Grüne Transparenz: Geschwätz von gestern

Autor: Elmar Forster

Regelmäßige Antigen-Schnelltests könnten die Covid-Krise innerhalb von Wochen beenden

Autor: Christoph Bösch

Wie die Kontaktverfolgung (nicht) funktioniert

Autor: Werner Kuich

Die Sterbehilfe, die Selbstbestimmung und die Menschenwürde

Autor: Jakob Cornides

Corona hat auch Positives

Autor: Günter Frühwirth

Die Corona-Verharmlosung

Autor: Oliver Wanzel

Was tun, wenn das Gewaltmonopol versagt?

Autor: Andreas Tögel

Wiener Tagebuch: Zeichen statt Taten

Autor: Werner Reichel

Nach dem Terror: die feige Reaktion in Wiener Gymnasien

Autor: Harald Helml

Die Pandemie und der dräuende Wohlstandsverlust

Autor: Andreas Tögel

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Banken: Gute und schlechte Frontbegradigungen

Gleich bei zwei der drei größten österreichischen Banken haben jetzt dramatische Frontbegradigungen stattgefunden. Einmal auf Seite der Bank, einmal auf Seite ihrer Jäger.

Dass der ungarische Ministerpräsident Orban jetzt ein breites Einverständnis mit der Erste Bank gesucht und gefunden hat, ist ein gewaltiger und überraschender – aber durchaus kluger – Rückzug des mächtigen Ungarn. Orban hatte ja eine Zeitlang geglaubt, österreichische Banken und Handelsketten wären Bankomaten, bei denen er sich das Geld nur herauszuholen braucht. Da ist ihm aber die Realität und das EU-Recht dazwischengekommen, die ihn zu einer spürbaren Frontbegradigung zwingen.

Was auch ein guter Anlass ist, wieder einmal festzuhalten, dass die EU – bei allem Schwachsinn rund um Euro und Überregulierungen – auch viele sehr gute Seiten hat. Man ist in einem EU-Land eben nicht mehr ganz der Willkür der jeweiligen Potentaten ausgeliefert.

Wenn sich jetzt Ungarn an der Bank beteiligt, wenn es gleichzeitig ein – in den Details noch nicht genau bekanntes – Übereinkommen über alle künftigen Regelungen, Steuern und Belastungen für Banken abgeschlossen hat, dann hat die Erste Bank jetzt wieder die notwendige Luft zum Atmen und damit zum Verbleiben in Ungarn bekommen. Denn – auch wenn manche Propagandisten Ungarns das anders darstellen – insgesamt haben ja die österreichischen Banken im Lauf der Jahre in Ungarn mehr verloren als verdient. Daher war ein großflächiger Abschied der Banken aus Ungarn zunehmend wahrscheinlich geworden. Der aber Ungarn am allerwenigsten genutzt hätte. Auch wenn viele Menschen und Populisten in Banken das leibhaftige Böse sehen: In Wahrheit braucht ein Staat funktionierende Banken sogar ganz lebenswichtig.

Das hat Orban nun mit EU-Nachhilfe spät, aber doch begriffen. Dabei hat zweifellos auch die Erste Bank durchaus geschickt und flexibel verhandelt (und wohl deutlich besser als einst beim viel zu teuren Einstieg in den rumänischen Markt). Anerkennung, wem Anerkennung gebührt. Denn von der österreichischen Regierung war da leider niemand imstande oder bereit, einem österreichischen Unternehmen im Ausland zu helfen. Lediglich Wolfgang Schüssel hat da noch immer einen guten, wenn auch diskreten Kontakt zu Orban.

Bei Orbans Einlenken dürften aber noch einige weitere Entwicklungen mitspielen: So ist die ungarische Linke nach Jahren der Depression nun doch wieder zu etlichen Demonstrationen imstande. Aber noch relevanter ist, dass Orban plötzlich in einen politischen Atomkrieg mit dem wichtigsten ungarischen Medienzaren verwickelt ist, der ihn mit seinen Zeitungen bisher lebhaft und innig unterstützt hat, aber jetzt plötzlich voll attackiert.

Der Hintergrund ist auch hier wieder eine neue Steuer, in diesem Fall eine Werbesteuer. Wieder wollte Orban diese Abgabe so strukturieren, dass sie nur ausländische Medien-Unternehmen (in diesem Fall RTL) trifft. Aber wieder musste er lernen, dass er damit auf Widerstand stößt, der in diesem Fall noch viel heftiger war. Neben der EU-Kommission hat nämlich vor allem auch Deutschland kritisch agiert, auf das Orban ja viel mehr Wert legt als auf Österreich. Daher hat er auch hier viel rascher eingelenkt als bei den österreichischen Unternehmen. Er hat jetzt die Werbesteuer so strukturiert, dass sie gleichmäßig alle Medien trifft. Es kann kein Zufall sein, dass das wenige Tage passiert, nachdem Angela Merkel in Ungarn gewesen ist.

