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Warum Ökonomen immer scheitern

Lesezeit: 2:30

Europa kommt nicht und nicht aus der nun schon über sechs Jahre dauernden Krise. Es rätselt verzweifelt, warum das so ist. Eine wichtige, wenn auch unbeabsichtigte Antwort auf diese Frage ist im inneren Widerspruch zwischen zwei Aussagen zu finden, die der deutsche Wirtschaftsforscher und oberste Regierungsberater Marcel Fratzscher jetzt gemacht hat.

Er verteidigt erstens vehement die Milliarden-Hilfen für Griechenland & Co. Und er verlangt zweitens ebenso vehement massive Strukturreformen in einzelnen EU-Staaten. Auch viele andere Ökonomen machen ähnliche Aussagen und begreifen nicht den Widerspruch. Denn: Ökonomen verstehen nichts von Politik und politischer Psychologie. Politiker und Medien verstehen aber wiederum nichts von Ökonomie.

Die getadelte Reformverweigerung gibt es nämlich gerade wegen der Milliarden-Rettungsaktionen, selbst wenn man diese in der Ökonomen-Logik begründet. Warum sollte eine Regierung unpopuläre Reformen machen, die zu Wahlniederlagen führen, wenn ohnedies immer Retter bereitstehen? In der politischen Logik (meist eine parteipolitische) handeln die Reformverweigerer also durchaus richtig.

Ein weiterer sich hier zeigender Fehler vieler Ökonomen ist ihr Kommunikationsdefizit. Sie sprechen viel zu technisch und nennen Dinge fast nie beim Namen. Sie reden etwa immer nur von „Strukturreformen“. Das Wort klingt harmlos, wenn man nicht dazusagt, was eigentlich gemeint ist: der Abbau einiger Wohlfahrtsleistungen, Selbstbehalte bei der Krankenversicherung, ein deutlich höheres Pensionsantrittsalter, leichtere Kündigungsmöglichkeiten, zuschlagsfreie Überstunden, der Abbau Tausender bürokratischer Regeln, globaler Freihandel. Und so weiter.

Würde man das so konkretisieren, wäre man sofort mit Protesten konfrontiert. Das tun sich die meisten Ökonomen nicht an und bleiben lieber im wissenschaftlichen Elfenbeinturm. Viele von ihnen können sich auch gar nicht konkret ausdrücken, sondern nur technokratisch.

Die Ökonomen haben zwar richtig erkannt, dass Frankreich und Italien Europas weitaus schlimmste Reformverweigerer sind. Aber sie begreifen nicht – ihr dritter Fehler –, dass diese beiden Länder politische Schwergewichte in der EU sind. Während kleine Länder wie Irland, Portugal und Griechenland und überraschenderweise auch das mittelgroße Spanien zumindest einen Teil der von ihnen verlangten Reformen nolens volens gemacht haben und so langsam wieder Boden unter den Füßen bekommen, lassen sich Frankreich und Italien nicht einmal ansatzweise unter Druck setzen. Dazu sind sie zu stolz und groß. Sie machen einfach nur immer weiter Schulden und keine Reformen, gegen die etwa die Gewerkschaften protestieren würden.

Die europäischen Milliarden-Rettungsaktionen zeigen sich mehr denn je als folgenschwerer Fehler. Sie haben das Prinzip Eigenverantwortung abgeschafft. Das begreift aber offenbar nur, wer nicht nur Ökonomie, sondern auch die Kausalitäten der politischen Psychologie versteht.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 01:28

    "Warum sollte eine Regierung unpopuläre Reformen machen, die zu Wahlniederlagen führen, wenn ohnedies immer Retter bereitstehen?"

    Ganz richtig, warum auch. Wir zahlen. Und wenn wir nicht mehr können, ist eh alles hin. Aber bis dahin: warum sollte irgend ein Politiker freiwillig auf Macht, Status und Ansehen, auf seine Pfründe verzichten?

    Und warum sollte ein Ökonom, der in renommierten Zeitschriften publizieren und zitiert werden will (je mehr Zitate, umso weiter oben in internationalen Rankings, umso mehr Einladungen, umso höher die Honorare dafür), der an renommierte Universitäten berufen werden will, der vielleicht sogar den Nobelpreis will, warum soll sich so jemand seine Karriere versauen durch Wahrheiten, die sowieso niemand hören will.

    So hat halt jeder seine hidden agenda. Nährt den Mann und sichert die Zukunft.

    Ist bei anderen ExpertInnen ja nicht anders, ob PolitikberaterInnen oder UmweltexpertInnen. Oder bei Journalisten. Sind halt die Hofnarren (im besten Fall) oder Parasiteure (im Allgemeinen) des Systems.

    Abgesehen, daß dies sowieso so eine Sache ist mit den Prognosen. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen...

    Und so werden wir halt weiter unseren Hausverstand bemühen, der uns immer schon gesagt hat, daß man à la longue nicht mehr ausgeben kann als man einnimmt.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 08:43

    Der typische Ökonom hat nicht die leiseste Ahnung von Wirtschaft, sonst wären sie ja nicht an Instituten tätig, würden jahrelang als extrem schlecht bezahlter wissenschaftlicher Mitarbeiter das Leben fristen und schön brav dem Geldgeber, sprich Staat, passende Lehrmeinungen vertreten, sondern wären Unternehmer – so einfach.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 06:49

    Der Hauptgrund der Wirtschaftskrise mit dem enormen Schuldenstand der meisten Länder liegt aus meiner Sicht in von den Regierungen gewährten und überbordenden Sozialleistungen. Damit reduziert sich der Wille vieler, Eigenverantwortung für das eigene Überleben zu übernehmen. Eigentlich ist dieses System zu einem Teufelskreis geworden, denn die Geschenkeverteilung und mögliche Wahlchancen sind eng miteinander verbunden.
    Ich verfüge durch dortige Mitarbeiter etwas über Insiderwissen beim AMS, GKK und BBRZ, da sieht man, wie man in Österreich auch ohne Arbeit mit staatlicher Hilfe gut "über die Runden" kommt.
    Eigentlich ist es wie beim Ei-Henne-Prinzip: Viele Leute klagen über hohe Steuern und Abgaben, haben daher auch keine Skrupel, den Staat gehörig zu melken. Andererseits ist der Staat gefordert, noch mehr Steuern einzuheben, um diese an sich gerissenen Aufgaben zu bewältigen.

    Dänemark, Schweden und Finnland haben vor 20 Jahren gezeigt, dass man die Sozialausgaben auch auf ein vernünftiges Maß zurückführen kann, ohne dass alles zusammenbricht. Wer traut sich, dies in Österreich zu machen, auch mit dem Risiko, dass er bei den nächsten Wahlen etwas an Stimmen verliert?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 10:01

    Die Politiker und Ökonomen können gar nicht so dumm sein dass sie nicht ganz genau wissen wohin die Reise geht:
    Zu einem Euro-Kollaps und Multi-Staatsbankrott, je länger sie dies hinausschieben umso grausamer werden die Folgen sein.
    Sie haben keine Rezepte mehr für eine geordnete Sanierung, daher drucken sie nur mehr unbeschränkt weiter Geld nach der Devise, "Hinter uns die Sintflut".
    Ach ja, so versteht man auch die Kriegstreiberei, wenn wir schon in das Elend stürzen, dann muss es dafür auch einen Schuldigen geben, er ist ja bereits ausgemacht!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 23:16

    Es vergeht einem noch Worte darüber zu verlieren. Es ist wahnsinnig traurig, dass unsere Volksvertreter das Volk verkaufen und Ökonomen dazu jubeln.

    Draghi hat ja wieder mit der Deflationskeule im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Parlaments gewachelt und damit seine "betrügerische" Geldpolitik verteidigt.

    Die Preise müssen aufgrund des Euros in den Krisenländern sinken, sie müssen es. Einen anderen Weg gibt es im Euro nicht. Und bei uns müssen sie steigen, sie müssen es, damit die Löhne und Preise in Krisenländern nicht so stark sinken müssen. Doch es wird nicht zusammenkommen. Ökonomen,die das sagen, sind sofort weg vom Fenster bzw. werden verschwiegen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2014 15:44

    Die besagten Ökonomen kriegen das schon hin, sie müssen sich nur mehr mit Drogenkonsum u. Schmuggel von Zigaretten beschäftigen.
    Die EU hat´s vorgegeben, Italien setzt es bereits um......bald ist die (Schulden)Welt wieder in Ordnung.

    http://orf.at/#/stories/2246657/

  7. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Schimank
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. September 2014 08:12

    Im "Spiegel" wurde DIW-Chef Marcel Fratzscher, der auch Frau Merkel berät, zur Eurokrise befragt.
    Dieser behauptete allen Ernstes, daß die Rettungspolitik "vor allem nach deutschen Vorstellungen gestaltet" wird. Die Wahrheit ist, daß der deutsche Vertreter (und die der geldwertstabilitätsliebenden Länder Österreich, Holland und Finnland) im EZB-Rat regelmäßig von den Vertretern der Mittelmeerländern überstimmt wird. Die deutsche Regierung versucht, das Schlimmste abzuwenden. Deutschland hat in der EZB nur eine Stimme, haftet aber zu 27% für das Risiko. Das ist ein Unding!
    Er hat nichts gegen die Rettung von Staaten und den Aufkauf von Staatsanleihen, was gegen Maastrichter Vertrag verstößt

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Schimank
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. September 2014 08:12

    Im "Spiegel" wurde DIW-Chef Marcel Fratzscher, der auch Frau Merkel berät, zur Eurokrise befragt.
    Dieser behauptete allen Ernstes, daß die Rettungspolitik "vor allem nach deutschen Vorstellungen gestaltet" wird. Die Wahrheit ist, daß der deutsche Vertreter (und die der geldwertstabilitätsliebenden Länder Österreich, Holland und Finnland) im EZB-Rat regelmäßig von den Vertretern der Mittelmeerländern überstimmt wird. Die deutsche Regierung versucht, das Schlimmste abzuwenden. Deutschland hat in der EZB nur eine Stimme, haftet aber zu 27% für das Risiko. Das ist ein Unding!
    Er hat nichts gegen die Rettung von Staaten und den Aufkauf von Staatsanleihen, was gegen Maastrichter Vertrag verstößt


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  1. Dieter Blasl (kein Partner)
    08. November 2016 17:25

    naja es fängt sich ja damit an, dass die Grundlage "Markt" jeder Wirtschaftswissenschaft nur existiert, wenn es UNENDLICH viele MarktteilnehmerInnen mit gleichen/gleichartigen Beschränkungen (zb verfügbares Geld etc.etc.) sind ...
    ok Link darf ich hier nicht schreiben, aber Google Suchworte sind zb monedem oder umwedem (beides wordpress)

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  7. Concepcion (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:27

    Didn't know the forum rules allowed such brilailnt posts.

  8. Kitti (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:14

    Your cranium must be prtecoting some very valuable brains.

  9. Yessica (kein Partner)
    20. Januar 2015 14:29

    Tip top stffu. I'll expect more now.

  10. Johnanthoney (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:09

    You've really impesesrd me with that answer!

  11. Norbert Mühlhauser
    24. September 2014 23:12

    [Das kaufmänn. 'und' - das Ampersand - funktioniert hier leider noch immer nicht, daher gleich nochmals:]

    Also ich weiß zuwenig darüber, welche Medizin man Frankreich und Italien im Rahmen von Strukturreformen angedeihen lassen sollte.

    Jedoch dürfte sich das ohnehin erübrigen, weil die EU - Hurra! - BI(E!)P-Modifikationen eingeführt hat, denen zufolge _jedwede_ Forschung und Entwicklung (kurz: R'u'D) als intellektuelles Eigentum zu vwl Vermögen führt, dessen Abschreibung im Rahmen der vwl Gesamtrechnung (kurz: VGR) naturgemäß nur durch Obsoleszenz erfolgen kann, und zwar auch hinsichtlich Forschungsaufträgen im Rahmen von Körperschaften öffentlichen Rechts.

    Wenn also die Regierung und nachgeordnete Stellen Forschungsmilliarden über die Ergründung der Unsterblichkeit der Maikäfer bereitstellen, um die Akademikerarbeitslosigkeit zu bekämpfen, so vermehren darüber erstellte Studien das volkswirtschaftliche (kurz: vwl) Vermögen gleich ganz ungemein, weil bei öffentlich-rechtl Forschung - anders als grosso modo iRd Wirtschaft - nicht der Marktpreis, sondern die Entstehungskosten zum Ansatz gebracht werden sollen, wiewohl niemand am Markt für derlei Gewäsch einen Preis zahlen würde.

    Gleiches gilt natürlich für Studien über die enorme Bedeutung der der Froschpopulation gerade an Stellen, die für Stau- oder Fließkraftwerke geeignet sind, oder dergleichen. (Sorry an alle Grünbewegten hier, aber ich gehöre halt zu den ungebildeten Ignoranten, die es beschäftigt, wie es die Frösche nur in den letzten dreitausend Jahren, in denen Europa vom Urwald zur Kulturlandschaft umgewandelt wurde, überhaupt ohne Ökologie aushalten konnten!)

    Es eignen sich aber auch andere Studien im öffentl-rechtl Auftrag zur Schaffung verheißungsvollen vwl Vermögens (engl.: "capital formation"), etwa darüber

    - wie die Bürgerschaft dazu bewegt werden könnte, ihre Behausungen nur auf 15 Grad zu temperieren, und welche vorteilhaften Auswirkungen auf die Energieunabhängigkeit der Union, insb von diesem bösen Putin, dies haben könnte;

    - wie die Bürgerschaft dazu bewegt werden könnte, sich einem rigorosen und sanktionsbewehrten Ernährungsregime zu unterziehen, und die vorteilhaften Auswirkungen auf die Beschäftigung des medizinischen Sektors, der amtlichen Gesundheitswächter, und nicht zuletzt die Gesundheitsstatistiken;

    - wie die Bürgerschaft dazu bewegt werden könnte, die totale Kontrolle der Kommunikation, insbesondere im Internet und telephonisch, zu akzeptieren, und inwiefern die Ansätze von Ceaucescu, der Volksrepublik China, wie auch der NSA noch verbesserungswürdig sind.

    - wie die derbe Männlichkeit (sex, nicht gender!) endlich dazu gebracht werden könnte, 50 % der Haushaltsarbeit zu leisten, auch wenn deren Beruf unter Schwerarbeit fällt, oder andere kostensparende Bastelfertigkeiten in Haus und Garten dadurch leiden würden.

    - Nicht zuletzt aber Studien darüber, welch enormen Beschäftigungsvorteile - im Hinblick auf Arbeitslosenstatistiken bzw die Arbeitslosenproblematik - aus der Erringung eines akademischen Grades resultieren!

    (Diese Aufzählung ist nicht erschöpfend. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass die USA diese BIP-Berechnungsmethode schon seit einiger Zeit praktizieren.)

    ------------------------------------------------
    Quellen bzw weiterführ. Literatur zum neuen Standard ESVG 2010 ("Europ. System der VGR"):

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/3874357/Wirtschaftsleistung_Ein-rechnerisches-Wunder?_vl_backlink=/home/index.do

    http://tinyurl.com/m5pjfpb

    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-GQ-14-004/EN/KS-GQ-14-004-EN.PDF

  12. Norbert Mühlhauser
    24. September 2014 23:08

    Also ich weiß zuwenig darüber, welche Medizin man Frankreich und Italien im Rahmen von Strukturreformen angedeihen lassen sollte.

    Jedoch dürfte sich das ohnehin erübrigen, weil die EU - Hurra! - BI(E!)P-Modifikationen eingeführt hat, denen zufolge _jedwede_ Forschung und Entwicklung (kurz: R

    - wie die Bürgerschaft dazu bewegt werden könnte, sich einem rigorosen und sanktionsbewehrten Ernährungsregime zu unterziehen, und die vorteilhaften Auswirkungen auf die Beschäftigung des medizinischen Sektors, der amtlichen Gesundheitswächter, und nicht zuletzt die Gesundheitsstatistiken;

    - wie die Bürgerschaft dazu bewegt werden könnte, die totale Kontrolle der Kommunikation, insbesondere im Internet und telephonisch, zu akzeptieren, und inwiefern die Ansätze von Ceaucescu, der Volksrepublik China, wie auch der NSA noch verbesserungswürdig sind.

    - wie die derbe Männlichkeit (sex, nicht gender!) endlich dazu gebracht werden könnte, 50 % der Haushaltsarbeit zu leisten, auch wenn deren Beruf unter Schwerarbeit fäll,t oder andere kostensparende Bastelfertigkeiten in Haus und Garten dadurch leiden würden.

    - Nicht zuletzt aber Studien darüber, welch enormen Beschäftigungsvorteile - im Hinblick auf Arbeitslosenstatistiken bzw die Arbeitslosenproblematik - aus der Erringung eines akademischen Grades resultieren!

    (Diese Aufzählung ist nicht erschöpfend. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass die USA diese BIP-Berechnungsmethode schon seit einiger Zeit praktizieren.)

    ------------------------------------------------
    Quellen bzw weiterführ. Literatur zum neuen Standard ESVG 2010 ("Europ. System der VGR"):

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/3874357/Wirtschaftsleistung_Ein-rechnerisches-Wunder?_vl_backlink=/home/index.do

    http://tinyurl.com/m5pjfpb

    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-GQ-14-004/EN/KS-GQ-14-004-EN.PDF

  13. Francois Villon (kein Partner)
    24. September 2014 20:38

    @terbuan,

    Sie haben schon recht, daß die „Experten“ und Politiker (= die wirklichen Fädenzieher) nicht so blöd sein können, um nicht das Scheitern ihrer Währungs- und Finanzpolitik von Anfang erkannt zu haben. Also waren all diese Aktionen Absicht, nämlich die geplante Krise herbeizuführen.

    Warum? – Weil nun in der Krise jene (Ver-)Änderungen möglich und durchsetzbar sind, um die es in Wahrheit geht: die Auflösung der Nationalstaaten und die „New World Order“ mit einer „Global Governance“.

    Da dies verständlicherweise die Völker absolut nicht wollen, muß man sie an den Rand des Ruins führen; aber das haben ja die Insider ohnedies immer wieder einmal gesagt. Wir vergessen es nur oder achten

  14. Wolfgang Schimank (kein Partner)
    24. September 2014 08:12

    Im "Spiegel" wurde DIW-Chef Marcel Fratzscher, der auch Frau Merkel berät, zur Eurokrise befragt.
    Dieser behauptete allen Ernstes, daß die Rettungspolitik "vor allem nach deutschen Vorstellungen gestaltet" wird. Die Wahrheit ist, daß der deutsche Vertreter (und die der geldwertstabilitätsliebenden Länder Österreich, Holland und Finnland) im EZB-Rat regelmäßig von den Vertretern der Mittelmeerländern überstimmt wird. Die deutsche Regierung versucht, das Schlimmste abzuwenden. Deutschland hat in der EZB nur eine Stimme, haftet aber zu 27% für das Risiko. Das ist ein Unding!
    Er hat nichts gegen die Rettung von Staaten und den Aufkauf von Staatsanleihen, was gegen Maastrichter Vertrag verstößt

  15. heartofstone (kein Partner)
    23. September 2014 21:08

    OT aber, zumindest in der ersten Instanz, sehr fein ...

    Urteil: Internetzugang nicht GIS-pflichtig

    http://derstandard.at/2000005916850/Urteil-Internetzugang-nicht-GIS-pflichtig

    Habe weder Fernseher noch Radio und zahle deshalb nichts. ORF interessiert mich einfach nicht. Die Bonzen am Fernsehhügel sollen schauen wo sie die Kohle herkriegen. Und sollte es Wrabetz wagen die sog. Haushaltsabgabe ins Rennen zu schicken gibt es Krieg ... and i mean it ...

  16. Isabella (kein Partner)
    23. September 2014 17:36

    Video 3:21 Min.
    Neue Asylunterkünfte : Bürgerversammlung Duisburg Neumühl

    Eindrücke von der Bürgerinfo am 19. September 2014 im Agnesheim.

    Es ging um die geplante Notunterkunft im ehemaligen Sankt Barbara Hospital.

    Die Politiker der Grünen mussten später über einen
    Hinterausgang vor den wütenden Bürgern fliehen.

    Die Polizei hat aus umliegenden Städten Verstärkung angefordert,
    da die Bürger immer wütender wurden und die Asylanten-“Notunterkunft”
    auf keinen Fall akzeptieren wollen.

    Die Bürgen fangen an sich zu wehren !
    http://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2014/09/23/neue-asylunterkunfte-burgerversammlung-duisburg-neumuhl/

  17. cmh (kein Partner)
    23. September 2014 16:00

    "Sie sprechen viel zu technisch und nennen Dinge fast nie beim Namen."

    Das kann man so nicht stehen lassen. Nach all den langen Jahren seit Keynes sollte sich sowohl bei Politikern als auch bei den Regierten eine gewisse Vokabelkenntnis eingestellt haben.

    Dass die Ökonomen noch immer so labern können, dürfen und auch sollen liegt nicht an deren mangelnder Kommunikationsfähigkeit, sondern in den völlig verstopften Ohren der Politiker und der Regierten.

    Und bei all den Möchtegernzockern, die sich "Produkte" von "Finanzberatern" aufschwatzen lassen, von denen kein Unterschied zum Pyramidenspiel festzustellen ist darf man wohl schlicht Dummheit annehmen.

  18. Historiker (kein Partner)
  19. Tik Tak (kein Partner)
    23. September 2014 15:22

    "Die getadelte Reformverweigerung gibt es nämlich gerade wegen der Milliarden-Rettungsaktionen ..."

    Ahh ja, warum gibt es diese Reformverweigerung schon seit zumindest 40 Jahren?
    Vorauseilende Verweigerung angesichts der in den 1970/80/90ern erwartenden Milliarden Rettungsaktionen der späten 2000er Jahre?

    Oder hat sich der Unterberger hier auch nur als verständnisloser Schreiberling geoutet?

    Der Widerstand zu Änderungen und Reformen in der Verwaltung ist so alt wie der Verwaltungsapparat selbst.
    Dazu braucht es keine Milliarden Rettungsaktionen.
    Dazu braucht es nur einen vom Leistungs- und Erwerbsdruck abgekoppelten Verwaltungsapparat.
    Geld anderer Leute zu verwalten macht träge.

  20. Isabella (kein Partner)
    23. September 2014 13:12

    Ex CIA Offizier: Das sind die wahren Schuldigen am Ukraine Krieg (21.9.14)

    Ex CIA Offizier Ray McGovern, der über 30 Jahre beim US-
    Geheimdienst gearbeitet hat, legt klare Fakten auf den Tisch!
    Zwei Interviews mit ihm, die in Deutschland aufgezeichnet wurden,
    sagen in aller Deutlichkeit, wer den Putsch in Kiew ausgelöst hat
    und warum es deshalb zum Ukraine-Krieg kam.

    Ein absolutes "Must see it" für alle, die an den wahren
    Hintergründen interessiert sind und eine Ohrfeige für unsere
    gleichgeschalteten Medien, Politiker und NATO-Versteher!
    http://www.youtube.com/watch?v=juw4E4O_XeI

    • MH 0817 (kein Partner)
      23. September 2014 15:35

      Es ist tragisch für das neokonservative Kriegshetzer-Tagebuch, dass Putin mit dem Waffenstillstand in der Ukraine den 3. Weltkrieg verhinderte, den Unterberger so sehr ersehnte. Unterberger hätte seine Leser liebend gerne auf ukrainischer Erde sterben sehen, so wie tausende ukrainische Nazis dort eben starben.

    • Freidenker (kein Partner)
      23. September 2014 18:47

      Isabella:

      Danke für den überaus aufschlußreichen Link. Ein weiterer Beweis, dass die hämisch "Putinversteher" genannten, (frei)denkenden Menschen in dieser sogenannten Ukrainekrise von Anfang an Recht hatten.

      Diese aufklärende und warnende Stimme sollte in den Medien gehört werden, und nicht dass Ray McGovern mehr oder weniger in einem Hinterzimmer privat aufgenommen werden muss und nur im Internet gebracht werden darf.

    • N. S. A. (kein Partner)
      23. September 2014 19:48

      Warum verschweigt uns der neokonservative Blut-und-Boden-der-Ukraine-Blog all die guten Nachrichten aus dem von Unterberger gelobten Land:

      Unterbergers geliebter Führer, Petro Poroschenko, hat zugegeben, dass 65 % des Kriegsmaterials der ukrainischen Nazi-Bataillone von den neurussischen Freiheitskämpfern zerstört wurde. Dazu kommt die Staatspleite des lächerlichsten Nazi-Regimes in der Geschichte der Menschheit. Die Ukrainer werden auch bald Hunger leiden, weil die Jugend den Heldentod für die Wallstreet starb, statt auf dem Feld zu arbeiten. Der CIA-Putsch in der Ukraine bringt blutige Früchte für das von Unterberger gelobte Land.

  21. Erich Bauer
    23. September 2014 07:44

    Die stationäre Räuberbande sollte sich nicht zu sicher fühlen...

    http://www.20min.ch/ausland/news/story/15779292

  22. brechstange
    22. September 2014 23:16

    Es vergeht einem noch Worte darüber zu verlieren. Es ist wahnsinnig traurig, dass unsere Volksvertreter das Volk verkaufen und Ökonomen dazu jubeln.

    Draghi hat ja wieder mit der Deflationskeule im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Parlaments gewachelt und damit seine "betrügerische" Geldpolitik verteidigt.

    Die Preise müssen aufgrund des Euros in den Krisenländern sinken, sie müssen es. Einen anderen Weg gibt es im Euro nicht. Und bei uns müssen sie steigen, sie müssen es, damit die Löhne und Preise in Krisenländern nicht so stark sinken müssen. Doch es wird nicht zusammenkommen. Ökonomen,die das sagen, sind sofort weg vom Fenster bzw. werden verschwiegen.

  23. Brigitte Imb
    22. September 2014 22:31

    OT - Es knarrt im Gebälk.......

    Da aus Platzmangel (od. anderen Ausreden) "Asylanten" vermehrt und im Großangebot in ländlichen Gemeinden untergebracht werden , beginnt die jeweilige Bevölkerung zu rumoren. In Bad Gastein, sowie in Spital am Semmering.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3873912/Asyl_400-wutende-Burger-bei-Versammlung-am-Semmering-?_vl_backlink=/home/index.do

    http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/uebergangsquartier-fuer-40-fluechtlinge-in-bad-gastein-121668/

  24. La Rochefoucauld
    22. September 2014 22:11

    Das ist aber keine wirkliche Überraschung. Europa wird die nächsten Jahrzehnte nicht aus der Krise kommen. Das ist eine direkte Folge der Globalisierung und der Verschiebung der Kräfte, sowie der Unfähigkeit der europäischen Politik, sich aktiv diesem Umstand zu stellen. Die europäische Politik (aber auch die jeweilige nationale Politik) ist nur noch damit beschäftigt, die Landung weniger hart zu gestalten. Mehr nicht.

    • dssm
      22. September 2014 22:35

      Die wirtschaftliche Schwäche wird uns wohl lange verfolgen. Man sieht es an einem einfachen Umstand: Zu diesem Beitrag des Herrn AU sind keine zehn Lesermeinungen gekommen.
      Es geht zwar um unser aller Zukunft, es geht um die Zukunft der Kinder; sollte eine Krise, wie jene in der Ukraine, hochkochen, so braucht es eine starke, gesunde Wirtschaft. Solle eine Naturkatastrophe, wie das Magdalenenhochwassser, kommen, so schützt nur eine starke, gut kapitalisierte, mit reichlich Reserven an Waren und Rohstoffen sowie gebildeten Arbeitern versehene, Wirtschaft.

      Aber kaum ein Mitblogger äußert sich. Wie sollen da eine gute Wirtschaftspolitik entstehen, wenn selbst die liberale/konservative Elite offensichtlich kein Interesse (oder keine Ahnung) hat?

      Hier ist nicht die Politik schuld, sondern die völlige Ignoranz der Bürger!

    • Brigitte Imb
      22. September 2014 22:53

      Naja, was soll der einzelne Bürger dazu schon sagen? Erstens kennt er sich nicht aus, zweitens hat er kein Mitspracherecht und drittens hängen ihm sämtliche politischen Ökonomieberichte zum Hals heraus.
      "Gesudert" wird darüber ohnehin mehr od. weniger permanent.
      Also was soll ich nun als "schwäbische Hausfrau" (wiederholt) äußern, wenn wieder in irgend einem Medium der Rückgang der "Kauflust" zu lesen ist, bzw. hier im Blog die politische Versager-Ökonomie beschrieben wird, wo ich bereits lange Zeit als Kaufverweigerer agiere. (Prof. Sinn agiert auch aus dem "Hintergrund", denn die polit. Vorfront samt gekaufter Medien geben ihm keine Bühne. *lach*)
      Ähnlich sehen und tun es vermutlich eine Vielzahl von Menschen, wenngleich unter unterschiedlichen Aspekten.

    • La Rochefoucauld
      23. September 2014 08:28

      Ich würde das auch nicht mit der Anzahl der Postings hier korrelieren. Posten hier beruhigt zwar die eigene aufgeregte Seele, nach deren Ansicht es sich um eine falsche gesellschaftliche, ökonomische oder politische Entwicklung handelt, aber mehr als das ist posten nun wieder auch nicht. Die wirkliche Welt ist "da draußen" und nur dort kann man Veränderung im Kleinen oder Großen anstreben.

    • Erich Bauer
      23. September 2014 09:16

      Die Wirtschaft-Sau wurde schon so oft durchs Dorf getrieben... Das Szenario vor dem wir heute stehen, wurde hierorts schon vor Jahren beschrieben (Schulden, Arbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Existenzvernichtung der KMUs...). Auch die weiteren noch folgenden Aussichten dieser "Reise" wurden hier schon bekanntgemacht... Immobilien- und alle anderen Arten von "Bubbles", daraus resultierende gesellschaftliche Verwerfungen... Kassandra sagt dazu nix mehr. Sie schweigt.

      Wir sitzen in einem Autobus und "Taxler", die nicht einmal den C-Führerschein vorweisen können, lenken das Gefährt... Wohin wohl? Oder besser worauf?

  25. Erich Bauer
    22. September 2014 16:02

    @ "...Sie sprechen viel zu technisch und nennen Dinge fast nie beim Namen..."

    Ich schlage daher vor, dass der "Westen" - die beste aller Welten - endlich eingehehndst das Thema "sexuelle Orientierung" aufbereitet und akribisch erforscht! Im Zusammenhang mit Gratis-Joints scheint das sehr vielversprechend sein. Zumal dieses Projekt geeignet ist, das ganze 21. Jahrhundert zu beschäftigen... Und vor allem könnte es vor diesen unipolaren Flausen einigermaßen ablenken...

  26. Brigitte Imb
    22. September 2014 15:44

    Die besagten Ökonomen kriegen das schon hin, sie müssen sich nur mehr mit Drogenkonsum u. Schmuggel von Zigaretten beschäftigen.
    Die EU hat´s vorgegeben, Italien setzt es bereits um......bald ist die (Schulden)Welt wieder in Ordnung.

    http://orf.at/#/stories/2246657/

  27. terbuan
    22. September 2014 10:01

    Die Politiker und Ökonomen können gar nicht so dumm sein dass sie nicht ganz genau wissen wohin die Reise geht:
    Zu einem Euro-Kollaps und Multi-Staatsbankrott, je länger sie dies hinausschieben umso grausamer werden die Folgen sein.
    Sie haben keine Rezepte mehr für eine geordnete Sanierung, daher drucken sie nur mehr unbeschränkt weiter Geld nach der Devise, "Hinter uns die Sintflut".
    Ach ja, so versteht man auch die Kriegstreiberei, wenn wir schon in das Elend stürzen, dann muss es dafür auch einen Schuldigen geben, er ist ja bereits ausgemacht!

    • dssm
      22. September 2014 13:51

      @terbuan
      Leider muss ich Ihnen widersprechen, denn ich hatte neulich das Vergnügen einen Volkswirt von der EZB-Zentrale in Frankfurt zu treffen.

      Dieser konnte eine einfache Bilanz nicht lesen!

      Das Problem der Rechtssicherheit verstand er gar nicht! Als ich ihm die Dokumentationsvorschriften für innereuropäischen Export zum Lesen gab, konnte er kein Problem erkennen. Als ich ihm dann übliche betriebliche Abläufe schilderte, war seine Meinung, dies muss man halt ändern. Auf die Mehrkosten angesprochen kam nur, eine gute Lösung kostet halt. Was die nächste Frage provozierte: Wer soll das zahlen? Diese 'kleinen' Mehrkosten sollten die Betriebe halt schlucken. Dann habe ich wahllos ein paar Bilanzen herausgesucht und gefragt wo die Mittel herkommen sollen. Dann stellte sich heraus, der Gute hatte keine Ahnung was eine Buchhaltung eigentlich darstellt, was die Verschiebung der einzelnen Bilanzpositionen über die Jahre hinweg bedeutet. Selbst bei der Bilanzentwicklung, eines inzwischen prominenten Konkursfalles, konnte er kein Problem erkennen!

      Ich nehme an, dieser 'Experte' ist noch zehnmal gebildeter als der typische Beamte oder Politiker, diese Leute leben in Traumwelten, für die kommt der Strom aus der Steckdose und das Geld wächst auf Bäumen.

    • terbuan
      22. September 2014 15:08

      @dssm

      Man glaubt es einfach nicht, solche Leute gestalten unsere Zukunft, das kann nur schief gehen, Dummheit gepaart mit Ignoranz, aber die fetten Bezüge, die monatlich auf ihren Konten eingehen, die werden sie doch noch lesen können, oder werden diese schon vorher von ihren "Mätressen" geplündert? ;-)

    • machmuss verschiebnix
      22. September 2014 19:53

      So war es schon immer, Terbuan - der Krieg als reinigendes Gewitter bläßt alles fort,
      was Schulden, Rechtsansprüche, Machtgefüge, ... usw. heißt, anders ist dem Wildwuchs
      nicht Herr zu werden.

    • Normalsterblicher
      23. September 2014 22:25

      @ Terbuan:

      Nein, man unterstelle besser nicht "Hinter uns die Sintflut" - das lenkt nur von der zentralen Marschrichtung ab.

      Richtig wäre: vor uns die Abschaffung des Privateigentums und die - wiederum unverhüllte - Planwirtschaft.

      Denn was glauben Sie, was kommt, wenn nichts mehr geht? Die Empörung der Massen, und der Ruf nach einer rigiden staatlichen Eingreifen, im Sinne einer permanenten Kommandierung der Ökonomie.

  28. dssm
    22. September 2014 08:43

    Der typische Ökonom hat nicht die leiseste Ahnung von Wirtschaft, sonst wären sie ja nicht an Instituten tätig, würden jahrelang als extrem schlecht bezahlter wissenschaftlicher Mitarbeiter das Leben fristen und schön brav dem Geldgeber, sprich Staat, passende Lehrmeinungen vertreten, sondern wären Unternehmer – so einfach.

  29. Gerhard Pascher
    22. September 2014 06:49

    Der Hauptgrund der Wirtschaftskrise mit dem enormen Schuldenstand der meisten Länder liegt aus meiner Sicht in von den Regierungen gewährten und überbordenden Sozialleistungen. Damit reduziert sich der Wille vieler, Eigenverantwortung für das eigene Überleben zu übernehmen. Eigentlich ist dieses System zu einem Teufelskreis geworden, denn die Geschenkeverteilung und mögliche Wahlchancen sind eng miteinander verbunden.
    Ich verfüge durch dortige Mitarbeiter etwas über Insiderwissen beim AMS, GKK und BBRZ, da sieht man, wie man in Österreich auch ohne Arbeit mit staatlicher Hilfe gut "über die Runden" kommt.
    Eigentlich ist es wie beim Ei-Henne-Prinzip: Viele Leute klagen über hohe Steuern und Abgaben, haben daher auch keine Skrupel, den Staat gehörig zu melken. Andererseits ist der Staat gefordert, noch mehr Steuern einzuheben, um diese an sich gerissenen Aufgaben zu bewältigen.

    Dänemark, Schweden und Finnland haben vor 20 Jahren gezeigt, dass man die Sozialausgaben auch auf ein vernünftiges Maß zurückführen kann, ohne dass alles zusammenbricht. Wer traut sich, dies in Österreich zu machen, auch mit dem Risiko, dass er bei den nächsten Wahlen etwas an Stimmen verliert?

    • dssm
      22. September 2014 08:47

      Gelddrucken!!!
      Weil endlos Geld zur Verfügung steht kann das Füllhorn ausgeschüttet werden.
      Da es endlos soziale Leistungen gibt, werden viele Menschen zum Faulsein animiert.
      Da die Leistungen auf immer mehr ausgeweitet werden, ziehen Menschen zu, nur um ein arbeits- und risikoloses Leben führen zu können.
      Da es so viel Geld gibt, gibt es viele Beamte, die wollen alle 'Gutes' tun, also regulieren sie, im Glauben so eine nie defnierte Gerechtigkeit zu erreichen.

      Ist erst einmal eine entsprechende Gesellschaft entstanden, so merken viele gar nicht mehr, daß sie selber keine reale Leistung bringen. Da sind wir heute, da gibt es keinen schmerzlosen Weg heraus.

  30. oberösi
    22. September 2014 01:28

    "Warum sollte eine Regierung unpopuläre Reformen machen, die zu Wahlniederlagen führen, wenn ohnedies immer Retter bereitstehen?"

    Ganz richtig, warum auch. Wir zahlen. Und wenn wir nicht mehr können, ist eh alles hin. Aber bis dahin: warum sollte irgend ein Politiker freiwillig auf Macht, Status und Ansehen, auf seine Pfründe verzichten?

    Und warum sollte ein Ökonom, der in renommierten Zeitschriften publizieren und zitiert werden will (je mehr Zitate, umso weiter oben in internationalen Rankings, umso mehr Einladungen, umso höher die Honorare dafür), der an renommierte Universitäten berufen werden will, der vielleicht sogar den Nobelpreis will, warum soll sich so jemand seine Karriere versauen durch Wahrheiten, die sowieso niemand hören will.

    So hat halt jeder seine hidden agenda. Nährt den Mann und sichert die Zukunft.

    Ist bei anderen ExpertInnen ja nicht anders, ob PolitikberaterInnen oder UmweltexpertInnen. Oder bei Journalisten. Sind halt die Hofnarren (im besten Fall) oder Parasiteure (im Allgemeinen) des Systems.

    Abgesehen, daß dies sowieso so eine Sache ist mit den Prognosen. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen...

    Und so werden wir halt weiter unseren Hausverstand bemühen, der uns immer schon gesagt hat, daß man à la longue nicht mehr ausgeben kann als man einnimmt.

    • Florin
      22. September 2014 07:52

      "..à la longue nicht mehr ausgeben kann als man einnimmt."

      Auf den Punkt gebracht ! ;)

    • kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
      23. September 2014 19:22

      oberösi
      22. September 2014 01:28

      Ich bin kein Anhänger der Gendersprache!
      Wenn aber jemand damit anfängt, sollte er /sie auch konsequent dabei bleiben!

      Mir fehlen in diesem Artikel:
      Rettinnen
      Politikinnen
      Ökonominnen
      Manninen
      Journalistinen
      Hofnarrinen
      Parasitinen

      Soviel Zeit muss sein!!!!





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