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FN 758: Das Ende eines Forschungs-Standorts

Ein paar Jahre war Josef Penninger "der" österreichische Vorzeige-Forscher. Jetzt springt er nach Berlin ab.

Er habe von dort ein „phantastisches Angebot“ erhalten. Nun ist es ja an sich gut, dass Forscher international wandern; so arbeitete Penninger ja auch selbst einst in Übersee. Das viel Schlimmere ist die Leere in der Forschungslandschaft, die jetzt schon hinter ihm herrscht. Die Regierung kürzt – siehe Budgetvorschau – die Forschung zugunsten der explodierenden Pensionszuschüsse. Die Universitäten gründen lieber Gender- als seriöse Lehrstühle. Ein eigenes Wissenschafts-Ressort wurde abgeschafft. Und viel von dem eigentlich der Forschung gewidmeten Steuergeld wird für die Forschungsbeilagen in Zeitungen ausgegeben, die niemand liest (Ich jedenfalls lese begeistert im „Spiegel“ und im „Presse“-Feuilleton über Forschungsthemen, nie in PR-Beilagen). Das Peinlichste für die Regierung sind aber die Aussagen des – an sich eher linksgewickelten – Penninger: Als er vor zwölf Jahren nach Österreich zurückgekommen sei, habe in der biomedizinischen Grundlagenforschung „Aufbruchsstimmung“ geherrscht; heute mache sich hingegen Stagnation breit. Na so etwas! Vor zwölf Jahren hat ja ein gewisser Wolfgang Schüssel regiert. Da darf doch nichts Gutes gesagt werden!

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 03:42

    Kaum ein Manager versteht etwas von Forschung oder Forschung & Entwicklung (F&E). Gewöhnlich glauben sie, daß man Forschungsergebnisse einfach mit Geld kaufen kann, wie man in ein Geschäft geht und gegen Geld Ware erhält.
    Grundlagenforschung hat das Problem, daß eine spielerische Ausgangssituation – ähnlich der Neugierde der (Ur-) Menschen – vorliegt, wobei man gar nicht genau definieren kann, was gesucht wird, vorherrscht. Aus der spielerischen Ausgangslage folgt die Problematik, daß die zu erwartenden Forschungsergebnisse nicht in einem Pflichtenheft genau definiert werden können. Ein Geldgeber deutet dies meist als Unsicherheit oder als Gefahr Fehlinvestitionen zu riskieren und zögert dann, wenn er Juristen einschaltet.
    Grundlagenforschung ist letztlich Vertrauenssache in Personen und Institutionen. - Auf jeden Fall braucht sie Kontinuität.
    Angewandte Forschung (F & E) kann zu erwartende Ergebnisse besser spezifizieren, bekommt daher leichter Gelder, leidet aber grundsätzlich auch an dieser Vertrauensproblematik.
    Bei der Forschung kann am leichtesten gespart werden. Führt man ein Forschungsprojekt nicht durch, bleibt das sonst dafür eingesetzte Geld sicher sofort über. Die Tatsache, daß später - meist erst in einigen Jahren - Forschungsergebnisse fehlen, kommt nie so deutlich heraus, wie der Einsparungseffekt, weshalb dieser verführerische Weg sehr oft eingeschlagen wird.
    Auch EU-Forschung tendiert eher zur angewandten Forschung und zu Einsparungen, weil Kaufleute und Juristen als Entscheidungsträger in Richtung Sicherheit und Mißtrauen ziehen (müssen).

  2. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 11:49

    Was die Schüssel-Ära betrifft: Letzthin hat Androsch erwähnt, dass Östzerreich vor 10 Jahren "auf der Überholspur" gewesen ist. 2005! Schüssel hat er nicht erwähnt. Im Gegenteil: auf den haut er hin, wann immer es geht. Auch von Taus hat man nichts darüber gehört. Zumindest hat niemend berichtet, dass Schüssel positiv erwähnt worden wäre.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 09:13

    Wenn man die Forschung aufgibt, gibt man den Standort Österreich auf.

    Forschung ist teuer und kostbar, aber wirkliche Forschung, Gender&Co allerdings sind nur teuer.

    In den USA haben Firmen die Oberhoheit über Universitäten und nicht wenige forschen in diesen Firmen, bzw. diese Firmen haben ihre F&E Abteilungen an die Unis ausgelagert. Die Lehre dazu, gleichzeitig eine Rekrutierung für die Firmen, finanzieren sich die Studenten selbst oder über Stipendien. Da bleibt natürlich die freie Forschung auf der Strecke, aber sie 'finanziert sich selbst'.

    Bei uns ist halt 'alles staatlich' und selbst in privaten Firmen regiert der Staat, also kann der Staat 'umschichten', mit fatalen Folgen für alle.

    Es wird immer bitterer, denn 50 Jahre Schlendrian machen sich bemerkbar bei z.B.: http://staatsschulden.at/ oder bei der Beschäftigung oder bei der Armut, etc. - so auch bei der Forschung.

    Noch eines, würde die Forschung über effiziente Ergebnisse berichten statt der vielen monatlichen 'Jubelberichte', dann könnte man auch Aussagen über die Qualität machen. Bei einigen 'Forschungsinstituten' lachen einem aus den 'Berichten' viele Frauengesichter entgegen, sehr oft allerdings findet man beim näheren Betrachten der 'Forschungsergebnisse' die 'Quotenfrau' dahinter. Als von diesem Aspekt aus würde ich auch eine Kürzung verstehen, bloß dort wird ja ganz sicher nicht gekürzt, sondern bei denen, die ja tatsächlich arbeiten und Ergebnisse bringen. So ist es halt bei uns in der 'staatlichen Forschung', wo Quoten, Gender und das Binnen 'I' das Wichtigste darstellen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 14:44

    O.T.
    Der Völkermord an Armeniern.

    „Das türkische Volk wird Präsident Gauck nicht verzeihen“

    Der Streit um die deutlichen Worte des Bundespräsidenten spitzt sich zu: Seine Rede vom Völkermord an den Armeniern werde die Türkei Joachim Gauck „nicht vergessen und nicht verzeihen“, hieß es aus dem türkischen Außenministerium.....

    Heute in der FAZ:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkei-zeigt-ihren-zorn-ueber-gauck-rede-13558138.html

    Dann sollte die türkische Regierung gleich einmal eine Rückholaktion für ihre Landsleute hier in Deutschland (und auch Österreich) starten, in derart feindseligen Ländern zu leben ist doch eine Schande für das türkische Volk!

  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 15:50

    Die meisten Zuwanderer kommen nach Österreich, um hier zur Forschen - JA - das
    Sozialsystem ausforschen. Na also - offenbar kann man hier von der Forschung leben !@?

  6. Ausgezeichneter KommentatorZraxl
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2015 11:29

    Aus Zeitungsfeuilletons erhält man keine(!) Information über den Wissenschaftsbetrieb. Wenn man sich wirklich über die Forschungslandschaft informieren möchte, besonders was die Grundlagenforschung anbelangt, dann lese man die Homepages der einschlägigen Forschungsinstitute - insbesondere die Publikationslisten. Wieviel wird in den Zeitschriften mit dem höchsten Ansehen publiziert? Man zähle z.B. die Publikationen in "Phys.Rev." und weiß sofort, wie es um ein physikalisches Institut bestellt ist. Wenn man will, kann man sich auch noch anschauen, wie oft Fachartikel der maßgeblichen Wissenschaftler in diesem Institut zitiert werden - aber das ist quasi schon die Fleißaufgabe.

  7. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2015 17:25

    Lieber Herr AU, nicht sozialistisch im Gebaren werden! Denn es ist ein Markenzeichen der Sozialisten, den Einzelfall medienwirksam anzuprangern und daraus allerhand Regeln für den Normalfall abzuleiten.

    Und (Grundlagen-)Forschung hat wenig mit Geld zu tun. Die Nobelpreise Österreichs waren alle an Forscher die ein sehr knappes Budget hatten! Viel wichtiger ist die Freiheit der Lehre, die Sicherheit des Forschungsplatzes (auch wenn man unangenehme Fragen aufwirft), die Freiheit von Bürokratie (also nix mit jede, meist lächerliche, Ausgabe begründen müssen). Und schon erkennt man, auch mit Phantastillionen würde es bei der Grundlagenforschung hierzulande nicht weitergehen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorZraxl
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2015 11:29

    Aus Zeitungsfeuilletons erhält man keine(!) Information über den Wissenschaftsbetrieb. Wenn man sich wirklich über die Forschungslandschaft informieren möchte, besonders was die Grundlagenforschung anbelangt, dann lese man die Homepages der einschlägigen Forschungsinstitute - insbesondere die Publikationslisten. Wieviel wird in den Zeitschriften mit dem höchsten Ansehen publiziert? Man zähle z.B. die Publikationen in "Phys.Rev." und weiß sofort, wie es um ein physikalisches Institut bestellt ist. Wenn man will, kann man sich auch noch anschauen, wie oft Fachartikel der maßgeblichen Wissenschaftler in diesem Institut zitiert werden - aber das ist quasi schon die Fleißaufgabe.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    28. April 2015 14:58

    Schüssel: Konservative haben in Zeiten linker Medienlandschaften und rot-grüner Mehrheiten ein schweres Leben. Sie werden mit Schlagworten wie: "Soziale Kälte", "kaputtsparen" und "ewiggestrig" niedergeknüppelt und lächerlich gemacht.
    (Ich darf auch an das durchgestrichene Mascherl erinnern)
    Applaus ernten dafür linke Gaukler, die alles auf den Kopf stellen und mit tollen Modebegriffen alles schönreden.

  2. Zraxl (kein Partner)
    27. April 2015 11:29

    Aus Zeitungsfeuilletons erhält man keine(!) Information über den Wissenschaftsbetrieb. Wenn man sich wirklich über die Forschungslandschaft informieren möchte, besonders was die Grundlagenforschung anbelangt, dann lese man die Homepages der einschlägigen Forschungsinstitute - insbesondere die Publikationslisten. Wieviel wird in den Zeitschriften mit dem höchsten Ansehen publiziert? Man zähle z.B. die Publikationen in "Phys.Rev." und weiß sofort, wie es um ein physikalisches Institut bestellt ist. Wenn man will, kann man sich auch noch anschauen, wie oft Fachartikel der maßgeblichen Wissenschaftler in diesem Institut zitiert werden - aber das ist quasi schon die Fleißaufgabe.

    • Zraxl (kein Partner)
      27. April 2015 11:30

      Wissenschaft funktioniert erst ab einer kritischen Masse. Wenn alles nur an einer einzigen Person hängt, und sei diese noch so großartig, dann ist ohnehin etwas faul.

      Was das Forschungsbudget anbelangt: Wenn man in Betracht zieht, wie viele staatliche Forschungsinstitutionen es in Österreich gibt, die kaum etwas publizieren, dann ließe sich hier sehr viel Geld einsparen, ohne damit irgend einen negativen Effekt auszulösen. Forschung kostet viel Geld, aber man muss es sinnvoll einsetzen. Man müsste halt davon wegkommen, dass man die außeruniversitäre Forschung in "rote" und "schwarze" Institute einteilt, und dass für jedes rote auch ein schwarzes Forschungszentrum errichtet werden muss, in dem dann ein jeweiliger Parteiliebling mit traumhaftem Gehalt und ohne Erfolgszwang sein Auskommen findet.

      Träumereien von budgetlosen Genies, die einfach so zum Nobelpreis kommen, sind unsinnig. Sogar reine Theoretiker brauchen den Anschluss an die sehr teure experimentelle Forschung.

      Die Förderung von Wissenschaft beginnt übrigens in der Schule! Nicht wenige der großen Genies waren anfang zwanzig, als sie ihre große Entdeckung gemacht haben. Es gibt auch Gymnasien, aus denen mehrere Nobelpreisträger hervorgegangen sind, die vermutlich sogar die selben Lehrer hatten.

  3. sepp imland (kein Partner)
    27. April 2015 10:48

    -in europa forschen & zahlen - in amerika das geld verdienen - in china produzieren -

  4. Mag. Hannes Kavalirek (kein Partner)
    27. April 2015 10:23

    Wenn ausländische Forscher ihre schulpflichtigen Kinder mit nach Österreich bringen:

    Nur an der Vienna International School wird englischer Unterricht und unterjähriger Ein- und Austritt angeboten. Die Jahreskosten liegen bei 12.000 – 14.000 Euro. Wenn der Dienstgeber die Kosten übernimmt liegt ein abgabenpflichtiger Sachbezug vor. D.h. in der Lohnverrechnung müssen brutto 28.000 Euro eingegeben werden, damit am Ende netto 14.000 Euro herauskommen. Es fallen auch alle Lohnnebenkosten an.

    Meines Wissens haben alle Hochsteuerländer dafür Begünstigungen nur Ö nicht.

    • Tik Tak (kein Partner)
      27. April 2015 10:49

      Nicht ganz, das gibt es, bei zumindest gleichwertiger akademischer Qualität, auch in der Amadeus Vienna School.
      Und die haben zwar ein weniger anspruchsvolles Sportprogramm dafür aber ein sehr gutes Musiklehrangebot.
      Preislich liegen die rund 25% niedriger.
      Beide bieten das IB an.

  5. Clemens Taferner (kein Partner)
    27. April 2015 09:27

    Sie können sicher sein, dass die Kritik an Penninger wegen seiner positiven Äußerung nicht lang auf sich warten lässt...

  6. Tik Tak (kein Partner)
    27. April 2015 08:27

    Aber nein, es gibt doch noch den Hengstschläger.
    Der ist um viel Steuergeld nach Wien geholt worden und hat hier dann umgehend seine Forschungstätigkeit eingestellt um als Radiodoktor auf Oe1 der rot/grünen Politik den Anus von Innen zu lecken.
    Reicht doch, wenn man im Radio zu finden ist.

    Im Ernst, der Penninger ist leicht zu verstehen und seine Entscheidung ist goldrichtig.
    Der Mann ist schließlich Forscher.

    Und er ist auch nicht der einzige in dieser Situation, aktuell wird über den Abgang eines ganzen Instituts der Uni Wien an einen außereuropäischen Standort verhandelt.
    Und auch das sind keine Genderforscher sondern richtige Forscher, sogar Grundlagenforscher.

    • F.V. (kein Partner)
      27. April 2015 09:09

      Der Hinweis auf Hengstschläger paßt hervorragend. Allerdings leckt er vor allem den schwarzen A...

  7. bürgerIn (kein Partner)
    27. April 2015 06:39

    da hilft nicht einmal der vom rot-grünen rathaus erfundene wiener "wissenschaftsball" als schnellschuss und signal installiert gegen den akademikerball, um wissenschaftler im land zu halten und dabei auch "ein zeichen gegen rechts" setzen zu lassen. hr. penniger war da im jänner auch dabei, vielleicht reicht ihm diese instrumentalisierung durch die (linke) politik? dass wir ein wissenschaftsstandort unter ferner liefen sind, ist aber nichts wirklich neues mehr.....das parteibuch ist immer noch karrierechance nr 1.....

  8. Politicus1
    26. April 2015 17:26

    Dazu auch passend: die "Entschädigung" der Universitätsräte für ihre verantwortungsvolle und aufreibende Arbeit:
    Univ.f.Musik u. Darst.Kunst Wien (3,000 Studierende):
    24,000 EUR/Jahr f. Vorsitz, 18,000 f. Mitglieder

    Universität Wien (die größte im Lande): Vorsitz 12,000, Mitglieder 7,200

    Wirtschaftsuniv. Wien: keine Entschädigungen

    Ist doch auch bezeichnend für dem Forschungsstandort Österreich! Wir sind halt das Land der Tänzer und der Geiger ...

  9. hellusier
    26. April 2015 16:36

    Forscher-Wissenschafter und ihre Institute sind unter SPÖÖVPGr.in Wien und auch an allen anderen Unis zuerst ausgehungert,dannUOGisiert,dann sozi lisiert,dann
    vermasst ,gegendert und verquotet,homo-lesbisiert und schlussendlich auf dem
    glorreichen Berufsschulniveau der Minister/Innen gelandet!!Dafür aber wird
    unter Anleitung diverser geförderter Sozi Verbände das "Demostudium" als Pflicht-
    fach quer durch die verschiedenen Fakultäten in "schwarzen Blöcken" mit
    Praktikum sauschwer gefordert und bringt mindestens 180 ECTS;eine Vertiefung braucht aber
    mindeste 1 a Auslandstudium im nahen oder fernen Estern ( Vienna oder Türkei)
    was aber schon auch berufsbegleitend studiert werden kann(natürlich durch die
    Gemeinde Wien gesponsert).Die so gut aufgestellten Master of Vienna Studies
    -MVS- finden zumindest in den >200 Betrieben der Gemeinde Wien Entfaltungs-
    Möglichkeiten! Die anderen konservativ-abgelutschten Normalakademiker ohne diesen MVS werden mit aller Härte ins Ausland abgeschoben!
    Diese Art der Akademisierung wird auch auf anderen Unis mit viel Lob der EXPERTEN
    praktiziert.Wen wundert es dann,dass Österreich viel weniger Arbeitslose hat als
    all unsere Nachbarn,weniger Staatsdiener,weniger Schulden und mit einem stetigen
    Sozialwachstum rechnen kann!Einzig in der Zuwanderung ist ein Minus auszu-
    machen,weil wir den hochqualifizierten Afroasiaten zu wenig bieten in puncto
    finanzieller Abgeltung bis religiösem Entgegenkommen -daran müssen wir noch
    hart arbeiten-sagen alle Experten!!

  10. emotionslos
    25. April 2015 22:50

    Penninger "linksgewickelt" ist mir echt neu!

  11. Gerhard Pascher
    25. April 2015 21:43

    AU-Zitat: "Jetzt springt er nach Berlin ab".

    So weit ist es noch nicht, denn wenn man die Meldungen genau verfolgt, dann gibt es erst ein Angebot aus Berlin und man versucht, Penninger - zumindest teilweise - in Wien zu behalten.

    F&E (R&D) wird unterschiedlich betrieben und auch bewertet sowie finanziert. Man darf nicht vergessen, dass jeder Forscher und jede neue Entwicklung immer auf bereits von anderen Leuten erarbeitenten Erkenntnissen aufbaut und vielfach auch der Staat gefordert ist, dass sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung ausreichend betrieben wird, wo nicht sofort erwirtschaftetes Geld zu erwarten ist. Zwei völlig unterschiedliche Beispiele aus der Pharmaindustrie:

    a. Für eine selten auftretende Kinderkrankheit würde es sich für ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen nie lohnen, gezielte Forschung für ein neues Produkt zu machen, wo am Ende nur ein kleiner Umsatz sowie Gewinn (wegen der wenigen Krankheitsfälle) zu erzielen wäre. Da muss die Allgemeinheit (= Staat) mit Zuschüssen eingreifen.

    b. Heutzutage verlangt ein wirklich bahnbrechendes neues Medikament (wo es meist nur mehr ein oder zwei solche pro Jahr gibt!) einen Milliardenaufwand (!!!) an Investitionen und viele Jahre an Zeit - welchen sich nur mehr Großkonzerne leisten können -, bis das Produkt marktreif und auch alle Zulassungshürden überstanden hat. Natürlich versucht dann der Erzeuger durch einen Patentschutz - zumindest für 15 Jahre - Nachahmer zu verhindern und verwendet meist den dabei erzielten Gewinn wieder für die Entwicklung eines völlig neuen Präparates.

    Zielvorgaben bei Forschungen sind kaum möglich, daher gilt hier besonders der Vertrauensgrundsatz, dass der Forscher selbst sein bestes gibt, um die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Wirtschaftliche Überlegungen (Aufwand vs. Ertrag) sind daher bei der Forschungsfinanzierung völlig unangebracht.

    Sollte Josef Penninger wirklich ganz nach Berlin gehen, dann kann dies auch positiv gesehen werden. Erstens hinterlässt er ein ausgezeichnetes Team bei IMBA, wo vorhandene Leute auch Karriere machen wollen und werden. Und zweitens behält Österreich einen guten Ruf, denn hier ist in den letzten Jahren einiges an Forschungen (nicht nur beim IMBA) geschehen - siehe die diversen Publikationen in den wissensschaftlichen Fachzeitschriften. Staatstrauer ist daher nicht angesagt.

  12. dssm
    25. April 2015 17:25

    Lieber Herr AU, nicht sozialistisch im Gebaren werden! Denn es ist ein Markenzeichen der Sozialisten, den Einzelfall medienwirksam anzuprangern und daraus allerhand Regeln für den Normalfall abzuleiten.

    Und (Grundlagen-)Forschung hat wenig mit Geld zu tun. Die Nobelpreise Österreichs waren alle an Forscher die ein sehr knappes Budget hatten! Viel wichtiger ist die Freiheit der Lehre, die Sicherheit des Forschungsplatzes (auch wenn man unangenehme Fragen aufwirft), die Freiheit von Bürokratie (also nix mit jede, meist lächerliche, Ausgabe begründen müssen). Und schon erkennt man, auch mit Phantastillionen würde es bei der Grundlagenforschung hierzulande nicht weitergehen.

  13. machmuss verschiebnix
    25. April 2015 15:50

    Die meisten Zuwanderer kommen nach Österreich, um hier zur Forschen - JA - das
    Sozialsystem ausforschen. Na also - offenbar kann man hier von der Forschung leben !@?

  14. terbuan
    25. April 2015 14:44

    O.T.
    Der Völkermord an Armeniern.

    „Das türkische Volk wird Präsident Gauck nicht verzeihen“

    Der Streit um die deutlichen Worte des Bundespräsidenten spitzt sich zu: Seine Rede vom Völkermord an den Armeniern werde die Türkei Joachim Gauck „nicht vergessen und nicht verzeihen“, hieß es aus dem türkischen Außenministerium.....

    Heute in der FAZ:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkei-zeigt-ihren-zorn-ueber-gauck-rede-13558138.html

    Dann sollte die türkische Regierung gleich einmal eine Rückholaktion für ihre Landsleute hier in Deutschland (und auch Österreich) starten, in derart feindseligen Ländern zu leben ist doch eine Schande für das türkische Volk!

  15. Wolfgang Bauer
    25. April 2015 11:49

    Was die Schüssel-Ära betrifft: Letzthin hat Androsch erwähnt, dass Östzerreich vor 10 Jahren "auf der Überholspur" gewesen ist. 2005! Schüssel hat er nicht erwähnt. Im Gegenteil: auf den haut er hin, wann immer es geht. Auch von Taus hat man nichts darüber gehört. Zumindest hat niemend berichtet, dass Schüssel positiv erwähnt worden wäre.

    • AppolloniO (kein Partner)
      28. April 2015 11:37

      Die Schüssel-Ära war das Beste was Österreich im letzten Vierteljahrhundert passiert ist. Trotz FPÖ-Beteiligung?!
      Was lernen wir? Bei vernünftigen Vorgaben lässt sich auch die scheinbar so monströse Politik wie die der Blauen, einfangen. (Leider waren sie handwerklich wirklich schwach).
      Dagegen fahren die Jahrzehnte-langen GroKos Österreich an die Wand.So brauchte Rot/Shwarz nur wenige Wochen(!) um die vernünftige, heute sogar dringend benötigte, Pensions-Änderung zudück zu drehen. Ja und diese, für Wählerstimmen gekaufte Änderung kostet Milliarden die uns bei Forschung und anderen, wichtigeren Bereichen schmerzlich fehlen.

  16. Josef Maierhofer
    25. April 2015 09:13

    Wenn man die Forschung aufgibt, gibt man den Standort Österreich auf.

    Forschung ist teuer und kostbar, aber wirkliche Forschung, Gender&Co allerdings sind nur teuer.

