Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

FN 606: Einmal muss man auch Leitl loben

Da hat der Mann einfach recht: mit seinem Vorschlag, dass man zur Matura auch eine Fachlehre machen kann.

Die – ohnedies oft nicht klug genutzten – Wahlpflichtfächer in den AHS-Oberstufen sollen nach den Vorschlägen des Wirtschaftskammer-Bosses auch für die Nutzung zu einer Lehrausbildung verwendet werden können; und die praktische Ausbildung im Betrieb könnte man dann binnen einem Jahr nach der Matura machen. Das ist in jeder Hinsicht richtig und deshalb zu loben (wird der Mann hier ohnedies oft genug gescholten, nicht zuletzt weil seine früheren Gesamtschulvorschläge zu einer Nivellierung nach unten geführt hätten). Österreich hat viel zu wenige Fachkräfte, aber viel zu viele AHS-Maturanten, die oft nicht wissen, was sie mit ihrer Matura machen sollen. Und die dann aus Verzweiflung sinnlose Studien beginnen. Dieses Missverhältnis wird in Zukunft noch ärger sein. An manchen Schulen wird das Maturazeugnis ja schon fast hergeschenkt (auch schon bevor Heinisch-Hoseks Schlangenrat Wirklichkeit wird, die Noten abzuschaffen). Junge Leute haben oft eine verständliche Scheu, sich mit 15 auf eine einzige Fachausbildung festzulegen. Gleichzeitig wird aber auch weiterhin die Ausbildung im Betrieb einen ordentlichen Platz haben. Und Maturanten werden nicht mehr nur die sein, die zwei linke Hände haben.

PS: Interessant ist der dramatische Abfall  der Studentenzahlen überall dort, wo es eine Aufnahmsprüfung für die jeweiligen Studienrichtungen gibt. Es sind zum Teil weniger als die Hälfte! Das zeigt, dass bisher viele Studien nicht wirklich aus Begeisterung und Engagement begonnen werden. Sonst würde man die jetzt davorgeschaltete Prüfung wenigstens versuchen.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 13:51

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    "Ende März waren 402.323 Personen in Österreich ohne Job, um 9,8 Prozent mehr als vor einem Jahr."

    Im Jahr 2000 wurde mit 194.300 die GERINGSTE ARBEITSLOSENZAHL seit 1995 ausgewiesen.

    Diese niedrige Arbeitslosenzahl hatten wir unter der SCHWARZ-BLAUEN Regierung; sie stieg während dieser Regierung nur ganz flach an.

    Seit ROT-SCHWARZ wieder am Ruder ist, hat sich die Zahl der Arbeitslosen VERDOPPELT!!!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 07:57

    O.T. Demo in Berlin

    Ausgerechnet das Portal "Wallstreet:Online" berichtet über eine Demo in Berlin:

    "Hunderte protestieren gegen Establishment und "Mainstream-Medien"

    Nachrichtenagentur: Redaktion dts
    31.03.2014, 19:35 | 1512 Aufrufe | 1 | druckversion Berlin (dts Nachrichtenagentur)

    Am Potsdamer Platz in Berlin haben am Montag über 600 Menschen für eine "ehrliche Presse" und gegen eine nach Angaben der Veranstalter "tödliche Politik der Federal Reserve" protestiert. Damit haben sich die Teilnehmerzahlen im Vergleich zur Vorwoche, als sich rund 300 Menschen zu einer ähnlichen Kundgebung am Brandenburger Tor versammelt hatten, mehr als verdoppelt. Der umstrittene Ex-RBB-Moderator Ken Jebsen äußerte unter Applaus erneut heftige Kritik an Politik und Medien."
    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6670239-hunderte-protestieren-establishment-mainstream-medien

    In keinem anderen Medium findet man diese Meldung, ein Aprilscherz?

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 00:57

    Endlich einmal ein grundvernünftiger Vorschlag von Leitl.
    Gleichzeitig sollte man diesen handwerklich ausgebildeten Maturanten die Gründung eines Unternehmens in ihrem Fachbereich erleichtern.
    Dann hätte man gleich zwei Fliegen mit einem Schlag, nämlich bestens ausgebildete Handwerker und einen dringend notwendigen Aufschwung bei den KMUs.

    Ad P.S.: Das zeigt auch wie wichtig und richtig Zugangsbeschränkungen vor allem bei den überlaufenen Studienrichtungen sind.

