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Die wichtigste Frohbotschaft des Jahres: der Ölpreis

Es gibt weltweit so viel Öl- und Gasangebot wie noch nie; die Preise für Öl und Gas sind im reinen Sturzflug. Das ist die beste Entwicklung seit langem. Die grünen Untergangspropheten der letzten Jahrzehnte, das Peak-Oil-Geschwafel, zahllose NGOs und insbesondere auch der Club of Rome (demzufolge uns lange schon das Öl ausgegangen sein sollte): Sie alle sind bis auf die Knochen blamiert.

Das Ölangebot ist nicht etwa wegen der vielen um teures Geld gebauten Windmühlen und Solarpaneele gestiegen, sondern weil genau das passiert ist, was liberale Marktwirtschaftler immer prophezeit haben. Höherer Preis erhöht das Angebot. Der in den letzten Jahrzehnten gestiegene Ölpreis hat so viel Forschung und Investitionen ausgelöst, dass viele bisher ungeahnte Ölausbeutungsformen entwickelt worden sind, und dass viele neue Öl- und Gasfelder gesucht und gefunden worden sind. Gleichzeitig hat die Finanzkrise für ein Sinken des Energiehungers der Industrie, aber auch der Konsumenten gesorgt.

Das ist in den letzten Jahrzehnten passiert. Und das löst nun – natürlich mit Zeitverzögerung, aber wiederum genau den Marktgesetzen folgend – ein Überangebot und einen erfreulichen Preisverfall aus.

Manche Verschwörungstheoretiker glauben freilich, hinter den Kulissen zwei große politische Intrigen zu sehen. Die einander jedoch total widersprechen:

  • Saudi-Arabien gegen die USA, um das dortige Fracking unwirtschaftlich zu machen;
  • Saudi-Arabien mit den USA, um Iran und Russland auszuhebeln.

Nichts davon scheint sehr wahrscheinlich. Wenn die USA vom Ölimport zum Ölexportland und größten Ölproduzenten werden, ändern sich ganz ohne Verschwörungen die Spielregeln der gesamten Weltwirtschaft. Richtig ist jedoch, dass dieser Preisverfall vielerorts dramatische politische, ja welthistorische Auswirkungen auslösen dürfte. Einige seien kurz analysiert.

Russland

Der flächengrößte Staat der Welt leidet am meisten unter dem Ölpreisverfall. Denn Russland ist trotz all seines Weltmachtgehabes total von seinen Rohstoffexporten abhängig. Moskau hat es im letzten Vierteljahrhundert überhaupt nicht geschafft, irgendwelche Industrien – oder gar Dienstleistungen – aufzubauen, die unabhängig von Öl, Gas und anderen Rohstoffen Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen würden.

Damit ist aber der Ölpreisverfall auch eine wachsende Quelle der Hoffnung, dass Russland jetzt endlich seine Eroberungskriege einstellt und wieder – wie unter Gorbatschow und Jelzin – zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Weltgemeinschaft wird. Denn wenn Putin nichts tut, würde sich die jetzige Zustimmung der Menschen zu seinem Kurs bald in massenhafte Frustration ob eines absackenden Lebensstandards verwandeln.

Syrien

Die Schlächterbande Islamischer Staat hat ebenfalls nur mit Ölverkäufen – und mit heimlichen Geldflüssen aus den Ölstaaten am Golf – ihren Krieg finanzieren können. Also auch da ist der Ölpreisverfall geradezu Hoffnung pur.

Venezuela

In Südamerika hat nur der Öl-Boom der letzten Jahrzehnte eines der absurdesten sozialistischen Experimente der Gegenwart finanzieren können. Dieses hat aber in Wahrheit das einst hochzivilisierte und entwickelte Venezuela weit zurückgeworfen. Auch da schafft der Preissturz gute Aussichten, dass der Wahnsinn bald zu Ende sein könnte. Wenngleich die Gefahr besteht, dass sich die Machthaber noch eine Zeitlang mit blutigen Konsequenzen festzukrallen versuchen könnten.

Iran

Dieses Land wird – ebenso wie Russland – derzeit doppelt getroffen: durch politische Sanktionen des ganzen Westens einerseits und andererseits durch den Ölpreisverfall. In dieser Kombination liegt mit Sicherheit der Hauptgrund für die sichtbar gewordene Kompromissbereitschaft. Iran ist jetzt auch angesichts der wachsenden Unruhe in der Bevölkerung verstärkt unter Druck.

Es sieht sich zunehmend gezwungen, durch eine Einigung über die – von aller Welt vermutete – Entwicklung von Atombomben-Kapazitäten wenigstens die Sanktionenlast wegzubekommen. Auch wenn einige Steinzeit-Mullahs sich da noch ein wenig gegen den endgültigen Kompromiss sträuben.

Saudi-Arabien und der Golf

Die Golf-Länder sind zwar in ihrer Stabilität durch den Preisverfall nicht gefährdet. Dazu sind sie viel zu reich. Aber auch ihnen werden künftig etliche Milliarden Dollar weniger überbleiben, mit denen sie bisher radikale Islamisten, Wahabiten-Imame, Muslimbrüder und ähnliche bedrohliche Erscheinungen in Europa finanziert haben.

Schweiz, China

Diese beiden Länder seien als Exempel öl- und rohstoffarmer Staaten genannt. Beide beweisen: Ein Rohstoffsegen ist kein Segen, sondern ein Fluch. Nachhaltiger und stabiler Wohlstand lässt sich viel besser durch den Fleiß der Menschen, Kreativität, kapitalistische Freiheit und eine sehr differenzierte Industrie erreichen (sowie Dienstleistungen im Falle der Schweiz).

