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FN 650: Volkswagen, die Sportler und die Sänger

Unglaublich: VW-Chef Winterkorn hat 13,2 Millionen Euro verdient. In Amerika verdienen Spitzenleute sogar noch mehr.

Da haben ja doch Gewerkschaften & Co mit ihrem Kampf gegen Spitzenverdiener recht. Oder? Nein, dieser Kampf ist verlogen. Recht hätten sie nur, wenn auch Gewerkschaftsbosse ein großes Unternehmen managen könnten. Recht hätten sie nur, wenn Unternehmen ihre Zentralen nicht in andere Länder verlegen könnten. Recht hätten sie nur, wenn genauso die Gehälter von Sängern und Spitzenportlern veröffentlicht würden. Die bewegen sich nämlich ebenfalls mit Spitzen im zweistelligen Raum, obwohl deren Bezieher nicht für Milliarden an Altersversorgung und eine sechsstellige Anzahl von Mitarbeitern verantwortlich sind. Alleine in Spanien haben überdies Fußballvereine Schulden in Milliardendimension, wovon die maroden Banken einen Großteil nie wiedersehen werden. Dazu kommt, dass Sportler in vielen Ländern – wie auch Österreich – steuerliche Privilegien haben. Diese Gehälter und diese Privilegien werden dennoch nie thematisiert. Weil sie nicht so einfach in Geschäftsberichten zu lesen sind. Und weil die Gewerkschaften in ihrem Masochismus nur die Firmenchefs als Klassenfeinde sehen, nicht jedoch Sänger hinter ihren Mikros und Kicker hinter ihrem Ball

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 08:13

    Sozialisten sehnen sich halt danach, daß alle nix verdienen, aber die Funktionäre selbst wohlerworbene Vorteile genießen, wie die Datscha am Land und "Bildungsreisen" in ferne Länder, zb nach Cuba an den Strand mit den lockerbilligen Mädchen, denen der Sozialismus eben nur die Brösel der Umverteilung läßt. Plus staatliche Luxuseinrichtungen jedweder Art zum Spottpreis exklusiv für die Bessergleichen.

    Alles in der untergehenden Sowjetunion selbst erlebt.
    Und bei uns tun sie's auch, sobald sie können.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 02:33

    "Und weil die Gewerkschaften in ihrem Masochismus nur die Firmenchefs als Klassenfeinde sehen, nicht jedoch Sänger hinter ihren Mikros und Kicker hinter ihrem Ball."

    Insbesondere wenn sie Sänger und Kicker auch noch für ihre Werbezwecke einspannen können, wie einige omnipräsente Staatskünstler und großzügig gesponserte Sport-Aushängeschilder.

    Für die an den Pranger gestellten, erfolgreichen Manager in der Privatwirtschaft werden unseren wackeren Klassenkampfgenossen sicher ein paar gesetzliche Ein- bzw. Untergriffe einfallen, um sie um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen, denn darauf verstehen sie sich immer noch am besten!

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 09:03

    Ich werde es wohl nie verstehen, daß ein Fußballer, der mit seinem Fuß einen Ball ins Tor schießt, daß ein "Sänger" oder eine "Sängerin", die mit begleitenden affenartigen Verrenkungen in ein Mikrofon plärren und somit ihre Erfolge der Zufuhr elektrischen Stroms zu verdanken haben, um das 10.000-fache mehr HONORIERT werden als etwa ein LANDARZT, der dank seiner langjährigen intensiven Ausbildung, seiner gesammelten Erfahrungen und seiner beruflichen Hingabe in der Nacht zu einem schweren Unfall gerufen, ein MENSCHENLEBEN RETTET!

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 20:39

    Nachdem ich selber einmal eine Etage unter der Position des Herrn Winterkorn logiert habe und entsprechend Gehalt, Bonuszahlungen und Chauffeur plus Wagen hatte, erlaube ich mir doch etwas zu widersprechen.
    Ein Manager der Automobilindustrie macht Umsätze aufgrund der Arbeit vor zwanzig (20) Jahren oder mehr. Ob in weiteren zwanzig Jahren die Zahlen so gut sind, also die Arbeit des aktuellen Vorstanden wirklich sein Geld wert ist, weiß man erst in (logischerweise) zwanzig Jahren.
    Ich halte daher diese Gehälter für unredlich! Denn diese Herrn, wie auch ich vor vielen Jahren, haften für rein gar nichts. Wenn es in einigen Jahren grosse Problem gibt, dann haften alle, nur nicht die Geschäftsführung.
    Wenn also ein selbstständiger(!!!) Sänger oder Sportler einen Megabetrag verdient, so ist dies fair, denn wenn diese Leute etwas falsch machen ist die Traumgage schnell Geschichte, bei Herrn Winterkorn und Konsorten sehe ich dies nicht so, mangels messbarer Konsequenzen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 09:17

    Als Neidoesi mit 60% Lohnnebenkosten (Eigenname) der mit einem Jahresausgleich vielleicht etwas zurueckbekommt) wünsche ich mir gleiches für die oben genannten Verdiener. Das erspart ihnen Gefängnis und bringt Geld für den Staat.
    Eine Finanztransfersteuer tut not!

  6. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2014 09:36

    Eins gleich vorweg: Ich bin auch dagegen dass manche zweifelsfrei tolle Spitzenleister in Wirtschaft, sowie Kunst und Sport ganz einfach sagenhaft hohe Gagen erhalten die kaum zu rechtfertigen sind.

    Da stimmen die Relationen auf gar keinen Fall mehr.

    Ich sage gewiss nicht dass diese erwähnten Top-Leistungsbringer nicht erstklassig bezahlt werden sollen. Es sollen aber bitte nicht "astronomische Gagen" sein die jenseits von jeder Relation sind.

    Gleichzeitig sage ich dass es wahrscheinlich keine einfache Möglichkeit gibt dieses für den "kleinen Mann von der Straße" unveständliche System abzustellen. Da müsste gewiss an vielen Stellrädchen gleichzeitig gedreht werden.

    Ab einem gewissen Punkt was Bekanntheit und Reputation betrifft haben Top-Künstler die Wahl auf Opernhäusern und Events in der ganzen Welt aufzutreten. Die Künstler (und vor allem ihre Agenten & Berater) können also die Opernhäuser gegeneinander ausspielen.

    Nur zur Aufheiterung:

    Es trifft sich jetzt bei uns in Österreich gleich bei zwei Unternehmen Kunst und Wirtschaft:

    Bei Austrian Airlines (im Privatbesitz der Lufthansa): Anna Netrebko ist Werberin:

    http://www.leadersnet.at/news/12421,anna-netrebko-und-matthias-mayer-werben-fuer-austrian-airlines.html

    Bei Volkswagen Österreich: Helene Fischer ist die Markenbotschafterin:

    http://www.leadersnet.at/news/12840,helene-fischer-ist-testimonial-fuer-vw-oesterreich.html

    Beide Sängerinnen sind mir persönlich außerordentlich sympathisch und qualitätsvoll noch dazu. Die Firmen AUA und VW werden schon wissen was sie tun .....

  7. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 14:54

    Es ist oft schwierig, die Grenze zu ziehen zwischen einer angemessenen Entlohnung von leitenden Angestellten, und Herr Winterkorn ist einer davon, und der unglaublich dreisten Ausbeutung von Unternehmen durch eher unfähige Leute. Dafür gibt es sehr krasse Beispiele.
    Herr Funke von der Hypovereinsbank ist da noch nicht einmal der Schlimmste, vielleicht aber Herr Bruckermann, der nach der Pleite der Hypo als Chef der Depfa mit 120 Millionen Abfindung untergetaucht sein soll.
    Man sollte auch die Kehrseite beachten.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 14:54

    Es ist oft schwierig, die Grenze zu ziehen zwischen einer angemessenen Entlohnung von leitenden Angestellten, und Herr Winterkorn ist einer davon, und der unglaublich dreisten Ausbeutung von Unternehmen durch eher unfähige Leute. Dafür gibt es sehr krasse Beispiele.
    Herr Funke von der Hypovereinsbank ist da noch nicht einmal der Schlimmste, vielleicht aber Herr Bruckermann, der nach der Pleite der Hypo als Chef der Depfa mit 120 Millionen Abfindung untergetaucht sein soll.
    Man sollte auch die Kehrseite beachten.


alle Kommentare

  1. Lilian (kein Partner)
  2. Revell (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:46

    At last some ratlnoaiity in our little debate.

  3. Ashutosh (kein Partner)
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  5. Reinhard Bimashofer (kein Partner)
    25. Juni 2014 13:14

    Was einer bekommt und einer wirklich verdient, das ist ein großer Unterschied. Diese Gage ist einer Verhöhnung der Welt. Ich sehe sie als unanständig, denn VW lebt keine gebotene soziale Verantwortung jenen Ländern wie Österreich gegenüber, denen sie hohe Anteile ihres Unternehmenserfolges verdanken.
    Ich habe deshalb die Initiative für ein Volkswagenwerk in Österreich gestartet. Bescheiden, aber ein Zeichen: http://initiative.volkswagenwerk.kaernten.bimashofer.eu

  6. Dr. Knölge (kein Partner)
    23. Juni 2014 14:54

    Es ist oft schwierig, die Grenze zu ziehen zwischen einer angemessenen Entlohnung von leitenden Angestellten, und Herr Winterkorn ist einer davon, und der unglaublich dreisten Ausbeutung von Unternehmen durch eher unfähige Leute. Dafür gibt es sehr krasse Beispiele.
    Herr Funke von der Hypovereinsbank ist da noch nicht einmal der Schlimmste, vielleicht aber Herr Bruckermann, der nach der Pleite der Hypo als Chef der Depfa mit 120 Millionen Abfindung untergetaucht sein soll.
    Man sollte auch die Kehrseite beachten.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      24. Juni 2014 15:11

      Herr Funke von der Hypovereinsbank...

      Ich bitte um Entschuldigung. Richtig ist: ...von der HRE (Hypo Real Estate)...

  7. Torres (kein Partner)
    23. Juni 2014 13:16

    Unterberger hat offenbar recht wenig Ahnung vom (Profi-)Sport. Wenn man nur (aus Aktualitätsgründen) Fußballer und Tennisspieler betrachtet: es gibt Millionen davon auf der ganzen Welt, und die überwiegende Mehrheit kommt mit dem Einkommen gerade einmal durch (oder nicht einmal). Wirklich viel verdient nur eine kleine Minderheit, jährlich Millionen kassieren nur einige Dutzend, und das nicht etwa als "Geschenk" sondern weil sie eben durch ihr außergewöhnliches Können so viele Zuschauer anziehen, TV-Übertragungen, Werbung usw. Das gilt übrigens ebenso für Künstler jeglicher Art. Überdies können die Sportler ihren Beruf nur etwa 10-15 Jahre ausüben, auf Spitzenniveau viellecht die Hälfte davon, müssen sich also in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Basis für den Rest des Lebens schaffen. Daher ist Unterbergers Kritik an den hohen Einkommen wohl nichts als kleinlicher Neidkomplex.

  8. Josef Maierhofer
    23. Juni 2014 10:46

    Es gehört zum linken 'guten Ton' sich Lakaien, Sklaven, etc. zu halten und dazu gehören nun mal 'Künstler' (aller Art), Spitzensportler reihe ich auch ein wie die Manager, die Spitzensportler geben ihr Leben und ihre Gesundheit für die Partei und die Manger geben es für die Firma, das ist der einzige Unterschied, die Künstler leben von der Partei und werden reich damit.

  9. Zraxl (kein Partner)
    23. Juni 2014 09:35

    "Volkswagen, die Sportler und die Sänger" das klingt so wie "Kraut, Rüben und die Zahnpasta".
    Volkswagen ist ein privates Unternehmen, das sein Geld damit verdient, dass Leute freiwillig einen VW kaufen.
    Sportler beziehen ihre hohen Gagen daher, dass u.a. staatliche Fernsehanstalten Übertragungsrechte kaufen. Diese staatlichen Fernsehanstalten leben großteils von dem Geld, das Menschen zwangsweise vom Staat abgepresst wird.
    Sänger leben von einem Inkassosystem, das in seiner phantasievollen Ausgestaltung und seiner Effizienz selbst die Schutzgelderpressung der Mafia müde aussehen lässt und das nur noch von den Finanzämtern übertroffen wird: Wer einen USB-Stick, eine Festplatte, einen Computer, ein Handy, einen Kopierer o.ä. kauft, zahlt dafür, dass sich der Herr Austropopscher einen "Ferrari durch´s Naserl ziehen kann".

  10. fewe (kein Partner)
    23. Juni 2014 09:03

    Der Wiedekind hatte einmal 100 Mio. Euro in einem Jahr verdient, das ist noch nicht so lange her. VW läuft ja gut und die Mitarbeiter sind dort alle bestens bezahlt. Sollen das Geld lieber die Aktionäre bekommen?

    Jemand, der vielleicht mit Sondervereinbarung nur 20% von 2 Mio. Euro monatlich zahlt ist für die Gesellschaft bedeutend wertvoller als jemand der 30% von 3000 Euro zahlt. Zudem ist Ersterer eher dafür verantwortlich, dass zigtausende Arbeitsplätze erhalten werden.

    Mir geht diese Seierei der ach so wertvollen KLeinverdiener auf die Nerven. Jeder hat schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit, alles zu machen. Bildung ist ja fast oder ganz kostenlos. Jetzt gibt es das und es ist wieder nicht genug. Jetzt wollen die Leute nicht nur die Bildung sondern auch über Vermögensbesteuerung etc. auch quasi die Erbschaften haben.

    Das STeuersystem ist sowieso diskriminierend. Wenn jemand mehr leistet, dann muss er noch mehr davon abgeben. Ich bin für eine einheitliche Steuer für alle. Das ist ja Sklaverei, dass der Staat einen Anteil am Erwerbseinkommen bekommt. Es gibt sowieso eine Umsatzsteuer und alle möglichen Abgaben. Da genügt eine Kopfsteuer, die für alle gleich hoch ist. Für das Licht auf der STraße und die Polizei. Alles andere wird sowieso separat bezahlt.

    In der Zeit von Kreisky wurden die Schulbücher kostenlos und alles war allen zugänglich. Die gemachten Schulden galten als Investition, die sich lohnt. Sie hat sich nicht gelohnt wie man sieht. Also einfach mit dem Geld auskommen, das da ist und nicht alles an Freundeskreise im Ausland verteilen.

    Künstler und Sportler zahlen genug Steuern, da braucht man sich keine Sorgen machen. Jedenfalls wenn sie in Österreich sind. In der Schweiz ist es günstiger. Dorthin wandern die sofort aus, wenn es sie hier zu teuer kommt. Genauso wie bald alle Wohlhabenderen sich aus der EU verabschieden werden, wenn die Hetze so weitergeht. Wir importieren die Dummen udn verscheuchen die Leistungsträger. Bravo.

  11. dssm
    22. Juni 2014 20:39

    Nachdem ich selber einmal eine Etage unter der Position des Herrn Winterkorn logiert habe und entsprechend Gehalt, Bonuszahlungen und Chauffeur plus Wagen hatte, erlaube ich mir doch etwas zu widersprechen.
    Ein Manager der Automobilindustrie macht Umsätze aufgrund der Arbeit vor zwanzig (20) Jahren oder mehr. Ob in weiteren zwanzig Jahren die Zahlen so gut sind, also die Arbeit des aktuellen Vorstanden wirklich sein Geld wert ist, weiß man erst in (logischerweise) zwanzig Jahren.
    Ich halte daher diese Gehälter für unredlich! Denn diese Herrn, wie auch ich vor vielen Jahren, haften für rein gar nichts. Wenn es in einigen Jahren grosse Problem gibt, dann haften alle, nur nicht die Geschäftsführung.
    Wenn also ein selbstständiger(!!!) Sänger oder Sportler einen Megabetrag verdient, so ist dies fair, denn wenn diese Leute etwas falsch machen ist die Traumgage schnell Geschichte, bei Herrn Winterkorn und Konsorten sehe ich dies nicht so, mangels messbarer Konsequenzen.

  12. mitzi
    22. Juni 2014 13:51

    Wir wissen ja, dass man in unserem Land gerne Menschen verfolgt hat. Das geht jetzt nicht. Also sucht man sich neue Opfer! Die Millionäre! Das kommt doch der ostösterreichischen Wadelbeisserei gut entgegen. Robespierre, St. Just und Engels lassen grüßen.

  13. Freak77
    22. Juni 2014 10:06

    Ein Top-Manager der aus meiner Sicht noch mehr als Martin Winterkorn Aufmerksamkeit verdient ist:

    Sergio Marchionne, der Chef von Fiat. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Sergio_Marchionne )

    Vor ein paar Jahren stand fast keine Autofirma derart mit dem Rücken zur Wand wie Fiat. Und der sowohl in Nordamerika wie auch Europa im Auftreten gewandte Marchionne hat Fiat aus dem Ärgsten herausgeführt.

    Einer der Nachteile von Fiat war & ist sicher dass der angestammte Heimatmarkt Italien halt äußerst wirtschafts- und finanzschwach ist. Und die typischen Kleinwagen für die Fiat berühmt wurde kann man jetzt von den Tschechen (Skoda), Rumänen (Dacia), Japanern oder Koreanern (Hyundai, Kia) auch in Italien schon billiger kaufen.

    Der Übernahmecoup von Chrysler ist eines der Husarenstücke von Sergio Marchionne. Man wird sehen wie es mit dieser Tochter weitergeht.

    Fiat ist im Vergleich mit anderen Autokonzernen noch immer ein relativ kleiner Player im Weltmaßstab. Wenn ich mir die neuen Fiat-Modelle (bzw. Lancia oder Alfa) ansehe habe ich das Gefühl dass sie was Design & Ausstattung betrifft jetzt besser mithalten können als vor der Marchionne-Ära.

    Ich bin der Meinung: Ohne Sergio Marchionne wäre Fiat heute wahrscheinlich schon längst von VW, Ford oder Toyota aufgekauft worden. Der charismatische, temperamentvolle und clevere Marchionne steuert aber Fiat wie ein guter Steuermann durch diese schwierige Zeit & diesen schwierigen Markt. Bei kaum einem Konzernlenker sieht man die persönliche Handschrift so deutlich wie bei Marchionne und man merkt was es ausmacht dass ein guter Steuermann auf der Brücke steht.

    Dass einem solchen CEO wie Sergio Marchionne eine Top-Gage zusteht ist keine Frage! Übrigens ist Marchionne heute in Italien eine der beliebtesten und geachtetsen Persönlichkeiten, ganz egal wie viel er verdient.

    • dssm
      22. Juni 2014 20:47

      Ufff! Da wäre die Antwort lange, nicht zuletzt aufgrund persönlicher Bekanntschaft.

      Der Herr Marchionne ist ein Meister auf der Klaviatur der Notenbanken. Dazu müssten Sie wissen warum heute ein Neuwagen billiger in der Leasingvariante ist als in der bar bezahlten Variante. Der Gute wurde noch vor kurzem als Herr Multipla verspottet, da er ein ganz anderes Projekt seiner Vorgänger(!) in der wohl schlechtesten Variante ins Feld schickte. Jedenfalls verkauft Fiat heute Autos die vor mehr als zehn Jahren Prototypen waren, wo das Personal vor zwanzig Jahren ausgesiebt wurde, wo die langfristigen Firmenregeln vor dreißig Jahren gemacht wurden, wo die Motorentwicklung vor zwanzig Jahren bestimmt wurde, da war unser 'Top-Manager' nur ein kleiner Mann.
      Daher EZB, diese Sprache versteht er blenden - zu unserem Leidwesen.

  14. Freak77
    22. Juni 2014 09:36

    Eins gleich vorweg: Ich bin auch dagegen dass manche zweifelsfrei tolle Spitzenleister in Wirtschaft, sowie Kunst und Sport ganz einfach sagenhaft hohe Gagen erhalten die kaum zu rechtfertigen sind.

    Da stimmen die Relationen auf gar keinen Fall mehr.

    Ich sage gewiss nicht dass diese erwähnten Top-Leistungsbringer nicht erstklassig bezahlt werden sollen. Es sollen aber bitte nicht "astronomische Gagen" sein die jenseits von jeder Relation sind.

    Gleichzeitig sage ich dass es wahrscheinlich keine einfache Möglichkeit gibt dieses für den "kleinen Mann von der Straße" unveständliche System abzustellen. Da müsste gewiss an vielen Stellrädchen gleichzeitig gedreht werden.

    Ab einem gewissen Punkt was Bekanntheit und Reputation betrifft haben Top-Künstler die Wahl auf Opernhäusern und Events in der ganzen Welt aufzutreten. Die Künstler (und vor allem ihre Agenten & Berater) können also die Opernhäuser gegeneinander ausspielen.

    Nur zur Aufheiterung:

    Es trifft sich jetzt bei uns in Österreich gleich bei zwei Unternehmen Kunst und Wirtschaft:

    Bei Austrian Airlines (im Privatbesitz der Lufthansa): Anna Netrebko ist Werberin:

    http://www.leadersnet.at/news/12421,anna-netrebko-und-matthias-mayer-werben-fuer-austrian-airlines.html

    Bei Volkswagen Österreich: Helene Fischer ist die Markenbotschafterin:

    http://www.leadersnet.at/news/12840,helene-fischer-ist-testimonial-fuer-vw-oesterreich.html

    Beide Sängerinnen sind mir persönlich außerordentlich sympathisch und qualitätsvoll noch dazu. Die Firmen AUA und VW werden schon wissen was sie tun .....

    • Normalsterblicher
      22. Juni 2014 23:26

      Ihr Dilemma ließe sich ganz leicht mit relativ bescheidenem Grundgehalt und einer erfolgsabhängigen Gehaltskomponente lösen, welche letztere allerdings zeitversetzt einsetzen sollte.

    • fewe (kein Partner)
      23. Juni 2014 09:27

      Ja, manche Künstler verdienen extrem viel. Aber das ist ja nicht geschenkt. Das ist das Geld aus Verkäufen. Wer sonst sollte das dann bekommen? Das verdienen die einfach und das gehört ihnen. Respektive der Anteil daran. In der Regel verdienen andere sogar noch mehr daran. Aber das bekommen ja dann die Aktionäre der Musikfirmen udn das wird längst nicht so kritisiert. Die werden dann als Glückspilze gefeiert, die eine gute Nase haben. Die Spekulantengewinne sind unmoralisch, Geld zu verdienen ist es nicht, finde ich.

  15. zweiblum
    22. Juni 2014 09:17

    Als Neidoesi mit 60% Lohnnebenkosten (Eigenname) der mit einem Jahresausgleich vielleicht etwas zurueckbekommt) wünsche ich mir gleiches für die oben genannten Verdiener. Das erspart ihnen Gefängnis und bringt Geld für den Staat.
    Eine Finanztransfersteuer tut not!

  16. Undine
    22. Juni 2014 09:03

    Ich werde es wohl nie verstehen, daß ein Fußballer, der mit seinem Fuß einen Ball ins Tor schießt, daß ein "Sänger" oder eine "Sängerin", die mit begleitenden affenartigen Verrenkungen in ein Mikrofon plärren und somit ihre Erfolge der Zufuhr elektrischen Stroms zu verdanken haben, um das 10.000-fache mehr HONORIERT werden als etwa ein LANDARZT, der dank seiner langjährigen intensiven Ausbildung, seiner gesammelten Erfahrungen und seiner beruflichen Hingabe in der Nacht zu einem schweren Unfall gerufen, ein MENSCHENLEBEN RETTET!

    • Rau
      22. Juni 2014 14:32

      Verstehen tu ich die Verkaufszahlen gegenwärtiger "Sänger" auch nicht. Vollends verständnislos stehe ich der Tatsache gegenüber, dass sich wirklich gute Musik gar nicht so gut verkauft. Beispielsweise eine Barbara Dennerlein ist bei weitem nicht soooo reich wie jede x - beliebige Rockgöre.

      Dennoch einen Landarzt mit dem Musikgeschäft oder den irren Summen die im Profifussball zirkulieren zu vergleichen heisst Äpfel mir Birnen vergleichen - macht aber nix, so entsteht schliesslich auch die Mär vom Gender Pay Gap ;)

    • fewe (kein Partner)
      23. Juni 2014 09:18

      Es gibt halt Leute, die es noch ein bisschen besser machen als es viele könnten. Das sind aber nur sehr wenige. Die bekommen extrem viel. Das ist überall so.

      Einfach auch in ein Mikrofon plärren. So einfach scheint es wohl nicht zu sein. Der Landarzt wird von denen, die ins Mikrofon plärren gut bezahlt. Der lebt davon, dass andere auch Geld verdienen. Der Landarzt könnte auch ein genialer Chirurg sein, wenn er es könnte. Menschenleben zu retten ist der Job von Ärzten und Krankenschwestern. Dafür bekommen die ihr Geld. Für was Anderes sind die - in ihrem Beruf - nicht da.

      Die Bauern sind noch wichtiger. Ohne Bauern hätte man nicht einmal die Zeit mehr, krank zu werden, weil man vorher verhungert.

    • usos (kein Partner)
      24. Juni 2014 13:43

      Dann sollte dieser Landarzt bei seiner Behandlung auch gleichzeitig noch singen, damit er für seine Angestelltinnen ein höheres Gehalt bezahlen kann.
      Oder er sollte auf seinem Gebiet einfach so gut sein, daß Leute aus Nah und Fern nur ihn aufsuchen, er internationales Renomee genießen kann aufgrund seiner sensationellen Behandlungsmethoden und nicht nur einer von vielen ist, die alle mehr oder weniger das gleiche machen.
      Dann wird er eben auch entsprechend seiner Leistung bezahlt, wie eben Spitzensportler oder herausragende Künstler. Andere werden eben von den Kassen gestützt und eben durch öffentliche Gelder.

  17. simplicissimus
    22. Juni 2014 08:13

    Sozialisten sehnen sich halt danach, daß alle nix verdienen, aber die Funktionäre selbst wohlerworbene Vorteile genießen, wie die Datscha am Land und "Bildungsreisen" in ferne Länder, zb nach Cuba an den Strand mit den lockerbilligen Mädchen, denen der Sozialismus eben nur die Brösel der Umverteilung läßt. Plus staatliche Luxuseinrichtungen jedweder Art zum Spottpreis exklusiv für die Bessergleichen.

    Alles in der untergehenden Sowjetunion selbst erlebt.
    Und bei uns tun sie's auch, sobald sie können.

  18. mischu
    22. Juni 2014 02:33

    "Und weil die Gewerkschaften in ihrem Masochismus nur die Firmenchefs als Klassenfeinde sehen, nicht jedoch Sänger hinter ihren Mikros und Kicker hinter ihrem Ball."

    Insbesondere wenn sie Sänger und Kicker auch noch für ihre Werbezwecke einspannen können, wie einige omnipräsente Staatskünstler und großzügig gesponserte Sport-Aushängeschilder.

    Für die an den Pranger gestellten, erfolgreichen Manager in der Privatwirtschaft werden unseren wackeren Klassenkampfgenossen sicher ein paar gesetzliche Ein- bzw. Untergriffe einfallen, um sie um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen, denn darauf verstehen sie sich immer noch am besten!





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