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Niemand denkt an die Schönheit Wiens, niemand denkt an die Mietkosten

Lesezeit: 6:00

Ausgerechnet den sozialen Wohnbau hat sich die Wiener Rathausmehrheit als Slogan für die Europawahl ausgesucht. Das überrascht. Zwar muss selbst der Bürgermeister zugeben, dass Wohnen in Wien zum Hauptproblem geworden ist. Aber dennoch fällt die Rathausmehrheit nur durch ihren Kampf für das einnahmenträchtige, aber alles andere als soziale Hochhaus neben dem Konzerthaus auf, durch ihren Einsatz für wohnraumkostende Zuwanderung, durch ihren Kampf gegen Vermieter und durch ihren Einsatz für teure und stadtbildzerstörende Dachbodenausbauten. Aber nicht durch Maßnahmen für leistbares Wohnen.

Um bei den Dachbodenausbauten zu beginnen: Keine Frage, die Umwandlung von Dachböden in Wohnraum ist positiv. Dabei sind aber voller Geldgier (der Hauseigentümer wie der Gemeinde) Fragen der Ästhetik völlig vernachlässigt worden. Es ist in einer vom Tourismus lebenden Stadt ein absoluter Wahnsinn, dass in den letzten Jahren hunderte Gründerzeithäuser mit dreistöckigen Glas- und Betonaufbauten versehen worden sind. Wien hat in der Ära Häupl (und beginnend mit dem einstigen Wohnbaustadtrat Faymann) sein Stadtbild massiv zum Negativen verändert.

Diese Verhässlichung Wiens war unter einem auf die Stadtästhetik Wert legenden Bürgermeister Zilk – und seinem schwarzen Widerpart Jörg Mauthe – noch völlig undenkbar gewesen. Aber es ist sinnlos, von der Vergangenheit zu sprechen. Faktum ist, dass sich heute kein einziger Politiker mehr (und ein Rathausbeamter schon gar nicht) um die Ästhetik der Stadt kümmert.

Dabei werden ästhetische Fragen im internationalen Vergleich immer wesentlicher. Städtetourismus wird im Zeitalter einer raschen Überalterung Europas immer wichtiger. Und wer in andere touristische Städte etwa nach Rom, Paris oder Bern reist, sieht es: In diesen Städten wird massiv die Optik der ganzen Stadt geschützt und gegen politische wie auch Kapitalinteressen verteidigt.

In Wien glaubt man hingegen, dass die Attraktivität der einstigen kaiserlichen Gebäude, des Kunsthistorischen Museums und der Staatsoper genügen, um die Stadt attraktiv zu halten. Das wird sich langfristig als gewaltiger Irrtum erweisen. Dieser hat nun zum schlimmsten Anschlag auf die Stadt überhaupt geführt: Zu dem von Rotgrün bereits abgesegneten Plan, ein Hochhaus direkt neben das Konzerthaus zu stellen. Ein Plan, dem bisher auch weder Schwarz noch Blau Widerstand geleistet haben. Bei allen vier Parteien gibt es keinerlei rechtlich sauberen Gründe, warum sie sich so verhalten.

Eines ist jedenfalls weder das Hochhaus noch die zahllosen Dachbodenausbauten: „sozialer“ Wohnbau. Ganz im Gegenteil. Weder die Glaskobel auf den Gründerzeithäusern und schon gar nicht eine Wohnung im Hochhaus könnte sich irgendeine Familie leisten.

Wer gleichzeitig mit einer solchen Politik von sozialem Wohnbau spricht, der lenkt in brutaler Weise von den eigentlichen Problemen Wiens ab. Deren doppelter Kern: Aus Stadtbild- und Tourismus-Gründen gehört die Stadt innerhalb des Gürtels komplett geschützt. Aus sozialen Gründen muss die von Wien (und von der Arbeiterkammer) verlangte Anti-Vermieter-Gesetzgebung endlich komplett gewandelt werden.

Gerade die Dachbodenausbauten und Hochhäuser zeigen es: Dort entsteht so gut wie keine neue Miet-Wohnung, dort wird nur in Eigentum verkauft. Und zwar zu gigantischen Preisen, die zum Teil schon weit über 20.000 Euro liegen. Pro Quadratmeter. Zwar ist daran natürlich auch schuld, dass durch das hektische Gelddrucken der Zentralbank eine andere Geldanlage kaum mehr sinnvoll ist. Aber ganz eindeutig sind auch die ständigen Anti-Vermieter-Initiativen des Rathauses und der Arbeiterkammer schuld an der Flucht ins Eigentum. Wenn in Wien schon die Hälfte der Eigentumswohnungen unvorstellbar mehr als 300.000 Euro kostet, müsste das die Dringlichkeit einer neuen Wohnpolitik auch dem letzten Hinterbänkler zeigen.

Wenn Vermieter nicht als Zurverfügungsteller von Wohnraum gesehen werden, sondern ständig als gierige Ausbeuter dargestellt werden, wird natürlich niemand in den sozialen Wohnbau investieren. Niemand will freiwillig ein Bösewicht werden. Die Stadt aber hat viel zu wenig Geld, um da selbst noch aktiv zu sein. Daran ist nicht die wegen anderer Dinge oft zu Recht geprügelte EU schuld, sondern einzig eine Politik, die Vermieten zum Verbrechen macht.

Zugleich macht sie es für Zehntausende alte Menschen finanziell viel günstiger, in alten, oft riesigen Wohnungen zu bleiben, statt in altersgerechte, kleinere Dimensionen zu wechseln.

Wer wirklich etwas für den sozialen Wohnbau tun will, der sollte endlich lernen: Noch nie ist etwas durch mehr, sondern immer nur durch weniger Regulierung billiger geworden. Die von manchen geforderte gesetzliche Senkung der Mieten würde mit Sicherheit zu einem zweifach negativen Ergebnis führen: Erstens kommen klarerweise noch viel weniger Wohnungen auf den Mietmarkt; und zweitens werden für die wenigen Wohnungen, die dann noch vermietet werden, wieder illegale Ablösen unter dem Tisch verlangt werden.

Statt populistische Vorschläge zu machen, sollte man endlich an die wirklichen Ursachen gehen, die es auch jungen Familien wieder erleichtern würden, städtisch zu wohnen:

  • Sämtliche Gebühren, die Mieten so rasch steigen haben lassen, sind durch die Ermöglichung von mehr Wettbewerb zu dämpfen;
  • Gebühreninkassanten im Eigentum der öffentlichen Hand dürfen keinen Cent für das allgemeine Budget oder zur Finanzierung von politiknahen Zwecken ausgeben, etwa auch in Sport oder Kultur:
  • Die ständig angestiegenen Vorschriften beim Hausbau (Kaminbau, wo es gar keine Öfen mehr gibt; doppelte Türen bei Aufzügen; Stiegenbreiten; usw) müssen drastisch reduziert werden – und zwar ganz egal, ob es dabei um angebliche Sicherheit oder um vorgeschützte Ökologie geht. Fast immer hat die Politik solche Gesetze nämlich primär auf Verlangen der damit verdienenden Branchen erlassen;
  • Es braucht aber auch strengere Zuwanderungsregeln – denn nur die Zuwanderung in die Arbeitslosigkeit lässt Wien wachsen;
  • Ein Verfassungsgesetz, das jedem Vermieter die Sicherheit gegen künftigen Populismus gibt, mit dem eine politische Mehrheit im Wahlkampf wieder irgendwelche Mietreduktionen verspricht.
  • Keine automatische Weitergabe von Wohnraum zu ewig gleichbleibendem Mietzins – oder Freigabe der Mieten innerhalb der Inflationsrate seit Abschluss des Mietvertrages. (hingegen sollte aus sozialen Gründen am Kündigungsschutz weiter festgehalten werden).
  • Nur noch öffentliche Gelder für Subjektförderung, also insbesondere für junge Familien oder Alleinerziehende. Dabei sollte aber auch der untere Mittelstand erfasst werden und nicht nur (formell) Arbeitslose.
  • Anbieten von Grundstücken zum Bau von Mietshäusern, ohne dass dafür „Inserate“ oder sonstige schmutzige Kickbacks zu zahlen sind.

Wetten, dass mit einer solchen Mietpolitik binnen weniger Jahre der Druck auf die Preise weg wäre?

Gleichzeitig kann man freilich eine zweite Wette eingehen: Wien wird weiter lieber „spendenfreudige“ Investoren das Stadtbild verunstalten lassen, statt endlich für Wohnraum zu leistbaren Kosten zu sorgen. Wer noch immer einen Teil der Wiener fast gratis wohnen lässt, der ist schuld daran, dass die anderen, die Wohnungssuchenden, viel mehr zahlen müssen.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 11:18

    Hässliche Politik - hässliche Menschen - hässliche Städte. Eben Sozialismus.
    Was Bomber Harris nicht vermochte, nämlich der Stadt ein Trümmerfeld zu bescheren, dem eine Aufbau-Betonwüste folgte, das wird sich unter der Roten Herrschaft in Wien vollenden. Eine Stadt, deren Ausdruckslosigkeit ein Spiegel der geistigen Wüste der ihr innewohnenden 'Bevölkerung' ist. Für multikulturelle Nihilisten ein adäquater Aufenthaltsort - rette sich, wer kann.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 02:43

    Die letzten Bastionen, die Wien lebenswert und zu einem Tourismusmagneten machen, sind noch aus der Monarchie und keinesfalls aus jahrzehntelanger Soziherrschaft.

    Nicht das erste Mal erweisen sich die Genossen im Wiener Rothaus als die schlimmsten Kapitalisten im linken Schafspelz. Sie faseln von sozialer Gerechtigkeit und denken nur an kräftig sprudelnde (Investoren-)Geldquellen zum eigenen Vorteil bzw. Machterhalt.

    Darunter leidet diese einstmals prosperierende Stadt, die Kaufkraft sinkt, die Schulden sowie die Kriminalität durch verfehlte Zuwanderungspolitik steigen ins Uferlose und architektonisch verkommt sie von der einstigen WELTSTADT zur ALLERWELTSSTADT.

    Eine erschreckende Bilanz, die durch den grünen Juniorpartner noch verschärft wird. Es bleibt einmal mehr das traurige Resümee: ROT-GRÜN und alles ist HIN!

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 14:42

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Bravo, bravo! ;-(((

    Das ist ein neuerlicher Beweis für die praktisch nicht mehr vorhandene Meinungsfreiheit und ein zu 100% UNFAIRES Druckmittel ausschließlich "Gegen RECHTS":

    "LEX MÖLZER" bei der Presseförderung"

    "Keine Förderung für Hetzer

    Wer hetzt oder gegen das Verbotsgesetz verstößt, ist nicht förderungswürdig. Dieser Passus wird jetzt ins Presse- und Publizistikförderungs-Gesetz aufgenommen, sagt Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ). Das bedeutet: "Wenn in einer öffentlich geförderten Zeitung oder Zeitschrift ein Artikel erscheint, wo dann in der Folge eine rechtskräftige Verurteilung wegen Verhetzung oder wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz stattfindet, wird die Förderung entzogen."

    Da sind die LINKEN HETZER natürlich fein heraußen, denn sie werden keinen Maulkorb umgehängt bekommen, da sie kein jederzeit einsetzbares VERBOTSGESETZ fürchten müssen. Das Verbotsgesetz hat nämlich KEIN PENDANT!

    Über den Kommunismus also kann jeder jederzeit Positives schwadronieren---er macht sich nicht strafbar! Leute wie Elfriede Jelinek oder Alfred Hrdlitschka usw. konnten ungestört ihre Tränen über den Untergang des guten alten Kommunismus vergießen! Von den Printmedien sind gefühlte 95% LINKS---und diese können völlig ungeniert und ungestraft LINKSEXTREMES GEDANKENGUT verbreiten und werden dafür noch fürstlich subventioniert und somit ermuntert!

    http://oe1.orf.at/artikel/373813

    .........................................................................................

    "Zehn Jahre EU-Mitglied SLOWENIEN"

    Wie es den Slowenen in der EU geht, ist mir ziemlich schnuppe!

    Was mich zutiefst wurmt, ist die Tatsache, daß weder die AVNOJ-Beschlüsse aufgehoben worden sind, noch RESTITUTIONEN an die VERTRIEBENEN Deutschen bezahlt worden sind.

    Mit diesen Forderungen nach RECHT (NICHT RACHE!) hätte man VOR dem Beitritt Sloweniens zur EU kommen müssen! Wer damals (zu Kriegsende!) den Mörderbanden TITOS, den PARTISANEN entkommen wollte, mußte HAB und GUT ZURÜCKLASSEN! Meine 3 Kinder haben Anspruch auf das ihnen zustehende ERBE ---ein Haus am Domplatz in Marburg an der Drau und eines in Pettau!!

    Aber die österreichischen Politiker, diese FEIGEN Ar.....cher, haben nur das Wohl der nicht-deutschen/nicht-österreichischen Bevölkerung im Sinn!
    WER VERHILFT meinen KINDERN zu ihrem RECHTMÄSSIGEN ERBE???

    .......................................................................................

    Zur Budgetdebatte kann man H.C. Strache nur zustimmen:

    " Man zieht das Thema Hypo hervor: FPÖ-Klubobmann Heinz Christian Strache sagt: Ja, Kärnten unter Jörg Haider habe Mitverantwortung. Aber SPÖ und ÖVP seien es gewesen, die die Bank ohne Not verstaatlicht, die Bayern aus der Haftung entlassen, die Abwicklung jahrelang verschleppt und bei der Finanzmarktaufsicht versagt hätten."

  4. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 11:10

    o.T.

    Wer eine bestimmte Religion oder dessen Angehörige beleidigt, ist schnell weg vom Fenster bzw. sollte den Flughafen in Dubai meiden? ;-)

    http://diepresse.com/home/leben/mensch/1600094/Scorpions_Kein-Ton-vom-Schlagzeuger?from=gl.home_leben

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 08:31

    Das sage ich als Niederösterreicher und bekennender Wien-Adorant:

    Wien ist eine wunderbare Stadt, und - trotz jahrzehnte- bis
    jahrhundertelanger Zuwanderung fremder Völkerscharen - immer noch Heimstatt einer sehr kultivierten "Urbevölkerung"!!
    Die derzeit übel werkende Stadt-Führung und -Verwaltung haben sich zumindest diese "Alteingesessenen" wahrlich nicht verdient!
    Proletentum und berechtigter Anspruch auf ein anspruchsvolles Kultur- und Lebensniveau passen halt zusammen wie Feuer und Wasser: nämlich gar nicht!

    Armes, schönes Wien!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 13:33

    Beispiel Berlin: Auch dort gibt es ähnliche Probleme wie in Wien!

    "Wohnen in Berlin wird teurer - Mieten steigen um 14 Prozent

    Innerhalb des S-Bahn-Rings steigen die Preise besonders stark – vor allem in Mitte und Kreuzberg. Die Durchschnittsmiete nähert sich immer mehr dem Preisniveau anderer deutscher Großstädten an....."

    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article126731876/Wohnen-in-Berlin-wird-teurer-Mieten-steigen-um-14-Prozent.html

    Es ergibt sich ein ziemlich gleiches Bild:
    Die Mieten in besseren Gegenden und die Preise für neue Eigentumswohnungen werden immer unleistbarer.

  7. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    30. April 2014 08:07

    Ich kann AU in seiner Diagnose nur zustimmen, dass es in Wien ein ganz massives Problem mit Mieten und leistbarem Wohnen gibt. Ein Problem, dass so groß ist, dass es zu einem ganz wesentlichen Hindernis für die Erholung der Wirtschaft in der Stadt werden kann. Beziehungsweise werden wird: denn es ist nicht anzunehmen, dass irgendwer mit sinnvollen Gegenmaßnahmen eine Trendwende erreichen wird. Was weiter zu Abwanderung derer, die mobil sind, und Erstarrung derer, die bleiben müssen, führen wird.

    Bei den von AU vorgeschlagenen Maßnahmen (insbesondere der Freigabe der Mieten) kann ich allerdings nicht zustimmen. Und zwar genau deswegen, weil ich andere Städte recht gut kenne - Städte, in denen der vielgeblökte „Moakt“ sich voll entfalten kann. Wo es weniger Regulierungen gibt. Das Resultat in allen solchen Städten ist nämlich durch die Bank, dass Wohnen noch wesentlich weniger leistbar wird. Mit allen sozialen Folgen, die das bringt. Man denke an Städte wie München, Paris oder London, wo es nicht ungewöhnlich ist, dass junge Akademiker mit guten Positionen (!) in Wohngemeinschaften leben, weil man sich selbst von einem gar nicht so schlechten Gehalt einfach keine eigene Wohnung leisten kann. Was natürlich Dinge wie die Gründung einer Familie nachhaltig verhindert - zumindest solange man seinen guten Job in der Stadt behalten will. Oder nicht täglich 2h pendeln will. Von diesen Zuständen sind wir in Wien immerhin noch ein Stückchen weg.

    Was scheinbar nicht in die Schädel diverser Wirtschafts- und Marktfanatiker zu bekommen ist, ist die Tatsache, dass der „Markt“ für Mietwohnungen ein höchst asymmetrischer ist. Und damit nicht so funktionieren *kann*, wie man möchte. Der Teil der Bevölkerung, der auf Wohnen in Miete angewiesen ist, ist in Masse nun mal weniger mobil, und eher standorttreu. Und ist weniger wirtschaftlich potent. Und damit nur sehr eingeschränkt in der Lage, den Part eines idealen Marktteilnehmers zu spielen. Also im Fall des Falles beliebig oft zu sagen „nein, das ist mir zu teuer, ich geh woanders hin“. Wodurch der Vermieter in einem funktionierenden, idealen Markt auf seiner zu teuer angebotenen Wohnung sitzen bleibt, und sie billiger anbieten muss. Das haut in der Praxis nicht hin - wohlgemerkt aber derzeit auch nicht.

    Die derzeitige Situation in Wien ist natürlich auch eine Katastrophe - nota bene für alle Beteiligten.

    Aber eine Freigabe der Mieten würde gar nichts lösen. Im Gegenteil, das wäre eine der wenigen Dinge, mit denen man echte Unruhen im Land auslösen könnte. Und das nicht ganz zu Unrecht. Mithin ist das eine völlig bescheuerte Idee, die man sich komplett abschminken kann.

    Nein, die Lösung kann nur in einer sachkundigen Marktbeeinflussung liegen, die versucht, einen möglichst funktionierenden Markt herzustellen. Was in diesem Fall interessanterweise eben *nicht* dadurch erreicht werden kann, dass sich der Staat komplett aus seiner Regulierungsfunktion zurückzieht. Leider. Es wäre einfacher, aber die Struktur dieses Marktes ist wie gesagt eben zu asymmetrisch. Das wird nie was, wenn man nicht steuernd eingreift. Beim Gedanken, dass das unsere derzeitigen Politiker zusammenbringen sollen, kommt mir allerdings nur ein verzweifeltes Lachen aus.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Mai 2014 11:23

    Hin und wieder muss ich eine Wohnung vermieten.

    1. Bei Menschen mit Migrationshintergrund kann man sicher sein, dass spätestens zwei Monate danach der Mieter mit einem Antrag auf Mietzinsbeihilfe in der Türe steht.

    Da ist individuell rational und sozial der reine Wahnsinn.

    2. Es ist unmöglich, in Favoriten andere Mieter als solche mit Migrationshintergrund zu finden.

    Dabei ist das nicht "multikulti", sondern rein "monokulti"!

    3. Es gibt tatsächlich auch Österreicher, die sich nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung beim Vermieter (!!!!) darüber aufregen, dass die Kosten für die Müllentsorgung in der letzten Zeit so stark gestiegen sind. Dass diese Österreicher zumeist auch noch Akademiker sind, rundet das Bild nur noch ab.

    In Nestroyschem Sinne kann man da nur noch hoffen, dass möglichst bald der Komet sich um uns bemüht!


alle Kommentare

  1. Helmut Hofmann (kein Partner)
    05. Mai 2014 08:52

    Es würde ja schon viel helfen, wenn die ach so sozial sich gebenden Parteien der Wiener Stadtregierung dem Investor auf dem Areal des WEV ein klares,öffentliches NEIN zur Verlegung der B 1 zwecks Ermöglichung des Projekts ins Gesicht sagen würden, statt auf Kosten der Allgemeinheit einem seltsamen Deal zuzunicken, bei dem der WEV für einen von ihm dem Investor abzutretenden Grund mit einem Stück der B 1 (öff. Grund!) "entschädigt" werden soll. Es ist ja nicht zu glauben, dass der Investor so etwas in sein Modell aufnimmt, ohne dass es diesbezügliche "Gespräche" gegeben hat - es sei denn, der WEV sollte bewusst verschaukelt werden, was der Stadtregierung auch nicht besonders gut anstünde. Ein geharnischtes, verbindliches und absolutes, unverwässertes Dementi wird erwartet!

  2. wolf (kein Partner)
    02. Mai 2014 17:40

    Wenn jemand meint, ein konkretes Gebäude sei vom ästhetischen Standpunkt zu kritisieren: wunderbar. Wenn @Helmut Oswald meint: „[...] mit der immer wieder gewachsene Ensembles durch zwanghaft falsch dimensionierte, Stahl Glas Beton Konstruktionen verhöhnt werden“: wunderbar. Gewiss gibt es solche Bauten – aber eine Verurteilung in Bausch und Bogen? Selbst mit der Einschränkung, am Stadtrand seien solche Bauten akzeptabel: Welche Bauten stehen konkret in der Kritik? Vor allem: In wie fern? Reicht die Kritik an Glas und Beton? Was wäre eine korrekte Dimensionierung und warum? Was bedeutet 'gewachsene Ensembles' wenn nicht ständige Veränderung, Anpassung? Welchen ästhetischen Überlegungen (abseits des persönlichen Gustos) folgt eine solche Analyse?
    Eine Möglichkeit der Entscheidungsfindung wäre wohl, die Bürger einzubeziehen. Nur: der Reaktionen der Bürger auf Oper, Parlamentsgebäude, Michaelertrakt, Looshaus und v.a. die Votivkirche (Abstimmung per Spenden-Zahlung) Rechnung tragend, ist zu bezweifeln, dass jene Gebäude, die uns jetzt so ans Herz gewachsen sind, überhaupt existierten. Mögliche Antwort: na, wenn schon.

    Keinesfalls angebracht scheint mir A.U's undifferenziertes: „Verändert mir mein schönes (inneres) Wien nicht“, denn die Schönheit der Stadt entstand /entsteht nicht aus dem Festhalten an alt Hergebrachtem, sondern aus der architektonischen, gewachsenen Vielfalt und - deshalb mit Bern keinesfalls vergleichbar - traditionell (für Konservative also durchaus interessant) aus der ständigen und ständig kritisierten Veränderung: Das Wachsen in die Höhe von Anfang an, die Anpassung an den Zeitgeist mit entsprechender Pendelbewegung (Barockisierung – Re-Gotisierung). Im Grunde: alles, was Wien heute kulturell und folglich touristisch interessant macht, ist aus der ständigen Anpassung entstanden, und das Anpassen ging immer mit Zerstörung einher: Ringstrasse, Herrengasse, Michalerplatz, etc..

    • wolf (kein Partner)
      02. Mai 2014 17:41

      Und wenn dann der Canaletto-Blick vom Belvedere ins Treffen geführt wird – ein Blick, den es so nie gab – wer interessiert sich dafür, dass Schönbrunn nicht mehr grün angestrichen ist, dafür, dass der Blick auf die Dominikanerkirche ein völlig anderer ist, dass der Alt-Blick auf den Stephansdom sich verändert hat. Hätte Kornhäusl nicht bauen sollen an der Seilerstätte (der Blick auf die Ruprechtskirche hat sich verändert – eingestürtzt ist sie sogar zum Teil), bei den Schotten (davor schon: Turmversetzung, -erhöhung), an der Albertina? Hätten Künstlerhaus, Konzerthaus, die Bauten am Schwarzenbergplatz, AkadGym, usw. hätten die alle nicht gebaut werden sollen, wegen einer Sichtlinie? Das erste Hochhaus Wiens in der Herrengasse – ein architektonisches Meisterwerk – es wäre nicht, wenn man sich der Veränderung, der Moderne verweigert hätte. Hätten alle zu allen Zeiten an die Erhaltung irgend welcher arbiträr festgelegter Sichtachsen gedacht, was gäbe es von Wien wie wir es kennen? Kaum etwas.

      Und jetzt? Wenn schon auch touristisch gedacht wird: Wien ist nicht nur deshalb touristischer interessant, weil Unmengen klassizistischer Bauten herum stehen (zum Teil, vor allem zwischen Ring und Gürtel tatsächlich 'herum stehen' – keine Kunstwerke, sondern 'Massenware' mir Putten, Atlanten, Fenstergibeln aus Fabriken.), sondern wegen der Mischung aus alt und neu. Die Bauten des Roten Wien, Haashaus – mit wunderbarer Anpassung an historische (zumindest teilweise soweit rekonstruierbar) Gegebenheiten, MQ – mit wunderbarer Anpassung an die Achsen der beiden großen Mussen, Tor in die Leopoldstadt. Sie alle sind in ihrer Zusammensetzung, in ihrer Mischung Anziehungspunkt für Touristen.

      P.S.: ich hatte noch nie Probleme bei der Vermietung meiner Wohnung (1030) an Menschen mit Migrationshintergrund (Balkan). Einmal gabt's Zores: mit dem Möchte-gern-Berufs-Sohn eines Badener Baumeisters, nach dem Motto: „der Papa wird’s schon richten“. Hat er dann auch.

  3. heartofstone (kein Partner)
    01. Mai 2014 18:40

    Mann bei Messerstecherei in Tirol schwer verletzt

    vs.

    Machettenattacke im Wettbüro

    Manipulation pur. Nur weil der gesuchte Täter ein Asylwerber aus Nordafrika ist?

    Die ORFlöcher verbiegen sich, dass ein Wurm vor Neid erblassen würde ... Privatisierung des ORF jetzt ... weg mit der GIS ... und den "Feldherren" am Küniglberg ins Stammbuch geschrieben: Schiebt euch die erwünschte Haushaltsabgabe dorthin wo die Sonne nie hinscheint ... Comprende, Amigos?

    Nachtrag: Würde heute am Küniglberg ein 50m Meteorit einschlagen würde, wäre mir das eine Flasche Rotwein wert die ich genüßlich verzehren würde ...

  4. Alternativlos (kein Partner)
    01. Mai 2014 16:12

    Erwachet das Ende ist nah.......

    Ihre Sprache lassen sie verkommen;

    ihre Jugend lassen sie verkommen;

    ihre Kultur lassen sie verkommen;

    ihre Sitten lassen sie verkommen:

    ihr Land lassen sie verkommen;

    ihr Volk lassen sie verkommen;

    ihre ungeborenen Kinder werfen sie in den Abfall;

    nur ihren Müll trennen sie feinsäuberlich................

  5. Torres (kein Partner)
    01. Mai 2014 14:24

    Unterberger, der "Experte für eh alles" (© Gunkl) will also der Stadt Wien und den privaten Bauherren vorschreiben, wo und wie sie zu bauen haben. Wahrscheinlich würde er auch statt des "Hochhauses" neben dem Konzerthaus einen barocken Palast mit pausbäckigen Engeln und dorischen Säulen bauen lassen. Unverständlicherweise lassen sich die privaten Bauherren sowie die Stadt Wien allerdings statt von Unterberger von Stadtplanern und Architekten beraten; möglicherweise hatte aber Unterberger ohnehin keine Zeit, da er ja derzeit intensiv damit befasst ist, das österreichische Schulwesen neu zu organisieren (er ist ja auch hier "Experte", zumindest glaubt er das). Und so müssen wir leider auf eine lichtvolle Zukunft verzichten.

  6. AppolloniO (kein Partner)
    01. Mai 2014 11:38

    Wie recht er doch hat, der A.U. mit der "Verhässlichung der Stadt".

    Dabei gibt es von der Stadt Wien, Abt. Stadtentwicklung, herausgegebene
    Städtebauliche Leitlinien für Hochhäuser in Wien, Nr.46
    Unter III: Richtlinien zur Planung und Beurteilung von Hochhausprojekten, beinhaltend eine 10-Punkte-Checkliste. Unter Punkt 3:

    Zu überprüfen ist auch eine städtebauliche und gestalterische Einbindung!

    Frage: dürfen die eigenen Beamten das nicht lesen?
    Oder wie hoch ist der unter der Budel zugesteckte Betrag, z.B. für Inserate, damit die genehmigenden Beamte diesen Passus übersehen?

  7. Stimmenfürrot (kein Partner)
    01. Mai 2014 11:37

    Genau dies gibt auch in Österreich, AU hatte kürzlich eine Fußnote dazu. Und es erklärt auch, warum langsam der Wohnraum in Wien eng wird. Einwanderung ins Sozialsystem heißt das Stichwort:

    "Bislang dürfen Ehepartner hier lebender Ausländer nur nach Deutschland ziehen, wenn sie Deutsch können. Das verstößt einem Generalstaatsanwalt des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) zufolge gegen EU-Recht, schreibt die SZ. Und weiter:

    Mit der Forderung nach Deutschkentnissen bei nachziehenden ausländischen Ehepartnern verstößt Deutschland nach Ansicht eines Staatsanwalts des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen EU-Recht. (…)

    Im vorliegenden Fall geht es um die Klage einer Türkin, die nicht bei ihrem seit 1998 in Deutschland lebenden Mann leben darf, weil sie Analphabetin ist und nach Feststellungen der deutschen Botschaft in Ankara nicht über die nötigen Sprachkenntnisse verfügt.

    Der Generalstaatsanwalt argumentierte, mit der Forderung nach Sprachkenntnissen vor der Einreise verstoße Deutschland unter anderem gegen eine sogenannte Stillhalteklausel aus einem Abkommen zwischen der EU und der Türkei von 1970. Darin werden Einreisehindernisse für Türken verboten."

    http://www.pi-news.net/2014/04/eu-keine-sprachkenntnisse-noetig-fuer-zuzug/#more-401161

  8. cmh (kein Partner)
    01. Mai 2014 11:23

    Hin und wieder muss ich eine Wohnung vermieten.

    1. Bei Menschen mit Migrationshintergrund kann man sicher sein, dass spätestens zwei Monate danach der Mieter mit einem Antrag auf Mietzinsbeihilfe in der Türe steht.

    Da ist individuell rational und sozial der reine Wahnsinn.

    2. Es ist unmöglich, in Favoriten andere Mieter als solche mit Migrationshintergrund zu finden.

    Dabei ist das nicht "multikulti", sondern rein "monokulti"!

    3. Es gibt tatsächlich auch Österreicher, die sich nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung beim Vermieter (!!!!) darüber aufregen, dass die Kosten für die Müllentsorgung in der letzten Zeit so stark gestiegen sind. Dass diese Österreicher zumeist auch noch Akademiker sind, rundet das Bild nur noch ab.

    In Nestroyschem Sinne kann man da nur noch hoffen, dass möglichst bald der Komet sich um uns bemüht!

  9. Rainer Haberlander (kein Partner)
    01. Mai 2014 09:41

    Ja, da kocht wieder die konservative Volksseele.

    Dachbodenausbauten, wie schrecklich! Ob den hier anwesenden Postern und Herrn Unterberger ein solcher gefällt oder nicht ist völlig egal.

    Ich habe bisher den Dachboden von einem Zinshausausgebaut, ein 2. folgt gerade. Und natürlich habe ich zusammen mit dem Architekten so ausgebaut, dass der größtmögliche Nutzen herausspringt. Im Rahmen der Genehmigungen natürlich.

    Und wenn sich hier Poster ereifern, dass sich so ein Ausbau nicht rechnet ist das zwar nett, aber unnötig. Rechnete es sich nicht, würde es wohl niemand machen.

    Zum Glück darf ich im Rahmen der Gesetze mit meinem Eigentum noch machen was ich will. Offenbar sehr zum Leidwesen der "liberalen" Poster hier.

    Auch die Lächerlichkeit die ich hier schon lesen mußte ob nun der Stephansdom weiter von der Josefstädter Straße zu sehen sei oder nicht, wen kümmert das, außer ein paar Leuten die dort wohnen?

    Casino Zögernitz ebenso, logisch will der Eigentümer eine ordentliche Rendite haben, ob ihnen hier das gefällt ist wohl zweitrangig. Aber Hauptsache man kann sich hier alterieren und sich die gute alte Zeit zurückwünschen.
    Sich den Veränderungen nicht zu stellen halte nicht nebenbei für eine minder gute Idee.

    Lieber Herr Oswald, ihre Tiraden gegen alles "moderne" lesend, frage ich mich: warum retten sie sich denn nicht irgendwohin, wenn sie es den anderen schon oben empfehlen?

    • aw70
      01. Mai 2014 11:26

      @Rainer Haberlander

      Sie sollten hier im Forum nicht zu sehr verallgemeinern. Klar, es gibt hier genug Leute, die - so wie ich im übrigen auch - die meisten heutigen Dachausbauten schlicht hässlich finden. Das ist aber auch unser gutes Recht. Nur: die meisten hier sind auch so weit wirtschaftlich geerdet, dass sie genau das, was Sie machen (man hat einen Dachboden, und baut ihn aus, um eine Rendite zu erwirtschaften) schon in Ordnung finden. Ich denke, man könnte den Standpunkt hier im Forum Leuten wie Ihnen gegenüber unter „Soll er doch machen - aber wieso beschäftigt er keinen Architekten, der Augen im Kopf hat? Das würde doch nicht *so* viel mehr kosten?“ zusammenfassen.

      Das Problem sind aber ohnehin nicht Leute wie Sie. So wie sich das anhört, haben Sie persönlich ein paar Häuser, und machen mit denen etwas zur Ertragssteigerung. Soll sein - Ihr Risiko. Und so wie Sie ja richtig sagen, sind Sie als direkt betroffener hoch motiviert, dass das ordentlich abläuft.

      Das Problem sind viel eher die großen Firmen, wo Entscheidungen von Personen, und Personengruppen im Kollektiv getroffen werden, die eben nicht so direkt drin hängen wie Sie. Prokuristen mit einem guten Vertrag, und keiner persönlichen Haftung. „Der Vorstand“ hat entschieden - und im Extremfall ist keiner von denen mehr in der Firma, wenn sich herausstellt, was für ein Mist die Entscheidung für den Ausbau war. Die sind dann schon zwei Firmen weiter. Und wesentlich schlimmer wird das Ganze noch dadurch gemacht, dass bei entsprechendem Drumherum diese großen Firmen auch noch relativ leicht Zugang zu immer intransparenteren (Not-)Finanzierungen haben. Nach dem Motto: „wenn es nicht sofort klappt, dann schulden wir halt um - das hält wieder ein paar Quartale“.

      Wir sind hier im Forum nicht gegen Marktwirtschaft, und das erwirtschaften von einem soliden, nachhaltigen Profit. Ganz im Gegenteil. Wir mögen halt eine funktionierende Wirtschaft - und nicht so etwas wie die Wiener Immo-Branche, die derzeit in einigen Sektoren ein von Papiergeld getriebener Luftballon ist, und nicht viel mehr.

    • cmh (kein Partner)
      01. Mai 2014 11:38

      Selbstverständlich kann jeder mit seinem Eigentum machen, was er will.

      Eigentlich kann sich auch jeder anziehen, wie es ihm beliebt. Nur aus gewissen Gründen legt jeder, der Wert auf sein Äußeres legt auch Wert darauf, dass dieses Äußere nur in bestimmten Grenzen gestaltet ist. Er weiss sich nämlich von der Mitmenschenwelt auch angeschaut.

      Beim Bauen tut jeder aber plötzlich so, als wäre er alleine auf der Welt und es ist jedem egal, wie das Produkt der achitektonischen Gestaltung dann auch ausschaut. (Außer natürlich, er kann mit öffentlichen Geldern herumschmeißen.)

      Das ist ein schwieriger Punkt.

      Mir selber ist es eigentlich auch egal, ob die Bewohner der Josefstadt den Stephansdom noch sehen oder nicht. Ich wohne ja nicht in der Josefstadt und wenn würde ich einen Umzug dortin/von dort in Betracht ziehen, dann nicht deswegen.

      Andererseits: wenn es nicht möglcih ist, über die Gestaltung von Sichtachsen im Urbanen zu sprechen, ohne ausgelacht zu werden, dann werden die aus diesem Grund erlassenen Regeln nicht nur bis zum Letzten gedehnt, sondern frisch gleich gebrochen. Damit führt sich aber jegliche Bauordnung ad absurdum und ist nur noch ein Korruptionsvehikel. Ich hoffe, Sie können mich hier verstehen.

    • Helmut Oswald
      01. Mai 2014 12:32

      @ Haberlander

      Ich baue zur Zeit selbst eben einen Dachboden aus. Gerettet aus Wien habe ich mich schon lange, ich lebe außerhalb der Stadt in jenem Haus, das mein Urgroßvater - kuk Hofbaumeister - um die Jahrhundertwende baute. Städtebauliche Überlegungen sind mir nicht fremd, derselbe errichtete in Wien mehrere Wohnhäuser, baute an einem Los der 1. Wiener Hochquellwasserleitungen, sein Schwiegersohn arbeitete im Team von Theophil Hansen am Bau des Parlamentsgebäudes. Ich habe mich nicht gegen die Moderne ausgesprochen - wie sie es mir taxfrei unterstellen. Nur gegen die Hässlichkeit und die Willkür, mit der immer wieder gewachsene Ensembles durch zwanghaft falsch dimensionierte, Stahl Glas Beton Konstruktionen verhöhnt werden. Für diese mag Platz sein an den Rändern und in den Statdterweiterungsgebieten. In die Gründerzeitarchitektur mitten hineingesetzt sind sie regelmäßig eine Barbarei. Sicherlich lässt sich über Geschmack streiten - aber dann lassen sie halt abstimmen. DAs Votum der ortsansässigen Bürger warte ich hinsichtlich der Beurteilung schönheitlicher Fragen getrost habe und werde ich in Demut annehmen, was die Bürger entscheiden. Die Diktatur einiger Rathausbürokraten und der regelmäßig in ihrer Entourage befindlichen Profiteure aus Banken und besonders wertgeschätzten Architekturbüros, die jede Form der Mitsprache als Geschäftstörung betrachten, ist für mich zur Gänze unbeachtlich.

  10. ProConsul
    30. April 2014 21:32

    Noch viel schlimmer als die Dachausbauten, finde ich, dass man immer mehr bärtige Männer und Frauen mit Kopftüchern sieht. DAS widert mich an. Und angeblich soll es ja in sämtlichen europäischen Hauptstädten nicht viel anders aussehen. Da ist eine unglaubliche Umvolkung im Gange. Ich frage mich, wie lange dann noch Asiaten und andere Touristen zu uns kommen werden, wenn sie hier kaum mehr eine europäische Kultur und europäisch wirkende Menschen vorfinden werden.

    • cmh (kein Partner)
      01. Mai 2014 11:43

      Den Asiaten wird es egal sein. Die können ja einen europäischen Moslem genauso wenig von einem Christen unterscheiden, wie wir einen Koreaner von einem Japaner.

      Unerträglich ist es, dass wir auch noch dafür bezahlen, dass unsere Kultur "bereichert" wird.

      Und das allerunerträglichste ist, dass man keinem Moslem sagen kann, dass sein Hiersein als Moslem eigentlich ein Betrug ist. Der Moslem wurde vielleicht nicken, aber die österreichischen Vernadereiverbände würden einen lynchen (i.e. ohne Prozess umbringen).

  11. Rosi
    30. April 2014 20:46

    ... und man muß schleunigst die 'Radstriche' bei Wegen und Straßen abschaffen, und durch seriöse Radwege ersetzen, und - endlich - in Wien nur Radfahren mit Kennzeichen gestatten, und strenge Strafen für Radfahrer einführen und auch kassieren.
    Denn sonst werden sowohl die Einwohner, als auch die Touristen die (restlichen) Schönheiten der Stadt Wien nicht genießen können, weil sie von den immer rabiater fahrenden Radfahrern brutalst 'abgeschossen' werden.

    Vielleicht sollte man Fußgänger mehr fördern - auch das trägt wesentlich zu einem gesunden, schönen Wien bei!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Automobil (kein Partner)
      01. Mai 2014 07:11

      Ja meine Güte, endlich wieder die Gschichtln von den bösen Kampfradlern...
      Es ist unbestritten, dass auch auf Rädern Idioten herumfahren, diese Übertreibungen der Gefährlichkeit sind aber völlig lächerlich.

      Warum sollte ein Radler (so böse er auch sein mag) jemanden abschießen wollen? Selbst wenn ich mit einem Mountainbike eine Oma abschießen wollte, so würde das (von Moral, Recht, Gegenwehr usw.) abgesehen dazu führen, dass ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst verletze. Der Anteil an radelnden Idioten ist vielleicht nervig, wobei ich trotz unzähliger abgespulter Autokilometer (auch in W) keine relevanten Probleme hatte, besonders gefährlich sind auch die Raddeppen nur sehr selten.

    • Rosi
      01. Mai 2014 10:49

      @Automobil

      Wieviele Fußkilometer haben Sie schon in Wien, zum Beispiel im 1. und angrenzenden Bezirken, zurückgelegt?
      Wenn Sie sich im Falle einer dreistelligen Anzahl nie durch Radfahrer gefährdet gefühlt haben, würde mich das sehr erstaunen, das würde ich Ihnen nicht abnehmen. In dem Fall hätten Sie eine andere Gefahr-Wahrnehmung als ein Durchschnittsbürger, zu denen ich mich zähle.

  12. Undine
    30. April 2014 15:25

    A.U. schreibt:

    "Aber dennoch fällt die Rathausmehrheit nur durch ihren Kampf für das einnahmenträchtige, aber alles andere als soziale Hochhaus neben dem Konzerthaus auf, ....."

    Darf man die Frage stellen, WER die glücklichen Auserwählten sind, die so "mir nix-dir nix" eine Genehmigung bekommen, dieses Gebäude mitten in der schönsten und teuersten Gegend Wiens zu errichten? DIE werden sich jedenfalls goldene Nasen verdienen---ob Schmiergelder geflossen oder sonstige Druckmittel angewendet worden sind, wird man nie erfahren. Eine Sauerei ist es auf jeden Fall, daß SO ein hoher Bau die Genehmigung bekommt.

    Und was bei den zahllosen Dachausbauten die Gründe für die Genehmigung waren, wird ebenfalls im Dunkeln bleiben. Ich erinnere mich nur noch an einen bestimmten Dachausbau, den einer der größten Immobilienbesitzer Wiens viel höher als genehmigt errichtet hatte. Zunächst wurde von Rückbau gefaselt, dann hörte man---auf die übliche österr. Tour--- nichts mehr davon---es ist Gras über die delikate Sache gewachsen.....Wien ist leider wirklich anders!

    • kakadu
      30. April 2014 20:07

      Das nennt sich dann immer eine "Investorgruppe", wo man meist nicht weiß, wer aller dahintersteckt und daher die Geldflüsse schön im Dunekln bleiben!

    • Gandalf
      30. April 2014 21:43

      Bei dem Wahnsinnsprojekt Eislaufverein heisst die "Investorengruppe" Michael Tojner.

  13. Politicus1
    30. April 2014 14:46

    Ehre, wem Ehre gebührt

    Es war Bernhard GÖRG, der als zuständiger amtsführender Stadtrat die Dächer für Ausbauten freigab. Selbst in Schutzzonen konnte unter seiner Regentschaft hinauf gebaut werden, was die Statik hergab ... (ich weiß, wovon ich rede - ich muss mir tagtäglich so ein Monstrum von Dachausbau anschauen!)

    • cmh (kein Partner)
      01. Mai 2014 11:45

      Unter Görg wurden DG-Ausbauten technisch noch anders hergestellt.

      Und außerdem ist nicht so sehr der DG-Ausbau an sich schlecht, sondern die Art und Weise.

  14. Undine
    30. April 2014 14:42

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Bravo, bravo! ;-(((

    Das ist ein neuerlicher Beweis für die praktisch nicht mehr vorhandene Meinungsfreiheit und ein zu 100% UNFAIRES Druckmittel ausschließlich "Gegen RECHTS":

    "LEX MÖLZER" bei der Presseförderung"

    "Keine Förderung für Hetzer

    Wer hetzt oder gegen das Verbotsgesetz verstößt, ist nicht förderungswürdig. Dieser Passus wird jetzt ins Presse- und Publizistikförderungs-Gesetz aufgenommen, sagt Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ). Das bedeutet: "Wenn in einer öffentlich geförderten Zeitung oder Zeitschrift ein Artikel erscheint, wo dann in der Folge eine rechtskräftige Verurteilung wegen Verhetzung oder wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz stattfindet, wird die Förderung entzogen."

    Da sind die LINKEN HETZER natürlich fein heraußen, denn sie werden keinen Maulkorb umgehängt bekommen, da sie kein jederzeit einsetzbares VERBOTSGESETZ fürchten müssen. Das Verbotsgesetz hat nämlich KEIN PENDANT!

    Über den Kommunismus also kann jeder jederzeit Positives schwadronieren---er macht sich nicht strafbar! Leute wie Elfriede Jelinek oder Alfred Hrdlitschka usw. konnten ungestört ihre Tränen über den Untergang des guten alten Kommunismus vergießen! Von den Printmedien sind gefühlte 95% LINKS---und diese können völlig ungeniert und ungestraft LINKSEXTREMES GEDANKENGUT verbreiten und werden dafür noch fürstlich subventioniert und somit ermuntert!

    http://oe1.orf.at/artikel/373813

    .........................................................................................

    "Zehn Jahre EU-Mitglied SLOWENIEN"

    Wie es den Slowenen in der EU geht, ist mir ziemlich schnuppe!

    Was mich zutiefst wurmt, ist die Tatsache, daß weder die AVNOJ-Beschlüsse aufgehoben worden sind, noch RESTITUTIONEN an die VERTRIEBENEN Deutschen bezahlt worden sind.

    Mit diesen Forderungen nach RECHT (NICHT RACHE!) hätte man VOR dem Beitritt Sloweniens zur EU kommen müssen! Wer damals (zu Kriegsende!) den Mörderbanden TITOS, den PARTISANEN entkommen wollte, mußte HAB und GUT ZURÜCKLASSEN! Meine 3 Kinder haben Anspruch auf das ihnen zustehende ERBE ---ein Haus am Domplatz in Marburg an der Drau und eines in Pettau!!

    Aber die österreichischen Politiker, diese FEIGEN Ar.....cher, haben nur das Wohl der nicht-deutschen/nicht-österreichischen Bevölkerung im Sinn!
    WER VERHILFT meinen KINDERN zu ihrem RECHTMÄSSIGEN ERBE???

    .......................................................................................

    Zur Budgetdebatte kann man H.C. Strache nur zustimmen:

    " Man zieht das Thema Hypo hervor: FPÖ-Klubobmann Heinz Christian Strache sagt: Ja, Kärnten unter Jörg Haider habe Mitverantwortung. Aber SPÖ und ÖVP seien es gewesen, die die Bank ohne Not verstaatlicht, die Bayern aus der Haftung entlassen, die Abwicklung jahrelang verschleppt und bei der Finanzmarktaufsicht versagt hätten."

    • mischu
      30. April 2014 20:13

      Eine bodenlose Frechheit, wie heute Jarolim forderte, man sollte das Bärental versteigern um den HAA-Verlust abzudecken.
      Da wäre Dr. Jörg Haider der erste Politiker, der mit seinem Privatvermögen haftet, obwohl er sich nicht persönlich bereichert hat und keinerlei Funktion in der HAA innehatte.

      Muß dann die Frau Burgstaller in Salzburg auch privat haften, oder Claudia Schmied, die sogar im operativen Geschäft der verstaatlichten Pleitebank Kommunalkredit tätig war.

      Einverstanden, aber nur wenn ab jetzt ALLE Politiker für ihr Versagen PRIVAT haften, dann wären wir endlich dort angelangt, wo auch die Bevölkerung zustimmen könnte.

    • Helmut Oswald
      01. Mai 2014 00:25

      @Undine

      Es gibt auch eine innerslowenische Front gegen die AVNOJ - es gilt folgendes (systematisch von links vertuschtes und folglich in kein einziges österreichisches Geschichtsbuch aufgenommenes) Faktum. Die Tito Partisanen ermorderten heimat- und volkstreue Slowenen in vielfacher Zahl - etwa 120.000 sog. Domobranzen (der Begriff entspricht etwa unserem der 'Heimwehr') standen, bewaffnet und ausgebildet teils von italienischen - später von deutschen Instruktoren in Slowenien als Gegenwehr gegen den mit britischer Hilfe vordringenden Kommunismus. Die slowenische Politik die unter Besatzung der Achsenmächte dem Land eine gewisse, wenn auch recht bescheidene Eigenstellung ermöglichte bestand überwiegend aus der katholisch-konservativen Bauernpartei. Diese Slowenen verstanden, was ein Sieg des Titoismus für sie bedeuten würde. Sie stellten mit deutscher Genehmigung und Förderung eine Territorialmiliz auf, die nicht gezwungen wurde, gegen aliierte Truppen zu kämpfen sondern ausschließlich ordnungs-, wach- und schutzpolizeiliche Aufgaben gegen die Partisanenbanden wahrnahmen und dieser Aufgabe auch mit Ernst nachkamen - waren es doch die Söhne der nichtmarxistischen Slowenen, die weit in der Überzahl waren gegenüber den kommunistischen Banden in diesem kaum industrialisierten Raum. Diese Domobranzen, weit über 100.000 wurden bei Kriegsende abgeschlachtet wie das Vieh - für eine Vertreibung dieser Leute gab es keinerlei Veranlassung - wohin auch ? - denn vom Westen aus geführt müssten sie, ähnlich den Exilbalten und anderen Gruppen eine ständige Bedrohung als 5. Kolonne gegen den Sozialismus des titoistischen Ex-Jugoslawien bedeuten - wurden von Tito als Bedrohung erkannt. Folglich ermordete man sie 1945 ohne viel Aufhebens zu machen - in den Dolinen im Karst sind bis heute ihre Massengräber, nebst jenen der istrischen Italiener und der volksdeutschen Südsteirer, Südkärntner und Gottscheer. Ihrer pflegt niemand zu gedenken, kein Blumenstrauß, kein Mahnmal, keine Rede oder Gedenkstunde erinnert an ihre Auslöschung. Eben - offenbar Angehörige einer als rassisch und politisch minderwertig eingestuften Opfergruppe. Es gilt, ihre Nachkommenschaft im Schulterschluß mit anderen nationalslowenischen Kreisen gegen diese Vertuschung aufzubieten. Diese Front verläuft nicht entlang der ethnischen Grenzen. Was vorteilhaft erscheint bei der Suche nach Gerechtigkeit.

    • Helmut Oswald
      01. Mai 2014 00:31

      @mischu

      Wir werden Jarolims Vermögenstand feststellen. Der Mann ist SP Führungskader und als solcher Förderer dieser ganzen sozialistischen Verschwendungspolitik. Her mit seinem Vermögen - Staatsschulden wollen getilgt sein - vorzugsweise von jenen, die sich und ihre Klientel jahrzehntelang durch deren Vergrößerung daran gemästet haben.

    • mischu
      01. Mai 2014 01:09

      @Helmut Oswald

      *********!

      Absolut einverstanden.

    • Undine
      01. Mai 2014 08:28

      @Helmut Oswald

      ************!

      Wieder einmal konnte ich von Ihnen lernen!! Danke für den hervorragenden Kommentar!

    • cmh (kein Partner)
      01. Mai 2014 12:03

      Die Ironie der Geschichte liegt darin, dass die Arschlöcher, die große Energien in die Legalisierung ihres Arschlochdaseins gesteckt haben, sehr oft durch die von ihnen geschaffenen legistischen Möglichkeiten einen Takt später umkommen.

      Darin liegt der tiefere Sinn des Satzes "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen!".

      Einstweilen ist nur zu merken, dass je größer das Arschloch, desto größere ist sein Nachteil durch einen Amtsverlust und desto größer wird der Aufwand sein, mit dem der AMtsverlust vermieden werden soll.

      ("Arschloch" ist hier als terminus technicus und nicht als Schimpfwort zu sehen.)

  15. terbuan
    30. April 2014 13:33

    Beispiel Berlin: Auch dort gibt es ähnliche Probleme wie in Wien!

    "Wohnen in Berlin wird teurer - Mieten steigen um 14 Prozent

    Innerhalb des S-Bahn-Rings steigen die Preise besonders stark – vor allem in Mitte und Kreuzberg. Die Durchschnittsmiete nähert sich immer mehr dem Preisniveau anderer deutscher Großstädten an....."

    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article126731876/Wohnen-in-Berlin-wird-teurer-Mieten-steigen-um-14-Prozent.html

    Es ergibt sich ein ziemlich gleiches Bild:
    Die Mieten in besseren Gegenden und die Preise für neue Eigentumswohnungen werden immer unleistbarer.

    • fenstergucker
      30. April 2014 14:07

      Berlin hat ebenso eine tiefrote Stadtregierung.
      Neben den Mieten gelingen auch die Großbauten wie der Flughafen entsprechend.

    • terbuan
      30. April 2014 14:24

      Und dazu noch mehr Zuwanderer als Wien! -:(

    • Undine
      30. April 2014 16:28

      Und etwa 20.000 m² (zwanzigtausend!) schönsten, teuersten Baugrund mitten im Herzen BERLINS hat man ---als ewigen Stachel im Fleisch der Deutschen!--- für das Holocaust-Denkmal zugepflastert, VERBETONIERT!
      Bescheidenheit war in diesem Fall ein Fremdwort; schade, denn diese Monstrosität macht kein Opfer mehr lebendig, ein bescheidenes Denkmal hätte aber von echter Größe gezeugt.

  16. Helmut Oswald
    30. April 2014 11:18

    Hässliche Politik - hässliche Menschen - hässliche Städte. Eben Sozialismus.
    Was Bomber Harris nicht vermochte, nämlich der Stadt ein Trümmerfeld zu bescheren, dem eine Aufbau-Betonwüste folgte, das wird sich unter der Roten Herrschaft in Wien vollenden. Eine Stadt, deren Ausdruckslosigkeit ein Spiegel der geistigen Wüste der ihr innewohnenden 'Bevölkerung' ist. Für multikulturelle Nihilisten ein adäquater Aufenthaltsort - rette sich, wer kann.

    • Wertkonservativer
      30. April 2014 13:02

      Herr @ Helmut Oswald,

      Sie sind hier wohl einigermaßen ungerecht:
      die Politik mag man ja durchaus als hässlich empfinden; hinsichtlich der Menschen dieser Stadt und auch der Stadt selbst, ist Ihr Urteil wohl übertrieben und ungerecht; trotz einiger von vielen unerwünschter Bevölkerungsbeimischungen und Bausünden ist Ihre überaus negative Kritik eigentlich eine Beleidigung für die Wiener und ihrer immer noch schönen Stadt!
      Geht's nicht ein wenig freundlicher und verhältnismäßiger?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      30. April 2014 13:15

      @ WK

      Sie verlassen doch ihr Nest am Tulbinger Kogel nur zur Fahrt nach Istrien und zum Merkur in Tulln.
      Sie maßen sich trotzdem in total verblendeter Form an, jemanden zu kritisieren, der mit offenen Augen durch Wien geht und den Mut hat, seine Eindrücke abseits der politischen Korrektheit zu artikulieren.
      Ihre subtilen Maßregelungen und Zensurbemühungen passten gut zur Ihrem ORF, dem Systemmedium. ;-)

    • Wertkonservativer
      30. April 2014 14:10

      @ Cotopaxi:

      Ihre oft perfiden Wertkonservativen-Bekleckerungen gehen hier ins Leere:

      abgesehen davon, dass ich mindestens einmal pro Woche geschäftlich oder auch privat in der Wienerstadt bin, reise ich als aktiver Kaufmann laufend durch ganz Österreich, und weiß daher auch in meinem hohen Alter ziemlich genau, "was gespielt wird"!
      Ihre Akzeptanz erhoffend, fahre ich dann einige Male im Jahr in mein Steinhäusl nach Istrien, um meine alten Knochen von der blauen Adria umspülen zu lassen!!

      Ich meine aber doch, hie und da mir nicht konvenierende Blogger-Kommentare kritisieren zu dürfen, wie es Sie und andere ja auch täglich tun!

      Also was soll's, @ Cotopaxi?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      30. April 2014 15:19

      @ WK

      Lassen Sie sich Ihr Wien nur ja nicht schlecht reden und unterstützen Sie Michael Häupl großkoalitionär weiterhin dabei:

      http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1600439/WienFunfhaus_Wieder-junger-Mann-mit-Schussverletzung?from=gl.home_panorama

    • ludus
      30. April 2014 15:37

      Es wird hier im Blog an der Meinungsfreiheit gerüttelt.

    • Rau
      30. April 2014 15:58

      Wo sehen Sie hier ein Rütteln an der Meinungsfreiheit? Widerspruch bedeutet nicht Meinungsverbot. Freiheit kann sich nur auf das Recht eine Meinung zu äussern beziehen - ein Recht auf Zustimmuing gibt's nicht.

    • ludus
      30. April 2014 16:56

      Merken Sie es nicht? Wenn dem schreibfreudigen WK eine konträre Meinung nicht behagt, wird regelmäßig gerügt.

    • Rau
      30. April 2014 17:50

      Wir befinden uns aber hier schon unter der Meinungsäusserung eines Herrn Oswald, oder hab ich mich da verlesen ;)

    • ProConsul
      30. April 2014 23:04

      Helmut Oswald

      ***

  17. Cotopaxi
    30. April 2014 11:10

    o.T.

    Wer eine bestimmte Religion oder dessen Angehörige beleidigt, ist schnell weg vom Fenster bzw. sollte den Flughafen in Dubai meiden? ;-)

    http://diepresse.com/home/leben/mensch/1600094/Scorpions_Kein-Ton-vom-Schlagzeuger?from=gl.home_leben

  18. dssm
    30. April 2014 11:08

    Sicherlich würde das vorgeschlagene Maßnahmenpaket bald wirken; und doch trägt es den Todesvirus bereits in sich. Denn wenn es erneut Förderungen gibt, so ‚sozial’ die Wörter junge Familien und Alleinerziehende auch klingen, entsteht eine Förderbürokratie. Diese Bürokratie wird wieder wachsen, wird wieder politisch besetzt werden, wird daher politisch motiviert die Förderungen vergeben und daher wird eine Korrektur der Rahmenbedinungen auf die nächste kommen, wobei die Bürokratie wachsen und wachsen wird.

  19. Inger
    30. April 2014 10:41

    Also ich kann Herrn Dr. Unterberger zwar einerseits zustimmen, weil es ist wirklich skandalös, was sich in Wien am Sektor Wohnbau tut, andererseits muss ich ergänzen, Österreich besteht nicht nur aus Wien!
    Die Wohnungsprobleme bestehen in ganz Österreich, auch in Oberösterreich z. B. ist leistbares Wohnen ein Thema.
    Und meiner Meinung nach ist der Landesrat, der für den Wohnbau zuständig ist, ganz vernünftig, er hat für den sozialen Wohnbau Richtlinien, die daraus den Firlefanz verbannen und was passiert? Er wird nur kritisiert, na ja, er hat das Pech, ein Blauer zu sein, das geht ja gar nicht, dass der Denkansätze hat, die dem entsprechen, wes man sich von sozialen Wohnbau vorstellt.
    Nachzulesen in den OÖN:
    http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Architekten-kritisieren-neue-Vorgaben-fuer-sozialen-Wohnbau;art4,1373186

  20. Josef Maierhofer
    30. April 2014 10:28

    Links ist der falsche Weg.

    Die Stadt ist so hoch verschuldet worden durch Mehrheitsbeschlüsse der Sozialdemokratischen Partei und der Grünen, dass man zu allem, was 'Geld hereinspült' glaubt, zustimmen zu müssen.

    Die Stadt Wien hat bei der Zuwanderung ins Sozialsystem schwere Fehler begangen und lässt diese laut Gesetz gar nicht qualifizierten Menschen gratis wohnen, zahlt deren Wohnungsrenovierung und hofiert sie wegen Klientelstimmen, während sie den Jungen die Wohnzukunft raubt. Neubauten kann sich die Stadt zufolge Schuldenberges auch nicht mehr leisten. Die einheimische Klientel, nicht die von der Sozialdemokratischen Partei und den Grünen privilegierten 'Baddeimitglieder', wird successive abfallen und die SPÖ in Wien samt den Grünen zu einer Ausländerpartei. Die Ausländer werden bei entsprechender Mehrheit (etwa 20-25 Jahre später) dann eine eigene Partei gründen und dann hat sich die SPÖ in Wien selbst abgeschafft.

    Die Ruine, die Bauruine, die Gesellschaftsruine, die Wiener, die dann noch leben, die ganze Stadt mit dem Blut der fleißigen Menschen aufgebaut haben, die auch die Zuwanderung zahlen müssen, den neuen Machthabern, jetzt noch 'Machthaberer', haben die Grünen und die Sozialdemokratische Partei dann verraten, verkauft, ausgenützt und ausgeliefert.

    Niemand sieht, niemand kontrolliert, niemand kritisiert diese linke 'Kahlfraßtruppe', die sich zu ihren persönlichen Schutz, wie die Mafiabosse, eine Leibgarde gekauft haben und halten, die Justiz und die Medien. Das erschwert natürlich das Sehen, wenn dauernd Lügen und Halbwahrheiten verbreitet werden.

    So stellt sich das linke 'Konglomerat' in Wien (Rot-Grün) als Feind der Stadt dar, das intensiv an der Auflösung und Übergabe der Stadt arbeitet. Dazu gesellt sich die Volksverblödung per Schule, wo nur noch sozialistische und alle Sorten von 'Anti-'Phrasen gedroschen werden, als Moralzerstörer an den Kindern per 'Sexualaufklärung', 'Homo-,Trans, Hinüber' ist wichtig, Familie muss zerstört werden ist nicht modern, etc,., als Feind der Arbeit durch Unternehmerfeindlichkeit und Schaffung von unnötigen Bürokratiejobs, u.v.a. Schädlichen mehr.

    Mögen die Menschen das erkennen und diese Schädlinge beseitigen, sie sprechen und versprechen, brechen und bedienen sich selbst. Das meine ich unter 'Kahlfraßtruppe'.

    Warum die Menschen das nicht durchschauen, liegt an den Medien und der auf links veränderten Schulinhalte.

    Also Wohnung und Stadtbild ist nicht das Einzige, was die zerstören, es ist alles, die Menschen und die Gesellschaft inklusive.

    Vielleicht gibt es ein paar helle Köpfe, die diese linke Selbstbedienerpartie abwählen und wieder Leben in die Stadt bringen statt Selbstmord.

  21. Wertkonservativer
    30. April 2014 08:31

    Das sage ich als Niederösterreicher und bekennender Wien-Adorant:

    Wien ist eine wunderbare Stadt, und - trotz jahrzehnte- bis
    jahrhundertelanger Zuwanderung fremder Völkerscharen - immer noch Heimstatt einer sehr kultivierten "Urbevölkerung"!!
    Die derzeit übel werkende Stadt-Führung und -Verwaltung haben sich zumindest diese "Alteingesessenen" wahrlich nicht verdient!
    Proletentum und berechtigter Anspruch auf ein anspruchsvolles Kultur- und Lebensniveau passen halt zusammen wie Feuer und Wasser: nämlich gar nicht!

    Armes, schönes Wien!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  22. aw70
    30. April 2014 08:07

    Ich kann AU in seiner Diagnose nur zustimmen, dass es in Wien ein ganz massives Problem mit Mieten und leistbarem Wohnen gibt. Ein Problem, dass so groß ist, dass es zu einem ganz wesentlichen Hindernis für die Erholung der Wirtschaft in der Stadt werden kann. Beziehungsweise werden wird: denn es ist nicht anzunehmen, dass irgendwer mit sinnvollen Gegenmaßnahmen eine Trendwende erreichen wird. Was weiter zu Abwanderung derer, die mobil sind, und Erstarrung derer, die bleiben müssen, führen wird.

    Bei den von AU vorgeschlagenen Maßnahmen (insbesondere der Freigabe der Mieten) kann ich allerdings nicht zustimmen. Und zwar genau deswegen, weil ich andere Städte recht gut kenne - Städte, in denen der vielgeblökte „Moakt“ sich voll entfalten kann. Wo es weniger Regulierungen gibt. Das Resultat in allen solchen Städten ist nämlich durch die Bank, dass Wohnen noch wesentlich weniger leistbar wird. Mit allen sozialen Folgen, die das bringt. Man denke an Städte wie München, Paris oder London, wo es nicht ungewöhnlich ist, dass junge Akademiker mit guten Positionen (!) in Wohngemeinschaften leben, weil man sich selbst von einem gar nicht so schlechten Gehalt einfach keine eigene Wohnung leisten kann. Was natürlich Dinge wie die Gründung einer Familie nachhaltig verhindert - zumindest solange man seinen guten Job in der Stadt behalten will. Oder nicht täglich 2h pendeln will. Von diesen Zuständen sind wir in Wien immerhin noch ein Stückchen weg.

    Was scheinbar nicht in die Schädel diverser Wirtschafts- und Marktfanatiker zu bekommen ist, ist die Tatsache, dass der „Markt“ für Mietwohnungen ein höchst asymmetrischer ist. Und damit nicht so funktionieren *kann*, wie man möchte. Der Teil der Bevölkerung, der auf Wohnen in Miete angewiesen ist, ist in Masse nun mal weniger mobil, und eher standorttreu. Und ist weniger wirtschaftlich potent. Und damit nur sehr eingeschränkt in der Lage, den Part eines idealen Marktteilnehmers zu spielen. Also im Fall des Falles beliebig oft zu sagen „nein, das ist mir zu teuer, ich geh woanders hin“. Wodurch der Vermieter in einem funktionierenden, idealen Markt auf seiner zu teuer angebotenen Wohnung sitzen bleibt, und sie billiger anbieten muss. Das haut in der Praxis nicht hin - wohlgemerkt aber derzeit auch nicht.

    Die derzeitige Situation in Wien ist natürlich auch eine Katastrophe - nota bene für alle Beteiligten.

    Aber eine Freigabe der Mieten würde gar nichts lösen. Im Gegenteil, das wäre eine der wenigen Dinge, mit denen man echte Unruhen im Land auslösen könnte. Und das nicht ganz zu Unrecht. Mithin ist das eine völlig bescheuerte Idee, die man sich komplett abschminken kann.

    Nein, die Lösung kann nur in einer sachkundigen Marktbeeinflussung liegen, die versucht, einen möglichst funktionierenden Markt herzustellen. Was in diesem Fall interessanterweise eben *nicht* dadurch erreicht werden kann, dass sich der Staat komplett aus seiner Regulierungsfunktion zurückzieht. Leider. Es wäre einfacher, aber die Struktur dieses Marktes ist wie gesagt eben zu asymmetrisch. Das wird nie was, wenn man nicht steuernd eingreift. Beim Gedanken, dass das unsere derzeitigen Politiker zusammenbringen sollen, kommt mir allerdings nur ein verzweifeltes Lachen aus.

    • Nestor 1937
      30. April 2014 09:10

      Also gut, keine Freigabe der Mieten.
      Was dann, Herr Professor ?

    • aw70
      30. April 2014 10:02

      @Nestor

      Das ist eine gute Frage. Alles, was ich sagen wollte ist, dass Freigabe auch nicht funktioniert. Wie man leider in nur zu vielen anderen Großstädten sieht. Patentrezept habe ich auch keines - nur ein paar Ideen.

      Es gibt immerhin einen positiver Aspekt an unserer Situation. Und zwar, dass man, so man regelnd eingreift, heutzutage wenigstens zirka weiss, wo man mit den durchschnittlichen Mietpreisen hin will. Man könnte in solchen Bereichen datenbasierte Politik machen, wenn man so will: das war noch vor 20 Jahren nicht in dem Ausmass möglich.

      Was meine ich damit? Es ist so, dass es offenbar ein „gesundes“ Band an Mietpreisen zu geben scheint - gemessen am Durchschnittseinkommen. Um eine Hausnummer zu nennen: 30% des Durchschnittseinkommens dafür, dass man ein Dach über dem Kopf hat. Oder irgend so ein Wert. Aber sicher nicht 50%, 60% oder mehr, wie es in vielen Städten schon der Fall ist. Und dieses Durchschnittseinkommen ist heutzutage als Information monatsaktuell aus den Daten der Sozialversicherer abrufbar. Basierend darauf man könnte versuchen Regelungen zu schaffen, die die Mieten nicht am Verbraucherpreis-Index nachregulieren, sondern am gerade verfügbaren Durchschnittseinkommen.

      Das wäre auch bis zu einem gewissen Grad ein Pfusch, aber wenigstens ist in so einer Regelung keine Rückkopplungs-Schleife, wie in der derzeitigen Indexerhöhung: Mieterhöhungen gehen in die Inflationsrate, und die erhöht den Index, und der erhöht die Mieten. Das ist genau so ein Effekt, wie wenn man ein Mikrofon zum Lautsprecher hält. Es spricht Bände über das barbarisch geringe Technologieverständnis unserer werten Politiker (allesamt Juristen aus dem geschützten Bereich), dass niemand diese Analogie zu stören scheint.

      Eine einkommensbasierte Nachregelung der Mieten wäre auch Blasendämpfend bzw. krisensicher: wenn das Durchschnittseinkommen der Haushalte sinkt, sinken auch automatisch die Mieten. Nicht stark, wir reden hier vom Äquivalent der Indexanpassung. Aber immerhin: es würde die derzeitige inflationstreibende Dynamik mit einem Schlag beseitigen.

      Es wäre meiner Meinung nach möglich, mit innovativen Ansätzen Regelungen zu finden, die Mieten in einen bestimmten Preiskorridor drängen, der von den verfügbaren Einkommen abhängt. Nicht direkt, aber indirekt.

      Ein großes Problem an allen solchen dirigistischen Markt-Eingriffen ist natürlich, dass es Dinge wie Lage und Ausstattung von Wohnungen immer nur unvollkommen berücksichtigen kann. Aber eine Freigabe wäre ein noch größerer Irrsinn - da gibt es leider genug Datenpunkte dazu.

    • simplicissimus
      30. April 2014 10:31

      Das Beste Rezept gegen hohe Mieten ist - mehr Wohnungen.
      Daher plaediert AU fuer Wegfall von Auflagen und Hindernissen, um leistbaren Wohnbau moeglich zu machen.
      Ich glaube schon daran, dass der Markt das machen kann. Man muss eben billigeres Bauen zulassen und vereinfachen, es muss ja nicht alles fuer 200 Jahre gebaut sein. Bitte nicht sagen, das ginge nicht und fuehrt nur zu Bruchbuden. Das glaube ich nicht.

    • aw70
      30. April 2014 10:39

      @simplicissimus

      Was Sie sagen, und was ich sage, steht nicht unbedingt in einem Widerspruch. Ziel müsste sein (ach, was heisst, *muss* sein), dass sich Neubau von Wohnungen für einen Investor lohnt, *ohne* dass ein gesundes Band an Mietpreisen verlassen wird.

      Als Haupthindernis in diese Richtung sehe ich nicht so sehr die derzeitigen Mieten an sich. Die sind ohnehin schon wirtschaftsbehindernd hoch - Geld, das in zu hohe Mieten fliesst, fehlt woanders beim Konsum.

      Nein, das Hauptproblem beim Neubau sind eher die gigantischen Lohn-Nebenkosten. Bau ist in vielen Bereichen nach wie vor Handarbeit, und wird es wohl noch lange bleiben. Handarbeit bedeutet Leute, die man bezahlen muss - monate- bis jahrelang. Und wenn man als Arbeitgeber Unsummen an Steuer für die zahlen muss, treibt das die Kosten eines Bauvorhabens wie kein anderer Faktor. Da liegt derzeit eher der Hund begraben, als bei den Mieten an sich. Schauen Sie sich an, was Sie Handwerkern zahlen müssen - und dann reden Sie mal mit denen, was denen davon übrig bleibt. Und dann stellen Sie sich vor, dass Sie ein ganzes Zinshaus auf Rechnung bauen müssen, zu den Konditionen. Der war gut, nicht?

    • terbuan
      30. April 2014 10:50

      @aw70

      Sie schreiben, ...dass des offenbar ein "gesundes" Band an Mietpreisen zu geben scheint..

      Das erscheint durch (immer mit Vorsicht zu betrachtende) Statistiken bestätigt zu sein.
      Die durchschnittliche Höhe der Mieten schwankt in Österreich zwischen ca. 5 und 8 Euro p.m. das ergibt bei einer Wohnung von 70qm eine monatliche Belastung von 350 bis 560 Euro.
      http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130730_OTS0011/die-mietpreisentwicklung-in-oesterreich-seit-2005

      Das durchschnittliche Einkommen unselbständiger Erwerbstätiger liegt ca. 20.000 Euro p.a. das wären etwa 1.600 Euro p.m., das wäre dann etwa ein Drittel für Mieten vom Gesamteinkommen.
      http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/jaehrliche_personen_einkommen/

      In Wien liegt die Situation natürlich anders, da nicht nur in besonders bevorzugten Wohngegenden (wie 1010, 1130, 1180 und 1190) bei Neuvermietungen Mieten von weit über 10qm eher die Regel als die Ausnahme sind

    • terbuan
      30. April 2014 10:58

      @aw70

      Nicht nur beim Neubau auch bei der Sanierung von Altbauten entstehen diese Verteuerungen durch die hohen Lohnnebenkosten. Nehmen Sie nur die thermischen Sanierungen, der Nutzen problematisch sind aber ebenfalls die Mietpreise in die Höhe treiben:
      http://www.format.at/articles/1315/525/356514/die-daemm-luege

    • dssm
      30. April 2014 11:21

      @simplicissimus
      Ein guter Einwand.
      Der historisch vielleicht grösste Bauboom fand unter Justinian statt, also auch in einer Zeit unmittelbar vor grossen Verwerfungen.
      Sollten Sie jemals die betreffenden Länder besucht haben, so werden Sie genau ein Gebäude aus dieser Zeit finden, und die Hagia Sophia kostet bis heute utopische Beträge für die Erhaltung, trotz zahlreicher Sanierungsmaßnahmen (mehrfach in vielen Jahrhunderten!). Die Bauten waren also Husch-Pfusch, wie man heute sagen würde.

      Dies ändert aber nichts am Umstand, dass sich die Menschen offensichtlich wohler, als in anderen Epochen, fühlten.

    • simplicissimus
      30. April 2014 12:54

      dssm, keine ahnung, wie sich die menschen im ostroemischen reich kurz vor untergang gefuehlt hatten. meinen sie, man baut billig, generell, kurz vor dem zusammenbruch?

      aw70: ganz bestimmt sind die hohen lohnkosten der wesentliche kostentreiber fuer den wohnbau. und damit die lohnsteuern, und damit die erkenntnis, dass wir ueber unsere verhaeltnissen leben, bzw der staat ueber seine verhaeltnisse lebt. das prangert au ja ohnehin gebetsmuehlenartig ununterbrochen an.
      zu aendern ist es natuerlich schwer und ginge nur ueber mehrheitlichen konsensualen veraenderungswillen. wenn die mehrheit aber bereits aus sozialalmosenempfaengern besteht, wird dieser konsens bis zum zusammenbruch nicht statt finden.

    • aw70
      30. April 2014 13:20

      @terbuan

      Die Statistik, die Sie zitieren, umfasst halt einen Mix aus allen bestehenden Mietverhältnissen. Darunter auch schon lange bestehenden, die in der Tat unvernünftig niedrig sind, und das Bild nach unten verzerren.

      Der Haken ist, wie Sie gegen Ende ja auch richtig sagen, allerdings die Tatsache, dass derzeitige Neuvermietungen weit von diesen paradiesischen Werten entfernt sind. Eine familientaugliche Wohnung (also eine, in der die Kinder zumindest separate Zimmer haben) in Wien innerhalb des Gürtels unter 1500 Euro ist derzeit ein Schnäppchen. Wer sich das in breiter Masse leisten können soll, ist halt ein Rätsel.

      Ich habe einen damit zusammenhängenden Aspekt, wieso der Staat derzeit in diesen Markt eingreifen müsste, vorhin unerwähnt gelassen. Institutionelle Investoren stellen ja die Mehrheit der Anbieter im Immo-Bereich: Versicherer, Immo-Firmen, und dergleichen. Diese Firmen haben, zumindest verglichen mit Privaten oder kleinen Firmen, nach wie vor relativ einfach Zugang zum Kapitalmarkt. Was indirekt aber ein erhebliches Problem ist!

      Denn nur vergleichsweise gut sanierte Wohnungen lukrieren am Markt hohe Mieterlöse. Was ja an sich auch sinnvoll ist. Nur: der Markt muss sich dieses Angebot an aufwendig, und wegen der Lohnnebenkosten extrem teuer, sanierten Wohnungen auch leisten können. Und wegen des billigen Geldes, zu dem die Immo-Firmen nach wie vor Zugang haben, und meist unrealistisch optimistischen Markt-Aussichten, wird da derzeit oft weit über jedem sinnvollen Niveau operiert. Ein stärker regulierter Markt mit erzwungenen niedrigeren Mieten bei Neuvermietungen (!) hätte den unschätzbaren Vorteil, dass er die Immo-Firmen zu realistischeren Schätzungen des Erlöses zwingen würde. Und damit den Wahn mit den überteuerten Sanierungen etwas bremsen würde, die mittel- bis langfristig den Firmen, und in weiterer Folge den Banken, nur auf den Kopf fallen können. Da fehlt derzeit die Rückkopplung im Markt, weil die Zeitkonstante viel zu groß ist.

      Und als Antwort vorab allen jenen, die mich jetzt einen Planwirtschaftler schelten: der Staat wäre dem Immo-Sektor diese erzwungene Mietbremse alleine schon deswegen schuldig, weil er ja auch mit seiner Gelddruckerei das zu Grunde liegende Problem (das viel zu billige Geld am Kapitalmarkt) verursacht hat.

    • terbuan
      30. April 2014 13:56

      @aw70

      Der derzeitige Markt beginnt bereits zu kippen und wird sich sehr bald selbst regulieren (müssen). Meine Frau ist als Immobilienmaklerin tätig und kennt den Wiener Markt ganz genau.
      Hochpreisige Objekte sind derzeit extrem schwierig zu verkaufen oder zu vermieten.
      Im obersten Segment gibt es noch Nachfrage nach Luxuswohnungen seitens russischer Oligarchen bzw. ausländischer Vertretungen oder Unternehmen.
      Darunter beginnen Developer nur neue Projekte wenn sie zumindest für einen Teil der Wohnungen bereits Käufer haben.
      In Döbling stehen etliche Objekte bereits seit längerer Zeit leer, weil die Verkäufer/Vermieter zu gierig sind und glauben, jetzt den großen Reibach machen zu können.
      Daher halte ich Preisregulierungen für den falschen Ansatz, der Markt soll sich selbst regulieren, die fortschreitende Finanzkrise wird sicherlich auch dazu beitragen.
      Natürlich wollen viele Anleger jetzt ihr Geld vom Sparbuch in Betongold umwandeln, aber sie wollen nicht jeden Preis bezahlen.

    • aw70
      30. April 2014 15:05

      @terbuan

      Dass der Markt sich bald korrigieren muss, höre ich seit Jahren von meinen Bekannten, die ebenfalls im Wiener Immo-Bereich tätig sind. Allein: es passiert nicht wirklich was. Wünschenswert wäre es allemal, dass sich da von selber etwas bewegt. Mir persönlich sind dirigistische Maßnahmen auch höchst suspekt, und stets Mittel der letzten Wahl. Aber nachdem, was ich in den letzten 10, 15 Jahren direkt und indirekt so mitbekommen habe, fehlt mir mittlerweile der Glauben, dass sich da ohne zumindest Anstöße aus der Politik viel bewegen kann und wird. Es ist zu viel frisch gedrucktes Spielgeld im Umlauf, und nach derzeitiger Lesart sind Immobilien einer der wenigen verbleibenden Bereiche, in die man sein Geld angeblich flüchten kann. Der Branche geht zuletzt das Geld aus, wenn alle anderen schon keines mehr haben. Oder zumindest denken scheinbar viele in dem Bereich das, kommt mir vor.

      Was ich da schon von sinnlos leerstehenden Immobilien (in der Hoffnung auf die Traumvermietung), hirnfrei viel zu groß abgefeierten Dachausbauten in moderaten Lagen die sich in 100 Jahren nicht rechnen können, und kreativen Finanzierungen (nur um jeden Preis keine Abstriche bei irgendwas machen zu müssen) mitbekommen habe, ist sehr bedenklich. Von der in Wien grassierenden Bestechung von Baupolizei und Behörde mal ganz abgesehen, die sich wie ein Krebsgeschwür durch die ganze Branche frisst. Und ganz abgesehen von kreativer Buchführung in den großen Immo-Firmen, und den diversen bilanztechnischen Wundertüten-Aktionen, die mit Buchbewertungen von vorhandenen Liegenschaften stattfinden.

      Jeder will Botschaftsangestellte, Firmenchefs oder andere Personen, die nicht aufs Geld schauen (weil’s eh wer anderer zahlt) als Mieter. Klar, nachvollziehbar. Nur halt nicht realistisch.

      Irgendwie lobe ich mir das gute alte Barock. Mit seinem angeblich verzopften Katholizismus, an dem in Wahrheit so viel dran war. Die Gier war nicht umsonst eine Todsünde. Die haben das nicht zum Spaß gesagt. Die wussten schon, wovon sie reden.

    • Undine
      01. Mai 2014 08:41

      @aw70

      "Von der in Wien grassierenden Bestechung von Baupolizei und Behörde mal ganz abgesehen, die sich wie ein Krebsgeschwür durch die ganze Branche frisst. Und ganz abgesehen von kreativer Buchführung in den großen Immo-Firmen, und den diversen bilanztechnischen Wundertüten-Aktionen, die mit Buchbewertungen von vorhandenen Liegenschaften stattfinden"

      Diese zwei herausgepickten Sätze beschreiben den Zustand in Wien perfekt! Ich wüßte gerne, wie viele Wiener SPÖ-POLITIKER sich über eine zusätzliche "RENTE" in Form von BESTECHUNGSGELD freuen können---ein nie versiegender Quell!

  23. terbuan
    30. April 2014 07:12

    Das Thema ist viel zu ernst um es hier in ein paar populistischen Stehsätzen abzuhandeln.

    Was fehlt in Wien, das sind insbesondere professionelle Konzepte.
    Konzepte für eine ausgewogenen Stadtentwicklung die sowohl dem historischen Erbe als auch der Modernität Raum gibt und das Weltkulturerbe nicht gefährdet.

    Ein Konzept für die Zuwanderung und deren Integration auch in räumlicher Hinsicht, freie Gemeindewohnungen mit Zuwanderern vollstopfen und den Autochthonen ihren Lebensraum im Alter massiv zu beeinträchtigen ist sicher kein Konzept.

    Auch die Bauordnung kann man den Bedürfnissen einer ordentlichen Stadtentwicklung anpassen, man muss es nur wollen, aber das ist das Problem!

    Als Hauptproblem bei diesem Thema in Wien sehe ich die Korruption, sie ist die Wurzel vieler Übel!

    • dssm
      30. April 2014 11:14

      Ist dies nicht eher ein demokratisches Problem?
      Ich kann einfach nicht verstehen, warum die breite Mehrheit diese bildungsfernen Schichten aus aller Herren Länder unbedingt bei uns ansiedeln will, aber gerade die Wiener Wahlergebnisse sprechen ja eine klare Sprache!

      In einer freien, marktwirtschaftlichen Gesellschaft würden diese Menschen sich den Aufenthalt schlicht nicht leisten können. Womit aber weniger Sozialgelder benötigt würden, damit weniger Lohnnebenkosten entstehen, damit Wohnraum billiger wird, damit mehr gebaut wird, damit mehr Arbeitsplätze da sind, die Kriminalitätsrate sinken würde, die Kosten der Integration (Schulen!) sinken würden, womit die Steuern wieder sinken würden usw.

  24. mischu
    30. April 2014 02:43

    Die letzten Bastionen, die Wien lebenswert und zu einem Tourismusmagneten machen, sind noch aus der Monarchie und keinesfalls aus jahrzehntelanger Soziherrschaft.

    Nicht das erste Mal erweisen sich die Genossen im Wiener Rothaus als die schlimmsten Kapitalisten im linken Schafspelz. Sie faseln von sozialer Gerechtigkeit und denken nur an kräftig sprudelnde (Investoren-)Geldquellen zum eigenen Vorteil bzw. Machterhalt.

    Darunter leidet diese einstmals prosperierende Stadt, die Kaufkraft sinkt, die Schulden sowie die Kriminalität durch verfehlte Zuwanderungspolitik steigen ins Uferlose und architektonisch verkommt sie von der einstigen WELTSTADT zur ALLERWELTSSTADT.

    Eine erschreckende Bilanz, die durch den grünen Juniorpartner noch verschärft wird. Es bleibt einmal mehr das traurige Resümee: ROT-GRÜN und alles ist HIN!

    • Brockhaus
      30. April 2014 08:20

      Vielleicht sollten wir die Chinesen bitten, so wie Hallstatt, auch Wien nachzubauen, solange es noch steht. Vorallem um es für die Zukunft zu bewahren.
      Sonst können wir es nurmehr auf Fotos betrachten, wie schön es einmal war.





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