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Russland hat neben Belarus noch einen Verbündeten

Noch gestern kritisierte ich hier, dass es keine österreichische Position zur Ukraine gibt. Das ist jetzt überholt. Es gibt nun doch eine Position.

Nur ist diese geradezu unfassbar. Österreich setzt nicht nur kein einziges Protestzeichen gegen die offene russische Aggression. Sondern es spricht sich jetzt auch offiziell gegen die Unterzeichnung des längst fertigen EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine aus, um die Kiew dringend gebeten hat. Dessen Nichtunterzeichnung durch den damaligen Präsidenten Janukowitsch hatte ja zu dem ursprünglichen Aufruhr und dann zur Abwahl des Präsidenten geführt.

Noch fassungsloser macht die Begründung, die Außenminister Sebastian Kurz laut der hochoffiziellen Parlamentskorrespondenz im Hauptausschuss dafür gab: Dieses Abkommen wäre "kontraproduktiv, weil es eine Provokation Russland gegenüber darstellen würde". Also, wir lernen: Nicht die Invasion der Krim ist für Kurz eine Provokation, sondern die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens, wie es mit vielen Ländern besteht!

Natürlich ist ein Kurz nicht der Mann, der sich eine solche Politik ausdenkt, und sicher auch niemand sonst in der Regierung, wo ja das außenpolitische Verständnis gleich Null ist. Der Hauptschuldige ist zweifellos der alte Russenfreund Heinz Fischer. Irgendwo hofft er wohl, dass das Ende des realen Sozialismus doch kein wirkliches Ende war.

Noch fassungsloser macht übrigens der Freiheitliche Hübner, der sich noch mehr als die Koalition an die Russen anbiedert und der ihnen überhaupt einen Persilschein für alles und jedes gibt. Hoffentlich rentiert sich das wenigstens ordentlich. Oder meint Herr Hübner ernsthaft, dass ein Land ruhig nackte Aggressionen exekutieren dürfe, nur weil es sich deutlicher als manche im Westen gegen die muslimischen Bedrohungen ausspricht? Da gibt es im Ergebnis jedenfalls keinen Unterschied mehr zwischen den Freiheitlichen und dem linken Agitator Armin Wolf.

Das Pikante und besonders Deprimierende: Nur wenige Stunden nach diesen Unterwürfigkeitserklärungen sprach die sogenannte Krim-Regierung den sofortigen(!) Anschluss an Moskau aus. Es ist wohl nicht nur Hillary Clinton, die durch das alles heftig an das Jahr 1938 erinnert wird. Von den USA bis quer durch Mittelosteuropa will man das diesmal aber nicht wie damals einfach hinnehmen und spricht sich für Sanktionen aus, auch gegen russische Verantwortliche. In Österreich sind sich jedoch Rot, Schwarz und Blau einig: Wir haben uns den Russen anzupassen. Außerdem wäre dann die Goldene Meile nicht mehr so golden . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAuditor
    34x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 01:16

    Selten melde ich mich zu Wort, aber an dieser Stelle muß ich es:
    Dr AU ist hier leider von einer gewissen Einseitigkeit befallen:
    1) Ein Staatschef Russlands mit ukrainischen Wurzeln hat ohne besondere demokratische Legitimation die überwiegend russisch und nicht ukrainische bewohnte Krim seiner ukrainischen SSR zugeschlagen. Das spielte damals nicht so eine krasse Rolle, weil das alles sozialistische Sowjetrepubliken waren. Aber ab Zerfall der Union bekam das schlagartig wesentliche Bedeutung.
    2) Russland kam in die demütigende Lage, nicht nur seinen Kriegshafen pachten zu müssen, sondern wurde in diesem Zusammenhang gezwungen, seine Schwarzmeer-Flotte Schiff für Schiff zu teilen.Ein damals schwaches Russland musste das akzeptieren , aber das Verständnis der Russen für diesen notwendigen Kotau besteht bis heute nicht.
    3) Auch die Matrosen und Soldaten des plötzlich ukrainischen befehligten Teils der Schwarzmeer-Flotte sind überwiegend Russen und müssen plötzlich ukrainischen Offizieren und Politikern gehorchen. Erinnert einen stark an die deutschsprachigen Sudetendeutschen, die nach 1919 in die tschechische Armee einzurücken hatten.
    4) Sicher sind die "Selbstverteidigungkräfte" abzeichenlose Russen, aber ein mildere Vorgangsweise, die auf Wochendurlaub befindlichen ukrainischen Soldaten am Einrücken in die Kasenen und am Zugang zu den Waffen zu hindern, ist nicht leicht möglich.
    5) Eine Volksabstimmung als nicht anzuerkennend von vornherein abzuqualifizieren, weil dort ethnische Russen die Mehrheit haben, die den Ausgang beeinflussen werden, ist eigentlich unerklärlich.
    6) Wohin der Weg der Krim unter ukrainischer Herrschaft gegangen wäre, zeigt das geplante ukrainische Sprachengesetz.
    7) Die " westlich eingestellten " ukrainischen Regierungen haben schon eine Erklärungspflicht für den hingelegten Staatsbankrott, der klarerweise auch eine ukrainische Krim beträfe.
    8) Also ein gewisses Verständnis für den russischen Standpunkt ist schon am Platze und nicht nur eine Demutsgeste gegenüber dem russischen Bären.
    gez. Auditor
    Unterberger-Fan

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    28x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 06:52

    Jetzt bin ich auch fassungslos!

    Wer bitte braucht die Ukraine als neues Mitglied der EU? Als hätten wir nicht schon genug Pleitestaaten in dieser unseligen Union.
    Ein Assoziierungsabkommen nicht zu unterzeichnen ist geradezu ein Akt der Notwehr!

    Es bahnt sich bereits die Katastrophe an:

    "Merkel-Partei will Not-Beitritt der Ukraine zur EU

    Auf der Tagung der konservativen Parteien Europas in Dublin soll eine Erklärung verabschiedet werden, der zufolge die Ukraine einen Antrag auf EU-Beitritt stellen soll. Damit kommt auf die europäischen Steuerzahler ein gigantisches Transfer-Volumen zu..."
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/06/merkel-partei-will-not-beitritt-der-ukraine-zur-eu/

    Da ist Kopfschütteln zu wenig, da kommt nur mehr Wut auf, Merkel und Konsorten gehorchen auf Zurufe aus Washington, die USA befehlen und die Europäer sollen bezahlen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 09:05

    Herr Unterberger hätte gestern die hochqualifizierte Diskussionsrunde mit Maybritt Illner im ZDF verfolgen sollen. Vielleicht - aber nur vielleicht - könnte er dann erkennen, dass seine Meinung zur Ukraine nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Wie wäre es, mit Verträgen und Unterschriften (2 Monate?) zu warten, bis eine gewählte - legitime - Regierung als Vertragspartner vorhanden ist?

  4. Ausgezeichneter KommentatorBeckmesser
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 08:40

    Diesmal kann ich die Meinung von Herrn Dr. Unterberger nicht nachvollziehen. Die EU soll sich nicht überall einmischen, sonders selbst erst einmal für demokratische Verhältnisse im eigen Haus sorgen. Korruption bekämpfen, Geldverschwendung und Regulierungswahn stoppen usw. Es gibt genug Baustellen! Die Medien verdrehen wie üblich wieder einmal die Fakten und Tatsachen.
    Einge sehr gute Analyse zu der Problematik auf
    eigentümlich frei!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 11:49

    Österreich sollte lieber seine Hausaufgaben machen, anstatt sich in die desaströse EU-Politik einzumischen oder sich an ihr zu beteiligen. Kurz hat in dieser Hinsicht völlig richtig gehandelt.

    Josef Urschitz bringt dazu heute in der "Presse" einen lesenswerten Beitrag:

    "Die heile Welt der Realitätsverweigerer"

    "Ohne Strukturreformen führt der Budgetpfad nicht zum Nulldefizit, sondern ins Nirgendwo. Derzeit dominieren in Regierung und Sozialpartnerschaft aber nicht die Reformer, sondern die Realitätsverweigerer...."

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1571574/Die-heile-Welt-der-Realitaetsverweigerer#cxrecs_s

  6. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 01:33

    Da hat sich aber unser Außenminister nicht mit seiner EVP KURZgesclossen.
    Denn die jubelte heute in Dublin der seinerzeit als Regierungschefin ebenso korrupten Frau Timoschenko wie einem Star zu und entschied sogar mehrheitlich, sich für einen EU-BEITRITT (!) der Ukraine einzusetzen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/julia-timoschenko-lobt-kanzlerin-merkel-a-957378.html

    Irgendwie ist die EU beim leisesten Konflikt-Lüfterl wieder einmal heillos überfordert und jeder zieht in eine andere Richtung. Wie soll da jemals eine einheitliche Außen- und Verteidigungspolitik zustandekommen.
    Putin rechnet auch beinhart damit und wird unter diesen Umständen sowieso der lachende Dritte bleiben.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. März 2014 10:43

    Offenbar soll uns das Zahlen für die Anleger, die ihre Felle in der Ukraine davonschwimmen sehen, schmackhaft gemacht werden. 11 Mrd an westliche Banken, die Ukrainer bekommen nix!
    Von wem ist Janukovitsch abgewählt worden? Das klingt demokratisch und ist nicht wahr.
    Der Pate sagt: "Wenn du jemand nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihm."
    Das gilt für alle Schwächeren, also auch für uns.
    Die Nazikeule passt hier wieder einmal gar nicht. Warum nicht gleich Napoleon? Die Russen waren 8.5 J in Afghanistan, die USA, mit der Ausrede 9/11, sind schon 13 J dort. Sie verlangen einen Persilschein = Diplomatenstatus für die GI´s. Unsere Medien nennen das so: Karazai will nicht, daß die USA dort bleibt. Lüge! Sie sind genauso unberechtigt dort wie die Russen in der Krim.
    Wenn wir die westlichen Militärinterventionen seit 1938 auflisten, sind es über 100 und die stören A.U. nicht. Die Medien haben Angst vor einem Volksentscheid., er könnte für Rußland ausgehen. Das fürchten sie ebenso wie die Politiker.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHomo Faber
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 01:30

    Der geplante "Notbeitritt" der Ukraine zur EU ist konsequent:

    Die EU hat Staatsverschuldungen von ca. 10 Billionen Euro. Das ist für das Finanzsystem, das von wachsender Verschuldung lebt, deutlich zu wenig.

    Deutschland muss noch um ein paar Billionen erleichtert werden. Und das deutsche Sklavenvolk wird wieder Merkel wählen.


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  1. panzerechse (kein Partner)
    09. März 2014 22:04

    Ich richte diesen Beitrag an @Gandalf. Der Einfachheit halber nicht als Subkommentar. Der untenstehende Link, erspart das Scrollen.

    http://www.andreas-unterberger.at/2014/03/russland-hat-neben-belarus-noch-einen-verbuendeten/#comment-287362

    Ich hatte ganz gewiss nicht den Eindruck, daß Egon Bahr an Demenz leidet (?). Auch nicht mit seinen 94 Jahren. Aber, seine mehr als seltsame Aussage, sollte man vielleicht doch auch aus einen ganz anderen Blickwinkel sehen.

    Schlüssig wäre es doch tatsächlich, wenn, die an den russischen Botschafter gerichtete "Eröffnung" über die "Wahre" NATO-Friedensmission... eher als "Code" verstanden werden muss, der Russland nicht mehr und nicht weniger sagt, daß Deutschland nicht souverän ist... und von den USA zu diesen ganzen Schwachsinn getrieben wird...

  2. ludus
    09. März 2014 14:05

    @Jewgeni Gorowikow = @Tullius Augustus = @Freak77 ???

  3. Undine
    09. März 2014 10:58

    Bin schon neugierig darauf, wann sich einmal herausstellt, welche Seite am effektivsten GELOGEN hat. Hier im Blog bekommen wir ja die Anhänger beider Seiten ---die Putinfeinde = Anhänger der wild zusammengewürfelten ukrain. Opposition, sowie die Putinfreunde ---die hier teils sehr heftig ihre jeweiligen Favoriten verteidigen, zu lesen.

    Wer lügt also am glaubwürdigsten, und wer ist besser im Bilderfälschen?? Wer hat mehr Leute auf dem Maidan-Platz ermorden lassen, um die Toten dem Gegner in die Schuhe schieben zu können?

  4. peter789 (kein Partner)
    • Undine
      09. März 2014 11:20

      @peter789

      Herzlichsten Dank für den Link!

      Ein großartiges Interview mit einem Ausnahmemenschen in positivstem Sinn!
      Nur eine der vielen ehrlichen, offenen Antworten Peter Scholl-Latours:

      "Sie kritisieren immer wieder die internationalen Einmischungen der Europäer. Müssen sie das nicht?

      Lassen wir das Moralische mal beiseite. Ich bin es leid, dauernd diese Reden von Menschenrechten und Demokratie zu hören, die ja nur dann gültig sind, wenn die betroffenen Länder wirtschaftlich oder strategisch in das westliche Konzept passen.

  5. Jewgeni Gorowikow
    09. März 2014 02:56

    Neuer, interessanter Artikel über die Scharfschützen am Maidan-Platz von der WELT:

    Rätsel um die Scharfschützen auf dem Maidan

    Altes Regime, die Opposition oder doch Russland: Noch ist nicht klar, wer hinter den tödlichen Schüssen auf dem Maidan-Platz in Kiew steckt. Ein abgehörtes Telefongespräch heizt die Spekulationen an.
    (Von Mike Eckel)

    Wer beauftragte die Scharfschützen auf dem Maidan? Die ukrainische Übergangsregierung und der Kreml liefern ganz unterschiedliche Erklärungen der Ereignisse vom 20. Februar, die Dutzende Menschen das Leben kosteten. Für die neue Führung geht es um die Glaubwürdigkeit – beim eigenen Volk und innerhalb der internationalen Gemeinschaft.

    Die ukrainischen Behörden konzentrierten sich in ihren Ermittlungen bisher auf die Regierung des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch als wahrscheinlich Verantwortlichen. Nun steht aber die Theorie im Raum, Russland habe möglicherweise die Gewalt anfachen wollen, um ein militärisches Eingreifen zu rechtfertigen.

    Der Kreml erklärt dagegen, die Scharfschützen seien von Anführern der Opposition angeheuert worden. Ihr Ziel sei es gewesen, im In- und Ausland Empörung über die Regierung auszulösen. Der neue ukrainische Gesundheitsminister Oleh Musij, der als Arzt die medizinische Versorgung am Rande der Protestaktionen organisierte, erklärte, die Opfer aus den Reihen der Opposition und der Sicherheitskräfte wiesen ganz ähnliche Schusswunden auf.

    Russland kritisiert neue ukrainische Führung

    Die forensischen Beweise deuten daraufhin, dass die Schützen versucht hätten, die Auseinandersetzungen anzuheizen, um Janukowitsch stürzen zu können und einen Grund für einen russischen Einmarsch zu liefern. Er glaube, nicht nur ein Teil des alten Regimes habe die Provokation geplant, "sondern das war auch die Arbeit russischer Spezialkräfte, die der Ideologie des alten Regimes dienten", erklärte Musij.

    So viel steht fest: Scharfschützen feuerten von Dächern und aus Fenstern auf den Maidan im Herzen der Hauptstadt Kiew. Einige Opfer waren Anhänger der Opposition, aber viele waren auch Passanten, die eindeutig nicht an den Demonstrationen beteiligt waren, Ärzte und Polizeibeamte. Die Kugeln wurden der Staatsanwaltschaft zufolge vom Gebäude der Nationalbank, mehrere hundert Meter vom Maidan entfernt, abgefeuert, vom Hotel Ukraine direkt an dem Platz und von einem Verwaltungsgebäude.

    Innenminister Arsen Awakow deutete am Dienstag erstmals an, dass die Ermittlungen sich nicht mehr nur auf die alte ukrainische Regierung konzentrieren. "Ich kann nur eins sagen: Der wichtigste Faktor in diesem Aufstand, der Blut in Kiew vergoss und der das Land auf den Kopf stellte und schockierte, war eine dritte Kraft", sagte der Minister. "Und diese Kraft war keine ukrainische."

    Russland nutzte die unklaren Verantwortlichkeiten, um die neue ukrainische Führung zu diskreditieren. Kremlchef Wladimir Putin erklärte am Dienstag in einer Pressekonferenz, die Scharfschützen seien möglicherweise "Provokateure aus den Reihen der Oppositionsparteien gewesen".

    Tatsächlich wurde einen Tag später ein Telefongespräch zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Außenminister Urmas Paet veröffentlicht, das Putins Theorie zu stützen scheint. In dem Telefonat vom 26. Februar, das der russische Fernsehsender Russia Today veröffentlichte, erklärte Paet, er habe während eines Besuchs in Kiew von Demonstranten erfahren, dass Janukowitsch-Gegner hinter den Schüssen vom 20. Februar steckten.

    Menschen "wurden umgemäht wie Gras"

    Ein Arzt habe ihm gesagt, dass Polizeibeamte und Demonstranten von Kugeln desselben Kalibers getötet worden seien. Inzwischen werde immer mehr angenommen, dass irgendjemand aus der neuen Koalition die Heckenschützen beauftragt habe, erklärte Paet weiter.

    Der estnische Minister bestätigte inzwischen die Echtheit der Aufnahme. Er sagte vor Journalisten in Tallinn, er habe nur wiedergegeben, was er von dem Arzt Olha Bogomolets gehört habe. Er könne dessen Aussagen aber nicht bestätigen.

    Der frühere Vize-Chef des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU meldete sich am Donnerstag in einem Zeitungsinterview zu Wort. Hennadi Moskal erklärte, für die tödlichen Schüsse auf dem Maidan seien Heckenschützen des Innenministeriums und des SBU verantwortlich und nicht ausländische Agenten. "Die Scharfschützen erhielten den Befehl, nicht nur auf Demonstranten zu schießen, sondern auch auf Polizisten", sagte Moskal der Zeitung zufolge. "Das geschah, um den Konflikt eskalieren zu lassen und eine Polizeioperation zur Räumung des Maidans zu rechtfertigen."

    Der 57 Jahre alte Alexander Tonskich erlitt auf dem Maidan eine Schusswunde. Er erzählt, er habe sich gemeinsam mit zahlreichen anderen Demonstranten am Morgen des 20. Februar in Richtung Süden vom Maidan entfernt. Die Polizisten hätten sich plötzlich zurückgezogen und dann seien schon aus zwei Richtungen die Schüsse gefallen. Die Menschen "wurden umgemäht wie Gras". Mindestens zehn seien sofort tot gewesen.

    Danach sei aus einer dritten Richtung geschossen worden. Er habe sich hinter einem Baum versteckt, sei aber dennoch von einer Kugel getroffen wurde, die in seinen rechten Arm eintrat, seine Lunge durchschlug und unterhalb des Herzens steckenblieb. Dann verlor er das Bewusstsein. (Ende, AP)

    Link: http://www.welt.de/politik/ausland/article125588345/Raetsel-um-die-Scharfschuetzen-auf-dem-Maidan.html

    • caritas antisocialis (kein Partner)
      09. März 2014 08:40

      Äußerst fragwürdig ist auch die Rolle der Kirchen.
      Wurden die christlichen Kirchen von der CIA in diesen Putsch integriert?

      Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat die Öffentlichkeit (offensichtlich bewusst) in die Irre geführt und antirussisch gehetzt.

      Der “Interreligiöse Rat der Krim” hat Russland den kalten Krieg erklärt.

      In Österreich veranstaltete Kardinal Christoph Schönborn eine propagandistische Jubelmesse für die verfassungswidrige Okkupation der Ukraine durch den westlichen Imperialismus:

      http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/60853.html

      Kardinal Christoph Schönborn stellte diesen Putsch als ein christliches Glaubensbekenntnis dar:

      “Aus dem Glauben sind die Menschen aufgestanden und haben durchgehalten”.

      Gehören die christlichen Bischöfe der CIA an?

    • Kardinalfehler (kein Partner)
      09. März 2014 11:32

      @ caritas antisocialis

      Der rote Kardinal Schönborn ist offensichtlich derart linksextrem, dass er sogar noch Russland zutiefst hasst.

  6. Riese35
    09. März 2014 02:23

    Hier ein Filmdokument, das eine etwas andere Wirklichkeit zeigt, als uns viele Medien hierzulande darzustellen versuchen:
    http://www.gloria.tv/?media=579194

    • Jewgeni Gorowikow
      09. März 2014 03:13

      @ Riese35

      Jedenfalls ist das kein "Filmdokument", sondern ein Film der mit viel Aufwand & Mühe zusammengeschnitten wurde um die Maidan-Bewegung zu diskreditieren!

      Das ist ein Film um die Zuseher in Alarmstimmung zu versetzen und sich - um die Welt zu retten - mit Putin und seinem Russland zu verbünden.

      So nach dem Motto: Es gibt noch eine Rettung vor der US-Welteroberung, den neuen Weltmessias Putin.

      Ja, eh klar: Alle Medien, angefangen von Spiegel bis zu Reuters und Associated Press sind von der Amerikanischen Ostküste und den Weltfinanz&Dollar&Euro-Welteroberern ferngesteuert und berichten nur genau das was der Amerikanischen Ostküste mit ihren jüdisch-kapitalistischen-Hochfinanz Welteroberern nützt damit sie mit der Ukraine ein weiteres Land unterjochen und aussaugen können so wie schon alle anderen Länder in West- und Mitteleuropa. - Ich kenne diese "Argumente".

      Ja sowieso klar!

      Und es ist auch klar, dass die Demonstranten am Maidan alle bezahlt wurden und einen Lohn fürs Demonstrieren bekamen.

      Das wurde auch schon vor 30 Jahren von den Aubesetzern bei Hainburg behauptet und von denen weiß ich genau bescheid wie es wirklich war.

      Putin und seine Ja-Sager im Kreml sind aber fest von diesen Welteroberungs-Theorien durch die USA-Verschwörung überzeugt. Putin hat es vor Kurzem mehrmals gesagt. Und Putin glaubt auch seine eigene Anti-Amerikanische Propaganda.

  7. Robert Bond (kein Partner)
    09. März 2014 00:28

    Tschuldigung...wann und vom wem wurde Janukowitsch abgewählt? Der Typ mag eine unerfreuliche Figur sein, aber sein Sturz kann nur durch baldige einwandfrei demokratische Wahlen legitimiert werden. Bis dahin gibt es in der Ukraine niemanden, der das Recht hat, einen Vertrag zu ratifizieren, der die Geschicke des Landes auf lange Sicht und wohl unwiderruflich bestimmen würde.

    • Tullius Augustus
      09. März 2014 00:40

      Was man in Kiew gesehen hat, war eine friedliche Revolution:

      Der Despot wurde von seinen Gefolgsleuten verlassen:

      Seine Parteifreunde liefen davon, seine Parlamentsabgeordneten, seine Beamten, seine Präsidentengarde, und schließlich der gesamte Polizei- und Militärapparat und die gesamte Verwaltung des Landes

      kündigte die Treue zu Janukowitsch.


      Ein klassischer Fall von friedlicher Revolution!

      Ganz ähnlich war der Machtwechsel im Herbst 1989 im Prag der damaligen CSSR: Vaclav Havel der Leiter der Protestbewegung übernahm friedlich die Regierungsmacht.

    • Undine
      09. März 2014 10:42

      @Tullius Augustus

      Dann können Sie uns sicher auch erklären, auf welche Seite sich die ukrainischen Oligarchen und Helfershelfer Janukowitschs geschlagen haben, weil sie möglicherweise auf das falsche Pferd gesetzt haben!?

    • Robert Bond (kein Partner)
      09. März 2014 11:12

      @Tullius Augustus,

      das mag alles stimmen. ABER: Vaclav Havel hat keine internationalen Verträge unterzeichnet, ehe er vom tschechischen Volk in einer ordentlichen Wahl bestätigt wurde. Ich maße mir nicht an, die Geschehnisse in Kiew beurteilen zu können. Nur so viel steht fest: Die Ukraine hat derzeit keine Regierung, die legitimiert worden wäre, folgenschwere Abkommen zu unterzeichnen. Wenn es dort so einen breiten Konsens gibt, dann sollen sie doch zuerst das Volk fragen und dann unterschreiben. Aber ich bekomme den Eindruck, dieses Risiko will man nicht eingehen.

  8. Tullius Augustus
    08. März 2014 23:54

    Russlands Außenminister Lawrow hat einen neuen Beruf ergriffen: MÄRCHENERZÄHLER!

    Die dreistetsten und vertrotteltsten Lügen im Europa der letzten Jahrzehnte werden vom Duo Putin&Lawrow aufgetischt: "Russland hat mit der Krise auf der Krim nichts zu tun, da sind ganz einfach lokale Selbstverteidungskräfte am Werk die ihre Ausrüstung in Army-Shops gekauft haben."

    Also diese rätselhaften Leute ohne Abzeichen - sowieso klar dass das Privatpersonen mit in Army-Shops gekaufter Ausrüstung sind:

    http://diepresse.com/images/uploads/b/b/b/1571771/34506280-5827-4A77-B846-E200DF554B29_v0_h.jpg

    Die Lügenmärchen von Lawrow erzählt:

    "Wir sind zu partnerschaftlichen Gesprächen bereit - allerdings akzeptieren wir Versuche nicht, uns als einen Beteiligten des Konflikts in der Ukraine hinzustellen":

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-russland-lawrow-droht-usa-mit-ende-von-atomwaffen-kontrolle-a-957589.html

    Lawrow dementiert Befehlsgewalt über Krim-Milizen

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow bestreitet, dass Moskau Truppen auf die Krim entsandt hat. Dort schafft das russische Militär Fakten und besetzt Raketenstützpunkte:


    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/ukraine-krim-raketen-duma

    Moskau bestreitet aber, Soldaten ausserhalb vereinbarter Bereiche einzusetzen. Bewaffnete in Uniformen ohne Hoheitsabzeichen seien «Selbstverteidigungskräfte»:

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/obama-und-merkel-fordern-den-rueckzug---erhoehter-druck-auf-die-ukrainer-auf-der-krim-1.18258795

  9. monofavoriten (kein Partner)
    08. März 2014 21:15

    herr unterberger,
    reihen sie sich bitte nicht in die propaganda-divisionen ein, die uns diese ukrainen-geschichte verkaufen wollen.
    oder hatten sie gar eine geldspritze nötig?
    hoffentlich nicht!

  10. Black Ice (kein Partner)
    08. März 2014 20:44

    Möglicherweise ist das etwas zu kurz gedacht. Die EU sollte Russland ein Beitrittsangebot machen, dann würde sich das Ukraineproblem von selbst lösen.

  11. fxs (kein Partner)
    08. März 2014 20:27

    Kurz hat recht!
    Zuerst muss doch die Situation in der Ukraine so oder so stabilisiert werden. Die "Regierung" in Kiew ist doch offenbar nicht repräsentativ für die ganze Ukraine, wenn immer mehr Landesteile sich abspalten wollen.
    Dazu kommt, dass offenbar ein massiver Verdacht dahingehend besteht, dass die Morde durch Scharfschützen in Kiew vom "Kräften der neuen Regierung" ausgeführt wurden. Dies ist Inhalt eines abhöhrten Telefongesprächs zwischen dem Estischen Aussenminister und der EU Verantworlichen für Aussenpolitik Catherine Ashton. (http://www.youtube.com/embed/ZEgJ0oo3OA8 ) Die Echtheit des Gesprächs wird vom Estischen Aussenminister bestätigt. (http://rt.com/news/estonia-confirm-leaked-tape-970 )

    • Tullius Augustus
      08. März 2014 23:38

      Diese künstlich herbeigeführte Verwirrung über die Frage wer denn diese Scharfschützen beauftragte ist eine Arbeit des russischen Auslands-Geheimdiensts!

      Wer ist denn in der Lage Schein-Informationen gezielt auszuspielen? Wer ist denn in der Lage ein Telefonat von Politikern abzuhören?

      Diese Aktion kommt direkt aus der Abteilung für Desinformation vom russischen Auslandsnachrichtendienst SWR (Sluschba Wneschnei Raswedki).

      Diese Aktion ist sowohl gegen den "Westen" und die neue Ukrainische Regierung gerichtet um sie zu schädigen, als auch an die russische Bevölkerung gerichtet um ihr zu beweisen wie moralisch überlegen die Politik von Putin ist.

      FAZ-Artikel: Abgehörtes Telefonat mit Ashton: Ein Gespräch, das nichts beweist
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/abgehoertes-telefonat-mit-ashton-ein-gespraech-das-nichts-beweist-12834449.html

  12. N. S. A. (kein Partner)
  13. Boris (kein Partner)
    08. März 2014 16:18

    Die Deutschen reagieren nicht wie befohlen
    Der Tagesspiegel stellte eine Umfrage am 6. März online und wollte von seinen Lesern wissen, wie soll der Westen auf Russland reagieren? Als die Antworten nicht den Vorstellungen der Redaktion entsprachen, nahm der Tagesspiegel um 16:00 Uhr die Umfrage vom Netz. Von den 9420 die bis dahin abgestimmt hatten, äusserten sich 78 Prozent positiv zu Russland. Dieses Resultat passte natürlich überhaupt nicht zum Russland-Bashing und musste weg.
    hier zum Screenshot:
    http://2.bp.blogspot.com/-TD7ZbXHi-oU/UxslvssRLAI/AAAAAAAAW3I/odB-yo1iWIs/s1600/UkraineUmfrage.png

    Was hier abläuft gibt Hoffnung, denn die Propagandalügen der Medien scheinen nicht zu wirken. Die Deutschen reagieren nicht wie befohlen.

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Die Deutschen reagieren nicht wie befohlen http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2014/03/die-deutschen-reagieren-nicht-wie.html#ixzz2vNupZcTF

    • Undine
      08. März 2014 16:30

      @Boris

      Es scheint so zu sein, daß unter den faustdicken Lügen, die uns tagtäglich um die Ohren fliegen---vor allem via Fernsehen (Fernseh-Bilder---und seien sie noch so verfälscht---prägen sich tiefer ein als Geschriebenes)---daß EINE Lüge zu VIEL war! Vielleicht kapieren es jetzt auch die gutgläubigsten FS-Konsumenten, daß NICHT alles stimmt, was uns treuherzig als reine Wahrheit vorgesetzt wird. Vielleicht erwachen die Leute endlich aus ihrer bequemen Lethargie!

    • Boris (kein Partner)
      08. März 2014 18:38

      Undine

      Ab und an bin ich wieder zuversichtlich (es gibt die positiven Zeichen nur teilt man uns das nicht mit), denn auch wir waren gutgläubig, aber wir haben unserer Neugier - unserem Gefühl - nachgegeben und selbst nach anderen Versionen gesucht um uns selbst ein Bild machen zu können.
      Kann sein, dass diejenigen, die noch immer alles als "Wahrhaftig" ansehen was ihnen die Propaganda-Medien vorgaukeln, benötigen eventuell einen kräftigen Rüttler um wach zu werden. So oder so, wird es ein Erwachen geben. Denn auch die da oben wissen, dass es so nicht weitergehen kann.
      Die Wahrheit wird siegen und uns frei machen. Denn nur wer beginnt selbstständig zu denken, kann auch für sich selbst die Verantwortung übernehmen.

  14. Undine
    08. März 2014 14:54

    Ich verstehe eines nicht:

    Wie kann man all das, was sich seit Monaten in Kiew abspielt [WER sind die lupenrein demokratischen Financiers dieser (von außen gesteuerten) Revolution???]---einfach IGNORIEREN? Das sind Tatsachen, die vor unseren Augen stattfinden!

    Auf der anderen Seite sind ---mit Ausnahme des Zugriffes auf die Krim---was Putin "tut" oder vielleich tun KÖNNTE, nur VERMUTUNGEN, werden aber als bare Münze gehandelt

    Einer der ukrainischen Oligarchen besitzt einen FS-Sender und beklagt lauthals, daß sein Einfluß auf die Bevölkerung viel zu gering ist!

    Da verurteil man Berlusconi, der sein Fernseh-Imperium für seine Propaganda ausgenützt hatte und findet gar nichts daran, wenn sich ein ukrain. Oligarch=Mafioso der gleichen Methode bedient?

    Auf der ukrainischen Seite ignoriert man Tatsachen, auf der russischen Seite werden Vermutungen als Tatsachen verkauft.

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. März 2014 15:41

      Wer weiß schon, welche "Schrauben" an Unterbergers Daumen angebracht sind?

      Derart an der Realität vorbei zu schreiben muss existenzielle Ursachen haben.

    • Specht (kein Partner)
      08. März 2014 15:48

      Danke Undine. Schon länger drängt sich mir die Vermutung auf, ein Krieg in Europa käme den Geldmächten des Westens nicht ungelegen und ein starker Euro ist nur vordergründig gefragt, tatsächlich werden wir in Europa in eine nicht überschaubare Schuldenspirale getrieben und nun droht uns ein aufgezwungener Konflikt, von Seiten der NATO.

    • Freidenker (kein Partner)
      08. März 2014 18:12

      Undine: Jedes Wort wahr. Danke************************************

  15. DailyMirror (kein Partner)
    08. März 2014 13:36

    Fischer ein "alter Russenfreund", Armin Wolf ein "linker Agitator":
    Dass ein Mensch wie Unterberger, der auf tiefstem Stammtischniveau argumentiert - oder besser gesagt: hetzt - , jahrelang Chefredakteur einer der größten österreichischen Tageszeitungen sein konnte, ist geradezu beschämend für die österreichische Medienlandschaft.

    • Waldkauz (kein Partner)
      08. März 2014 20:13

      @ DailyMirror

      Was waren sie eigentlich jahrelang? Sozialhilfeempfänger? Student ohne Hoffnung?
      Arbeiter ohne Perspektive? Oder doch nur ein kleines Arschloch????

    • Gandalf
      08. März 2014 21:17

      @ DailyMirror
      Tun Sie Ihrem Nick Ehre an (wenn Sie denn überhaupt Englisch können), und schauen Sie sich in den Spiegel: So viel Dummheit wird selbst ein offensichtlich strohdummer Mensch kaum aushalten; und dann ziehen Sie die Konsequenzen: Auf Nimmerwiedersehen in diesem doch etwas über Ihr Begriffsvermögen hinausgehenden, anspruchsvolleren Kreise.

  16. Boris (kein Partner)
    08. März 2014 11:53

    Lesertipp Video: …SUPERGEIL…
    ZEITENWENDE: … liebe EU-reGIERungen, Eure Dummheit kotzt uns an…
    … und deshalb sehen sich viele (über 5,9 Mio views) lieber 3 Minuten der EDEKA Werbung an (obwohl mir Werbespots auf den Senkel gehen) als 3 Sekunden Nachrichten mit Merkel, Friedrich, Obama oder Barroso. Der Spot macht wenigstens gute Laune. Oder?
    http://z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.de/2014/03/liebe-eu-regierungen-eure-dummheit.html

    • Undine
      08. März 2014 14:31

      @Boris

      Und dann packen wir erstandenen Waren in das "Geilomobil"---oder wie nannte sich Sebastian Kurz' so wahnsinnig tolle, recte "supergeile" Kreation? ;-)

      Nur so nebenbei: In meiner Kindheit/Jugend nannte man ein FETTES Stück Fleisch, etwa ein Schweinsbratel, GEIL!

    • Julia (kein Partner)
      08. März 2014 14:55

      Undine
      Ja genau, wir nannten eine fette Creme auch "geil"

      Wann wurde eigentlich dieser Ausdruck mit Sex in Verbindung gebracht? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern. Weiß das wer? Meine Vermutung ist nach '68???

    • Undine
      08. März 2014 15:10

      @Julia

      Stimmt! Auf jeden Fall war es etwas, wovon einem leicht schlecht werden konnte!

  17. Julia (kein Partner)
    08. März 2014 11:40

    Joachim Ringelnatz (Gedichte über den Tod)

    Nichts geschieht

    Wenn wir sterben müssen,
    Unsere Seele sich den Behörden entzieht,
    Werden sich Liebende küssen;
    Weil das Lebende trumpft.
    Aber wenn nichts geschieht,
    Bleibt das Leben nicht einmal stehn, sondern schrumpft.

    Was heute mir ins Ohr klingt,
    Ist nur, was Klage vorbringt.
    Und was ich mit Augen seh
    An schweigender Not, das tut weh.
    Aller Frohsinn in uns ist verreist.

    Und nichts geschieht. – Und der Zeiger kreist.

    …nun, gescheiter ist es, die WAHRHEIT weltweit diplomatisch zu vertreten… , denn diese wird uns jenseits der Schwelle um die Ohren geschlagen, so wir sie stets im Irdischen zu ignorieren gedenken…
    Und nichts geschieht. – Und der Zeiger kreist.

    • schreyvogel
      08. März 2014 11:45

      Danke, Julia,
      könnten Sie uns bitte auch noch verraten, was "die WAHRHEiT" ist?

    • Julia (kein Partner)
      08. März 2014 11:56

      schreyvogel
      Das was sie fühlen, das ist die (ihre) Wahrheit und nicht die, die sie von allen öffentlichen Medien hören oder sehen. Sie entscheiden für sich, was sich wahr und was sich unwahr anfühlt. Dabei dürfen sie auf ihre innere Stimme hören.

  18. Aron Sperber (kein Partner)
    08. März 2014 10:47

    Den Einmarsch in Österreich und dem Sudetenland ließ man Hitler auch deswegen durchgehen, weil es dafür ähnlich gute Gründe wie heute bei der Krim gab:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/03/02/merkels-grose-worte/

    Die Österreicher und Sudetendeutschen waren für den Anschluss und Deutschland fühlte sich nicht ganz zu Unrecht von den Siegermächten ungerecht behandelt.

    Hätte Hitler lediglich Österreich und das Sudetenland an Deutschland angeschlossen und wäre sonst ein friedlicher Demokrat ohne Judenhass gewesen, wäre Hitler auch kein Problem gewesen.

