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Ziel Bildung oder Bildungsziel Bewegung?

Es ist ein Riesenglück. Wir haben ein neues Bildungsziel für unsere Schulen gefunden: Bewegung.

Jetzt ist er also wieder da, der Ruf nach der täglichen Turnstunde. Ein Volleyball-Funktionär hat ihn diesmal erhoben – und als Begründung lieferte er starken Tobak: Die vielen übergewichtigen Kinder, die heutzutage die Schulbank im wahrsten Sinn des Wortes drücken, hätten eine um fünf Jahre geringere Lebenserwartung. Also her mit der täglichen Turnstunde.
Pardon: War das nicht eines jener verbalen Federln, die sich eine Dame namens Claudia Schmied an ihren Hut geheftet hat? Damals war die Begründung, dass wir wieder mehr Olympiasieger brauchen – damit Österreich nicht noch einmal wie bei den Olympischen Sommerspielen von London leer ausgeht. Mehr als verbal war die Schmied’sche Erfolgsmeldung von der täglichen Turnstunde nicht, aber wenigstens ohne böse Folgen. Denn sonst ist die Hinterlassenschaft dieser Ministerin alles andere als folgenlos. Das Desaster Neue Mittelschule. Und teils von ihr freihändig bestellte Kulturmanager – mittlerweile geschasst, suspendiert und pensioniert –, deren nächster Auftritt nicht von Kulturkritikern, sondern von Strafrichtern bewertet wird (nicht so Frau Schmieds Verantwortung, da ist schon ihr Nachfolger davor). Was ist da schon eine Erfolgsmeldung dagegen, die keine war?
Also gibt es jetzt den nächsten Aufguss der täglichen Turnstunde.
Und damit niemand glaubt, es handle sich nur um ein Thema für das österreichische Sommerloch, wird es gleich mit der Forderung nach einem „Bildungsziel Bewegung“ untermauert.
Das hat ja auch wirklich gefehlt.
Die Liste der immer neuen Bildungsziele, für die die Lehrer zuständig sind, wird immer länger. Kreativität, Vernetzungsfähigkeit, Arbeitshaltung, Teamfähigkeit, Sozialkompetenz und jetzt noch Bewegung.
Man könnte die Liste beliebig erweitern. Und man wird. Gesunde Ernährung und geringer ökologischer Fußabdruck – wär das nicht was?
Wäre noch irgendein Politiker wirklich besorgt um die Chancen der Kinder in unserem Land, dann würde man sich vielleicht wieder darum kümmern, dass das Ziel der Schule nicht sein darf, dass jeder vierte Pflichtschulabgänger ein funktionaler Analphabet ist, der sich gerne kreativ bewegt. Vielleicht ist doch mehr Bildung wichtiger als mehr Bildungsziele?
Zuständig dafür wäre in erster Linie eine Bildungsministerin. Aber die ist ja bei uns, was Arbeitshaltung, Kreativität und Vernetzungsfähigkeit betrifft, hauptsächlich für Frauen zuständig.
 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 09:54

    Eine Anmerkung aus der Praxis (städtische Volksschule): In vorhersehbarer Regelmäßigkeit tauchen - von Wiener "Schreibtischtätern" verordnet - irgendwelche neuen, prioritären Aufgaben auf, die die Schule nun auch noch erledigen, und damit gesellschaftspolitisches Versagen kaschieren soll. Weder gibt es dafür zusätzliche finanzielle noch personelle Mittel - das soll "nebenher" gehen. Fixierte man sich die letzten beiden Jahre (offenbar als Konsequenz auf das PISA-Versagen) ganz auf sinnerfassendes Lesen, holt man nun, wie schon oft, die tägliche Turnstunde aus der bildungspolitischen Mottenkiste. An sich eine gute Idee, da Kinder, die sich ausgetobt haben, aufnahmefähiger sind. Nur: Es scheitert an den baulichen Voraussetzungen in vielen Fällen. EIN Turnsaal für 10 Klassen ... Wie soll sich das ausgehen? "Nein, für Zubauten ist kein Geld." Im Freien turnen? "Es ist aber schon bekannt, dass es für eine Klasse eine zweite Aufsichtsperson braucht?" Im Klassenzimmer turnen? Gerüchteweise soll es Klassen geben, die auch noch ruhig arbeiten wollen. Lustig, wenn nebenan gerade Rambazamba ist. Ach ja, anzumerken bleibt, dass verhaltensauffällige Kinder den Rahmen des Turnunterrichts gerne nutzen, um die Bandbreite ihres Benehmens zu beweisen. Wenn dann erst einmal die Inklusion da ist, wird sicher alles noch viel besser ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 14:48

    Die tägliche Turnstunde für ALLE Kinder wäre ja wünschenswert, aber leider nicht durchführbar. Das wissen diejenigen, die diesen Ruf erschallen lassen, ganz genau; aber sie halten das Volk für so blöd, daß es sich ohnedies keine weiteren Gedanken macht, wie diese tägliche Turnstunde in die Praxis umzusetzen wäre.

    Es gibt---abgesehen davon, daß eine Schule meist nur über einen einzigen Turnsaal verfügt, und da sind die Turnstunden gar nicht so einfach einzuteilen!---Gegenstände, die NACH einer TURNSTUNDE nicht durchgeführt werden können, vorausgesetzt, die Kinder turnen ordentlich mit!

    Vermutlich wäre schon etwas gewonnen, wenn die Kinder täglich auf einem Turnplatz ein paar Runden LAUFEN könnten/müßten!

    Als die Kampfemanzen noch nicht alles in der Hand hatten, um die herkömmliche Familie systematisch zu zerstören--- also vor etwa drei, vier Jahrzehnten etwa--- gab es in jeder Schule gerade einmal EIN KIND, das DICK war---vielleicht deren zwei, mehr nicht (meist Kinder, in deren Elternhaus nicht alles "stimmte").

    Damals waren die meisten Mütter noch "zu Hause" und das von der Schule heimkehrende Kind konnte mit einem vernünftigen, von der Mutter zubereitetem Mittagessen rechnen und zudem von der Schule erzählen---Positives und Negatives.....

    Mich wundert immer, daß alle diejenigen, die den Müttern ständig erzählen, sie würden zwangsläufig zwischen Kinderzimmer und Küche VERBLÖDEN, weil die Arbeit mit einem Säugling oder Kleinkind so doof und zermürbend sei, nicht an die in Zukunft PROMOVIERTEN KINDERGARTENTANTEN denken, die tagaus-tagein BERUFLICH (und natürlich GEGEN BEZAHLUNG!) mit mehreren FREMDEN Säuglingen und Kleinkindern von früh bis spät zu tun haben!

    VERBLÖDET man weniger schnell, wenn man sich mit mehreren fremden Kindern einen ganzen Tag lang abgibt, als eine Mutter, die sich (UNBEZAHLT!) mit den eigenen Kindern abgibt und sie INDIVIDUELL ERZIEHT?

    Die FREMDERZIEHUNG von ganz klein auf, die Verköstigung aus MASSENKÜCHEN hat u.a. einen großen Anteil an der SCHWERGEWICHTIGKEIT der Kinder und Jugendlichen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 08:16

    Des Pudels Kern wird doch wohl eher der Wunsch eines sicheren, staatlichen, gut bezahlten Arbeitsplatzes sein, wobei natürlich auch keinerlei Verantwortung oder gar Haftung im Spiel sein darf.
    Daher immer neue Forderungen, unsere vielen Akademiker und Maturanten wollen schließlich alle an die Futtertröge ohne einer Leistungskontrolle unterworfen zu sein.
    Gestern war es Kreativität und Sozialkompetenz.
    Heute also Sport für Kinder, klingt ja soooo gut, in Wahrheit braucht es dann mehr Lehrkräfte.
    Morgen, um der Anregung des Herrn AU zu folgen, 'gesunde Ernährung', braucht auch neue und vor allem mehr Lehrkräfte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 10:29

    "... dass jeder vierte Pflichtschulabgänger ein funktionaler Analphabet ist, der sich gerne kreativ bewegt."

    Herrlich! Erinnern Sie sich an Monty Python's "Ministry of silly walks"?
    So ähnlich - nur weniger lustig - wird unsere Zukunft sein.

  5. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 14:07

    o.T.

    Den verfolgten Christen Syriens widerfährt das, wovor sie flüchten mussten, in Deutschland:

    http://www.pi-news.net/2014/08/asyl-berlin-100-tschetschenen-verpruegeln-30-christliche-syrer/

  6. Ausgezeichneter KommentatorTullius Augustus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 10:37

    Die Linken wissen nicht was eine funktinierende Vater-Mutter-Kind-Familie leisten kann und sie wollen es auch nicht wissen.

    Die Linken sind meist selbst nicht in funktionierenden Familien aufgewachsen und deshalb vertrauen sie der Institution "Familie" auch nicht.

    Da ist es nur logisch dass es sich die Linken zu ihrer Ideologie gemacht haben alle Erziehungsaufgaben die normalerweise von einer normalen, funktionierenden Familie erfüllt werden - dass sie diese Erziehungsaufgaben an den Staat delegieren wollen:

    Alle Kinder ab 12 Monaten in eine staatliche Kinderkrippe.

    Alle Kinder ab 3 in den staatlichen Kindergarten.

    Alle Kinder sollen ab 6 in staatlichen Einheits-Kuschelschulen erzogen werden und ihnen dort Sozialkompetenz, Werte und Vernetzungsfähigkeiten beigebracht werden - anstatt dass ihnen die Sprache, die Schrift & Lesen, Rechnen, Englisch, Zeichnen, Malen, Handarbeiten usw. beigebracht werden.

    Also die linke Ideologie lautet: "In der Schule soll erzogen anstatt gelernt werden."

    Das Einzige was ich dazu sagen kann ist: Es ist wohl besser wenn eine staatliche Institution da ist die die Kinder erzieht als: es ist niemand da der sich irgendwie um die Kinder & Jugendlichen kümmert. Es ist besser als die Kinder & Jugendlichen würden auf der Straße oder in Jugendgangs herumlungern.

    Bei der derzeitigen Situation des Schulsystems - da muss man aber zwischen den Verhältnissen in Wien - sowie abgestuft die anderen Großstädte Österreichs - und weiter abgestuft: Die Lage in ländlichen Gegenden Österreichs betrachten:

    Als Ergebnis haben wir in Österreich teiweise fünfzehnjährige Pflichtschulabsolventen die funktionale Analphabeten sind und die kein Lehrherr für eine Lehrausbilung übernehmen will .....

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. August 2014 07:36

    Da hat der gute Mann schon recht, wenn es nur nicht immer bei Forderungen und politischer Kleingeldproduktion bliebe.
    Es ist ein gefährlicher Mix aus mangelnder Bewegung, zu viel Zeit für TV-Konsum und Computerspiele und zu wenig Initiativen der Eltern, die unsere Jugend übergewichtig macht.
    Einer meiner Enkel zeigte schon gewisse Ansätze dazu, jetzt besucht er das Theresianum, dort gibt es täglich eine Turnstunde und nach einem Jahr stellten sich schon Erfolge ein, er ist auch jetzt viel mehr für aktiven Sport begeistert.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2014 07:21

    Diese Idioten sollen den Kindern gefälligst Lesen, Schreiben, Rechnen beibringen. Das sollte in mindestens acht oder neun Jahren hoffentlich wieder einmal zu schaffen sein.

    Die Schule ist kein Erziehungsheim. Erzogen und Werte vermittelt bekommen die Kinder von ihren Eltern.

    Wenn ich daran denke, wie es nahc der Turnstunde manchmal in der Klasse gestunken hat, bin ich froh, dass es das nur zweimal wöchentlich gegeben hatte.

    Eltern, die ihre Kinder vollstopfen gehören wegen Körperverletzung vor Gericht oder in einen Kurs geschickt. Wenn das Kind krank ist, gehört es behandelt.

    In England hatten Eltern ihren Kindern das ungesunde Zeug heimlich zur Schule gebracht. Die Eltern sind das Übel.


alle Kommentare

  1. Yuliana (kein Partner)
  2. Katj (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:42

    IMHO you've got the right ansewr!

  3. Coinz (kein Partner)
    20. Januar 2015 17:30

    That's really thkniing of the highest order

  4. Tik Tak (kein Partner)
    11. August 2014 09:35

    Passt doch.

    Auch im Paradies vom Unterberger, den USA, reicht es für einen Schulabschluß wenn man das Alphabet tanzen oder dramaturgisch darstellen kann.
    Eigentlich müßte der Unterberger jetzt doch ziemlich zufrieden sein ;-)

    Ich überlege schön langsam mich an einer Gesellschaft zur Errichtung und dem Betrieb von Privatschulen zu beteiligen.
    Der Serda sucht angeblich gerade Investoren.
    Das müßte in Österreich Zukunft haben.

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. August 2014 13:09

      Das hätte vor allem dann "Zukunft", wenn der "Gevatterin" Staat endlich alle Schüler gleich viel wert wären.
      Sprich: Die Durchschnittskosten pro Schüler (altersabhängig) werden den Eltern auch bei dem Besuch einer Privatschule zugeschossen.
      Eine ganz andere "Schulkultur" wäre die Folge.
      Die Rahmenbedingungen (Bildungsziel) werden zwar vorgegeben, Organisation und Lehrpersonal zu bestellen läge aber im Verantwortungsbereich der Schulbetreiber.
      Dann ist endlich das "quasi-Schulmonopol" des Staates gebrochen und der Motor für Qualität, nämlich der Wettbewerb, kann endlich fröhliche Urständ' feiern.
      Das könnte unseren "Bildungseinrichtungen" nur gut tun.
      Zuvörderst müsste man sich aber endlich zu einer allgemein anerkannten Definition des Begriffes "Bildung" durchringen.
      Da hapert 's noch gewaltig.
      Vor allem im zuständigen Ministerium (dzt. H. H.) herrscht hier völlige Ratlosigkeit.

    • Tik Tak (kein Partner)
      11. August 2014 13:26

      Ja das sehe ich auch so.

      Da wäre es notwendig den Eltern einen, nur in einer Schule ihrer Wahl einlösbaren, Schul- und/oder Betreuungsscheck zu geben mit dem sie dann die Grundkosten der Schule bei Aufnahme des Nachwuchses in derselben bezahlen.
      Bei Privatschulen müßten dann noch zusätzlich die weiteren Kosten bezahlt werden, aber eben nicht vom Staat sondern von den Eltern des Schülers.
      Das würde dann zu einem akademischen Ranking der Schulen führen können.
      Die Schulen müßten dann natürlich auch Aufnahme- und Personalautonomie bekommen.
      Das funktioniert in anderen Ländern ganz gut, scheitert in Österreich aber daran, daß damit Konkurrenz zwischen den Schulen ausgelöst würde und das geht gar nicht.

      Wobei ich aber davon ausgehe, daß es in Österreich eher in die Gegenrichtung, Eliteschulen für Privatzahler und öffentliche Schulen für den Rest, laufen wird und damit die Gründung oder Finanzierung einer Art privater Schulbetreibergesellschaft, wie z.B. Salem in Deutschland das macht, Sinn machen wird.

      Einer meiner ehemaligen Schulkollegen hat vor ein paar Jahren einen sehr teuren und sehr exklusiven Kindergarten in Wien aufgezogen weil er mit dem Angebot für seinen Nachwuchs nicht zufrieden war und zu viel Zeit und Geld an der Hand hatte.

      Unter den ersten 300 Anmeldungen, binnen 6 Wochen ohne öffentliche Werbung und nur durch Mundpropagada beworben, eigentlich Bewerbungen, für insgesamt 40 Plätze für 5 Gruppen in den Alterklassen 3-6 Jahre, war fast ein Drittel Kinder von SPÖ bzw. Grünpolitikern.
      Diese Kinder haben übrigens ausnahmslos keinen Platz bekommen.
      Der Rest waren Kinder aus entsprechend begütertem Hause, schließlich ist der Besuch in diesem Kindergarten ziemlich teuer.
      Ich wage zu behaupten, daß dies auch in einer entsprechend aufgezogenen Privatschule nicht anders wäre.

      Schließlich muß man sich dazu nur die Schüler im Lyceé, Amadeus Vienna oder eben in der St. Gilgen International (das ist die Schule vom Serda, gegründet aus ähnlichen Überlegungen) ansehen.

      Daher ist diese Überlegung tatsächlich auf meiner Agenda.
      Allerdings habe ich schon aus beruflichen Gründen kein Vertrauen in 7-8 stellige Investitionen in Österreich.

      Und ich gebe zu, ich bin mit der Schullösung für meine Kinder in Österreich ganz zufrieden - natürlich gehen sie nicht in eine öffentliche Schule.
      Aber da geht es ja auch um die Zukunft meiner Kinder und nicht um die Erfüllung einer ideologischen Quote.

      Die tägliche Turnstunde haben sie übrigens alle, nur war das nie das Problem.

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. August 2014 13:47

      Die Kinder von "Links-Politikern" vom Besuch einer qualitativ hochwertigen Bildungseinrichtung auszuschließen hielte ich für falsch.
      Wo sonst können die armen Hascherl in den Genuss einer weitgehend "ideologieneutralen" Starthilfe ins Leben kommen?
      Auch bin ich nicht davon überzeugt, dass eine Privatschule teurer sein muss als eine diesbezüglich staatliche Einrichtung.
      Wenn man den unproduktiven "Tross" (siehe "Schulräte" aller Hierarchiestufen etc.) nicht zu füttern braucht, bleibt mehr für die essentiellen Aufgaben über.

    • Tik Tak (kein Partner)
      11. August 2014 14:36

      Jaein.

      Die Politikerkinder wurden primär deshalb aus dem Kindergarten ausgeschlossen weil der Betreiber auch Platz für andere Kinder aus normalen Haushalten wollte und nicht nur einen Inzuchtbetrieb für ein paar Politikerfamilien.
      Das hätte ihn vermutlich zu sehr von diesen Familien abhängig gemacht.
      Wer sich Grüne in den Pelz setzt wird die nur unter Schmerzen los.
      Ich kann das zwar verstehen sehe es aber auch so, die Kinder können nichts dafür, daß sie solche Eltern haben.

      Was die Kosten anbelangt dürfte es aber leider nicht ganz so einfach sein.

      Natürlich wäre es eine gute Idee die Schulbehörden sehr kleine und schlank, also auf reine Qualitätskontrolle beschränkt, zu gestalten.
      Damit sollten die Kosten massiv sinken und die freiwerdenden Gelder dem Unterricht oder der Infrastruktur zu gute kommen.

      Allerdings steht Österreich längst vor den Trümmern seiner jahrzehntelangen Versäumnisse in der Schulpolitik und gerade gute Privatschulen zeichnen sich nicht nur durch gute Lehrer sondern auch durch gute Infrastruktur aus.
      Die aber kostet viel Geld welches eben aktuell zu hohen Schulgeldern für die Eltern führt.
      Natürlich gibt es dann auch einen Anteil an den Zahlungen mit denen der Schulbetreiber sich eine Art "Exklusivität" sichert.

      Wenn ich mir das TGM ansehe, dann war das 1980 eine brandneue Schule mit einer topaktuellen Ausstattung und fachlichen, wenn schon nicht didaktischen, Profis als Lehrern.
      Heute ist das TGM heruntergekommen und völlig veraltet aber mit einer politisch korrekten aber sonst weitgehend unfähigen Lehrerschaft.

      Das wäre in einer Privatschule die im Konkurrenzkampf mit anderen Schulen steht nicht denkbar.

      Wenn man sich die technischen Mittelschulen in China oder Singapore ansieht, das sind HTL Äquivalente mit entsprechenden Schulgeldern, dann haben die jedes Jahr in Qualität und State of the Art Equipment investiert und bieten immer Ausbildung auf hohem Niveau wohingegen österreichische HTLs fast nur mehr eine Alternative für das 9. Pflichtschuljahr für Bildungsferne sind.

      Gute Schule kostet Geld welches der Staat nicht zur Verfügung stellen will oder kann.
      An österreichischen öffentlichen Schulen fressen allein die fixen Personalkosten einen Großteil des Budgets auf, von Investitionen reden wir da noch gar nicht.

      Da zeigt sich auch der Vorteil einer Privatschule, die können das Schulgeld jederzeit anheben um die Kosten der Investments oder eben gute Lehrer abzudecken, stehen aber natürlich im Wettbewerb.

      Im Prinzip, weil ich das Beispiel ganz gut kenne, ist das Lyceé, das ja eine staatliche französische Schule ist, in dem allein die Volksschule in Döbling in einem erbärmlichen Zustand ist.
      Das Gebäude der école maternelle in der Grinzinger Straße ist eine erbärmliche Bauruine, die Ausstattung ist eher sehr rudimentär und dennoch kostet der Besuch ein Vermögen weil einfach die angebotenen Leistungen sehr sehr gut sind und die Kids sehr gut betreut und auf die weiterführenden Schulen sehr sehr gut vorbereitet werden, sprachlich, akademisch und auch sozial.
      Ich weiß, daß die dort keinen Gewinn machen.
      Dennoch haben die lange Wartelisten, eben weil die gute Leistungen bringen.

      Wenn ich dem das Beispiel der Amadeus Vienna gegenüberstelle, die sind noch teurer, dort gibt es eine neue, moderne Schule mit Topausstattung und sehr guten Lehrern.
      Dort zahlen die Eltern nicht nur die sehr gute Betreuung sondern auch die sehr gute Ausstattung und das Zusatzangebot wie z.B. die tägliche Musikstunde mit einem Profimusiker oder eben die persönliche Betreuung wenn es um den Aufbau von Fremdsprachenkenntnissen der Kinder geht.
      Das ist für mich auch ein Beispiel einer Privatschule die eben sehr viel mehr anbieten kann als eine öffentliche Schule.

      Kleine Klassen, gute Lehrer, gute Ausstattung und ein stimmiges Organisationsbild in dem das Ziel nicht das Arbeitsleid der Lehrer zu verringern ist sondern die Schüler optimal und unter allen Umständen für das Leben vorzubereiten.

      Und das kostet eben auch viel Geld.

      Wenn diese Leistungen an einer öffentlichen Schule angeboten werden sollen wird man nicht um eine zusätzliche Finanzierung herum kommen und dann, da stimme ich Ihnen zu, wird sich auch das Preisniveau der beiden Schulformen angleichen.

      Nicht jedoch nach unten sondern nach oben.

      Ob da bei den öffentlichen Schulen der Schulscheck, unter Einbeziehung der Ersparnisse der Organisationsverkleinerung im Land-/Stadtschulrat, reicht, wage ich aber zu bezweifeln.

      Da muß man viel mehr Geld in die Hand nehmen.

  5. Le Monde
    11. August 2014 09:20

    Die vielen (übergewichtigen) Unterschichtenkinder in den Wiener Schulen haben ja zu einem Großteil Migrationshintergrund. Was will man sich auch von bildungsfernen Schichten erwarten, die in den Sozialstaat zuwandern und sich dort wohlfühlen!

    Fernsehen und essen steht halt auf der Tagesordnung und der Macho muss seinen BMW haben!

  6. fewe (kein Partner)
    11. August 2014 07:21

    Diese Idioten sollen den Kindern gefälligst Lesen, Schreiben, Rechnen beibringen. Das sollte in mindestens acht oder neun Jahren hoffentlich wieder einmal zu schaffen sein.

    Die Schule ist kein Erziehungsheim. Erzogen und Werte vermittelt bekommen die Kinder von ihren Eltern.

    Wenn ich daran denke, wie es nahc der Turnstunde manchmal in der Klasse gestunken hat, bin ich froh, dass es das nur zweimal wöchentlich gegeben hatte.

    Eltern, die ihre Kinder vollstopfen gehören wegen Körperverletzung vor Gericht oder in einen Kurs geschickt. Wenn das Kind krank ist, gehört es behandelt.

    In England hatten Eltern ihren Kindern das ungesunde Zeug heimlich zur Schule gebracht. Die Eltern sind das Übel.

  7. Solon II (kein Partner)
    10. August 2014 22:10

    Wir hatten ein paar Jahre nach dem Krieg) die Fächer Lesen, Schreiben, Rechnen und Turnen (natürlich auch Heimatkunde etc..)
    Der Aktionismus der Klasse beschränkte sich auf einen Tagesausflug am Ende des Schuljahres. Und, siehe da, wir konnten am Ende der Volksschulzeit Lese, Schreiben und Rechnen. Hatten einen Überblick in Geografie und Geschichte und waren reif für die Weiterentwicklung!

  8. Brigitte Kashofer
    09. August 2014 23:55

    Was nützt die tägliche Turnstunde am Vormittag, wenn die Kinder am Nachmittag stundenlang vor dem Fernseher bzw. Computer sitzen? Mehrmals wöchentlich verpflichtende Sportstunden bei einem Verein nach Wahl würde die Schule entlasten und den Vereinen helfen.
    Der Sportunterricht

    • Brigitte Kashofer
      09. August 2014 23:59

      Der Sportunterricht am Vormittag führt nur dazu, dass die Kinder verschwitzt in der nächsten Unterrichtsstunde sitzen.
      Eine Einbindung der Vereine in die Schulpflicht würde allen nützen.

    • Undine
      10. August 2014 08:54

      @Brigitte Kashofer

      Eine Mathematik-, Physik- oder Chemiestunde NACH einer vormittäglichen Turnstunde stelle ich mir eher wirkungslos vor, denn wenn die Kinder ordentlich "bewegt" werden, sind sie anschließend etwas erschöpft---trotz einer beruhigenden Schlußübung nach GutsMuths!

      Turnunterricht ist nur nachmittags sinnvoll!

      Verpflichtender Sportunterricht in einem außerschulischen Verein wäre sehr zu befürworten. ALLES ist gut, was Kinder von Fernsehen und Computer fernhält und dafür ausreichend Bewegung fordert.

    • Dreistein (kein Partner)
      11. August 2014 00:44

      Ich widerspreche Undine, im Unterricht sollten auch vormittags kurze Bewegungsspieleinheiten statt finden, die Kinder können dannach wesentlich konzentrierter Arbeiten.

    • Undine
      11. August 2014 18:22

      @Dreistein

      Ich fände auch z.B. Gymnastik durchaus durchführbar---auch am Vormittag im Klassenzimmer. Mehrmals am Tag ein paar Minuten lang wäre schon eine Möglichkeit. Und: es müssten sich ALLE daran beteiligen, auch die männlichen und weiblichen moslemischen Kültürbereicherer!

  9. simplicissimus
    09. August 2014 21:18

    Ähm, ich ware für eine Turnstunde pro Tag und auch als Schüler ware das mein heißester Wunsch gewesen.
    Ich glaube auch überhaupt nicht, daß das nicht leistbar wäre und es nur irgendwie auf Schreiben und Lesen ginge. Da gibt es sicher viel anderen Müll anstelle rauszuschmeißen.
    Körperliche Ertüchtigung kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.
    Und außerdem treibt es den Sauerstoff ins Hirn. Ohne den geht sowieso gar nix.

    Mens sana in corpore sano.

    • Undine
      09. August 2014 21:31

      @simplicissimus

      Ach, die Turnstunden---sie waren mir die liebsten! Der absolute Gipfel aber war, wenn zum Schluß VÖLKERBALL* gespielt wurde! Obwohl ich selber nie jemanden getroffen, also abgeschossen habe, liebte ich Völkerball über alles.
      Leider ist dieses herrliche Spiel FASCHISTISCH, wie die umtriebigen ANTIFA-Leute festgestellt haben.....

      Wir hatten 45 Minuten-Einheiten, da gab es beim Turnen immer "Doppelstunden"

    • Riese35
      10. August 2014 00:09

      @Undine: Wenn Völkerball faschistisch ist und verboten wird, dann entlädt sich der Zorn eben bei Antif-Demos in der Form von Zerstörung von Auslagenscheiben etc.

      Und zur täglichen Turnstunde: Die gab es bereits früher, als die Verkehrsmittel noch nicht bis direkt vor die Haustür fuhren und die Schüler eine Stunde zu Fuß in die Schule und dann wieder eine Stunde zurück zurücklegen mußten.

    • Undine
      10. August 2014 09:05

      @Riese35

      VÖLKERBALL wird deshalb als FASCHISTISCH und RASSISTISCH gewertet, weil zwei "Völker" (igitt!) einander "bekämpfen"---das paßt den antifaschistischen Pazifisten nicht!
      Und ob Sie's glauben oder nicht: Das zauberhafte Buch "Die Biene Maja" gilt auch als faschistisch und rassistisch, weil die Hornissen und Wespen gar nicht gut wegkommen! Daß die männlichen Bienlein, also die Drohnen, im Gegensatz zu den stets fleißigen weiblichen Bienen auch nicht so gut wegkommen, müßte allerdings die Feministinnen freuen..... ;-)

  10. Josef Maierhofer
    09. August 2014 18:33

    ... Bloß Rechnen, Lesen und Schreiben können wir nach 8 Jahren Schule noch immer nicht ...

    • Ingrid Bittner
      09. August 2014 20:47

      Ja das Schreiben und das Lesen..... und wie heisst es doch noch so schön:
      der Fisch fangt beim Kopf zu stinken an!

      Vielleicht ist es nicht sehr pietätvoll (ich entschuldige mich auch dafür), eine aktuelle Parte dafür herzunehmen, um darzustellen, wie gut (oder schlecht) die Frau Unterrichtsministerin und der Herr Bundeskanzler die deutsche Sprache
      beherrschen. Aber sie ist eben aktuell und zeigt deutlich die Wertigkeit der Unterrichtssprache.

      Wenn nicht einmal der Unterrichtsministerin die Sprache nicht wichtig ist, wie kann man dann von LehrerInnen (und Eltern) verlangen, dass sie die SchülerInnen so weit bringen, dass sie den Eignungstest in Deutsch für die PÄDAK bestehen.

      Die einfachste Grammatikregel lautet: ein Satz besteht aus Subjekt und Prädikat.

      Das SUBJEKT (Satzgegenstand) eines Satzes sagt aus, wer oder was etwas tut oder erleidet.

      Das PRÄDIKAT sagt aus, was das Subjekt tut oder erleidet.

      Und wie schaut es beim aktuellen Text aus:

      „Bedeutende Sozialdemokratin, mutige Frauenpolitikerin, begeisterte Demokratin

      und vorbildliche Antifaschistin. Eine hervorragende Nationalratspräsidentin.

      Vor allem aber eine gute Freundin und solidarische Mitstreiterin.“

      Meine Meinung nach ist damit keiner der drei Sätze vollständig und damit nicht richtig.

      Dass sich die Frau Unterrichtsministerin mit den Rechtschreibregeln nicht so wirklich auskennt, hat sie ja auch mit dem sagenhaften Foto bewiesen, mit dem sie Hr. Gabalier belehren wollte.
      Beim Text der Bundeshymne ging es auch nicht ohne Rechtschreibfehler.

      Und heute habe ich nur ganz kurz in die Rede der Frau Unterrichtsministerin beim Staatsakt für die verstorbene Frau Parlamentspräsidentin hineingehört
      (abgelesen, nicht frei gesprochen) - hab aber gleich wieder weggeschaltet, mir
      gefiel nämlich der Satz:

      ".... Hürden beseitigen, Vereinbarkeiten ermöglichen, dafür schaffte Barbara Prammer die Basis...."
      nämlich wieder einmal überhaupt nicht.

      Ich würde meinen, schaffen kann stark und schwach gebeugt werden, kommt auf die Verwendung an.

      Nach meinem Sprachgefühl hiesse es z. B:"Sie schuf die Basis für Millionengewinne und er schaffte es, sie durchzubringen."

      Ich weiss natürlich nicht, ob ich da wirklich richtig liege, weil es entspricht einfach meinem Sprachgefühl - aber von einer Unterrichtsministerin mit ihrem Stab erwarte ich schon, dass sie korrekt verfasste Texte abliefert, d. hiesse für mich auch, dass sie sich so anhören, dass man nicht drüber nachdenken braucht, ob sie ganz richtig sind.

    • Undine
      09. August 2014 21:38

      @Ingrid Bittner

      ***!
      Wenn dann endlich einmal das läppische Binnen-I der Vergangenheit angehörte.....

      ;-)

    • Erich_47 (kein Partner)
      11. August 2014 08:58

      @Ingrid Bittner
      Dafür konnten wir in übergroßen Lettern erfahren, dass die Verstorbene eine "MAG.A" war. Erst jetzt wurde mir klar, dass sie eine Frau war. Wäre da nur "MAG." gestanden hätte ich das höchstwahrscheinlich nicht bemerkt??

      Ich fürchte, diese dem Deutschen fremde Form wird aus falsch verstandener Weiblichkeit dauernd haften bleiben. (Korrekt wäre der Magister und die Magisterin, so wie es ja auch eine Hausmeisterin gab und nur im Dialekt eine(n) HausmastA. Nur das Lateinische kennt den A-Stamm, aber zum Leidwesen der Schülerinnen viele Substantiva anderer Stämme, die auch feminin sind). Der "Software-Punkt", der sich aus der IT-Branche in die Grammatik einschleichen will, sollte in der Version 2.0 wieder verschwinden!

      Was wird den Sprachverhunzerinnen einfallen, wenn es nur mehr BA oder beispielsweise MSc gibt?

  11. Inger
    09. August 2014 17:26

    Die tägliche Turnstunde - gestatten , dass ich kichere. Diese Forderung ist doch erstens uralt, zweitens völlig undurchführbar, weil räumlich und zeitlich nicht möglich.
    Man stelle sich die tägliche Turnstunde in der Praxis vor: da marschieren 25 Erstklassler mit ihrer Lehrerin zum Turnsaal, dann ziehen sich 25 Kinder um, bis sie dann zum Turnen kommen sind mindestens 15 bis 20 Minuten vergangen, dann wird 15 Minuten geturnt und dann dauert es wieder mindestens 15 Minuten bis die Kleinen so halbwegs wieder richtig angezogen sind (sie beherrschen das ja noch nicht so wirklich), dann geht's wieder zurück zur Klasse und die tägliche Turnstunde ist vorbei. Und wofür der Aufwand?? Abgesehen davon, dass es in Österreich kaum Schulen geben wird, die so viele Turnsäle haben, dass alle Klassen alle Tage eine Turnstunde abhalten können.
    Ich meine doch, da gibt es andere Möglichkeiten. Man muss z. B. ja nicht die Kinder bis ins Klassenzimmer fahren, man kann ja in einer gewissen Entfernung von der Schule Sammelplätze haben und die Kinder marschieren dann in Gruppe zur Schule, ist schon eine Bewegungseinheit, am Ende der Unterrichtszeit dasselbe wieder. Wenn es schon nicht möglich ist, dass die armen Kleinen den gesamten Schulweg zu Fuß zurücklegen.
    Ich will ja nicht von der guten alten Zeit meiner Schulzeit reden, ist klar, da war es auf den Straßen noch nicht so gefährlich, aber die Erlebnisse und Erfahrungen, die wir hatten und machten, waren großteils am Schulweg. Eingeschlossen natürlich die ersten "Liebeleien" - war es nicht schön, wenn an der ersten Straßenecke schon die Zusammenkunft mit dem oder der Angebeteten war - was konnte man sich da noch bis zur Schule alles erzählen. Und je nach Jahreszeit gab es dann halt schon eine Schneeballschlacht vor dem Unterricht oder sonst irgendwelche Belustigungen.
    Und was haben die Kinder heute: sie werden vor's Schultor gefahren und da wieder abgeholt, der gemeinsame Schulweg ist nicht mehr. Damit keine Bewegung und keine Kommunikation.
    Aber die Krankenkasse zahlt die Ergotherapie für die armen bewegungsgestörten Kinder und das Taxi dahin auch noch.
    Irgendwo fehlt auch bei diesem Problem der Hausverstand.
    Muss z. B. der Sachkundeunterricht im Klassenzimmer stattfinden? Kann man nicht hinausgehen und was weiss ich in einem Park oder in der Natur (geht halt nur am Land) lernen, welcher Baum ist das, oder welcche Blume?? Muss das nur mit Schautafeln im Klassenzimmer stattfinden. Die Kreativität und vor allen Dingen die freie Entscheidungsmöglichkeit der LehrerInnen wäre da natürlich gefragt. Aber, der Lehrplan (der doch auch uralt ist) erlaubt's halt nicht und selbständig denkende und handelnde LehrerInnen mag man ja auch nicht.

    • Undine
      09. August 2014 17:43

      @Inger

      *******!

      Eine Stunde Fussmarsch in die Schule war früher keine Seltenheit!

    • Josef Maierhofer
      09. August 2014 19:03

      Das ist eine der vielen Möglichkeiten für Bewegung, der Schulweg. Da können die Kinder nämlich auch Eigenverantwortung, Kommunikation, Einordnung, etc. gleich mitlernen und man könnte sich den ganzen Sozialunterricht in der Schule sparen. Und Bewegung ist auch dabei.

      Das nächste Problem ist dann die Ernährung.

    • Gerhard Pascher
      09. August 2014 20:50

      Undine:
      "Eine Stunde Fußmarsch in die Schule war früher keine Seltenheit!"

      Ja, bei uns in Tirol (nach 1945) war dies der Alltag. Aber man muss bedenken, dass damals noch nicht so viel Straßenverkehr herrschte, daher ist es heutzutage kaum zu verantworten, die kleinen Kinder allein neben der Fahrbahn zur Schule zu schicken.

    • Undine
      09. August 2014 21:51

      @Gerhard Pascher

      Man soll's nicht glauben, aber ich schaffte es als kleines Mädchen am 4. Mai 1945, in einer Zeit also, als kriegsbedingt keine Autos unterwegs waren, direkt in das einzige Auto (das letzte deutsche Kurierauto, das durchgekommen war, obwohl die Amis schon in der Stadt waren), das auf unserer Straße fuhr, hineinzulaufen. Der Fahrer war völlig schuldlos---aber wir hatten als Kinder keinerlei Erfahrung, weil damals eben jahrelang kein Autoverkehr stattgefunden hatte. Jedenfalls habe ich einen Oberschenkelbruch und einen sehr ramponierten Unterkiefer davongetragen---eine riesige Katastrophe in dieser Zeit!

  12. Undine
    09. August 2014 14:48

    Die tägliche Turnstunde für ALLE Kinder wäre ja wünschenswert, aber leider nicht durchführbar. Das wissen diejenigen, die diesen Ruf erschallen lassen, ganz genau; aber sie halten das Volk für so blöd, daß es sich ohnedies keine weiteren Gedanken macht, wie diese tägliche Turnstunde in die Praxis umzusetzen wäre.

    Es gibt---abgesehen davon, daß eine Schule meist nur über einen einzigen Turnsaal verfügt, und da sind die Turnstunden gar nicht so einfach einzuteilen!---Gegenstände, die NACH einer TURNSTUNDE nicht durchgeführt werden können, vorausgesetzt, die Kinder turnen ordentlich mit!

    Vermutlich wäre schon etwas gewonnen, wenn die Kinder täglich auf einem Turnplatz ein paar Runden LAUFEN könnten/müßten!

    Als die Kampfemanzen noch nicht alles in der Hand hatten, um die herkömmliche Familie systematisch zu zerstören--- also vor etwa drei, vier Jahrzehnten etwa--- gab es in jeder Schule gerade einmal EIN KIND, das DICK war---vielleicht deren zwei, mehr nicht (meist Kinder, in deren Elternhaus nicht alles "stimmte").

    Damals waren die meisten Mütter noch "zu Hause" und das von der Schule heimkehrende Kind konnte mit einem vernünftigen, von der Mutter zubereitetem Mittagessen rechnen und zudem von der Schule erzählen---Positives und Negatives.....

    Mich wundert immer, daß alle diejenigen, die den Müttern ständig erzählen, sie würden zwangsläufig zwischen Kinderzimmer und Küche VERBLÖDEN, weil die Arbeit mit einem Säugling oder Kleinkind so doof und zermürbend sei, nicht an die in Zukunft PROMOVIERTEN KINDERGARTENTANTEN denken, die tagaus-tagein BERUFLICH (und natürlich GEGEN BEZAHLUNG!) mit mehreren FREMDEN Säuglingen und Kleinkindern von früh bis spät zu tun haben!

    VERBLÖDET man weniger schnell, wenn man sich mit mehreren fremden Kindern einen ganzen Tag lang abgibt, als eine Mutter, die sich (UNBEZAHLT!) mit den eigenen Kindern abgibt und sie INDIVIDUELL ERZIEHT?

    Die FREMDERZIEHUNG von ganz klein auf, die Verköstigung aus MASSENKÜCHEN hat u.a. einen großen Anteil an der SCHWERGEWICHTIGKEIT der Kinder und Jugendlichen.

    • simplicissimus
    • Haider
      09. August 2014 22:59

      Wieder ein Vergnügen Ihren Beitrag zu lesen!

    • no na (kein Partner)
      10. August 2014 19:37

      Die Kindergartentanten werden nur promoviert? Eine Schande. Wieso werden die nicht habilitiert und mit der Titel_in ProfessorInIn versehen? Dann wären die Kinder schlagartig schlanker.

    • Melanie Haring (kein Partner)
      11. August 2014 07:22

      Zitat: "daß eine Schule meist nur über einen einzigen Turnsaal verfügt, und da sind die Turnstunden gar nicht so einfach einzuteilen!"

      Es ist eine einfache Aufgabe, die nur Grundrechenarten benötigt, zu der aber offensichtlich kein Politiker fähig ist:

      Meine Schule hat (knapp) 50 Klassen und 2 Turnsäle. Die Turnsäle stehen täglich 10 Stunden zur Verfügung, macht wöchentlich 50 Turnstunden. Mit 2 Turnsälen stehen also wöchentlich 100 Turnstunden zur Verfügung. Das macht bei knapp 50 Klassen 2 Stunden Turnen pro Woche. Für die tägliche Turnstunde müssten daher 3 (!) neue Turnsäle gebaut werden. Wer zahlt, und vor allem: Wohin bauen wir die?

    • fewe (kein Partner)
      11. August 2014 07:28

      Ja, Undine, so ist es. Dick waren wirklich nur einzelne Kinder.

      Es wäre sicherlich ausreichend, wenn die Schüler zweimal am Tag in einer längeren Pause einmal um die Schule laufen. Das ist nicht regelrecht anstrengend aber bringt sicherlich mehr als die Turnerei.

  13. Cotopaxi
    09. August 2014 14:07

    o.T.

    Den verfolgten Christen Syriens widerfährt das, wovor sie flüchten mussten, in Deutschland:

    http://www.pi-news.net/2014/08/asyl-berlin-100-tschetschenen-verpruegeln-30-christliche-syrer/

    • fewe (kein Partner)
      11. August 2014 07:31

      Asylanten, die andere prügeln soltlen eigentlich sofort heimgeschickt werden. Von diesen Pseudo-Asylanten lassen sich wohl alle auf der Nase herumtanzen.

  14. Riese35
    09. August 2014 12:41

    Kaum hat ein Amerikaner irgendein Output wie z.B. ein paar Fladen fallengelassen, wird es auf der ganzen Welt mit viel Wirbelwind begackert. Und in diese Richtung bauen wir - leider - unsere ganze Gesellschaft um. Was wird da nicht alles in unserem Schulwesen begackert!

    Wahrer Fortschritt aber entsteht still und heimlich, mühsam, besonnen, bescheiden, nie nur nach fest vorgegebener Planung, stets im Kontext von etwas Größerem und mit einer Portion höherer Fügung. Wahre Größe weiß um ihre Beschränktheit, kennt ihre Einordnung in etwas Größerem, und weiß, daß das Output maximal ein kleines Mailüfterl und kein Wirbelwind wird. Denn, "es gibt Dinge, wo nicht Wissen und Verstand, sondern nur Glaube und Gebet weiterhelfen." (G. Fitzthum)

    Österreich hat bzw. hätte ein hervorragendes Schulsystem. Man müßte es nur mit Respekt gedeihen und entfalten lassen, statt ständig an irgendwelchen Randerscheinungen mit viel Trara herumzudoktern.

    • Florin
      09. August 2014 16:19

      Nicht hätte, sondern hatte...

    • Undine
      09. August 2014 20:48

      @Florin

      Ja, das muß gesagt werden: Ö HATTE ein hochwertiges Schulsystem, um das uns viele Länder beneideten! Dies änderte sich leider, als sich die Linken der Schule und der "Bildung" annahmen, besser gesagt, als sich die LINKEN (die schwarze Gehrer wollen wir vergessen) der Oberhoheit über das Schul- und Bildungswesen BEMÄCHTIGTEN.
      Von da an ging es stetig bergab und ein Ende des Abrutschens scheint noch nicht erreicht zu sein. Es geht immer noch tiefer dank der vielen bildungsfernen Ausländerkinder.

    • Riese35
      09. August 2014 23:50

      @Florin & Undine: Ja, das System ist immer noch gut (wenn man von der Neuen Mittelschule und den aktuellen Neuerungen in der Lehrerausbildung absieht). Man müßte es nur im ursprünglichen Sinn arbeiten lassen und nicht ständig behindern.

      In Wirklichkeit haben alle Roten (und Gehrer möchte ich explizit nicht vergessen, denn die hat trotz ÖVP-Parteiplatzes rote Politik gemacht, war also ideologisch rot) unser Schulsystem ständig nur behindert, damit es nicht wirklich arbeiten kann.

      Das System ist weitestgehend gut. Es gibt die verschiedensten Schultypen (noch). Es werden noch alle Grundlagenfächer unterrichtet. Man müßte nur die Schulen das machen lassen, was sinnvoll ist, und nicht alles durch ideologische Scheuklappen behindern. Die Lehrer müßten wieder ihre Autorität zurückbekommen, von den Schülern müßte man etwas verlangen können, ohne gleich von Landesschulinspektoren und dem Ministerium zurückgepfiffen zu werden, und man müßte auch wieder mehr Wert auf ein gutes Lehramtsstudium und eine gute Lehrerauswahl legen und nicht alles mit zeitgeistigen Schwerpunkten überlagern. Man müßte es nur sinnvoll ausführen anstatt es an allen Ecken und Enden auszuhebeln.

      Die aktuellen Tendenzen, das ganze System umzubauen, sehe ich aber sehr skeptisch. Das verheißt nichts Gutes. Die Zentralmatura wird völlig falsch aufgezogen. Anstatt ein Zielniveau vorzugeben und dieses dann mittelfristig zu erreichen, testet man so lange und variiert die Fragestellungen, bis man einen durch Test ermittelten Schwierigkeitsgrad (besser Leichtigkeitsgrad) erreicht hat, um die gewünschten Ergebnisse nach Brüsseler Planzielvorgaben melden zu können. Anstatt im Unterricht Verständnis zu vermitteln, wird in Hinkunft noch mehr Wert auf papageienhafte Wiedergabe eingedrillter Vorgänge gelegt. Für technische Studien ist so etwas tödlich.

      Anstatt unser traditionelles, gutes Schulsystem. das wir heute noch weitestgehend haben, wieder mit wirklichem Leben zu befüllen und die in der Kreisky-Zeit begonnen Behinderungen rückgängig zu machen, beginnt man leider erst jetzt so richtig, dieses System komplett kaputt zu machen und durch ein System, das von zeitgeistigen Ideologien geprägt ist, zu ersetzen.

  15. Politicus1
    09. August 2014 12:08

    OT:
    auch die tägliche Turnstunde wird beim nächsten Wahlergebnis nicht entscheidend sein:
    die FPÖ legt in den Umfragen einen weiteren Prozentpunkt zu und belegt mit 29 Prozent weiterhin klar den ersten Platz. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research durchgeführten Umfrage kommt die SPÖ auf 25 Prozent.
    Die ÖVP rutscht zwei Prozentpunkte ab und landet mit 19 Prozent auf Platz drei.

  16. Gerhard Pascher
    09. August 2014 11:32

    Die (tägliche) Turnstunde wäre nur ein Teil zu einer besseren körperlichen Konstitution der Jugendlichen. Dazu müssen sicherlich auch eine große Anzahl von zusätzlichen Lehrkräften aufgenommen werden. Andererseits werden sich auch viele Kinder mit medizinischen Gutachten "vorm Turnen befreien lassen".
    Eigentlich müssten die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten schon die kleineren Kinder zu mehr Bewegung im Freien motivieren. Aber gemäß rot-grüner Philosophie muss soll sich um alles nun der Staat kümmern und die Eltern schon brav in der Wirtschaft integriert sein.

    Der Hauptgrund für übergewichtige Kinder ist sicher neben der Bewegungsarmut die völlig falsche Ernährung. Es nützt nichts, wenn auch einzelne Schuldirektoren mit den Elternvereinen die Schulverkaufsstellen anweisen, nur mehr gesunde Speisen und Getränke anzubieten. Die Schüler bekommen genügend Taschengeld, sodass sie sich im nächsten Supermarkt die "falschen" (stark gesüßten und fettreichen) Produkte kaufen können.

    Außerdem gebe es in der Freizeit genug Sportangebote, aber leider verbringen die meisten Jugendlichen deren freie Zeit vorwiegend am Smartphone, während Fernsehen und Videospiele schon weniger an Bedeutung hat. Auch die Sprachtelefonie geht eindeutig durch den Austausch von Textnachrichten (SMS und auf soziale Plattformen wie Facebook, Twitter & Co.) zurück, Sogar die Sprachtelefonie hat bei den Teens nicht mehr die oberste Priorität.

    Kürzlich habe ich sogar gelesen, dass bei Reihenuntersuchungenden beiden Daumen von Jugendlichen eine überdurchschnittlich starke Muskelkraft bescheinigt wird, welche durch die stundenlange Eingabe von Buchstaben und Schaltbefehlen sowie dem "Wischen" mit beiden Daumen - man hält das Smartphone dabei mit beiden Handflächen - entsteht.

  17. Tullius Augustus
    09. August 2014 10:37

    Die Linken wissen nicht was eine funktinierende Vater-Mutter-Kind-Familie leisten kann und sie wollen es auch nicht wissen.

    Die Linken sind meist selbst nicht in funktionierenden Familien aufgewachsen und deshalb vertrauen sie der Institution "Familie" auch nicht.

    Da ist es nur logisch dass es sich die Linken zu ihrer Ideologie gemacht haben alle Erziehungsaufgaben die normalerweise von einer normalen, funktionierenden Familie erfüllt werden - dass sie diese Erziehungsaufgaben an den Staat delegieren wollen:

    Alle Kinder ab 12 Monaten in eine staatliche Kinderkrippe.

    Alle Kinder ab 3 in den staatlichen Kindergarten.

    Alle Kinder sollen ab 6 in staatlichen Einheits-Kuschelschulen erzogen werden und ihnen dort Sozialkompetenz, Werte und Vernetzungsfähigkeiten beigebracht werden - anstatt dass ihnen die Sprache, die Schrift & Lesen, Rechnen, Englisch, Zeichnen, Malen, Handarbeiten usw. beigebracht werden.

    Also die linke Ideologie lautet: "In der Schule soll erzogen anstatt gelernt werden."

    Das Einzige was ich dazu sagen kann ist: Es ist wohl besser wenn eine staatliche Institution da ist die die Kinder erzieht als: es ist niemand da der sich irgendwie um die Kinder & Jugendlichen kümmert. Es ist besser als die Kinder & Jugendlichen würden auf der Straße oder in Jugendgangs herumlungern.

    Bei der derzeitigen Situation des Schulsystems - da muss man aber zwischen den Verhältnissen in Wien - sowie abgestuft die anderen Großstädte Österreichs - und weiter abgestuft: Die Lage in ländlichen Gegenden Österreichs betrachten:

    Als Ergebnis haben wir in Österreich teiweise fünfzehnjährige Pflichtschulabsolventen die funktionale Analphabeten sind und die kein Lehrherr für eine Lehrausbilung übernehmen will .....

    • Riese35
      09. August 2014 13:05

      >> "Vater-Mutter-Kind-Familie"

      Welche anderen Formen von "Familie" gibt es sonst noch? Sollte man Ihrer Meinung nach die typische Wiener Form des Zusammenlebens, zwei Frauen und ein Hund, auch "Familie" nennen?

    • Tullius Augustus
      09. August 2014 13:21

      Ich schreibe das vor allem aus Rücksicht auf die ÖVP-Parteimitglieder - die ja hier auch lesen. Damit halt auch solche Tagebuch-Leser mitkriegen was ich unter "Familie" verstehe.

      Bekanntlich ist die Auffassung was eine Familie ist in der ÖVP in den letzten Monaten geändert worden: Das ÖVP-Familienministerium gibt Broschüren heraus wo kein eindeuter Vater bzw. Mutter bzw. Kind mehr zu erkennen ist.

    • Undine
      09. August 2014 14:09

      @Tullius Augustus

      "Also die linke Ideologie lautet: "In der Schule soll erzogen anstatt gelernt werden."

      Darf ich diesen Satz ergänzen---ich denke, es ist auch in Ihrem Sinne.
      Die Linken wollen die Kinder keinesfalls zu gutem Benehmen erziehen, das ist nämlich in deren Augen spießig, sondern bestenfalls zu Gutmenschen, die zwar ungebildet und ungehobelt sind, aber sich etwa für Ausländer und "Randgruppen" einsetzen.

  18. Wolfgang Bauer
    09. August 2014 10:29

    "... dass jeder vierte Pflichtschulabgänger ein funktionaler Analphabet ist, der sich gerne kreativ bewegt."

    Herrlich! Erinnern Sie sich an Monty Python's "Ministry of silly walks"?
    So ähnlich - nur weniger lustig - wird unsere Zukunft sein.

  19. Arundo.donax
    09. August 2014 09:54

    Eine Anmerkung aus der Praxis (städtische Volksschule): In vorhersehbarer Regelmäßigkeit tauchen - von Wiener "Schreibtischtätern" verordnet - irgendwelche neuen, prioritären Aufgaben auf, die die Schule nun auch noch erledigen, und damit gesellschaftspolitisches Versagen kaschieren soll. Weder gibt es dafür zusätzliche finanzielle noch personelle Mittel - das soll "nebenher" gehen. Fixierte man sich die letzten beiden Jahre (offenbar als Konsequenz auf das PISA-Versagen) ganz auf sinnerfassendes Lesen, holt man nun, wie schon oft, die tägliche Turnstunde aus der bildungspolitischen Mottenkiste. An sich eine gute Idee, da Kinder, die sich ausgetobt haben, aufnahmefähiger sind. Nur: Es scheitert an den baulichen Voraussetzungen in vielen Fällen. EIN Turnsaal für 10 Klassen ... Wie soll sich das ausgehen? "Nein, für Zubauten ist kein Geld." Im Freien turnen? "Es ist aber schon bekannt, dass es für eine Klasse eine zweite Aufsichtsperson braucht?" Im Klassenzimmer turnen? Gerüchteweise soll es Klassen geben, die auch noch ruhig arbeiten wollen. Lustig, wenn nebenan gerade Rambazamba ist. Ach ja, anzumerken bleibt, dass verhaltensauffällige Kinder den Rahmen des Turnunterrichts gerne nutzen, um die Bandbreite ihres Benehmens zu beweisen. Wenn dann erst einmal die Inklusion da ist, wird sicher alles noch viel besser ...

    • Undine
      09. August 2014 14:10

      @Arundo.donax

      *********!

    • Josef Maierhofer
      09. August 2014 18:59

      @ 2. Aufsichtsperson

      Wir hatten (am Land) eine eiklassige Volkschule mit einem einzigen Lehrer, der 8 Schulstufen simultan unterrichtet hat. Turnen war immer im Freien, denn Turnsaal gab es nicht.

      Ich verstehe das praktische Problem, wenn von einer Klasse die Hälfte fettleibig ist und fast bewegungsunfähig, ein weiterer Teil aus religiösen Gründen am Turnunterricht nicht teilnimmt, etc., etc., ich verstehe es auch durch den Mangel an Turnsälen, aber ich denke, Bewegung kann man zu Hause machen, am Sportplatz, Im Wienerwald, am Berg, beim Schwimmen, etc., aber man muss wollen und den Vorteil für den Körper darin sehen.

      Ich würde sagen 'Mens insana in corpere insano' gilt heute sehr weitgehend, leider.

    • oberösi
      09. August 2014 19:19

      @Arundo.donax
      ***
      Schule und Lehrer als stets verfügbarer und für alles zuständiger Reparaturtrupp einer Gesellschaftspolitik linker Prägung, für die nicht in erster Linie Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich sind, sondern die Lehrer, die Schule.

      Und die haben auf Zuruf engagierter PolitikerInnen jeden Mist mitzumachen, von Gewaltprävention, antiheteronormativer Sexual-, Integrations-, Erinnerungs- und Antifa-Dressur oder NMS und Zentralmatura. Aktuell eben wieder einmal die tägliche Turnstunde.

      Ist eben einfacher, danach zu schreien, als Eltern, die meist selbst einige Kilos zu viel auf der Fernsehcouch hin- und herschieben, an deren Verantwortung ihrem Nachwuchs gegenüber zu erinnern. Denn Appell an Eigenverantwortung bringt keine Wählerstimmen. Lehrer prügeln jedoch schon.

      Und ehrgeizige und willfährige Pädagogen finden sich immer, die jeden Mist aus Machtkalkül, Profilierungssucht und der Karriere wegen mitmachen.

  20. Freak77
    09. August 2014 09:34

    Die Frau Heinisch-Hosek hat gute Chancen - nach dem Tod von Frau Prammer - zur ersten Präsidentin des Nationalrats gewählt zu werden.

    Das sage ich:

    "Gabriele Heinisch-Hosek for Presidet!"

    • Politicus1
      09. August 2014 12:01

      Die NR-Präs. werden aus den Mitgliedern des NR gewählt.
      H.-H. hat derzeit kein Abg.Mandat inne.
      Um gewählt zu werden, müsste vor der Wahl ein SPÖ-Mandat für sie frei gemacht werden ...

    • Freak77
      09. August 2014 12:14

      Ja ich weiß schon Politicus1:

      Die Baddei muss es in Wahrheit entscheiden, die Wahl im NR ist dann nur noch Formsache.

      Es wird spannend wie die Baddei diesmal entscheidet.

    • Politicus1
      09. August 2014 18:14

      Der SPÖ-NR-Klub zählt 17 Frauen in seinen Reihen.
      http://www.parlament.gv.at/WWER/NR/

      Chancen gebe ich:
      Mag. Elisabeth Grossmann - Juristin, wäre ein Zeichen für die Steirer vor der Landtagswahl, war stv Klubchefin und 8 Jahre im NR ...

      Mag. Christine Muttonen - stv. Klubvorsitzende seit 2005, massgebliche Bereichssprecherin, Kärntnerin

      Dr. Sabine Oberhauser, MAS - ÖGB-Vizepräsidentin, allerdings eine Wienerin ..

      Mag. Gisela Wurm - ihr gebe ich die größten Chancen.
      Juristin, keine Wienerin (Tirolerin), langjährige Nationalrätin, Mitgl. d. SPÖ-Parteipräsidiums, stv. Klubvorsitzende, Vizepräs. Europarat, .. würde alles passen!

    • Freak77
      09. August 2014 18:19

      Oje, oje, die H.-H. hat so starke Konkurrenz?

      Bei dem was Sie schreiben würde ich auf Grossmann, Muttonen oder Wurm schließen. Es wird spannend. Ich denke dennoch die H.-H. sollte Präsidentin werden. Von einer Ministerin hinauf zur Präsidentin, das wäre ja ein normaler Weg.

  21. dssm
    09. August 2014 08:16

    Des Pudels Kern wird doch wohl eher der Wunsch eines sicheren, staatlichen, gut bezahlten Arbeitsplatzes sein, wobei natürlich auch keinerlei Verantwortung oder gar Haftung im Spiel sein darf.
    Daher immer neue Forderungen, unsere vielen Akademiker und Maturanten wollen schließlich alle an die Futtertröge ohne einer Leistungskontrolle unterworfen zu sein.
    Gestern war es Kreativität und Sozialkompetenz.
    Heute also Sport für Kinder, klingt ja soooo gut, in Wahrheit braucht es dann mehr Lehrkräfte.
    Morgen, um der Anregung des Herrn AU zu folgen, 'gesunde Ernährung', braucht auch neue und vor allem mehr Lehrkräfte.

  22. Cotopaxi
  23. terbuan
    09. August 2014 07:36

    Da hat der gute Mann schon recht, wenn es nur nicht immer bei Forderungen und politischer Kleingeldproduktion bliebe.
    Es ist ein gefährlicher Mix aus mangelnder Bewegung, zu viel Zeit für TV-Konsum und Computerspiele und zu wenig Initiativen der Eltern, die unsere Jugend übergewichtig macht.
    Einer meiner Enkel zeigte schon gewisse Ansätze dazu, jetzt besucht er das Theresianum, dort gibt es täglich eine Turnstunde und nach einem Jahr stellten sich schon Erfolge ein, er ist auch jetzt viel mehr für aktiven Sport begeistert.





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