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Sonntags Menschen zweiter Klasse

Lesezeit: 3:00

Das Geld liegt auf der Straße. Aber wichtige Lobbies sind dagegen, dass man es aufheben darf. Denn dazu müsste man sich ja bücken. Was anstrengen könnte. Höchstens Ausländer sollen es aufheben dürfen. Das ist die Kurzfassung der Debatte rund um die Wiener Sonntagsöffnung.

Nach Jahrzehnten der Blockade durch die sogenannten „Sozialpartner“ (also Lobbies, die nur eine Minderheit der Bürger vertreten) ist jetzt anscheinend ein bisschen Bewegung in die Frage gekommen. Die Wirtschaftskammer hat sich – offenbar unter dem Druck wachsender Probleme des Handels – dazu durchgerungen, erstmals an ein Aufsperren zu denken. Aber nur in Touristenzonen, worunter lediglich der erste Bezirk und eventuell die untere Mariahilfer Straße verstanden werden.

Die Kammer macht daher jetzt wenigstens einmal eine Umfrage unter ihren Mitgliedern. Die rotgrüne Gemeinde hält sich überhaupt bedeckt. Sie macht ihre Entscheidung von der Gewerkschaft abhängig. Dort aber dominiert noch wie eh und je die Beton-Fraktion der Nein-Sager.

„Sonntags nie“ heißt deren Devise. Selbst wenn Verkäufer pro Stunde deutlich mehr bekämen als während der Woche. Selbst wenn niemand zur Sonntagsarbeit gezwungen werden könnte. Ignoriert wird vor allem auch die Tatsache, dass es so manchen Familien durchaus passen würde, könnte ein Elternteil am Sonntag etwas dazu verdienen, weil sich da der andere Teil voll um die Kinder kümmern könnte.

Vehement gegen jede Sonntagsöffnung – selbst wenn es beispielsweise nur eine ab 15 Uhr wäre – kämpfen auch Kirchen- und FPÖ-Funktionäre. Sie gehen offenbar davon aus, dass es niemand nötig hat, dazu zu verdienen. Dass eh alle Wiener im Wohlstand schwimmen. Sie begreifen überdies nicht, dass gemeinsame Einkaufsbummel für viele Familien auch eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten sind.

Aber auch die Meinungslosigkeit des Bürgermeisters und der Stadtregierung ist absurd: Haben sie nicht geradezu die Pflicht, zu regieren, statt wichtige Entscheidungen immer nur an Lobbies zu delegieren? Haben sie nicht die Pflicht, auch die Interessen der größten Gruppe zu berücksichtigen, nämlich der Konsumenten?

Diese aber haben in dieser Stadt keine Lobby. Dabei stimmen sie seit Jahren persönlich in breiter Front ab: einerseits, indem sie jeden Sonntag in großer Zahl die wenigen offenen Geschäfte auf Bahnhöfen stürmen; und andererseits, indem sie regelmäßig in die Einkaufs-Zentren im grenznahen Ausland fahren. Dort wird dann viel Geld gelassen. Zugunsten der dortigen Geschäftsleute, zugunsten der dortigen Steuerkassen.

Würde in dieser Stadt, in diesem Land irgendjemand auch an die Konsumenten denken, dann gäbe es gar nicht den perversen Vorschlag, nur in „Touristenzonen“ Geschäfte zu öffnen. Diese Idee behandelt de facto Wiener als Menschen zweiter Klasse. Sie wollen aber von der Obrigkeit nicht schlechter behandelt werden als die Touristen. Und daher auch außerhalb des ersten Bezirks einkaufen gehen.

Dabei ist völlig klar, und immer wieder zeigen das auch Ökonomen-Berechnungen: Sowohl von den einheimischen wie auch den touristischen Einkäufern wäre eine spürbare Umsatzvermehrung im dreistelligen Millionenbereich zu erwarten. Das würde mehr Arbeitsplätze schaffen. Das täte insbesondere auch der Konjunktur und den Steuerkassen gut. Diese müssten ja ohnedies dringend gefüllt werden – insbesondere in Zeiten, da Milliarden-Forderungen der Gewerkschaften neue riesige Löcher aufzureißen drohen.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 06:58

    Der Sonntagsruhe ist eine alte soziale Errungenschaft, die nicht hoch genug geschätzt werden kann. Wir sollten sie den schnöden Interessen der Geldmenschen nicht opfern.
    Es tut dem Geist und dem Körper des Menschen gut, zumindest einmal in der Woche kollektiv innezuhalten und sich zu besinnen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt der nichtmoslemischen Noch-Mehrheitsbevölkerung.
    Auch die Aufgabe der traditionellen Ruhetage ist ein Zeichen für die Selbstaufgabe und den Verlust des Selbstbehauptungswillen gegenüber eindringenden fremden Kulturen und Traditionen.
    Es ist doch ein Irrsinn, wenn wir unsere Feiertage verwässern und andererseits neue Feiertage für die Orientalen einführen. ;-)

  2. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 09:02

    Ich lese nichts anderes, als ich bin dagegen, ich bin dagegen... Warum eigentlich?
    Alles ist überreglementiert und die Verbote ziehen sich durch die gesamte Verkaufsgeschäftswelt. Ich versteh's einfach nicht. Es gibt nichts Trostloseres als eine sogenannte "Geschäftsstrasse" mit zugesperrten Geschäften. Nicht immer kommt man an einem Wochentag z. B. in Wien an und wenn man an einem Sonntagnachmittag ankommt, dann hat man einen trostlosen öden Eindruck.
    Man kann das doch wohl so regeln, dass am Sonntag eine besondere Regelung für die Einteilung der VerkäuferInnen herrscht, keinenfalls ein Radl, wo jeder jeden Sonntag drankommt. Und ab und zu ein bisschen mehr verdienen, gerade in einer Sparte, die einen ausgesprochen schlechten Kollektivvertrag hat, das wird sicher von vielen Mitarbeitern geschätzt werden. Ausserdem wäre das die ideale Möglichkeit für Studenten, sich etwas selbst zu verdienen. Ich versteh die Aufregung nicht und hab sie nie verstanden, denn andere Branchen müssen auch am Sonntag arbeiten, es wird weder die Straßenbahn eingestellt, noch die Krankenhäuser zugesperrt, bei den Wirtshäusern schaut es schön langsam allerdings bedenklich aus, da will das österreichische Personal nicht mehr so recht. Ausserdem ist in den vielen Restaurants und restaurantähnlichen Lokalitäten in den diversen Einkaufstempeln ja keine Sonntagarbeitszeit - da gehen die Leute lieber dorthin arbeiten. Da wird pünktlich zu- und aufgesperrt und Sonntag ist sowieso zu. Nur nicht anstrengen. Ich habe lange im Tourismus gearbeitet, und das im Ausland, da gab es nie einen Sonntag, weil Sonntag war z. B. für mich in einer Destination immer der stärkste Arbeitstag, weil da waren die meisten Flüge und damit die meisten An- und Abreisen. Und somit war einfach viel Bürokram zu erledigen, abgesehen davon, dass die Leute die die Transfers gemacht haben auch sehr früh hinausmussten und lange in die Nacht am Flughafen waren. Da hat keiner gefragt, ob es vielleicht stört, am Sonntag arbeiten zu müssen, hat auch nicht, weil das weiss man, wenn man im Tourismus arbeitet. Da kann man nicht jammern, weil man am Sonntag zum Dienst muss.
    Die Wochenarbeitszeit wird nicht überschritten und das ist wohl das Wichtigste, wenn dann die Arbeitszeit danach eingeteilt wird, wann die Geschäfte am besten gehen, ist das denn so schlecht?? Lieber ab und zu einmal an einem Sonntag arbeiten, als das Geschäft sperrt ganz zu.
    Die Gewerkschaft hätte ein großes Betätigungsfeld, sich immer auf die Sonntagsöffnung zu stürzen ist nicht besonders kreativ. Es gibt so viele andere Probleme, da hört man nichts.
    Lasst doch einmal eine Umfrage unter den Angestellten machen - wäre doch interessant, was die dazu sagen. Immer über deren Köpfe hinweg was zu entscheiden finde ich auch nicht richtig. Allerdings müsste da mit den richtigen
    Zahlen agieren, nämlich was es für die Angestellten finanziell bringt, wenn sie ab und an am Sonntag arbeiten, da kann die Gewerkschaft schon stur sein, was Überstundenabgeltung anbelangt und so, aber die Tatsache ob oder ob nicht geöffnet werden darf, ist eigentlich eine Sache von Angebot und Nachfrage.
    Es ändert sich alles, auch das Einkaufsverhalten. Und es ist noch gar nicht so lange aus, da haben die Gemischtwarenhändler in jedem kleinen Kuhdorf offen gehabt, weil da sind die Leute der Umgebung zur Kirche gekommen und da wurde dann auch der Wocheneinkauf erledigt, die Männer sind zum Kirchenwirt und die Frauen zum Geissler. Aber man vergisst ja so schnell und alles was früher war, war nicht gut, aber es war auch nicht alles so schlecht, dass man am besten nicht mehr davon redet.

  3. Ausgezeichneter KommentatorMSc
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 19:40

    Liebe Mitblogger,
    was bitte ist denn in dieses Forum gefahren ? Die Frage muss einfach lauten: "Kann ich jemandem verbieten, am Sonntag zu arbeiten". Und die muss man einfach mit NEIN beantworten, wenn man nur den Hauch eines bürgerlich-liberalen Weltbildes sein eigen zu nennen glaubt. Punkt. Alles andere sind dann im Wesentlichen Aspekte des Arbeitnehmerschutzes. Und nein, religiöse "Argumente" ändern daran nichts. Möge es nun auch Halbsterne regnen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 07:32

    Ich bin ebenfalls gegen eine allgemeine Sonntagsöffnung des Einzelhandels.

    Irrtum Nr.1:
    Die Kaufkraft der Menschen steigt nicht durch eine Sonntagsöffnung, sie verlagert sich nur. Das Geld der Konsumenten ist nicht unbeschränkt vermehrbar, im Gegenteil, die Realeinkommen sinken seit geraumer Zeit.
    Irrtum Nr.2:
    Die Menschen fahren nicht nur deswegen in grenznahe Einkaufszentren weil diese am Sonntag geöffnet haben, sondern weil sie dort Waren günstiger einkaufen können.
    Irrtum Nr.3.
    Diese angeblich zu erwartenden Umsatzzuwächse - wenn sie überhaupt eintreten - werden nur durch eine geringere Gewinnspanne erkauft, da das Personal erhöhte Kosten durch Überstundenzuschläge verursacht.

    Im übrigen haben die Geschäfte bereits bis Samstag Abend geöffnet, da wird es doch möglich sein, seinen persönlichen Bedarf auch für den Sonntag zu decken.
    Und ob mehr Touristen nach Wien kommen, wenn sie am Sonntag einkaufen können, wage ich zu bezweifeln, Andenkenläden habe ja auch bereits jetzt geöffnet.

  5. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 02:38

    Ich bin gegen die Sonntagsöffnung. Arbeit am Sonntag sollte nur dort stattfinden, wo dies unbedingt notwendig ist.

    Die Siebentagewoche mit dem Sonntag als Tag des Herrn (Sabbat, oder analog ein anderer Tag) ist eine uralte, weise Regelung und hat nichts mir Gewerkschaften und Sozialismus zu tun.

    Je mehr Personen, und sei es auch nur durch Konkurrenzdruck, am Sonntag arbeiten müssen, desto schwieriger wird es, einen gemeinsamen, freien Tag zu finden. Schon manche Feiertagsöffnung (z.B. am Fest der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria) schafft Druck, der einen gemeinsamen Kirchbesuch verhindern kann.

    Schauen wir nach Israel: dort ist die Sabbatruhe noch viel ausgeprägter als bei uns. Von Freitag etwa 1400 UHR bis Samstag abend ruht sogar der gesamte öffentliche Verkehr. Kein Flughafenbetrieb, keine Eisenbahn, kein Autobus etc. Mietwagen können weder ausgeborgt noch retourniert werden. Einkaufszentren analog z.B. zur Lugner City machen am Freitag mittags ihre Läden dicht. Kein Einkaufen, kein McDonalds etc.

    Jetzt möge mir jemand erklären, die Sabbatruhe in Israel gäbe es nur, weil die Gewerkschaften dort so stark wären und dort der Sozialismus so starken Einfluß hätte.

  6. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 11:40

    Dutzende Male habe ich in - damals noch veröffentlichten - Leserbriefen für den gesetzlichen Schutz der Sonntagsruhe gekämpft, die ja die österreichische Bundesverfassung als wesentlichen Inhalt der Freiheit der Religionsausübung der österreichischen Bevölkerung garantiert. Und die Heiligung des Sonntags besteht ja nicht nur im - den Katholiken verbindlich vorgeschriebenem - Kirchgang, sondern auch der - auch sittlichen - Kräftigung durch Muße und Betrachtung. Dagegen wird natürlich eingewendet, daß auch am Sonntag Menschen Berufsarbeit verrichten müssen - natürlich, aber ausnahmsweise und in turnusmäßiger Abwechslung. Religionsgeschichtlich geht die Sonntagsruhe auf das 3. Gebot Moses' zurück: "Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: Du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und de Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnung hat. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, und alles was dazugehört; am siebenten Tage ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt" (Exodus 20,8-11). Es ist dies das älteste und radikalste Sozialgesetz der Menschheit, schützt es doch auch die Sklaven - in unserer Realtität die wirtschaftlich Schwächsten.
    Der Kampf gegen die Sonntagsruhe ist also ein Kampf gegen die von der Bundesverfassung garantierte Religionsfreiheit. Dieser wird von Kreisen geführt, denen ein als bezahlter Feindspion entlarvter österreichischer Spitzenpolitiker vorstand und die in der Sache Kurt Waldheim einen Vernichtungskrieg der NATO gegen Österreich provozierten ("Watchlist") und verloren. Jetzt benützen diese Feinde Österreichs die von Geldgier irrssinnigen Sozialverbrecher, um den Österreichern die Sonntagsruhe zu rauben, und damit die trotz allem einzigartige Lebensqualität meiner Heimat. Außerdem stiften diese Hochverräter zur Geringschätzung der Bundesverfassung - insbesondere der Religion -an - hassen sie doch erwiesenermaßen Österreich - ein dem Wesen nach religiöser Staat. Doch kann ich den Sozialverbrechern, die Gläubige zur Verletzung ihrer Gebote zwingen, (Not kennt kein Gebot) prophezeien, daß sie in Elend und Schande enden werden - nicht jedoch das ihnen verhaßte Österreich!. Gott schütze Österreich!

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2014 18:49

    Zur Öffnung der Geschäfte an Sonntagen habe ich ein ambivalentes Verhältnis; es mag in beiden Fällen begreifliche Vor-, aber auch Nachteile geben, die ich nicht zu beurteilen vermag.

    Meinetwegen brauchen Geschäfte an Sonntagen nicht geöffnet zu werden. Es gab auch, als unsere drei Kinder noch klein waren keine Notwendigkeit, ausgerechnet am Sonntag einkaufen zu gehen. Was man brauchte, besorgte man während der Woche---das war schlicht Einteilungssache.

    Der Sonntag war meistens für Waldspaziergänge* da. Wir haben den ganzen großen Kürnberger-Wald nach allen Richtungen erkundet, die Kinder mit je einem kleinen Rucksack mit Jause auf dem Rücken, die dann fröhlich verspeist wurde. Zu entdecken gab es jede Menge ---Feuersalamander, winzige Fröschchen, Gewölle einer Eule, Stinkmorcheln, etc.. Bei einem winzigen Bächlein wurde mit Steinen das Wasser gestaut.....

    * Mein Mann konnte sich an diesen schönen Spaziergängen leider nicht beteiligen, weil er von Kindheit an (Folge einer Scharlacherkrankung) ein sehr schmerzendes Knie hatte. Er genoß aber die Ruhe zu Hause sehr!

    A.U. schreibt:

    "Sie begreifen überdies nicht, dass gemeinsame Einkaufsbummel für viele Familien auch eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten sind."

    Einkaufsbummel als beliebte Sonntagsbeschäftigung! Das sieht dann vermutlich so aus:

    Da den Kindern mit der Zeit fad wird, wenn die Mutter etwa Modegeschäfte aufsuchen oder der Vater seine Modelleisenbahn ergänzen oder in einer Buchhandlung schmökern will, fangen die lieben Kleinen früher oder später an zu quengeln und---wie es heute üblich ist!---werden sie "beruhigt", d. h., ihnen wird alles Mögliche VERSPROCHEN, wenn sie nur endlich aufhören zu jammern und bekommen bei jedem Familien-Einkaufsbummel völlig unnötige GESCHENKE (unnötig deshalb, weil das Kinderzimmer eh schon überquillt und im Bettchen kaum noch Platz ist neben den 100 "Kuscheltieren"---erworben bei diesen Einkaufstouren!) und Sachen zum NASCHEN!

    Wenn der Familien-Einkaufsbummel dann auch noch in einem Einkaufszentrum stattfindet, kriegen die Kinder nicht einmal frische Luft, sondern hatschen auf hartem Pflaster bei unsäglichem Lärm ("Musik" nennt sich das!) dahin.

    Arme Kinder, deren liebste Freizeit-Beschäftigung ein Familien-Einkaufsbummel ist.....Sie wissen es gar nicht anders. Und daheim angekommen, wird "ferngesehen".

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnaLyse
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 23:19

    Der Artikel ist ein Paradebeispiel für das unseren Kontinent beherrschende materialistische Denken und Argumentieren. Vielleicht wird vielen jetzt deutlich, warum in den EU- Verträgen, die sich „Verfassung“ nennen, ein Gottesbezug fehlt. Wir brauchen Gott nicht, Gott ist tot. Wozu dann auch ein Tag, an dem man Gott ehrt und nicht für die Konzerne arbeitet?

    Das Abendland verleugnet seine christlichen Wurzeln und verachtet seine Traditionen, damit das
    Multikulti-Projekt realisiert werden kann, bei dem statt des Sonntags der Freitag der freie Tag ist. Garantiert diktatorisch. Aber Europa ist in jeder Hinsicht „offen“ - das betrifft auch die Ladenöffnungszeiten. Forts.folgt


alle Kommentare

  1. Kaedon (kein Partner)
  2. Ian (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:03

    das ist klasse geeordwn, ein ganz persf6nliches andenken an den schf6nsten tag im leben.lgund nuddels ffcr dich und die 2 zwerge und grudf an deinen gf6ga.sanny

  3. Shahenshah (kein Partner)
    19. Januar 2015 19:57

    das sieht ja toll aus...ferienmodus ist zwar hier on..aber es regnet..warum nur hier??? ich veetsrhs nicht..egal ... noch zwei Wochen dann geht's auch bei uns los...gglg emma

  4. Isabella (kein Partner)
    30. September 2014 12:48

    Ein gutes Beispiel dafür, wie geisteskrank die Brüsseler EU Regierung ist.
    Während Millionen von Menschen Hunger leiden, bezahlt die EU Prämien für die Kompostierung von Obst und Gemüse (nur um die Preise hoch zu halten wohlgemerkt)
    Übrigens werden riesige Flächen von der Industrie aufgekauft um nagelneue Autos zu lagern, die auf die Verschrottung warten - nur um die Preise stabil zu halten (Fotos und Berichte im Netz zu finden).
    Alles nur mehr irre, krank ... alles wird dem Profit geopfert. Ja ihr ewigen Konsum-Junkies ... macht ruhig weiter bis ..
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/30/russland-sanktionen-eu-steuerzahler-muessen-165-millionen-euro-fuer-agrar-sektor-zahlen/

  5. Isabella (kein Partner)
    30. September 2014 12:14

    Wie lässt sich ständiger Konsum auch am Sonntag - verbunden mit vermehrtem Autoverkehr - mit der Klimahysterie vergleichen?
    Heisst es denn nicht immer wir müssten Strafsteuer (CO2) bezahlen, wenn wir zuviel produzieren? Und wie ist es mit dem Verbrauch von Recourcen? Ist all das Geschwafel über Klima-Rettung egal, wenn es um Profit geht? Also die Doppelmoral der Amerikaner wurde 1 zu 1 von uns übernommen. Ja, wer nur mehr den Mammon (Schein-Geld) anbetet, dem sind Umwelt, Kultur und Menschen sowieso schon egal. Hauptsache man kann fröhlich shoppen. Das EGO der Menschen ist unser Untergang. Menschlichkeit ist schon ein Fremdwort für viele, wird es doch nur von anderen gefordert.

  6. AppolloniO (kein Partner)
    30. September 2014 11:10

    Warum die Aufregung?

    Wenn wir nicht einkaufen können wann WIR wollen, kaufen wir immer mehr im INTERNET, wann immer WIR wollen. Und immer mehr Geschäfte sperren zu. Ach was haben deren Angestellte dann Zeit für Kirche und Familie.

    Devise:abwarten, es regelt sich alles von selbst.

  7. AGLT (kein Partner)
    30. September 2014 10:10

    Das Wichtigste wurde diesmal vergessen:

    Der Putin ist schuld!

  8. Matthias (kein Partner)
    30. September 2014 09:06

    Mehrere Gründe sprechen meiner Meinung nach gegen Sonntagsöffnungen:

    Die großen Supermärkte dürfen nicht aufsperren, dadurch haben kleine Anbieter wie zB. Greisler (so es sie noch gibt) , Bäckereien usw. die Möglichkeit, Schlupflöcher zu nutzen. Würden der Billa und der Merkur am Sonntag aufsperren würde das nur den kleinen Anbietern schaden.

    Mit der Zeit würde es auch zur Selbstverständlichkeit, dass am Sonntag gearbeitet wird. Wer unbedingt am Sonntag etwas dazuverdienen will, hat genug Möglichkeiten dazu. Gastronomie, Tankstellen-Shops, usw...

    Heißt es außerdem nicht in der Bibel: Du sollst den Sabbat ehren. Unterberger ist doch sonst so für "das christliche Erbe".

  9. Nathan, der Weise (kein Partner)
    30. September 2014 07:49

    Ein Hoch auf AU! Beleben wir die Wirtschaft! Geben wir die Schulden die wir unter der Woche anhäufen, einfach Sonntags aus!!

  10. Herzogberg (kein Partner)
    30. September 2014 00:00

    Ich bin öfters in Brünn und bin froh, wenn ich, gerade angekommen, noch etwas einkaufen kann. Dort gibt es keine Beschränkungen des Einkaufenns wie bei uns.

  11. AnaLyse (kein Partner)
    29. September 2014 23:19

    Der Artikel ist ein Paradebeispiel für das unseren Kontinent beherrschende materialistische Denken und Argumentieren. Vielleicht wird vielen jetzt deutlich, warum in den EU- Verträgen, die sich „Verfassung“ nennen, ein Gottesbezug fehlt. Wir brauchen Gott nicht, Gott ist tot. Wozu dann auch ein Tag, an dem man Gott ehrt und nicht für die Konzerne arbeitet?

    Das Abendland verleugnet seine christlichen Wurzeln und verachtet seine Traditionen, damit das
    Multikulti-Projekt realisiert werden kann, bei dem statt des Sonntags der Freitag der freie Tag ist. Garantiert diktatorisch. Aber Europa ist in jeder Hinsicht „offen“ - das betrifft auch die Ladenöffnungszeiten. Forts.folgt

    • AnaLyse (kein Partner)
      29. September 2014 23:23

      Fortsetzung:
      Ein Lob für Israel, einen Staat, der noch eine metaphysische Komponente in seiner Gesellschaftsordnung kennt!

      Und was soll an einem sonntäglichen Einkaufserlebnis mit der Familie so positiv sein? Schon wochentags hechten die Touristenblocks in der Wiener Innenstadt – ich kenne sie durch und durch - einem Fähnchenträger nach, ohne die Geschäfte zu beachten. Beim Einkaufen habe ich noch keinen gesichtet. Aber ist es kaum möglich, an ihnen vorbei zu kommen, um in eine Auslage zu schauen. In den Labyrinthen der Einkaufszentren herrscht babylonisches Sprachengewirr, die Luft ist dick, die Musikkulisse schmerzhaft, und wegen körperlicher Nähe von „Käufern“ ist es besser, die Hand auf der Tasche zu lassen. Das wollen wir auch sonntags? Nein, danke!

  12. carambolage (kein Partner)
    29. September 2014 22:11

    1. Was ist am Sonntag so besonderes zu kaufen? Die Konsumjunkies können sich an 6 Tagen voll ausleben. Die Geschäfte könnten jeden Tag länger offen halten, tun es aber nicht, weil es sich nicht auszahlt.
    2. Die Konzernketten die es sich leisten könnten, verkaufen das gleiche Zeugs was es in jeder Stadt in jedem Land zu kaufen gibt.
    3. Wenn schon denn schon: dann sollte das Gewerbe auch dürfen. Dann sollten die Parksheriffs auch am Sonntag Geld für die Gemeinde eintreiben dürfen.
    4. Würde dann aber auch gerne meine Amtsgeschäfte erledigen können.
    5. Warum überhaupt dann ein Wochenende?
    6. Ab mit den Fratzen in eine Betreuung, wer braucht schon Freunde und Familie wenn man SHOPPEN gehen k

  13. kein Genosse unter vielen (kein Partner)
    29. September 2014 19:26

    Die sonntags geschlossenen Geschäfte gibt es nur bei uns. Weel es de Paddää will. Die Genossen sind nämlich noch nicht über Floridsdorf und Favoriten hinausgekommen (was es in der ganzen Welt ganz selbstverständlich gibt, ist ihnen wurscht!). Wo kemmat ma denn do hiii, wann a jede Orbata, a jede Vakeiferin so hackeln mecht wie a Gronknschwesta, oda a Feiawehrmo, oda a Kibara. Kumt net infroge! Kennst eich brausna, es Neokonservative oda wia des hast!

    • heartofstone (kein Partner)
      29. September 2014 21:01

      Hatte vor vielen Jahren eine Engländerin als Freundin. Sie lebte in einem kleinen Dorf mit ca. 20.000 Einwohnern südlich von Manchester. Wenn etwas fehlte, ging, bzw. fuhr man rasch zum lokalen Greißler der rund um die Uhr offen hat. Die Nachtschichten waren beliebt bei älteren Schülern und Studenten die sich etwas dazu verdienen wollten und alle waren zufrieden. Dafür mach(t)en die Pubs pünktlich um 23:00 Uhr zu ... "last order" war kein leeres Wort ... einzig, dass alle Häuser bis auf Kleinigkeiten gleich aussahen hat mir immer wieder längere Fußmärsche beschert ... und auf der falschen Straßenseite fahrens auch noch ;) ...

  14. Francois Villon (kein Partner)
    • Francois Villon (kein Partner)
      29. September 2014 18:09

      Bei der letzten katholischen Sommerakademie in Aigen-Schlägl (konservativ) hatte zu meiner größten Überraschung Unterberger die Podiumsdiskussion am Schluß moderiert. Mich wunderte das deshalb, weil seine neo-liberalen und sonstigen dummen Ansichten so gar nicht mit der katholischen Soziallehre zusammenpassen, ich mich also fragte, was er da überhaupt verloren hatte. (Seine Wortspenden waren auch ziemlich schwach, von der Rhetorik wollen wir gar nicht erst reden.)

      Nun reduziert er das Menschsein auf Konsument, die für ihn einzig geltende Wertetafel auf mehr Umsatz (wobei das „Mehr“ natürlich nur phraseologischer Art ist) und die scheinheilige Verdrehung der Zwänge bzw. – angeblichen – Freiwilligkeit wird halt dann nicht mehr per Gesetz sondern den ruinösen Wettbewerb „geregelt“.

      Jemand, der nur das Ökonomische Kalkül als die alleinseligmachende Maxime im Kopf hat, hat eigentlich gar nichts im Kopf. Dr. Friedrich Romig hat in seinen hervorragenden Gastkommentaren immer wieder darauf hingewiesen, daß Religion für ein Gemeinwesen zu keiner Zeit „Privatsache“ war und daß das Wohlergehen des Staates von der Gottesverehrung seiner Bürger abhinge.

      Ich weiß, daß ob solcher Feststellungen viele wieder Schaum vorm Mund bekommen, aber bei allen Völkern und in der ganzen Geschichte bis zur unseligen Französischen Revolution war das der Fall. Und seither geht es ja ohnedies drunter und drüber. Daß Europa – das christliche Abendland – und seine Kultur von der christlichen Religion geprägt wurde dürfte sogar Atheisten klar sein. Und dazu gehört nun einmal die Sonntagsruhe verbunden mit der „Gottesverehrung“, dem Ersten Gebot überhaupt. Hier die Axt an diese Wurzeln zu legen, heißt Europa zu Grabe tragen.

      Selbst im von Unterberger diffamierten Rußland hat man heute wie ehedem begriffen, daß Staat und Kirche aufeinander bezogen sind, sich ergänzen. In St. Pertersburg ist ein stattliches Palais dafür Symbol, daß weltliche und geistliche Macht „unter einem Dach“ vereint sind, wie auch die vier Kirchen und früher sogar auch Sitz des Patriarchen im inneren Bereich des Kreml dies eindringlich symbolisieren.

      Das ganze Gelabere über Familie oder mehr Einkommen, etc. sind nicht ernst gemeinte Geräusche – „noise“, „weißes Rauschen“ – und sogar die heute recht a-relgiösen Familienreste werden durch dieses Angriff Unterbergers auf die Sonntagsruhe auch noch dem Mammon geopfert.

      Einfach erbärmlich, diese Ansichten Unterbergers.

  15. Der Realist (kein Partner)
    29. September 2014 17:51

    von mir aus soll sonntags aufsperren wer will, es gibt auch Argumente die dafür sprechen, aber nur weil Geschäfte am Sonntag offen haben, haben die Leute auch nicht mehr Geld in den Taschen. Bei den Touristen herrscht heutzutage ja auch nicht die überschwängliche Kaufwut, der Durchschnittsgast muss halt auch sparen.
    Und ob man an einem Sonntag unbedingt den "Billa" am Bahnhof stürmen muss, darüber kann man wohl diskutieren. Ich persönlich nutze auch den Samstagnachmittag ganz selten zum Einkaufen, schon gar nicht vor Weihnachten.

  16. BHBlog (kein Partner)
    29. September 2014 16:58

    Ja richtig Dr.Unterberger ! Jeder der wirtschaftlich denkt muss zumindest die Diskussion
    dieses Themas zulassen. Leider gibt es viele die glauben es gibt keinen Bedarf längere r Öffnungszeiten , jene sollten mal Sonntags zum Praterstern Billa oder Julius-Tandler-Platz schauen.
    Eine Volksbefragung sollte erwogen werden, wenn die NEIN-fans dann die Mehrheit haben ,hat man zumindest den Dialog geführt!

  17. Susanna (kein Partner)
    29. September 2014 15:18

    Man kann da, glaube ich, kein Prinzip verfechten. Ich selbst finde es zB sehr hübsch, dass es am Sonntag offene Konditoreien gibt... offene Museen... und offene Wirtshäuser, wenn es sie gäbe, könnten auch nützlich sein... Das alles sind keine "Notversorger", aber eben nett!

  18. West (kein Partner)
    29. September 2014 15:05

    Wer wird mehr konsumieren? Der Tourist. Vielleicht. Denn den gleichen Kram, den er in der Wiener Innenstadt finden kann, findet er überall auf der Welt.

    Der steuerlich ruinierte Mittelschicht-Wiener hat wegen der Sonntagsöffnung keinen Cent mehr in der Tasche.

    Alles, was ihm zugute kommt, ist der Einkauf im Supermarkt in der Innenenstadt, um nicht eines der teuren Cafes anlaufen zu müssen.

  19. Tik Tak (kein Partner)
    29. September 2014 14:51

    Dear me, was für eine rückständige Diskussion.
    Da werden religiöse Vorschriften und angebliche Überarbeitung herangezogen, um das Wochenende frei zu halten.
    Wovon eigentlich?
    Rund 1/5 der Österreicher arbeitet am Wochenende und an Feiertagen.
    Die Verkäuferinnen vom Billa am Franz Josefsbahnhof reissen sich um den Wochenddienst.
    Wer will, der soll und wer nicht will, der muß ja nicht.
    Schließlich funktioniert das in anderen Ländern auch.
    Ich, wie viele andere auch, habe seit jeher keine geregelten Arbeitszeiten gehabt und natürlich auch am Wochenende gearbeitet.
    Meine Familie hat nie darunter gelitten, wenn ich nicht gearbeitet habe, hatte immer zu 100% für sie Zeit, und mehr Geld.

    • Tik Tak (kein Partner)
      29. September 2014 14:58

      Das, worum bei diese Diskussion in Österreich geht, sind realiter doch nur zwei Dinge:

      1.) Der Machtanspruch/die Befindlichkeiten der Gewerkschaften.
      2.) Der Machtanspruch/die Befindlichkeiten der Religiösen, oder der sich dafür haltenden.

      Beide gehören auf den Müll.
      Religion ist Privatsache und der Staat hat sich da nicht gängeln zu lassen.
      Wer am Sabbat, Sonntag, Freitag oder am Tag des Spaghettimonsters nicht arbeiten will, der soll es halt bleiben lassen - aber den anderen dabei nicht auf den Nerv gehen, wenn er/sie/es versucht, diesen anderen Vorschriften zu machen.

      Die Scheinheiligen, das sind die, die sicher den Sonntag/Sabbath gänzlich arbeitsfrei sehen wollen, sind sicher auch die, die dann am Donenrstag/Freitag den Muslimen ein Wochenende gönnen werden, so wie in muslimischen Ländern.
      Oder?
      Oder gilt das nur für die eigenen religiösen Ansichten?

      Es wird also Zeit dafür, daß diese Diskussion beendet wird und jeder selbst entscheiden darf, wann und ob er außerhalb der Kernarbeitszeit arbeiten will.
      Mehr als die 38.5 Stunden pro Woche sind ja sowieso auf Dauer nicht zulässig.
      zumindest nicht für die meisten Angestellten mit Kollektivvertrag.

  20. peter789 (kein Partner)
    29. September 2014 14:37

    Lasst doch den armen Handelsangestellten zumindest ihren freien Sonntag, den sie mit der Familie verbringen können.
    Es ist doch naiv zu glauben, dass eine Sonntagsöffnung die Umsätze drastisch in die Höhe treibt.
    Er verteilt sich nur anders.

    • heartofstone (kein Partner)
      29. September 2014 19:34

      Lasst doch bitte den armen Lokführern, den armen Köchen und Kellnern, den armen Polizisten, Ärzten, Krankenschwestern, den Mitarbeitern von Notfalldiensten und Kraftwerken, usw usf ihren freien Sonntag.

      IMHO ist es hoch an der Zeit den Sonntagsarbeit auch im Handel einzuführen. Denn wer kennt nicht den Türken ums Eck (kaufe zwar aus Prinzip nichts bei Mohammedaner, aber alle sind leider nicht so konsequent) der bei einer Kontrolle der Gewerkschaft plötzlich nur "Aushilfen" aus der Familie im Laden stehen hat.

      Was von mir aus 24x7 geschlossen bleiben dürfte sind: Wettlokale, Automatencafes und sog. Callshops. Würden zwar einige Mohammeds nur mehr Fensterkitt zum fressen haben, aber wen kümmert das wirklich ...

    • peter789 (kein Partner)
      29. September 2014 21:30

      @heartofstone
      Das muss ich dir aber nicht näher erklären, warum eine Krankenschwester am Wochenende arbeiten MUSS, nicht aber eine Parfümverkäuferin...

    • fewe (kein Partner)
      30. September 2014 09:56

      Richtig, so sehe ich es auch. Am Sonntag kann man sich mit Freunden treffen, kann die Famlie zusammenkommen, weil dann fast alle frei haben. Bei manchen Berufen ist es unvermeidbar, am Sonntag zu arbeiten. Auf diese Leute kann man dann auch innerhalb der Familie rücksicht nehmen, das lässt sich koordinieren. Wenn aber jeder auch immer wieder am Sonntag arbeiten muss, ist ein gemeinsames Treffen kaum mehr machbar.

      Wenn jemand Geld dazuverdienen will, dann muss er das ja nicht ausgerechnet im Handel machen. Taxifahren, in der GAstronomie etc. gibt es genügend Möglichkeiten.

      Mit den besser bezahlten Zeiten am Abend und am Sonntag wird es freilich auch bald vorbei sein, wenn der Sonntag ein normaler Werktag ist.

      Im Handel verteilt sich ein Teil lediglich auf den Sonntag, so wie es jetzt schon bei Samstag nachmittag der Fall ist. Evtl. wird das Geld für was Anderes ausgegeben, aber volkswirtschaftlich wird es völlig egal sein, weil das verfügbare Geld irgendwie ausgegeben wird.

      In Touristenzonen ist es allerdings so, dass dann schon mehr Umsatz gemacht wird. Die meisten sind nur wenige Tage in Wien und wenn das gerade am Sonntag ist, dann wird freilich erheblich weniger gekauft.

  21. cmh (kein Partner)
    29. September 2014 14:36

    Kaufen; Verbrauchen; Kaufen; Verbrauchen; Kaufen ...

    Wer kann sich noch an die Konsumtrottelgesänge beim Gugekhupf erinnern?

    Ständiges immer Kaufenkönnen ist nicht gut für das Hirn. Wer eine gute Entscheidung vor dem Kauf getroffen hat, für den sind die Öffnungszeiten egal.

    Außerdem: Was wird denn da am Sonntag gekauft? Nur Schas, der daheim dann über kurz oder lang wieder weggeworfen wird. Dafür hättens auch bis Montag warten können. Oder es werden Käufe im Supermarkt getätigt, die bei einigem Planen auch bereits am Samstag erledigt hätten werden können.

    Also: Es sind nur die Touristen, die das brauchen. Und die kriegen es auch jetzt schon.

  22. Kaffeehäferl
    28. September 2014 19:55

    Die Geschäfte sollen ruhig geschlossen bleiben. Den Umsatz machen halt dann Amazon & Co. Wahrscheinlich gehen die Gewerkschaften deswegen auf die los.

    • terbuan
      28. September 2014 20:03

      Der Onlinehandel nimmt ohnedies ständig zu, mit oder ohne Sonntagsöffnung, sämtliche Handelsketten haben mittlerweile ihre Internetportale, da können die Gewerkschaften nicht mithalten!

  23. MSc
    28. September 2014 19:40

    Liebe Mitblogger,
    was bitte ist denn in dieses Forum gefahren ? Die Frage muss einfach lauten: "Kann ich jemandem verbieten, am Sonntag zu arbeiten". Und die muss man einfach mit NEIN beantworten, wenn man nur den Hauch eines bürgerlich-liberalen Weltbildes sein eigen zu nennen glaubt. Punkt. Alles andere sind dann im Wesentlichen Aspekte des Arbeitnehmerschutzes. Und nein, religiöse "Argumente" ändern daran nichts. Möge es nun auch Halbsterne regnen.

    • terbuan
      28. September 2014 19:59

      NEIN, werter MSc, niemandem sollte verboten werden, am Sonntag zu arbeiten.
      Es geht hier hauptsächlich um die Frage, ob jemand GEZWUNGEN werden sollte, am Sonntag zu arbeiten und ob es überhaupt sinnvoll ist, eine allgemeine Sonntagsöffnung einzuführen.

    • oberösi
      28. September 2014 21:59

      also, von mir gibts einen ganzen...

    • oberösi
      28. September 2014 22:01

      erratum: drei ganze natürlich..

    • cmh (kein Partner)
      29. September 2014 14:40

      Man sollte nicht gesetzestreuer sein als die orthodoxen Juden.

      Dennoch ist das Essentiale des Sonntags die Religion. Wer die nicht hat, braucht auch keinen Sonntag.

      Wo sind den die Atheisten, die konsequenterweise den Sonntag aufgeben. Es sollte doch genug von denen geben um Personal für die Siebtertagöffnung zu stellen.

    • Rau
      29. September 2014 16:34

      Ja kann man, und hat wenig mit einem bürgerlich libéralen Weltbild zu tun, als damit, nicht mal mehr an einem Tag Ruhe zu haben.

  24. Undine
    28. September 2014 18:49

    Zur Öffnung der Geschäfte an Sonntagen habe ich ein ambivalentes Verhältnis; es mag in beiden Fällen begreifliche Vor-, aber auch Nachteile geben, die ich nicht zu beurteilen vermag.

    Meinetwegen brauchen Geschäfte an Sonntagen nicht geöffnet zu werden. Es gab auch, als unsere drei Kinder noch klein waren keine Notwendigkeit, ausgerechnet am Sonntag einkaufen zu gehen. Was man brauchte, besorgte man während der Woche---das war schlicht Einteilungssache.

    Der Sonntag war meistens für Waldspaziergänge* da. Wir haben den ganzen großen Kürnberger-Wald nach allen Richtungen erkundet, die Kinder mit je einem kleinen Rucksack mit Jause auf dem Rücken, die dann fröhlich verspeist wurde. Zu entdecken gab es jede Menge ---Feuersalamander, winzige Fröschchen, Gewölle einer Eule, Stinkmorcheln, etc.. Bei einem winzigen Bächlein wurde mit Steinen das Wasser gestaut.....

    * Mein Mann konnte sich an diesen schönen Spaziergängen leider nicht beteiligen, weil er von Kindheit an (Folge einer Scharlacherkrankung) ein sehr schmerzendes Knie hatte. Er genoß aber die Ruhe zu Hause sehr!

    A.U. schreibt:

    "Sie begreifen überdies nicht, dass gemeinsame Einkaufsbummel für viele Familien auch eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten sind."

    Einkaufsbummel als beliebte Sonntagsbeschäftigung! Das sieht dann vermutlich so aus:

    Da den Kindern mit der Zeit fad wird, wenn die Mutter etwa Modegeschäfte aufsuchen oder der Vater seine Modelleisenbahn ergänzen oder in einer Buchhandlung schmökern will, fangen die lieben Kleinen früher oder später an zu quengeln und---wie es heute üblich ist!---werden sie "beruhigt", d. h., ihnen wird alles Mögliche VERSPROCHEN, wenn sie nur endlich aufhören zu jammern und bekommen bei jedem Familien-Einkaufsbummel völlig unnötige GESCHENKE (unnötig deshalb, weil das Kinderzimmer eh schon überquillt und im Bettchen kaum noch Platz ist neben den 100 "Kuscheltieren"---erworben bei diesen Einkaufstouren!) und Sachen zum NASCHEN!

    Wenn der Familien-Einkaufsbummel dann auch noch in einem Einkaufszentrum stattfindet, kriegen die Kinder nicht einmal frische Luft, sondern hatschen auf hartem Pflaster bei unsäglichem Lärm ("Musik" nennt sich das!) dahin.

    Arme Kinder, deren liebste Freizeit-Beschäftigung ein Familien-Einkaufsbummel ist.....Sie wissen es gar nicht anders. Und daheim angekommen, wird "ferngesehen".

    • Haider
      28. September 2014 23:13

      Wie glücklich wäre ich, würde die Sonntagsruhe wirklich zur intensiven Beschäftigung mit den eigenen Kindern führen. Aber dies ist ein anderes Problem! Da uns die linksrabiate Politik einredet, daß Familie PFUI ist und eigene Kinder nur RÜCKSTÄNDIGKEIT belegen, müßte die Vernunft viel früher einsetzen. Wenn's nicht schon längst zu spät ist? (Conquitas und ähnliche Schwuchtel dominieren die Gesellschaft - Kaiser Franz Joseph konnte noch seinen einschlägig auffälligen jüngeren Bruder Luzi-Wutzi ins Schloß Kleßheim exilieren.)

    • BHBlog (kein Partner)
      29. September 2014 17:12

      Als Sie klein waren hatte Österreich noch nicht 8,5Millionen Einwohner(exklusive Pendende und Asylanten)oder?

  25. terbuan
    28. September 2014 16:00

    O.T. Ukraine-Krim

    Eine Reportage der anderen Art über die Lage der vielen russischsprachigen Flüchtlinge auf der Krim, gefunden auf der ARTE-Mediathek:

    http://www.arte.tv/guide/de/030273-486/arte-reportage#arte-header

    • Riese35
    • Haider
      28. September 2014 19:26

      Danke für den Hinweis. Die Einseitigkeit unserer "freien" Berichterstattung ist eine einzige Schande. Zum Glück funktioniert diese Art der "demokratischen" Gehirnwäsche nicht mehr.

    • Riese35
      28. September 2014 20:09

      @Haider: Daran sieht man, wie "Freiheit" wirklich funktioniert. Nicht überall, wo auf der Verpackung "Freiheit" steht, ist diese auch drinnen. Das gilt auch für eine allfällige Sonntagsöffnung. Der staatliche Zwang wird dann durch Konkurrenzzwang ersetzt. Wer nicht mitspielt, wird hinausgeworfen. Wer sich um die Familie kümmern will, oder wer den Tag des Herrn als solchen begehen möchte, wird einfach aus dem System hinausgeworfen.

      Vom Prinzip ähnlich sieht die Freiheit der Christen im Irak und Syrien nun nach der "Befreiung" durch die von den USA unterstützten Rebellen nun aus.

  26. AC58
    28. September 2014 13:48

    Selten aber doch muss ich hier Herrn Unterberger widersprechen - das allerdings vehement !
    Vorausschicken möchte ich jedoch, dass ein Staat für mich kein Ersatzhimmel ist und deshalb eine (geordnete) Freiheit möglich sein soll. Ich bin deshalb FÜR die Sonntagsöffnung unter bestimmten Umständen (Arbeitnehmerschutz etc.).
    Was allerdings gar nicht geht sind die teils abstrusen und widersprüchlichen Argumente, die lt. Herrn Unterberger dafür sprächen:
    Da soll zB toll sein, dass ein Elternteil sonntags arbeiten gehen DARF !!!, weil sich ja der andere eh um die Kinder kümmern kann.
    GEHT'S noch ???
    Ist das unser (IHR) Familienbild ?!? EIN Elternteil ist eh immer zur Verfügung, beide gemeinsam sollen die Kinder aber nicht zu Gesicht bekommen oder höchstens unter der Woche abends, wo alle geschlaucht und müde sind ?
    Da komm ich nicht mehr mit Herr Unterberger, das ist ja wohl Inkonsequenz zum Quadrat.
    Und gleichzeitig decken wir damit schön zu, dass viele Löhne ungerecht gering sind (und daher auch so nebenbei oft keinen Anreiz zum Arbeiten darstellen).

    Die nächste Haarsträubung: SHOPPEN ist für viele das schönste Wochenendvergnügen !
    Abgesehen davon, dass ich weiß, dass das für einige tatsächlich so ist - sind wir zufrieden damit, dass Familien sonntags shoppen weil ihnen sonst ziemlich fad wäre oder genügt uns nicht schon das Sittenbild, dass heute vom Baby bis zum Opa - obwohl man gemeinsam an einem Tisch sitzt - jeder gedankenverloren mit seinem Handy spielt und andere am Tisch nicht einmal registriert. Ist diese Perspektive wirklich ein Argument für Sonntagsöffnung ?
    NEIN, Herr Unterberger, seh ich nicht so, seh ich GAR NICHT so !!!

    Liberale Einstellung darf nie bedeuten, dass wir auf Verbessern und Lernen verzichten, sonst wäre es Liberalismus - und DER ist wie jeder ISMUS zum Kübeln.

  27. kakadu
    28. September 2014 13:17

    OT

    Das Selbstbewußtsein unserer Kulturbereicherer nimmt vehement an Fahrt auf:

    http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2670884/

    • Alex
      28. September 2014 13:33

      unglaubliches Gesindel. Mir kommt das Kotzen, wenn ich daran denke, dass ich mit meinem Steuergeld den Zuzug solcher Primitivlinge finanziere.

    • Cotopaxi
      28. September 2014 13:52

      Vielleicht helfen solche Kindergärten, wie es sie im Rot-Grünen Wien gibt, dass sich die Muselmanen im Ländle angekommen und wertgeschätzt fühlen können:

      http://www.kindergarten-mekka.at/

    • Gerhard Pascher
      28. September 2014 18:41

      Zum Thema "friedliebender Islam" muss ich noch ein paar Gedanken loswerden.

      Es ist erstaunlich, dass es doch Leute gibt, welche mit dem Islam nichts mehr zu tun haben wollen, auch wenn sie sich damit der islamistischen Gesellschaft und ggfs. sogar der eigenen Familien gegenüber in Todesgefahr aussetzen. In Deutschland gibt es sogar einen "Rat der Ex-Muslime": http://exmuslime.com/

      Unabhängig davon ist auch der schon über ein halbes Jahr alte Brief eines Aussteigers, welcher die berechtigten Gefahren des christlichen Abendlandes offen ausspricht, sehr lesenswert:
      http://michael-mannheimer.info/2014/03/01/ex-moslem-wacht-auf-europaeer-der-islam-will-euch-vernichten/

      Und nicht vergessen: laut Koran muss der Muslim in bestimmten Fällen gegenüber den Nichtgläubigen auch lügen.

    • Riese35
      28. September 2014 20:35

      @Gerhard Pascher: *********!

      >> "Und nicht vergessen: laut Koran muss der Muslim in bestimmten Fällen gegenüber den Nichtgläubigen auch lügen."

      Sie haben einen oft vergessenen, aber sehr wichtigen Aspekt genannt: Selbst wenn zwei dasselbe sprachlich sagen, meinen sie oft ganz unterschiedliche Sachverhalte, denn ihre Aussagen müßte man im Kontext ihrer "Kultur" interpretieren. Der kulturelle Hintergrund wird leider bei uns sehr oft vergessen, und dann redet man einfach aneinander vorbei.

      Das war schon so beim Jugoslawienkonflikt in den 90er Jahren zwischen dem christlichen Westen und dem christlichen Osten. Die unterschriebenen Verträge waren oft nicht einmal das Papier wert, auf dem sie standen. Denn galt im Westen die Unterschrift als Vertragsabschluß, war das nach östlichem, kulturellen Verständnis der Handschlag. Papier ist geduldig.

      Erst recht gibt es Unterschiede zwischen christlicher und islamischer Kultur, die es zu berücksichtigen gilt.

  28. ProConsul
    28. September 2014 12:36

    OT - ISLAM

    Achtung: Das Video ist nichts für schwache Nerven.

    Es sollte uns zu denken geben, was uns in Europa früher oder später blüht, wenn wir weiter eine ungebremste moslemische Zuwanderung zulassen.

    http://grid.pjmedia.com/?cmd=view-show-profile-article&id=2087

  29. Dr. Otto Ludwig Ortner
    28. September 2014 11:40

    Dutzende Male habe ich in - damals noch veröffentlichten - Leserbriefen für den gesetzlichen Schutz der Sonntagsruhe gekämpft, die ja die österreichische Bundesverfassung als wesentlichen Inhalt der Freiheit der Religionsausübung der österreichischen Bevölkerung garantiert. Und die Heiligung des Sonntags besteht ja nicht nur im - den Katholiken verbindlich vorgeschriebenem - Kirchgang, sondern auch der - auch sittlichen - Kräftigung durch Muße und Betrachtung. Dagegen wird natürlich eingewendet, daß auch am Sonntag Menschen Berufsarbeit verrichten müssen - natürlich, aber ausnahmsweise und in turnusmäßiger Abwechslung. Religionsgeschichtlich geht die Sonntagsruhe auf das 3. Gebot Moses' zurück: "Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: Du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und de Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnung hat. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, und alles was dazugehört; am siebenten Tage ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt" (Exodus 20,8-11). Es ist dies das älteste und radikalste Sozialgesetz der Menschheit, schützt es doch auch die Sklaven - in unserer Realtität die wirtschaftlich Schwächsten.
    Der Kampf gegen die Sonntagsruhe ist also ein Kampf gegen die von der Bundesverfassung garantierte Religionsfreiheit. Dieser wird von Kreisen geführt, denen ein als bezahlter Feindspion entlarvter österreichischer Spitzenpolitiker vorstand und die in der Sache Kurt Waldheim einen Vernichtungskrieg der NATO gegen Österreich provozierten ("Watchlist") und verloren. Jetzt benützen diese Feinde Österreichs die von Geldgier irrssinnigen Sozialverbrecher, um den Österreichern die Sonntagsruhe zu rauben, und damit die trotz allem einzigartige Lebensqualität meiner Heimat. Außerdem stiften diese Hochverräter zur Geringschätzung der Bundesverfassung - insbesondere der Religion -an - hassen sie doch erwiesenermaßen Österreich - ein dem Wesen nach religiöser Staat. Doch kann ich den Sozialverbrechern, die Gläubige zur Verletzung ihrer Gebote zwingen, (Not kennt kein Gebot) prophezeien, daß sie in Elend und Schande enden werden - nicht jedoch das ihnen verhaßte Österreich!. Gott schütze Österreich!

    • terbuan
      28. September 2014 16:14

      Dazu passend von Antoine de Saint-Exupéry (1900 - 1944):

      "Wenn Menschen gottlos werden,
      sind Regierungen ratlos,
      die Lügen grenzenlos,
      die Schulden zahllos,
      die Politiker charakterlos,
      die Christen gebetslos,
      die Kirche kraftlos,
      die Völker friedlos,
      die Verbrechen maßlos."

      Dankenswerterweise von @Gerhard Pascher zum letzten Gastbeitrag in den Blog gestellt!

    • Riese35
      28. September 2014 17:39

      @Dr. Ortner, terbuan & Gerhard Pascher: *********************!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      28. September 2014 22:24

      Zu Gerhard Pascher: Nicht durch den Religionskrieg - der hat einen langen Bart und nur negative Resultate erbracht, sondern durch den Religionsfrieden kann die Anarchie, die sich ausbreitet, besiegt werden. Siehe dazu mein Werk in "www.amazon.de" - ein weiteres Werk speziell, zur Überwindung der Religionskriege verfaßt, erscheint hoffentlich in wenigen Wochen.

    • Francois Villon (kein Partner)
      29. September 2014 18:17

      Herr Dr. Ortner,

      Sie haben vollkommen recht.

      Bei Unterberger schwanke ich manchmal, ob es Absicht oder bloße Dummheit ist, was seine Kommentare durchzieht.

  30. socrates
    28. September 2014 10:48

    Ich habe mein Studium selbst verdient und Fr, Sa, So und Mo gearbeitet. Dabei habe ich sehr gut verdient und hatte die Wochentage frei für das Physik und Chemiestudium. Mein Kollege arbeitete Di, Mi und Do. Er verdiente gut zu seiner anderen Arbeit und hatte für die Familie das Wochenende frei. Wie waren beide zufrieden.
    Ich bin für freiwillige Wochenendarbeit, aber die Bezahlung muss mindestens 50% höher sein.

    • socrates
      28. September 2014 11:42

      Wenn am Wochenende das Geld auf der Strasse liegt, dann müssen diejenigen, die beim Auflesen helfen, auch kräftig mitschneiden. Wenn die Arbeitszeit per Gesetz liberalisiert wird, müssen die "Liberalisierten" eine Zusatzleistungen bekommen.
      Der liberale Traum: Wir liberalisieren und verdienen und ihr seit liberalisiert und arbeitet für uns damit wir mehr abcashen, den brauchen die Arbeitenden nicht.

  31. Rau
    28. September 2014 09:47

    Wenn dann sollen alle Sonntags arbeiten, dann erledigt sich auch die Frage nach der grössten Gruppe, den Konsumenten, deren liebste Freizeitbeschäftigung nicht mal an einem Tag in der Woche ruhen kann.

  32. Politicus1
    28. September 2014 09:10

    die "Touristenzonen" innerhalb der Metropole Wien werden zur Freude gefinkelter Rechtsanwälte einen Rattenschwanz von Gerichtsverfahren zur Folge haben.
    Was ist z.B. rund um das Belvedere, Alt-Hietzing am Rande des Eingangs zu Schönbrunn, oder auch der Mexikoplatz mit der Jubiläumskirche und den vielen Touristen der Donauschiffe?

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass die exorbitanten Sonn- und Feiertagszuschläge für dringend notwendige Handwerkerarbeiten (Installateur, Heizungstechniker ..) abgeschafft gehören. Betriebe, die ein solches Service anbieten, haben das durch entsprechende Diensteinteilungen zu regeln. Ich zahle ja für ein Bahnticket am Sonntag auch nicht um 100% mehr, weil ein Lokfahrer und ein Schaffner Sonntags arbeiten muss ...

  33. Ingrid Bittner
    28. September 2014 09:02

    Ich lese nichts anderes, als ich bin dagegen, ich bin dagegen... Warum eigentlich?
    Alles ist überreglementiert und die Verbote ziehen sich durch die gesamte Verkaufsgeschäftswelt. Ich versteh's einfach nicht. Es gibt nichts Trostloseres als eine sogenannte "Geschäftsstrasse" mit zugesperrten Geschäften. Nicht immer kommt man an einem Wochentag z. B. in Wien an und wenn man an einem Sonntagnachmittag ankommt, dann hat man einen trostlosen öden Eindruck.
    Man kann das doch wohl so regeln, dass am Sonntag eine besondere Regelung für die Einteilung der VerkäuferInnen herrscht, keinenfalls ein Radl, wo jeder jeden Sonntag drankommt. Und ab und zu ein bisschen mehr verdienen, gerade in einer Sparte, die einen ausgesprochen schlechten Kollektivvertrag hat, das wird sicher von vielen Mitarbeitern geschätzt werden. Ausserdem wäre das die ideale Möglichkeit für Studenten, sich etwas selbst zu verdienen. Ich versteh die Aufregung nicht und hab sie nie verstanden, denn andere Branchen müssen auch am Sonntag arbeiten, es wird weder die Straßenbahn eingestellt, noch die Krankenhäuser zugesperrt, bei den Wirtshäusern schaut es schön langsam allerdings bedenklich aus, da will das österreichische Personal nicht mehr so recht. Ausserdem ist in den vielen Restaurants und restaurantähnlichen Lokalitäten in den diversen Einkaufstempeln ja keine Sonntagarbeitszeit - da gehen die Leute lieber dorthin arbeiten. Da wird pünktlich zu- und aufgesperrt und Sonntag ist sowieso zu. Nur nicht anstrengen. Ich habe lange im Tourismus gearbeitet, und das im Ausland, da gab es nie einen Sonntag, weil Sonntag war z. B. für mich in einer Destination immer der stärkste Arbeitstag, weil da waren die meisten Flüge und damit die meisten An- und Abreisen. Und somit war einfach viel Bürokram zu erledigen, abgesehen davon, dass die Leute die die Transfers gemacht haben auch sehr früh hinausmussten und lange in die Nacht am Flughafen waren. Da hat keiner gefragt, ob es vielleicht stört, am Sonntag arbeiten zu müssen, hat auch nicht, weil das weiss man, wenn man im Tourismus arbeitet. Da kann man nicht jammern, weil man am Sonntag zum Dienst muss.
    Die Wochenarbeitszeit wird nicht überschritten und das ist wohl das Wichtigste, wenn dann die Arbeitszeit danach eingeteilt wird, wann die Geschäfte am besten gehen, ist das denn so schlecht?? Lieber ab und zu einmal an einem Sonntag arbeiten, als das Geschäft sperrt ganz zu.
    Die Gewerkschaft hätte ein großes Betätigungsfeld, sich immer auf die Sonntagsöffnung zu stürzen ist nicht besonders kreativ. Es gibt so viele andere Probleme, da hört man nichts.
    Lasst doch einmal eine Umfrage unter den Angestellten machen - wäre doch interessant, was die dazu sagen. Immer über deren Köpfe hinweg was zu entscheiden finde ich auch nicht richtig. Allerdings müsste da mit den richtigen
    Zahlen agieren, nämlich was es für die Angestellten finanziell bringt, wenn sie ab und an am Sonntag arbeiten, da kann die Gewerkschaft schon stur sein, was Überstundenabgeltung anbelangt und so, aber die Tatsache ob oder ob nicht geöffnet werden darf, ist eigentlich eine Sache von Angebot und Nachfrage.
    Es ändert sich alles, auch das Einkaufsverhalten. Und es ist noch gar nicht so lange aus, da haben die Gemischtwarenhändler in jedem kleinen Kuhdorf offen gehabt, weil da sind die Leute der Umgebung zur Kirche gekommen und da wurde dann auch der Wocheneinkauf erledigt, die Männer sind zum Kirchenwirt und die Frauen zum Geissler. Aber man vergisst ja so schnell und alles was früher war, war nicht gut, aber es war auch nicht alles so schlecht, dass man am besten nicht mehr davon redet.

    • Wyatt
      28. September 2014 10:40

      Mit der, es den Menschen selbst zu überlassenden Zeit, wann sie ihre Geschäfte offen halten wollen, führt aber bei denen, welche ihre eigene Daseinsberechtigung vorwiegend in der Regelung der Lebensgestaltung ihrer Mitmenschen sehen, zu Existenzängsten.

    • terbuan
      28. September 2014 15:39

      Werte Frau Bittner,
      vielen Dank zunächst für die Bereicherung des Blogs!

      Zu Ihrem Beitrag möchte ich nur einwenden, dass ein Berufseinsteiger in ein Unternehmen mit regelmäßiger Sonntagsarbeit von vorneherein weiß, was ihn erwartet.
      Wenn Sie allerdings eine Billa- oder Hofer-Mitarbeiterin fragen, was sie von einer Sonntagsarbeit hält, dann wird sie Hände über dem Kopf schlagen und sagen:
      "Um Gottes Willen, das ist der einzige Tag der Woche an dem ich für meine Familie Zeit habe".
      Natürlich sieht es bei einem türkischen Greissler anders aus, der hinter dem Geschäft seine Wohnung hat und die ganze Familie mitarbeitet, aber wo gibt es die heute noch bei Österreichern? Und die wenigen die haben auch offen, geduldet von den Behörden.
      Früher war es anders, aber da hatten die Menschen noch keine Kühlschränke und ich bin selbst als Kind öfter am Sonntag zur "Milchfrau" gegangen.
      Meine Argumente gegen die Sonntagsöffnung habe ich schon am Morgen kommentiert, und für die Touristen in Wien gibt es mittlerweile auch genug Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag.
      Wenn ich einen Städteflug nach Berlin, Paris oder London mache, was benötige ich da am Sonntag? Sicherlich keinen Supermarkt um Lebensmittel einzukaufen, offene Cafés und Restaurants und Läden mit Souvenirs und Zeitschriften und die gibt es auch in Wien ausreichend!
      bG/terbuan

    • Ingrid Bittner
      28. September 2014 16:13

      terbuan meint u. a. : "Wenn ich einen Städteflug nach Berlin, Paris oder London mache, was benötige ich da am Sonntag? Sicherlich keinen Supermarkt um Lebensmittel einzukaufen, offene Cafés und Restaurants und Läden mit Souvenirs und Zeitschriften und die gibt es auch in Wien ausreichend!"

      Persönlich - ich für mich - stimme da vollkommen zu, aber, bin ich wirklich das Maß aller Dinge?? Wenn man, so wie ich, im Tourismus gearbeitet hat, dann weiss man auch, dass es solche und solche Gäste gibt. Der eine gibt sich ganz der Kunst und Kultur hin, der andere will "shoppen" - jeder soll bekommen, was er gerne möchte,
      davon leben nicht wenige Menschen, dass es so ist.
      Ich kann aus meinem persönlichen Erleben nur berichten, dass ich viele Gäste über all die Jahre beobachtet habe, die am Sonntag nach dem Einchecken im Hotel ausgeschwärmt sind, um einzukaufen und enttäuscht waren, wenn sie nicht alles bekommen haben was sie wollten. Touristen sind öfter anders gepolt als man meint.
      Viele rennen als erstes in die dem Hotel am nächsten liegende Geschäftsstraße - es ist so, auch wenn man es nicht glauben kann oder will.

      Persönlich hätte ich auch nicht in jeder Lebenssituation am Sonntag arbeiten wollen, aber es gab auch Phasen in meinem Leben, da wäre ich liebend gerne jeden Sonntag arbeiten gegangen, öde Sonntage können auch belastend sein. Und wenn man an so einem Sonntag arbeitsmässig unterwegs war und am Abend heimkommt und sagen kann, das war ein guter Tag heute, das ist auch was Schönes.
      In meiner Tourismusphase habe ich eigentlich immer sonntags gearbeitet, ich habe das nicht als belastend empfunden, denn da war allerdings die Familienzeit schon vorbei. Jedes Lebensalter hat so seine Eigenheiten, wenn drei kleine Kinder daheim sind, wird eine Mutter kaum das Bedürfnis haben, am Sonntag aushäusig tätig zu sein , es sei denn ein paar Stunden in einem Geschäft sind ruhiger, als vielleicht drei quängelnde Kinder, die man dann einmal mit Genuss dem Herrn Papa überlässt, der ja manchmal glaubt, daheim die Kinder zu betreuen, sei das reinste Honiglecken.
      Ich meine doch, dass jeder Mensch die Freiheit haben sollte, sich sein Arbeitsleben nach den Erfordernissen und Bedürfnissen zu richten, die gerade gegeben sind und da kann manchmal die Sonntagsarbeit nicht das Schlechteste sein. Es ist ja keine(r) verpflichtet, sein ganzes Arbeitsleben lang jeden Sonntag zu arbeiten.

    • Riese35
      28. September 2014 17:52

      >> "Ich lese nichts anderes, als ich bin dagegen, ich bin dagegen... Warum eigentlich?"

      Ganz einfach: Lesen Sie Genesis 1. Kapitel. Jedes Jahr in der Osternacht in der kath. Liturgie. Dort stecken alle Antworten auf Ihre Fragen drinnen.

      Man kann über alles diskutieren, nur nicht über den Tag des Herrn. Wer das macht, gibt sich selbst auf und wird überrannt. Es ist nicht anders als bei physikalischen Gesetzen: sie gelten, gleichgültig ob man sie kennt, versteht oder nicht versteht.

      Sie schreiben, Sie hätten im Tourismus gearbeitet. Dann wird Ihnen ja sicher bekannt sein, was Touristen in Israel hinsichtlich Sabbatruhe alles berücksichtigen müssen. Seine Reise so planen, daß man noch rechtzeitg vor der Sabbatruhe am Ziel ankommt, ev. ein Auto gemietet hat, eingekauft hat etc. Denn ab Freitag etwa 1400 UHR ist Schluß damit. Dann ruht der gesamte, öffentliche Verkehr, sperren Einkaufszentren etc.

      Touristen, die nach Österreich kommen, tut es auch gut, sich ein wenig mit unserer Kultur zu beschäftigen und nicht nur die Einkauftempel zu stürmen, die in allen Städten immer ähnlicher aussehen.

    • MSc
      28. September 2014 19:50

      @Riese35 um 17:53:
      Bitte um Entschuldigung, dass ich dass so direkt ausdrücke, aber haben Sie wirklich ein Problem damit, wenn nicht alle Menschen Ihre Argumentation aus der Genesis beziehen ? Und ist es nicht jedem selbst überlassen, wie er seine 7 Wochentage verbringt ?
      Wohin das Vorschreiben von Handlungsnormen aus religiösen Gründen führt, sieht man derzeit übrigens auch sehr schön bei der jüngsten schriftbesitzenden Religion (vulgo "Religion des Friedens" ...)

    • F.V. (kein Partner)
      29. September 2014 18:22

      terbuan,

      worin besteht die Bereicherung durch die Frau Bittner?

      MSc,

      man kann alles mißverstehen; nur Europa ist halt das christliche Abandland und mit der IS oder dergleichen.

    • cmh (kein Partner)
      30. September 2014 11:44

      Aus der Genesis stammt zwar die Idee, die Bedeutung dieser Idee für uns arbeitende Menschen besteht aber unabhängig davon.

      Daher sollte der Bezug auf die Genesis zwar genügen, wer sich aber Christ nennen will, der sollte auch in der Lage sein, dies sine scriptura zu begründen.

      Dazu will ich mich an meine Militärzeit erinnern, als irgendein Saufras nicht gegessen werden wollte, der Hauptmann sagte: "Essen! Auch Essen ist Dienst!" Das ist nicht lustig, sondern bedeutet einfach, dass in gewissen Gesellschaften auch die höchstpersönlichen Bedürfnisse der Menschen reglementiert werden und die Menschen damit zum Sachaufwand verkommen sind.

      Die Sonntagsruhe schafft hier eine regelmäßige Auszeit, in der es den Menschen freisteht, nicht das zu tun, was andere wollen. Dies auch und gerade dann, wenn die Menschen nichts mehr mit sich anzufangen wissen, was über die Vorschläge der Fress-, Kauf- und/oder Unterhaltungsindustrie hinausgeht. Der Sonntag sollte jedem die Möglichkeit geben, das Buch zu lesen, das in keiner Werbung oder Literaturkritik angepriesen ist und das nur ihn interessiert. Nur ihn!

      Literarisch gesprochen darf es nie heissen: "Du kaufst jetzt Günter Grass - sonst setzt es was!"

      Und das Schöne daran ist, dass das auch den Schriftstellern gut tut, weil sie jetzt nicht jeden Plunder an den Mann bringen müssen, sondern was sinnvolles schreiben können. Am Sonntag.

      Und zuletzt erinnere ich mich an die blonde Tussi, die die Humbold-B-Matura mit den Worten: "Ich lerne wann ich will und wo ich will!" bewarb. Das wird nie was.

  34. Gerhard Pascher
    28. September 2014 07:57

    Ja, die Gier nach mehr Umsatz und mehr Gewinn macht auch vor den Einzelhändlern nicht halt. Liberale Kreise möchten am liebsten, wenn jeder Unternehmer machen darf, was er will. In einer friedlichen Gesellschaft muss es aber bestimmte Spielregeln geben, sonst entsteht ein Chaos, wo der Stärkere den Schwächeren eliminiert.

    Eine Sonntagsöffnung von Geschäften kann wohl einen zusätzlichen Umsatz von Touristen bringen, nicht aber von den einheimischen Bürgern. Schon die jetzigen erweiterten Öffnungszeiten bei Supermärkten am Samstagnachmittag sowie abends kurz vor Feiertagen zeigen, dass in den vielen offenen Geschäften eine sehr geringe Kundenfrequenz vorhanden ist. Diejenigen Kunden, welche zu diesen Stunden in den Geschäften sind, kaufen nicht zusätzliche Waren ein, sondern es wird nur der Zeitpunkt verschoben. Durch die 4 1/2 Tage-Arbeitswoche gibt es genug Möglichkeiten, am Freitagnachmittag und Samstag die benötigten Einkäufe für die Familie vorzunehmen. Daher besteht kein Bedarf, dass auch am Sonntag alle Läden offen haben.

    Auch Manager von großen Supermärkten in der Slowakei und Ungarn berichten, dass diese Liberalisierung nur eine Verschiebung der Einkaufsgewohnheiten gebracht hat. In Grenznähe werden aber auch die Einkaufstouristen aus Österreich positiv erwähnt.
    Für mich gilt weiterhin das Gebot: Sechs Tage sollst Du arbeiten, aber am siebenten Tage ruhen. Dies machen auch die Moslems (freitags) und Juden (samstags).

    Es gibt genug Dienstleister (Krankenhaus, Polizei usw.), welche am Sonntag tätig sein müssen und dann unter der Woche einen freien Tag haben. So ein Turnus müsste dann für alle Unselbständigen eingeführt werden.

    Was waren das für mich angenehme Zeiten in England, als am Sonntag die Kinos, Theater, Restaurants usw. geschlossen hatten und auch der Fahrplan für öffentliche Verkehrsmittel stark reduziert war. Da konnte man sich der Familie widmen, ausruhen und Kräfte für die folgende Woche sammeln. Dies ist aber auch schon history.

  35. Cotopaxi
    28. September 2014 07:41

    o.T.

    Zufällig im Internet entdeckt:

    Bericht über die 54.Internationale Mathematische Olympiade 2013 in Kolumbien an das Ministerium Claudia Schmieds:

    http://www.oemo.at/de/info/IMO_2013_Bericht.doc

    Österreichs Schüler belegten unter 97 teilnehmenden Nationen den tollen 48. Platz, im Jahr davor war es noch der 50.

  36. terbuan
    28. September 2014 07:32

    Ich bin ebenfalls gegen eine allgemeine Sonntagsöffnung des Einzelhandels.

    Irrtum Nr.1:
    Die Kaufkraft der Menschen steigt nicht durch eine Sonntagsöffnung, sie verlagert sich nur. Das Geld der Konsumenten ist nicht unbeschränkt vermehrbar, im Gegenteil, die Realeinkommen sinken seit geraumer Zeit.
    Irrtum Nr.2:
    Die Menschen fahren nicht nur deswegen in grenznahe Einkaufszentren weil diese am Sonntag geöffnet haben, sondern weil sie dort Waren günstiger einkaufen können.
    Irrtum Nr.3.
    Diese angeblich zu erwartenden Umsatzzuwächse - wenn sie überhaupt eintreten - werden nur durch eine geringere Gewinnspanne erkauft, da das Personal erhöhte Kosten durch Überstundenzuschläge verursacht.

    Im übrigen haben die Geschäfte bereits bis Samstag Abend geöffnet, da wird es doch möglich sein, seinen persönlichen Bedarf auch für den Sonntag zu decken.
    Und ob mehr Touristen nach Wien kommen, wenn sie am Sonntag einkaufen können, wage ich zu bezweifeln, Andenkenläden habe ja auch bereits jetzt geöffnet.

    • Wyatt
      28. September 2014 08:19

      Außerdem ist an Tankstellen etliches an: ... "was ausging oder man vergessen hat" zu den üblichen Supermarktpreisen, nicht nur Sonntags sondern auch in der Nacht erhältlich.

      Ansonsten vertrete ich die Meinung, jeder solle wie er will, - es mit seinen Öffnungszeiten halten.

    • Freak77
      28. September 2014 10:42

      @ terbuan

      Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie aber nicht dagegen zumindest dort die Geschäfte zu öffnen wo die Touristen flanieren.

      Dass man Touristen an einem Sonntag nicht ermöglicht einzukaufen gibt es außerhalb Österreichs kaum irgendwo.

      Das Geld der Touristen soll nicht ausgegeben werden sondern soll in ihren Geldbörsen verbleiben? - Ist das die Erfolgsformel Österreichs?

    • Pumuckl
      28. September 2014 10:44

      Von welcher steinzeitlich primitiven Unkultur unsere vom Christentum geprägte, abendländische Kultur* bedroht ist, erfahren wir täglich sogar in unseren Systemmedien.
      Wachen wir selbst durch das HALSABSCHNEIDER - KALIFAT DES ISLAMISCHEN STAATES nicht aus unserem Konsumidioten - Schlummer auf?

      Öffentliche Abschlachtungen und Versklavung von Frauen und Töchtern der Ermordeten, welche diese wirklich frommen Moslems vor laufender Kamera bewußt provozierend vorführen, ist vom Koran ausdrücklich geboten!

      Von der Entfernung der Kreuze aus den Klassenzimmern, über das Verbot** mit GRÜSS GOTT zu grüßen, zur flächendeckenden Abschaffung der Sonntagsruhe.
      Scheibchenweise schaffen wir den Raum für die Unkultur des Islam, dessen erklärtes Ziel ist, unsere Hochkultur zu vernichten.

      WILL DR. UNTERBERGER WIRKLICH DEN IS - HALSABSCHNEIDERN ZUARBEITEN ?


      * Unsere säkularen Mitbürger sollten ihre, ach so überlegene Intellektualität dazu einsetzen, dies endlich zu begreifen.

      ** Verhaltensempfehlung einer OÖ Schulbehörde, weil dadurch religiöse
      Gefühle von Mitschülern verletzt werden.

    • gh57.at
      28. September 2014 21:32

      terbuan,

      ihre Argumentation mag ja für Freiberufler, Pensionisten und Arbeitslose zutreffen. Als Lohnabhängiger mit hohen Überstundenleistungen komme ich wie wohl die Mehrheit der Arbeitnehmer mit den angebotenen Einkaufszeiten nicht komfortabel aus. Geschäftsöffnungszeiten an Arbeitstagen nützen sehr wenig - man muss froh sein, wenn manabends noch ein Stück Brot ergattern kann. Obst und Gemüse ist zu dem Zeitpunkt meist auch schon weg.

      Am Sonntag ist daher mein Haupteinkaufstag für Nicht-Lebensmittel - natürlich hauptsächlich im Internet. Es geht ja auch viel schneller und man hat ein größeres Warenangebot zur Verfügung, man erzielt zumeist auf bessere Preise.

      Dass damit österreichischen Unternehmen Umsatz entgeht, ist ja wohl klar. Über Amazons Spar-Abo kann man sich jetzt sogar Dinge wie Waschmittel und haltbare Lebensmittel zusenden lassen.

      Mein Fazit: Eine Möglichkeit, am Sonntag einkaufen zu gehen, würde Abeitnehmer wie mich veranlassen, wieder einen größeren Teil des frei verfügbaren Einkommens bei österreichischen Unternehmen - und österreichischen Verkäufern - auszugeben.

      (Oder vielleicht auch nicht. Als Problem bleibt immer noch das provinziell anmutende Warenangebot, das viele Bedürfnisse nicht abzudecken vermag.)

    • terbuan
      28. September 2014 21:49

      Werter @gh57.at,
      ich kenne Ihre Arbeitszeiten und Lebensverhältnisse nicht, aber die Öffnungszeiten z.B. der Hofer-Supermärkte (Mo-Fr 7:40 bis 20:00 und Sa bis 18:00) sollten eigentlich ausreichen, um den Lebensmittelbedarf für den Sonntag abzudecken.
      Darüberhinaus gibt es - wie von einem Poster schon erwähnt - immer häufiger Tankstellenshops (z.B. von BILLA oder Spar), wo man rund um die Uhr, auch an Sonntagen, eine Auswahl gängiger Lebensmittel zu Supermarktpreisen erstehen kann.

    • gh57.at
      30. September 2014 20:41

      Werter terbuan,

      Wie ich geschrieben habe, hat man zu den Tagesrandzeiten nur mehr Residualmengen an frischen Lebensmitteln zur Auswahl, gerade bei Hofer.

      Aber mein Problem sind ja nicht die Lebensmitteleinkäufe, sondern Dinge wie Gewand oder Dinge aus dem Baumarkt, die einem Häuselbauer und Gärtner bei Reparaturen u.ä. oft unerwartet, aber eben insbesondere an Wochenenden abgehen. In der Shopping-City gibt es am Samstag sehr oft keine Parkplätze, ein Verkauf auch am Sonntag würde beide Probleme entschärfen.

      Jedenfalls fließt ein Gutteil meines frei verfügbaren Einkommens speziell an Wochenenden ins Ausland ab.

      Zusammenfassend: Ihre Argumentationslinie ist, zumindest was mich betrifft, nicht richtig. Ich denke auch, dass nicht nur hier Lebende wie ich mehr im Inland konsumieren würden, sondern eben auch die Touristen. Ob die Gewinnspannen für die Unternehmen geringer ausfallen würden, kümmert mich nicht sehr. Die Umsätze würden jedenfalls steigen, ein Deckungskostenbeitrag bliebe sicher über.

  37. Kritiker
    28. September 2014 07:12

    Schön langsam entwickelt sich die Öffnungszeitenregelung in Österreich zu einem Kuriosum in Mtteleuropa.

    Tatsächlich sind Regelungen von Öffnungszeiten völlig entbehrlich, wenn die entsprechenden Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und der passenden Arbeitnehmerentlohnung eingehalten werden (müssen). Kein Unternehmer wird seinen Kunden Kontakte zu Zeiten anbieten, in denen sich der Aufwand nicht lohnt. Wie schon vom Seitenbetreiber angesprochen, gibt es sicher viele Menschen, die einen Zusatzverdienst gut gebrauchen können und damit ihrerseits der Wirtschaft wieder Antrieb geben.

  38. Cotopaxi
    28. September 2014 06:58

    Der Sonntagsruhe ist eine alte soziale Errungenschaft, die nicht hoch genug geschätzt werden kann. Wir sollten sie den schnöden Interessen der Geldmenschen nicht opfern.
    Es tut dem Geist und dem Körper des Menschen gut, zumindest einmal in der Woche kollektiv innezuhalten und sich zu besinnen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt der nichtmoslemischen Noch-Mehrheitsbevölkerung.
    Auch die Aufgabe der traditionellen Ruhetage ist ein Zeichen für die Selbstaufgabe und den Verlust des Selbstbehauptungswillen gegenüber eindringenden fremden Kulturen und Traditionen.
    Es ist doch ein Irrsinn, wenn wir unsere Feiertage verwässern und andererseits neue Feiertage für die Orientalen einführen. ;-)

    • Kaffeehäferl
      28. September 2014 22:13

      Was ist mit der Sonntagsruhe bei Spitalsärzten, Kellnern, Taxifahrern, Busfahrern, Tankstellen, Polizei, Rettung, Feuerwehr, allen möglichen Bereitschaftsdiensten wie sie in E-Werken, Straßenmeistereien, Gaswerken, Wasserwerken, usw notwendig sind?

    • Gandalf
      29. September 2014 11:16

      Nur, wer wirklich konsequent jeden Sonntagvormittag in die Kirche geht (und dort das kaum verständliche Gestammel eines polnischen Hilfspfaffen über sich ergehen lässt), und sich dann, nach dem obligaten Schweinsbratl mit Semmelknödel zum Mittagessen der beschaulichen Ruhe hingibt, mit Jausenkaffee und Briochekipferl so gegen drei, dann vielleicht ein kleines Spaziergangerl, und a Bisserl Préferance- Spiel mit der Schwiegermutter am Abend, und der erst Montagfrüh wieder dem garstigen Alltag des 21. Jahrhunderts ins Gesicht zu sehen bereit ist, darf so Biedermeierliches von sich geben. Ich hoffe, diese Voraussetzungen sind bei Ihnen nicht oder doch nicht wirklich ernsthaft gegeben.?? :-))

      .

    • Rau
      29. September 2014 16:53

      Was sie da plauderen @Gandalf??? Ich zahl Kirchensteuer, das muss reichen!

    • Gandalf
      29. September 2014 17:28

      @ Rau
      Mein Verhältnis zur Kirche bewegt sich ausschliesslich auf dieser Ebene, wie bei einem Großteil der österreichischen Christen. Daher finde ich es eben unzeitgemäss, von der gemeinsamen Sonntagsruhe der Familien, die es eh nicht mehr gibt, als sozialer Errungenschaft zu schwärmen. Aber Cotopaxi hat es ja sowieso ironisch gemeint (hoffe ich) - und auch meine Ergänzung war nicht wirklich ganz ernst gemeint....

    • Torres (kein Partner)
      29. September 2014 18:30

      @Kaffeehäferl
      Spitalsärzte, Polizei, Rettung, Feuerwehr sind lebenswichtig, daher kann es hier natürlich keine Sonntagsruhe geben. Warum allerdings Gastwirte offen halten dürfen, Lebensmittelgeschäfte aber nicht, ist absolut nicht einzusehen. Ebensowenig lebenswichtig am Sonntag sind Kinos, Theater, Taxis und/oder der öffentliche Verkehr (in Israel z.B. gibt es samstags keinen öffentlichen Verkehr - das land funktioniert trotzdem problemlos). Also: entweder den Sonntag für alle (die es wollen!) freigeben, oder tatsäclich nur die (wenigen) echt lebensnotwendigen Dienste erlauben.

    • monofavoriten (kein Partner)
      29. September 2014 20:50

      @Cotopaxi

      ich hoffe, sie liegen dann nur daheim herum und dass sie bloss ihr auto nicht tanken fahren, sich irgendwo ein eis kaufen oder gar essen gehen oder in einem hotel das wochenende verbringen. sonst muss ich sie als heuchler bezeichnen.

  39. Riese35
    28. September 2014 02:38

    Ich bin gegen die Sonntagsöffnung. Arbeit am Sonntag sollte nur dort stattfinden, wo dies unbedingt notwendig ist.

    Die Siebentagewoche mit dem Sonntag als Tag des Herrn (Sabbat, oder analog ein anderer Tag) ist eine uralte, weise Regelung und hat nichts mir Gewerkschaften und Sozialismus zu tun.

    Je mehr Personen, und sei es auch nur durch Konkurrenzdruck, am Sonntag arbeiten müssen, desto schwieriger wird es, einen gemeinsamen, freien Tag zu finden. Schon manche Feiertagsöffnung (z.B. am Fest der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria) schafft Druck, der einen gemeinsamen Kirchbesuch verhindern kann.

    Schauen wir nach Israel: dort ist die Sabbatruhe noch viel ausgeprägter als bei uns. Von Freitag etwa 1400 UHR bis Samstag abend ruht sogar der gesamte öffentliche Verkehr. Kein Flughafenbetrieb, keine Eisenbahn, kein Autobus etc. Mietwagen können weder ausgeborgt noch retourniert werden. Einkaufszentren analog z.B. zur Lugner City machen am Freitag mittags ihre Läden dicht. Kein Einkaufen, kein McDonalds etc.

    Jetzt möge mir jemand erklären, die Sabbatruhe in Israel gäbe es nur, weil die Gewerkschaften dort so stark wären und dort der Sozialismus so starken Einfluß hätte.

    • Inger
      28. September 2014 09:09

      Schauen wir nach Israel! Ich beim Einkaufen sicher nicht. Ich hab mich in Israel in keinem Geschäft wohlgefühlt, die Einkaufslust ist auf ein Minimum gesunken.
      Ich mag es nämlich sowas von überhaupt nicht, wenn ich in einer Buchhandlung stehe und mit Leidenschaft die Bücher durchschau, mich in dieses und jenes ein bisschen vertiefe und neben mir tauchen junge Uniformierte auf und lehnen ihre Gewehre an den nächsten Bücherstoss, das heisst für mich, nur weg, so interessant kann kein Buch sein, dass ich da bleibe. Auch im Cafe habe ich das als ausgesprochen unangenehm empfunden, dass überall... aber das ist eine andere Geschichte. Für mich ist Israel punkto Einkaufsverhalten absolut kein Massstab.

    • Inger
      28. September 2014 11:43

      Noch eine Bemerkung dazu: gemeinsamer Kirchenbesuch!
      Wieviele Österreicher gehen denn heutzutage noch am Sonntag in Familie in die Kirche??? Mir ist noch gut der Ausspruch eines Pfarrers in Erinnerung, der einmal gemeint hat: es sei ihm zu teuer, wegen der paar "alten Weiber" die in die Kirche gehen ( gemeint war zwar wochentags, aber immerhin) die Kirche zu heizen. Man hört doch mehr von den Kirchenaustritten als von Zuwächsen bei den Katholiken. Dass sich die Gewerkschaft dann auch dieses an sich unehrlichen Arguments bedient, entspricht nicht der heutigen Gesellschaft. Statt gemeinsamer Kirchenbesuche wird doch oftmals das gemeinsame Einkaufserlebnis zelebriert.
      Und die Geschichte mit dem 8. Dezember hat doch schon einen unendlichen Bart.
      Und wem interessiert sie wirklich?? Das Kirchenvolk ist so geschrumpft und vor allen Dingen doch eher nur bei der nicht so einkaufsfreudigen Bevölkerungs-gruppe noch bedeutend, dass es sicher keinen Einfluss auf das Einkaufverhalten der übrigen Österreicher hat.
      Ich möchte niemandem das Recht absprechen, seinen Glauben in Faceetten zu leben, aber ich frage mich schon, ob die Gesamtbevölkerung eines Landes darauf Rücksicht zu nehmen hat.
      So wie es in Österreich ausschaut, müssten wir dann für die Moslems den Freitag für den gemeinsamen Moscheebesuch freigeben, und dann natürlich für die Juden den Sabbat, also blieben dann nur mehr vier Tage die Woche, an denen die Gesamtbevölkerung der Arbeit voll nachgehen könnte.
      Wenn schon, denn schon, wenn man für eine Gruppe der Bevölkerung aus Rücksicht auf ihren Glauben einen freien Tag geben muss, dann muss man das bei allen anderen staatlich anerkannten Religionen auch.





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