Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Kärntner Milch und Zürcher Vergewaltigung

Am Wochenende war ich bei einer Kärntnerin zu Gast. Zum Nachtisch gab es köstlichen Käse. „Aber keinen aus Kärnten!“ Zuerst begriff ich gar nicht, was dieser Hinweis heißen soll. Bis mir die Aufregung der Woche einfiel. Worauf in mir mancherlei Vermutungen hochkamen.

Wir erleben offenbar wieder einmal einen typisch österreichischen Skandal, wie etwa einst beim Weinskandal. Die Tatsachen hinter der Aufregung sind jedenfalls extrem bescheiden. Es laufen ein paar Untersuchungen. Es gibt keinen einzigen Hinweis auf Gesundheitsgefährdungen. Es gibt lediglich einige Überschreitungen von Grenzwerten. Aber es gibt auch endlich wieder die Chance, dass Greenpeace aus dem Koma erwacht und sich als Hüterin unserer Gesundheit aufspielen kann.

Das alles wird von einigen Printmedien heftigst zum Zweck einer erhofften (aber nie eintretenden) Lesersteigerung genutzt. Sie wollen wieder einmal mit Angst Quote machen. Oder bin ich der einzige in Österreich, der noch nicht von Angst geschüttelt wird?

Vielleicht liege ich ja mit meiner Gelassenheit falsch. Aber das einzige, was mich vorerst bewegt, ist die amüsante Beobachtung, dass jetzt ausgerechnet ein grüner Landesrat zum Opfer haargenau jener Hysterie-Produktion wird, die sonst immer von den Grünen selbst zynisch in Gang gesetzt wird.

Die Welt ist voller echter Skandale und Verbrechen. Es würde daher vollauf reichen, wenn wir uns um die kümmern würden.

Viel mehr erzürnt als ein paar Grenzwertüberschreitungen und die Nichterhältlichkeit einiger Milchprodukte hat mich in den letzten Stunden zum Beispiel etwas ganz anderes, aus einem ganz anderen Land und aus einem ganz anderen Bereich. Das war ein absurder Prozess, der nie auch nur begonnen hätte werden dürfen. Der jedoch den Angeklagten monatelang schwerst belastet und auch vier Tage in Untersuchungshaft gebracht hat.

Diesmal geht es um einen Prozess in Zürich. Angeklagtes Opfer war der (mir sonst völlig gleichgültige) Schauspieler Karl Dall. Der 73-Jährige(!) war von einer 30 Jahre(!) jüngeren Journalistin beschuldigt worden, sie vergewaltigt zu haben. Was schon rein körperlich recht unwahrscheinlich klingt.

Dennoch wurde Dall angeklagt: Dabei hat diese Frau genau die gleichen Vorwürfe schon einmal gegen einen anderen Mann erhoben. Dabei hat sie schon mehrmals Prominente – darunter auch Udo Jürgens – als Stalkerin terrorisiert. Dabei bescheinigte ihr ein Gutachten „erotomane Wahnsymptomatik“.

Dieser Prozess hätte daher niemals begonnen oder gar bis zum Freispruch geführt werden dürfen. Von der U-Haft ganz zu schweigen. Aber offenbar gibt es auch in Zürich extrem problematische Staatsanwälte, die das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ ins Gegenteil verkehren. Oder hängt das Ganze gar damit zusammen, dass der ja auch in anderen Ländern tobende Genderismus solche Exzesse auslöst? Dass also eine Frau, die einen Mann beschuldigt, in den Augen mancher Gender-Fanatiker immer im Recht sein muss?

Diese Tendenz ist für mich der wirkliche Skandal. Und nicht Kärntner Grenzwerte, die niemanden gefährden.

Noch viel klammer wird mir, wenn ich bedenke, wie oft solche Vorwürfe sehr wohl einen Mann hinter Gitter bringen können, wenn er nicht so bekannt ist wie Dall. Wo sich also naturgemäß auch kein Udo Jürgens als Entlastungszeuge melden kann, weil über den Prozess gar nicht berichtet wird.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNorbert Mühlhauser
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 10:07

    Wo sich also naturgemäß auch kein Udo Jürgens als Entlastungszeuge melden kann, weil über den Prozess gar nicht berichtet wird.

    Recht so, Herr Unterberger!

