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Leistungsvernichtung auf österreichisch

Lesezeit: 2:30

„Hände weg vom Eigentum!“ ruft zu Recht eine breite Initiative von Wirtschaftsvertretern. In der Tat: Jede Form von Eigentums-Steuern wäre überaus schädlich.

Sie wäre ungerecht und wachstumsfeindlich. Denn:

  • Sie würde das gleiche Geld, das schon einmal besteuert worden ist, neuerlich besteuern. Vermögenssteuern würden das sogar alljährlich tun, mit einer in Summe konfiskatorischen Enteignungswirkung.
  • Sie würde das bloße Eigentum an Unternehmen belasten, damit von Investitionen abhalten.
  • Sie würde jeden Zwang vom Staat wegnehmen, endlich strukturell zu reformieren und den üppig ins Kraut geschossenen Wohlfahrtsstaat zu trimmen (etwa das extrem niedrige Pensionsantrittsalter zu erhöhen, etwa die weit über dem Durchschnitts(!)einkommen vieler europäischer Länder liegende Grundsicherung zu kürzen).
  • Sie würde die Anreize zu Leistung, zu legaler Arbeit und damit Eigentumserwerb weiter reduzieren (illegal erworbenes Eigentum wird ja in aller Regel so gut versteckt, dass es für Finanzämter nicht greifbar ist).

Was manche nicht verstehen: Fast alles gilt auch für Abgaben auf Erbschaften und Schenkungen. Zwar ist das für den Bedachten eine scheinbar unversteuerte Eigentumsvermehrung. Aber das ist eine total unvollständige Perspektive, die den wichtigsten Akteur ignoriert: nämlich jenen Menschen, der zuvor durch seine Leistung das Vermögen erworben hat, das nun vererbt oder verschenkt wird. Bei ihm würde eine Besteuerung plötzlich die Sinnfrage aufwerfen, weshalb er sich überhaupt angestrengt hat: Denn einer der wichtigsten Leistungsantriebe im realen Leben ist, vor allem in der zweiten Lebenshälfte, die Vorsorge für die Nachkommen und Partner. Droht die Steuer, gibt’s weniger Anstrengungen und mehr Umgehungs-Versuche.

Genauso unheilvoll wäre das, was jetzt als „Kompromiss“ bei den Koalitionsverhandlungen herauszukommen droht: die ÖVP verhindert zwar Eigentumssteuern, aber dafür werden die Sozialversicherungsbeiträge erhöht. Absurd. Denn das hätte die gleiche Wirkung, wie wenn man die Höchststeuersätze noch weiter erhöht! Das ist genauso dumm wie jede Substanzbesteuerung.

Durch höhere Abgaben für Besserverdienende belastet man die Leistungsträger noch mehr. Also jene Menschen, die am wichtigsten sind für die – ohnedies schrumpfende – Hoffnung auf eine Rückkehr des Wachstums.

Eine weitere Idee ist noch dümmer: Die Erträge aus dieser Umverteilung sollen nicht nur den arbeitenden Niedrigverdienern zugute kommen, und jenen, die man aus der Schwarzarbeit ins legale Arbeitsleben hinüberführen will, sondern etwa auch Pensionisten. Das alles ist so widersinnig, dass man es kaum fassen kann. Das alles aber ist Folge einer skurrilen Regierungspolitik, die sich im Herbst zwar darauf geeinigt hat, wie viel sie ausgeben will, aber nicht, wie sie das bezahlt, ob man es sich überhaupt leisten kann.

Man stelle sich eine solche Vorgehensweise einmal im Privatleben vor!

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 10:01

    Der Sozialminister hat ja gerade erwähnt woher er Arbeitsplätze herzaubern will, Unternehmer kommen da nicht vor.
    Daher sind Vermögenssteuern sehr sinnvoll, denn offensichtlich sind Unternehmer ja ein störender Faktor im Wirtschaftsleben.
    Einmal kurz eine 100prozentige Steuer auf Unternehmensanteile und schon können die akademisch gebildeten Beamten endlich gerechten Wohlstand für alle schaffen.
    Die Beamten von FMA und ÖNB haben ja in den letzten Jahren ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
    Man könnte auch bei der ÖH nachfragen wie die ausserordentlich erfolgreiche Geschäftsführerin des antikapitalistischen Kaffees denn geheißen hat. Glücklicherweise mangelt es ja in Österreich nicht an erstklassigen Kräften!

    Also Herr Faymann, lassen Sie sich nicht von der ÖVP über den Tisch ziehen! Sorgen Sie für eine neue, gerechte, glückliche Gesellschaft. Geleitet von akademischen Experten.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 16:00

    Wie @ Gerhard Pascher richtig schreibt:

    Die Gleichwertigkeit der Stimme.

    Wir hätten es nie zu einem solchen Sauhaufen gebracht, würden die Stimmwertigkeiten nach gezahlten Steuern proportional eingestuft, würden die Stimmwertigkeiten der Anzahl der Kinder von Einkommensteuer zahlenden Familien proportional angehoben werden, sprich die Stimmen der Kinder einfließen.

    Das ist auch begründbar und wohl auch logisch.

    Die Nichtstuer brauchen bloß SPÖ und Grüne wählen und bekommen die gebratenen Tauben auf dem Goldtablett serviert. Das geht aber nur so lange, bis die 'Taubenbrater' endgültig vernichtet sind durch Steuern, Abgaben, Bürokratie.

    Wo kommen wir da hin, wenn die Mindestsicherung, für die man bei uns keine Gegenleistung erbringen muss, außer ein Formular auszufüllen, höher ist als die Löhne hier und auch anderswo ? Meine Meinung ist, jeder Bezieher von Mindestsicherung muss mindestens halbtags arbeiten und den Rest der Zeit nachweislich bei der Jobsuche verbringen.

    Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht und muss als solches verfassungsgemäß gewahrt werden, ebenso das Recht auf Freiheit der Person. Ich fühle mich in meinem Eigentum beschnitten, wenn ich als Unternehmer alle Verantwortung tragen muss und alle Geschäftsideen umsetzen muss und die Haftung für Mitarbeiter übernehmen muss und durchschnittlich weniger netto erhalten darf als ein Lehrling.

    Irgendwo hat da @ Gerhard Pascher völlig recht mit der Stimmwertigkeit.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 06:11

    Wir haben sie alle gewählt.
    Die Leistungsvernichter und deren Wasserträger.
    Es liegt diesen Leuten jedoch nicht an Leistungsvernichtung.
    Sie wollen bloß wiedergewählt werden.
    Und das erreicht man durch Anbiederung an die Mehrheit.
    Die alimentierte Mehrheit.
    Welche durch verwöhnte Bobos unterstützt wird.

    Es gibt nur eine Richtung: Nach unten.
    Das wird noch ein ziemlich bitterer Weg.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 11:54

    OT---aber wäre ich nicht selber dabei gewesen, gestern beim PEGIDA-SPAZIERGANG in LINZ, hätte ich erstens im ORF keine Silbe davon gehört und gesehen (obwohl sehr viel von ORF-Kameraleuten gefilmt worden war!), zweitens womöglich gar geglaubt, was im Internet darüber zu lesen war: Nämlich eine glatte Lüge! Da scheint außerdem einer vom anderen wortwörtlich abgeschrieben---und die Zahlen politisch korrekt unter-, bzw. übertrieben zu haben.

    Aber schön der Reihe nach: Bei meiner Ankunft am Linzer Hbf etwa 3 Stunden vor dem angesagten PEGIDA-Spaziergang standen dort unzählige Polizisten---ein martialischer Anblick.

    Während meines schönen Stadtbummels kreiste stundenlang ein Polizeihubschrauber über der Stadt, die Landstraße war von Polizisten gesäumt; man konnte denken, es hätte ein Banküberfall stattgefunden oder mindestens EIN Mord in der Innenstadt. Das Polizeiaufgebot hätte nicht größer sein können, wäre ein Treffen der Könige und Staatsoberhäupter der ganzen Welt die Ursache für diese Wachsamkeit gewesen.

    Als ich um 15h10 ---der Pegida-Spaziergang sollte um 15h 30 beginnen--- mich beim Ausgang des Hbfs einfand und suchend umblickte, stand ich plötzlich vor lauter ABSPERRGITTERN, bewacht von eng nebeneinander stehenden Polizisten!

    Mir wurde es von einer ziemlich fuchtigen jungen Polizistin mit scharfen Worten UNTERSAGT, zu den etwa 30 Meter entfernten Pegida-Leuten zu gehen. Da half zunächst alles nichts, bis ein paar beherzte Leute kamen und mit guten Worten erreichten, daß wir doch (gnadenhalber!) durchgelassen wurden (nicht von der Polizistin, die ziemlich säuerlich dreinschaute, sondern von einem Polizisten!).

    Diejenigen, die nach uns, von der Bahnhofshalle kommend, am Gitter eintrafen, fanden kein Gehör mehr---sie durften nicht mehr durch. Das alles spielte sich VOR dem angekündigten Termin ab. Auch SO kann man die Zahl der unerwünschten Pegida-Leute minimieren.

    Ich schätzte etwa 350-400 Teilnehmer---im Internet las ich dann zu meiner Verwunderung von KNAPP 100! Die Polizei sprach von 400 Personen. Wie man hingegen auf die Zahl von 1800 und mehr ANTI-PEGIDA-LEUTE kam ist mir schleierhaft:

    "1.800 Menschen demonstrierten gegen 100 Pegida-Anhänger in Linz"

    Da wurden Wunsch-Zahlen genannt! Wäre ich nicht dabei gewesen, wüßte ich es nicht besser.

    Zuletzt, nach einem vergnüglichen, friedlichen "Spaziergang", der NUR durch die Absperrungen und die vielen Polizisten möglich gemacht worden war, begleitete mich ein sehr netter, freundlicher Polizist, der mein Zögern richtig gedeutet hatte, bis zum bewachten Eingang zur Bahnhofshalle, damit ich von den aufgebrachten "Antifaschisten" nicht belästigt werden konnte.

    http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/700-polizisten-sicherten-zweite-demo-von-pegida-in-linz/115.593.414

    http://derstandard.at/2000011998295/1800-Gegendemonstranten-und-nur-100-Pegida-Anhaenger-in-Linz

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsin
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 18:46

    Im Kommunismus hat man das total brutal gemacht, in Österreich geschieht das auf sanfte Art. Es dauert nur viel länger, bis man das gleiche Resultat hat.
    Die CSR hatte in der Zwischenkriegszeit einen deutlich höheren Lebensstandard als Österreich. Die CSSR war 1989 dank der überragenden marxistischen Wirtschaftspolitik wirtschaftlich und auch sonst (Bürgerrechte, Umwelt) völlig danieder...

  6. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 11:00

    o.T.

    Das Neueste von den Glaubensbrüdern unserer massenhaft aus dem Orient zuwandernden neuen Mitbürger, wie sie soeben dabei sind, 21 Kurden in Käfigen zur öffentlichen Verbrennung zu bringen:

    http://www.eluniversaltv.com.mx/videos/v_1b51a0425d994a9cbf2b84f7c838da75.html

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2015 11:11

    Ist das 20. Jahrhundert bereits so weit aus unserem Gedächnis verschwunden, daß es so viele Worte braucht, um Planwirtschaft und Kommunismus zu beschreiben?

    "Historisch gesehen handelt es sich dabei auch um eine Modifizierung der ideologischen Bestrebungen der letzten Jahrhunderte, als die Menschen gegen solche Grundübel der Welt wie Kapitalismus, Imperialismus, Nationalismus und andere Formen des sogenannten falschen Bewußtseins kämpften. Aber hochfliegende ideologische Experimente sind seit dem Zusammenbruch des Kommunismus verständlicherweise weniger attraktiv, und womit wir es jetzt zu tun haben, ist eine Reihe von einzelnen punktuellen Verbesserungen, die uns, so hofft man, auf den rechten Weg leiten werden."
    Kenneth Minogue, "Die Demokratische Sklavenmentalität - Wie der Überstaat die Alltagsmoral zerstört" 2013

    Also sind heute nur mehr marxistische Flickschuster am Werk, die aber im Ergebnis scheinbar umso nachhaltig wirkungsvoller sind, weil die angeblich politische Vertretung des Eigentums und der Wirtschaft das alles nicht mehr kapiert.


alle Kommentare

  1. grauer wolf (kein Partner)
    27. Februar 2015 18:31

    naja.....derzeit wird aber -und das überproportional- von denen ALLES genommen, die nicht mal DAS haben, was man nicht besteuern darf. wenn man hacklern, von ihrem geringen lohn alles abräumt, vor allem jede kleine erhöhung, und das seit jahrzehnten, dann kann das niemand einsehen, wenn man den VERMÖGEN hortenden nichts dafür abnehmen darf. nicht mal den %satz, den alle zahlen müssen, wenn sie diesen betrag erarbeitet hätten. ein millionär braucht von seinen millionen keinen cent zahlen, wenn er ihn ererbt, wenn ein arbeitender mensch auch nur 1 € über dem mindestsatz liegt, fällt er voll in die progression. kriegt vielleicht weniger als vorher. FAIR? DAS gilt es abzuschaffen!!!

  2. Vuc Nuland (kein Partner)
    24. Februar 2015 20:00

    Leistungsvernichtung auf britisch:
    Großbritannien schickt Truppen in die Ukraine.
    Wir wünschen allen britischen Nazis den Tod.

    • Fliegende Holländer (kein Partner)
      24. Februar 2015 20:01

      Man sollte London radioaktiv einäschern.

    • CIA-Nazi (kein Partner)
      24. Februar 2015 20:48

      Endlich kehrt der große Krieg nach Europa zurück.
      Der AU-Blog leistet seinen kleinen aber feinen Betrag dazu.

    • Segestes (kein Partner)
      24. Februar 2015 21:55

      Ihr habt es übertrieben und seid schon lange enttarnt.
      Euch nimmt niemand mehr ernst :)

  3. heartofstone (kein Partner)
    24. Februar 2015 18:49

    Hayek schrieb in seiner "Verfassung der Freiheit": "Es kann vernünftigerweise argumentiert werden, dass den Idealen der Demokratie besser gedient wäre, wenn alle Staatsangestellten oder alle Empfänger von öffentlichen Unterstützungen vom Wahlrecht ausgeschlossen wären."

    Kluger Mann ...

  4. Segestes (kein Partner)
    24. Februar 2015 18:25

    Möglich, dass sich die von Unterberger beschriebenen Effekte ganz oder teilweise einstellen. Vielleicht aber auch nicht.
    Daher: Probieren geht über Studieren.

  5. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    24. Februar 2015 13:48

    Was kann man von Politikern erwarten die so wie der Wiener Landeshauptmann zwar in der Steuerreformgruppe sitzen aber unlängst zum Vorschlag der Expertengruppe doch bei Förderungen zu sparen geäußert hat das komme für ihn nicht in Frage. Der ÖVP-Klubchef ist der Ansicht der Reformdruck aus der Bevölkerung ist zu gering. Die Reformresistenz ist offenbar eine Eigenschaft des Politikers die erst durch äußere Einflüsse gebrochen werden kann. Armes österreichisches Volk das erst in etlichen Jahren durch ein Eingreifen der "Troika" zu Staatsreformen kommen wird.

  6. Hegelianer (kein Partner)
    24. Februar 2015 12:58

    Zu hoffen ist, daß die ÖVP nach geschlagener Wirtschaftskammerwahl nicht doch noch bei Erbschafts- und Schenkungssteuern umfällt.

  7. AppolloniO (kein Partner)
    24. Februar 2015 11:31

    Den Roten, Grünen und deren Einheitspresse ins Stammbuch:

    >>> Der Staat braucht Leistungsträger, deshalb sind diese und deren Salär kein Grund Neid und Missgunst zu erzeugen.
    >>> Die Last ist wirklich ungleich verteilt. So zahlen 10% der ASVGler 50% aller Arbeitsabgaben.
    >>> Die Steurzahler wissen besser das selbstverdiente Geld auszugeben. Der Staat finanziert damit parteinahe Sesselfurzer und verteilt unnötige Wahlgeschenke.

    Fazit: der Staatsanteil gehört wie in vielen (wohlhabenden) Ländern ohne wenn und aber unter 40% gedrückt.

  8. Torres (kein Partner)
    24. Februar 2015 11:16

    Es kristallisiert sich immer klarer heraus, wie die "Gegenfinanzierung" für die "mehr als 20 Euro" hohe Steuersenkung aussehen soll, zumindest teilweise: nämlich durch eien Erhöhung der KESt auf 30%. D.h., die fast Null-Zinsen auf Sparbücher sollen noch weiter verringert werden. Das kann ja nur einem kranken Hirn entsprungen sein - leider gibt es in der derzeitigen Regierung mehr als genug davon, mit dem Kanzlerdarsteller an der Spitze. Und der so hochgelobte Vizekanzler hat sich sehr schnell angeglichen (wenn er überhaupt vorher irgendwie anders gedacht haben sollte).

  9. Wolfram Schrems (kein Partner)
    24. Februar 2015 11:11

    Wir warten auf eine Stellungnahme seitens der moralischen Autoritäten aus Kirche und Geistesleben, die derjenigen des Tagebuchautors in etwa entspricht.

    Vielleicht ringen sich die Bischofskonferenz und die Caritas doch noch zur Einsicht durch, daß zwei der Zehn Gebote das Privateigentum schützen.

    Derzeit haben wir konfiskatorische Steuersätze - und wuchernde Kompetenzen der öffentlichen Hand. Und die Kirchenführer schauen der Enteignung schweigend oder zustimmend zu.
    Das kann es ja nicht sein.

  10. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    24. Februar 2015 09:53

    S.g. dssm, Sätze, wie z.B. "Die Jungen sollen die utopisch hohen Pensionen der Alten zahlen, die im Gegenzug einen Berg Schulden an die Jungen übergeben." lassen mich Ihre Intelligenz aber schon sehr stark anzweifeln! Was quantifizieren Sie als "utopisch hohe Pensionen der Alten", welchen Pensions-und/oder Rentenempfängerkreis meinen Sie u. - vor allem - welchen "Berg Schulden" habe z. B. ich "an die Jungen übergeben"?
    Seien Sie mir nicht böse, aber das ist doch undifferenzierter Schwachsinn! Was wollen Sie? Sollen wir "Alten" 14 Tage nach Pensions- u./od. Rentenantritt sowie nach Übergabe unserer ev. vorhandenen x-mal versteuerten Ersparnisse Selbstmord begehen?

    • Langzeitbeamter (kein Partner)
      24. Februar 2015 10:15

      Nein, das hiess doch einmal "sozialverträgliches Frühableben" (nicht das heutige vom Alijew gemeint).
      Ich steh da zwischen allen Fronten - doch relativ hohe Gemeinde-Akademikerpension (obwohl nach allen Regeln der Kunst beschnitten, leider konnte man halt gerade keine Dienstalterszulage mehr erlangen trotz 46 Jahren aktiver Dienstzeit), relativ spät drei Kinder, damit in den Neunzigern - ja doch, bereits von Vranitzky und Lacina, abgeräumt wie ein Christbaum, entsprechend verbliebene Schulden bei unseren freundlichen Banken ("Sie müssen doch noch nichts gearbeitet haben, um sich etwas leisten zu können"), die mich nach meinem 75. Geburtstag einfach nicht mehr kennen wollen (s.o.).
      Ja, und die drei Kinder, nur die Erste einen halbwegs sicheren Job, den Rest kennt man ja.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Februar 2015 10:51

      S.g. Langzeitbeamter, wie Sie, im Gegensatz zu manch´ anderem hier Postenden wissen, besteht die Masse der in ASVG-Rente oder Beamtenpension befindlichen öffentlich Bediensteten aus C- und D-wertigen Bediensteten. Deren Ruhebezüge unter "utopisch hohe Pensionen" einzuordnen, läßt auf keinerlei sachliche Recherche schließen. Es stand seinerzeit jedem frei, sich um eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bewerben, was aber viele aufgrund der grottenniederen auf Jahre bestehenden Gehälter abgehalten hatte. Heute darüber zu lamentieren, zeugt lediglich von undifferenziertem Neid.
      MfG

    • heartofstone (kein Partner)
      24. Februar 2015 22:22

      Genau, darum brauchen auch zB die NB "Bediensteten" diverse Unterstützungen ... Wohnen, Freizeit, Gesundheitsvorsorge, Pension ... denn ihr mageres "Beamtengehalt" langt ja hinten und vorne nicht für eine auskömmliche, selbst organisierte Vorsorge ... sagns ... wollens uns verarschen oder sind sie von Natur aus a bisserl trüb in der Marille? .... um es jetzt (noch) freundlich zu formulieren ... ihre Wahl ...

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. Februar 2015 10:11

      Die privilegierten Bediensteten der Nationalbank mit den Beamten und Vertragsbediensteten des Öffentlichen Dienstes (Beamtendienstrecht/Vertragsbedienstetengesetz) zu vergleichen zeigt, wer "trüb in der Marille" ist.

      wikipedia: "Das Grundkapital der Oesterreichischen Nationalbank ist in Aktien zerlegt, das heißt rechtlich handelt es sich bei der Bank um eine Aktiengesellschaft. Seit Ende Mai 2010 gehören 100 % des Grundkapitals in Höhe von 12 Millionen Euro der Republik Österreich. Die Aktien der OeNB dürfen nach § 9 NBG nicht übertragen werden. Die Oesterreichische Nationalbank arbeitet als nationale Zentralbank völlig unabhängig und darf keine Anordnungen von Institutionen der EU, Regierungen der Mitgliedstaaten oder anderen Stellen annehmen. Im Gegenzug sind die genannten Organe dazu verpflichtet, dies zu beachten und angehalten, jeglichen Versuch der Beeinflussung zu unterlassen. Im Nationalbankgesetz ist die Unabhängigkeit der Nationalbank verankert, es regelt ebenso die Amtszeit des Generalrates sowie des Direktoriums und enthält Ausnahmen, die eine vorzeitige Abberufung der Mitglieder begründen."

  11. cmh (kein Partner)
    24. Februar 2015 08:56

    Alle (wirklich alle) Förderungen und/oder Subventionen nur noch ein Jahr weiterlaufen lassen. Die Empfänger hätten dann die Möglichkeit, begründete Anträge auf Weiterförderung einzubringen. Erfolgt dies nicht, oder wird abschlägig beschieden, enden die Zahlungen nach diesem Jahr.

    Die Staatsschulden wären danach kein Problem mehr.

  12. N.SA (kein Partner)
    24. Februar 2015 08:28

    Was labert er heute, der russophobe und neonazihafte Unterberger-Blog?

  13. zweiblum
    23. Februar 2015 10:03

    Gilt das für mich auch oder nur für Anleger und Politiker?
    Welcher Ösi zahlt nicht Abgaben und Steuern für sein Eigentum?
    Schlimmer ist die psychologische Evaluierung des Arbeitsplatzes! Sie gilt nicht für Lehrer ect.!

  14. sin
    22. Februar 2015 18:46

    Im Kommunismus hat man das total brutal gemacht, in Österreich geschieht das auf sanfte Art. Es dauert nur viel länger, bis man das gleiche Resultat hat.
    Die CSR hatte in der Zwischenkriegszeit einen deutlich höheren Lebensstandard als Österreich. Die CSSR war 1989 dank der überragenden marxistischen Wirtschaftspolitik wirtschaftlich und auch sonst (Bürgerrechte, Umwelt) völlig danieder...

  15. Cotopaxi
    22. Februar 2015 18:36

    o.T.

    Wieder so ein Einzelfall eines verwirrten Ehschonwissen?

    Gab es nicht auch in der Steiermark vor kurzem so einen Einzelfall, dem eine österreichische Pensionistin zum Opfer fiel, der fast ein Ohr abgetrennt wurde?

    Solche Berichte häufen sich in den deutschen Landen. Aber das müssen wir aushalten, sagen die Grünen. Und die Schwarzen machen auch keinen Muckser dagegen.

    http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/hattingen/junge-soll-schuelerin-kehle-durchgeschnitten-haben-39873084.bild.html

    • hamburger zimmermann
      22. Februar 2015 21:04

      ...die schwarzen? die sind doch wertkonservativ!
      .

    • Haider
      22. Februar 2015 23:23

      © hamburger zimmermann
      Sie vergasen nur das kleine Wörtchen GEWESEN. „Lang, lang ist’s her“ sang einst Peter Kraus!

    • Haider
      22. Februar 2015 23:34

      Ein Einzelfall ist's nur dann nicht, wenn sich ein völlig durchgeknallter Fußballfan am Rapidplatz erdreistet drei Finger zu heben, ein Pubertierender irgendwo "Juden raus" hinschmiert oder gar die Pegida-Demonstranten vor "Lügenpresse" warnen - alles hat schon Goebbels getan oder Himmler oder Eichmann oder ... Heerscharen von sonst völlig unproduktiven Akademikern leben herrlich davon.

  16. magnamater
    22. Februar 2015 17:46

    Magna Mater
    AU wendet sich in starken Worten gegen die mögliche Ermäßigung der Krankenkassenbeiträge im Rahmen der Sozialversicherung für jene Pensionisten, deren Pension unterhalb der Steuerpflicht, also unter 1064 Euro brutto liegt. Ich habe mich genau informiert und Zeitungsinterviews des Finanzministers hinterfragt. Erwerbstätige, deren Einkommen unter der Steuerpflicht liegt,erhalten eine Steuergutschrift von dzt. 110 Euro im Jahr , eine sogenannte Negativsteuer. Hier die Gleichheit herzustellen ist eine Frage des Diskriminierungsschutzes. Der Finanzminister selbst hat bei der Vorstellung des ÖVP Steuer Konzepts darauf hingewiesen, dass er von den Negativsteuern überhaupt wenig hält, dass er aber weiß, dass viele Experten, unter ihnen Karl Aiginger, Chef des WIFO, seit Jahren fordern, den Krankenkassenbeitrag für die Kleinen herabzusetzen, da er unverhältnismäßig hoch sei. Daher der sachlich gerechtfertigte Vorschlag, statt einer Steuergutschrift eine Gutschrift bei den Krankenkassenbeiträgen einzuführen. Für alle kleinen Pensionisten würde dies im Jahr ungefähr 160 Millionen Euro ausmachen. Als Gegenfinanzierung wird von der Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage um 300 Euro monatlich gesprochen. Das belastet die Betroffenen mit 3,95% im Monat mehr, also mit monatlich 11, 85 Euro! Das wäre zumutbar und gerecht im Hinblick darauf, dass der Betroffene für die Krankenkassa monatlich derzeit maximal 183,67 Euro bezahlt – zu billig für die Leistungsfähigeren, vergleicht man diesen Monatsbeitrag mit den Leistungen des Gesundheitssystems und den entsprechenden, viel höheren Kosten einer Privatversicherung.
    Im Rahmen der Steuerreform von 5 Mia Euro im Jahr,wären die 160 Mio für die kleinen Pensionisten wirklich Peanuts…Die Behauptung, damit zahlten sich die Besserverdienenden ihre Steuerreform selber ist lächerlich. Es handelt sich um 8 Euro im Monat….allein aus der geplanten Senkung des Eingangssteuersatzes für die ersten 17.000 Euro auf 25 % hätte jeder, auch der Besserverdienende, monatlich 65 Euro Steuerersparnis. Da wahrscheinlich auch die Schwelle für den Höchststeuersatz angehoben wird, käme da noch eine beachtliche Summe monatlich dazu.

    • dssm
      22. Februar 2015 20:36

      Lieber @magnamater!
      Ihr Beitrag ist sehr konkret und sehr gut! Sie sehen jetzt wie Ihr Beitrag formatiert ist, bitte also das nächste mal an die Formatierung denken! Insbesondere wenn komplexere Themen angesprochen werden.

      Also bitte, machen Sie weiter so, aber akzeptieren Sie die Vor- und Nachteile der Formatierung im AU-Blog.

    • Undine
      23. Februar 2015 13:23

      @dssm

      Na hoffentlich nimmt Ihnen @Magna Mater nicht übel, dass Sie sie als Herrn ansprechen---es sei denn, ein Mann bedient sich eines weiblichen Pseudonyms! ;-))

  17. Josef Maierhofer
    22. Februar 2015 16:00

    Wie @ Gerhard Pascher richtig schreibt:

    Die Gleichwertigkeit der Stimme.

    Wir hätten es nie zu einem solchen Sauhaufen gebracht, würden die Stimmwertigkeiten nach gezahlten Steuern proportional eingestuft, würden die Stimmwertigkeiten der Anzahl der Kinder von Einkommensteuer zahlenden Familien proportional angehoben werden, sprich die Stimmen der Kinder einfließen.

    Das ist auch begründbar und wohl auch logisch.

    Die Nichtstuer brauchen bloß SPÖ und Grüne wählen und bekommen die gebratenen Tauben auf dem Goldtablett serviert. Das geht aber nur so lange, bis die 'Taubenbrater' endgültig vernichtet sind durch Steuern, Abgaben, Bürokratie.

    Wo kommen wir da hin, wenn die Mindestsicherung, für die man bei uns keine Gegenleistung erbringen muss, außer ein Formular auszufüllen, höher ist als die Löhne hier und auch anderswo ? Meine Meinung ist, jeder Bezieher von Mindestsicherung muss mindestens halbtags arbeiten und den Rest der Zeit nachweislich bei der Jobsuche verbringen.

    Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht und muss als solches verfassungsgemäß gewahrt werden, ebenso das Recht auf Freiheit der Person. Ich fühle mich in meinem Eigentum beschnitten, wenn ich als Unternehmer alle Verantwortung tragen muss und alle Geschäftsideen umsetzen muss und die Haftung für Mitarbeiter übernehmen muss und durchschnittlich weniger netto erhalten darf als ein Lehrling.

    Irgendwo hat da @ Gerhard Pascher völlig recht mit der Stimmwertigkeit.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 16:12

      Völlig d'accord - Josef Maierhofer *******************

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 16:31

      Wäre total super, ist jedoch im Zeitalter der "Nichtdiskriminierung" absolut denkunmöglich, und würde auch das Wesen der Demokratie ad absurdum führen!

      Das Volk sind wir alle: vom Hochschulprofessor bis zu Sandler unter der Brücke!

      Auch ich habe Gedanken dieser Art bereits gehegt, aber dann doch erkannt, dass
      in der heutigen Zeit Überlegungen dieser völlig widersinnig zum Ideal der Demokratie ist.
      Des spüln's net, werte Herrschaften!

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 16:44

      Klar, daß's dös net spül'n, Wertkonservativer - dabei könnte ja eine Verschiebung
      der Machtverhältnisse rauskommen, das geht aber nun wirklich nicht ...

    • Josef Maierhofer
      22. Februar 2015 16:53

      @ Wertkonservativer

      Konsequent gedacht, würde ich jetzt gerne fragen, ob Sie dieses 'widersinnig zum Demokratieideal' auch dann noch aufrecht erhalten, wenn wir bereits Diktatur haben, aber nicht die Diktatur der Fleißigen, sondern die der Proleten.

      Es kann ja jeder ehrlich arbeiten und Steuern zahlen oder andere Beiträge zur Gemeinschaft liefern, dann halte ich ihn für ein Mitglied der Demokratie eines Bereiches, eines Landes, es kann sich ja jeder zu den Gesetzen eines Landes bekennen und zur Gemeinschaft oder Gemeinsamkeit.

      Aber was wir heute vorfinden, hat ja nichts mehr damit zu tun, die Mehrheit feindet die Tugenden an aber bedient sich der Fleißigen, die immer weniger werden. Die Mehrheit geht mit ihrer Freiheit nicht verantwortlich um, wie dies die allermeisten Unternehmer tun müssen, wollen sie mit ihren Mitarbeitern überleben, also die Mehrheit bekennt sich ja nicht zu Demokratie, sondern zur Diktatur des Proletariates.

      Und da kann man keine demokratischen Maßstäbe mehr anlegen, meine ich, die Demokratie gibt es bei uns ja gar nicht mehr.

      Ja, das Volk wären wir alle in einer Demokratie, wo es verantwortungsvolle Menschen gibt, aber derzeit unterliegt das Volk ja einer Diktatur des Proletariates.

      Die repräsentative Demokratie hat versagt und ist zu einer Diktatur verkommen. Alles, was sich dem entgegenstellen will, angefangen vom Pegida Demonstranten bis zur FPÖ, wird bekämpft, ausgegrenzt, lächerlich gemacht, etc.

      Sie wollen also sagen, Sie sind auch dafür, dass wir sehenden Auges untergehen ?
      Das spielt es also nicht ?

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 17:02

      Da bin ich voll und ganz auf Ihrer Linie, Josef Maierhofer *******************

    • Cotopaxi
      22. Februar 2015 17:23

      Dann ist also das Prozedere zur Wahl des Parlaments der EUdSSR nicht demokratisch?
      Denn für ein deutsches Mandat sind wesentlich mehr Stimmen erforderlich als für ein Mandat aus Malta oder Zypern.
      Die Stimme eines Deutschen ist somit weniger wert, als die eines Malteser. Warum eigentlich?

    • Josef Maierhofer
      22. Februar 2015 18:08

      @ Cotopaxi

      Sie sagen es, und damit kommen wir der Sache schon näher.

      Prinzipiell soll jeder eine Stimme haben. Nehmen wir einmal die Natur selbst her, etwa eine Horde Affen. Wie organisieren sich die ? Oder eine Horde Büffel, oder egal was, jedes Hordenmitglied hat seinen Platz, seine Funktion und liefert seinen Beitrag. Ich selbst habe das an der Uni bei den Projektarbeiten so gemacht, einfach die Organisation freigestellt (gemäß ISO Gesetzen) und Aufgabengebiete definiert, die keineswegs gleichartig und schon gar nicht gleich waren, in Summe aber das Ganze ergeben mussten. Die Erfahrungen waren SEHR GUT für die Studenten und für mich auch. Es hat zwar immer ein paar Drückeberger gegeben, die sich in die Nische stellen wollten, wenn die Arbeit vorbeikam, aber bei weitem nicht die Mehrheit. Wir haben aber zufolge Polit- und Medienmanipulation da ein Ungleichgewicht erreicht und damit die Diktatur des Proletariates. Die Tugenden werden verachtet.

      Da die Natur eine solche ideale Gleichheit nicht vorsieht, Ähnlichkeiten gibt es zweifelsohne, hat auch dort zwar jedes Mitglied einen Platz, ein Gewicht, aber keines ist gleich dem anderen, ist der Mensch das einzige Wesen, das die Natur nicht anerkennen will und auch die Naturgesetze nicht.

      Schauen wir sie uns an, die da Gleichheit, 'Gerechtigkeit', etc. brüllen, sie alle tun das, um das Gleichgewicht zu stören, um 'Gleichere' (=Privilegierte) zu schaffen und auf Kosten anderer zu leben, was ja in der Natur vorgesehen ist, und ohnehin stimmt. Die Menschen Horde lebt so lange friedlich, solange nicht der 'Kahlfraßgedanke' übergreift, die Forderung nach Sozialismus. Ab dann geht es bergab und wie, das sehen wir ja täglich, gesellschaftlich und wirtschaftlich.

      Würden die Menschen ihren Platz suchen, die Gegenleistungen für ihr Leben erbringen, die Tugenden pflegen, die da beginnen mit Fleiß, Ehrlichkeit, bis hin zur Hilfsbereitschaft, dann wären sie im Paradies (aurea prima sata est aetas quae vindice nullo ... Ovid), sie aber wollen mehr, dünken sich was besseres, nehmen mehr, als ihnen zusteht, nehmen auf die Natur keine Rücksicht, etc., sehen das zwar alles, aber entwickeln, da sie ja nicht gleich sind, verschiedene Ansichten und Lösungen dazu, aber keine tauglich zur Ausführung, ausgeführt werden dann im Endeffekt die Kriege dann. (Gerade heute habe ich das Plakat gesehen für das heeresgeschichtliche Museum: Kriege sind was fürs Geschichtsbuch.) Dazu hätte sich der Mensch emanzipieren müssen, ganz anders gemeint, als es die heutigen Feministinnen meinen, nämlich er hätte sein eigenes Leben so ändern müssen, dass es keiner Kriege bedarf.

      Nun eben dieser Vorschlag des Stimmenindex nach dem Grad des Beitrages des Einzelnen zur Gemeinschaft, etwa erbrachte Steuerleistung oder Anzahl der Kinder, etc.

      Ich halte das nicht so absurd, dass man das gleich rundweg abschmettern müsste, vielleicht ist das im Zeitalter des Computers sicher eine Möglichkeit, diese Ungerechtigkeiten der jetzigen 'Gleichheitsgesellschaftsdiktatur' auszugleichen, bzw. trotz einer de facto Diktatur wieder zu einer Demokratie zurückzufinden.

    • Josef Maierhofer
      22. Februar 2015 19:16

      @ Steinibeini

      Nein, Steuerzahler, Gesetzeseinhalter, die beiden gleichzeitig und Familien, wo beides zutrifft, in dieser Reihenfolge.

      Ein Staatsbürger kann nur sein, jemand, der Steuer zahlt, oder ???
      Ein Staatsbürger kann nur sein, jemand, der die Gesetze einhält und sich zu Österreich bekennt, oder ???

      Wer also beides tut, soll auch als Familie Stimmgewicht dazu erhalten, so ist es gemeint.

      Natürlich nicht der nicht österreichische Familiennachzug zum arbeitslosen Ex-Arbeiter, der trägt ja nichts bei. Da müsste man noch genauer hinsehen, wie das am gescheitesten zu lösen wäre.

      Ich meine, wer mehr Steuer zahlt (die ganze Legislaturperiode) soll mehr Stimmengewicht haben, wer kriminell ist und im Häfen sitzt, kostet ja sehr viel, wenn er dort so viel arbeitet, dass er dann noch steuerpflichtig wird, dann natürlich auch der, in der Regel aber nicht, weil meistens die Überwachung mehr kostet, als der arme Wurm arbeiten kann. Familien, die Einkommensteuer zahlen, sollen natürlich auch die Kinder berücksichtigt bekommen beim Stimmengewicht.

      Ein eingebürgerter Migrant, der arbeitet und Einkommensteuer bezahlt, der ist ja schon Staatsbürger.

      Ein Arbeitsloser, der gerade Job sucht und Mindestsicherungsempfänger ist oder Versicherter der Arbeitslosenversicherung, soll natürlich auch abstimmen, genauso, wie jeder Mindestsicherungsempfänger, der halbtags arbeitet und halbtags Job sucht. Ja, dann noch Kranke österreichische Staatsbürger. Pensionisten sind ja auch Steuerzahler. Also es bleibt ohnehin nur das übrig, was keine Beiträge leisten will oder gar nicht zu Österreich gehört.

      Natürlich meine ich nicht die linke Demokratiemissbrauchsidee.

    • Pennpatrik
      22. Februar 2015 20:50

      Wenn man nicht das Zensuswahlrecht einführen will, wobei ich der Meinung bin, dass das Wahlrecht durchaus an Mindestleistungen gebunden sein könnte, die man dem Staat erbringt (das kann auch eine Geburt sein), könnte man das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" breiter fassen und ein Sezessionsrecht einführen. Damit wäre es möglich, dass sich Völker trennen und damit Eigenstaatlichkeit bekommen können.
      Bayern könnte mit Tirol, Vorarlberg, Südtirol, Salzburg, Schwaben und Kärnten einen Staat bilden oder einfach einen eigenen Staat bilden.
      Dadurch wären Länder wie Berlin oder Brandenburg gezwungen, darauf zu achten, dass Bayern das nicht macht und sich entsprechend verhalten.

    • Wertkonservativer
      23. Februar 2015 08:01

      Nun, hier versteigen sich manche Blog-Freunde in Gedankenmodelle, die nie und nimmer zur Realisierung gelangen könnten.

      Wir sollten uns vielleicht davor hüten, uns hier als ein Hort von Elitär- und Weltverbesserungs-Denkern zu verstehen!

      Wir halten es für gerechtfertigt, anderen, weniger "zivilisierten" Völkern die Vorteile der Demokratie beizubringen, und suchen gleichzeitig nach Rezepten, diese mühselig aufgebaute Demokratie auch gleich wieder zu minimieren?
      Ja, ja, die Demokratie hat auch ihre weniger schönen und angenehmen Seiten: etwas mühselig, sie in allem und jedem als unverzichtbar zu finden (und das ist sie auch, bei Gott!).

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      23. Februar 2015 09:02

      @ WErtkonservativer

      Aber wir haben ja keine Demokratie, dorthin müssen wir erst mühsam zurückfinden. Das wäre ein möglicher Weg.

  18. machmuss verschiebnix
    22. Februar 2015 15:50

    hey, Brigitte Imb - das war doch nur ein Freud'scher verreiber :))

  19. Brigitte Imb
    22. Februar 2015 15:23

    Die Regierungsarbeit scheint mir nicht skurril, sie ist absolut unverantwortungsvoll und unter jeder Kritik und nur auf das politische Überleben der Parteien ausgelegt. Der Schaden, den diese Versagertruppe am Volk verübt ist eigentlich bereits kriminell.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 17:12

      Brigitte Imb, kann es sein, daß wir sowas wie seelenverwandte Kindsköpfe sind ? :))

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2015 18:57

      Und, schlecht? Sonst ist ja die Realität kaum zu ertragen.
      Mein KK* ist noch dazu ein echter Mostschädel. :-))

      *Kindskopf, nicht Kalbskopf

  20. machmuss verschiebnix
    22. Februar 2015 13:26

    » … Folge einer skurrilen Regierungspolitik, die sich im Herbst zwar darauf geeinigt hat, wie viel sie ausgeben will, aber nicht, wie sie das bezahlt … «

    . . . zuvorderst aber, die Folge eines politischen Systems,
    in dem die Kosten-Verursacher zugleich die Entscheidungs-Träger sind,
    die sich zudem auch noch die "passenden" Gesetze selber machen ! ! !

    Es handelt sich dabei NICHT um einen "Design-Fehler", sondern - wie es ein
    "ganz Pöhhhser" nannte - um eine "Misgeburt" .

    PS: wenn ich damals verstanden hätte, was er damit meint, hätte ich Haider
    wahrscheinlich gewählt - zu spät, jemand hat ihm "Flügel verliehen" .

  21. Undine
    22. Februar 2015 11:54

    OT---aber wäre ich nicht selber dabei gewesen, gestern beim PEGIDA-SPAZIERGANG in LINZ, hätte ich erstens im ORF keine Silbe davon gehört und gesehen (obwohl sehr viel von ORF-Kameraleuten gefilmt worden war!), zweitens womöglich gar geglaubt, was im Internet darüber zu lesen war: Nämlich eine glatte Lüge! Da scheint außerdem einer vom anderen wortwörtlich abgeschrieben---und die Zahlen politisch korrekt unter-, bzw. übertrieben zu haben.

    Aber schön der Reihe nach: Bei meiner Ankunft am Linzer Hbf etwa 3 Stunden vor dem angesagten PEGIDA-Spaziergang standen dort unzählige Polizisten---ein martialischer Anblick.

    Während meines schönen Stadtbummels kreiste stundenlang ein Polizeihubschrauber über der Stadt, die Landstraße war von Polizisten gesäumt; man konnte denken, es hätte ein Banküberfall stattgefunden oder mindestens EIN Mord in der Innenstadt. Das Polizeiaufgebot hätte nicht größer sein können, wäre ein Treffen der Könige und Staatsoberhäupter der ganzen Welt die Ursache für diese Wachsamkeit gewesen.

    Als ich um 15h10 ---der Pegida-Spaziergang sollte um 15h 30 beginnen--- mich beim Ausgang des Hbfs einfand und suchend umblickte, stand ich plötzlich vor lauter ABSPERRGITTERN, bewacht von eng nebeneinander stehenden Polizisten!

    Mir wurde es von einer ziemlich fuchtigen jungen Polizistin mit scharfen Worten UNTERSAGT, zu den etwa 30 Meter entfernten Pegida-Leuten zu gehen. Da half zunächst alles nichts, bis ein paar beherzte Leute kamen und mit guten Worten erreichten, daß wir doch (gnadenhalber!) durchgelassen wurden (nicht von der Polizistin, die ziemlich säuerlich dreinschaute, sondern von einem Polizisten!).

    Diejenigen, die nach uns, von der Bahnhofshalle kommend, am Gitter eintrafen, fanden kein Gehör mehr---sie durften nicht mehr durch. Das alles spielte sich VOR dem angekündigten Termin ab. Auch SO kann man die Zahl der unerwünschten Pegida-Leute minimieren.

    Ich schätzte etwa 350-400 Teilnehmer---im Internet las ich dann zu meiner Verwunderung von KNAPP 100! Die Polizei sprach von 400 Personen. Wie man hingegen auf die Zahl von 1800 und mehr ANTI-PEGIDA-LEUTE kam ist mir schleierhaft:

    "1.800 Menschen demonstrierten gegen 100 Pegida-Anhänger in Linz"

    Da wurden Wunsch-Zahlen genannt! Wäre ich nicht dabei gewesen, wüßte ich es nicht besser.

    Zuletzt, nach einem vergnüglichen, friedlichen "Spaziergang", der NUR durch die Absperrungen und die vielen Polizisten möglich gemacht worden war, begleitete mich ein sehr netter, freundlicher Polizist, der mein Zögern richtig gedeutet hatte, bis zum bewachten Eingang zur Bahnhofshalle, damit ich von den aufgebrachten "Antifaschisten" nicht belästigt werden konnte.

    http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/700-polizisten-sicherten-zweite-demo-von-pegida-in-linz/115.593.414

    http://derstandard.at/2000011998295/1800-Gegendemonstranten-und-nur-100-Pegida-Anhaenger-in-Linz

    • Undine
      22. Februar 2015 12:06

      Es war übrigens das erste Mal in meinem Leben, daß ich an einer Demonstration teilgenommen habe.

    • kakadu
      22. Februar 2015 12:45

      Lügenpresse, Lügenpresse!!!

      P.S.: Auch in Wien ließ man bei den Polizeiabsperrungen Demonstranten nicht zur PEGIDA-Veranstaltung durch - eindeutige Weisung von oben.
      Soviel zum Demonstrationsrecht im Verfassungsrang!

    • carambolage
      22. Februar 2015 15:57

      Auch in Wien hat ein junger Polizist bei der Absperrung, durch die ich wollte, mit bedeutungsschwangeren Worten gesagt, ich solle mir es doch sehr überlegen zu dieser Demo weiter zu gehen.
      In der Meinung der Polizist wolle mich vor heftigen Auseinandersetzungen bewahren, ging ich natürlich trotzdem weiter und es war dann am Platz (Freyung) total friedlich.
      Es dürfte sich also doch um eine Weisung von Oben gehandelt haben, die halt ein karrieregeiler Polizist befolgte.

    • Undine
      22. Februar 2015 16:40

      Es WAR eine Weisung "von oben", das war daran zu erkennen, dass die Polizisten bereits 15 Min. VOR Beginn des Pegida-Treffens OHNE weitere Erklärung niemanden mehr durchliessen. Sie sagten nur etwas von "Platzsperre".

    • caruso
      22. Februar 2015 21:40

      Kudos, Respekt, Danke.

    • Zöbinger (kein Partner)
      24. Februar 2015 16:47

      Zur Linzer PEGIDA-Demo brachte "Die Presse" 3 Bilder, von denen das kleinste wenige Reihen der vorderen Front der PEGIDA zeigte. Die Gegendemonstranten bestanden fast nur aus Schülern, von denen manche Pappdeckeln mit kreativen Sprüchen in die Höhe hielten, wie: "Scheiss PEGIDA", "Ich persönlich kacke auf PEGIDA"! Vor dem Haupttransparent mit den Sprüchen "Kein Meter für Pegida" und "Kein Platz für Rassismus" ging eine Einpeitscherin mit gestrecktem Arm eine Faust machend und ins Megaphon sprechend. (Typisch Sozi-grün!) Auf diesen Bildern sah man keine Schwarzvermummten; offensichtlich lohnte sich für die Organisatoren der Chaoten das Linzer Ziel nicht. Denn wie diese sich organisieren zeigt ein lesenswerter Bericht der "TAZ": http://www.taz.de/!154642/

    • Zöbinger (kein Partner)
      24. Februar 2015 16:56

      Mein Kommentar bezog sich auf die Linzer Pegida-Demo vom 8.Februar!

  22. Wertkonservativer
    22. Februar 2015 11:14

    Nun, wenn das alles so ist, wie Ihr honorigen Vor-Replikanten es sagt und meint, dann gibt' s eigentlich nur Eines:

    " Lasst alle Hoffnung fahren"!

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 11:18

      Gehört zu @ simplicissimus 06:11,

      als Antwort auf die diversen, allesamt negativ getönten Vor-Replikanten!
      Schön schaun' wir aus!

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 11:57

      Damit ich jedoch nicht missverstanden werde:

      Ich bin und bleibe OPTIMIST, sowohl was die Dinge in der Welt, als auch in unserem schönen Österreich betrifft!!!

      Ich lasse mir unsere Zeit -für uns Heutige wohl die beste aller Welten - trotz aller Probleme und Problemchen einfach nicht schlechtreden!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 12:04

      Veto, lieber Wertkonservativer - fahren läßt man bestenfalls einen - äh - Bus :))
      Nein, langfristig ist auf jeden Fall Hoffnung angesagt, es ist nur im Moment die
      Gesamt-Situation nicht wirklich dazu angetan, in Enthusiamus zu verfallen, weil
      einfach die Beton-Köfpe an den Schalthebeln der Macht sitzen und gar nicht dran
      denken, irgendjemandem nachzugeben ! ! !

    • Undine
      22. Februar 2015 12:20

      @machmuss verschiebnix

      "...weil einfach die Beton-Köpfe an den Schalthebeln der Macht sitzen und gar nicht dran denken, irgendjemandem nachzugeben ! ! !

      .....aber diese Betonköpfe, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, werden dank ihrer dummdreisten Willfährigkeit und Gier von ganz anderen Köpfen gelenkt, die allerdings immer HINTER den Kulissen schalten und walten.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 12:38

      Klar , Undine - die Fädenzieher im Hintergrund sind die wahren Schädlinge und zudem
      NICHT Abwählbar ! ! !

      Ein Grund mehr, für einen (hoffentlich sanften) Staats-Streich ! ! !

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 12:50

      Nun, @ machmuss verschiebnix:

      wenigsten Ansätze zu Optimusmus:

      Einen Staatsstreich werden Sie in unserem lahmlatscherten Österreich wohl kaum erwarten können: wird sicher auch kaum nötig sein.

      Aber noch einmal: falls Sie glauben, dass Andere (z.B. die Blauen) es besser machen könnten, dann sind sie wohl ein größerer Optimist als ich!!!

      Im übrigen bin ich gegen jede Art von Verschwörungstheorien:
      Unsere Politiker sind nicht anders als die Politiker anderer Länder, arbeiten großteils brav und oft auch erfolgreich für das Land, und sind übermehrheitlich seriös!

      Wen oder was wollen Sie groß verändern? Falls man das wirklich will: selber an die Front!!
      Unsere Politiker sind ein getreues Abbild unseres Volkes! Da werden Sie wohl kaum Wunderwuzzis finden, die all Ihren Erwartungen entsprechen!

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 13:08

      Lieber Wertkonservativer,

      daß ich den Begriff Staats-Streich überhaupt ins Forum entfleuchen lasse, beruht
      eben darauf, daß ich auch von der FPÖ keine Problem-Lösung erwarte.
      Warum nicht ?
      Weil die Kosten-Verursache zugleich die Entscheidungs-Träger sind, die sich bestimmt
      nicht selber ins Knie schießen werden ! ! !


      Ergo.
      Staats-Streich, oder Hoffnung verschieben, bis nach dem Crash ! ! !

      PS:
      eine vom BP eingesetzte Notregierung - solange bis alle Schiefstände beseitigt sind, wäre
      zwar eine theoretische Alternative, aber da mutiert eherdie Reblaus zum Kartoffelkäfer :)

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 16:21

      machmuss verschiebnix:

      also, werter Blogfreund, auch die Sache mit einer Notregierung scheint mir ein wenig abenteuerlich: wir haben eine vom Volk durch ordnungsgemäße Wahlen installierte Regierung, die durchaus intakt ist und auch arbeitet.
      Dass deren Arbeit hier vielen nicht kompetent und zielgerichtet erscheint, muss ja in einer Demokratie diskutierbar sein.

      Ich habe das Gefühl, viele hier arbeiten sich in einen derartigen Wirbel hinein, dass derlei Überlegungen, die in einem demokratischen Staatswesen wohl nur bei schwersten Regierungsversagen zur Anwendung kommen sollten, überhaupt ernstzunehmend angestellt werden!
      ich habe schon vorher von diversen Verschwörungstheorien Mancher hier gesprochen.

      Aber, nehmt alles nur allem: so weit sind wir wohl noch lange nicht, dass derartige Überlegungen überhaupt Widerfall finden könnten!

      Auf Regierungen zu schimpfen, ist Hauptsport in vielen Ländern!
      Schimpft ruhig weiter, aber akzeptiert auch die Bemühungen der meisten von uns ordnungsgemäß gewählten Mandatare und Regierungsmitglieder.

      Zorn und Unmut sind schlechte Ratgeber: bleiben wir am Boden der Realität, die hin sichtlich Staats- und Landesführung durchaus nicht nur negative Facetten hat!

  23. Anton Volpini
    22. Februar 2015 11:11

    Ist das 20. Jahrhundert bereits so weit aus unserem Gedächnis verschwunden, daß es so viele Worte braucht, um Planwirtschaft und Kommunismus zu beschreiben?

    "Historisch gesehen handelt es sich dabei auch um eine Modifizierung der ideologischen Bestrebungen der letzten Jahrhunderte, als die Menschen gegen solche Grundübel der Welt wie Kapitalismus, Imperialismus, Nationalismus und andere Formen des sogenannten falschen Bewußtseins kämpften. Aber hochfliegende ideologische Experimente sind seit dem Zusammenbruch des Kommunismus verständlicherweise weniger attraktiv, und womit wir es jetzt zu tun haben, ist eine Reihe von einzelnen punktuellen Verbesserungen, die uns, so hofft man, auf den rechten Weg leiten werden."
    Kenneth Minogue, "Die Demokratische Sklavenmentalität - Wie der Überstaat die Alltagsmoral zerstört" 2013

    Also sind heute nur mehr marxistische Flickschuster am Werk, die aber im Ergebnis scheinbar umso nachhaltig wirkungsvoller sind, weil die angeblich politische Vertretung des Eigentums und der Wirtschaft das alles nicht mehr kapiert.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 11:50

      Die » … die angeblich politische Vertretung des Eigentums … « , Anton Volpini - die
      versteht sich aber recht gut, auf den Machterhalt, wenn also die Preisgabe des Eigentums
      in dieser Hinsicht was bringt . . .
      Jeder halbwegs vernünftige Mitbürger weiß, daß es letztlich die Lage noch viel, viel mehr
      verschlimmern würde, trotzdem traut es ein Teil der Bevölkerung "denen da oben" zu,
      während der anderer Teil "soweit denkt" , wie die Politik - nämlich von 12:00 bis Mittag ! ! !

    • Anton Volpini
      22. Februar 2015 12:06

      Auch zum Machterhalt gehört mehr Intelligenz und Weitsicht, machmuss verschiebnix, denn sonst riskieren die Machthaber den Aufstand der Straße.
      Und der Aufstand der Straße hat ihnen immer noch den Straßenlaternenorden umgehängt.

      Im übrigen werden von diesen Politidioten Vorstellungen diskutiert, die an eine 30% Besteuerung des Eigentums (Substanz) grenzen. Da hats mir den letzten Humor verschlagen.

      Am 24. Feber werden in Wien viele Bauern und Grundbesitzer demonstrieren. Unter den Unternehmern rumort es gewaltig, und das auch wegen nicht mehr zu ertragenden bürokratischen Lasten.
      Lang gehts nicht mehr zum Brunnen.....

    • Undine
      22. Februar 2015 12:23

      @Anton Volpini

      **********!

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 12:33

      » Lang gehts nicht mehr zum Brunnen « - Ihr Wort in Gottes Ohr, Anton Volpini.

      Die gesamte verlogenen und verstohlene Mischpoche - Parteien, Gewerkschaften, ...
      gehören zum Teufel gejagt und stattdessen ein besisdemokratisches Modell von
      unten her völlig neu hochgezogen. Dabei darf es kein Tabu sein, das althergebrachte
      Parteien-System gänzlich zu ersetzen, durch eine Art Verwaltungs-Management,
      welches sich nicht selber die "Lizenz zum Geld rauswerfen" erteilen kann ! ! !

      Transparenz ist heutzutage nur mehr eine Frage des wollen, die Machbarkeit ist
      gegeben und für die Modalitäten bei der Zustimmung der zahlenden Bürger läßt
      sich auch ein praktikables Modell finden. Nicht Zahlende sollen auch nicht mehr
      das Recht haben, irgendwas zu fordern - die müssten sich mit gesetztlich
      festgelegten sozialen Mindest-Standards begnügen !

    • Anton Volpini
      22. Februar 2015 14:48

      Die Sache ist nur die, machmuss verschiebnix, denn wenn der Krug bricht, dann kommt es zu größeren gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen. Die menschliche Geschichte ist voll davon, und war immer mit Blut und Tränen verbunden.
      Den Abenteurern unter uns wird das freuen, den Bedächtigeren bereitet das schlaflose Nächte. Sie können auswählen.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 15:23

      Im Grunde, Anton Volpini - bedarf es eigentlich nur eines kleinen Anfanges. Damit
      nicht von vornherein ein ganzer Staat "dran glauben" muß, könnte man einen Landstrich,
      einen Bezirk, wie auch immer, zum Pilot-Projekt für ein revolutionäres Verwaltungs-Modell
      erklären, mit allen "Features" einer modernen Zeit .
      Bei Erfolg, kann dieses Modell - nicht in größerem Maßstab, denn Größe birgt auch
      größere Gefahren - in weiteren vergleichbar großen und ethnisch zusammengehörigen
      Regionen etabliert werden.

      Unmöglich ? Wie viele Neuerungen gab es im Verlauf der Geschichte, die von vornherein
      für unmöglich erklärt wurden ?@! Die bessere Lösung konnte sich - Gott sei Dank - immer
      gegen derartige Unmöglichkeiten durchsetzen !

      Wichtig wäre für's Erste, daß überhaupt mal begabte junge Leute ein gesundes
      Konzept erarbeiten und es der Öffentlichkeit verständlich nahe zu bringen, ohne sich dabei
      von den zu erwartenden Anfeindungen beeindrucken zu lassen .


      Ist die Idee erst mal "geboren", so wird sie weiterwachsen und - so Gott will - eine
      Region nach der anderen zum erblühen bringen.

    • Anton Volpini
      22. Februar 2015 16:09

      Solange es von unten rauf, also durch Überzeugung, geschieht, ist das in Ordnung, und so sollte es versucht werden, machmuss verschiebnix.
      Nur von oben runter wird es, über kurz oder lang, zwangsläufig scheitern.

    • F.V. (kein Partner)
      25. Februar 2015 11:41

      Lieber Herr Volpini,

      zwar kann man nie lange gegen das Volk regieren/herrschen, aber, wie Romig schon oft den Säulenheiligen der Aufgeklärten zitierend (Sir Carl Popper), gilt auch, daß das Volk noch nie geherrscht/regiert hat.

      Es kommt wohl auf das Staatsziel/den Staatszweck an, der nicht „Dämokratie“ heißen kann, weil das eben kein Ziel, sondern eine Methode der Staatsorganisation wäre, gäbe es sie in Wahrheit überhaupt. Als Ziele kommen verschiedene in Betracht: die Gerechtigkeit (denn ohne sie hätten wir nur eine Räuberhöhle), der Frieden, und zwar der innere wie der äußere (denn ohne diesen wäre alles nichts, d. h. wir hätten Chaos und damit nur allgemeine Armut), dann die Wohlfahrt, weil es in einer Gemeinschaft nicht angeht, daß einige ein Wohlleben genießen, andere (vor allem wenn es viele wären) nicht das Nötige zum Leben hätten. Und weil die bisher genannten Staatsziele die Ordnung voraussetzen, ist auch diese eine nötige Zielsetzung.

      Ich hatte bisher die Freiheit nicht erwähnt. Das hat den Grund, daß diese nicht der Ausgangspunkt bei der Bestimmung der Ziele ist, sondern der Ankunftspunkt. Sie setzt die Ordnung voraus, wie auch den Frieden und die Gerechtigkeit. Ohne diese handelte es sich bei der Freiheit bestenfalls um eine Parole, ein leeres Wort ohne wahre Bedeutung.

      Weil ich der Überzeugung bin, daß jede lebendige Organisation eine gegliederte Ordnung bedingt, denke ich auch, daß die meist falsch verstandene „egalité“ ein falsches Ordnungsprinzip ist (weswegen auch die Dämokratie bei mir durchfällt), und es einer hierarchischen Ordnung bedarf. Und jener Persönlichkeiten an der Spitze, die dafür geeignet sind. Diese müßten die renovatio spiritualis bereits verinnerlicht haben. (Das heutige Politgesindel kommt dafür nicht in Betracht.)

      Die Diskussion über Eigentum und dessen Schutz hat erst in diesem Rahmen Sinn. Außerdem wird heute nicht zwischen redlich erworbenem (und ererbtem) Eigentum und dem gestohlenen der Oligarchen, Bankster und Betrüger unterschieden. Was die Plünderung des Mittelstandes und der KMUs betrifft haben Sie vollkommen recht. Diese findet auch damit statt, daß sie mit bürokratischem Mist zugeschüttet werden, der bald den größeren Teil der Zeit Unternehmer und Führungskräfte verschlingt.

      Revolutionen sind immer mit Blut und Tränen verbunden; also keine wirkliche Alternative.
      Reformen im herrschenden System sind unmöglich: a. es ist konzeptionelle falsch und b. sind die Machthaberer alle Systembegünstigte, die an Reformen kein Interesse haben.

      Bleibt nur der Kollaps, die Implosion des Systems. Damit aber aus dem Chaos wieder etwas gedeihen kann, müßte sich ein hinreichend großes Residuum am zur Führung befähigten, charaktervollen Menschen schon jetzt gefunden haben, das den Kollaps überlebt und dann das Notwendige zu tun im Stande ist.

    • machmuss verschiebnix
      25. Februar 2015 20:01

      Danke F.V ,

      Sie sprechen mir aus der Seele - gute Vorbereitung ist angesagt, das braucht junge
      Leute mit viel Kraft im Oberstübchen und ohne ideologischen Müll, welcher ja doch
      wieder nur denselben Murx hervorbringen würde.

      Die größte Gefahr sehe ich darin, daß beim nächsten mal die SPÖ ironischerweise
      durch einen großen Wahlerfolg der FPÖ wieder Aufwind bekommen könnte, weil
      die Roten dann alles was sie selber an Schiefständen verursacht haben, der FPÖ
      umhängen würden ! Ja, klar doch - die können das - es ist deren einzige Expertise .

      Sollte es nicht doch wider Erwarten zu echten Reformen kommen, wird's wohl
      strategisch gesehen am besten sein - wenn auch am schlechtesten für's Land - daß
      die Roten bis zum Crash in der Regierung sind . Die sollen sich bloß an niemandem
      abputzen können, damit hoffentlich auch ihre noch immer Wähler eine Tau bekommen,
      wer die Verursacher sind ! ! !

  24. Cotopaxi
    22. Februar 2015 11:00

    o.T.

    Das Neueste von den Glaubensbrüdern unserer massenhaft aus dem Orient zuwandernden neuen Mitbürger, wie sie soeben dabei sind, 21 Kurden in Käfigen zur öffentlichen Verbrennung zu bringen:

    http://www.eluniversaltv.com.mx/videos/v_1b51a0425d994a9cbf2b84f7c838da75.html

  25. machmuss verschiebnix
    22. Februar 2015 10:09

    Da züchtete sich die Politik seit Jahrzehnten eine abhängige Wählerschaft heran
    und niemand hielt dagegen. Jetzt wo Österreich sogar schon das AAA-Rating entzogen
    ist, wird's brenzlig. Aber die Politik verhält sich so, als wären noch die 70er
    Jahre, als bräuchte man nur "ein paar Steuerlücken" zu schließen, um wieder die
    Wähler kaufen zu können .

    In anderen Ländern wird so eine Konstellation häufig durch das Militär entschärft,
    aber bei uns wurde offenbar das Militär selber "entschärft" (sozialistisch
    durchsetzt ?).
    Und die Staatssicherheit ? Haben die auch keinen Bock zum Aufdecken diverser
    schräger Machenschaften ? Es würde ja schon genügen, wenn das Parteien-System
    als das hingestellt wird, was es ist. Nichts dergleichen - das ganze Land ist
    "streichfähig" - nur zum Staats-Streich ist es garantiert unfähig !

    Wie oft hab' ich mich schon gefragt, ob's denn im politischen Umfeld NIEMANDEN
    gibt, der erkennt wie Österreich geradewegs auf den finanziellen GAU zusteuert !

    Oder vieleicht gibt's solche Leute, aber die sehen sich außer Stande, der
    Polit-Mafia entgegenzuwirken ? Aber dann - bitte, bitte trommelt es doch in
    die Welt hinaus, sucht Allierte bei mächtigen Auslands-Österreichern, damit
    wenigstens die Weltöffentlichkeit auf die einzig verbliebene Option vorbereitet
    ist
    und Verständnis hat, für die Notwendigkeit eines - schlimmstenfalles
    erzwungenen - Richtungswechsels.

    Bevor jetzt gleich die faulen Eier fliegen [duck] - mir wär's natürlich auch
    lieber, wenn es erst gar nicht soweit kommen müßte, aber wir sehen doch alle,
    daß unser Polit-System Nichts - aber schon GAR NICHTS - anderes aufzubieten hat,
    als Brachial-Populismus und Lügen-Propaganda.
    Die sind schon vom Willen zur
    Lösung Lichtjahre entfernt - ganz zu schweigen von tatsächlichen Lösungs-Ansätzen !

  26. dssm
    22. Februar 2015 10:01

    Der Sozialminister hat ja gerade erwähnt woher er Arbeitsplätze herzaubern will, Unternehmer kommen da nicht vor.
    Daher sind Vermögenssteuern sehr sinnvoll, denn offensichtlich sind Unternehmer ja ein störender Faktor im Wirtschaftsleben.
    Einmal kurz eine 100prozentige Steuer auf Unternehmensanteile und schon können die akademisch gebildeten Beamten endlich gerechten Wohlstand für alle schaffen.
    Die Beamten von FMA und ÖNB haben ja in den letzten Jahren ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
    Man könnte auch bei der ÖH nachfragen wie die ausserordentlich erfolgreiche Geschäftsführerin des antikapitalistischen Kaffees denn geheißen hat. Glücklicherweise mangelt es ja in Österreich nicht an erstklassigen Kräften!

    Also Herr Faymann, lassen Sie sich nicht von der ÖVP über den Tisch ziehen! Sorgen Sie für eine neue, gerechte, glückliche Gesellschaft. Geleitet von akademischen Experten.

    • Pennpatrik
      22. Februar 2015 11:59

      Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.
      ***

    • socrates
      23. Februar 2015 09:57

      Der Sozialminister ist ohne Matura, also nicht akademisch gebildet. Hahn Sie nicht blind auf die Akademiker hin. Natürlich züchten sich die neuen Roten ihr akademisches Proletariat, aber der Fisch stinkt von oben!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Februar 2015 09:14

      S.g. dssm, wieder einmal ein bisserl Beamtenbashing? Sie sind, was den Öffentlichen Dienst und dessen Angehörige, also immer mehr ASVG-Vertragsbedienstete und langsam auslaufende pragmatisierte u. definitiv gestellte Beamte, betrifft, emotional desinformiert. In welchem Ressort legt ein - akademisch gebildeter - Beamter oder Vertragsbediensteter, also etwa ein Sektionschef, Gruppen- , Abteilungs- oder Referatsleiter ungefragt und ohne konkretem Auftrag seinem Vorgesetzten ein Konzept für irgendetwas vor? Der Öffentliche Dienst, also die von Ihnen an anderer Stelle als sehr gut qualifizierte Verwaltung, handelt ausschließlich aufgrund politischer Vorgaben, also vom Nationalrat beschlossenen G

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Februar 2015 09:16

      Fortsetzung:
      Gesetzen und auf diesen basierenden Verordnungen. Die Bedeutung der Begriffe Legislative und Exekutive sollten doch auch Ihnen geläufig sein.
      Also, wie socrates so treffend und richtig formulierte, der Fisch stinkt von oben! Und oben sind die jeweiligen nach Parteizugehörigkeit ideologisch geprägten Regierungsmitglieder!
      Und die sollten auch Sie, werter dssm, nicht aus ihrer verfassungsmäßigen Verantwortung entlassen!!!
      MfG

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      24. Februar 2015 09:30

      Nachsatz:
      S.g. dssm, den von Ihnen geschriebenen Satz: "Sorgen Sie für eine neue, gerechte, glückliche Gesellschaft. Geleitet von akademischen Experten." bitte ich zu überdenken.
      "Experten" werden, von wem auch immer, z.B. dem ORF, den Kammern und - nicht zuletzt - den nur allzuoft fachlich nicht sattelfesten Politikern, berufen.
      Die Endveratwortung trägt letztendlich jedoch immer der, welcher das Sagen hat und sich - vielleicht - falscher Experten bedient hatte...
      MfG

  27. simplicissimus
    22. Februar 2015 06:11

    Wir haben sie alle gewählt.
    Die Leistungsvernichter und deren Wasserträger.
    Es liegt diesen Leuten jedoch nicht an Leistungsvernichtung.
    Sie wollen bloß wiedergewählt werden.
    Und das erreicht man durch Anbiederung an die Mehrheit.
    Die alimentierte Mehrheit.
    Welche durch verwöhnte Bobos unterstützt wird.

    Es gibt nur eine Richtung: Nach unten.
    Das wird noch ein ziemlich bitterer Weg.

    • Gerhard Pascher
      22. Februar 2015 08:55

      Das ist der große Nachteil der Demokratie. Jede Stimme hat das gleiche Gewicht. So zählt die Stimme eines dauerbesoffenen Sozialhilfeempfängers gleich viel wie die eines Leistungsträgers, welcher eine Million an Einkommensteuer bezahlt. Ein kleiner Trost ist es aber, dass der eben genannte Alkoholiker vermutlich gar nicht von seinem Wahlrecht Gebrauch macht.

      Aber zwischen den beiden oben genannten Extremen gibt es hunderttausende Bürger, welche zwar wenig bis gar keine Lohnsteuer zahlen, aber von den vielen - durch Staatsschulden finanzierten - Geschenken profitieren, daher die "wohltätigen Parteien" immer wieder wählen werden. Auch dies ist ein Nachteil der jetzigen Demokratie sowie des herrschenden Wahlsystemes.

      Eine Republik 3.0 mit moderner Verfassung könnte da eine Abhilfe schaffen. Aber da werden die derzeit an den Futtertrögen stehenden Politiker strikt dagegen sein, denn damit würde es für sie lauten: GAME OVER.

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2015 09:38

      Nun, werter @ Gerhard Pascher

      "game over" für die Untüchtigen samt Partei-Günstlingen, das ja!
      Doch wir könnten ja allein aus dem Kreis der Jüngeren unter unsern Postern sicher viele hoffnungsvolle Kandidaten stellen, die wissen, wo der "Bartl den Most zu holen hat"!

      Wenn diese Jungen bis Mitteljungen dann auch noch die Ratschläge der Älteren in diesem Forum beherzigen würden, könnte ja vielleicht doch was aus der Zukunft unseres Landes werden!!??!!??

      Nun im Ernst: Ratschläge vom Schreibtisch oder Laptop aus sind leicht gegeben!
      Realisierung und hartes Dickbrettbohren in der aktiven Politik ist eine zweite Sache!

      Und noch eines: Jammern bringt schon gar nichts! Wenn irgend was sinnvoll sein kann: persönlich mitzuhelfen, oder - wenn das nicht möglich ist- andere Leute anzutreiben, es besser zu machen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      22. Februar 2015 10:12

      @Wertkonservativer
      Die Jungen sind schlecht ausgebildet, da die Schulden und Universitäten schlichtweg mies geworden sind. Die Leistungsbereiten nehmen dies sehr schmerzhaft zur Kenntnis.

      Die Jungen sollen die utopisch hohen Pensionen der Alten zahlen, die im Gegenzug einen Berg Schulden an die Jungen übergeben.

      Die Jungen finden überall massenweise Nutznießer, die wohlerworbene Rechte haben. Diese Rechte haben die Alten so fest gesetzlich verankert, nur ein Diktator kann das ändern – den wollen die Jungen verständlicher weise auch nicht.

      Die neuen Kollektivverträge gehen nur zu Lasten der Jungen, wieder haben sich die Alten, auf Kosten der Jugend, bereichert.

      Die hunderttausend Vorschriften und Regulierungen hindern die jungen und tatkräftigen Menschen daran ihre Träume umzusetzen. Wer war der Täter?
      Utopische Steuern (um die Alten zu erhalten), hindern die jungen Menschen an der Kapitalbildung.

      Und nun sagen Sie, diese Jungen sollen auf die Alten hören. Junge Leute haben noch Moral und Ideale, für die muss die ältere Generation als Ausgeburt der Hölle erscheinen.

      Die Jungen sollen ihren eigenen Weg gehen! Und sie werden den Alten dabei hoffentlich ordentlich in den … treten.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 10:44

      @Wertkonservativer,

      frühere Generationen hatten Hoffnung auf eine bessere Zukunft, daher bekamen sie
      auch eine (nach dem Krieg angepackt).

      Aber wer kann es der heutigen jungen Generation verübeln, wenn sie sich angesichts des
      staatlichen Nepp's auf "Ausweich-Strategien" verlegen ?
      Die fähigen unter den jungen Leuten kommen (noch) in der Wirtschaft unter, andernfalls
      wandern sie aus (!). Der Rest flüchtet unter den sozialstaatlichen Rettungsschirm, die
      bleiben dann mehr oder minder Netto-Empfänger.

      Beide Kategorien führen aber das bestehende System ad absurdum, in einer langwierigen
      aber ungemein nachhaltigen Weise.

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2015 14:36

      Nein, ich habe DIE (Regierung) nicht gewählt, schon gar nicht die SPÖ. Die habe ich in meinem Leben noch NIE gewählt. Da würde mir doch glatt sofort die Hand abfallen, sollte das jemals machen.

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 14:46

      Liebe Brigitte Imb,

      Frage an eine Krankenschwester - was mach' ich bloß mit meiner Hand, ich hab'
      die Schwarzen gewählt [schluchz]

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2015 15:17

      @machmuss verschiebnix,

      schwierig zu beantworten und ich denke bei den Schwarzen fällt die Hand auch nicht gleich ab, sondern schmerzt nur 5 Jahre. Dennoch, "machmuss" Kreuz auf 'blauem Feld' (ist gar nicht schwer). :-))) Nur so geht 'verschiebwas'. :-)))

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 15:33

      Ahh - was Du heute kannst verieben, das laß' ruhig bis morgen liegen [kicher]

    • machmuss verschiebnix
      22. Februar 2015 15:34

      Korrektur :

      falsch: verieben
      richtig: verschieben
      :))

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2015 15:44

      Naja, verreiben bleibt auch noch als Möglichkeit, stell ich mir bei dem Gatsch allerdings recht anstrengend vor, bis da was zu glänzen beginnen könnte.

    • zum Nachdenken (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      25. Februar 2015 12:17

      dssm,

      Ihre Wahrnehmung ist eine Wiedergabe von Österreich oder Heute oder Krone, ...

      Die „Alten“ (zT schon gestorben) haben nach dem Krieg das Land wieder aufgebaut.

      Sie haben – fast – ohne soziales Netz dieses erst geknüpft, und die haben – etwas weniger als heute „normal“ – Luxus als Luxus (und Ausnahme) genossen, den die heutige Generation als „Rechtsanspruch“ und Normalität fordert.

      Ihre rabaukenhafte Forderung, den „Alten“ die von ihnen „zementierten“ Privilegien zu nehmen, hat die Schalmeien der „Experten“ (Unterberger, Marin, ...) verinnerlicht, daß uns die Pensionen auffressen. Wie dies bei bis vor kurzem ständig wachsendem BIP der Fall sein sollte, muß man mir erklären. Es ist ja offenbar viel mehr da, als noch zu Zeiten der „Alten“, die erst den Schutt wegräumen mußten.

      Was Ihnen offenbar nicht aufgegangen ist, ist die Tatsache, daß alles – inkl. der Pensionen – von einer funktionierenden Wirtschaft abhängt. Da diese im Abstieg ist, die Ursachen sind offenbar die von interessierenden Krisen inszenierte Währungs- und Finanzkrisen, haben die Pensionen weniger mit deren Höhe zu tun, als mit der weltpolitischen Lage. Also dem Raubtierkapitalismus.

      Der andere Grund: von den 8,5 Mio Einwohnern sind mindestens 2,5 Mio in den letzten Jahrzehnten ins Sozialsystem „eingewandert“ ohne je dafür etwas geleistet zu haben.

      Also bleiben Sie am Teppich.





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