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FN 730: die Weisheit der Betriebsräte

Lesezeit: 1:00

Der AUA-Betriebsrat war zweifellos der Hautschuldige am Niedergang der Fluglinie und daran, dass diese (unter 500 Millionen Zusatzkosten für den Steuerzahler) schlussendlich an die Lufthansa verschenkt werden musste.

Umso größer ist die Freude, dass dieser Betriebsrat überaus vernünftig geworden ist. Denn der neue AUA-Kollektivvertrag erweist sich jetzt offensichtlich als der im ganzen Lufthansa-Konzern günstigste. Nur deswegen startet die Lufthansa – die noch vor einem Jahr die AUA fast ganz zugesperrt hätte! – jetzt ihre neue Billigmarke Eurowings in Wien. Ein großer Erfolg. Damit werden in Zeiten der Rekord-Arbeitslosigkeit doch wieder einige qualifizierte Jobs ins Land geholt. Damit schließt der AUA-Betriebsrat auch an die weise Gewerkschaftspolitik der Ära Benya ff an, die leider im letzten Jahrzehnt im ÖGB in Vergessenheit geraten ist. Ihr Kern: Österreichische Kollektivverträge sollten immer um ein bisschen günstiger für die Arbeitgeber sein als die deutschen. Nur so bleibt Österreich wettbewerbsfähig. Nur so werden Arbeitsplätze geschaffen. Jetzt werden jedoch durch die Lohn- (und natürlich noch mehr die Regierungs-)Politik heimische Arbeitsplätze vernichtet. Vielleicht ist die neue Weisheit der AUA-Piloten ansteckend für ÖGB-Apparatschiks? Hoffen darf man ja.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 08:27

    Sozialisten sind ekelerregend. Erst wenn das Geld anderer Leute ausgegangen ist werden sie lammfromm und geloben Besserung, weil sie ja selber nichts zusammenbringen und daher, ähnlich Vampiren, andere zum Überleben brauchen. Kaum wird die Lufthansa wieder Gewinne machen, so wird man nichts von Reserven bilden und langfristig Investieren hören, sonder das Jetzt und Sofort bei den Löhnen wird wieder regieren – wetten?

  2. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 09:48

    Völlig unverständlich ist das hier gezeigte Lob bzw. die "Weisheit" des Betriebsrates der Austrian (Bordvorsitzender Karl Minhard). Eigentlich unterscheidet er sich nicht wesentlich von seinem erpresserischen und unnachgiebigem Vorgänger Wolfgang Hable, welcher sehr zum Untergang das alten OS beigetragen hatte. Hable war zu AUA-Zeiten eine sehr zwielichtige Gewerkschaftsfigur. So hatte er sich vor einigen Jahren für 12 Monate krank gemeldet und ist nur dann geflogen, um seine Fluglizenz nicht zu verlieren. Die durch die Betriebsvereinbarung mögliche Beförderung vom Copiloten zum Kapitän hat er aber im Simulatortest als einziger nicht geschafft. Ob er jetzt noch für die Gewerkschaft Vida aktiv ist?

    Wenn nun zwei Eurowings-Maschinen - welche im Betrieb noch etwas günstiger als Germanwings fliegen - in Schwechat stationiert werden (und damit vielleicht über 70 neue Arbeitsplätze bei der AUA entstehen), dann ist dies nicht als Verdienst dem AUA-Bordbetriebsrat zuzuschreiben. Vielmehr will der Lufthansakonzern hier auch den bisher vorwiegend von AirBerlin/Niki, Easyjet, Turkish Airlines sowie Ryanair (ab Preßburg wöchentlich 60 Flüge) operierenden günstigen Flugverkehr noch mehr Paroli bieten, denn die Lufthansatochter Germanwings flog schon bisher sehr eifrig ab Schwechat.

    Mit dem neuen "Wingskonzept" will die Lufthansa nun alle "Billigflüge" bündeln und unter verschiedenen Namen fliegen lassen. Vor allem will man die bisher hauptsächlich verwendeten Fluggeräte Bombardier 900 (90 Sitzplätze) durch Airbus 300 (für 162 Passagiere) ersetzen und auch die bisherigen Germanwings-Langstrecken mit neuen Airbus 330 (310 Sitze) kapazitätsmässig vergrößern und diese durch die etablierte Sunexpress Deutschland betreiben lassen.
    Lufthansa will mit dieser Mehrmarkenphilosophie einerseits preislich das eigene Lufthansaniveau für Geschäftsflieger hochhalten, andererseits aber auch im Billigsegment mitmischen und dabei manche Risken auf andere Tochter- znd Fremdunternehmen übertragen.

    Die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit ist bezüglich Streiks auch sehr aktiv - siehe durch 9 Streiks im Vorjahr verursachte Verluste von hunderten Millionen Euros bei Germanwings, Lufthansa und Lufthansa Cargo.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 09:40

    Nun, die Einsicht des AUA-Betriebsrates kommt nicht ungefähr:
    da war schon jahrelanger Druck der Lufthansa-Oberen notwendig, um unsere Gewerkschaftswurschteln in schicker Uniform zur Einsicht und zur Kompromissfähigkeit umzumodeln.

    Wollen wir hoffen, dass diese löbliche Einsicht über die nächsten Monate und ein/zwei Jahre anhält!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 11:14

    Was ist da Weisheit ?

    Die Notwendigkeit zum Überleben geht auch nicht an Betriebsräten und Gewerkschaften, an Kammern und Sozialpartnern vorbei.

    Ich erinnere mich noch an eine Demonstration, damals zufällig in New York in den 1970-er Jahren, wo das American Airlines Personal gestreikt hat und mit mächtigen Parolen aufgetreten ist. Am nächsten Tag war der Spuk vorbei. Ich konnte in der Zeitung lesen, das Ultimatum wurde gestellt und die Mitarbeiter (samt den Gewerkschaftsbonzen) waren heilfroh, den Job behalten zu können.

    In Österreich sind wir schon viel tiefer, da wären wir schon in manchen anderen Sparten, die wir erfolgreich niedergemacht haben durch Streik und 'gute' Lohnabschlüsse heilfroh, wenn sich am Horizont eine Chance für einen Neueinstieg ergeben könnte, bei uns ist alles im (Gewerkschafts- und Sozialismus) Eimer und jetzt dämmert es so manchen dieser ideologisch verwirrten Linken, wenn es nämlich ans Eingemachte geht. Sie selbst bringen eben wirklich nichts zustande außer Megaschaden an Österreichs Wirtschaft und Österreichs Gesellschaft.

    Ideologie = IDIOTIE !!!!


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  1. cmh (kein Partner)
    23. Februar 2015 10:13

    Mir hat eigentlich schon gereicht, dass die DDSG nach ihrem Verkauf wieder profitabel geworden ist.

    Und im übrigen sei mir erspart, die Liste der nach dem Hinauskomplimentieren der Sozen wieder erfolgreichen Unternehmen zu erstellen.

    Es gibt nix, was mit Sozen längerfristig an die Wand gefahren wird. Kein Unternehmen mit den Sozen ist profitabel. Und eigentlich steht dieses Schicksal auch Österreich selbst bevor ...

  2. Josef Maierhofer
    21. Februar 2015 11:14

    Was ist da Weisheit ?

    Die Notwendigkeit zum Überleben geht auch nicht an Betriebsräten und Gewerkschaften, an Kammern und Sozialpartnern vorbei.

    Ich erinnere mich noch an eine Demonstration, damals zufällig in New York in den 1970-er Jahren, wo das American Airlines Personal gestreikt hat und mit mächtigen Parolen aufgetreten ist. Am nächsten Tag war der Spuk vorbei. Ich konnte in der Zeitung lesen, das Ultimatum wurde gestellt und die Mitarbeiter (samt den Gewerkschaftsbonzen) waren heilfroh, den Job behalten zu können.

    In Österreich sind wir schon viel tiefer, da wären wir schon in manchen anderen Sparten, die wir erfolgreich niedergemacht haben durch Streik und 'gute' Lohnabschlüsse heilfroh, wenn sich am Horizont eine Chance für einen Neueinstieg ergeben könnte, bei uns ist alles im (Gewerkschafts- und Sozialismus) Eimer und jetzt dämmert es so manchen dieser ideologisch verwirrten Linken, wenn es nämlich ans Eingemachte geht. Sie selbst bringen eben wirklich nichts zustande außer Megaschaden an Österreichs Wirtschaft und Österreichs Gesellschaft.

    Ideologie = IDIOTIE !!!!

  3. Gerhard Pascher
    21. Februar 2015 09:48

    Völlig unverständlich ist das hier gezeigte Lob bzw. die "Weisheit" des Betriebsrates der Austrian (Bordvorsitzender Karl Minhard). Eigentlich unterscheidet er sich nicht wesentlich von seinem erpresserischen und unnachgiebigem Vorgänger Wolfgang Hable, welcher sehr zum Untergang das alten OS beigetragen hatte. Hable war zu AUA-Zeiten eine sehr zwielichtige Gewerkschaftsfigur. So hatte er sich vor einigen Jahren für 12 Monate krank gemeldet und ist nur dann geflogen, um seine Fluglizenz nicht zu verlieren. Die durch die Betriebsvereinbarung mögliche Beförderung vom Copiloten zum Kapitän hat er aber im Simulatortest als einziger nicht geschafft. Ob er jetzt noch für die Gewerkschaft Vida aktiv ist?

    Wenn nun zwei Eurowings-Maschinen - welche im Betrieb noch etwas günstiger als Germanwings fliegen - in Schwechat stationiert werden (und damit vielleicht über 70 neue Arbeitsplätze bei der AUA entstehen), dann ist dies nicht als Verdienst dem AUA-Bordbetriebsrat zuzuschreiben. Vielmehr will der Lufthansakonzern hier auch den bisher vorwiegend von AirBerlin/Niki, Easyjet, Turkish Airlines sowie Ryanair (ab Preßburg wöchentlich 60 Flüge) operierenden günstigen Flugverkehr noch mehr Paroli bieten, denn die Lufthansatochter Germanwings flog schon bisher sehr eifrig ab Schwechat.

    Mit dem neuen "Wingskonzept" will die Lufthansa nun alle "Billigflüge" bündeln und unter verschiedenen Namen fliegen lassen. Vor allem will man die bisher hauptsächlich verwendeten Fluggeräte Bombardier 900 (90 Sitzplätze) durch Airbus 300 (für 162 Passagiere) ersetzen und auch die bisherigen Germanwings-Langstrecken mit neuen Airbus 330 (310 Sitze) kapazitätsmässig vergrößern und diese durch die etablierte Sunexpress Deutschland betreiben lassen.
    Lufthansa will mit dieser Mehrmarkenphilosophie einerseits preislich das eigene Lufthansaniveau für Geschäftsflieger hochhalten, andererseits aber auch im Billigsegment mitmischen und dabei manche Risken auf andere Tochter- znd Fremdunternehmen übertragen.

    Die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit ist bezüglich Streiks auch sehr aktiv - siehe durch 9 Streiks im Vorjahr verursachte Verluste von hunderten Millionen Euros bei Germanwings, Lufthansa und Lufthansa Cargo.

  4. Wertkonservativer
    21. Februar 2015 09:40

    Nun, die Einsicht des AUA-Betriebsrates kommt nicht ungefähr:
    da war schon jahrelanger Druck der Lufthansa-Oberen notwendig, um unsere Gewerkschaftswurschteln in schicker Uniform zur Einsicht und zur Kompromissfähigkeit umzumodeln.

    Wollen wir hoffen, dass diese löbliche Einsicht über die nächsten Monate und ein/zwei Jahre anhält!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. dssm
    21. Februar 2015 08:27

    Sozialisten sind ekelerregend. Erst wenn das Geld anderer Leute ausgegangen ist werden sie lammfromm und geloben Besserung, weil sie ja selber nichts zusammenbringen und daher, ähnlich Vampiren, andere zum Überleben brauchen. Kaum wird die Lufthansa wieder Gewinne machen, so wird man nichts von Reserven bilden und langfristig Investieren hören, sonder das Jetzt und Sofort bei den Löhnen wird wieder regieren – wetten?





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