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Warum der Verbund nach der Reihe Kraftwerke sperrt

Lesezeit: 2:00

Die gigantische Zwangs-Förderung von „alternativen Energiequellen“ kostet die Konsumenten nun – auch – durch schwere Verluste der Stromgesellschaften gewaltige Summen. Schon weit mehr, als die ganze Hypo kostet. Die Ursachen der Malaise gehen tief.

Umweltschonende und zum Teil brandneue Kraftwerke der Verbund-Gesellschaft sind nun zugesperrt worden. Da diese Gesellschaft (durch ein Verfassungsgesetz, dessen Änderung von der SPÖ seit Jahr und Tag verhindert wird) mehrheitlich den Österreichern gehört, sind auch diese um gewaltige Summen ärmer geworden.

Der Hauptschuldige ist Deutschland. Dort werden Windmühlen und Sonnenpaneele auf Kosten der Strombezieher so heftig gefördert, dass die Wind-und-Sonnen-Lücken füllenden Stromerzeuger nur noch Defizite produzieren können. Und daher nun nach der Reihe schließen.

Die Forcierung der „Alternativen“ zahlen die Konsumenten (neben ihren Verlusten als Miteigentümer vom Stromfirmen) doppelt: Erstens durch die Verdopplung ihrer Stromrechnung (vor allem in Deutschland; Österreich ist im Vergleich dazu ausnahmsweise geradezu harmlos); und zweitens durch das vor allem in Winterzeiten rapide wachsende Risiko eines europaweiten Strom-Blackouts. Wenn mehrere Tage – vor allem bei dicken Nebellagen – weder die Sonne scheint noch Wind geht, wird Europas Stromversorgung zusammenbrechen. Nicht nur in Deutschland.

Hinter der deutschen Politik kann man konkret die Ursachen nennen: Das ist zum einen der massive Widerstand vieler Gemeinden gegen den Bau von Stromleitungen, die Energie vom windreichen Norden nach Süden transportieren würden, die also wenigstens einen gewissen Ausgleich herstellen würden. Das ist zum anderen die in Deutschland besonders hysterische Reaktion, als ein Tsunami in Japan ein AKW kaputt gemacht hat. Während sich im ostasiatischen Inselstaat längst wieder die Notwendigkeit von Atomstrom durchgesetzt hat, setzt Deutschland ganz auf Windmühlen und Solarkraftwerke.

Auf Kosten vieler Stromgesellschaften; auf Kosten der Konsumenten; und auf Kosten der Versorgungssicherheit ganz Europas.

In Österreich müssen auch etliche Bundesländer ihre modernen Kraftwerke schließen. Sie können es nur dann nicht, wenn zugleich mit dem Strom auch Fernwärme erzeugt wird, also wenn sie die einst sehr gelobten Kraftwärme-Kupplungen haben. Die Fernheizsysteme Wiens kann man ja nicht ebenfalls sperren. Mit der besonders absurden Folge, dass nun auch diese Krwaftwärme-Kupplungen durch ein heimlich still und leise durchgepeitschtes Bundesgesetz im laufenden Betrieb gefördert werden. Womit hierzulande noch einmal die Menschen zu Schaden kommen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 09:36

    Sozialismus hat nie funktioniert und es steht daher zu erwarten, daß sich daran in Zukunft nicht viel ändern wird.
    Der zentralplanerische Angriff auf die Energiewirtschaft wirkt jedenfalls hervorragend, von einem ‚Markt’ kann nicht mehr gesprochen werden, daher gibt es keinen Preis, die Folge davon ist eine endlose Resourcenverschwendung.
    Fast möchte man lachen, die Grünen wollen nachhaltig wirtschaften und dann dieses Desaster; ob man den CO2 Fußabdruck der stillgelegten Anlagen auch mitrechnet?

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 01:15

    Wichtig wäre in erster Linie ein fairer Wettbewerb und das würde auch bedeuten, weg mit den Milliarden an staatlichen Förderungen, für die dann der Steuerzahler herhalten muß und über den Strompreis oftmals auch noch doppelt belastet wird.

    Denn wem kommen in erster Linie diese horrenden Förderungen zugute?
    Großen Konzernen oder womöglich irgendwelchen Pleitiers, wie in Deutschland geschehen, die kassierten und sich danach in die Insolvenz verabschiedeten.

    Bezeichnend auch, daß sich der Raiffeisen-Riese aus der Ökoenergie zurückzieht, weil in Österreich die staatlichen Subventionen nicht mehr so reichlich fließen wie zuvor.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/3803463/Raiffeisen-zieht-sich-aus-Okoenergie-zuruck

  3. Ausgezeichneter KommentatorÖkonomie-Vergelter
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 00:53

    Förderung für Alternativstrom, insb Photovoltaik, sollte es nur geben, wenn die Alternativlieferanten ihren selbst erzeugten Strom mindestens 24 Stunden selber zwischenspeichern können - würde ich meinen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 23:26

    Der Segen kommt eben aus dem Nutzen nachhaltiger Energiequellen! Die Wind-, Wasser- und Sonnenenergie kann die pöhsen fossilen Energieträger und die noch viel pöhsere Kernkraft ersetzen.
    Letztere ist ja - wie man seit dem energischen Einschreiten der IM Erika im benachbarten Buntland weiß – vor Allem in der Norddeutschen Tifebene aber auch in bayern durch Tsunamis höchstgradig gefährdet.

    Da muss man schon ein paar Kraftwerke still legen!
    Die „Energiewende“ muss dann den Menschen zum Vorteil der Umwelt und vor allem des „Klimas“ schon was wert sein.
    Ja, ja!

    Im „Scientific American“ (http://www.scientificamerican.com/article/a-path-to-sustainable-energy-by-2030/ ) erfährt der blöde Ami neben dem noch blöderen Ökobolschi-Ösi und dem nicht minder vertrottelten Nachhaltigkeits-Buntland-Piefke daß das locker WELTWEIT machbar ist!

    Und zwar vom nächsten Ersten ab – pardon – von 2030 ab. Man muss dafür nur WELTWEIT aus dem Boden stampfen:

    490.000 1 MW Gezeitenkraftwerke
    5.350 100 MW Geothermie-Kraftwerke
    900 1.300 MW Wasserkraftwerke
    3.800.000 5 MW Windräder
    720.000 0,75 MW Meereswellen-Konverter
    1.700.000. 000 0,003 MW Dach-Photovoltaik-Systeme
    49.000 300 MW Hochtemperatur-Sonnenenergie-Kraftwerke
    40.000 300 MW Photovoltaik-Kraftwerke

    Schön! Was das Arbeitsplätze schafft! Und die Umwegrentabilität dieser Investition (die zwar noch keines Sterblichen Auge je erblickt hat, aber bitte) wird ganz toll sein! Großes marxistisches Ehrenwort!

    Die Wissenschaftler – zweifellos von der Sorte, die genau weiß, daß am 23. August des Jahres 3428 (ob nach Christi, der Hedschra oder nach Atland ist noch nicht sooo genau gesagt) die Erde ein Wüstenplanet sein wird, die aber an der Vorhersage des Wetters von Übermorgen scheitern – sind da ganz auf der Linie des GRÖFAZ.
    Der träumte auch von einer gewaltigen Luftwaffe. Aufzubauen auch in 15 Jahren.
    Diese hätte allerdings die gesamte Weltprodukten an Flugbenzin gebraucht, die bekanntermaßen uns nicht sooo ganz zur Verfügung stand.

    Wieso gibt es da eine Parallele?

    Nun ja. Alleine die Produktion der Photovoltaik-Paneele braucht je nach Technik etwa
    90.000 Tonnen Gallium und 500.000 Tonnen Indium
    oder
    800.000 Tonnen Tellur
    oder
    17.000 Tonnen Ruthenium

    Blöderweise sieht die Weltproduktion so aus:
    Gallium 100 Tonnen
    Indium 600 Tonnen
    Tellur 450 Tonnen
    Ruthenium 40 Tonnen

    Bei den Windrädern schaut es nicht besser aus, denn deren Erregermagneten benötigen etwa 3.000.000 Tonnen Neodym

    Bei einer Jahresproduktion von 18.000 Tonnen.

    Man sieht also: Die „Energiewende“ ist eine Sache des Glaubens und wie bei jeder Ideologie heißt es eben: „Wenn Ideologie und Realität nicht übereinstimmen, Pech für die Realität!“

    Sagte ich schon, daß so ein Sozi (egal ob rot, schwarz oder grün) blöd ist wie ein Vieh?
    Aber es gibt Leute –die ohne Denken auskommen – deren Idole sind derlei Lichtgestalten, die ihnen eine schöne neue Welt vorgaukeln.

    "Was heißt vorgaukeln?! Die können das ja sogar wissenschaftlich begründen! Es geht!"

    Allein: Die Mohren bleiben Mohren trotz aller Professoren.
    Die Realität ist kalt wie eine Hundeschnauze.

    Der Weg zu Prosperität und Wohlstand führt NUR über bezahlbare Energie. Ob das die Sozis aller Schattierungen nochmal kapieren?

    Bis die Kernfusion funktioniert brauchen wir herkömmliche Kernkraft, Forschung am Hochtemperaturreaktor, Ausbau der Wasserkraft und – wo möglich – der Geothermie und die Energie aus fossilen Energieträgern, die durch Wind und Wellen aber nicht ersetzt werden können.

    Die „Energiewende“ ist jedenfalls eine Sackgasse. Wie bei allen Markteingriffen von Sozis eine sehr teure.

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 10:12

    Die Qualitäten des Verbund-Chefs Anzengruber habe ich schon - wenn auch indirekt - im Rahmen seiner privatwirtschaftlichen Aktivität beim Kranhersteller Palfinger kennengelernt.

    Ein guter Mann, der seine Qualitäten auch im Rahmen der Zwänge des halbstaatlichen Verbundes für sein Unternehmen bestmöglich einzusetzen weiß!

    Dass die Eigentümer-Struktur des Verbundes und der Geldhunger der jeweiligen Polit-Würdenträger bekannt ist, sind den privatwirtschaftlichen Intentionen des Herrn Anzengruber halt gewisse Grenzen gesetzt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2014 09:57

    Eigentlich ist es völlig klar, wenn sich immer mehr Private und Firmen ihren Strom
    selbst erzeugen (in Deutschland bereits geschätzte 10%) dann müssen auch Kraftwerke stillgelegt werden und der Preis für die Nicht-Selbstversorger muss steigen, oder liege ich da als Laie völlig falsch?
    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126667851/Eigenversorger-treiben-Strompreis-in-neue-Hoehen.html

  7. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    2x Ausgezeichneter Kommentar

alle Kommentare

  1. Susanna (kein Partner)
    16. Mai 2014 18:22

    Vielleicht wird man sie eines Tages wieder aufsperren: Wenn ich mich nicht irre, wird soeben ein Verfahren entwickelt, wie man aus Strom eine Art Flüssiggas herstellen und dieses dann speichern kann. Finde ich genial.

  2. Sensenmann
    15. Mai 2014 23:26

    Der Segen kommt eben aus dem Nutzen nachhaltiger Energiequellen! Die Wind-, Wasser- und Sonnenenergie kann die pöhsen fossilen Energieträger und die noch viel pöhsere Kernkraft ersetzen.
    Letztere ist ja - wie man seit dem energischen Einschreiten der IM Erika im benachbarten Buntland weiß – vor Allem in der Norddeutschen Tifebene aber auch in bayern durch Tsunamis höchstgradig gefährdet.

    Da muss man schon ein paar Kraftwerke still legen!
    Die „Energiewende“ muss dann den Menschen zum Vorteil der Umwelt und vor allem des „Klimas“ schon was wert sein.
    Ja, ja!

    Im „Scientific American“ (http://www.scientificamerican.com/article/a-path-to-sustainable-energy-by-2030/ ) erfährt der blöde Ami neben dem noch blöderen Ökobolschi-Ösi und dem nicht minder vertrottelten Nachhaltigkeits-Buntland-Piefke daß das locker WELTWEIT machbar ist!

    Und zwar vom nächsten Ersten ab – pardon – von 2030 ab. Man muss dafür nur WELTWEIT aus dem Boden stampfen:

    490.000 1 MW Gezeitenkraftwerke
    5.350 100 MW Geothermie-Kraftwerke
    900 1.300 MW Wasserkraftwerke
    3.800.000 5 MW Windräder
    720.000 0,75 MW Meereswellen-Konverter
    1.700.000. 000 0,003 MW Dach-Photovoltaik-Systeme
    49.000 300 MW Hochtemperatur-Sonnenenergie-Kraftwerke
    40.000 300 MW Photovoltaik-Kraftwerke

    Schön! Was das Arbeitsplätze schafft! Und die Umwegrentabilität dieser Investition (die zwar noch keines Sterblichen Auge je erblickt hat, aber bitte) wird ganz toll sein! Großes marxistisches Ehrenwort!

    Die Wissenschaftler – zweifellos von der Sorte, die genau weiß, daß am 23. August des Jahres 3428 (ob nach Christi, der Hedschra oder nach Atland ist noch nicht sooo genau gesagt) die Erde ein Wüstenplanet sein wird, die aber an der Vorhersage des Wetters von Übermorgen scheitern – sind da ganz auf der Linie des GRÖFAZ.
    Der träumte auch von einer gewaltigen Luftwaffe. Aufzubauen auch in 15 Jahren.
    Diese hätte allerdings die gesamte Weltprodukten an Flugbenzin gebraucht, die bekanntermaßen uns nicht sooo ganz zur Verfügung stand.

    Wieso gibt es da eine Parallele?

    Nun ja. Alleine die Produktion der Photovoltaik-Paneele braucht je nach Technik etwa
    90.000 Tonnen Gallium und 500.000 Tonnen Indium
    oder
    800.000 Tonnen Tellur
    oder
    17.000 Tonnen Ruthenium

    Blöderweise sieht die Weltproduktion so aus:
    Gallium 100 Tonnen
    Indium 600 Tonnen
    Tellur 450 Tonnen
    Ruthenium 40 Tonnen

    Bei den Windrädern schaut es nicht besser aus, denn deren Erregermagneten benötigen etwa 3.000.000 Tonnen Neodym

    Bei einer Jahresproduktion von 18.000 Tonnen.

    Man sieht also: Die „Energiewende“ ist eine Sache des Glaubens und wie bei jeder Ideologie heißt es eben: „Wenn Ideologie und Realität nicht übereinstimmen, Pech für die Realität!“

    Sagte ich schon, daß so ein Sozi (egal ob rot, schwarz oder grün) blöd ist wie ein Vieh?
    Aber es gibt Leute –die ohne Denken auskommen – deren Idole sind derlei Lichtgestalten, die ihnen eine schöne neue Welt vorgaukeln.

    "Was heißt vorgaukeln?! Die können das ja sogar wissenschaftlich begründen! Es geht!"

    Allein: Die Mohren bleiben Mohren trotz aller Professoren.
    Die Realität ist kalt wie eine Hundeschnauze.

    Der Weg zu Prosperität und Wohlstand führt NUR über bezahlbare Energie. Ob das die Sozis aller Schattierungen nochmal kapieren?

    Bis die Kernfusion funktioniert brauchen wir herkömmliche Kernkraft, Forschung am Hochtemperaturreaktor, Ausbau der Wasserkraft und – wo möglich – der Geothermie und die Energie aus fossilen Energieträgern, die durch Wind und Wellen aber nicht ersetzt werden können.

    Die „Energiewende“ ist jedenfalls eine Sackgasse. Wie bei allen Markteingriffen von Sozis eine sehr teure.

    • Milchmädchen-Mann
      16. Mai 2014 09:53

      Windräder, Meereswellen-Konverter, Dach-Photovoltaik-Systeme, Hochtemperatur-Sonnenenergie-Kraftwerke und Photovoltaik-Kraftwerke klingen jetzt doch alle ziemlich wetterabhängig. Wenn man die in dem Umfang baut braucht man daneben gut steuerbare Kraftwerktypen, die man bei schlechtem Wetter zuschaltet oder Speichermöglichkeiten.

      Gezeitenkraftwerke dürften relativ berechenbar sein, liefern aber trotzdem zyklisch einen anderen Output und sind nicht wirklich gut steuerbar.

      Geothermie sind wohl recht stabil im Output und vermutlich richtig konstruiert auch gut steuerbar, wenn man bei gutem Wetter die Turbine einfach nicht laufen lässt. Aber warum sollte man das Kraftwerk nicht mit voller Kapazität nutzen, wenn man es schon hat? Und dafür ein paar Solarpaneele weniger bauen?

      Wasserkraftwerke sind überhaupt wunderbar steuerbar, weil ich einfach bei schönem Wetter die Schleusen dicht machen und mir die Wassermassen für das schlechte Wetter aufheben kann. Mit Pumpspeicher-Wasserkraft kann ich sogar tatsächlich Energie aus den Schönwetterperioden für schlechte Zeiten aufheben.
      Davon braucht man dann aber halt eine große Menge und der flächendeckende Verbau von Flüssen und Bergseen muss halt auch erst von Greenpeace genehmigt werden.

      Könnte bis 2030 knapp werden.

    • carambolage (kein Partner)
      16. Mai 2014 11:11

      Hut ab, wirklich ein guter Kommentar.
      Da sieht man wieder, wenn die Wenigen mit Köpfchen und techn./wirtschaftlichen Verständnis etwas analysieren, dass die Dinge ganz anders aussehen, als uns von bloßen Gefühlsmenschen aufgepfropft werden.
      Ein Report darüber, beim ORF oder den nicht weniger dämlichen Medien, wird man kaum finden. Da geht es hauptsächlich um den Mumpitz Wurst und Lifeball.

    • Milchmädchen-Mann
      16. Mai 2014 18:25

      @ melchisedek jun:

      Polemik ist ein schlechter Ersatz für Argumente.
      Sensenmann hat nirgendwo geschrieben, dass es technisch ausgeschlossen ist komplett auf alternative Energien umzusteigen. Er hat aber völlig recht mit der Aussage, dass eine Komplettumstellung bis 2030 völlig unrealistisch ist.

      Woran Ihre Aussagen halt auch nichts ändern. Klar sind Fördermengen nicht in Stein gemeißelt, aber in weniger als 16 Jahren die Fördermengen um ein paar tausend Prozent zu steigern ist vielleicht doch ein wenig unrealistisch.
      Dass man Schaufelbagger umbauen kann ist ja wohl kein wirklich ernst gemeinter Vorschlag. Für die Teile der Generatoren für die man seltene Erden braucht kommt man mit Stahl jedenfalls nicht weit - sonst würde man ja keine seltenen Erden verwenden.

      Für die ganze Menschheit neue sinnige Privathäuser zu bauen würde natürlich den Energieverbrauch drastisch senken (auch wenn "praktisch 0" nicht stimmt). Aber auch das ist ein Projekt, das eventuell ein klein wenig länger als 16 Jahre dauern könnte...

      Klar, wenn man in längeren Zeiträumen denkt lassen sich schon ganz andere Szenarien entwerfen. Aber da spielt die Kernfusion eben wieder mit, weil da dann ihre jahrzehntealte Physik-Matura vielleicht doch nicht mehr den Höhepunkt der wissenschaftlichen Erkenntnis darstellt.

  3. Wertkonservativer
    15. Mai 2014 10:12

    Die Qualitäten des Verbund-Chefs Anzengruber habe ich schon - wenn auch indirekt - im Rahmen seiner privatwirtschaftlichen Aktivität beim Kranhersteller Palfinger kennengelernt.

    Ein guter Mann, der seine Qualitäten auch im Rahmen der Zwänge des halbstaatlichen Verbundes für sein Unternehmen bestmöglich einzusetzen weiß!

    Dass die Eigentümer-Struktur des Verbundes und der Geldhunger der jeweiligen Polit-Würdenträger bekannt ist, sind den privatwirtschaftlichen Intentionen des Herrn Anzengruber halt gewisse Grenzen gesetzt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. terbuan
    15. Mai 2014 09:57

    Eigentlich ist es völlig klar, wenn sich immer mehr Private und Firmen ihren Strom
    selbst erzeugen (in Deutschland bereits geschätzte 10%) dann müssen auch Kraftwerke stillgelegt werden und der Preis für die Nicht-Selbstversorger muss steigen, oder liege ich da als Laie völlig falsch?
    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126667851/Eigenversorger-treiben-Strompreis-in-neue-Hoehen.html

    • brechstange
      15. Mai 2014 11:21

      Immerhin sind die Eigenversorger auch bereit einen beträchtlichen Betrag zu investieren.

    • Milchmädchen-Mann
      15. Mai 2014 11:45

      Ich bin zwar auch Laie, aber der Begriff "Eigenversorger" kommt mir hier sehr unpassend vor.

      Strom ist keine normale Ware sondern extrem kurzlebigm weil nicht gut lagerbar.

      Der Strom, den ich jetzt zu viel produziere, gleicht mir die Flaute in ein paar Stunden nicht aus. Daher kann sich kein "Eigenversorger" autark wirklich selbst versorgen. Dazu ist er zu klein und zu einseitig. Er ist also sogar noch mehr vom Rest des Netzes abhängig als normale Konsumente. Er braucht den Fremdversorger um ihm Überschuss und Mangel auszugleichen.

      Dementsprechend sind auch die Folgen anders als es normalerweise bei einer hohen Selbstversorgerquote zu erwarten wäre.

    • brechstange
      15. Mai 2014 11:49

      Eigenversorgung im kleinen Bereich geht mit Batterien. Kostet natürlich mehr und ist auch Kümmerei.

    • terbuan
      15. Mai 2014 11:57

      Ich habe nichts gegen Selbstversorger, im Gegenteil, ich wollte mit meiner "Milchmädchenrechnung" nur ausdrücken, dass ich eben als Fremdversorgter mehr bezahlen muss und erspare mir dabei die Investitionen, zu der ich u.U. (z.B. in einer Mietwohnung) gar nicht in der Lage bin.

    • Milchmädchen-Mann
      15. Mai 2014 14:01

      @ terbuan:

      Das stimmt schon, aber das geht am Thema vorbei.

      Wären es echte Selbstversorger wäre es kein Problem. Die versorgen sich selbst mit Strom und es bleibt halt weniger Nachfrage übrig.

      Sind sie aber nicht. Sie bleiben Teil des Marktes, sowohl auf Nachfrage- als auch auf Anbieterseite - je nach Wetter. Daher ist "Selbstversorger" der falsche Begriff.

      Und daraus ergibt sich jetzt das eigentliche Problem.
      Diese "Selbstversorger" haben eigentlich eine schlechte Marktstellung, die schlechter wird je mehr Leute mitmachen.
      Bei gutem Wetter produzieren die alle viel Strom und verbrauchen keinen fremden. Daher gibt es einen Überschuss und einen Preisverfall. Sie bekommen also praktisch nichts für ihren Strom oder müssen (wenn sie ihre Anlage nicht vom Netz nehmen) im schlimmsten Fall sogar dafür zahlen, dass man ihnen den Strom abnimmt (negative Strompreise sind schon vorgekommen).
      Bei schlechtem Wetter speisen die alle nichts ins Netz ein sondern brauchen selber wieder Fremdstrom. Es herrscht also Mangel und die Preise steigen.

      In einem freien Markt werde ich als Fremdanbieter in so einer Situation sicher keine pauschalen Strompreise vereinbaren sondern mit dem nach den Marktpreisen zu den jeweiligen Einspeise- und Entnahmezeitpunkten abrechnen. Der Selbstversorger kauft also teuer und verkauft billig. Kann durchaus sein, dass ich unterm Strich trotzdem noch weniger zahle als ein vollständig fremdversorgter Stromverbraucher. Aber ob das reicht die Investitionskosten rein zu kriegen bin ich mir nicht sicher.

      Ist natürlich kein Problem, wenn man das Risiko der Preisschwankungen abwälzen kann. Wenn der Fremdanbieter zwar auf den Energiebörsen zu Marktpreisen einkaufen/verkaufen muss, im Handel mit den Selbstversorgern das aber nicht berücksichtigen darf.
      Oder wenn sich die Investition schon durch Förderungen (teilweise) amortisieren lässt.
      Oder beides.

      Gegen die "Selbstversorger" habe ich natürlich trotzdem nichts. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist es vermutlich eine sehr gute Investition (ich hab kein eigenes Dach und es daher noch nie durchgerechnet). Aber die gegebenen Rahmenbedingungen sehe ich halt eher skeptisch.

    • Ökonomie-Vergelter
      15. Mai 2014 14:09

      @ Milchmädchen-Mann:

      "Der Strom, den ich jetzt zu viel produziere, gleicht mir die Flaute in ein paar Stunden nicht aus. Daher kann sich kein "Eigenversorger" autark wirklich selbst versorgen."

      So ist es - wenn auch politisch äußerst unkorrekt, von den Meinungsmachern an den Rand gedrängt, und von allzu optimistischen Laien verdrängt.

  5. dssm
    15. Mai 2014 09:36

    Sozialismus hat nie funktioniert und es steht daher zu erwarten, daß sich daran in Zukunft nicht viel ändern wird.
    Der zentralplanerische Angriff auf die Energiewirtschaft wirkt jedenfalls hervorragend, von einem ‚Markt’ kann nicht mehr gesprochen werden, daher gibt es keinen Preis, die Folge davon ist eine endlose Resourcenverschwendung.
    Fast möchte man lachen, die Grünen wollen nachhaltig wirtschaften und dann dieses Desaster; ob man den CO2 Fußabdruck der stillgelegten Anlagen auch mitrechnet?

  6. Gerhard Pascher
    15. Mai 2014 07:14

    Vorsicht! Die massive Ankündigung vom Verbund, einige Kraftwerke abzustellen, hat einen Hintergedanken. Damit will man die Gesellschaft langsam auf Strompreiserhöhungen vorbereiten. Diese noch relativ jungen Kraftwerke werden sicher weder abgebaut, noch verkauft, sondern nach einiger Zeit wieder an das Netz geschaltet. Für den Verbund ist es eben jetzt besser, wenn er billigen Strom importiert, als selbst etwas teurer herzustellen. Gegen diese kaufmännischen Überlegungen ist doch nichts einzuwenden.
    Herr Dr. Unterberger als erfahrener Journalist sollte dies erkennen und nicht wieder - wie schon früher mehrmals - gegen alternative Stromerzeugungen (vor allem: Windräder, Biogasanlagen und Fotovoltaikpanele) polemisieren.

    Weltweit wird nach Alternativen zur Stromerzeugung gesucht. Leider haben wir hier in Österreich keine bedeutende Erdwärme und Meeresgezeiten, daher müssen wir eben andere lokale Ressourcen nutzen. Denn Steinkohle, Erdöl und Erdgas müssen importiert werden und damit werden wir wieder von anderen Staaten bezüglich Preise und Mengen abhängig und produzieren Umweltprobleme.

    Fest steht aber, dass in der Anfangsphase bezüglich Standorte und Förderungen manche Fehler gemacht und nun schon korrigiert wurden. Die auf jeder Stromrechnung aufgezeigten Bruchteile für solche Investitionen sind vernachlässigbar und treffen den einzelnen Stromkunden kaum. Bei den früheren "stranding costs" auf den einzelnen Stromrechnungen für die Abschreibung von unrentablen Kraftwerken sowie das nie in Betrieb gegangene Zwentendorf gab es ja vom Blogbetreiber auch keinen Aufschrei.

    Spitzenzeiten bei der Stromgewinnung und dem Verbrauch hat es immer schon gegeben, dafür ist eben ein Mix von Erzeugungsmethoden sowie die Möglichkeit von schnellen Zuschaltungen sinnvoll. Ebenso wird das berüchtigte Leitungsproblem Nord-Süd in Deutschland hochgespielt, um besondere Industrieinteressen durchzusetzen.

    An der alternativen Stromerzeugung führt kein Weg vorbei, daher sind alle diese Proteste sinnlos. Außerdem gibt es noch enormes Einsparungspotential bei Firmen und Privaten, welches sicher erst durch höhere Strompreise umgesetzt wird.

    Die bundeseigene VERBUND-Gesellschaft ist jene, welche im Zuge der Stromliberalisierung als eine der wenigen EVUs Kunden von anderen Stromanbietern intensiv abwirbt. Dies ist ihr z.T. auch gelungen, allerdings stellt sich deren "vorteilhaftes" Angebot mittelfristig als gar nicht so gut heraus. Erstens ist nun der Netztarif auch mengenbedingt (diesen kassiert weiterhin als Zuleitungsbesitzer der bisherige Lieferant) und zweitens gelten die besonderen Konditionen meist nur für das erste Vertragsjahr. Im Zuge der VKI-Initiative - und teilweise schon vorher - haben die meisten EVUs nun sog. Floatingtarife im Verkaufsprogramm, welche sich nach den internationalen Strombörsenotierungen orientieren.

    • Wyatt
      16. Mai 2014 07:36

      Herr Pascher,
      auch wenn Sie sich beleidigt fühlen sollten, bin ich Herrn Dr. Unterberger dankbar, dass er immer wieder gegen sogenannte alternative und zu unser aller Schaden aufgetölpelte Stromerzeugungen (vor allem: Windräder, Vogelkiller und sonstiger Natur u. Lebensraum Zerstörung) nicht polemisiert, sondern mit Fakten Stellung bezieht.

      Wie auch die Beiträge von @ Sensen- u. @ Milchmädchenmann, vielleicht auch einen dem System verpflichteten zum Nachdenken anregen könnten?

    • Mäsi (kein Partner)
      16. Mai 2014 14:29

      @Gerhard Pascher
      Es wird bestimmt alternative Energieerzeugungsformen geben. Aber weder Wind- noch Sonnenkraftwerke werden das sein. Ich tippe auf Kernkraft. Mittel- bis langfristig Fissionskraftwerke und sehr langfristig Fusionskraftwerke. Kurz- bis mittelfristig gibt es keine nennenswerte Alternative zu fossilen Energien.

      Die Wunderwaffen der alternativen Energieerzeugung sind äusserst stumpf und nur unter massiven Subventionen und diktatorischen gesetzlichen Regulationen einsetzbar. Deutschland exerziert uns das mit seinem Energiewendewahn gerade beispielhaft vor und erntet damit die höchsten Energiepreise europaweit, wenn nicht gar weltweit. Als Zugabe bekommen die Deutschen noch ein immer instabiler werdendes Stromnetz mit drohendem Blackout. Wahrscheinlich kuriert nur ein flächendeckender Blackout den deutschen Michel von seinen Stromerzeugungsillusionen.

      Die Zukunft gehört der preiswerten, zuverlässig verfügbaren Energie, womit Wind- und Solarenergie als nicht zukunftsfähig ausscheiden, denn die sind weder preiswert noch zuverlässig verfügbar.

    • Gerhard Pascher
      16. Mai 2014 19:59

      Wyatt,
      ich bin nicht beleidigt, wenn sachlich diskutiert wird, auch wenn man unterschiedliche Ansichten hat und solche auch vom "Gesprächspartner" akzeptiert.

      Mäsi:
      Die Fissions(Kernteilungs)- und Fusions-(Kernverschmelzungs-)Reaktoren befinden sich seit zig-Jahren im Versuchsstatium und sind leider noch immer nicht für die Praxis geeignet. Sicher wären beide Methoden ein Quantensprung für die Energieerzeugung. Die derzeitigen Atomkraftwerke haben noch immer das Problem der Endlagerung des unbrauchbaren Abfalls NICHT gelöst und verschieben dies auf die nächsten Generationen. Ist dies eine vernünftige Entscheidung, meine Herren Unterberger, Wyatt und Mäsi?

      In der gesamten Debatte darf man nicht vergessen, dass einerseits auf unserem Planeten täglich gewaltige Energiemengen von unserer Sonne eintreffen, welche bisher nur zu einem Bruchteil verwertet wurden. Zweitens gibt es auch im Erdinneren großes Energiepotential, welches als Geothermie kaum (außer in Island, Neuseeland und vielleicht demnächst in Ostafrika) genutzt wird. Nicht zu vergessen sind die Gezeitenschwankungen, welche bisher auch kaum ausgenützt wurden. Wie schon erwähnt, gab es bei den Windrädern und Solarpanelen sicher viele Fehlentwicklungen, diese werden aber nun nicht mehr wiederholt. Und der Trend ist ohnehin nicht mehr zu stoppen. Neulich habe ich am Meer ein sehr großes Lastschiff gesehen, welches ein großes fliegendes Segel (ähnlich eines Drachens) zum (zusätzlichen?) Antrieb benützte. Ist doch großartig, od'r?
      Mich erinnert das Verteufeln von modernen Energieerzeugungen (und gleichzeitigem Festhalten an konventionellen Ressourcen) an Peter Rosseger, welcher den damals beginnenden Erfolg der Eisenbahn verteufelte. Aus der Literatur entnehme ich auch, dass viele Pferdefuhrwerksunternehmer gegen die Eisenbahn waren und schliesslich oft die Bahnhöfe weit ab der Dörfer durchsetzten, um zumindest noch einen Zubringerdienst für Menschen und Waren zu lukrieren. So sind halt die Menschen.

    • Wyatt
      17. Mai 2014 07:55

      Herr Pascher,
      also ich verstehe - wenn schon Peter Rosseger bemüht wird - unter moderner Energieerzeugung die atomaren Antriebe wie sie in U-Booten, Flugzeugträgern und sonstigem Militärgerät z. B. in der US Armee heutzutage Verwendung finden.

      Und unter Festhalten an konventionellen Ressourcen verstehe ich den Vortrieb von Segelschiffen und sonstigem ausschließlich von Wind und Wetter abhängigen zum Freizeitvergnügen gedachten Spiel- u. Sportsachen (Vorausgesetzt der Wind bläst nicht zu schwach oder schlimmer - nicht zu stark.) und keinesfalls die jahrhundertalte Technik der Windmühlen.

  7. Markus Theiner
    • brechstange
      15. Mai 2014 07:53

      Danke für den Link.

      Sehr hohe Baukosten wegen großer Probleme plus zu hohe Energiepreise für Gas haben die Rentabilität für Mellach komplett zerstört. Wie weit hier die Politik mitverantwortlich ist, wäre notwendig, zu untersuchen.

  8. mischu
    15. Mai 2014 01:15

    Wichtig wäre in erster Linie ein fairer Wettbewerb und das würde auch bedeuten, weg mit den Milliarden an staatlichen Förderungen, für die dann der Steuerzahler herhalten muß und über den Strompreis oftmals auch noch doppelt belastet wird.

    Denn wem kommen in erster Linie diese horrenden Förderungen zugute?
    Großen Konzernen oder womöglich irgendwelchen Pleitiers, wie in Deutschland geschehen, die kassierten und sich danach in die Insolvenz verabschiedeten.

    Bezeichnend auch, daß sich der Raiffeisen-Riese aus der Ökoenergie zurückzieht, weil in Österreich die staatlichen Subventionen nicht mehr so reichlich fließen wie zuvor.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/3803463/Raiffeisen-zieht-sich-aus-Okoenergie-zuruck

    • brechstange
      15. Mai 2014 07:40

      Die Errichtungskosten für 1kW in Spanien betrugen Euro 7.000 bei der MEP (Meinl European Power), GF Grasser, Haider für eine Großanlage, wogegen 1kW zu dem Zeitpunkt bei einer Kleinanlage in Österreich knapp 3.000 Euro betrug. Da wurden wohl einige Anleger trotz hoher Förderungen um ihr Geld gebracht.

    • mischu
      16. Mai 2014 19:28

      @brechstange

      Eine ausgemachte Schweinerei!

  9. Ökonomie-Vergelter
    15. Mai 2014 00:53

    Förderung für Alternativstrom, insb Photovoltaik, sollte es nur geben, wenn die Alternativlieferanten ihren selbst erzeugten Strom mindestens 24 Stunden selber zwischenspeichern können - würde ich meinen.

    • brechstange
      15. Mai 2014 01:03

      Da spielen aber schon ordentliche Fehlentscheidungen im Management mit, alleine die Alternativen sind nicht schuld.

    • FranzAnton
      15. Mai 2014 08:17

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf, lieber "Öknomie - Vergelter". Nur hinsichtlich Speicherdauer wollte ich Anderes haben: Nämlich ein Medium, welches unbegrenzte zeitliche Speichermöglichkeit schafft ; Entwicklungsansätze hiezu gibt es schon.
      Die Natur hat es doch vorgemacht: Pflanzenöl, Körperfett, Holz sind exzellente, auf Dauer ausgelegt Energiespeicher.
      In der Energiepolitik erweist sich abermals, dass die Politikerkaste über so gut wie keinerlei Verständnis für technische Materien verfügt -Techniker, Chemiker, Physiker als Politiker sind mir nämlich unbekannt. Vielmehr verfügen unsere „Staatenlenker“ zumeist über politsch - doktrinäre und/oder juristische Ausbildung, welches know –how in der heutigen, technikaffinen Zeit für eine Regierungsfunktion zumeist unzureichend ist. Dem entsprechend ist die Leistungsbilanz unserer Regierungen schon seit langem als negativ zu bewerten – was sich eindrücklich an den Staatsschulden erweist.
      Hinsichtlich Kombinationskraftwerke (Stromerzeugung samt Fernwärmeauskoppelung ) hätte man schon längst wissen können, dass solches mit „Kleinstkraftwerken“ im privaten Bereich, also der Gebäudeheizung, funktionieren hätte können; stattdessen wurden, etwa in Wien, massiv horrend teure unterirdische Fernwärmeleitungen gebaut, welche mit der EU – Stromliberalisierung zuzüglich Windstrom/Photovoltaik unrentabel wurden.
      Aktuell absehen lässt sich auch, dass mit der in der Testphase befindlichen, automatischen, fahrerlosen KFZ – Steuerung nicht nur die Unfälle radikal sinken werden, sondern sich auch die Leistungsfähigkeit der Strassen dramatisch erhöhen wird. Vor jeglichem Ausbau der Bahnnetze wäre daher abzuschätzen, wie viele Menschen künftig noch die Bahn benützen werden, wenn sie viel bequemer (und künftig sicher elektrisch) an ihren Bestimmungsort kommen können.
      An beiden letzeren Unternehmenstypen (Bahn und Strom) bestehen aber stärkste politische Interessen, welche rationale wirtschaftliche Erwägungen seitens der Verantwortlichen in den absoluten Hintergrund treten lassen.
      Als Folge davon werden Strassen verschmälert und Parkplätze reduziert, mit dem Ziel, den Autoverkehr künftig zu halbieren. Nichts gegen die Öffis und die Fahrräder in Wien, sie sind gewiss unverzichtbar; geht’s aber privat raus aus der Stadt, werden die selbstfahrenden Elektromobile die Bahn so alt aussehen lassen, wie sie tatsächlich ist.
      Conclusio: Unsere Politik schafft es nicht und nicht, realitätsbezogen effizient zu handeln. Direktdemokrtie würde für unsere Zukunftsfragen dringendst benötigt; im Volk gibt es Fachleute für jegliche Materie, sie gälte es, in die zukunftrelevanten Entscheidungsprozesse einzubinden, zwar in öffentlichen Diskussionen, und das Volk dann über den einzuschlagenden Weg entscheiden zu lassen. Sollte jemand pro Direktdemokratie engagementbereit sein, wäre ich für eine Kooperation offen.

    • dssm
      15. Mai 2014 09:46

      FranzAnton
      *****
      Sehr gut erkannt, die automatische Fahrt auf öffentlichen Strassen wird von der Müllsammlung bis zum öffentlichen Verkehr (und den Einnahmen des Innenministeriums) keinen Stein am anderen lassen, auch der Energiebedarf für Mobilität wird drastisch sinken.

    • brechstange
      15. Mai 2014 11:25

      Na dann hoffen wir nur, dass die Technik immer funktioniert und nicht ausfällt. ;-)

    • Ökonomie-Vergelter
      15. Mai 2014 11:34

      @ Brechstange:

      Das verstehe ich nicht: Was, bitte schön, soll es mit Fehlmanagement zu tun haben, wenn zu günstigen Schönwetterzeiten Strom zu einem Vielfachen des Verwertbaren (oder durch Pumpkraftwerke Speicherbaren) auf Kosten der Allgemeinheit zu bezahlen/abzunehmen ist? Hier dürfte vielmehr eine verrückte Förderlegistik zu diagnostizieren sein!

    • Ökonomie-Vergelter
      15. Mai 2014 11:45

      @ Franz Anton:

      Also pflanzliche Rohstoffe als Energieträger führen zum bekannten Aufheulen jener Kreise, die darin eine Beeinträchtigung der Nahrungsversorgung (und sei es nur durch Verbrauch von Anbauflächen) erblicken.

      Mit der Forstwirtschaft allein werden wir auch nicht das Auslangen finden; es dürfte eher ein kombinatorisches Vorgehen zielführend sein, in dessem Rahmen PV durchaus zur Verringerung der Energieabhängigkeit beitragen kann.

      Ich will mir auch keinen 20 Kg Speckgürtel anessen, nur um es zu Hause auch bei 15 Grad ausreichend warm zu haben - so habe ich Ihre Erwähnung von Körperfett zumindest verstanden.

      Bezüglich KWK gehen wir d'accord. Eisenbahnnetze dürften aber auch in fernerer Zukunft benötigt werden, da sie für industrielle Ferntransporte die wohl optimalste Beförderungsart sind.

    • brechstange
      15. Mai 2014 11:53

      Ökonomie-Vergelter
      Vorweg möchte ich festhalten, dass ich kein Freund von Förderungen und Subventionen bin.

      Die Fehlentscheidungen liegen auch im Verbund. Zum einen gab es technische Probleme und starke Verzögerungen, sprich das war teuer und zusätzlich hat man sich durch die Gasverträge knebeln lassen, sprich Gas wird zu teuer eingekauft. Wer beim zweiteren mitverantwortlich ist, wäre durchaus interessant.

    • Milchmädchen-Mann
      15. Mai 2014 17:24

      @ FranzAnton:
      Leider richtig.

      Zukunftsvisionen und Glaube an den Forschritt wäre wichtig, wenn es um langfristige Investitionen wie Infrastrukturprojekte oder Forschung geht.

      Bei der Subvention des laufenden Betriebs einer Anlage hat das relativ wenig Sinn. Da muss man notgedrungen mit der Technologie von heute auskommen und allen Problemen, die sich daraus eben noch ergeben.





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