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Die Bundesheer-Blasmusik ist gerettet

So sieht Sparen auf österreichisch aus. Die Koalition hat sich geeinigt. Es werden nicht so viele Kasernen zugesperrt und nicht ganz so viele Panzer außer Dienst genommen wie ursprünglich geplant. Es gibt mehr Geld für die Miliz. Aber vor allem: Alle neun Bundesländer behalten eine – wenn auch etwas verkleinerte – Militärmusik.

Es gibt aber keinen Ton dazu, wo statt dessen gespart würde. Die Musik ist in Österreich offenbar die für die Verteidigung wichtigste Einheit.

Damit haben sich wieder einmal die Landeshauptleute durchgesetzt, die halt gerne jeder eine „eigene“ Musikkapelle haben. Die immer nur das Geld anderer ausgeben, die mit verschränkten Armen den Bund in immer tiefere Schulden hineingleiten sehen. Und die Regierung kann sich gegen sie weiterhin nicht durchsetzen.

Selten hat sich die Notwendigkeit einer effizienten Landesverteidigung so deutlich gezeigt wie durch die Kriege 2014. Aber die Wünsche von Bürgermeistern (Kasernen) und Landeshauptleuten (Musik) erhöhen die Verteidigungsbereitschaft mit Gewissheit nicht.

Das ist offensichtlich ein Sieg der ÖVP gegen die schwer angeschlagene Faymann-SPÖ. Ein glaubwürdiger Verfechter der Notwendigkeit von Landesverteidigung UND Sparzwängen ist die ÖVP damit sicher nicht geworden. Sechs Panzer sind zwar ein Mini-Pluspunkt für die Landesverteidigung. Kasernen und Musikkapellen aber sicher nicht.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 18:57

    Seit der preußische Militärmusikkomponist, Johann Gottfried Piefke, uns Österreichern nach einer verlorenen Schlacht am Marchfeld in Wien den Marsch geblasen hat, wissen wir, wie wichtig Militärkapellen sind. :-)

    Die ganze Diskussion über Kasernenschließungen und Militärkapellen dient nur der Verschleierung der Tatsache, daß unser Verteidigungsminister und der Generalstab intensiv an der Schaffung eines Berufsheeres arbeiten.
    Ungeachtet eines Volksentscheides setzen sie sich über den Willen des Souveräns hinweg. Aber das beobachten wir ja auf allen politischen Fronten.

    Weil aber bald Weihnachten ist, und wir als österreichischer Souverän unseren Frieden haben wollen, lassen wir sie halt gewähren. Wohl im Bewußtsein, daß Blasmusikkapellen eine ureigenste Einrichtung unserer Österreichischen Identität sind. Und alle Zerstörer unserer Identität spätenstens an Blasmusikkapellen scheitern werden. :-))

    Darum laßt uns den Weihnachtsfrieden genießen. Ich wünsche Euch allen ein ruhiges und besinnliches Fest.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 17:04

    Was wollen wir mit diesem Operettenstaat und dieser Operettenregierung mit dem Binnen I, die brauchen doch nur a 'Musi' und a Bier. Nur ja kein Heer, außer eben die 'Musi'.

    Hilflos und ineffizient.

    Sollen doch die Länder ihre eigenen Probleme selbst lösen, selbst die Steuern dafür einheben und machen wir, wie in der Schweiz, halt eine Bundesregierung, deren Aufgabe sicher die Landesverteidigung sein muss und heben wir halt Ländersteuern und Bundessteuern ein. Vielleicht schaffen wir es noch für 100,- Euro 120 Euro Steuern zu zahlen, damit unsere Politik und Beamten -Haute Volaute hoch leben kann.

    Wie wäre es denn mit 1 General fürs ganze Land ?

  3. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 16:04

    Eine Frage, die mir bis jetzt niemand beantwortet hat und die wahrscheinlich niemand beantworten kann:

    Wo liegt das Einsparungspotential bei der Militärmusik.
    Das (beamtete) Kaderpersonal muss weiter beschäftigt werden.
    Einsparung null.
    Die Rekruten kommen in Zukunft nach der Grundausbildung nicht mehr zur Militärmusik, sondern zu anderen Einheiten.
    Einsparung null.
    Musikinstrumente kommen, soviel ich von meinen Musikern vernommen habe, inzwischen aus Landesgeldern und Blasmusikverbänden. Buskosten für Ausrückungen übernehmen die Landesblasmusikverbände.
    Einsparung null.

