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Bitte um mehr Gelassenheit

Die tägliche Aufregung der Medien und Twitterer jagt ständig ein anderes Schwein durchs Dorf. Diese Aufregung ist aber immer schwerer zu ertragen. sie lässt immer öfter nur noch nach einem rufen: nach mehr Gelassenheit. Nach Wahrung der Relationen. Das heißt zwar oft nicht, dass das kritisierte Verhalten in Ordnung wäre. Aber eine orientierungslose Welt schießt immer öfter mit Kanonen auf Spatzen und ignoriert gleichzeitig die wirklich wichtigen Dinge. Dabei sind diese manchmal extrem positiv.

Der Beispiele für übertriebene Reaktionen gibt es täglich genug.

  1. Salzburgs Ex-Wohnbaulandesrat (SPÖ) landet vor dem Strafgericht(!), weil er im Gegenzug für Wohnbauförderungen unentgeltliche Plakate für sich verlangt hat. Gehört sich nicht. Keine Frage. Aber gegen das, was sich seit Jahrzehnten in Wien abspielt, was die Herren Faymann und Ostermayer bei ÖBB und Asfinag durchgesetzt haben, können mich die Gratisplakate des Herrn Blachfellner nicht wirklich aufregen. Der Wiener fragt Salzburg ganz offen und auf Grund beklemmender Erfahrungen erstaunt: Sonst hat Blachfellner wirklich nichts von den Baufirmen verlangt?
    Solange da nicht in Wien endlich aufgeräumt wird, solange nicht die Causa Faymann/Ostermayer endlich vor einen Richter führt, wirkt die Salzburger Sauberkeit wie von einem anderen Planeten. In Wien hingegen halten ja auch die Gegner der Sozialisten gerne die Hand auf und schweigen, sobald diese gefüllt wird. Siehe etwa Konzerthaus-Hochhausturm.
  2. Ungehörig ist sicher auch, dass der WKO-Vizepräsident Einpersonen-Unternehmen als „Tagelöhner“ bezeichnet. Aber es ist absurd, dass er deswegen gleich mit Atombomben attackiert wird. Nicht nur von WKO-Präsident Leitl, sondern auch von seiner eigenen Partei, der FPÖ. Und dass er deswegen binnen Stunden sein Amt verliert. Auch der Autor ist übrigens ein Einpersonen-Unternehmer. Über die nicht ganz geglückte Wortwahl des Ex-Vizepräsidenten erregt er sich aber keine Sekunde. Ihn ärgern jedenfalls tausendmal mehr die Bedingungen, unter denen viele Junge gegen ihren Willen zu Einpersonen-Unternehmen werden, weil sich kaum noch ein Arbeitgeber die teure Anstellung leisten kann. Ihn ärgert die doppelte Sozialversicherungslast auf den Schultern der Älteren. Ihn ärgert die gigantische Steuerbelastung.
    Jene Bezeichnung ist vor Wahlen vielleicht nicht schlau, sie legt aber den Finger präzise in einen wunden Punkt, über den viel mehr diskutiert werden müsste.
  3. Mehr als übertrieben ist auch die nationale Aufregung, ob man nun 60 oder 63 Prozent einer Englisch-Aufgabe erledigen muss, um bei einer Zentralmatura noch positiv abzuschneiden. Gewiss war da die Information der Obrigkeit schlecht. Aber ich entsetze mich viel mehr darüber, wie schlecht das Englisch vieler Maturanten ist. Egal ob sie 60 oder 63 Prozent erreichen (wie man das genau messen will, ist mir ohnedies total schleierhaft). Über die schlechten Fremdsprachenkenntnisse der Maturanten wird aber leider weder von Politikern noch Lehrern gesprochen. Weil bei beiden das Englisch meist sehr schwach ist. Dabei wird Englisch bei immer mehr Berufen die Arbeitssprache für den Rest des Lebens der Maturanten sein. Sie werden in Konkurrenz zur restlichen Welt stehen.
  4. Besonders absurd ist es, dass die Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen den FPÖ-Chef wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung auch nur eine Sekunde lang bearbeitet. Statt dass der Streit sofort auf den Zivilweg verwiesen wird. (Da sind übrigens die Medien einmal in Schutz zu nehmen; sie fanden offenbar das Vorgehen der Staatsanwälte trotz ihrer FPÖ-Aversion selbst für nicht mehr nachvollziehbar und spielten die Sache wohl deshalb eher klein).
  5. Ebenso absurd ist die Aufregung eines Elternpaares und einiger ORF-Redakteure, weil im Musikunterricht an einer niederösterreichischen Volksschule auch religiöse Lieder gesungen werden. Unsere Sorgen möchte ich haben.
  6. In die gleiche Kategorie gehört die mediale Aufregung um die Größe der Wohnung des Dompfarrers. Manche seiner Äußerungen und Auftritte sind zweifellos dumm, aber dass er direkt neben dem Dom wohnt und dass er dort 100 Quadratmeter hat, sollte selbst dem tiefsten Boulevard keine Zeile wert sein.
  7. Noch absurder ist die landauf, landab berichtete Aufregung extrem linker Volkswirte, dass hierzulande Neomarxismus zu wenig gelehrt werde. Und dass die Erben des Ewald Nowotny die Wirtschaftsuniversität beherrschen. Dabei sind die einzigen, die an Wiens Unis nicht zu Wort kommen, die in vielen anderen Ländern Furore machenden liberalen Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Die nur noch wegen lauter Verstorbener so heißt (Mises, Hayek, Schumpeter usw.).

Leider keinerlei Reaktion auf das wirklich Wichtige

Während jedes dieser Dinge in den letzten Stunden und Tagen viel zu viel nervenden medialen (und zum Teil auch strafrechtlichen) Lärm verursachte, gingen die weit wichtigeren Dinge total unter, die gleichzeitig bekannt wurden. Sie fachten keinerlei medialen oder „Shitstorm“ an. Oder wie sonst die Aufregungen zum Tage heißen mögen.