    Ein weiterer Skandal ist, dass unsere Medien, wie weiland im Ostblock, überhaupt nicht darüber berichten, dass die Absetzung des vormaligen ukrainischen Staatschefs Janukowitsch unter Verstoß gegen die ukrainische Verfassung erfolgte.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 08:04

    Der letzte Absatz gilt uneingeschränkt. Hast Du nichts in der Öffentlichkeit, was Dir helfen kann, dann bist Du der Willkür des 'Mainstreams' ausgeliefert, denn die Medien-Öffentlichkeit ist leider der 'Mainstream' und der scheut auch vor solchen Taten nicht zurück, pfui Teufel.

    Zum Kärnter Milchskandal kann ich nur sagen, dass noch niemand weiß, wie sich die erhöhten Werte des Giftes auswirken, denn ich meine auch niedrigere Werte (also 'zulässige') werden auf Dauer die gleiche Wirkung zeigen wie erhöhte Werte auf begrenzte Dauer. Ich stehe auf dem Standpunkt nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen. Ist unsere Gesellschaft wirklich so blöd das zu begreifen? Da werden hunderte Bauern ruiniert, statt die den Schaden verursachende Industrie zur Verantwortung zu ziehen, da werden die Menschen rebellisch gemacht. Ja, der Landesrat soll sich verteidigen müssen, wenn er daran Mitschuld hat oder die honorigen, politverhafteten, Industriellen (meist Geld für Genehmigung), die sollen die Suppe, die sie eingebrockt haben, auslöffeln. Können sie nicht, sind ja inzwischen ganz sicher pleite.

    Daran geht unser Staat zugrunde, an Verantwortungslosigkeit. Oben, wie unten.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 21:47

    Der kärnter Giftskandal ist kein Giftskandal.

    Er wurde von den Medien aufgeblasen. Ich habe viele solcher Lebensmittelskandale miterlebt, sie gehören zu meinem Tagesgeschäft, und haben alle denselben Ablauf.

    Dieser Skandal wurde von den Bundespolitikern den Medien aufoktroiert, um den Griss-Bericht aus unserer Wahrnehmung zu nehmen. Der Griss-Bericht hat die Republik in ihren Grundfesten erschüttert, und damit unserer herrschenden Politik jegliche Legitimität genommen.
    Doch unsere Politiker glauben durch Wahl legalisiert zu sein.
    Carl Schmitt läßt mit "Legalität oder Legitimität" schön grüßen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 22:52

    Blöde Frage: Sanktioniert nicht die Erhöhung der Auflage in allen Medien Lug und Trug? Mit fällt ad hoc sofort eine fast Gratis-Postille ein, in der nichteinmal das Erscheinungsdatum stimmt. Im ORF agiert unter vielen anderen "Redakteuren" ein Ed Moschitz genau nach diesem Muster [ausschließlich Quote zählt!] - und darf somit ungeniert öffentlich-rechtlich weitermanipulieren. Alle sieben relevanten Tageszeitungen Österreichs schreiben ein und denselben Schmus (vielleicht die eine mit mehr lateinischen Zitaten, dafür die andere mit vorderasiatischen); alle drei öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bringen einen Nachrichten-Einheitsbrei. Metternich wäre heute in Österreich arbeitslos!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 17:13

    Noch ein OT, pardon.

    Obwohl Ö pleite ist, leisten wir für das Klima 25 Mio. US Dollar. Die Abzocke ist unerträglich und wird punkto Klima nichts bewirken.

    http://orf.at/#/stories/2257140/

    Aber sind wir froh nur zahlen zu dürfen, für Klimaleugner fordert ein geistig Umnachteter die Todesstrafe.

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article135182303/Wie-waers-mit-der-Todesstrafe-fuer-Klimaleugner.html

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 13:02

    OT - Die Systemmedien leiden. Recht so. Die NZZ wird auch bereits dazu gezählt, ihr Chefredakteur ,Markus Spillmann, wurde an die Luft gesetzt. Vielleicht gibt´s bald einen zweiten guten Blog. :-)

    http://www.unzensuriert.at/content/0016646-Zu-gro-spurig-NZZ-Chefredakteur-nach-Mediengipfel-Lech-abberufen

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2014 12:36

    Warum die Kärntner Grenzwerteüberschreitungen mit dem Züricher Freispruch einer angezeigten Vergewaltigung in einem gemeinsamen Aufsatz nennen?