    Leider fühlte sich Hitler gerade durch das Nachgeben beflügelt, weiterzumachen und auch in Prag und Polen einzumarschieren.

    Auch Putin, der den Zusammenbrauch der Sowjetunion als die “größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts” bezeichnet hatte, setzt sich in letzter Zeit beliebig durch:

    Dem Westen verbietet er, sich in die inneren Angelegenheiten von Diktaturen einzumischen, auch wenn es bereits mehr als 100.000 Tote gibt.

    Selbst marschiert Putin ohne humanitäre Not in demokratische Staaten ein.

    Zuerst nach Georgien, jetzt in die Ukraine.

    • Arme Seele (kein Partner)
      09. März 2014 00:44

      Sie sind nicht der erste, der Russland den Krieg erklärt!

  19. Hummel 2 (kein Partner)
    08. März 2014 10:40

    off topic:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/07/israel-schafft-staatsfernsehen-und-rundfunkgebuehr-ab/
    Wann kommt solch eine Erlösung endlich auch einmal bei uns ?
    Neben der "Entfesselung der Wirtschaft" könnte auch eine "Entfesselung der Medien" möglich sein.
    Doch ich denke das war nur ein Tagtraum. Wir leben ja schließlich in der Volksrepublik Österreich.

  20. Sonnenschein (kein Partner)
    08. März 2014 10:31

    Jene Kräfte, die in Syrien diese Christenschlächter unterstützen, haben die Rechtsextremen in Kiew auf den Schild gehoben. Warum unterstützt der Blogbetreiber die NWO?

    http://www.pi-news.net/2014/03/video-christ-in-syrien-muss-allah-huldigen-wird-anschliessend-von-moslems-gekoepft/

    • Specht (kein Partner)
      08. März 2014 15:33

      Auch wenn man erkannt hat, dass kommunistische Politik nicht zum Segen für Menschen und Wirtschaft sind, so gibt es doch keinen Grund im Falle der Ukraine undifferenziert sich auf die Seite Obamas zu stellen. Der Grund für Kriege sind immer schwere Ungerechtigkeiten auf der einen und oder Gier auf der anderen Seite. Längst klar ist, wie das Blutvergiessen auf dem Maidan zustande kam, dass eine "dritte Kraft" dahinter steht und es sich Putin aus strategischen Gründen gar nicht leisten kann die Krim preis zu geben. Also warum prügelt man dann alleine auf Putin ein? Dazu kommt noch die Hetze gegen Putin im europäischen Parlament seit Monaten, statt nach Ausgleich zu suchen. Man weiß angeblich wie Putin tickt, aber man nimmt ihm bei jeder Gelegenheit die Ehre und versucht ihn lächerlich zu machen. Das nenne ich Kriegshetze.

    • Undine
      08. März 2014 17:21

      @Specht

      *********!
      Man hat sich in der "Westlichen Welt" die Politik der Nadelstiche (Pussy Riots!) zu eigen gemacht, um Putins Politik ständig herabzusetzen---ich frage mich nur, WARUM. Bisher hat er souverän gehandelt. Will man ihn reizen? Meine Antwort: JA---nur das Ziel verstehe ich nicht ganz, aber ich ahne es!

      Auf welche Seite haben sich übrigens die Janukowitsch-treuen Oligarchen geschlagen??? Ich nehme an, sie haben einen zweiten Paß, wie es in Oligarchenkreisen üblich ist.

  21. Gasthörer (kein Partner)
    08. März 2014 10:26

    Das Unterberger auch leider sonst oft falsch liegt, und als glühender EU Propagandist niemals die Zerstörung unserer Grenzen und damit unserer Sicherheit thematisiert hat, zeigt dieser Artikel. Er steht bespielhaft für den Terror, den wir nun benahe täglich hinnehmen müssen.

    http://www.krone.at/Oesterreich/Nach_Raubserie_auf_betagte_Frauen_2_Taeter_in_Haft-Enorme_Brutalitaet-Story-396183

  22. Torres (kein Partner)
    08. März 2014 10:18

    Unterberger gesteht BP Fischer viel mehr Einfluss auf die Tagespolitik zu, als er tatsächlich hat. Es ist völlig unrealistisch anzunehmen, dass Fischer entscheidet, welche Position Österreich genüber der Ukraine, Russland usw. einzunehmen hat; das tun immer noch primär die beiden (halblustigen) Darsteller des Kanzlers bzw. Vizekanzlers, der Außenminister hat das dann offiziell zu verkünden.

  23. Billy Joel (kein Partner)
    08. März 2014 10:14

    Herr Unterberger, sie sind nun auf der falschen Seite der Geschichte. Sie machen gerade billige Propaganda für die falsche Sache. Der Westen ist hier der Agressor, und sie wissen das. Wer bezahlt sie und haben sie das wirklich nötig?

  24. BHBlog (kein Partner)
    08. März 2014 09:13

    "Es ist wohl nicht nur Hillary Clinton, die durch das alles heftig an das Jahr 1938 erinnert wird."

    Grad diese Dame braucht reden, sie sollte lieber ganz still sein!

    Ich rate einmal folgendes zu googlen "bush/clinton family nazi ties".

    "Bill Clinton (promoted by Harriman* heirs, whose ancestor Averill had employed Prescott Bush, Clinton remains a close friend of the Bush family back to when he was governor or before, and Clinton was a major player in the crime syndicate around Bush and Ollie North and CIA)"

    Und Prescott Bush half den Nazis an die Macht zu kommen:
    "How Bush's grandfather helped Hitler's rise to power"
    http://www.theguardian.com/world/2004/sep/25/usa.secondworldwar

  25. BHBlog (kein Partner)
    08. März 2014 09:05

    Sehr geehrter Dr. A.U.!
    Der Herr Außenminister Kurz sagt viel wenn der Tag lang ist, vor 4 Tagen meinte derselbige "Wenn es dieses (russische) Ultimatum wirklich so gibt, dann ist das natürlich klar abzulehnen und das Gegenteil von dem, was wir jetzt brauchen würden", sagte Kurz.

    Ich stelle fest: Kurz ein Mann der sich nicht entscheiden kann; waschechter ÖVPler eben.

    Dafür gibt es gute Nachrichten bezüglich der Europawahl:
    Mag. Ewald Stadler sagt die EU soll "Schutzmacht für verfolgte Christen" werden und möchte das Europaparlament abschaffen.
    Na also, dass wollte ich endlich einmal hören. Schon 2009 wusste ich nicht, ob ich hingehen sollte also blieb ich daheim, denn ich empfand das Europaparlament nur als Kontrollinstrument Österreich an der kurzen Leine zu halten und wollte bei der Sache nicht mitspielen.
    Nun aber traut sich endlich ein österreichischer Politiker zu sagen, dass man das Europaparlament abschaffen muss.
    Stadler ist daher meine Wahl, ohne Zweifel!

  26. Das Pingerle
    08. März 2014 08:37

    Sollten wir den Russen nicht auf Knien danken, dass sie sich gerne selbst um den Pleitestaat Ukraine kümmern wollen? Das ist doch ein Geschenk des Himmels!

  27. Hummel 2 (kein Partner)
    08. März 2014 08:13

    Hr. Dr.Unterberger, diesmal bin ich nicht Ihrer Meinung !
    Es stimmt, die Position und das Handeln, bzw. nicht Handeln der EU ist in diesem Fall wieder einmal katastrophal. Nur die Aussage der EU, dass es egal sei wenn die Mehrheit der Krimbevölkerung zu Russland will, denn es zählen immer die Minderheiten und deshalb müsse auch die Krim bei der Ukraine bleiben, spiegelt das Sittenbild der kommunistischen EU wieder.
    Das ist zu vergleichen mit dem „Minderheitenprogramm“ der EU: die Schwulen sind das Maß der (sexuellen) Dinge, die Zigeuner die Helden Europas, die Frauen die Opfer aller Männer usw.
    Der EU muss es jetzt endlich einmal bewusst sein, dass immer noch die Mehrheit zählt und nicht die Minderheit. Das ist nun einmal ein demokratisches Grundgesetz. Doch mit der Demokratie kann die EU ebenso wenig anfangen wie die Russen. Deshalb treffen hier die einäugige EU auf die blinden Russen zusammen. Wenn nun einmal die Mehrheit der Krimbevölkerung zu Russland will, dann hat das sogar die EU zu akzeptieren.
    Übrigens, man darf nicht vergessen, dass die EU noch vor einem Jahr gesagt hat, dass die Ukraine schon fast EU reif ist. Welche „Experten“ hat diese EU um solche Fehleinschätzungen zu machen ? (doch wenn jede Staat einen Karas oder Svoboda zur EU schickt, dann wundert das einem gar nicht)
    Die Entwicklung in der Ukraine hat sich ja schon lange abgezeichnet und durch die Versprechungen der EU hat man den Ukrainern wieder einmal – wir kennen das ja schon- den Mund wässrig gemacht und einen wahren Milliardenregen versprochen. Woher das viele Geld kommen soll, weiß die EU natürlich nicht, aber so ist es eben im Kommunismus – siehe auch Österreich.

  28. N. S. A. (kein Partner)
    08. März 2014 07:31

    Der vom US-Senat unterstützte Offensive in Syrien (nicht nur in der Ukraine) macht gute Fortschritte, wie die Köpfung eines weiteren Christen beweist:

    http://www.pi-news.net/2014/03/video-christ-in-syrien-muss-allah-huldigen-wird-anschliessend-von-moslems-gekoepft/

  29. Homo Faber (kein Partner)
    08. März 2014 01:30

    Der geplante "Notbeitritt" der Ukraine zur EU ist konsequent:

    Die EU hat Staatsverschuldungen von ca. 10 Billionen Euro. Das ist für das Finanzsystem, das von wachsender Verschuldung lebt, deutlich zu wenig.

    Deutschland muss noch um ein paar Billionen erleichtert werden. Und das deutsche Sklavenvolk wird wieder Merkel wählen.

  30. Homo Faber (kein Partner)
    08. März 2014 01:24

    A.U.: "Es ist wohl nicht nur Hillary Clinton, die durch das alles heftig an das Jahr 1938 erinnert wird."

    Genau, in der EU erinnern Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit (vor allem in Südeuropa) sehr stark an 1938.

  31. Yoshinori Sakai
    08. März 2014 00:59

    Zar Putin sollte mehr auf seine Geschichtsexperten hören bevor er sein Land in ein maßloses Abenteuer hinein stürzt. Ein russischer Universitätsprofessor zeigt Mut und sagt in Moskau die ungeschminkte Wahrheit:

    „Wir stehen an der Schwelle zu einer völligen Zerstörung des Systems völkerrechtlicher Verträge, zu wirtschaftlichem Chaos und politischer Diktatur.“

    Russland und die Nazi-Vergleiche1938 wurde ihm zum Verhängnis

    Wladimir Putin hat in seinem Fernsehauftritt auf die Machtergreifung der Nazis verwiesen. Ein Historiker seines Außenministeriums vergleicht die drohende russische Invasion in der Ukraine mit Österreichs „Anschluss“ an Deutschland - und wird dafür entlassen.

    (5.3.2014, von Friedrich Schmidt, Moskau)
    Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seiner Pressekonferenz am Dienstag auf die Umstände angespielt, unter denen die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen. Er zog einen Vergleich zwischen den „entfesselten Neonazis“, die in der Ukraine wüteten, und der SA unter Führung Röhms vor Hitlers „Machtergreifung“.

    Putin kombinierte so für das Publikum des Staatsrundfunks zwei russische Traumata des 20. Jahrhunderts: Die Erinnerung an den Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion und die Furcht vor revolutionären Wirren.

    Historische Vergleiche und Anspielungen sind der russischen politischen Rhetorik häufig; auch Putins Kritiker in Russland ziehen nun Vergleiche mit der Zeit des „Dritten Reichs“. Doch geht es ihnen nicht um das Jahr 1933 und seine Vorgeschichte, sondern um das Jahr 1938. Einem dieser Kritiker ist das nun zum Verhängnis geworden.

    Andrej Subow, ein Historiker, veröffentlichte am Samstag - dem Tag, an dem sich Putin ermächtigen ließ, Truppen in die Ukraine zu schicken - einen Artikel in der liberalen Wirtschaftszeitung „Wedomosti“.

    Der Artikel trägt die Überschrift „Das hat es schon gegeben“ und vergleicht die drohende russische Invasion in der Ukraine mit Deutschlands „Anschluss“ von Österreich 1938. „Wir stehen an der Schwelle“, schreibt Subow, „zu einer völligen Zerstörung des Systems völkerrechtlicher Verträge, zu wirtschaftlichem Chaos und politischer Diktatur. An der Schwelle zu einem Krieg mit unserem allernächsten, verwandten Volk der Ukraine, zur abrupten Verschlechterung der Beziehungen zu Europa und Amerika, an der Schwelle zu einem kalten, und möglicherweise, einem heißen Krieg mit ihnen.“

    „Wir müssen zu Verstand kommen“

    Die Propaganda des Kreml von der angeblichen „Bedrohung“ von Russen in der Ukraine, die Installierung eines neuen, moskautreuen Regierungschefs auf der Krim, das dort geplante Referendum unter russischer Aufsicht - all das erinnert Subow (und nicht nur ihn) an die Vorbereitung des deutschen Einmarschs in Österreich und den nachfolgenden Plebiszit, der den „Anschluss“ besiegelte. Damals sei es der 10. April gewesen, heute der 30. März.

    Subow schreibt, niemand tue den Russen auf der Krim etwas zu leide, nehme ihnen das Recht auf die eigene Sprache; sie bedürften keines Schutzes. Subow schreibt, wenn der Westen darauf nicht mit „appeasement“ reagiere, sondern Sanktionen verhänge, werde die ohnehin schwächelnde russische Wirtschaft zusammenbrechen.

    Wenn aber der Kreml mit seinen Anschlussplänen durchkomme, so Subow, sei leicht vorstellbar, dass morgen angebliche Hilfsappelle von Russen unter anderem aus Teilen Kasachstans und Kirgistans vernommen würden. „Wir müssen zu Verstand kommen“, schreibt Subow: „Unsere Politik wird unser Volk in ein schreckliches, grauenhaftes Abenteuer hineinziehen.“

    Die Geschichte lehre, das nichts so teuer bezahlt werde. „Wir sollten nicht tun, was seinerzeit die Deutschen auf die Versprechen von Goebbels und Hitler hin getan haben.“ Der 62 Jahre alte Subow lehrt an dem Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen, das zum Außenministerium gehört.

    Am Dienstag sagte Subow dem Nachrichtenportal „slon.ru“, er sei entlassen worden, nachdem er sich geweigert habe, eine Erklärung zu unterzeichnen, gemäß der er auf eigenen Wunsch das Institut verlasse. Ihm sei direkt gesagt worden, dass dies wegen des Artikels erfolge.

    Am Mittwochmorgen dementierte der Leiter des Instituts, Anatolij Torkunow, dass der Professor schon entlassen worden sei. Die Position, die Subow vertreten habe, teilten viele nicht, äußerte Torkunow laut der Nachrichtenagentur Interfax.

    Auch er, Torkunow, teile sie nicht. Aber „alle Prozeduren im Zusammenhang mit Einstellung und Entlassung“ würden „in Übereinstimmung mit dem Gesetz durchgeführt“. Er sei überrascht, dass die Sache soviel „Lärm“ gemacht habe. (Ende)

  32. N. S. A. (kein Partner)
    08. März 2014 00:52

    Wir wollen nicht in dieses Schwulen-Europa!

  33. Yoshinori Sakai
    08. März 2014 00:37

    Das muss die Welt sehen:

    Bewaffneter Angriff auf der Krim - Die Ukrainische Armee auf der Krim ist befehlstreu, diszipliniert und steht fest:

    Russen stürmen ukrainische Militärbasis in Sewastopol

    Russischer Angriff auf ukrainischen Stützpunkt: Nervenkrieg um Militärbasis auf der Krim

    Neue Eskalationsstufe in der Krim-Krise:
    Bewaffnete haben eine ukrainische Militärbasis in Sewastopol gestürmt, offensichtlich handelt es sich bei den Angreifern um russische Soldaten. Auch Journalisten wurden attackiert, einer offenbar schwer verletzt.


    Auf der Halbinsel Krim ist es am Freitagabend zu einem schweren Zwischenfall gekommen: Bewaffnete, bei denen es sich offensichtlich um Russen handelt, haben eine ukrainische Militärbasis in Sewastopol erstürmt, berichten übereinstimmend mehrere Nachrichtenagenturen. Die Angreifer sollen laut CNN in das Lager eingedrungen sein, indem sie mit einem russischen Militärlastwagen durch das verschlossene Eingangstor gefahren sind.

    Inzwischen sollen sich die Männer nach Verhandlungen wieder zurückgezogen haben, berichten manche Quellen. In anderen Quellen heißt es allerdings, dass die Verhandlungen noch laufen.

    Ein ukrainischer Offizier sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass bei der Aktion keine Schüsse gefallen seien und niemand verletzt wurde. Laut Interfax sind 100 ukrainische Soldaten in der Militärbasis stationiert, 20 Angreifer sollen mithilfe von Blendgranaten das Lager angegriffen haben. Dort hätten sich die Ukrainer daraufhin verbarrikadiert.

    Bei der Aktion wurden auch mehrere Journalisten attackiert, wie mehrere Reporter übereinstimmend berichteten. Offenbar wurde dabei ein Kameramann schwer verletzt. Kollegen wollten ihn in ein Krankenhaus bringen, auf dem Weg dorthin sollen sie allerdings erneut attackiert worden sein. Berichte über die angebliche Entführung eines ukrainischen Journalisten bestätigten sich am späten Freitagabend nicht.

    Auf der Krim werden mittlerweile alle ukrainischen Militärposten von prorussischen Kämpfern bewacht - bisher allerdings standen die Bewacher nur vor den Toren. Dass es nun zu einem direkten Angriff auf einen Militärkomplex kam, hat eine neue Qualität.

    Insgesamt sollen sich auf der Krim bereits 11.000 Kämpfer befinden. Beobachter sind sich sicher, dass sie russische Soldaten sind - auch wenn sie keine Erkennungszeichen tragen. Moskau bestreitet indes, dass es sich um Einheiten der russischen Armee handelt.

    Auch auf diplomatischer Ebene verschärft sich der Ton. Ein Kreml-Sprecher machte sich am Freitagabend über EU und USA lustig. Über die Vermittlungsversuche des Westens könne man "nur lachen", sagte er. Der Garant für Sicherheit in der Region sei allein Russlands Präsident Wladimir Putin.

    Die Krim-Krise wirkte sich am Freitagabend auch auf die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele im russischen Sotschi aus: Das ukrainische Team protestierte, indem es mit nur einem Sportler an der Zeremonie teilnahm: Fahnenträger Michail Tkatschenko fuhr allein in seinem Rollstuhl durchs Stadion und verzog keine Mine. ( Ende, mxw/dpa/AP/Reuters )

    Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-russen-stuermen-ukrainische-militaerbasis-in-sewastopol-a-957566.html

  34. Freak77
    08. März 2014 00:08

    Egal wer hier im Diskussionsforum mehr auffällt und mehr Schaum schlägt:

    - Die Warner vor der dem neuen Welterlöser Putin und seinen Ja-Sagern und Untertanen.

    - Oder die Warner vor den undurchsichtigen Machenschaften des "Westens".

    Es ist egal. Denn hier geht es ja nicht darum welche Seite scheinbar die Oberhand hat oder in einer kontroversen Diskussion "siegt". Hier geht es um persönliche Meinungen.

    Ich selber kann es noch ziemlich gut im hier gnadenlos in Grund und Boden kritisierten "Westen" aushalten!

    Ich lebe im EU-Gebiet, bin somit unter dem Einfluss der EU-Kommission, des EU-Parlaments und der EZB. Also alles Institutionen wo man höchst auf der Hut sein muss, weil sie möglicherweise gemeinsam mit Barack Obama eine Weltherrschaft aufbauen wollen.

    Putin hat jetzt die Initiative ergriffen um dieser Weltherrschaft des "Westens" voraus zu sein und seine eigene Welt auf zu bauen, die Putin-Welt.

    Die Ein-Mann-Demokratie, die sich über die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft dann schrittweise immer weiter nach Europa verbreiten möchte und sich möglicherweise als das überlegene Werte- & Wirtschafts- & Gesellschaftsmodell im Vergleich zum "Westen" erweisen wird. Das wird dann die große Frage sein.

    Wie die Auseinandersetzung dieser beiden Weltmodelle und dieser beiden Systeme dann ausgehen wird, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen, ich bin schon gespannt.

  35. Undine
    07. März 2014 22:46

    Bei diesem ziemlich ernsten Thema, das die Wogen so hoch gehen läßt und so unglaublich unterschiedliche Sichtweisen aufweist, daß ich mich frage, ob wir alle vom selben Konflikt sprechen, erlaube ich mir, ein Posting von @Xymmachos wiederzugeben, auf das ich durch Zufall beim Stöbern stieß, und das mich zu lautem Lachen brachte. Ich hoffe, der alte Grieche nimmt mir meine Verwegenheit nicht allzu übel und gibt mir nachträglich seinen Segen! ;-)

    @Xymmachos [3.0/1] 04. März 2014 08:54

    Jüngstes Gerücht: aus gewöhnlich gut informierten Kreisen in Brüssel erfahre ich, daß Julia Timoschenko in Würdigung ihres Einsatzes für das Verbleiben der Krim bei der Ukraine von der EU-Kommission über Antrag von Frau Merkel der Ehrentitel KRIMHILDE verliehen werden soll. Si non e vero...

  36. Lieber Augustin
    07. März 2014 22:00

    Bedeutende Oligarchen sind in politische Spitzenämter in der Ostukraine delegiert worden:
    http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/oligarchen-als-unerwartete-brueckenbauer-1.18256097

    Man erkennt das Wirken der internationalen Hochfinanz zur Sicherung der ukrainischen Bodenschätze. Rabbi Kaminezki von Dnjepopetrowsk hat die Ernennungen überaus positiv kommentiert. Die neue ukrainische Führung sei nicht faschistisch, und die Ukraine sei für die Juden ein sicheres Land.
    Mehr kann man heute ein Land nicht loben!

    • Undine
      07. März 2014 22:58

      @Lieber Augustin

      Danke für den Link!******!
      Na, dann ist ja alles ok, nicht wahr!?

      "Die Oligarchen wiederum, auch jene im ostukrainischen Gebiet, sind an einer Spaltung des Landes wenig interessiert. Erstens würde ein solch einschneidendes Ereignis ihre GESCHÄFTSTÄTIGKEIT SCHWER BEEINTRÄCHTIGEN, und zweitens würde eine an Russland angebundene Ostukraine vermehrt dem Einfluss russischer Oligarchen ausgesetzt, deren mächtigste in den meisten Branchen deutlich finanzkräftiger sind als ihre ukrainischen Pendants...."

      Und: "Oligarchen in politische Ämter zu hieven, ist ein riskantes Unterfangen in einem Land, in dem politisch-wirtschaftlicher Filz zu den grössten Problemen der Gesellschaft gehört. Nicht zuletzt gegen diese Strukturen hatten in den letzten drei Monaten Tausende auf dem Kiewer Oligarchen in politische Ämter zu hieven, ist ein riskantes Unterfangen in einem Land, in dem politisch-wirtschaftlicher Filz zu den grössten Problemen der Gesellschaft gehört. Nicht zuletzt gegen diese Strukturen hatten in den letzten drei Monaten Tausende auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz demonstriert.."

      Genau---gegen diese Strukturen hatten in den letzten drei Monaten Tausende auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz demonstriert---und jetzt auf einmal setzt man diese OLIGARCHEN-MAFIA an die Spitze des Landes? Man faßt es nicht!

  37. Karl Knaller
    07. März 2014 20:24

    Nach flüchtiger Durchsicht der bisherigen Diskussion muß ich (leider) feststellen: zum Unterschied von Russland, welches - lt. Überschrift - außer Belarus noch einen Verbündeten hat, hat Herr Unterberger außer Herrn Michler (dessen Ehre halt noch immer Treue heißt) im Blog offenbar keinen. Und demnächst spielen's hier dann "Kevin allein zuhaus"?

    • Julia (kein Partner)
      08. März 2014 10:40

      Karl Knaller
      Vielen vielen Dank, sie entrissen mir so ein herzhaftes Lachen über ua. Wortwahl!

      "und demnächst spielen's hier dann "Kevin allein zuhaus"? - hahahaha das muss man sich mal bildlich vorstellen! Einfach köstlich.

    • Wertkonservativer
      08. März 2014 18:39

      Herbert Richter (kein Partner):

      Sie sind in einer Weise gemein, dass ich am liebsten in die Luft fahren würde:

      Was geht Sie mein Weinkonsum an?
      Wann habe ich die "Natsikeule geschwungen?
      Was faseln Sie von Jugos, Partisanen und erschossenen Wehrmachtssoldaten?
      Lauter abgrundtief gemeines Zeug!

      Horchen Sie mir jetzt einmal zu:
      ich habe im letzten Weltkrieg zwei Brüder und den Vater verloren, wurde mit kranker Mutter 1946 in einen Viehwaggon gesteckt und aus der Heimat ausgesiedelt!
      Und sie armer Wicht wollen mir hier irgendwelche Märchen erzählen und mir eins ans Zeug flicken?
      Ein ziemlich armseliger Zeitgenosse sind Sie, sonst wohl kaum was!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Boris (kein Partner)
      09. März 2014 09:14

      Wertkonservativer
      ... ich habe im letzten Weltkrieg zwei Brüder und den Vater verloren, wurde mit kranker Mutter 1946 in einen Viehwaggon gesteckt und aus der Heimat ausgesiedelt!

      Bedenken sie wer diese Vertreibung veranlasste. Es waren ihre geliebten Siegermächte und nicht die von ihnen so oft propagierten Nationalsozialisten, denn die waren ja schon besiegt und wurden in Gefangenen-KZ's (die Engländer haben das Patent darauf) wie z.B. Rheinwiesenlager gesteckt, wo sie auf dem freien Feld verreckten. Also wenn sie ihr Leid beklagen, dann an die Richtigen wenden.

      Es gibt mehrere Versionen der Wahrheit, es bedarf Mut sich dieser zu stellen. Aber dieser Mut dürfte ihnen aufgrund fremder Meinungen, denn sie beten nicht ihre eigene Ansicht herunter, verloren gegangen sein.
      http://geschichteinchronologie.ch/eu/D/1945-rheinwiesenlager/1945-rheinwiesenlager002-unglaublichkeiten-erdloecher-1mio-opfer-Leichen-in-Belgien.html

      http://rheinwiesenlager.de/zustaende.htm

      http://www.youtube.com/watch?v=bN7dHkjojoo

    • Undine
      09. März 2014 13:12

      @Boris

      Vielen Dank für die Links zu den Dokumentationen über die Grausamkeiten in den berüchtigten Rheinwiesen-Lagern der Amerikaner, denen die Deutschen 1945 ausgeliefert waren und die fast 1 Million Deutscher nicht überlebt hatten.

      Diese Dokumentationen MÜSSTEN im FERNSEHEN, bes. aber an SCHULEN gezeigt werden! Sinnlos, anzumerken, daß dies NIE geschehen wird---wir werden gezwungen, den Tod von Menschen aller möglichen Nationen ständig zu "betrauern", aber niemals den Tod Deutscher! Es wird dafür gesorgt, daß das Geschichtsbild einseitig BLEIBT.

      Walter Lippman:

      "„Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.“"

    • Karl Knaller
      10. März 2014 19:48

      ... und daraufhin (i.e. nach Lektüre der Subkommentare) hat's dem Herrn Michler - Logorrhöe hin, Plappersucht her - offenbar die Red' verschlagen.

  38. mischu
    07. März 2014 19:20

    OT

    Kurzer Ausflug zu den lokalen Ereignissen - den Wienern ist wahrlich nicht mehr zu helfen:

    Erstes Abstimmungsergebnis = MAHÜ bleibt Fußgängerzone! :-(

    http://wien.orf.at/news/stories/2634956/

    • Gandalf
      07. März 2014 22:36

      Ja, richtig: da muss man sich wirklich schämen, ein Wiener zu sein, auch wenn man nicht abgestimmt hat - weil man ja gar nicht durfte. Aber: wie werden wir normal denkenden und handelnden Wiener das rot-grüne Gesindel, das sich da mit Lug und Betrug an der Macht hält, jemals los?

    • Riese35
      08. März 2014 00:37

      Man hat ja alles so angesetzt (Auswahl der Abstimmenden, Fragestellung, Fragemodus, Fälschungssicherheit, rechtliche Relevanz etc.), daß ein solches Ergebnis zu erwarten war. Trickserei halt.

    • fewe (kein Partner)
      08. März 2014 17:49

      @Gandalf: Das war halt das ERgebnis einer Abstimmung. Wer entscheidet, was in einer Demokratie eine "richtige" Entscheidung ist?

      Man hat damit ja nicht die Grünen gewählt.

      Ich lebe in der Gegend und habe pro Fußgängerzone abgestimmt. Für jene, die hier leben ist diese vorteilhaft, denke ich. Was geht Sie das an, wenn Sie nicht hier wohnen? Sie müssen ja nicht hierherkommen, wenn Ihnen was nicht passt.

      Mich geht es ja umgekehrt auch nichts an, wie Ihre nähere Wohnumgebung gestaltet wird.

    • Undine
      08. März 2014 18:07

      Eine Frage sei gestattet: Wie sieht es dann nach der Umsetzung des Planes in den Parallel-Straßen verkehrsmäßig aus? Die Autos werden ja kaum weniger werden, die diese Gegend frequentieren.

  39. Wertkonservativer
    07. März 2014 18:37

    Ergänzung zu meinem heutigen Beitrag 08:52:

    wie auch immer die Faktenlage in und rund um die Ukraine hier gesehen wird: die fast unglaubliche Protestbewegung gegen seine letzten Kommentare zur Situation in der Ukraine hat sich Dr. Unterberger ganz sicher nicht erwartet, und auch nicht verdient!!
    '
    Dieser Ausbruch an Anti-Amerikanismus, bei gleichzeitiger Beschuldigung der EU, den Majdan-Aufstand sozusagen bestellt zu haben, gibt zumindest mir ein neues Bild von der politischen Einschätzung der Weltlage durch das ja doch mehrheitlich bürgerliche Blog-Publikum! In gleichem Maße wundere ich mich über den ziemlich plötzlich ausgebrochenen Putin- und Russland-Hype hier im Blog, der bislang kaum spürbar
    war.
    Natürlich muss ein Blog-Betreiber jederzeit mit Kritik seitens seiner Leser rechnen, doch diese Welle an Unverständnis für seine doch auch stichhaltige Argumentation:
    das ist "Neuland" hier im Tagebuch!

    Herr Dr. Unterberger wird von seinen grundsätzlichen Vorstellungen in der Ukraine-Causa sicher nicht abgehen: er wird sich bestenfalls über den "thunderstorm" wundern, den ihm sein Eintreten für eine weiterhin selbständige Ukraine beschert hat!

    Zum Ausmaß an härtester Kritik gegenüber den meisten Stützen der europäischen und atlantischen Gemeinschaft frage ich mich, ob wir "Westler" wirklich noch imstande sein werden, die auf uns zukommenden Herausforderungen kraftvoll meistern zu können!

    Putin und Russland ist- neben den asiatischen Wirtschaftsgroßmächten - die Macht, die Europa, so es nicht einigermaßen einig auftritt, mit seinen Rohstoff-Ressourcen jederzeit in die Knie zwingen kann. Von Herrn Putin sollten wir im Zweifelsfall nicht allzu viel Rücksichtnahme und Gnade erwarten!

    Nochmals: ich wundere mich!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • terbuan
      07. März 2014 19:41

      Lieber Wertkonservativer, lieber Gerhard,

      jetzt stelle ich Dir 3 Fragen und ersuche Dich Dir selbst die Antworten zu geben:

      1. Möchtest Du, dass die Ukraine in die EU aufgenommen wird und damit weitere Milliarden an Schulden und Verpflichtungen an uns herankommen, die selbst unsere Kinder und Enkelkinder niemals abtragen werden können?

      2. Möchtest Du den Konflikt mit Russland aufgrund dieses Beitritts um diesen hohen Preis eskalieren lassen, da selbstverständlich Russland diesen Einbruch in seinen Machtbereich nicht so ohne weiteres hinnehmen wird?

      3. Ist Dir bewusst, dass ein EU- und daraufhin folgender NATO-Beitritt der Ukraine zwangsläufig eine Kündigung des Pacht-(Flotten)Vertrages mit Russland auf der Krim zur Folge haben würde und daher Putin aufgrund dieser Umstände jetzt gar nicht anders reagieren kann, als er es jetzt tut?

      lG/terbuan

    • Wertkonservativer
      07. März 2014 20:01

      Freund Terbuan,

      mit den mir von Dir gestellten Fragen werde ich mich näher auseinandersetzen, obwohl ich ja zugegebenermaßen kein "Außenpolitiker" bin.
      Bei Bewertung der Ukraine-Frage ist es allerdings seltsam, dass in den Vormonaten und Jahren, als die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Ukraine geführt wurden, sich hier im Blog kaum wer über die Möglichkeit einer EU-Aufnahme alteriert hat!
      Eine weitere Belastung der Mitgliedsländer durch Haftungsübernahmen müsste wohl zumindest weitgehend vermieden werden!

      Die Punkte 2) und 3) sind wohl außerhalt jeglicher Einflussmöglichkeit Österreichs;
      da können weder Befürworter, noch Gegner außerhalb der politischen Entscheidungsträger und deren Organe Weichenstellungen treffen.

      Es hat jedenfalls wenig Sinn, sich über Dinge, die außerhalb unserer Entscheidungsmöglichkeiten angesiedelt sind, derzeit in die Haare zu geraten, wie es seit gestern hier im Fall Ukraine der Fall ist!

      Danke trotzdem für Deine Replik, und beste Grüße,

      Gerhard

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      07. März 2014 20:10

      Lieber Wertkonservativer, ich glaub Sie interpretieren da ein bißchen zu viel hinein.

      Hat nicht Dr. Unterberger unlängst selbst gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, die Ukraine in zwei Teile aufspalten zu lassen. Er folgte bei diesem Gedanken dem Selbstbestimmungsprinzip von Völkern. Nun, warum sollten wir dieses Prinzip nicht auch der Krim zugestehen?

      Ob jetzt jemand Sympathien für Putin verspürt, war bei diesen zwei Diskussionen nicht wirklich Sache. Sache war vielmehr, wer der beiden Streitparteien die unehrlichere Strategie verfolgt. Da behaupte ich einmal frisch und frei, daß es unser vielgerühmter Westen ist, der hier gehörig gezündelt hat, und das auf allen politischen Ebenen. Geopolitik wird dazu wohl die größte Antriebsfeder sein, doch was auch sonst noch alles dahintersteckt, wird, wenn überhaupt, die Geschichte retrospektiv lehren.

      Die Ukraine hat seit Monaten den finanziellen Staatsnotstand ausgerufen.
      Die EU köderte mit einem Assimilierungsabkommen, was keine Lösung und daher falsch war, denn das schnöde Geld wurde gebraucht. Putin hat die allernotwendigste Summe von 20 Mrd Dollar zur Erhaltung der Liquidität angeboten, was richtig war, denn das wäre die Lösung gewesen.
      Doch dann haben sich die Entwicklungen in Kiew überschlagen, und sind scheinbar außer Kontrolle geraten. Daher muß ich Sie fragen, ob der der die Lösung in den Händen hält, hinter dieser Eskalation steckt, oder der, der keine Lösung hat?

      Die Chuzpe hat dann aber wohl die US Regierung geliefert, als sie der neuen Ukrainischen Regierung 1 Mrd Dollar als rasche Hilfe "in Aussicht" gestellt hat, und dafür europaweit mit medialen Lobeshymnen in den Olymp gehoben wurde.
      1 Mrd Dollar wäre nicht einmal ein Butterbrot als Hilfe gewesen!
      Die EU bietet jetzt , oder besser gesagt, ködert mit 11 Mrd Euro. Beides zusammen ist immer noch nicht die Lösung, denn sie brauchten im letzten Herbst kurzfristig 20Mrd Dollar, mittlerweile wohl viel mehr.

      Und nein, ich bin kein Amerikahasser, gerade im Gegenteil. Dafür hab ich zulange drüben gelebt. Aber gerade deswegen kann ich zwischen der USA der Menschen und der USA des politischen und finanziellen Systems unterscheiden.

      Wir leben gerade in einer unglaublich spannenden Zeit. Es ist uns heute, dank Internet, möglich, der Politik und deren medialen Propagandamaschinen, in der Ist-Zeit beim Lügen zu zuschauen. Das war den Genrationen vor uns verwehrt, sie sind leider all diesen Manipulationen auf den Leim gegangen, da diese Manipulationen drauf aus sind, deren Absichten langsam ins Volk einsickern zu lassen.
      Das geht heute nicht mehr.

      Und wie sehr es der ORF trotzdem täglich versucht, ist Gegenstand unserer ständigen Diskussion hier.
      Ich war gestern bei der ZIB 1 sehr erstaunt, daß unser ORF über das ominöse Telefonat zwischen Paet und Ashton berichtet hat. Immerhin nur einen Tag zu spät.
      Aber was er wieder für eine Sinnentstellung draus gemacht hat, war ein manipulatives Meisterstück. Goebbels würde vor Neid erblassen.

    • Brigitte Kashofer
      07. März 2014 21:16

      Ein aus Lemberg stammender und vor Jahren aus Russland geflüchteter Bekannter hat mir schon im Jänner erklärt, dass die Demonstranten auf dem Majdan vom Westen bezahlt und selber für das Blutbad verantwortlich sind. Er wusste schon damals von der Forderung der Aufständischen, der russischen Sprache den Status als Staatssprache zu verweigern.
      Über die Pläne der EU, die Ukraine als Mitglied aufzunehmen, war er schlicht entsetzt.

    • Undine
      07. März 2014 22:09

      @Anton Volpini

      *****************!

    • Riese35
      08. März 2014 00:44

      @Anton Volpini: ***************!

      Wieder ein meisterhafter, knapper und ins Schwarze treffender Kommentar! Besser kann man die Sache nicht auf den Punkt bringen.

    • Wertkonservativer
      08. März 2014 08:09

      Lieber Herr Volpini,
      werte Damen und Herren darüber und darunter:

      ich danke für Ihre gehaltvollen Repliken bzw. deren Adoranten, habe eines daraus gelernt, mich in Zukunft von weltpolitisch angehauchten Diskussionen besser fernzuhalten, da ich - im Gegensatz zu den besten Köpfen hier - wirklich etwas zu wenig davon verstehe.

      Herr Dr. Unterberger wird allerdings wohl weiterhin seine Meinungen über die Weltlage in seinem Tagebuch vorlegen (wo wäre sonst dessen Sinn?, dies auch auf die Gefahr hin, von seinen Bloggern halt da und dort wieder "korrigiert" zu werden.

      Zum höherstehenden Eintrag des Herrn Knaller möchte ich noch feststellen, dass ich es mir zur Ehre anrechne, den von mir seit Jahrzehnten geschätzten Herrn Dr. Unterberger hier ganz bescheiden zur Seite gestanden zu sein!
      Den Durchblickern hier wünsche ich noch viele Erfolgsmomente beim Studieren und Erklären der Weltlage!
      Dass die Welt insgesamt ein unsicherer Ort ist, weiß ich allerdings auch!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Julia (kein Partner)
      08. März 2014 10:50

      " ... dass ich es mir zur Ehre anrechne, den von mir seit Jahrzehnten geschätzten Herrn Dr. Unterberger hier ganz bescheiden zur Seite gestanden zu sein!"

      Sollten gerade sie nicht ihrem Volk (ich frage mich persönlich zu welchem Volk sie gehören) zur Seite stehen? Geht es hier wirklich nur um "Ideologie" zu vertreten?
      Wenn dem so sein sollte, dann verstehen sie den Begriff "Ehre" nicht einmal ansatzweise!

    • Civil Qurage (kein Partner)
      08. März 2014 11:34

      Volpini ********************!!
      Wertkonservativer: Schade, dass Sie sich nicht mehr zu bestimmten Themen äußern möchten, aus Angst, nicht genug davon zu verstehen. Ich finde, einzig das Interesse an einem Thema zählt, dazu einen Beitrag zu leisten, vor allem (!), wenn man eine andere Meinung hat, als andere Poster. Wer dann mit Respekt antwortet, von dem kann man doch eigentlich nur lernen. Ist das nicht so? Ich bin ja auch keine Osteuropa-Expertin, aber ich habe trotzdem meine Meinung und tue sie kund wie mir halt der Schnabel gewachsen ist. Ich finde es nie schlimm, wenn sich jemand vielleicht einmal irrt und dann auch bereit ist, seinen Horizont zu erweitern. Das hat sogar Größe. Finde ich.

      Vielleicht möchten Sie in dieses Interview von Herrn Putin auf Phoenix hineinhören? Was mich dabei beeindruckt, ist, dass er sehr wohl die Schwächen in seinem Land erkennt (Oligarchen, Korruption), er deutet das an, obwohl es nicht Thema war. Er weiß offenbar, es ist absolut nicht alles perfekt in seinem Staat. Zum Unterschied von den derzeitigen US-EU-Mächtigen tut er nicht so, als wäre alles in Ordnung. Denn es gibt natürlich auch Einschränkungen der Meinungs- Rede- Pressefreiheit im Westen, und es gibt die Oligarchen, nur heißen sie bei uns anders. Unsere Mächtigen tun aber so, als gäbe es sie gar nicht. Das lässt schließen, dass sie nichts dagegen unternehmen werden.

      Ich habe derzeit jedoch das Gefühl, Russland ist auf dem Weg hin zu mehr Demokratie, zu mehr Bürgerrechten, zu mehr Unabhängigkeit, zu mehr Freiheit, vielleicht zu mehr (Verteilungs)-Gerechtigkeit, einfach weil sie sehen, dass einiges noch fehlt. Die Homoehe werden sie wahrscheinlich wirklich nicht so schnell einführen, weswegen der Westen Putin auch zur "Persona non grata" erklärte.

      Und die EU: genau das Gegenteil. Hin zu weniger Demokratie, weniger Bürgerrechten, mehr Abhängigkeit, weniger Freiheit, mehr Unterdrückung, einfach weil sie Angst haben, wir könnten sehen, dass einiges fehlt. Aber die Hom

    • Civil Qurage (kein Partner)
      08. März 2014 11:47

      (Fortgesetzt) Aber die Homehe werden wir bald europaweit haben und uns "frei" fühlen. In den Niederlanden dürfen Neugeborene legal getötet werden. In Belgien ist die Euthanasie für Kinder und Depressive erlaubt. In Schweden bekommen Hebammen keinen Job, wenn sie sich weigern, an Abtreibungen teilzunehmen. Frei? Ein russischer Politiker will jedoch in der Folge ein Gesetz, das es verbietet, russische Kinder zur Adoption nach Belgien freizugeben. Das nenne ich verantwortungsvoll gegenüber den eigenen Bürgern.

      Und dabei kooperiert die EU bereits ungeniert mit echten Faschisten, zB auf dem Maidan (geschätzte 15% Rechtsradikale unter den Demonstranten laut Frau Weisbrand, die dort war). EU-Außenbeauftragte Ashton reagierte vor einigen Tagen sehr komisch, als der estnische Präsident sie auf eine Untersuchung der Vorgänge auf dem Maidan ansprach. Meines Wissens sind bis heute keine Anstalten gemacht worden, da aufzuklären, wer wann auf wen und warum geschossen hat. Und auf wessen Befehl. Man müsste die Japaner oder Chinesen bitten, das zu untersuchen. Die wären halbwegs neutral.

      Wir im Westen müssen vielleicht erst so richtig verstehen, dass Russland nicht mehr die Sowjetunion ist. Die Sowjets gibt es - Gott sei Dank - nicht mehr und hoffentlich nie wieder.

      Spätestens nach Chrustschows Tod, allerspätestens nach dem Zerfall der SU hätte überprüft gehört, ob er die Krim überhaupt verschenken konnte. Aber die Russen haben nichts gesagt und sie halt gepachtet. Nur als nach 100 Erschossenen die Ukrainer Russisch nicht mehr als Amtssprache akzeptieren wollten, sind sie aktiv geworden. Es gab bislang (noch) keine Verletzten auf der RU-Krim, mW. Auf dem EU-Maidan: 100 Tote.

      Vielleicht sind wir auf dem Weg in den kommunistischen Westen und merken es nur dank ständig neuer Schuldenmacherei nicht.

      https://www.youtube.com/watch?v=dqAnktKayUQ#t=219

  40. Tullius Augustus
    07. März 2014 18:06

    Diese Sache & Verwirrung mit dem abgehörten Telefonat vom estnischen Außenminister Paet mit Frau Ashton ist eine Konstruktion des russischen Auslands-Geheimdiensts!

    Wer ist denn in der Lage Schein-Informationen gezielt auszuspielen? Wer ist denn in der Lage ein Telefonat von Politikern abzuhören?

    Diese Aktion kommt direkt aus der Abteilung für Desinformation vom russischen Auslandsnachrichtendienst SWR (Sluschba Wneschnei Raswedki).

    Diese Aktion ist sowohl gegen den "Westen" und die neue Ukrainische Regierung gerichtet um sie zu schädigen, als auch an die russische Bevölkerung gerichtet um ihr zu beweisen wie moralisch überlegen die Politik von Putin ist.

    FAZ-Artikel: Abgehörtes Telefonat mit Ashton: Ein Gespräch, das nichts beweist
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/abgehoertes-telefonat-mit-ashton-ein-gespraech-das-nichts-beweist-12834449.html

    Die Analogie dazu ist ja auch das vom russischen Auslandsgeheimdienst SWR abghörte Telefonat der US-Diplomatin Victoria Nuland mit dem Ausspruch "fuck the E.U."

    Nur der Geheimdienst SWR kann ein Telefonat so abhören und dann so gezielt in die Öffentlichkeit bringen.

    Frau Nuland entschuldigte sich nachher:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-diplomatin-victoria-nuland-entschuldigt-sich-fuer-fuck-the-eu-a-952016.html

    • Peter Brauneis
      07. März 2014 18:43

      Danke für die Volksaufklärung. Wir erwarten gern weitere Details, etwa über die Atombomben des bösen Saddam Hussein. Auch vor denen hatte uns ja Ihr CIA gerettet.
      .

    • Freidenker (kein Partner)
      08. März 2014 18:36

      Civil Qurage:
      Eine so ausgezeichneter und iformative Sichtweise Beitrag bekommt viel zu selten zu lesen.
      100 % Zustimmung. Danke *******************************************

  41. kakadu
    07. März 2014 16:11

    Achtung!

    http://orf.at/stories/2221123/2221124/

    Seine Partei tritt für einen Notbeitritt der Ukraine zur EU ein.
    Bitte, unbedingt bei den EU-Wahlen im Mai beachten!!!!!!

    • Erich Bauer
      07. März 2014 16:24

      Jetzt bin ich aber total ÜBERRASCHT!!! Das hätte ich NIE geglaubt!!!!!

    • Erich Bauer
      07. März 2014 18:09

      Dazu sollte man eigentlich eine anderen Aspekt - wenigstens - erwähnen...

      Ein NOT-Anschluss einer ILLEGALEN "Regierungs"mannschaft, die illustrer gar nicht sein könnte... an die "eu"... bedeutet die TOTALE Konfrontation! Eigentlich fast schon - eine KRIEGSERKLÄRUNG!

      Ich zweifle sehr daran, dass diese "Friedensnobelpreisträger" das überhaupt "schnallen". Man kann jetzt nur noch darauf hoffen, dass Putin darauf nicht reagiert... und sich darauf beschränkt, diesen verantwortungslosen VOLLTROTTELN die "Friedensnobelpreis-Urkunde" lediglich in den ARSCH zu stecken...

    • Undine
      07. März 2014 19:58

      @Erich Bauer

      *******!
      Etwas derb---aber in der Sache richtig! ;-)
      Ich komme auch aus dem Staunen nicht heraus!

      Putin, in den Kommunismus hineingeboren, ist heute---wohl aus Erfahrung heraus weitaus weniger kommunistisch als die EU! Er dürfte den Kommunismus erfolgreich abgeschüttelt zu haben, während man in der EU stetig in immer mehr Bereiche Karl MARX einziehen läßt.

      Putin verteidigt die christlichen Kirchen, während die EU geradezu das Gegenteil macht!

    • Wertkonservativer
      08. März 2014 08:17

      Verehrte Frau Undine,

      meinen Sie Ihren letzten Satz ernst? Ich kann mir dies (speziell hinsichtlich des zweiten Satzteiles) nicht wirklich vorstellen!
      In der Rage ist schnell was daher geschrieben! Im Grundsätzlichen sollten wir jedoch ziemlich penibel sein!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler
      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      08. März 2014 08:44

      @Wertkonservativer

      Ja, lieber @Wertkonservativer, ich meine es durchaus ernst, sehr ernst sogar, aber auf keinen Fall will ich Sie kränken!

    • Wertkonserve
      08. März 2014 09:42

      Der Systemmitläufer WK. wird es schon aushalten, keine Sorge.

  42. Tullius Augustus
    07. März 2014 15:34

    In der Huffington Post wird versucht in die Zukunft zu schauen und aus zu loten wie es nach diesen gravierenden Vorgängen in der Welt weiter gehen könnte. Ein lesenswerter Ausblick:

    Krim-Krise: Wie sich die Welt durch den Konflikt verändert hat
    (von Sebastian Christ)

    http://www.huffingtonpost.de/2014/03/06/krim-ukraine-usa_n_4911877.html

    • Erich Bauer
      07. März 2014 15:42

      Naja... ist ja eh nett. Aber die WICHTIGSTE Garantie an Russland hat ja doch Egon Bahr abgegeben: Die NATO sorgt dafür, dass die Deutschen nicht wie VERRÜCKTE, zähnefletschend und mit germanischer Mordlust... :-))))))) I kann nimma....
      :-)))))))))))))))))))))

  43. Nestor 1937
    07. März 2014 15:11

    Wissen Sie, daß die Beiträge (speziell diese hochrangige Diskusion) über die Krim von den meisten österreichischen Diplomaten gelesen und untereinander diskutiert wird ?

    Ein guter Freund erzählte mir das vorgestern. Eigentlich gar nicht so erstaumlich. Er sagt, die einen lesen es zu Hause, die anderen aber schon im Amt.

    Mich freut das für Dr. Unterberger.

    • Erich Bauer
      07. März 2014 15:51

      Mich auch. Dr. Unterberger is a "oida Fux". Er weiß schon, wie man mit diesem Medium umgehen muss...

  44. Erich Bauer
    07. März 2014 15:00

    Putin ist sicher ein bisschen enttäuscht über diese handzahmen "Sanktionen". Aber vielleicht kommen sie eh noch. Spürbare wirtschaftliche Behinderungen tun ganz gewiss beiden Seiten sehr weh... Russland auch - natürlich - für kurz, oder mittelfristig. Aber, Putin hat dann DIE Gelegenheit, als 1. Player einer EURASISCHEN bis PAZIFISCHEN Wirtschaftsunion aufzusteigen... und so den Sieg im WirtschaftsWELTkrieg einfahren, der ja ohnehin schon stattfindet. "Schmerzhafte" Sanktionen könnten den nötigen und dafür notwendigen Schwung dazu bringen...

    Und dann wird die HOMO-SOZEN-eu für die Normalbürger genauso ein Armenhaus sein, wie es die ehemalige UdSSR über Jahrzehnte war... und auch heute (noch) ist. Amoi da Gigl und amoi da Gogl…

    Immerhin ist „eu“ ja nicht ganz unvorbereitet. Hat sie doch schon „gesetzestextlich“ vorgesorgt den EURO nach dem System „Transferrubel“ auszurichten…

    • Erich Bauer
      07. März 2014 15:26

      Irgendwie frag ich mich schon... warum die kampflustigen "Russenfresser" mich so "links" liegen lassen... :-)))

  45. hamburger zimmermann
    07. März 2014 14:53

    In welchem Ausmaß sich auch bei Herrn Dr. Unterberger Kriegsversprecher austoben, ist schon bemerkenswert.
    .

  46. Cotopaxi
    07. März 2014 14:23

    o.T.

    Die brutale Raubserie auf Wiener Pensionistinnen, eine liegt mit Schädel-Hirn-Trauma im Koma, scheint geklärt, laut Zeitung wurde ein Rumäne und ein Komplize festgenommen.

    Seltsam ist nur, dass im ORF der Täter als Jürgen K. bezeichnet wurde! Wird hier bewusste Desinformation betrieben?

    http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,991594

  47. Lieber Augustin
    07. März 2014 14:02

    Die Chance, einen so sicheren Nettoempfänger wie die Ukraine zu akquirieren, ist damit wohl dahin.
    Aber diese Chance kehrt ganz bestimmt in absehbarer Zeit zurück. Wir werden auf unseren Milliarden nicht sitzen bleiben müssen!

    ------

    Das kann auch noch spannend werden:
    Im Schatten der Krim-Krise wird eine höchst wichtige Frage medial verschwiegen: Sollen die Bodenschätze des Donezk-Beckens künftig von ukrainischen oder von russischen Oligarchen ausgebeutet werden? Die Bevölkerung dort ist mehrheitlich russisch!

  48. lupo
    07. März 2014 13:53

    Audiatur et altera pars!
    Das österreichische Aussenministerium bzw. AM Sebastian Kurz dürften das Interview und die Pressekonferenz von Putin am 5. März gesehen und aufmerksam zugehört haben ( Eine gute Übersetzung aus dem Russischen wäre wichtig!) und genau analysiert haben.

    Hat Dr. Andreas Unterberger das auch getan?
    Ich zweifle - entschuldigen sie.

  49. Erich Bauer
    07. März 2014 13:47

    Ich möchte mich an @terbuan wenden, der es mir dankenswerterweise ermöglichte, mit seinem Link, den ZDF Round Table", bequemst zu verfolgen... Welch eine Wohltat gegenüber den manischen Geschwätzigkeits-Orgien des ÜRF...

    Anerkennen muss ich die Intelligenz-Ausstattung des russischen Botschafters und Egon Bahr.

    Allerdings traf Egon Bahr nach ungefähr 2/3 der Sendung eine Aussage, die, wenn es kein verspäteter Faschingsscherz gewesen sein sollte, mich vor Lachen am Boden wälzen ließ... Wahrscheinlich würde, auch die komplette DUMA in Moskau, einen derartigen Erheiterungsanfall bekommen, der notärztlich betreut werden müsste.

    Ernsthaft: Egon Bahr wollte Russland die Sicherheitsdoktrin der NATO "verkaufen"... indem er die NATO als GARANT für Russland hinstellte... für den FALL, dass Deutschland wieder VERRÜCKT spielen könnte!!!

    Ich hab glaubt, I hör net recht! Immerhin hat Egon Bahr einige Minuten später bekräftigt, dass Russland keine ANGST vor Deutschland zu haben braucht...

    Möge man sich seinen Reim machen...

    • terbuan
      07. März 2014 14:00

      Ich mache mir einen Reim, dank der NATO Sicherheitsdoktrin braucht sich auch Österreich nicht zu fürchten, von Deutschland (wieder) überfallen zu werden! ;-)))

    • Gandalf
      07. März 2014 22:47

      Zum Thema Bahr: der gute Mann konnte sich vielleicht früher einmal so aufführen, als wäre er gescheit. Jetzt ist er vierundneunzig Jahre alt und hat ein Anrecht auf senile Demenz. Lassen wir es doch dabei.

  50. Cotopaxi
  51. mischu
    07. März 2014 12:18

    Rußland schafft bezüglich Krim nun endgültig klare Verhältnisse, da ist das Referendum nurmehr Formsache:

    http://orf.at/#/stories/2221135/

    • Freak77
      07. März 2014 12:58

      Russland schießt sich damit ins Knie!

      Putin wird sehen, wie wie weit er mit diesen Methoden kommt.

      Die Putin-Medien lügen das eigene Volk schamlos an und manipulieren das eigene Volk brutal.

      Putin wird daher von seinem Volk einmal mit Schimpf und Schande davon gejagt werden.

      Vielleicht aber erst posthum, man wird sehen.

      Jedenfalls ist alles dokumentiert. Irgendwann werden auch die Russischen Bürger erfahren wie diese Militärokkupation wirklich gelaufen ist. Es lässt sich die Wahrheit jedenfalls nicht für immer und ewig unter den Teppich kehren.

      Russland wird diese Aggression noch einmal leid tun!!

      Welche westliche Fluglinie wird später einmal die dann russifizierten Flughäfen auf der Krim anfliegen?

      Ich bin mir sicher dass die zukünftige "russische Provinz Krim" unter Verbannung gestellt werden wird:

      Kein Flugverkehr, keine Visas, keine Reisen, kein Wirtschaftsaustausch, sondern: Totalboykott.

    • terbuan
      07. März 2014 13:06

      Freak77

      Jetzt wischen Sie sich bitte einmal den Schaum vom Mund und lesen Sie in Ruhe,
      was ich dem Jewgeni Gorowikow gerade vorhin geschrieben hatte:

      "Eines der wichtigsten Probleme haben Sie bei Ihren Betrachtungen nicht erwähnt: Die russische Schwarzmeerflotte. Der Vertrag über die Verpachtung des Stützpunktes, der ursprünglich nur bis 2017 laufen sollte, wurde 2010 unter heftigen Tumulten im Parlament bis 2042 verlängert, als Gegenleistung liefert Russland vergünstigtes Erdgas in die Ukraine. Eine der Rädelsführerin im Kampf gegen diesen Vertrag war damals die Frau Timotschenko. Jetzt stellen Sie sich vor, die Ukraine wird in die EU aufgenommen, eine Kündigung des Vertrages wäre dann nur mehr eine Frage der Zeit. Etwaige Kosten übernimmt die EU und die NATO würde in den Hafen einrücken. Eine Ausweitung der US-Hegemonie würde Russland in arge Bedrängnis bringen. Können Sie jetzt vielleicht die Aktionen und Reaktionen Putins etwas besser verstehen?"

      Oder möchten Sie, dass dieses nicht unrealistische Szenario eintritt? Dann verstehe ich Ihre Argumentationen!

    • Charlesmagne
      07. März 2014 13:24

      @freak 77
      Und was glauben Sie was die westlichen MSM tun????

  52. terbuan
    07. März 2014 11:49

    Österreich sollte lieber seine Hausaufgaben machen, anstatt sich in die desaströse EU-Politik einzumischen oder sich an ihr zu beteiligen. Kurz hat in dieser Hinsicht völlig richtig gehandelt.

    Josef Urschitz bringt dazu heute in der "Presse" einen lesenswerten Beitrag:

    "Die heile Welt der Realitätsverweigerer"

    "Ohne Strukturreformen führt der Budgetpfad nicht zum Nulldefizit, sondern ins Nirgendwo. Derzeit dominieren in Regierung und Sozialpartnerschaft aber nicht die Reformer, sondern die Realitätsverweigerer...."

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1571574/Die-heile-Welt-der-Realitaetsverweigerer#cxrecs_s

  53. Josef Maierhofer
    07. März 2014 11:02

    Die Ukraine braucht dringend Geld.

    Von Russland bekommt sie keines, also dann von der EU. Die EU ist selbstzerstörerisch genug, um weitere Schulden für die Ukraine zu übernehmen. Wie weit da Frau Merkel von den Amis angehalten wird, so was zu befürworten, wage ich nicht zu beurteilen, ist aber auch nicht von der Hand zu weisen.

    Meine Meinung ist schon die, dass es sich dort um 2 Völker handelt, die lange miteinander konnten und jetzt nicht mehr miteinander können, das Warum möchte ich beiseite lassen. Wie bei jeder Scheidung, für die Trennung fehlt das Geld. Das Geld, das wir aber auch nicht mehr haben, weil wir 40 Jahre lang auf Pump gelebt haben.

    Die falsche Hektik der EU, nicht warten zu können, bis es in der Ukraine eine ordentliche Regierung gibt, wird von mir kritisiert. Ich kritisiere auch die falschen Versprechungen, die der Ukraine gemacht wurden und den mangelnden Weitblick der EU, zu glauben, es handle sich dort um 'EU-Gebiet', während die Russen die Ukraine als 'russisches' Gebiet betrachten, man könne beliebig hetzen ohne Konsequenzen. In Summe, ich bin nicht einverstanden mit dem überhasteten Hinauswerfen von Geld, mit der EU-Verblendung und den damit einhergehenden falschen und unerfüllbaren Versprechen, also mit dem 'Großsprechertum' der weltfremden EU-Elite.

    Fragen wir doch die Menschen, nachdem man sie objektiv informiert hat über all die vorliegenden Fakten (und auch Meinungen dazu) und wir werden sehen, dass viele diese meine Meinung teilen.

    Ich meine auch, dass es auch für Putin nicht einfach ist, allerdings mit dieser EU schon, aber so vermessen zu sein, zu glauben, eine Ablösung der Ukraine gehe ohne Russland über die Bühne, bin ich nicht.

    Rein formal setzt sich Putin ins Unrecht, wenn er die Krim einfach besetzen lässt, aber die Argumente für ihn sind der Fakt, dass dort auf der Krim eine russische Mehrheit existiert, andererseits aber es von dort bisher keine eigene Initiative gab, jetzt aber halt dann die politisch gesteuerte Initiative, sich von der Ukraine abzusondern, es gibt das strategische Interesse des wieder erstarkten Russlands wegen der Schwarzmeerflotte.

    Das Dilemma Putins scheint mir zu sein, dass er seine Machtinteressen in Gefahr sieht und vermutlich auch die Gefahr einer Abwahl, die seinen Despotismus beenden könnte.

    Ich kann mir beim besten Willen, mangels Kenntnissen über Russland, kein Bild machen, was für Russland besser ist, es war dort die Zarenherrschaft, die kommunistische Bonzenherrschaft, die noch mehr Tote gefordert hat, jetzt gibt es halt die neuen, von Oligarchen gestützten, Despoten. Für das Volk, das in der großen Mehrheit arm ist, ist es egal, wer sie ausnimmt.

    Das sehe ich auch hier in Europa so, wo genau diese Armut zufolge der Schulden, die wir angehäuft haben, im Begriffe ist hereinzukriechen und das Platzen der Blasen nur noch mit Mühe aufgeschoben werden kann.

    Und genau die, die Eurokraten, versprechen mit vollem Mund, was sie nicht haben und auch nicht können. Und denen sollen wir eine Legitimation geben, so weiter zu machen ?

    Ich nicht.

    • terbuan
      07. März 2014 11:30

      "Fliegt das Geld aus dem Fenster, dann folgt sehr bald auch die Liebe nach..."
      hat kürzlich ein Poster in einem anderen Forum sehr treffend formuliert!

    • Jewgeni Gorowikow
      07. März 2014 12:14

      Herr Meierhofer!

      Das völlig normale in so einer Situation wäre es, dass die Ukraine mit ihren Selbstverteidigungsstreitkräfen dem militärischen Aggressor Russland den Krieg erklärt und um jeden Quadratmeter Boden des gestohlenen Territoriums kämpft.

      Es wäre den Russen und ihren Freunden auf der Krim das Liebste gewesen, wenn sich die äußerst disziplinierten Ukraininischen Soldaten zu spontanen Hitzkopf-Handlungen hinreißen hätten lassen.

      Die Ukrainische Armee kennt Gott sei Dank alle Taktiken und Strategien der russischen/sowjetischen Militärs: Da geht es nämlich vor allem um den Einsatz von Provokateuren die vielfältig eingesetzt werden können.

      Vor allem können sich Provokateure auch beim Gegner unbedarft einschleichen und dann abwarten um im richtigen Moment eine Provokationsaktion beginnen, die dem Gegner in die Hände spielen weil somit einen Vorwand hat offen und hart zuzuschlagen.

      Also das Motto kann lauten: "Provokateure helfen einen Kriegsgrund herbei zu führen."


      Das alles wissen die Ukrainer und haben sich bisher ungemein diszipliniert zurückgehalten.

      Der Grund warum es auf der Krim nicht schon ein Blutvergießen gibt liegt eindeutig im richtigen, korrekten, disziplinierten Verhalten der Ukrainischen Soldaten!

      Auf der Krim setzt sich Putin nicht nur formal ins Unrecht, sondern er setzt sich Tatsächlich & Voll & Ganz ins Unrecht! Da gibt es Null Interpretationsspielraum!

      Aber Russland wird mit dieser Gebietsannektion Krim nicht glücklich werden.

      Das Gebiet wird auf allen Landkarten strichliert bzw. schraffiert erscheinen und es wird dabei stehen auf allen Landkarten:

      "derzeit von Russland verwaltetes Gebiet"

      Anerkennung für diese einseitige Gebietserweiterung Russlands wird vielleicht maximal von:

      Syrien (Assad), Weißrussland, das bettelarme & abhängige Armenien (vielleicht), Nordkorea (die lassen sich die Zustimmung gegen Devisen abkaufen) kommen.

      Kirgistan, Usbekistan und Turkmensitan sind Fragezeichen.

      Und das wär's dann.

      Kasachstan & VR China sind viel zu stark & unabhängig um bei diesem Unsinn mit zu machen.

      In dieser von Putin herbeigeführten Kriegssituation muss Europa zusammenstehen und die Werte der territorialen Unversehrtheit von Staaten hochhalten.

      Ich stimme den europäischen Staatschefs zu wenn sie viel tun um den Staat Ukraine zu retten und nicht hängen zu lassen.

      Putin will bekanntlich die Ukraine ruinieren auf den rauchenden Trümmern seine Herrschaft errichten.

      Dem sollte Europa entgegentreten und tut es auch. Dass das schwierig ist weiß jeder. Aber in einem Krieg (der jetzt noch kalt ist) müssen klare Maßnahmen ergriffen werden.

      Gerade jetzt auf die "Eurokraten" und auf die EU-Institutionen zu schimpfen ist eindeutig der falsche Zeitpunkt!!

      Und noch etwas:

      Fragen Sie einmal bei der Raiffeisenbank und der Bank Austria nach was sie über eine finanzielle & wirtschaftliche Stabilisierung der Ukraine denken. Diese beiden Banken haben dort derzeit viele Kredite die bedient werden sollten. Halten Sie es für gut wenn Raiffeisenbank und die Bank Austria ins Schleudern kommen?

    • terbuan
      07. März 2014 12:53

      J.G.
      Eines der wichtigsten Probleme haben Sie bei Ihren Betrachtungen nicht erwähnt:
      Die russische Schwarzmeerflotte.
      Der Vertrag über die Verpachtung des Stützpunktes, der ursprünglich nur bis 2017 laufen sollte, wurde 2010 unter heftigen Tumulten im Parlament bis 2042 verlängert, als Gegenleistung liefert Russland vergünstigtes Erdgas in die Ukraine.
      Eine der Rädelsführerin im Kampf gegen diesen Vertrag war damals die Frau Timotschenko. Jetzt stellen Sie sich vor, die Ukraine wird in die EU aufgenommen, eine Kündigung des Vertrages wäre dann nur mehr eine Frage der Zeit.
      Etwaige Kosten übernimmt die EU und die NATO würde in den Hafen einrücken.
      Eine Ausweitung der US-Hegemonie würde Russland in arge Bedrängnis bringen.
      Können Sie jetzt vielleicht die Aktionen und Reaktionen Putins etwas besser verstehen?

    • terbuan
    • Josef Maierhofer
      07. März 2014 17:17

      @ Jewgeni Gorowikow

      Aber der überhastete Geldrauswurf (11 Milliarden Euro habe ich gelesen) durch die EU gemäß Beschluss, ist der nicht ein bisschen früh, noch vor einer gewählten Regierung in der Ukraine ? Es ist ja gar nicht sicher, ob es überhaupt noch dazu kommen kann, wenn die Putin Truppen jetzt gleich auch den Rest des Landes okkupieren.

      Ich kann Strategien verstehen, wie man sich gegen die Agressoren aus Russland wehren muss, ich kann die Disziplin der Ukrainer verstehen.

      Ich sehe, dass eine EU ganz sicher nicht wirklich helfen kann, egal, welche Meinung sie vertritt, im derzeitigen Zustand nur mit frisch gedrucktem Geld, 'bis das Auge bricht'. Dabei ist für mich nicht einmal sicher, ob bei diesen Entschlüssen die EU nicht 'ferngesteuert' agiert hat.

      Ich kann auch zum Kräfteverhältnis Russland - Ukraine nicht viel sagen, weil ich es schlicht nicht kenne. Ich fürchte, dass die Russen überlegen sind und das unter Umständen auch ausspielen werden. Auch in diesem Fall war das disziplinierte Verhalten der Ukrainer richtig.

      Jedenfalls ist die EU mit jedem Engagement, egal mit welchem, voll dabei und Partei, bloß auf Grund welcher Stärke und welchen Mandats, frage ich mich.

      Ich lobe nicht den Agressor, aber, ich denke da, ähnlich den Ukrainern, kühler Kopf, Disziplin ist richtig und wichtig. Ich habe ja auch geschrieben, dass es auf der Krim erst nach dem Einmarsch der Truppen einen 'Volksentscheid' gegeben hat.

      So fällt es dann den Russen schwer sich als 'Opfer' darzustellen.

      So ganz weit bin ich da von Ihnen nicht entfernt, aber in dem Punkt schon, dass die EU panisch und hektisch reagiert und überhastet und eigentlich zu keinem Versprechen wirklich imstande ist zufolge des Schuldenhaufens und der europäischen Destruktion, wenn man das so ausdrücken darf.

  54. socrates
    07. März 2014 10:43

    Offenbar soll uns das Zahlen für die Anleger, die ihre Felle in der Ukraine davonschwimmen sehen, schmackhaft gemacht werden. 11 Mrd an westliche Banken, die Ukrainer bekommen nix!
    Von wem ist Janukovitsch abgewählt worden? Das klingt demokratisch und ist nicht wahr.
    Der Pate sagt: "Wenn du jemand nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihm."
    Das gilt für alle Schwächeren, also auch für uns.
    Die Nazikeule passt hier wieder einmal gar nicht. Warum nicht gleich Napoleon? Die Russen waren 8.5 J in Afghanistan, die USA, mit der Ausrede 9/11, sind schon 13 J dort. Sie verlangen einen Persilschein = Diplomatenstatus für die GI´s. Unsere Medien nennen das so: Karazai will nicht, daß die USA dort bleibt. Lüge! Sie sind genauso unberechtigt dort wie die Russen in der Krim.
    Wenn wir die westlichen Militärinterventionen seit 1938 auflisten, sind es über 100 und die stören A.U. nicht. Die Medien haben Angst vor einem Volksentscheid., er könnte für Rußland ausgehen. Das fürchten sie ebenso wie die Politiker.

  55. Dr. Otto Ludwig Ortner
    07. März 2014 10:41

    Solange die U.S.A. gegenüber meinem Vaterland nicht eine Vergebungsbitte wegen der Verleumdung des österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim mit der "Watchlist-Entscheidung" ausgesprochen haben und seine Hinterbliebenen angemessen - mit einem 7-stelligen Dollarbetrag - entschädigten, ist Österreich durch einen Angriffskrieg der NATO bedroht. Nur die Erhaltung der Großmachtstellung Rußlands erhält die 2. Republik Österreich, seine Kreatur, am Leben. Das soll nicht heißen, daß eine Grenzveränderung durch Waffengewalt gutzuheißen wäre - das entspricht einer Steinzeit-Politik. Doch sind die U.S.A. und ihre Satelliten in der NATO - als erklärte Todfeinde Österreichs - moralisch noch schlechter zur Verurteilung einer solchen Poliik qualifiziert als Rußland. Österreichs Berufung zum Friedensstifter (A.E.I.O.U.) ist das Thema meines staatsphilosophischen Werkes ("www.ortnerprinceton58.at".)

  56. Inger
    07. März 2014 10:30

    Klaus Faißner, Journalist und Buchautor (z.B. zur Gentechnik, Flächenbrand und Wirbelsturm) hat zusammengestellt und ich möchte meine Mitposter daran teilhaben lassen:

    Was steckt hinter dem Blutbad vom Februar in Kiew? Wer steckt hinter der Revolution? Wird wieder ein Volk hinters Licht geführt? Wichtige Neuigkeiten über die Ukraine
    1.) Frankfurter Allgemeine Zeitung:

    Nun gibt es den Mitschnitt von einem Telefonat zwischen Estlands Außenminister Urmas Paet und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, dessen Echtheit Paet nach Informationen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti bereits bestätigt hat. Darin berichtet Peat von seinem Besuch in Kiew am 25. Februar.

    Eine Ärztin (Olga Bogomolez) habe ihm berichtet, dass Scharfschützen auf die Menschen in Kiew schossen und sie töteten. „Ihr zufolge deuten alle Indizien darauf hin, dass Menschen auf beiden rivalisierenden Seiten von ein und demselben Scharfschützen erschossen wurden“, sagte Außenminister Paet in dem Gespräch, das auch vom Moskauer Staatsfernsehen veröffentlicht wurde. Die Ärztin habe gesagt, dass alle Menschen mit der gleichen Munition und auf die gleiche Art und Weise getötet wurden.

    Die Majdan-Koalition sei nicht gewillt, die Umstände der Todesschüsse zu klären, sagte Paet, das sei besorgniserregend. Damit sei der „Verdacht erhärtet, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch, sondern jemand aus der Koalition gestanden habe“, soll Paet in dem Gespräch am 26. Februar gesagt haben. (Anm.: Er soll es nicht gesagt haben, er hat es gesagt!)

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ashton-telefonat-abgehoert-wer-waren-die-scharfschuetzen-auf-dem-majdan-12833560.html

    Das Telefonat, interessant sind die Aussagen ab 8:00 (Vorsicht vor den furchtbaren Bildern): http://www.youtube.com/watch?v=tJHOSZ1rhQw

    2.) Artikel von Thierry Meyssan (siehe auch Anhang): „Kann Washington zu gleicher Zeit drei Regierungen stürzen?“

    In Wirklichkeit schießen auf Dächern platzierte Spezialeinheiten der USA oder der Nato gleichzeitig auf die Menge und die Polizei. Dies war 2011 in Deraa (Syrien) der Fall, diese Woche in Kiew (Ukraine) und in Caracas (Venezuela). Ihr Pech war, dass die in Venezuela vorgenommenen Autopsien zeigten, dass zwei Opfer, ein Oppositioneller und ein Regierungsfreundlicher, von derselben Waffe getötet wurden.

    http://www.voltairenet.org/article182296.html

    3.) ORF-Reportage aus dem Jahr 2011: “Die Revolutionsprofis“: Wer hinter den Revolutionen der vergangenen Jahre steht: http://www.youtube.com/watch?v=AgjzC5pX6ZM

  57. Meine Meinung
    07. März 2014 10:06

    A.U. Deeskalation ist gefragt, nicht Konfrontation und Öl ins Feuer!!Gott sei Dank ist Kurz kein Hitzkopf.

  58. Scipio
    07. März 2014 10:01

    Zu Huebners Stellungnahme bezüglich Ukraine:

    http://www.unzensuriert.at/content/0014926-Kurz-Ukraine-Referat-im-Parlament-zerpfl-ckt

    Sehr interessant, sollte man lesen.

    • ProConsul
      07. März 2014 11:02

      Graf Hübner ("Kursalon Hübner") hat mehr Durchblick als unser Dr. Unterberger!

    • Undine
      07. März 2014 11:09

      @Scipio

      Herzlichen Dank für den Link!

      *************, die Sie sich mit Dr. Johannes Hübner teilen müssen! ;-)

    • Erich Bauer
      07. März 2014 11:45

      @ProConsul,

      Ach wo. Dr. Unterberger gibt hier bewusst den Antagonisten ab... :-)

  59. John Baxter Smith
    07. März 2014 09:45

    Dass die prorussischen Politiker auf der Krim jetzt schon formell den

    Anschluss an die Russische Föderation vollzogen

    haben erfährt man im Online-ORF nicht: http://www.orf.at/

    Da liest man kein Wort über diesen "Parlamentsbeschluss" auf der Krim.

    Die Presse aber bringt einen detaillierten Artikel dazu:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1571556/Krim-schliesst-sich-Russland-an?direct=1563377&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do&selChannel=103

  60. dssm
    07. März 2014 09:25

    Mir fällt Kurz hier höchstens positiv auf.
    Man soll weder die eine noch die andere Seite provozieren; was die halblegale Regierung der Ukraine macht ist schlimm genug und was die lokale Regierung auf der Krim tut ist schlicht unfassbar provokativ.

    Da es aber beim Krimkonflikt nicht bleiben wird, sollten wir nicht Großmacht spielen, sondern versuchen beide Seiten zu verstehen. Und bitte nicht vergessen, wenn die Krim nicht abgespalten wird, so kann es nach einer allfälligen Wahl wieder einen prorussischen Präsidenten geben und dann werden sich die Westukrainer auch wieder an die bereits ausgesprochene Unabhängigkeitserklärung erinnern.
    Aber es ist ja nie das Gleiche, wenn zwei das Selbe tun – oder Herr AU?

  61. Erich Bauer
    07. März 2014 09:23

    Aufruf an die, vom ZeitDUNG zugeschütteten HOMO-SOZEN-MASSEN:

    "WOLLT IHR DEN TOTALEN ATOMKRIEG?!!!"... JAAAA!!!!

    • Erich Bauer
      07. März 2014 10:41

      Nur zur Klarstellung:

      Das ist KEIN "Kampfaufruf" gegen Homosexuelle! Den HOMO-SOZEN geht es grundsätzlich um POLITISCHE Homosexualität... zur Stiftung von "Verwirrung" und Zerstörung der Kleinfamilie...

      Den POLITISCH Homosexuellen geht es doch um etwas ganz anderes. Das "Aufkochen" dieses "Themas", bis hin zur klammheimlichen DISKRIMINIERUNG der "Hetero"-Familie ist nur ein weitergeführter, taktischer Schritt zur Zerstörung der Kleinfamilie...

      Denn, wenn man das Individuum von der Geburt bis zum Tod BEHERRSCHEN will, muss man die Kleinfamilie zerstören! Das ist das eigentliche Programm von Marx und Engels zur Errichtung des SOZIALISMUS. Die Homosexuellen werden schamlos POLITISCH vereinnahmt... sogar sehr zu deren Leidwesen.

      Auch ohne Zutun div. NGO-Lobbys hat sich doch seit Jahrzehnten so gut wie Niemand um die Homosexuellen g'schert. Interessanterweise, oder vielleicht bezeichnenderweise, wird von POLIT-HOMO-SOZEN der reale Umgang mit Homosexuellen in den islamischen Ländern so gut wie ausgeblendet... Was wiederum auf die politische Heimtücke der HOMO-SOZEN hinweist!

  62. Interessierter Leser
    07. März 2014 09:05

    Herr Unterberger hätte gestern die hochqualifizierte Diskussionsrunde mit Maybritt Illner im ZDF verfolgen sollen. Vielleicht - aber nur vielleicht - könnte er dann erkennen, dass seine Meinung zur Ukraine nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Wie wäre es, mit Verträgen und Unterschriften (2 Monate?) zu warten, bis eine gewählte - legitime - Regierung als Vertragspartner vorhanden ist?

    • terbuan
      07. März 2014 10:07

      Die Sendung kann man auf der ZDF-Mediathek hier abrufen:
      "Kommt der kalte Krieg zurück?"
      http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2105270/Kommt-der-Kalte-Krieg-zurück

    • Riese35
      07. März 2014 22:37

      Danke für diesen Link! Sehr interessant, wie dort alle Seiten, auch der russische Botschafter, zu Wort kommen und sachlich diskutieren können. Keine Unterbrechungen und Kreuzverhöre. Auf Sachfragen wird eingegangen und Argumente werden ausgetauscht. Keiner versucht den anderen niederzureden.

      Interessant auch eine Antwort zu einer hier bereits aufgeworfenen Frage: war die Absetzung des Präsidenten legitim? Es wurde klar festgestellt, daß das lt. Verfassung vorgesehene Verfahren zur Absetzung nicht eingehalten wurde, die Absetzung daher illegitim war.

      Auch wurde die unrühmliche Rolle der USA in diesem Konflikt durchleuchtet. Und eine Vertreterin der (Majdan-)Ukraine sagt ganz offen, daß man auch mit Rußland reden und es mit ins Boot holen müsse, und daß die Ukraine eine eigenständige Politik betreiben müsse, also sich nicht von einer Abhängigkeit in die andere begeben dürfe.

      Interessant auch: Die Diskussionsleiterin hat in der DDR studiert, kann also vermutlich perfekt Russisch. Auch Merkel spricht perfekt Russisch. In Deutschland versteht man offenbar auch Russlands Positionen besser als in Österreich. Die Runde ist ausgewogen besetzt, und auch die Diskussion verläuft ausgewogen. Wenn so verhandelt würde, wäre ein positives Ergebnis sicher.

    • Gast (kein Partner)
      08. März 2014 12:41

      Ich staune auch, dass A.U. so schwarz/malt und Putin als den Bösen hinstellt, wo dieser doch - zumindest wertemässig - ganz und gar nicht von A.U.`s Wertecodex abweicht:

      /http://www.youtube.com/watch?v=iuVgFfSWfDg

    • Undine
      09. März 2014 09:01

      @Gast

      Danke für den Link! Wirklich bemerkenswert! Diese Rede könnte von einem konservativen Politiker Mitteleuropas stammen, der sich über die neue Entwicklung in Europa Sorgen macht.

  63. Cosmas
    07. März 2014 09:02

    Es ist klar, dass die Ukraine seit dem Ende der Sowjetunion immer von mehr oder weniger moskauabhängigen Marionetten regiert wurde. Putin braucht nun die Ukraine für seine Eurasische Union und er kann es nicht verwinden, dieses Land zu verlieren. Er will es aber nicht als gleichwertigen Partner, sondern als beherrschte Provinz. Dazu sind ihm ALLE Mittel Recht. Diese Krise ist daher KEIN ethnischer Konflikt. So sehr es auch stimmt, dass erhebliche Unterschiede zwischen dem Westen und dem Osten der Ukraine bestehen, so haben diese AKTUELL NICHT zum Ausbruch der jetzigen Krise geführt. Die Unterschiede wurden nur durch Putin verstärkt, geschickt genützt und mit allen Mitteln gezielt provoziert, um genau in dem Moment mit aller Brutalität losschlagen zu können, in dem erstmals seit Ende der Sowjetunion die reale Gefahr besteht, dass Moskau und eben derzeit Putin die politische Kontrolle über die Ukraine entgleitet. Er will die Ukraine in die Knie zwingen. Das hat Tradition seit der Zarenzeit durch Verbot der Sprache und Bräuche, dann die absichtlich herbeigeführte Hungersnot mit Millionen Toten in den 1930er Jahren. Daher muss das ganze Land zusammenhalten und daher ist eine Teilung KEINE Lösung für die jetzige Krise, für die die Krim nur ein Ansatzpunkt ist.
    Die Tatsache, dass Europa heftiger als sonst reagiert, ist vor allem den Polen, Balten, Tschechen und Ungarn zu verdanken. Sie kennen den russischen Bären besser, als viele Kommentatoren und wissen, dass auch ihnen ähnliches drohen kann. In den baltischen Ländern gibt es schließlich auch heute noch viele Russen. Im übrigen wird immer nur von den Russen auf der Krim gesprochen, die Tataren nicht erwähnt. Die Tataren stehen auf ukrainischer Seite, weil sie genug unter den Russen gelitten haben und vertrieben wurden. Sie werden sicher als Turkvolk die Türkei auf den Plan rufen und sich mit den anderen islamischen Völkern der ehemaligen Sowjetunion verbünden. Das sollte man nicht außer Acht lassen.

    • Yoshinori Sakai
      07. März 2014 09:20

      Cosmas: ********************************!

      Da ist sehr viel richtig bei Ihrem Kommentar!

      Und wie es mit den Tartaren weitergeht ist ein offenes Fragezeichen.

      Dieses Volk wird seit Jahrhunderten von Zarin Katharina von den Russen ununterbrochen bekämpft und drangsaliert: Die Zarenzeit, die Sowjets und jetzt in der Putin-Zeit, wer weiß?

      Es ist ja ein Wunder dass es heute, 2014 überhaupt noch Krimtartaren gibt!

      Sie werden wohl nicht in Eisenbahnwaggons nach Sibirien müssen. Heute gibt es subtilere Methoden der Unterdrückung:

      Offene & versteckte Diskriminierung bei Wohnungen, Jobs. Politische, verwaltungsrechtliche Diskriminierungen usw.

      Man wird sehen.

      Jedenfalls mit der Multi-Ethnizität auf der Krim wird es sich bald aufhören. Ab jetzt wird russifiziert werden. Und Putin wird dort viel Geld hineinstecken, es ist ja sein ureigenes Projekt.

      Putin hat sich auf der Krim sozusagen ein Denkmal gesetzt. Und sein Denkmal steht direkt neben den zahlreichen Leninstatuen die seit der Stalinzeit dort unverändert sind.

  64. Wertkonservativer
    07. März 2014 08:52

    Also, was unsere österreichischen Amtsträger - von Kurz bis Fischer - hier tun oder/und sagen, wird in diesem Ukraine-Drama international wohl kaum besondere Beachtung finden!

    Dass aber unser Dr. Unterberger trotz der drückenden Pro-Russland-Blogger-Überlegenheit hier weiterhin tapfer auf seiner Pro-Ukraine- und Anti-Russland-Linie bleibt, nötigt mir wirklich großen Respekt ab!
    Das ist Mannesmut vor Blogger-Thronen!

    Meine Hochachtung, Herr Dr. Unterberger!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Buntspecht
      07. März 2014 10:01

      Sturheit - ohne drohende Konsequenzen und ohne Verantwortlichkeit - finde ich nicht gar so toll.

    • Peter R Dietl
      07. März 2014 10:25

      @ Wertkonservativer

      Mannesmut vor CIA-Thronen, EU-Pudel-Hundehütten und Soros-Milliarden wär ja auch nicht übel.
      .

    • Cotopaxi
      07. März 2014 10:39

      Morgen ist der Weltfrauentag, bereits seit Tagen wird in den Systemmedien gegen Männer Stimmung gemacht und Frauen werden als die besseren MenschenInnen glorifiziert.
      Und dann kommen Sie mit dem steinzeitlichen Mannesmut daher. Solche Worte, Ehre gehört auch dazu, dürfen heute nur noch Muselmanen ungestraft in den Mund nehmen. ;-)

    • Erich Bauer
      07. März 2014 16:06

      Lieber @Wertkonservativer,

      Du darfst auch Dr. Unterberger nicht trauen... :-)

  65. Beckmesser
    07. März 2014 08:40

    Diesmal kann ich die Meinung von Herrn Dr. Unterberger nicht nachvollziehen. Die EU soll sich nicht überall einmischen, sonders selbst erst einmal für demokratische Verhältnisse im eigen Haus sorgen. Korruption bekämpfen, Geldverschwendung und Regulierungswahn stoppen usw. Es gibt genug Baustellen! Die Medien verdrehen wie üblich wieder einmal die Fakten und Tatsachen.
    Einge sehr gute Analyse zu der Problematik auf
    eigentümlich frei!

  66. brechstange
    07. März 2014 08:32

    Wer hat gleichzeitig auf Polizisten und Demonstranten geschossen?
    Die Vermutung steht im Raum, dass eine Dritte Gewalt im Spiel ist. Man tippt natürlich sofort auf den Westen.
    Ich tippe auf die Organisierte Kriminalität, wo kann man mehr verdienen und verschleiern als im Chaos eines Konfliktes.

    http://www.welt.de/politik/article125501429/Wer-hat-die-Demonstranten-auf-dem-Maidan-erschossen.html

  67. Jewgeni Gorowikow
    07. März 2014 08:08

    Bei soviel speichelleckerischer Russlandverbundenheit Österreichs:

    Sollte Österreich denn nicht so schnell wie möglich aus der EU austreten und dafür der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (englisch: Eurasian Economic Community, EURASEC) beitreten?

    Wertemäßig passt Österreich da perfekt hinein. Und Welterlöser Wladimir Putin hätte eine große Freude mit Österreich. Eine solche Chance sollte sich Österreich nicht entgehen lassen!

    Das klingt doch verlockend in den Ohren von Heinz Fischer:


    Die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft wurde am 10. Oktober 2000 von den GIS-Mitgliedern Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan gebildet.

    Formell trat der Vertrag im Mai des Jahres 2001 in Kraft. Im Mai des Jahres 2002 erhielten die Staaten Moldawien und Ukraine Beobachterstatus in der EURASEC.

    Ein weiterer Beobachterstaat ist Armenien. Eine besonders enge Kooperation innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft strebten Russland und Weißrussland mit der Russisch-Weißrussischen Union an.

    Im Januar 2006 trat auch Usbekistan der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft bei. Dies wurde durch den usbekischen Präsidenten auf der damaligen Tagung der Wirtschaftsgemeinschaft in Strelna bei Sankt Petersburg bekannt gegeben.

    Ende 2008 erfolgte der Austritt Usbekistans aus der Gemeinschaft. (Quelle: Wikipedia)

    • dssm
      07. März 2014 09:40

      Machen Sie es sich nicht ein bisschen zu leicht?
      Mich schreckt auch, daß viele hier undifferenziert nur auf die Ukrainer zeigen, schließlich ist man mit dem Herzen ja wohl bei den Westukrainern (hoffentlich).
      Aber vor allen anderen Dingen sollten wir immer über die Konsequenzen nachdenken.

      Was bringt eine Politik, welche uns selber Schaden zufügt?
      Wie glaubhaft ist eine Politik, welche die bereits erfolgte Unabhängigkeitserklärung der Westukraine schlicht ignoriert hat, nun aber auf den Busch haut?
      Ist Putin überhaupt stark genug um den auf der Krim wohnenden Soldaten den Mund zu verbieten? Ich glaube nicht! Der spielt nur immer den starken Bären, was jetzt wohl die Putinfreunde nicht gerne lesen werden.
      Wie reagieren wir wenn die Donbass in den Mittelpunkt rückt? Solange der Bauboom in China hält ist dies der reichste Teil der Ukraine! Wie reagiert daher China?
      Wissen wir wieviel das Spiel kosten kann? Nicht einmal bei der Ukraine ist eine seriöse Schätzung da. Von Kosten wegen Wirtschaftsmaßnahmen reden wir erst gar nicht.
      Was tun, wenn wir uns engagieren (pro irgendwen) und dann in der Mitte des Weges nicht weiter können, weil der EU das Geld ausgeht?

      Wenn Sie diese Fragen beantworten können, dann sollten Sie dringend den Herrn Aussenminister kontaktieren!

  68. Gerhard Pascher
    07. März 2014 08:01

    Sorry, hier gibt es einen Übertragungsfehler, daher nochmals:

    Es ist nicht die nur gemeinsame Sprache (im Fall der Halbinsel Krim: mehr russisch sprechende Einwohner) sondern es sind die wirtschaftlichen Vorteile, welche die nun aktiven Separatisten - welche auch die Mehrheit haben - erreichen will. Durch die ineffiziente Staatsführung der vergangenen Jahre wurde die Ukraine politisch und wirtschaftlich immer mehr von Russland abhängig, der sich auch in einem riesiger Schuldenberg manifestiert, daher habe ich Verständnis, wenn sich viele dort lebende Einwohner "für das kleinere Übel" entscheiden.

    Ich begrüße es, wenn Österreich in den EU-Diskussionen andere Meinungen vertritt, obwohl das Anbiedern an Russland auch nicht das Klügste darstellt. Allerdings verlangen die EU-Spielregeln eine Einstimmigkeit, daher wird Österreich schlussendlich doch zu allem zustimmen, was die EU-Großen vorschlagen. Das Allerdümmste wäre es, wenn man der Ukraine nun (ähnlich wie seinerzeit der Türkei) eine baldige EU-Mitgliedschaft in Aussicht stellen würde, welche sich in der Praxis nicht durchführen lässt.

    Noch etwas:
    Nehmen wir an, in Südtirol würde sich die Mehrheit in einer Abstimmung für den (Wieder-)Anschluss an Österreich entscheiden, dann müsste aber auch erst die bisherige österreichische Bevölkerung mehrheitlich dafür sein. Denn in einem demokratischen Staat gilt in vielen Bereichen das Solidaritätsprinzip, wo alle Rechte und Pflichten gemeinsam geschultert werden müssen.
    In Vorarlberg gab es nach dem 1. Weltkrieg von manchen Stellen den Wunsch, der Schweiz als neuen Kanton beizutreten, allerdings waren dazu von Seiten der Eidgenossenschaft keine positiven Reaktionen zu erkennen. Daher hatte man das Gebiet hinter dem Arlberg im Volksmund damals auch als "Kanton übrig" bezeichnet.

    • terbuan
      07. März 2014 08:10

      ..."eine baldige Mitgliedschaft in Aussicht stellen....
      Genau das verlangten Timoschenko und Klitschko in Dublin, wie der ORF kürzlich "freudig" berichtete!

    • Tullius Augustus
      07. März 2014 08:20

      1) "Durch die ineffiziente Staatsführung der vergangenen Jahre wurde ....."

      Janukowitsch hatte die Staatsführung der vergangenen Jahre inne. Und Janukowitsch setzte in der Regionalregierung und -verwaltung der Krim seine Freunde aus Donezk ein.

      Deshalb ist Janukowitsch bis heute auf der Krim bei der lokalen Bevölkerung unbeliebt.

      Janukowitsch war der Bremsklotz einer gedeihlichen Entwicklung auf der Krim in den letzten Jahren.


      2) Was Vorarlberg nach dem 1. Weltkrieg betrifft: Es gab ca. 1918/1919 eine Volksabstimmung in ganz Vorarlberg wo es um den Anschluss an die Schweiz als eigener Kanton ging.

      Diese Volksabstimmung ging mit überwältigender Mehrheit im Bereich von ca. 90% pro Anschluss aus.

      Die Schweiz ihrerseits hätte diesen neuen Kanton gerne im Staatsverband aufgenommen und integriert. Die politischen Weichen der Schweiz waren schon gestellt.

      Allerdings untersagten die Siegermächte des 1. Weltkriegs eine Abtrennung Vorarlbergs von Österreich.

  69. Gerhard Pascher
    07. März 2014 08:00

    Es ist nicht die nur gemeinsame Sprache (im Fall der Halbinsel Krim: mehr russisch sprechende Einwohner) sondern es sind die

  70. Gerhard Pascher
    07. März 2014 07:58

    Es ist nicht die nur gemeinsame Sprache (im Fall der Halbinsel Krim: mehr russisch sprechende Einwohner) sondern es sind die

  71. terbuan
    07. März 2014 06:52

    Jetzt bin ich auch fassungslos!

    Wer bitte braucht die Ukraine als neues Mitglied der EU? Als hätten wir nicht schon genug Pleitestaaten in dieser unseligen Union.
    Ein Assoziierungsabkommen nicht zu unterzeichnen ist geradezu ein Akt der Notwehr!

    Es bahnt sich bereits die Katastrophe an:

    "Merkel-Partei will Not-Beitritt der Ukraine zur EU

    Auf der Tagung der konservativen Parteien Europas in Dublin soll eine Erklärung verabschiedet werden, der zufolge die Ukraine einen Antrag auf EU-Beitritt stellen soll. Damit kommt auf die europäischen Steuerzahler ein gigantisches Transfer-Volumen zu..."
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/06/merkel-partei-will-not-beitritt-der-ukraine-zur-eu/

    Da ist Kopfschütteln zu wenig, da kommt nur mehr Wut auf, Merkel und Konsorten gehorchen auf Zurufe aus Washington, die USA befehlen und die Europäer sollen bezahlen!

    • Cotopaxi
      07. März 2014 07:01

      Da hilft uns Österreichern nur noch der Not-Ausstieg aus dem Staatenkerker EU. ;-)

    • Erich Bauer
      07. März 2014 07:45

      @ terbuan,

      "Deutschland ist KEIN souveräner Staat...", hat vor gar nicht so langer Zeit Finanzminister Schäuble gesagt.

      Man kann nur hoffen, dass sich Außenminister Kurz nicht von der EVP knebeln lässt..., oder von Karas höchstpersönlich ins qualvolle Ungemach gesteckt wird. Dieser Karas wartet nämlich nur auf seine Chance, endlich als RICHTIGER Hochverräter seinen "Beitrag" zu leisten...

    • Wyatt
      07. März 2014 07:57

      Es ist Krieg. Putin vertritt die Interessen Russlands, die Lakaien und Marionetten allesamt innerhalb der EU - fälschlich als Regierung bezeichnet - die Interessen der US "Ostküste". (Österreich erscheint so unbedeutend, dass offensichtlich auf Herrn Kurz vergessen wurde - ihm zu sagen, welche Interessen er ausschließlich zu vertreten hat.)

    • Jewgeni Gorowikow
      07. März 2014 18:32

      @ terbuan

      Diese sogenannten "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" wie sie sich selbst so seriös nennen. Die nehme ich nicht immer ernst!

      Es wird in dem Artikel unterschwellig sehr gegen die neue Regierung der Ukraine gehetzt.

      Und mit im ersten Augenblicken vernünftig klingenden Geldnot-Argumenten, nach dem Motto "der arme europäische Steuerzahler" usw. wird in Wahrheit brutal Stimmung gegen die Ukraine und damit indirekt FÜR Putin gemacht.


      Putin hat rücksichtslos auf ein friedliches Nachbarland zugegriffen und Gebiete annektiert!

      Putin tut alles um der Ukraine größtmöglichen Schaden zuzufügen indem er die Ukraine destabilisiert und weitere Landstriche der Ost-Ukraine aus dem Ukrainischen Staatsverband herausbrechen möchte.

      An jedem Tag wo die Ukraine wegen dieser russischen Maßnahmen ein dysfunktionaler Staat ist gehen Millionen EUR für die dortige Volkswirtschaft verloren. Dafür werden willkürlich die Bürger der Ukraine ins Leiden gestürzt.

      Europa und die Welt können so ein himmelschreiendes Unrecht nicht einfach ignorieren!!

      Die EVP hat zu 100% recht wenn sie sich die Vorschläge der gemäßigten, vernünftigen & bedächtigen Politiker Vitali Klitschko und Julia Timoschenko (die verschiedene Parteien repräsentieren) anhören.

      Die EVP hat zu 100% recht, wenn sie sich Wege überlegt wie man der leidgeprüften Ukraine in diesen schweren Stunden helfen kann!

      Die Ukraine ist ein europäisches Land. Und deshalb sollte jetzt eine Beitrittsperspektive für dieses Land geöffnet werden, das heißt ja nicht dass morgen schon die Ukraine der EU beitritt. Worum es geht ist eine mittel- bis längerfristige Beitrittsperspektive im Bereich der nächsten 10 bis 20 Jahre.

      Die EVP hat bei diesem Kongress das Richtige getan!

    • terbuan
      07. März 2014 21:25

      Die Meldung steht mittlerweile in allen Medien.
      Auch andere europäische Länder kommen nicht in die EU, es liegt nicht nur darum, geographisch in Europa zu liegen, und schon gar nicht brauchen wir Länder die de facto pleite sind, Schulden haben wir schon mehr als genug!

  72. Freak77
    07. März 2014 06:05

    Feigheit, Rückgratlosigkeit, Prinzipienlosigkeit & Opportunismus als außenpolitisches Leitprinzip?

    Das wäre eine Schande für Österreich!

    Noch ist es nicht zu spät: Herr Spindelegger, der Vorzeigechrist mit Rückgrat bitte reden Sie mit Außenminister Kurz!

    Im Vergleich zu Österreich - Schweden ist cirka so groß wie Ö. und es ist auch so wie wir neutral und Mitglied in der EU:

    So eine Prinzipien-basierte Politik wie die Schweden sollte Österreich machen! Reinfeldt bringt die Wahrheit auf den Punkt:

    UKRAINE-KRISE: Reinfeldt bezeichnet Putins Auftritt als grotesk

    Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat den Auftritt des russischen Präsidenten Putin vor ausgewählten Journalisten zur Lage in der Ukraine scharf kritisiert.


    http://sweforum.schwedenstube.de/topic27720.html

    • Gast (kein Partner)
      08. März 2014 12:51

      Sagen sie, Freak 77, mit wie vielen Nicks (überall das Fett gedruckte, schreiende) ziehen sie eigentlich durch den Blog ? Inhaltlich unterscheiden sie sich nicht, also könnten sie geich bei einem bleiben.

  73. kritikos
    07. März 2014 02:39

    @ Markus Theiner
    Mit Verlaub: Österreich hat vor 1938 absolut nich zu Deutschland gehört, war zwar vor mehr als 100 Jahren früher Sitz des Deutschen Reiches, den es abgegeben hat. Es hat zwar 1918 Interessen gegeben, sich an Deutschland anzuschließen, was aber verboten wurde. Und wohl im Gegensatz zu Putin hat damals Hitler die angesetzte Volksabstimmung so sehr gefürchtet, dass er einmarschiert ist.
    Sie haben recht, die Zustimmung - auch sehr propagandistisch manipuliert - zu Deutschland hat nicht ausschließlich, wahrscheinlich nur in geringem Ausmaß, mit Sympathie zum Natiuionalsozialismus zu tun.
    Beim letzten Absatz bin ich gegenteiliger Meinung: Da die Bevölkerung - lt. ORF - zu 60 % russisch ist, ist die Wahrscheinlichkeit der Zustimmung zu Putins Plänen sehr groß.

    • Markus Theiner
      07. März 2014 07:46

      Österreich war viele Jahrhunderte lang Teil des deutschen Reichs und hat noch bis 1866 um die Vorherrschaft in Deutschland gekämpft, egal ob das jetzt "heiliges römisches Reich deutscher Nation" oder "deutscher Bund" oder sonst wie geheißen hat.
      Klar, unmittelbar vor dem Anschluss hat Österreich nicht zu Deutschland gehört, aber die Aussage dass es jahrhundertelang dazu gehört hat und eine starke Verbundenheit besteht ist trotzdem wahr.

      Die Ukraine hat dagegen keineswegs jahrhundertelang zu Russland gehört sondern nur einzelne Teile der heutigen Ukraine. Und auch die nicht annähernd so lang oder mit so intensiver Verbindung wie Österreich im deutschen Reich.

      Bitte um Quellenangabe wo der ORF geschrieben hat, dass 60% der Bevölkerung der Ukraine russisch ist.

    • terbuan
      07. März 2014 07:53

      Das ist wohl ein Missverständnis, 60% der Bewohner der KRIM sind Russen!

  74. mischu
    07. März 2014 01:33

    Da hat sich aber unser Außenminister nicht mit seiner EVP KURZgesclossen.
    Denn die jubelte heute in Dublin der seinerzeit als Regierungschefin ebenso korrupten Frau Timoschenko wie einem Star zu und entschied sogar mehrheitlich, sich für einen EU-BEITRITT (!) der Ukraine einzusetzen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/julia-timoschenko-lobt-kanzlerin-merkel-a-957378.html

    Irgendwie ist die EU beim leisesten Konflikt-Lüfterl wieder einmal heillos überfordert und jeder zieht in eine andere Richtung. Wie soll da jemals eine einheitliche Außen- und Verteidigungspolitik zustandekommen.
    Putin rechnet auch beinhart damit und wird unter diesen Umständen sowieso der lachende Dritte bleiben.

    • J.H.
      07. März 2014 02:29

      Gott behüte, der nächste Pleitekandidat. Das fehlt in der EU gerade noch.

  75. Schani
    07. März 2014 01:19

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!
    Zu Ihrem Artikel fällt mir nur eine Frage ein: Warum wundern Sie sich noch über die österreichische Außenpolitik? Die ist doch seit jeher nur durch Feigheit gekennzeichnet.

  76. Auditor
    07. März 2014 01:16

    Selten melde ich mich zu Wort, aber an dieser Stelle muß ich es:
    Dr AU ist hier leider von einer gewissen Einseitigkeit befallen:
    1) Ein Staatschef Russlands mit ukrainischen Wurzeln hat ohne besondere demokratische Legitimation die überwiegend russisch und nicht ukrainische bewohnte Krim seiner ukrainischen SSR zugeschlagen. Das spielte damals nicht so eine krasse Rolle, weil das alles sozialistische Sowjetrepubliken waren. Aber ab Zerfall der Union bekam das schlagartig wesentliche Bedeutung.
    2) Russland kam in die demütigende Lage, nicht nur seinen Kriegshafen pachten zu müssen, sondern wurde in diesem Zusammenhang gezwungen, seine Schwarzmeer-Flotte Schiff für Schiff zu teilen.Ein damals schwaches Russland musste das akzeptieren , aber das Verständnis der Russen für diesen notwendigen Kotau besteht bis heute nicht.
    3) Auch die Matrosen und Soldaten des plötzlich ukrainischen befehligten Teils der Schwarzmeer-Flotte sind überwiegend Russen und müssen plötzlich ukrainischen Offizieren und Politikern gehorchen. Erinnert einen stark an die deutschsprachigen Sudetendeutschen, die nach 1919 in die tschechische Armee einzurücken hatten.
    4) Sicher sind die "Selbstverteidigungkräfte" abzeichenlose Russen, aber ein mildere Vorgangsweise, die auf Wochendurlaub befindlichen ukrainischen Soldaten am Einrücken in die Kasenen und am Zugang zu den Waffen zu hindern, ist nicht leicht möglich.
    5) Eine Volksabstimmung als nicht anzuerkennend von vornherein abzuqualifizieren, weil dort ethnische Russen die Mehrheit haben, die den Ausgang beeinflussen werden, ist eigentlich unerklärlich.
    6) Wohin der Weg der Krim unter ukrainischer Herrschaft gegangen wäre, zeigt das geplante ukrainische Sprachengesetz.
    7) Die " westlich eingestellten " ukrainischen Regierungen haben schon eine Erklärungspflicht für den hingelegten Staatsbankrott, der klarerweise auch eine ukrainische Krim beträfe.
    8) Also ein gewisses Verständnis für den russischen Standpunkt ist schon am Platze und nicht nur eine Demutsgeste gegenüber dem russischen Bären.
    gez. Auditor
    Unterberger-Fan

    • ENIGMA
      07. März 2014 01:25

      Einspruch Euer Ehren!

      So einfach ist die Sachlage natürlich nicht, denn die Krim wurde von Chruschtschow an die Ukraine "verschenkt" und jetzt will sich Rußland dieses "Geschenk" mit allen Mitteln zurückholen. Das entspricht nicht dem Sinn eines "Geschenkes".
      Auch Rußland müßte sich mit den Gegebenheiten abfinden und FRIEDLICH das Beste daraus machen. Stellen Sie sich vor, Österreich holte sich Südtirol von Italien auf die gleiche Art und Weise zurück. Ich glaube kaum, daß die Welt dabei zusschauen würde. Daher müßte auch Rußland in dieser nicht ganz einfachen Situation an einer gangbareren Lösung für alle Beteiligten interessiert sein!

    • kritikos
      07. März 2014 01:38

      Ich kann Ihnen nur voll zustimmen. Die Ukraine hat jahrhundertelang zu Rußland gehört und ist jetzt auch noch von der Bevölkerung her in großem Ausmaß russisch oder russisch orientiert. Also wozu diese Gier der Eu auf die Ukraine? Einmal haben wir genug Probleme mit maroden Staaten in Süd- und Osteuropa und mit der Türkei und zum anderen haben die wirtschaftlichen Erwartungen (siehe unsere Banken!) bei weitem nicht dem entsprochen, was man sich erwartet hatte. Ich stehe nicht auf Seiten Weißrußlands, aber wohl auf seiten unseres Außenministers. Der Vergleich mit früheren "Usurpationen" - gemeint sicher auch die Annexion Österreichs 1938 - ist absolut unpassend, weil falsch. Die EU-Gremien und der Petersil-auf-allen-Suppen, Herr Baroso, samt der überflüssigen Mrs. Ashton könnten sich auf die Innenlage der EU konzentrieren.

    • Markus Theiner
      07. März 2014 02:01

      @ Auditor:
      Ein gewisses Verständnis für den russischen Standpunkt hat Andreas Unterberger ja auch immer gezeigt. Er tritt ja vehement für ein Selbstbestimmungsrecht ein, gerade auch für die Krim. Allerdings setzt das natürlich einen Fokus auf den Standpunkt der Krim und ihrer Bewohner, nicht den russischen Standpunkt.
      Wenn die Krim zu Russland will und Russland die Krim haben will ist das demnach auch an und für sich kein Problem. Es geht hier nur um die Art wie das jetzt durchgesetzt werden soll.
      Wenn zuerst russische Truppen einmarschieren, dann das Regionalparlament den sofortigen (!) Anschluss an Russland beschließt und erst nachträglich die Bevölkerung gefragt wird, dann ist das ja doch eine ziemlich fragwürdige Reihenfolge.

      Nach dem aktuellen Stand des Völkerrechts ist eine Sezession nur unter zwei Umständen zu rechtfertigen.

      Erstens wenn sie einvernehmlich erfolgt, also der Gesamtstaat auch zustimmt (Beispiel Tschechoslowakei). Ist hier wohl unstrittig nicht der Fall.

      Zweitens wenn die Unterdrückung einer Minderheit und die Verstöße gegen die Menschenrechte derart schwerwiegend sind, dass der Verbleib nicht zumutbar ist (Beispiel Kosovo). Das könnte man hier argumentieren (siehe Ihr Punkt 6), würde aber deutlich weiter gehen als alle bisherigen Beispiele.
      Wesentlicher Kritikpunkt bleibt hier aber die Inkonsequenz der außenpolitischen Linie Österreichs. Denn würde die sich auf diesen Standpunkt stellen müsste sie ja umgekehrt die Ukraine scharf kritisieren für diese schwerwiegenden Verstöße gegen Menschenrechte. Tut sie aber nicht.

      Eine dritte Variante wäre es das Selbstbestimmungsrecht einfach deutlich weiter zu sehen als es im heutigen Völkerrecht üblich ist, wo immer noch die Souveränität und Unverletzlichkeit des Gesamtstaates das dominante Prinzip ist. Auch diese Position wird die österreichische Außenpolitik aber wohl nicht vertreten.

      So ist es auch schwer nachvollziehbar, wieso die Unterzeichnung eines bereits vor der Krise ausgehandelten Abkommens jetzt plötzlich eine Provokation sein sollte. Dass man jetzt nicht demonstrativ zusätzliche Abkommen schließt gerade weil es die Krise gibt ist eine andere Sache (auch wenn viele Kommentatoren sogar das fordern).

      Zu Punkt 7: "Wirtschaftsflüchtlinge" bekommen auf internationaler Ebene genauso wenig ein Sezessionsrecht wie sie auf nationaler Ebene ein Asylrecht bekommen. Zumindest nach den aktuellen Regelungen.

    • Markus Theiner
      07. März 2014 02:16

      @ kritikos:

      Der Vergleich zu 1938 drängt sich gerade bei Ihrem Beitrag sehr auf.

      "Die Ukraine hat jahrhundertelang zu Rußland gehört und ist jetzt auch noch von der Bevölkerung her in großem Ausmaß russisch oder russisch orientiert."

      Das gilt für Österreich und Deutschland 1938 noch viel mehr als für die Ukraine und Russland heute.

      Auch die Vorgangsweise ist ähnlich, insbesondere der unseelige Fakt, dass eine Volksabstimmung erst nachträglich vorgesehen ist und zuerst einmal das Militär mobilisiert wurde.

      Das Problem ist, dass man im Allgemeinen den Anschluss an Deutschland 1938 mit der Zustimmung zur Nazi-Politik bis 1945 gleichsetzt, und da kippt der Vergleich natürlich. Deswegen ist ja zum Beispiel der SPÖ heute so peinlich, dass sozialdemokratische Ikonen wie Karl Renner in der Zwischenkriegszeit ganz selbstverständlich für einen Anschluss waren.

      Dass sich in der Ukraine insgesamt eine Mehrheit für einen Anschluß an die russische Föderation findet ist unwahrscheinlich. Und einen Teil eine Staates wechseln zu lassen ist sowohl pragmatisch als auch völkerrechtlich viel schwieriger durchzuführen und zu rechtfertigen als einen kompletten souveränen Staat einzugliedern (da drängen sich eher grobe Vergleiche zu 1918 auf).

    • Wyatt
      07. März 2014 07:45

      @Auditor

      ***********!

    • sauna-echo
      07. März 2014 11:50

      Realpolitik oder Wunschpolitik ?
      Auditor analysiert richtig. Die Mehrheit in der Krim will als Russen zu Russland (wie die Südtiroler zu Tirol wollten) und es ist der Job von Putin die Ineressen seiner Leute nach Möglichkeit durchzusetzen. Das tut und kann er.
      Man kann natürlich "wünschen", dass Russland nicht grösser und stärker und der eigene Einfluss kleiner wird. Aber wenn man nicht auch die Macht hat das durchzusetzen ist es klüger zu schweigen. '"Wer keine Flügel hat, der muss eben kriechen", so wie Russland vor Putin.

    • mischu
      07. März 2014 12:21

      @sauna-echo

      Nur mit dem kleinen Unterschied: Südtirol kam nie mehr zu Tirol zurück.
      Wie ist das jetzt mit der Realpolitik und Wunschpolitik?





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