  • Das war etwa die wirklich brillante Idee der italienischen Lega Nord gegen die Überschwemmung Europa durch Migranten. Sie hat Spots mit Einwanderern aus Angola, Sri Lanka, Indien und Pakistan gedreht, in denen diese Klartext reden. Dass ihr Leben in Europa sehr schlecht sei, dass keine (oft von Film und Fernsehen geschürte) Erwartung sich erfüllt habe, dass sie keine Arbeit finden, dass manche tagelang Hunger leiden, und dass ihre Landsleute ja nicht den Menschenhändlern hineinfallen sollen: „Schlepper sind Mörder“. Wenn die EU Geld in die Hand nähme, um solche Spots in den Heimatländern der Migranten auszustrahlen, würde sie sich viel Geld ersparen. Und vielen Afrikanern und Asiaten große Enttäuschung.
  • Kaum Beachtung fand auch das auffallend große Lob des Ungarn Viktor Orban für Angela Merkel und für deren jahrelange Unterstützung. Das Nachbarland Österreich wird hingegen von Orban total mit Verachtung gestraft. Es hat aber auch in der Tat an ihm nur ständig herumgemäkelt – von den linken Medien angefangen bis zum Landwirtschaftsminister (der ja überhaupt kein Fettnäpfchen der Dummheit auslässt). Der letzte, der gute Beziehungen zu Orban hatte, war übrigens ein gewisser Wolfgang Schüssel, falls den noch jemand in der ÖVP kennt.
  • Die überhaupt wichtigste und positivste Nachricht kommt aus Ostafrika: Die Piraterie aus Somalia gegen westliche Schiffe ist weitestgehend beendet! Gab es vor drei Jahren noch 243 Kaperungsversuche im Jahr, so waren es im Vorjahr nicht einmal mehr zehn. Es ist völlig klar, worauf dieser sensationelle Erfolg zurückzuführen ist: Von China bis Amerika (und nach einigem Zögern auch Deutschland) hat man militärisch und scharf die Piraten zu bekämpfen begonnen. Man hat nicht mehr auf die Gutmenschen gehört. Piraten haben daher kaum mehr eine Chance. Wenn das kein Grund zur Freude ist!

Wir regen uns wegen der lächerlichsten Dinge auf. Und vergessen die wirklich wichtigen Entwicklungen. Die oft auch sehr positiv sind.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    24x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 07:18

    Vielleicht sollte man zur Abschreckung von muselmanischen Asylbetrügern an Österreichs Grenzen Plakatwände mit dem Bild von Conchita Wurst aufstellen, damit sie sich keine falschen Vorstellungen vom Wesen der heutigen ÖsterreicherInnen machen? ;-)

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 07:41

    Ganz abgesehen von seiner Person und seinen sonstigen abstrusen Ansichten und Vorschlägen:

    Was mich wirklich gestern beim TV-Duell u.a. aufgeregt hat war die Äußerung des Herrn Schulz zur Masseneinwanderung afrikanischer Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa.
    Er verglich diese mit den vielen deutschen Auswanderern nach Amerika und Australien und meinte nur salopp, wenn es so viele Menschen gibt, die Deutschland verlassen, dann gibt es eben auch viele die zu uns kommen, na wenn schon. Es bedarf nur einer geregelten Einwanderungspolitik.

    So ein Kommissionspräsident hätte uns gerade noch gefehlt!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 10:56

    Dieser untergehenden Gesellschaft ist jeder Realitätssinn abhanden gekommen, weil eben die Medien so heruntergekommen sind und bewusst verschweigen und Lügen und Halbwahrheiten auftischen, weil der Wohlstand (auf Kredit) die Wahrnehmungsfähigkeit herabsetzt.

    Ich betrachte kurz eine Eigentümerversammlung in einem Wiener Mietwohnhaus dazu. Viele Eigentümer haben kein Geld für notwendige Sanierungen und prompt wurden auch gleich Forderungen nach 'Förderungen' aufgestellt. Ja, so verdorben ist diese Gesellschaft bereits, so tief hat der Staat, seine Propaganda, die Medien in den Hirnen dieser Menschen gewütet. Ich hätte gedacht, Eigentümer wären selbständiger, mündiger, nein, sie sind genauso hilflos und ratlos, wie dieser ganze Staat es geworden ist, weil die Gesellschaft zu viel Staat zulässt und zu wenig Selbständigkeit, ja diese sogar anfeindet.

    Die treibende Kraft, die solche ruinösen Zustände herstellt sind die Linken unter Ausnützung der Selbstbedienungsmentalität der Bürger, was die linke Politik natürlich auch weidlich für sich ausnützt. Mediale Verblödung, mediale Lüge, mediale Ablenkung, mediale Propaganda, mediales Verschweigen, mediales Aufbauschen, etc. wirkt mit der Zeit. Jeder Denkende wird gemobbt und aus der (linken) Gesinnungsterrorgesellschaft ausgeschlossen, siehe auch die erst gestern beschriebene Plachutta Veranstaltung der linken Gewerkschaften ohne ersichtlichen Grund, denn Plachutta wurde dazu verurteilt, eine Kündigung auszuführen, wenn er den Mitarbeiter los werden will, sein Entlassungsgrund wurde als Bagatelle abgetan.

    Was gibt es da noch zu demonstrieren ? Kein Mensch hat demonstriert, als Verzetnitsch & Co die Bawag in den Sand gesetzt haben, was Österreich Milliarden kostete und noch kosten wird, den Konsum ruiniert hatten, tausende Arbeitsplätze ginegn verloren, die AUA verschenken mussten und noch einen Haufen Geld dazu legen mussten, auch hier ging der österreichische Einfluss verloren, aber wenigstens die Mitarbeiter sind noch teilweise an ihren Arbeitsplätzen, Semperit ruiniert hatten, da ist nichts bis kaum mehr was geblieben davon, tausende Arbeitsplätze gingen verloren, etc. Das sind die wahren und wirklichen Aufreger, genauso, wie der Hyposakandal, den man aus Bayern nach Österreich zurückgeholt hat, sind das keine Aufreger mit der Konsequenz die 2 Milliarden Schäden der unter Haiders Führung und auf Haiders Initiative in Kärnten einstimmig beschlossenen Haftungen und der Übernahme der von den Bayern hinzugekommenen weiteren 10 Milliarden ?

    Jeder Journalist, der die Wahrheit nicht berichtet, nur halb berichtet, der Dinge verschweigt, macht sich mitverantwortlich für den Niedergang dieser Gesellschaft und hat sich schon mitverantwortlich gemacht für die Entstehung dieser heutigen Linksdiktatur, dem heutigen Meinungsterror, der heutigen Volksverblödung, etc. und der Zerstörung der Zukunft Österreichs.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 01:21

    Fazit: Man sollte noch viel weniger auf die Gutmenschen hören, denn das wirklich Wichtige und Positive kommt nur unter diesem Aspekt zustande - das haben auch alle 3 aufgezählten Punkte gemeinsam!

    Fast ohne mediale Reaktion sowie von unseren Politikern tunlichst totgeschwiegen, weil es nicht wirklich in das bisher transportierte Bild dieses Finanzdesasters paßt, gibt es auch noch Wichtiges, aber leider nichts Positives von der HAA zu berichten:

    http://tinyurl.com/kw9wzd6

    Das rückt die übereilte Verstaatlichung in ein noch schrägeres Licht und läßt den Ruf nach einem U-Ausschuß bedeutend lauter erschallen.
    Da stinkt einiges zum Himmel und läßt keinerlei Gelassenheit mehr aufkommen!

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 12:20

    Für sie ist Gelassenheit aus dem Wortschatz gestrichen, die Dauererregten sind weiterhin fleißig unterwegs:

    http://orf.at/#/stories/2229280/

    http://diepresse.com/home/meinung/pizzicato/1599624/Das-MWort

  6. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 10:25

    Ich habe mit Interesse die spärliche Berichterstattung über das Jubiläum der Öffnung des Eisernen Vorhangs an der ungarischen Grenze verfolgt.
    Diesem scheinbar nebensächlichen Vorgang war eine Geheimdiplomatie zwischen dem damaligen Außenminister Alois Mock und dem damaligen ungarischen Außenminister Gyula Horn vorangegangen.

    Das kommunistische System in Osteuropa war wirtschaftlich, moralisch und politisch erledigt, aber der Anfang vom Ende begann an der ungarischen Grenze unter tatkräftiger Mithilfe eines bekannten österreichischen Regierungsmitglieds.
    Berichtenswert?
    Nee, doch nicht für unsere Medien! Schließlich war es ja nur ein ÖVP-Minister.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2014 07:53

    Wichtig ist scheinbar nur, was in KRONE, HEUTE und ÖSTERREICH auf die Titelseite kommt. Ich kenne jemanden, welcher in so einer Redaktionsstube sitzt und wo täglich um einen "eye-catcher" sowie besondere Artikelüberschriften gerungen wird. Mir sagte man auf Vorbehalte zur Meinungsmanipulation, die Leute interessieren sich nur für solche Dinge. Scheinbar liegt den dortigen Lesern wirklich mehr an einer Küchenmesserattake im 10. Wiener Bezirk als z.B. an den Vermittlungsversuchen des US-Vizepräsidenten in der Ukraine.

    Bei den Journalisten herrscht weiterhin die Meinung "Only bad news is good news", daher wird auch über erfreuliche Tatsachen (z.B. dem von AU erwähnten Ende der Piraterie im Indischen Ozean) kaum oder nur als Randnotitz berichtet. Auch die Auswahl des Bildmaterials ist von großer Wichtigkeit, auch wenn dieses wenig Aussagekraft und oft keinen direkten Bezug zum Text hat. Nicht vergessen sollte werden, dass für den Boulevard auch der Slogan "Sex sells" Bedeutung hat. Vor allem werden in den meisten Medien Fakten mit persönlichen Meinungen vermischt, damit die Leser/Zuhörer/Zuseher in eine bestimmte - dem Journalisten genehme (oft auch politische) - Richtung gelenkt bzw. missioniert werden.

    P.S.:
    Eben lese ich einen vor einigen Tagen in der PRESSE im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung vor genau 10 Jahren erschienenen Artikel. Da versuchen uns zwei Schreiberlinge zu beweisen, dass die erwartete Kriminalitätssteigerung sowie die Überschwemmung des Arbeitsmarktes nicht stattgefunden hat und dies mit Statistiken zu belegen. In der Realität sieht es aber anders aus, denn beim verwendeten Zahlenmaterial werden Äpfel mit Birnen verglichen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorWaldkauz
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 09:35

    Haben Sie Mrs. Smith, eine glückliche Familie?
    “Oh, ja, ich habe 4 Söhne und einen großartigen Mann!
    - Und wo sind sie jetzt?
    - Mein jüngerer Sohn John ist jetzt im Irak.
    - Mein zweiter Sohn Mike ist in Afghanistan.
    - Mein dritter Sohn Bill ist im Kosovo jetzt.
    - Mein ältester Sohn Peter geht jetzt in die Ukraine.
    “Wo ist Dein Mann?
    Er reist um die Welt mit dem Vortrag: “Wie kann man russische Invasionen in andere Länder stoppen “.


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  1. Thomas Hable (kein Partner)
    12. Mai 2014 08:39

    Bis auf die Vorgänge um den Herrn Amann kann ich dem Autor zustimmen. Unterberger hat auch Recht, dass die Fälle, in denen Menschen in die Selbständigkeit gezwungen werden, stärkter thematisiert gehören.

    Was mich aber (als selbst betroffenes EPU) am meisten gestört hat, ist die Tatsache, dass Fritz Amann pauschal alle EPUs beleidigt hat. Kein Firmenchef käme auf die Idee, knappe 60% seiner Kunden blöd anzureden. Amann hat es gemacht und muss halt jetzt die Konsequenzen tragen. Und wenn Amann die Realität beklagt: Wer, wenn nicht der Vizepräsident der WKÖ hatte die letzen Jahre genug Gelegenheiten, die Rahmenbedingungen zu verbessern? Auf die Situation zu schimpfen, die er selbst mitverursacht hat, und dann noch auf dem Ast, der ihm sein fettes Gehalt zahlt, herumzuhacken, hat noch keinem gut getan. Auch Fritz Amann nicht. Und das ist gut so.

  2. Hegelianer (kein Partner)
    10. Mai 2014 15:47

    Zu Punkt 5 füge ich sogleich Punkt 5a hinzu: Die Reaktion des "Systems Niederösterreich" auf Punkt 5, siehe: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140508_OTS0011/politwillkuer-in-noe-proell-und-helm-ruecktrittsreif-unterrichtsministerin-heinisch-hosek-gefordert-stellung-zu-beziehen

    Bei aller Ablehnung militant antireligiöser - und auch speziell antikatholischer - Positionen halte ich es für eine Ungeheuerlichkeit, einen hochrangigen Verwaltungsbeamten wegen einer legitim vertretbaren Rechtsmeinung abzusetzen.

    Man kann es drehen und wenden wie man will: Die römisch-katholische Kirche ist auch in NÖ nicht Landesreligion, sondern eine gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft - nicht mehr und nicht weniger. So wie die evangelische Kirche A.B. oder der Islam. Die Reaktionen möchte ich mir vorstellen, wenn in einer Volksschule in (sagen wir:) Wien Favoriten Lieder gesungen werden, in denen Allah als der Eine und nur Eine und Einzige gepriesen wird, und Mohammed als sein allweiser, allgütiger usw. Prophet ...

    PS: Ich möchte nicht verhehlen, als Lutheraner auch aus eigener Erinnerung an die Volksschulzeit zu sprechen, als die Lehrerin im Unterricht plötzlich ständig um die Erstkommunionskinder kreiste und es um eine "Eucharistie" ging, die angeblich so wichtig sei, mir aber überhaupt nichts sagte. Insofern muß man beileibe nicht antireligiös eingestellt sein, um die enge Verbindung von Volksschulunterricht und Erstkommunion als kritikwürdig zu empfinden.

  3. Aron Sperber (kein Partner)
    10. Mai 2014 14:50

    Die bösen Populisten der "Lega Nord" sprechen auch eine andere simple Wahrheit aus.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/05/03/libyen-fur-fluchtlingsstrom-verantwortlich/

    Wenn man darauf vertrauen darf, von der italienischen Marine gerettet zu werden, steigt natürlich auch die Risikobereitschaft, in die morschen Kähne der Menschenhändler zu steigen.

  4. Wertkonservativer
    10. Mai 2014 14:46

    Zur Überschrift passt mein persönlicher Leitspruch (Horaz) recht gut:

    "Den Gleichmut wahr dir mitten im Ungemach;
    wahr ihn desgleichen, lächelt dir hold das Glück"!

    Funktioniert nicht immer, aber man bemüht sich!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. Martin W. (kein Partner)
    10. Mai 2014 13:23

    Ad 60/63%-Hürde bei Englisch-Matura: Ich rege mich darüber nicht auf. Aber: Die Prozente kommen dadurch zustande, dass es für alle möglichen Teilleistungen in einer Klausurarbeit Punkte gibt. Diese Punkte werden gezählt, ergeben eine Summe. Entscheidend ist das Verhältnis von erreichbaren und tatsächlich erreichten Punkten. Eigentlich eh klar.
    Fraglich ist vielmehr, nach welchen Kriterien es und wofür es bestimmte Punkte gibt.

    Einerseits kann man vieles tatsächlich nicht messen, andererseits muss man es messen, damit die alleits geforderte Transparenz und Vergleichbarkeit gegeben ist. Eigentlich auch klar, braucht nicht schleierhaft sein.

    Wenn sie bessere Englisch-Kenntnisse fordern, so laufen sie bei unseren Schulen offene Türen ein. Aber sie selbst haben in einer Ihrer letzten Tagebucheinträge große Gruppengrößen befürwortet, d. h. weniger Kommunikation pro Schüler im Unterricht, weniger Möglichkeiten, individuell zu fördern etc.
    Und wenn in unserer wohlstandsverwahrlosten Welt viele nicht mehr bereit sind zu lernen und sich anzustrengen, weil die Schule nur mehr ein Störenfried inmitten einer riesigen Party ist, dann ist auch klar, dass diese Schüler weniger können.

    • fewe (kein Partner)
      10. Mai 2014 17:26

      Ich halte sowohl 60% als auch 63% für ein katastrophales Ergebnis. Solche Leute können wohl kaum Englisch.

      In meinem Jahrgang war es normal, dass es Schulklassen mit 36 Schülern - mitunter waren es sogar 40 - gegeben hatte, aber die Dümmeren waren in der Hauptschule und Sonderschüler waren in der Sonderschule.

      Wenn das Leistungsniveau innerhalb einer Klasse einigermaßen gleich ist, dann geht es sich aus, wenn der Lehrer keine Lautsprecheranlage braucht um von allen gehört zu werden.

  6. Christlicher Geistheiler (kein Partner)
    10. Mai 2014 12:21

    Bei der Europawahl werden rechtskonservative und nicht-grüne Ökoparteien enorme Stimmengewinne erzielen. Zudem zerfällt die Ukraine. Danach zerfällt auch Polen. Schlesien wird unabhängig. Die deutsche Minderheit in Schlesien wird gestärkt.
    Und allgemein verbessert sich die Situation explosionsartig zunehmend. U. a. durch das Protron-Auto, durch die Rawlemon-Solartechnik und durch Geistiges Heilen (gemäß C. G. Jung).

  7. Waldkauz (kein Partner)
    10. Mai 2014 11:11

    Lega Nord? Piraterie in Somalia? Die Trulla aus der Uckermark?

    In Deutschland weiß inzwischen fast jeder, daß der Fisch zum Himmel stinkt. Jeder merkt, daß sich seine Lebensbedingungen verschlechtern. Ob es steigende Energiepreise sind, die von der Regierung künstlich verteuert wurden, ob es Horden verwahrloster Diebe und Bettler sind, die sich in seinem Umfeld breitmachen, ob es die Windräder sind, die wie Pilze aus dem Boden schießen und ganze Landschaften zu ihrem Nachteil verschandeln, ob es die Kinder sind, die in der Schule sexuell indoktriniert werden sollen, jeder ist in der Lage, zu erfassen, daß irgend etwas mächtig faul ist, am System Deutschland. Selbst die, die im Grunde völlig apolitisch sind. Und dennoch gehen sie zur Wahl, um das System politisch zu legitimieren. Denn um nichts anderes geht es dabei. Um die Legitimation eines Systems, das mitnichten das Bürgerwohl im Sinne hat, sondern nur das der politischen Klasse. Um die Schweine am Trog.

    Da geht mir jegliche Gelassenheit weit am Arsch vorbei!

  8. Waldkauz (kein Partner)
    10. Mai 2014 10:16

    Zur Erinnerung:

    Als die letzte Schlacht geschlagen, wie es so schön im Liede heißt, begann das Morden, Totschlagen und Berauben deutscher Zivilbevölkerung durch ihre bisherigen Nachbarn.

    Befreit wurde Deutschland am 8. Mai 1945 auch von seiner staatlichen Souveränität, die immer noch nicht zurückgewonnen ist und die die “Volksvertreter”, die das Deutsche Volk deswegen immer wieder wählt, auch nicht zurückgewinnen wollen. Man stelle sich nur einmal vor, deutsche Steuergelder würden ausschließlich zum Nutzen des Deutschen Volkes eingesetzt. Eine Ungeheuerlichkeit! Ja, ein neuerlicher Grund, uns zu befreien.

    Die Befreiung betraf auch sämtlichen technologischen Fortschritt, der bis 1945 im Deutschen Reich entwickelt wurde. Es fand ein gigantischer Diebstahl von Patenten, Technologien und Geräten statt. Von Kunstschätzen ganz zu schweigen. Nicht zu vergessen, die Verschleppung Millionen Deutscher in die Zwangsarbeit, in der ihr Tod durch Erschöpfung, Hunger oder Totschlag, eingeplant war. Und deswegen, sollten wir uns des 8. Mai 1945 als freudiges Ereignis erinnern.

    Ergänzend möchte ich daran erinnern: Kaum, daß das Deutsche Volk von all dem Oben geschilderten befreit war, stürzte die ruhmreiche Sowjetarmee das diktatorische Herrschaftssystem Stalins, öffnete die GULAGS und rehabilitierte die zig Millionen unter leninscher – und stalinscher Herrschaft Ermordeten. England gab Indien unverzüglich die Unabhängigkeit und beendete die Jahrhunderte währende Unterdrückung eines fremden Kontinents. Die “Freien Franzosen” sorgten dafür, daß kein Afrikaner mehr unterm Kolonialismus Frankreichs zu leiden hatte und die Vereinigten Staaten gaben ihren Negern die vollen Bürgerrechte. Und wer das nicht glaubt, gehört entweder zur NSU oder ist nicht ganz richtig im Kopf.

  9. Peter Trenker (kein Partner)
    10. Mai 2014 09:38

    Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Ich muss schon lange an 1984 von George Orwell denken, wo man mit Pseodoproblemen von den echten Problemen ablenkt.
    Allein das Beispiel mit der Englisch-Matura ist schlecht gewählt. Hier geht es um sehr viel mehr (als um 3%), als dieser Beitrag vermuten lässt. Und die Aufregung darüber ist berechtigt und noch viel zu gering.

  10. Waldkauz (kein Partner)
    10. Mai 2014 09:35

    Haben Sie Mrs. Smith, eine glückliche Familie?
    “Oh, ja, ich habe 4 Söhne und einen großartigen Mann!
    - Und wo sind sie jetzt?
    - Mein jüngerer Sohn John ist jetzt im Irak.
    - Mein zweiter Sohn Mike ist in Afghanistan.
    - Mein dritter Sohn Bill ist im Kosovo jetzt.
    - Mein ältester Sohn Peter geht jetzt in die Ukraine.
    “Wo ist Dein Mann?
    Er reist um die Welt mit dem Vortrag: “Wie kann man russische Invasionen in andere Länder stoppen “.

  11. Politicus1
    09. Mai 2014 14:28

    das nenne ich künstliche Erregung:
    http://orf.at/#/stories/2229280/

    Bin ich froh, dass ich keine 88 in meinem Kfz-Kennzeichen habe und nicht in einem Haus mit der Hausnummer 88 wohne ...

    • Cotopaxi
      09. Mai 2014 16:09

      Hoffentlich wird der österreichische Staatsanwalt nicht aktiv, falls man das Glück hat, 88 Jahre alt zu werden. ;-)

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. Mai 2014 07:52

      Nur "künstliche Erregung"? Wenn´s nicht so vertrottelt wäre, könnte man ja noch darüber lachen. Aber:

      Adolf Hitler hatte nachweislich mehrmals und öffentlich "und" gesagt. Ist nun jeder, der "und" sagt, automatisch ein finsterer Ewiggestriger, der an der Wiederbelebung des Nationalsozialismus arbeitet?

      Wo beginnt - und vor allem - wo endet dieser Schwachsinn?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. Mai 2014 08:01

      "Österreich hat (bald) ein Terrorproblem
      Im europäischen Vergleich kommen überproportional viele Syrien-Jihadisten aus Österreich. Die Androhung von Strafen allein wird sie nicht von ihrem abenteuerlichen Extremismus abhalten.

      Christian Ultsch (Die Presse)

      Mehr als 100 Hobby-Jihadisten aus Österreich sind Schätzungen der Polizei zufolge in den vergangenen zwei Jahren in den syrischen Bürgerkrieg gezogen. Das ist eine im europäischen Vergleich überproportional hohe Anzahl: Aus dem zehnmal so bevölkerungsreichen Deutschland haben sich angeblich rund 300 fanatische Freiwillige dem Kampf gegen Diktator Assad angeschlossen, aus Frankreich, das achtmal so viele Einwohner wie Österreich hat, 500."

      Darüber zeigt sich jedoch keiner unserer Politiker besorgt. Den Popanz "Nationalsozialismus" zu hegen und zu pflegen, ist halt einfacher...

    • fewe (kein Partner)
      10. Mai 2014 17:54

      Da haben einige Trotteln auch beim ORF den ganzen Tag nichts anderes im Kopf als ihre Nazi-Ideologie und glauben, dass das beim Rest der Welt auch so ist.

      8 oder auch mehr davon - besonders 88 und mehrmals 88 hintereinander - ist eine Glückszahl in Asien. Da werden horrende Summen bezahlt für Auto- oder Telefonnummern mit möglichst viel 8ern (geradzahlige Anzahl 8er). Da wird es also noch genügend Stoff zum Aufregen geben.

      Einfach nur noch verblödet und provinziell.

  12. mischu
    09. Mai 2014 12:20

    Für sie ist Gelassenheit aus dem Wortschatz gestrichen, die Dauererregten sind weiterhin fleißig unterwegs:

    http://orf.at/#/stories/2229280/

    http://diepresse.com/home/meinung/pizzicato/1599624/Das-MWort

    • mischu
      09. Mai 2014 13:25

      Besonders gelassen reagieren die Verantwortlichen, wenn es sich um Ausländerfehden handelt, da wird gleich einmal der Mantel des Schweigens darübergelegt:

      http://wien.orf.at/news/stories/2646294/

      Soweit bekannt wurde, handelt es sich bei dem "Opfer" um eine Serbin!

  13. Josef Maierhofer
    09. Mai 2014 10:56

    Dieser untergehenden Gesellschaft ist jeder Realitätssinn abhanden gekommen, weil eben die Medien so heruntergekommen sind und bewusst verschweigen und Lügen und Halbwahrheiten auftischen, weil der Wohlstand (auf Kredit) die Wahrnehmungsfähigkeit herabsetzt.

    Ich betrachte kurz eine Eigentümerversammlung in einem Wiener Mietwohnhaus dazu. Viele Eigentümer haben kein Geld für notwendige Sanierungen und prompt wurden auch gleich Forderungen nach 'Förderungen' aufgestellt. Ja, so verdorben ist diese Gesellschaft bereits, so tief hat der Staat, seine Propaganda, die Medien in den Hirnen dieser Menschen gewütet. Ich hätte gedacht, Eigentümer wären selbständiger, mündiger, nein, sie sind genauso hilflos und ratlos, wie dieser ganze Staat es geworden ist, weil die Gesellschaft zu viel Staat zulässt und zu wenig Selbständigkeit, ja diese sogar anfeindet.

    Die treibende Kraft, die solche ruinösen Zustände herstellt sind die Linken unter Ausnützung der Selbstbedienungsmentalität der Bürger, was die linke Politik natürlich auch weidlich für sich ausnützt. Mediale Verblödung, mediale Lüge, mediale Ablenkung, mediale Propaganda, mediales Verschweigen, mediales Aufbauschen, etc. wirkt mit der Zeit. Jeder Denkende wird gemobbt und aus der (linken) Gesinnungsterrorgesellschaft ausgeschlossen, siehe auch die erst gestern beschriebene Plachutta Veranstaltung der linken Gewerkschaften ohne ersichtlichen Grund, denn Plachutta wurde dazu verurteilt, eine Kündigung auszuführen, wenn er den Mitarbeiter los werden will, sein Entlassungsgrund wurde als Bagatelle abgetan.

    Was gibt es da noch zu demonstrieren ? Kein Mensch hat demonstriert, als Verzetnitsch & Co die Bawag in den Sand gesetzt haben, was Österreich Milliarden kostete und noch kosten wird, den Konsum ruiniert hatten, tausende Arbeitsplätze ginegn verloren, die AUA verschenken mussten und noch einen Haufen Geld dazu legen mussten, auch hier ging der österreichische Einfluss verloren, aber wenigstens die Mitarbeiter sind noch teilweise an ihren Arbeitsplätzen, Semperit ruiniert hatten, da ist nichts bis kaum mehr was geblieben davon, tausende Arbeitsplätze gingen verloren, etc. Das sind die wahren und wirklichen Aufreger, genauso, wie der Hyposakandal, den man aus Bayern nach Österreich zurückgeholt hat, sind das keine Aufreger mit der Konsequenz die 2 Milliarden Schäden der unter Haiders Führung und auf Haiders Initiative in Kärnten einstimmig beschlossenen Haftungen und der Übernahme der von den Bayern hinzugekommenen weiteren 10 Milliarden ?

    Jeder Journalist, der die Wahrheit nicht berichtet, nur halb berichtet, der Dinge verschweigt, macht sich mitverantwortlich für den Niedergang dieser Gesellschaft und hat sich schon mitverantwortlich gemacht für die Entstehung dieser heutigen Linksdiktatur, dem heutigen Meinungsterror, der heutigen Volksverblödung, etc. und der Zerstörung der Zukunft Österreichs.

    • terbuan
      09. Mai 2014 12:15

      Lieber Herr Maierhofer,
      das mit der Wohnhaussanierung ist so eine Sache.
      Sehr viele Altbauten sind in einem sehr schlechten Zustand und bedürfen dringend einer Sanierung. Der sogenannte HWB (Heizwärmebedarf) ist sehr hoch und entsprechend die Heizkosten.
      Die komplette thermische Sanierung (Thewosansanierung inklusive Fenstertausch) ist sehr kostspielig, bei einem mittleren Haus sind da bald eine halbe Million Euro erreicht, die sich viele Eigentümer nicht leisten können.
      Daher fördert der Bund die Länder diese Sanierungen unter bestimmten Voraussetzungen mit Zuschüssen und langfristigen Darlehen.
      Das ist allerdings problematisch, da die Thewosan-Sanierung zuletzt eher negativ in die Schlagzeilen gekommen (außen Schäden durch Vögel, innen Schimmelbildung, keine Luftdurchlässigkeit, Abzocke der Eigentümer), daher ist ein Fenstertausch alleine sehr oft unproblematischer und bringt auch recht gute Energiewerte.
      Ich konnte das Procedere zuletzt in 3 Häusern mitverfolgen, lediglich in einem gab die Mehrheit der Eigentümer die Zustimmung zur Thewosan-SAnierung, die anderen tauschten nur die Fenster. Mehr zur Problematik:
      http://www.format.at/articles/1315/525/356514/die-daemm-luege

    • Josef Maierhofer
      09. Mai 2014 14:12

      @ terbuan

      Ich kenne die Problematik um die Thermosanierung. Hier ging es aber bloß um ein notwendiges neues Dach, das alte stammt aus der Jahrhundertwende vor dem 1. Weltkrieg und ist bereits undicht, von einer Pleitefirma unsachgemäß endgültig zerstört worden, etc. Für dieses Haus würden sich auch neue Fenster anbieten, denn der alte Ziegelbau ist gesund, massiv und ausreichend dämmend.

      Ich habe lediglich die Mentalität angeprangert, die Eigenverantwortung zu verweigern.

      Freiheit bedeutet Verantwortung und ebenso Eigentum.

      Die meisten sehen die Betriebskosten als 'billige Miete' und wollen nicht wahrhaben, dass man Eigentum auch erhalten und pflegen muss. Beim Kauf sollte man schon daran denken, ob man sich das überhaupt leisten kann. Denn, genau betrachtet, sind die Mietwohnungen heutzutage oft sogar schon billiger als Eigentumswohnungen, wenn man dann die Erhaltung einrechnen muss. Seltsamer weise ist die Erhaltungsverantwortung beim Gebrauchsgut Auto nie in Frage gestellt.

      Auch da ist wieder der linke Ruf nach Mietenreduktion deutlich in meinem Ohr. So schauen dann auch viele Gemeindebauten aus, in denen man nicht saniert, so schauen dann auch die Mieten in manch anderen Gemeindebauten aus, wo ja in Wien die Linken das Sagen haben, nämlich einfach nicht 'leistbar' für die vorgegebene Klientel. Also hier gilt die Mietenreduktion nicht, warum wohl nicht ?

      Jeder fragt nach Förderung, nach Sozialleistung, zahlen sollen es 'die anderen', gut (v)'erzogen' von Politik und Medien.

    • terbuan
      09. Mai 2014 14:22

      Josef Maierhofer

      Sehr oft sind da die Hausverwaltungen mit im Spiel, die den Eigentümern/Mietern teilweise überhöhte/unwirksame Sanierungsausgaben aufdrängen und mit öffentlichen Förderungen abzumildern versuchen. Da gibt es jede Menge kick-backs zu kassieren!

  14. Politicus1
    09. Mai 2014 10:36

    auch die Wiener Straßenbahner können da nicht leicht gelassen bleiben:
    http://wien.orf.at/news/stories/2646269/
    Von massiven Problemen bei der Lohnverrechnung der Wiener Linien berichtet der „Kurier“.
    Die Probleme dauern demnach schon seit knapp vier Monaten an. Den Mitarbeitern sei zu wenig Lohn überwiesen worden. Die Beträge reichen dabei von 100 Euro bis zu 1.400 Euro netto im krassesten Fall.

  15. Politicus1
    09. Mai 2014 10:33

    da kann man aber nie und nimmer gelassen bleiben!

    Die an 48 Schulen laufende Zentralmatura im Fach Mathematik musste heute Früh an fünf Wiener AHS kurz unterbrochen werden. In den verteilten Testheften des Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE) waren nur acht statt 24 Aufgaben vorhanden, berichtete die APA. Das BIFIE bestätigte das Problem. Mittlerweile laufe die Matura aber wieder normal, hieß es am Vormittag.
    http://wien.orf.at/news/stories/2646276/

    In einem Mail an alle an dem Schulversuch teilnehmenden Schulen hieß es, es habe sich um einen „Fehldruck in einigen Paketen“ im AHS-Bereich gehandelt. Die Direktoren der betroffenen Schulen mussten die fehlenden Aufgaben via Internet herunterladen und kopieren. Für die Schüler wurde die Arbeit nach Absolvierung der acht vorhandenen Aufgaben unterbrochen und dann nach einer Pause fortgesetzt.

    Kann sich der Herr Netzer überhaupt vorstellen, was das während einer Matura für Schüler und Lehrer bedeutet?
    STRESS PUR!!

    Jagt diese BIFIE-Unmenschen endlich mit nassen Fetzen in die Wüste!

  16. Sandwalk
    09. Mai 2014 10:25

    Ich habe mit Interesse die spärliche Berichterstattung über das Jubiläum der Öffnung des Eisernen Vorhangs an der ungarischen Grenze verfolgt.
    Diesem scheinbar nebensächlichen Vorgang war eine Geheimdiplomatie zwischen dem damaligen Außenminister Alois Mock und dem damaligen ungarischen Außenminister Gyula Horn vorangegangen.

    Das kommunistische System in Osteuropa war wirtschaftlich, moralisch und politisch erledigt, aber der Anfang vom Ende begann an der ungarischen Grenze unter tatkräftiger Mithilfe eines bekannten österreichischen Regierungsmitglieds.
    Berichtenswert?
    Nee, doch nicht für unsere Medien! Schließlich war es ja nur ein ÖVP-Minister.

  17. Gerhard Pascher
    09. Mai 2014 07:53

    Wichtig ist scheinbar nur, was in KRONE, HEUTE und ÖSTERREICH auf die Titelseite kommt. Ich kenne jemanden, welcher in so einer Redaktionsstube sitzt und wo täglich um einen "eye-catcher" sowie besondere Artikelüberschriften gerungen wird. Mir sagte man auf Vorbehalte zur Meinungsmanipulation, die Leute interessieren sich nur für solche Dinge. Scheinbar liegt den dortigen Lesern wirklich mehr an einer Küchenmesserattake im 10. Wiener Bezirk als z.B. an den Vermittlungsversuchen des US-Vizepräsidenten in der Ukraine.

    Bei den Journalisten herrscht weiterhin die Meinung "Only bad news is good news", daher wird auch über erfreuliche Tatsachen (z.B. dem von AU erwähnten Ende der Piraterie im Indischen Ozean) kaum oder nur als Randnotitz berichtet. Auch die Auswahl des Bildmaterials ist von großer Wichtigkeit, auch wenn dieses wenig Aussagekraft und oft keinen direkten Bezug zum Text hat. Nicht vergessen sollte werden, dass für den Boulevard auch der Slogan "Sex sells" Bedeutung hat. Vor allem werden in den meisten Medien Fakten mit persönlichen Meinungen vermischt, damit die Leser/Zuhörer/Zuseher in eine bestimmte - dem Journalisten genehme (oft auch politische) - Richtung gelenkt bzw. missioniert werden.

    P.S.:
    Eben lese ich einen vor einigen Tagen in der PRESSE im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung vor genau 10 Jahren erschienenen Artikel. Da versuchen uns zwei Schreiberlinge zu beweisen, dass die erwartete Kriminalitätssteigerung sowie die Überschwemmung des Arbeitsmarktes nicht stattgefunden hat und dies mit Statistiken zu belegen. In der Realität sieht es aber anders aus, denn beim verwendeten Zahlenmaterial werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    • Gerhard Pascher
      09. Mai 2014 08:06

      Korrektur bzw. Ergänzung:
      Am Beginn des zweiten Absatzes anstelle "... den Journalisten" richtig vielen Journalisten .... .

  18. terbuan
    09. Mai 2014 07:41

    Ganz abgesehen von seiner Person und seinen sonstigen abstrusen Ansichten und Vorschlägen:

    Was mich wirklich gestern beim TV-Duell u.a. aufgeregt hat war die Äußerung des Herrn Schulz zur Masseneinwanderung afrikanischer Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa.
    Er verglich diese mit den vielen deutschen Auswanderern nach Amerika und Australien und meinte nur salopp, wenn es so viele Menschen gibt, die Deutschland verlassen, dann gibt es eben auch viele die zu uns kommen, na wenn schon. Es bedarf nur einer geregelten Einwanderungspolitik.

    So ein Kommissionspräsident hätte uns gerade noch gefehlt!

    • Anonymus
      09. Mai 2014 08:09

      Wie gestern schon ein Poster schrieb, liegt die Entscheidung zwischen Pest und Cholera, wobei mir Juncker noch als das kleiner Übel erscheint. Keiner der beiden Bewerber hat ernstlich vor, die Kommission und den gesamten EU-Apparat zu reformieren.

    • Pumuckl
      09. Mai 2014 08:14

      Da kann ich nur sagen: " BITTE UM SEHR VIEL WENIGER GELASSENHEIT ! ! ! "

    • Pumuckl
      09. Mai 2014 09:49

      @ terbuan " . . . Schulz zur Masseneinwanderung afrikanischer Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa. "

      Weil ihm die Rechtsthese " NORMATIVE KRAFT DES FAKTISCHEN " von
      @ Sandwalk gestern 10:07 zu respektlos zitiert wurde, hat ihn @ Xymachos in einen merkwürdigen, Disput gedrängt.

      Aber diese Rechtshese paßt zur Äußerung von Präsident Schulz.

      Wie sollte den HUNTINGTONS KAMPF DER KULTUREN sonst funktionieren?

      Eine der geopolitischen Aufgaben des " ARABISCHEN FRÜHLINGS " war es doch die Küsten Nordafrikas für die MIGRATIONSFLUT durchlässig zu machen.

      Nur so kann die STEINZEITKULTUR DES ISLAM zum erfolgreichen Kampf gegen die von der 68er -Revolution SODOMISIERTE KULTUR DES ABENDLANDES AUFMARSCHIEREN ! ! !

      Die NORMATIVE KRAFT DES FAKTISCHEN als Instrument langfristiger Geopolitik.


      Leider kapieren das die abendländischen Massen noch nicht und wählen immer wieder die Spießgesellen ihrer Schlächter.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. Mai 2014 08:08

      Werter terbuan, ich bitte unter Bezugnahme auf dieses eher unwichtige Gespräch nicht von einem "TV-Duell" zu sprechen. Das war es nämlich keinesfalls, sondern ein Geschwurbel unter Freunden. Manche könnten auch der Ansicht sein, dass es sich bei den beiden "Kontrahenten" um politisch "Verpartnerte" gehandelt hatte...
      MfG

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      10. Mai 2014 16:45

      Martin Schulz ist gelernter Buchhändler und auch sonst von mäßigem Verstand.
      Das Einzige, was er in ein paar Jahrzehnten gelernt hat, sind Phrasen, die er je nach Situation aus den Schubladen zieht. Denken, wirklich selbst den Verstand benutzen, kann er nicht, ist mir jedenfalls nie aufgefallen.

      Wie sonst sind die zitierten Äußerungen zu verstehen?

      Wie gern wäre ich in der Sendung sein Gegner gewesen. Ich hätte ihn ausgezogen bis auf die Unterhose. Nicht, daß das schwierig wäre.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      11. Mai 2014 08:05

      Werter Dr. Knölge, Ihr Satz "Martin Schulz ist gelernter Buchhändler und auch sonst von mäßigem Verstand" ist inakzeptabel. Man kann zu Schulz stehen wie man möchte - mir ist er, seine politische Ausrichtung und sein oft verletzender Stil auch nicht sympathisch - doch "Buchhändler" mit "mäßigem Verstand" in Verbindung zu setzen, zeugt auch nicht von besonderer Intelligenz.
      Schulz spricht neben Deutsch auch noch Französisch, Englisch, Niederländisch und Italienisch. Ich wäre froh, würden nur einige unserer Politiker über einen ebenso ehrenwerten Beruf und seine Sprachkenntnisse verfügen...
      MfG

  19. Cotopaxi
    09. Mai 2014 07:18

    Vielleicht sollte man zur Abschreckung von muselmanischen Asylbetrügern an Österreichs Grenzen Plakatwände mit dem Bild von Conchita Wurst aufstellen, damit sie sich keine falschen Vorstellungen vom Wesen der heutigen ÖsterreicherInnen machen? ;-)

    • Wolfgang Bauer
      09. Mai 2014 10:56

      großartige Idee!

    • simplicissimus
    • ProConsul
      09. Mai 2014 11:43

      Und noch ein Foto, wo ein Einwanderer in einem Bürojob von einer solariumgebräunten, gepiercten Bürotussi angeschrieren wird.

    • Alex
      09. Mai 2014 12:44

      oder ein Foto von zwei sich auf der Straße küssenden Männern.

    • Alex
      09. Mai 2014 12:44

      oder ein Foto von zwei sich auf der Straße küssenden Männern.

    • mischu
      09. Mai 2014 12:59

      @Cotopaxi

      Köstlich! Das hilft sicher. ;-) ********************

    • schreyvogel
      09. Mai 2014 13:45

      Eine Schande: Dieses heteronormative homophobe Publikum hat den Wurst als Letzten für das Finale gereiht. Wir Österreicher müssen weiter zittern!

    • Brockhaus
      09. Mai 2014 16:56

      @ schreyvogel:

      Stimmt nicht ganz, denn die Reihenfolge der Verkündung wurde ausgelost.

  20. mischu
    09. Mai 2014 01:21

    Fazit: Man sollte noch viel weniger auf die Gutmenschen hören, denn das wirklich Wichtige und Positive kommt nur unter diesem Aspekt zustande - das haben auch alle 3 aufgezählten Punkte gemeinsam!

    Fast ohne mediale Reaktion sowie von unseren Politikern tunlichst totgeschwiegen, weil es nicht wirklich in das bisher transportierte Bild dieses Finanzdesasters paßt, gibt es auch noch Wichtiges, aber leider nichts Positives von der HAA zu berichten:

    http://tinyurl.com/kw9wzd6

    Das rückt die übereilte Verstaatlichung in ein noch schrägeres Licht und läßt den Ruf nach einem U-Ausschuß bedeutend lauter erschallen.
    Da stinkt einiges zum Himmel und läßt keinerlei Gelassenheit mehr aufkommen!

    • Nestor 1937
      09. Mai 2014 09:44

      Tollpatsch Josef Pröll !

    • mischu
      09. Mai 2014 12:35

      Ich fürchte, da steckt mehr (Kalkül?) dahinter als nur ein "tollpatschiger Pröll"!

    • oberösi
      09. Mai 2014 12:48

      @ Nestor 1937

      Tollpatsch? Sind Sie sicher? Hat er nicht vielmehr alles richtig gemacht, da die Bayern offensichtlich mit der Veröffentlichung der üblichen HAA-Gepflogenheiten in einem entsptrechenden gerichtlichen Verfahren drohten?

      - Rückkauf: die Schulden gehen an den Steuerzahler, und gleichzeitig wird vernebelt, wie weit Politiker sämtlicher Parteien in die HAA-Gepflogenheiten involviert waren.

      - Rücktritt von der hauptverantwortlichen Position des Finanzministers unter spektakulären Umständen ("Lungeninfarkt") nach erfolgter "Abwicklung".

      - vergoldetes Ausgedinge im Giebelkreuzimperium, das einen Gutteil des Schadens zu tragen gehabt hätte.

      Ist doch im Gegenteil perfekt gelaufen für den Pepi, oder?
      Und sein offensichtliches Bedürfnis nach zumindest fallweiser medialer Aufmerksamkeit darf er fürderhin als LJM Niederösterreichs ausleben...

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. Mai 2014 08:24

      Werter Nestor 1937, wenn der Dipl.-Ing. Josef Pröll damals zum Nachteil der Republik Österreich wie ein politischer Tollpatsch agiert hatte, was man schon aufgrund der veröffentlichten Berichte annehmen könnte, was waren dann dessen hochrangige Beamten und Berater im Finanzministerium? Wurden die etwa kaltgestellt? Gibt es dazu relevante Aktenvermerke dieser Beamten etc. etc.?

      Und: War die angeschlagene Gesundheit J. Prölls der einzige Grund, aus der Politik ausgeschieden zu werden? Welche Hunde liegen da noch begraben?

      Daher: Ja zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß!!!





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