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Rasingers Ärger und der Ärger über die Taferln

Der ÖVP-Abgeordnete Erwin Rasinger hat sich über die Kleidung im Parlament erzürnt. Auch wenn man ihm nicht in allen Details folgen kann, so hat er doch eine richtige Debatte losgetreten. Die freilich nicht stattfinden wird, da ja im Parlament vor allem Feigheit und vor allem Angst vor dem Begriff "Würde" regiert. Das erinnert mich übrigens an einen Besuch im indischen Parlament.

Da wäre ich nämlich als Zuhörer einst fast hinausgeflogen, weil ich ein unerhörtes Sakrileg begangen habe: Ich habe die Beine übereinandergeschlagen. Das gehört sich nicht. Zuhörer auf der Galerie der Lok Sabha haben ordentlich zu sitzen. So wie bei uns auf alten Fotos die Kinder in einer ländlichen Volksschule abgebildet sind: jedes brav und ordentlich. Nur durch ordentliches Sitzen ist dem Hohen Haus Respekt zu zollen.

Verdient Indien Respekt, Österreich nicht? Zumindest einige Augenblicke sollte man über diese Frage nachdenken. Trotzdem wird es wohl die große Mehrheit der Österreicher als übertrieben ansehen, wenn ein Ordnungshüter quasi hinter jedem Besucher stünde. Oder wenn sich Rasinger über die Turnschuhe grüner Abgeordneter mokiert. Ich würde mich eher als über die Schuhe über die arbeitsplatzvernichtenden Worte der Grünen erregen.

Dennoch habe ich viel Verständnis für Rasinger&Co. Denn die Würde des Hohen Hauses ist ein Thema, um das sich alle herumdrücken. Vor allem dann, wenn man an der repräsentativen Demokratie festhält (und nicht wie der Tagebuch-Schreiber für viel mehr an Direkter Demokratie eintritt).   

Aber: Zuerst sollten sich die Abgeordneten selbst Regeln unterwerfen. Dabei geht es vor allem um Eines: um Taferln, Plakate, Enten, Flaggen und vieles andere mehr. All das gehört als allererstes und zwar zu 100 Prozent aus dem Parlament entfernt. Egal, ob es am Rednerpult oder auf den Abgeordneten-Bänken steht. Egal, welchem Minister da schon wieder irgendetwas hingelegt wird.

All das zu unterbinden, wäre mit einem einzigen Beschluss den Präsidenten des Hauses leicht möglich. Geben sie doch oft wegen verbaler Lächerlichkeiten schon einen Ordnungsruf. Aber Luftmatratzen stören sie offenbar nicht.

Angefangen haben die Grünen und ihr Aktionismus. Sie brachten einst sogar eine Hakenkreuzfahne mit, um was auch immer zu zeigen. Inzwischen tun das fast schon alle Parteien. Und es ist immer widerlich. Denn im Parlament sollte einzig und allein eines zählen: das Wort. Geschliffen oder volkstümlich, egal. Aber im Parlament sollte nur die Rede zählen.

Es ist übrigens keine Frage: Hauptschuld an dieser Entwicklung sind Zeitungen und Fernsehen. Sie haben fast jedes der Taferln&Co prominent veröffentlicht, womit deren Halter viel öfter ins Bild kamen als noch so kluge Redner. Die Medien finden einen nur redenden Abgeordneten stinkfad. Aus ihrem  Interesse nach einem interessanten Bild vielleicht sogar zu Recht. Aber das sollte einem auf die eigene Würde und die der Republik schauenden Parlamente eigentlich egal sein.

Es hat aber weder ein roter noch ein schwarzer Parlamentspräsident bisher gewagt, das zu verbieten. Vielleicht sind auch sie froh über jedes Parlaments-Foto? Oder wollen Parlaments-Chefs nur ja nicht in den Geruch kommen, dass sie streng wären? Der Demokratie täten sie aber etwas sehr Gutes, wenn sie das wagten. Viele Demokraten würden sogar sagen: Endlich.

PS: Auch bei Fernsehdebatten sollten Politiker außer einem leeren Zettel und einem Kuli absolut nichts vor sich haben. Auch das ist in vielen anderen Ländern üblich.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 08:35

    Das Verhalten so mancher Abgeordneten dokumentiert ja nichts anderes als eine grobe Missachtung des "Hohen Hauses", sie sitzen ja in einem Boot mit den rot-grünen, gewalttätigen Antifa Krawall-Demonstranten.
    Sie haben weder Respekt vor dem Parlament noch vor friedlichen Demonstranten, die nicht ihre Meinung teilen, das gehört zur linksfaschistischen Ideologie!

  2. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 07:30

    Ist es mit der Würde seines Amtes verbunden, wenn ein Landwirtschafts-, Lebens- oder Was-auch-immer-Minister seinem Drang, in sogenannten "sozialen" Netzwerken seine Markierungen zu hinterlassen, nicht widerstehen kann und dort ein ausländisches Staatsoberhaupt anpinkelt? Ist unser politisches Personal schon derartig versandelt? ;-)

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 02:08

    Genau diejenigen, die am meisten von Respekt und Würde faseln, verwenden diese Begriffe lediglich für ihre linksideologische Zwangsbeglückung bzw. linksradikalen Gesellschaftsveränderungen. Wenn es jedoch um unsere Demokratie und deren Einrichtungen geht, dann steht oftmals sinnloser Aktionismus pur und Mißachtung sämtlicher Umgangsformen auf dem Programm, womit man in vielen Fällen von fehlenden substanziellen Beiträgen ablenkt.

    Und wenn sich schon die Parlamentschefs nicht durchringen können, wäre zumindest ein Machtwort von UHBP Fischer fällig. Das zählt zu seine Aufgaben und wäre endlich einmal eine PARTEIÜBERGREIFENDE, staatstragende Geste.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 08:48

    Würde kann nur derjenige ausstrahlen, der auch Bildung, Erfahrung und Können mitbringt. Selbstsicherheit aufgrund eigener realwirtschaftlicher Leistung hat auch nichts mit dem neureichen Gehabe einer Nomenklatura zu tun.
    Daher würde auch ein privater Schneider für die Abgeordneten nicht viel ändern.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 08:11

    Nach dem ersten Parlamentsauftritt des grünen Kapuzenpullovers teilte mir die Frau Präsidentin in Antwort auf meine Bemerkung, dass dies wohl nicht mit der sonst von ihr stets beobachteten Würde des Hohen Hauses vereinbar sei, mit, dass sie in den unterschiedlichen Bekleidungen der Abgeordneten auch die Vielfalt der von Abgeordneten Bevölkerungsschichten sehe.
    Dass sie rein rechtlich keine Möglichkeit zum Einschreiten habe, musste ich akzeptieren,
    Hingegen frage ich mich, wo sie dann die Grenzen der vertretenen Bekleidungen sieht.
    Ein Trachtenanzug oder ein Dirndl ja, ein Lifeball-Kostüm als Zeichen der vertretenen Lebenslüstlinge auch??
    Da bedarf es halt schon eines gewissen Grundkonsenses gepaart mit Fingerspitzengefühl und der Autorität einer Parlamentspräsidentin.

    Vor vielen Jahren - ich nehme an, das wird auch heute noch so sein - war ich erstaunt über die adrette Uniformierung der Saaldiener im Berner Bundeshaus. Ja, sagten mir die Schweizer Freunde, das gehöre sich doch zur Bedeutung des Parlaments ...

    Dann könnte Dr. Rasinger wenigstens einen grünen Abgeordneten von einem der Würde des Hauses entsprechend adjustierten Parlamentsbeamten unterscheiden ..

  6. Ausgezeichneter KommentatorEco
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 13:08

    Traurig, dass man sich mit diesem Thema üverhaupt auseinandersetzen muss.
    Eine gute Kinderstube und ein natürlicher Anstand sollte ausreichen, um Abgeordnete abzuhalten, in Turnschuhen und Ruderleiberl das Parlament zu betreten und lächerliche Aktionen ( Taferl, Fahnen, Schwimmreifen, Luftmatratzen und dgl.) zu unterlassen. Dazu rechne ich auch das demonstrative
    Stillen von Säuglingen.
    Solcher Aktionismus soll offensichtlich den deutlichen Mangel an rhetorischen
    Fähigkeiten wettmachen. Wer sich sprachlich nicht offenbaren kann muss zu Gebärden und Sachdarstellungen Zuflucht nehmen.
    Traurig, dass weder die Nationalratspräsidentin noch die Klubobleute das abstellen können. Aber ihnen wurde das sichtlich auch nicht in deren Erziehung
    vermittelt.
    Man werfe einen Blick auf das britische Unterhaus ( ich spreche nicht vom House
    of Lords ). Dort wird sprachlich gekämpft, oft auch unter der Gürtellinie und nicht auf die feine englische Art. Aber man sieht nur korrekt gekleidete Mandatare und kein doofen Utensilien.
    Letztlich vergessen die österr. Abgeordneten, dass deren hohe Gage von uns Steuerzahlern bestritten wird. Dadurch kann sich ob deren proletenhaften Auftretens auch der steuerzahlende Bürger beleidigt fühlen. Ohne Gage können sie meinetwegen im Nachthemd auftreten, das manchen besonders gut stehen würde.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2014 11:49

    O.T. Ein Vergleich, wie er schon öfter kam, die EU und der Untergang des Römischen Reiches, hier gut kommentiert:

    "Brot, Spiele und Lügen: Die EU taumelt in Richtung Untergang"

    Europa erlebt Zerfallserscheinungen, die an den Niedergang der Republik im Alten Rom erinnern. Die EU und die Nationalstaaten brechen Recht und Gesetz. Den Bürgern werden Brot und Spiele geboten. Rom ist an dieser Entwicklung zerbrochen. Die EU könnte, wenn sie die Demokratie weiter mit Füßen tritt, ein ähnliches Schicksal ereilen.......
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/02/brot-spiele-und-luegen-die-eu-taumelt-in-richtung-untergang/

    Wie und wo gibt es noch Hoffnung?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBichler
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2014 08:00

    Wer wie ich mehrmals Debatten im britischen Unterhaus mitverfolgt hat, der kann sich nur mit Grausen von unserem "hohen Haus" abwenden. Selbst härteste Debatten erfolgen in London thematisch wie rhetorisch auf einem Niveau, das hierzulande undenkbar wäre. Auch die Kleidung der MPs ist ein Zeichen des Respekts gegenüber der Würde des Hauses. Luftmatratzen wären undenkbar und wer Tafeln benötigt, um seinen Argumenten Ausdruck zu verleihen, ist ohnehin fehl am Platz in einem Parlament. Der gehört auf die Straße zum anderen Pöbel.


alle Kommentare

  1. Carla (kein Partner)
  2. Gipsy (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:22

    Good to find an expert who knows what he's talinkg about!

  3. John (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:33

    Finding this post has anweersd my prayers

  4. Giftschlange (kein Partner)
    05. Juni 2014 15:22

    Herr Dr. Rasinger möge bedenken, dass schon vor mehr als zwanzig Jahren einige "Professoren" in einem bekannten Wiener Privatgymnasium zur offiziellen Reifeprüfung in zerlöcherten Jeans, abgetretenen Sportlatschen und auch sonst ungepflegt die Maturafragen stellten. Dem irritierten Vorsitzenden antwortete der Prüfer: "Hea Vuasizanda, i hob kan schwoazn Aunzug und kane Ledaschuach. Des is gengan Diaschuz. Owa i buag ma hoid a Grawatn von an Madl aus." Es wird kein Einzelfall gewesen sein. Damals schon wäre ein Eingreifen höchst dringend gewesen. Heute ist es zu spät.

  5. Ambra
    04. Juni 2014 22:44

    Wann immer ich den Versuch unternehme, mir eine Übertragung aus dem österr.Parlament anzusehen, drehe ich nach einiger Zeit ab - mit wenigen Ausnahmen ist das Niveau der Redner erschreckend und anstelle von Argumenten gibt es das, was man in Wien "Wadel-Beißerei" nennt. Auch die Kleidung zeugt in manchen Fällen von wenig Respekt vor den Kollegen, dem Ort und dem TV-Publikum. Traurig, traurig !

  6. ignaz (kein Partner)
    03. Juni 2014 13:52

    Ich halte ja alle parlamentarischen Debatten für sinnlos. Man kann noch so gut argumentieren und versuchen zu überzeugen. Solange jedoch der Klubzwang besteht und Politiker nicht nach ihrer eigenen Überzeugung, sondern der Auferlegten entscheiden müssen, ist jedes Gerede über was auch immer nur Dampfplauderei und heiße Luft

  7. Clemens Taferner (kein Partner)
    03. Juni 2014 12:16

    Ihre Kritik an Rasinger kann ich gut verstehen. Erklärungsbedarf hat m.E. vor allem sein Ausspruch im Kurier-Interview vom 2. Juni, wo er sagt: "...Aber: ohne weißen Arztmantel könnte ich nicht ordinieren." Was bedeutet das? Sind seine Fähigkeiten als Mediziner in der Manteltasche stecken geblieben???

  8. cmh (kein Partner)
    03. Juni 2014 11:56

    Schauen wir in die Zeitungen, schauen wir eine wissenschaftliche Sendung im Fernsehen an, machen wir einen Blick in die Schulbücher.

    Alles ist kindisch bunt und jeder noch so primitive Sachverhalt muss mit einem Büdl illustriert werden. Neulich durfte ich auf ZDF History (!!!) doch tatsächlich sehen, wie der alte Osama drei Finger in die Luft hielt. Nicht er selber, aber ein Schauspieler. Das geht aber heute alles als Dokumentation durch. Dann die Dinosendungen, bei denen auch noch gleich ein Psychogramm der Schreckechsen frei Haus geliefert wird, so als wären die persönliche Bekannte.

    Und sicher erinnert sich jeder an zumindest einen Sager der Thurnherr ala "Das Wort müssen Sie unseren Zuschauern aber jetzt erklären!" - Wenn die zu deppert sind, ein unbekanntes Wort in der wiki nachzuschauen, dann haben die auch in einem demokratischen Entscheidungsprozess nichts zu tun.

    Und in jeder Politikerdiskussion wird auf Sager und gute Konter gewartet wie auf die Brezen im Schirennen. Das Ergebnis kann dann nicht mehr so wichtig sein und ist nach der Wahl auch schon wieder vergessen.

    Bitte mit solchem Personal ist weder direkte noch repräsentative Demokratie zu machen und wer weiss, ob nicht eh schon keine mehr in den Volksversammlungen merh gemacht wrd

    Die Schlussfolgerung an dem Ganzen ist allerdings nun nicht, dass es am Benimm mangelt, sondern es sollte langsam allen klar sein, dass Politiker

    • cmh (kein Partner)
      03. Juni 2014 12:02

      und Medien schon lange damit nicht nur an der Abschaffung der Demokratie, sondern auch ihrer selbst gemeinsam arbeiten.

      Die Demokratie endete bereits in der Monarchie und de3r Ersten Republik mit Obstruktionen.

  9. AppolloniO (kein Partner)
    03. Juni 2014 11:33

    Wer Taferln, Fahnen oder sonstiges im Parlament zeigt - zeigt nur dass er/sie nichts zu sagen hat.

  10. Torres (kein Partner)
    03. Juni 2014 11:32

    "Die Medien finden einen nur redenden Abgeordneten stinkfad" - ein wahres Wort Und nicht nur die Medien; wenn man so einer Parlamentsübertragung zuhört, könnte man bei den meisten Abgeordneten glatt einschlafen. Es klingt oft wie eine monotone Predigt, wird Wort für Wort vom Papier abgelesen, meist noch gestottert, weil die Rede wahrscheinlich von jemand anderem verfasst wurde. Und wenn dann vielleicht noch frei geredet werden muss, kommt das große Schweigen (oder Stottern). Da sind Auftritte etwa von Ewald Stadler oder auch Herbert Kickl, Werner Kogler, egal was der Inhalt ist, direkt ein Vergnügen. Die Parteien (insbesonder Rot/Schwarz) sind ja selber schuld, wenn sie solche geistigen und rhetorischen Dumpfbacken ins Parlament schicken, denen niemand zuhört.

  11. kamamur (kein Partner)
    03. Juni 2014 11:06

    (Abg. Dr. Fischer: Sieg heil.') - Quelle: Stenographisches Protokoll zur 128. Nationalratssitzung der XVII Gesetzgebungsperiode v. 15.12.1989.

    Und gerade Dr. Fischer soll, wie MISCHU in seinem Kommentar am 2.6. meint, ein Machtwort sprechen. Also, ich hab schon lange aufgehört, Träumen nachzuhängen.

  12. Undine
    03. Juni 2014 09:09

    Die zuckerlrosa Luftmatratzen und Schwimmreifen, mit denen die NEOS im Parlament aufkreuzten, sind genauso kindisch wie der Satz, mit dem der überkandidelte, sehr schwer zu ertragende NEOS-Chef landauf-landab gestenreich verkündete, er wolle den Kindern Flügel verleihen. Diese infantile Luftmatratzen-Aktion zeigt, daß die NEOS in einer irrealen "pinken" Welt leben und nicht ernst zu nehmen sind. Aber die Grünen sind da um keinen Deut besser!!!

    • Ambra
      04. Juni 2014 22:47

      Undine: ****** ! Ich denke und hoffe , daß die Neos bald von der Bildfläche verschwinden werden, denn ernst nehmen kann man sie und ihren Chef nicht.
      Ein Großteil der Grünen ist allerdings noch unerträglicher.

  13. Onkel Hans (kein Partner)
    03. Juni 2014 08:16

    Ehre wem Ehre gebührt, ergo: Turnschuhe zu den Grünabgeordneten, warum nicht?

    Was ich nur nicht verstehen kann: Wieso die Turnschuhclowns, die Egalisierer und die Umverteiler unbedingt in einem marmor- und edelholzgetäfelten (!) Protzbau (!) aus der Monarchie (!) an der elitären Ringstraße(!) wollen?

    Besser dieses Parlament würde in der Stadthalle (ganz nah bei seinen Lieblingsvolksgruppen) oder von mir aus auch in Fluridsdorf tagen. Das gäbe ein stimmiges Bild!

  14. Bichler (kein Partner)
    03. Juni 2014 08:00

    Wer wie ich mehrmals Debatten im britischen Unterhaus mitverfolgt hat, der kann sich nur mit Grausen von unserem "hohen Haus" abwenden. Selbst härteste Debatten erfolgen in London thematisch wie rhetorisch auf einem Niveau, das hierzulande undenkbar wäre. Auch die Kleidung der MPs ist ein Zeichen des Respekts gegenüber der Würde des Hauses. Luftmatratzen wären undenkbar und wer Tafeln benötigt, um seinen Argumenten Ausdruck zu verleihen, ist ohnehin fehl am Platz in einem Parlament. Der gehört auf die Straße zum anderen Pöbel.

    • Bichler (kein Partner)
      03. Juni 2014 08:11

      Missachtung bzw. Minderachting des Parlaments durch die eigenen Abgeordneten wird zu einem Gutteil wohl auch in der in Österreich kaum ausgeprägten Demokratie sein, was sich natürlich auf den Parlamentarismus durchschlägt. Bis 1918 spielte das Parlament kaum eine Rolle, bis 1938 erneut nicht, die Jahre bis 1945 erklären sich von selbst. Und nach 1945 übernahm - wie kaum einer Unterbrechung - eine rot-schwarze Parteiendiktatur das Ruder, in welcher der Begriff vom "freien Mandat" vollkommen unbekannt ist. Der Österreicher scheint sich daran gewöhnt zu haben.

    • Undine
      03. Juni 2014 09:12

      @Bichler

      *****!

  15. mischu
    02. Juni 2014 16:17

    OT

    Die Tierschützer-Urteile in Wiener Neustadt kommen jetzt der Republik (= dem Steuerzahler!) vermutlich teuer zu stehen.
    Vielen Dank, Herr Staatsanwalt!

    http://noe.orf.at/news/stories/2650484/

    • Torres (kein Partner)
      03. Juni 2014 10:25

      Allerdings auch die Tierschützer, denen die in die Hunderttausende gehenden Anwaltskosten nur zu einem sehr kleinen Teil ersetzt werden.

  16. Eco
    02. Juni 2014 13:08

    Traurig, dass man sich mit diesem Thema üverhaupt auseinandersetzen muss.
    Eine gute Kinderstube und ein natürlicher Anstand sollte ausreichen, um Abgeordnete abzuhalten, in Turnschuhen und Ruderleiberl das Parlament zu betreten und lächerliche Aktionen ( Taferl, Fahnen, Schwimmreifen, Luftmatratzen und dgl.) zu unterlassen. Dazu rechne ich auch das demonstrative
    Stillen von Säuglingen.
    Solcher Aktionismus soll offensichtlich den deutlichen Mangel an rhetorischen
    Fähigkeiten wettmachen. Wer sich sprachlich nicht offenbaren kann muss zu Gebärden und Sachdarstellungen Zuflucht nehmen.
    Traurig, dass weder die Nationalratspräsidentin noch die Klubobleute das abstellen können. Aber ihnen wurde das sichtlich auch nicht in deren Erziehung
    vermittelt.
    Man werfe einen Blick auf das britische Unterhaus ( ich spreche nicht vom House
    of Lords ). Dort wird sprachlich gekämpft, oft auch unter der Gürtellinie und nicht auf die feine englische Art. Aber man sieht nur korrekt gekleidete Mandatare und kein doofen Utensilien.
    Letztlich vergessen die österr. Abgeordneten, dass deren hohe Gage von uns Steuerzahlern bestritten wird. Dadurch kann sich ob deren proletenhaften Auftretens auch der steuerzahlende Bürger beleidigt fühlen. Ohne Gage können sie meinetwegen im Nachthemd auftreten, das manchen besonders gut stehen würde.

  17. terbuan
    02. Juni 2014 11:49

    O.T. Ein Vergleich, wie er schon öfter kam, die EU und der Untergang des Römischen Reiches, hier gut kommentiert:

    "Brot, Spiele und Lügen: Die EU taumelt in Richtung Untergang"

    Europa erlebt Zerfallserscheinungen, die an den Niedergang der Republik im Alten Rom erinnern. Die EU und die Nationalstaaten brechen Recht und Gesetz. Den Bürgern werden Brot und Spiele geboten. Rom ist an dieser Entwicklung zerbrochen. Die EU könnte, wenn sie die Demokratie weiter mit Füßen tritt, ein ähnliches Schicksal ereilen.......
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/02/brot-spiele-und-luegen-die-eu-taumelt-in-richtung-untergang/

    Wie und wo gibt es noch Hoffnung?

  18. Der Jurist
    02. Juni 2014 11:43

    Ja, ja, unsere Journalisten sind es nicht mehr gewohnt, zuzuhören. Daher fallen sie auf den Aktionismus hinein.

  19. A.K.
    02. Juni 2014 10:21

    "O.T. aber deshalb nicht weniger wichtig:
    Lesen Sie den Gastkommentor (31. Mai 2014) "Wir alle sind verantwortlich" von Dr. Alfons Adam!"

  20. Josef Maierhofer
    02. Juni 2014 10:17

    Die Auswüchse der Spaßgesellschaft.

    Spaß ist wichtig, nicht Inhalt. Effekt ist wichtig Inhalt kaum. Das Publikum hockt vor dem Fernseher und will 'action', 'der hat es ihm gegeben ...', die Publikumsabstimmungen gewinnen immer die mit den schrillsten und schrägsten 'Ideen', das TV heizt diesen Konsumrausch an, vor der Sendung durch Werbung, wo es genauso blöd abgeht, nach der Sendung ebenso und während der Sendung durch schrille Propaganda.

    Die meisten österreichischen Menschen können nicht mehr denken, immer mehr auch nicht einmal Deutsch verstehen und wählen die, die am meisten (meist negativ) auffallen nach Art 'Publikumsabstimmung', bzw. was der Iman sagt.

    Alles hat nichts mehr mit Sachfragen und Verantwortung zu tun.

    Oberflächliche Ordnungsrufe sind nur Kosmetik, es müssten neue fundierte Menschen in die Politik kommen und nicht die staatlich geförderten und mit Steuergeldern überschütteten Selbstbediener, die sind zu einem großen Teil eine Fehlanzeige, wie man ja sieht.

    Fundamente, wie direkte Demokratie und deren Vorbereitung und Zulassung, wie korrekte Information der Bevölkerung, wie fair besetzte politische Diskussionen wären aber ein wichtiges Gestaltungsmittel, hätten wir unabhängige Medien.

  21. Rosi
    02. Juni 2014 09:56

    Die Tafeln, und Enten und diversen Fahnen sind alle Ausdruck des Niveaus, das dort herrscht. Nicht nur können viele Leute in Österreich nicht sinnerfassend lesen - man kann anscheinend im Parlament auch nicht mehr sinnerfassend reden oder zuhören.

    Was das indische Parlament betrifft - soviel ich weiß - sind die untergeschlagenen Beine nicht nur im Parlament sondern auch sonst verpönt, weil es unhöflich ist, einem Menschen die Unterseite der Füße zuzuwenden.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  22. dssm
    02. Juni 2014 08:48

    Würde kann nur derjenige ausstrahlen, der auch Bildung, Erfahrung und Können mitbringt. Selbstsicherheit aufgrund eigener realwirtschaftlicher Leistung hat auch nichts mit dem neureichen Gehabe einer Nomenklatura zu tun.
    Daher würde auch ein privater Schneider für die Abgeordneten nicht viel ändern.

  23. terbuan
    02. Juni 2014 08:35

    Das Verhalten so mancher Abgeordneten dokumentiert ja nichts anderes als eine grobe Missachtung des "Hohen Hauses", sie sitzen ja in einem Boot mit den rot-grünen, gewalttätigen Antifa Krawall-Demonstranten.
    Sie haben weder Respekt vor dem Parlament noch vor friedlichen Demonstranten, die nicht ihre Meinung teilen, das gehört zur linksfaschistischen Ideologie!

  24. Politicus1
    02. Juni 2014 08:11

    Nach dem ersten Parlamentsauftritt des grünen Kapuzenpullovers teilte mir die Frau Präsidentin in Antwort auf meine Bemerkung, dass dies wohl nicht mit der sonst von ihr stets beobachteten Würde des Hohen Hauses vereinbar sei, mit, dass sie in den unterschiedlichen Bekleidungen der Abgeordneten auch die Vielfalt der von Abgeordneten Bevölkerungsschichten sehe.
    Dass sie rein rechtlich keine Möglichkeit zum Einschreiten habe, musste ich akzeptieren,
    Hingegen frage ich mich, wo sie dann die Grenzen der vertretenen Bekleidungen sieht.
    Ein Trachtenanzug oder ein Dirndl ja, ein Lifeball-Kostüm als Zeichen der vertretenen Lebenslüstlinge auch??
    Da bedarf es halt schon eines gewissen Grundkonsenses gepaart mit Fingerspitzengefühl und der Autorität einer Parlamentspräsidentin.

    Vor vielen Jahren - ich nehme an, das wird auch heute noch so sein - war ich erstaunt über die adrette Uniformierung der Saaldiener im Berner Bundeshaus. Ja, sagten mir die Schweizer Freunde, das gehöre sich doch zur Bedeutung des Parlaments ...

    Dann könnte Dr. Rasinger wenigstens einen grünen Abgeordneten von einem der Würde des Hauses entsprechend adjustierten Parlamentsbeamten unterscheiden ..

    • Politicus1
      02. Juni 2014 08:12

      sorry:
      " der von Abgeordneten VERTRETENEN Bevölkerungsschichten .."

    • Cotopaxi
      02. Juni 2014 08:17

      Noch vor wenigen Jahren wurden harmlose Besucher aus der Galerie verwiesen, wenn sie ein kurzärmeliges Hemd trugen, also ihre entblößten Unterarme zeigten.

    • Undine
      03. Juni 2014 09:25

      @Politicus1

      Darin ---und nicht nur darin!---zeigt sich die proletarische Herkunft der Frau Parlamentspräsidentin.

  25. Cotopaxi
    02. Juni 2014 07:30

    Ist es mit der Würde seines Amtes verbunden, wenn ein Landwirtschafts-, Lebens- oder Was-auch-immer-Minister seinem Drang, in sogenannten "sozialen" Netzwerken seine Markierungen zu hinterlassen, nicht widerstehen kann und dort ein ausländisches Staatsoberhaupt anpinkelt? Ist unser politisches Personal schon derartig versandelt? ;-)

    • brechstange
      02. Juni 2014 07:31

      Noch dazu einen, der Recht hat. ;-)

    • Cotopaxi
      02. Juni 2014 07:48

      @ brechstange

      Auch die heimischen Vertreter der EUdSSR sehen sich immer mehr in die Ecke gedrängt und fürchten um ihre Einkünfte und manche werden eben zu Angstbeissern. Es gilt die Unschuldsvermutung. ;-)

    • Nestor 1937
      02. Juni 2014 10:52

      Er war und ist eine peinliche Fehlbesetzung und angeblich in letzter Minute eine Notlösung des Spindeleggers (oder Erwin Prölls?).

    • brechstange
      02. Juni 2014 14:17

      Nestor37, cotopaxi

      Den Rupprechter gibt es an dieser Stelle, weil der ein absolut EU-Höriger ist.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      03. Juni 2014 11:02

      Nein, diesen Landwirtschaftsminister gibt es deshalb, weil sich Spindelegger von Tirols LH Platter diesen verhaltensoriginellen Ex-Ultralinken (?) auf´s Auge drücken ließ!!!

      Aber woher denn. Das war doch keine politische Nötigung...

  26. mischu
    02. Juni 2014 02:08

    Genau diejenigen, die am meisten von Respekt und Würde faseln, verwenden diese Begriffe lediglich für ihre linksideologische Zwangsbeglückung bzw. linksradikalen Gesellschaftsveränderungen. Wenn es jedoch um unsere Demokratie und deren Einrichtungen geht, dann steht oftmals sinnloser Aktionismus pur und Mißachtung sämtlicher Umgangsformen auf dem Programm, womit man in vielen Fällen von fehlenden substanziellen Beiträgen ablenkt.

    Und wenn sich schon die Parlamentschefs nicht durchringen können, wäre zumindest ein Machtwort von UHBP Fischer fällig. Das zählt zu seine Aufgaben und wäre endlich einmal eine PARTEIÜBERGREIFENDE, staatstragende Geste.

    • mischu
      02. Juni 2014 02:16

      Kleiner Nachtrag zur gestrigen "Im Zentrum"-Sendung:

      Frau Stephanie Merckens lieferte zum Thema "Toleranz" die besten Debattenbeiträge seit Langem.
      Sie wäre statt Frau Karmasin die richtige Ministerin für Familie und Jugend gewesen.
      Schade, daß die ÖVP bzw. Spindelegger hier die falsche Wahl getroffen haben.

  27. Schani
    02. Juni 2014 02:02

    Ich bin mit Rasinger zweimal zusammengetroffen, davon einmal zufällig. Was diesen Mann sicher überhaupt nicht auszeichnet, sind einigermassen gute Manieren. Zumindest soweit ich ihn beobachten konnte. Da gäbe es sicher Berufenere im Parlament.

    • Brigitte Imb
      02. Juni 2014 12:10

      Schlechte Manieren wären mir nicht aufgefallen, aber eine gewisse Abgehobenheit, die er auch seinen Kollegen entgegenbringt.





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