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Die Fakten eines Linksradikalen

Der pensionierte Betriebsrat des Wirtschaftsforschungsinstituts namens Stephan Schulmeister gehört zu jenen Exponenten der äußersten Linken und Rechten, die über die neue griechische Regierung aus ehernen Kommunisten und unappetitlichen Antisemiten hellauf begeistert sind. In einem Gastkommentar in der „Presse“ etwa konnte man jetzt schwarz auf weiß lesen, wie der Mann argumentiert. Faktenwidrig, logikfrei und historisch ahnungslos.

So polemisiert er gegen den österreichischen Wirtschafts-Nobelpreisträger Hayek, weil dieser einst das chilenische Regime Pinochet verteidigt hat. Ein um Objektivität bemühter Ökonom hätte – neben der berechtigten Kritik an Hayeks Reaktion auf die Menschenrechtsverletzungen unter Pinochet – aber auch die ökonomischen Fakten nennen müssen: Denn die damals umgesetzten liberalen Wirtschaftsreformen haben Chile bei allen Vergleichsdaten dauerhaft an die Spitze Lateinamerikas gebracht. Hingegen hat die sozialistische Schuldenpolitik in Venezuela oder Argentinien mit ihren exzessiven Staatsausgaben die früher reichsten Länder Südamerikas völlig verarmen lassen.

In Schulmeisters Logik genügt es offenbar, dass Hayek zu Chile etwas Falsches gesagt hat. Damit ist für den Ex-Wifo-Mann ohne jeden Beweis auch alles andere falsch, was Hayek sonst noch gesagt hat. Damit, so argumentiert Schulmeister, ist automatisch auch jeder andere im Unrecht, den er selbst in die Nähe Hayeks rückt (selbst wenn der Hayek gar nicht erwähnt!). Billigste linke Dialektik.

Schulmeister und die griechische Wahrheit

Dieser seltsame Seitenhieb auf den 1992 gestorbenen Hayek steht aber vor allem in totalem Kontrast zu dem, was Schulmeister im gleichen Artikel über Griechenland schreibt. Wörtlich:
„ . . . das Land hat über 50 Jahre wirtschaftlich mithalten können. Erst ab 2009 wurde es durch Finanzspekulation, Wucherzinsen, Sparpolitik und Lohnkürzungen ruiniert.“

Das ist nun wirklich atemberaubend. Denn mit diesem Behauptungen ignoriert Schulmeister:

  • Dass Griechenland genau in dieser von ihm so gerühmten Epoche viele Jahre eine brutale Militärdiktatur (ganz ähnlich der chilenischen) hatte.
  • Dass Griechenland in fast allen Jahren vor 2009 seine volkswirtschaftlichen Statistiken massiv gefälscht hat.
  • Dass Griechenland vor 2009 entgegen den vertraglichen Maastricht-Verpflichtungen kein einziges Haushaltsdefizit unter drei Prozent erzielt hatte. Trotz der statistischen Manipulationen.
  • Dass in Griechenland in den zehn Jahren vor 2009 nicht nur die Lohnstückkosten im Vergleich zur restlichen Eurozone viel teurer geworden sind, dass es den öffentlichen Sektor durch Aufnahme zehntausender unproduktiver Beamter stark aufgebläht hat.
  • Dass die Löhne im öffentlichen Sektor sich in diesem Jahrzehnt um 100 Prozent erhöht haben, während es in der Eurozone im gleichen Sektor gleichzeitig nur ein Plus von 40 Prozent gegeben hat.
  • Dass nach 2009 praktisch alle privaten Gläubiger Griechenlands (also etwa alle Banken) durch einen beinharten Schuldenschnitt schon fast alles Griechenland geborgte Geld verloren haben; dass die Gläubiger also alles, was es an „Finanzspekulation“ (=also Kredite an Griechenland) gegeben haben könnte, schon längst bitter gebüßt haben.
  • Dass Griechenland heute im Ausland fast nur noch bei anderen Euro-Staaten, Zentralbank und Währungsfonds Schulden hat: In der gigantischen Höhe von 260 Milliarden.
  • Dass Griechenland für seine Schulden keine „Wucherzinsen“, sondern seit Jahren fast gar keine Zinsen zu zahlen hat.

Nichts davon schreibt Schulmeister. Und so etwas nennt sich allen Ernstes Wissenschaftler. So etwas hat einen Lehrauftrag an der Wiener Universität. Was für Schwachsinn wird er da den Studenten noch darüber hinaus aufschwatzen, wenn schon alles falsch ist, was er in einem öffentlich lesbaren Kommentar schreibt?

Ein besonders freches Stück und eine totale Verdrehung der Fakten sind auch Schulmeisters  Ausflüge in die frühere Vergangenheit.

Die Monarchie als vorbildlicher "Sozialstaat"!

Das einzige, was an seinen Worten stimmt, ist die Tatsache, dass es 1873 und 1929 Börsencrashs gegeben hat. Was der Mann natürlich nicht mehr schreibt, ist das Faktum, dass es nur im Kommunismus keine Börsencrashes gibt, geben kann. Dass nur eine kommunistische Zentralkommando-, Elends- und Armutswirtschaft keinen Börsenkrach (also steile Kursverluste) haben kann. Wo keine Börse, da kein freier Markt, da keine Kursverluste. Ein Drittes gibt es nicht.

Der Mann lobt allen Ernstes die „Belle Epoque“ zwischen 1873 und dem ersten Weltkrieg als vorbildlichen „Sozialstaat“. Das zeigt, dass er wirklich nicht die geringste Ahnung hat, wovon er spricht. Denn der damalige „Sozialstaat“ war ungefähr hundert Mal kapitalistischer als alles, was heute in Europa Realität ist, oder was eine Margaret Thatcher oder ein Ronald Reagan umgesetzt haben.

Das zeigt sich etwa an der Einkommensteuer, dem weitaus stärksten Umverteilungs-Instrument. Diese machte in jener Epoche nur einstellige Prozentsätze aus! Auch bei den höchsten Einkommen. Damals musste man also auch von einem Spitzenverdienst nur sechs bis acht Prozent an den Staat abliefern. Heute hingegen beträgt der Spitzensteuersatz in Österreich ab 60.000 Euro Jahreseinkommen 43 bis 50 Prozent (und soll etwa nach den Plänen der FPÖ sogar auf 55 Prozent erhöht werden).

Ebenso ignoriert der sich als Wirtschaftsforscher ausgebende Ideologe, dass in der von ihm so gelobten Periode vor dem ersten Weltkrieg Staatshaushalte fast immer ausgeglichen gewesen sind.

Wer 1970 an die Macht kam

Dieses unfassbare Auf-den-Kopf-Stellen sämtlicher historischer Fakten zu jener Epoche wird noch durch das übertroffen, was Schulmeister über das Nachkriegseuropa schreibt: „Nach 1945 ermöglichen regulierte Finanzmärkte und der Ausbau des Sozialstaats den ,Wohlstand für alle‘. Seit den 1970er-Jahren (sic) dominiert wieder das neoliberale Weltbild.“

Ja wirklich, so steht es da. Offenbar weiß der arme Mann nicht, dass es genau umgekehrt gewesen ist:

  • Dass das erste Vierteljahrhundert nach dem Krieg trotz der gewaltigen Wiederaufbaukosten durchwegs mit weit niedrigeren Abgabenquoten (also viel niedrigeren Steuern) als heute ausgekommen ist.
  • Dass bis 1970 die österreichische Staatsverschuldung nie über 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen ist, während sie heute bei 86 Prozent liegt.
  • Dass in den Jahren vor 1970 die Härte von D-Mark und Schilling gegen alle Ausgabenwünsche eisern verteidigt worden ist.
  • Dass die 1945 noch völlig starre Währung der Kriegswirtschaft damals in wenigen Jahren in die freie Konvertibilität übergeleitet worden ist.
  • Dass vor 1970 ständig Staatseingriffe in die Wirtschaft wie etwa Preisbindungen abgebaut worden sind.
  • Dass vor 1970 sämtliche die Wirtschaft fesselnden Regulierungen, Gesetze und Verordnungen nur einen Bruchteil des heutigen Umfangs hatten. Jeder Jurist kann das an den Laufmetern der gedruckten Gesetzblätter ablesen.
  • Dass gerade um 1970 in Deutschland und Österreich erstmals linke Finanzminister und Bundeskanzler an die Macht gekommen sind, während vorher die liberale (Freiburger) Schule der Minister Kamitz und Erhard dominiert hat, die sich sogar selbst als neoliberal bezeichnet hat.
  • Dass nach 1970 in vielen Institutionen die neomarxistische 68er Bewegung, der Schulmeister ja nicht gerade fernsteht, mit ihrem kämpferisch antiliberalen Wertegerüst an die Macht gerückt ist.
  • Dass genau ab 1970 durch die Kosten ständig neuer sozialer Wohltaten (mit denen sich  bei uns die Herren Kreisky und Androsch ein paar Jahre die Wählergunst gekauft haben) die Staatsdefizite explodiert sind.
  • Dass seit 1970 insbesondere in Österreich das reale Pensionsantrittsalter drastisch gesenkt worden ist (trotz rapide steigernder Lebenserwartung); was die weitaus größte Belastung der Staatsausgaben darstellt.

Schulmeister und Hitler

Den Gipfelpunkt seiner absurden Geschichtstheorien war aber, als Herr Schulmeister vor einigen Wochen in einem Fernsehinterview allen Ernstes die Wirtschaftspolitik Adolf Hitlers lobte. Er stellte diese positiv dem neuen Finanzminister Schelling gegenüber. Die Begründung für dieses Lob Hitlers: „Aus Depressionen sind Wirtschaften immer nur durch mehr Staatsausgaben gekommen.“ Und das habe Hitler, jedoch nicht Schelling erkannt.

Die wahren Fakten sind auch da für einen Schulmeister uninteressant.

- Wie der Umstand, dass Hitlers massive Aufrüstungspolitik nur durch den Raub aller jüdischen (und etlicher anderer) Vermögen möglich geworden ist.

- Wie die Tatsache, dass Hitler dann 1938 zur Finanzierung dieser Aufrüstung unbedingt auch den Goldschatz der österreichischen Nationalbank gebraucht hatte.

- Wie die Tatsache, dass Griechenland mit seinen seit Jahrzehnten hohen Defiziten zur Staatsausgaben-Finanzierung heute keineswegs das blühendste Land Europas ist, das es nach Schulmeisters Thesen zwingend sein müsste.

- Wie die Tatsache, dass heute Sparmeister Deutschland und das kaum verschuldete Schweden blühen, dass das Krisenland Irland sich nach einem – kurzen, wenn auch schmerzhaften – Austeritätskurs schon wieder wirtschaftlich super erholt hat.

Schulmeisters Ausführungen zur Hitlerschen Wirtschaftspolitik sind ungefähr so provozierend, grob unvollständig und damit falsch wie einst die eines Jörg Haider bei einem Zwischenruf im Kärntner Landtag über Hitlers Beschäftigungspolitik. Der einzige Unterschied: Haider wurde dieser Zwischenruf jahrzehntelang von jedem Linken als untilgbare Erbsünde vorgehalten. Die Äußerungen eines Schulmeisters werden hingegen trotz der televisionären Öffentlichkeit ignoriert. Er wird allen Ernstes vom ORF auch weiterhin ständig als „Experte“ eingeladen.

Aber klar: Es finden ja auch weder Schulmeister noch der ORF etwas an den antisemitischen Aussagen des Chefs der kleineren griechischen Regierungspartei (Juden zahlen keine Steuer). Dabei sind diese weit schlimmer als alles, was jemals ein FPÖ-Parteichef am Kerbholz hatte. Es hat auch noch keine einzige SPÖ-Feministin etwas dagegen gesagt, dass es keinen einzigen weiblichen Minister in der griechischen Regierung gibt.

Gewiss, die Welt ist voller skurriler Verschwörungstheorien, Heucheleien und Geschichtsverdrehungen. Aber wenn sie nur links genug sind, befördern sie aus Provinzhinterzimmern ans Pult von Universitäts-Hörsälen und an ORF-Diskussions-Tische.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 01:09

    Otto Schulmeister, der kritisch-katholische Journalist, kantig aber jedenfalls rechtsgerichtet, kann, wie viele andere Väter auch, nichts gegen die Entwicklung eines Sohnes tun. Im Grab umdrehen, landläufig gesagt, aber auch das hat keine Wirkung.
    Mit seiner linken Haltung und wohl auch durch seinen Namen hat sich der Sohn in entsprechende Positionen hineingehievt und lebt davon. Und unsere linken Medien, Politiker, und Unis stützen ihn. Bei all seinen falschen und provokanten Statements. Aber wer hat die Politiker gewählt, wer konsumiert dennoch die Medien, wer ... etc.? (Ich nehme mich nicht aus.)

  2. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 06:06

    o.T.

    Wieder einmal eine Glanzleistung "Der Presse", die sich im Eigentum katholischer Kreise befindet:

    Mangels der "richtigen" Täter werden die konkreten Verursacher antisemitischer Verbrechen nur vereinzelt und beiläufig genannt, damit sich niemand diskriminiert fühlt?

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4663769/Antisemitische-Welle-in-Europa?_vl_backlink=/home/index.do

  3. Ausgezeichneter KommentatorWFL
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 08:55

    Schulmeister ist pensioniert?
    Na wenigstens eine gute Nachricht....
    Da kann er ja (hoffentlich) im WIFO nicht mehr allzu viel Unfug stiften....

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 09:14

    Es gab einmal eine (sozialistische) Ministerin, die auf die Frage, was denn all diese Studenten einmal arbeiten sollten, folgende Antwort gab: „Dann haben sie wenigstens denken gelernt“.

    Denken setzt aber Bildung voraus.
    Sprich die vielen Studenten haben nichts für den Ernst des Arbeitslebens gelernt UND denken können sie auch nicht.

  5. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 08:55

    "SÜNDEN DER VÄTER RÄCHEN SICH AN DEN KINDERN" !!! ???
    Wenn diese Weisheit stimmt, dann muß der Otto (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann) ja ordentlich gesündigt haben, wenn zur Strafe der Stefan soooooo mit Blödheit geschlagen wurde! Unser Blogmaster müsste das auf Grund der jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Otto eigentlich beurteilen können?

  6. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 11:05

    Danke!

    Perfekt analysiert. Habe mich gestern im Zug von Salzburg nach Innsbruck über diesen Artikel in der "Presse am Sonntag" auch geärgert!

  7. Ausgezeichneter KommentatorDas Pingerle
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2015 17:52

    Linkes Denken geht immer Hand in Hand mit Realitätsverweigerung und müsste daher wie eine psychische Störung behandelt werden.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    20. Februar 2015 14:41

    Stephan Schulmeister ist ein weiterer Beweis, dass die Linken letzendlich immer in einer Scheinwelt leben und darin von Gleichgesinnten (in diesem Fall der ORF) bestätigt werden.

  2. Zöbinger (kein Partner)
    18. Februar 2015 17:15

    Mich wundert seit Jahren, warum St. Schulmeister bei "der Presse" immer wieder eine Plattform für Gastaufsätze bekommen hat, obgleich auch einem nicht so versierten Ökonomen seine kommunistische Schwerpunktsetzung, die Unstimmigkeiten und die falschen Schlussfolgerungen auffallen mussten. Jedes Mal wurde er aber in einem Replik-Gastbeitrag, sei es von Ferry Stocker oder Manfred Drennig widerlegt. Diese Gegenaufsätze waren immer sehr aufklärend und ein Genuss zu lesen. Dass der Schulmeister von seinen Kontrahenten nichts lernte, zeigt eigentlich, wie borniert er sein muss.

  3. Dr. Alfred Hinterleitner (kein Partner)
    18. Februar 2015 11:40

    Bin Absolvent der ehemaligen Hochschule für Welthandel und war immer in der Wirtschaft tätig (Bankwesen und Controlling). Von allen Artikeln über Wirtschaft waren für mich immer die dümmsten und peinlichsten immer die vom "Ökonomen" Schulmeister. Auch bei Diskussionen fiel und fällt er immer unangenehm auf. Als langjähriger Presseleser habe ich einmal an den seinerzeitigen Chef der Presse angefragt, ob er denn keine Zeit hatte, seinem Sohn wenigstens Manieren beizubringen. Habe natürlich keine Antwort bekommen, doch las ich vor kurzem, dass sich der Vater von seinem missratenen Sohn distanziert hatte.
    Es wäre schon wenn Herr Schulmeister seine Pension als "Berater" nach Griechenland ginge.

  4. Torres (kein Partner)
    18. Februar 2015 10:58

    Wie Unterberger richtig anmerkt: sowohl Schulmeister als auch Eva Glawischnig (in der Pressestunde vom letzten Sonntag) haben - trotz Fragen der Journalisten - die Tatsache, dass Syriza mit einer rechtextremen antisemitischen Partei koaliert "nobel" überhört. Tja, was nicht in ihr Weltbild passt, wird halt ignoriert.

  5. Ökonomie-Vergelter
    18. Februar 2015 10:52

    Die Bereitstellung billigen, über die Notenbank kreierten Geldes führt zwar zu einer Massenmobilisierung der Arbeitskraft, jedoch ohne darauf Bedacht zu nehmen, ob der Arbeitseinsatz auch wirklich der Volkswirtschaft dient.

    So führte die Schwerpunktverlegung auf Rüstung im Dritten Reich, übrigens begleitet vom Verbot des privaten Goldbesitzes, trotz eines 50 %igen Wachstums der Wirtschaft seit dem NSDAP-Machtantritt nur zu einem Lebensstandard, der im Jahr 1938 gerade einmal der Hälfte jenes der USA oder zwei Dritteln desjenigen von Großbritannien entsprach.

    Die Notenbank-"Druckerpresse" ist vergleichbar mit Saat- und Düngeprogrammen im Landwirtschaftsbereich, die sowohl Nutzpflanzen als auch Unkraut gedeihen lassen.

    Auch unter weniger straff gelenkten Wirtschaftssystemen als jenem des Dritten Reiches führt die Politik des billigen Geldes dazu, dass jener Wirtschaftssektor, der auf einer ungezwungen Nachfrage basiert, stagniert, und zwar zugunsten des öffentlich-rechtlichen Sektors.

    Wieviel Wohlstand die Betonung des staatlichen Überbaus schafft, sollte man ja zur Genüge anhand der Entwicklung von COMECON und UdSSR studieren können - tut man aber leider nicht! Die Unterschiede werden immer geringer ...

  6. Karl Martell (kein Partner)
    18. Februar 2015 10:12

    Der Siegeszug des Neoliberalismus begann in den 70er Jahren in Chile mit dem von der CIA inszenierten Militärputsch in Chile und durch die sogenannten Chicago-Boys, die ermuntert von Milton Friedman mit dem Diktator Pinochet den freien Markt ihrer Träume schufen.
    Der kanadische Professor für Wirtschaftswissenschaft Michel Chossudovsky, bekannt durch seine globalisierungskritischen Publikationen, hat damals die Ereignisse miterlebt. Auszug aus seinem Bericht:

    http://www.currentconcerns.ch/archive/2006/special01/2006s101.php

    Später waren die Chicago-Boys von Milton Friedman ein zentrales Werkzeug der globalen Weltpolitik.

    http://www.wolfgang-waldner.com/neoliberalismus/

  7. Zraxl (kein Partner)
    18. Februar 2015 08:08

    Das ist ungerecht: Die Hamans schreiben alle paar Tage ihren khakifarbenen Topfen in die Presse, die Pinks sogar täglich, und der arme Schulmeister wird gehaut, weil er hin und wieder was schreibt.

    Im Ernst: Wenn Schulmeister seine Symphatie für die ordentliche Beschäftigungspolitik von Hitler kund tut, dann ist das nur stimmig. Schließlich verwendete Hitler ein zutiefst sozialistisches Wirtschaftsmodell und war quasi Keynesianer der ersten Stunde. Nona! Nationalsozialismus ist ja eine Spielart des Sozialismus.

  8. N.SA (kein Partner)
    18. Februar 2015 01:01

    Der aufgekochte Kessel um Debalzewo ist der Beweis dafür, dass die Nazis (nach Stalingrad) schon wieder zu schwach sind.

    • Langzeitbeamter (kein Partner)
      18. Februar 2015 11:39

      Hat im geschichtlichen Rahmen wenig zu sagen.
      Aber aufpassen tät ich trotzdem:
      Nur wenige Wochen nach Stalingrad haben die Nazis die größte Vernichtungsschlacht überhaupt gegen den Kursker Bogen gestartet.
      Erst im Juli 1943 haben sie den Sieg aus eigener Schuld und Hybris wieder verspielt.

  9. machmuss verschiebnix
    16. Februar 2015 19:33

    Immer nur solcherart "Hirn(Wäsche)Akrobaten" werden in Österreich auf die Öffentlichkeit
    losgelassen. Gibt's denn weit und breit niemanden, der mit diesem schönen Land
    Mitleid hat unduns von dieser verrückten Sektierer-Mischpoche erlöst ?@!

  10. Das Pingerle
    16. Februar 2015 17:52

    Linkes Denken geht immer Hand in Hand mit Realitätsverweigerung und müsste daher wie eine psychische Störung behandelt werden.

  11. Elisabeth Mudra
    16. Februar 2015 14:05

    "...neben der berechtigten Kritik an Hayeks Reaktion auf die Menschenrechts-Verletzungen unter Pinochet..."

    Und wo war und ist die Schulmeister-Kritik an den Menschenrechtsverletzungen der Bolschewiken? Zu 80 Millionen Ermordeten schweigt jeder Linksfortschrittliche mutig und der Django-VP gefällt das.
    .

  12. Le Monde
    16. Februar 2015 11:05

    Danke!

    Perfekt analysiert. Habe mich gestern im Zug von Salzburg nach Innsbruck über diesen Artikel in der "Presse am Sonntag" auch geärgert!

  13. Josef Maierhofer
    16. Februar 2015 10:40

    Dieser Herr kam mit dem Label seines Vaters, das er vermarktet hat und es war ihm opportun, 'was zu werden', was leistungslos bei den Linken geht, sonst müsste man sich halt anstrengen. Anstrengung und Fleiß sein heute keine angesehenen Tugenden.

    Jedenfalls danke für die Wahrheit über diesen 'Experten', da wundert mich der Untergang Österreichs nicht mehr.

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      19. Februar 2015 13:49

      Österreich wird nicht untergehen, Österreich wird das - wie so vieles schon - aushalten.

  14. Ingrid Bittner
    16. Februar 2015 10:33

    Jetzt wollt ich mir noch anschauen, wie genau Kresky das gesagt hat, als er meinte, ein paar Millionen Schulden... War ja ein legendärer Ausspruch und da ist mir der folgende Artikel von Franz Schellhorn aus der Presse untergekommen:

    Bruno Kreisky, der Vater des sündigen Gedankens
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/627369/Bruno-Kreisky-der-Vater-des-sundigen-Gedankens

  15. Jewgeni Gorowikow
    16. Februar 2015 10:26

    Über die hier im Artikel kritisierte Person:

    • Wenn jemand in aller Öffentlichkeit so hartnäckig die Tatsachen, die nachprüfbar sind, ignoriert und ins genaue Gegenteil umzudrehen versucht.

    • Wenn sich einer der jahrzehntelangen Kultpersonen der Linken-Ökonomenszene in der Presse als „Ich bin gar kein Linker“ selber bezeichnet

    liegt da nicht der Verdacht auf eine Demenzerkrankung vor?

    Das letzte Urteil kann nur ein Doktor der Neurologie fällen. Der Risikofall sollte weiter intensiv beobachtet werden.

  16. MSc
    16. Februar 2015 09:20

    Schulmeister ist genauso ein Linker wie Hitler es war. Warum wohl sollten ihm die anderen Linken einen Strick daraus drehen wollen ?

  17. dssm
    16. Februar 2015 09:14

    Es gab einmal eine (sozialistische) Ministerin, die auf die Frage, was denn all diese Studenten einmal arbeiten sollten, folgende Antwort gab: „Dann haben sie wenigstens denken gelernt“.

    Denken setzt aber Bildung voraus.
    Sprich die vielen Studenten haben nichts für den Ernst des Arbeitslebens gelernt UND denken können sie auch nicht.

  18. Wertkonservativer
    16. Februar 2015 09:03

    So, wie @ kritikos tieferstehend, kann auch ich mich nur wundern, wenn der Sohn des von mir hochverehrten Dr. Schulmeister sich selbst als "Nichtlinker" bezeichnet, und von manchen recht eigenartigen Zeitgenossen sogar als im Grunde "Rechter" angesehen wird!
    Wenn der Mann nicht links ist und denkt, dann fallen mir als echt Linkere nur mehr Castro und Che Guevara ein!

    Für Moderat-Rechte jedenfalls eine Beleidigung, mit Herrn Schulmeister jun. in eine Gesinnungs-Schublade geschoben zu werden!
    So weit kommt's noch!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  19. Xymmachos
    16. Februar 2015 08:55

    "SÜNDEN DER VÄTER RÄCHEN SICH AN DEN KINDERN" !!! ???
    Wenn diese Weisheit stimmt, dann muß der Otto (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann) ja ordentlich gesündigt haben, wenn zur Strafe der Stefan soooooo mit Blödheit geschlagen wurde! Unser Blogmaster müsste das auf Grund der jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Otto eigentlich beurteilen können?

    • Undine
      16. Februar 2015 18:11

      @Xymmachos

      Und damit nicht genug! "Seine jüngste Tochter Terese Schulmeister ist Malerin und war führendes Mitglied der Kommune von Otto Muehl."

      Ich weiß nicht, was schlimmer ist für Eltern, wenn gleich zwei ihrer sechs Kinder solche Wege gehen: Der aus der Art geschlagene dümmliche linxlinke Sohn oder die Tochter--- freiwillig in Otto Muehls Fängen auf dem von Steuergeldern finanzierten schweinischen "Friedrichshof".

      Nein, DAS hat Dr. Otto Schulmeister nicht verdient! Er wird genug gelitten haben.

  20. WFL
    16. Februar 2015 08:55

    Schulmeister ist pensioniert?
    Na wenigstens eine gute Nachricht....
    Da kann er ja (hoffentlich) im WIFO nicht mehr allzu viel Unfug stiften....

  21. Politicus1
    16. Februar 2015 08:09

    Im PRESSE-Interview sagt Schulmeister, dass er kein Linker ist ...
    ... und wird in den ORF-Diskussionsrunden prompt dem "rechten" Lager zugerechnet ...

  22. Cotopaxi
    16. Februar 2015 06:06

    o.T.

    Wieder einmal eine Glanzleistung "Der Presse", die sich im Eigentum katholischer Kreise befindet:

    Mangels der "richtigen" Täter werden die konkreten Verursacher antisemitischer Verbrechen nur vereinzelt und beiläufig genannt, damit sich niemand diskriminiert fühlt?

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4663769/Antisemitische-Welle-in-Europa?_vl_backlink=/home/index.do

    • Cotopaxi
      16. Februar 2015 07:37

      Moslems inszenieren die Massenenthauptung von Christen an einem Strand in Libyen:

      http://www.eluniversaltv.com.mx/videos/v_74847913a1dc4f609e963f3e57010cca.html

      Es gilt die Unschuldsvermutung.

    • Infophil
      16. Februar 2015 08:14

      Kann mir jemand sagen, wem gehört die PRESSE, Kleine Zeitung etc. wirklich?

    • Cotopaxi
      16. Februar 2015 08:19

      "Die Presse" gehört der Styria Media Group, die wiederum der Katholischen Medien Verein Privatstiftung und dem Katholischen Medien Verein gehört.

      Die „Katholische Medien Verein Privatstiftung“ ist nicht das Unternehmen, sondern der Eigentümer. Der zweite Eigentümer ist der „Katholische Medien Verein“.

    • Politicus1
      16. Februar 2015 09:00

      genau!
      ist mir auch gleich aufgefallen!
      Völlig irreführende Überschrift des Herrn Vieregge.
      Auch wenn es politisch inkorrekt sein mag - aber es ist höchste Zeit zwischen "echten" Eurpäern" und in Europa mordenden Islamisten zu unterscheiden.

    • Interessierter Leser
      16. Februar 2015 10:00

      Mir ist die Presse zwar "wurscht", aber dieser Absatz ist doch eindeutig:
      "Bernard-Henri Lévy, französischer Starphilosoph, blieb es vorbehalten, eine Wurzel des Übels zu benennen: Oft sei das „Gift des radikalen Islam“ die Quelle von Hass. Genährt wird der Antisemitismus nicht zuletzt von politischer Polemik. Türkische Politiker von Präsident Recep Tayyip Erdo?an abwärts nennen Israels Premier Netanjahu gerne im selben Atemzug wie Adolf Hitler."

    • Wolfgang Bauer
      16. Februar 2015 11:45

      Aber die Überschrift! Absichtlich irreführend. Dann kann der Herr Deutsch von der IKG im ORF davon schwafeln, dass sogar in der sicher nicht linken PRESSE bestätigt ....

  23. Freak77
    16. Februar 2015 01:36

    Chile ist nicht so ein katastrophal-faschistisches Land, wie es uns von Schulmeister & Freunden verkauft wird: überhaupt nicht. Das Land hat seine tragische Geschichte unter Pichochet ziemlich gut, wenn auch nicht perfekt aufgearbeitet.

    Die jetzige Präsidentin Michelle Bachelet kommt von der SP, und wurde schon zum zweiten Mal zur Präsidentin gewählt: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19835

    Chile muss eine relativ geordnete politische & wirtschafliche Struktur haben, sonst wäre es nicht auf solidem Niveau beim Korruptionswahrnehmungsindex (der von Transparency International erstellt wird):

    Dieser Index im Jahr 2014:

    1. Dänemark CPI 92
    2. Neuseeland CPI 91

    5. Schweiz CPI 86

    12. Deutschland CPI 79

    17. Irland & USA & Barbados & Hongkong (ex aequo CPI 74)

    21. Chile & Uruguay (ex aequo CPI 73)

    23. Österreich CPI 72

    69. Griechenland CPI 43 (aus Wikipedia)

    • Freak77
      16. Februar 2015 01:46

      Ich bitte um Verständnis:
      Beim genauen Durchlesen auch der untersten Absätze des von mir verlinkten Artikels kommt sehr die Sypathie der Autorin Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait für die 'Linke' in Chile durch. Daher sollte der Artikel mit Bedachtsamkeit gelesen werden:

      Dennoch ist es interessant was man über die Geschichte Chiles erfährt:

      " ... Sicherlich spielt es eine entscheidende Rolle, dass Chile über eine längere rechtsstaatliche demokratische Tradition verfügt als Deutschland und der Kalte Krieg deshalb dort auch weniger ausrichten konnte.

      Schon 1812 wurden in Chile alle juristischen Fortschritte - Magna Charta von 1215, Erklärung der Rechte von Virginia 1776, Änderung der US-amerikanischen Verfassung, was den legalen Prozess angeht, in die chilenische institutionelle Ordnung eingefügt. Sie entwickelte sich und fand sich bestätigt in den Verfassungen von 1833, 1925 bis zur Verfassung Chiles von 1980 .... "

  24. kritikos
    16. Februar 2015 01:09

    Otto Schulmeister, der kritisch-katholische Journalist, kantig aber jedenfalls rechtsgerichtet, kann, wie viele andere Väter auch, nichts gegen die Entwicklung eines Sohnes tun. Im Grab umdrehen, landläufig gesagt, aber auch das hat keine Wirkung.
    Mit seiner linken Haltung und wohl auch durch seinen Namen hat sich der Sohn in entsprechende Positionen hineingehievt und lebt davon. Und unsere linken Medien, Politiker, und Unis stützen ihn. Bei all seinen falschen und provokanten Statements. Aber wer hat die Politiker gewählt, wer konsumiert dennoch die Medien, wer ... etc.? (Ich nehme mich nicht aus.)

    • Phaeton (kein Partner)
      18. Februar 2015 02:05

      Ich sah ihn, den Schulmeister beim schulmeistern und war fassungslos. Keine Diskussionskultur, er fiel ständig ins Wort mit hochroten Kopf um seine linken Gutmenschideologie zu verbreiten. Selten war ich mehr genervt, trotzdem kam gut rüber, dass er ein Ahnungsloser unter den Ahnungslosen ist.





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