Mit dieser nun alle Medien treffenden Werbesteuer trifft Orban aber eben plötzlich auch seine bisherigen Alliierten unter den ungarischen Verlegern. Die sind nun hellauf empört über die neue Steuer und schießen aus allen Rohren. Dieser Bruderkrieg wird noch spannend (und erinnert lebhaft daran, wie in der Türkei der dortige Machthaber Erdogan mit ehemaligen Verbündeten aufräumt).

Aber insgesamt geht das Verhalten Ungarns doch in eine positive Richtung. Es erkennt zunehmend, dass man mit dem Ausland nicht willkürlich Schlitten fahren kann. In einem gemeinsamen Europa schon gar nicht. Orban war es wohl zuviel des viel Feind, viel Ehr.

Das Raiffeisen-Drama

Viel weniger positiv ist die Entwicklung von Raiffeisen, das ähnlich wie Orban eine sensationelle Frontbegradigung vornehmen muss. Wieder: notwendigerweise. Auch wenn sich da viele österreichischen Medien da – der Inserate wegen? – auffallend still verhalten. Nicht nur die halbe Milliarde Euro Jahresverlust der RBI, nicht nur der fast überstürzte Abzug aus Slowenien, Polen und aus Übersee sollten jeden Österreicher um den gelben Riesen fast schon genauso zittern lassen wie um ein europäisches Krisenland.

Vor allem das Raiffeisen-Engagement in Russland und der Ukraine lässt weiter bangen. Genauso sind allzu viele Wirtschaftsengagements in Österreich selbst potenzielle Zeitbomben. Die Uniqa konnte zwar den allerärgsten Tiefpunkt vor zwei Jahren zuletzt wieder überwinden, ist aber deswegen noch lange keine Cashcow. Die Raiffeisen-Tochter Leipnik-Lundenburger unter Führung des ehemaligen Finanzministers (und Hypo-Verstaatlichers) Josef Pröll produziert jährliche Verluste in der Höhe dreistelliger Millionenbeträge. Und die Raiffeisen-Medien haben allesamt ihre Zukunft lange hinter sich (um es höflich zu formulieren).

Fast überall merkt man, dass das Raiffeisen-Imperium allzu lange nach der Gutsherrenart eines Christian Konrad geführt worden ist, in der sich barocke Selbstdarstellung, Packelei mit der SPÖ und brutale Machtausübung in der ÖVP zu einem unheilvollen Amalgam verwoben haben. Die Regeln der Marktwirtschaft sollten durch die einer Beziehungswirtschaft verwoben werden. Was immer nur eine Zeitlang gut gehen kann. Die Börsen haben jedenfalls das Vertrauen weitgehend verloren.

Zur nüchternen Illustration ein paar Zitate aus dem „Börsen-Kurier“ über das Raiffeisen-Spitzeninstitut RBI (das ist dort schon vor der halben Milliarde Verlust geschrieben worden): „Nachrangige Papiere mit langen Restlaufzeiten waren hingegen teilweise unter 50 von 100 abgefallen, wobei die Preise der darauf geschriebenen Ausfallsversicherungen („Credit Default Swaps“) eine Ausfallwahrscheinlichkeit von rund 70% innerhalb der nächsten fünf Jahre signalisierten.“ Eine Ausfallswahrscheinlichkeit von 70 Prozent! Und: „So wird die RBI von der Börse mit gerade noch 3 Mrd€ bewertet, was nur rund einem Drittel ihres zuletzt ausgewiesenen Eigenkapitals von 9,097 Mrd€ entspricht.“

Noch irgendwelche Fragen? Oder wohl besser gleich die Sitzgurte festzurren?

Denn nur Dummköpfe links- und rechtsaußen sowie im Bundeskanzleramt können meinen, dass es eh gut ist, wenn eine Bank ins Schleudern kommt. Dass es nur den dicken Bankern mit ihren Zigarren nützt, wenn es einer Bank gut geht. Nur ein Werner Faymann kann – freilich ganz ähnlich zu Orban – glauben, dass Banken ein Selbstbedienungsladen wären, denn man bedenkenlos mit ständig höheren Steuern ausrauben kann.

PS.: Viele Fernseher sehen erstaunt, dass bei der Ski-WM unglaublich dominante Raiffeisen-Werbung zu sehen ist. Das wirkt seltsam in Zeiten der Krise. Jedoch Logo-Experten wissen: Das ist (bis auf wenige österreichische Helme mit dem gelben Giebelkreuz) das Schweizer Raiffeisen-Logo. Nicht das österreichische. Die Schweizer Raiffeisen-Menschen haben zwar nie unter der österreichischen Großmannssucht gelitten. Sie werden wohl auch weniger Medaillen befeiern können. Sie stehen aber grundsolide da.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 06:13

    Aufstieg und Sturz von Dr.Herbert Stepic wird man doch hoffentlich nicht als Synonym für die Entwicklung von RBI und damit des ganzen Raiffeisenkonzerns sehen müssen.

    Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks konnte man immer wieder lesen, daß österreichische Banken, unter diesen wieder besonders Raiffeisen, in diesen Ländern
    besonders stark expandierten.

    Konkret weiß ich von einem hoffnungsvollem Skigebiet in Vorarlberg, daß ihm zugesagte, dringend notwendige Investitionen, von der Raiffeisenbank mit der Begründung versagt wurden, das Geld würde für die Ostexpansion benötigt.

    Eine, zur UNICREDIT gehörende Bank leistet dort jetzt in hoch zweistellige Millioneninvestitionen.

    IST DAS UNGEPFLEGTE ERSCHEINUNGSBILD, MIT WELCHEM DR. HERBERT STEPIC
    STETS VOR DIE MEDIEN TRAT, BEZEICHNEND FÜR SCHLAMPIGE GESCHÄFTE DER RBI IN OSTEUROPA, WELCHE DIESER HERR ZU VERANTWORTEN HATTE ?

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 10:02

    Die RBI hat gut verdient. Leider hatte sie zwei Feinde.
    Den Finanzminister und die Landeszentralen, welche die Haupteigner sind.

    Die erzwungene Umstellung der Buchhaltung hat bei den Banken grosse Scheingewinne erzeugt, diese hat der Finanzminister mittels Steuern abgegriffen. Diese Reserven fehlen jetzt!

    Die schönen Gewinne aus Russland und der Buchungsumstellung haben die Eigner, also die Landesverbände, kassiert. Nichts wurde den Rücklagen zugeführt. So konnten die Landesverbände schmerzliche Reformen vermeiden, Fehlinvestments unter den Teppich kehren und die Generaldirektoren sich als kleine Kaiser aufführen.

    Die wirtschaftlich richtige Folgerung wäre: Landesverbände auflösen, nur die Revision behalten. Die RBI Anteile an die Kassen. Dagegen laufen die vielen sehr gut bezahlten Akademiker natürlich Sturm, die wollen das Gegenteil. Die KMUs am Land brauchen aber die Entscheidungskompetenz vor Ort. Kredite die nicht wegen einer farbigen Präsentation vergeben werden, sondern weil der Kreditnehmer ein bekannt ehrlicher und fleißiger Mensch ist.

    Würde es aber zu so einem Schnitt kommen, so wäre die Bundes-ÖVP schlagartig entmachtet und die vielen bewährten ÖVPler in der 'Provinz' die Kaiser.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 11:52

    Gleich zweifach Grund für mich, die Achse "ERSTE" und "ORBAN-UNGARN" ungemein positiv und auch für die Zukunft erfreulich zu finden:

    1) bin ich seit fast sechzig Jahren Kontoinhaber bei der Ersten! Meine umfangreiche Familie folgt(e) dem Leitwolf und tut das Gleiche!

    2) Ist mir Victor Urban außerordentlich sympathisch, dies schon aus Zeiten, als er um die erste Ministerpräsidentschaft ritterte!
    (Ich weiß schon, dass er sich mit etlichen Aktivitäten in Gegensatz zur EU-Führung setzt: das nehme ich hin, ohne deswegen die Sinnhaftigkeit der EU abzuwerten!).

    Wäre dieser aufrechte Mann ein Österreicher: ich würde ihm mit Herz und Verstand folgen!

    Abschließend:
    "denk' ich an Faymann in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht"!

    Den Unterschied Orban / Faymann möchte ich Klavierspielen können!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 10:14

    Leidet die Raiffeisen nicht auch unter der Hypo Alpe Adria ? Oder konnte das ganze Engagement dort auf den Steuerzahler überwälzt werden ?

    Da Ostengagement von Raiffeisen, garniert mit EU 'Sanktionen', geht jetzt den Bach runter, für mich sehr beängstigend. Wird wahrscheinlich 'Hypo II', wie ich fürchte.

    Wie ich bei @ Pumuckl lese, gibt es auch ein Personalproblem RBI, das dazu passt.

    Dass der Erste Bank Ungarn bleiben wird, ist wirklich positiv für mich.

    Also 'good news' und 'bad news' ? Ich fürchte, es wird dicker kommen, wenn der Euro dann das Zeitlich segnen wird, was bei der Menge an Billionen 'Kunstgeld' der EZB immer wahrscheinlicher wird. Und dann kommt ESM ...

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:55

    http://www.irishtimes.com/business/lux-leaks
    Die Sheriffs sind mit der Jagd auf Outlaws so beschäftigt, dass sie nicht bemerken wie die neuen Steuerverweigerer, Konzerne und Handelsketten, sich in diesen Ländern festsetzen. Die einheimischen Nichtsteuerzahler werden durch Investoren ersetzt, die via Luxemburg nichts zahlen.
    Luxleaks wurde abgewürgt, damit alles weiter gedeckt ist.
    Finanztransfersteuer ist dringend notwendig, damit die Finanzstroeme kontrollierbar werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorDiaboli Advocatus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 15:57

    Gerhard Wisnewski Interview zu dem Mord an Jörg Haider (3 Teile)

    https://www.youtube.com/watch?v=jvYKS91D7_0
    1/3 (Der investigative Journalismus wird heute als „Verschwörungstheorie“ benannt. 11:0 Begutachtung des Wracks)

    https://www.youtube.com/watch?v=5MQwmFfWn_A
    2/3 (cursor: 9:0 Haiders Drohung an Finanzeliten Finanzdelikte vor Sondergerichte zu bringen. Hypo an Bayern „angedreht“.)

    https://www.youtube.com/watch?v=l8aUsrG0PGs
    3/3 (Wie werden „Staatsmänner“ gemacht? Faymann kam „Schwuppdiwupp“ Faymann „geht“ Schwuppdiwupp?(*g*)

    https://www.youtube.com/watch?v=yf1ZzKCJRp0
    (Cusor 3:10: Petzners Angst?)