Dass Rohstoffe ein Fluch sind, zeigt umgekehrt etwa auch die portugiesische Geschichte: Jenes Land hat einst rund hundert Jahre lang durch das Gold aus der Neuen Welt enorm profitiert – aber seit dessen Versiegen nur noch gedarbt und es nie verstanden, sich rohstoffunabhängig zu entwickeln.

Euroland

Es ist völlig logisch, dass als Folge des Ölpreisverfalls die Inflation im Euroland zurückgeht oder in eine leicht deflationäre Preisstabilität umschlägt. Das ist geradezu zwingende Folge, wenn eines der wichtigsten Konsumprodukte deutlich billiger wird, das in so vielen Preisen drinnensteckt, die mit dem Verbraucherpreisindex gemessen werden. Ob das nun zum Beispiel Heizung, Transportkosten oder der Benzinpreis ist.

Völlig absurd ist es hingegen zu glauben, dass wegen des Ölpreisverfalls irgendeine Investition zurückgehalten wird. Es sind nur total weltfremde Ökonomie-Theoretiker, die behaupten, dass sich die Konsumenten deshalb zurückhalten, weil sie auf einen kommenden Preisverfall auch bei anderen Gütern bauen; dass die Industrie Investitionen verweigert, weil sie annimmt, dass die Lohnkosten, die Preise der Zulieferer sinken werden.

Die europäische Flaute hat ganz andere Ursachen als die von linken Ökonomen ständig beschworene Deflationsangst. Die wahren Ursachen sind die Überregulierung, die Zukunftsangst aufgrund der rapid steigenden Schulden, die völlig falschen, jede Eigenverantwortung ad absurdum führenden „Rettungs“aktionen und die enorm hohen Steuern zugunsten unproduktiver Staatsfinanzen und zugunsten des exzessiven Wohlfahrtsstaats.

Freilich: Würden die Regierungen das zugeben, müssten sie nicht nur Fehler zugeben, sondern auch Reformen setzen. Diese aber bekämpfen fast überall die Gewerkschaften bis aufs letzte. Und kaum eine Regierung wagt dagegen aufzutreten.

Lächerlich sind hingegen die in den letzten Wochen von manchen Putin-Verstehern geschürten Ängste vor einem kalten Winter, in dem das Gas ausbleiben würde. So geisteskrank kann nicht einmal der ärgste russische Chauvinist und Imperialist sein, dass er Europa jetzt den Gashahn abdrehen und sein eigenes Land damit im Rekordtempo in den Bankrott jagen würde. Der auch ein langfristiger wäre, da Russland damit jede Glaubwürdigkeit als Lieferant verlieren würde.

Die Gefahr für Österreich

Die große Gefahr trotz der erfreulichen Preissenkungen besteht in Österreich (und anderen europäischen Ländern) darin, dass die Regierung flugs die Mineralölsteuer erhöht. Die Politik könnte damit rechnen, dass in Zeiten sinkender Preise der Widerstand der Bürger gegen höhere Ölsteuern relativ gering ist. Gerade im Reformverweigerland Österreich braucht sie jedenfalls dringend Geld, um ihre Einsparungsunlust übertünchen zu können.

Aber bis das passiert: Freuen wir uns einfach. Über die nächste Tankrechnung, über die nächste Heizungs-Abrechnung.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorElisabeth Mudra
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 13:34

    "...dass Russland jetzt endlich seine Eroberungskriege einstellt".

    Ich erlaube mir die Frage an die Atlantik-Brücke und ihre Hintersassen: Und wann stellen die USA endlich ihre Eroberungskriege ein?
    .

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 09:36

    Lieber Herr AU, die Aussenhandelsstellen der WKÖ machen immer wieder einmal einen 'Tag der offenen Tür'. Besuchen Sie einfach einmal diese Veranstaltung wenn es um Russland geht.
    Da unsere Aussenhandelsvertreter die Interessen der österreichischen Wirtschaftstreibenden im Auge haben, sind die Auskünfte dieser Gruppe wohl vertrauenswürdig.
    Und dann bitte schreiben Sie wieder etwas über russische Wirtschaft!

    Und was ansonsten den niedrigen Ölpreis betrifft: Abwarten! Die westlichen Firmen in diesem Segment haben gigantische Schuldenberge, die wollen aus Gewinnen heraus bezahlt werden! (Wobei sich mein Mitleid in Grenzen hält, leider wird wahrscheinlich der Steuerzahler wieder einmal das englische Wort bail-out hören)

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 11:15

    A.U. schreibt:

    "Russland ist trotz all seines Weltmachtgehabes total von seinen Rohstoffexporten abhängig..........
    ............. Damit ist aber der Ölpreisverfall auch eine wachsende Quelle der Hoffnung, dass Russland jetzt endlich seine Eroberungskriege einstellt und wieder – wie unter Gorbatschow und Jelzin – zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Weltgemeinschaft wird."

    WELTMACHTGEHABE Putins/Rußlands???

    Bis dato kenne ich nur zwei Akteure mit "Weltmachtgehabe". Das waren einerseits Jahrhunderte lang --- und zwar auf häßlichste, rücksichtsloseste (heute würde man sagen: MENSCHENVERACHTENDE) Weise!---die ENGLÄNDER:

    "Rule Britannia, Britannia rule the waves! Britons never will be slaves......"

    Dafür machten die Briten alle, die sie unterwarfen, zu Sklaven! "Herrenmenschen"- und Weltmachtgehabe in Reinkultur.

    Andrerseits die Amerikaner! Hier findet man unbestreitbar "Weltmachtgehabe" zur höchsten Potenz---da könnte man glatt zum Verschwörungstheoretiker werden! Dabei ist es in der Realität gar keine Theorie, sondern längst Praxis. Die Drahtzieher verfolgen gnadenlos und erfolgreich ihre Gelüste.

    JELZIN??? Die alte WODKALEICHE??? Jelzin, der die meiste Zeit stockbesoffen die Geschicke seines Landes lenkte? Nein, an diesem Jelzin war kein einziger seriöser Faden zu entdecken. Jelzin war ein Charaktersch...n erster Klasse! Nein, da ist mir der nüchterne PUTIN 1000x lieber von hinten als Jelzin von vorne. Aber "der Westen" hat es sich zur Maxime gemacht, Putin mit 1000 Nadelstichen zu provozieren, um ihn so weit zu bringen, daß er endlich "zuschlägt".

    Ich klage an: WIR nehmen BILLIGEND in Kauf, daß Millionen RUSSISCHER BÜRGER dank der Sanktionen DARBEN MÜSSEN! Können wir DAS wollen und wirklich VERANTWORTEN, um damit die USA und deren WELTMACHTGEHABE auch noch---zu unserem Schaden!---zu UNTERSTÜTZEN?

    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mMn KEIN verantwortungsbewußtes Mitglied der Weltgemeinschaft! Die Nachkommen der PILGRIMSVÄTER im Verein mit den üblichen Drahtziehern sind höchst lebendig.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 09:59

    Gut, dass es noch genug Öl und Gas gibt, dass sogar der Öl- und Gaspreis sinkt.

    Schlecht, dass die österreichische Politmeute das für SICH ausnützen wird und nicht an das Volk weitergeben wird, diese Gefahr ist realistisch bei unseren Linkspolitikern, die alles, was ihnen unter die Finger kommt, kahlfressen aus Ideologie und Einsparungsunlust.

    Gut, dass der Marktmechanismus auch nicht von Linkspolitikern außer Kraft gesetzt werden kann.

    Wie sich das weiter entwickeln wird, wird die Zukunft zeigen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorMichael Josef JANK
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 07:46

    Zitat zu:
    ""Manche Verschwörungstheoretiker glauben freilich, hinter den Kulissen zwei große politische Intrigen zu sehen. Die einander jedoch total widersprechen:
    Saudi-Arabien gegen die USA, um das dortige Fracking unwirtschaftlich zu machen;
    Saudi-Arabien mit den USA, um Iran und Russland auszuhebeln.""

    Zumindest das Erstgenannte würde ich nicht als Verschwörungstheorie hinstellen.
    Man versucht einfach den "Gunst der Stunde" zu nutzen, auch wenn der Preisverfall in erster Linie eine Sache von Angebot und Nachfrage ist.
    Aus Sicht der Araber ist es auf alle Fälle klug, die Fördermenge nicht zu verringern.
    Damit könnten die USA als Konkurrent zumindest etwas in Schach gehalten werden, wenn sich aufgrund der Fördermengenpolitik und der damit verbundenen Preissenkung, das Fracking in den USA nicht mehr so lohnt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2014 09:53

    Die "Tour d'horizon" vom Blogbetreiber in allen Ehren, aber die Weltwirtschaft folgt doch etwas anderen Spielregeln. Dahinter stecken ganz andere Kapitalinteressen, denen es übrigens gar nichts ausmacht, wenn kurzfristig viele hunderte Milliarden nicht erwirtschaftet werden können. Dies wird der sprichwörtliche "kleine Mann an der Tankstelle" nie verstehen können.

  7. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2014 21:51

    Und was gab Frau Dittlbacher/ORF Zib2 für eine nette Meldung zum billigeren Ölpreis ab?
    Man glaubt's nicht: Die Autofahrer freut's und die Konsumenten auch.

    Das ist das öffentlich - rechtliche Fernsehen mit Bildungsauftrag.

    Ich weiss, das ist ein völlig unwesentliches Detail der Meldungen zu diesem Thema, aber es stösst einem halt immer wieder sauer auf, wenn man ORF schaut. Das Thema ist wichtig und interessant, aber die dazugehörigen Meldungen .....


alle Kommentare

  1. Lacrim (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:49

    Aprnaeptly this is what the esteemed Willis was talkin' 'bout. http://vfnyuohcv.com [url=http://wczyzkyc.com]wczyzkyc[/url ] [link=http://ynohwnuqnv.com]ynohwnuqnv[/link ]

  2. Aurelia (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:31

    God help me, I put aside a whole aferonotn to figure this out.

  3. fxs (kein Partner)
    30. November 2014 13:01

    Naja die Aussage es sei Absicht der Saudis, Fracking unwirschaftlich zu machen als Verschwörungstheorie zu bezeichnen ist schon sehr verwegen. Aber gut, vielleicht gehöhrt eben auch die "Welt" zu den Verschwörungstheoretikern.
    Dort hieß es am 17.11. zur Ölpresissenkung der Saudis für die USA: "Dahinter dürfte Kalkül stecken: Viele Beobachter gehen davon aus, dass die Saudis die Schmerzgrenze der US-Förderindustrie testen wollen. Das Fracking ist vergleichsweise teuer – sinkt der Ölpreis zu stark, rechnet sich die Produktion nicht mehr, und der Boom flaut ab." (http://www.welt.de/wirtschaft/article134422008/Saudis-stemmen-sich-gegen-die-Oel-Supermacht-USA.html )

    • F.V. (kein Partner)
      02. Dezember 2014 07:58

      fxs,

      die Welt ist ein Lizenzblatt der Alliierten, wie alle Medien des Springerverlages, etc. und ist keine besonders glaubwürdige Quelle. Lesen Sie lieber das:

      Russlands Verwundbarkeit für die EU-US-Sanktionen und das militärische Vordringen

      von James Petras (Professor Emeritus in Soziologie an der Universität Binghamton de New York. Letztes veröffentlichte Werk : The Arab Revolt and the Imperialist Counter Attack, Clarity Press, 2011).

      http://www.voltairenet.org/article186089.html

      Sehr informativ und ein Ausgleich zu Unterbergers CIA-Propagnda und Gewäsch.
      .

    • F.V. (kein Partner)
      02. Dezember 2014 08:28

      Noch ein Nachtrag.

      Der kanadische Professor Michel Chossudovsky weist nach, dass der Islamische Staat ein Geschöpf der USA und der NATO ist.

      26 Tatsachen über den Islamischen Staat,
      die Obama gern verheimlichen möchte

      Von Prof. Michel Chossudovsky

      Global Research, 19.11.14
      ( http://www.globalresearch.ca/twenty-six-things-about-the-islamic-state-isil-that-obama-does-not-want-you-to-know-about/5414735 )

      Wer eine deutsche Übersetzung mit eingefügten weiteren Quellenangaben möchte, kann diese von mir haben. E-Mail dafür nötig.

  4. Tik Tak (kein Partner)
    29. November 2014 15:49

    Der Artikel ist ein weiterer Tiefpunkt in der Karriere vom Unterberger.
    So weit und so konsquent daneben liegt sogar er selten.

    Vielleicht sollte er sich wieder auf Themen beschränken, von denen er schon mal gehört hat.

    OK, dann müßte er seinen Blog einstellen.

    Der Ölpreis sinkt nicht weil das Angebot steigt, die USA produzieren Schieferöl mitlerweile über dem Platts WTI Preis, der sinkt weil die Nachfrage in Folge der Wirtschaftskrise sinkt.

    ARAMCO/Saudi Arabien hat übrigens in einer Aussendung mitgetelt, daß es den sinkenden Ölpreis gezielt als Waffe gegen den Iran einsetzt.

    Sogar der CIA hat keinen Hinweis auf ein iranisches Nuklearwaffenprogramm sei 2003.

    • Tik Tak (kein Partner)
      29. November 2014 16:42

      Die Produktionskosten von Schieferöl sind es also nicht.
      Die Ölsandprodultion kostet rund USD 50-70 / bbl.
      Die sind es also auch nicht.
      Saudi Arabien produziert zu rund USD 7-12 / bbl.
      Der Iran zu rund USD 9-22 / bbl.
      Russland zu rund USD 12-25 / bbl.

      Das also auch nicht.

      Bei den Sanktionen gegen den Iran geht es auch schon lange nicht mehr um ein angebliches Nuklearwaffenprogramm, da geht es um die Rache der USA für den Hinauswurf 1979, nachdem der Iran seit 1953, dem CIA geführten Putsch im Iran, von einem Marionettenregime geführt wurde.
      Für den Unterberger ist das natürlich zu hoch, Bildung braucht er für seinen Fox NEWS Job ja nicht.
      Von der Situation im Iran hat er auch keine Ahnung.
      Die Bevölkerung hat sich mittlerweile an die Sanktionen gewöhnt und Lösungen, hauptsächlich über China und Indien organisiert, gefunden.
      Die Mullahs sitzen fester im Sattel als je zuvor.
      Solange es da einen äußeren Feind gibt, ist das Volk ziemlich vereint, wodurch die Sanktionen kontraproduktiv sind.
      Nur der Rohani wird fallen, wenn er keine Lockerung der Sanktionen liefern kann.

      Komisch sind auch seine Daten:

      Russland hat knapp 8% des BIP an Staatsschulden und nur rund 65% der Exporte sind Öl/Gas bei einem Devisenvorrat von jenseits der USD 200 Mrd. können die das noch lange durchhalten. Lange genug um bis zur völligen Fertigstellung der Pipelines nach China keine echten Probleme zu haben.
      China springt da gerne ein.
      Übrigens war Russland einige Jahre lang der größte Rohölexporteur der Welt, aber das hat der Unterberger sicher auch noch nie gehört.

      China hat sehr große Rohstoffvorräte und könnte Jahrzehnte lang Selbstversorger sein.
      Das gehört zum Volksschulwissen, Unterberger.
      Was China anders macht ist, daß es lieber heute Rohstoffe kauft um in ein paar Jahren, wenn die Preise angestiegen sind, selbst zum Exporteur zu werden.
      Das ist ein rund 20 Jahre alter Regierungsbeschluß aus China.
      Das sollte man schon wissen, als "Experte für ehh alles".

      Die Schweiz lebt teilweise sehr gut vom Ölhandel, schließlich ist Genf eines der Ölhandelszentren der Welt.
      Wenn da die Umsätze wegfallen, die Schweiz wird das massiv spüren.
      Auch da liegt der Unterberger falsch.