    Grenzwerte sind eben einmal da, um "Grenzen" für die Verursacher zu setzen. Natürlich gibt es bei geringer Überschreitung nicht gleich dadurch verursachte Todesfälle, wie auch eine Brücke mit einem ausgewiesenen Maximalgewicht von 15 Tonnen nicht schon bei 16 Tonnen zusammenfällt. Tatsache ist, dass man diese Überschreitungen monatelang verharmlost hatte und auch jetzt noch völlig falsch reagiert. Der beteiligte Zementhersteller hat ein völlig falsches Krisenmanagement gezeigt und gibt daher der sensationslüsternen Medien (inkl. diesem Blog) weitere Nahrung in dieser Angelegenheit.

    Ich erinnere da an eine Geschichte, welches sich vor einigen Jahren in den USA abgespielt hatte. Da wurden in einigen wenigen Flaschen des französischen Mineralwassers Perrier Glassplitter entdeckt. Diese Firma hat sofort sämtliche Lagerbestände in den USA zurückgerufen und mit großem Aufwand medienwirksam vernichtet. Anschließend wurde die Geschäfte mit frischer Ware beschickt und der Umsatz ist rapide angestiegen. Es gibt dazu eigene Agenturen, welche aus so einem geschäftlichen Minus ein Plus machen können.

    Noch zu Zürich: es ist eine bekannte Tatsache, dass sich manche lebenslustige Damen von Prominenten mit viel Geld durch solche Anzeigen Geld erhoffen. Nicht nur Staatsanwälte und Richter sind da gefordert, auch Anwälte nehmen sich solcher Sachen gerne an, um zu Publicity und ggfs. auch zu Geld zu kommen.


alle Kommentare

  1. maha nile (kein Partner)
    19. April 2015 19:39

    Normal URL
    Code 1
    ???? ????? ?????? ?????
    ???? ??? ???? ?????

  2. maha nile (kein Partner)
    19. April 2015 19:37

    Normal URL
    Code 1
    ???? ??? ??????? ?????? ???????
    ???? ??? ???? ???????
    ???? ????? ????? ???????

  3. 2015401li (kein Partner)
    01. April 2015 09:27

    hollister clothing
    louis vuitton outlet online
    salomon running shoes
    giuseppe zanotti outlet
    michael kors canada
    links of london uk

  4. shahde (kein Partner)
    22. März 2015 13:20

    ??? ???? ????
    ???? ????? ??? ????
    ???? ????? ????? ????

  5. ??? (kein Partner)
    06. März 2015 00:36

    ??? ???? ????
    ???? ????? ??? ????
    ???? ????? ????? ????

  6. Dr. Knölge (kein Partner)
    13. Dezember 2014 17:18

    Vor 40 Jahren hing an der Eingangstür des Labors im Institut für organische Chemie in Hannover ein Zettel, auf dem stand:
    Verbindungen, die im Verdacht stehen, karzinogen zu wirken:
    -
    Aromatische Verbindungen
    Chlorverbindungen
    -
    Auch ohne eine Studie erstellen zu müssen, sollte man die Gefährlichkeit von HCB nicht unterschätzen.
    Die Grenzwerte sind meist recht willkürlich festgelegt. Es liegt in der Natur der Sache, daß hier immer nur eine Schätzung vorliegt, die auch durch kommerzielle Interessen beeinflusst werden kann.
    Ich denke, daß die Menschen sehr fahrlässig chemische Substanzen in die Umwelt gelangen lassen. Mit Greenpeace möchte ich nicht darüber diskutieren, die sind nicht seriös.

  7. Hegelianer (kein Partner)
    13. Dezember 2014 14:49

    Hinzu kommt, daß Dall seinen eigenen Worten zufolge nach einer Prostata-OP "körperlich eingeschränkt" ist. Schon ob dieser objektivierbaren Feststellung hätte ein Prozeß erst gar nicht begonnen werden dürfen.
    Und was A.U. merkwürdigerweise verschweigt: Der ÖVP(!)-Justizminister plant, ein neues Strafdelikt zu schaffen ("Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung"), das unfreiwillig erfolgten Beischlaf schon ohne Gewalt, Drohung usw. unter hohe Strafe stellt. Objektive Nachweisbarkeit in diesem Fall NULL!

