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Die Vorratsdaten-Speicherung und die Österreicher

Deutschland hat die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt. In Österreich stemmen sich hingegen die SPÖ und die Grünen – damit automatisch auch fast alle Medien – dagegen. Dabei ist völlig klar: Eine saubere Regelung der Vorratsdatenspeicherung wie in Deutschland wäre ein absolut hilfreicher Beitrag im Kampf gegen Terrorismus und Blutkriminalität. Und nicht so wie etwa die Aufhebung des Bankgeheimnisses eine dramatische Einschränkung der Freiheit der Bürger (nur wegen Steuerdelikten).

Das sehen jedenfalls auch die Österreicher. Sie sprachen sich trotz der ganz anders lautenden medialen Gehirnwäsche mit einer massiven Mehrheit für die Datenspeicherung aus. Laut OGM wollen 56 Prozent sie haben. Und nur 29 Prozent sind dagegen.

Fassungslos macht allerdings, dass etliche Medien wie etwa der „Standard“ dieses Umfrageergebnis in der Überschrift als „knappe Mehrheit“ bezeichnen. Manipulativer geht’s nimmer. Oder doch: In orf.at findet man diese Umfrage überhaupt nicht. Ich konnte sie auch in keiner Nachrichtensendung hören. Im roten Staatssender wird einfach gar nicht mehr berichtet, was nicht ins Konzept passt.

Die SPÖ will sich jedenfalls von dieser Umfrage nicht beeindrucken lassen. Obwohl auch die Mehrheit ihrer Wähler für die Vorratsdatenspeicherung ist.

Die Menschen haben offenbar trotz der einseitigen Information durch die Medien begriffen: Bei einer Vorratsdatenspeicherung wird NICHT der Inhalt ihrer Gespräche oder Mails gespeichert, sondern nur eine befristete Zeit lang die Nummern, mit denen telefoniert beziehungsweise gemailt worden ist. Aber alleine die Kenntnis dieser Nummern ist für die Fahndung nach Gewaltdelikten sehr hilfreich: Dadurch konnten etwa die französischen Behörden (in Frankreich ist die Speicherung erlaubt) nach den Pariser Terroranschlägen etliche Terroristen aufspüren, mit denen die Täter zuvor Kontakt gehabt hatten, und einige weitere Anschläge verhindern, die auch in anderen Ländern geplant gewesen sind.

Aber die SPÖ und deren begnadeter Verkehrsminister (der neben der Innenministerin für diese Materie zuständig ist) sind trotzdem dagegen. Justament. Die Roten glauben ihre Wähler offenbar noch immerdort, wo in Wahrheit die von Grün und Pink sind. Und sie müssen sich daher bei jeder Wahl noch mehr wundern, dass ihnen deswegen die eigenen davonlaufen.

Vielleicht läge ein gangbarer Kompromiss in einer Regelung wie in Deutschland, wo die Nutzung der gespeicherten Kontaktdaten nur dann erlaubt ist, wenn sie ausdrücklich nur auf Terror- und Mord-Fälle einschränkt wird. Eine kluge Regierung würde über eine solche Formel zumindest verhandeln. Eine kluge.

Unbestreitbar ist freilich, dass die Staatsanwaltschaft das Instrument einst schwer in Misskredit gebracht hat, als es in Österreich schon einmal eingeführt gewesen ist. Damals wurde es nämlich auch wegen eines bloßen Amtsmissbrauchs eingesetzt.

Bekanntestes Beispiel: Ein Kriminalbeamter wollte unerlaubterweise ein Haar vom Mantel einer Schülerin nehmen, um mit einer DNA-Analyse die Vermutung zu beweisen, dass Natascha Kampusch die Mutter dieses Mädchens wäre. Das war gewiss unerlaubt, aber letztlich ein lächerliches Delikt mit ehrenhaften Motiven. Fast jeder Kenner der Causa ist überzeugt, dass mit dem Hochspielen dieser Angelegenheit der einstige OGH-Präsident Rzeszut getroffen werden sollte, welcher die Staatsanwaltschaft durch seine vehemente Kritik an deren Vorgehen in Sachen Kampusch zu nerven gewagt hatte.

Beweisen lässt sich das zwar nicht. Aber Tatsache ist, dass Rzeszut wegen einiger Telefonate mit jenem Kriminalbeamten (beziehungsweise deren Verschweigen) dann wirklich vor Gericht gezerrt worden ist. Und Tatsache ist ebenso, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn nach einer schweren Niederlage in der ersten Instanz nun allen Ernstes auch noch eine Berufung eingebracht hat.

Gewiss: Auch der Verfassungsgerichtshof-Präsident Holzinger ist gegen eine Vorratsdatenspeicherung. Seit er den VfGH leitet, entscheidet dieser freilich sowieso praktisch immer im Sinn von Rotgrün (weshalb beispielsweise die Versuche der FPÖ, ihre Diskriminierung bei der Bestellung des Wiener Stadtschulrats-Vizepräsidenten vor den VfGH zu bringen, von Anfang an eine naive Zeit- und Geldverschwendung waren).

Aber wenn sich die SPÖ dem Willen ihrer Wähler beugen und doch noch einer Datenspeicherung zustimmen würde, könnte die Koalition ja mit FPÖ und Team Stronach eine Verfassungsmehrheit bilden, an der sich auch Herr Holzinger die Präsidentenzähne ausbeißen würde. Als Kompromiss könnte zur Gesichtswahrung für die SPÖ die deutsche Formel gewählt werden, bei der die Datenspeicherung von 26 auf 10 Wochen reduziert worden ist.

PS.: Jene Minderheit, die noch immer Angst um ihre Daten hat, sollte sich bewusst werden, dass für die Inhalte ihrer Telefonate (nicht nur für die Kontaktdaten) die Spionage durch große internationale Geheimdienste hundert Mal problematischer ist als eine gesetzliche Vorratsdatenspeicherung in Österreich, die nur dem Schutz gegen Schwerverbrechen dienen darf. Diese Spionage aber lässt sich leider durch keinen österreichischen Gesetzgeber oder Verfassungsgerichtshof aufhalten!

PPS.: Apropos Telefon und Terror, wenn auch ein ganz anders gearteter: Die unerträgliche Belästigung durch Telefonate anderer Menschen bei fast jeder Straßenbahn- oder U-Bahn-Fahrt macht nicht den Eindruck, dass irgendjemand in diesem Land Sorge um die Vertraulichkeit seiner Gespräche hätte. Da wünscht man sich oft: Hätten sie nur diese Sorge . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 08:04

    Das Grundübel unserer Gesellschaft. Fast alle Maßnahmen sind für den 'normalen' Bürger ohne Bedeutung und daher schnell beschlossen. Für den aktiven, selbstverantwortlich lebenden Mitbürger sieht es ganz anders aus.

    Zwei Einwände, werter Herr AU.
    Wie lange wird es dauern, bis ein Ermittler die Daten eines Vertreters, Unternehmers, Managers (...) aushebt und diese seinem Vetter, der zufällig auf Kundensuche in dieser Branche ist, übergibt? Oder gegen eine kleinen Obulus der Zeitung?
    Warum sollte hier nicht auch die Salamitaktik geplant sein. Jetzt die Nummern und die Zelle. Morgen alle SMS und Mails. Übermorgen alle Gespräche. Und dann wird der weniger freundliche Ermittler halt einmal beim neuen Freund der Tochter so schauen, was der so 'treibt'.

    Wehret den Anfängen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 02:19

    Wie sehr oft der Fall: die P.S. unseres Dr. A.U. sind besonders erfreulich und erleuchtend. Aber das kapieren unsere Politiker, besonders die scheuklappigen links von jeder Berechnung, nicht.
    Wie immer wieder festzustellen ist: Was den total eingefärbten Medien nicht passt, wird nicht gebracht oder, s. Standard, noch manipulativ gedeutet. Haben die Roten insgeheim einen Konnex mit den Gewalttätern verschiedener Herkunft? Bei den Grünen erübrigt sich diese (rhetorische) Frage.
    Im Zusammenhang mit der öfters diskutierten direkten Demokratie, die wohl am besten auf den unteren Ebenen (Gemeine, Bundesland) gestartet werden könnte/sollte. Es ist eh' klar, warum sie bei den Spitzenpolitikern nicht in Frage kommt. Gerade das Beispiel der Datensicherung würde deren Welt auf den Kopf stellen. (Was auch nicht schaden täte, bei der Qualität diverser Köpfe.) (Diese wohl zu gemeine Meinung bitte vergessen!)

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 16:03

    Ich bin für die absolute Vorratsdatenspeicherung, WENN JEDER DARAUF ZUGRIFF HAT !!!!!
    Der Minister kann feststellen was ich gestern gemacht habe und ich was er gemacht hat.
    In der Nordstaaten sind die Steuererklärungen Öffentlichkeit zugänglich. Das hat schon einer Ministerin das Amt gekostet. Vorwärts Genossen, nachmachen!
    Falls es aber wieder Gleiche und Gleichere gibt, ist es nur eine weitere Methode Kleinoesis zu beherrschen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorGOP
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 07:23

    ad PPS:
    Der sog. Telefonterror in den Oeffis ist schon stark zurueckgegangen, da nun vorwiegend kostenguenstig SMS bzw. schriftl. Mitteilungen ueber WhatsApp u.a. bevorzugt gelesen bzw. versandt werden. Dies schont zumindest die Ohren der Mitfahrenden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 12:32

    Ich bin für Vorratsdatenspeicherung, die im staatlichen Amtsbereich ja üblich ist und nicht kritisiert wird, ich meine den 'gläserenen' (amtsbekannten) Bürger, den wir ja tatsächlich haben.

    Na, und da darf man dann nicht im Notfall auf Vorratsdaten zurückgreifen ??

    Wie immer sehe ich in der linken Ideologie eine Idiotie.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2015 12:34

    Wo Misthaufen angelegt werden, auch Datenmisthaufen, stinkt es!
    Eine Überwachung des Eigentums zum Schutz der Buerger oder Wahrung seiner Rechte, z.B. im Straßenverkehr, bleibt verboten.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcicero
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2015 09:50

    Wenn man die geschwärzten Akten bei der Hypo sieht, kommt sich der Bürger und Zahler verhöhnt vor.
    TTIP zeigt uns wie es geht: Wir bekommen keine Daten und die Verträge werden verheimlicht, aber unsere Daten sollen gespeichert werden, damit sie jederzeit auch gegen uns verwendet werden können.
    A. U. versus Demokratie!


alle Kommentare

  1. Louis Vuitton Sverige (kein Partner)
  2. Louis Vuitton Sverige (kein Partner)
  3. fxs (kein Partner)
    22. April 2015 16:45

    Also erstens, nur deswegen, weil etwas woanders eingeführt wird, heißt das noch lange nicht, dass dies sinnvoll ist.
    Konkret zur "Voratsdatenspeicherung", also zur Aufzeichnung aller technischen Kommunikationspfade, wie: wer wen wann angerufen hat, wer wem wann eine eMail geschrieben hat, wer wann welchen Internetdienst benutzt hat: diese Aufzeichnung dient nur der Erstellung von Kommunikationsprofilen, der Beantwortung der Frage "Wer redet mit wem" dienen. Und genau diese Kommunikationprofile gehen die Behörden aber überhaupt nichts an. Genauso gut könnte man tausende Stasibeamte einsetzen um aufzuschreiben wer mit wem im Wirtshaus spricht.

    • fxs (kein Partner)
      22. April 2015 16:55

      Nebenbei:
      1. Festzustellen welches Handy sich in der Umgebung eines bestimmten Ortes befindet mag verboten sein, es ist technisch einfach. Bei einer Demonstration können also alle Freunde der Demonstranten dank der "gespeicherten Vorratsdaten" leicht ermittelt werden.
      2. Wer will kann diese "Vorratsdatenspeicherung" leicht unterlaufen. Im Internet gibt es sogenannte "Proxies", welche als Zwischenstation für Anfragen und Antworten fungieren. Die Vorratsdaten enthalten dann die Tatsache, wer wann welchem Proxy benutzt hat, und welchen Dienst der Proxy wann kontaktiert hat. Bei einenem vielbenutzten Proxy ist es faktisch unmöglich, aus diesen Daten die "echten" zu ermitteln.
      Bei Handys gibt es Dienste, die Telefonate zu verschlüsseln. Diese Dienste arbeiten ebenfalls als Datenvermittler, sodass in den "Voratsdaten" nur aufscheint, wer wann verschlüsselt telefonbiert hast, aber nicht mit wem.

      Also die Leutem denen man ihr Treiben angeblich schwerer machen will, trifft man damit nicht. Man trifft nur die unschuldigen Bürger.

  4. Gennadi (kein Partner)
    22. April 2015 08:16

    Der nächste Reinfaller von A.U.

    Eine Mehrheit der Österreicher habe sich für die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen? Mitnichten. Es war eine gesteuerte, private Umfrage unter wenigen, ausgesuchten Testobjekten.
    A.U. meint, Vorratsdatenspeicherung für Terrorismus etc.? Mitnichten. Kein einziger, nicht ein einziger Fall der behördlichen Datenabfragen hatte sich auf Terrorismus oder wenigstens Bandenverbrechen bezogen.
    Generalverdacht gegen alle Menschen in Österreich? Nein, danke! Das Recht auf Datenschutz ist ein Verfassungsrecht. Das will man eben "links" nicht wahrhaben, im Marxismus gibt es keine persönlichen Rechte.

  5. CIA-Nazi (kein Partner)
    21. April 2015 12:27

    Der proletoide Fürst Karl Schwarzenberg macht sich Sorgen um den ukrainischen Ableger seine Nazi-Bruderschaft. Er fürchtet eine Entnazifizierung der Ukraine. Man sollte den Rechten Sektor unter Naturschutz stellen und in ganz Europa etablieren.

  6. Torres (kein Partner)
    21. April 2015 10:58

    Nichts Neues bei Unterberger: er hat seinen Orwell gelesen und ist von den dort vorgestellten Methoden der Totalüberwachung restlos begeistert. Er ist offenbar auch völlig überzeugt davon, dass Missbrauch dieser Daten nie und nimmer passieren kann und wird; glücklich derjenige, der sich seine kindliche Naivität betreffend den großen und gerechten Vater (oder eher Bruder, um bei Orwell zu bleiben) Staat bewahrt hat. Zum Glück, muss man (ausnahmsweise) sagen, glaubt nicht einmal Minister Stöger daran; Mikl-Leitner sicherlich auch nicht, doch wollen ja bekanntlich alle Innenminister möglichst viel über das Intimleben ihrer Bürger wissen. Hoffentlich lässt sich da die SPÖ nicht weichklopfen.

  7. Tik Tak (kein Partner)
    21. April 2015 07:59

    Kurzfassung, wenn der Unterberger/sein Auftraggeber es so will sind Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre obsolet.
    Na dann Unterberger, veröffentlichen Sie doch Ihre Gesprächsdaten und machen Sie sich zum vorbildlichen Sovjetmenschen reinsten Wassers.
    Ich selbst habe, und ich verstehe was da wirklich gespeichert wird, meine Begeisterung für meine Privatsphäre erhalten.

    Was das Verbrechen rund um die DNA eines Kindes mit dem Thema zu tun haben soll kann wohl nicht einmal der Unterberger selbst erklären.

    Verbindungsdaten werden übrigens, Vorratsdatenspeicherung hin oder her, seit 40 Jahren durchgehend gespeichert.
    Dadurch konnte auch noch nie ein Verbrechen verhindert werden.

    • Tik Tak (kein Partner)
      21. April 2015 08:06

      Nein, hier geht es darum, daß man ein weiteres Stück Privatsphäre einschränkt bzw. vernichtet.
      Nur weil ein US Geheimdienst, und nicht nur der, illegal Verbindungs- und teilweise Gesprächsdaten aufzeichnet, dieses illegale Vorgehen findet der Unterberger ja offenbar völlig OK, sind ja seine Götter, ist es nicht in Ordnung wenn der Staat ein weiteres Stück Freiheit einschränkt.
      Wenn dem so wäre, dann wäre es ja auch OK, wenn man in Österreich auch wieder so ein KZ wie Guantanamo einführt und "die üblichen Verdächtigen" ein paar Jahre dort ohne Anklage einsperrt, denn, so die Logik Unterbergers, wenn die nichts zu verbergen haben, dann kann man sie ja auch nach US Vorbild behandeln.
      Nein Unterberger, der Wunsch nach Vorratsdatenspeicherung ist nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur totalen Kontrolle und die lehne ich ab.
      Wären Sie ein echter Liberaler und kein gekaufter US Auftragssschreiberling, Sie würden das vielleicht sogar verstehen.
      Wenn die Behörden heute die Verbindungsdaten wollen, bekommen sie diese per Gerichtsbeschluß auch schon heute von den Telekom Firmen.
      Bei der Post und ihren Nachfolgeorganisationen sogar rückwirkend bis in die frühen 1970er.
      Das reicht völlig, dazu brauchen sie keinen direkten Zugriff ohne Kontrolle.

    • Torres (kein Partner)
      21. April 2015 12:52

      Sie haben da ein richtiges Wort geschrieben: "per Gerichtsbeschluss" - und so sollte es auch bleiben. Unterberger hat offenbar nichts dagegen, dass der Staat seine Bürger unter Generalverdacht stellt; es muss sozusagen jeder erst beweisen, dass er unschuldig ist. Es ist ja heute - und schon seit langem - möglich, bei konkretem Verdacht und - ganz wesentlich - nach Prüfung durch ein ordentliches Gericht, den Telefon- und Schriftverkehr einzelner Bürger zu überwachen. Das reicht in einem demokratischen Rechtsstaat jedenfalls aus. Unterberger regt sich - zu Recht - über die faktische Aufhebung des Bankgeheimnisses auf; bei der (noch wesentlich schlimmeren) Vorratsdatenspeicherung ist er aber voll dafür. Eigenartig.

    • Gennadi (kein Partner)
      22. April 2015 08:19

      "ich las nur wenige Zeilen"
      Aber schmierte ein paar Seiten dazu.
      Typisch "aufklärung".

      Jedes Forum ohne Administration wird durch solche Trolle zerstört. S.S.K.M.

    • Tik Tak (kein Partner)
      22. April 2015 09:09

      Torres,

      na ja, weß Brot er frisst, des Lied er singt...

  8. peter789 (kein Partner)
    21. April 2015 07:13

    Der „Standard“ schreibt weiter: "Ältere und FPÖ-Wähler besonders stark dafür, Grüne und Neos-Wähler lehnen klar ab"

    Soll heißen: Nur Ewiggestrige und Nazis sind dafür, die Guten und Modernen sind klar dagegen.

    Das ist manipulativer Standard beim standard.

  9. Patriot
    20. April 2015 14:37

    Ich bin gegen die Vorratsdatenspeicherung, und für die Ausweisung von kriminellem ausländischem Dreck. Zweiteres würde ersteres nämlich überflüssig machen.

    Außerdem muss man davon ausgehen, dass sowieso sämtliche Telefongespäche und Emails auf irgendwelchen Geheimdienst-Servern landen, und bei Bedarf bzw politischer Vorteilhaftigkeit auch genutzt werden.

  10. cicero
    20. April 2015 09:50

    Wenn man die geschwärzten Akten bei der Hypo sieht, kommt sich der Bürger und Zahler verhöhnt vor.
    TTIP zeigt uns wie es geht: Wir bekommen keine Daten und die Verträge werden verheimlicht, aber unsere Daten sollen gespeichert werden, damit sie jederzeit auch gegen uns verwendet werden können.
    A. U. versus Demokratie!

  11. socrates
    19. April 2015 16:03

    Ich bin für die absolute Vorratsdatenspeicherung, WENN JEDER DARAUF ZUGRIFF HAT !!!!!
    Der Minister kann feststellen was ich gestern gemacht habe und ich was er gemacht hat.
    In der Nordstaaten sind die Steuererklärungen Öffentlichkeit zugänglich. Das hat schon einer Ministerin das Amt gekostet. Vorwärts Genossen, nachmachen!
    Falls es aber wieder Gleiche und Gleichere gibt, ist es nur eine weitere Methode Kleinoesis zu beherrschen.

  12. socrates
    19. April 2015 12:51

    Die TOLBIN-Steuer würde die Geldflüsse überwachen und Fälle wie Hypo, usw. Unmöglich machen.
    Wer hat Angst davor und will nur Kleinvieh überwachen?
    Die Sexualstraftäter, die immer wieder rückfällig werden, darf man per Sonderstatus nicht überwachen.

  13. zweiblum
    19. April 2015 12:34

    Wo Misthaufen angelegt werden, auch Datenmisthaufen, stinkt es!
    Eine Überwachung des Eigentums zum Schutz der Buerger oder Wahrung seiner Rechte, z.B. im Straßenverkehr, bleibt verboten.

  14. Josef Maierhofer
    19. April 2015 12:32

    Ich bin für Vorratsdatenspeicherung, die im staatlichen Amtsbereich ja üblich ist und nicht kritisiert wird, ich meine den 'gläserenen' (amtsbekannten) Bürger, den wir ja tatsächlich haben.

    Na, und da darf man dann nicht im Notfall auf Vorratsdaten zurückgreifen ??

    Wie immer sehe ich in der linken Ideologie eine Idiotie.

  15. dssm
    19. April 2015 08:04

    Das Grundübel unserer Gesellschaft. Fast alle Maßnahmen sind für den 'normalen' Bürger ohne Bedeutung und daher schnell beschlossen. Für den aktiven, selbstverantwortlich lebenden Mitbürger sieht es ganz anders aus.

    Zwei Einwände, werter Herr AU.
    Wie lange wird es dauern, bis ein Ermittler die Daten eines Vertreters, Unternehmers, Managers (...) aushebt und diese seinem Vetter, der zufällig auf Kundensuche in dieser Branche ist, übergibt? Oder gegen eine kleinen Obulus der Zeitung?
    Warum sollte hier nicht auch die Salamitaktik geplant sein. Jetzt die Nummern und die Zelle. Morgen alle SMS und Mails. Übermorgen alle Gespräche. Und dann wird der weniger freundliche Ermittler halt einmal beim neuen Freund der Tochter so schauen, was der so 'treibt'.

    Wehret den Anfängen!

    • gh57.at
      19. April 2015 09:26

      Es gibt auch Polizisten, die ihre Dienstwaffe missbrauchen, um einen Mord zu begehen. Trotzdem schlägt niemand vor (außer vielleicht der linke Mob), die Polizei zu entwaffnen.

      Das Bestreben, mit gewalttätigen Mitteln islamische Theokratien zu schaffen, ist von der Boko Haram über die IS in Lybien, Syrien und Irak bis hin zu den Terrororganisationen in Indonesien und den Phillippinen zu beobachten. Diese Bestrebungen werden mit dem Anwachsen der islamischen Bevölkerung auch zu uns kommen.

      Vor diesem Hintergrund der Polizei notwendige Fahndungswerkzeuge zu verweigern, damit die von Ihnen erwähnte Delikte nicht begangen werden können, erscheint mir nicht von großer Klugheit getragen.

  16. GOP
    19. April 2015 07:23

    ad PPS:
    Der sog. Telefonterror in den Oeffis ist schon stark zurueckgegangen, da nun vorwiegend kostenguenstig SMS bzw. schriftl. Mitteilungen ueber WhatsApp u.a. bevorzugt gelesen bzw. versandt werden. Dies schont zumindest die Ohren der Mitfahrenden.

    • Cotopaxi
      19. April 2015 09:44

      Es genügt aber schon eine dieser Nervensägen, um den ganzen Wagen zu terrorisieren, womöglich noch in einer nicht wohlklingenden Fremdsprache.

    • Erich_47 (kein Partner)
      21. April 2015 09:08

      Unlängst hat in der WestBahn ein Mitreisender in Salzburg zu telefonieren begonnen (mit mehrfachen Unterbrechungen und einer Klingel wie bei einer Alarmanlage). Nach einer halben Stunde wurde es mir zuviel, sehr lautstarken Äußerungen in einer mir fremden Sprache (Balkan?) zuhören zu dürfen und ich bin in einen anderen Waggon ausgewandert.
      Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mich auch oft echte Österreicher ärgern, die am Handy vor sich hinplappern oder Geschäfte besprechen - und das stundenlang; ganz abgesehen von den Notebookspielen mit Musik (Kopfhörer sind nicht so dicht wie das manche glauben).

  17. kritikos
    19. April 2015 02:19

    Wie sehr oft der Fall: die P.S. unseres Dr. A.U. sind besonders erfreulich und erleuchtend. Aber das kapieren unsere Politiker, besonders die scheuklappigen links von jeder Berechnung, nicht.
    Wie immer wieder festzustellen ist: Was den total eingefärbten Medien nicht passt, wird nicht gebracht oder, s. Standard, noch manipulativ gedeutet. Haben die Roten insgeheim einen Konnex mit den Gewalttätern verschiedener Herkunft? Bei den Grünen erübrigt sich diese (rhetorische) Frage.
    Im Zusammenhang mit der öfters diskutierten direkten Demokratie, die wohl am besten auf den unteren Ebenen (Gemeine, Bundesland) gestartet werden könnte/sollte. Es ist eh' klar, warum sie bei den Spitzenpolitikern nicht in Frage kommt. Gerade das Beispiel der Datensicherung würde deren Welt auf den Kopf stellen. (Was auch nicht schaden täte, bei der Qualität diverser Köpfe.) (Diese wohl zu gemeine Meinung bitte vergessen!)





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