aus der Hand reiss und ihn/sie damit einfach erschlage ...

  3. heartofstone (kein Partner)
    12. Mai 2015 20:14

    Liebe ReGIERung, schiebts euch eure Salamitaktik bez. Bankengeheimnis bitte, ausgedruckt auf seewaaserfester 3er Wellpappe, dorthin wo die Sonne nie hinscheint ...

    Bankgeheimnis: Kontoöffnung schon bei Bedenken gegen Richtigkeit von Steuererklärung
    ...
    Persönlich bin ich dafür, die kompletten Vermögensverhältnisse aller überwiegend von Steuergeldern, Sozialabgaben Zwangsabgaben bezahlten "Bürger" (Abgeordnete, Richter, Polizisten, ORF, AK, WKO, Beamte, Gemeindebedienstete, in teilverstaatlichten wie staatliche Betrieben Beschäftigte, Krankenhausmitarbeiter, usw. usf. ) im Internet einsehbar zu machen.

    Ansonsten, siehe erster Satz ....

  4. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      12. Mai 2015 17:55

      Daß Unterberger einen schäbigen Kommentar verfassen würde, war abzusehen. Er wird auch dadurch nicht besser, daß er sich an einem ideologischen Geschichtsfälscher reibt.

      Die läppische Korintenkackerei bezüglich Lammerts Nebensatz zeigt, daß Unterberger nicht kapiert hat oder kapieren will, welchen unerhörten Dreck der historische „Festredner“ verzapfte, den aufzuspießen der Überschrift gerecht geworden wäre. Was Unterberger verzapfte war die Fortsetzung der psychologischen Kriegsführung, wie sie der amerikanische OSS betrieb. Aber wahrscheinlich sollte ich mich darüber gar nicht wundern, sind doch die Nachfolge-Organisationen, wie CIA, die offensichtlichen Brötchen- und Auftraggeber Unterbergers, wie dies ja auch schon mit Molden oder Schulmeister der Fall war.

      Dem sei ein anderer Gedanke entgegengesetzt.

      Amnestie oder die Kraft des Vergessens

      Prof. Dr. Carl Schmitt. Erstveröffentlichung am 10. 11. 1949 in "Christ und Welt" unter "Amnestie - Urform des Rechts". Nachdruck aus "Staat, Großraum, Nomos. Arbeiten aus den Jahren 1916 - 1969." (Hsgb. Günter Maschke, Duncker & Humblot, 1995) mit der freundlichen Genehmigung von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Joseph H. Kaiser, dem Nachlaßverwalter des C. Schmitt´schen Werkes und Günter Maschke.

      Allmählich kommt es uns zu Bewußtsein, daß "Krieg" heute etwas wesentlich anders ist als zu den Zeiten unserer Großväter. Die Änderung geht sehr tief und hat etwas Beunruhigendes und Unheimliches. Der Krieg ist heute nicht mehr nur ein Zusammenstoß von zwei organisierten, gut disziplinierten Armeen. Er wird nicht nur mit militärischen Waffen geführt. Die Gegner unterminieren sich gegenseitig mit allen Mitteln. Dadurch verwandelt sich der Krieg in einen Bürgerkrieg, und auch der Kalte Krieg wird zum Kalten Bürgerkrieg.

      Jedes europäische Volk weiß heute, was es bedeutet. Jeder kennt nicht nur eine, sondern mehrere fünfte Kolonnen. Die Entnazifizierung war Kalter Bürgerkrieg. Das Kennzeichen dieses Bürgerkrieges besteht darin, den andern als Verbrecher, Mörder, Saboteur und Gangster zu behandeln. In einem schauerlichen Sinne ist der Bürgerkrieg ein gerechter Krieg, weil jede der Parteien unbedingt auf ihrem Rechte sitzt wie auf einer Beute. Jeder nimmt Rache im Namen des Rechts. Wie ist es möglich, aus diesem Zustand des Kalten Bürgerkrieges zu einem Frieden zu gelangen? Wie kann der Zirkel der tödlichen Rechthaberei durchbrochen werden? Wie kann der Kalte Bürgerkrieg ein Ende finden?

      Der Kommunist hat eine einfache Antwort: durch Vernichtung des anderen. Mit diesem Entschluß zur Vernichtung ist er den anderen überlegen. "Ins Nichts mit ihm" heißt es in einem Stück von Bert Brecht.

      Das ist eine, die unmenschliche Möglichkeit der Beendigung eines Bürgerkrieges. Wir können nicht an sie als ein echtes Mittel zur Beendigung eines Bürgerkrieges glauben. - Dann aber gibt es nur noch ein zweites anderes Mittel, und wenn wir nicht die Kraft und die Ehrlichkeit finden, es anzuwenden, muß der Vernichtungsgedanke siegen. Dieses andere Mittel ist eben die Kraft des Vergessens.

      Alle Bürgerkriege der Weltgeschichte, die nicht in der totalen Vernichtung der Gegenseite endeten, haben mit einer Amnestie geendet. Das Wort Amnestie bedeutet Vergessen, und nicht nur Vergessen, sondern auch das strenge Verbot, in der Vergangenheit herumzuwühlen und dort Anlaß zu weiteren Racheakten und weiteren Entschädigungsansprüchen zu suchen.

      Dieses Wort Amnestie erscheint zum ersten mal in der menschlichen Sprache nach einem fürchterlichen dreißigjährigen Kriege, dem Peloponnesischen Krieg, nach einem Brüderkrieg der griechischen Stämme und Städte (vierhundert Jahre vor Christi Geburt). Die englische Revolution Cromwells wurde im Jahre 1660 durch eine Entlastungs- und Vergessensgesetz, einen Indemnity and Oblivian Act beendet. In England gilt heute noch eine Gesetz aus dem Jahre 1495, das den Engländern, die seit Jahrhunderten keinen Bürgerkrieg mehr erlebt haben, anscheinend aus dem Gedächtnis geschwunden ist, das aber trotzdem noch gilt und einen Augenblick des Nachdenkens verdient: nach der Wiederherstellung normaler Zustände darf niemand wegen des Tatbestandes, daß er auf der falschen Seite stand, bestraft werden.

      Amnestie bedeutet also mehr, als eine bloße Begnadigung wegen kleiner Vergehen. Sie muß mehr sein als ein Akt des Mitleids, das man einem jahrelang Gequälten und Verfolgten schließlich nicht mehr gut verweigern kann, Amnestie ist mehr als die Zigarette, die man dem Entrechteten anbietet, um selbst seine Menschlichkeit zu beweisen. So billig ist der Kalte Bürgerkrieg nicht zu beenden.

      Nachdem so viel Worte, Begriffe und Einrichtungen verfälscht und vergiftet worden sind, sollten wir darauf bedacht sein, wenigstens das Urwort des Friedens nicht zu vergessen. Die Amnestie ist mehr als eine Entlastung des staatlichen Verfolgungsapparates. Sie ist ein gegenseitiger Akt des Vergessens. Sie ist keine Begnadigung und kein Almosen. Wer Amnestie nimmt, muß sie auch geben, und wer sie gibt, muß wissen, daß er sie auch nimmt. Erhalten wir uns wenigstens diese Erinnerung an einen Rest heiligen Rechtes rein, damit das letzte und einzige Mittel, den Kalten Bürgerkrieg auf eine menschliche Weise zu beenden, nicht in Vergessenheit gerät!

      Der Fassung in "Christ und Welt" v. 10. 11. 1949 fügte Schmitt noch einen Passus aus Homers Odyssee bei, u. d. T. "Zeus an die Bundesregierung", mit den einführenden Worten: "Als Odysseus von seine Irrfahrten nach Hause kam, fand er seine Gegner als Beherrscher des Landes. Viele seiner Untertanen hatten sich dem Gegner angeschlossen. Nach dem Siege des Odysseus wurden die Mitläufer beim Strafgericht nicht verschont. In dem Augenblick, da das Morden seinen Höhepunkt erreicht, tritt die Göttin Athene vor den Göttervater Zeus in der Sorge, diese Art von politischer Säuberung könne das ganze Volk verderben.

      Die folgenden Verse lauten:

      Es antwortet darauf, der Herrscher im fernen Gewölk, Zeus:
      "Warum fragst du mich, Tochter mein, und erkundigst dich
      also?
      Hast du nicht selber den Rat in deinem Herzen ersonnen,
      daß Odysseus nach Hause käm´ und die Freier bestrafe?
      Tu, wie es dir gefällt, doch will ich das Rechte dir
      sagen:
      Da die Freier nun vom hohen Odysseus bestraft sind,
      werde der heilige Bund erneuert: er bleibe der König.
      Wir aber wollen dem Volk den Mord der Söhne und Brüder
      aus dem Gedächtnis tilgen, sie sollen sich untereinander
      lieben wie sonst, und Friede gedeihen und Fülle des
      Reichtums."

      Odyssee, 24. Gesang.

      Anmerkung F. V.: Diese Gedanken unterscheiden sich sehr von dem "Nie vergessen!", das uns selbsternannte "Gerechte" immer einhämmern. Es ist zu offensichtlich, daß es ja auch nicht um das würdige Gedenken für Tote geht, sondern um Rache und moralische Vernichtung eines ganzen Volkes.

      Solange sich aber nicht dieser Schmittsche Appell durchsetzt, geht der Weltbürger-Krieg weiter: mit anderen Mitteln und als absoluter! - Vae victis!

    • Erich Bauer
      12. Mai 2015 18:49

      Sie tun wohl, diese Gedanken... Ich fürchte nur, dass die wenigsten den tiefen, hintergründigen Sinn der "Amnestie" verstehen können - dass diese zur Gesundung führt!

      Denn im "Rache-Ritual" verbirgt sich lediglich eine selbstgezimmerte, Individual-"Wirklichkeit", wie sie in psychiatrischen Anstalten ständig zu beobachten ist. Solche Zeitgenossen könne NIE wirklichkeitstauglich werden...

    • Undine
      13. Mai 2015 08:59

      @F.V.

      1000 Dank für Ihren Kommentar! Es war eine Wohltat, ihn zu lesen!

      "Anmerkung F. V.: Diese Gedanken unterscheiden sich sehr von dem "Nie vergessen!", das uns selbsternannte "Gerechte" immer einhämmern. Es ist zu offensichtlich, daß es ja auch nicht um das würdige Gedenken für Tote geht, sondern um Rache und moralische Vernichtung eines ganzen Volkes."

      Ja, es ist tatsächlich zu offensichtlich, worum es in Wahrheit geht---da kann jemand noch so oft beteuern, es ginge nicht um RACHE, sondern um Recht!

    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2015 09:38

      Noch ein bemerkenswerter Nachtrag

      Francois Mitterand in seiner Rede anläßlich des 8. Mai 1995

      8. Mai 2015
      by Julius Rabenstein

      “Ich habe erfahren, welche Tugenden, welchen Mut das deutsche Volk besitzt. Bei den deutschen Soldaten, die in so großer Zahl starben, kommt es mir kaum auf die Uniform an und noch nicht einmal auf die Ideen, die ihren Geist bestimmten. Sie hatten Mut. Sie taten ihre Pflicht wie wir die unsere. Sie waren in diesem Sturm losmarschiert unter Einsatz ihres Lebens. Sie haben seinen Verlust für eine schlechte Sache hingenommen, aber wie sie es taten, hat mit dieser Sache nichts zu tun. Es waren Menschen, die ihr Vaterland liebten – dessen muß man sich gewahr werden.”

      Und ...

      „... nur weil wir den Amerikanern einen geblasen haben.“

      Immerhin, der Außenminister fand klare Worte.

      «Wir glauben, alles ist super, nur weil wir den Amerikanern einen geblasen haben. Schwachköpfe. Totale Schwachköpfe. Das Problem (...) ist, daß wir zu wenig Stolz haben und zu wenig Selbstwertgefühl. So eine Negerhaftigkeit.»

      Leider sagte das nicht der deutsche Außenminister, sondern der polnische.

      Radoslaw Sikorski deftige Äußerungen bei einem privaten Abendessen fielen im Januar 2014 in einem Warschauer Restaurant und wurden zum Magazin Wprost durchgestochen. Als der Dirty Talk im Juni gedruckt wurde, war Polen offen – hielt aber stand. Die Regierung stand zu ihrem Außenminister und schmetterte einen Misstrauensantrag im Parlament gegen ihn ab.

      Ein deutscher Politiker, der ähnlich Tacheles reden würde, müsste womöglich mit kaputtem Fallschirm abspringen.

      Und Unterberger kriecht den Siegern in den A...

  5. Torres (kein Partner)
    12. Mai 2015 12:33

    Es erweist sich immer mehr als richtig, was ich schon lange vorausgesagt habe: Mitterlehner ist (in jeder Beziehung, nicht nur was die Geschichte betrifft) noch wesentlich linkshöriger und -lastiger als Spindelegger. Es zeigt sich einmal mehr, dass das Sprichwort "Es kommt selten etwas Besseres nach" durchaus seine Richtigkeit hat.

  6. cmh (kein Partner)
    12. Mai 2015 09:46

    Wenn wir schon bei der Aufarbeitung der Schuld für alles mögliche sind, dann sollten auch die Vororteverträge nach dem WKI als Voraussetzung für die Zeit danach und das folgende Unglück beurteilt werden.

    Im übrigen scheint es mir schon so, als würden wir gerade wieder da stehen, wo unsere Großväter vor dem WKI standen: Deutschland ist der Hegemon Europas, aber das ist Frankreich und England nicht recht. Am Balkan kriselt es gewaltig und eigentlich sind wir gerade Zeugen eines 5., 6. wenn nicht schon gar 15. Balkankrieges. Im Rest der WElt wird fröhlich Imperialismus gespielt, wenn auch statt von Russland von China jedenfalls aber mit Amerika.

  7. cmh (kein Partner)
    12. Mai 2015 09:33

    Rothkolb geriert sich immer so als der Jäger des nie gewesenen Nazis.

    Da er allerdings Historiker mit "Brief und Siegel" (von wem und für wen auch immer) ist, wird man ihm zu Historischem den Mund nicht gut verbieten können. Mehr Widerspruch von konservativer Seite täte aber schon gut (uns nicht ihm).

    Dass sich die ÖVP-Granden aber zum Nachplappern roter Ergüsse hergeben ist hingegen ob der Vermeidbarkeit umso ärgerlicher. Bei Mitterlehner fragt sich mittlerweile schon, wenn der rote Schas so ungebremst durch sein Hirnkastel flutscht, mit was er denn im Übrigen Politik macht. Einen Ostermayer hält er sich anscheinend nicht.

  8. Zraxl (kein Partner)
    12. Mai 2015 09:31

    Natürlich ist die Geschichte eine Lüge, sonst würde sie ja Wahrheit heißen. Der moderne Staat leistet sich eine Geschichtsschreibung aus den selben Gründen wie Herrscher seit Jahrtausenden: Zur Manipulation der Untertanen. Da wird dann ein Völkermord zur "heroischen Tat", ein ideologisches Umerziehungsprogramm zur "Aufklärung", eine Siegerjustiz zur "endlich durchgreifenden Gerechtigkeit", der verhungerte Frontsoldat ein Ideologieverbrecher, usw.usw.

    • Zraxl (kein Partner)
      12. Mai 2015 09:31

      Und die Gegenwart? In Wien gab es Brandanschläge gegen zwei Kirchen. Die Presse hat berichtet: Auf Seite 9 rechts unten, in einem Einspalter mit 4,3cm Länge (inclusive Überschrift). Ein Brandanschlag auf eine Kirche ist also ganze 2cm Berichterstattung wert.

    • Undine
      12. Mai 2015 14:32

      @Zraxl

      *******!

  9. cmh (kein Partner)
    12. Mai 2015 09:18

    "Seine Herrschaft bezog sich einzig auf die österreichischen Gebiete."

    Trotz der Rüge unterliegt Unterberger hier dem gleichen Fehler wie der deutsche Bundestagspäsident. Man schaue nur in einem historischen Altlas nach und man merkt sofort, dass die Gebiete des heutigen Österreichs, nur einen Teil der damaligen des Hauses Österreich ausmachen. Man denke nur an die Niederlande, das lombardovenezianische Königreich, Böhmen, Mähren etc.etc.

    Österreich war damals ein Gebilde, das zu fassen die heutigen Historiker schon lange nicht mehr in der Lage sind.

    • Undine
      12. Mai 2015 14:47

      @cmh

      *********!
      Ich gehe jede Wette ein, daß keiner unserer Politiker und Politikerinnen (!) eine Ahnung hat, wovon die Rede ist, wenn der Ausdruck VORDERÖSTERREICH fällt!
      Auch mit der "Untersteiermark" kann (oder will?) keiner/keine etwas anfangen!
      Kreisky hätte SEHR OFT ANLASS, seinen legendären Satz zu brummeln:

      "LERNEN SIE GESCHICHTE!"

      Die heutige allseits bekannte KURZFASSUNG der GESCHICHTE: 1938 überfiel Deutschland aus heiterem Himmel das kleine Österreich---(fast) alle waren dagegen. Dann fand der Holocaust statt. Am 8. Mai wurde Österreich befreit. Die Konzentrationslager wurden geöffnet. Ab dem 8. Mai 1945 tanzten Tag für Tag alle Österreicher vor Freude darüber, daß sie von den Alliierten beschützt wurden und feierten ein Fest nach dem anderen.

    • wolf (kein Partner)
      12. Mai 2015 17:45

      @Undine,

      nicht bös sein, aber das weiß jeder Mensch; auch die von Ihnen geschilderte Familiengeschichte ist eine von tausenden, die allseits bekannt sind, gelehrt und erforscht werden (an Schulen, an den Unis). Wenn Sie so tun,als wären das neue Erkenntnisse oder Minderheitenprogramme, dann gehen Sie - nicht nur Sie - der hier gängigen Blog-Propaganda auf den Leim, Ihrer eigenen mithin.

      Übrigens: der 'Reporter', dem der Kreisky seinen berühmten Satz entgegen gedonnert hat, hatte recht. Der Kreisky hätte Geschichte lernen müssen. :-) Das sollte man bedenken, wenn man schon Zitate verwendet. Oder eben Geschichte lernen.

  10. Geh Heim Dienst (kein Partner)
    12. Mai 2015 07:56

    Die unabhängigen Leser des abhängigen Tagebuchs gratulieren den Volksrepubliken Donetsk und Lugansk zum Geburtstag!

    • fewe (kein Partner)
      12. Mai 2015 11:53

      Das Tagebuch ist naturgemäß von seinem Betreiber abhängig und der schreibt hier seine Meinung und Einschätzung. Mir gefällt das auch nicht immer, aber meine eigene Einschätzung habe ich eh, die brauche ich nicht überall lesen.

  11. peter789 (kein Partner)
    12. Mai 2015 07:09

    Wird die ÖVP seit Pröll nur nicht von Dampfplauderern mit Linksdrall geleitet?

  12. Stalingrad 2.0 (kein Partner)
    12. Mai 2015 00:33

    Zu den Feierlichkeiten „70 Jahre zur Wiederbelebung des Faschismus in Europa“ fragt man sich: Haben die Faschisten der ukrainischen Armee dank teutschem Steuergeld noch nicht genug russische Kinder beim Spielen in Donezk getötet, um endlich in die geliebte EU aufgenommen zu werden?

  13. Erich Bauer
  14. hellusier
    11. Mai 2015 11:29

    Wie schon des öfteren bemerkt ist der Nazionalsozialismus der Zwillingsbruder des Sozialismus -genauso impertinent,verschlagen,grausam und betrügerisch
    in seiner Diktion als Beschützer der Völker .Die internationale Verwurzelung
    dieses politischen Unkrauts läßt den Samenkörnern der Freiheit und Demokratie
    keine Möglichkeit sich zu entwickeln,im Gegenteil es vernichtet alles um sich herum und glänzt in seiner eigenen verlockenden Häßlichkeit für die Vielen,die sich nicht bemühen wollen.

    • fewe (kein Partner)
      12. Mai 2015 12:44

      Nationalsozialismus ist kein Zwillingsbruder, sondern das ist einfach Sozialismus. Wer sich nicht in jedem zweiten Satz als glühender Europäer bekennt, macht hier bei der Nomenklatura auch keinen guten Eindruck. "National" ist heute die EU und nicht Österreich beispielsweise. Wir haben also durchaus Nationalsozialismus hier. Die Ähnlichkeiten mit bis vor 70 Jahren sind also kein Wunder.

      Der Unterschied ist nur, dass sich die Nomenklatura eine andere Bevölkerung wünscht und diese importiert. Heute wird das Bunte verehrt, früher der Arier. Im Prinzip das selbe. Der weiße Mann, männlich, heterosexuell, katholisch etc. ist heute der Untermensch, der alle anderen huldigen muss und hinnehmen muss, dass er gegenüber diesen diskriminiert wird.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Mai 2015 16:30

      Dazu fällt mir ein Spruch von Erich Kästner ein:

      "Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat wird.

    • fewe (kein Partner)
      12. Mai 2015 19:14

      @Neppomuck: Kästner hat schon recht. Aber bevor es als Landesverrat gilt, gilt man als Schwarzseher oder paranoid, wenn man die Zeichen schon früher erkennt. Da steht man ziemlich allein da mit seinem Freiheitskampf.

      Nahezu alle "Schwarzmalereien" und "Verschwörungstheorien", die ich vor etwa zehn Jahren gelesen hatte, hatten sich als berechtigt resp. wahr herausgestellt.

      Damit waren auf diesen Verschwörungsseiten vielleicht sogar mehr wahre Informationen als von den offiziellen Medien.

  15. Erich Bauer
    11. Mai 2015 10:43

    Eine durchaus interessante Sicht zur WK-Geschichte... Das konnte Merkel, nach dem Besuch in Moskau, mit auf den Heimweg nehmen

    Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin war Deutschland selbst das erste Opfer des Nazi-Regimes. Putin hat Deutschland trotz unterschiedlicher Standpunkte zum Ukraine-Konflikt als „Partner und Freund“ bezeichnet. „Deutschland war selbst das erste Opfer“, so Putin.

    Obama, Cameron und Hollande werden ihr ev. solch aufkommende Flausen ganz bestimmt wieder austreiben...

    • fewe (kein Partner)
      12. Mai 2015 19:20

      Dass Deutschland das erste Opfer des Naziregimes war, ist allerdings ziemlich originell. Das ist ja fast schon Wiener Schmäh, was der von sich gibt. Damit will er wohl die Amis ärgern.

  16. Haider
    10. Mai 2015 23:56

    Daß Sieger die Geschichte schreiben ist wohl seit Jahrtausenden üblich (vae victis). Wahrlich ungeheuerlich ist jedoch, daß nachgeborene "Wissenschafter" die Geschichte zeitgeistig umdeuten. Die Spitze an Infamie ist jedoch, wenn sich genau diese Clique das Gestaltungsmonopol über ein "Museum der Geschichte" unter den Nagel reißt und eine Regierung im Dunstkreis marxistisch-austrofaschistoider Vorurteile das Placet dazu gibt. Was unterscheidet uns diesbezüglich von Drittewelt-Diktaturen?

    • Undine
      11. Mai 2015 08:37

      @Haider

      Optime! *********!

    • Elisabeth Mudra
      11. Mai 2015 10:19

      Ja, daß Sieger die Geschichte schreiben ist seit Jahrtausenden üblich. Erst- und einmalig ist jedoch ist, daß Besiegte alle Denkweisen der Sieger nachäffen und den eigenen historischen Untergang zur Befreiung umlügen. Solches gelingt nur Deutschen.
      .

    • Haider
      11. Mai 2015 22:18

      © Elisabeth Mudra
      Es tut mir - ehrlich gesagt - in der Seele weh, Ihnen völlig Recht geben zu müssen. Gestern vormittags z.B. auf allen 3 ORF-Zwangsgebühren-Sendern stundenlange Selbstgeißelung. England ehrt den Massenmörder Harris, Frankreicht tut so, als hätten sie auch nur eine einzige Schlacht im WK II gewonnen, Italien feiert seinen Verrat und die USA freuen sich, Europa als wirtschaftlichen Konkurrenten für 45 Jahre kalt gestellt und dem mörderischen Sowjetkommunismus für Jahrzehnte die halbe Welt überlassen zu haben.

  17. Wolfgang Bauer
    10. Mai 2015 19:21

    1) Auch in ORF III gestern, Portisch in "Österreich 2", erweiterte Ausführung, kam zwar ausführlich die Waldheimsache vor, dass das der Beginn der Auseinandersetzung mit dem Nazitum in Ö. war, aber Sinowatz als verurteilter falscher Zeuge nicht. Ich glaube, die Überarbeitung wurde auch unter der Aufsicht von Rathkolb gemacht.

    2) Leider hat auch der PRESSE - Chefredakteur Nowak in einem kürzlichen Leitartikel im Zusammenhang mit dem Staat Ö. gar von der "Opfer-Lüge" geschrieben. Auf mein Mail bekam ich keine Antwort von ihm.

    • Ambra
      10. Mai 2015 22:21

      Wolfgang Bauer: Danke für die beiden Punkte, beide sind typisch für die Haltung der Medien und viele Politiker schlagen in die gleiche Kerbe. In diesen Tagen wieder besonders deutlich zu beobachten.

    • Haider
      11. Mai 2015 22:21

      Sg Herr Bauer! Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, daß ein Nowak sonst Chefredakteur geworden wäre?

    • kamamur (kein Partner)
      12. Mai 2015 07:50

      Sg Herr Bauer

      Nowak und Genossen - leider kein Einzelfall. Auch einige meiner Einwände zu verklärten (beschönigenden) PRESSE Artikel wurden mit Mißachtung gestraft. Sollte das aber zum Regelfall werden, müssen sich die Verantwortlichen den Vorwurf der LÜGENPRESSE gefallen lassen.

  18. ProConsul
    10. Mai 2015 18:25

    OT - Ein marxistisches Komplott: Der Fall Borodajkewycz

    Die Verletzungen Kirchwegers gingen laut Kropiunigg gerichtlich festgestellt auf eine Abwehrhandlung des angegriffenen Günther Kümel zurück, deshalb wurde dieser auch zu einer relativ milden Strafe verurteilt. Im Ergebnis war Kirchweger eigentlich ein Opfer der durch die SPÖ mitbetriebene Kampagne, die zu diesen Auseinandersetzungen geführt hatte.

    Zweifelhafte Kronzeugin bezeugte Kümels Täterschaft

    Und auch die Qualität der entscheidenden Belastungszeugin gegen den „Täter“ Kümel spricht für sich, wenn man die Äußerung von SPÖ-Funktionär Konecny, auf Seite 71 des Buches wiedergegeben, analysiert:

    "Wir haben dann in Kanada die entscheidende Zeugin aufgetrieben für die Verurteilung. Die – sagen wir mal – in freier Auslegung sich erinnert hat, was sie vom Balkon ihres Zimmers im Sacher gesehen hat. [….] Sie hat gelogen, sie hat schlicht und einfach eine Geschichte erzählt, die ihr ein Verbindungsmann präsentierte. Ich hab das gewusst, aber ich war nicht daran beteiligt. Der Franz Murko, Generalsekretär der Österreichischen Widerstandsbewegung, der sie gekannt hat, und den sie offenbar auch besucht und getroffen hatte, hat ihr halt erzählt, wos s` sog`n muss, und sie hat das makellos wiedergegeben."

    Was bleibt, ist der üble Nachgeschmack einer auf dem Reißbrett entworfenen politischen Vernichtungskampagne, die etwa 20 Jahre später aus den Reihen der SPÖ gegen Kurt Waldheim als nichtsozialistischen Bundespräsidentschafts-Kandidaten wiederholt worden war. Und diese Tradition wird von den marxistischen Zirkeln innerhalb der SPÖ bis zu den heutigen Feldzügen gegen den alljährlich stattfindenden Akademikerball fortgesetzt.

    http://www.unzensuriert.at/content/0017702-Ein-marxistisches-Komplott-Der-Fall-Borodajkewycz

  19. A.K.
    10. Mai 2015 16:34

    In der Österreichischen Nationalbibliothek läuft die Ausstellung „1945. Zurück in die Zukunft“:
    Kuratiert vom "Zeithistoriker" Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, werden ca. 40 Exponate betreffend die damaligen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Weichenstellungen des Jahres 1945 präsentiert.
    Details dazu siehe http://www.onb.ac.at/ausstellungen/1945/ .
    Sehr störend sind viele Bildlegenden der Form „FotografIn unbekannt“, vor allem an Stellen wo fast mit Sicherheit ein männlicher Fotograf zu vermuten ist. Neben Radikal-Feministischen Hintergrundbemerkungen zu einigen Bildern, darf auch die Erwähnung der „Waldheim-Affäre“ nicht fehlen. Es verwundert auch nicht weiter, daß Rathkolb Franz Vranitzky lobend erwähnt und von ÖsterreicherInnen und ParteigängerInnen spricht.
    Folgendes wird leider nicht näher erwähnt:
    Am Tag vor der Unterzeichnung des Staatsvertrages gelang es Außenminister Figl in den Schlussverhandlungen in Wien noch, die Nennung der Mitschuld Österreichs am Zweiten Weltkrieg aus der Präambel des Vertrages zu streichen, wobei in erster Linie die sowjetische Seite davon überzeugt werden musste.

  20. machmuss verschiebnix
  21. Peter R Dietl
    10. Mai 2015 13:53

    Wie auch in etlichen Kommentaren eindrucksvoll dargelegt, variieren Strafrecht, Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur - abseits objektiver Maßstäbe - nach der Person des Täters.
    .

    • Konrad Loräntz
      10. Mai 2015 17:05

      Wie wahr wie wahr:
      Unser lieber Nobelpreisträger Ernest Ernstl Hemingway leistete viel im Kampf gegen das Böse, z.B. erschoss er 122 deutsche Kriegsgefangene:
      http://www.bild.de/news/2006/hemingway-kriegsgefangene-858880.bild.html

      Teilweise SS-Leute. Bravo Ernstl. Gut so.

    • Undine
      11. Mai 2015 08:57

      @Konrad Loräntz:

      Hemingways sadistisches Motto: ICH TÖTE GERNE
      Das paßt wunderbar zu dem Aufruf seines ebenso sadistischen Bruders im Geiste, Ilja EHRENBURG*, der die russischen Soldaten kräftig zum Morden an Deutschen mit den Worten anfeuerte: Tötet, tötet.....!

      Einige drastische Beispiele: “. . .Töte den Deutschen, wo Du ihn antriffst. Schlag ihn auf der Straße, im Haus, spreng ihn mit der Granate, stich das Bajonett in ihn, die Mistgabel, spalte ihn mit dem Beil, setze ihn auf den Pfahl, zerschneide ihn mit dem Messer, schlag, wie Du kannst, aber töte! Töte ihn, und Du rettest Dein Leben und das Deiner Familie. Töte ihn, und Du rettest Deine Heimat, Dein Volk. Überall mußt Du die Bestie schlagen! Wenn er Halt macht und schläft – zerfleische den Schlafenden. Geht er durch den Wald – wird er dort den Tod finden. Ist er unterwegs -eine Mine soll ihn zerreißen. Fährt er in der Eisenbahn – laß den Zug entgleisen. Zerdrücke, zerspalte, zersteche ihn im Wald, auf dem Feld, auf Straßen, vernichte ihn überall!. . .”

      http://lupocattivoblog.com/2014/02/13/tote-den-deutschen-die-mordaufrufe-ilja-ehrenburgs/

      Hemingway bekam den Nobelpreis, Ehrenburg wurde in Österreich mit Orden behängt!

  22. Politicus1
    10. Mai 2015 13:47

    OT: Überall Lug und Trug!
    Die KRONE hat den Blick nach vorne gerichtet!
    "34 Prozent der Wiener sind mit Rot- Grün zufrieden"
    Das ergab die 'große Meinungsumfrage von KRONE und Unique Research' ...
    Die KRONE verschweigt natürlich, dass Unique Research dem früheren SPÖ-Politiker und Häupl-Intimus Joe Kalina gehört ...
    Und selbst da ließen sich nur ein Drittel ROT-GRÜN begeisterte Wiener aus dem Hut zaubern!
    Für die Diadochenkämpfe interessant, dass Ludwig anscheinend out ist, dafür wird die Homo-Lesben-Transgender-und Sonstigen-Stadträttin Frauenberger hochgejubelt.

    Experte Hajek legt noch eins drauf:
    "Wien ist recht anständig durch die Wirtschaftskrise gekommen, im Osten der City wird eine Seestadt gebaut, die Jahresnetzkarte der Öffis ist ein Erfolg, und die neue Mariahilfer Straße entwickelt sich gerade zur Komfortzone", so Hajek.

    Jetzt weiß ich, was anständig ist: wenn man in Wien mit einer Rekordzahl von Arbeitslosen und Mindestgesicherten "durch die Wirtschaftskrise kommt" ...

    • Ingrid Bittner
      10. Mai 2015 17:20

      "große Meinu gsumfrage" ist super - 500 Menschen wurden befragt!!!!!!!!!

  23. Undine
    10. Mai 2015 12:57

    A.U. schreibt:

    "Ehemalige NSDAP-Mitglieder wurden mit Berufsverboten und Strafzahlungen belangt."

    Zunächst: Es wird niemand gezwungen, meine Kommentare zu lesen, auch Sie nicht, meine werten Feinde! Ersparen Sie sich diese Lektüre einfach! ;-)

    Bevor ich aus dem Nähkästchen plaudere, möchte ich nur die Feststellung machen, daß ich es ---gleichgültig, in welcher Ära!---für richtig und notwendig halte, daß Menschen, die sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, zur Verantwortung gezogen und der Schwere des Vergehens/Verbrechens gemäß BESTRAFT werden. Einzig DAFÜR bestraft zu werden, bei welcher PARTEI jemand Mitglied war, ist aber doch seltsam.

    SIPPENHAFTUNG war nach 1945 hoch im Kurs. So mußte meine Mutter, obwohl selber kein Parteimitglied (mein Vater war längst in ein amerikanisches KZ verfrachtet worden---insgesamt waren es vier Lager*) mit anderen Nazi-Weibern (!) SÜHNEARBEIT leisten= die Schulen vom Dachboden bis zum Keller zu säubern, die entsetzlich verdreckt waren, da sie lange Zeit als kurzfristiges Quartier für durchziehende Menschen auf der Flucht gedient hatten.

    Zu dieser DEMÜTIGUNG gab es aber existenzvernichtende STRAFEN: Da mein Vater in den 2 1/2 Jahren Lagerhaft natürlich nicht nur nichts verdiente, sondern in den weiteren 2 1/2 Jahren BERUFSVERBOT auch NICHTS VERDIENEN DURFTE, herrschte große Not. Zudem hatten die Amerikaner den NAZI-Familien "erlaubt", 200 Schilling monatlich vom Sparbuch zum Überleben abheben zu dürfen, aber unsere eigenen Leute reduzierten den Betrag auf 150 Schilling! Damit konnte auch die sparsamste Mutter nicht wirtschaften. Wie und ob die NAZI-Familien überlebten, war kein Thema, auch heute nicht.

    Als mein Vater im Herbst 1950 wieder eine Anstellung (degradiert, versteht sich: vom Bezirksschulinspektor zum "einfachen" Fachlehrer!) bekam, mußte er feststellen, daß es auch keine Biennalsprünge gegeben hatte, was sich bis zur Pension und nachher auch auf die Witwenpension auswirken sollte.

    In der Zwischenzeit war mein großer Bruder fast unversehrt aus der einjährigen brit. Gefangenschaft heimgekehrt und hatte in Graz mit dem Medizin-Studium begonnen---OHNE einen Knopf GELD in der Tasche. Das mußte erst während des Studiums verdient werden. Zudem fiel nach zwei Semestern jemandem auf, daß mein Bruder die Matura in Deutschland abgelegt hatte. Fazit: Die beiden Semester wurden GESTRICHEN, d.h., er mußte alle PRÜFUNGEN noch einmal machen. Zusätzlich mußte er SÜHNEARBEIT leisten: Mit den bloßen Händen monatelang HAUSRUINEN abtragen. Er war aber nicht einmal Parteimitglied gewesen!

    Hätte sich mein Vater auch nur das Geringste zuschulden kommen lassen, wäre das Ausmaß der STRAFE zu verstehen gewesen---aber das war nicht der Fall, denn er hatte einfach einen wunderbaren Charakter; ich wünschte jedem Menschen so einen lieben Vater, Vorgesetzten oder Lehrer! Er war völlig zu Unrecht bestraft worden, dafür lege ich jederzeit beide Hände ins Feuer. DENUNZIANTEN hatten damals Hochkonjunktur!

    Das sind nur einige der Strafen, die man sich für ehemalige NAZIS ausgedacht hatte---ob sie nun irgendwie gefehlt hatten oder nicht. Manche Kinder von Nazis durften das Gymnasium nicht besuchen, bzw. kein Hochschulstudium absolvieren. Die RACHE der Sieger war hart.....

    Daß meine Mutter und ich als kleines Mädchen fürchterlich darunter gelitten hatten, daß Vater so lange weg war, daß ich 2 1/2 Jahre auf seine Heimkehr warten mußte---die ersten Monate wußten wir nicht, ob er überhaupt noch am Leben war---man hatte ja, vor allem nach heutiger Diktion, selber die Schuld!

    Aber wir hatten, im Gegensatz zu so unendlich vielen Menschen in Ö und D, großes Glück: Wir hatten in unserer Heimat bleiben können, waren nicht ausgebombt worden, und unsere Lieben kamen unversehrt wieder nach Hause. Das hat meine Eltern und später auch mich bis heute mit großer Dankbarkeit erfüllt, denn das Schicksal konnte für so viele Familien so unendlich grausam zuschlagen.

    * Es waren die Lager HERSBRUCK bei Nürnberg, LANGENZEHN, GLASENBACH, PUPPING bei Eferding.

    • otti
      10. Mai 2015 13:35

      danke "udine" für diesen beitrag!
      U N S ging` es genauso !

    • Wyatt
      10. Mai 2015 20:56

      Liebe Undine,

      DANKE für das unermüdliche Bemühen unterdrückte Wahrheiten - entgegen dem Zeitgeist - immer wieder zu veröffentlichen, und sich auch nicht durch jene entmutigen zu lassen, die hier Kommentare zum Anlass nehmen, ihre - eine unseren Machthabern gegenüber gefällige Gesinnung, Ergebenheit u. Unterwürfigkeit unter Beweis zu stellen.

    • Undine
      10. Mai 2015 22:02

      Ein Beispiel möchte ich noch "loswerden": Vor vielen Jahren erzählte mir ein Nachbar, wie es mit seiner Familie nach der Kapitulation gegangen war---es hat mich sehr erschüttert, was ich da zu hören bekam: Sein Vater wurde gehängt. Seine Mutter und der 16- jährige Bruder wurden ins amerikanische Straflager/KZ Glasenbach verschleppt und er als damals 14-Jähriger mußte sich ganz alleine um seine vier jüngeren Geschwister kümmern. Er hatte keinen Groschen Geld zur Verfügung. In seiner Not ging er zum Landeshauptmann, der ihm dann ein klein wenig unter die Arme griff. Den Kindern war der Besuch eines Gymnasiums übrigens untersagt--- wegen des Nazi-Vaters.

    • BG (kein Partner)
      12. Mai 2015 12:00

      Wurde Ihr Vater gezwungen zur NSDAP zu gehen?
      War er von der Ideologie überzeugt?

      Mein Mitleid hält sich in Grenzen

    • Sensenmann
      12. Mai 2015 12:38

      Diese Dinge darf man auch nicht vergessen. Ein Großteil der Betroffenen war Mitglied einer vormals legalen Partei und hat weder persönlich noch unmittelbar verbrecherisch gehandelt.
      Natürlich mag das für die heutigen Sozis auch stimmen, aber wir dürfen da nicht mit zweierlei Maß messen. Was den Nazis recht war, wird den Internazis billig sein müssen.
      Für Ruinieren von Volk und Staat, Kriegshetze, Generationenverschuldung, Betrug, Unterschleif, Begünstigung, Preisgabe des Landes an fremde Eindringlinge usw. werden die Internazis die gleiche Münze bezahlt bekommen. "Sie werden nach dem selben Ausnahmerecht abgeurtelt werden, das sie für andere für gut befunden haben..."
      Also keine Sorge, wir werden mit den Internazis und ihren Helfern eines Tages genau so verfahren, wie sie vorgegangen sind. Unser Gedächtnis geht über Generationen, unsere Festplatten sind groß. Da diese Vorgangsweise in den 40er und 50er Jahren als rechtmäßig anerkannt wurde, wird sie es auch im 21. Jahrhundert sein müssen. die SPÖ und ihre Organisationen werden verboten werden müssen (wegen erwiesener krimineller Gesinnung, die Wiederbetätigung im Sinne des Marxismus wird entsprechend der im Sinne des Nazismus geahndet werden müssen) und ihr Vermögen wird dem Staat verfallen.
      Man wird die Internazis in Hochbelastete, Belastete und Minderbelastete einteilen und sie enteignen um den von ihnen verursachten schaden wieder gut zu machen.
      Auch dann werden sich Leute drängen, Sozi-Blockwarte zu denunzieren und wer nicht seine Unschuld beweisen kann, der wird eben der Sühnegesetzgebung unterliegen.

      Ich habe damit gar kein Problem. Sie werden ihre eigene Medizin zu schmecken bekommen. Die Gesetze liegen schon in der Schublade. Und die Zeiten werden kommen, da wird das Volk wieder einen Schuldigen für das Desaster brauchen. Diesmal wird es eben der Internazi sein...

  24. perseus
    10. Mai 2015 10:31

    Peinlich ist, dass man in Österreich anlässlich des Gedenkens an das Weltkriegsende rein gar nichts zum Schicksal der Sudetendeutschen hört. In Deutschland geht das schon (siehe unten den FAZ Artikel).

    Nur eines steht in dem Artikel nicht: bei den Sudetendeutschen handelt es sich um Altösterreicher, nicht um „Deutsche“. In Österreich hat man sich um das Schicksal dieser Menschen nie gekümmert, dass es sich um einen Genozid (Felix Ermacora)handelt wird politisch korrekt verschwiegen. Die Sudetendeutschen waren ein wesentlicher Grund für das Wirtschaftswunder nach dem Weltkrieg in Deutschland; das wird man über die Sozialtouristen, die auf Betreiben der regierenden rot-grünen Multikulti-Freunde unser Geburtendefizit ausgleichen sollen, in 70 Jahren nicht sagen können.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/70-jahre-kriegsende/vor-70-jahren-kam-es-zum-prager-aufstand-13576178.html

  25. socrates
    10. Mai 2015 10:22

    Wenn ich unter Umerziehungslager Google - es gab und gibt viele, finde ich:
    Die “EU” kündigt derzeit für jeden offen einsehbar an, die Grundfreiheiten der Bürger einschränken zu wollen. Die freie Meinungsäußerung wird es dann nicht mehr geben und Widerstand gibt es nicht.

    Diktator Tito wusste, wie man mit brutalster Gewalt und Druck einen multikulturellen Vielvölkerstaat zusammenhält: Wer sich politisch nicht korrekt verhielt, der kam ins Konzentrationslager auf die Adriainsel Goli Otok (»nackte Insel«). Bis vor 25 Jahren wurden Menschen, die sich in Jugoslawien öffentlich unkorrekt geäußert hatten, dort bestialisch gequält und ermordet.

    Seither glaubte man, dass es nie wieder solche Straflager in Europa geben würde. Doch weit gefehlt. Brüssel sucht derzeit nach einem Ort, an dem EU-Gegner zentral umerzogen werden können. Die entsprechenden Pläne wurden jetzt im Internet veröffentlicht. Erstaunlicherweise regt sich kein Widerstand dagegen.

    Im Namen der Toleranz

    Auf der offiziellen Internetseite des Europaparlaments findet sich seit einigen Tagen ein Dokument, welches für die Zukunft der Europäer nichts Gutes verheißt. Der »EU-Ausschuss für Toleranz« (European Council on Tolerance and Reconciliation) hat es erarbeitet.

    Hinter der nichtssagenden Überschrift des »Toleranzpapiers« verbirgt sich die Forderung, dass das Europaparlament »konkrete Maßnahmen« ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und »Antifeminismus« zu »eliminieren«.

    Dazu sollen in Ländern wie Deutschland etwa die Meinungsfreiheit, die Kunstfreiheit sowie die Wissenschafts- und Pressefreiheit eingeschränkt werden. Eingeführt werden soll Stattdessen ein »Toleranzzwang« und eine neue EU-Superbehörde, welche die Umsetzung entsprechender Maßnahmen überwacht.

    Im Klartext: Beispielsweise jegliche Kritik am Feminismus wird künftig innerhalb der EU verboten. Auch die Kritik an politischen Parteien und ihren Bewegungen -etwa Sozialdemokraten oder Ökobewegung – ist dann unter Strafe gestellt. Man reibt sich da als Demokrat verwundert die Augen.

    Doch wer das für einen Scherz hält der sollte das Papier (Titel A European Framework National Statute for the Promotion of Tolerance)

    http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute

    • Pumuckl
      10. Mai 2015 11:52

      Wirklich erschütternd!

      Und dieses Dreckspack maßt sich an, Putins Rußland als EINZIGEN Nachfolgestaat der Sowjetunion anzuschwärzen.

      WER UND WO SIND DIE LEUTE, WELCHE UNS NUN JENE FREIHEIT RAUBEN, ÜBER DIE ZU FREUEN, WIR NACH 1945 SEHR LANGSAM BEGANNEN ? ? ?

    • Normalsterblicher
      10. Mai 2015 14:17

      @ Pumuckl:

      A propos Dreckspack:

      In der mit dem 24. Juni beginnenden Woche läuft ein Volksbegehren für den EU-Austritt! Auf allen Gemeindeämtern und Stadtmagistraten kann unterschrieben werden. Siehe:

      www.volksbegehren-eu-austritt.at

    • Konrad Loräntz
      10. Mai 2015 16:54

      Socrates, das glaub ich nicht. Es waren doch gerade noch alle Charlie Hebdo - hätten sich ihre Hand abhacken lassen für Meinungsfreiheit. Soll das vielleicht alles nur Theater gewesen sein ? Man war doch schon dabei, alle Meinungs- und Gesinnungshäftlinge am roten Teppich aus den Gefängnissen spazieren zu lassen. Nicht wahr ?

    • Normalsterblicher
      10. Mai 2015 19:47

      Der Link von Socrates ist falsch!

      Nur über

      www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute_en.pdf

      ist zu lesen, wie die EU Toleranz für das, was der Herrschaft gefällt, und äußerste Intoleranz für das, was ihr missfällt, erzwingen will.

      Außerdem sollen neuen Futtertrögen im Rahmen der Bonzenbürokratie der Weg geebnet werden, indem auch hierfür, nämlich für die Verwaltung der Intoleranz gegen Abweichler, Duldsamkeit verordnet wird!

    • socrates
      10. Mai 2015 20:00

      Normalsterblicher
      Danke für die Korrektur.

  26. dssm
    10. Mai 2015 10:21

    Immerhin, den Mitterlehner kann man verstehen.
    Denn der Widerstand in Österreich wurde vor allem von christlich-sozialen Menschen getragen. Insbesondere die Kaisertreuen waren sehr aktiv, aber auch katholische Gruppen und ein paar liberale Leute. Einfach weil diese Leute mit dem Sozialismus wenig anfangen konnten, sehr zum Unterschied zu den ohnehin schon sozialistischen Gruppen, die halt noch ein wenig national wurden.

    Ein klares Zeichen wen Herr Mitterlehner und seine Partei vertreten will. Jedenfalls keine Christlich-Sozialen, keine Liberalen, keine Kaiserfreundlichen (Herr AU ist ja da schon einschlägig aufgefallen).
    Ein herzliches Danke an Herrn Mitterlehner! Es ist immer wieder schön die Tafel 'Wir müssen draussen bleiben' als Betroffener zu lesen.

    • Konrad Loräntz
      10. Mai 2015 16:48

      Bleibt somit der interessante Befund, das der Widerstand primär von Gruppen getragen wurde, welche der heutige Mainstream gar nicht so besonders schätzt. Kaisertreue, Katholiken, Kommunisten - hab ich wen vergessen? (die 3 K-s, wie mir gerade auffällt)

    • Konrad Loräntz
      10. Mai 2015 16:48

      tut leid: ..... Befund, dass ...

  27. Josef Maierhofer
    10. Mai 2015 10:19

    Genau solche Rathkolbs klittern Geschichte wegen Ideologie (= ...).

    Genau solche Mitterlehners lernen diese Ideologie, sie lernen nicht mehr Geschichte, sondern Ideologie (= ...).

    Dass es hier im Forum noch so viele Menschen gibt, die doch noch Geschichte lernen durften, ist das Gütezeichen der österreichischen Bildungsgeschichte im krassen Gegensatz zur heutigen Bildung, die ja Geschichte als Fach abzuschaffen im Begriffe ist und dieses ersetzt durch Ideologie (= ...).

    Diese Politikergeneration ist ja bereits die 'neue Garnitur', vollgepumpt mit Ideologie und daher kann man denen ja nicht mehr wirklich vorwerfen, dass sie Geschichte nicht gelernt haben, nein, sie haben sie wirklich nicht gelernt.

    Wenn es einem Dr. Unterberger noch gelingt, die historischen Fakten auszugraben, warum gelingt das nicht den Parteisekretariaten, schlicht, wie ich meine, sie haben auch nicht Geschichte gelernt.

    Das ist die ernste und folgenschwere Seite der österreichischen 'Dodelhaftigkeit', die viele Ausländer meinen.

    Kann man solche Rathkolbs nicht dafür belangen, dass sie statt Geschichte Ideologie verbreiten und da zählen Halbwahrheiten, die in die Ideologie (= ...) passen, es sollte aber um umfassende geschichtliche Wahrheiten gehen ohne Ideologie (= ...)? Kann Herr Rathkolb nicht seine Meinung von den Fakten, von der Wahrheit trennen ? Er wird ja in seinem Fall von allen Österreichern bezahlt, die ein Recht auf objektive Wahrheit haben.

    • Charlesmagne
      10. Mai 2015 15:54

      Wahrscheinlich könnte er schon - ich will ja seinen IQ nicht anzweifeln - aber er wird nicht können wollen. Bringt doch das was er tut immens mehr Kohle - blöderweise gespendet von und Steuerzahlern.

  28. Normalsterblicher
    10. Mai 2015 09:35

    Es gab im1938er Jahr nach dem Anschluss ein Bild über die bisherige Staatsführung im Konzentrationslager zu "bewundern", betitelt:

    "Unsere Politiker auf Sommerfrische!"

    Das veranschaulicht sonnenklar: Österreich war untergegangen, seine Verfassung außer Kraft gesetzt.

    Ein untergegangener Staat kann keine Schuld tragen!

    Und auch die teils dem einmarschierenden Dritten Reich zujubelnde Bevölkerung kann keine Schuld für etwas tragen, was sie nicht gewollt hatte.

    Gewollt war von diesem Bevölkerungsteil meistenteils die wirtschaftliche Aufholung auf das Niveau Deutschlands und der Anschluss an eine größeren Kulturkreis, der dem österreichischen Volk wider alle völkerrechtlichen Selbstbestimmungsgrundsätze nach dem ersten WK verwehrt wurde.

    • dssm
      10. Mai 2015 10:26

      @Normalsterblicher
      Österreich hatte ein wirtschaftliches Problem. Dies war aber vor allem dem Druck Deutschlands zu verdanken. Der deutsche Aufschwung war durch Schuldenmachen und Gelddrucken (Mefo-Wechsel!) bedingt, womit Rüstung betrieben wurde. Viele Österreicher haben (oder wollten?) dies nicht gesehen. Ein böses Ohmen für unsere Zukunft, denn Schuldenmachen und neuerdings Gelddrucken sind wieder da.

    • Normalsterblicher
      10. Mai 2015 14:31

      Deutschland hatte allerdings auch ein wirtschaftliches Problem, dass dem Druck der Alliierten des WK I zu "verdanken" war.

      In dieser Not hat sich Deutschland etliche Zeit wirtschaftlich wacker gehalten, auch wenn dessen Verschuldung natürlich keine nachhaltige Politik war und kein Patentrezept darstellt. Deutschland war jedenfalls seit der Machtübernahme der NSDAP reaktionsfähiger, so sehe ich das jedenfalls. Gewisse Beschäftigungsprogramme - ich rede nicht von Zwangsarbeit - hätten unter der Weimarer Republik wahrscheinlich nicht umgesetzt werden können.

      Früher konnte man noch die Meinung vertreten, dass Nationen unter diktatorischer Herrschaft sich in Notlagen besser behaupten oder dass der Kommunismus für unterentwickelte Länder (etwa früher die VR China) ein hinzunehmendes, notwendiges Übel sei. Heute ist das ja nicht mehr so einfach ,,,

    • dssm
      10. Mai 2015 20:51

      @Normalsterblicher
      Sie sprechen eines der Hauptprobleme der aktuellen Zeit an. Den Glauben der Sozialisten, mit Gelddrucken, Gesellschaftsreformen, staatlicher Lenkung und Führung durch Eliten alle Probleme zu lösen.
      Hitler und seine Spießgesellen waren mehrfach so pleite, da passte das österreichische Gold, die Tschechischen Reseven bei der BIZ gut hinein, jedesmal mit extremen Risiko erkauft. Irgend wann war dann wieder nur mehr Staatsbankrott oder ein neues Abenteuer möglich - Ergebnis bekannt, weil man eben nicht mehr aktiv reagieren konnte; die Schulden und das wertlose Geld drücken in so einer Situation!
      Und heute sind die Vertreter jener pervesen, kurzsichtigen Wirtschaftspolitik schon wieder die Mehrheit der Bevölkerung - traurig. Aber zu Wirtschaft und Drittem Reich lernt man ja sicherheitshalber nichts in der Schule.

  29. Politicus1
    10. Mai 2015 09:01

    Wieder ein ausgezeichneter, fundierter Artikel Dr. Unterbergers - danke!

    Hätten die Deutschen nach der Wende für DDR-Bürger auch nur ähnlich strenge Massstäbe für die Mitträger und Mitläufer der kommunistischen DDR-Diktatur angewendet, wie Österreich nach 1945 vorgegangen war, dann wären viele 100,000e ehemalige Ostdeutsche zwei Jahre arbeitslos gewesen!
    Von Volkarmeesoldaten (nicht erst ab einem Major), über alle STASI-Mitarbeiter, zehntausende Regierungsbeamte, Gefängniswärter, Geschichtslehrer, kommunistische Professoren (wie z.B. ein derzeit an der Wiener Uni unterrichtender Politikwissenschaftler). Von den Grenzschützern mit Tötungsauftrag gar nicht zu reden ...

    Übrigens iszt auchbemerkenswert, dass gerade die SPÖ sehr daran interessiert war, die "Ehemaligen" nicht als NationalSOZIALISTEN zu bezeichnen, sondern mit dem freundlich harmlos klingenden Namen "Nazi". Hauptsache die Wortverbindung zwischen NATIONAL und SOZIALISTEN war weg.

  30. socrates
    10. Mai 2015 08:52

    10 Jahre steuerfrei bekamen alle heimkehrenden Juden. 2 Bekannte meines Vaters, Sepp Michelfeit und Fritz Neckam, wurden damit reich und viele andere auch. Dieser Teil der Wiedergutmachung wird immer weggelassen, obwohl er eine große Leistung des armen Österreichs war und Juden wieder eine wirtschaftliche Führungsrolle verschaffte.
    Mit Rathkolb wurde der Bock zum Gärtner gemacht. Weg damit
    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44880/1.html . ."Das Umschreiben der Geschichte erkennen"
    Harald Neuber 09.05.2015
    Oskar Lafontaine über den 8./9. Mai, das Verhältnis zu Russland und eine notwendige Friedenspolitik
    Wie in keinem Jahr zuvor ist das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges in diesen Tagen umstritten. Nicht nur in den Staaten Osteuropas mischen sich in die Veranstaltungen antirussische Töne. Der Geschichtsrevisionismus geht so weit, dass die Rolle Russlands und der Sowjetunion beim Sieg über den Hitlerfaschismus bestritten wird. Grund dafür ist die Überlagerung der historischen Ereignisse durch den aktuellen geopolitischen Konflikt in der Ukraine. Telepolis sprach am Donnerstag mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden, Finanzminister und heutigen Vorsitzenden der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Oskar Lafontaine, über den Gedenktag.

    • Konrad Loräntz
      10. Mai 2015 16:38

      Haben Sie schon einmal versucht die Opferzahlen des Hitlerfaschismus vor 1939 mit denen des "Stalinbolschewismus" zu vergleichen? Da mutet -im Vergleich - Barbarossa schon fast wie eine humanitäre Aktion an.
      Haben Sie sich auch schon einmal militärischen Ausgangslage im Jahre 1941 beschäftigt? Aber bitte nicht bei Rathkolb und seinen Firmenkollegen nachlesen.

      Was anderes ist die heute opportune Minituarisierung der Rolle Russlands. Diese aber zeigt, wie plastisch Geschichte ist. Getreu dem alten Witz, wer den mächtiger wäre, Gott oder die Historiker: Letztere natürlich, denn Gott kann die Vergangenheit nicht mehr ändern.

    • socrates
      10. Mai 2015 17:31

      Ich vergleiche keine Opferzahlen, denn dann geht jeder einfache Mörder leer aus.
      Hingegen stieg die Zahl der Juden bei der Wiedergutmachung 1945 sprunghaft an, jeder wollte an den Geldtopf. Da bewährte sich die IKG und ihre Akten.

  31. Nemo
    10. Mai 2015 08:04

    a) Es wird allgemein übergangen, allen voran vom Herrn Bundespräsident, dass die Sozialisten vor den Anschluss einen Schulterschluss gegen de Nazis abgelehnt haben und dadurch auch Schuld auf sich geladen haben.

    b) Es erschüttert mich immer, wenn ich auf den Wiener Friedhöfen die Tafeln auf den notdürftig erhaltenen Gräbern der gefallenen russischen Soldaten lese. Durchwegs alles junge Burschen im Alter unser Face-book Generation. Und es empört mich zutiefst, wenn den´r österreichischen Aussenminister anlässlich des WW2 Gedenkens grossmäulig Russland belehrt. Es stösst mich ab, die Freude und Genugtuung all derer, die sich "freuen", dass Sanktionen "beissen" und die russische Bevölkerung das auch spürt. Welch jämmerlicher Charakter kommt da zum Vorschein!

  32. logiker2
    • Ambra
      10. Mai 2015 22:39

      Logiker 2: Danke für den link ! Und das ist nur der Beginn !! Zu dem hervorragenden Gastkommentar von Dr.Adam von April "Schämen Sie sich, Frau HH" konnte ich inzwischen einiges mehr erfahren, was so an die Schulen verteilt wird und auf sie zukommt. In Zukunft müssen Pädophile offensichtlich nur an
      Volksschulen unterrichten, um ihre Ziele zu erreichen. Ichkann mir nicht vorstellen, daß eine solche Ministerin in einem anderen zivilisierten Land denkbar wäre.

  33. socrates
    10. Mai 2015 07:15

    Rathkolb vergaß das Wiedergutmachungsministerium mit dem Juden Krauland als Minister. Er hatte die USA als Partner, war in zahlreiche Korruptionsgeschäfte verwickelt, wurde verurteilt und floh an die Côte d' Azure. Da fällt mir Elsner ein. Ottilinger, seine Sekretärin, musste dafür in den Gulag.
    In der Taborstrasse war eine Außenstelle dieses Ministeriums, die Juden Geld und Häuser getöteter Nazis zuteilte (Literatur liegt auf). Häuser wurden für Juden aus Ziegelschrott gebaut (Kaiviertel).
    Die heutigen Gegner der Todesstrafe ließen, mit Volksgerichtshöfen zahlreiche Menschen hinrichten. Viele wurden einfach an Kandelabern aufgehängt.
    In Kalksburg errichteten die Russen Umerziehungslager mit Todesfällen.
    In Glasenbach errichteten die USA Umerziehungslager mit Todesfällen................
    Ich kann nicht zu lange darüber nachdenken, der Blutdruck steigt!

    • socrates
      10. Mai 2015 07:23

      Todesstrafe: Letzte Hinrichtung in Österreich vor 60 Jahren( Die Presse)

      ...die Todesstrafe konnte von Volksgerichten bis 1955 und im Fall standesrechtlicher Verfahren bis 1968 verhängt werden. Die letzte Hinrichtung fand jedoch am 24. März 1950 statt.

      Bis dahin wurden seit Ende des Zweiten Weltkriegs 101 Todesurteile - davon 30 im Rahmen der Volksgerichte - verhängt und 46 exekutiert.

  34. Pennpatrik
    10. Mai 2015 07:14

    In der "neuen"?, "freien"?, "unabhängigen"? Presse werden Beiträge wie der Ihre sofort gelöscht.

  35. simplicissimus
    10. Mai 2015 07:14

    Ich wache auf und muß gleich erbrechen.

    KONZENTRIEREN WIR UNS ENDLICH AUF DAS HEUTE UND AUF DIE ZUKUNFT!

    Diese paranoische Vergangeheitsbetroffenheit lenkt NUR von den existierenden Problemen ab.
    Und Nichbefassung, Nichtlösung von heutigen Problem führt uns MIT GARANTIE in zukünftiges Wiedererleben vergangener Gräuel.

    Ein schlechter Start in den Muttertag. Allerdings gibt es ohnehin immer weniger (österreichische) Mütter.

    • Pumuckl
      10. Mai 2015 11:12

      @ simplicissimus

      " KONZENTRIEREN WIR UNS DOCH AUF DAS HEUTE UND AUF DIE ZUKUNFT "

      Wie recht sie doch leider haben!

      Stolz berichten die Medien, daß europäische Marineeinheiten fast TÄGLICH 500 -
      1000 ILLEGALE MIGRANTEN VOR DER LIBYSCHEN KÜSTE ZUR EINREISE NACH EUROPA BERGEN.

      Die Allianz von " Islamischer Staat " und BOKO HARAM offiziell verkündet, mit diesen " Flüchtlingsmassen trainierte Terrorkampfeinheiten nach Europa zu bringen.

      ° BALD IST IN EUROPA JEDE MENSCHENANSAMMLUNG VON SPRENGSTOFFANSCHLÄGEN DIESER " GOTTESKRIEGER " BEDROHT !

      ° DURCH TERRORANSCHLÄGE AN UNSERER SENSIBLEN INFRASTRUKTUR WERDEN DIESE FANATISCHEN MOSLEMS JEDERZEIT GANZE INDUSTRIEZENTREN LAHMLEGEN KÖNNEN.

      ° Kolonialmächte und US - Imperialismus haben diese Migrantenmassen religiös, sozial und ethnisch seit mehr als hundert Jahren schwer gekränkt und mit Hass und Verachtung aller Europäer aufgeladen.

      NOCH IM IN DIESEM JAHRHUNDERT HOFFEN DIE LENKER DIESER MIGRANTENMASSEM, MITTELS DEMOGRAPHISCHER ENTWICKLUNG, GANZ LEGITIM, IN EUROPA EINEN ISLAMISCHEN GOTTESSTAAT ZU ERRICHTEN ! ! !


      Das völlig einseitige Geschwätz und Geschwurbel dieses farblosen, der Fakultät von der Politik aufgedrängten Univ. -Prof. Mag. DDR. Oliver Rathkolb über unsere Großvätergeneration braucht dann keiner mehr zu beachten.

      WENN DIESE ENTWICKLUNG NICHT RASCH GESTOPPT WIRD, IST DIE POSITION DER AUTOCHTHONEN DEUTSCHEN IN EUROPA, DANN SCHLECHTER, ALS HEUTE JENE DER INDIANER IN AMERIKA !

  36. Peter Pan
    10. Mai 2015 01:25

    Alles um Rathkolb ist Fälschung, noch dazu um viel, viel hart verdientes Steuergeld. Dem "guten" Mann geht es nur um seine eigenen Pfründe und dafür verbiegt er sich selbst und die Geschichte Österreichs.
    Ein nicht abzuschätzender Schaden für unser Land - am besten: fort mit Schaden!

    http://wien.orf.at/news/stories/2709366/

    P.S.: Grad Mitterlehner sollte zum Beispiel mit dem Bewußtsein um das Nazi-Attentat auf Dollfuß die Opfer nicht mit einem selbsterfundenen "Mythos" verhöhnen!

  37. kritikos
    10. Mai 2015 01:06

    Ich danke besonders für den letzten Absatz! Aber Herr Mitterlehner war ja nie eine Leuchte, weder im Geschichtsbewusstsein noch in der Gegenwartsbewältigung. (N.b.: Warum sagt man immer, man hätte die Politiker, die man sich verdient hätte. Ich habe nie solche miesen Figuren gewählt und daher auch nicht verdient! Und viele andere mit mir!)
    Wenn Herr Rathkolb im ORF zu Wort "gebeten" wird, ist doch sonnenklar, wo dieses "Historikers" Wurzeln und Intentionen liegen. Die einzige Ausflucht liegt darin, dass Historiker grundsätzlich auf irgendeine Weise eingefärbt sind, d.h. nie die Wahrheit tradieren. Und dem ORF wird man doch nicht unterstellen, einen nicht-linken Historiker herangezogen zu haben. Man ist ja objektiv. (Hat da gerade die Löwelstraße etwas gesagt?)

    • socrates
      10. Mai 2015 02:44

      Herr Rathkolb ist ein Kriegsgewinnler mit der IKG im Rücken. Er arbeitet im Holocaustbusiness und sucht Schuldige zum Ab kassieren. Damals gab es die Todesstrafe. In vielen Vernichtungslagern der USA und der Russen wurden Ösis auf Verdacht hin interniert, ermordet oder umerzogen. Ottilinger kann das bezeugen!





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