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Die Lachnummer namens Transaktionssteuer

Eigentlich ist es nur noch zum Lachen: Es gibt bis heute nicht einmal einen EU-Entwurf zur Finanztransaktionssteuer, den alle Befürworter diese Steuer befürworten würden. Man ist sich lediglich darin einig, dass bis Jahresende ein solcher kommen solle. Das ist freilich schon seit Jahren zu hören. Übrigens ist auch „man“ schwer übertrieben: Bei der jüngsten EU-Finanzministersitzung waren es ganze 10 von 28 Finanzministern. Jetzt ist mit Slowenien auch Nummer Elf (vorerst?) abgesprungen.

Es ist halt wie bei den zehn kleinen Negerlein (oder wie das sonst für politisch Korrekte heißen mag), die ich als Kind auch immer sehr witzig gefunden habe.

Auch bei den Zehn werden immer mehr immer zurückhaltender. Etwa Leithammel Deutschland. Dann man kommt zunehmend drauf, dass da von einem blühenden Unsinn geredet wird, die nur Linksaußen-„Ökonomen“ wie ein Herr Schulmeister befürwortet.

In Österreich sind Regierung und große Teile der Opposition freilich überraschend einig, dass diese Steuer kommen solle. Warum? Die Antwort ist einfach: Hier sitzt ja im Nationalrat kein einziger, der sich mit Aktien und dergleichen auskennen würde. Und Aktienbesitzer sind am Wahltag nur eine Minderheit und jedenfalls etwas Böses.

Dass die Regierung das Geld aus dieser neuen Steuer kassieren möchte, ohne im Gegenzug die Einkommensteuer senken zu wollen, ist eine zusätzliche Provokation. Auch die SPÖ spricht ja von einer Einkommensteuersenkung nur für den Fall der imaginären „Millionärssteuer“, für die sie aber bis heute keinen Gesetzesvorschlag vorzulegen imstande ist. Weil diese halt ebenso ein Unsinn ist.

Die Finanztransaktionssteuer ist nicht nur deswegen falsch, weil jede weitere Besteuerung in Höchststeuerländern ein absoluter Wahnsinn ist. Sie würde darüber hinaus auch deshalb schwer schaden, weil sie die Vertreibung von Aktiengesellschaften noch beschleunigt. Das ist in Österreich in Zeiten, wo von der Voestalpine bis zur Erste Bank die Übersiedlung ins Ausland immer konkreter wird, besonders selbstbeschädigend.

0,1 Prozent klingt zwar gewiss harmlos. Nur führt auch dieser Betrag zu sofortigen Reaktionen, weil er ja in vielen Fällen öfters fällig wird. Oder werden dürfte.

Dabei weiß man nicht einmal noch, ob – und wie! – die neue Steuer etwa auch dann kassiert werden soll, wenn beispielsweise ein Aktienhändler in Singapur ein Österreich-Paket nach Hongkong verkauft. Oder wenn diese Aktien von einem dortigen Fonds gekauft werden, der dann weltweit immer weiter gehandelt wird. Oder wenn eine ausländische Aktiengesellschaft in vielen Ländern Niederlassungen hat.

Noch gefährlicher ist, dass Aktiengesellschaften schneller als man denkt in ein anderes Land übersiedeln können, wo keinerlei Transaktionssteuer fällig wird. Das geht noch viel rascher als ein Voest-Neubau in Texas anstelle von Linz.

Von den Derivaten wird fast überhaupt nicht mehr gesprochen. Deutschland will sie vorerst doch nicht besteuern. Zum Glück! Bei diesen geht es etwa darum, dass die Aua den Spritpreis mit solchen Derivaten gegen plötzliche Änderungen absichert, weil sie ja Monate vorher schon Tickets zu einem fixen Preis verkauft. Derivate sind zwar in Politikerreden, bei linken Theoretikern und Boulevardmedien etwas furchtbar Böses, in Wahrheit aber meist sehr notwendig.

Längst hat man das Gefühl, dass kaum ein Land noch diese Steuer wirklich haben will, seit sich echte Experten näher damit befassen. Nur gibt man das aus innenpolitischen Gründen nicht gern zu. Und streichelt, pardon: beredet diese Steuer halt so lang, bis sie tot und vergessen ist.

Lediglich noch Michael Spindelegger und Werner Faymann glauben daran. Ob das für sie spricht?

PS: Im Vergleich zu dieser Finanzaktions-Lachnummer ist zu loben, dass Außenminister Kurz in Sachen Ukraine rasch dazugelernt hat. Er hat rund um das Europarats-Treffen zum richtigen Zeitpunkt ernst geschaut und zum richtigen gelächelt, er hat nichts Falsches gesagt oder gar versprochen und geradezu staatsmännisch gewirkt. Das ist anzuerkennen, da Kurz hier gerade wegen seiner anfänglich recht dümmlichen Worte in Sachen Ukraine noch sehr hart getadelt werden musste.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2014 07:36

    Die "Presse" heute im Doppelpack zu einer überfälligen Steuerreform.

    Josef Urschitz schreibt über
    "Ein Rezept gegen die drohende Steuerrebellion"

    ......"Fast ebenso brillant agiert der Regierungschef, der es für eine „Steuerreform“ hält, auf die höchste Steuer- und Abgabenquote aller Zeiten noch ein paar „Millionärssteuern“ draufzupappen, die im Endeffekt der Mittelstand pecken wird.

    Von Strukturreformen auf der Ausgabenseite redet dagegen keiner. So, als würde der Staat nicht in Steuergeld schwimmen wie noch nie und als hätte er ein Einnahmen- statt ein Ausgabenproblem. Am Ende wird dann eine der üblichen Steuerreformkommissionen den Klimawandel durch die Produktion von Megatonnen an heißer Luft verschärfen. Und 2016 wird man uns dann wieder einmal eine leichte Teilkorrektur der kalten Progression als Steuerreform verkaufen.

    So nicht, meine Herren! Wir wollen jetzt eine echte Reform, die so aussieht: In Stufe eins indexieren wir einmal die Steuerstufen und schaffen damit die kalte Progression ab. Als Gegenfinanzierung bietet sich ein Durchforsten des heimischen Förderwildwuchses an, das kurzfristig ein paar Milliarden freischaufeln könnte."......

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/3801857/Ein-Rezept-gegen-die-drohende-Steuerrebellion?_vl_backlink=/home/index.do

    So ähnlich sollte es laufen hätten wir nicht einen Klientel-Selbstbedienungsladen, dessen Kreativität sich darin erschöpft, neue, unsinnige und wenig Ertrag bringende Steuern zu erfinden!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2014 10:57

    War es nicht genau unser SPÖ-Kanzlerdarsteller, der sich noch im Herbst vor den Nationalratswahlen europaweit als Erfinder dieses Rohrkrepierers von Finanztransaktionssteuer stark machte und Österreich weiterhin als Hochsteuerland positionieren bzw. zu trauriger Berühmtheit führen möchte?

    Wir müssen dringender denn je diesen linken Raubzugsphantasien bei den EU-Wahlen die längst fällige Antwort erteilen und RECHTS wählen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2014 06:27

    "Steuerlast: Bei 1410 Euro netto kassiert der Staat 1215 Euro"
    Presse-Artikel.
    Wozu sich anstrengen, wenn man mit Grundsicherung und Kinderbeihilfe zusammen bald genausoviel erhalten kann?
    Die unersättliche Verschwendungs- und Alimentierungsmaschinerie sinnt auf neue Steuern. Wofür? Um ein Loch zu stopfen, damit man ein neues öffnen kann?
    Das bei weitem meiste Geld fliesst ins Sozialsystem.
    Einsparungen sind aber überall möglich um das Steuerniveau zu senken.

    In einer anstehenden dringend notwendigen Reform gehört die Einkommenssteuer für kinderreiche Familien dramatisch gesenkt, um es unseren Frauen wieder attraktiv zu machen, Mutti und Hausfrau zu seien. Mutti, die sich um ihre Kinder kümmert, die später unsere Pensionen sichern.
    Diese Muttis machen Kindergärten, Pensionsprobleme, Sozialleistungen an ineffiziente Wirtschaftsflüchtlinge und Familienzuzug unnötig.
    Tschin-bumm-US-movies mit Supergirl in der Hauptrolle sehen wir uns als entspannendes Märchenkuriosum gemeinsam am Abend an.

    Wir müssen unsere Probleme nicht importieren.
    Wir können sie selber lösen.
    Und gleichzeitig das Budget finanzieren.
    Ein ausgeglichenes BUudget, wohlgemerkt.
    Es wäre ganz einfach.
    Durch radikale Änderung unserer vollkommen verfahrenen Gesellschaftspolitik.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2014 10:06

    Die Linke, eine Baustelle.

    Ich verstehe zu wenig von Aktien, um die Auswirkung einer solchen, wie beschrieben unnötigen, Steuer abschätzen zu können. Was ich aber sehe und spüre ist die hohe Steuerlast, die auf uns lagert, neben den hohen Preisen, den hohen Gebühren für oft unnötige Verwaltung, etc.

    Daher wieder die alten Forderungen:

    Verwaltungsreform
    Steuerreduktion
    Föderalismusentschlackung
    Budgetdisziplin
    Förderungsreduktion
    Gesetzesvereinfachung (die meisten sind unnötig)
    kritischere Betrachtung der EU Machenschaften
    EU Politik
    Europolitik
    Privilegienabbau
    Schulden(abbau)politik
    .....

    Es gäbe viel zu tun.

    Jedenfalls haben wir zufolge der Versäumnisse der letzten 45 Jahre pro Staatsbürger unbezahlbare Schulden angehäuft, die die Reformen umso notwendiger machen würden.

    http://www.staatsschulden.at

  5. Ausgezeichneter KommentatorEco
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Mai 2014 13:01

    Die Transaktionssteuer wird sicher nicht kommen, es sei denn, Österreich würde sie im Alleingang zum Schaden des Finanzplatzes und der Wiener Börse einführen.
    Vergessen wird, dass auch die Fonds mit Aktienanteilen betroffen wären. Fonds sind verpflichtet, Aktien bestmöglich zu kaufen und zu verkaufen. Das betrifft nicht die oft gescholtenen " Millionäre " ( die bevorzugen andere Anlagemöglichkeiten ) sondern zahlreiche Sparer, die auf Anraten der Geldinstitute vom Sparbuch zu Fonds gewechselt sind.
    Das gleichbleibende Geplappere von Faymann und Spindelegger beweist allemal deren Unfähikeit und deren unintelligentes Beharren im Irrtum

  6. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 10:11

    Die Finanztransaktionssteuer wird bestenfalls ein Rohrkrepierer.

    Zum einen gibt es seit Monaten Überlegungen seitens der Anleger wie man diese umgehen kann, z.B. in dem man Wertpapiere in einen Fonds, registriert außerhalb der EU, einbringt und dann mit Anteilen an diesem Fonds handelt.
    Zum anderen gibt es kaum noch interessante Papiere welche in großen Volumen zu handeln sich für einen Trader lohnt.

    Nachdem die wichtigsten Handelsplätze wie London oder Frankurt vermutlich sowieso nicht mitmachen werden ist das Problem auf dem besten Wege eine Minderheitennummer zu werden und gerade mal dafür geeignet für einige kleine Märkte wie die wiener Börse ein Nachteil zu sein.

    Außereuropäische Marktplätze wie Shanghai, Tokiyo oder Singapore werden dann eben kaum noch als Handelsplatz für europäische Papiere in Frage kommen oder einfach gleich diese Papiere auslisten wenn der Aufwand für eine mögliche Besteuerung zu hoch wird.
    Die reagieren da sehr empfindlich.

    Also wird es einen massive Kapitalabfluß, sinkende Handelsvolumina und massive Probleme bei IPOs geben.
    Das wird dann eben auch zur Abwanderung der Firmen an andere Handelsplätze führen.
    Warum sollte eine VOEST denn auch in Europa zu Hause sein, wenn es anderswo günstiger und besser ist?

    Es wird also nicht viel von der Tobin Tax überbleiben als ein Wahlkampfgag für die bildungsfernen Schichten denen man damit vorgaukelt, man würde die "Reichen" und die "Bankster" doch einmal so richtig zur Brust nehmen.

    Das allerdings war schon vor mehr als zwei Jahren klar, als die ersten Details der geplanten Finanztransaktionssteuer bekannt wurden.
    Schon damals wurden viele Szenarien für Abwanderungen in Auftrag gegeben und durchgerechnet und einige davon sind bereits soweit, daß sie jederzeit umgesetzt werden.

    Meine Firma freut sich daher explizit über jeden solchen Vorschlag, wir leben sehr gut von der Panik welche diese Regierungen und die EU unter Investoren verbreiten.

    Danke Werner, Michael und Manuel

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    1x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Mai 2014 10:11

    Die Finanztransaktionssteuer wird bestenfalls ein Rohrkrepierer.

    Zum einen gibt es seit Monaten Überlegungen seitens der Anleger wie man diese umgehen kann, z.B. in dem man Wertpapiere in einen Fonds, registriert außerhalb der EU, einbringt und dann mit Anteilen an diesem Fonds handelt.
    Zum anderen gibt es kaum noch interessante Papiere welche in großen Volumen zu handeln sich für einen Trader lohnt.

    Nachdem die wichtigsten Handelsplätze wie London oder Frankurt vermutlich sowieso nicht mitmachen werden ist das Problem auf dem besten Wege eine Minderheitennummer zu werden und gerade mal dafür geeignet für einige kleine Märkte wie die wiener Börse ein Nachteil zu sein.

    Außereuropäische Marktplätze wie Shanghai, Tokiyo oder Singapore werden dann eben kaum noch als Handelsplatz für europäische Papiere in Frage kommen oder einfach gleich diese Papiere auslisten wenn der Aufwand für eine mögliche Besteuerung zu hoch wird.
    Die reagieren da sehr empfindlich.

    Also wird es einen massive Kapitalabfluß, sinkende Handelsvolumina und massive Probleme bei IPOs geben.
    Das wird dann eben auch zur Abwanderung der Firmen an andere Handelsplätze führen.
    Warum sollte eine VOEST denn auch in Europa zu Hause sein, wenn es anderswo günstiger und besser ist?

    Es wird also nicht viel von der Tobin Tax überbleiben als ein Wahlkampfgag für die bildungsfernen Schichten denen man damit vorgaukelt, man würde die "Reichen" und die "Bankster" doch einmal so richtig zur Brust nehmen.

    Das allerdings war schon vor mehr als zwei Jahren klar, als die ersten Details der geplanten Finanztransaktionssteuer bekannt wurden.
    Schon damals wurden viele Szenarien für Abwanderungen in Auftrag gegeben und durchgerechnet und einige davon sind bereits soweit, daß sie jederzeit umgesetzt werden.

    Meine Firma freut sich daher explizit über jeden solchen Vorschlag, wir leben sehr gut von der Panik welche diese Regierungen und die EU unter Investoren verbreiten.

    Danke Werner, Michael und Manuel


alle Kommentare

  1. Tik Tak (kein Partner)
    08. Mai 2014 19:45

    Sorry, ich konnte nicht widerstehen, das passt zu gut auf die aktuelle Regierung:

    THE GOVERNMENT'S NEW SYMBOL IS THAT OF A CONDOM,
    because it more accurately reflects
    the government's political stance....

    A condom allows for inflation,
    halts production,
    destroys the next generation,
    protects a bunch of dicks,
    and gives you a sense of security
    while you're actually being screwed !

  2. Black Ice (kein Partner)
    08. Mai 2014 18:41

    So einfach kann man dieses Thema sicher nicht abhandeln, Herr Unterberger. Und vergessen sie nicht, dass selbst Schüssel einmal für die Tobin Tax war. Die Idee dafür ist wahrscheinlich aus der Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte geboren - einer Meinung, die von klugen Menschen vertreten wird. Ob diese Finanztransaktionssteuer die richtige Wahl ist, darf allerdings bezweifelt werden.

  3. Rau
    08. Mai 2014 16:46

    Beides die Tobin Tax sowie Derivate kann man nicht in so knappen Sätzen abhandeln, wie es hier geschieht, im Falle von Derivaten auch noch mit dem flapsigen Nachsatz, dass diese "für Linke etwas ganz Böses" wären.

    Sand ins Getriebe, nicht Sand in die Augen der Leser, lieber Hr. Dr. Unterberger. Die Tobin Tax hatte kurzfristige Währungsspekulationen im Visier, und hat mit dem vorliegenden Entwurf wenig zu tun.

    Hedging ist an und für sich was Gutes, wenn sich Handelspartner gegen Kursrisiken absichern. Derivate haben aber auch gewaltige Sprengkraft, wenn Finanzbetrug in grossem Stil stattfindet und Bad Banks wie Pilze aus dem Boden schiessen.
    Wenn ich aus dem Ruin eines ganzen Landes Milliardengewinne ziehen kann, dann stimmt irgendetwas grundsätzlich nicht!

  4. Christlicher Geistheiler (kein Partner)
    08. Mai 2014 13:55

    Die Situation verbessert sich explosionsartig zunehmend. U. a. durch das 1-l-Auto, das S-House, Rawlemon-Solartechnologie und Geistiges Heilen (gemäß C. G. Jung). Sinnvoller als eine Transaktionssteuer sind Schwundgelder ("Chiemgauer").

  5. Isabella (kein Partner)
    08. Mai 2014 12:24

    Wer's noch nicht kennt .... 1:41 Min. die es in sich haben!
    Halten sie uns alle für total blöd,sag a mal ....
    Pro und Kontra - Puls4
    Zuschauer spricht die Wahrheit aus
    http://www.youtube.com/watch?v=al0ZeX9S95Y

  6. fewe (kein Partner)
    08. Mai 2014 11:52

    In diesem Zusammenhang fällt mir auf, dass man eigentlich einen Freibetrag für die KEST endlich einmal einführen könnte. In Deutschland sind das 800 EUR Freibetrag pro Jahr. In Österreich war das früher nicht realisierbar mit dem Argument, dass es ja das Überbringersparbuch gibt und daher nicht eindeutig ist, wie viel jemand insgesamt an Zinsen bekommt.

  7. Torres (kein Partner)
    08. Mai 2014 11:12

    Dazu kommt ja noch, dass die Banken diese Steuer ja wohl kaum aus ihrer Privatschatulle zahlen werden, sondern sie natürlich den Kunden in Form von höheren Gebühren aufrechnen werden, bzw. es soffenbar schon vorsorglich getan haben. Es wird ja niemandem, der über ein Bankkonto verfügt, entgangen sein, dass die Banken gerade vor ein paar Wochen ihre Gebühren einträchtig und gleichzeitig (wo bleibt da eigentlich die großartige Wettbewerbsbehörde, die Preisabsprachen verhindern bzw. bestrafen soll?) erhöht haben.

  8. Tik Tak (kein Partner)
    08. Mai 2014 10:11

    Die Finanztransaktionssteuer wird bestenfalls ein Rohrkrepierer.

    Zum einen gibt es seit Monaten Überlegungen seitens der Anleger wie man diese umgehen kann, z.B. in dem man Wertpapiere in einen Fonds, registriert außerhalb der EU, einbringt und dann mit Anteilen an diesem Fonds handelt.
    Zum anderen gibt es kaum noch interessante Papiere welche in großen Volumen zu handeln sich für einen Trader lohnt.

    Nachdem die wichtigsten Handelsplätze wie London oder Frankurt vermutlich sowieso nicht mitmachen werden ist das Problem auf dem besten Wege eine Minderheitennummer zu werden und gerade mal dafür geeignet für einige kleine Märkte wie die wiener Börse ein Nachteil zu sein.

    Außereuropäische Marktplätze wie Shanghai, Tokiyo oder Singapore werden dann eben kaum noch als Handelsplatz für europäische Papiere in Frage kommen oder einfach gleich diese Papiere auslisten wenn der Aufwand für eine mögliche Besteuerung zu hoch wird.
    Die reagieren da sehr empfindlich.

    Also wird es einen massive Kapitalabfluß, sinkende Handelsvolumina und massive Probleme bei IPOs geben.
    Das wird dann eben auch zur Abwanderung der Firmen an andere Handelsplätze führen.
    Warum sollte eine VOEST denn auch in Europa zu Hause sein, wenn es anderswo günstiger und besser ist?

    Es wird also nicht viel von der Tobin Tax überbleiben als ein Wahlkampfgag für die bildungsfernen Schichten denen man damit vorgaukelt, man würde die "Reichen" und die "Bankster" doch einmal so richtig zur Brust nehmen.

    Das allerdings war schon vor mehr als zwei Jahren klar, als die ersten Details der geplanten Finanztransaktionssteuer bekannt wurden.
    Schon damals wurden viele Szenarien für Abwanderungen in Auftrag gegeben und durchgerechnet und einige davon sind bereits soweit, daß sie jederzeit umgesetzt werden.

    Meine Firma freut sich daher explizit über jeden solchen Vorschlag, wir leben sehr gut von der Panik welche diese Regierungen und die EU unter Investoren verbreiten.

    Danke Werner, Michael und Manuel

    • Tik Tak (kein Partner)
      08. Mai 2014 10:13

      Als zynischer Nachsatz:

      Wir haben schon überlegt, ob wir uns ganz offiziell als Fluchthelfer für Kapitalabgänge aus Österreich und der EU bezeichnen sollen.

      Je mehr der Erfinder der weltberühmten Liesinger Ökonomie und dessen dummer Michl öffentlich über Finanz- und Wirtschaftspolitik nachdenken desto besser läuft unser Geschäft.

    • terbuan
      08. Mai 2014 10:42

      Lieber nicht Tik Tak, sonst bekommen Sie es noch mit einer "Republik-Finanzflucht-Steuer zu tun! ;-),
      Spaß beiseite, ein ausgezeichneter Beitrag, ich sehe das genauso!

    • Tik Tak (kein Partner)
    • terbuan
      08. Mai 2014 11:45

      Sehr guter Beitrag in der NZZ!
      Kleines Beispiel über Absurditäten bei der A1 Telekom:
      Obwohl ihnen massenweise die Festnetzkunden davon laufen, erhöhen sie jetzt auch noch die Gebühren für die Festnetztelefonie!

  9. Anonymer-NATO-HASSER (kein Partner)
    08. Mai 2014 04:58

    Ukrainer wählt ÖVP mit Kurz
    Amerikaner wählt SPÖ mit Faymann
    Russen wählt die RUSSKOS mit Stadler.

    Österreicher wählt FPÖ
    Deutsche wählt Grüne und
    Kanadier wählt NEOS.

    Österreicher traut euch zu wählen wem ihr wollt. Waldheim hatte recht.

  10. Inger
    07. Mai 2014 19:23

    Ich kann mir nicht helfen, aber immer, ob ich will oder nicht, wenn von neuen EU-Verordnungen, Gesetzen, etc. die Rede ist, fällt mir H. Broder ein, der kürzlich darüber gewitzelt hat, dass dies oder das aus der EU sicher nicht so schnell kommt, weil die "Babyschnullerkettenverordnung" hatte eine zwölfjährige Entstehungsgeschichte und ist 40 Seiten stark (ich hab's nicht überprüft!, nehme aber an, er hat nichts Falsches berichtet) - wie kann dann soetwas wie die Finanztransaktionssteuer, die sicher im Vergleich zur Babyschnullerkettenverordnung sicher ein kompliziertes Gebilde sein wird, und zu dem jedes Land eigene Ideen und Ansichten, Zustimmung oder Ablehnung einbringen wird, und wozu sich im Laufe der Zeit sicher auch die Grundlagen verändern , flott über die Bühne gehen?? Ich meine das wäre eine Illusion, so leichtgläubig ist doch niemand mehr.

  11. cicero
    07. Mai 2014 17:07

    Basel iii und der Mindestlohn sind ein Schreckgespenst für Liberale Anleger. Sie kontrollieren die Medien und machen den Politikern Vorschläge, welche diese nicht ablehnen können.

  12. RR Prof. Reinhard Horner
    07. Mai 2014 13:38

    reinhard.horner@chello.at

    "Dümmlich"?

    Der Balken im eigenen Aug!!! Gesellschaftlich! Politisch! Wirtschaftlich! Kulturell!

  13. Eco
    07. Mai 2014 13:01

    Die Transaktionssteuer wird sicher nicht kommen, es sei denn, Österreich würde sie im Alleingang zum Schaden des Finanzplatzes und der Wiener Börse einführen.
    Vergessen wird, dass auch die Fonds mit Aktienanteilen betroffen wären. Fonds sind verpflichtet, Aktien bestmöglich zu kaufen und zu verkaufen. Das betrifft nicht die oft gescholtenen " Millionäre " ( die bevorzugen andere Anlagemöglichkeiten ) sondern zahlreiche Sparer, die auf Anraten der Geldinstitute vom Sparbuch zu Fonds gewechselt sind.
    Das gleichbleibende Geplappere von Faymann und Spindelegger beweist allemal deren Unfähikeit und deren unintelligentes Beharren im Irrtum

  14. Josef Maierhofer
  15. mischu
    07. Mai 2014 10:57

    War es nicht genau unser SPÖ-Kanzlerdarsteller, der sich noch im Herbst vor den Nationalratswahlen europaweit als Erfinder dieses Rohrkrepierers von Finanztransaktionssteuer stark machte und Österreich weiterhin als Hochsteuerland positionieren bzw. zu trauriger Berühmtheit führen möchte?

    Wir müssen dringender denn je diesen linken Raubzugsphantasien bei den EU-Wahlen die längst fällige Antwort erteilen und RECHTS wählen!

  16. Josef Maierhofer
    07. Mai 2014 10:06

    Die Linke, eine Baustelle.

    Ich verstehe zu wenig von Aktien, um die Auswirkung einer solchen, wie beschrieben unnötigen, Steuer abschätzen zu können. Was ich aber sehe und spüre ist die hohe Steuerlast, die auf uns lagert, neben den hohen Preisen, den hohen Gebühren für oft unnötige Verwaltung, etc.

    Daher wieder die alten Forderungen:

    Verwaltungsreform
    Steuerreduktion
    Föderalismusentschlackung
    Budgetdisziplin
    Förderungsreduktion
    Gesetzesvereinfachung (die meisten sind unnötig)
    kritischere Betrachtung der EU Machenschaften
    EU Politik
    Europolitik
    Privilegienabbau
    Schulden(abbau)politik
    .....

    Es gäbe viel zu tun.

    Jedenfalls haben wir zufolge der Versäumnisse der letzten 45 Jahre pro Staatsbürger unbezahlbare Schulden angehäuft, die die Reformen umso notwendiger machen würden.

    http://www.staatsschulden.at

  17. terbuan
    07. Mai 2014 07:36

    Die "Presse" heute im Doppelpack zu einer überfälligen Steuerreform.

    Josef Urschitz schreibt über
    "Ein Rezept gegen die drohende Steuerrebellion"

    ......"Fast ebenso brillant agiert der Regierungschef, der es für eine „Steuerreform“ hält, auf die höchste Steuer- und Abgabenquote aller Zeiten noch ein paar „Millionärssteuern“ draufzupappen, die im Endeffekt der Mittelstand pecken wird.

    Von Strukturreformen auf der Ausgabenseite redet dagegen keiner. So, als würde der Staat nicht in Steuergeld schwimmen wie noch nie und als hätte er ein Einnahmen- statt ein Ausgabenproblem. Am Ende wird dann eine der üblichen Steuerreformkommissionen den Klimawandel durch die Produktion von Megatonnen an heißer Luft verschärfen. Und 2016 wird man uns dann wieder einmal eine leichte Teilkorrektur der kalten Progression als Steuerreform verkaufen.

    So nicht, meine Herren! Wir wollen jetzt eine echte Reform, die so aussieht: In Stufe eins indexieren wir einmal die Steuerstufen und schaffen damit die kalte Progression ab. Als Gegenfinanzierung bietet sich ein Durchforsten des heimischen Förderwildwuchses an, das kurzfristig ein paar Milliarden freischaufeln könnte."......

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/3801857/Ein-Rezept-gegen-die-drohende-Steuerrebellion?_vl_backlink=/home/index.do

    So ähnlich sollte es laufen hätten wir nicht einen Klientel-Selbstbedienungsladen, dessen Kreativität sich darin erschöpft, neue, unsinnige und wenig Ertrag bringende Steuern zu erfinden!

  18. simplicissimus
    07. Mai 2014 06:27

    "Steuerlast: Bei 1410 Euro netto kassiert der Staat 1215 Euro"
    Presse-Artikel.
    Wozu sich anstrengen, wenn man mit Grundsicherung und Kinderbeihilfe zusammen bald genausoviel erhalten kann?
    Die unersättliche Verschwendungs- und Alimentierungsmaschinerie sinnt auf neue Steuern. Wofür? Um ein Loch zu stopfen, damit man ein neues öffnen kann?
    Das bei weitem meiste Geld fliesst ins Sozialsystem.
    Einsparungen sind aber überall möglich um das Steuerniveau zu senken.

    In einer anstehenden dringend notwendigen Reform gehört die Einkommenssteuer für kinderreiche Familien dramatisch gesenkt, um es unseren Frauen wieder attraktiv zu machen, Mutti und Hausfrau zu seien. Mutti, die sich um ihre Kinder kümmert, die später unsere Pensionen sichern.
    Diese Muttis machen Kindergärten, Pensionsprobleme, Sozialleistungen an ineffiziente Wirtschaftsflüchtlinge und Familienzuzug unnötig.
    Tschin-bumm-US-movies mit Supergirl in der Hauptrolle sehen wir uns als entspannendes Märchenkuriosum gemeinsam am Abend an.

    Wir müssen unsere Probleme nicht importieren.
    Wir können sie selber lösen.
    Und gleichzeitig das Budget finanzieren.
    Ein ausgeglichenes BUudget, wohlgemerkt.
    Es wäre ganz einfach.
    Durch radikale Änderung unserer vollkommen verfahrenen Gesellschaftspolitik.

    • Mariahilfer (kein Partner)
      08. Mai 2014 12:01

      Ad heutzutage kinderreiche Familien. Da werden sich die Muslime aber freuen. Die vielen Kinder kräftig vom Staat alimentieren lassen (meist jung gefreit hat die verschleierte Mutti auch nie dafür etwas eingezahlt) und dann auch noch keine Einkommensteuer mehr für den Vati. So sähe für mich ein weiteres Muselzucht Einwanderungsprogramm aus!





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