    • fewe (kein Partner)
      15. Dezember 2014 10:47

      So wie in Schweden. Da kann man jeden nach Belieben hinter Gitter bringen. Das ist nicht einmal denen in der Sowjetunion und den Nazis eingefallen. Das ist dann noch leichter als jetzt schon. Auch dass Frauen ihren Männern anlässlich der Scheidung damit drohen zu behaupten die Tochter missbraucht zu haben soll auch recht gängig sein.

      Anlässlich der Falschbeschuldigung von Kachelmann hatte eine einschlägig befasste Richterin aus Berlin gesagt, dass neun von zehn angezeigten Vergewaltigungen frei erfunden sind. Das wird jetzt natürlich noch leichter, da erspart man sich auch die Mühe damit, sich Blauen Flecke zu schaffen.

  8. UKW (kein Partner)
    13. Dezember 2014 07:04

    Würde mich nicht wundern, wenn Unterberger das alte Speiseöl noch in den Ausguss oder in das Häusl leert und den Sondermüll (Batterien, Medikamente...) im Garten (vom Nachbarn natürlich) vergräbt und bei dieser Tätigkeit auch noch grinst.

    Bei aller Abneigung für die NGOs und bei aller Abneigung für die Gender-Fanatiker, aber bei manchen Artikeln vom Unterberger kann man nur den Kopf schütteln.

    Bei aller Wertschätzung für Unterbergers Auftreten gegen die Inseraten-Skandale in diesem Land, aber leider stellt er sich zwischendurch immer wieder in ein Eck, sodass man ihn nicht ernst nehmen kann.

  9. peter789 (kein Partner)
    12. Dezember 2014 17:24

    Dass der Udo Jürgens ein schmieriger, g*iler Bock ist, wurde mir von Damen bestätigt, die ihm im Laufe eines Lebens begegnet sind.
    P.S. Es gilt die unschuldsvermutung.

  10. Echt jetzt? (kein Partner)
    12. Dezember 2014 17:09

    Ja ist ja nur eine kleine Grenzwertüberschreitung...voll mutig vom Unterberger, dass ihm das wurscht ist, ein wahrer Held. Vielleicht kann er ja die betroffenen Bestände günstig kaufen, Mahlzeit.

    Und Prozesse drehen wir jetzt einfach ab wenn die angezeigte Tat ein bisserl komisch daherkommt. Und der Mann hat die Rechtswissenschaften studiert, viel ist offenbar nicht mehr hängen geblieben. Da kann man sich wirklich nur mehr wundern. Vielleicht mal wieder in eine Erstsemestervorlesung setzen um die diesbezüglichen Kenntnisse aufzufrischen.

  11. Anders (kein Partner)
    12. Dezember 2014 12:46

    Leserhinweis: Das freie Wort Dr. Erich Schäfer, Wien
    EU-Vertrag ist Kolonialstatut für Europa

    Europa wird immer mehr in amerikanische Kriege und Finanzkrisen verstrickt. Der EU- Verfassungsentwurf (jetzt “Änderungsvertrag”) ist ein neoliberales, kapitalistisches Kolonialstatut der USA für Europa. Die Vasallenschaft europäischer Regierungen soll damit festgeschrieben werden. Die Völker Europas verlieren Selbstbestimmung und demokratische Freiheit. Die schrankenlosen kapitalistischen Grundfreiheiten internationaler Organisationen und Konzerne gelten auch gegenüber den USA und verdrängen humanistische, sozialstaatliche und ..
    weiter hier:
    http://www.krone.at/Das-freie-Wort/Titel-Story-77261

  12. Tik Tak (kein Partner)
    12. Dezember 2014 10:19

    Tja, Unbildung ist beim Unterberger ja schon der Normalbetrieb.

    Hexachlorbenzol (HCB) wird in der Fettschicht von Warmblütern angereichert und kann, je nach Konzentration, zu Leberschäden, Unfruchtbarkeit, OK das ist beim Unterberger wohl kein Thema mehr, und Krebs führen.
    Das kann, entsprechenden Konzentration vorausgesetzt, zum Tod führen.

    Natürlich macht die Dosis das Gift und genau dafür gibt es Grenzwerte.

    Mag ja sein, daß Dummheit und Unbildung einen besser schlafen lassen, aber das ändert ja nichts an den Tatsachen.

    Andererseits ist es ja in manchen Journalistenkreisen "Hip", sein Unwissen an die Öffentlichkeit zu tragen.
    So gesehen, liegt der Unterberger goldrichtig.

    • wolf (kein Partner)
      12. Dezember 2014 10:38

      Greenpeace testet in Labors und stellt eine Grenzwert-Überschreitung fest - sonst nichts.
      Unterberger kostet und meint 'schmeckt eh wie immer - kann also nix sein' - und schimpft über Greenpeace.

      Unterberger-Recherche eben

    • Tik Tak (kein Partner)
      12. Dezember 2014 10:53

      Ja ehh, so Kleinigkeiten wie die Landesinstitute die schon vor Monaten die Grenzwertüberschreitungen festgestellt haben sind ja nicht der Rede wert - wenns Papperl schmeckt :-)

      Wobei mir Greenpeace auch egal wäre, aber als Frühwarnsystem sind die bisweilen noch brauchbar.

      Blos nach der Aktion in Peru sind die für mich endgültig gestorben.

    • wolf (kein Partner)
      12. Dezember 2014 11:23

      Als im Oktober 2010 der Damm MAL Ag in der Nähe von Kolontár brach und die ungarischen Behörden einen Defacto-Info-Stopp verhängten, waren die Leute von Greenpeace die einzigen, die die Bevölkerung mit Informationen ausstatteten, und zwar faktenbasiert, ohne viel Trara.

      In unmittelbarer Nähe hab ich ein altes Bauernhaus. Ich für meinen Teil war Greenpeace sehr dankbar, Boden und Wasser von jemandem zum Mini-Preis überprüfen lassen zu können. Die ungarischen Behörden haben uns im Regen stehen lassen.

    • Tik Tak (kein Partner)
      12. Dezember 2014 11:45

      Ja ehh, kein Widerspruch.

      Aber gerade in Österreich sollte es, und gibt es auch, einen ganzen Rattenschwanz an staatlichen Stellen geben, die sich um solche Dinge kümmern und Informationen auszugeben haben.

      Mit Greenpeace habe ich aber schon wegen einiger Spendenkampagnen ein großes Problem.
      das grenzt einerseits an Erpressung, z.B. die Sache mit den ölverschmiertten Robbenbabies, und andererseits an kulturellen Zestörungswahn, wie die Aktion in Nazcar vor ein paar Tagen.
      Greenpeace hat seinen ursprünglichen Pfad zugunsten eines politischen Machtspiels aufgegeben.
      Daher müssen sie sich erst einmal durch Wahlen legitimieren lassen bevor sie diese Macht auch ausüben dürfen.

  13. Tik Tak (kein Partner)
    12. Dezember 2014 10:09

    Und wieder ein Grund den Dr. iur. zurückzulegen, Unterberger,

    Nicht nur, daß der Prozeß mit dem zu erwartenden Freispruch geendet hat, die Anklage war nach den Bestimmungen des schweizer Strafrechts zwingend.
    Damit ist die Sache für den Beschuldigten ein für allemal sauber erledigt.
    Nur weil ein mutmaßlicher Täter wesentlich älter als ein mutmaßliches Opfer ist und das mutmaßliche Opfer schon mehrfach seine geistigen Besonderheiten bewiesen hat, darf es keinen automatischen Freibrief in solchen Situation geben.

    Jeder Verdacht ist für sich zu betrachten, das hätten Sie schon im ersten Semester eines Jus Studiums lernen können.

    Oder ist Ihr Jus Studium so eines wie das vom Faymann?

    • carambolage (kein Partner)
      12. Dezember 2014 21:01

      Wenn Ihnen der TB-Schreiber so zuwider ist, wundert es mich jedes Mal, warum Sie noch hier lesen und posten.
      Ist das ein innerer Zwang oder sind Sie von jemanden abkommandiert, hier Gast zu sein?
      Da Sie ohnehin jeden Tag fleißig schreiben, könnten Sie doch einen eigenen Blog gründen. Auch da würde ich öfters reinschauen, da viele Ihrer Beiträge schon sehr interessant sind.
      Zum Thema: Jedenfalls ist es nicht normal, wenn eine amtsbekannte Verrückte eine Anzeige macht und jemand sitzt dann tagelang in U-Haft (Verdunkelung, Wiederholungsgefahr, Flucht etc. ist eher auszuschließen)!!!
      Weiters wissen Sie genau, dass die Grenzwerte heutzutage extrem niedrig angesetzt sind. Jede Überschreitung

    • Tik Tak (kein Partner)
      12. Dezember 2014 21:28

      1.) Halte ich das für Unterhaltung und ja, ich kann über Deppen lachen.
      2.) Jeden Tag? Sie träumen
      3.) Nein, die StPO und das StGB der Schweiz sind da völlig anderer Meinung, übrigens wäre das auch in Österreich nicht anders.
      4.) Wollen Sie Gesetze und Normen als hinfällig ansehen weil der Unterberger keine Angst hat?

  14. Haider
    10. Dezember 2014 23:12

    Der sogenannte Weinskandal Österreichs 1985 war ein selbstinszenierter Medienhype. Unser Glykolwein war bestimmt frostsicher, der ein Jahr später aufgedeckte italienische Weinskandal war jedoch todsicher. In Österreich wurde die Finanz betrogen (eventuell auch Kunden). In Italien starben Konsumenten (wen’s näher interessiert: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519771.html ). Wenn das Wort „Weinskandal“ fällt, dann denkt weltweit kein Mensch an Italien, alle nur an Österreich. Danke Journaille (der akustische Gleichklang zu Kanaille geschieht bewußt).

  15. Haider
    10. Dezember 2014 22:52

    Blöde Frage: Sanktioniert nicht die Erhöhung der Auflage in allen Medien Lug und Trug? Mit fällt ad hoc sofort eine fast Gratis-Postille ein, in der nichteinmal das Erscheinungsdatum stimmt. Im ORF agiert unter vielen anderen "Redakteuren" ein Ed Moschitz genau nach diesem Muster [ausschließlich Quote zählt!] - und darf somit ungeniert öffentlich-rechtlich weitermanipulieren. Alle sieben relevanten Tageszeitungen Österreichs schreiben ein und denselben Schmus (vielleicht die eine mit mehr lateinischen Zitaten, dafür die andere mit vorderasiatischen); alle drei öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bringen einen Nachrichten-Einheitsbrei. Metternich wäre heute in Österreich arbeitslos!

  16. Anton Volpini
    10. Dezember 2014 21:47

    Der kärnter Giftskandal ist kein Giftskandal.

    Er wurde von den Medien aufgeblasen. Ich habe viele solcher Lebensmittelskandale miterlebt, sie gehören zu meinem Tagesgeschäft, und haben alle denselben Ablauf.

    Dieser Skandal wurde von den Bundespolitikern den Medien aufoktroiert, um den Griss-Bericht aus unserer Wahrnehmung zu nehmen. Der Griss-Bericht hat die Republik in ihren Grundfesten erschüttert, und damit unserer herrschenden Politik jegliche Legitimität genommen.
    Doch unsere Politiker glauben durch Wahl legalisiert zu sein.
    Carl Schmitt läßt mit "Legalität oder Legitimität" schön grüßen.

    • machmuss verschiebnix
      10. Dezember 2014 22:18

      Aha - dann bleibt zu hoffen, daß sich ein paar Landes-Fürsten zusammentun und
      die Öffentlichkeit aufklären - aber nicht via ORF, sondern via ARD od. andere, noch
      lieber gehörte Nicht-ORF-Sender !

    • Haider
      10. Dezember 2014 23:23

      Natürlich wäre der Griss-Bericht ein Hammer. Aber nur, wenn ihn die Bevölkerung auch verstünde. Die Regierung vernebelt jedoch bewußt und wird dabei von den gekauften/erpreßten/bestochenen Medien nach Kräften unterstützt. Dafür werden Rot-Schwarz das nächste Mal auch wieder gewählt ("die dümmsten Kälber wählen den Metzger selber"). In Österreich sind ausschließlich bereits Tote schuldig und auch nur dann, wenn sie nicht mehr zur Nomenklatura zählen.

  17. terbuan
    10. Dezember 2014 21:16

    A.U.: "Die Welt ist voller echter Skandale und Verbrechen. Es würde daher vollauf reichen, wenn wir uns um die kümmern würden"

    Wie wäre es z.B. mit einem objektiven Kommentar über den Skandal und die Verbrechen bei den Folterungen in den CIA-Gefängnissen in Polen?

    • machmuss verschiebnix
      10. Dezember 2014 22:13

      Äh - terbuan, war das nicht der Putin [ blöd kicher ]

    • Tik Tak (kein Partner)
      12. Dezember 2014 10:26

      terbuan, keine Angst, das mit dem HCB ist ein echter Skandal, das Zeug gehört zu den 10 schlimmsten Umweltgiften die auf dem Markt sind.
      Da hat es in der Vergangenheit tatsächlich Tote gegeben, auch wenn dort die Konzentration weit höher war als in Kärnten.
      HCB reichert sich leider im Fettgewebe an und daher ist die Reaktion durchaus richtig und das ganze tatsächlich ein Skandal, aber eben ein schleichender solcher.
      Würde man die Situation ignorieren, es würden nach einigen Jahren die Krankheitsraten und die Sterberaten statistisch nachweisbar ansteigen.
      Das Zeug produziert Krebs.

      Was den Skandal mit dem Folterbericht über die Ära Bush anbelangt, der Unterberger schweigt und stimmt zu, das sind schließlich seine großen Vorbilder.
      Auch nicht neu.

      Den Griss Bericht hat er ja nicht verstanden.

      Aber, das sind halt Dinge, die man dem Putin nicht vorwerfen kann.
      Wenngleich, der war doch sicher auch schon mal in Kärnten und wenn er nur drübergeflogen ist.

      Na bitte, der Putin wars und die Pyrkergasse ist wieder im Lot :-)

  18. machmuss verschiebnix
    10. Dezember 2014 19:06

    OT :

    Hr. Cap war im Parlament am Rednerpult und hat sich für das österreichische System
    stark gemacht , hat die übliche Laier runtergebetet - wie weit voran wir international liegen ...
    und » ..das lassen wir und nicht kaputt ...«
    Wie gerne hätte ich rausgeschrien: Verstehe, ihr wollt es selber kaputt machen,
    seid's ja am besten Weg dazu

    .

  19. Brigitte Imb
    10. Dezember 2014 17:13

    Noch ein OT, pardon.

    Obwohl Ö pleite ist, leisten wir für das Klima 25 Mio. US Dollar. Die Abzocke ist unerträglich und wird punkto Klima nichts bewirken.

    http://orf.at/#/stories/2257140/

    Aber sind wir froh nur zahlen zu dürfen, für Klimaleugner fordert ein geistig Umnachteter die Todesstrafe.

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article135182303/Wie-waers-mit-der-Todesstrafe-fuer-Klimaleugner.html

    • fewe (kein Partner)
      12. Dezember 2014 03:59

      Das ist einfach eine Neuauflage des Ablasses. Früher der strafende Gott, heute die strafende Natur. Nicht wirklich neu, aber es ist wieder ein Bombengeschäft. Und heute bezahlt von Politikern, die in die vollen fremden Kassen greifen können. Die passenden Gesetze können sie sich praktischerweise selbst beschließen. Die Mafia erblasst vor Neid.

      Woher das Wasser für die 70m höheren Meeresspiegel kommen sollte, würde ich gerne wissen. So ein Schwachsinn.

      Freilich wird es wärmer werden, aber es wird eher mehr wachsen können. So viel heizen zu müssen ist ja nicht wirklich erstrebenswert. Seit der kleinen Eiszeit wird es halt wieder wärmer. Früher war es in Grönland wärmer, deswegen der Name.

  20. Brigitte Imb
    10. Dezember 2014 13:02

    OT - Die Systemmedien leiden. Recht so. Die NZZ wird auch bereits dazu gezählt, ihr Chefredakteur ,Markus Spillmann, wurde an die Luft gesetzt. Vielleicht gibt´s bald einen zweiten guten Blog. :-)

    http://www.unzensuriert.at/content/0016646-Zu-gro-spurig-NZZ-Chefredakteur-nach-Mediengipfel-Lech-abberufen

  21. Gerhard Pascher
    10. Dezember 2014 12:36

    Warum die Kärntner Grenzwerteüberschreitungen mit dem Züricher Freispruch einer angezeigten Vergewaltigung in einem gemeinsamen Aufsatz nennen?

    Grenzwerte sind eben einmal da, um "Grenzen" für die Verursacher zu setzen. Natürlich gibt es bei geringer Überschreitung nicht gleich dadurch verursachte Todesfälle, wie auch eine Brücke mit einem ausgewiesenen Maximalgewicht von 15 Tonnen nicht schon bei 16 Tonnen zusammenfällt. Tatsache ist, dass man diese Überschreitungen monatelang verharmlost hatte und auch jetzt noch völlig falsch reagiert. Der beteiligte Zementhersteller hat ein völlig falsches Krisenmanagement gezeigt und gibt daher der sensationslüsternen Medien (inkl. diesem Blog) weitere Nahrung in dieser Angelegenheit.

    Ich erinnere da an eine Geschichte, welches sich vor einigen Jahren in den USA abgespielt hatte. Da wurden in einigen wenigen Flaschen des französischen Mineralwassers Perrier Glassplitter entdeckt. Diese Firma hat sofort sämtliche Lagerbestände in den USA zurückgerufen und mit großem Aufwand medienwirksam vernichtet. Anschließend wurde die Geschäfte mit frischer Ware beschickt und der Umsatz ist rapide angestiegen. Es gibt dazu eigene Agenturen, welche aus so einem geschäftlichen Minus ein Plus machen können.

    Noch zu Zürich: es ist eine bekannte Tatsache, dass sich manche lebenslustige Damen von Prominenten mit viel Geld durch solche Anzeigen Geld erhoffen. Nicht nur Staatsanwälte und Richter sind da gefordert, auch Anwälte nehmen sich solcher Sachen gerne an, um zu Publicity und ggfs. auch zu Geld zu kommen.

    • Nestor 1937
      10. Dezember 2014 13:19

      .
      Vielleicht liegt A.U. mit seiner Gelassenheit falsch....

      Aber wer die Verhältnisse in Kärnten kennt, weiß, daß die Eigentümerfamilien des Wietersdorfer Zementwerkes mit dem Geld ihres sehr erfolgreichen internationalen Baustoffkonzerns sehr wohl zur Wahrung ihrer Interessen umzugehen wissen ...

  22. Wolfgang Bauer
    10. Dezember 2014 11:05

    Ceterum censeo: 'Prudence mainstreaming' statt 'gender mainstreaming'!

  23. Norbert Mühlhauser
    10. Dezember 2014 10:07

    Wo sich also naturgemäß auch kein Udo Jürgens als Entlastungszeuge melden kann, weil über den Prozess gar nicht berichtet wird.

    Recht so, Herr Unterberger!

    Ein weiterer Skandal ist, dass unsere Medien, wie weiland im Ostblock, überhaupt nicht darüber berichten, dass die Absetzung des vormaligen ukrainischen Staatschefs Janukowitsch unter Verstoß gegen die ukrainische Verfassung erfolgte.

  24. Josef Maierhofer
    10. Dezember 2014 08:04

    Der letzte Absatz gilt uneingeschränkt. Hast Du nichts in der Öffentlichkeit, was Dir helfen kann, dann bist Du der Willkür des 'Mainstreams' ausgeliefert, denn die Medien-Öffentlichkeit ist leider der 'Mainstream' und der scheut auch vor solchen Taten nicht zurück, pfui Teufel.

    Zum Kärnter Milchskandal kann ich nur sagen, dass noch niemand weiß, wie sich die erhöhten Werte des Giftes auswirken, denn ich meine auch niedrigere Werte (also 'zulässige') werden auf Dauer die gleiche Wirkung zeigen wie erhöhte Werte auf begrenzte Dauer. Ich stehe auf dem Standpunkt nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen. Ist unsere Gesellschaft wirklich so blöd das zu begreifen? Da werden hunderte Bauern ruiniert, statt die den Schaden verursachende Industrie zur Verantwortung zu ziehen, da werden die Menschen rebellisch gemacht. Ja, der Landesrat soll sich verteidigen müssen, wenn er daran Mitschuld hat oder die honorigen, politverhafteten, Industriellen (meist Geld für Genehmigung), die sollen die Suppe, die sie eingebrockt haben, auslöffeln. Können sie nicht, sind ja inzwischen ganz sicher pleite.

    Daran geht unser Staat zugrunde, an Verantwortungslosigkeit. Oben, wie unten.

    • Josef Maierhofer
      10. Dezember 2014 11:01

      Zusatz: Außerdem gilt dieser Skandal und sein Hochspielen zum Ablenken der Hypo Affäre, in dem genau unsere jetzigen Politiker und die ganze 'honorige' Klientelgesellschaft, von Jagdgesellschaft bis Annoncenritter auf Staatskosten heftigst involviert sind, wie von Dr. Griss bewiesen wurde.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung