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Die Hochpensionen, die ÖBB und die Vertragsfreiheit

Die Koalition wird nun endgültig die Bezieher absurd hoher Pensionen – über 9000 Euro monatlich – zur Kasse bitten. Wunderbar? Nein, keineswegs.

Denn die Koalition greift damit erstmals in Privatverträge ein, die den Gesetzgeber bisher absolut nichts angegangen sind. Sie setzt damit einen argen Dammbruch – der leider in Österreich überhaupt nicht diskutiert wird. Man wird noch sehr genau schauen, wer im Parlament seine Hand dazu reicht, damit diese Koalition die Verfassung umgehen kann (die Grünen sind sicher dabei).

Zwar betrifft die Neuregelung öffentlich-rechtliche Institutionen wie etwa die Nationalbank, aber auch die Kammern, also Zwangsgeld, wo eigentlich privatrechtliche Verträge eine Form der Untreue darstellen. Zwar ist es besonders heiter, wenn sich – gerade in der Nationalbank – Sozialdemokraten bequem dieser Privatrechtlichkeit auf Kosten der Allgemeinheit bedient haben. Deren Partei wettert ja nach außen gegen alles Private.

Aber die Neuregelung bleibt ganz unabhängig von der Parteifarbe ein weiterer gefährlicher Einschnitt in das private Recht der Bürger. Wo sind die Grenzen? Niemand soll glauben, dass nach diesem Präzedenzfall die unersättliche Gier des Staates nach Geld für seine vielen sinnvollen und vielen unsinnigen Tätigkeiten nie wieder zuschlagen wird. Schon die nächste Geldnot wird dafür sorgen, dass sich dieser Staat weitere Objekte für den Eingriff in private Rechte sucht.

Dieser Staat ist nicht mehr rechtssicher. Daher ist es auch mehr als logisch, dass bereits hundert Privatstiftungen die Republik verlassen haben. Heimlich, still und leise. Sie geben ihr Geld nun meist anderswo aus. Rotgrün mit seinem Hass auf alles, das mehr als die Mindestrente bezieht, hat ja auch gegen die Stiftungen gehetzt. Es hat dabei wie meist die veröffentliche Meinung gewonnen. Und die einst angelockten Stiftungen ziehen wortlos ab. Sie kämpfen nicht um die Medien, sondern gehen einfach.

Jetzt sind also die Pensionen an der Reihe. Besonders schwierig ist die Zustimmung der ÖVP zu verstehen. Sie ist seit acht Jahren wieder in einer Koalition mit der SPÖ und hat seither schon viel Unsinnigkeiten, Steuererhöhungen und Ausgaben mitverantwortet. Dementsprechend haben sich die Staatsfinanzen in den letzten sechs Jahren katastrophal entwickelt.

Aber immerhin hat ÖVP-Chef Michael Spindelegger völlig zu Recht die Debatte verstärkt auf die Privilegien jener Beamten gerichtet, die bei Post, Telekom, ÖBB zum Teil nicht mehr gebraucht werden und die dennoch dort ihren Versetzungsschutz und ihre hohen Bezüge genießen. Und zum Teil ebenfalls auf privatrechtliche Verträge pochen. Obwohl sie fast durch die Bank im gewerkschaftlichen Schutz das wirkliche Arbeiten verlernt haben.

Aber dort ist Spindelegger auf das vehemente Nein der SPÖ und der Gewerkschaft gestoßen. Es bleibt daher völlig rätselhaft, warum der Finanzminister nicht den unverzichtbaren Link zwischen ÖBB&Co auf der einen Seite und den privatrechtlichen Pensionen auf der anderen ausgerufen hat. Wenn Österreich schon in den sauren Apfel eines Eingriffs in private Verträge beißt, dann bitte aber jedenfalls auch bei ÖBB, Post und Telekom! Aber dort sagt eben die SPÖ Njet.

Und jetzt wird halt nur noch nach den Pensionisten gegriffen. So einfach geht das in Österreich.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 14:59

    Laut Eigendefinition (in der “Krone” vom letzten Sonntag) ist Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter “…EIN GRÜNER SOZIALDEMOKRAT MIT EINEM CHRISTLICH-SOZIALEN WERTEFUNDAMENT, (….) DER IMMER RANGELN MUSSTE, UM AN DEN FUTTERTROG ZU KOMMEN”. Mit dieser klaren Positionierung werden der ÖVP künftig Wahltriumphe nicht mehr zu nehmen sein. (Christian Ortner-Blog)

    „Rangeleien“ werden bald nicht mehr erfolgversprechend sein, um Andrä vor dem Futtertrog zu bringen… Er wird sich auf massive Schlägereien einstellen müssen. :-)

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 13:51

    Rechtsstaat ist Österreich schon lange nicht mehr, wobei ich mir nicht sicher bin ob wir dies seit Ende der Monarchie je waren.
    Was soll also diese Kritik am ‚freien’ Vertragsrecht?
    Wie kamen solche Verträge denn zustande? Das ist doch glatter Amtsmissbrauch, denn alle diese Organisationen sollen doch so kosteneffizient wie möglich arbeiten? Warum hat da nicht schon lange der Strafrichter zugeschlagen? Wo war da der Rechnungshof? Wo waren da die Gewerkschaften (denn zahlen tun dies die normalen Arbeiter)? Wo war da die Opposition? Wo war da eine unabhängige Presse?

    Wir haben in der Schule noch gelernt, dass Verträge die gegen das Recht verstoßen automatisch ungültig sind. Wenn also eine staatsnahe Organisation ihre Macht missbraucht, so ist dies eindeutig gegen den Geist der Gesetzgebung, also sind diese Verträge sofort auszusetzen und die Täter sind gefälligst hinter Schloss und Riegel zu bringen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 15:56

    Wer sich noch erinnert: Kaum stand unter Schüssel die Gruppenbesteuerung, die auch ausländische Konzerne herlocken sollte, hat schon SP Sprecher Matznetter lauthals verkündet, dass die SPÖ, wenn sie wieder an die Regierung kommt, diese Vorteile wieder abschaffen werde. Schon war die Sache zu mindestens 50% entwertet. So "kämpft" die SPÖ für Österreichs Arbeitsplätze.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 13:00

    Die entsprechenden Klagen werden hoffentlich auf den Fuß folgen und es wird sich zeigen, ob diese bedenkliche Anlaßgesetzgebung der unseligen SPÖVP unter Schonung des roten Politbiotops ÖBB tatsächlich hält.

    Der Imageschaden ist sowieso schon eingetreten und wird auch noch den wirtschaftlichen unweigerlich mit harten Fakten wie Kapital- und Eliten-Abwanderung nach sich ziehen.

    Der Staatsbankrott läßt grüßen!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpc-think
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 14:09

    Die Partei hat's gegeben, die Partei hat's genommen,
    der Name der Partei sei gelobt.

    Eigentlich sollten die Bezieher überrissener Pensionen den Unterschiedsbetrag zur höchsten normalen ASVG-Pension zurückzahlen müssen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2014 12:48

    Es brennt der Hut und die Staatsfinanzen geraten aus dem Ruder!
    Nur, es wird von unseren Politikern geschönt aber Schritt für Schritt durchgezogen.

    Alles schon dagewesen, die Geschichte wiederholt sich:
    Als sich im Jahre 1931 die Creditanstalt für zahlungsunfähig erklärte, wurden im Zuge der Sanierung 2 Gesetze erlassen die neben einem Gläubigerverzicht (wie jetzt bei der HAA) auch Einschnitte bei den Einzelverträgen der Bankmitarbeiter beschlossen und durchgezogen:

    "....Noch im gleichen Jahr erteilte der Nationalrat mit dem Zweiten Creditanstalt-Gesetz der Bundesregierung die Vollmacht zur Übernahme der Haftung für die Schulden der Creditanstalt. Der Abgang von 150 Millionen Schilling im Budget wurde durch Sparmaßnahmen bei Beamtengehältern, der Einführung der Besoldungssteuer und Erhöhung der Kaffee- und Tabakzölle aufgebracht. Auch die Sozialdemokraten stimmten dieser Maßnahme zu. Die Rettung der Creditanstalt dürfte bis 1933 fast eine Milliarde Schilling gekostet haben...."

    Es wird garantiert nicht die letzte Maßnahme sein, die den Bürgern und Steuerzahlern noch bevorsteht, wenn man nur an die Haftungen im Rahmen des Euro-Rettungsschirmes denkt.
    Das alles sind Vorboten von bevorstehenden Staatskrisen, die ganz Europa erfassen werden. Die Aussichten sind denkbar schlecht!

  7. Ausgezeichneter KommentatorAshanyan
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 10:59

    Diese "Privatverträge" sind Vereinbarungen zwischen Gaunern wie die Beute verteilt werden soll.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAshanyan
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2014 10:59

    Diese "Privatverträge" sind Vereinbarungen zwischen Gaunern wie die Beute verteilt werden soll.


alle Kommentare

  1. Kaeden (kein Partner)
    18. Februar 2015 22:47

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  5. Ashanyan (kein Partner)
    13. Juni 2014 10:59

    Diese "Privatverträge" sind Vereinbarungen zwischen Gaunern wie die Beute verteilt werden soll.

  6. UKW (kein Partner)
    12. Juni 2014 23:08

    "die Koalition greift damit erstmals in Privatverträge ein, die den Gesetzgeber bisher absolut nichts angegangen sind"

    Super "Privatverträge"! Ein Staatsdiener schanzt dem anderen Staatsdiener eine fette Zusatzpension aus Steuergeldern zu, bzw. ein Kammer-Angestellter schanzt dem anderen Kammer-Angestellten eine fette Zusatzpension aus Zwangsbeiträgen zu, und das sind dann laut Meinung eines ehemaligen Chefredakteurs einer Staatszeitung "Privatverträge".

    Genauso wie die ganzen Inserenten die Wiener Zeitung so sehr lieben, dass sie nur dort inserieren und in keiner anderen Zeitung. Wegen der vielen Leser wegen.

    Als ob es das Selbe wäre, wenn einer sein Leben lang gespart hat, und ihm jetzt die Sozis (rote, schwarze und grüne Sozis) eine Teil-Enteignung seines Vermögens androhen oder ob jemand vom Staat monatlich unanständig hohe Pensionsleistungen kassiert.

  7. Paneuropa
    12. Juni 2014 17:40

    Der Rechtsstaat ist eine Illusion, die aufrecht zu erhalten notwendig ist, um ein Abgleiten in Anarchie und Chaos zu vermeiden.

  8. cmh (kein Partner)
    12. Juni 2014 13:53

    Österreich ist eine Räuberhöhle, sein Unrecht geht vom Neid aus.

  9. OMalley
    11. Juni 2014 21:03

    Brecht hatten einen lichten Moment als er meinte: Das Ausrauben einer Bank ist NICHTS im Vergleich zur Gründung einer Bank.

  10. Wolfgang Bauer
    11. Juni 2014 15:56

    Wer sich noch erinnert: Kaum stand unter Schüssel die Gruppenbesteuerung, die auch ausländische Konzerne herlocken sollte, hat schon SP Sprecher Matznetter lauthals verkündet, dass die SPÖ, wenn sie wieder an die Regierung kommt, diese Vorteile wieder abschaffen werde. Schon war die Sache zu mindestens 50% entwertet. So "kämpft" die SPÖ für Österreichs Arbeitsplätze.

  11. Schani
    11. Juni 2014 15:17

    Mit dem Eingriff in privatrechtliche Verträge hat die ÖVP schon lange kein Problem mehr. Skrupellos tut sie das, wenn es zu Gunsten ihres Klientels ist! Und von den anderen Parteien braucht man gar nicht erst zu reden.

  12. Erich Bauer
    11. Juni 2014 14:59

    Laut Eigendefinition (in der “Krone” vom letzten Sonntag) ist Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter “…EIN GRÜNER SOZIALDEMOKRAT MIT EINEM CHRISTLICH-SOZIALEN WERTEFUNDAMENT, (….) DER IMMER RANGELN MUSSTE, UM AN DEN FUTTERTROG ZU KOMMEN”. Mit dieser klaren Positionierung werden der ÖVP künftig Wahltriumphe nicht mehr zu nehmen sein. (Christian Ortner-Blog)

    „Rangeleien“ werden bald nicht mehr erfolgversprechend sein, um Andrä vor dem Futtertrog zu bringen… Er wird sich auf massive Schlägereien einstellen müssen. :-)

    • Nestor 1937
      11. Juni 2014 16:23

      Eine glatte Fehlbesetzung des Spindeleggers (oder Erwin Prölls?)

  13. Erich Bauer
    11. Juni 2014 14:58

    Laut Eigendefinition (in der “Krone” vom letzten Sonntag) ist Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter “…EIN GRÜNER SOZIALDEMOKRAT MIT EINEM CHRISTLICH-SOZIALEN WERTEFUNDAMENT, (….) DER IMMER RANGELN MUSSTE, UM AN DEN FUTTERTROG ZU KOMMEN”. Mit dieser klaren Positionierung werden der ÖVP künftig Wahltriumphe nicht mehr zu nehmen sein. (Christian Ortner-Blog)

    „Rangeleien“ werden bald nicht mehr erfolgversprechend sein, um Andrä vor dem Futtertrog zu bringen… Er wird sich auf massive Schlägereien einstellen müssen. Laut Eigendefinition (in der “Krone” vom letzten Sonntag) ist Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter “…EIN GRÜNER SOZIALDEMOKRAT MIT EINEM CHRISTLICH-SOZIALEN WERTEFUNDAMENT, (….) DER IMMER RANGELN MUSSTE, UM AN DEN FUTTERTROG ZU KOMMEN”. Mit dieser klaren Positionierung werden der ÖVP künftig Wahltriumphe nicht mehr zu nehmen sein. (Christian Ortner-Blog)

    „Rangeleien“ werden bald nicht mehr erfolgversprechend sein, um Andrä vor dem Futtertrog zu bringen… Er wird sich auf massive Schlägereien einstellen müssen. :-)

  14. pc-think
    11. Juni 2014 14:09

    Die Partei hat's gegeben, die Partei hat's genommen,
    der Name der Partei sei gelobt.

    Eigentlich sollten die Bezieher überrissener Pensionen den Unterschiedsbetrag zur höchsten normalen ASVG-Pension zurückzahlen müssen.

  15. dssm
    11. Juni 2014 13:51

    Rechtsstaat ist Österreich schon lange nicht mehr, wobei ich mir nicht sicher bin ob wir dies seit Ende der Monarchie je waren.
    Was soll also diese Kritik am ‚freien’ Vertragsrecht?
    Wie kamen solche Verträge denn zustande? Das ist doch glatter Amtsmissbrauch, denn alle diese Organisationen sollen doch so kosteneffizient wie möglich arbeiten? Warum hat da nicht schon lange der Strafrichter zugeschlagen? Wo war da der Rechnungshof? Wo waren da die Gewerkschaften (denn zahlen tun dies die normalen Arbeiter)? Wo war da die Opposition? Wo war da eine unabhängige Presse?

    Wir haben in der Schule noch gelernt, dass Verträge die gegen das Recht verstoßen automatisch ungültig sind. Wenn also eine staatsnahe Organisation ihre Macht missbraucht, so ist dies eindeutig gegen den Geist der Gesetzgebung, also sind diese Verträge sofort auszusetzen und die Täter sind gefälligst hinter Schloss und Riegel zu bringen!

    • Normalsterblicher
      11. Juni 2014 20:42

      Sehr richtig!

      Aber gegen die Managergehälter in der Privatwirtschaft wettern, die sicherlich auch deshalb astronomische Größenordnungen erreichen, um bei der Rekrutierung nicht den geschützten Systembereichen das ganze Feld überlassen zu müssen.

  16. Politicus1
    11. Juni 2014 13:14

    Es ist wie bei der Steuerdebatte. Man kann sich nicht einzelne Segmente herausgreifen, um zu beurteilen, wie gerecht oder ungerecht ein ganzes Steuersystem ist.
    Der Pensionsvertrag oder -anspruch ist Teil der gesamten Entlohnung.
    Z.B. bei den "privilegierten" Beamten:
    welcher Techniker dachte daran, in den 60er oder 70er Jahren zum Bund oder zur Gemeinde mit den vergleichsweise mikrigen Gehältern zu gehen.
    Manche nahmen es halt in Kauf, dass sie zwar weniger verdienen, aber dafür eine Pension garantiert haben werden, die es ihnen erlaubt, auch in der Rente einen höheren Standard leben zu können.

    Denkt jetzt auch jemand daran, diesen privilegierten Pensionisten eine Nachzahlung für ihre damals zu niederen Gehälter zu zahlen?

    Eine Limitierung von Gehältern und Pensionen in privaten Unternehmen ist unfassbar, und kann nur aus kommunistischer Ideologie kommen.
    Was kommt als nächstes?
    Eine Höchstpreisgrenze für Rolexuhren, für Maserattis, für Villen am Wörthersee ??

    • dssm
      11. Juni 2014 13:58

      In einem Rechtsstaat sollte die Vertragsfreiheit gelten. Aber auch die Effizienz und Gerechtigkeit bei den Steuern!
      Jede zeitliche Verschiebung des Einkommens ist (in unserem Steuersystem) ungerecht, da damit die progressive Besteuerung der Entlohnung umgangen wird. Und das Wort ‚ungerecht’ meint einen in Zahlen greifbaren Betrag.

      Aber wie immer, jeder staatliche Eingriff (hier Steuersystem), zieht weitere staatliche Eingriffe (oder soll man sagen Missgriffe) nach sich.

    • Papalima
      11. Juni 2014 22:32

      Stimmt leider nur zum Teil. Da - etwa seit der Zeit der Regierung Kreisky 2 - die in der Monarchie tatsächlich kargen Einkommen der Beamten stark angehoben wurden, findet eine Umverteilung vom produzierenden Teil der Bevölkerung zum verwaltenden, grundsätzlich unproduktiven Teil statt. Somit entstand immer weniger Mehrwert, sodaß zunächst auf Kosten der Substanz, dann durch Schulden der hypertrophe Verwaltungsapparat erhalten wurde. Die Problemlösung obläge den gewählten Politikern, deren Kompetenz überlasse ich Ihrer Beurteilung.

  17. mischu
    11. Juni 2014 13:00

    Die entsprechenden Klagen werden hoffentlich auf den Fuß folgen und es wird sich zeigen, ob diese bedenkliche Anlaßgesetzgebung der unseligen SPÖVP unter Schonung des roten Politbiotops ÖBB tatsächlich hält.

    Der Imageschaden ist sowieso schon eingetreten und wird auch noch den wirtschaftlichen unweigerlich mit harten Fakten wie Kapital- und Eliten-Abwanderung nach sich ziehen.

    Der Staatsbankrott läßt grüßen!

  18. terbuan
    11. Juni 2014 12:48

    Es brennt der Hut und die Staatsfinanzen geraten aus dem Ruder!
    Nur, es wird von unseren Politikern geschönt aber Schritt für Schritt durchgezogen.

    Alles schon dagewesen, die Geschichte wiederholt sich:
    Als sich im Jahre 1931 die Creditanstalt für zahlungsunfähig erklärte, wurden im Zuge der Sanierung 2 Gesetze erlassen die neben einem Gläubigerverzicht (wie jetzt bei der HAA) auch Einschnitte bei den Einzelverträgen der Bankmitarbeiter beschlossen und durchgezogen:

    "....Noch im gleichen Jahr erteilte der Nationalrat mit dem Zweiten Creditanstalt-Gesetz der Bundesregierung die Vollmacht zur Übernahme der Haftung für die Schulden der Creditanstalt. Der Abgang von 150 Millionen Schilling im Budget wurde durch Sparmaßnahmen bei Beamtengehältern, der Einführung der Besoldungssteuer und Erhöhung der Kaffee- und Tabakzölle aufgebracht. Auch die Sozialdemokraten stimmten dieser Maßnahme zu. Die Rettung der Creditanstalt dürfte bis 1933 fast eine Milliarde Schilling gekostet haben...."

    Es wird garantiert nicht die letzte Maßnahme sein, die den Bürgern und Steuerzahlern noch bevorsteht, wenn man nur an die Haftungen im Rahmen des Euro-Rettungsschirmes denkt.
    Das alles sind Vorboten von bevorstehenden Staatskrisen, die ganz Europa erfassen werden. Die Aussichten sind denkbar schlecht!

    • dssm
      11. Juni 2014 14:06

      Thema Bankmitarbeiter.
      Es wäre erfreulich wenn die Mitarbeiter der HAA auch einen ‚Beitrag’ leisten! Hier war nicht nur ein unfähiges (oder gar politisch böswilliges) Management am Ruder, die hatten willige Helfer auf allen Ebenen! Niemand muss einen dubiosen Kredit vergeben! Niemand muss eine dubiose Bewertung abgeben! Niemand muss kranken Vorgaben des Vorstandes folgen! Selber denken tut nicht weh, wobei ja alle Mitarbeiter formal gut für den Job gebildet waren.

      Jeder Mitarbeiter hätte jeden Tag sagen können: Nicht mit mir! Sie haben aber lieber gute Gehälter erhalten, daher sollten sie jetzt auch haften! Egal ob sie zu dumm waren, denn dann waren sie überbezahlt oder weil sie faul waren oder weil sie wissentlich, sprich bösartig, mitgemacht haben.

    • terbuan
      11. Juni 2014 14:53

      @dssm

      Ich kenne persönlich ehemalige Bankmitarbeiter welche die Firma verlassen hatten, weil sie die unseriösen Praktiken der Geschäftsleitung nicht mehr mittragen wollten, leider sind das nur Ausnahmefälle!

    • FranzAnton
      11. Juni 2014 19:51

      @ dssm: ******* Goldrichtig! sehe ich ganz genau so!





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