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Der Iran wäre der ideale Partner des Westens

Die jahrelangen Verhandlungen über die atomare Aufrüstung des Irans haben einen positiven – freilich nur vorläufigen Abschluss gefunden. Wenn bis zum Sommer alles klappt, wird der Iran tatsächlich keine Atombombe bauen; und die internationalen Sanktionen gegen Iran werden tatsächlich suspendiert. Freilich: Selbst ohne dass man noch alle Details analysieren konnte, bleiben viele große Aber, bleiben viele Sorgen.

Vor allen Sorgen muss man jedoch eine Tatsache ansprechen: Wenn es jetzt tatsächlich eine Lösung gibt, was so aussichtsreich erscheint wie noch nie, dann ist das einem einzigen Faktor zu danken: den Sanktionen! Ohne diese (und die dabei nötige Geduld) wäre die Welt nie so weit gekommen, wie sie jetzt scheint. Ohne die wirklich schmerzhaften Sanktionen der Außenwelt hätte Teheran nicht einmal verhandelt, geschweige denn nachgegeben. Dies allen ins Stammbuch (etwa einem Christoph Leitl oder den Putin-Partisanen auf der politischen Rechten), die in den letzten Monaten ständig behauptet haben: Sanktionen sind völlig nutzlos.

Aber dennoch sollte man nüchtern bleiben. Alle Jubelmeldungen sind noch sehr mit Vorsicht zu behandeln. Denn:

  • Wie bringt man das den Mullahs in Teheran bei?
  • Akzeptiert Israel – wenn auch sicher zähneknirschend – das Abkommen oder schlägt es militärisch zu?
  • Werden die Republikaner im US-Kongress dem ungeliebten Präsidenten diesen Triumph gönnen?
  • Und vor allem: Werden sich nicht in den nächsten Monaten bei den Detailausarbeitungen der Vereinbarung noch zahllose unüberbrückbare Differenzen im Kleingedruckten ergeben, die man auf Ministerebene bisher großzügig übersehen hat? Zu oft ist ja bei internationalen Konflikten schon ein Durchbruch verkündet, aber letztlich nie realisiert worden.

Die allergrößte Sorge aber: Selbst, wenn jetzt in den nächsten Monaten wider Erwarten alles bestens weitergeht, und wenn in den nächsten Jahren das Übereinkommen auch penibel eingehalten werden sollte, bleibt der Iran nur wenige Monate – maximal ein Jahr – vom Bau einer Atombombe entfernt. Mit anderen Worten: ein schlechter Präsidentenwechsel in Teheran, ein Hardliner als Khamenei-Erbe, ein neuer Konflikt in der Region, der nicht so wie die jetzigen Kriege im Irak und in Syrien die Amerikaner und Iraner zu De-facto-Verbündeten macht – und schon ist die Bombe Realität.

Sehr viel Sicherheit ist also noch nicht erkauft. Und es ist mehr als unsicher, ob dann die Sanktionen gegen Teheran rasch genug wieder in voller Stärke eingeführt werden.

Dennoch steht hinter all den Detailfragen eine ganz große und sehr positive Zukunftsperspektive, die weit über den Atomvertrag hinausgeht: Denn eigentlich ist Iran kulturell und von seiner zum Gutteil hochentwickelten und gebildeten Bevölkerung her der ideale Partner für den Westen. Die große Mehrheit der Menschen dort möchte längst die wahnsinnigen Fieberschübe des schiitischen Fundamentalismus abschütteln. Die große Mehrheit weiß: Ohne Bombe, ohne Mullahs und ohne Sanktionen winkt ihnen eine blühende Zukunft. Die große Mehrheit der Iraner könnte also zu einer besseren Zukunftsgarantie werden als alle Paragraphen des jetzt in Aussicht stehenden Vertrags.

Zugleich könnte der Iran – neben den Kurden und Israel – der einzige verlässliche Partner der zivilisierten Welt in der ganzen riesigen Region zwischen Atlantik und Indien werden. Zum Unterschied von der Türkei ist ja der Iran weder für Al Kaida noch für den „Islamischen Staat“ anfällig, die beide sunnitisch geprägt sind.

Die anderen beiden Großmächte in dem Raum – Ägypten und Saudi-Arabien – müssen in Wahrheit froh sein, wenn nicht auf ihrem eigenen Boden größere Unruhen ausbrechen. Und die kleineren arabischen Staaten erst recht.

Die Hoffnung sagt uns, dass wir das Positive nicht nur sehen sollen, sondern dass es in der Tat einige wunderbare Perspektiven gibt. Die Erfahrung und die Vernunft sagen uns jedoch, dass wir all die Aber sehr ernst nehmen sollten.

PS.: Ins Kapitel Hoffnung gehört auch die Tatsache, dass Amerika und Russland erstmals wieder gemeinsam agiert haben. Auch wenn die Russen offenbar etliche Male zu früh nachgeben hätten wollen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 11:44

    Die Sanktionen haben gar nichts bewirkt. Das paläolithische Regime sitzt nach wie vor im Sattel. Trotzt der "Sanktionen" konnte es die Technologie zukaufen, eine Urananreicherungsanlage zu betreiben. Die Kaskaden von Gaszentrifugen inkl. aller Technik haben diese paläolithischen Lemuren ja nicht selber gedengelt, sondern zugekauft. Das Orkregime hat bei einem Abkommen das Privileg, Atomtechnologie ganz offiziell vom Westen kaufen zu können, gegen das Versprechen, die Kerntechnologie nur friedlich nutzen zu wollen.

    Versprechen als Grundlage für Irgendwas. Wir kennen ja selbst die Versprechen der Griechen. Und die Realität.

    Versprechen sind billig. Es darf gelacht werden.

    Wie die Sanktionen dem Iran geschadet haben sieht man bei Bildern auf dessen Straßen. Von Mangel keine Spur. Die Sanktionierer haben nicht begriffen, daß man für Geld de facto alles kaufen kann. Es wird halt etwas teuerer.

    Offenbar sind die Einzigen, die diese Taqiya-Geschwätz nicht glauben, die Israelis. Sie wissen, daß die Schiiten (die scheußlichste und blutgierigste Spielart des Mohammedanismus) Meister der Ränke und Heimtücke sind. Die Zusagen gegen Ungläubige sind wertlos und werden nur gemacht, um einen Vorteil zu erringen. Es gab ja schon Abkommen sonder Zahl, leider, leider wurden die UNO-Kontrolleure nicht reingelassen, leider, leider waren Unterlagen nicht verfügbar und oh Wunder, währenddessen wurden Anlagen in die Berge gebaut und die Arbeit an der Atombombe lustig weiterbetrieben. Die der Trägerraketen ohnedies.

    Alles vergeben und vergessen, vom nächsten Ersten an wird nämlich alles anders.
    Zumindest glauben das die EU-Verhandler und der Mann, der nach dem Willen der Wallstreet gerade den Präsidenten der USA geben darf...

    Und das Mullah-Regime als "verlässlicher Partner der zivilisierten Welt"?
    Es darf böse gelacht werden! Sehr böse!

    Ich weiß ja nicht, wen sich Qualitätsjournalisten so als Partner aussuchen, aber MEINE Partner leben nicht nach Steinzeitriten, essen nicht ausschließlich Fleisch von Tieren, die man möglichst bestialisch zu Tode quält, hängen nicht Menschen an Baukränen auf, während die umstehenden Orks ihren scheußlichen Wüstendämon mit den Worten "Allahu kackbar!" anheulen.
    Meine Partner geißeln sich nicht in Massenirrsinn bis auf's Blut und schneiden kleinen Kindern mit Rasierklingen die Stirn auf und steinigen nicht Menschen, die diesem Wahn abschwören wollen.
    Meine Partner brauchen keine Tugendwächter, die Frauen nur als wandelnde Müllsäcke akzeptieren und sie nach Recht und Gesetz schlagen dürfen, weil sie ohnedies nur halb soviel wert sind, wie ein Mann!

    Von den anderen Perversionen, die nach dem Gesetz diverser Ayatollahs und im Namen dieses scheußlichen Kultes dort zulässig sind will ich um des Anstandes Willen schweigen! Kann sich jeder unter "Lehren des Ayatollah Khomeini" selbst suchen.

    Aber offenbar geht es denen, die Affenregimes, die außerhalb der menschlichen Spezies stehen als Partner betrachten genau so, wie diesem ÖVP-Trampel, der meinte, das bisserl Enthaupten würde eh nicht jeden Tag passieren.

    Islamversteher.

    Und der Putin-Vergleich, der ja nach CIA-Pressehandbuch niemals fehlen darf, zieht auch nicht. Denn derlei Bilder, wie man sie aus dem Iran kennt, werden selbst mit Photoshop nicht aus Russland herauszuholen sein. Schon deshalb nicht, weil die Russen zwar vielleicht primitiv und grausam und in manchen Völkerstämmen dortselbst auch vertiert sein mögen, aber wenigstens nicht obendrein kollektiv wahnsinig und von einer Mordgier gegen "Ungläubige" beseelt, wie sie den diversen Spielarten des Mohammedanismus eigen ist.

    Sanktionen sind gut, allerdings müßten sie total sein und die gesamte islamische Welt von jeder westlichen Versorgung abschneiden. Da Mohammedaner nichts hervorbrigen und keinerlei Erfindungen, Technologie oder Grundlagenforschung vorweisen können, würden sie dann wieder auf den Status zurückfallen, der ihnen angemessen ist.

    Es steht jedem Volk frei, die Welt nach seinem Willen zu gestalten. Oder es zu versuchen. Wenn es nach dem Willen dieser "verlässlichen Partenr der zivilisierten Welt" geht, soll dieser Planet von den Mond anheulenden, sich mit Tieren und Kindern paarenden Mulattenäffchen in Kutten bewoht sein.

    Mit Verlaub: Die wahrhaft zivilisierte Welt wird das zu verhindern wissen. Unsere Welt nach Wille und Vorstellung ist eben etwas anders geartet. Auch wir haben das Recht, gegenteilige Vorstellungen, die unsere Art zu leben bedrohen mit Feuer und Stahl zu verhindern.

    Notfalls mit atomarem Feuer über welches zu gebieten wir uns angeeignet haben.
    Den Israelis empfehle ich die Einspeicherung folgender Koordinaten: 35°42'30.00"N 51°25'30.00"E, Detonationshöhe 4000. 150kt sollten reichen.
    Aber die Daten haben sie schon. Beim geringsten Zucker des Mullah-Regimes werden sie an den Lemurieren den Bann vollstrecken, unabhängig davon, was irgendwelche Islamversteher am grünen Tisch für bare Münze nehmen.
    Die Menschheit hätte nichts verloren.

  2. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 14:47

    Der Poster 'Sandwalk' hat aufgrund seiner großen Abneigung gegenüber dem Islam auch die Perser beleidigt. Dazu möchte ich doch eine paar Anmerkungen machen.

    Die Perser hatten eine Hochkultur als es bei uns bloß ein paar wilde Stämme gab, ihr Weltreich reichte vom heutigen Griechenland bis nach Indien. Die Perser sind keine echten Moslems, sie wurden im 7. Jahrhundert selbst gewaltsam islamisiert. Der Islam ist eine Beduinen- und Kameltreiberreligion welche den Persern niemals gut zu Gesichte stand. Das wissen auch die Araber, deswegen gibt es keine echte Freundschaft zwischen Persern und Arabern. Sogar heute noch werden die Perser von Arabern als "Majus" bezeichnet, um deren zoroastrischen Religionshintergrund herauszustreichen.

    In Arabic texts, as in Greco-Roman tradition, Zoroaster is "founder" of the magians, Arabic majusya. In the 1980s, under the secular Ba'ath Party formerly led by Saddam Hussein, among the many propaganda campaigns of Iraq, the term majus was used during the Iran–Iraq War as a generalization of all modern-day Iranians. "By referring to the Iranians in these documents as majus, the security apparatus [implied] that the Iranians [were] not sincere Muslims, but rather covertly practice their pre-Islamic beliefs. Thus, in their eyes, Iraq's war took on the dimensions of not only a struggle for Arab nationalism, but also a campaign in the name of Islam." (Ibrahim Al-Marashi, "The Mindset of Iraq's Security Apparatus")

    Damit wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt. Die wahre Religion der Perser ist der Zoroastrismus, die Lehre Zarathustras, welche dieser circa 1800 v. Christus aus älteren indo-arischen Glaubensvorstellungen hervorbrachte. Man kann den Zoroastrismus sogar als älteste monotheistische Religion bezeichnen, noch vor den Juden. Dies wird aber gerne unter den Tisch gekehrt.

    Zumindest der großen Einfluß der Zarathustra-Religion auf das Judentum während der Zeit des babylonischen Exils ist wissenschaftlich anerkannt. Zu jener Zet formten sich jüdische Glaubensvorstellungen, welche heute noch von Bedeutung sind. Aus Platz und Zeitgründen kann ich jetzt nicht auf alle theologischen Aspekte des Zoroastrismus und dessen Einfluß auf das Juden- und Christentum eingehen. Es gibt sogar Gelehrte, welche die Meinung vertreten, dass "Christianity may be succinctly described as a Judaized form of Zoroastrianism." (Revilo P Oliver).

    Ich empfehle die unten angeführten Artikel zu dem Thema.

    Hinweise zu Artikeln zu dem Thema.
    David Winston - The iranian component in the bible, apocrypha and qumran
    Bryan Rennie - Zoroastrianism: the iranian roots of christianity
    Erhard Gerstenberger - Zoroastrianism and the Bibel
    Revilo P Oliver - The Origins of Christianity
    Vicente Dobroruka - Persian influence on Daniel and jewish apocalyptic literature
    Geo Widengren - Iran and Israel in parthian times

    Ganz besonders möchte ich den Artikel von Markus Osterrieder empfehlen. "Zarathuštra bei den Slaven: Iranische Grundlagen des slavischen Geisteslebens"
    http://www.celtoslavica.de/bibliothek/turan1.html

    PS. Ich glaube es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich der derzeitige IS-Feldzug zu einem Krieg der Araber gegen die Perser ausweiten wird. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Ich hoffe, dass die Perser im Lauf dieser brutalen und schrecklichen Konfrontation erkennen werden, dass der Islam niemals ihrem Niveau entsprach und die Araber ihnen sowieso immer feindlich gesinnt bleiben werden. Dann wird auch der Islam hoffentlich wieder die ihm zustehende Bedeutung einer Kameltreiberreligion erhalten. Die Perser sind die einzigen, welche den Islam von innen zerstören können. Die Perser sind noch eher unsere Verbündete als die Juden, welche eine abscheuliche Theologie haben.

  3. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 09:44

    .
    Ich seh überhaupt keinen Grund, dem Iran etwas zu verbieten --
    .
    was Israel schon hat!
    .

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 13:57

    Es gibt solche und solche Sanktionen:
    1) Wenn ich bei jemandem nicht einkaufen will, und ich ihm auch nichts verkaufe, ist das OK.
    2) Wenn ich aber der Anderen verbiete bei jemandem einzukaufen oder ihm etwas zu verkaufen, wie "Kauft nicht in jüdischen Geschäften" oder "Kauft keine Waren aus von Israel besetzten Gebieten", dann schreien die Ikonen des Freihandels laut auf. In " Hexenjagd" dürfen die Juden im Großhandel Uhren nur an andere Juden verkaufen. Das ist nicht OK.
    Die USA betreiben Sanktionspolitik als Handelskrieg. China, Kuba, Venezuela, Deutschland, Japan, Russland..... wurden ihre Opfer. Wenn Griechenland seine Waren nicht an Russland verkaufen darf und die US-Anleger alles weit unter dem Preis aufkaufen, ist das eine Sauerei!

  5. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 07:52

    Lt Lügenpresse stand der Iran schon vor Jahren ganz kurz vor der Fertigstellung der Bombe.
    Wie man heute sieht war auch das gelogen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2015 09:14

    1953: Irans gestohlene Demokratie
    Die Beziehungen zwischen USA und Iran sind von tiefem gegenseitigem Misstrauen geprägt. Die Wurzeln dieses Misstrauens liegen 60 Jahre zurück. Damals stürzte die CIA Irans demokratisch gewählten Premier Mossadegh.
    Für die USA ist der Iran "ein fundamentalistisches Regime, das nach der Atombombe strebt" und zur "Achse des Bösen gehört". Umgekehrt sitzt für Teheran in Washington der "gottlose, große Satan" und die "Wurzel allen Übels". Kaum ein Verhältnis zweier Staaten ist so belastet wie das zwischen dem Iran und den USA. Beide Seiten misstrauen einander zutiefst, fühlen sich vom jeweils anderen gekränkt oder gedemütigt. Die Gründe dieser Feindschaft reichen weiter zurück als zur Islamischen Revolution 1979. Schon 1953 griffen die USA zum ersten Mal massiv in die Politik des Iran ein – mit Folgen, die den Mittleren Osten bis heute prägen.
    Kolonialattitüden und Kommunismusängste.
    Dabei war die Welt zwischen Washington und Teheran kurz nach dem Zweiten Weltkrieg noch in Ordnung. Das renommierte Time-Magazin hatte Irans Premierminister Mohammed Mossadegh sogar zum Mann des Jahres 1951 gewählt. Denn er hatte es gewagt, die britische Ölförderung im Iran zu verstaatlichen. Dafür zollten ihm auch hochrangige US-Politiker Respekt. "In den USA hatte man zu der Zeit große Sympathien für die antikolonialen Freiheitsbewegungen in der Dritten Welt", sagt Jürgen Martschukat, Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Erfurt: "Mossadegh wurde sogar als eine Art 'Benjamin Franklin Irans' gehandelt."
    Weniger begeistert waren die Briten. In deren Händen hatte die iranische Ölförderung seit Anfang des 20. Jahrhunderts gelegen. Die Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) hatte dem Empire jedes Jahr gewaltige Gewinne beschert. "Jahrzehntelang wurde das iranische Öl von den Briten buchstäblich geraubt," erzählt der in Berlin lebende iranische Publizist Bahman Nirumand. "Der Iran bekam nur ein Handgeld für das Öl, das die Briten förderten." Vehement forderten Teheraner Politiker daher seit Ende der 1940er Jahre eine gerechtere Verteilung der Erlöse. Doch Großbritannien zeigte sich stur und beharrte auf der Erfüllung der lukrativen Verträge. Als Mohammed Mossadegh 1951 zum Premierminister gewählt wurde, eskalierte die Situation: In seiner ersten Amtshandlung löste Mossadegh am 20. März 1951 einseitig den Kontrakt mit der AIOC auf und verstaatlichte die Ölindustrie.
    London reagierte empört, drohte mit einem Einmarsch und rief Washington zu Hilfe. Doch die US-Regierung unter Präsident Harry S. Truman winkte ab. Natürlich waren die Briten Verbündete. Doch Washington hatte kein Interesse an einer anhaltenden Schwächung Teherans. Zu groß war die Angst, den Iran in die Arme der kommunistischen UdSSR zu treiben. Zudem trugen aus Sicht Trumans die Briten durch ihre starre Haltung eine Mitschuld an der Eskalation.
    Die CIA und der Sturz.
    Die Haltung der USA änderte sich, nachdem Dwight D. Eisenhower Ende 1952 Truman als US-Präsident ablöste. Zwei Jahre lang hatten Iraner und Briten ergebnislos verhandelt, die Positionen waren völlig festgefahren, die Stimmung geradezu feindselig. Großbritannien hatte ein vollständiges Ölembargo gegen den Iran verhängt. Die Wirtschaft des Landes lag am Boden. Radikale Kräfte wie die kommunistische Tudeh-Partei bekamen im Iran immer mehr Zulauf.
    Im Gefolge Eisenhowers hatten in Washington antikommunistische Hardliner das Ruder übernommen: John Foster Dulles wurde Außenminister, sein Bruder Allen Leiter der CIA. Sie sahen die Entwicklung im Iran mit Sorge, bezeichneten Mossadegh gar als "Irren", der das ölreiche Land mit seinem anhaltenden Konfrontationskurs in russische Hände treiben könnte. "Man kam zu dem Schluss, dass man die vertrackte Situation mit Mossadegh nicht würde lösen können", so der Historiker Jürgen Martschukat. Eine Militärintervention im Iran lehnten die USA zwar weiterhin ab. "Die Eisenhower-Regierung war aber bereit, mit anderen Mitteln vorzugehen, als es noch die Truman-Regierung gewesen ist." Das war der Moment, in dem die CIA ins Spiel kam.
    Im Sommer 1953 startete der US-Geheimdienst in Teheran die "Operation Ajax": Die CIA bestach Politiker, Offiziere und Geistliche und wiegelte sie zur Opposition gegen Mossadegh auf. Gleichzeitig überredete sie den Schah Reza Pahlavi, Mossadegh per Dekret seines Amtes zu entheben. Am 19. August kam es zu einer Straßenschlacht zwischen Mossadegh-Anhängern und Putschisten vor dem Privathaus des Premierministers. "Man wunderte sich über die Menschen, die da gegen Mossadegh demonstrierten", erzählt Bahman Nirumand, der den Putsch als Schüler in Teheran aus nächster Nähe miterlebte: "Da waren ganz schlimme Killerbanden darunter, und arme Menschen aus dem Süden der Stadt, die man mit Geld bestochen hatte." Als dann das Schah-treue Militär eingriff, wurde Mossadegh gestürzt und das demokratische Experiment im Iran fand ein jähes Ende.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2015 14:11

    Verstehe ich A.U. richtig?

    Wenn sich also der Iran den selben strengen Kontrollen unterzieht wie die USA und Israel, dann haben die Sanktionen ihren Zweck erfüllt und werden eingestellt?

    Diese Verpflichtung sollte dem Iran leicht fallen, sehr leicht sogar!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorN.SA
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2015 09:30

    Der Iran braucht Atombomben, denn erst Atombomben halten die Schurkenstaaten davon ab, ihn anzugreifen!


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  1. Gasthörer (kein Partner)
    06. April 2015 16:33

    Das Problem ist halt, dass dieser Unterberger-Kommentar genau so auch im Standard, in der Presse oder auch der Wiener Zeitung hätte stehen können. Welchen Sinn hat nun der Blog, wenn er lediglich die Mainstreammeinung wiederkäut.
    PS.: Putin-Partisanen sind wir also. Ich würde als AU eher aufpassen, dass das geneigte Publikum nach der 100sten Beschimpfung nicht draufkommt, dass man für Mainstream-Artikel sonst nirgendwo auch nur einen Groschen bezahlt.

  2. Karl Martell (kein Partner)
    06. April 2015 14:03

    Raten Sie einmal, von welchem international bekannten Staatschef folgende Worte stammen: „Das Überhandnehmen militärischer Dominanz, wachsende Armut, der sich ausweitende Graben zwischen den reichen und armen Ländern, Gewalt als Mittel zur Krisenlösung, die Verbreitung des Terrorismus – vor allem des staatlichen Terrorismus –, die Existenz und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, der überall vorhandene Mangel an Ehrlichkeit in zwischenstaatlichen Beziehungen, sowie die Mißachtung gleicher Rechte von Völkern und Nationen bei internationalen Beziehungen stellen einige der Herausforderungen und Bedrohungen dar.“

    • Karl Martell (kein Partner)
      06. April 2015 14:07

      Derselbe Staatschef sagte ebenfalls:

      „Die menschliche Vortrefflichkeit, die Stärke der menschlichen Gesellschaft, kommt zustande im Licht der Gerechtigkeit und Spiritualität. Maßnahmen, die außerhalb religiöser Moral getroffen werden – Politik minus Moral, Wirtschaftlichkeit minus Moral, Kultur minus Moral – machen die Welt bloß zur Hölle für Nationen und Menschen.“

      Dieser Staatschef war Mahmud Ahmadinejad.

    • Mausi (kein Partner)
      06. April 2015 18:37

      Karl Martell
      ************* weise Worte, die man von unseren westlichen "wir allein sind die Guten" Politkern nie zu hören bekommen wird.

  3. @Unti (kein Partner)
    06. April 2015 09:08

    @Howard the Non-Coward = @John Quint = @herr bröselmeier = aufklärung = melchidesek jun = totale Scheisse im Hirn

  4. heartofstone (kein Partner)
    05. April 2015 17:26

    1.500 Flüchtlinge? im Mittelmeer gerettet

    Die italienische Marine und Küstenwache hat binnen 24 Stunden rund 1.500 Flüchtlinge? von Booten im südlichen Mittelmeer gerettet. Drei der insgesamt fünf Boote hätten vor der libyschen Küste Seenotrufe abgesetzt, teilte die Küstenwache heute mit. Die Menschen seien auf die Insel Lampedusa und in Hafenstädte auf Sizilien gebracht worden. Warum nicht zum Ausgangshafen?

    In den ersten zwei Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Flüchtlinge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen rund 170.000 Flüchtlinge? über Italien in die Europäische Union.

    • heartofstone (kein Partner)
      06. April 2015 08:22

      Kleine Korrektur ...

      Mehr als 1.800 Bootsflüchtlinge? im Mittelmeer gerettet

      Im Mittelmeer sind gestern mehr als 1.800 Bootsflüchtlinge? gerettet worden, die zwischen Sizilien und der libyschen Küste in Seenot geraten waren.

      Wie die italienische Küstenwache gestern mitteilte, wurden rund 1.500 Flüchtlinge von Küstenwache und Militär Italiens aus drei Booten gerettet. Zuvor seien bereits 318 Flüchtlinge von einem an der Überwachung der EU-Grenze beteiligten isländischen Schiff gerettet worden.

      Warum zum Teufel werden die "Flüchtlingsboote" nicht in den Ausgangshafen zurück geschleppt? Ob Mohammedaner von ihren eigenen Glaubensbrüdern "verfolgt" werden oder nicht, geht mir meilenweit am Hintern vorbei. Sollens nach Saudi Arabien, Kuweit, Katar und in die VAE "flüchten". Die haben Geld und Platz. Obendrein habens auch noch die selbe Ideologie (meine Abneigung den Islam als Religion zu bezeichnen ist wohl bekannt) ...

  5. U.SA (kein Partner)
    05. April 2015 16:56

    Im Konflikt mit Putin hätten "betriebswirtschaftliche Erwägungen zurückzustehen", mahnte der arische Industriepräsident Ulrich Grillo.

    Grillo ist naturgemäß Bilderberger, die hoffentlich bald alle zur Hölle fahren!

    • Odessa (kein Partner)
      05. April 2015 17:13

      Statt sich zu prostituieren, sollte Unterberger die unfassbare Niedertracht von Politik und Medien fassbar machen. In seiner jetzigen Form ist der größte Kriegshetzer-Blog Österreichs pures Teufelszeug und man kann nur beten, dass er eingeht.

  6. Torres (kein Partner)
    05. April 2015 14:31

    Ich frage mich, woher Unterberger so genau weiß, dass - und auch sogar wie weit - der Iran kurz vor dem Bau von Nuklearwaffen steht; diese Weisheit stammt offenbar von seinen amerikanischen Freunden, die ja bekanntlich auch gewusst haben, dass der Irak unter Saddam Hussein schon im Besitz solcher Waffen war. Es ist leider zu vermuten, dass diese aktuellen Informationen vom CIA stammen und ähnlich präzise sind wie auch schon beim Irak.

    • CIA-Nazi (kein Partner)
      05. April 2015 15:13

      Die Politik der US-amerikanischen Militärdiktatur basiert auf satanischen Lügen, die millionenfachen Massenmord "rechtfertigen". Wer sich Satan (journalistisch) anbiedert, wird gerechterweise zur ewigen Hölle fahren.

    • @Torres (kein Partner)
      05. April 2015 18:28

      Der geistige Tagelöhner und US Mastdarmtaucher Unterberger kennt offenbar den CIA Bericht nicht, demzufolge der Iran schon seit 2003 kein Nuklearwaffenprogramm mehr hat.
      Aber wenn das Herrchen mit einem Scheck winkt sabbert das Unterbergerchen.
      Dann wird auch Pi auf eine ganze Zahl aufgerundet.

  7. MH-0817 (kein Partner)
    05. April 2015 14:31

    "Man kann einen Journalisten (oder genauer: Kriegshetzer) billiger als eine Hure haben, für einige Hundert Dollar im Monat" (Philip Graham, Washington Post).

  8. Asow-Tagebuch (kein Partner)
    05. April 2015 13:29

    Unterbergers Nazi-Propaganda macht sicher: Der US-deutsche Herrenmensch pocht noch immer auf die Auslöschung der ostslawischen Untermenschen.

  9. Echter Konservativer (kein Partner)
    05. April 2015 13:18

    Die USA sind verantwortlich für die Flüchtlingskatastrophe. Glücklicherweise zieht die AfD 2017 in den Bundestag ein. Es wird eine konservative, nicht-grüne Ökopolitik etabliert.

    • Freidenker (kein Partner)
      05. April 2015 14:05

      Wers glaubt wird selig.
      Denken sie lieber an die Worte des Deutschlands einst beliebesten(sic!) Politikers namens Joschka Fischer der da auf die Frage eines Journalisten frech meinte:
      "...Ach, die Leute können wählen was sie wollen, es kommen vielleicht andere Kolalitionen, aber es kommt keine andere Politik. Dafür steht viel zu viel auf dem Spiel!"
      Daran wird auch die jetzt schon von Systemleuten hoffnungslos unterwanderte sogenannte AfD nicht das Geringste ändern (können).

  10. Gasthörer (kein Partner)
    05. April 2015 13:13

    OT: Wer bislang noch nicht überzeugt werden konnte, dass die Presse ganz tief im Anus des Hegemons geschrieben wird, lese sich das Interview von Christian Ultsch mit Witali Tschurkin in der heutigen online-Presse durch. Ich kam aus dem Fremdschämen gar nicht mehr heraus:
    "Russlands UN-Botschafter: "Es war eine geopolitische Explosion"

  11. Politik ist keine Lösung! (kein Partner)
    05. April 2015 11:53

    Der Genozid der Christen im Nahen Osten (dank der CIA-Bruderschaft ISIS) ist wohl der größte Triumph der modernen Weltengemeinschaft. Jetzt können sich die International-Sozialisten ihrer Nazi-Bruderschaft in der Ukraine wohlwollend zuwenden.

  12. ksjd (kein Partner)
    05. April 2015 11:43

    Der CIA Partisane Unterberger kotzt wieder einmal seine Primitivpropaganda.
    Vielleicht, wenn er schon den Iran so knebeln will wie sein Herrchen in der Bltzmanngasse, sollte man für ihn die Methode anwenden die sein Herrchen Bolton in der NYT für den Iran vorschlägt: Präventiv die Pyrkergerasse 20 niederbomben, damit er die nächsten paar Jahre nicht so einen Schwachsinn schreiben.
    Kriegshetzer wie den Unterberger braucht keine Sau.

    • U.SA (kein Partner)
      05. April 2015 11:56

      Man kann diesem Neocon-Nazi-Blog nur den raschen Untergang wünschen.

  13. N.SA (kein Partner)
    05. April 2015 09:30

    Der Iran braucht Atombomben, denn erst Atombomben halten die Schurkenstaaten davon ab, ihn anzugreifen!

  14. fewe (kein Partner)
    05. April 2015 09:11

    Freilich ist der Westen begeistert, wenn sich ein Land nicht wehren kann. Die USA greifen bevorzugt Länder an, die vorher entwaffnet wurden. Oder - auch die EU - ein Flugverbot verhängt, damit mühelose Flächenbombardements möglich sind.

    Die Einzigen, denen Atomwaffen verboten werden müssten, sind die USA, denn die haben sie bereits eingesetzt. Alle anderen haben sie nur zur Abschreckung. Auch wenn mir Nordkorea alles andere als sympathisch ist, aber die werden in Ruhe gelassen.

    Der Iran wird in ein paar Jahren mühelos niedergebombt werden können. Und sie werden es tun, die lieben USA, denn sie können - außer Terrorangriffen und Bespitzelung - nichts Anderes mehr mittlerweile.

  15. Mit Sicherheit (kein Partner)
    05. April 2015 08:45

    @ Sensenmann
    Wenn ihre Präpotenz auf militärisches Nichtwissen trifft ist das keine gute Kombi.
    Nett, dass sie empfehlen einfach mal eine Atombombe zu zünden und hunderttausende Menschen umzubringen. In den 30iger Jahren hätten es Menschen wie sie zu etwas gebracht.....
    Zum Glück liegt ihre Entscheidungsgewalt maximal darin zu wählen ob sie des Sonntags die Krone oder Österreich klauen.
    Noch schlimmer hingegen, wenn sich hier 11 Personen finden welche die massenweise Tötung von Menschen durch eine Atombombe gerechtfertigt finden und diesen Schwachsinn durch Sternevergabe auch noch gut zu heißen bzw. billigend in Kauf nehmen.
    Traurig was aus diesem Blog geworden ist.

    • Mausi (kein Partner)
      05. April 2015 09:32

      Mit Sicherheit
      ***************
      Man vergebe diesen armen Unwissenden (meist selbstverschuldet, wegen Ignoranz und Eitelkeit Fehler (Irrlehre) zuzugeben sie nicht mehr in der Lage sind, weil schon so gehirngewaschen)

      "HERR vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun (oder denken)" ... trifft den Nagel auf den Kopf.

      Aber bald werden die Zustände diese Unbelehrbaren eines Besseren belehren, dann werden sie die Palästinenser, Iraker .... - die Liste ist lang - verstehen und daraus lernen (müssen). Sie sehen täglich mit eigenen Augen wie die Siedlungspolitik in Europa vorangetrieben wird und sehen dennoch weg, weil sie selbst ja noch nicht betroffen sind. Aber das wird sich ändern ..

    • @Mausi (kein Partner)
      05. April 2015 11:46

      @Mausi, es freut mich zu sehen, dass man bei dir keine Gehirnwäsche gemacht hat, du hast ja kein Hirn welches man waschen könnte.
      Struntzdeppert wie der @aufklärung aber so ist das @Mausi halt.

    • Mit Sicherheit (kein Partner)
      05. April 2015 11:57

      Jedenfalls darf angenommen werden, dass der Sensenmann, begegnete ihm derselbe, zittern würde wie Espenlaub.

      Aus der warmen Stube den hungertausendfachen Tod zu wünschen ist da schon leichter.

      Ist diese Büchse der Pandora einmal geöffnet wird diese nichtmehr zu verschließen sein. Da spreche ich Israel keinesfalls das Recht ab sich angemessen zu verteidigen. Nur sind die Israelis, im Gegensatz zum Sensenmann, so klug, dass sie so eine massive Bedrohung vorneweg mit konventionellen Waffen robust beseitigen.

  16. socrates
    04. April 2015 09:14

    1953: Irans gestohlene Demokratie
    Die Beziehungen zwischen USA und Iran sind von tiefem gegenseitigem Misstrauen geprägt. Die Wurzeln dieses Misstrauens liegen 60 Jahre zurück. Damals stürzte die CIA Irans demokratisch gewählten Premier Mossadegh.
    Für die USA ist der Iran "ein fundamentalistisches Regime, das nach der Atombombe strebt" und zur "Achse des Bösen gehört". Umgekehrt sitzt für Teheran in Washington der "gottlose, große Satan" und die "Wurzel allen Übels". Kaum ein Verhältnis zweier Staaten ist so belastet wie das zwischen dem Iran und den USA. Beide Seiten misstrauen einander zutiefst, fühlen sich vom jeweils anderen gekränkt oder gedemütigt. Die Gründe dieser Feindschaft reichen weiter zurück als zur Islamischen Revolution 1979. Schon 1953 griffen die USA zum ersten Mal massiv in die Politik des Iran ein – mit Folgen, die den Mittleren Osten bis heute prägen.
    Kolonialattitüden und Kommunismusängste.
    Dabei war die Welt zwischen Washington und Teheran kurz nach dem Zweiten Weltkrieg noch in Ordnung. Das renommierte Time-Magazin hatte Irans Premierminister Mohammed Mossadegh sogar zum Mann des Jahres 1951 gewählt. Denn er hatte es gewagt, die britische Ölförderung im Iran zu verstaatlichen. Dafür zollten ihm auch hochrangige US-Politiker Respekt. "In den USA hatte man zu der Zeit große Sympathien für die antikolonialen Freiheitsbewegungen in der Dritten Welt", sagt Jürgen Martschukat, Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Erfurt: "Mossadegh wurde sogar als eine Art 'Benjamin Franklin Irans' gehandelt."
    Weniger begeistert waren die Briten. In deren Händen hatte die iranische Ölförderung seit Anfang des 20. Jahrhunderts gelegen. Die Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) hatte dem Empire jedes Jahr gewaltige Gewinne beschert. "Jahrzehntelang wurde das iranische Öl von den Briten buchstäblich geraubt," erzählt der in Berlin lebende iranische Publizist Bahman Nirumand. "Der Iran bekam nur ein Handgeld für das Öl, das die Briten förderten." Vehement forderten Teheraner Politiker daher seit Ende der 1940er Jahre eine gerechtere Verteilung der Erlöse. Doch Großbritannien zeigte sich stur und beharrte auf der Erfüllung der lukrativen Verträge. Als Mohammed Mossadegh 1951 zum Premierminister gewählt wurde, eskalierte die Situation: In seiner ersten Amtshandlung löste Mossadegh am 20. März 1951 einseitig den Kontrakt mit der AIOC auf und verstaatlichte die Ölindustrie.
    London reagierte empört, drohte mit einem Einmarsch und rief Washington zu Hilfe. Doch die US-Regierung unter Präsident Harry S. Truman winkte ab. Natürlich waren die Briten Verbündete. Doch Washington hatte kein Interesse an einer anhaltenden Schwächung Teherans. Zu groß war die Angst, den Iran in die Arme der kommunistischen UdSSR zu treiben. Zudem trugen aus Sicht Trumans die Briten durch ihre starre Haltung eine Mitschuld an der Eskalation.
    Die CIA und der Sturz.
    Die Haltung der USA änderte sich, nachdem Dwight D. Eisenhower Ende 1952 Truman als US-Präsident ablöste. Zwei Jahre lang hatten Iraner und Briten ergebnislos verhandelt, die Positionen waren völlig festgefahren, die Stimmung geradezu feindselig. Großbritannien hatte ein vollständiges Ölembargo gegen den Iran verhängt. Die Wirtschaft des Landes lag am Boden. Radikale Kräfte wie die kommunistische Tudeh-Partei bekamen im Iran immer mehr Zulauf.
    Im Gefolge Eisenhowers hatten in Washington antikommunistische Hardliner das Ruder übernommen: John Foster Dulles wurde Außenminister, sein Bruder Allen Leiter der CIA. Sie sahen die Entwicklung im Iran mit Sorge, bezeichneten Mossadegh gar als "Irren", der das ölreiche Land mit seinem anhaltenden Konfrontationskurs in russische Hände treiben könnte. "Man kam zu dem Schluss, dass man die vertrackte Situation mit Mossadegh nicht würde lösen können", so der Historiker Jürgen Martschukat. Eine Militärintervention im Iran lehnten die USA zwar weiterhin ab. "Die Eisenhower-Regierung war aber bereit, mit anderen Mitteln vorzugehen, als es noch die Truman-Regierung gewesen ist." Das war der Moment, in dem die CIA ins Spiel kam.
    Im Sommer 1953 startete der US-Geheimdienst in Teheran die "Operation Ajax": Die CIA bestach Politiker, Offiziere und Geistliche und wiegelte sie zur Opposition gegen Mossadegh auf. Gleichzeitig überredete sie den Schah Reza Pahlavi, Mossadegh per Dekret seines Amtes zu entheben. Am 19. August kam es zu einer Straßenschlacht zwischen Mossadegh-Anhängern und Putschisten vor dem Privathaus des Premierministers. "Man wunderte sich über die Menschen, die da gegen Mossadegh demonstrierten", erzählt Bahman Nirumand, der den Putsch als Schüler in Teheran aus nächster Nähe miterlebte: "Da waren ganz schlimme Killerbanden darunter, und arme Menschen aus dem Süden der Stadt, die man mit Geld bestochen hatte." Als dann das Schah-treue Militär eingriff, wurde Mossadegh gestürzt und das demokratische Experiment im Iran fand ein jähes Ende.

  17. HDW
    03. April 2015 17:56

    Mich würde überhaupt diese Frage interessieren: Schon nach dem WKI kam es im Zuge des von den US verkündeten "Selbstbestimmungsrechts der Völker", zu emanzipatorischen Säkularisierungen nicht nur in der Türkei, auch in Afghanistan, im Iran und Ägypten ebenso. Wo sind sie geblieben? Wer hat diese Gesellschaftskörper wieder destabilisiert und wieder zu abhängigigen Schwächlingen aufgeteilt unter GB und F, werden lassen? Von den Saudis und den Golfstaaten weiß man jedenfalls, dass sie dank der US Silberdollar im Tausch gegen Erdöl, gemütlich (laut Frau Bandion) im MA verbleiben können! Der relative Friede nach 1945 war nicht der Friedensbewegung sondern dem Gleichgewicht des Schreckens zu danken! Israelische Militärs sehen daher auch die Atombombe so. Und auch den kläglich gescheiterten Versuch Obamas sich andere Partner in diesem geopolitischen Raum zu suchen. Verlassen können sich die Juden, wie jedes Volk nur auf sich selber! So gesehen hat AU mit der Partnerschaft mit Israel recht. Die dämliche "was wäre wenn" (es Israel nicht gäbe) Frage, bezüglich der Legitimation des Islamismus, ist nicht ohne Grund aus dem historischen Diskurs überhaupt, verbannt.

  18. Yoshinori Sakai
    03. April 2015 15:08

    @ Sensenmann

    Eine Frage an Sie, und da genügt eine kurze Antwort:

    "Wen oder was verstehen Sie unter der "wahrhaft zivilisierte Welt (in Ihrem vorletzen Absatz)"?

  19. ProConsul
    03. April 2015 14:47

    Der Poster 'Sandwalk' hat aufgrund seiner großen Abneigung gegenüber dem Islam auch die Perser beleidigt. Dazu möchte ich doch eine paar Anmerkungen machen.

    Die Perser hatten eine Hochkultur als es bei uns bloß ein paar wilde Stämme gab, ihr Weltreich reichte vom heutigen Griechenland bis nach Indien. Die Perser sind keine echten Moslems, sie wurden im 7. Jahrhundert selbst gewaltsam islamisiert. Der Islam ist eine Beduinen- und Kameltreiberreligion welche den Persern niemals gut zu Gesichte stand. Das wissen auch die Araber, deswegen gibt es keine echte Freundschaft zwischen Persern und Arabern. Sogar heute noch werden die Perser von Arabern als "Majus" bezeichnet, um deren zoroastrischen Religionshintergrund herauszustreichen.

    In Arabic texts, as in Greco-Roman tradition, Zoroaster is "founder" of the magians, Arabic majusya. In the 1980s, under the secular Ba'ath Party formerly led by Saddam Hussein, among the many propaganda campaigns of Iraq, the term majus was used during the Iran–Iraq War as a generalization of all modern-day Iranians. "By referring to the Iranians in these documents as majus, the security apparatus [implied] that the Iranians [were] not sincere Muslims, but rather covertly practice their pre-Islamic beliefs. Thus, in their eyes, Iraq's war took on the dimensions of not only a struggle for Arab nationalism, but also a campaign in the name of Islam." (Ibrahim Al-Marashi, "The Mindset of Iraq's Security Apparatus")

    Damit wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt. Die wahre Religion der Perser ist der Zoroastrismus, die Lehre Zarathustras, welche dieser circa 1800 v. Christus aus älteren indo-arischen Glaubensvorstellungen hervorbrachte. Man kann den Zoroastrismus sogar als älteste monotheistische Religion bezeichnen, noch vor den Juden. Dies wird aber gerne unter den Tisch gekehrt.

    Zumindest der großen Einfluß der Zarathustra-Religion auf das Judentum während der Zeit des babylonischen Exils ist wissenschaftlich anerkannt. Zu jener Zet formten sich jüdische Glaubensvorstellungen, welche heute noch von Bedeutung sind. Aus Platz und Zeitgründen kann ich jetzt nicht auf alle theologischen Aspekte des Zoroastrismus und dessen Einfluß auf das Juden- und Christentum eingehen. Es gibt sogar Gelehrte, welche die Meinung vertreten, dass "Christianity may be succinctly described as a Judaized form of Zoroastrianism." (Revilo P Oliver).

    Ich empfehle die unten angeführten Artikel zu dem Thema.

    Hinweise zu Artikeln zu dem Thema.
    David Winston - The iranian component in the bible, apocrypha and qumran
    Bryan Rennie - Zoroastrianism: the iranian roots of christianity
    Erhard Gerstenberger - Zoroastrianism and the Bibel
    Revilo P Oliver - The Origins of Christianity
    Vicente Dobroruka - Persian influence on Daniel and jewish apocalyptic literature
    Geo Widengren - Iran and Israel in parthian times

    Ganz besonders möchte ich den Artikel von Markus Osterrieder empfehlen. "Zarathuštra bei den Slaven: Iranische Grundlagen des slavischen Geisteslebens"
    http://www.celtoslavica.de/bibliothek/turan1.html

    PS. Ich glaube es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich der derzeitige IS-Feldzug zu einem Krieg der Araber gegen die Perser ausweiten wird. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Ich hoffe, dass die Perser im Lauf dieser brutalen und schrecklichen Konfrontation erkennen werden, dass der Islam niemals ihrem Niveau entsprach und die Araber ihnen sowieso immer feindlich gesinnt bleiben werden. Dann wird auch der Islam hoffentlich wieder die ihm zustehende Bedeutung einer Kameltreiberreligion erhalten. Die Perser sind die einzigen, welche den Islam von innen zerstören können. Die Perser sind noch eher unsere Verbündete als die Juden, welche eine abscheuliche Theologie haben.

    • ProConsul
      03. April 2015 15:02

      Verzeihung, ich meine natürlich den Poster 'Sensenmann'.

    • Wafthrudnir
      04. April 2015 12:02

      Auch wenn es ein wenig "o.t." sein mag, aber bei aller Anerkennung der weltgeschichtlichen Bedeutung Zarathustras scheint es doch ein wenig weit hergeholt, seine Religion als "die Religion" der Perser zu bezeichnen. So richtig dominant scheint er nur in achämidischer-sasanidischer Zeit, also etwa 1.000 Jahre (weniger als der Islam) gewesen zu sein, und gegen Ende litt er bereits sehr unter der Konkurrenz nestorianischer Christen und Buddhisten.
      Der Unterschied zum Mehrheitsislam, den Sie ansprechen, ist gewiß real, aber vielleicht liegt die Ursache nicht nur bei Zarathustra, sondern auch darin, daß der schiitische Islam viel mehr christliche Elemente enthält (sich erhalten hat? Siehe http://www.islamfacts.info/Islamfacts/Schiiten.html ). In der aktuellen Jungen Freiheit erwähnt ein christlicher Theologe, daß die gesamte Vorgehensweise schiitischer Theologen ihn viel mehr an die Methodik christlicher Theologen erinnere, als an die viel eingeschränktere ihrer sunnitischen Kollegen. Aber woran es auch liegen mag, so sind die Chancen auf einen tatsächlichen Dialog und ein friedliches Miteinander doch bei den Schiiten sicher eher gegeben als bei Sunniten, die, wie man an der Radikalisierung der einst laizistischen Türkei sieht, stets Zeitbomben bleiben.

    • Thomas F. (kein Partner)
      07. April 2015 11:33

      Sollte man nicht fairerweise auch der "Kameltreiberreligion" zubilligen, dass es eine Phase gab, in der dieser Kulturkreis zu wissenschaftlichen Errungenschaften imstande war, die dem damaligen Rest der Welt weit voraus waren? So etwa im siebten Jahrhundert entstand z.B. die Algebra, als der Westen im mittelalterlichen Chaos versunken war.

  20. schreyvogel
    03. April 2015 14:11

    Verstehe ich A.U. richtig?

    Wenn sich also der Iran den selben strengen Kontrollen unterzieht wie die USA und Israel, dann haben die Sanktionen ihren Zweck erfüllt und werden eingestellt?

    Diese Verpflichtung sollte dem Iran leicht fallen, sehr leicht sogar!

  21. socrates
    03. April 2015 13:57

    Es gibt solche und solche Sanktionen:
    1) Wenn ich bei jemandem nicht einkaufen will, und ich ihm auch nichts verkaufe, ist das OK.
    2) Wenn ich aber der Anderen verbiete bei jemandem einzukaufen oder ihm etwas zu verkaufen, wie "Kauft nicht in jüdischen Geschäften" oder "Kauft keine Waren aus von Israel besetzten Gebieten", dann schreien die Ikonen des Freihandels laut auf. In " Hexenjagd" dürfen die Juden im Großhandel Uhren nur an andere Juden verkaufen. Das ist nicht OK.
    Die USA betreiben Sanktionspolitik als Handelskrieg. China, Kuba, Venezuela, Deutschland, Japan, Russland..... wurden ihre Opfer. Wenn Griechenland seine Waren nicht an Russland verkaufen darf und die US-Anleger alles weit unter dem Preis aufkaufen, ist das eine Sauerei!

  22. Sensenmann
    03. April 2015 11:44

    Die Sanktionen haben gar nichts bewirkt. Das paläolithische Regime sitzt nach wie vor im Sattel. Trotzt der "Sanktionen" konnte es die Technologie zukaufen, eine Urananreicherungsanlage zu betreiben. Die Kaskaden von Gaszentrifugen inkl. aller Technik haben diese paläolithischen Lemuren ja nicht selber gedengelt, sondern zugekauft. Das Orkregime hat bei einem Abkommen das Privileg, Atomtechnologie ganz offiziell vom Westen kaufen zu können, gegen das Versprechen, die Kerntechnologie nur friedlich nutzen zu wollen.

    Versprechen als Grundlage für Irgendwas. Wir kennen ja selbst die Versprechen der Griechen. Und die Realität.

    Versprechen sind billig. Es darf gelacht werden.

    Wie die Sanktionen dem Iran geschadet haben sieht man bei Bildern auf dessen Straßen. Von Mangel keine Spur. Die Sanktionierer haben nicht begriffen, daß man für Geld de facto alles kaufen kann. Es wird halt etwas teuerer.

    Offenbar sind die Einzigen, die diese Taqiya-Geschwätz nicht glauben, die Israelis. Sie wissen, daß die Schiiten (die scheußlichste und blutgierigste Spielart des Mohammedanismus) Meister der Ränke und Heimtücke sind. Die Zusagen gegen Ungläubige sind wertlos und werden nur gemacht, um einen Vorteil zu erringen. Es gab ja schon Abkommen sonder Zahl, leider, leider wurden die UNO-Kontrolleure nicht reingelassen, leider, leider waren Unterlagen nicht verfügbar und oh Wunder, währenddessen wurden Anlagen in die Berge gebaut und die Arbeit an der Atombombe lustig weiterbetrieben. Die der Trägerraketen ohnedies.

    Alles vergeben und vergessen, vom nächsten Ersten an wird nämlich alles anders.
    Zumindest glauben das die EU-Verhandler und der Mann, der nach dem Willen der Wallstreet gerade den Präsidenten der USA geben darf...

    Und das Mullah-Regime als "verlässlicher Partner der zivilisierten Welt"?
    Es darf böse gelacht werden! Sehr böse!

    Ich weiß ja nicht, wen sich Qualitätsjournalisten so als Partner aussuchen, aber MEINE Partner leben nicht nach Steinzeitriten, essen nicht ausschließlich Fleisch von Tieren, die man möglichst bestialisch zu Tode quält, hängen nicht Menschen an Baukränen auf, während die umstehenden Orks ihren scheußlichen Wüstendämon mit den Worten "Allahu kackbar!" anheulen.
    Meine Partner geißeln sich nicht in Massenirrsinn bis auf's Blut und schneiden kleinen Kindern mit Rasierklingen die Stirn auf und steinigen nicht Menschen, die diesem Wahn abschwören wollen.
    Meine Partner brauchen keine Tugendwächter, die Frauen nur als wandelnde Müllsäcke akzeptieren und sie nach Recht und Gesetz schlagen dürfen, weil sie ohnedies nur halb soviel wert sind, wie ein Mann!

    Von den anderen Perversionen, die nach dem Gesetz diverser Ayatollahs und im Namen dieses scheußlichen Kultes dort zulässig sind will ich um des Anstandes Willen schweigen! Kann sich jeder unter "Lehren des Ayatollah Khomeini" selbst suchen.

    Aber offenbar geht es denen, die Affenregimes, die außerhalb der menschlichen Spezies stehen als Partner betrachten genau so, wie diesem ÖVP-Trampel, der meinte, das bisserl Enthaupten würde eh nicht jeden Tag passieren.

    Islamversteher.

    Und der Putin-Vergleich, der ja nach CIA-Pressehandbuch niemals fehlen darf, zieht auch nicht. Denn derlei Bilder, wie man sie aus dem Iran kennt, werden selbst mit Photoshop nicht aus Russland herauszuholen sein. Schon deshalb nicht, weil die Russen zwar vielleicht primitiv und grausam und in manchen Völkerstämmen dortselbst auch vertiert sein mögen, aber wenigstens nicht obendrein kollektiv wahnsinig und von einer Mordgier gegen "Ungläubige" beseelt, wie sie den diversen Spielarten des Mohammedanismus eigen ist.

    Sanktionen sind gut, allerdings müßten sie total sein und die gesamte islamische Welt von jeder westlichen Versorgung abschneiden. Da Mohammedaner nichts hervorbrigen und keinerlei Erfindungen, Technologie oder Grundlagenforschung vorweisen können, würden sie dann wieder auf den Status zurückfallen, der ihnen angemessen ist.

    Es steht jedem Volk frei, die Welt nach seinem Willen zu gestalten. Oder es zu versuchen. Wenn es nach dem Willen dieser "verlässlichen Partenr der zivilisierten Welt" geht, soll dieser Planet von den Mond anheulenden, sich mit Tieren und Kindern paarenden Mulattenäffchen in Kutten bewoht sein.

    Mit Verlaub: Die wahrhaft zivilisierte Welt wird das zu verhindern wissen. Unsere Welt nach Wille und Vorstellung ist eben etwas anders geartet. Auch wir haben das Recht, gegenteilige Vorstellungen, die unsere Art zu leben bedrohen mit Feuer und Stahl zu verhindern.

    Notfalls mit atomarem Feuer über welches zu gebieten wir uns angeeignet haben.
    Den Israelis empfehle ich die Einspeicherung folgender Koordinaten: 35°42'30.00"N 51°25'30.00"E, Detonationshöhe 4000. 150kt sollten reichen.
    Aber die Daten haben sie schon. Beim geringsten Zucker des Mullah-Regimes werden sie an den Lemurieren den Bann vollstrecken, unabhängig davon, was irgendwelche Islamversteher am grünen Tisch für bare Münze nehmen.
    Die Menschheit hätte nichts verloren.

    • Xymmachos
      03. April 2015 13:45

      @Sensenmann
      Gut gesagt, ****************** VSOP!
      Ob's der CIA-gesteuerte Blogmaster mitkriegt ????????

    • dssm
      03. April 2015 14:26

      Ich sehe es nicht so schwarz.
      Der Iran wird die A-Bombe bauen, früher oder später (oder ist die schon fertig?).
      Wenn Pakistan die Bombe hat, kann es nicht mehr schlimmer werden.

      Aber es gibt gerade eine gute Gelegenheit, die Iraner moralisch zu beurteilen. Die kämpfen an vorderster Front im Irak, geführt vom wohl bekanntesten persischen General. Schauen wir ob es zu Massakern und Vergewaltigungen an Sunniten, Christen und sonstigen nicht-Schiiten kommt.
      Bisher ist die Truppe sehr diszipliniert vorgegangen, so wie man dies nur von Europäern und Nord-Ostasiaten sonst kennt.

    • Nestor 1937
      03. April 2015 14:34

      .
      Sensenmann,
      mit solchen Sprüchen ziehen die meisten Tea-Party Leute, Neocons und Zionisten seit Jahrzehnten durch die Welt. Sie haben nichts als Elend gebracht

    • schreyvogel
      03. April 2015 14:50

      Wäre ich ein Moslem, müsste ich Sie jetzt einen Hassprediger nennen.

      Als Chist aber weiß ich, dass Heiliger Zorn aus Ihnen spricht, und dass ein guter Zweck auch ungute Mittel heiligt, und dass ohnehin kein Moslem diesen Blog liest.

      Aber 150 kt halte ich doch für übertrieben, Sensenmann! Könnten Sie etwas nachlassen?

    • socrates
      03. April 2015 23:08

      Mit einer Atombombe kann man auf 2 Arten Frieden schaffen: Über Teheran oder Tel Aviv. Ich bin gegen jede Atomwaffe, auch über Munition aus abgereichertem Uran, das die USA und Israel verwenden.
      Im Iran sind ~66% der Studenten Frauen, sie fahren Auto, haben Pässe, kurz alles was sie in Saudiarabien nicht hätten. Aber dort sind die Amis uns der Fortschritt zu Hause.

    • Rau
      06. April 2015 09:51

      Ich nenne Sie auch als Christ einen Hassprediger!
      Natürlich führt kein Weg an einer Partnerschaft mit dem Iran vorbei. Die müsste nur endlich mal anders aussehen, als das was man den Völkern in diesen Breiten bisher angeboten hat - unmenschliche Diktaturen in denen Kreativität und frei Entfaltung verunmöglicht wird.

      Gerade der Iran ist das denkbar schlechteste Beispiel zur Untermauerung Ihres Aufrufes zu, ja zu was eigentlich??? - Das können Sie doch nicht ernst meinen - wieviele Hiroschimas denken Sie hält die Welt aus, schon gar nicht mit den falschen Koordinaten! - Setzen Sie die von Riyad ein, und nicht mal dann kann man Ihnen rechtgeben, wenn auch Ihr Text dann etwas plausibler wäre!

    • Mausi (kein Partner)
      06. April 2015 18:49

      Rau
      Soweit ich mich erinnern kann, hat die US-Regierung als einzige Macht Atombomben auf unschuldige Menschen geworfen. Der Iran hat noch niemals eine andere Nation überfallen. Was sie über den Iran zu wissen meinen haben sie von wem? Kennen sie das dortige Volk? Haben sie mit den einfachen Iranern gesprochen? Nein? Dann steht es niemanden zu sich über ein anderes Volk eine derartig böse Meinung zu bilden.

      Menschen die ausschließlich auf einseitiges Hörensagen ihre Meinung aufbauen und nicht auf eigene Erfahrung, laufen Gefahr in die falsche Richtung geführt zu werden. Von Schafen kennt man das ..... Menschen aber haben einen Verstand. Leider benutzen ihn viel zu wenige.

    • Rau
      06. April 2015 21:34

      Ich bezieh mich auf den Text vom Sensenmann - wie kommen Sie darauf ich würde mir eine böse Meinung von irgendjemanden bilden? Uch denke Sie haben da was falsch verstanden.

  23. Josef Maierhofer
    03. April 2015 11:06

    Es wird nicht möglich sein, dem Iran die Atombombe zu verbieten.

    Es muss jedem Realisten klar sein, dass das nicht möglich ist.

    Es gibt keinerlei Garantie und schon gar keine Sicherheit, genau, wie Dr. Unterberger auch schreibt, dass nicht nach einem Machtwechsel irgendein Mullah wieder durchdreht.

    Allerdings, im Falle Iran, da helfen die Sanktionen zu einem Gespräch und, im optimalen Fall, zu einem Durchsetzen der fortschrittlichen Iraner gegen die mittelalterlichen Mullahs. Persien war unter dem Schah schon einmal pro westlich alliiert und der Schah gerne auf Besuch am Arlberg zum Schifahren.

    So, wie in den USA alles ungewiss ist, ob die Republikaner Obamas Versuche kippen, etc., so ist es natürlich auch im Iran, wo der Hemmfaktor die Mullahs sind. So, wie die Amerikaner und die Russen hier kooperiert haben, sie kooperieren auch im Handel, und die Amis unterlaufen die eigenen Sanktionen, die es ja scheinbar nur offiziell für die Europäer als missliebige Konkurrenz gibt, so möchte ich auch diese Sanktionen von den anderen Sanktionen unterscheiden.

    Jedenfalls scheint in solchen Konferenzen Europa in untergeordneter Rolle auf, wie es Europa in allen Belangen immer mehr erreicht. Daran sieht man die europäische Selbstaufgabe auch, nicht nur bei uns in Europa und der hiesigen Gesellschaftsauflösung und -übergabe.

    Den Iranern wäre zu wünschen, dass sie jedenfalls sanktionslos in der Weltgemeinschaft sein dürfen und dass die vernünftigen Kräfte sich dort und auch in der Welt rundherum durchsetzen, ob mit oder ohne Atombombe, die sich nirgends verhindern lässt, nicht einmal in Nordkorea.

  24. Herby
    03. April 2015 10:24

    1) Von der Berichterstattung aus Lausanne hat mir gestern der Kommentar von Daniel Hechler (ARD) am besten gefallen:

    Von Min. 12:30 - 13:30 in der ARD-Mediathek zu sehen: http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesschau/tagesschau-20-00-Uhr/Das-Erste/Video?documentId=27478890&bcastId=4326

    Er stellt das dünne Stück Papier das augehandelt wurde in einen logischen Gesamtzusammenhang: Zeitlich & in der Weltregion Naher Osten.

    2) Es war unter anderem auch ein Erfolg für "unsere" EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini: Sie saß jetzt schon 8 Tage in Lausanne & hat mitverhandelt. Bei ihrer Bestellung in das hohe Amt, 2014 war viel von ihrer Unerfahrenheit die Rede. Man fürchtete dass sie nur in lauter Fettnäpfchen treten würde.

    Jeder Interessierte der die Verhandlungen in dem Hotel in Lausanne über die Medien verfolgte kam zum Ergebnis: Da wird wirklich nach allen Regeln der Kunst & mit allen Tricks gepokert. Da wird die Frist überschritten & Tag und Nacht verhandelt dass sich die Balken biegen weil für alle so viel auf dem Spiel steht.

    Bei der Abschlusspressekonferenz stand Mogherini als einzige Frau in der Mitte, umringt von den viel mächtigeren anderen Playern. Vielleicht war Lausanne so etwas wie eine erfolgreiche "Feuertaufe" für Mogherini, vielleicht wird wirklich noch eine schlagkräftige, durchsetzungsstarke, weise Politikerin mit politischem Gewicht aus ihr - ich wünsche es ihr.

    3) Binnen kürzester Zeit nach dem Abschluss in Lausanne begannen die Menschen- vor allem die jungen, urbanen, politisch interessierten, gebildeten - in den Städten Irans zu feiern: Die Bilder davon gehen um die Welt, siehe etwa den Autokorso & die glücklichen jungen Leute auf dem Bild aus Theheran in der S.Z.:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/reaktionen-auf-das-rahmenabkommen-mit-teheran-iraner-feiern-atomdeal-israel-zeigt-sich-besorgt-1.2421254

    Das zeigt, dass es das gewöhnliche Volk ist, vor allem die Jugend des Iran die in Feierlaune ist. Für die iranische Staatsführung ging es zum großen Teil um das "Wahren des Gesichts" & darum den Aufstand des unzufriedenen Volks zu verhindern, die Staatsführung weiß dass das Land am Brodeln ist.

    Dem Iranischen Volk wünsche ich dass es sich gegenüber der fragwürdigen Staatsführung ("Mullahregime") EMANZIPIEREN kann.

    • Torres (kein Partner)
      06. April 2015 10:21

      Egal, was Mogherini tut und was man von ihr hält: im Vergleich zu der völlig hilflosen, überforderten und autoritätslosen Ashton ist sie ein echter Fortschritt und ein Gewinn für die EU.

  25. Nestor 1937
    03. April 2015 09:44

    .
    Ich seh überhaupt keinen Grund, dem Iran etwas zu verbieten --
    .
    was Israel schon hat!
    .

    • Undine
      03. April 2015 09:53

      @Nestor 1935

      Das dürfen Sie nicht so eng sehen---Quod licet Iovi, non licet bovi.....;-)

    • Herby
      03. April 2015 09:56

      @ Undine:

      Ich gratuliere Ihnen herzlich zum "Besten Poster des Monats März 2015"!

    • Undine
      03. April 2015 12:20

      @Herby

      Danke!!

    • Josef Maierhofer
      03. April 2015 14:31

      @ Undine

      Herzliche Gratulation !

    • kritikos
      03. April 2015 14:54

      @ Undine

      Undine vor den Vorhang!

    • Undine
      03. April 2015 19:59

      @Alle

      Jetzt bin ich direkt ein bisserl rot geworden! Danke! ;-)

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      05. April 2015 14:30

      Ich schon. Während die Mullahs immer wieder von der Auslöschung des "Judenstaats", von der Tilgung Israels aus den Geschichtsbüchern öffentlich träumen, hat es solche auch nur im Entferntesten damit vergleichbare Äußerungen seitens Israels nie gegeben. Ein Hundsfott, wer das nicht wahrhaben will.
      Ich empfehle den "Israelfreunden" hier, klar zu sagen, wohin sie auswandern würden - nach Israel oder in den Iran. Und dann fort mit euch.

    • Karl Martell (kein Partner)
      06. April 2015 14:00

      @ Dr. Knölge

      „’Die Welt sicherer zu machen’ ist die Rechtfertigung, eine militärische Operation in Gang zu setzen, die möglicherweise in einem atomaren Holocaust enden könnte.“ Auf genau diesem Risiko gründet sich die Verteidigungspolitik Israels schon lange. Die einzige Atommacht im Nahen Osten beruft sich noch immer auf die „Samson-Option“, wonach der israelische Staat bereit ist, notfalls die ganze Welt mit sich in den nuklearen Untergang zu reißen.

      Michel Chossudovsky

  26. Gerhard Pascher
    03. April 2015 08:23

    Mit solchen scheinbar endlosen Verhandlungen versucht doch der Iran nur Zeit zu gewinnen und die Verhandlungspartner zu Zugeständnissen zu bewegen.
    Alles Taktik, letzlich wird der bessere Pokerspieler gewinnen.

    P.S.: Griechenland benützt eine ähnliche Strategie. Sehr beliebt sind dabei sog. Nachtverhandlungen, wo die Müdigkeit der Gesprächspartner ausgenützt wird.

  27. Pennpatrik
    03. April 2015 07:52

    Lt Lügenpresse stand der Iran schon vor Jahren ganz kurz vor der Fertigstellung der Bombe.
    Wie man heute sieht war auch das gelogen.





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