    Schon möglich, dass ein kleines Militär keine eigene Musik braucht, aber dann braucht sie auch keine hundert Generäle, deren Tages'arbeit' ein durchschnittlicher Beamter in 20 Minuten erledigen kann.

    Wo also liegt das Einsparungspotential? Ich erwarte keine Antwort, denn die kann mir niemand geben. Österreichische Politik liefert außerdem nur merkwürdige und undurchschaubare Maßnahmen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 15:52

    Nix ist mit "Ohne Geld ka Musi", jetzt heißt es "Ohne Geld a klane Musi" aber die gleich 9mal für jeden Landesfürsten!

  5. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 17:16

    Es ist kein Sieg für irgendjemanden, wenn man 2 desolate Kasernen den Dorfkaisern zuliebe am Leben erhält, eher wieder ein Beweis korrupter Mauschelei. Mein Sohn hatte gerade in Horn Grundausbildung - diese Ruine ist nur mit dem Bulldozer zu sanieren.
    All diese politischen Alibihandlungen ändern nichts an der strukturellen Misere und an dem fehlenden Bekenntnis zu einer umfassenden Landesverteidigung durch die Politik (das Volk hat ja bereits ein klares Votum gegeben) - ganz im Gegenteil - es verschlingt nur sinnlos Geld , das woanders dringender benötigt wird.
    Aber das Ganze ist ein Sittenbild einer korrupten Nomenklatura, die sich um das Votum der Bürger einen Dreck schert und aus Angst vor dem Zahltag die Exekutive handlungsunfähig macht.

  6. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 15:33

    Das Dienstrecht bei Bundesheer ist der wahre Kostentreiber - und da geschieht seit vielen Jahren nichts:

    Ein jeder Offizier klettert auf der Karriereleiter bis zum Brigadier.

    Ein jeder Unteroffizier klettert auf der Karriereleiter bis zum Vizeleutnant.

    DA müsste es eine Änderung geben: Bei den Personalkosten.

    Oder ist es wirklich so dass der Herr Minister Klug & die anderen Politiker gegen die allmächtige Personalvertretung (= Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) im BMLV keine Chance haben?

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2014 22:22

    Die Militärmusiker könnten wir uns locker leisten, würden nicht sinnlos Milliarden verschwendet werden.

    Höchste Zeit den Politikern und Systemmedienfritzen den Marsch zu blasen.

    Bitte ein wenig über die Grenze schauen, dort tut sich was.

    http://www.pi-news.net/2014/12/bogida-spaziergang-mit-ehrenspalier/


alle Kommentare

  1. Clemens Taferner (kein Partner)
    30. Dezember 2014 18:54

    Unterschätzen Sie bitte die unbewusste Wirkung von Musik nicht.

  2. Einspruch! (kein Partner)
    27. Dezember 2014 11:11

    Ein Land, von dem die SPOe dauernd hinausposaunt, dass es eines der reichsten Länder von Europa/derWelt/des Universums ist, leistet sich keine militärische Landesverteidigung mehr. Das ist eine völlig unnötige, unverantwortliche, verbrecherische Bankrotterklärung unserer Eigenstaatlichkeit, eine Einladung für jeden politischen Rowdy, sich bei uns zu holen, was er will. Die derzeitigen Politiker, die sicher alle nicht beim Heer waren, wozudennauch, net, werden dann sicher irgendwo im Ausland sitzen und damit natürlich nix, aber schon garnix zu tun gehabt haben. Aber ein taxifahrender Kanzler und ein Beschwichtigungshofrat als Oberkommandeur . . . was will man von denen eigentlich erwarten?

  3. peter789 (kein Partner)
    26. Dezember 2014 19:51

    Übrigens:

    Der US-Kongress hat ein Gesetz zu Waffenlieferungen ("tödliche Militärausrüstung") an die Ukraine und neuen Sanktionen gegen Russland verabschiedet.

    !!!!

    www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/mehr-us-hilfe-fuer-die-ukraine.html

  4. 3.Tenorhorn (kein Partner)
    26. Dezember 2014 18:56

    Militärmusik
    Die Abschaffung wäre ein kultureller Schaden. Die Präsenzdiener, welche sich zur Musik melden, verpflichten sich auch zu einem verlängerten Präsenzdienst!
    Beispiel: Bei unserer Musikkapelle spielte eine Klarinette. Der junge Mann war bei der Militärmusik. Kam perfektioniert zurück, studierte am Konservatorium, trat jahrelang in Baden auf und ist jetzt in der Volksoper in Wien zu sehen. Die Militärmusik hat ihm auf seinem Lebensweg sehr geholfen!
    Nue Banausen sind für eine Abschaffung der Militärmusik!.

  5. Sensenmann
    26. Dezember 2014 13:29

    Die Widerwärtigkeit der Politik ist nicht zu überbeiten. Die Kasernen marode aber komischerweise für unsere Burschen gut genug, für fremdvölkisches Eindringlinge aber als Asylquartiere "menchenunwürdig". Erstaunlich mit welcher Geduld das unsere wehrwillige Jugend erträgt, daß man sie als Zukunft des Landes so hausen lässt, während man fremdvölkischem Pack Zucker in den Hintern bläst (unsere Soldaten haben seltsamerweise keine Bediensteten, die ihnen täglich die Unterkunft putzen). Glücklich ein Staat, der solche Schlafschafe als Untertanen hat.
    Diverse Landeshauptleute können jetzt sagen, was sie nicht alles "herausverhandelt" haben. Gerade der notorische Infrastrukturzerstörer und Lügner Pröll kann sich nun wieder plustern.
    Welch ein Sieg für die ÖVP, daß wir nun 9 Militärmusikkapellen haben, aber keine kämpfende Truppe, keine taugliche Ausrüstung und keine schweren Waffen.
    An diesen Zuständen sieht man schon, was die "Spezialisten des Berufsheeres" wert sind. Ein Reservist wäre nämlich nie auf die Idee gekommen, untaugliche Gurtkästen für das MG anzuschaffen, eine miese Lafette für dasselbe oder etwa darauf, die Munitionsbestände an amerikanische Munitionshändler zu verschleudern anstatt sie wenigstens den eigenen Reservisten bei Interesse als Sportmunition zu verkaufen, wenn man sie schon nicht für die Ausbildung verwenden will. Von den tollen Beschaffungen diverser KFZ (offenbar ließ sich dieser Klug bei seinen Freuden vom IS inspirieren, die auch mit derlei Pickup-Trucks raubend und mordend durch die Gegend brausen) und Ausrüstungsgesgenstände (ja, Handgranatentaschen in die keine Handgranaten passen) ganz abgesehen. Wenn dann noch die Lakeiteln dem Minister einen KFZ-Überbestand melden (den diese Armee niemals in ihrer Geschichte hatte) werden eben Fahrzeuge, deren Reparatur mehr als 1000 Euros kosten würde, versteigert. Nebst anderer sündteurer Ausrüstung, die wir mühsam erworben haben, bis hin zum kompletten Feldspital und der halben Sanitätsausrüstung...

    So wird unter Aufsicht der ÖVP - und NUR DIESE ist an all den Zuständen schuld - dieser Staat vollkommen zerschlagen.
    Wobei mich der STAAT als solches ja nicht stören würde, ist ein solcher ja nur ein zeitlich begrenztes Konstrukt für das Zusammenleben von Menschen innerhalb eines bestimmten Gebietes und das Staatsvolk kann sich jederzeit einen anderen Staat schaffen, der ihm besser geeignet erscheint. Aber es ist die SUBSTANZ des Staates, die hier zerstört wird: Heer, Polizei, Bahn, Industrie und nicht zuletzt das Volk selbst.

    Aber das Volk regiert eben nun einmal. Das Ergebnis war bisher jedesmal schrecklich.
    Auch das "Friedensprojekt" EU wird in Krieg und Elend enden. Das wollten aber sogar satte 2/3 so haben. Wenn sich die Intelligenten nicht engagieren, dann herrscht eben die Dummheit und die Ungebildetheit.
    Sagte ich schon, daß Demokratie auch den kollektiven Selbstmord mit 50% + 1 Stimme beinhaltet?