  4. Ausgezeichneter KommentatorKaffeehäferl
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 07:59

    Für mich ein Zeichen, wie sehr die Matura schon entwertet ist. Früher hat man nach der Matura eine höhere Stelle bekommen oder hat studiert, heute schließt man an die Matura eine Lehre an, was dem Hauptschulabschluß von damals entspricht.

    Mit anderen Worten: Die Matura ist jetzt das wert, was vor 50 Jahren der Hauptschulabschluß war. Wer eine Ausbildung haben will, die einer Matura von 50 Jahren entspricht, muß heute studieren. Und mehr ist ein Universitätsabschluß heute wohl auch tatsächlich nicht mehr wert.

    Denn wer eine Ausbildung haben möchte, die der eines Uni-Abschlusses von vor 50 Jahren entspricht, muß heute ein Post-Graduate machen.

    Und da wundert man sich, daß die Ausbildung immer länger dauert und immer mehr Geld kostet. Kein Wunder, wenn man sie ständig abwertet und verschlechtert.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 07:19

    Da kann man einfach nur zustimmen, ein sehr vernünftiger Vorschlag aber man fragt sich warum, erst jetzt?
    (abgesehen von einigen Ausnahmen, welche Poster hier erwähnten)
    Leitl*s Vorschlag kommt ja nicht von ungefähr, es geht um den drückenden Facharbeitermangel in der Wirtschaft.

    Das Maturazeugnis ist schon seit längerer Zeit als Qualifikation für einen Berufseinstieg praktisch wertlos, noch dazu heutzutage wo es einem ja fast geschenkt wird.
    Anstatt flächendeckend die NMS einzuführen, wäre dies eine vernünftige Aufwertung der Mittelschulen zum Nutzen der Absolventen und der Wirtschaft!

  6. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 06:59

    Das sog. Werkschulheim Felbertal (früher bei Mittersill, jetzt in Ebenau bei Salzburg) bietet schon seit 1951 eine Matura und gleichzeitige fachliche Ausbildung (Maschinenbautechnik, Mechatronik oder Tischlereitechnik) mit Gesellenbrief.
    Das Evangelische Gymnasium in der Wiener Erdbergstraße bei den ehem. Gasometern (früher Argentinierstraße) biete seit 1996 so eine duale Ausbildung an (Tischler, Gold- und Silberschmid, EDV-Techniker). Auch da in der 8. Oberstufe die Lehrabschlußprüfung und in der 9. das Maturazeugnis). Beides sind aber Privatschulen und Leitl schlägt dies nun auch für staatliche Schulen vor.

  7. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2014 22:46

    Das kann eigentlich nur ein Aprilscherz sein - oder ist es möglich, dass sich der Herr Leitl so wenig im österreichischen Bildungswesen auskennt, um zu wissen, dass es dies schon längst alles gibt?

    Falls nicht, auf der Website des Bundesbildungsministeriums werden Sie geholfen:
    In einer berufsbildenden höheren Schule wird eine höhere berufliche Ausbildung und eine fundierte Allgemeinbildung vermittelt. Sie dauert 5 Jahre und schließt mit der Reife- und Diplomprüfung (EU-Anerkennung gemäß Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen; Artikel 13 Absatz 2 Unterabsatz 3 und Anhang III. Das Zeugnis stellt somit ein Diplom im Sinne des Artikels 11 Buchstabe c) der Richtlinie 2005/36/EG dar) . Damit erwirbt man den allgemeinen Hochschulzugang sowie - je nach Ausbildungstyp - bestimmte berufliche Qualifikationen (Doppelqualifikation).

    Falls dieser Vorschlag des Herrn Leitl darauf abzielen soll, nun auch das erfolgreiche Konzept unserer Höheren Bundeslehranstalten zugrunde zu "reformieren", kann ich nur sagen: Finger weg! Es ist schon ruinös genug, dass diesem Schulzweig auch das Zentralmatura-Desaster aufgezwungen werden soll...


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    03. April 2014 08:21

    Was Hr. Unterberger vergisst.

    In den Berufsschulen arbeiten ausnahmslos Lehrer, die aus der Praxis, aus einschlägigen Berufen kommen und deshalb genau wissen, was die jungen Leute später "draussen" brauchen werden.
    Wie das im Gegenzug im Gym. aussieht, brauch ich nicht extra erwähnen.

