Hurra! Wir haben eine Familienministerin

Lesezeit: 3:00

Die neue Regierung setzt ein Zeichen: Familie ist wichtig. Wer allerdings gedacht hat, dass damit die Familien, Mütter, Väter und Kinder wirklich eine starke Lobby haben, wird zunehmend eines Besseren belehrt. ?Wer eine Lobby bekommt, lesen wir täglich in den Medien. Es ist eine kleine Minderheit, die es mittels guter Strategie mit fast täglichen Meldungen in die Printmedien geschafft hat.

Wer keine Lobby hat, ist auch klar: die Familien. Sparmaßnahmen hin oder her. Man kann nicht immerzu vor den Wahlen von der Bedeutung der Familie als kleinster Zelle der Gesellschaft reden und dann nicht einmal dafür sorgen, dass die maßlos rückständigen so genannten Familienleistungen erst am St. Nimmerleinstag valorisiert werden. ??Die Familienministerin macht sich stark. Fragt sich nur für wen.

Für die Gruppe der Hausfrauen z.B., auf deren Leistungen so vieles an Humankapital und gesunder Gesellschaft ruht, augenscheinlich nicht. Diejenigen, die gern im Rahmen stabiler Beziehungen ihre Kinder selbst betreuen wollen, weil sie die Nähe zu den Kindern genießen und ihnen gern von den 90 Jahren ihres Lebens wenigstens 20 zur Verfügung stellen möchten  – nicht weil sie von ihren Männern dazu verknechtet werden, sondern weil es ihr eigener tiefer Wunsch ist – haben keine Lobby. ?Sie werden von links und nun auch zunehmend von sich selbst konservativ Nennenden ins Eck gedrängt.

Die Partei der Familienministerin will raus aus diesem Eck. Auf, auf in den Erwerb. Eine Frau, eine Mutter zählt, wenn sie berufstätig ist. Aber es scheint doch, dass das so genannte Budget für die Familien in Wahrheit ein Budget der Wirtschaft ist. Mit der Verfünffachung (!) von 70 Millionen auf 350 Millionen für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen aus Mitteln des Familienbudgets wird in erster Linie dem Diktat der Wirtschaft gefolgt, nicht dem der Familien. Wäre es anders, gäbe es längst eine Wahlfreiheit für Eltern – nämlich die finanzielle Gleichbehandlung von familieninterner und familienexterner Kinderbetreuung.

Das vorgesehene Geld kann auch zur Förderung alternativer Einrichtungen zur Kinderbetreuung eingesetzt werden. Wer denkt, dass dazu auch die Familie als Ort qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung zählt, irrt. Man darf eine Familienministerin wohl fragen, warum dies nicht ein gleichwertiges Modell von Kinderbetreuung ist. Der Familienverband fordert seit Jahren zum Wohle des Kindes und auf Basis des Gleichheitsprinzips echte Wahlfreiheit für Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder. Das beinhaltet die Anerkennung und finanzielle Gleichstellung für die Betreuung innerhalb oder außerhalb der Familie.

Das wäre ein Thema für die Familienministerin. Im Gegensatz zu den Pensionisten, die eine gesetzliche Interessenvertretung mit gutem Budget haben, schauen die Familien in keine verheißungsvolle Zukunft. Mittel der Wirtschaft wie Streik oder ähnliches stehen den Familien aus verständlichen Gründen nicht zur Verfügung. Umso mehr hat man – bisher vergeblich – auf ein Familienministerium und eine starke Ministerin gehofft, die ihre Schwerpunkte auf die gravierendsten Anliegen der Familien setzt und sie streitkräftig vertritt.

Gudrun Kattnig ist im Ursprungsberuf Gemeindediakonin, verheiratet und Mutter von drei Schulkindern (12, 15 und 17 Jahre).
Über 14 Jahre war sie bei den Kindern und in diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten engagiert, bevor sie vor vier Jahren die Geschäftsführung im Kärntner Familienverband übernahm.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 01:35

    Als diese Ministerin kurz nach ihrer Berufung wissen ließ, welchen Themen sie Priorität einräumt, nämlich dem Adoptionsrecht für Schwule und Lesben, wußte die Mehrheit der Bürger, daß sie die Bezeichnung "Familie" ehrlicherweise aus ihrem Ministerium streichen sollte.
    Denn Familie besteht für mich noch immer aus VATER, MUTTER, KIND(ER)!

    Seither hat man nicht mehr viel von ihr vernommen = bezeichnend für diese Regierung sowie den derzeitigen Zustand unseres Landes!

  2. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 08:59

    Politik ist die Kunst, Unmögliches möglich zu machen.
    So gesehen, hat Spindelegger mit der Berufung von Frau Karmasin zur Familienministerin tatsächlich schier unmögliches ermöglicht:
    Eine Familienministerin, die öffentlich bekennt, dass für sie jede Form von Zusammenlebenden gleichwertig den Familienbegriff erfüllt, ist für mich untragbar!

    Es ist ein himmelhoher Unterschied, ob ich zeitgeistige Formen von "Familien" respektiere oder sie gesellschaftspolitisch auf eine Stufe mit dem Idealbild von Vater, Mutter, Kind(er) stelle.

    Ich orte eine gegenläufige Parallelbewegung in der ÖVP:
    auf der einen Seite werden die Stimmen pro Homos, pro Lifeball und pro Homoadoptionen immer mehr, und auf der anderen Seite die Unterstützer der traditionellen Familie und des Vorrangs des Kindeswohls immer weniger.

    Spindelegger und Co. übersehen dabei, dass gerade für die ÖVP-Wähler Wertebegriffe (nach dem Motto: zurück zum Ursprung!) immmer mehr wahlentscheidend sind.
    Was Sarrazin für sein Deutschland beschreibt, gilt auch für die ÖVP: sie ist auf dem besten Weg, sich selbst abzuschaffen.

    Zusatzbemerkung: die Familienministerin sollte sich einmal überlegen, wie der für jedermann offensichtliche Missbrauch bei der Förderung von Alleinerzieherinnen eingedämmt werden kann.
    Wer kennt nicht Alleinerziehende, die Tür an Tür mit dem Kindesvater wohnen, oder sogar in einer gemeinsamen Wohnung - und dennoch alle finanziellen Vorteile des "Alleinerziehens" genießen ...

  3. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 08:42

    Deshalb heißt das Ministerium nun: Bundesministerium für Familien und Jugend

    "Familien" schließt wohl alle so genannten "Lebensformen" mit ein (einschließlich Wellensittich und Dackel). Quousque tandem abutere patientia nostra?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 12:04

    Hurra! Wir haben eine Familienzerstörungs-Ministerin!

  5. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 09:32

    Die ÖVP-Familienministerin fühlt sich vermutlich mit ihren Aussagen am Puls der Zeit. Wenn sie mit "...Familie ist dort, wo sich Menschen zuhause fühlen" weiter macht, wird sie allerdings auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Meinungsforschung führt nicht unbedingt zu einer richtigen Meinung des Forschenden!

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 23:56

    Danke Frau Kattnig, aber ihre generellen Anschuldigungen tun weh!
    Bevor Sie der 'Wirtschaft', also auch mir, vorwerfen, familienfeindlich zu sein, hätte eine kurze Informationseinholung nicht geschadet!
    Bei den eigentümerorientierten Betrieben herrscht ein komplett anderes Klima als in den staatlichen und grossbetrieblichen Strukturen.

    Wissen Sie eigentlich wie einem bei einer GKK-Prüfung, wegen der 'Arbeitszeitaufzeichnung', die Hölle heiß gemacht wird? Hätten Sie auch den Mut einer Mutter einfach 'frei' zu geben, weil halt familiärer Bedarf ist? Würden Sie auch die Nachzahlung/Strafe dann akzeptieren? Ich kenne genügend Kollegen die diesen Mut haben, die sind alle 'Wirtschaft'. Sind Sie auch 'Wirtschaft' oder doch eher 'Wähler' von jener Sorte, die diesen arbeitnehmer-, unternehmer- und familienfeindlichen Wahnsinn Mal für Mal gewählt hat?

    Es war schon immer sozialistische Übung ein Thema des Gegners aufzugreifen und die vermeintlichen Feinde zufällig in den Reihen des selben Gegners zu finden, oder noch besser: Tro... im Gegnerlager zu finden, die Hass und Zwietracht säen. Am Ende werden genau diejenigen gekreuzigt, welche die Werte hochhalten.

    Was aber die Sozialisten auch nie verstehen werden, wir Wertkonservative und Liberale halten uns an das Vergeben und Vergessen! Also Frau Kattnig: informieren, informieren und nochmals informieren, denn die Masse der Beschäftigten hierzulande arbeitet in KMUs. Und wenn es wo auf Kante genäht wird, zuerst die Bilanz lesen, dann kritisieren! Und nicht die zahlreichen, staatlich erzeugten, Zombibetriebe mit dem gesunden Mittelstand vergleichen!


alle Kommentare

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    28. April 2014 23:56

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    Es war schon immer sozialistische Übung ein Thema des Gegners aufzugreifen und die vermeintlichen Feinde zufällig in den Reihen des selben Gegners zu finden, oder noch besser: Tro... im Gegnerlager zu finden, die Hass und Zwietracht säen. Am Ende werden genau diejenigen gekreuzigt, welche die Werte hochhalten.

    Was aber die Sozialisten auch nie verstehen werden, wir Wertkonservative und Liberale halten uns an das Vergeben und Vergessen! Also Frau Kattnig: informieren, informieren und nochmals informieren, denn die Masse der Beschäftigten hierzulande arbeitet in KMUs. Und wenn es wo auf Kante genäht wird, zuerst die Bilanz lesen, dann kritisieren! Und nicht die zahlreichen, staatlich erzeugten, Zombibetriebe mit dem gesunden Mittelstand vergleichen!

  11. terbuan
    28. April 2014 12:04

    Hurra! Wir haben eine Familienzerstörungs-Ministerin!

  12. A.K.
    28. April 2014 09:32

    Die ÖVP-Familienministerin fühlt sich vermutlich mit ihren Aussagen am Puls der Zeit. Wenn sie mit "...Familie ist dort, wo sich Menschen zuhause fühlen" weiter macht, wird sie allerdings auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Meinungsforschung führt nicht unbedingt zu einer richtigen Meinung des Forschenden!

  13. Politicus1
    28. April 2014 08:59

    Politik ist die Kunst, Unmögliches möglich zu machen.
    So gesehen, hat Spindelegger mit der Berufung von Frau Karmasin zur Familienministerin tatsächlich schier unmögliches ermöglicht:
    Eine Familienministerin, die öffentlich bekennt, dass für sie jede Form von Zusammenlebenden gleichwertig den Familienbegriff erfüllt, ist für mich untragbar!

    Es ist ein himmelhoher Unterschied, ob ich zeitgeistige Formen von "Familien" respektiere oder sie gesellschaftspolitisch auf eine Stufe mit dem Idealbild von Vater, Mutter, Kind(er) stelle.

    Ich orte eine gegenläufige Parallelbewegung in der ÖVP:
    auf der einen Seite werden die Stimmen pro Homos, pro Lifeball und pro Homoadoptionen immer mehr, und auf der anderen Seite die Unterstützer der traditionellen Familie und des Vorrangs des Kindeswohls immer weniger.

    Spindelegger und Co. übersehen dabei, dass gerade für die ÖVP-Wähler Wertebegriffe (nach dem Motto: zurück zum Ursprung!) immmer mehr wahlentscheidend sind.
    Was Sarrazin für sein Deutschland beschreibt, gilt auch für die ÖVP: sie ist auf dem besten Weg, sich selbst abzuschaffen.

    Zusatzbemerkung: die Familienministerin sollte sich einmal überlegen, wie der für jedermann offensichtliche Missbrauch bei der Förderung von Alleinerzieherinnen eingedämmt werden kann.
    Wer kennt nicht Alleinerziehende, die Tür an Tür mit dem Kindesvater wohnen, oder sogar in einer gemeinsamen Wohnung - und dennoch alle finanziellen Vorteile des "Alleinerziehens" genießen ...

  14. Alfred E. Neumann
    28. April 2014 08:42

    Deshalb heißt das Ministerium nun: Bundesministerium für Familien und Jugend

    "Familien" schließt wohl alle so genannten "Lebensformen" mit ein (einschließlich Wellensittich und Dackel). Quousque tandem abutere patientia nostra?

  15. mischu
    28. April 2014 01:35

    Als diese Ministerin kurz nach ihrer Berufung wissen ließ, welchen Themen sie Priorität einräumt, nämlich dem Adoptionsrecht für Schwule und Lesben, wußte die Mehrheit der Bürger, daß sie die Bezeichnung "Familie" ehrlicherweise aus ihrem Ministerium streichen sollte.
    Denn Familie besteht für mich noch immer aus VATER, MUTTER, KIND(ER)!

    Seither hat man nicht mehr viel von ihr vernommen = bezeichnend für diese Regierung sowie den derzeitigen Zustand unseres Landes!

    • Wyatt
      28. April 2014 08:53

      ..........aber die "Familienministerin" wird wie die "Bildungsministerin" und auch der vorige "Verteidigungsminister" dem System absolut gerecht, als dass sie allesamt weder die Interessen der Landesverteidigung, noch der Bildung und schon gar nicht die der Familie wahrnehmen, sie eher das reine Gegenteil - deren Abschaffung - durchzusetzen haben.

    • logiker2
      28. April 2014 10:58

      @Wyatt
      richtig beschrieben, die Wegbereiter des glückseligmachenden sozialistischen Europas sind schon eifrig unterwegs, die Zerstörung aller traditionellen und konservativen Werte haben höchste Priorität.
      Von Coudenhove-Kalergi und seiner Pan-Europa-Idee:"Ihm schwebte vor, den „plutokratischen Demokratismus“ durch die Aristokratie eines neuen Geistesadels zu ersetzen, in der die verschiedenen Völker in einer „eurasisch-negroiden Zukunftsrasse“ aufgehen sollen (S. 22, 23)."

    • mischu
      28. April 2014 12:45

      @Wyatt

      Absolute Zustimmung.
      Alle drei Ministerien sollten sich zu einer Namensänderung entschließen!





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