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Die ÖVP oder: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen

Lesezeit: 7:00

Man sollte keinen Programmentwurf veröffentlichen, wenn man im wirklichen Leben das genaue Gegenteil tut. Das ist aber genau das, was die ÖVP jetzt macht. Rätselhaft. Aber vielleicht gibt es die ÖVP ja doppelt? Und vielleicht hat die eine mit der anderen gar nichts zu tun?

Um nur einige Beispiele zu nennen:

  1. Was soll die nett klingende Lyrik eines solchen Programms, wenn etwa Ex-Jungstar Sebastian Kurz gleichzeitig verkündet: „Der Islam gehört zu Europa“? Dieser Satz steht aber absolut nicht im VP-Programm, obwohl die Kurz-Behauptung ja im Grund die totale Selbstdemontage der ÖVP-Identität und Programmatik bedeutet.
  2. Was soll das Bekenntnis zu der Absicht, „den Schuldenstand abzubauen“, wenn gerade ein Regierungspaket beschlossen worden ist, das mit absoluter Sicherheit – wenn auch offiziell noch nicht eingestanden – eine Zunahme der Schulden auslösen wird?
  3. Was soll das Bekenntnis zu einer „gemeinsamen europäischen Armee“, solange man nichts darüber sagt, wer denn diese Armee eigentlich kommandieren und in Bewegung setzen soll, und solange man vor allem selbst intensiv dabei mitwirkt, dass die letzten Reste einer österreichischen Armee verenden?
  4. Was soll das Gerede von Transparenz, wenn in den Medien mehr über diesen Programm-Entwurf steht als auf der ÖVP-eigenen Homepage, wenn man also selbst nicht zu Transparenz willens oder imstande ist?
  5. Was soll das Gerede von der für die ÖVP wertvollen „Familie“, wenn die gleiche Partei bei der soeben von der Regierung in die Höhe gepeitschten Grunderwerbssteuer jetzt zwar für den Tourismus um eine Ausnahme kämpft, aber nicht für innerfamiliär vererbte Einfamilienhäuser?
  6. Was soll das Programm-Gerede von einer besseren Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes, wenn gleichzeitig von der Regierung der Grenzsteuersatz erhöht wird? Oder weiß man etwa nicht, dass dieser Grenzsteuersatz eine der wichtigsten Größen für ausländische Manager bei der Entscheidung darüber ist, an welchem Standort sie eine neue Niederlassung ansiedeln?
  7. Was soll das Gerede von der „Toleranz gegenüber anderen Lebenszielen“, wenn in Wahrheit längst schon Toleranz gegenüber heterosexuellen Menschen nötig wäre? Was man etwa zuletzt daran gesehen hat, dass der Sänger Andreas Gabalier von der Kulturschickeria ausgepfiffen und ordinär beschimpft wird, bloß weil er sagt, dass man es heute nicht leicht hat, wenn man sich als Manderl noch für Weiberl interessiert, und wenn dieselbe Schickeria gleichzeitig einem Conchita Wurst und einem Gossen-Rapper zujubelt.
  8. Was soll das Gerede vom Mehrheitswahlrecht, wenn die Wiener ÖVP gleichzeitig vehement gegen die mehrheitsfördernden Elemente im Wiener Wahlrecht kämpft?
  9. Was soll das Gerede vom e-voting, wenn gleichzeitig ein viel wichtigeres Ergebnis der jüngsten ÖVP-Mitgliederbefragung zum Thema Wahlrecht unter den Tisch gekehrt wird? Bei dieser haben nämlich 87 Prozent verlangt, dass immer der Kandidat mit den meisten Vorzugsstimmen auch das Mandat erhalten soll! Da kann das e-voting-Gerede nur noch als Ablenkungsmanöver gewertet werden, damit man nicht merkt, wie jeder Demokratisierungsansatz von der Macht der Gremien zunichte gemacht wird.
  10. Was soll das vage Gerede von „verstärkten Möglichkeiten der direkten Demokratie“, wenn man zugleich die klare Festlegung der ÖVP vor der letzten Wahl aufgibt, dass es zwingend ein Referendum geben müsse, wenn genügend Wähler dies verlangen?
  11. Und last not least: Was soll das Gerede, dass „zu hohe bürokratische Lasten“ auf ein „erträgliches Maß verringert werden“ müssten, wenn gleichzeitig die ÖVP einem gewaltigen Bürokratiepaket zustimmt?

Die Bürokratie-Explosion

Falls die Programmschreiber nicht mitgekriegt haben, was nämlich gerade zu diesem Punkt die Regierung, also eben auch die eigene Partei, so alles beschlossen hat, ein paar „Highlights“ in Kürze. Sie alle bedeuten mehr Bürokratie, mehr Verwaltung:

  • 500 Beamte mehr, um Österreichs Selbständige und Unternehmer durch schikanöse Steuerprüfungen zu quälen;
  • Zwang für zahllose Unternehmer, Registrierkassen anzuschaffen;
  • Zwang, bei jedem Grundstücksverkauf und jeder -vererbung teure Preisschätzungen machen zu müssen;
  • Erhöhung der Kapitalertragssteuer, die viele Kleinunternehmer veranlassen wird, wieder von der GmbH zur Form von Einzelpersonenunternehmen zu wechseln. Was perfekt die Groteske der letzten Jahre fortsetzt: GmbH - GmbH light - GmbH;
  • Gründung einer neuen staatlichen Wohnbauinvestitionsbank, als ob Wohnbauförderung nicht auch über bestehende Banken abgewickelt werden könnte, und als ob staatseigene Banken nicht die zentrale Finanzkatastrophe der letzten Jahre ausgelöst hätten;
  • Verkomplizierung des Vergaberechts, wo allen Ernstes teurere Anbieter auf Kosten der Steuerzahler Staatsaufträge erhalten sollen, nur weil sie mehr ältere Mitarbeiter beschäftigen; was überdies nur durch viel Bürokratie überhaupt überprüft werden kann;
  • Die – an sich lobenswerte – Ermöglichung von Crowdfunding wird nach den Plänen der Regierung so kompliziert gestaltet, dass das Instrument im Bürokratiedschungel wohl völlig hängenbleiben wird;
  • Statt dass die zahllosen Ausnahmen im Steuerrecht wenigstens ein bisschen reduziert werden, gibt es neue Freibeträge. So wird für ausländische Forscher ein „Zuzugsfreibetrag“ geschaffen. Das ist dreifach absurd: Erstens weiß kein Mensch, wie man ohne langwierige bürokratische Überprüfung überhaupt einen Forscher von einem anderen Menschen, einem Techniker oder Manager unterscheidet (nur weil es auf einem Antrag steht?). Zweitens gibt diese famose Regierung mit diesem Freibetrag offen zu, dass die (jetzt neuerlich erhöhten!) Grenzsteuersätze für Ausländer abschreckend sind. Wobei aber drittens niemand erklären kann, warum nur „Forscher“ angelockt werden sollen und nicht auch andere Spitzenkräfte, die für den Standort wichtig wären, wie eben Manager, Techniker oder Unternehmer, für die es aber allesamt kein Freibetrags-Zuckerl gibt;
  • Und schließlich werden mit Sicherheit bei der legistischen Ausarbeitung des Umverteilungspakets noch viele weitere bürokratische Foltermethoden notwendig werden.

Über all diese gewaltigen bürokratischen Eruptionen kann auch die winzige Erleichterung nicht wirklich hinwegtäuschen, dass man künftig für den Erhalt der Familienbeihilfe kein eigenes Formular unterschreiben muss. Aber das ist schon wirklich die einzige Entbürokratisierung, die ich in diesem Paket gefunden habe.

Das alles bestätigt den Eindruck, dass die ÖVP, die Grundsatzprogramme schreibt, mit der ÖVP, die den Sozialisten ständig nachgibt, absolut nichts zu tun hat.

Und wo bleibt das Positive?

Der Grant über diese Doppelzüngigkeit ist groß. Und ebenso der Ärger, dass die ÖVP ihre eigenen positiven Ansätze – eine echte direkte Demokratie und die Auswahl der Mandatare rein auf Grund der Vorzugsstimmen – eiskalt entsorgt hat. Das zeigt die Macht des herrschenden Funktionärs-Apparats. Dennoch soll das Positive nicht ganz übersehen werden:

  • Positiv ist das Verlangen nach staatlichen Sanktionen für jene (Eltern), die gegen zusätzliche Bildungsmaßnahmen für ihre Kinder sind.
  • Positiv ist der Verweis bei der Kulturförderung auf das private Engagement; das kann nur heißen, dass es keine Erhöhung der Steuergelder für die Kulturszene geben soll.
  • Positiv ist das nun doch sehr klare Bekenntnis zum Gymnasium.
  • Positiv ist die mutige Infragestellung der Neutralität (auch wenn diese noch immer sehr populär ist).
  • Positiv und mutig ist das Bekenntnis zum ungeborenen Leben.
  • Positiv ist der Akzent auf mehr Selbstbehalte im Gesundheitsbereich.

Viele dieser Punkte zeigen, dass die ÖVP auch zu Unpopulärem den Mut hat. Das ist sehr lobenswert. Umso unverständlicher ist es aber, dass sie in den populären Punkten (Direkte Demokratie und Wahlrecht) einen Rückzieher macht.

Oder eigentlich ist es doch verständlich: In diesen Punkten geht es ja um die Macht der Funktionäre. Da wird beinhart jeder Funke an Erneuerung ausgetreten.

PS.: Wer gefürchtet hat, Gesellschaftsveränderung und Geldverschwendung machen nach dem Umverteilungspaket eine Schnaufpause, kann beruhigt aufatmen. Es gibt schon wieder neues, offenbar dringend Notwendiges: den arbeitsfreien „Papamonat“ nun auch für homosexuelle Partner. Also wieder kann die Mitterlehner-ÖVP erfreut abhaken: Auch heute schön progressiv gewesen; auch heute die letzten verbliebenen eigenen Wähler provoziert.

PPS.: Kleiner Vorschlag für die nächste progressive Tat (ganz ohne Beraterhonorar): Man könnte doch die Vervielfachung der Grunderwerbssteuer für homosexuelle Paare außer Kraft setzen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 09:05

    A.U. schreibt:

    "Was soll das Bekenntnis zu einer „gemeinsamen europäischen Armee“, ..."

    Für mich heißt das: Aufgabe der einst hochgejubelten Neutralität---die uns übrigens im Ernstfall nicht einmal einen Tag lang vor einem feindlichen Überfall gerettet hätte!---und ein Untergehen in einer EU-Armee unter dem Kommando der USA zunächst einmal GEGEN RUSSLAND.

    "Über all diese gewaltigen bürokratischen Eruptionen kann auch die winzige Erleichterung nicht wirklich hinwegtäuschen, dass man künftig für den Erhalt der Familienbeihilfe kein eigenes Formular unterschreiben muss "

    Darüber werden die Scharen an Analphabeten aus aller Herren Länder besonders dankbar sein---deren Stimme auf dem Wahlzettel werden aber Rot oder Grün bekommen.

    "Es gibt schon wieder neues, offenbar dringend Notwendiges: den arbeitsfreien „Papamonat“ nun auch für homosexuelle Partner."

    Das hat uns gerade noch gefehlt!
    Und abgesehen davon: Der Begriff PAPAMONAT ist INFANTIL zum Quadrat! Steht das schöne Wort VATER auch schon auf der Abschußliste der sich so wahnsinnig fortschrittlich dünkenden Linken? Das Wort PAPA hat im offiziellen Sprachgebrauch nichts verloren, wie auch immer man den Vater zuhause nennt. Außerhalb der Familie, so finde ich, ist der Papa der Vater---ist doch läppisch, wenn ein Erwachsener von seinem Papa oder Papi erzählt!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 05:50

    Der Todestrieb der ÖVP ist eine nicht zu unterschätzende Größe!

  3. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 15:32

    Bravo zu Dr. Unterbergers Tagebuchnotiz "Die ÖVP oder: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen"!
    Mein Ärger wächst über die in Österreich immer deutlicher werdende Linke Herrschaft - ohne ein ÖVP-Gegengewicht, weil derzeit führende ÖVP-Politiker wie Apparatschiks, aber nicht wie Persönlichkeiten mit fundiertem christlichem Weltbild agieren.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 02:20

    Ich habe übersehen zu schreiben: SCHADE!. Bei meinem Alter könnte es mir egal - ich vermeiden das Wort "Wurst" aus verständlichen Gründen - sein, was aus der ÖVP wird, aber sie kommt schon bei meinen Kindern und Enkeln nicht mehr recht an. Eben: SCHADE!

  5. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 09:00

    Seit vor 45 Jahren am 1. März 1970 die Minderheitsregierung Kreisky I angelobt wurde, hatte nur das Intermezzo SCHWARZ-BLAU die Rollen der ÖVP in der Opposition oder als Juniorpartner unterbrochen.

    In diesen Jahrzehnten als MEHRHEITSBESCHAFFER DES MARXISMUS hat die einst staatstragende WIRKLICH CHRISTLICH-SOZIALE UND WIRKLICHE VOLKSPARTEI ihr Gesicht verloren.

    Bauern, mittelständische Unternehmer aber auch Bürger mit echt wertkonservativ-
    christlichem Weltbild fühlen sich von dieser ÖVP längst nicht mehr vertreten.

    DIE ÖVP IST LEIDER ZU EINER STANDESVERTRETUNG VON DER BEAMTEN UND DES GANZEN GESCHÜTZTEN BEREICHES HERUNTERGEKOMMEN ! ! !

    So betrachtet ist Ex-NR-Präsident Neugebauer vermutlich der erfolgreichste ÖVP-Politiker seit Kanzler Klaus.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 10:05

    Die zwei Arbeitsgebiete Programm und Regierungsbeteiligung zeigen zwei verschiedene Welten.

    Die einen schreiben, was sie für gut halten, die anderen müssen sich mit einem inferioren Regierungspartner arrangieren und lassen sich dabei oft vom Regierungspartner über den Tisch ziehen.

    Ob eine solche Koalition für Österreich gut ist, das werden sehr viele verneinen, ich habe dazu auch schon gelesen und ich fühle das auch so, mit Neuwahlen wäre die ÖVP vielleicht ehrlicher und besser für Österreich als mit diesem 'Linksgemurkse'.

    Wenn die Österreicher links wählen und damit ihr Verderben, das haben sie ja jetzt fast 50 Jahre lang getan, dann geht die Talfahrt flott weiter bis zum bitteren Ende, das wir schon aus Moskau kennen und aus der DDR, aus Jugoslawien, u.s.w., wir rangieren teilweise schon hinter Griechenland.

    Für mich ist das alles ein Festklammern an Pfründen und Selbstbedienung, was diese ÖVP dazu motiviert, solche Koalitionen einzugehen.

    Wenn die Österreicher nicht imstande sind, was Besseres zu wählen, sprich einer Partei den Vorzug zu geben, damit diese handlungsfähig ist, und stets den Stillstand wählen, ja dann haben sie diesen und die Zeit geht weiter, die Schulden werden größer und die Selbstbedienung immer 'bunter', mit den Linken dann zusätzlich noch die Volksunterwanderung, die Auflösung Österreichs und die Zerstörung der Gesellschaft, wenn die Österreicher solche Patt-Stellungen wählen, werden sie damit leben müssen, dass sie damit links gewählt haben, wenn die Österreicher mehrheitlich nicht zur Wahl gehen, dann werden sie arm im Proletariat erwachen.

    Womit haben die fleißigen Österreicher das verdient ?

    Viele Jahrzehnte habe ich der ÖVP vertraut und nicht bemerkt, wie links diese abgedriftet ist, wie sie mit ihren Werten umgegangen ist, ich glaube, der letzte Treue wird das bemerken inzwischen, außer die Klientel natürlich, die davon lebt, und der es egal ist, was die ÖVP tut, solange ihre Pfründe nicht berührt werden.

    Es ist den Menschen hier egal, die Muslime wünschen sich das sogar, wenn man ihre Predigten anhört, wenn alles den Bach hinunter geht. Niemand sagt den Menschen das, bis auf ganz wenige, wie etwa Dr. Unterberger.

    Aber die ÖVP muss sich das alles sagen lassen, solange sie sich an diese verderbliche Koalition klammert mit dem schlechtesten Bundeskanzler, den Österreich je hatte, an der Spitze und einer Mehrheitspartei, die erst aus ihrer Ideologie (=...) erwachen wird, wenn alles kaputt sein wird.

    Ob es sich da für eine ÖVP lohnt, bei so etwas mitzumachen, wird diese erst dann sagen können, wenn sie in der Lage ist, die Lage zu erkennen, denn im 'Wohlstandsdusel' sind offenbar die Sinne noch immer verwirrt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2015 22:39

    OT---aber auch diesen Kommentar von Werner REICHEL auf ORF-WATCH sollten Sie nicht versäumen:

    "Bunte Zuckerbäckerpropaganda"

    "„Eine neue Welt tut sich auf, eine Welt, die Diversität zulässt, eine Welt, die Vielfalt zulässt!“ Dieser Satz stammt nicht aus der Eröffnungsrede zu einem Gendermainstreaming-Kongress oder zur Einweihung eines interkulturellen grünen Bildungshauses. Er klingt zwar nach poltisch-korrektem Politikersprech, kommt aber aus dem Mund einer gewöhnlichen Zuckerbäckerin, pardon einer Cupcake-Macherin. Die gute Frau hat für den Song Contest einen Song Contest Regenbogen-Cupcake kreiert. Grund genug, für den ORF in der Bobo-Konditorei vorbeizuschauen. Die Zuckerbäckerin darf dann für das Song Contest Magazin „Vienna Calling“ diese kindlichen Phrasen und vorgestanzten Sätze in die Kameras sagen.

    Nicht, dass man ihr so etwas in den Mund legen hätte müssen, wer ein guter politisch korrekter Zeitgenosse ist, dem kommen solche Floskeln wie selbstverständlich über die Lippen. „Eine Welt, die Diversität zulässt!“ Das können mittlerweile schon Zuckerbäckerinnen im Schlaf aufsagen. Politisch korrekter Neusprech, hohle Phrasen mit der scheinbar kindlichen Botschaft: Bunt ist gut (dementsprechend ist homogen natürlich schlecht). Zu begründen braucht man solche politisch korrekten Stehsätze nicht mehr, sie haben sich bereits in den Köpfen festgefressen.

    Vielfalt, Buntheit oder Diversität, wie die Abbrecher von geisteswissenschaftlichen Studien zu sagen pflegen, werden mit einer naiven Selbstverständlichkeit ausschließlich in einem positiven Sinne verwendet, obwohl Vielfalt an sich weder gut noch schlecht ist. Wie erfolgreich man damit ist, sieht man an der Zuckerbäckerin. Ja, bunt ist gut und Vielfalt ist wichtig (außer bei Meinungen und politischen Haltungen, aber da tut man zumindest so als ob).

    Seit einigen Jahren werden in der öffentlichen Sprache immer häufiger stereotypen Floskeln, Phrasen und (informelle) Sprachregeln verwendet. Am Vokabular und am Stil der Sprache, die in einer Gesellschaft verwendet wird, kann man sehr gut ablesen, welche Ideologie und welche Ziele für sie maßgeblich sind. Wie sehr sich das ideologische Spektrum in unserer rezenten politisch korrekten Gesellschaft bereits verengt hat, wie sehr die von den neosozialistischen Gesellschaftsingenieuren gesteuerte Sprache bereits die gesamte Gesellschaft durchdrungen hat, kann man an solchen Aussagen gut ablesen. Und jetzt gönn ich mir bunte Regenbogen-Cupcakes, die müssen einfach gut schmecken."

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. April 2015 15:26

    Ja, zu Taten kann ich auch etwas sagen:
    Es wird nicht nur mich gewundert haben, dass die BRD und Ö die moslemischen Rückkehrer vom IS-Dschihad, also jene, die dort lernen, menschliche Köpfe zu tranchieren, tendenziell mit Samthandschuhen anfassen. Zur gleichen Zeit werden aber christliche oder athestische österreichische Stolpersteinbeschmierer schon mal 5 Jahrer hinter Gitter geworfen (Wo sie dann vornehmlich auf moslemische Straftäter treffen - das ist aber ein anderes Thema). Da es in Berlin nun sogar eine Beratungsstelle für Dschihadisten gibt, hat Akif Pirincci einen gesalzenen Aufsatz geschrieben. "DIE 115.000-EURO-KUGEL" bitte selbst googeln. zb.auf pi-news wird man fündig.


alle Kommentare

  1. monofavoriten (kein Partner)
    03. April 2015 20:18

    warum wundert sie das, herr unterberger? 1984 nicht gelesen?

  2. heartofstone (kein Partner)
    02. April 2015 21:49

    Herr Kurz, treten sie zurück. Der Islam gehört nicht zu Österreich. Unsere Vorfahren hätten das mohammedanische Dreckspack, dass Wien 1529 und 1683 angegriffen hat einfach ausrotten sollen. Der Koran gehört auf den Index wie Mein Kampf und die Ideologie des Islam genausso wie der Nationalsozialismus verboten und bekämpft. Religion kann und will ich diesen Unsinn den sich Mohammed, ein Mörder, Kriegstreiber, Vergewaltiger, Dieb und Räuber in arabischen Drecksnestern namens Mekka und Medina ausgedacht hat, nicht nennen.

    Persönlich bin ich dafür nur so viele mohammedanische Flüchtlinge wie Saudi Arabien aufzunehmen. NULL!

  3. Mausi (kein Partner)
    02. April 2015 21:29

    Hier gibt es doch viele kreative Menschen .... ihr werdet jetzt gebraucht!!!!!!

    Jeder kann sich einbringen (Männlein wie Weiblein)

    Hier nur ein Beispiel ....
    OSBEEE ist eine visionäre Idee. Eine visionäre Idee für eine neue übernationale Wirtschaftswelt auf der Grundlage von Kooperation, Vertrauen und Fairness. Die Zeit dafür ist gekommen.

    w w w . osbee .com

    Es bringt nichts, ständig über unsere Probleme zu diskutieren, die kann man mit diesem System niemals lösen. Ich denke, dass alle hier spüren, dass es so nicht weitergehen kann und es nur an uns liegt auf friedlichem Weg eine Änderung herbeizuführen. Wir haben Möglichkeiten, nur werden's die da oben uns nicht auf die Nase binde

    • Mausi (kein Partner)
      02. April 2015 21:40

      Am 9.4.15 auf Okitalk . com
      Live-Übertragung aus Graz: Prof. Franz Hörmann & OSBEE, Themenabend: Alternative Zahlungsmittel (Komplementärwährung) in Verbindung mit Infomoney & OSBEEE: * 18:00 bis 19:00 Uhr

      Anhören kostet nichts .... und erst dann kann man ein Urteil abgeben und nicht schon von vornherein ablehnen. Wer das tut, schränkt freiwillig sein Denken selbst ein.

    • ks (kein Partner)
      03. April 2015 14:19

      "Sag mal, sind Nagetiere dumm?"
      "Ja Mausi"

      Oder warum sonst sollte ein amerianischer Unterhaltungselektronikausstatter eine revolutionäre Wirtschaftsidee sein?

      Ahh so, der Hörmann wieder, na dann stimmt mein Eingangswitz ja doch.
      Der Hörmann ist für ganz Dumme wie das Mausi.

    • Mausi (kein Partner)
      03. April 2015 15:42

      ks

      Und deshalb werden wir gottseidank eine aussterbende Spezies sein ..... denn solche geistigen Schwachmaten sind nicht im Ansatz fähig sich ein besseres und gerechteres Leben vorzustellen.

      Schlaf weiter du Schlafschaf ..... bald kommt der von dir selbst erwählte Schlächter und du wirst immer noch behaupten, dass das normal sei, weil's immer so gehandhabt wird. Armselige Gestalt!°

    • ks (kein Partner)
      03. April 2015 17:24

      Ja Mausi, dass du eine dumme aussterbende Spezies bist ist gut so.
      Für dich brauchen wir keinen Schlächter, da reicht schon ein langer Winter.

  4. Erich Bauer
    02. April 2015 18:40

    Damit die WESENTLICHSTEN Dinge in der heutigen Welt nicht einfach so „einschlafen“, möchte ich den Lesern des „Tagebuchs“ Holger Strohm nahe bringen.

    Wir leben in einer Zeit, in der es darum geht ob ein Paradigmenwechsel mit einem unvorstellbaren Knall erfolgt, oder mit einem Winseln vonstatten geht... Der „Westen“ will ganz offensichtlich, wie es auch schon fast jeder halbwegs belichtete Mainstream-Medienkonsument mit Händen greifen kann, den ultimativen Knall. Man musste sich in den Mainstream-Redaktionen eingestehen, dass die „Medienarbeit“ in den Mainstream-Redaktionen über die Zeitspanne des letzten Jahres ziemlich lausig war…

    Dass derzeit die „Berichterstattung“ über Putin und die „terroristischen“ Russen nur auf Sparflamme zu brennen scheint, beunruhigt mich mehr als die, offensichtlich wirkungslose, dämonische Blödmacherei. Möglicherweise hat man in den Redaktionen eingesehen, dass man für erfolgreiche MANIPULATION nicht intelligent genug ist und versucht es jetzt mit SEDIERUNG. Frei nach dem Grundsatz: Was nicht in den Mainstream-Medien berichtet wird, existiert nicht. Es genügt, wenn wir den MASSEN früher oder später sagen, dass jetzt eben KRIEG ist…

    Und daher, ist es die Pflicht jedes Einzelnen, sich um die Verbreitung von Wissen und Sichtweisen abseits der Mainstream-Medien zu kümmern. Wir dürfen DIE nicht in Ruhe lassen. Wir brauchen die Auftrags-Medien nicht. WIR sind das MEDIUM. Das darf man nie vergessen.

    MIT ÖSTERLICHEN WÜNSCHEN

    Die Hegemonie der USA & die Rolle Deutschlands
    https://www.youtube.com/watch?v=t91D0MjcjEg
    Historische Zusammenhänge
    https://www.youtube.com/watch?v=V2uev_0BOro
    verschwiegene Agenda
    https://www.youtube.com/watch?v=0-V4oyic47I
    Merkel am Rockzipfel der Bilderberger
    https://www.youtube.com/watch?v=myWjeI51qGY

    Eckdaten über Dr. Holger Strohm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Strohm
    http://de.wikimannia.org/Holger_Strohm

    Nur zum Drüberstreuen...
    https://www.youtube.com/watch?v=rFdF1MZVFu8
    Warnung an die NATO-Narren

    Ich stelle das hier rein, weil ich den "unterprivilegierten" Lesern ("kein Partner") des Tagebuchs auch ein bisschen "versorgen" möchte... Denn auch Ihr seid aufgerufen!

    • Undine
      02. April 2015 21:26

      @Erich Bauer

      ***********!
      Sie halten mich---und wie ich hoffe, verfolgen viele Mitposter Ihre Video-Tipps!---ganz schön auf Trab! Aber ich werde ---nach bis dato zwei gesehenen Videos ---auch die anderen anschauen. Freude hat man allerdings keine daran!
      Aber wär's nicht gut, die Tipps an anderer Stelle noch einmal zu deponieren? Es war reiner Zufall, daß ich so weit zurückgeblättert habe!
      Frohe Ostern!

  5. Gasthörer (kein Partner)
    02. April 2015 15:26

    Ja, zu Taten kann ich auch etwas sagen:
    Es wird nicht nur mich gewundert haben, dass die BRD und Ö die moslemischen Rückkehrer vom IS-Dschihad, also jene, die dort lernen, menschliche Köpfe zu tranchieren, tendenziell mit Samthandschuhen anfassen. Zur gleichen Zeit werden aber christliche oder athestische österreichische Stolpersteinbeschmierer schon mal 5 Jahrer hinter Gitter geworfen (Wo sie dann vornehmlich auf moslemische Straftäter treffen - das ist aber ein anderes Thema). Da es in Berlin nun sogar eine Beratungsstelle für Dschihadisten gibt, hat Akif Pirincci einen gesalzenen Aufsatz geschrieben. "DIE 115.000-EURO-KUGEL" bitte selbst googeln. zb.auf pi-news wird man fündig.

  6. Der Realist (kein Partner)
    02. April 2015 14:58

    Mangels bahnbrechender Ideen für die Zukunft lässt man den Pseudopolitstar Wastl Kurz halt über Allerweltthemen quasseln, huldigt einer falsch verstandenen Toleranz und versucht dem politisch korrekten Mainstream zu folgen. An die Nummer zwei hinter den Genossen hat man sich schon derart gewöhnt, dass an ein Verlassen dieser Position wohl nicht mehr gedacht ist, dabei ist das Faymandl und sein Team schon abschreckendes Beispiel genug.
    Ich traue der ÖVP auch zu, dass sie tatsächlich Herrn Leitl als Präsidentschaftskandidat ins Rennen schickt, das wäre allerdings wirklich der absolute politische Tiefpunkt, abgesehen vom auffallend harmlosen Gemüt eines Herrn Hundstorfer.

    • Georg Orwell (kein Partner)
      03. April 2015 13:10

      h t t p s ://shariaunveiled.wordpress.com/2015/04/02/unhrc-confirms-200-kidnapped-nigerian-christian-girls-murdered-by-boko-haram-muslim-terrorists/

      Das konzentrierte Schweigen der europäischen LügenMafiosi und der Lügenpresse !

  7. Joeblack (kein Partner)
    02. April 2015 14:04

    Die ÖVP ist für mich gestorben da sie mich (Unternehmer) in keiner Weise mehr vertritt sondern nur mehr schädigt. Weiters ist sie eine treibende Kraft für einen Überwachungsstaat ohne wenn und aber. Ich habe als Bürger ein Recht auf eine Intimsphäre und denke die gesetzlichen Regelungen reichen bei weitem aus so sie nur ordentlich vollzogen werden.
    Den Bürger als Souverän unter Generalverdacht zu stellen und alle seine Daten (Gesundheit, Finanz, Rufdaten ect.) zu sammeln zu verwerten und zu mißbrauchen ist gegen die Verfassung und kriminell! Die wahren Verbrecher sitzen in der Politik oder in den angeschlossenen Institutionen (Hypo, ect, ect).

  8. GvB (kein Partner)
    02. April 2015 09:05

    Betreff gemeinsame europ. Armee:

    Tja, und man fragt sich warum man uns immer zu einer gemeinsamen europ. Armee drängen will - anscheinend auch A.U.

    Haben wir vergessen, daß wir erst kürzlich das Milizheer in einer Volksbefragung bestätigt haben?
    Haben wir vergessen, daß wir eigentlich neutral sind und ein Milizheer nur zur Verteidigung unserer Neutralität und Souveränität dient?

    Eine gemeinsame europ. Armee würde die sofortige Beendigung unserer Neutralität und die endgültige Aufgabe unserer Souveränität bedeuten!
    Eine gemeinsame europ. Armee heißt zwangsweise Söldnerarmee in den Interessen der EU, gesteuert von der USA und der NATO.

    • Undine
      02. April 2015 13:57

      @GvB

      Wahre Worte!!!*****!

    • Gasthörer (kein Partner)
      02. April 2015 15:41

      In der Sendung: "Der fehlende Part" auf RTdeutsch vom 31.3.2015 wird genau erklärt, dass die EU-Armee lediglich eine Neustrukturierung und Stärkung der europäischen Armeen INNERHALB der Nato bedeutet. Also eine noch effektivere Fremdenlegion für die Amis. Bitte selbst ansehen, Jochen Scholz ist ein sehr rationaler Mann.

      "Jochen Scholz, Oberstleutnant der Bundeswehr a.D., erläutert, was es mit den Plänen des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker, eine „gemeinsame EU-Armee“ auf die Beine zu stellen, auf sich hat."

  9. Undine
    31. März 2015 22:39

    OT---aber auch diesen Kommentar von Werner REICHEL auf ORF-WATCH sollten Sie nicht versäumen:

    "Bunte Zuckerbäckerpropaganda"

    "„Eine neue Welt tut sich auf, eine Welt, die Diversität zulässt, eine Welt, die Vielfalt zulässt!“ Dieser Satz stammt nicht aus der Eröffnungsrede zu einem Gendermainstreaming-Kongress oder zur Einweihung eines interkulturellen grünen Bildungshauses. Er klingt zwar nach poltisch-korrektem Politikersprech, kommt aber aus dem Mund einer gewöhnlichen Zuckerbäckerin, pardon einer Cupcake-Macherin. Die gute Frau hat für den Song Contest einen Song Contest Regenbogen-Cupcake kreiert. Grund genug, für den ORF in der Bobo-Konditorei vorbeizuschauen. Die Zuckerbäckerin darf dann für das Song Contest Magazin „Vienna Calling“ diese kindlichen Phrasen und vorgestanzten Sätze in die Kameras sagen.

    Nicht, dass man ihr so etwas in den Mund legen hätte müssen, wer ein guter politisch korrekter Zeitgenosse ist, dem kommen solche Floskeln wie selbstverständlich über die Lippen. „Eine Welt, die Diversität zulässt!“ Das können mittlerweile schon Zuckerbäckerinnen im Schlaf aufsagen. Politisch korrekter Neusprech, hohle Phrasen mit der scheinbar kindlichen Botschaft: Bunt ist gut (dementsprechend ist homogen natürlich schlecht). Zu begründen braucht man solche politisch korrekten Stehsätze nicht mehr, sie haben sich bereits in den Köpfen festgefressen.

    Vielfalt, Buntheit oder Diversität, wie die Abbrecher von geisteswissenschaftlichen Studien zu sagen pflegen, werden mit einer naiven Selbstverständlichkeit ausschließlich in einem positiven Sinne verwendet, obwohl Vielfalt an sich weder gut noch schlecht ist. Wie erfolgreich man damit ist, sieht man an der Zuckerbäckerin. Ja, bunt ist gut und Vielfalt ist wichtig (außer bei Meinungen und politischen Haltungen, aber da tut man zumindest so als ob).

    Seit einigen Jahren werden in der öffentlichen Sprache immer häufiger stereotypen Floskeln, Phrasen und (informelle) Sprachregeln verwendet. Am Vokabular und am Stil der Sprache, die in einer Gesellschaft verwendet wird, kann man sehr gut ablesen, welche Ideologie und welche Ziele für sie maßgeblich sind. Wie sehr sich das ideologische Spektrum in unserer rezenten politisch korrekten Gesellschaft bereits verengt hat, wie sehr die von den neosozialistischen Gesellschaftsingenieuren gesteuerte Sprache bereits die gesamte Gesellschaft durchdrungen hat, kann man an solchen Aussagen gut ablesen. Und jetzt gönn ich mir bunte Regenbogen-Cupcakes, die müssen einfach gut schmecken."

  10. Undine
    31. März 2015 22:34

    OT---aber ein wahres Labsal für jeden, der unter der täglichen linxlinken Berichterstattung des ORF (FS und Ö1!) sehr leidet: Ein ganz hervorragender Kommentar von Andreas TÖGEL auf ORF-WATCH:

    "Piloten ist nichts verboten"

    "Keine Sorge, das wird nicht die 1137. Betroffenheitsadresse angesichts eines Flugzeugabsturzes. Es handelt sich vielmehr um eine Zeile aus dem einst von Hans Albers gesungenen Lied mit dem Titel „Flieger, grüß mir die Sonne“, die als Titel für diesen Beitrag geeignet erscheint. Wie heißt es in Orwells „Farm der Tiere“: Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere.

    Worum geht es? Nun, seit einiger Zeit ist es in der Alpenrepublik nicht mehr möglich, den Fernseher einzuschalten, ohne einer grell geschminkten Tunte ansichtig zu werden. Wurscht, zu welcher Tageszeit man einschaltet. Das könnte sich, so meinen optimistisch veranlagte Heteros, ändern, sobald der Eurovision Song Contest 2015 über die Bühne gegangen sein wird. Immerhin Siebzig Prozent der daran beteiligten „Künstler“, so ein Insider, der es wissen muss, seien ja schwul. Haben die ihren regenbogenfarbenen Großkampftag erst einmal hinter sich, könnte – wenigstens bis zum „Live-Ball“ – ein wenig Entspannung eintreten.

    Woran sich indes mit Sicherheit nie etwas ändern wird, ist die totale Dominanz einer radikal linken Meinungsmache und einer entsprechend gefärbten Berichterstattung im Staatsrundfunk. Keine Informationssendung im „Bildungsradio“ Ö1, die nicht verblüffend an den Tonfall der Medien in der selig entschlummerten „DDR“ erinnert. Antikapitalismus, Klassenkampf, linker Utopismus, flammende Appelle für Umverteilung und Gleichmacherei, Kampf dem – selbstverständlich menschengemachten - Klimawandel, und so weiter und so fort …

    Konservative oder liberale Denker kommen in der dunkelroten Medienorgel so gut wie nie zu Wort. Falls doch, dann als „Krokodil“ in einer Diskussionsveranstaltung, wo sie einer Phalanx linker Schwätzer und einem schamlos parteiischen Moderator gegenüberstehen und zum Gaudium der anwesenden Claqueure fertiggemacht werden dürfen. Nur besonders leidensfähige Zeitgenossen sind imstande, derart tendenziösen Mist zu ertragen, ohne massiven Brechreiz zu entwickeln.

    Gegenwärtig scheint man im ORF die Jean-Ziegler-Wochen ausgerufen zu haben. Sowohl im Radio, als auch im Fernsehen ist der streitbare ultralinke Soziologe unentwegt zugange. Selbstverständlich hat jedermann das Recht, sich zu blamieren, so gut er kann. Das gilt auch für einen gelegentlich bereits etwas verwirrt wirkenden Greis aus der Schweiz. Dass der Großteil der von ihm erhobenen Behauptungen einer kritischen Prüfung nicht standhält, weiß schließlich jeder, der sich den Tort angetan hat, wenigstens eines seiner zahlreichen Bücher zu lesen.

    Die harmlose Absonderung von Unsinn hat allerdings eine völlig andere Qualität als der öffentliche Aufruf zu tödlichen Gewalttaten, die einigermaßen offensichtlich als „Verhetzung“ im Sinne des österreichischen Strafrechts (§ 283 STGB) zu werten sind.

    Ziegler gab im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei Nighttalks „Stöckl“ in einer Debatte folgendes von sich: „Spekulanten gehören aufgehängt! Punkt.“ Unmittelbar davor hatte der Journalist Michael Fleischhacker darauf hingewiesen, dass es „reiche Spekulanten“ in Schottland gewesen seien, die mit Preisgarantien für künftige Ernten, den Bauern die Sicherheit verschafft hätten, auch im Fall einer Missernte nicht verhungern zu müssen.

    Dass Ziegler offenbar gar nicht begriffen hat, dass „Spekulation“ in diesem Fall eine durchaus segensreiche Wirkung entfaltet, ist irrelevant. Entscheidend ist allein der Umstand, dass der Mann Menschen getötet sehen möchte, die sich nicht nach seinen Vorstellungen verhalten. Dass diese von ihm ins Visier genommenen Menschen sich zudem rechtschaffen – und wenn auch dem Eigennutz folgend – dennoch „wohltätig“ im Sinne armer Agrarier betätigen, bildet nur noch der Tupfen auf dem i.

    Ein vergleichbarer Fall, in dem etwa ein Konservativer zum Mord an Sozialschmarotzern oder korrupten (linken) Politikern aufrufen würde, ist ganz und gar unvorstellbar. Der Betreffende würde wohl noch während der Sendung verhaftet und abgeführt werden. Ein ehemaliger „Sonderberichterstatter der UN für das Recht auf Nahrung“ und Ex-Abgeordneter der Schweizer Sozialisten dagegen, darf derartige Ungeheuerlichkeiten absondern, ohne dass die hilflose Moderatorin auch nur mit einer Wimper zuckt.

    Angesicht des allgemein unterirdischen Niveaus einschlägiger Sendungen des österreichischen Rotfunks, fällt es nicht leicht, besondere Tiefpunkte auszumachen. Die Sendung mit Jean Ziegler (gegen den mittlerweile Strafanzeige nach $ 283 STGB erstattet wurde), bildet eine der seltenen Ausnahmen."

    • Ökonomie-Vergelter
      31. März 2015 23:34

      Wirklich großartig, und zwar beide Beiträge auf ORF-Watch!

    • lenz
      31. März 2015 23:37

      und wieder ins Schwarze getroffen. Schön langsam werde ich ein Nixenfan . :-))

    • Undine
      01. April 2015 11:57

      Das Lob gebührt aber den Autoren TÖGEL und REICHEL! Mein Verdienst beschränkt sich lediglichaufs Ausgraben der Kommentare und aufs Weitergeben! :-)

  11. Anton Volpini
    31. März 2015 20:08

    Es ist Zeitverschwendung, sich über die BundesÖVP noch Gedanken zu machen.

    Anders in Kärnten. Da gibt es mit Christian Benger einen Landesobmann, der das Prinzip des Eigentums lebt, und einen starken Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Ferdinand Hueter, der für das Eigentum bei uns ein Frontkämpfer ist.

    Man mag in Österreich zwar über uns Kärntner lästern, aber unsere kärntner ÖVP ist im Land wieder wählbar.

    • Yoshinori Sakai
      01. April 2015 20:38

      @ Anton Volpini: **********************

    • jetztredi (kein Partner)
      02. April 2015 11:58

      Und im Regierungsbüro des ach so erfolgreichen, schönen Herrn ... Landesrat Benger ist ein Mitarbeiter,
      der vom anderen Ufer ist! Wer?
      Den Namen möchte ich jetzt nicht nennen. Nur so viel: Er diente auch schon unter dem Linksdrall-Bubi Waldner.

      Da merkt man, daß zwischen Wasser predigen und dem Getränk noch immer Riesige Unterschiede bestehen!!!

  12. machmuss verschiebnix
    31. März 2015 20:03

    OT:

    Nå brak ! Da reißen sich nahmhafte Staaten der halben Welt um einen Platz am Tisch der
    Gründungsmitglieder der von China ins Leben gerufenen AIIB ( Asian Infrastructure
    Investment Bank ). Nur die USA leben sich vehement quer - ohne damit wesentlich Eindruck
    zu manchen !

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4697743/USA-isolieren-sich_China-mischt-die-Weltordnung-auf

    • Undine
      31. März 2015 22:48

      @machmuss verschiebnix

      Mich würd's freuen, wenn einmal die USA beiseite geschoben würden, bzw. sich selber aus dem Spiel nähmen. Alles hat doch einmal ein Ende.....

  13. Gandalf
    31. März 2015 18:36

    O.T., passt aber dann doch auch hierher:
    Peter Gauweiler ist von allen Ämtern zurückgetreten, weil er die Politik des ewigen Griechenland-Streichelns, die im Bundestag auch von seiner Partei zusammen mit der sonstigen vereinigten Linken vertreten wird, nicht mehr mittragen will. Respekt! Ich wollte, wir hätten in Österreich einen einzigen bürgerlichen Politiker mit so viel Anstand und Charakter (und natürlich vor allem: mit so viel Einsicht, dass der gesamte Griechenland-Kurs der EU grundfalsch ist).

    • Undine
      31. März 2015 19:07

      @Gandalf

      Peter Gauweiler, einer der wenigen Politiker FÜR die Deutschen, hat wirklich Anstand und Charakter, die Gründe für seinen Abgang sind sehr verständlich, aber ein Jammer für Deutschland, vor allem natürlich für Bayern! Es gehen nämlich leider nicht die schlechten Politiker, sondern die guten---und die fehlen! Somit hat Deutschland wieder einen ausgezeichneten Politiker weniger, der auf sein Land achtet.

    • Wyatt
      01. April 2015 07:55

      Im "System" EU ist kein Platz für Politiker, welche die Interessen der eigenen Bevölkerung wahrzunehmen versuchen, nur für Lakaien und Marionetten........

    • Karl Martell (kein Partner)
      03. April 2015 10:58

      Männer wie Gauweiler sind doch nur die demokratische Maske der faktisch volksfernen bis volksfeindlichen Parteien. Sie dienen allein dem Zweck, dem Wähler glaubhaft zu machen, dass die Parteien tatsächlich das wollen, was sie sagen, aber nunmal nicht machen. Sie bewirken, insofern sie wirklich das wolllen, was sie sagen, das Gegenteil von dem was sie bewirken wollen. Deshalb ist es durchaus zu begrüßen, wenn diese Schauspieler wider Willen, das Feld der Etablierten verlassen, damit offenbaren sie nur, dass auch die CSU faktisch für alles steht, nur nicht für deutsche Interessen.

  14. Brigitte Imb
    31. März 2015 16:43

    Hat die ÖVP ihr neues Programm nicht mit ihrer "Westgruppe" abgestimmt, weil die bereits wieder motzt u. die Pro-Gymnasium-Linie „bedauerlich“ findet?

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/4697715/OVP_ProGymnasiumLinie-bedauerlich?direct=4698263&_vl_backlink=/home/bildung/schule/4698263/index.do&selChannel=&from=articlemore

    Andreas Gabalier auf "facebook" zur Toleranzheuchelei:

    https://www.facebook.com/AndreasGabalier

    Und ad PPS: Bitte auch für "Transsexuelle" od. ähnliche..... die Vervielfachung der Grunderwerbssteuer außer Kraft setzen. Das würde eine richtige Hochblüte an Bekennern hervorbringen. :-)))

  15. A.K.
    31. März 2015 15:32

    Bravo zu Dr. Unterbergers Tagebuchnotiz "Die ÖVP oder: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen"!
    Mein Ärger wächst über die in Österreich immer deutlicher werdende Linke Herrschaft - ohne ein ÖVP-Gegengewicht, weil derzeit führende ÖVP-Politiker wie Apparatschiks, aber nicht wie Persönlichkeiten mit fundiertem christlichem Weltbild agieren.

  16. Ai Weiwei
    31. März 2015 13:21

    Nur eine kleine Anmerkung - da hier im Blog viele Bibel-wissende Leser teilnehmen - die Original Bibelstelle lautet geringfügig anders als in der Überschrift dieses Artikels:

    Ausschnitt aus der Bergpredigt Jesu: Matthäus Kap. 7, Vers 15-20 (Einheitsübersetzung):

    "Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.

    An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

    Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen."

  17. Vayav Indrasca
    31. März 2015 12:58

    AU ist von 2 Obsessionen getrieben: dem Mehrheitswahlrecht und Putin.
    Das eine eine Ungerechtigkeit, wie man sie sich größer nicht vorstellen kann.
    Der andere einfach ein sehr bestimmter Vertreter der Interessen eines Volkes.

    Dem Rest von AU kann ich nur zustimmen.

    • schreyvogel
      31. März 2015 15:12

      Gäbe es ein Mehrheitswahlrecht in Österreich, dann wären schon längst alle sozialistischen Forderungen, von der Gesamtschule über Zwangs-Gendering bis zu radikalen Steuern verwirklicht (allerdings wird momentan eine "linke" Änderung des Erbrechtes durch die kleinere sozialdemokratische Partei in die Wege geleitet - das geht auch ohne Mehrheitswahlrecht).

      Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass A.U. das wirklich will. Er scheint sich etwas anderes vorzustellen bzw. zu erwarten.

      Hinsichtlich Putin kann ich mir eigentlich nur vorstellen, dass dieselben Kräfte, die die Lügenpresse in dieser Angelegenheit fest im Griff haben, irgendwie durch eine gruppendynamische Wirkung (über seine Peers) auch A.U. erreichen. Das spielt jedoch keine große Rolle, da sein Blog nicht bedeutend genug ist, um einen Unterschied zu machen. Wenn die Lügenpresse es nicht allein schafft, Österreich gegen Putin aufzubringen, dann schafft sie es auch mit A.U. nicht.

    • Riese35
      31. März 2015 20:36

      Zum sogenannten "Mehrheitswahlrecht": Das ist eine Augenauswischerei, da die Frage falsch gestellt ist. Die Intelligenz einer Person erkennt man weniger an den Antworten, die sie gibt, als viel mehr an den Fragen, die sie stellt.

      Die eine Frage ist, ob ein Wahrecht Mehrheiten fördert und damit Beschlüsse erleichtert. Eine ganz andere Frage aber ist, wie eng die Beziehung eines Wählers mit einem Volksvertreter ist, ob ein Wahlrecht eine solche fördert oder nicht. Mehrheitswahlrecht und Persönichkeitswahlrecht sind also zwei vollkommen unterschiedliche Aspekte, auch wenn diese nicht vollkommen unabhängig sind.

      Das angelsächsische Wahlrecht ist in erster Linie ein Persönlichkeitswahlrecht, das eine enge Beziehung des Wahlvolkes mit ihrem Abgeordneten fördert. Will er wieder gewählt werden, muß er SEINEN Wählern Rechenschaft ablegen. Die Parteizugehörigkeit spielt dabei eine wesentlich geringere Rolle als bei uns. Das trägt sehr zur Versachlichung der politischen Debatte - direkt und indirekt - bei. Stellt eine Partei für einen Wahlkreis eine Niete auf, wird diese den Weg ins Parlament vermutlich kaum schaffen. Das ist auch der gewaltige Vorteil des angelsächsischen Wahlrechts, das leider bei uns fälschlicherweise "Mehrheitswahlrecht" genannt wird. Daß damit auch Mehrheiten gefördert werden, ist ein Nebeneffekt, aber nicht das Wesen des angelsächsischen Wahlrechts.

      Sprechen Politiker unserer VÖSVP (= Vereinigte Österreichische Sozialistische Volkspartei) heute noch SPÖVP genannt) hingegen von einem Mehrheitswahlrecht, dann meinen sie etwas ganz anderes, und zwar das genaue Gegenteil des angelsächsischen Wahlrechts: nämlich ein Wahlrecht, wo der Wähler noch weiter als jetzt in den Hintergrund gedrängt wird, ein Listenwahlrecht, wo jene Liste die absolute Mehrheit an Abgeordneten bekommt, die die relative Mehrheit an Wählerstimmen auf sich vereinigen kann. Damit wird die Beziehung zwischen Wählern und Volksvertretern noch geringer, denn auf die Listenerstellung hat der Wähler ja weiter keinen Einfluß. Und eine Vorzugsstimme wird wertlos, denn eine Partei kann immer über jede Debatte drüberfahren. Das wäre ein Wahlrecht, das aus jedem Topf die negativsten Eigenschaften auf sich vereint. Ein demokratiepolitisches Täuschungsmanöver ersten Ranges, so wie die letzte "Steuerreform", wo einem heimlich das doppelte aus der rechten Tasche weggenommen wird, wie ihm dann gnädigst wieder in die linke Tasche mit viel Trara hineingesteckt wird.

    • Wyatt
      01. April 2015 08:04

      @ Riese 35,
      ***************!
      Danke für Ihre Klarstellung - kurz, bündig und richtig!

    • Freidenker (kein Partner)
      02. April 2015 09:59

      Danke Riese35, mit dieser Darstellung kennt man sich aus.
      Wäre auch vermessen zu erwarten, dass ein geändertes Wahlrecht irgend eine Verbesserung für den Wähler bringen könnte.

  18. emotionslos
    31. März 2015 12:34

    Das Auseinanderklaffen von Parteiprogramm uns Praxis kann nur dann beklagt werden, wenn eine Partei wieder eine Absolute erhält oder ein Mehrheitswahlrecht eingeführt wird. Von 20-30%-Partnern die 100%ige Umsetzung ihrer Parteiprogramme zu fordern ist Unsinn. Es muss Kompromisse geben - oder es gibt Unregierbarkeit. Wünschenswert wären Volksabstimmungen zu strittigen Themen. Aber auch das scheitert am (Wähler-)Zwang zu Koalitionsregierungen.

  19. Josef Maierhofer
    31. März 2015 10:05

    Die zwei Arbeitsgebiete Programm und Regierungsbeteiligung zeigen zwei verschiedene Welten.

    Die einen schreiben, was sie für gut halten, die anderen müssen sich mit einem inferioren Regierungspartner arrangieren und lassen sich dabei oft vom Regierungspartner über den Tisch ziehen.

    Ob eine solche Koalition für Österreich gut ist, das werden sehr viele verneinen, ich habe dazu auch schon gelesen und ich fühle das auch so, mit Neuwahlen wäre die ÖVP vielleicht ehrlicher und besser für Österreich als mit diesem 'Linksgemurkse'.

    Wenn die Österreicher links wählen und damit ihr Verderben, das haben sie ja jetzt fast 50 Jahre lang getan, dann geht die Talfahrt flott weiter bis zum bitteren Ende, das wir schon aus Moskau kennen und aus der DDR, aus Jugoslawien, u.s.w., wir rangieren teilweise schon hinter Griechenland.

    Für mich ist das alles ein Festklammern an Pfründen und Selbstbedienung, was diese ÖVP dazu motiviert, solche Koalitionen einzugehen.

    Wenn die Österreicher nicht imstande sind, was Besseres zu wählen, sprich einer Partei den Vorzug zu geben, damit diese handlungsfähig ist, und stets den Stillstand wählen, ja dann haben sie diesen und die Zeit geht weiter, die Schulden werden größer und die Selbstbedienung immer 'bunter', mit den Linken dann zusätzlich noch die Volksunterwanderung, die Auflösung Österreichs und die Zerstörung der Gesellschaft, wenn die Österreicher solche Patt-Stellungen wählen, werden sie damit leben müssen, dass sie damit links gewählt haben, wenn die Österreicher mehrheitlich nicht zur Wahl gehen, dann werden sie arm im Proletariat erwachen.

    Womit haben die fleißigen Österreicher das verdient ?

    Viele Jahrzehnte habe ich der ÖVP vertraut und nicht bemerkt, wie links diese abgedriftet ist, wie sie mit ihren Werten umgegangen ist, ich glaube, der letzte Treue wird das bemerken inzwischen, außer die Klientel natürlich, die davon lebt, und der es egal ist, was die ÖVP tut, solange ihre Pfründe nicht berührt werden.

    Es ist den Menschen hier egal, die Muslime wünschen sich das sogar, wenn man ihre Predigten anhört, wenn alles den Bach hinunter geht. Niemand sagt den Menschen das, bis auf ganz wenige, wie etwa Dr. Unterberger.

    Aber die ÖVP muss sich das alles sagen lassen, solange sie sich an diese verderbliche Koalition klammert mit dem schlechtesten Bundeskanzler, den Österreich je hatte, an der Spitze und einer Mehrheitspartei, die erst aus ihrer Ideologie (=...) erwachen wird, wenn alles kaputt sein wird.

    Ob es sich da für eine ÖVP lohnt, bei so etwas mitzumachen, wird diese erst dann sagen können, wenn sie in der Lage ist, die Lage zu erkennen, denn im 'Wohlstandsdusel' sind offenbar die Sinne noch immer verwirrt.

    • Undine
      31. März 2015 10:48

      @Josef Maierhofer

      *********!
      "Aber die ÖVP muss sich das alles sagen lassen, solange sie sich an diese verderbliche Koalition klammert mit dem schlechtesten Bundeskanzler, den Österreich je hatte, ...."

      ......und um dessen Stellung sie aus falsch verstandener Koalitionstreue auch noch bangt und ihm deshalb ermöglicht, auf seinem Thron verbleiben zu können, indem sie sich regelmäßig über den Tisch ziehen läßt...

      Oder: Ist es Kalkül, bei der nächsten Wahl dank des miserablen Kanzlers Stimmenzugewinne erheischen zu können?

    • FranzAnton
      31. März 2015 14:14

      Besser kann die Problematik nicht auf den Punkt gebracht werden, Kollege Maierhofer.
      Ihr Elaborat gehörte der ÖVP links und rechts so lange um die Ohren gehauen, bis sie begreift, wie schadenstiftend sich ihre die SPÖ stützenden Steigbügelhalterdienste hinsichtlich Wohlstand und Kultur Österreichs auswirken.

    • HDW
      31. März 2015 16:01

      Leider alles goldrichtig, folglich wäre gerade ein Mehrheitswahlrecht, das eh nur in bipolaren Gesellschaften möglich ist, die endgültige Abtrift in die realexistierende VRÖ.
      Wobei den Wiener Kadern eher das heutige Modell der VR China vorschwebt (da gibts nämlicg genug Kohle für sie, Beispiel ORF)
      Als Möglichkeit wollte ich aber eine Stärkung der Rechten, i.e. der FPÖ, auch wenn sie noch so unflätig von den Austromarxisten und den Nachfolgern des Austrofaschismus beschimpft wird. Eine Regierung dürfte die FPÖ, wie man schon bei Schwarz-blau gesehen hat, sowieso auch mit Mehrheit nicht bilden, der Pfarrerpröll und der WCheinzi würden das schon nicht zulassen, ganz abgesehen vom WJC. Aber mehr kritische Kontrollfunktion, wie weiland durch Broesigke, Van Tongel und Zeilinger wäre schon schön. Und für eine rentable Personalpolitik sind die Wunderwuzzis immer empfänglich egal von welcher Ideologie, so würde sich auch die, von den scheinheiligen Schwarzen beklagte "dünne Personaldecke" rasch verdicken lassen!

  20. Norbert Mühlhauser
    31. März 2015 09:51

    Der Islam gehört zu Europa. (?)

    Wie geduldig ein (Sub-)Kontinent auch immer sein möge, so hat er bestimmt nichts mit der Glaubenseinstellung der sich darauf ameisenartig tummelnden Winzlinge zu tun.

    Und die politische Ordnung hat nach der Tradition des Abendlandes immer sekular zu sein, weshalb weder Islam noch Christentum zum Repertoire eines profanen Politmenschen zu gehören hat.

    • Ai Weiwei
      31. März 2015 13:38

      Es ist in der letzten Zeit unschöne Mode geworden dass alle möglichen Politiker sagen: Der Islam gehört zu meinem Land oder zu diesem Land oder zu jenem Land oder 'der Islam gehört zu Europa' dazu.

      Dabei sind es genau genommen nur zwei Flecken Land wo es den Islam auf europäischen Boden seit Jahrhunderten gibt: Dort wo heute Bosnien-Herzegowina ist und im winzigen europäischen Teil der Türkei. Auf allen übrigen Gebieten gibt es die Ausübung des Islam erst seit ca. maximal 20.-40 Jahren.

      Ich warte darauf der Präsident oder Premier der Türkei verkündet: "Das Christentum gehört zur Türkei"

      ... dass der Präsident oder Premier des Iran verkündet: "Das Christentum ist ein Teil des Iran"

      ... dass der König oder der Premierminister in Saudi-Arabien verkündet: "Das Christentum ist ein Teil von Saudi-Arabien" , und auch in Pakistan, Indonesien .... usw. usw. ...

      Wann werden diese Aussagen geschehen?

    • Undine
      31. März 2015 13:43

      @Ai Weiwei

      *********!

  21. Undine
    31. März 2015 09:05

    A.U. schreibt:

    "Was soll das Bekenntnis zu einer „gemeinsamen europäischen Armee“, ..."

    Für mich heißt das: Aufgabe der einst hochgejubelten Neutralität---die uns übrigens im Ernstfall nicht einmal einen Tag lang vor einem feindlichen Überfall gerettet hätte!---und ein Untergehen in einer EU-Armee unter dem Kommando der USA zunächst einmal GEGEN RUSSLAND.

    "Über all diese gewaltigen bürokratischen Eruptionen kann auch die winzige Erleichterung nicht wirklich hinwegtäuschen, dass man künftig für den Erhalt der Familienbeihilfe kein eigenes Formular unterschreiben muss "

    Darüber werden die Scharen an Analphabeten aus aller Herren Länder besonders dankbar sein---deren Stimme auf dem Wahlzettel werden aber Rot oder Grün bekommen.

    "Es gibt schon wieder neues, offenbar dringend Notwendiges: den arbeitsfreien „Papamonat“ nun auch für homosexuelle Partner."

    Das hat uns gerade noch gefehlt!
    Und abgesehen davon: Der Begriff PAPAMONAT ist INFANTIL zum Quadrat! Steht das schöne Wort VATER auch schon auf der Abschußliste der sich so wahnsinnig fortschrittlich dünkenden Linken? Das Wort PAPA hat im offiziellen Sprachgebrauch nichts verloren, wie auch immer man den Vater zuhause nennt. Außerhalb der Familie, so finde ich, ist der Papa der Vater---ist doch läppisch, wenn ein Erwachsener von seinem Papa oder Papi erzählt!

    • Politicus1
      31. März 2015 10:06

      PAPA verdeckt halt irgendwie den Tatbestand der leiblichen VATERschaft ...
      Da immer mehr Kinder in ihrer Familie eher einen PAPA als einen VATER haben, ist ein gesellschaftliches Phänomen, eine Realität, mit der wir zu leben lernen müssen.
      Sie haben es aber mMn. zu recht angesprochen.

    • Torres (kein Partner)
      02. April 2015 15:42

      Endlich wieder jemand, dem klar ist, dass uns die Neutralität nie und nimmer vor einem feindlichen Überfall gerettet hätte - im Gegenteil, als Neutraler ist man völlig allein, man hat keinerlei Partner, die einem helfen. Es wird doch hoffentlich niemand annehmen, dass - beispielsweise - wenn die Sowjetunion Österreichs Neutralität verletzt hätte, die USA deswegen einen Krieg mit der Sowjetunion begonnen hätten. Das Maximum wäre gewesen (und wäre etwa auch heute noch) ein "Du böser, du!" vor der UNO. Leider ist das aber dem (derzeit noch) Großteil der Österreicher nicht klar zu machen.

    • Susanna (kein Partner)
      04. April 2015 17:33

      Torres, es gibt noch einen anderen Aspekt der Neutralität - zumindest für mich: Stellen Sie sich vor, Österreichs militärische Verbündete beschließen einen kriegerischen Angriff. Dann wäre Österreich - als Verbündeter - auch selbst als "Angreifer" zu klassifizieren, mit allen Konsequenzen. Mir gefiele das nicht, ich möchte nicht gern einem Staat zugehören, der aktiv Krieg führt.

  22. Pumuckl
    31. März 2015 09:00

    Seit vor 45 Jahren am 1. März 1970 die Minderheitsregierung Kreisky I angelobt wurde, hatte nur das Intermezzo SCHWARZ-BLAU die Rollen der ÖVP in der Opposition oder als Juniorpartner unterbrochen.

    In diesen Jahrzehnten als MEHRHEITSBESCHAFFER DES MARXISMUS hat die einst staatstragende WIRKLICH CHRISTLICH-SOZIALE UND WIRKLICHE VOLKSPARTEI ihr Gesicht verloren.

    Bauern, mittelständische Unternehmer aber auch Bürger mit echt wertkonservativ-
    christlichem Weltbild fühlen sich von dieser ÖVP längst nicht mehr vertreten.

    DIE ÖVP IST LEIDER ZU EINER STANDESVERTRETUNG VON DER BEAMTEN UND DES GANZEN GESCHÜTZTEN BEREICHES HERUNTERGEKOMMEN ! ! !

    So betrachtet ist Ex-NR-Präsident Neugebauer vermutlich der erfolgreichste ÖVP-Politiker seit Kanzler Klaus.

    • Charlesmagne
      31. März 2015 10:07

      Gratuliere zu "Mehrheitsbeschaffer des Marxismus".
      Ergänze: "Hauptsache wir haben ein paar Posten!" Pecunia non olet!!!!!

    • Wertkonservativer
      31. März 2015 14:23

      @ Pumuckl:

      ein letzter Einwand meinerseits:
      Ich bin 81, mittelständischer Unternehmer seit vierzig Jahren, vielfacher Familienvater, Großvater, Urgroßvater, mit echt wertkonservativem Weltbild!

      Ich fühle mich von der ÖVP noch immer gut vertreten: dies mit in der positiven Hoffnung, dass die Volkspartei die notwendigen Anpassungen an die geänderten Lebensverhältnisse des 21. Jahrhunderts - ohne ihre wesentlichen weltanschaulichen Grundsätze aufzugeben - schlussendlich im Sinne der österreichischen Menschen in ihrer Politik realisieren wird (wer soll's sonst tun?) !

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Peter R Dietl
      01. April 2015 03:47

      @Wertkonservativer
      @Pumuckl

      „Die DDR wird ... auf allen wichtigen Gebieten der Versorgung der Bevölkerung … Westdeutschland ... übertreffen“ (Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrates der DDR, August 1959)

      „…Hoffnung, dass die Volkspartei die notwendigen Anpassungen an die geänderten Lebensverhältnisse … im Sinne der österreichischen Menschen ... realisieren wird“ (wertkonservativer mittelständischer Unternehmer, März 2015).

      PS: Dennoch bedaure ich die Absage Herr Michlers an den Tagebuch-Meinungsaustausch. Diese heutige Info wird doch nicht trotzigem Reflex wegen handgreiflicher Kritik Herrn Dr. Unterbergers an so vielen VP-Dummheiten entspringen?
      .

  23. Gerhard Pascher
    31. März 2015 08:11

    Lieber Herr Unterberger, ich sehr in den Punkten des ÖVP-Zukunftsprogrammes und dem derzeitigen Handeln dieser Partei keinen direkten Widerspruch. Im Gegenteil: hier wird aufgezeigt, wie es sein sollte und wie es derzeit tatsächlich abläuft. Natürlich beinhaltet das Programm auch parteiintern viel Zündstoff, aber dies ist eben in einer Demokratie so, dass vieles ausdiskutiert und dann eine gemeinsame Linie gefunden wird, welche schlußendlich von allen unterstützt werden sollte.

    Auch die Kritik an fehlender Transparenz kann ich nicht nachvollziehen, denn dies zeigt doch, dass man es auch innerhalb der ÖVP schon versucht, besser zu machen.
    Es ist ja bekannt, dass die früher oft gepflogene "Geheimdiplomatie" in der heutigen offenen demokratischen Gesellschaft sich nur mehr bei ganz bestimmten Fällen als vorteilhaft erweist. So hat sich nun auch die Geheimhaltung der früheren TTIP-Verhandlungen zwischen EU und den USA als sehr rückständig erwiesen, obwohl es dabei kaum Widersprüche von außen gab.

    Stellen sie daher besser das Positive über das Negative, auch bei diesen Bemühungen der Volkspartei, welche Ihnen doch auch nicht ganz fremd ist.

    Vermerk für die Mitposter:
    Danke im Voraus für die halben Sternchen.

  24. Wertkonservativer
    31. März 2015 08:03

    Nun, heute ist für mich der richtige Tag, hier im Tagebuch des Dr. Unterberger sowohl aktiv, als auch passiv Schluss zu machen!
    Diesmal endgültig, da können Sie "buchstäblich" Gift darauf nehmen!!!!

    Die Diskussionen ufern in Richtungen aus, die mir echt zuwider sind:
    zu wenig Menschlichkeit, zu viele für mich nicht nachvollziehbare Weltversteher-Richtungen, zu viel unnötiger Verlust an mir verbleibender Lebenszeit!

    Ich habe genug, werde kein Gedicht mehr sagen; danke Herrn Dr. Unterberger für jahrelange mediale Begleitung meines Lebens, und wünsche ihm und der Blog-Kollegenschaft weiterhin ALLES GUTE !

    Herzlich

    Gerhard Michler

    (mail to:gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      31. März 2015 08:40

      Schade, dass Sie sich zurückziehen, aber, Herr Michler, es geht um unsere Zukunft, wenn es überhaupt noch eine gibt.

      Menschlichkeit ist da nicht viel dabei, weder bei Programm noch bei den 'Umfallern'.

      Die Menschen müssen zur Wirklichkeit zurückkehren, so auch die Funktionäre, der Traum von der 'Spaßgesellschaft' geht jetzt sehr rasch zu Ende und wirklich Reformen, wie sie ständig gepredigt werden, werden nötig sein, damit es überhaupt eine Zukunft geben kann.

      Nicht ein Funke Erkenntnis in all den Programmen.

    • Karl Knaller
      31. März 2015 08:49

      @WK
      Ehrenwort?

    • Wertkonservativer
      31. März 2015 09:03

      @ Karl Knaller:

      ja, diesmal Ehrenwort!
      (Kann mich wirklich nicht erinnern, hier in Hinblick auf eine Resignations-Ankündigung mein Ehrenwort verpfändet zu haben!)

      @ Josef Maierhofer:

      danke!
      Eines nur noch: wir paar Hanseln hier im "Tagebuch" werden die Zukunft unseres Landes und der umliegenden "Ortschaften" wohl kaum nennenswert beeinflussen können!
      Aber bitte: probieren Sie es weiter: ich jedenfalls gehe in die "Tagebuch-Pension"!
      Ehrenwort (hahaha)!

    • keinVPsuderant
      31. März 2015 09:22

      Lieber Gerhard Michler, ich schließe mich - wie schon viele vor uns - ihnen an, bleibe aber stummer Partner von A.U.
      Alles Gute, viel Gesundheit, Gratulation zu Ihrer geistigen Frische und Ihrem Diskussionsstil, wohltuend in diesem Forum, das leider zu verkommen droht und in mir eine gewisse Übelkeit verursacht.

    • Wertkonservativer
      31. März 2015 09:42

      @ kein VPSuderant:

      Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte!

      Alles Gute auch Ihnen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      31. März 2015 10:07

      @WK
      Zur Auffrischung Ihres Gedächtnisses der Beginn Ihres Postings vom 23.2.2012:

      "Werte Mit-Diskutanten, liebe Freunde!
      Ganz spontan habe ich vor wenigen Minuten beschlossen, meine aktive Teilnahme am Unterberger-Blog - diesmal jedoch endültig: Ehrenwort! - mit sofortiger Wirkung aufzugeben. ..."
      .
      Damals hielt's drei Wochen. Und diesmal? Wetten werden wieder entgegengenommen.

    • Wertkonservativer
      31. März 2015 10:31

      @ Karl Knaller:

      Sie sind ja ein echter Schatzsucher!

      Gut, das hatte ich nicht mehr in Erinnerung; bedauere daher meinen damaligen Wortbruch!
      Allerdings habe ich auch nicht mit derart nachtragenden und nachforschenden Kollegen gerechnet: danke trotzdem für Ihre "Aufmerksamkeit".

      Jetzt bin ich allerdings effektiv fertig mit Ihnen, und mit dem "Tagebuch" auch!
      Diesmal können Sie und die Kollegenschaft sicher sein, von mir nichts mehr zu hören!
      Da fährt die Eisenbahn drüber!

    • de Voltaire
      31. März 2015 10:51

      @Wertkonservativer

      Wenn wir auch oft zum Thema der derzeitigen ÖVP und ihrer Repräsentanten unterschiedlicher Meinung waren, so schätze ich doch ein ehrliches, fundiertes und faires Einstehen für seine Überzeugungen. Leider ist dies in diesem Blog zu einer verlorenen Qualität geworden.
      Wenn man beobachtet, welche Stimmen die Vorherrschaft erreichen und welche Stimmen sich zurückziehen, dann ist dieser Blog wahrscheinlich ein gutes Spiegelbild zur gesellschaftlichen Situation in Österreich. Und damit ein plakatives Biotop, dass die politische Situation verstehen hilft :(

      Ich wünsche Ihnen alle Gute!

    • Karl Knaller
      31. März 2015 12:36

      @WK

      Vorsicht mit der drüberfahrenden Eisenbahn! Mit der geht's auch nicht immer gut! Als alter - Entschuldigung: langjähriger - Lyrik-Fan wissen Sie sicher, wie sich das seinerzeit mit der Brücke am Tay abgespielt hat
      ("... und der Zug, der auf die Brücke tritt um die siebente Stunde? - Ei, der muß mit!")

    • schreyvogel
      31. März 2015 14:30

      Karl Knaller,

      **************! für die wirklich lustige Antwort auf die "darüberfahrende Eisenbahn"!

    • Pennpatrik
      31. März 2015 19:56

      Leo Szlesak hat sein 2. Buch "Der Wortbruch" genannt, weil er im ersten Buch explizit erklärte, kein weiteres schreiben zu wollen.
      Ich bin ihm für diesen "Wortbruch" unendlich dankbar. Wenn Sie seine Bücher gelesen haben, werden Sie wissen, warum. Er bescherte uns damit außerordentliche Leseperlen.
      Schade, dass Sie aufhören, ich habe Ihre Beiträge gern gelesen. Außerdem gibt es eine Diskussion nur, wenn sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen unterhalten.
      Konstruktiv zu diskutieren und ohne sich zu beschimpfen hat mit Intelligenz zu tun. Sie gehören zweifellos dazu und ich danke Ihnen für Ihre Beiträge.
      Über einen neuerlichen "Wortbruch" würde ich mich freuen.
      Auf Wiedersehen!

    • Karl Knaller
      31. März 2015 21:43

      @Pennpatrik
      Was die Leseperlen betrifft, so ist der Herr Michler mit dem Leo Slezak (der sich ob Ihrer Schreibweise seines Namens jetzt im Grab umdreht) m.E. manchmal durchaus "auf Augenhöhe", wie man so sagt. Inwieweit er (Michler) ihm (dem Slezak) auch stimmlich Paroli bieten kann bzw. in jungen Jahren konnte, weiss ich leider nicht - wobei ich ihm (dem Michler) auch diesbezüglich einiges zutraue.
      Umso zuversichtlicher sehe ich seinem (Michlers) nach meinem Dafürhalten einfach unvermeidlichen neuerlichen Wortbruch entgegen.
      Noch einmal: diesbezügliche Wetten werden angenommen.

    • Karl Rinnhofer
      31. März 2015 23:00

      @Wertkonservativer
      Sehr geehrter „Wertkonservativer“, lieber Herr Michler!
      Zunächst hoffe ich auf Überdenken Ihrer Entscheidung: Sie sind seit der Frühzeit des Blogs dabei, brachten stets einen emotionalen, positiven „menschlichen“ Zug in das nach nüchternen Analysen m.M. zunehmend resignative Diskussionsforum. Jeder, der die Ehre hatte, Sie persönlich kennen zu lernen, weiß um die hohe Glaubwürdigkeit, Ihre beeindruckende Lebensleistung, die sich so ganz von verderbenbringender Anspruchsmentalität unterscheidet. Dieser Zugang entspricht einer selten gewordenen, aus reicher Lebenserfahrung gewonnenen Herzensbildung; die Fähigkeit, manch nüchtern als negativ zu Bewertendem Positives abzugewinnen, demonstrativ stolz zu sein über die beeindruckenden, unter widrigen Verhältnissen erzielten kumulierten Leistungen unserer Kultur (die gefährdet ist, alles zunichte zu machen) – das ist Fingerzeig auf Lebens-Qualität und Gegenbild zum mephistohaften „Geist, der stets verneint“.
      Dass nicht nur sachlich-diskursive Argumentation, sondern auch gefühlsvoll-gesamtheitliche Interpretation in diesem Forum ihren Platz haben soll, sollte selbstverständlich sein: Gefühl durch „Weg-Rationalisierung“ auszublenden wäre Verkürzung und wahrlich un-menschlich, wenngleich es nicht verabsolutiert werden darf und stets des Korrektivs bedarf.
      Es ist verständlich, dass Sie aus Ihrer Position heraus resignieren. Aber kaum erwartbar und wünschenswert wäre es, in einem insgesamt liberalen Diskussionsforum Meinungs-Deckungsgleichheit zu erwarten. So muss auch Kritik an der ÖVP gestattet sein. Diese Partei verliert im Interesse von Posten-Erhalt zunehmend Profil, agiert allzu „kompromissbereit“ – stromlinienförmig, populistisch, öffnet skrupelloser Salamitaktik Tür und Tor, enttäuscht damit viele ihrer (ehemaligen) Wähler.

      Ein Danke noch für Ihre (bisherigen) bereichernden Beiträge. Mögen Sie Kraft und Motivation haben, sich weiterhin einzubringen.

      P.S.: Ich hoffe, mich mit diesem Appell nicht durch Unglaubwürdigkeit von Ihnen zu unterscheiden, habe ich mich doch selbst aus Resignation vor der Übermacht des dekadenten, Hochkultur-zerstörenden Zeitgeistes - offenbar ein alle Hoch-Kulturen von Inneren zersetzender naturgesetzlicher Ablauf - und der Erkenntnis persönlicher Ohnmacht dagegen - weitgehend zurückgezogen.

    • Wertkonservativer
      01. April 2015 09:11

      Nun, lieber, hochgesinnter Blogfreund Karl Rinnhofer!

      Nach einem derart freundschaftlichen und mich ehrenden Zuspruch kann ich Ihnen nur aufrichtig danken! Mein Entschluss steht jedoch fest: an die Tagespolitik und die lähmenden Diskussionen rundherum werde ich meine sicher limitierte Zeit zukünftig nicht mehr verschwenden!

      Nochmals Dank, und ganz herzliche Grüße,

      Ihr

      Gerhard Michler

      (auch den anderen, mich zukünftig hier vielleicht vermissenden, Blogfreunden besten Dank für gute Nachrede!)!
      Ich verabschiede mich nun endgültig mit meinem "Lebensgedicht":

      "Stufen
      Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
      Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
      Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
      Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
      Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
      Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
      Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
      In neue, andere Bindungen zu geben.
      Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
      Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

      Wir sollen heiter Raum und Raum durchschreiten,
      An keinem wie an einer Heimat hängen,
      Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen.
      Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
      Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
      Und traulich eingewöhnt, so droht Erschlaffen,
      Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
      Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

      Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
      Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
      Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ..
      Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
      "

    • Wertkonservativer
      01. April 2015 09:26

      Nachtrag:

      Der Dichter der "Stufen":
      einer meiner "Leiblyriker" - Hermann Hesse!

    • M.S.
      01. April 2015 12:54

      S.g. Herr Michler

      Vielen Dank für das schöne, tiefsinnige Gedicht und alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg.

    • Karl Rinnhofer
      01. April 2015 14:10

      @Wertkonservativer
      Vielen Dank für Ihre liebe Reaktion auf meine kleine Stellungnahme zu Ihrem „Rücktritt“ und – gewiss im Namen Weiterer – für die Übermittlung dieses wundervollen Hesse-Gedichts, das wahrhaft geeignet ist, ein Werte-volles und „Wert(e)-konservierendes“ Leben(smotto) zu begleiten und zu bestärken. Dazu noch ein (übernommener) Gedanke über die oft belächelten Traditionen - samt Verhöhnung derer, die sie wahren - , die man mancherorts überheblich obsolet erklären zu können wähnt. Sie sind als „Stimmrecht der Toten“ ernst zu nehmen, gewiss grundsätzlicher Hinterfragung zu öffnen (statt sie zu immunisieren), in ihrem Kern aber als Generationenübergreifend Bewährtes zu verteidigen.
      Alles Gute von Herzen und „auf Wiedersehen!“

      Ihr
      Karl Rinnhofer (rinka@aon.at)

    • Karl Knaller
      01. April 2015 19:30

      Ich lege Wert darauf, ungeachtet der Vornamensgleichheit nicht mit dem @Karl Rinnhofer identifiziert zu werden! Auch wenn er mir so verdienstvoll zuarbeitet. Niemand hat (bisher) dem würdigen Greis die Rutsche zur Wiederkehr in den Blog schöner und lieblicher gelegt als Herr Ringhofer. Dessenungeachtet werde ich ihn an meinen Wettgewinnen (mangels Gegenwetten muß ich sagen: wenn's überhaupt welche gibt) nicht partizipieren lassen.

    • r2d2@c3po (kein Partner)
      02. April 2015 07:57

      Endlich!

      Wollte sich das Plappermäulchen nicht letztes Jahr sogar von Unterberger löschen lassen? Alles nur hohle Worte. Auch diesmal wird es so sein. In ein paar Wochen wird er wieder hier sein und sein Geschwafel ablassen!
      Ich kann Herrn Knallers Wette leider nicht annehmen, denn ich bin seiner Ansicht. Aber vielleicht trinkt ja eine Runde aus dem Forum gemeinsam ein oder zwei Fläschchen Brunello auf den Abschied!

    • Geh mit Gott, aber geh! (kein Partner)
      02. April 2015 09:07

      Der wievielte, endgültige, theatralische, darauf Gift nehmen könnende Abschied ist das jetzt? Der 5., 6., 7.? Der selige Jörgl hätte da noch was lernen können - bin fort, bin wieder da, bin fort, bin wieder da ....

      Der Bumerang kommt 100pro wieder. :-(((

    • Freidenker (kein Partner)
      02. April 2015 11:54

      Heute will ich dem WK ausnahmsweise ehrlichen Glauben schenken, diesesmal seinen Entschluss unwiderruflich getroffen zu haben, aus dem einfachen Grund, weil er nicht so sehr aus einem Ärgernis über gegnerische Mitposter zu kommen scheint, sondern vielmehr auf den sehr treffenden, für ihn jedoch viel zu kritischen Artikel des verehrten Blogmasters über die ÖVP zurückzuführen sein dürfte.

    • Karl Knaller
      02. April 2015 14:35

      @Freidenker

      Mit anderen Worten: wenn Michler diesmal wirklich ernst meint, ist nicht der Knaller schuld, sondern der Unterberger? Mir fällt ein Stein vom Herzen! Aber seien Sie getrost: HE 'LL BE BACK!

    • Marie-Joseph Motier, Marquis d (kein Partner)
      02. April 2015 15:19

      Dass ich das noch erleben darf! Einfach zu schön! Doch leider, die Worte les' ich wohl, doch rein, mir fehlt der Glaube!

      Ich getraue mich zu wetten, dass Herr Michel spätestens nach dem Sommer wieder das Forum mit seinen Ergüssen beglückt, frei nach dem Motto, da steh ich nun und kann nicht anders.

      Leider schlägt er seine Thesen nicht an Kirchentüren sondern hier im Forum an.

      Nun, Mitposter und Innen, genießen wir die Michlerfreie Zeit, sie wird nicht lange weilen.

    • Riese35
      02. April 2015 21:43

      @Karl Knaller 01. April 2015 19:30: "... schöner und lieblicher gelegt als Herr Ringhofer ..."

      Darf ich Sie aufklären, daß sich der Herr mit 2 F schreibt: Franz Ringhoffer aus Müllendorf bei Eisenstadt war der Urahn der berühmten Ringhoffer-Werke (Sie waren ja bei mir auch einmal ein Idiperlreiter, als ich in der Eile einen Fehler gemacht hatte). Sei's drum. Viel Erfolg wird Ihnen jedenfalls bei der Wette nicht gegönnt sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendjemand einen Gegenstandpunkt einnimmt. Ich jedenfalls nicht.

    • Karl Knaller
      03. April 2015 09:38

      @Riese35, 21:43h
      Die Wichtigkeit dieser Diskussion, die möglicherweisen als "Michlers endgültiger Abschied" in die Annalen dieses Blogs eingehen wird, verlangt zweifellos nach einer in jeder Hinsicht korrekten Artikulation. Ich kann zu Ihrem Vorwurf nur als mildernden Umstand ins Treffen führen, daß ich den Herrn Rinnhofer ein paar Zeilen weiter oben eh richtig geschrieben habe.
      Ich frag' mich aber, was unter einem "Idiperlreiter" zu verstehen ist? Wieder einer Ihrer "Flüchtigkeitsfehler"? Diesmal für "I-Tüpferl-Reiter"? Oder folgen Sie nur der Maxime "Schreib wi du sprixt"?

  25. Politicus1
    31. März 2015 07:42

    genau, der Punkt 8) gab mir sofort zu denken!
    Das ist für Häupl und seinen türkisroten Überläufern jetzt ein aufgelegter Elfer.

    Für die immer ungenierter agierende Homolobby mit ihrer Wurstlikone möchte ich die ÖVP nicht unmittelbar verantwortlich machen. Mittelbat aber schon, weil sie sich zu den Vorgängen am Küniglberg unter des Wrabetz Freundeskreis total verschweigt.

  26. HDW
    31. März 2015 07:42

    Wo bleibt da die übliche Pröll-Hymne des wertkonservativen Gartenzwergs?

    • keinVPsuderant
      31. März 2015 07:54

      @HDW tiefer gehts dann nimmer!!! Schade um das Forum!

    • Gerhard Pascher
      31. März 2015 08:18

      @HDW:
      mit dieser Aussage (7 Uhr 42) haben Sie sich selbst disqualifiziert. Warum posten Sie nicht in anderen Foren (z.B. beim Standard, Presse, ORF), da finden Sie genug Gesinnungsgenossen, welche eine ebensolche Ausdrucksweise haben? Allerdings muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dort manche Kommentare von den Moderatoren ziemlich schnell wieder gelöscht werden.
      R.s.v.p.

    • HDW
      31. März 2015 09:32

      Dazu fällt mir nur ein, schade um die ÖVP!

    • Gandalf
      31. März 2015 09:52

      @HDW
      Wer keine Umgangsformen hat, sollte besser still sein.S chämen Sie sich. Herr oder Frau HDW.

    • schreyvogel
      01. April 2015 00:48

      Interessanter dialektischer Untergriff: Hast du kein gutes Gegenargument, beschimpfe deinen Gegner und ziehe ihm die Moralkeule über.

      Natürlich war das Posting sehr kritisch und provokant, vor allem das Wort "Gartenzwerg". Aber es war nicht eigentlich beschimpfend, denn Gartenzwerg wird in übertragener Bedeutung weitgehend auch im Sinne von Spießbürger verwendet, und dieser Eindruck ist sicherlich bei einigen Lesern seiner Postings entstanden.
      Jedenfalls wären sachlichere Antworten - nicht derart ad hominem - durchaus möglich gewesen.

    • FFC (kein Partner)
      02. April 2015 09:16

      @HDW: ***

      die befindlichkeitshysterische Aufregung der Antworten zeigt nur, dass diese schon selbst dem pc-Wahn verfallen sind.

  27. Wertkonserve
    31. März 2015 07:35

    Ich lasse mir meine ÖVP nicht schlecht reden!

    • Gerhard Pascher
      31. März 2015 08:26

      Leider erlaubt dies Tagebuch auch die Verwendung von mehreren Nicknames. Da benützt eben auch ein zahlender Partner schon mehrmals die Verwendung von "Wertkonserve", um mit seinem Posting jemand anderen zu brüskieren bzw. herauszufordern. Damit vertreiben Sie wichtige Leute, - schade um diesen Blog.
      Danke, setzen.

    • HDW
      31. März 2015 18:17

      Die Frage steht, ob dieser Blog wie die postings des "Standard" ein Forum der Roten Partie sind, ein Forum der Wahlempfehlung von ÖVP Beschwichtigungshofräten sein soll, oder doch sich in Freiheit kritischer Polemik in allen Richtungen auch satirisch und ironisch, öffnen kann!

  28. Frusti
    31. März 2015 07:27

    Ist der Antrag auf Familienbeihilfe deshalb nicht mehr zu unterschreiben, weil schon so viele junge Eltern den Inhalt gar nicht mehr verstehen?

  29. socrates
    31. März 2015 05:50

    Der Todestrieb der ÖVP ist eine nicht zu unterschätzende Größe!

  30. kritikos
    31. März 2015 02:20

    Ich habe übersehen zu schreiben: SCHADE!. Bei meinem Alter könnte es mir egal - ich vermeiden das Wort "Wurst" aus verständlichen Gründen - sein, was aus der ÖVP wird, aber sie kommt schon bei meinen Kindern und Enkeln nicht mehr recht an. Eben: SCHADE!

  31. kritikos
    31. März 2015 02:12

    Die Sozialisten haben verstanden - und z.T. auch eingestanden - dass sie die Arbeiterschaft nicht mehr wirklich vertreten, d.h. dass sich diese anderswo umschaut. Sie sind jedenfalls klüger als die Maßgeblichen in der ÖVP, die offenbar nicht merken, dass sich ihre Basis verabschiedet, wohin immer.
    Die wenigen Punkte, die AU als Positiva anführt, sind nicht mehr als Papierstreifen. Wen wollen sie, die Parteibonzen und Gesundbeter, eigentlich gewinnen?
    Wer glaubt, dass diese ÖVP als solche, wie sie früher war, noch zu retten ist, ist nicht zu retten





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