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FN 681: Facebook und Mitterlehners Berechnung

Die voranschreitende Selbstzerstörung der ÖVP ist nicht aufzuhalten. Das machte der neue Parteichef Mitterlehner nun endgültig klar.

Denn er behauptete jetzt: Das Leitbild "Vater, Mutter, Kind mit Ehe" treffe bloß noch auf 20 oder 30 Prozent zu; der Rest verfolge andere Lebensentwürfe. Wörtlich: „Das sehe ich als Aufgabe, dass wir uns da bewegen.“ Wo auch immer diese Zahlen herkommen sollen: Was meint Mitterlehner damit? Faktum ist: Die Zahlen der Eheschließungen steigen; für junge Menschen ist die klassische Familie zunehmend ein erstrebenswertes Ziel; alle Kinder haben eine Mutter und einen Vater; und für potentielle Adoptivkinder gibt es zehn Mal so viele Bewerber. Aber vielleicht hat der wackere Mühlviertler jetzt entdeckt, dass viele Ehen auch geschieden werden? Das ist freilich schon seit Jahrzehnten bekannt und geregelt (wenn auch für die Betroffenen oft sehr kränkend). Oder sieht er noch irgendwo die kleinste rechtliche Diskriminierung unehelicher Kinder? Auch die ist seit langem beseitigt. Oder hat der neue ÖVP-Chef gar vor dieser seltsamen Ankündigung auf Facebook geschaut? Dann wird seine „Bewegung“ freilich klar. Dort gibt es nämlich neuerdings gleich 60 verschiedene Geschlechter zur Auswahl. Diese Zahl hat Mitterlehner offenbar beeindruckt und er hat mit zwingender Logik gefolgert: Wenn es 60 Geschlechter gibt und er sich zu denen hin„bewegt“, dann hat seine neue ÖVP ja endlich wieder genug Nachwuchs! Daher kann sie die Varianten „weiblich“ und „männlich“ – was sind 2 schon im Vergleich zu 60! – ruhig den anderen Parteien überlassen.

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