  6. cmh (kein Partner)
    25. Dezember 2014 17:43

    Beim Militär könnte man einmal etwas von Mulitikulti lernen. Hier aus NZ:

    https://www.youtube.com/watch?v=-rDoV0EBu44

  7. Dr. Knölge (kein Partner)
    25. Dezember 2014 17:29

    Musik ist wichtig! Man muß sie nur nervenzerfetzend genug spielen, dann flüchtet der Feind noch vor dem ersten Schuss.
    Deswegen haben die Schotten ja den Dudelsack erfunden.

    • heartofstone (kein Partner)
      25. Dezember 2014 21:47

      Nichts geht über den "Sound" einer Geschützbatterie im Salventakt die die gegnerischen Stellungen zerfetzen ... Dudelsackmusik mag ich ;)

  8. Dr. Otto Ludwig Ortner
    24. Dezember 2014 18:20

    Zu Volpini:
    Dieser äußert die Meinung: Wir - die Staatsbürger - sind die Souveräne der Republik Österreich. Dem ist zu widersprechen: Der "Souverän" ist die Republik, in deren Namen Recht gesprochen wird. In der Bundesrepublik Deutschland allerdings "im Namen des Volkes"- wie man erleben konnte, eine gefährliche Drohung, die insbesondere in der entschädigungslosen Enteignung des ostelbischen Adels zum Ausdruck kam, weil CDU - Politiker "die Adeligen" nicht mögen, sowie in der weltweiten Verleumdung - wider besseres Wissen - des in Ehren ergrauten österreichischen Staatbürgers Dr. Kurt Waldheim. Solange am Bundestag das Motto prangt "im Namen des Volkes" dürfen die Besatzungstruppen nicht abziehen. Denn ein "souveränes deutsches Volk" ist eine öffentliche Gemeingefahr.

  9. Gerhard Pascher
    24. Dezember 2014 11:43

    Der Volksmund sagt: Ohne Geld, keine Musik.
    Minister Klug ist total überfordert, denn er hatte einen Saftladen übernommen und ist bisher bei allen Rationalisierungen und gkleichzeitigen Effizienzsteigerungen gebremst werden.

    Ich wiederhole mich nochmals:
    Zusperren und Neuanfang mit weniger Leuten. unter dem Motto: klein aber fein. Nur ein kleines Berufsheer kann in der heutigen Zeit plötzlichen Herausforderungen begegnen. Ich weiss, es gibt noch genug Leute - auch hier im Diskussionsforum - , welche die Wehrpflicht verteidigen, aber der Zug geht international eindeutig in Richtung Berufsheer. Der Volksentscheid vor fast zwei Jahren war ja eigentlich eine Abstimmung über den Zivildienst, welchen die Mehrheit der Bürger auch weiterhin haben wollen.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      25. Dezember 2014 20:37

      Natuerlich geht der Zug international in Richtung Berufsheer. Haetten Sie was Anderes erwartet? Kein Machthaber will Waffen in den Haenden der Normalbevoelkerung. Sie halten sich ein kleines Soeldnerheer zur Unterdrueckung von Aufstaenden und nennen es Landesverteidigung.

  10. socrates
    24. Dezember 2014 09:02

    Besser wir zahlen für das BH als für die Aufrüstung der Ukraine !

  11. Spiegelfechter
    24. Dezember 2014 04:55

    Die allgemeine Wehrpflicht ist unverzichtbar, denn nur diese ermöglicht Wehrdienstverweigerer, denn nur solche müssen Wehrersatzdienst leisten und können als Zivildiener teils an teils nützliche Einrichtungen und Organisationen, teils an nutzlose politische Vereine zugeteilt werden. So streckt man gesundheits- und pflegedienstliches Personal mit zwar unausgebildeten, aber billigen Kräften und subventioniert politische Günstlinge.

    Fragen militärischer Effizienz oder demokratiepolitische Überlegungen (Volks- oder Berufsheer?) sind dabei nicht von Interesse.

    Allerdings muss es auch eine militärische Organisation mit entsprechender Aufgabenstellung geben, und dafür ist die flächendeckende Blasmusikversorgung eine hervorragende Wahl, weil billig und zugleich weithin populär.

  12. Brigitte Imb
    23. Dezember 2014 22:22

    Die Militärmusiker könnten wir uns locker leisten, würden nicht sinnlos Milliarden verschwendet werden.

    Höchste Zeit den Politikern und Systemmedienfritzen den Marsch zu blasen.

    Bitte ein wenig über die Grenze schauen, dort tut sich was.

    http://www.pi-news.net/2014/12/bogida-spaziergang-mit-ehrenspalier/

  13. Anton Volpini
    23. Dezember 2014 18:57

    Seit der preußische Militärmusikkomponist, Johann Gottfried Piefke, uns Österreichern nach einer verlorenen Schlacht am Marchfeld in Wien den Marsch geblasen hat, wissen wir, wie wichtig Militärkapellen sind. :-)

    Die ganze Diskussion über Kasernenschließungen und Militärkapellen dient nur der Verschleierung der Tatsache, daß unser Verteidigungsminister und der Generalstab intensiv an der Schaffung eines Berufsheeres arbeiten.
    Ungeachtet eines Volksentscheides setzen sie sich über den Willen des Souveräns hinweg. Aber das beobachten wir ja auf allen politischen Fronten.

    Weil aber bald Weihnachten ist, und wir als österreichischer Souverän unseren Frieden haben wollen, lassen wir sie halt gewähren. Wohl im Bewußtsein, daß Blasmusikkapellen eine ureigenste Einrichtung unserer Österreichischen Identität sind. Und alle Zerstörer unserer Identität spätenstens an Blasmusikkapellen scheitern werden. :-))

    Darum laßt uns den Weihnachtsfrieden genießen. Ich wünsche Euch allen ein ruhiges und besinnliches Fest.

  14. oberösi
    23. Dezember 2014 17:55

    Für die überwiegende Zahl aktiver Offiziere war gerade die Volksabstimmung übers Heer der Selbstmord. Denn das Freiwilligenheer in heutiger Form ist à la longue um vieles teurer und ineffizienter als eine kleine, dafür besser ausgerüstete und motivierte Profi-Truppe. Die hätten wir uns mit den vorhandenen Mitteln vielleicht noch leisten können.

    Und komme mir keiner mit dem Argument, was wäre dann mit der Neutralität oder dem allgemeinen Wehrgedanken.

    Das eine wie das andere gibt es längst nicht mehr, ist der heutigen "Zivilgesellschaft" im höchsten Maße suspekt.

    Heißt: der Zug ist abgefahren, definitiv. Wir bleiben besetztes Gebiet, wirtschaftlich und politisch. Und dämmern der Übernahme durch ein vitaleres Volk entgegen. Dies allerdings mit Grandezza, Stil und dem Dünkel moralischer Überlegenheit!

    • Erich Bauer
      23. Dezember 2014 18:27

      Ich weiß nicht wieviele Offiziere lieber Landsknechte sein wollen... möglicherweise mehr, als man glaubt. UND "unsere" Polit-Darsteller werden ganz gewiss die "Landsknecht-Agenda" durchsetzen. Zumindest WOLLEN sie das... Die Landsknechte der West-Ukraine schießen mit Bomben und Granaten auf die eigene unstatthafte Bevölkerung.. die Ost-Ukrainer. Funktioniert doch!

      Wer seine äußere Sicherheit Landsknechten übergeben will, will einfach nur staatenlos herumirren... Trotzdem: Gesegnete Weihnachten...

    • dssm
      23. Dezember 2014 19:02

      @oberösi
      Was soll jetzt ein 'mit den vorhandenen Mitteln' heißen.
      Wir haben die höchste Steuerquote aller Zeiten. Unsere Steuerquote bringt uns unter die drei 'Besten' in Europa, vielleicht sind wir sogar die Nummer Eins.
      Wie viel mehr soll denn der Finanzminister noch stehlen, damit dieser Dreckststaat endlich seinen Kernaufgaben nachkommen kann?
      Kleiner Hinweis, wir sind jetzt bei 60 - 75 %, je nach Zählung, würden 99% reichen? Oder doch besser 101%?

    • oberösi
      23. Dezember 2014 22:12

      @dssm

      Da können Sie schimpfen wie ein Rohrspatz und mit Argumenten kommen, wie sie wollen: dieser "Drecksstaat" wird das Geld für anderes ausgeben als für Verteidigung.
      Zum Beispiel für Bestechnung des Wählerprekariats.

      Wer nicht bereit ist, für seine Freiheit mit allen Mitteln, auch mit militärischen, einzustehen, verdient sie nicht. Und hat sie über kurz oder lang auch nicht mehr.

      So schaut´s aus.

      Aber getrost, dafür verteidigt das Wurst die Freiheit (oder das, was immer mehr Europäer darunter verstehen) beim Songcontest,

      gute Nacht und frohe Bescherung!

    • oberösi
      23. Dezember 2014 22:52

      @ Erich Bauer

      Klar wird die Landsknecht-Agenda gespielt, Söldner haben tatsächlich den Vorteil, daß sie in beide Richtungen einsetzbar sind.
      Irgendwer muß ja der möglichen ungehörigen Nazi-Zusammenrottungen und Riots wie Pegida Herr werden, sollten die irgendwann außer Kontrolle geraten.
      Oder ewig Gestrige, die den Ausspruch des ehemaligen Bundesbank-Chefvolkswirtes Otmar Issing für bare Münze nehmen, Bargeld sei geprägte Freiheit....

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. Dezember 2014 16:45

      Werter oberösi, da ich in Ihnen einen militärischen Fachmann vermute, ersuche ich Sie hier darzulegen, wie für Sie "eine kleine, dafür besser ausgerüstete und motiviertere Profi-Truppe" aussehen würde. Insbesondere erwarte ich Ihre Vorschläge betr. Größe, Bewaffnung, Ausrüstung, Diensrecht und Verpflichtungsdauer der Berufssoldaten, weiters auch Angaben darüber, was mit den älteren und nicht mehr truppendiensttauglichen Berufssoldaten nach Ende deren Dienstzeit geschehen soll. Außerdem würde mich interessieren, wie hoch Sie die Bezahlung dieser Berufssoldaten in den verschiedenen Rängen und Verantwortungsbereichen ansetzen würden. Wenn Sie Ihre Vorschläge finanziell noch in Relation zum gegenwärtigen ÖBH setzen könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden.
      MfG

  15. Obrist
    23. Dezember 2014 17:16

    Es ist kein Sieg für irgendjemanden, wenn man 2 desolate Kasernen den Dorfkaisern zuliebe am Leben erhält, eher wieder ein Beweis korrupter Mauschelei. Mein Sohn hatte gerade in Horn Grundausbildung - diese Ruine ist nur mit dem Bulldozer zu sanieren.
    All diese politischen Alibihandlungen ändern nichts an der strukturellen Misere und an dem fehlenden Bekenntnis zu einer umfassenden Landesverteidigung durch die Politik (das Volk hat ja bereits ein klares Votum gegeben) - ganz im Gegenteil - es verschlingt nur sinnlos Geld , das woanders dringender benötigt wird.
    Aber das Ganze ist ein Sittenbild einer korrupten Nomenklatura, die sich um das Votum der Bürger einen Dreck schert und aus Angst vor dem Zahltag die Exekutive handlungsunfähig macht.

    • logiker2
      24. Dezember 2014 08:49

      klare und richtige Feststellung zum gegenwertigen Politrotz, vorallem der letzte Absatz.

  16. Josef Maierhofer
    23. Dezember 2014 17:04

    Was wollen wir mit diesem Operettenstaat und dieser Operettenregierung mit dem Binnen I, die brauchen doch nur a 'Musi' und a Bier. Nur ja kein Heer, außer eben die 'Musi'.

    Hilflos und ineffizient.

    Sollen doch die Länder ihre eigenen Probleme selbst lösen, selbst die Steuern dafür einheben und machen wir, wie in der Schweiz, halt eine Bundesregierung, deren Aufgabe sicher die Landesverteidigung sein muss und heben wir halt Ländersteuern und Bundessteuern ein. Vielleicht schaffen wir es noch für 100,- Euro 120 Euro Steuern zu zahlen, damit unsere Politik und Beamten -Haute Volaute hoch leben kann.

    Wie wäre es denn mit 1 General fürs ganze Land ?

    • Hans24
      24. Dezember 2014 20:14

      Aber Josef, wo willst die vielen Generäle und Möchtegerngeneräle in der freien Wirtschaft unterbringen? Eher ist ein Viereck rund........

  17. machmuss verschiebnix
    23. Dezember 2014 16:07

    Wo ist bloß die Zeit geblieben, in der man mit Widderhörnern die Stadtmauer (von Jericho)
    zum Einsturz brachte ? Ahhh - deshalb die Militärmusik [muahah]

  18. Sandwalk
    23. Dezember 2014 16:04

    Eine Frage, die mir bis jetzt niemand beantwortet hat und die wahrscheinlich niemand beantworten kann:

    Wo liegt das Einsparungspotential bei der Militärmusik.
    Das (beamtete) Kaderpersonal muss weiter beschäftigt werden.
    Einsparung null.
    Die Rekruten kommen in Zukunft nach der Grundausbildung nicht mehr zur Militärmusik, sondern zu anderen Einheiten.
    Einsparung null.
    Musikinstrumente kommen, soviel ich von meinen Musikern vernommen habe, inzwischen aus Landesgeldern und Blasmusikverbänden. Buskosten für Ausrückungen übernehmen die Landesblasmusikverbände.
    Einsparung null.

    Schon möglich, dass ein kleines Militär keine eigene Musik braucht, aber dann braucht sie auch keine hundert Generäle, deren Tages'arbeit' ein durchschnittlicher Beamter in 20 Minuten erledigen kann.

    Wo also liegt das Einsparungspotential? Ich erwarte keine Antwort, denn die kann mir niemand geben. Österreichische Politik liefert außerdem nur merkwürdige und undurchschaubare Maßnahmen.

  19. terbuan
    23. Dezember 2014 15:52

    Nix ist mit "Ohne Geld ka Musi", jetzt heißt es "Ohne Geld a klane Musi" aber die gleich 9mal für jeden Landesfürsten!

  20. Freak77
    23. Dezember 2014 15:33

    Das Dienstrecht bei Bundesheer ist der wahre Kostentreiber - und da geschieht seit vielen Jahren nichts:

    Ein jeder Offizier klettert auf der Karriereleiter bis zum Brigadier.

    Ein jeder Unteroffizier klettert auf der Karriereleiter bis zum Vizeleutnant.

    DA müsste es eine Änderung geben: Bei den Personalkosten.

    Oder ist es wirklich so dass der Herr Minister Klug & die anderen Politiker gegen die allmächtige Personalvertretung (= Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) im BMLV keine Chance haben?

    • Freak77
    • Freak77
      23. Dezember 2014 15:42

      Das heutige österreichische Militär ist ein Verbeamtungs-Apparat.

      Es ist ein Amt anstatt einer Armee - weil es die G.Ö.D. so will.


      Ob Österreich so verteidigt werden kann?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. Dezember 2014 17:05

      Werter Freak77, lediglich der erste Satz Ihres Statements findet meine vollste Zustimmung!
      Die zweite Feststellung (jeder Offz wird Brigadier) ist falsch! 99% der Truppenoffiziere gehen, so sie einen dementsprechend wertigen Arbeitsplatz besetzen, als Oberst in Pension, nicht wenige nur als Obstlt.
      Die dritte Feststellung (jeder UO wird Vizeleutnant) ist aus ähnlichen Gründen ebenso falsch.
      Übrigends: Niemand regt sich über die Brigadiere, Generalmajore und Generäle der Bundespolizei und der Justizwache auf. Die BP leistet sich auch vier Vizeleutnantsdienstgrade, nämlich den AbtInsp, KontrInsp und zwei ChefInspektordienstgrade. Im Rechtskundigen Dienst der BP gibt es auch 3 Generalsdienstgrade.

  21. Xymmachos
    23. Dezember 2014 15:20

    Frage: in welche der "Kriege 2014" sind wir dank unserer "effizienten Landesverteidigung" nicht hineingezogen worden? Wäre in Ermangelung einer solchen der pöhse Putin bei uns einmarschiert?





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