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2015 09:49

    http://www.irishtimes.com/business/lux-leaks
    Die Sheriffs sind mit der Jagd auf Outlaws so beschäftigt, dass sie nicht bemerken wie die neuen Steuerverweigerer, Konzerne und Handelsketten, sich in diesen Ländern festsetzen. Die einheimischen Nichtsteuerzahler werden durch Investoren ersetzt, die via Luxemburg nichts zahlen.
    Luxleaks wurde abgewürgt, damit alles weiter gedeckt ist.
    Finanztransfersteuer ist dringend notwendig, damit die Finanzstroeme kontrollierbar werden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2015 10:25

    RBI leidet an genau zwei Dingen:

    1.) Daran, daß die EU gegen Rußland völlig unsinnige Sanktionen erlassen hat die eine Unmenge sinnlosen Schaden auch an österreichischen Unternehmen verursachen. Unternehmen und Banken die in Österreich offenbar keinerlei Lobby haben. Sanktionen die auch keinen gewünschten Effekt haben werden sondern nur die europäische Wirtschaft zugunsten der US Wirtschaft im Handel mit Rußland schädigen.

    2.) Daran, daß man sich Herbert Stepic sinnloserweise wegen legaler Geschäfte aber aus "moralischen" Überlegungen hat abschießen lassen. Der Herbert mit seine persönlichen Beziehungen war die Grundlage des profitablen Ostgeschäfts der RBI.
    Ohne ihn wird es bitter.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    13. Februar 2015 07:09

    Die Schweiz, das bessere Österreich.

  2. Torres (kein Partner)
    12. Februar 2015 13:30

    Sehr erstaunlich, hier Orban-kritische Töne zu hören; bisher war Unterberger bekanntlich ein großer Bewunderer des ungarischen Premierministers, den er ja immer als leuchtendes Beispiel für Widerstand gegen links-grüne EU-Eingriffe in nationale Angelegenheiten eines rechtskonservativen Staates gelobt hat.

  3. Karl Martell (kein Partner)
    12. Februar 2015 13:22

    Die CAC-Klausel (Collective Action Clause, deutsch: Kollektive Handlungsklausel) ist bereits seit 2013 europäisches Gesetz. Damit können im Notfall die Besitzer von Staatsanleihen gegen ihren Willen rückwirkend enteignet werden.

    Das betrifft die Besitzer von Staatsanleihen, Lebens- und Rentenversicherungen, Rentensparverträgen und auch von konservativ aufgestellten Fonds. Die Anbieter der genannten Produkte sind gesetzlich verpflichtet, das Geld ihrer Kunden in Anleihen mit „hoher Güte“ anzulegen. Das sind ausgerechnet oft Staatsanleihen. Seit 2013 enthalten alle ausgegebenen Staatsanleihen die CAC-Klausel.

    • Karl Martell (kein Partner)
      12. Februar 2015 13:25

      Der IWF hat im Herbst 2013 eine einmalige Schuldensteuer von 10% auf alle Vermögen (Sparvermögen, Wertpapiere und Immobilien) ins Gespräch gebracht. Ziel wäre es, damit die Schulden in Europa auf das Vorkrisenniveau von 2007 zu senken. Einen Schritt weiter geht die Unternehmens- und Strategieberatung Boston Consulting Group. Ihre Empfehlung: Ein Drittel aller Guthaben konfiszieren.

      Als nächster Schritt wird und muss dann das bereits von Kenneth Rogoff, ehemaliger Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), im November 2014 geforderte Bargeldverbot kommen.

  4. Karl Martell (kein Partner)
    12. Februar 2015 13:07

    Die kommende Banken- und Finanzkrise wird die vorherige aus 2008 noch in den Schatten stellen. Die Staaten werden mit dieser endgültig überfordert sein. Daher werden bereits jetzt global auf verschiedenen Ebenen die Weichen dafür gestellt, uns Bürger künftig direkt in die Pflicht zu nehmen, wenn es gilt, das Finanzsystem abermals zu retten.

    http://www.freiewelt.net/der-sturm-bricht-los-die-welt-ist-voller-warnungen-ausblick-2015-10053861/

  5. AppolloniO (kein Partner)
    12. Februar 2015 12:14

    Nicht vergessen, auch der internationalen Finanzwelt waren die Ost-Erfolge unserer Banken ein Dorn im Auge. Zusammen mit Nobelpreisträger (Mr. Krugmann et al) wurden die Aktien von RBI, damalige BA und Erste in den Keller geredet.
    Wenn`s wieder besser geht machen sich dann die US-Banken in den verlassenen Nestern breit.
    Es ist doch immer das Gleiche.

  6. Gasthörer (kein Partner)
    12. Februar 2015 10:25

    Etwas ab vom Thema, aber hier ein paar Hinweise zu Verwendung der Begriffe Lügenpresse sowie Verschwörungstheoretiker. Ein sehr klarer Beitrag - für Blogger sehr hilfreich. Sowohl als Video als auch in Texform hier:

    http://krisenfrei.de/sprache-als-waffe-luegenpresse-gegen-verschwoerungstheoretiker/

  7. Tik Tak (kein Partner)
    12. Februar 2015 10:25

    RBI leidet an genau zwei Dingen:

    1.) Daran, daß die EU gegen Rußland völlig unsinnige Sanktionen erlassen hat die eine Unmenge sinnlosen Schaden auch an österreichischen Unternehmen verursachen. Unternehmen und Banken die in Österreich offenbar keinerlei Lobby haben. Sanktionen die auch keinen gewünschten Effekt haben werden sondern nur die europäische Wirtschaft zugunsten der US Wirtschaft im Handel mit Rußland schädigen.

    2.) Daran, daß man sich Herbert Stepic sinnloserweise wegen legaler Geschäfte aber aus "moralischen" Überlegungen hat abschießen lassen. Der Herbert mit seine persönlichen Beziehungen war die Grundlage des profitablen Ostgeschäfts der RBI.
    Ohne ihn wird es bitter.

  8. cmh (kein Partner)
    12. Februar 2015 10:03

    Nach jedem Hosiannah kommt so sicher wie das Amen im Gebet ein Crucifige!

  9. Haider
    11. Februar 2015 00:42

    Da liegt - nach meinem Verständnis - ein kleines Mißverständnis vor. Österreicher sind crosso modo mit dem Bankensystem zufrieden; nicht jedoch mit den Bankstern. Großkoalitionäre Apparatschiks richten es sich persönlich via Löwelstraße oder Lichtenfelsgasse. Da wird gemauschelt und getrickst, daß sich die Balken biegen. Die Nationalbank hat im EU-Kontext nichteinmal mehr das Niveau einer Dorfsparkasse. Aber ein linker Governeur wird uns als König/Kaiser von Österreichs Bankenwelt vorgegaukelt. Dort werden ausschließlich unvorstellbar fette Privilegien kassiert, die in einem Rechtsstaat längst zu Korruptionsanklagen führen würden. Post festum sind alle klug (siehe Hypo's, Volksbanken, AVZ). Da geht's um Milliarden der Österreicher. Unsere linke Justiz beschäftigte sich bis gestern/vorgestern damit, ob KHG 1995 (!!!!) im wunderschönen Weißenkirchen in der Wachau heiraten durfte. Die Gehälter der damit beschäftigen Staatsanwälte sollte der Steuerzahler sofort bei der SPÖ einklagen und vorbeugend von der Parteienfinanzierung einbehalten lassen (auch auf 20 Jahre). Ist Österreich nur ein Operettenstaat oder sind die ausschließlich über ein passendes Parteibuch hochgekommenen Verantwortlichen wirklich so unfähig?

  10. Anton Volpini
    10. Februar 2015 21:01

    Wenn die Raiffeisenbank International jetzt mit schlechen Nachrichten in die Schlagzeilen kommt, so ist das nur für oberflächliche Beobachter des österreichischen Wirtschaftsgeschehens eine Neuigkeit.

    Raiffeisen International krankt seit zwei Jahren.

    Politisch wurde das durch die ÖVP zugedeckt. Da wurde schon lieber der Volksbankensektor geopfert. Die Volksbanken machten in der Wirtschaftskrise einen tödlichen Fehler, sie haben nie ein politisches Lobbying betrieben. Währenddessen sich Raiffeisen eine politische Partei hielt. Die ÖVP!!

    Wenn jetzt die RHI in offensichtliche, nicht mehr zudeckbaren Schwierigkeiten steckt, dann ofenbart das folgendes:

    1.) Die EU hat für viele Glücksritter durch Subventionen für altkommunistische Länder eine Scheinentwicklung erzeugt. Länder, die durch die kommunistische geistige Umnachtung nie gelernt haben, daß Wohlstand nur durch Arbeiten und Sparen erzeugt werden kann.
    Baumax, Leiner/Kika und fast alle österreichischen Banken sind Leichen dieser Scheinentwicklung.
    RHI hats aber noch weiter getrieben in der Gier seiner Manager, sie wollten auch Rußland und die USA erobern. Eindeutig einige Schuhnummern zu groß.

    2.) Die Bauernbank Raiffeisen hat ihren ursprünglichen Auftrag, den Bauern zu dienen, gröblichst verletzt.

    Und 3.) die ÖVP kann ihren jahrzehntelangem Gönner politisch nicht mehr halten, was soviel heißt, daß sie am Ende ist.

    • Anton Volpini
      10. Februar 2015 21:10

      Tschuldigung, RBI muß es natürlich heißen, RHI ist wohl ein freudscher Versprecher, der meiner räumlichen Nähe zu Radenthein geschuldet ist!

    • dssm
      10. Februar 2015 21:24

      @Anton Volpini
      Die Volksbanken wurden rechtswidrig geschlachtet, um ein paar Akademikern den Job zu retten. Dabei war die Bank mit der besten Bankbilanz Österreichs! Die kam nämlich aus Tirol.

      Für die Vertreter der 'Akademiker haften für nichts' Riege wird es jetzt bitter. Denn wenn die lokalen Raiffeisenkassen auch noch geschlachtet werden ist es mit der österreichischen KMU Wirtschaft vorbei - da kommen aber die Steuern her.
      Nebenbei, die RBI hat gute und vor allem reale Gewinne erwirtschaftet. Nur wurden diese komplett ausgeschüttet - also gibt es keine Reserven. Genau da hätte eigentlich die FMA eingreifen müssen.
      Aber sehen wir es positiv. Wenn der schon verloren geglaubte Kampf um die Raikas doch noch gewonnen wird, so werden auch die Volksbanken wieder aufleben! Nur die akademischen Jobs als Investmentbanker und Compliancemanager werden halt verschwinden; was ich aber eher als positiv sehe!

    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2015 15:54

      Ich glaube Dr. Romig erwähnte schon vor über zwei Jahren, daß die drei großen Banken – Raiffeisen, Erste und Austria – mit ihren in Summe 600 Mrd. „Investments“ in Osteuropa und den emerging markets Österreich damit bereits in den Staatsbankrott getrieben hätten.

      Warum? – Weil zu jedem Zeitpunkt klar war, daß hier die Kredite notleidend werden würden und die etwa doppelte Summe des österreichischen BIP, wenn sie den Bach hinunter geht, halt auch den Staat in Mitleidenschaft ziehen würde. Das war aber schon vor Stepic´ Abgang die Lage, die sein Nachfolger geerbt hat.

      Als Anhänger der „Physiognomik“ (das äußere Erscheinungsbild ist ein Abbild der Seele) dachte ich mir immer auch, daß St. den Vorstellungen von einem Bankster,s aufs Haar entspricht.

      Die doch überraschend vor ein paar Tagen in den Nachrichten gebrachten „Frontbegradigungen“ der RBI sind wohl erst die Spitze des Eisbergs. Wir gehen lustigen Zeiten entgegen.

  11. Diaboli Advocatus
    10. Februar 2015 15:57

    Gerhard Wisnewski Interview zu dem Mord an Jörg Haider (3 Teile)

    https://www.youtube.com/watch?v=jvYKS91D7_0
    1/3 (Der investigative Journalismus wird heute als „Verschwörungstheorie“ benannt. 11:0 Begutachtung des Wracks)

    https://www.youtube.com/watch?v=5MQwmFfWn_A
    2/3 (cursor: 9:0 Haiders Drohung an Finanzeliten Finanzdelikte vor Sondergerichte zu bringen. Hypo an Bayern „angedreht“.)

    https://www.youtube.com/watch?v=l8aUsrG0PGs
    3/3 (Wie werden „Staatsmänner“ gemacht? Faymann kam „Schwuppdiwupp“ Faymann „geht“ Schwuppdiwupp?(*g*)

    https://www.youtube.com/watch?v=yf1ZzKCJRp0
    (Cusor 3:10: Petzners Angst?)

  12. Wertkonservativer
    10. Februar 2015 11:52

    Gleich zweifach Grund für mich, die Achse "ERSTE" und "ORBAN-UNGARN" ungemein positiv und auch für die Zukunft erfreulich zu finden:

    1) bin ich seit fast sechzig Jahren Kontoinhaber bei der Ersten! Meine umfangreiche Familie folgt(e) dem Leitwolf und tut das Gleiche!

    2) Ist mir Victor Urban außerordentlich sympathisch, dies schon aus Zeiten, als er um die erste Ministerpräsidentschaft ritterte!
    (Ich weiß schon, dass er sich mit etlichen Aktivitäten in Gegensatz zur EU-Führung setzt: das nehme ich hin, ohne deswegen die Sinnhaftigkeit der EU abzuwerten!).

    Wäre dieser aufrechte Mann ein Österreicher: ich würde ihm mit Herz und Verstand folgen!

    Abschließend:
    "denk' ich an Faymann in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht"!

    Den Unterschied Orban / Faymann möchte ich Klavierspielen können!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      10. Februar 2015 12:17

      Gut gebrüllt, alter Löwe! Ihrem Klavierspielwunsch kann ich mich nur anschließen!

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2015 13:23

      Tut leid, Blogfreund @ Karl Knaller!

      hätte ich Ihre diesmal freundliche und nette Replik gelesen, wäre mein vor kurzem weggegebener "Schienbein-Kommentar" hinsichtlich Ihrer Person wohl unterblieben, oder zumindest etwas "freundlicher" ausgefallen!
      Ich bitte um Entschuldigung und danke im voraus für Ihre (von mir erhoffte) Absolution!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  13. Josef Maierhofer
    10. Februar 2015 10:14

    Leidet die Raiffeisen nicht auch unter der Hypo Alpe Adria ? Oder konnte das ganze Engagement dort auf den Steuerzahler überwälzt werden ?

    Da Ostengagement von Raiffeisen, garniert mit EU 'Sanktionen', geht jetzt den Bach runter, für mich sehr beängstigend. Wird wahrscheinlich 'Hypo II', wie ich fürchte.

    Wie ich bei @ Pumuckl lese, gibt es auch ein Personalproblem RBI, das dazu passt.

    Dass der Erste Bank Ungarn bleiben wird, ist wirklich positiv für mich.

    Also 'good news' und 'bad news' ? Ich fürchte, es wird dicker kommen, wenn der Euro dann das Zeitlich segnen wird, was bei der Menge an Billionen 'Kunstgeld' der EZB immer wahrscheinlicher wird. Und dann kommt ESM ...

  14. dssm
    10. Februar 2015 10:02

    Die RBI hat gut verdient. Leider hatte sie zwei Feinde.
    Den Finanzminister und die Landeszentralen, welche die Haupteigner sind.

    Die erzwungene Umstellung der Buchhaltung hat bei den Banken grosse Scheingewinne erzeugt, diese hat der Finanzminister mittels Steuern abgegriffen. Diese Reserven fehlen jetzt!

    Die schönen Gewinne aus Russland und der Buchungsumstellung haben die Eigner, also die Landesverbände, kassiert. Nichts wurde den Rücklagen zugeführt. So konnten die Landesverbände schmerzliche Reformen vermeiden, Fehlinvestments unter den Teppich kehren und die Generaldirektoren sich als kleine Kaiser aufführen.

    Die wirtschaftlich richtige Folgerung wäre: Landesverbände auflösen, nur die Revision behalten. Die RBI Anteile an die Kassen. Dagegen laufen die vielen sehr gut bezahlten Akademiker natürlich Sturm, die wollen das Gegenteil. Die KMUs am Land brauchen aber die Entscheidungskompetenz vor Ort. Kredite die nicht wegen einer farbigen Präsentation vergeben werden, sondern weil der Kreditnehmer ein bekannt ehrlicher und fleißiger Mensch ist.

    Würde es aber zu so einem Schnitt kommen, so wäre die Bundes-ÖVP schlagartig entmachtet und die vielen bewährten ÖVPler in der 'Provinz' die Kaiser.

    • Harun al Raschid
      10. Februar 2015 10:25

      Wenn das, was man mir bei meinen nächtlichen Wanderungen zugeraunt hat, stimmt, so sind Sie auf der richtigen Spur. Oder haben Sie gar schon die Glocken läuten bzw. den Muezzin rufen gehört? Könnte sein, das sich da bald was tut, bei uns in Bagdad.

    • Riese35
      10. Februar 2015 21:07

      @dssm: >> "Kredite die nicht wegen einer farbigen Präsentation vergeben werden, ..."

      Mittels Kredits produzierte "Foilware", könnte man sagen.

  15. socrates
    10. Februar 2015 09:55

    http://www.irishtimes.com/business/lux-leaks
    Die Sheriffs sind mit der Jagd auf Outlaws so beschäftigt, dass sie nicht bemerken wie die neuen Steuerverweigerer, Konzerne und Handelsketten, sich in diesen Ländern festsetzen. Die einheimischen Nichtsteuerzahler werden durch Investoren ersetzt, die via Luxemburg nichts zahlen.
    Luxleaks wurde abgewürgt, damit alles weiter gedeckt ist.
    Finanztransfersteuer ist dringend notwendig, damit die Finanzstroeme kontrollierbar werden.

  16. socrates
    10. Februar 2015 09:49

    http://www.irishtimes.com/business/lux-leaks
    Die Sheriffs sind mit der Jagd auf Outlaws so beschäftigt, dass sie nicht bemerken wie die neuen Steuerverweigerer, Konzerne und Handelsketten, sich in diesen Ländern festsetzen. Die einheimischen Nichtsteuerzahler werden durch Investoren ersetzt, die via Luxemburg nichts zahlen.
    Luxleaks wurde abgewürgt, damit alles weiter gedeckt ist.
    Finanztransfersteuer ist dringend notwendig, damit die Finanzstroeme kontrollierbar werden.

  17. Pumuckl
    10. Februar 2015 06:13

    Aufstieg und Sturz von Dr.Herbert Stepic wird man doch hoffentlich nicht als Synonym für die Entwicklung von RBI und damit des ganzen Raiffeisenkonzerns sehen müssen.

    Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks konnte man immer wieder lesen, daß österreichische Banken, unter diesen wieder besonders Raiffeisen, in diesen Ländern
    besonders stark expandierten.

    Konkret weiß ich von einem hoffnungsvollem Skigebiet in Vorarlberg, daß ihm zugesagte, dringend notwendige Investitionen, von der Raiffeisenbank mit der Begründung versagt wurden, das Geld würde für die Ostexpansion benötigt.

    Eine, zur UNICREDIT gehörende Bank leistet dort jetzt in hoch zweistellige Millioneninvestitionen.

    IST DAS UNGEPFLEGTE ERSCHEINUNGSBILD, MIT WELCHEM DR. HERBERT STEPIC
    STETS VOR DIE MEDIEN TRAT, BEZEICHNEND FÜR SCHLAMPIGE GESCHÄFTE DER RBI IN OSTEUROPA, WELCHE DIESER HERR ZU VERANTWORTEN HATTE ?

    • Herbert Sutter
      10. Februar 2015 09:24

      "ungepflegt" -

      Das ist sicher Geschmackssache:

      Viele fühlen und denken so wie Sie, Pumuckl.

      Aber es gibt auch die anderen: Denen liegt der Vollbart und die Frisur von Stepic. Vielen Leuten gefällt es wenn sich ein Mann so ganz anders als ein typischer Banker präsentiert und ein ganz anderes Aufteten hat.

      Sozusagen: Ein "hemdsärmeliger Naturbursch" der viel lieber im Freien ist und substanzielle Dinge tatkräftig auf die Beine stellt als bequem im geheizten Büro am Schreibtisch zu sitzen.

      So einen Mann, so ein Original wie den Stepic merkt man sich in ganz Europa eher als einen nach 08-15 aussehenden Banker der so aussieht wie alle anderen auch.

      Sie merken es wahrscheinlich an meinen Worten: Mir tut es einigermaßen leid dass Dr. Stepic aus der vordersten Reihe zurücktreten musste.

    • Gandalf
      10. Februar 2015 09:59

      Und vor allem ist die Frage, ob die derzeitige schlechte Lage der RBI wirklich noch Herrn Dr. Stepic angelastet werden darf oder ob eben bloss sein Nachfolger nicht rechtzeitig und/oder richtig erkannt hat, was da droht, und möglicherweise zu zögerlich gehandelt hat? Wobei ich hiemit Herrn Dr. Sevelda keinesfalls Untüchtigkeit oder Überforderung unterstellen will. Aber aussergewöhnliche Situationen erfordern eben auch rasches und unkonventionelles Vorgehen; und darum war Stepic nie verlegen..

    • Xymmachos
      10. Februar 2015 12:15

      Ja, ja, die Doctores Stepic und Sevelda... Der @Gandalf weiss (warum wohl?) wovon er spricht!

    • dssm
      10. Februar 2015 12:36

      @Pumuckl
      Finden Sie nicht, daß sie grob unfair sind.
      Die RBI hat jahrelang gute Gewinne gemacht! Wenn jetzt, im Rahmen einer politischen Krise, Probleme auftauchen, dann kann die Geschäftsleitung da nichts dafür.

      Das Problem ist der Finanzminister, der die Reserven hat aufdecken lassen um kurzfristig Steuern zu kassieren und schuld sind die Landeszentralen, die die Gewinne herausgesaugt haben. Auch da kann die Geschäftsführung nichts dafür, denn die hat sich nachweislich gewehrt.

      Wo sind also die schlampigen Geschäfte?

    • Pumuckl
      11. Februar 2015 02:08

      @ Herbert Sutter 09:24

      " Viele FÜHLEN und denken so wie Sie, Pumuckl. "

      Sie haben natürlich Recht, wenn Sie meinem Kommentar eine große Portion Gefühl zumessen und der unerwartete Sternderlsegen bestätigt ihnen auch, daß Sie mit dieser Einschätzung auch bei anderen A.U.-Partnern richtig liegen.

      Wenn Sie Dr. Stepic als hemdsärmligen, tatkräftigen Naturburschen sehen, sind Sie vermutlich ein Insider, der diese Qualitäten von Stepic wahrnehmen konnte.

      Aber der Vollbart den Sie bei Dr. Stepic sehen, soll wohl eher ein sportlich-modischer Dreitagebart sein, wie er etwa zu dem hageren Verfassungsjuristen Prof. Dr. Heinz Mayer ganz gut paßt.
      Wenn solcher Bartwuchs, wie bei Dr. Stepic ein wabbeliges Doppelkinn bedeckt, erscheint der Habitus solcher Männer eben auf den ersten Blick schlampig.

      Wenn Sie das Ausscheiden von Dr. Stepic bedauern, wird das auf Ihren besseren Informationsstand begründet sein, der der Öffentlichkeit eher verborgen ist.

      @ dssm 12:36

      " Finden Sie nicht, daß sie grob unfair sind. "

      Mein erster Absatz drückte Besorgnis aus, wie ich sie als ein in der Angelegenheit von den Medien informierter Bürger sehen mußte.

      Im letzten Absatz brachte ich vermutete Managementfehler, in einer spöttischen FRAGE mit der, mir und auch anderen, befremdlichen Erscheinung des TOPMANAGERS Dr. Stepic in Zusammenhang.

      Sie und @ Herbert Sutter haben in dieser Angelegenheit offenbar viel mehr Einblick.
      Gerne nehmen wir Ihre andere Sicht des Themas zur Kenntnis!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung