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FN 628: Das Land der Frühpensionisten

Beide deutschen Kirchen wenden sich gegen das SPD-Verlangen, schon mit 63 Jahren in Frühpension zu gehen. Und die österreichischen?

Da wird wohl eher der Regen von der Erde nach oben strömen, als dass die heimischen Kirchen einmal die Frühpensionitis laut kritisieren. Nein, sie sind ja „sozial“. Daher verlangen sie nur ununterbrochen noch mehr Geld. Woher es kommt, hat sie hingegen nicht zu interessieren. Ansonsten redet eh nur noch die Caritas als Mundstück des SPÖ-Populismus. Umso lobenswerter sind die deutschen Bischöfe. So sagt der katholische Konferenz-Vorsitzende Zollitsch unter voller Zustimmung der Evangelischen: „Der Weg zur Rente mit 67 ist der richtige.“ Was die heimischen Sozialromantiker besonders verstört: Die Deutschen äußern sich in einer „Ökumenischen Sozialinitiative“. Sie wissen, dass nur bei einer Erhöhung des Pensionsalters etwa die Erhöhungen für ältere Mütter finanzierbar sind. Unsere Bischöfe hingegen verstehen unter „sozial“ nur immer noch mehr und noch mehr und noch mehr. (Schulden).

PS: Da wir alle länger und gesünder leben, kann auch 67 keine Endstation sein: Australien plant die Rente mit 70. Und Erich Streissler, der Doyen der Ökonomen, hat schon von 75 gesprochen.

PPS: Nur zur Erinnerung: Bischöfe arbeiten so wie die meisten Pfarrer, wenn sie gesund sind, ganz selbstverständlich bis mindestens zum 75. Geburtstag. Und niemand behauptet, das wäre „unsozial“ (auch wenn Bischöfe genauso wie normale Menschen oft verärgert und müde sind).

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 07:53

    EIN SITTENBILD DER DEKADENZ

    Wortgetreu aus der " Krone " 3. April 2014 von Alex Schönherr:

    SCHLEICH DICH DOCH IN DIE FRÜHPENSION !
    Offiziell will die Politik Menschen länger im Aebeitsprozess halten. Doch im Magistrat sieht die Sache offenbar anders aus. Arbeitswillige ab 55 würden mit allen Mitteln hinausgebissen, erzählen zwei Betroffene (57 und 60 Jahre). Grund: Die Gewekschaft wolle die Dienstposten für ihre Günstlinge freibekommen.

    Aus Angst vor Repressalien möchten beide anonym bleiben. Doch was sie berichten, ist haarsträubend:
    "Mein Auto wurde vor der Dienststelle mehrfach beschädigt. Untergebene haben sich meinen Anweisungen offen widersetzt. Ohne Folgen. Das geht nur mit Deckung von oben und der Gewerkschaft", so der 60-Jährige. Auch der Ärztliche Dienst spielt mit.
    "Derzeit werden die Jahrgänge 1957 und 1958 ANGESCHAUT " Wer seinen Arbeitsplatz partout nicht räumen will, werde von Kollegen verbal angegriffen:
    " Schleich dich endlich in die Pensi du A.... ".
    Grund dafür: Wird ein höherer Posten frei, rückt ein ganzer Rattenschwanz nach,
    und mehrere Leute klettern in der Hierachie nach oben.
    Das Durchschnittspensionsalter im Magistrat liegt bei 54,27 Jahren. Das kostet den Steuerzahler 200 Millionen € im Jahr, wettert VP-Gemeinderat Wolfgang Ulm.
    Laut einem Betroffenen würde jeder 10. Bedienstete gerne länger arbeiten - soferne das Betriebsklima passt.

    So weit der Bericht aus der Krone.
    Daß z. B. der von der SPÖ für wichtige, noch viel höhere Ämter "angedachte " Sozialminister Rudolf Hundsdorfer in diesem marxistischen Sumpf groß geworden ist, muß schon nachdenklich machen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 01:55

    Unsere kirchlichen Würdenträger in Österreich melden sich nicht einmal zu Wort, wenn ihre "Arbeitsstätten" jetzt fast schon täglich verwüstet werden.
    Was soll man da noch erwarten?

    Ich plädiere für ein flexibles Pensionsantrittsalter mit entsprechenden Zu- und Abschlägen, denn für schwere körperliche Arbeit kann bereits ein Alter von 65 Jahren zum Problem werden, während Menschen auf anderen Gebieten tatsächlich noch bis 70 und länger tätig sein möchten.

    Ein großer Erfolg und eine Entlastung des Systems wäre in unserem Land jedoch bereits, wenn man endlich das faktische Pensionsalter einhielte, aber auch davon sind wir weit entfernt!

  3. Ausgezeichneter KommentatorAmbra
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 19:58

    OT, aber ich muß es los werden: ein anderer Gipfel der Dekadenz ist wohl der Zirkus um Conchita Wurst. Die Haltung des ORF dazu manifestierte sich eben in der ZIB1 : wer mit ihr nicht einverstanden ist, "gehört zu den erzkonservativen Stammtisch-Brüdern" .... wobei man vor lauter Eifer das Gendern vergessen hat - wo bleiben die Schwestern ???
    Warum muß ich mich als zwangszahlender Bürger eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Stammtisch-Bruder bezeichnen lassen, weil ich gegen diese Dekadenz und Unmusikalität bin ?????
    Wer initieert endlich ein Volksbegehren gegen diesen Funk ?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 15:29

    terbuan zm Dritten.
    Jetzt verfolgt mich die Dekadenz und Abartigkeit schon bis in das geliebte Ausseerland.
    Der in Bad Mitterndorf aufgewachsene Thomas Neuwirth alias Conchita Wurst tritt heute zum Ausscheidungswettbewerb im Songcontest an und wird in seiner Heimatgemeinde groß gefeiert und die Veranstaltung auf einer Videowall übertragen.
    Schande für den von mir sonst sehr geschätzten Bürgermeister Karl Kaniak.
    Was für ein Abstieg nach dem Hubert Neuper und den anderen erfolgreichen Skispringern.
    Ja, die Ausseer sollen das alle lesen, ich weiß, dass es hier viele im Forum gibt.
    Schande über Euch!
    Ich werde auch einen entsprechenden Leserbrief an die Regionalzeitung "Alpenpost" senden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 18:19

    OT---aber eigentlich permanent Thema, das uns über den Kopf zu wachsen droht, wenn nicht bald etwas dagegen geschieht:

    "Erneut Fall mit marokkanischen Drogendealern in Salzburg"

    http://www.unzensuriert.at/content/0015332-Erneut-Fall-mit-marokkanischen-Drogendealern-Salzburg

  6. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 10:07

    Die "normative Kraft des Faktischen" (linkes Geschwurbeldeutsch) wird auch unsere Gesetzgeber eines Tages dazu zwingen, die Pensionsgrenze nach oben zu schieben.

    Woher kommt es, dass Frühpensionen als sozial gelten, was bekanntlich ein Widerspruch in sich ist? Frühpensionen für gesunde Menschen sind asozial. Ohne wenn und aber.

    Die "SPÖ" haben in den Siebzigerjahren den Begriff "Arbeitsleid" erfunden und auf alles ausgedehnt, was mit Sekundärtugenden (Pünktlichkeit, Fleiß, Verlässlichkeit, Zielstrebigkeit usw.) zu tun hat. Fleißige und verlässliche Leute wurden so lange als Streber und Schleimer diffamiert, bis diese soziale Geisteskrankheit sogar in die Schulen gesickert ist.
    Jetzt haben wir den Salat.

    Die SPÖ hat inzwischen etwas dazu gelernt, aber die ideologischen Rechtsnachfolger (die Grünen) machen munter weiter, unterstützt von kleinkarierten Hilfswilligen in den NGOs.

    Es wäre eine Herkulesaufgabe, diese Volkskrankheit zu heilen. Leider ist nirgendwo ein Herkules in Sicht.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 07:33

    Hat jetzt die österr. Kirche Position gegen die Ökonomische Sozialinitiative der deutschen Bischöfe bezogen? Oder wie begründet sich jetzt die Kritik auf die Kirchenvertreter?
    Denn es könnte ja auch sein, dass nicht passende Meinungen in den österr. Medien gar nicht transportiert werden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 08:07

    Alles schön und recht ... fehlen nur noch Firmen, wo man dem Alter gemäß einen Job mit weniger (etwa 25-30) Wochenstunden findet - wo man auch seine Erfahrungen einbringen darf, und nicht nur wie ein Sklave, Trottel oder Schuhabstreifer behandelt wird.

    Als Beamter (Innenministerium) wurde ich als solcher behandelt und mit 50 in die Frühpension (natürlich mit Abschlägen) gemobbt. Jetzt bin ich zwischenzeitlich selbständig und als EPU (vom Wirtschafskammervize Amann arg kritisiert) habe ich vor, bis 70 zu arbeiten, weil mir das, was ich jetzt mache, Freude bereitet.


alle Kommentare

  1. Waldkauz (kein Partner)
    10. Mai 2014 11:50

    Wir haben Politiker, die ihre Wahlversprechen brechen, kaum daß sie gewählt wurden.

    Wir haben Medien, die objektiv die Wahrheit berichten, was das Tagesdatum betrifft.

    Wir haben einen Bundespräsidenten, der das Deutsche Volk veräppelt. Und das nicht nur zum 1. April.

    Wir haben keine Verfassung, weil unsere Volksvertreter uns nicht für reif halten, über deren Inhalt zu diskutieren und darüber abzustimmen.

    Wir haben Politiker, die gegen die Interessen des Deutschen Volkes arbeiten und Politiker, denen keine Lüge zu grob ist, um uns in einen Krieg zu ziehen.

    Wir haben ein Rechtssystem, das die Brecher von Wahlversprechen und die Kriegsgrundlügner weder verfolgt, noch verurteilt, weil so etwas gar nicht vorgesehen ist und zum System gehört.

    Wir haben gut 100 Käsesorten.

    Wir haben Städte, in denen die Deutschen bereits in der Minderheit sind und in denen sie verfolgt, verstümmelt und getötet werden, während der Deutsche Staat wohlwollend zusieht.

    Wir lieben die Natur und finden es gut, daß die Bäume den Windkraftanlagen weichen. Das sind wir unseren Enkeln schuldig.

    Wir haben uns inzwischen bei fast jeder Nation dieser Erde für unsere Verbrechen entschuldigt. Demnächst fährt unser Bundespräsident zu den Kannibalen, um Buße dafür zu tun, daß sich deutsche Missionare weigerten, sich Fressen zu lassen. Wohl bekommts.

    Wir lieben die Juden und Israel, weil wir ihnen so viel Schlimmes angetan haben. Wir haben Angst davor, was passiert, wenn die dritte, vierte und fünfte Holocaustgeneration verstorben ist? Wen sollen wir dann anbeten? Wem unser Opfer bringen?

    Wir sind immens reich. Wir sind so reich, daß wir sogar güldene Stolpersteine pflastern lassen.

    Unsere Wasserversorgung und unsere Kanalisation hält noch einige Jahre. Danach die Sintflut.

    Wir sagen: Afrika den Afrikanern, Indien den Indianern, die Türkei den Türken, Grönland den Grönländern und Deutschland dem Rest der Welt.

  2. M.N. (kein Partner)
    09. Mai 2014 22:13

    "...arbeiten wie die meisten Pfarrer...."

    HaHaHa - 3x kurz gelacht ! Wenn ich ein Luxuleben wie der Herr Faber führe als Pfarrer, arbeite ich bis an mein Lebensende mit 100 !

    Kann man wirklich alle Leute in einen Topf schmeißen ?

    Nein. Kann man nicht. Es gibt Berufe, wo eine Beschäftigung bis 75 ein Wahnsinn wäre. Viele erleben ihre Pension auch mit 65 schon nicht mehr. Woher nehmen wir denn die vielen Arbeitsplätze für jung und alt ? Sind wir Maschinen, die bis ins hohe Alter funktionieren müssen ?

    Bischöfe und Pfarrer, die von der Köchin bekocht und gehegt werden, ihre Messen zelebrieren und im übrigen ein paar Bürostunden halten mit einem Schwerarbeiter (zum Beispiel) zu vergleichen, ist schon ein bisserl gar zynisch.

  3. Christlicher Geistheiler (kein Partner)
    09. Mai 2014 15:48

    Die Kirche muss abgeschafft werden. Der Gottesdienst muss durch das religiöse Geistheiler-Seminar ersetzt werden.
    Die Rente ist weiterhin gesichert, wenn sich die Menschen ökologisch verhalten. Die Situation verbessert sich explosionsartig zunehmend. U. a. durch Protron-Autos. Siehe dazu
    http://www.protron.hochschule-trier.de/
    Zudem kann die ungerechte Vermögensverteilung durch Schwundgelder beseitigt werden.

  4. Tik Tak (kein Partner)
    09. Mai 2014 14:02

    Das ist sowieso der falsche Ansatz.

    In manchen Ländern hat sich längst die Ansicht durchgesetzt, daß es besser ist auf die Eigenverantwortung der Leute zu setzen.

    Da gibt es für das Pensionskonto ein Ansparsystem und einen Mindeststand auf dem Konto mit dem man ab 55 in Pension gehen kann - wenn man will und diesen Mindeststand erreicht hat.

    Pension bedeutet dann, daß man entweder den gesamten Betrag vom Konto abziehen kann und die Pensionsversicherung ist jede Verantwortung los über ein Gleitzeitsystem (z.B. mit 55 auf 20 Stunden reduzieren und die Einkommensdifferenz teilweise über eine Teilpensionszahlung ausgleichen) bis hin zu einem späteren Antritt mit einer dauerhaften Zahlung bis ans Lebensende.

    Damit wird teilweise auch das Problem der fehlenden (sehr teuren) Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter gelöst weil dann Teilzeit anteilig verrechnet wird und nicht, wie jetzt, fast zum gleichen Tarif wie ein Vollzeitjob.

    Diese Modelle sind versicherungsmathematisch ermittelt, großteils aus Eigenmitteln ausfinanziert und nicht ideologisch verhaftet.

    Das sind die Modelle der Zukunft und nicht die dümmliche Frage nach dem Lebensjahr in dem man in Pension gehen kann/darf oder soll.

    Was die Kirchen dazu sagen oder nicht ist dabei irrelevant.
    Auch noch so intensiver Glaube kann ein demographisches Modell und die auf Grundrechenarten basierenden Finanzierungsmodelle aushebeln.

    Die Kirchen sollen daher dort bleiben wo sie am besten aufgehoben sind, bei der Betreuung ihrer Schäfchen.
    Damit sollten sie ausreichend beschäftigt sein, Aussagen zu einer der ureigensten Aufgaben des Staates, der Pensionssicherung, sind von dieser Seite her entbehrlich.

    • Isabella (kein Partner)
      09. Mai 2014 15:31

      @Tik Tak
      **************

      Das Problem ist nur, dass Vater Staat gar kein Interesse daran hat, dass der normale Bürger selbständig handelt und Eigenverantwortung übernimmt. Er wird mit allen Mitteln daran gehindert.
      Ohne diese Regulierungswut gäbe es noch kleine Handwerksläden und kleine Bauern, die selbst ihre Waren verkaufen die sie herstellen, ohne die vielen Zwischenhändler, die nur mitverdienen und alles verteuern. Es könnten wieder regionale Arbeitsstellen geschaffen werden, die echte Ware produzieren, die dem Wohle der Bevölkerung dienen.
      Auch die Werbung (Reklame) könnte reduziert werden, weil die Mundpropaganda dies übernehmen würde. Selbst der LKW-Verkehr könnte reduziert werden, weil die Bauern wieder anbauen, was in der Region benötigt wird. Wir zahlen Subventionen dafür, dass Tiere tausende Kilomenter quer durch Europa gekarrt werden. Wir zahlen Subventionen dafür, dass nur Monokultur betrieben wird oder sogar für's Brachliegen der Felder. Das ganze System ist irre. Wir leben in "Schilda" und "Münchhausen".

  5. A.K.
    09. Mai 2014 11:50

    In FN 628: „Das Land der Frühpensionisten“ werden „beide deutschen Kirchen“, die sich gegen das SPD-Verlangen, schon mit 63 Jahren in Frühpension zu gehen, gelobt und das Schweigen der „österreichischen“ getadelt. Auch wird Erich Streissler,“... der Doyen der Ökonomen“, zitiert, der schon 75 Jahre für den Pensionsantritt nannte, zitiert.
    Nun so falsch - wie die zitierte Fußnote meint - ist meines Erachtens das Schweigen der österreichischen Kirche zum Thema „Pensionsantritt und Frühpension“ nicht!
    Dazu ein Bibelzitat: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;...“( Kohelet, Kapitel 3, 1, 2).
    Ich glaube, daß die katholische Kirche primär auf Gottes Wort und eher nicht auf die „Tagesweisheiten“ von Ökonomen hören sollte.
    Ignatius von Loyola schreibt im „Prinzip und Fundament“:
    Der Mensch ist geschaffen dazu hin,
    Gott unseren Herrn zu loben,
    Ihm Ehrfurcht zu erweisen
    und zu dienen,
    und damit seine Seele zu retten.
    Die anderen Dinge auf der Oberfläche der Erde
    sind zum Menschen hin geschaffen,
    und zwar damit sie ihm bei der
    Verfolgung des Zieles helfen, zu dem hin er geschaffen ist.
    Man arbeitet um zu leben – aber im obigen Sinn (also nicht „ausleben“) – und lebt nicht um zu Arbeiten. Wenn jemand seine Jugendjahre nutzt um (Aus- und)Bildung zu erwerben und sich für den Lebenskampf zu rüsten, dann Familie gründet, möglichst Kindern das Leben und Fortkommen zu schenken, dann ist wohl sein Beitrag für die Gemeinschaft so, daß er für das Alter soweit vorgesorgt hat, um Zeit zum Nachdenken über sein Leben - und zur Pflege seiner Altersleiden zu haben („Generationenvertrag“).
    Wir sollten uns von der derzeitigen „Ökonomisierung“ aller Lebensbereiche durch die Einhaltung des richtigen Maßes hüten. Die Tugend liegt in der Mitte, zwischen zuviel und zuwenig!

    • Ambra
      09. Mai 2014 12:33

      A.K. : die 'Realität, die ich hauptsächlich sehe, ist, daß gesunde arbeitsfähige Menschen viel zu früh in Pension gehen - nicht um Ihre ''Altersleiden zu pflegen und nachzudenken" wie Sie meinen, sondern um die Welt zu bereisen. Dann sind sie plötzlich wieder fit genug für Weltreisen, für Höhenlagen aller Art etc etc.
      Und daß das System so nicht mehr finanzierbar ist, wird vor allem den nächsten Generationen auf den Kopf fallen - das hat nichts mit Ökonomisierung zu tun, sondern mit Solidarität mit den heute Jungen und das sollte sicher im Sinne der katholischen Kirche sein !

    • A.K.
      09. Mai 2014 21:13

      @Ambra:
      Mathematisch ist leicht abzuklären, wieviel während der Berufsphase eingezahlt werden müßte, um bei bekannter Lebenserwartung die Pensionen sichern zu können. Diese Zusammenhänge werden aber durch (politische) Eingiffe, wie Förderung der eigenen Parteinanhänger, geschlechtsspezifische Besserstellungen, etc. ausgehebelt. Seit 1975 wurden zusätzlich z.B. - geschätzt - jährlich 25000 Abtreibungen vorgenommen, es fehlt somit an Kindern, die später durch Ihre Arbeit die Pensionen ihrer Eltern bezahlen. Wer sich sachlich richtig verhält - einwandfreies Familienleben (verheiratete Eltern - "...bis der Tod euch scheidet", Kinder) erstrebt, muß sich oftmals sehr blöd gegenüber den Nutznießeren des aktuellen Systems vorkommen. Die meisten Frühpensionen sind sowohl von den Firmen, als auch den Betroffenen angestrebt, da einerseits zu wenig Arbeit vorhanden, anderseits den älteren Menschen oftmals - wegen die Sinnlosigkeit mancher Managemententscheidungen - nur die Flucht vom Arbeitsplatz erträglich scheint. Viele wissen dies, manche Ökonomen hätten aber am liebsten, daß unmittelbar dem Pensionsantriett der Tod des Pnsionisten folgt, was wirtschaftlich ein sofortiger Nutzen, in der Sicht auf die Würde des Menschen aber Wahnsinn ist. Neue Ökonomie ist auch viel neuer Unsinn. primär Mangel an Hausverstand der Ökonomen als Standardfall. Meiner Meinung nach wurde in den letzten 25 Jahren wohl soviel Unsinn über die Würde des Menschen und den Sinn des menschlichen Lebens von Ökonomen und Politikern verbreitet, wie in der gesamten Geschichte des Abendlandes. Dazu Kurzfassung: "Der Mensch nur ein Kostenfaktor".

  6. AppolloniO (kein Partner)
    09. Mai 2014 11:36

    Warum die endlosen Diskussionen über das "richtige" Pensionierungsalter?
    Wir sollten es mit dem Sozialdemokraten(!) Müntefering halten.

    "Das richtige Alter die Pension anzutreten ist die durchschnittliche Lebenserwartung plus 15 Jahre".

    Alles andere ist nicht leistbar, egal wer es bezahlt, wir mit unseren Beiträgen oder der Staat, der uns das Geld vorher abknöpfte.

    • AppolloniO (kein Partner)
      09. Mai 2014 11:45

      Sorry, es muss natürlich MINUS 15 Jahre heißen.

  7. socrates
    09. Mai 2014 08:15

    das Durchschnittsalter der Migranten bei ihrer Ankunft ist ca. 25 - 30 Jahre und löst das Altersproblem nicht. Der Rest ist Propaganda.
    In Rumänien war unter Ceauaescu täglich eine halbe Stunde Propaganda, dann war Schluss damit. Im Westen dauert sie den ganzen Tag, auch in der Kirche.

  8. Knut (kein Partner)
    09. Mai 2014 08:07

    Alles schön und recht ... fehlen nur noch Firmen, wo man dem Alter gemäß einen Job mit weniger (etwa 25-30) Wochenstunden findet - wo man auch seine Erfahrungen einbringen darf, und nicht nur wie ein Sklave, Trottel oder Schuhabstreifer behandelt wird.

    Als Beamter (Innenministerium) wurde ich als solcher behandelt und mit 50 in die Frühpension (natürlich mit Abschlägen) gemobbt. Jetzt bin ich zwischenzeitlich selbständig und als EPU (vom Wirtschafskammervize Amann arg kritisiert) habe ich vor, bis 70 zu arbeiten, weil mir das, was ich jetzt mache, Freude bereitet.

    • Hans24
      09. Mai 2014 19:16

      Da hast recht, mir erging es bei der TELEKOM genauso und bin auch in Pension. Jetzt hab ich auch ein EPU und es macht mir Spass. Leider um 40 Jahre zu spät, da hätte ich mir viele unliebsame Stunden erspart.

      Umdenken tut not. Was Herrn Amann wirklich gemeint hab mag, ist nicht wirklich an die Betroffenen rangekommen. E gibt Firmen, die sich EPU als Mitarbeiter wünschen, weil man sie leicht los werden kann - ohne Folgen natürlich.

    • Ambra
      09. Mai 2014 20:09

      Knut: ***** !! Und wenn es Ihnen nach dem 70.Geburtstag noch so viel Freude macht wie mir, dann arbeiten Sie bitte weiter !

    • Knut (kein Partner)
      10. Mai 2014 07:29

      an Hans 24: Ich sehe die "Zeit vor EPU" positiv - viel gelernt und viele Erfahrungen gemacht. Das kommt mir jetzt zu gute. Zum Amann: Ich sehe auch, dass er falsch interpretiert wurde. Aber es kommt halt immer darauf an, wer von welcher Partei was sagt.

      Ambra: Ich denke auch nicht, dass ich mit 70 den Deckel zu mache - offiziell schon - aber danach werde ich halt meine (einiges jüngere) Partnerin weiter unterstützen

  9. mischu
    08. Mai 2014 20:09

    OT

    Darf's ein bißerl mehr sein? Ein Steuerfaß ohne Boden und Springer sitzt immer noch fest im Sattel. Diesen Mann muß ein gut funktionierendes Netz stützen:

    http://wien.orf.at/news/stories/2646095/

  10. Ambra
    08. Mai 2014 19:58

    OT, aber ich muß es los werden: ein anderer Gipfel der Dekadenz ist wohl der Zirkus um Conchita Wurst. Die Haltung des ORF dazu manifestierte sich eben in der ZIB1 : wer mit ihr nicht einverstanden ist, "gehört zu den erzkonservativen Stammtisch-Brüdern" .... wobei man vor lauter Eifer das Gendern vergessen hat - wo bleiben die Schwestern ???
    Warum muß ich mich als zwangszahlender Bürger eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Stammtisch-Bruder bezeichnen lassen, weil ich gegen diese Dekadenz und Unmusikalität bin ?????
    Wer initieert endlich ein Volksbegehren gegen diesen Funk ?

    • terbuan
      08. Mai 2014 20:12

      @Ambra
      Die Beeinflussung der Menschen geht mittlerweile so weit, dass mir vorhin eine Freundin aus Altaussee am Ende eines Besuches gesagt hatte:
      "Du musst heute unbedingt FS 1 sehen, da tritt "unser" Thomas Neuwirth auf".
      Ich antwortete nur "Dann fahr doch nach Mitterndorf, dort gibt es eine Videowall" und verließ fassungslos ihr ansonsten konservatives Haus!

    • Undine
      08. Mai 2014 22:35

      @Ambra

      Für jedes Wort 7 Sterne!*****************+!
      Heute gilt: Je PERVERSER, desto besser und der ORF tut munter mit! Perverses wird gefeiert und bringt auch noch Geld und Applaus---es ist zum Weinen/Kotzen/Verzweifeln! Wenn diese Kreatur auf einem Faschingszug auftritt, warum nicht; da könnte man wenigstens darüber lachen; aber sie ist ja nicht einmal lustig.

  11. Ambra
    08. Mai 2014 19:02

    Ich kann aus eigener Erfahrung und zusätzlicher Beobachtung nur jedem älteren Menschen raten, möglichst lange aktiv zu bleiben. Natürlich gilt dies vor allem für Menschen, die ihren Beruf lieben, halbwegs gesund sind und nicht zu im Alter nicht mehr zumutbaren körperlichen Anstrengungen gezwungen sind. Etwas differenziert muß das natürlich betrachtet werden.
    Wichtig wäre es, Arbeit nicht immer wieder als etwas Negatives abzuqualifizieren, sondern den Wert der Arbeit als einen der grundlegenden positiven Werte im Leben eines Menschen zu sehen.

  12. annona
    08. Mai 2014 18:27

    Ein Herr ging im besten Alter((53) in FP.als Angesellter in einen Bergbaubetrieb1

    nach einem Sonderunterstützungsgesetz von vor einen halben Jahrhundert,das

    ihm eine" brutto für netto"- Pension 9 Jahre plus Firmenpension plus Abfertigung -

    alles eigentlich vom Steuerzahler subventioniert- einbrachte;er hat als

    Ungelernter begonnen und hat es bis zum "Meister" gebracht;es gab Dienstwohnung

    mit Service,Erholung f.die Kinder und jede Menge betriebliche Schmankerln;

    darauf angesprochen ,dass diese Art von Firmensubvention mit Nutznießer Berg-

    arbeiter doppelt ungerecht dem Kollegen im Privatbetrieb nebenan ist kostete ihm

    nur den Sager:"mia hobm gnua gearbeitet und Steuern bezahlt und

    zwar soviel,dass wir euch Obergscheiten noch das Studium finanzierten!!"

  13. Undine
    08. Mai 2014 18:19

    OT---aber eigentlich permanent Thema, das uns über den Kopf zu wachsen droht, wenn nicht bald etwas dagegen geschieht:

    "Erneut Fall mit marokkanischen Drogendealern in Salzburg"

    http://www.unzensuriert.at/content/0015332-Erneut-Fall-mit-marokkanischen-Drogendealern-Salzburg

  14. terbuan
    08. Mai 2014 15:29

    terbuan zm Dritten.
    Jetzt verfolgt mich die Dekadenz und Abartigkeit schon bis in das geliebte Ausseerland.
    Der in Bad Mitterndorf aufgewachsene Thomas Neuwirth alias Conchita Wurst tritt heute zum Ausscheidungswettbewerb im Songcontest an und wird in seiner Heimatgemeinde groß gefeiert und die Veranstaltung auf einer Videowall übertragen.
    Schande für den von mir sonst sehr geschätzten Bürgermeister Karl Kaniak.
    Was für ein Abstieg nach dem Hubert Neuper und den anderen erfolgreichen Skispringern.
    Ja, die Ausseer sollen das alle lesen, ich weiß, dass es hier viele im Forum gibt.
    Schande über Euch!
    Ich werde auch einen entsprechenden Leserbrief an die Regionalzeitung "Alpenpost" senden.

    • Ambra
      08. Mai 2014 19:11

      Terbuan: Schande nicht nur über Aussee, sondern vor allem über den ORF und seinen Programmdirektor (Zitat:"alle Welt wird Österreich ob seiner Toleranz bewundern und wir werden vielleicfht sogar gewinnen") oder Herr Wolf, der eine ZIB2 mit den Worten beendete "wir alle von der ZIB 2 halten Conchita 'Wurst die Daumen".
      Ich rief gestern beim Kundendienst an und bat um 'Weiterleitung an den Herrn Programmdirektor, daß es eine Bankrotterklärung ist, wenn ein Musikland wie Österreich keine andere Möglichkeit sieht, als mit "Frau mit Bart" oder was immer gewinnen zu wollen. Darauf fing der Herr am Kundendienst eine wütende 'Diskussion mit mir an und ich legte auf.
      Ich hoffe von Herzen, daß die 'Wurst heute hochkantig hinausfliegt und uns Weiteres erspart bleibt. Dekadenz pur - was kann noch alles kommen ?

    • terbuan
      08. Mai 2014 20:02

      Danke @Ambra, ihre Worte tun gut!
      Aber die Alternative ist wieder einmal wie Pest und Cholera:
      Heute auf ORF2 + ZDF, 20:15, der Gipfel aller kaum Erträglichen:
      Ingrid Turnher und Peter Frey mit Jean Claude Juncker und Martin Schulz im Interview.
      Man muss es aber sehen, sonst kann man morgen nicht mitdiskutieren!

    • Undine
      08. Mai 2014 22:42

      @Ambra

      Ich hoffe auch innigst, daß diese blöde Wurst oder Blunz'n hochkant hinausfliegt, obwohl mir der Songcontest sonst völlig "wurst" ist. Diese PERSONIFIZIERTE PEINLICHKEIT auch noch ins Ausland zu schicken ist schon ein starkes Stück.

    • Ambra
      09. Mai 2014 15:43

      Undine: wir haben Pech gehabt und die Hoffnung ist nun nur, daß die Wurst unter den letzten dreien landet. Der Song Contest liegt auch völlig außerhalb meiner eigenen Interessen und ich sehe ihn mir nie an. Was mich hier so empört ist, daß ein Land, das gemessen an anderen Ländern wirklich ein oder sogar das führende Musikland ist und als solches auch weltweit gilt (und das kann ich anhand meines Berufes wirklich beurteilen) bloß gestellt und lächerlich gemacht wird vor allem in den Augen kultivierter und gebildeter Menschen. Aber der ORF ist ja nicht für solche gedacht, sondern versucht Quoten und Interesse zu erreichen, koste es was es wolle. Von Bildungsauftrag keine Spur, sondern das Gegenteil.

    • diko
      09. Mai 2014 17:46

      mir ist der Orf wurscht mit seiner Hinterbergler Wurscht - (als ein vor dem Grimming beheimateter.) und Radio France Classique liebender.

    • Ambra
      10. Mai 2014 12:39

      Diko: Sie haben recht, was jeden einzelnen von uns betrifft. Aber was mich empört ist, daß die Wurst oder Blunz'n unser Land international vertritt - auch in anderen Ländern gibt es Menschen, die darüber nur den Kopf schütteln und sich wundern.
      Ist das nötig ?

  15. terbuan
    08. Mai 2014 12:49

    Hilfe, wir brauchen einen neuen Feiertag!

    Nein, ich habe mich nicht verhört, die Österreichische Hochschülerschaft (aufgerechnet die!) fordert allen Ernstes, den 8. Mai zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkriegs als Staatsfeiertag einzuführen!
    Absurdistan lässt grüßen, in einem Land, wo es weltweit so ziemlich die meisten Feiertage gibt, wollen ausgerechnet die Vertreter der Studenten noch einen freien Tag dazu!
    Bei solchen Studentenvertretern muss einem wirklich bange werden um die Zukunft.

    Der Poster Tik Tak hat heute einen Link zu einem Beitrag in der NZZ über Österreich in den Blog von gestern gestellt:
    http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/oesterreichs-industrie-probt-den-aufstand-1.18297771

    So sieht es aus in unserem Land! (vonwegen eines neuen Feiertages)

  16. Josef Maierhofer
    08. Mai 2014 10:47

    Ich weiß über diese Unsitten in den geschützten Bereichen, Ministerien, Magistraten, Landesregierungen, wo man ältere Mitarbeiter zu Frühpension nötigt bis zwingt, ihren Arbeitsplatz für Parteigünstlinge frei zu machen und in die Frühpension zu gehen. Berühmt ist der bei Siemens übliche 'Golden Handshake' für Mitarbeiter ab 55, denen man auf Steuerkosten kombiniert mit einem Firmenanteil diesen Übergang in die Frühpension 'versüßt', bzw. man auch diese Mitarbeiter dazu nötigt.

    Ich weiß aber auch, dass es als älterer Mitarbeiter sehr schwer ist, überhaupt noch eine Arbeit zu finden, nicht zuletzt von mir selbst, ich habe mich mit 48 Jahren dann halt selbständig gemacht und übe seither ein Gewerbe aus. Also auch für viele der so hinausgemobbten Mitarbeiter ist Frühpension die einzige Alternative.

    Es sind die Gewerkschaften, die das betreiben, um 'Arbeitsplätze zu schaffen'. Tatsächlich aber schaffen sie Frühpensionisten.

    Es sind die Gewerkschaften, die per Lohnlizitation, Kosten treiben, Konsum treiben, Steuern treiben, die gleichzeitig damit das Unternehmertum erschweren, die, bei Konzernen bereits sichtbar, damit die Arbeit vertreiben aus Österreich, die dann gleichzeitig aber auf diese Weise durch Schaffung von Frühpensionisten, Hacklerregelungen, Arbeitsstundenreduzierungen 'Arbeit schaffen' wollen, die sie bereits vertrieben haben aus Österreich.

    Die erhöhte Lebenserwartung, die hohe Schuldenquote, die Unfinanzierbarkeit des jetzigen Pensionssystem (wobei ich noch festhalten will, dass vor allem auch Gewerkschafter, Beamte und Politiker bis zum 30 fachen einer Mindestpension an Privilegienpension erhalten, wo bleibt da die 'Gerechtigkeit' ?) erfordern eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters. Auch dagegen kämpfen die Gewerkschaften.

    Also die Gewerkschaften kämpfen gegen die Arbeit, nach der Gesundheit das zweithöchste Gut der Menschen und der Gesellschaft, das heißt, sie kämpfen gegen die Gesellschaft und sie kämpfen gegen Österreich, gegen die Vernunft, sie kämpfen für Schulden.

    Die Gewerkschaften haben Österreich ruiniert und tun das weiter, solange es noch Kredit gibt.

    Gewerkschaften und Sozialdemokraten sind der Feind der Arbeit geworden, wie man ja auch beim Maiaufmarsch in Wien gesehen hat. Wer kam, die genötigten Müllräumer und Feuerwehrleute, die geköderten Gemeindewohnungs- und Sozialtürken und die sehr spärlich, von Arbeitern keine Spur, die haben längst in der FPÖ ihre Heimat gefunden. Und sie tun das weiter ...

    Beheben kann man das als Bürger nur bei der Wahl. Daher wäre zu überlegen, ob man nicht besser die besseren Sozialisten wählt, die Freiheitlichen, zumindest um diesen Filz bei den Sozialdemokraten und die Hirne der Gewerkschafter zu durchlüften, will Österreich überleben.

  17. Sandwalk
    08. Mai 2014 10:07

    Die "normative Kraft des Faktischen" (linkes Geschwurbeldeutsch) wird auch unsere Gesetzgeber eines Tages dazu zwingen, die Pensionsgrenze nach oben zu schieben.

    Woher kommt es, dass Frühpensionen als sozial gelten, was bekanntlich ein Widerspruch in sich ist? Frühpensionen für gesunde Menschen sind asozial. Ohne wenn und aber.

    Die "SPÖ" haben in den Siebzigerjahren den Begriff "Arbeitsleid" erfunden und auf alles ausgedehnt, was mit Sekundärtugenden (Pünktlichkeit, Fleiß, Verlässlichkeit, Zielstrebigkeit usw.) zu tun hat. Fleißige und verlässliche Leute wurden so lange als Streber und Schleimer diffamiert, bis diese soziale Geisteskrankheit sogar in die Schulen gesickert ist.
    Jetzt haben wir den Salat.

    Die SPÖ hat inzwischen etwas dazu gelernt, aber die ideologischen Rechtsnachfolger (die Grünen) machen munter weiter, unterstützt von kleinkarierten Hilfswilligen in den NGOs.

    Es wäre eine Herkulesaufgabe, diese Volkskrankheit zu heilen. Leider ist nirgendwo ein Herkules in Sicht.

    • Xymmachos
      08. Mai 2014 11:09

      Aha, "normative Kraft des Faktischen" ist also "linkes Geschwurbeldeutsch"? Interessant! Ich frag mich jetzt nur: haben's gegen den Georg Jellinek was wegen seiner rechtstheoretischen Positition - oder ist's eh nur, weil er a Jud' war?

    • Sandwalk
      08. Mai 2014 11:22

      @Xymmachos: Ich habe einige Jahre an deutschen Universitäten gearbeitet. "Normative Kraft des Faktischen" war ein regelmäßig verwendeter Begriff der (damaligen) Linken. Man könnte statt dessen auch einfacher sagen "Das ist halt so, und daran wird sich so schnell nichts ändern."
      Kein Geringerer als Noam Chomsky hat diese verschwurbelte Sprache immer wieder kritisiert. Er meinte sinngemäß, dass diejenigen, die nichts bis wenig zu sagen haben, sich hinter geschraubten Sprachwolken verstecken um die weniger Gebildeten ganz ganz schrecklich zu beeindrucken.
      Mit Antisemitismus hat meine Kritik aber schon gar nichts zu tun. Sehr viel aber mit der Wortkeulenkultur der Nichtssager.

    • Xymmachos
      08. Mai 2014 12:09

      Interessehalber: an welchen deutschen Universitäten haben Sie mit diesem Verständnis für Jellineks Werk (dessen Name Ihnen wohl bis soeben nichts sagte) gearbeitet? Und in welchen Funktionen?

    • Sandwalk
      08. Mai 2014 13:22

      Ich bin ein MINT-Mensch (naturwissenschaftlicher Sektor). Diese Feststellung muss genügen.

    • Xymmachos
      08. Mai 2014 20:06

      ok., als MINT konnten Sie mit dem Jellinek-Zitat natürlich nichts anfangen. Ihr naturwissenschaftliches Schwurbel-Wissen auf Materien, von denen Sie nichts verstehen, anzuwenden, zeugt allerdings von beachtlicher Präpotenz. Waren Sie in den "deutschen Universitäten" (die Mehrzahl wird mit Ehrfurcht zur Kenntnis genommen) jeweils als Aushilfskraft im Dekanat beschäftigt?

    • Sandwalk
      08. Mai 2014 21:17

      @Ximmachos: Aha, da wird jetzt jemand mangels an Argumenten persönlich. Aber geh. Muss das denn wirklich sein, mein linker Genosse? Ich war zuerst HiWi, dann Assistent mit Doktorat in Biochemie. Meine weitere Karriere steht hier nicht zur Debatte und geht niemanden etwas an. Meine vermeintliche "Präpotenz" war und ist nicht beabsichtigt, könnte sich sich aber aus der verschwurbelten Wahrnehmung gewisser (!) Geisteswissenschaftler gegenüber den Naturwissenschaften erklären. Alles klar?
      Ratschlag für die Zukunft: Mit Vermutungen und Unterstellungen unterlegtes Anpinkeln funktioniert nicht. Nicht einmal in der linken Reichshälfte, zumindest nicht in den regionen mit IQ>100.
      By the way: Habe ich Sie um Ihre Ausbildung gefragt. Nein! Es interessiert mich auch nicht.

    • Xymmachos
      09. Mai 2014 09:34

      Na also, geht ja. Und ein IQ über 100 wird dezent angedeutet? Wow! Wenn Sie jetzt noch in der Lage sind, meinen Nick richtig zu schreiben (Tip: altgriechisch, aber für MINTs ist das wohl nix?), glaub' ich Ihnen sogar den "Assistenten mit Doktorat" (in was immer).

    • Sonne (kein Partner)
      10. Mai 2014 09:05

      @ Sandwalk

      Ich möchte Ihnen zu Ihrer souveränen Haltung gratulieren.

      Menschen wie @Xymmachos disqualifizieren sich durch solche Untergriffe, diese latente Aggression in den Sätzen, ganz von selbst.

  18. terbuan
    08. Mai 2014 08:36

    Der Herr Kardinal hat doch erst gestern einen Solidaritätsbesuch bei den 48ern (Müllabfuhr in Wien) medienwirksam mit einer orangen Arbeitsweste zelebriert. Da hat man ihm sicherlich auch die Segnungen des "Sozialen Wiens" bezüglich Frühpensionierungen und anderen Wohltaten der rotgrünen Verwaltung nahe gebracht, die er bestimmt wohlwollend zur Kenntnis genommen hat.
    Gegenteiliges hat man jedenfalls nicht gehört!

    • Pumuckl
      08. Mai 2014 11:32

      Ein Besuch des Kardinals in der Abrbeitswelt sollte ja ein häufiges und ganz selbstverständliches Ereignis sein.

      ° Es stellt sich nur die Frage ob die Rathaus - Nomenklatura auch einen Kirchenfürsten zu ihren Hacklern gelassen hätte, welcher aus solchem Holz wie der ebenfalls hochgebildete Theologie-Professor Dr. Kurt Krenn "geschnitzt" wäre! ! !

      ° Es ist interessant unter GRAF HUGO DAMIAN SCHÖNBORN, dem Vater des Kardinals zu googeln. Es finden sich viele Hinweise darauf, daß er ein hochrangiger Freimaurer war.

      ° Graf Hugo Damian Schönborn ließ sich im März 1959 von der Mutter seiner 4 Kinder scheiden, kehrte aber später zu seiner Familie nach Schruns zurück und wurde, wie man dort erzählt, bis zu seinem Tod 1979 von der Mutter seiner Kinder aufopfernd gepflegt.

      Unser Kardinal war in dieser Zeit im nahen Freiburg / Schweiz Professor. Von vielen Begegnungen mit seinem Vater, der damit sicher reichlich Gelegenheit hatte, dem jungen Theologen " Ideale " der Freimaurer nahe zu bringen, kann man ausgehen.
      Wenn Kardinal Schönborn kein Freimaurer wäre, wurde er jedenfalls mit Sicherheit über seinen Vater mit diesem " elitären " Männerbund eng vernetzt und unterliegt dessen Einfluß ! ! !

      ° Manches, was uns an unserem Kardinal befremdlich auffällt, könnte dadurch erklärbar werden.

      ° Freimaurer schwurbeln in ihren Schriften inzwischen bereits schwärmerisch von einer ÖKUMENE KIRCHE - FREIMAUREREI.

      ° Die Offenheit der Rathaussozialisten für Besuche des Kardinals bei Ihrer Belegschaft könnte auch in den familiär - freimaurerischen Wurzeln des Kardinals begründet sein.

    • zauberlehrling
      08. Mai 2014 11:45

      Jetzt warte ich nur noch, daß der Herr Kardinal mit dem Herrn Bürgermeister einen Heurigenbesuch absolviert.

  19. Pumuckl
    08. Mai 2014 07:53

    EIN SITTENBILD DER DEKADENZ

    Wortgetreu aus der " Krone " 3. April 2014 von Alex Schönherr:

    SCHLEICH DICH DOCH IN DIE FRÜHPENSION !
    Offiziell will die Politik Menschen länger im Aebeitsprozess halten. Doch im Magistrat sieht die Sache offenbar anders aus. Arbeitswillige ab 55 würden mit allen Mitteln hinausgebissen, erzählen zwei Betroffene (57 und 60 Jahre). Grund: Die Gewekschaft wolle die Dienstposten für ihre Günstlinge freibekommen.

    Aus Angst vor Repressalien möchten beide anonym bleiben. Doch was sie berichten, ist haarsträubend:
    "Mein Auto wurde vor der Dienststelle mehrfach beschädigt. Untergebene haben sich meinen Anweisungen offen widersetzt. Ohne Folgen. Das geht nur mit Deckung von oben und der Gewerkschaft", so der 60-Jährige. Auch der Ärztliche Dienst spielt mit.
    "Derzeit werden die Jahrgänge 1957 und 1958 ANGESCHAUT " Wer seinen Arbeitsplatz partout nicht räumen will, werde von Kollegen verbal angegriffen:
    " Schleich dich endlich in die Pensi du A.... ".
    Grund dafür: Wird ein höherer Posten frei, rückt ein ganzer Rattenschwanz nach,
    und mehrere Leute klettern in der Hierachie nach oben.
    Das Durchschnittspensionsalter im Magistrat liegt bei 54,27 Jahren. Das kostet den Steuerzahler 200 Millionen € im Jahr, wettert VP-Gemeinderat Wolfgang Ulm.
    Laut einem Betroffenen würde jeder 10. Bedienstete gerne länger arbeiten - soferne das Betriebsklima passt.

    So weit der Bericht aus der Krone.
    Daß z. B. der von der SPÖ für wichtige, noch viel höhere Ämter "angedachte " Sozialminister Rudolf Hundsdorfer in diesem marxistischen Sumpf groß geworden ist, muß schon nachdenklich machen!

    • Pumuckl
      08. Mai 2014 08:16

      Kürzlich hörte ich einen Vortrag von ABTPRIMAS BERNHARD BACKOVSKY mit dem Titel:
      DIE INTERNATIONALITÄT DES STIFTES KLOSTERNEUBURG UND SEINE SOZIALEN UND WIRTSCHAFTLICHEN VERPFLICHTUNGEN IM IN-UND AUSLAND.

      Daß dort ökonomische Vernunft, glaubwürdiges Christentum und soziales Engagement mit der Bewahrung abendländischer Hochkultur vereint werden, hat Abtprimas Backovsky sehr glaubhaft vermittelt.

    • Pumuckl
      08. Mai 2014 08:35

      Sind das ihre Vorstellungen, wenn SOZIALISTEN davon sprechen, ARBEITSPLÄTZE ZU SCHAFFEN ? ? ?

    • Nestor 1937
      08. Mai 2014 10:51

      Ein gutér Freund von mir, ziemlich hoher Gemeindebeamter von Wien, berichtete mir das gleiche. Er wurde mit 60 brutal hinausgemobbt, weil man den Posten für einen SP-Günstling brauchte (der dann nichts taugte!)

    • Isabella (kein Partner)
      09. Mai 2014 12:29

      @Pumuckl

      Genauso schaut's aus, deshalb hat man ja gegen die Beamten so mobil gemacht um die anständigen Beamten aus dem Weg zu räumen, die sich auch an die Gesetze hielten. Dann war der Weg frei für das linke Gesocks und der Bürger dachte, dass jetzt mit den faulen Beamten aufgeräumt wurde, dabei hat man dadurch erst die mafiösen Strukturen ausweiten können. Immer wenn gegen eine Gruppe von Menschen politisch und medial gehetzt wird, kann man sicher sein, dass man sich nur der Mitarbeiter entledigen will, die nicht mitmachen wollen bei korrupten Aktionen.
      Wie überall wird das Teile (Spalte) - und Herrsche-Prinzip angewendet um die linken Agenden duchzudrücken.
      Würden die Gesetze für alle Menschen gleich angewendet (wie beim kleinen innländischen Bürger), so vermute ich mal, gäbe es keine Korruption und Missbrauch. Und die Kültürbereicherer würden auch nicht hierherkommen. Die Wahrheit ist, dass die Regierung selbst die größte Mafia ist (weltweit).

      Wir werden überall abgezockt!

      Noch etwas Interessantes hier:
      Unser Geldsystem ist Sozialismus für Reiche
      (nicht verwecheseln: gemeint Superreichen, die ihr Geld niemals durch ehrliche Arbeit anhäuften)

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article127643658/Unser-Geldsystem-ist-Sozialismus-fuer-Reiche.html

      Das staatliche Papiergeldsystem sorgt für eine systematische Umverteilung von Arm nach Reich. Vermögende werden bevorzugt. Und das Finanzsystem hat mit Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun.

      Oder hier:
      Jetzt spricht auch ein Schweizer Politiker offen aus, was die Spatzen schon von den Dächern pfeiffen (aber leider nicht thematisiert wird, man erinnere sich an Franz Hörmann, den man zuerst ignoriert hat, dann lächerlich und zum Schluss sogar mit der Nazi-Keule gewunken hat, nur weil er die Wahrheit, wie so viele ander Experten ausspricht)
      Schweizer Politiker:Geldsystem ist ein grosses Betrugssystem-Mai 2014
      http://www.youtube.com/watch?v=Z0tDj1FHA6I#t=154

      Sogar eine Deutsche Sparkassen-Filiale the

    • Isabella (kein Partner)
      09. Mai 2014 12:32

      Kleine Sparkassenfiliale öffentlich auf ihrer Hompage:
      Der Zinseszinseffekt

      Darüber sind sich selbst die Fachleute selten einig. Ist es die Finanzpolitik? Sind es die nationalen oder internationalen Zentralbanken? Nein, es ist ein Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem: der Zins auf Zins.
      https://www.spk-ro-aib.de/privatkunden/zins_und_boerse/thema_des_monats/zinseszinseffekt/index.php

    • Knut (kein Partner)
      10. Mai 2014 07:45

      Es wird ja beim Magistrat ähnlich sein wie im Innenministerium: Die Beamten, die in die Frühpension verfrachtet wurden - wegen z.B: Außendienstunfähigkeit (im Innendienst sind die Stellen zwischenzeitlich mit billigeren VBs besetzt), Insubordination (also jene, die sich nicht alles gefallen lassen) - fallen nicht mehr in die Kalkulation vom jeweiligen Ressort, sondern werden der Pensionsversicherungs-Anstalt zugerechnet.

      So hat das Ministerium (oder Magistrat) dann zwar eingespart, aber den Steuerzahler kommt das Ganze im Endeffekt teurer.

      Von den (politisch motivierten) Umbesetzungen müssen wir gar nicht reden - das kostet auch Unsummen und ist zudem mit vielen Krankenständen etc. verbunden.

    • UKW (kein Partner)
      10. Mai 2014 08:44

      Die frei werdenden Posten sind nicht nur für die Günstlinge der Gewerkschaft gedacht, sondern auch für die Günstlinge der SPÖ, wobei sich diese fast immer überschneiden. Die einen Parteimitglieder rücken auf Betreiben der Gewerkschaft nach, die anderen Parteimitglieder bekommen von der SPÖ erstmals einen Job bei der Stadt zugeschanzt.

      Der größte Skandal ist ohnehin, dass kein Medium hinterfragt, ob die vielen Jobs, die jährlich in der Stadt vergeben werden, überhaupt ausgeschrieben wurden. Und falls ja, wie fair die Auswahl ist. Habe noch nie ein Inserat in einer Zeitung gelesen, dass ein Müllmann oder Verwaltungbeamter gesucht wird.

      In anderen Ländern würden man ihnen den Prozess machen.

      Ohne SPÖ-Mitgliedschaft bekommt man bei der Gemeinde höchsten einen Job als Krankenschwester oder Altenpfleger, weil man dafür einen spezielle Ausbildung benötigt und diese Jobs relativ unbeliebt sind, trotz guter Zulagen.

      Häupl-Kritik ist in der Krone offenbar ein Tabu und wird mit Gotteslästerung gleichgesetzt. Die Partei darf man ein bisserl kitzeln, aber den Häupl? Undenkbar. Habe dort noch nie eine echte Kritik über den Häupl gelesen. Nicht einmal der Jeanneeee traut sich das.

  20. brechstange
    08. Mai 2014 07:33

    Hat jetzt die österr. Kirche Position gegen die Ökonomische Sozialinitiative der deutschen Bischöfe bezogen? Oder wie begründet sich jetzt die Kritik auf die Kirchenvertreter?
    Denn es könnte ja auch sein, dass nicht passende Meinungen in den österr. Medien gar nicht transportiert werden.

    • A.K.
      08. Mai 2014 09:16

      @brechstange:
      Bravo zu: "...Denn es könnte ja auch sein, dass nicht passende Meinungen in den österr. Medien gar nicht transportiert werden."
      Wegschauen und Schweigen, wenn es nützlich scheint, nimmt immer stärker zu!

  21. simplicissimus
    08. Mai 2014 07:26

    Natuerlich soll man solange arbeiten, als man noch entsprechend kann.
    Haetten wir allerdings mehr Kinder, waere das Problem von selbst entschaerft.
    Diese furchtbare Entbehrung will aber heute kaum jemand mehr auf sich nehmen.

    • A.K.
      08. Mai 2014 09:18

      @simplicissimus:
      Richtig: "Haetten wir allerdings mehr Kinder, waere das Problem von selbst entschaerft."

    • Milchmädchen-Mann
      08. Mai 2014 11:00

      Milchmädchenrechnung:

      Der demographische Druck auf das Pensionssystem hat zwei Ursachen.

      Das eine ist der Mangel an Kindern (bzw. gut ausgebildeten Einwanderern), die zu einem Schwund an Einzahlern führt.
      Das andere ist die steigende Lebenserwartung, die zu einem Anstieg der Bezieher führt.

      Mit mehr Kindern wäre das Problem daher zwar entschärft, aber nicht gelöst. Es sei denn die Bevölkerung würde so stark wachsen, dass die das Wachstum der Bezieher ausgleichen. Was aus anderen Gründen langfristig nicht funktionieren würde.

      Und selbst wenn jetzt der absolute Babyboom ausbrechen würde (was unwahrscheinlich ist) würde uns das mittelfristig nicht helfen. Denn nachdem die letzten Babyboomer in Pension gegangen sind (bald!) und bevor die neuen Babyboomer erwerbsfähig sind liegt jedenfalls eine zeitliche Lücke, durch den wir mal irgendwie durchkommen müssten. Wenn das auf Pump passiert steigt der Schuldenberg den die nächsten Babyboomer abarbeiten müssen, was noch mehr Kinder benötigt.

      Mehr Kinder sind also zwar sinnvoll, aber als Lösung für das Pensionssystem wird der Ansatz nicht reichen.

      Es gibt noch vier andere Lösungsansätze, die mir als nicht-Experte einfallen:
      1. Niedrigere (staatliche) Pensionen
      2. Höheres Pensionsantrittsalter
      3. (Noch) höhere Belastung für die Erwerbstätigen
      4. Sparen in anderen Bereichen zur Querfinanzierung

      Drei davon kommen mir sinnvoll vor.

    • complicissimus
      08. Mai 2014 12:03

      Das Problem waere entschaerft.
      Das hat simplicissimus geschrieben, er hat nicht Loesung gesagt.
      Und eine Milchmaedchenrechnung ist eine, die nicht stimmt.
      Sie sagen aber selber, dass mehr Kinder sinnvoll ist, jedoch wenn wir noch mehr Schulden machen, es auch nicht reicht.
      Natuerlich, wenn ich mit angeschnalltem Gurt auf 200 beschleunige und gegen die Betonwand krache, bin ich trotz Gurt hin.
      Was wollen Sie denn demonstrieren mit diesem Kommentar?
      Dass man mit jeder Bemerkung ein Komplettloesungsprogramm mitliefern MUSS?

    • Milchmädchen-Mann
      08. Mai 2014 15:42

      Das Problem waere entschaerft.
      Das hat simplicissimus geschrieben, er hat nicht Loesung gesagt.
      Das habe ich auch geschrieben, und ihm also recht gegeben.
      Außerdem habe ich weitere Faktoren ergänzt. Wo ist also das Problem? Habe ich aus Ihrer Sicht irgendwas falsch dargestellt?

      Milchmädchenrechnung bezog sich nicht auf den simplicissimus-Beitrag, sondern auf meinen. Daher der Doppelpunkt nach dem einleitenden Wort.
      Klar, im allgemeinen wird damit spöttisch abfällig eine naive und zu simple Sichtweise verunglimpft (das sie nicht stimmt ist nichtmal gesagt).
      Ich verwende die Bezeichnung aber mit voller Absicht anders, weil nach meiner Erfahrung erstaunlich oft die naive und simple Sichtweise den komplexen Expertenmeinungen überlegen ist. Zumindest wenn es um Politik geht.
      Daher auch mein Name.

  22. mischu
    08. Mai 2014 01:55

    Unsere kirchlichen Würdenträger in Österreich melden sich nicht einmal zu Wort, wenn ihre "Arbeitsstätten" jetzt fast schon täglich verwüstet werden.
    Was soll man da noch erwarten?

    Ich plädiere für ein flexibles Pensionsantrittsalter mit entsprechenden Zu- und Abschlägen, denn für schwere körperliche Arbeit kann bereits ein Alter von 65 Jahren zum Problem werden, während Menschen auf anderen Gebieten tatsächlich noch bis 70 und länger tätig sein möchten.

    Ein großer Erfolg und eine Entlastung des Systems wäre in unserem Land jedoch bereits, wenn man endlich das faktische Pensionsalter einhielte, aber auch davon sind wir weit entfernt!

    • kritikos
      08. Mai 2014 02:07

      Ich gebe Ihnen völlig recht. Aber wer "bekehrt" die Sozialisten und Grünen (und etliche andere) von der Notwendigkeit der Alterserhöhung.
      Und die kath. Kirche befindet sich offenbar in den Klauen des Herrn Landau. Will er mehr werden? Man sollte ihn in eine Dorf-Pfarre entsenden!





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