Lernen Sie Latein, Herr Minister!

Autor: Viktor Mutic

Gedanken zur alten und neuen Weltordnung

Autor: Helmut Wöber

Wehrdienst: Pflicht oder Zwang?

Autor: Andreas Tögel

Nicht mehr arbeiten! Mehr enteignen!

Autor: Andreas Tögel

Probleme, die vermeidbar sind

Autor: Gerhard Kirchner

1984 – 2003 – 2062

Autor: Willi Sauberer

Wenn nichts mehr wahr ist, ist alles vorstellbar

Autor: Elisabeth Sabaditsch-Wolff

Die Schlange(n) und das Kaninchen

Autor: Karl-Peter Schwarz

Mercosur-Pakt: Endlich kreißten die Berge…

Autor: Andreas Tögel

Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Autor: Helmut Wöber

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

FN 744: EU-Staaten und blutbefleckte Diktatoren

Warum arbeiten nicht alle EU-Staaten ihre Vergangenheit auf?

Manche kleinen Nachrichten enthüllen eigentlich Unglaubliches. Der knappe Inhalt der Meldung aus Zagreb: Die neugewählte kroatische Präsidentin hat eine Büste des langjährigen Diktators Tito aus dem Eingangsfoyer zu ihrem Amtssitz entfernen lassen. Daraus lernen wir, dass Tito bis vor wenigen Tagen an einem so prominenten Ort geehrt worden ist. Na bumm. Ein Mann, der für zahllose Tote verantwortlich war; der Konzentrationslager betrieben hat; der die österreichischen Grenzen jahrelang bedroht hat; der sein Land wirtschaftlich bergab geführt hat; der weder für Rechtsstaat noch Demokratie etwas übrig hatte; und der ein erbarmungsloser Diktator gewesen ist. Noch beklemmender ist, wie Ministerpräsident Zoran Milanovic (ein Sozialdemokrat) auf die Maßnahme der Präsidentin reagiert hat. Er kritisierte sie, weil Tito doch zum „Besten“ der kroatischen Geschichte gehört hätte! Freilich: Es hatten in den letzten Jahren weder EU-Exponenten noch österreichische Spitzenpolitiker etwas zu sagen gewagt, wenn sie vor oder nach dem Beitritt Kroatiens zur Visite im Präsidentenpalast waren. Und dabei unweigerlich an der Büste vorbeigehen mussten. Wenn in Russland Lenin&Co vielerorts weiterhin (oder sogar wieder verstärkt) geehrt werden, gilt das zu Recht als Beweis, dass die Russen noch lange nicht in Rechtsstaat und Demokratie angekommen sind. Aber in einem EU-Land? Was hat so ein Mitglied überhaupt in der EU verloren?

PS.: Eigentlich würde es mir schon reichen, dass Jörg Haiders Hypo dort Milliarden versenkt hat . . .

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung