Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen



Die Jux-Demos, das Recht und die Freiheit

Lesezeit: 3:30

Die Regierung will nun auf Zuruf von Kronenzeitung und Michael Häupl Spaß-Demonstrationen einschränken lassen. So sehr die immer häufigeren Blockaden von Straßen durch Aktionen aller Art mit oft nur ganz wenigen Teilnehmern zu kritisieren sind, so sehr ist dieses Vorhaben abzulehnen. Nicht nur wegen der seltsamen Zurufer.

Auslöser der Debatte ist die „Demonstration“ von einigen Menschen im Bademantel, mit der des alt gewordenen Sängers Udo Jürgens gedacht werden soll. Dahinter steckt ein Wachsfiguren-Kabinett – und damit zweifellos der Wunsch, durch breite Berichterstattung viel Gratiswerbung zu erhalten.

Die Zehntausenden Menschen, die dadurch in Summe wieder wie bei vielen anderen Kundgebungen Tausende Stunden Zeit im Stau verlieren, und zweifellos auch die Mehrheit der übrigen Bürger werden für eine solche Einschränkung viel Sympathie empfinden. Auch der Tagebuch-Autor.

NUR: Wer bestimmt, wann eine Kundgebung eine Spaß- oder Pseudo-Demo ist und wann nicht? Diese Grenzziehung ist absolut unmöglich. Sie öffnet der Willkür Tür und Tor. Der Bürgermeister Wiens wäre viel mutiger und weniger heuchlerisch gewesen, wenn er etwa auch etwas gegen die vielen Minikundgebungen im Dunstkreis der beiden Rathausparteien gesagt hätte.

Muß etwa für ein paar grüne Radfahrer regelmäßig die ganze Ringstraße gesperrt werden? Ist es nicht genau so eine „Pseudo-Demo“, wenn dort ein ganzer Tag ein Kunstrasen aufgelegt wird, der angeblich zum Picknicken einlädt? Was ist, wenn Umzüge zur Bewerbung bestimmter sexueller Praktiken die Stadt blockieren, die vor allem viel nackte Haut zeigen und wohl primär Voyeure anlocken? Sind die Trucks, die alljährlich die Ringstraße mit einem unerträglich lauten Klangteppich zudecken, nicht genauso ein Jux (beziehungsweise reiner Kommerz)?

So unerträglich all diese Veranstaltungen sind: Noch unerträglicher wäre es, wenn die Politik und ihre Beamten bestimmen könnten, was gute, also erlaubte Demonstrationen sind, und was böse, daher verbotene oder beschränkte Veranstaltungen.

Dazu kommt, dass auch immer mehr andere Veranstaltungen, die sich nicht als politische Versammlung ausgeben, den Verkehr und die Bewegungsfreiheit der Bürger zunehmend einschränken. Straßenfeste, Sportveranstaltungen, Liegestuhl-Aufstellungsaktionen (die völlig publikumsfrei bleiben wie etwa jene in der Lange Gasse), Eislaufbahnen im Rathauspark, Flohmärkte: Alles hat oft schwer belästigende Effekte. Und gegebenenfalls lässt sich jede kommerzielle Intention leicht mit politischen Parolen tarnen und verbinden.

Die grundrechtliche Versammlungsfreiheit wird in Österreich durch den Verfassungsgerichtshof so extensiv interpretiert wie sonst kaum wo. Das Höchstgericht schützt beispielsweise auch solche Demonstrationen, die total vom angemeldeten Weg abweichen. Wie es bei etlichen linken Gewaltaktionen des heurigen Jahres der Fall war.

Was also tun? Der Blick in andere Länder lehrt, dass das Demonstrationsrecht keineswegs überall das Recht gibt, jede beliebige Fläche zu okkupieren. In anderen demokratischen Ländern darf man beispielsweise normalerweise nur am Gehsteig oder in Fußgängerzonen demonstrieren. Und dort ist die Polizei auch viel weniger zimperlich mit Demonstranten, die sich nicht daran halten.

Sinnvoll wäre es auch, wenn auf jedem Platz etwa nur einmal im Monat von irgendwem demonstriert werden darf. Ebenso legitim wäre es, für eine Demo Verkehrsflächen erst ab einer bestimmten (realistischerweise erwarteten) Teilnehmerzahl freizugeben. Damit könnten dann die Sozialdemokraten weiterhin ihren 1.-Mai-Aufmarsch machen, oder die Kirche ihre Fronleichnamsprozession.

Aber, was auch immer man tut: Es darf keine Ideologie- oder Sympathie-Prüfung geben.

Aus juristischen Gründen wird ohne Verfassungsgesetz keine Regelung halten. Daher ist die jetzige Aufregung wohl eine reine Placebo-Aktion, die nur auf den wachsenden Unmut der Bevölkerung zu reagieren vorgibt. Denn in einem Jahr sind in Wien Gemeinderatswahlen, da tut man plötzlich so, als ob man auf die Gefühle der Menschen reagieren würde. Die immer zorniger werden.

PS: Besonders unglaubwürdig sind alle jene Politiker, die jetzt das Demonstrationsrecht einschränken, aber zugleich auch den „Landfriedensbruch“ abschaffen wollen. Dabei ist dieser Paragraph das fast einzige Instrument gegen Demonstrationen, die in breite Gewalttätigkeit ausarten. Und Gewalt ist noch immer weit schlimmer als ein paar (vermutlich bezahlte) Statisten, die im Bademantel durch die Straßen ziehen und dann gratis in allen Zeitungen abgebildet werden.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 17:52

    Diese teilweise extrem widerlichen Demos und Veranstaltungen werden ja absichtlich zu Zeiten und an Orte verlegt, wo sie den Rest der Bevölkerung nur Abscheu und Ärgernis bereiten. Man will einfach nur provozieren und Aufmerksamkeit erregen.
    Versammlungsfreiheit ja, aber nicht an jedem beliebigen Ort, wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit dadurch gestört wird.
    Es gibt genug große Plätze in Wien, wo diese Ärgernisse stattfinden könnten, z.B. vor dem Stadion oder auf der Donauinsel. Wer sich dafür interessiert, der soll hingehen und die anderen Bürger der Stadt in Ruhe arbeiten lassen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 19:32

    Die größte Frechheit bleibt das Argument, sicherheitsgefährdende Demos zu verbieten. Ganz klar, in welche SCHAMLOSER Weise dann Rot-Grün von diesem Gesetz Gebrauch machen werden.
    Die ehemalige DDR war ein "Lercherl" gegen die Linksdiktatur in Wien.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWaltraut Kupf
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 19:00

    Am 25.9. fand eine Demonstration diverser Bürgerinitiativen statt, die gegen die kontinuierliche Zerstörung kultureller Werte und die Aufweichung des Denkmalschutzes in Wien protestierten. Die Aktion stand unter dem Ehrenschutz diverser Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und nahm sich mit mindestens fünfhundert Teilnehmern und visuellen Darstellungen des Anliegens durchaus ansehnlich und seriös aus; einige Redner beleuchteten die anstehenden Probleme mit Zahlen und Fakten. Die Einstellung der Regierung (der Bund ist zuständig für den Denkmalschutz und den Vertrag mit der UNESCO, die Stadt für Flächenwidmungen) ist eindeutig: vor dem Parlament sollte vereinbarungsgemäß eine Note bzw. ein Forderungskatalog übergeben werden, wobei die Person des Entgegennehmers mehrmals umnominiert wurde, bis zuletzt Frau Bures wegen Terminschwieirgkeiten absagte und die Proponenten der initiativen - salopp gesagt - abgeschasselt wurden. Ähnlich war es vor dem Rathaus, wobei das konkludente "Schmeck´s" des Bürgermeisters mit lauten Buhrufen quittiert wurde. Es ist ziemlich klar, daß man am Demonstrationsrecht generell rüttelt, wobei der Bademantel wahrscheinlich nur der Vorwand ist, die eigentlich wichtigen Themen abzuwiegeln.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 20:40

    In London gibt es den 'speaker's corner', warum sollte es bei uns nicht einen Demoplatz geben, man ist ja sonst nicht zimperlich bei Umbenennungen. Um mit @ terbuan zu sprechen, es muss ja nicht gleich die Donauinsel sein, aber Stadion finde ich gut, da kann man auch den Lärmpegel hinaufsetzen ...

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 21:05

    Demokratie würde eine vollkommene Demonstrationsfreiheit erfordern, alles andere bringt nur die Paragraphen hervor, die dann den politischen Gegner blockieren.
    Entweder man akzeptiert dies als Bürger oder man ist eben kein Demokrat.

    Eine Demokratie kann es nur geben, wenn jeder für jeden Zweck und für jede Teilnehmerzahl eine Demonstration anmelden und dann auch durchführen kann. Alles andere führt früher oder später in undemokratische Fahrwasser.

    Man sollte hierbei den Effekt der Verkehrsbehinderung durchaus positiv sehen (wenn man Demokrat ist). Ein paar hundert Demonstranten können zehn-tausende Verkehrsteilnehmer behindern. Damit wird aber von den Wenigen, den Vielen zumindest die Botschaft überbracht. Ob der Einzelne der Vielen damit dann zum Fundamentalopponenten oder zum neuen Jünger wird, stellt sich erst im Nachhinein heraus.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2014 23:38

    Was ist eine Spaßdemo?
    Eine Fronleichnamsprozession - hoffentlich (noch) nicht!
    ein wöchentliches Rollerskating?
    ein "Protestmarssch" von ein paar Dutzend schulschwänzender Chaoten?

    Ich sehe in der Tat hier keine Abgrenzungen, die auch nur annähernd rechtswirksam in Verordnungen oder Gesetzen normiert werden können.

    Eine funktionierende Polizeiverwaltung muss jedoch das öffentliche Interesse uf Vemeidung von Verkehrsbehinderungen gegenüber dem Demonstrationsrecht einzelner abwiegen können - und dann eben entsprechend handeln, durch Untersagung einer Demo. Zumindest in bestimmten Straßenzügen oder auf bestimmten Plätzen, bzw. auch nixcht zu jeder beliebigen Tageszeit.


alle Kommentare

  1. Harry (kein Partner)
    07. März 2015 05:33

    Kadafi25 has not produced any weblog synonyms

    Rivaling other males while spanish numbers working out just isn't enough determination, rivaling myself gets previous. If you beloved resource for this article post and you would like to obtain free background check on someone additional info relating youtube to mp3 online converter without java florida lottery post result kindly pay a visit to the web browse around this site. Learn Even more Here Particularly when is the powerball drawing you could have thought out effectively and bounded your self with good people. Rigid 6 pack received reached a reason girl games for ps4 the line click the following article place he could be observed by Resource for this article most people lined up (it's inexpensive wedding invitations to clarify it was most in close proximity youtube to mp3 online converter without java a wide open segment) Performing nightshifts only zip Code australia can be difficult, job interview questions and best answers from now free background check on someone my shifts are already expanded pink wedding dresses for sale knee pain exercises video garcinia cambogia side effects liver several a long prom dresses time, love quotes tumblr tagalog up football games free to play 12 a long time, colored wedding dresses meaning pink Wedding dresses For sale lower time job interview questions and best answers energy how to lose weight fast for kids heal, job interview questions and best answers it´s does mean i have to plan and french lessons gold coast arrange myselve better. So, free solitaire games without downloading i'm high-quality with 1 established or 2 pieces assuming that i paleo diet food list printable personally use large fat to update drivers windows 8 software accomplish it. If now i am tired and tired, hit click the following article youtube downloader hd for android sack! black two piece prom dresses â  don't compel myself personally to remain up after which it, click over here eat. http://vid-convert.findreviewedtreadmills.com http://convert-vid-to-mp3.com http://seek-accident-help.com http://solitairethegame.find-reviewedtreadmills.com http://ready2playsolitaire.com http://unblockedgamming.com http://ur-mortgage-calculator.com http://knee-pain-facts.com http://barbgam.com http://ftygam.com http://sparklegam.com http://ilov3you.com http://howtloseit.find-treadmills.com http://healthyweightloss-tips.com http://connect-to-intranet.com http://creative-wedding-invites.com http://weddingdressforu.findatreadmill.com http://your-wedding-dresses.com http://promdressforu.findreviewedtreadmills.com http://theprom-dress.com http://pzzled.com http://hwheeling.com http://garciniawl.findthattreadmill.com http://thegcextract.com http://findzippy.com http://lotteryfl.com http://pbnumbers.com http://paleod.com http://interview-knowledge.com http://startlearningspanish.com http://startlearningfrench.com http://about-blank-help.com http://needabackgroundcheck.com

  2. Donyell (kein Partner)
  3. Puetrra (kein Partner)
    21. Januar 2015 22:36

    It's great to read something that's both enjoyable and provides pridmatasgc solutions. http://sfjvfzy.com [url=http://pbbqmdcszs.com]pbbqmdcszs[/url ] [link=http://mermeoppot.com]mermeoppot[/link ]

  4. Marilyn (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:30

    I was struck by the hontesy of your posting

  5. Dan (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:28

    Hot damn, loniokg pretty useful buddy.

  6. gennadi (kein Partner)
    02. Oktober 2014 09:46

    Andreas Unterberger irrt gewaltig.
    Das Demonstrationrecht (Versammmlungsrecht) als Verfassungsrecht sieht nirgends vor, dass jedermann zu jeder beliebigen Zeit an jedem beliebigen Ort demonstrieren dürfe.
    Selbstverständlich kann die Behörde jederzeit eine Demonstration auf den Ort bezogen untersagen, dadurch ist das Grundrecht nicht eingeschränkt.

    Eine Jux-Demo in Bademänteln hätte jederzeit für die Donauinsel angemeldet werden können.

  7. Tik Tak (kein Partner)
    01. Oktober 2014 12:45

    Es wäre ein guter Anfang, wenn man die Spaßdemo am 1. Mai verbieten würde.
    Die macht nun wirklich keinen Sinn mehr.

  8. fewe (kein Partner)
    01. Oktober 2014 12:19

    Richtig, es ist eine heikle Sache. Ich kenne die einschlägigen Gesetze nicht, aber es müsste doch eine klare Abgrenzung geben, was eine Demonstration und was ein Umzug ist. Diese Bademantel-Geschichte war keine Demonstration sondern ein Umzug, finde ich.

    Ich verurteile Leute, die demokratische Möglichkeiten für einen derartigen Blödsinn missbrauchen. Die sollten dafür geächtet werden, was wohl eh weitgehend der Fall sein wird.

    Aber es war freilich korrekt, diese aus diesem Grund dennoch zuzulassen. Das Demonstrationsrecht darf deswegen nicht eingeschränkt werden. Unanständige Menschen, die das missbrauchen, wird auch eine Demokratie aushalten.

  9. cmh (kein Partner)
    01. Oktober 2014 09:53

    Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis.

    Hier liegt ein Grundproblem der modernen Demokratie offen: es braucht auch vernüftige Bürger, die nicht jedem Rattenfänger nachrennen. Und genau die haben wir immer weniger.

    Hier ist die Politik und damit vor allem die Politiker gefordert. Denn wenn Politiker Scherzumfragen ala welche Farbe die neue U5 haben sollte oder ob wir ein BH zum kostenlosen Bauchpinseln brauchen dann haben die Bürger wohl das Recht für Scherzdemonstrationen. Oder?

    Und solange die Bürger sich immer noch diese Rotregierung widerstandslos gefallen lässt, statt die roten Pfründner vom Wampo abwärts endlich einmal zu defenestrieren, solange müssens auch stauen.

  10. Milchmädchen-Mann
    30. September 2014 13:18

    Was man nicht vergessen darf: Der Kern der Versammlungsfreiheit ist nicht das Demonstrationsrecht, sondern das Vereinswesen. Dass man sich zum Meinungsaustausch zusammenfinden darf. Dass man deswegen allgemein gültige Gesetze, die sicher nicht zum Zweck der Zensur eingeführt wurden (Straßenverkehrsordnung), ignorieren darf war nicht wirklich der tiefere Sinn der Übung.
    Nach prognostizierter Teilnehmerzahl zu unterscheiden halte ich für keine sinnvolle Lösung. Wer prognostiziert das?

    Entweder man erklärt einfach bestimmte Hauptverkehrswege und sonstige spezielle Orte mit einem allgemeingültigen Gesetz oder meinetwegen noch einer Verordnung für Tabu und untersagt dort ALLE Demonstrationen und Veranstaltungen.
    Oder man führt für solche sensiblen Gebiete eine Veranstaltungsgebühr ein. Das ist zwar auch nicht ideal, aber es ist nicht willkürlich, schreckt kleine Spaßvereine ab und kompensiert wenigstens Teile der Kosten.
    Die Meinungsfreiheit schränkt es nicht wirklich ein, so lange man die Gemeinde Wien daran hindert flächendeckende Gebühren einzuführen.

  11. Haider
    30. September 2014 00:27

    Kleine Beschränkungen müßten doch möglich sein? Wer eine Demonstration am Ring oder in der Vasilaku-verschandelten Mariahilferstraße anmeldet, die einen volkswirtschaftlichen Schaden von einigen 100.000,- Euros anrichtet, soll vorher eine entsprechende Kaution hinterlegen müssen. Kann er dies nicht, wird er auf den Radweg verwiesen (hätte den erfreulichen Nebeneffekt, daß ausnahmsweise nicht die Autofahrer sondern die Radrowdies schickaniert würden!). Sollte - wider Erwarten - die Pseudodemo doch einen entsprechenden Zuspruch erhalten, dann wird eben die erlegte Kaution retourniert.

  12. Politicus1
    29. September 2014 23:38

    Was ist eine Spaßdemo?
    Eine Fronleichnamsprozession - hoffentlich (noch) nicht!
    ein wöchentliches Rollerskating?
    ein "Protestmarssch" von ein paar Dutzend schulschwänzender Chaoten?

    Ich sehe in der Tat hier keine Abgrenzungen, die auch nur annähernd rechtswirksam in Verordnungen oder Gesetzen normiert werden können.

    Eine funktionierende Polizeiverwaltung muss jedoch das öffentliche Interesse uf Vemeidung von Verkehrsbehinderungen gegenüber dem Demonstrationsrecht einzelner abwiegen können - und dann eben entsprechend handeln, durch Untersagung einer Demo. Zumindest in bestimmten Straßenzügen oder auf bestimmten Plätzen, bzw. auch nixcht zu jeder beliebigen Tageszeit.

  13. dssm
    29. September 2014 21:05

    Demokratie würde eine vollkommene Demonstrationsfreiheit erfordern, alles andere bringt nur die Paragraphen hervor, die dann den politischen Gegner blockieren.
    Entweder man akzeptiert dies als Bürger oder man ist eben kein Demokrat.

    Eine Demokratie kann es nur geben, wenn jeder für jeden Zweck und für jede Teilnehmerzahl eine Demonstration anmelden und dann auch durchführen kann. Alles andere führt früher oder später in undemokratische Fahrwasser.

    Man sollte hierbei den Effekt der Verkehrsbehinderung durchaus positiv sehen (wenn man Demokrat ist). Ein paar hundert Demonstranten können zehn-tausende Verkehrsteilnehmer behindern. Damit wird aber von den Wenigen, den Vielen zumindest die Botschaft überbracht. Ob der Einzelne der Vielen damit dann zum Fundamentalopponenten oder zum neuen Jünger wird, stellt sich erst im Nachhinein heraus.

  14. Josef Maierhofer
    29. September 2014 20:40

    In London gibt es den 'speaker's corner', warum sollte es bei uns nicht einen Demoplatz geben, man ist ja sonst nicht zimperlich bei Umbenennungen. Um mit @ terbuan zu sprechen, es muss ja nicht gleich die Donauinsel sein, aber Stadion finde ich gut, da kann man auch den Lärmpegel hinaufsetzen ...

  15. machmuss verschiebnix
    29. September 2014 20:15

    Für offiziell angemeldete Spaß-Demos sehe ich "schwindenen Bedarf" - wer heutzutage
    was auf sich hält, der organisiert sich im "flashmob" .

    Anstiftendes Gedankenspiel:

    Eine Hundertschaft turnt unter volkschinesisch anmutender Choreografie wieselflink
    ins Parlament - noch ehe es alle bemerkt haben, daß es da "ein Problem gibt",
    schwenken sie alle um und marschieren polternden Gesanges und im Rhytmus - nicht
    von "wir sind das Volk", auch nicht von "Bayern, dös samma mia" - sondern von:
    . . . "Bürger, dös samma mia ... mia, mia samma Bürger" . . .

    Ob die Herrschaften, wohl verstehen würden, was "die Leute von der Straße"
    damit meinen ? ? ?

  16. fenstergucker
    29. September 2014 19:32

    Die größte Frechheit bleibt das Argument, sicherheitsgefährdende Demos zu verbieten. Ganz klar, in welche SCHAMLOSER Weise dann Rot-Grün von diesem Gesetz Gebrauch machen werden.
    Die ehemalige DDR war ein "Lercherl" gegen die Linksdiktatur in Wien.

    • Haider
      30. September 2014 00:38

      Sie trafen einen entscheidenden Nagel auf den Kopf! Linksfaschismus ist und war immer grausamst militant, so wie jeder blinde Fanatismus!

  17. Waltraut Kupf
    29. September 2014 19:00

    Am 25.9. fand eine Demonstration diverser Bürgerinitiativen statt, die gegen die kontinuierliche Zerstörung kultureller Werte und die Aufweichung des Denkmalschutzes in Wien protestierten. Die Aktion stand unter dem Ehrenschutz diverser Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und nahm sich mit mindestens fünfhundert Teilnehmern und visuellen Darstellungen des Anliegens durchaus ansehnlich und seriös aus; einige Redner beleuchteten die anstehenden Probleme mit Zahlen und Fakten. Die Einstellung der Regierung (der Bund ist zuständig für den Denkmalschutz und den Vertrag mit der UNESCO, die Stadt für Flächenwidmungen) ist eindeutig: vor dem Parlament sollte vereinbarungsgemäß eine Note bzw. ein Forderungskatalog übergeben werden, wobei die Person des Entgegennehmers mehrmals umnominiert wurde, bis zuletzt Frau Bures wegen Terminschwieirgkeiten absagte und die Proponenten der initiativen - salopp gesagt - abgeschasselt wurden. Ähnlich war es vor dem Rathaus, wobei das konkludente "Schmeck´s" des Bürgermeisters mit lauten Buhrufen quittiert wurde. Es ist ziemlich klar, daß man am Demonstrationsrecht generell rüttelt, wobei der Bademantel wahrscheinlich nur der Vorwand ist, die eigentlich wichtigen Themen abzuwiegeln.

    • fenstergucker
      29. September 2014 19:29

      Ich habe an dieser Demo teilgenommen und war sehr zufrieden über die große Anzahl von Sympathisanten. Eine wichtige und gelungene Veranstaltung, die dem ORF Wien in der Berichterstattung ganze 0:32 Sekunden wert war, während über linksextreme Veranstaltungen jede Menge Schlagzeilen erscheinen und jetzt zu dieser Udo-Jürgens-Jux-Demo täglich die Trommel gerührt wird.
      Soweit zu unseren rot-grün korrumpierten Medien in Wien!!!

    • Nestor 1937
      30. September 2014 09:41

      Ich war auch dabei. Auffallend war die große Disziplin der Teilnehmer und der starke Anteil von Jugendlichen und Familien mit Kindern.

      Die rot-grüne Baumaffia sorgte schon dafür, daß sich kein Politiker ins Freie traute!

      Übrigens: sogar die Polizei hat die Zahl der Teilnehmer höher als 500 geschätzt, was angesichts der Tageszeit und des regnerisch-kühlen Wetters beachtlich war.

  18. Erich Bauer
    29. September 2014 18:32

    What's going on... Fucking Bull Shit? BDM und HJ Aktivisten? Grün angestrichen und queer? Russia! Help us???!!!

    http://www.youtube.com/watch?v=S3DdkywgKVY&list=PLA74BE03C5D7964D2&index=16

  19. terbuan
    29. September 2014 17:52

    Diese teilweise extrem widerlichen Demos und Veranstaltungen werden ja absichtlich zu Zeiten und an Orte verlegt, wo sie den Rest der Bevölkerung nur Abscheu und Ärgernis bereiten. Man will einfach nur provozieren und Aufmerksamkeit erregen.
    Versammlungsfreiheit ja, aber nicht an jedem beliebigen Ort, wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit dadurch gestört wird.
    Es gibt genug große Plätze in Wien, wo diese Ärgernisse stattfinden könnten, z.B. vor dem Stadion oder auf der Donauinsel. Wer sich dafür interessiert, der soll hingehen und die anderen Bürger der Stadt in Ruhe arbeiten lassen!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung