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Der Weg aus der Krise

Es ist faszinierend, wie derzeit alles getan wird, um Europas seit 2008 anhaltende Krise noch zu vertiefen. An dieser Analyse ändert auch die Behauptung der Politik nichts, auf eine Beendigung der Krise hinzuzielen.

Jetzt kauft die Europäische Zentralbank sogar schon Kreditverbriefungen auf, also genau jene Papiere, deren Kollaps 2008 eine Hauptursache der Krise gewesen ist. Die Banken werden auf Beschluss der Politik von immer mehr Aufsichtsstrukturen schikaniert, damit sie keine wackligen Kredite vergeben. Zugleich aber sollen sie mehr Kredite vergeben – nach denen aber gar keine Nachfrage besteht. Die EZB glaubt, dass – zum ersten Mal in der Geschichte – eine Inflation die Krise überwinden würde. Der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar sinkt steil, ohne dass das die Exporte ankurbelt. Und auch in Österreich läuft alles darauf hinaus, mehr Staatsschulden zu machen als geplant.

So ließen sich die Irrwege seitenlang aufzählen. Die Politik hofft immer noch auf irgendein Zaubermittel, das schmerzfrei zu einer Erholung führt. Das gibt es aber nicht. Japan zeigt, dass auch die höchste Staatsverschuldung der Welt nichts mehr bewirkt. Außer eine schwere Rezession.

Auch wenn Europa noch so viel Geld in Investitionen oder direkt in den Konsum pumpt: Der Funke springt nicht mehr über. Die Investitionen von Staaten sind ja nur sehr langfristige; sie machen vor allem nur rund zehn Prozent aller Investitionen aus. Die Haushalte aber sparen lieber, statt sich in Konsumorgien zu stürzen; sie fürchten die Zukunft mehr als Negativzinsen.

Daher hat die Industrie kaum noch ein Motiv zu investieren. Sie hat ja überdies genug freie Kapazitäten. Und wer doch investiert, tut das lieber außerhalb des Euro-Raumes.

Jetzt ist guter Rat teuer. Aber es gibt ihn. Dazu müsste freilich die nationale wie europäische Politik eingestehen, seit Jahren einen völlig falschen Kurs gefahren zu sein.

Europa müsste all die Tabus lüften, die ein Wachstum behindern (wie: Fracking, Gen, Hormon, Atom, Gender-Quoten). Es müsste Tausende Umwelt- und Soziallasten aufheben, die immer mehr Unternehmen vertreiben. Es müsste ein sich selbst tragendes Pensionssystem schaffen (das – bis auf soziale Notfälle – nur jene Pensionen zahlt, die sich versicherungsmathematisch aus den jeweiligen Beiträgen ergeben). Das Gesundheitssystem braucht Selbstbehalte, die Patienten zu Verantwortungsbewusstsein bringen. Unternehmen müssten Angestellte genauso leicht wieder loswerden können, wie sie diese angestellt haben. Steuern dürften Leistung nicht mehr bestrafen. Geburtenfördernde Politik müsste verhindern, dass die Alterspyramide endgültig kippt. Eine radikale Straffung von Wohlfahrtssystemen müsste verhindern, dass Europa der einzige Zielort der ganzen Welt für Armuts- und Kriegsflüchtlinge ist. Das Bildungswesen müsste Leistung und Eliten ermöglichen.

Es wäre möglich. Nur: Man müsste es auch tun. Und nicht nur ständig noch mehr Geld drucken.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 11:14

    Warum immer dieser Defaitismus?
    Seien wir doch froh, daß unsere gütigen StaatenlenkerInnen die richtigen Maßnahmen setzen:
    Negativsteuern erhöhen, denn diese werden die Wirtschaft beflügeln, fließen sie doch direkt in den Konsum. Je höher diese "Steuern", umso besser also für uns alle!

    Sichern des Sozial- und Rentensystems durch den Zuzug hunderttausender gutausgebildeter Schwarzafrikaner, Maghrebiner etc. - lauter kreative Frachkräfte mit ausgesprochenem Marketingtalent, die wir dringendst brauchen. Positive Ergebnisse sieht man überall: vom Görlitzpark in Berlin-Kreuzberg bis Karlsplatz in Wien! Also, strengen wir uns an und arbeiten gemeinsam an einer positiven Willkommenskultur: Bleiberecht, Herberge (aber bitte menschenwürdig, von Gemeindewohnung aufwärts) und Job (heißt volle Sozialleistungen) für jeden mühselig Beladenen, der an unsere Pforte klopft!

    Und bitte keine ketzerischen Fragen, wie das alles bezahlt werden soll: wofür haben uns unsere weisen FührerInnen das Energieeffiziengesetz geschenkt,
    durch dessen segensreiche Wirkung wir das nötige Geld einsparen - ist doch ganz einfach!

    Und daß wir dadurch so nebenbei auch noch die Welt vor dem Klimagau erretten, sollte uns zusätzlich Ansporn sein, oder?

    ....difficile est satiram non scribere, ich zumindest hab´s nicht geschafft...

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 02:08

    Der vorletzte Absatz ist goldrichtig und wurde von unserem geschätzten Blogbetreiber in unterschiedlichen Zusammenhängen partiell moniert.
    Nur: Natürlich nützt es nichts, solange Europa und damit auch Österreich, d.h. die jeweiligen "Regierenden" nicht mindestens zwei Tabus lüften bzw. auslöschen:
    1. Das Tabu, sich kein Eingeständnis des Fehlverhaltens, der Fehleinschätzung u.ä. entlocken zu lassen.
    2. Das Tabu, dass man keine Tabus hinterfragen darf.
    Aber auch diese mindestens zwei Ansätze sind ein frommer Wunsch. Man wird mit den Tabus fortfahren, solange es geht. Und dann?

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 05:35

    Auch der Kommentar unseres ÖVP Bürgermeisters in Ma.Enzersdorf ist inzwischen gegendert mit Binnen I.
    Wir haben uns als Gesellschaft bereits aufgegeben. Es gibt keine bürgerliche Gesellschaft mehr, sondern nur noch Funktionäre, die irgendwie durchkommen wollen. Von Unternehmen haben Sie keine Ahnung, ausser dass von dort Geld kommt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 08:34

    Die Haushalte .............
    ..........."fürchten die Zukunft mehr als die Negativzinsen"......................
    Richtig!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBeckmesser
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 05:59

    Die linke Geisteskrankheit zeigt deutlich ihre Folgen. Zerstörung der Gesellschaft und die Umwertung aller Werte. Die Politik sollte eigentlich Krisen verhindern oder entsprechend gegensteuern, aber sie tut gerade das Gegenteil. Wer die Geschichte kennt, weiß, das die Politik selten etwas Gescheites bewirkt hat. Ein politisch Lied, ein garstig Lied.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 09:39

    So richtig die Lösungsvorschläge auch wären, aber jede Partei die so etwas propagiert ist bei der nächsten Wahl nicht mehr im Parlament vertreten.

    Ebenso die ganzen 'Experten', welche in ihrer großen Zahl wohl ganze Legionen auffüllen könnten, dazu dann die 'Statistiker' welche die 'Daten' für die erste Gruppe erfinden, dann die Pendants in der 'Privat'wirtschaft, welche den ganzen Tag diesen Gruppen Zutragsarbeit leisten. Alles 'gut ausgebildete' Akademiker, wenn diese Gruppen die Wahrheit sagen, daß sie nämlich nichts, absolut nichts, zum Wohlstand beitragen, einfach weil sie nicht produzieren, so sind sie alle arbeitslos!

    Und dann noch die ganzen Berater. Ohne ein Zuziehen von Beratern kann man heute nicht einmal die Personalverrechnung oder die Bilanz machen! Vom Förderunwesen oder Genehmigungsverfahren rede ich erst gar nicht. Es wäre sicherlich für die Wirtschaft förderlich, wenn eine einfache und damit rechtssichere Gesetzgebung vorherrschen würde, leider sind dann schon wieder zahlreiche Akademiker arbeitslos.

    Dann noch die riesige Sozialindustrie, welche ja den Import von 'Betreuungsfällen' überhaupt erst notwendig macht. Wieder ein Gutteil Akademiker, vielfach aus Orchideenfächern.

    Und schlußendlich die Pensionisten, die überhaupt nicht einsehen, warum sie nach soooo vielen Jahren harter Arbeit nun weniger bekommen sollen.

    Also ganz realistisch gefragt: Welche Partei überlebt ein Programm gegen diese Gruppen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2014 13:43

    Na Ja, es ist ja bald Weihnachten. Vielleicht geschieht ein Wunder und der Komet schlägt in Brüssel ein. Wahr wird vielmehr sein, dass wir in wenigen Jahren Weihnachten in den ärmlichen Verhältnissen unserer Urgroßeltern verbringen werden. Vielleicht erkennt mann dann ja auch den wahren Sinn hinter dem Christfest - wir werden schneller als befürchtet wieder das Beten lernen!


alle Kommentare

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    Hhm das sendet immer noch. Und schau mal auf die Uhr! Wenn bis mogern nix bei Dir angekommen ist, dann melde Dich bitte. Immerhin waren es 41 Bilder, aber kann das soooo lange dauern?

  9. Surjya (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:20

    Nein liebe Sanne, ich meine das ganz normale Nachverfolgen im Spiel ohne Mods. Das war doch immer so wenn Du wesisn wolltest wo die verschiedenen Familienmitglieder gerade sind, dann bist Du auf das Bildchen des Sims links in der Familienmitgliederfcbersicht gegangen, angeklickt und automatisch wurde der Dir gezeigt. Oder der Sims mit dem Du spielst, wenn der in eine Auto stieg, dann hast Du gesehen wohin der fe4hrt. Der Bildschirm lief quasi mit. Das geht bei mir alles nicht mehr.

  10. Gasthörer (kein Partner)
    28. November 2014 21:37

    Werter Herr AU, Ihre EU-Diktatur ist in der Krise, Resteuropa (CH,N,IS,LIE) geht es wunderbar. Wann werden sie aufhören zu lügen?

  11. F.V. (kein Partner)
    28. November 2014 18:46

    Ein sehenswertes Video: Ewald Stadler über Merkel: sie führt sich auf wie eine Gouverneurin eines Bundesstaates Germany ...

    https://www.youtube.com/watch?v=5dVlzwyLz2s&feature=youtu.be

    • panzerechse (kein Partner)
      28. November 2014 22:05

      Jeder "linkslieberale-wert- und auch sonstkonservative VOLLTROTTEL müsste nach diesem Video wenigstens mit dem Kopf wie ein sediertes Rhinozeros in Schönbrunn wackeln...

  12. PeterT (kein Partner)
    28. November 2014 15:19

    Der Weg aus der Krise ist eine Kombination aus:
    1.) eine Anhebung der Zinsen auf ein normales Maß (sagen wir Leitzins 3-5%)
    2.) Ein Schuldenschnitt (sagen wir 50%)

    Begründung:
    Unnatürlich niedrige Zinsen führen immer zu einer Fehl-Allokation von Geldmitteln, die sich dann in Fehlinvestitionen, Spekulationsblasen etc. äussert.
    Bei einem normalen Zinsniveau finden Inverstitionen da statt wo sie profitabel sind (zumindest wo das erwartbar ist), und profitable Investitionen bedeuten nichts Anderes als - WACHSTUM.
    Fortsetzung folgt....

    • PeterT (kein Partner)
      28. November 2014 15:26

      Solange dieser Zustand nicht hergestellt wird, wird es auch zu keinem Wachstum kommen, weil zu billiges Geld (und damit Resourcen) in unrentable Projekte oder eben in reine Spekulation fließt.

      Eine solche Zinsanhebung würde derzeit zu massenhaften Pleiten / Kreditausfällen führen, weil die bereits gemachten Schulden dann nicht mehr zu finanzieren wären.
      Das würde zum Totalabsturz der Wirtschaft führen.
      Daher bleibt nur, die Schulden so zu kappen, daß die Schuldner den Rest auch bei normalen Zinsen bedienen können - 50% wäre eine Hausnummer.
      Klarerweise würde ein 50% Schnitt auf alle Schulden auch einen 50% Schnitt auf alle Guthaben bedeuten - das ist die bittere Pille.
      Aber besser 50% Guthaben die sicher sind, und ab dann auch wieder ordentliche Zinsen abwerfen, als kalte Enteignung über Nullzinsen und Inflation - das tut genauso weh, nur dauert es 20 Jahre (im Idealfall), während es ab einem Schuldenschnitt gleich wieder bergaufgehen kann.

  13. Francois Villon (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      28. November 2014 14:40

      Die Krisenbewältigungsstrategie Unterbergers ist vielleicht gut gemeint, aber ... er mischt Kraut und Rüben zusammen. Überdies ist das Ökonomische Kalkül als einziger Kompaß das Problem schlechthin, denn der Mensch lebt nicht von Brot allein.

      Z. B.: Letzte Nachricht zur Gentechnik:

      Durch den Anbau von Genmais sterben in Kanada 37 Milliarden Honigbienen

      Ethan A. Huff

      Kopp.Online, 27.11.2014 – In der kanadischen Provinz Ontario sind nach dem Anbau von gentechnisch verändertem (GV-)Mais kürzlich zig Milliarden Honigbienen eingegangen. Der Imker David Schuit aus Elmwood verlor 600 Völker mit circa 37 Millionen Bienen. Wissenschaftler führen das Bienensterben direkt auf Narcotinoid-Pestizide zurück, die das Immunsystem der Bienen angreifen und das Navigationsvermögen stören, sodass sie massenweise sterben.

      Das soll Teil der Lösung sein?

      Was offenbar immer noch als „Lösung“ der Krise betrachtet wird ist das Wachstum. Nun beschreibt AU ganz richtig, daß unsere Unternehmen gar nicht ausgelastet sind, also keinen Grund haben zu investieren, aber er kommt nicht auf die Idee das Dogma vom ewigen Wachstum als krisenursächlich zu betrachten.

      Daß wir von heute auf morgen nicht radikal davon Abstand nehmen können ist klar, aber es kann das doch nicht hindern über Alternativen des Wirtschaftens einmal nachzudenken. Es ist wie mit einem Ertrinkenden: ihm zu raten, er solle schwimmen lernen hilft in diesem Augenblick nicht; man muß ihn irgendwie aus dem Wasser ziehen, aber das ist nicht die Lösung des Problems.

      An anderer Stelle habe ich als Ergänzung zu Volpini über die Fundamentalstruktur des Staates und die ihn konstituierenden Werte etwas ausgeführt. U.a. über die Wohlfahrt des Einzelnen und der Gemeinschaft, des Staates. Nur unter diesem Gesichtspunkt kann man zB eine „Pensionsreform“ diskutieren; so wie die Unterberger und manche seiner Jünger meinen – sie auf irgendwelche Prozentwerte des BIP oder Budget zu kürzen ohne Rücksicht darauf, ob man davon auch vegetieren kann – geht sicher nicht.

      Andere empfehlen unter Verwaltungsreform die Abschaffung der „Doppelgleisigkeiten im Föderalismus“, was ja nur heißen kann der Länder als „nachgeordnete“ Verwaltungseinheiten des Bundes. Und schon im nächsten Satz, daß die Länder Steuern einheben und verwalten sollen.

      Also viel undurchdachte Sprüche.

      Es werden viele kleine Schritte sein, die aber unter einem General-Ziel gesehen und koordiniert werden müssen, um sicherzustellen, daß sie sich nicht gegenseitig aufheben und zum Ziel konvergieren.

  14. brechstange
    27. November 2014 21:31

    Der Kurier hat sich am Team Stronach/ Nachbaur-Bashing besonders hervorgetan und nun das

    http://derstandard.at/2000008707767/Kurier-Herausgeber-Brandstaetter-und-Faymann-auf-Promotion-Tour?ref=rss

    Es mache sich jeder selbst ein Bild.

    • panzerechse (kein Partner)
      28. November 2014 22:23

      In der Fotografensprache... Dieses Bild ist für mich der "Neger im Tunnel"...

  15. perseus
    27. November 2014 16:27

    Die Grundprobleme in Europa sind die folgenden:

    • Viel zu hoher Staatsanteil: in Österreich 51% des BIP, d.h.: der Staat hat die Mehrheit und die Privaten sind in der Minderheit. Zur Blütezeit der UdSSR betrug der Anteil Privatwirtschaft am BIP immer noch 42% - heute in Österreich 49%. Wir nähern uns also stetig mehr der kommunistischen Planwirtschaft an.

    • Viel zu niedrige Zinsen führen zu Fehlinvestitionen. In einer freien Wirtschaft steuert das Zinsniveau die Investitionen. Die Zinsen im Europäischen Desaster werden vom Staat festgelegt. Der hält sie niedrig, weil er schwer verschuldet ist und mit hohen Zinsen kein Budget darstellen könnte. In den Jahren seit 2009 wurde viele unsinnige Projekte Geld investiert, weil die Zinsen so niedrig waren. Da ist schon wieder ein schöner Abschreibungsbedarf in der Pipeline für die nächste Krise – bei den Unternehmen und bei den Banken. Thema Blase, weil die Zinsen so niedrig sind.

    • Energie ist in Europa viel zu teuer, die USA hat einen um 60% niedrigeren Gaspreis. Bei uns gibt’s dafür die Energiewende – also ein Verbot von Atom- und Kohlekraftwerken durch den Staat (Enteignung! – siehe Kommunismus). Und CO2-Zertifikate, die den Rest der Industrie vertreibt, der trotz Kostennachteilen im Land bleiben wollte.

    • Die Löhne sind verglichen mit der internationalen Konkurrenz viel zu hoch. Trotzdem stagniert der Konsum.

    Lösung (oder Erlösung): CRASH des €!!! – je früher desto besser, dann Einführung einer Währung mit variablen Wechselkursen und Goldstandard. Wie es die Schweiz am nächsten Wochenende beschließen wird.

  16. Collector
    27. November 2014 16:03

    Zum Weg aus der Krise: Vielleicht liest der eine oder andere der intelligenteren Poster die Papstrede vor dem EU Parlement oder wenigstens einen guten Kommentar zu dieser Rede, der die politisch höchst inkorrekten Aussagen zusammenfaßt?

    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2014/november/documents/papa-francesco_20141125_strasburgo-parlamento-europeo.html

    http://www.pi-news.net/2014/11/eu-medien-und-die-eigentliche-papstrede/

  17. Obrist
    27. November 2014 13:43

    Na Ja, es ist ja bald Weihnachten. Vielleicht geschieht ein Wunder und der Komet schlägt in Brüssel ein. Wahr wird vielmehr sein, dass wir in wenigen Jahren Weihnachten in den ärmlichen Verhältnissen unserer Urgroßeltern verbringen werden. Vielleicht erkennt mann dann ja auch den wahren Sinn hinter dem Christfest - wir werden schneller als befürchtet wieder das Beten lernen!

  18. oberösi
    27. November 2014 13:40

    OT: der tägliche Wahnsinn, passt genau zum Thema:

    http://ef-magazin.de/2014/11/27/6000-zoll-wenn-es-an-der-tuere-zweimal-klingelt

    Und da sie nun einmal die bestimmende Nation Europas sind, ist der furor teutonicus besonder fatal für uns alle. Ist dieser furor ausnahmsweise nicht gegen seine Nachbarn gerichtet, dann mit umso größerer Leidenschaft gegen sich selbst, wie bereits Napoleon konstatierte:

    “Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.”

  19. Alfred E. Neumann
    • dssm
      27. November 2014 16:14

      Ich glaube nur einer Statistik die selber gefälscht habe!
      Genauso gut hätte man Äpfel und Birnen addieren können.

      Ein gut gebildeter Schweizer, welcher als technischer Vorstand extrem gut verdient und fünf oder sechs ‚libanesischen’ Großfamilien ergeben ein kleines ‚fiskalisches’ Plus pro Person.

      Auch ein Trupp Bauarbeiter aus Polen, welche extrem Überstunden machen, kombiniert mit ein paar nigerianischen Drogenhändlern, welche zwar nett Umsatz machen aber eine deutlich negative Steuerleistung haben, ergeben wieder zusammen ein ‚fiskalisches’ Plus pro Person.

      Bliebe noch der chinesische Koch und seine Frau, die 25 Stunden am Tag arbeiten (und wenn nötig die Nacht auch noch). Die Chinesen mischen wir dann mit ein paar Pakistani, sind ja auch ‚Asiaten’ und schon bleibt ein kleines ‚fiskalisches’ Plus pro Person.

      Man könnte noch ein paar weiterer solcher Paare bilden, wie den beliebten und kompetenten persischen Arzt und dem tschetschenischen Unruhestifter statistisch vereinen oder den portugiesischen Metallarbeiter mit einem rumänischen Roma in eine Topf werfen.

      Man könnte aber die Akademikertrotteln bei der Bertelsmannstiftung einmal fragen, ob wir nicht lieber nur den Schweizer, die Polen und die Chinesen (…) aufnehmen, den anderen aber die Türe zeigen.

    • Wyatt
      27. November 2014 20:46

      dssm
      ***************!

  20. Politicus1
    27. November 2014 12:30

    Zur Krise eine gute und eine schlechte Nachricht:
    Zuerst die gute:
    Arbeitslosenzahl auf Dreijahrestief.
    Im November waren um 16.000 weniger Arbeitslose als im Oktober und 89.000 weniger als vor einem Jahr registriert.
    Die Arbeitslosenrate blieb unverändert bei 6,3 Prozent.

    Und jetzt die schlechte:
    diese gute Nachricht kommt aus Deutschland - und leider nicht aus Österreich.
    In Österreich steigt die Arbeitslosigkeit weiter und wir hatten im Oktober eine Arbeitslosenrate von 8,1 Prozent.

    • dssm
      27. November 2014 16:17

      @politicus1
      Sie müssen aber zugeben, daß die deutsche Regierung das Problem erkannt hat und hart an seiner Lösung arbeitet! Die Kombination aus Mindeslohn, frühes Pensionsalter, Massenzuwanderung, Akademisierung und Energiewende wird sehr bald gute Ergebnisse zeitigen.

  21. oberösi
    27. November 2014 11:14

    Warum immer dieser Defaitismus?
    Seien wir doch froh, daß unsere gütigen StaatenlenkerInnen die richtigen Maßnahmen setzen:
    Negativsteuern erhöhen, denn diese werden die Wirtschaft beflügeln, fließen sie doch direkt in den Konsum. Je höher diese "Steuern", umso besser also für uns alle!

    Sichern des Sozial- und Rentensystems durch den Zuzug hunderttausender gutausgebildeter Schwarzafrikaner, Maghrebiner etc. - lauter kreative Frachkräfte mit ausgesprochenem Marketingtalent, die wir dringendst brauchen. Positive Ergebnisse sieht man überall: vom Görlitzpark in Berlin-Kreuzberg bis Karlsplatz in Wien! Also, strengen wir uns an und arbeiten gemeinsam an einer positiven Willkommenskultur: Bleiberecht, Herberge (aber bitte menschenwürdig, von Gemeindewohnung aufwärts) und Job (heißt volle Sozialleistungen) für jeden mühselig Beladenen, der an unsere Pforte klopft!

    Und bitte keine ketzerischen Fragen, wie das alles bezahlt werden soll: wofür haben uns unsere weisen FührerInnen das Energieeffiziengesetz geschenkt,
    durch dessen segensreiche Wirkung wir das nötige Geld einsparen - ist doch ganz einfach!

    Und daß wir dadurch so nebenbei auch noch die Welt vor dem Klimagau erretten, sollte uns zusätzlich Ansporn sein, oder?

    ....difficile est satiram non scribere, ich zumindest hab´s nicht geschafft...

  22. Josef Maierhofer
    27. November 2014 09:52

    Die Krise kam durch die Politik und wird durch die Politik nicht gelöst. Die liefert weder Lösungs- noch Tilgungsvorschläge, das Volk muss die Verantwortung übernehmen, die Politik ist verantwortungslos.

    Die Linken in Österreich muss man abwählen (Rot-Schwarz-Grün-Pink), dann wäre ein erster Schritt getan. Die Blauen versprechen direkte Demokratie. Sie darauf festzunageln wäre der zweite Schritt. Die Korruption muss man bestrafen, die Werbung durch die Politik in den Medien einschränken. Die Parteiförderungen muss man einstellen und die anderen Förderungen zurückfahren. Die Doppelgeleisigkeiten im Föderalismus muss man beenden und unnötige Gremien auflösen. Die Länder müssen selbst Steuern einheben und verantworten und verwalten und davon leben. Die Gesetze müssen vereinfacht werden. Der Austritt aus unzähligen und unnötigen EU-Vereinen muss durchgeführt werden, der EU-Vertrag auf den Handelsvertrag reduziert werden. Der Austritt aus dem Euro muss diskutiert werden und eventuell sogar erfolgen, dann erübrigt sich auch die ESM-Frage. Die Neutralität Österreichs muss wieder an die erste Stelle gestellt werden. Firmenzerstörendes Quoten und Gendergeplänkel muss beendet werden. u.v.a.m.

    Wir können doch nicht zulassen, wie diese linke Meute Österreich noch weiter ruiniert und noch tiefer hinunterzieht. Fordern wir die heutige Politik auf, alle wichtigen und fundamentalen Fragen mit dem Volk zu besprechen und den Entscheid des Volkes zu beachten und nicht zu hintertreiben, wie die Linken das mit unserem Bundesheer tun.

    Ich glaube, die 'Altparteien' oder Linksparteien SPÖVP und Grün-Pink sollten ausgedient haben und gehören abgewählt und mit den anderen die direkte Demokratie eingeführt, die Medien dürfen keine Korruptionstarife mehr beziehen, dann wird das ganze Österreich aufatmen und die Schwere der aufgebürdeten Last erst beginnen zu erkennen.

  23. dssm
    27. November 2014 09:39

    So richtig die Lösungsvorschläge auch wären, aber jede Partei die so etwas propagiert ist bei der nächsten Wahl nicht mehr im Parlament vertreten.

    Ebenso die ganzen 'Experten', welche in ihrer großen Zahl wohl ganze Legionen auffüllen könnten, dazu dann die 'Statistiker' welche die 'Daten' für die erste Gruppe erfinden, dann die Pendants in der 'Privat'wirtschaft, welche den ganzen Tag diesen Gruppen Zutragsarbeit leisten. Alles 'gut ausgebildete' Akademiker, wenn diese Gruppen die Wahrheit sagen, daß sie nämlich nichts, absolut nichts, zum Wohlstand beitragen, einfach weil sie nicht produzieren, so sind sie alle arbeitslos!

    Und dann noch die ganzen Berater. Ohne ein Zuziehen von Beratern kann man heute nicht einmal die Personalverrechnung oder die Bilanz machen! Vom Förderunwesen oder Genehmigungsverfahren rede ich erst gar nicht. Es wäre sicherlich für die Wirtschaft förderlich, wenn eine einfache und damit rechtssichere Gesetzgebung vorherrschen würde, leider sind dann schon wieder zahlreiche Akademiker arbeitslos.

    Dann noch die riesige Sozialindustrie, welche ja den Import von 'Betreuungsfällen' überhaupt erst notwendig macht. Wieder ein Gutteil Akademiker, vielfach aus Orchideenfächern.

    Und schlußendlich die Pensionisten, die überhaupt nicht einsehen, warum sie nach soooo vielen Jahren harter Arbeit nun weniger bekommen sollen.

    Also ganz realistisch gefragt: Welche Partei überlebt ein Programm gegen diese Gruppen?

  24. Nestor 1937
    27. November 2014 08:34

    Die Haushalte .............
    ..........."fürchten die Zukunft mehr als die Negativzinsen"......................
    Richtig!

  25. Beckmesser
    27. November 2014 05:59

    Die linke Geisteskrankheit zeigt deutlich ihre Folgen. Zerstörung der Gesellschaft und die Umwertung aller Werte. Die Politik sollte eigentlich Krisen verhindern oder entsprechend gegensteuern, aber sie tut gerade das Gegenteil. Wer die Geschichte kennt, weiß, das die Politik selten etwas Gescheites bewirkt hat. Ein politisch Lied, ein garstig Lied.

  26. Pennpatrik
    27. November 2014 05:35

    Auch der Kommentar unseres ÖVP Bürgermeisters in Ma.Enzersdorf ist inzwischen gegendert mit Binnen I.
    Wir haben uns als Gesellschaft bereits aufgegeben. Es gibt keine bürgerliche Gesellschaft mehr, sondern nur noch Funktionäre, die irgendwie durchkommen wollen. Von Unternehmen haben Sie keine Ahnung, ausser dass von dort Geld kommt.

  27. kritikos
    27. November 2014 02:08

    Der vorletzte Absatz ist goldrichtig und wurde von unserem geschätzten Blogbetreiber in unterschiedlichen Zusammenhängen partiell moniert.
    Nur: Natürlich nützt es nichts, solange Europa und damit auch Österreich, d.h. die jeweiligen "Regierenden" nicht mindestens zwei Tabus lüften bzw. auslöschen:
    1. Das Tabu, sich kein Eingeständnis des Fehlverhaltens, der Fehleinschätzung u.ä. entlocken zu lassen.
    2. Das Tabu, dass man keine Tabus hinterfragen darf.
    Aber auch diese mindestens zwei Ansätze sind ein frommer Wunsch. Man wird mit den Tabus fortfahren, solange es geht. Und dann?





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