      Die Golfstaaten hängen viel stärker am Tropf der Ölgeschäfte als der Unterberger jemals verstehen wird.
      Die finanzieren das tägliche Geschäft aus dem Cash Flow des Ölhandels und brauchen einen hohen Preis da ihnen sonst die eigene, verfettete, Bevölkerung einen Aufstand liefern wird.
      Mit der Ausnahme Dubai sind die alle zu 90-95% von den Einnahmen aus dem Ölhandel abhängig.
      Da gibt es Statistiken der Länder, aus denen hervorgeht, daß die Buffer von nicht mehr als 1-2 Jahren haben.
      Von den Palästen und den Privatfliegern der Herrscher kann man auch im Golf nicht satt werden und die Miete für die paar US Militärbase werden weder Qatar noch Bahrain erhalten können.
      Andere Industrien oder Servicedienstleister gibt es lokal fast keine.
      Die sind völlig vom Ölhandel abhängig.

      Venezuela war schon vorher pleite.
      Spätestens seit die PDVSA die amerikanischen Fachleute ausgewiesen hat, 2010, und durch eigene, teilweise auch durch chinesische, Fachleute ersetzt hat, steht die lokale Ölindustrie ziemlich still.
      Die müssen sogar Öl-Produkte importieren.
      Zusätzlich hängt der Großteil der PDVSA an den Exporten in die USA zu einem Preis weit unter, bis zu 30% Abschlag, dem WTI, die Qualität des venezolanischen Öls ist extrem schlecht.
      Das Land war schon länger pleite und da kommt es auf dem Preisverfall auch nicht mehr an.
      Die Importe sind schon ein Problem und die Devisenbestände Venezuelas sind schon länger kaum noch vorhanden.

      Die Aussagen zu Syrien oder dem Irak sind ebenfalls völlig daneben.
      Es sind gerade die US Konzerne, die vom IS kaufen, schließlich sind deren Preise weit unter dem Weltmarkt.
      Dabei ist die Türkei das primäre Transitland für diese Exporte.
      Die Mengen, die der IS exportiert, machen aber nicht wirklich einen großartigen Unterschied im großen Gefüge.
      Auch das ist bestenfalls ein Nebeneffekt aber nicht mehr.

      Bleibt Euroland, die EU und Österreich.
      Da sind die Effekte ebenfalls teilweise vernachlässigbar:

      1.) gibt es kaum noch energieintensive Industrien in der EU die vom Öl oder Gas abhängig sind und wenn, dann aus eigener Produktion in der Nord- und Ostsee oder von Importen aus Russland. Da werden die Kosten ein wenig sinken aber von den steigenden Importtpreisen, die Verrechnung erfolgt in USD, zu einem beträchtlichen Teil kompensiert.
      2.) ist durch die politische Ausrichtung auf den Ausstieg fossiler Energieformen der Anteil an Gas und Öl sowieso bereits zurückgegangen. Da werden vermutlich eher billigen Kohlekraftwerke eine Renaissance erleben nicht aber die Energiekosten signifikant sinken.

      Mehr als ein paar Prozent werden das nicht sein, kompensiert durch eine weitere Verschlechterung der Wirtschaftssituation und einer konsequenten Abwanderung der Industrie.

      Die Hauptgewinner werden Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien sein, die geringere Importkosten für Öl und Gas haben.
      Länder mit Schiefer- oder Ölsandproduktion, also primär die USA und Canada, werden, wenn der Ölpreis längere Zeit unter 75 USD / bbl bleibt, einen Zusammenbruch der eigenen Ölproduktion erleben.
      Es ist ja kein Zufall, daß gerade jetzt der Ausbau der Keystone Pipeline vorläufig abgesagt wurde.

      Langfristig sind die OPEC Staaten, mit Ausnahme Venezuelas, Russland und ein paar BRICS Staaten dennoch die zu erwartenden Gewinner auch dieser Situation.
      Wobei Saudi Arabien mit seinen alten, teilweise erschöpften, Förderstätten ohne Aussicht auf signifikante neue Lagerstätten, mittelfristig zu den Verlierern gehören wird, schließlich werden die dortigen Lagerstätten, als Folge der aktuellen Produktionsausweitung, rascher erschöpft sein und daher die Produktionskosten massiv steigen.

      Übrigens, Unterberger, hat der Führungsoffizier Ihnen schon mitgeteilt, welche Eroberungskriege Russland gerade führt?
      Oder ist der Fox NEWS Mitarbeiter, der Sie mit "Informationen" der Marke "Weltherrschaft für Dummies" füttert aktuell im Urlaub oder eingeschneit?
      Aktuell ist, im Bereich der Welt mit Zugang zur Realität, diese Anzahl von Eroberungskriegen bei Null angesiedelt.
      Vielleicht könnten Sie uns ja endlich aufklären, bitte, bitte, bitte mit Blümchen!!!!!!

      Was so Prophezeiungen des Club of Rome oder anderer "Doomsday Sayers" anbelangt.
      Wer immer noch auf die verweist oder gar an sie glaubt ist intellektuell sogar noch eine Stufe unter dem Faymann anzusiedeln.
      Allein der Hinweis ist eines erwachsenen und nicht entmündigten Menschen längst unwürdig.
      Sogar Peak Oil ist mittlerweile widerlegt schließlich hat man gelernt, daß sogar Öl weiterhin in großen Mengen entsteht, wenn nur die geologischen Konditionen stimmen.
      Das tun sie in ausreichendem Maß an Kontinentalplattenbrüchen und in Küstenbereichen in denen noch nie gesucht wurde.
      Ist übrigens ein Nachweis, welcher durch einen ach so bösen Russen erbracht wurde.
      Plus, man hat mittlerweile auch mehr über die möglichen Fundstätten von Öl- und Gas bzw. über die Verwertbarkeit von Methanhydrat als Energielieferant gelernt.
      Aber das dauert halt noch ein paar Jahrzehnte bis solche Informationen es bis in die Pyrkergasse schaffen..

      Ceterum censeo, es würde dem Unterberger nicht schaden, wenn er sich schlau macht bevor er einen Artikel schreibt.
      Wissen schaden nicht und es schmerzt auch nicht.

    • Fraancois Villon (kein Partner)
      29. November 2014 17:16

      Fast zu viel der Ehr´ für den Mist, den Unterberger wieder einmal geboten hat, diesen satzweise zu zerpflücken.

      Da diese Artikel ja nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind, frage ich mich, warum man sich das antut, sich damit überhaupt noch zu beschäftigen.

      Paßt da nicht ein Nietzsche-Aphorismus: Schlimm, schlimm! Was man am nachhaltigsten beweisen muß, ist der Augenschein. - Aber es ist so langweilig.

  5. Gerhard Pascher
    29. November 2014 09:53

    Die "Tour d'horizon" vom Blogbetreiber in allen Ehren, aber die Weltwirtschaft folgt doch etwas anderen Spielregeln. Dahinter stecken ganz andere Kapitalinteressen, denen es übrigens gar nichts ausmacht, wenn kurzfristig viele hunderte Milliarden nicht erwirtschaftet werden können. Dies wird der sprichwörtliche "kleine Mann an der Tankstelle" nie verstehen können.

  6. Ingrid Bittner
    28. November 2014 21:51

    Und was gab Frau Dittlbacher/ORF Zib2 für eine nette Meldung zum billigeren Ölpreis ab?
    Man glaubt's nicht: Die Autofahrer freut's und die Konsumenten auch.

    Das ist das öffentlich - rechtliche Fernsehen mit Bildungsauftrag.

    Ich weiss, das ist ein völlig unwesentliches Detail der Meldungen zu diesem Thema, aber es stösst einem halt immer wieder sauer auf, wenn man ORF schaut. Das Thema ist wichtig und interessant, aber die dazugehörigen Meldungen .....

  7. Elisabeth Mudra
    28. November 2014 13:34

    "...dass Russland jetzt endlich seine Eroberungskriege einstellt".

    Ich erlaube mir die Frage an die Atlantik-Brücke und ihre Hintersassen: Und wann stellen die USA endlich ihre Eroberungskriege ein?
    .

    • dssm
      28. November 2014 18:55

      Eroberungskriege? Schön wäre es, auch für die Betroffenen. Leider ist hier das Wort Zerstörungskriege eher angebracht. Also einmal gründlich alles kaputt machen und dann schon wieder ein anderes Opfer drangsalieren.

  8. Undine
    28. November 2014 11:15

    A.U. schreibt:

    "Russland ist trotz all seines Weltmachtgehabes total von seinen Rohstoffexporten abhängig..........
    ............. Damit ist aber der Ölpreisverfall auch eine wachsende Quelle der Hoffnung, dass Russland jetzt endlich seine Eroberungskriege einstellt und wieder – wie unter Gorbatschow und Jelzin – zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Weltgemeinschaft wird."

    WELTMACHTGEHABE Putins/Rußlands???

    Bis dato kenne ich nur zwei Akteure mit "Weltmachtgehabe". Das waren einerseits Jahrhunderte lang --- und zwar auf häßlichste, rücksichtsloseste (heute würde man sagen: MENSCHENVERACHTENDE) Weise!---die ENGLÄNDER:

    "Rule Britannia, Britannia rule the waves! Britons never will be slaves......"

    Dafür machten die Briten alle, die sie unterwarfen, zu Sklaven! "Herrenmenschen"- und Weltmachtgehabe in Reinkultur.

    Andrerseits die Amerikaner! Hier findet man unbestreitbar "Weltmachtgehabe" zur höchsten Potenz---da könnte man glatt zum Verschwörungstheoretiker werden! Dabei ist es in der Realität gar keine Theorie, sondern längst Praxis. Die Drahtzieher verfolgen gnadenlos und erfolgreich ihre Gelüste.

    JELZIN??? Die alte WODKALEICHE??? Jelzin, der die meiste Zeit stockbesoffen die Geschicke seines Landes lenkte? Nein, an diesem Jelzin war kein einziger seriöser Faden zu entdecken. Jelzin war ein Charaktersch...n erster Klasse! Nein, da ist mir der nüchterne PUTIN 1000x lieber von hinten als Jelzin von vorne. Aber "der Westen" hat es sich zur Maxime gemacht, Putin mit 1000 Nadelstichen zu provozieren, um ihn so weit zu bringen, daß er endlich "zuschlägt".

    Ich klage an: WIR nehmen BILLIGEND in Kauf, daß Millionen RUSSISCHER BÜRGER dank der Sanktionen DARBEN MÜSSEN! Können wir DAS wollen und wirklich VERANTWORTEN, um damit die USA und deren WELTMACHTGEHABE auch noch---zu unserem Schaden!---zu UNTERSTÜTZEN?

    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mMn KEIN verantwortungsbewußtes Mitglied der Weltgemeinschaft! Die Nachkommen der PILGRIMSVÄTER im Verein mit den üblichen Drahtziehern sind höchst lebendig.

    • schreyvogel
      28. November 2014 13:23

      Undine,
      *****************!
      Jedes Wort ist absolut richtig, vor allem das "im Verein mit den üblichen Drahtziehern"!

      Übrigens spricht A.U. nur mehr verächtlich von den Putinverstehern, aber er nennt sie nicht mehr "skurril". Sollte das der Beginn eines vorsichtigen Umdenkprozesses sein?

    • Nestor 1937
      28. November 2014 14:01

      Jelzins Vater hieß noch Jelzman ....

    • Herzogberg (kein Partner)
      30. November 2014 02:15

      undine

      ist wieder zur Höchstform aufgelaufen. Gratulation!

  9. Josef Maierhofer
    28. November 2014 09:59

    Gut, dass es noch genug Öl und Gas gibt, dass sogar der Öl- und Gaspreis sinkt.

    Schlecht, dass die österreichische Politmeute das für SICH ausnützen wird und nicht an das Volk weitergeben wird, diese Gefahr ist realistisch bei unseren Linkspolitikern, die alles, was ihnen unter die Finger kommt, kahlfressen aus Ideologie und Einsparungsunlust.

    Gut, dass der Marktmechanismus auch nicht von Linkspolitikern außer Kraft gesetzt werden kann.

    Wie sich das weiter entwickeln wird, wird die Zukunft zeigen.

    • Erich Bauer
      28. November 2014 14:06

      Die "Marktmechanismen" sind schon längst außer Kraft gesetzt. Nur in "lieberalen Kreisen" wird noch darüber schwadroniert und tremoliert... Leider wissen viele dieser Herrschaften - bei Gin und Zigarre - nicht worüber da gesprochen wird. Und wenn sie's wissen verspricht man sich bei diesem Thema höchstes, ausgelassenes Vergnügen... Denn unter einem totalitären System einer "Weltleitwährung"... kommen Diskussionen über "Marktmechanismen" eher einem "Symposium" mit philosophischen bis esoterischen Nebengeräuschen gleich.

    • Josef Maierhofer
      28. November 2014 16:31

      @ Erich Bauer

      Mit meinem bescheidenen Marktverständnis kann ich den Schweinezyklus gerade noch verstehen. Ist der Preis hoch produzieren alle bis er fällt.

      Was Sie hier meinen, ist das Diktat der Herrschaft des Kapitals, was ich vermutlich nicht richtig verstehe. Aber auch das ist ein Marktmechanismus.

      Oder meinen Sie, dass man mit solchen Linken leichtes Spiel hat ?

    • Erich Bauer
      28. November 2014 17:09

      Oh... gerade mit den Linken ist das ein leichtes Spiel... Besonders wenn sie Rot/Grün angehaucht sind. Es dürfen natürlich keine PUTIN-Linken (oder auch Rechten) sein...

      Wenn Sie glauben, dass das KAPITAL einem "Marktmechanismus" folgt, bzw. naturgemäß folgen sollte... Dann lassen Sie lediglich das "Weltleitwährungssystem" außer acht. Ansonsten würden Sie völlig richtig liegen...

      Da das Rohöl (noch) mit dem Petro-Dollar verrechnet wird... "gezwungener" Maßen (noch), ist Hausse und Baisse kein Zufall. Genausowenig wie beim Spielautomatenhersteller- und verteiler NOVOMATIC. Wenn's a Glück haben, machen's an Jackpot. Um den Jackpot zu machen, brauchen's die Masse an Verlierer... Der Gewinner ist trotzdem IMMER Novomatic.

      ES GIBT KEINEN ZUFALL! In unserem totalitären Leidwährungssystem... Und daher auch keine funktionierenden "Marktmechanismen"...

    • Josef Maierhofer
      28. November 2014 21:10

      @ Erich Bauer

      Oh ja, das 'Tauben Füttern' funktioniert, sie kommen geflogen, das funktioniert sogar bei den Tieren, bei der ganzen 'Animal Farm' ... und das soll kein funktionierender Marktmechanismus sein. Sogar die Mistfliegen finden ihren Haufen ...

      Zu dem Jackpot von Novomatic erzähle ich eine kleine wahre Geschichte: In meiner Jugend (1972 genau) war ich in Las Vegas und habe eines dieser metallenen Geldklimper-Casinos aufgesucht. Da stand eine Dame mit einem riesigen Geldsack auf einem fahrbaren Untersatz, der Sack war fast 3/4 voll. Meine Frage: Haben Sie das heute gewonnen ? Sie hat geantwortet ich lebe davon, ich beobachte die Automaten und wenn es Zeit ist, dann kassiere ich ab. Meine 5 Kinder sind nicht arm, das war für mich 'Jackpot Nr. 1. Ich habe in meinem Leben ein einziges Mal Roulette gespielt und zwar dort in diesem Casino. Ich habe 1 Dollar gesetzt, verloren und bekam einen Stapel Geld zugeschoben. Als ich nochmals wagte, was zu setzen, verlor ich wieder und bekam wieder Geld zugeschoben. Da blickte ich auf, um zu sehen, wer mir Geld zuschiebt. Meine Frage war damals, 'wann machst Du heute Schluss ?'. Es waren 3 schöne Tage in Las Vegas ... das war Jackpot Nr. 2.

      Also die Gier funktioniert immer, die Gier nach dem Geld des anderen haftet der linken Denkweise an, ich selbst lebe davon, was ich gelernt habe und anbieten kann.

      Wie ich gelesen habe, hat 'Verwaltungsreform-Jetzt' einen mächtigen Fürsprecher, einen 'paneuropäischen' 'Mister Faymann'. Ich hege aber leichte Zweifel ...

    • F. V. (kein Partner)
      30. November 2014 13:12

      JM,

      Sie halten Einbildungen für Realität, wie dies freundlich auch Bauer sagte.

      Sehen Sie sich doch die "ideologischen Elemente der neoklassischen Theorie" von Romig an. Ein wirklicher Erkenntnisgewinn!

      All die "Marktereignisse" oder Börsenkurse bei strategischen Gütern sind eine in jedem Augenblick kontrolliertes Ereignis, ganz wie bei Start und Landung einer Apollo-Raumfähre. (Ansicht von US-Insidern übrigens).

    • Josef Maierhofer
      01. Dezember 2014 19:26

      @ F. V. (kein Partner)

      Natürlich ist das alles geplant, darum funktioniert der Markt oder der 'Markt' ja genau so, wie von Ihnen beschrieben, es läuft, wie geschmiert.

      Also geschmiert muss werden und Gier geweckt und 'befriedigt' werden.

      Stellen Sie sich vor, es würden die Menschen das alles nicht brauchen, was ihnen eingeredet wird ...., stellen Sie sich vor, sie würden ohne Totalüberwachung auskommen, kein Konto, kein Internet, etc. ....

      Der Markt würde dann so funktionieren wie früher. Jetzt ist es aber so, wie Sie es richtig beschreiben, geplant, womit wir bei der Planwirtschaft in all ihren Bedeutungen gelandet sind.

    • F.V. (kein Partner)
      03. Dezember 2014 08:48

      Ja, nur wird dies Form der Planwirtschaft "Kapitalismus" genannt und die politische Ideologie dafür "Liberalismus".

  10. dssm
    28. November 2014 09:36

    Lieber Herr AU, die Aussenhandelsstellen der WKÖ machen immer wieder einmal einen 'Tag der offenen Tür'. Besuchen Sie einfach einmal diese Veranstaltung wenn es um Russland geht.
    Da unsere Aussenhandelsvertreter die Interessen der österreichischen Wirtschaftstreibenden im Auge haben, sind die Auskünfte dieser Gruppe wohl vertrauenswürdig.
    Und dann bitte schreiben Sie wieder etwas über russische Wirtschaft!

    Und was ansonsten den niedrigen Ölpreis betrifft: Abwarten! Die westlichen Firmen in diesem Segment haben gigantische Schuldenberge, die wollen aus Gewinnen heraus bezahlt werden! (Wobei sich mein Mitleid in Grenzen hält, leider wird wahrscheinlich der Steuerzahler wieder einmal das englische Wort bail-out hören)

    • Erich Bauer
      28. November 2014 09:49

      @"...diese Veranstaltung wenn es um Russland geht..."

      Der RUSS ist schlau, er stellt sich dumm,
      Beim AMI ist es anders rum...

    • Ernst
      28. November 2014 16:57

      ....die WKÖ vertritt die Interessen der österreichischen Wirtschaftstreibenden.... Haben Sie noch mehr solcher Witze auf Lager???

    • dssm
      28. November 2014 18:53

      @Ernst
      1. Genau lesen! Ich habe von unseren Aussenhandelsdelegierten gesprochen. Und die haben zumindest mir sehr viele gute Dienste erwiesen.
      2. Man kann an der WKÖ vieles kritisieren, aber wir Unternehmer haben ansonsten niemanden der uns vertritt und da es um mein Geld geht, bin ich im Zweifelsfalle für eine schlechte Lösung als gar keine Lösung!

  11. Michael Josef JANK
    28. November 2014 07:46

    Zitat zu:
    ""Manche Verschwörungstheoretiker glauben freilich, hinter den Kulissen zwei große politische Intrigen zu sehen. Die einander jedoch total widersprechen:
    Saudi-Arabien gegen die USA, um das dortige Fracking unwirtschaftlich zu machen;
    Saudi-Arabien mit den USA, um Iran und Russland auszuhebeln.""

    Zumindest das Erstgenannte würde ich nicht als Verschwörungstheorie hinstellen.
    Man versucht einfach den "Gunst der Stunde" zu nutzen, auch wenn der Preisverfall in erster Linie eine Sache von Angebot und Nachfrage ist.
    Aus Sicht der Araber ist es auf alle Fälle klug, die Fördermenge nicht zu verringern.
    Damit könnten die USA als Konkurrent zumindest etwas in Schach gehalten werden, wenn sich aufgrund der Fördermengenpolitik und der damit verbundenen Preissenkung, das Fracking in den USA nicht mehr so lohnt.

    • dssm
      28. November 2014 09:40

      Der Schuss wird nach hinten losgehen.
      Wenn die Saudis die US Firmen ruinieren, so werden die gigantischen Schulden dieser Betriebe auf Null gestellt. Die Schulden sind aber in erster Linie im Rahmen von Versuch und Fehler entstanden. Die Anlagen selbst sind dann entschuldet und die gröbsten Fehler der neuen Technologie sind ausgestanden – nur gibt es halt neue Eigentümer.

    • lei-lei
      28. November 2014 16:18

      @ JANK:

      Erstens kann das US-Fracking nur temporär unwirtschaftlich gemacht werden - in Abhängigkeit von temporären Ölpreis-Tiefstständen eben.

      Zweitens verschwendet jeder Marktteilnehmer Vermögen durch Überförderung endlicher Bestände, die ja mit wachsender Knappheit nur noch kostbarer werden!

      Außerdem sollen die US Fracking-Reserven auch nur 10 Jahre währen (sagt zumindest der Rosneft-Chef).





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