    In den USA haben Firmen die Oberhoheit über Universitäten und nicht wenige forschen in diesen Firmen, bzw. diese Firmen haben ihre F&E Abteilungen an die Unis ausgelagert. Die Lehre dazu, gleichzeitig eine Rekrutierung für die Firmen, finanzieren sich die Studenten selbst oder über Stipendien. Da bleibt natürlich die freie Forschung auf der Strecke, aber sie 'finanziert sich selbst'.

    Bei uns ist halt 'alles staatlich' und selbst in privaten Firmen regiert der Staat, also kann der Staat 'umschichten', mit fatalen Folgen für alle.

    Es wird immer bitterer, denn 50 Jahre Schlendrian machen sich bemerkbar bei z.B.: http://staatsschulden.at/ oder bei der Beschäftigung oder bei der Armut, etc. - so auch bei der Forschung.

    Noch eines, würde die Forschung über effiziente Ergebnisse berichten statt der vielen monatlichen 'Jubelberichte', dann könnte man auch Aussagen über die Qualität machen. Bei einigen 'Forschungsinstituten' lachen einem aus den 'Berichten' viele Frauengesichter entgegen, sehr oft allerdings findet man beim näheren Betrachten der 'Forschungsergebnisse' die 'Quotenfrau' dahinter. Als von diesem Aspekt aus würde ich auch eine Kürzung verstehen, bloß dort wird ja ganz sicher nicht gekürzt, sondern bei denen, die ja tatsächlich arbeiten und Ergebnisse bringen. So ist es halt bei uns in der 'staatlichen Forschung', wo Quoten, Gender und das Binnen 'I' das Wichtigste darstellen.

    • A.K.
      25. April 2015 10:42

      @Josef Maierhofer:
      *******************************

    • kritikos
      26. April 2015 00:15

      Wie wahr, wie wahr!

    • Wyatt
      26. April 2015 07:04

      ....." Forschung ist teuer und kostbar, aber wirkliche Forschung, Gender&Co allerdings sind nur teuer ."

      Aber am teuersten zu stehen kommt uns die "Klimaforschung" vormals "Wetterproheten" genannt - allein durch den CO2 Ablasshandel, deren Schutzgeldzahlungen mit "Klimaneutral" bezeichnet werden!

  17. A.K.
    25. April 2015 03:42

    Kaum ein Manager versteht etwas von Forschung oder Forschung & Entwicklung (F&E). Gewöhnlich glauben sie, daß man Forschungsergebnisse einfach mit Geld kaufen kann, wie man in ein Geschäft geht und gegen Geld Ware erhält.
    Grundlagenforschung hat das Problem, daß eine spielerische Ausgangssituation – ähnlich der Neugierde der (Ur-) Menschen – vorliegt, wobei man gar nicht genau definieren kann, was gesucht wird, vorherrscht. Aus der spielerischen Ausgangslage folgt die Problematik, daß die zu erwartenden Forschungsergebnisse nicht in einem Pflichtenheft genau definiert werden können. Ein Geldgeber deutet dies meist als Unsicherheit oder als Gefahr Fehlinvestitionen zu riskieren und zögert dann, wenn er Juristen einschaltet.
    Grundlagenforschung ist letztlich Vertrauenssache in Personen und Institutionen. - Auf jeden Fall braucht sie Kontinuität.
    Angewandte Forschung (F & E) kann zu erwartende Ergebnisse besser spezifizieren, bekommt daher leichter Gelder, leidet aber grundsätzlich auch an dieser Vertrauensproblematik.
    Bei der Forschung kann am leichtesten gespart werden. Führt man ein Forschungsprojekt nicht durch, bleibt das sonst dafür eingesetzte Geld sicher sofort über. Die Tatsache, daß später - meist erst in einigen Jahren - Forschungsergebnisse fehlen, kommt nie so deutlich heraus, wie der Einsparungseffekt, weshalb dieser verführerische Weg sehr oft eingeschlagen wird.
    Auch EU-Forschung tendiert eher zur angewandten Forschung und zu Einsparungen, weil Kaufleute und Juristen als Entscheidungsträger in Richtung Sicherheit und Mißtrauen ziehen (müssen).

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. April 2015 12:09

      "Grundlagenforschung ist das, was ich tue, wenn ich nicht weiß, was ist tue."
      Wernher Von Braun





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