    P.S.
    Ich vermute, dass weder Leitl noch Unterberger eine Berufsschule von innen gesehen haben.

  2. Der Durchblicker (kein Partner)
    02. April 2014 18:11

    Kommt das auf Grund von "intellektualitishaften" Verzögerungsschüben so spät ?

    Oder hats doch in der Tiefe sehr viel mehr mit bröckelndem Stolz zu tun ...... und der Erkenntnis wieviel Blödsinne und Lügen an Gyms "gelehrt" werden ...

    ... und das wirklich mehr Zeit fürs wirklich Sinnige genutzt werden sollte !

    Super Leitl ...... bloß eben mal .............. zu spät.

    Mag dort das Treffendste eingesetzt werden .......

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      02. April 2014 18:14

      Und freilich: Besser jetzt DEMNÄCHST IN KÜRZE WIRKLICH GLEICHSOFORT .... wie in.... Jahren oder doch wieder: Nie ? .....weils wieder einigen nicht ins Zerstörungskonzept paßt ------ gegen die Authochthonen.

  3. erythrozyt (kein Partner)
    02. April 2014 08:46

    Die Wahlpflichtgegenstände abzuschaffen ist die beste Idee seit langem, sie sind die teuersten Stunden...

  4. G. Rammatik (kein Partner)
    02. April 2014 08:32

    Auweia, das schmerzt! "Binnen einem Jahr..." - Da kann man nur sagen: der Dativ ist dem Genitiv sein Tod...

    • Undine
      02. April 2014 10:43

      @G.Rammatik

      Da muß ich A.U. verteidigen: Laut Grammatik-Duden (allerdings aus dem Jahr 1935!) heißt es:

      Verhältniswörter mit dem "Wemfall":

      Mit, nach, nächst, nebst, samt, gegenüber, bei, BINNEN, seit, von, zu, zuwider;
      und ferner außer, aus, entgegen schreib immer mit dem Wemfall nieder.
      Anm.: Bei BINNEN steht auch der "Wesfall", z.B. binnen eines Tages.

      Diese Präpositionen habe ich als Kind freiwillig so gut auswendig gelernt, daß ich sie nach so vielen Jahrzehnten immer noch jederzeit "abrufen" kann---ebenso die äußerst hilfreichen "lateinischen Sprüchlein"!

      PS.: Aber der Hinweis auf den Buchtitel "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist auf jeden Fall gut! ;-)

    • Undine
      02. April 2014 10:54

      Zusatz: Es stimmt schon---"binnen eines Jahres" klingt bedeutend besser als das etwas plumpe "binnen einem Jahr"! ;-)

  5. Majordomus
    01. April 2014 22:46

    Das kann eigentlich nur ein Aprilscherz sein - oder ist es möglich, dass sich der Herr Leitl so wenig im österreichischen Bildungswesen auskennt, um zu wissen, dass es dies schon längst alles gibt?

    Falls nicht, auf der Website des Bundesbildungsministeriums werden Sie geholfen:
    In einer berufsbildenden höheren Schule wird eine höhere berufliche Ausbildung und eine fundierte Allgemeinbildung vermittelt. Sie dauert 5 Jahre und schließt mit der Reife- und Diplomprüfung (EU-Anerkennung gemäß Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen; Artikel 13 Absatz 2 Unterabsatz 3 und Anhang III. Das Zeugnis stellt somit ein Diplom im Sinne des Artikels 11 Buchstabe c) der Richtlinie 2005/36/EG dar) . Damit erwirbt man den allgemeinen Hochschulzugang sowie - je nach Ausbildungstyp - bestimmte berufliche Qualifikationen (Doppelqualifikation).

    Falls dieser Vorschlag des Herrn Leitl darauf abzielen soll, nun auch das erfolgreiche Konzept unserer Höheren Bundeslehranstalten zugrunde zu "reformieren", kann ich nur sagen: Finger weg! Es ist schon ruinös genug, dass diesem Schulzweig auch das Zentralmatura-Desaster aufgezwungen werden soll...

  6. Nestor 1937
    01. April 2014 18:06

    Der Leitl wäre halt so garn Bundesparteiobmann und Bundeskanzler geworden. Ich vermute, daß er an diesem Trauma heute noch leidet ....

  7. Nestor 1937
    01. April 2014 18:05

    Der Leitl wäre halt so gern Bunde

  8. Undine
    01. April 2014 13:51

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    "Ende März waren 402.323 Personen in Österreich ohne Job, um 9,8 Prozent mehr als vor einem Jahr."

    Im Jahr 2000 wurde mit 194.300 die GERINGSTE ARBEITSLOSENZAHL seit 1995 ausgewiesen.

    Diese niedrige Arbeitslosenzahl hatten wir unter der SCHWARZ-BLAUEN Regierung; sie stieg während dieser Regierung nur ganz flach an.

    Seit ROT-SCHWARZ wieder am Ruder ist, hat sich die Zahl der Arbeitslosen VERDOPPELT!!!

    • Torres (kein Partner)
      02. April 2014 14:17

      Dazu folgender Artikel der "Agenda Austria" (Franz Schellhorn):

      Die Arbeitslosenzahlen explodieren - aber wie schlimm ist die Lage wirklich?
      In Österreich jagen die Arbeitslosenzahlen von einem Rekord zum nächsten. Und das, obwohl viele Arbeitslose von der Statistik gar nicht erfasst werden.
      Noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik waren so viele Menschen offiziell ohne Arbeit wie im abgelaufenen März. Ungeachtet dessen liegt Österreich in der europäischen Arbeitslosenstatistik nach wie vor auf Platz eins, wie Regierungsvertreter gerne betonen. Nirgendwo in der EU ist die Arbeitslosenrate niedriger als hierzulande.
      Verschwiegen wird allerdings, dass in der offiziellen Arbeitslosenstatistik jene Menschen fehlen, die mangels Aussicht auf einen Job in Frühpension geschickt werden, die Suche nach Arbeit eingestellt haben oder in einer der staatlichen Schulungen sitzen. Mit anderen Worten: Österreich erkauft sich seinen hervorragenden Platz in der Statistik mit kostspieligen Frühpensionierungen und (nicht ganz unumstrittenen) Weiterbildungsprogrammen.
      Wir von der Agenda Austria haben dieses in der Wissenschaft als „hidden unemployment“ bekanntes Phänomen offen gelegt. Beantwortet wird dabei die Frage, wer im erwerbsfähigen Alter in Zeiten schwächerer Konjunktur keiner Beschäftigung nachgeht, sich aber trotzdem in keiner Arbeitslosenstatistik findet (weil die Betroffenen nicht mehr aktiv nach Arbeit suchen).
      Dabei zeigt sich, dass in Österreich im Jahresschnitt 2013 auf einen offiziellen Arbeitslosen 1,16 „versteckte“ gekommen sind. Mit anderen Worten: Die Arbeitslosigkeit ist in Wahrheit doppelt so hoch wie die von der EU ausgewiesenen Zahlen und um etwa 60 Prozent höher als die offizielle AMS-Messung. Somit fehlten in der EU-Statistik im abgelaufenen Jahr 248.500 Arbeitslose, in der AMS-Statistik waren es 176.000. Der Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass das AMS die Zahl der Arbeitssuchenden misst, während laut EU-Berechnung bereits jemand als beschäftigt gilt, der mehr als eine Stunde pro Woche arbeitet. Auffallend ist, dass die versteckte Arbeitslosigkeit bei den 55- bis 64-Jährigen nirgendwo in der EU so hoch ist wie in Österreich.
      Bemerkenswert ist auch, dass sich die Lage seit vielen Jahren kontinuierlich zuspitzt. Um die Trendumkehr am österreichischen Arbeitsmarkt zu schaffen, bräuchten die Menschen nicht mehr Schulungen und Frühverrentungen, sondern mehr wirtschaftliche Dynamik. Niedrigere Steuern, weniger Bürokratie und mehr Service für Unternehmensgründer (One-Stop-Shop) wären ein möglicher Ansatz. Ein weniger teurer Staat, der den Bürgern wieder mehr von ihren Arbeitseinkommen überlässt - statt deren Kaufkraft über höhere Steuern bis 2018 um fünf Milliarden Euro zu schwächen. Nicht zu unterschätzen ist auch die psychologische Wirkung von Reformen auf die Investitionsfreude vieler Unternehmen. Damit signalisierte die Bundesregierung nämlich zweierlei: Erstens, dass sie ohnehin unübersehbare Probleme erkennt und nicht länger ignoriert. Und zweitens, dass sie im Stande ist, diese auch zu lösen und damit jüngeren Generationen eine Perspektive auf anhaltend hohem Wohlstand zu bieten.
      Das alles würde den verzweifelt nach Arbeit suchenden Menschen mehr helfen als der Verweis auf den besten Platz Österreichs in der europäischen Statistik. Davon haben Arbeitslose nämlich nicht sehr viel. Sie fragen sich vielmehr: Wenn die Politik die Arbeitslosigkeit tatsächlich verringern will – warum besteuert sie dann den Faktor Arbeit so hoch?
      Rückfragehinweis: Mag. Michael Christl (+4313619961-15) und Dr. Denes Kucsera (+4313619961-16)
      Mit den besten Grüßen
      Franz Schellhorn
      Direktor Agenda Austria

      www.agenda-austria.at
      Twitter: @AgendaAustria
      Facebook: Agenda Austria

    • Undine
      02. April 2014 14:40

      @Torres

      *******!
      Vielen Dank für die sehr wichtige Ergänzung!

      Unser ehemaliger syrischer Hausmeister ging mit damals 38 Jahren in Frühpension, weil er---20 Jahre zuvor noch in Syrien! ---eine irreparable Handverletzung erlitten hatte. Zuvor absolvierte er dank Arbeitsamt einen Englisch-Kurs, wobei ein Deutschkurs sinnvoller gewesen wäre.

      Seine syrische Frau lebt mittlerweile mit den drei Kindern in Amerika; ob ER die österreich. Kinderbeihilfe nach wie vor bezieht (die Familie hat die österr. Staatsbürgerschaft), weiß ich nicht. Jetzt geht er halt schon etliche Jahre spazieren---ein kräftiger, gesunder, immer noch relativ junger Mann im "besten Alter"!

  9. socrates
    01. April 2014 10:22

    Schulen mit Ausbildung in praktischem Fächern + Matura gibt es in Österreich seit über 200 Jahren. In Rochefort sur mer gab es sogar eine medizinische HTL, mit der ab 1670 Schiffsärzte augebildet wurden. Die Zöglinge hatten eigene Gärten. in denen sie Heilkräuter zogen, die sie dann auf die Reise mitnahmen.
    In Österreich wurden entstanden die HTL´s aus der wiener Gewehrfabrik, da der Bedarf nach gebildeten Handwerkern groß war. Lange Zeit entkamen die HTL´, den Pädagogen. Dann stürzten sie sich darauf und halbierten die Ausbildung. Nur in den fachpraktischen Fächern tun sie sich schwer, da Pädagogen nie (manuell) gearbeitet haben. Sehr schöne Arbeiten der Flugtechnik Langenlebarn waren auf der "Wunderwelt Modellbau" zu sehen.
    Diejenigen, welche nicht auf einer BHS waren und glauben, daß es keine Ganztagsschule gibt, reden wie Leitl.

    • BHBlog (kein Partner)
      02. April 2014 06:49

      Die HTLs kennen zuwenige. Habe auch eine gemacht.
      Man kann ja nur hoffen, dass die Frau Heinisch-Hosek nicht da auch nach unten nivelieren will.
      Eine HTL darf nicht zu leicht sein, denn sie ist eine Matura mit Berufsausbildung.
      Korrekt ist auch, dass es so weitergeht wie bisher, das bald die Reifeprüfungen automatisch ohne Prüfungen hergegeben werden(da läufts mir schon jetzt Kalt über die Schulter, wenn ich bedenke, dass jemand ohne zu lernen womöglich dasselbe Dokument kriegen könnte).

      Übrigens eine BHS oder AHS-Matura ist wie ich nun weiß ohnehin nur das mindeste Minimum. Aber sichert immerhin ab, dass man für Dumpinglöhne arbeiten muss.
      Mit ein Grund wieso viele Firmen fast nur Lehrlinge einstellen(legales Lohndumping).

    • BHBlog (kein Partner)
      02. April 2014 06:50

      dass man nicht für Dumpinglöhne arbeiten muss.

  10. Josef Maierhofer
    01. April 2014 08:58

    Herr Dr. Leitl vor den Vorhang !

    Endlich Lehrlinge, die zumindest lesen können, so will ich hoffen. Endlich eine richtige Bewertung des Berufslebens, das eben aus Theorie und Praxis besteht, die wir alle hier so dringend nötig hätten. Mich stimmt das froh, weil ich mein ganzes Lehrerleben, das jetzt zu Ende geht, neben - oder besser mit - dem 'Gewerbeleben' auf diese beiden Berufssäulen, Theorie und Praxis, aufgebaut habe und schon daran glaube, vielen damit auf den richtigen Weg geholfen zu haben.

    Der PS-Teil der Fußnote stimmt mich traurig, nämlich der Fakt, dass 'man studiert', weil einem nichts anderes einfällt für sein eigenes Leben. 'Na, halt irgendwas studieren', irgendwas, 'irgend ein' Titel ? Lernen wir nicht mehr fürs Leben, sondern fürs Sterben ?

  11. Kaffeehäferl
    01. April 2014 07:59

    Für mich ein Zeichen, wie sehr die Matura schon entwertet ist. Früher hat man nach der Matura eine höhere Stelle bekommen oder hat studiert, heute schließt man an die Matura eine Lehre an, was dem Hauptschulabschluß von damals entspricht.

    Mit anderen Worten: Die Matura ist jetzt das wert, was vor 50 Jahren der Hauptschulabschluß war. Wer eine Ausbildung haben will, die einer Matura von 50 Jahren entspricht, muß heute studieren. Und mehr ist ein Universitätsabschluß heute wohl auch tatsächlich nicht mehr wert.

    Denn wer eine Ausbildung haben möchte, die der eines Uni-Abschlusses von vor 50 Jahren entspricht, muß heute ein Post-Graduate machen.

    Und da wundert man sich, daß die Ausbildung immer länger dauert und immer mehr Geld kostet. Kein Wunder, wenn man sie ständig abwertet und verschlechtert.

    • Nestor 1937
      01. April 2014 09:04

      Diese Nivellierung der höheren Ränge setzt sich in anderen Teilen der Gesellschaft fort, z.B. bei Militär und Polizei (früher endete die Normallaufbahn beim Major, jetzt beim Oberst) oder in der Bürokratie (Hofrat statt Amtsrat).

      Vielfach ist das auch ein Ergebnis falscher Gewerkschaftspolitik, aber auch des Fehlens echter Bildung und Leistung.

    • zauberlehrling
      01. April 2014 11:55

      Einspruch!

      Ich sehe es nicht als Entwertung, sondern als sinnvolle Ergänzung.
      Bei dem Ansturm auf die Universitäten darf man sich nicht wundern, wenn ein Akademikertitel nicht mehr die Möglichkeiten bietet wie vor 50 Jahren.
      Das ist eine natürliche Entwicklung und wertet das Handwerk wieder auf.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      02. April 2014 13:01

      Werter Nestor 1937!
      Ihre Aussage "früher endete die Normallaufbahn beim Major, jetzt beim Oberst...", bedarf der Präzisierung bzw. der Darlegung von Fakten. Wann (Zeitraum) und wo (bei welchem Militär) hatten Sie so etwas beobachtet?

      In der Form, in der Sie das geschrieben hatten, käme, wenn überhaupt, nur das Bundeseer der !. Republik (und auch dann nur im Verlaufe der ersten Jahre nach dem Ende der Republikanischen Volkswehr ab 1920 bis Anfang der 30er Jahre) in Frage.

      Da die militärischen Ränge an das Beamtendienstrecht (und die Wertigkeit des vom Bundeskanzleramtes genehmigten Stellenplanes und jeweiligen Arbeitsplatzes) gebunden sind (siehe etwa die Bestellung der Kommandantin der Sanitätsschule des ÖBH), ergibt sich eben der militärische Rang des Inhabers des Arbeitsplatzes. Freie Planstlellen müssen lt. Ausschreibungsgesetz öffentlich ausgeschrieben werden.

      Es sitmmt auch nicht, dass die Laufbahnen der Truppen-Offiziere grundsätzlich mit der Erreichung des Obersten und etwa die der Unteroffiziere mit dem Dienstgrad Vizeleutnant enden. Z. B. war früher die Planstelle eines Leiters einer Kasernverwaltung ein Oberstleutnantsposten, der Dienstgrad Oberst konnte dort nicht erreicht werden. Ich kennen einige Offz, die als Obstlt in den Ruhestand getreten waren.

      Sie können sich im Internet darüber informieren, welche Planstellen oder auch Positionen beim ÖBH mit welchen Diensträngen verbunden sind.

      Interessant ist auch, wieviele Generalsdienstgrade (Brigadiere, Generalmajore, Generalleutnante und Generäle) es bei der Polizei, der Justizwache und der Zollwache gibt. Doch darüber liest man in den rechercheresistenten Zeitungen nichts, wie auch darüber nichts, wieviele Hof- und Ministerialräte (vergleichbar mit dem Brigadier beim ÖBH) es in den anderen Ressorts oder auch in den einzelnen Landesregierungen (!) gibt.

  12. terbuan
    01. April 2014 07:57

    O.T. Demo in Berlin

    Ausgerechnet das Portal "Wallstreet:Online" berichtet über eine Demo in Berlin:

    "Hunderte protestieren gegen Establishment und "Mainstream-Medien"

    Nachrichtenagentur: Redaktion dts
    31.03.2014, 19:35 | 1512 Aufrufe | 1 | druckversion Berlin (dts Nachrichtenagentur)

    Am Potsdamer Platz in Berlin haben am Montag über 600 Menschen für eine "ehrliche Presse" und gegen eine nach Angaben der Veranstalter "tödliche Politik der Federal Reserve" protestiert. Damit haben sich die Teilnehmerzahlen im Vergleich zur Vorwoche, als sich rund 300 Menschen zu einer ähnlichen Kundgebung am Brandenburger Tor versammelt hatten, mehr als verdoppelt. Der umstrittene Ex-RBB-Moderator Ken Jebsen äußerte unter Applaus erneut heftige Kritik an Politik und Medien."
    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6670239-hunderte-protestieren-establishment-mainstream-medien

    In keinem anderen Medium findet man diese Meldung, ein Aprilscherz?

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      02. April 2014 18:20

      Nö -- ist vermutbar kein Aprilscherz.

      Ken Jebsen ist basisdemokratisch - also wirklich korrektdemokratisch - sehr aktiv.

      Auf you tube gibts ein grandioses Video gegen Montsanto von ihm -- in Berlin aufgenommen.

  13. Wertkonservativer
    01. April 2014 07:33

    Zum Thema zwei Anmerkungen:

    Dass Leitl als Unternehmer und WK-Oberer ein intelligenter und sehr tüchtiger Kerl ist, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben; er hat schon "in jungen Jahren" in O.Ö. gezeigt, dass er ein innovativer und tatkräftiger Kopf ist!
    Seine "Außenwirkung" ist allerdings gewöhnungs- und verbesserungsbedürftig!
    Ein Termin beim Zahnarzt und beim Personen-Coach, und der Weg für eine noch größere Karriere wäre wohl frei!

    Zum letzten Absatz:

    Junge Leute, die sich aus Feigheit oder /und Bequemlichkeit vor Aufnahmeprüfungen und Berufseinstiegs-Tests drücken, sind keinesfalls der richtige Nachwuchs, den unser Land für eine gute Zukunftsbewältigung dringend benötigt!!
    Wir brauchen junge Menschen, die mit Tatkraft und Intelligenz bereit sind, Aufgaben zu übernehmen, Hindernisse zu überwinden und aktiv an einer guten Zukunft unseres Landes mitzuarbeiten!
    Drückeberger werden immer das werden und bleiben, wozu sie sich selber verurteilen:
    Mitläufer, Hinterbänkler und Parasiten im Sozialstaat!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  14. terbuan
    01. April 2014 07:19

    Da kann man einfach nur zustimmen, ein sehr vernünftiger Vorschlag aber man fragt sich warum, erst jetzt?
    (abgesehen von einigen Ausnahmen, welche Poster hier erwähnten)
    Leitl*s Vorschlag kommt ja nicht von ungefähr, es geht um den drückenden Facharbeitermangel in der Wirtschaft.

    Das Maturazeugnis ist schon seit längerer Zeit als Qualifikation für einen Berufseinstieg praktisch wertlos, noch dazu heutzutage wo es einem ja fast geschenkt wird.
    Anstatt flächendeckend die NMS einzuführen, wäre dies eine vernünftige Aufwertung der Mittelschulen zum Nutzen der Absolventen und der Wirtschaft!

    • Susanna (kein Partner)
      02. April 2014 12:57

      Es ist wirklich nicht wahr, dass einem "heutzutage" das Maturazeugnis fast geschenkt wird. Ich empfehle Ihnen, sich ein paar Maturaaufgaben zeigen zu lassen und dann selbst zu versuchen, sie zu lösen - inklusive mündlicher Präsentation, vielleicht sogar in einer Fremdsprache. Sie werden sehen, dass das anspruchsvoll ist.

    • terbuan
      02. April 2014 19:30

      Susanna

      Ich hätte besser schreiben soll "fast geschenkt werden SOLL".
      Tatsache ist, dass mit einem Maturazeugnis alleine nur wenig Staat bei einem Berufseinstieg zu machen ist!

    • Susanna (kein Partner)
      03. April 2014 08:15

      Bildung und praktische Verwertbarkeit klaffen etwas auseinander... Aber mit der Bildung hat man halt Freude, oder?

  15. Gerhard Pascher
    01. April 2014 06:59

    Das sog. Werkschulheim Felbertal (früher bei Mittersill, jetzt in Ebenau bei Salzburg) bietet schon seit 1951 eine Matura und gleichzeitige fachliche Ausbildung (Maschinenbautechnik, Mechatronik oder Tischlereitechnik) mit Gesellenbrief.
    Das Evangelische Gymnasium in der Wiener Erdbergstraße bei den ehem. Gasometern (früher Argentinierstraße) biete seit 1996 so eine duale Ausbildung an (Tischler, Gold- und Silberschmid, EDV-Techniker). Auch da in der 8. Oberstufe die Lehrabschlußprüfung und in der 9. das Maturazeugnis). Beides sind aber Privatschulen und Leitl schlägt dies nun auch für staatliche Schulen vor.

  16. efrinn
    01. April 2014 01:04

    Herr Leitl,das gibts doch schon, seit 1952
    (und neuerdings in Tirol auch - Lehre und Matura)

    diesmal muß ich mich selbst zitieren:
    efrinn

    24. September 2012 01:20 - Nicht ganz dicht

    Ich kann nur wieder meine Schule loben: das Werkschulheim Felbertal! Dort haben wir in 9 Jahren nicht nur eine vollwertige Matura - mit Latein und allen Zugangsberechtigungen zur Uni - , sondern auch durch die handwerkliche Ausbildung einen Gesellenbrief in entweder Schlosserei, Tischlerei oder Radiomechanik (damals, 1963, gabs kaum Fernsehen) erlangt. Keinem meiner Kollegen wäre eine kaputte Wasserleitung ein Problem gewesen, wir haben gelernt, "bereichsübergreifend", wie das heute wohl heißen würde, eine Lösung zu finden. In meinem beruflichen Werdegang hat natürlich die universitäre Ausbildung einen großen Stellenwert gehabt, die zugrundeliegende Erfahrung, die Hände und das (geschulte) Hirn einzusetzen waren aber oft mehr wert als manche Vorlesung!
    - See more at: http://www.andreas-unterberger.at/Meine-Kommentare-Lesen/09/2012/1#sthash.3EWldhIo.dpuf

    • efrinn
    • kritikos
      01. April 2014 01:46

      Eben! Neues hat der sattsam bekannte Herr Leitl ja nicht propagiert. Oder doch, nur nicht zu bemerken? Die Kombination Matura und Gesellenprüfung ist damals eher eingegangen, warum weiß ich nicht. Vielleicht sind doch die meisten Kombinierer doch auf die Uni gegangen, natürlich mit dem Vorteil, das profunde Handwerkliche zu beherreschen, aber eben nicht ins Gewerbe. Na, vielleicht zieht jetzt der Leitl´sche Vorschlag.

    • ENIGMA
      01. April 2014 02:24

      Auch bei den Antroposophen gab es schon die handwerkliche Ausbildung zur Matura. Ich nehme an, Leitl hat das flächendeckend gemeint und nicht auf einzelne Schultypen reduziert.
      Wenn es nicht neu ist, dann sollte man rasch auf das Altbewährte zurückgreifen.

  17. mischu
    01. April 2014 00:57

    Endlich einmal ein grundvernünftiger Vorschlag von Leitl.
    Gleichzeitig sollte man diesen handwerklich ausgebildeten Maturanten die Gründung eines Unternehmens in ihrem Fachbereich erleichtern.
    Dann hätte man gleich zwei Fliegen mit einem Schlag, nämlich bestens ausgebildete Handwerker und einen dringend notwendigen Aufschwung bei den KMUs.

    Ad P.S.: Das zeigt auch wie wichtig und richtig Zugangsbeschränkungen vor allem bei den überlaufenen Studienrichtungen sind.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung