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Mehrheit ist Mehrheit und Sauereien sind Sauereien

53 Prozent sind die Mehrheit. Und das ist, auch wenns keine große ist, zu respektieren – das wäre zu respektieren, wären da nicht so viele Sauereien rund um die Mariahilfer-Straßen-Abstimmung passiert.

Die erste und größte Sauerei ist die Tatsache, dass der Handel von der Befragung ausgeschlossen war. In Mitteleuropas größter und wichtigster Einkaufsstraße eine so gravierende Änderung zu machen, ohne den Handel zu befragen – das kann nur einer linken Rathauspartie einfallen. Aber Wien hat ja eh nur die weitaus größte Arbeitslosigkeit Österreichs. Werden halt noch ein paar Arbeitslose mehr. Machen wir halt noch ein paar Schulden mehr, um den Betroffenen ein Grundeinkommen zu zahlen. Als Partei leben wir eh gut von den Radfahrern.

Das zweite war das verwirrende Fragen-Design. Das hat wohl bewusst etliches zur Verwirrung beigetragen.

Das dritte war die unglaubliche Sauerei, dass die eine Seite – also die Grünen – tief in den mit Steuermitteln gefüllten Geldtopf für ihre Propaganda greifen konnten. Die Gegenseite, also die vielen Bürgerinitiativen, mussten hingegen alles aus eigener Tasche zahlen.

Die vierte war die Tatsache, dass jeder Einwohner des 6. und 7. Bezirkes befragt wurde, die anderen Wiener aber nicht, etwa jene im 13., 14. und 15. Bezirk. Die haben aber in Wahrheit mehr Interesse an der Straße als die auf der Lerchenfelder Straße Wohnenden. Damit wird jetzt für ganz Wien das Floriani-Prinzip zur Regel: Ihr lasst uns nicht durch, so lassen wir euch nicht durch.

Und die fünfte Sauerei war die Tatsache, dass das Ganze ja verfassungsmäßig eh keine demokratische Abstimmung, sondern eigentlich ein Nullum der rotgrünen Propagandisten war. Sonst hätte ein unabhängiger Verfassungsgerichtshof die Befragung wohl verhindert. Und wieder wurde die direkte Demokratie ein Stück mehr zu Grabe getragen, damit sie weiterhin ungestört ihre Sauereien begehen können.

Aber sonst war eh alles in Ordnung und die Mehrheit hat gesiegt . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 01:53

    Wenn es so etwas wie einen Mißbrauch der direkten Demokratie gibt, dann wurde er uns mit der Mahü-Befragung beispielhaft vor Augen geführt, nämlich mit dem Ausschluß großer Teile der betroffenen Bevölkerung!

    Es wäre dringend eine Klage beim Verfassungsgerichtshof zu prüfen, denn diese Befragung verstößt eindeutig gegen das Gleichheitsprinzip. Es dürfen zwar ALLE Wiener mit ihrem hart verdienten Steuergeld sowohl für die beispiellose Propagandaschlacht als auch für den teuren, langjährigen Ausbau dieser FUZO bezahlen, aber es durfte nur eine handverlesene Auswahl an Anrainern abstimmen. Das ist linke Demokratur reinsten Wassers.

    Rot-Grün = der größte Schaden für Wien!

  2. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 04:41

    Die Auswahl der Befragten ist das größte Problem an der Sache.
    Es gibt immer wieder Dinge, an der die Allgemeinheit einen Bedarf hat, die aber für die unmittelbare Umgebung Nachteile bringt. Sei es eine Unterbringungsstätte für Asylwerber, eine Kläranlage, eine Müllverbrennungsanlage, ein Windpark, eine Durchzugsstraße, eine Bahntrasse oder sonst was. Würde man bei derartigen Projekten immer nur die unmittelbaren Nachbarn befragen könnte man solche Projekte meistens gar nicht realisieren.

    Deswegen ist es ja zum Beispiel gerade beim Verkehr Aufgabe der Politik Konzepte auszuarbeiten.
    Ein sinnvolles Verkehrskonzept muss aber zwangsläufig großflächig angelegt sein. Ein solches Konzept kann nie die Summe von regionalen Einzelkonzepten sein.

    Es muss zum Beispiel in Wien Durchzugsmöglichkeiten von der Peripherie in die Innenstadt geben. Fragen wir konsequent direktdemokratisch die Bewohner jedes Straßenzuges einzeln, ob sie den Durchzugsverkehr ausgerechnet in ihrer Straße haben wollen und schauen wir, was dabei heraus kommt. Ich bin skeptisch ob was sinnvolles heraus kommt. Selbst diejenigen, die eine Notwendigkeit von Durchzugsverkehr einsehen, werden schwerlich mit Ja stimmen. Immerhin wissen sie, dass wenn sie die einzigen sind die den Verkehr akzeptieren sie die Bürde aller die Nein gesagt haben auch noch tragen dürfen.

    Andererseits ist dieser Ansatz ausbaufähig. Befragen wir zum Beispiel mal die Banken ob sie eine Bankensteuer haben wollen. Bei der Tabaksteuer werden nur Kettenraucher und bei der Mineralölsteuer nur Autofahrer oder überhaupt nur Tankstellenbetreiber gefragt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 23:54

    Da in der Inneren Mariahilferstraße schon jetzt fast nur mehr Ketten sind, werde ich mir nötigenfalls Filialen in anderen Straßen Wiens suchen, wo ich nicht pausenlos von Radrowdys belästigt werde.
    Schön dumm werden die Anrainer schauen, wenn nach der Umbauphase die Clans mit unendlich viel Tagesfreizeit die Mariahilferstraße besetzen werden. Da wird es vorbei sein mit Ruhe und Sauberkeit, da wird es vorbei sein mit gemütlichem Schanigartenerlebnis, kleinen Einzelhändlern oder interessantem Auslagenbummel. Das versprochene Grün wird bestenfalls auf die Straße gepinselt, denn außer den mickrigen Glitschinien kann dank darunterliegender UBahn kein Baum gedeihen. Aber vielleicht wird die UBahn auch gleich eingestellt, denn seit 2 Wochen erleben wir ohnehin zwei entsprechende Generalproben: Totalausfall der U3, der U6 und Teilausfall der U4. Zynische Lautsprecherdurchsage: "Weichen Sie bitte auf parallele Straßenbahnlinien aus!" Nur diese wurden längst eingestellt - das müßte sich sogar bis in die Direktion der Wr. Verkehrsbetriebe herumgesprochen haben. Das Einzige was in Wien seit ROT-GRÜN wirklich blüht, ist der Steuer-/Abgaben-Nepp!

  4. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 08:43

    Solche Abstimmungen erinnern mich immer an Wahlen in totalitären Staaten, wo durch manipulierte Fragen und Auswahl der Wahlberechtigten der Ausgang stark beeinflusst wurde. Trotzdem haben die Grünen bis zuletzt "gezittert".

    Aber so wichtig ist das ganze Thema im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Problemen eigentlich doch wieder nicht. Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass es sich (lt. AU) um "Mitteleuropas größter und wichtigster Einkaufsstraße" handelt. Tatsache ist vielmehr, dass sich das Einkaufsverhalten heutzutage vorwiegend in den Einkaufszentren und im Internet abspielt. Die Mariahilfer Straße hatte schon die ehemaligen großen Kaufhäuser Stafa, Gerngroß und Herzmansky verloren und es gab in letzter Zeit kaum noch freie Parkplätze für die Kunden.

    Also bekommen die Wiener sowie deren Besucher nun noch eine weitere Flaniermeile *) mit den bekannten Vor- und Nachteilen, wie sie schon in der Innenstadt bei Kärntner Straße, Graben, Kohlmarkt usw. anzutreffen ist. Dort wurden auch schon viele kleine Fachgeschäfte vertrieben und auch das Kaufhaus Steffl musste schon mehrmals deren Geschäftsphilosophie ändern.

    *) Flaniermeile wird es erst dann geben, wenn die Gehsteige verschwunden sind, der Taxiverkehr unterbunden und die Radfahrer "in geordneten Grenzen gehalten werden".

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 08:45

    Meine Wien-Besuche der letzten Jahren konzentrierten sich auf den 7. Bezirk (des Wohnbezirkes eines meiner Söhne)!
    Abgesehen von den wienüblichen Parkproblemen, fielen mir immer wieder die Unmengen an Radfahrern auf, großteils leger gewandet und mit den üblichen Kleinrucksäcken am Buckel, von weitem grün "riechend", oft multikulti!

    Nun, dass die Grünen (und sicher nur dort!!!) in der aktuellen Sache eventuell doch einen Pyrrhussieg erzielen könnten, war für mich durchaus denkmöglich und sogar wahrscheinlich!

    Jetzt haben die grünen Radl-Fans der Mariahilfer und Neubauer mit Hilfe der griechischen Roten zwar - mit Masel - ein Match gewonnen: der breiteste Radweg Österreichs wird eröffnet!
    Als Einkaufszentrum wird die Mariahilferstraße aber wohl kaum mehr die zentrale Rolle spielen, als bisher!
    Aber Achtung: vielleicht denke ich inzwischen Nichtwiener anders als Sie, verehrte Herrschaften? Falls dies zutrifft, bitte ich vorsorglich um Entschuldigung!
    (Nach der dramatischen Ukraine-Diskussion bin ich da ein wenig heikel!)

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 07:45

    53% der Mariahilfer und Neubauer wollen also in der FUZO MAHÜ radfahren!

    Da wäre vielleicht zu hinterfragen, ob nicht der eine oder die andere RadlerIn so zufälllig zum Stichtag für die Berechtigung zur Teilnahme an der Abstimmung in einer Wohnung im 6. oder 7. Bezirk angemeldet wurde.

    Wäre ja kein Problem, das zu machen - die echten Kommunistenn waren in den 50er Jahren wahre Meister, um so leichter zu einem gezielten Grundmandat zu kommen ...

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 14:29

    Demokratie wäre natürlich die Notwendigkeit ein Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, auch wenn die eigene Meinung anders ist.

    Wäre, wären da nicht die Manipulationen und Propagandisten. Ich kann mich an kein Medium erinnern, das das dortige Problem, das an sich ja vorher keines war, bis die Grünen kamen, sachlich objektiv betrachtet hätte. Nein, man musste polarisieren, ideologisieren, etc., für viel hinausgeschmissenes Geld Propaganda machen, selektiv abstimmen lassen, selektiv befragen, Dr. Unterberger nennt es Sauereien, ich auch.

    Auch mit Gesetz hat das nichts mehr zu tun, es war ja nur eine Befragung unter Rot/Grün unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Bürger, dafür hat man grüne EU-Bürger dazu genommen (etwa gar den Schwarzen Block diesmal im Abstimmungsmantel ?).

    Auch die 'Abstimmung' selbst wird kritisiert, gefälscht worden zu sein.

    War das einen Generalprobe für die Wiener Wahl im nächsten Jahr ?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorProf. Walter A. Schwarz
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2014 10:46

    Zum Thema einige Zahlen:
    Wien Einwohner: ca. 1,8 Mio
    Ausländeranteil: 23%
    Migrationshintergrundanteil: 38,4 %
    wahlberechtigt: 1,16 Mio
    6. u. 7. Bez. Teilnehmerberechtigte: 48.642
    abgegebene Stimmen: 33.122
    für die Fußgängerzone: 9.125

    Als demokratiebewußter Wiener nehme ich zur Kenntnis, dass nun lediglich 9.125 Bewohner des 6. u. 7. Bezirkes darüber bestimmt hatten, dass die größte und wichtigste Einkaufsstraße nicht nur Wiens, sondern auch ganz Österreichs, die Mariahilferstraße, zur Fußgängerzone, Begegnungszone, oder was auch immer, um Mio Euronen umgebaut wird.

    Tausende der in und um die Mariahilferstraße tagtäglich werkenden Geschäftsleute nebst deren Mitarbeitern wurden, welch´ absurdes Demokratieverständnis der grünen VzBürgermeisterin und ihres roten Gönners, des Bürgermeisters aller (!!!) Wiener, wurden zur Befragung
    n i c h t zugelassen. Ebenso n i c h t die Wiener der übrigen 21 Bezirke!!!

    Und niemand schreit auf? Keinem der politisch so korrekten Superdemokraten in den Print- und sonstigen Medien wollte da auffallen, was hier für ein garstig´ Spiel gespielt wurde?

    Doch über Putin regen sie sich auf. Denn der ordert ja keine Inserate...


alle Kommentare

  1. Tagebuchleser vom Berg (kein Partner)
    10. März 2014 15:25

    Die Grünen sind doch ein "Vorbild in Sachen Demokratie"

    Das unfaire SPÖ-Wahlrecht muss endlich reformiert werden

    Nach dem derzeit geltenden Wahlrecht reichen schon 46 Prozent der Stimmen, um Wien alleine regieren zu können. Wir verpflichten uns nun notariell, das Wahlrecht fair und transparent zu machen.

    ....3.Zu diesem Zweck verpflichten sich die Grünen Wien, eine gemeinsame Initiative gem. den Punkten 1 und 2 mit den anderen im Wiener Gemeinderat vertretenen Parteien zur Änderung der Wiener Gemeinderatswahlordnung 1996 anzustreben und umzusetzen. Nach der Wahl zum Wiener Gemeinderat 2010 soll unabhängig von einer etwaigen Stadtregierungsbeteiligung durch Einbringung und Beschluss eines entsprechenden Initiativantrags die gegenständliche Wahlrechtsreform beschlossen werden.

    Gezeichnet: Maria Vassilakou, Klubobfrau der Grünen Wien

    https://web.archive.org/web/20130818020915/http://wien2.gruene.at/2010/05/04/wahlrechtsreform

    http://wien.gruene.at/2010/05/04/wahlrechtsreform (gelöscht !?)

    Geschehen ist seit 3 Jahren nichts aber das Web und die Tagebuchleser vergessen das nicht!

  2. Undine
    09. März 2014 19:25

    Hier werden auch "Sauereien" aus der österr. Justiz aufgezeigt:

    Das neueste Flutlicht-Video ist online gegangen. Es lässt die
    österreichischen Justiz-Skandale der letzten Jahre Revue passieren.

    http://www.youtube.com/watch?v=w4h6jsjXdQY

  3. Einspruch! (kein Partner)
    09. März 2014 19:09

    Die Grünen stehen seit dieser "Meinungsumfrage" (die sie verlogenerweise als "Abstimmung verkauft haben) exemplarisch für rücksichtslose und freche Manipulation. Nichts anderes war dieses verlogene Kasperltheater, das trotz aller Schummeleien und Untergriffe, trotz der Verschwendung von Steuergeld für penetrante Propaganda durch die Grünen und trotz der Duldung all dieser Schweinereien durch Herrn Bürgermeister (der um nichts besser ist als die Dahergelaufene) nur eine lächerliche "Mehrheit" ergeben hat. Das Wutgeheul möchte ich nicht hören, wenn die bürgerlichen Parteien einmal derart fuhrwerken würden, sich eine derartig schwindliche "Mehrheit" herbeilügen würden, wie jetzt gerade die Linxlinken.

    Leider vergessen und vergeben die Wiener. Sie wollen sich "gar ned hinstellen mit denen". Sollten sie aber! Zumindest bei der Europawahl gehören die Roten und besonders die Grünen abgewatscht! Und bei der nächsten Gemeinderatswahl wird man die Wiener halt erinnern müssen, wie hier manipuliert wurde.

  4. Susanna (kein Partner)
    09. März 2014 14:41

    Ich mag in dem Zusammenhang auch das Wort "Verkehrsberuhigung" nicht. In Wirklichkeit ist der Verkehr zB in der Kärntner Straße am Vormittag sehr unruhig und unberechenbar: Da es keinen definierten Gehsteig gibt, fühlt man sich als Fußgänger zwischen den Lieferwagen, die kreuz und quer fahren, höchst bedrängt. Wie gemütlich ist dagegen etwa die Währinger Straße: Jeder Verkehrsteilnehmer weiß, wo sein Platz ist, die Straße ist lebendig, ohne chaotisch zu sein, man geht dort gern spazieren oder einkaufen.

  5. DailyMirror (kein Partner)
    09. März 2014 13:45

    Zu Punkt 1: Na und wie! Man hat ja in anderen Fußgängerzonen gesehen, dass dort ein Massensterben der Handelsbetriebe eingesetzt hat. Man sehe sich nur einmal die Kärntnerstraße an: weit und breit kein einziges Geschäft mehr. Oder so.

    Zu Punkt 2: "Das hat wohl bewusst etliches zur Verwirrung beigetragen." Naja, wenn man davon intellektuell überfordert ist...

    Zu Punkt 3: "Die Gegenseite, also die vielen Bürgerinitiativen, mussten hingegen alles aus eigener Tasche zahlen." Ist ja was ganz Neues... Eine Frage, Herr Unterberger: wenn es sich um andere Bürgerinitiativen handeln würde - beispielsweise um eine Initiative, die das Adoptionsrecht für Homosexuelle durchsetzen möchte -, wäre es für Sie dann auch eine Sauerei, wenn diese kein Steuergeld bekäme?

    Zu den restlichen Punkten erspare ich mir einen Kommentar. 53 Prozent sind die Mehrheit. Und das ist, auch wenns keine große ist, zu respektieren. Auch vom Herrn Unterberger. Punkt.

    • The Times (kein Partner)
      09. März 2014 20:24

      Die angesprochene "Mehrheit" ist durch Manipulation herbeigeführt worden. Auf diese Mehrheit (noch dazu nur von 53%, aber egal) sollten die Linxlinken wahrlich nicht stolz sein.

      In der Kärntnerstraße gibt es zwar noch (noch!) einige Geschäfte, die diesen Namen verdienen, die meisten aber sind "Geschäfte" im Sinn von Andenkenläden und völlig abgehobenen Klunker- und Fetzengeschäften. Wenn die Mariahilferstraße einmal so aussehen wird, na danke. Aber wahrscheinlich wird sie viel eher von zahlreichen Kulturbereicherern mit reichlich Tagesfreizeit mit Beschlag belegt werden - na bitte, schließlich lesen wir jetzt ja "53 Prozent sind die Mehrheit. Und das ist, auch wenns keine große ist, zu respektieren. Auch vom Herrn Unterberger. Punkt." Gratulation dann. Ich glaube, die sogenannte neue Mariahilferstraße wird bald ein Ghetto werden, nichts anderes.

      Wenn man selbst intellektuell überfordert ist, sollte man diesen Begriff nicht in Richtung anderer verwenden, sie täglicher Spiegel. Ist es eigentlich sehr schwer zu begreifen, dass WIEN EINE STADT IST? Wien ist kein Kuhdorf, wo jeder machen kann was er will, sondern ein (derzeit noch) funktionierender Organismus. In einem Dorf kann jeder seine Nebengasse absperren und dort seien Schweine hineintreiben oder unter dem Baum liegen oder dort hinbrunzen, kaum jemand wird die Nebengasse vermissen (außer sie ahben dort einen vernünftiegn Bürgermeister, der das alles verhindert, und eine Polizei). Aber in einer STADT kann nicht jeder machen, was ihm gerade einfällt. Da sind Straßen wichtig, nämlich solchen, durch die man auch fahren kann (durchfahren kann, ja, auch DURCHFAHREN). Sehr schwer? Intellektuell überfordert?

      Was glauben sie, wie "Abstimmungen" (oder was das gerade war) ausgehen würden, die stets nur die unmittelbaren Anrainer befragen würden, ob genau in IHRER Straße jeder Verkehr verboten werden sollte? Was glauben sie? Sie können Gift darauf nehmen, dass dann alle dafür wären - also dass der Verkehr überall stattf

    • The Times (kein Partner)
      09. März 2014 20:39

      (Fortsetzung)

      . . . also dass der Verkehr überall stattfinden soll, nur nicht bei ihnen? Das Auto parkt man dann halt in der nächsten Gasse, die nicht "verkehrsberuhigt" ist (wie der Neusprech lautet), egal, die eigene Gasse wird Fußgängerzone! Mia san mia!

      Klar, dass man dann, wenn man so einen Wahnsinn als Politiker durchziehen will aus welchen Gründen immer, nur die unmittelbaren Anrainer befragt. Toll. Wären alle Wiener befragt worden, wäre der Wahnsinn nämlich mit 90% abgeschmettert worden, wetten? So haben nur die Nutznießer der "Verkehrsberuhigung" gesprochen und ihren Egoismus auf Kosten aller anderen (die von der Peripherie ins Zentrum wollen, etwa) durchgesetzt.

      Übrigens: eine kluge und gerechte Stadtverwaltung hätte das Wohl der Gesamtheit im Auge behalten und sich nicht von wildgewordenen Sektierern vereinnahmen lassen. Wäre sich bewußt gewesen, dass Wien eine Stadt ist und kein griechisches Koudorf. Soviel an die Adresse der roten Rathausfraktion.

      Ich ahne es . . . Herr Spiegel . . . sie sind bereits intellek . . . drum lassen wir es damit bewenden, Herr Spiegel. Ich hab eh geahnt, dass ich sie nicht überzeugen kann.

    • panzerechse (kein Partner)
      09. März 2014 21:49

      @The Times,

      welch wohltuender Beitrag von Ihnen. Meine Vision für die Mariahilfer Straße: Jede Menge "REGENBOGEN-SELBSTVERWIRKLICHUNGSLOKALE", denen Gesamtschulkids nachmittags zugeführt werden und jede Menge Spezialgeschäfte für ökologisch abbaubare Kondome. Und natürlich auch die Sexspielzeugprodukte, einer der letzten noch florierenden ÖH-Industrie...

  6. wolf (kein Partner)
    09. März 2014 12:49

    "In Mitteleuropas größter und wichtigster Einkaufsstraße eine so gravierende Änderung zu machen, ohne [...] "

    [ganz Mitteleuropa zu befragen ....]

    "Das zweite war das verwirrende Fragen-Design. Das hat wohl bewusst etliches zur Verwirrung beigetragen. "

    der Unterberger - Spezialist für alles und überhaupt - versteht die einfachsten Fragen nicht?

    "Die Gegenseite, [...] mussten hingegen alles aus eigener Tasche zahlen."

    Genau, die WKO-Gegenseite hat nur meinen Zwangs-Beitrag verwendet.

  7. Der intelligentere Kommentar (kein Partner)
    09. März 2014 12:04

    Nur wenn die Befragung gegen die Fussgängerzone ausgegangen wäre, wäre auch Sicht des Unterberger-Fanclubs alles in Ordnung gewesen. Was für schlechte Verlierer ...

    • Sonne (kein Partner)
      09. März 2014 13:06

      Ich habe heute morgen einen sehr langen Bericht über meine Gespräche mit dem Sekr. von Frau Vassilaku bzw. mein Gespräch auf der Mariahilferstraße verfasst. Leider ist beim "senden" gesplittet worden und somit der Text bzw. verloren gegangen und ich habe weder Zeit noch Lust das ganze zu wiederholen.

      Aber die Essenz aus den Gesprächen (fanden im Herbst statt) - kann ich ihnen sagen: Mir war damals schon klar, dass es mit "Ja" ausgehen wird. Dass man die Befragung so gestalten wird, dass es mit "Ja" ausgehen wird. Denn dabei ging es um mehr als nur um die Mariahilferstraße für die Grünen.

      Wenn man ein so großes Projekt plant, dann befragt man die GANZE Bevölkerung, denn die Mariahilferstraße ist keine kleine Sackgasse und vor allem überlegt man sich Lösungen für den Verkehr VORHER und nicht während ein Projekt läuft. Von den Kosten wollen wir gleich gar nicht reden. Ich habe das jetzt monatelang unmittelbar als Anrainer verfolgt und finde es einfach frech, wie da vorgegangen wurde. Überall sterbende Geschäfte in den letzten Monaten...

      Das ist keine FußGÄNGERzone, sondern ein ausgedehnter RadFAHRstreifen. Die ganzen Monate hinweg - keine Fußgeher auf dieser Straße, alle am Gehsteig. Ist auch klar bei dieser Breite, da die Leute auch in Auslagen schauen wollen.

  8. Politicus1
    09. März 2014 11:24

    Fortsetzung folgt!
    Bürgernähe und Volksbefragungen dürfen nicht auf zwei Bezirke beschänkt bleiben.
    Daher werden sehr bald die Margaretener abstimmen dürfen, ob sie nicht auch in der Margareten-, Reinprechtsdorfer- und Schönbrunnerstraße eine Begegnungszone, FUZO, Radfahrzone mit Bäumen und Spielwiesen haben wollen.
    Und natürlich auch die Josefstädter, die sich auch schon längst nach einer FUZO in der Josefstädter- und in der Lerchenfelderstraße sehnen.

  9. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    09. März 2014 11:05

    Eine weitere Sauerei ist dass alle Wiener die Kosten für Probegalopp, Werbung und Befragung sowie schlußendlich den Umbau bezahlen aber von der illegalen Befragung ausgeschlossen waren.

  10. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    09. März 2014 10:46

    Zum Thema einige Zahlen:
    Wien Einwohner: ca. 1,8 Mio
    Ausländeranteil: 23%
    Migrationshintergrundanteil: 38,4 %
    wahlberechtigt: 1,16 Mio
    6. u. 7. Bez. Teilnehmerberechtigte: 48.642
    abgegebene Stimmen: 33.122
    für die Fußgängerzone: 9.125

    Als demokratiebewußter Wiener nehme ich zur Kenntnis, dass nun lediglich 9.125 Bewohner des 6. u. 7. Bezirkes darüber bestimmt hatten, dass die größte und wichtigste Einkaufsstraße nicht nur Wiens, sondern auch ganz Österreichs, die Mariahilferstraße, zur Fußgängerzone, Begegnungszone, oder was auch immer, um Mio Euronen umgebaut wird.

    Tausende der in und um die Mariahilferstraße tagtäglich werkenden Geschäftsleute nebst deren Mitarbeitern wurden, welch´ absurdes Demokratieverständnis der grünen VzBürgermeisterin und ihres roten Gönners, des Bürgermeisters aller (!!!) Wiener, wurden zur Befragung
    n i c h t zugelassen. Ebenso n i c h t die Wiener der übrigen 21 Bezirke!!!

    Und niemand schreit auf? Keinem der politisch so korrekten Superdemokraten in den Print- und sonstigen Medien wollte da auffallen, was hier für ein garstig´ Spiel gespielt wurde?

    Doch über Putin regen sie sich auf. Denn der ordert ja keine Inserate...

    • fewe (kein Partner)
      09. März 2014 18:12

      Ja, es ist nicht gut, dass die Geschäftsleute nicht zugelassen wurden. Aber wie wollen Sie das mit der demokratischen Idee realisieren? Einer GmbH ein Stimmrecht einräumen und wenn nicht der GmbH, dann wem im Geschäft? Allen Mitarbeitern?

      Wer unter den Stimmberechtigten auf seine Stimmabgabe verzichtet, der verzichtet eben darauf. Es ist unredlich, diese dazuzurechnen und deren Stimmen der einen oder anderen Seite zuzuschlagen.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. März 2014 08:50

      Werte(r) fewe, die Menschheit hatte es geschafft, den Mond zu betreten.

      Allen absolut u n m i t t e l b a r Betroffenen, daher auch den Geschäftsleuten der Mariahilferstraße und deren Mitarbeitern im Zeitalter des Computers die Möglichkeit mitzuentscheiden einzuräumen, konnte daher keine unbewältigbare Aufgabe sein - hätte man es seitens der Grünen und Roten nur gewollt!

      So hatte in Wirklichkeit eine absolute Minderheit der 1,16 Mio Wr. Wahlberechtigten die Mehrheit vorgeführt.

      Das hat aber wieder mit Demokratie, wie ich sie verstehe, aber schon gar nichts mehr zu tun!

      Doch wer unterstellt schon insbesondere den Grünen Demokraten zu sein...

    • fewe (kein Partner)
      10. März 2014 09:57

      Werter Herr Professor, ich bin kein Grüner aber für mich ist die Fußgängerzone angenehm. Warum sollte ganz Wien darüber abstimmen? Mich tangiert ja auch nicht, was in der Innenstadt umgestaltet wird.

      Irgendeine Lösung für die Mitabstimmung der Geschäftsleute hätte man sich einfallen lassen müssen. Alle Mitarbeiter wäre auch schwierig, weil wenn jemand in der Nähe wohnt, dann hätte er zwei Stimmen.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      10. März 2014 10:30

      Werte(r) fewe, ohne die Diskussion über Gebühr weiterführen zu wollen bedeutet Ihre Absicht, die künftige Fußgängerzone auf der Mariahilferstraße nur als solche zu beurteilen, eine verengte, rein subjektive und auch egoistische Beurteilung und läßt die Bedürfnisse des Handels und dessen Mitarbeiter, des Individualverkehrs sowie jene der Bewohner zumindest in den Nachbarbezirken völlig ausser Acht. Jeder Stau wirkt sich selbstverständlich weit über seinen lokalen Ort in viele andere Bezirke aus.

      Eine Einkaufsstraße, deren Gehwege ohnedies ca. 10 m breit sind, ausgerechnet zur Fußgängerzone zu machen, zeigt von krankhaft-widersinniger Profilierungssucht der Grünen VzBürgermeisterin, ausgeprägter Gleichgültigkeit des Bürgermeisters aller (!) Wiener und beider Verschwendungssucht unserer Steuergelder!

      MfG

  11. Torres (kein Partner)
    09. März 2014 10:42

    Analog dazu hätten z.B. bei der Befragung zum Berufsheer auch nur die unmittelbar davon Betroffenen - also diejenigen 16-19 jährigen Burschen, die noch keinen Präsenzdienst absolviert haben - befragt werden dürfen.

    • fewe (kein Partner)
      09. März 2014 18:15

      Das Bundesheer betrifft doch alle Österreicher. Es geht ja nicht darum, ob jene, die knapp vor dem Präsenzdienst stehen das machen wollen oder nicht, sondern ob Österreich ein Berufsheer haben will oder weiterhin die Wehrpflicht für alle.

  12. bürgerIn (kein Partner)
    09. März 2014 07:44

    das rotgrüne Gesindel hat mit ihrer Spielwiese ....sorry Spielstraße ......dennoch den anfang von ihrem ende eingeleitet....die grünen verfassungsbeugungen und -brüche unter wohlwollender interpretation des hofberichterstatters orf gehen sowieso auf keine kou-haut. kennen sie noch jemanden, der auf der mariahilferstraße einkäuft?

  13. panzerechse (kein Partner)
    09. März 2014 07:19

    Die Anrainer wollen halt a Ruh' haben. Reges Wirtschaftsleben stört da nur. Bald schon werden Pensionisten, Frühpensionisten, Arbeitslose, chillende Genderstudiosi dort SINNLOS herumhatschen... Und sonst niemand. Sogar die Taschendiebe werden sich zurückziehen...

    Solange die oben genannten mit Verschuldungsorgiastischen "Deals" alimentiert werden, ist Wirtschaft zwar nicht etwas ganz "Fremdes", ABER auf jeden Fall etwas BÖSES, das jeder humanistisch/theologisch geprägter, neuzeitliche Jakobiner, zurückdrängen muss. Zum Ausrauben haben diese herumnstreunende SOZEN-MASSEN bis jetzt immer was gefunden...

  14. Cotopaxi
    09. März 2014 06:59

    Dieses Ergebnis kam nur zustande, weil die griechischen Zahnlücken mit linksverseuchten Schulversagern aus Deutschland in gewissen Teilen Wiens bereits die Mehrheit bilden und so über die Interessen der Österreicher drüberfahren können. ;-)

  15. Haider
    08. März 2014 23:54

    Da in der Inneren Mariahilferstraße schon jetzt fast nur mehr Ketten sind, werde ich mir nötigenfalls Filialen in anderen Straßen Wiens suchen, wo ich nicht pausenlos von Radrowdys belästigt werde.
    Schön dumm werden die Anrainer schauen, wenn nach der Umbauphase die Clans mit unendlich viel Tagesfreizeit die Mariahilferstraße besetzen werden. Da wird es vorbei sein mit Ruhe und Sauberkeit, da wird es vorbei sein mit gemütlichem Schanigartenerlebnis, kleinen Einzelhändlern oder interessantem Auslagenbummel. Das versprochene Grün wird bestenfalls auf die Straße gepinselt, denn außer den mickrigen Glitschinien kann dank darunterliegender UBahn kein Baum gedeihen. Aber vielleicht wird die UBahn auch gleich eingestellt, denn seit 2 Wochen erleben wir ohnehin zwei entsprechende Generalproben: Totalausfall der U3, der U6 und Teilausfall der U4. Zynische Lautsprecherdurchsage: "Weichen Sie bitte auf parallele Straßenbahnlinien aus!" Nur diese wurden längst eingestellt - das müßte sich sogar bis in die Direktion der Wr. Verkehrsbetriebe herumgesprochen haben. Das Einzige was in Wien seit ROT-GRÜN wirklich blüht, ist der Steuer-/Abgaben-Nepp!

    • Sonne (kein Partner)
      09. März 2014 09:52

      @Haider

      Ich gebe ihnen recht. Vollkommen recht. Ich wohne in dieser Umgebung. Gehen sie z.B. samstags durch die Marihailferstraße, bleiben sie mal stehen und schließen sie die Augen - sie werden kaum einen Passanten hören, der noch deutsch spricht.
      Entsprechend wird diese "Begegnungszone" frequentiert sein. Aber vielleicht ist das ja auch bloß der realistische Querschnitt durch Wien (die Migrantenanzahl überwiegt bald).
      Die Bobos, die für die verbreiterte RadFAHRERzone (denn genau das ist es und keine FußGÄNGERzone) gestimmt haben, sitzen sowieso wochenends in ihren waldviertler Wochenendhäusern, um die Ruhe zu genießen und brauchen die Mariahiferstraße nur, um ihre Kinder unter der Woche mit dem Rad dort spazierenzufahren, um dann wieder in der Dachterrassenwohnung zu verschwinden und das Chaos in den U-Bahnen und auf der Straße "dem Pöbel", wie die das nennen, zu überlassen....

  16. Maria Kiel
    08. März 2014 23:27

    *Die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann (SPÖ), hat am Samstag ihren Rücktritt bekanntgegeben. Sie habe alle ihre Projekte umgesetzt: „Ich hinterlasse einen schuldenfreien Bezirk"....*
    .... ja eh. Und die 566.000 Euro, die von "den Bezirken" für die MaHü-Umfrage zur Verfügung gestellt wurden, die zahlen halt wir Steuerpflichtige. So habe ich mir schuldenfreies Bilanzieren immer schon vorgestellt, aber sicher doch.

    • Haider
      09. März 2014 00:03

      Sie haben völlig recht. Nur eine kleine Bitte: Verwenden sie künftig nicht den linken, bewußt sprachzerstörerischen Begriff "MaHü". Diese Straße heißt MARIAHILFER STRASSE; das "ü" kommt wahrscheinlich vom dr-ü-berfahren.

    • Maria Kiel
      09. März 2014 02:10

      @Haider
      ich sehe, das war missverständlich beim Schreiben - der verächtliche Unterton beim Aussprechen des "MaHü"-Unwortes wird nicht ersichtlich. Werde mich bessern.....

  17. Yoshinori Sakai
    08. März 2014 22:09

    Info zur EU-Wahl: Am Samstag in einer Woche:

    Ausserordentliches Bundeskonvent des BZÖ am Samstag, 15. März 2014 um 11.00 Uhr in den Redoutensälen der Wiener Hofburg


    Tagesordnung:

    1. Eröffnung und Begrüßung
    2. Feststellung der Beschlussfähigkeit und Beschluss der Geschäftsordnung
    3. Rede von Bündnisobmann Gerald Grosz
    4. Rede der designierten Spitzenkandidatin DDr. Ulrike Haider-Quercia
    5. Wahl der Spitzenkandidatin zur EU-Wahl 2014

  18. Josef Maierhofer
    08. März 2014 14:29

    Demokratie wäre natürlich die Notwendigkeit ein Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, auch wenn die eigene Meinung anders ist.

    Wäre, wären da nicht die Manipulationen und Propagandisten. Ich kann mich an kein Medium erinnern, das das dortige Problem, das an sich ja vorher keines war, bis die Grünen kamen, sachlich objektiv betrachtet hätte. Nein, man musste polarisieren, ideologisieren, etc., für viel hinausgeschmissenes Geld Propaganda machen, selektiv abstimmen lassen, selektiv befragen, Dr. Unterberger nennt es Sauereien, ich auch.

    Auch mit Gesetz hat das nichts mehr zu tun, es war ja nur eine Befragung unter Rot/Grün unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Bürger, dafür hat man grüne EU-Bürger dazu genommen (etwa gar den Schwarzen Block diesmal im Abstimmungsmantel ?).

    Auch die 'Abstimmung' selbst wird kritisiert, gefälscht worden zu sein.

    War das einen Generalprobe für die Wiener Wahl im nächsten Jahr ?

    • Markus Theiner
      08. März 2014 18:41

      Ein Befragungsergebnis ist völlig unverbindlich.
      Die indirekt demokratisch legitimierte Entscheidung wird von der Stadtregierung getroffen.
      Akzeptieren muss man sie trotzdem. Akzeptieren heißt aber nur, dass man sich nicht vor die Bagger legt um den Umbau zu verhindern. Dagegen sein und es kritisieren darf man weiterhin, wenn man es nach wie vor für falsch hält.

    • Josef Maierhofer
      08. März 2014 19:39

      @ Markus Theiner

      Ist mir auch klar, es geht der Stadtregierung bloß um die Legitimierung der Geldverschwendung und um das Abwerten der direkten Demokratie im Verein mit der Mediendiktatur.

      Das Befragungsergebnis und dessen Zustandekommen ist der nächste Punkt, den man anmerken muss.

      Nun wird dort halt eine Fußgängerzone errichtet mit Radfahrern, real wird sich nichts ändern, die Radfahrer werden auf der Straße fahren, wenn sie nicht gerade provozieren, und die Fußgänger werden nach wie vor auf den breiten Gehsteigen gehen. Genau, wie diese Politwurschteln das wollen und mit einen manipulierten 'Befragungsergebnis' legitimieren wollen.

      Fairness und Objektivität ist keine linke Sache, Manipulation schon, Fanatismus und Ideologie auch.

      Ich habe auch geschrieben, das könnte ein 'Trainingsmatch' für die Wienwahl 2015 gewesen sein.

    • Gandalf
      08. März 2014 20:56

      @ alle:
      Ja, Sie haben natürlich vollkommen Recht. Aber: wo ist die Rathausopposition, oder wer sonst immer, der nicht mit dem grün - roten Gesind..., pardon, Geflecht, unter einer Decke steckt, der das auch in der breiten Öffentlichkeit sagt? Wo ist die Zeitung, die - so wie hier A.U. es getan hat - darauf hinweist, welche Sauerei das ganze um Steuergeld veranstaltete Theater in Wirklichkeit war? Wer getraut sich zu schreiben oder zu sagen, auf welchem Wege auch immer: Vergesst die volksdemokratisch- griechische Betrügerei, macht eine echte, demokratische Volksbefragung ALLER WIENER zu dieser Frage? Herr Juraczka, bitte aufwachen!!!
      P.S.: und im Übrigen: Wo schläft der Bürgermeister in spe H.C.Strache? Einen besser aufgelegten Elfer kann er ja wohl kaum so bald wieder bekommen...

  19. Politicus1
    08. März 2014 11:55

    Versuch einer politischen Analyse des Befragungsergebnisses:
    Die 53% Pro-FUZO-Stimmen entsprechen in etwa genau dem Prozentanteil der ROT-GRÜNEN Stimmen in Mariahilf und Neubau bei der letzten Nationalratswahl 2013.

    Ein Blick auf die Ergebnisse der letzten Bezirksvertretungswahlen 2010 zeigt, dass die satte ROT-GRÜNE Mehrheit in diesen beiden Bezirken ordentlich eingebrochen ist!
    Neubau BV-Wahl 2010: Grüne 45,4%, Rote 25,4% - in Summe 70,8%!
    Mariahilf BV-Wahl 2010: Grüne 26%, Rote 37,1% - in Summe 63,1%

    D.h. trotz massiver Parteipropaganda, Hausbesuchen und Inseratenkampagnen konnten für dieses zentrale Bezirksanliegen große Teile der ROTGRÜN-Wähler der letzten Bezirkswahl NICHT zu einem "JA zur FUZO" mobilisiert werden.

    Also garantiert kein Grund sich mit Blick auf die Wiener Wahl im nächsten Jahr breit grinsend und zufrieden den TV Kameras zu stellen ...

  20. Papalima
    08. März 2014 11:43

    nach .....auflistet.... gehört natürlich noch "wäre hilfreich"

  21. Papalima
    08. März 2014 11:42

    Nun, es kommt ja auch wieder ein politischer Zahltag. Leider sind dann viele antidemokratische Aktionen der Parteien vergessen. Ein gut zusammengestelltes Sündenregister, das, ohne auf die politischen Inhalte einzugehen, die gravierenden demokratiepolitischen Schwachstellen der wahlwerbenden Parteien auflistet. Ich wäre froh darüber und verbreitete es unter meinen Bekannten mit dem Ziel, der Weiterentwicklung der Demokratie einen Dienst zu erweisen. Wahrscheinlich werde ich allerdings auch dann wieder nur das kleinste Übel wählen können.

  22. Anonymus
    08. März 2014 09:22

    Versuchen wir doch einmal, den heutigen Autoverkehr in den Innenbezirken zu analysieren. Ursprünglich konnte man mit Bezahlung der Kfz-Steuer den öffentlichen Raum benützen (fahren und parken). Durch die enorme Steigerung der Fahrzeuge, die fehlenden Privatparkplätze bzw. Garagen bei den Wohnungen hat es schon sehr mühsam gemacht, freie Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Zielortes zu erreichen. Wenn man z.B. an der inneren Mariahilfer Straße eine Umfrage machen würde, dann sind ein Teil der Fahrzeugbenützer nur "Durchfahrer" vom oder zum Ring und eine weitere Gruppe auf mühsamer Suche nach einer Parkmöglichkeit (= mehrere Fahrten "um Häuserblöcke" und durch viele Einbahnen). Die öffentlichen Parkgaragen sind leider in diesen Stadtteilen auf einer Hand abzuzählen. Daher kann man die Geschäfte eigentlich nur zu Fuß bzw. U-Bahn erreichen und bei Abholung von voluminösen Artikeln dann nur einige Sekunden vor dem Geschäft stehen bleiben.
    Also sind Fußgängerzonen doch eine brauchbare Lösung zu oben beschriebenen sinnlosen "Suchfahrten". Was das Radfahren betrifft, so verleitet leider das Fehlen eines Erkennungsschildes/Registierungsnummer manche (nicht alle!) Radfahrer zum rücksichtslosen Verhalten gegenüber Fußgängern und anderen Straßenbenützern.

    P.S.: Ich selbst stelle oft mein Auto am Stadtrand oder in einer Parkgarage ab und mache dann mit einem ständig im Kofferraum mitgeführten kleinen Faltrad meine innerstädtischen Besorgungen. Manchmal nehme ich dieses Gefährt auch in der U-Bahn mit.

    P.P.S.: Damit ich nicht falsch verstanden werden: ich habe mit Rot und Grün "nichts am Hut".

    • Riese35
      08. März 2014 09:33

      Wie Sie richtig sagen, werden KFZ zur Abholung voluminöser Artikel verwendet. Solche wird man in der Mariahilferstraße in Zukunft nicht mehr abholen, sondern man wird noch mehr auf Einkaufszentren am Stadtrand ausweichen. Mit der fehlenden Abholmöglichkeit wird auch das Stöbern nach solchen Artikeln wegfallen.

      Und ich zweifle, daß die Mariahilferstraße bisher zum Durchfahren genutzt wurde. Dazu war sie kaum geeignet und es gab in unmittelbarer Nähe viel bessere Verkehrswege.

    • Markus Theiner
      08. März 2014 13:03

      Die Suchfahrten sind nicht sinnlos. Die Leute haben ja einen Grund wieso sie mit dem Auto dorthin fahren und nach Parkplätzen suchen. Sie wollen von A nach B und dort etwas tun.
      Die Möglichkeit zu Fuß zu gehen, mit dem Rad zu fahren oder die Öffis zu benutzen gab es ja bisher schon. Wenn jemand die nicht nutzt sondern trotz der langen Parkplatzsuche mit dem Auto fährt, dann ist es für diese Person anscheinend immer noch die sinnvollste Alternative. Welche Verkehrsmittel am sinnvollsten sind hängen ja von vielen Faktoren ab.

      Das Problem besteht also nicht darin, dass die Leute Parkplätze suchen, sondern dass es so wenige davon gibt und sie deswegen so lange suchen müssen.

      Die Fußgängerzone ist für dieses Problem keine "brauchbare Lösung". Klar, wenn man garnicht erst zur/durch die Mariahilferstraße fahren darf muss man dort auch nicht nach einem Parkplatz suchen. So gesehen hat man das Problem beseitigt. Im Hinblick auf das ursprüngliche Ziel - also von A nach B zu kommen - bietet sie keine Lösung, weil es jetzt weniger Möglichkeiten gibt das zu tun.

      Genausogut könnte man das Problem der fehlenden Organspender und langer Wartezeiten auf Transplantate dadurch beseitigen, dass man Transplantationen verbietet. Dann gibt fehlt nichts und man muss nicht warten.

    • Anonymus
      08. März 2014 16:48

      Markus Theiner:
      Wie Sie richtig erwähnen, benützt man das Auto, um von A nach B zu kommen. Wobei in diesem Fall mit B in oder in der Umgebung der Mariahilfer Straße ist. Wenn man aber dort keine Parkmöglichkeit findet und trotzdem den Besuch in B nicht verschieben bzw. absagen kann, dann kann man entweder mit dem Auto lange nach einem freien Parkplatz suchen (= zusätzlicher Zeit- und Fartkostenaufwand sowie Umweltbelastung) oder eine andere Beförderungsart wählen. Sinnvoll wäre es daher, wenn von der Anbieterseite (= Verkaufsgeschäfte, Behörden, Krankenkasse usw.) ausreichend Parkpülätze zur Verfügung gestellt werden, sonst suchen sich die Kunden/Klienten eben Alternativen. Es müsste daher im Interesse der genannten Anbietern sein, dass Parkplätze (z.B. Parkgaragen) vorhanden sind und nicht die Kunden zur Suche nach Stellplätzen gezwungen werden.
      Wenn heute am eine Kirche, eine Behörde, ein Supermarkt, ein Ärztezentrum, eine Produktionsstätte usw. einen Neubau errichtet, dann ist das Vorhandensein von ausreichend Parkplätzen Voraussetzung und meist sogar von der Baubewilligung abhängig.

    • Markus Theiner
      08. März 2014 18:39

      @ Anonymus:
      Genau darum geht es. Die brauchbare Lösung für das Problem wäre entweder mehr Parkplätze zu schaffen, oder den öffentlichen Verkehr auszubauen. Also mehr attraktive Möglichkeiten zu schaffen sinnvoll von A nach B zu kommen.

      Die Fußgängerzone macht aber das Gegenteil. Anstatt dass man sich Gedanken macht, wie man ideologisch gewünschte (und in vielen Situationen ja wirklich effizientere) Alternativen verbessern kann werden einfach die ideologisch unbeliebten Möglichkeiten gestrichen, damit den Menschen unterm Strich weniger Spielraum bleibt und sie sich für die obrigkeitlich gewünschte Alternative entscheiden müssen.

      An sich ist bei jedem Bau neuer Wohnungen auch die Pflicht zur Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten. Oder eben zu einer Zahlung an die Stadt, die solche Mittel dann verwendet um Parkplätze zu schaffen oder den öffentlichen Verkehr zu fördern. Keine Ahnung ob das auch für eine Arztpraxis oder einen Supermarkt gilt.

      Nun, raten wir mal alle, in welches aktuelle verkehrspolitische Konzept solche Mittel fließen...

    • King_Crimson (kein Partner)
      09. März 2014 10:44

      Ich war früher oft mit dem Auto in der Mariahilfer Strasse und hatte keine Probleme bei der Parkplatzsuche. Die Autos durften ja ohnehin nur 1,5 Stunden parken.

  23. Wertkonservativer
    08. März 2014 08:45

    Meine Wien-Besuche der letzten Jahren konzentrierten sich auf den 7. Bezirk (des Wohnbezirkes eines meiner Söhne)!
    Abgesehen von den wienüblichen Parkproblemen, fielen mir immer wieder die Unmengen an Radfahrern auf, großteils leger gewandet und mit den üblichen Kleinrucksäcken am Buckel, von weitem grün "riechend", oft multikulti!

    Nun, dass die Grünen (und sicher nur dort!!!) in der aktuellen Sache eventuell doch einen Pyrrhussieg erzielen könnten, war für mich durchaus denkmöglich und sogar wahrscheinlich!

    Jetzt haben die grünen Radl-Fans der Mariahilfer und Neubauer mit Hilfe der griechischen Roten zwar - mit Masel - ein Match gewonnen: der breiteste Radweg Österreichs wird eröffnet!
    Als Einkaufszentrum wird die Mariahilferstraße aber wohl kaum mehr die zentrale Rolle spielen, als bisher!
    Aber Achtung: vielleicht denke ich inzwischen Nichtwiener anders als Sie, verehrte Herrschaften? Falls dies zutrifft, bitte ich vorsorglich um Entschuldigung!
    (Nach der dramatischen Ukraine-Diskussion bin ich da ein wenig heikel!)

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Politicus1
      08. März 2014 09:02

      mMn. hat die Mariahilferstraße ihre Bedeutung als Einkaufmeile bereits mit der Einstellung oberflächlicher "Öffis" verloren. NIemand tut sich das an, um eine oder maximal zwei Stationen mit der U-Bahn mit endlosen unterirdischen Gängen zu bewältigen, um z.B. von einem Geschäft in Gürtelnähe zum Leiner zu kommen.

      Der Sieg der RadlerInnen ist in Wahrheit ein Sieg der Einkaufszentren am Rande Wiens!

      Die nahe Zukunft wird aber neue spannende Diskussionen (und Befragungen?) bringen:
      z.B. "im Achten", ob die Lerchenfelderstraße und die Josefstädterstraße nicht auch FUZO werden sollen ...
      oder im 5. Bezirk die Schönbrunnerstraße und die Margaretenstraße ...

    • Riese35
      08. März 2014 09:27

      Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich sehe das als Wiener nicht viel anders. Die Radfahrer, die sich an keine Regeln halten, sind ein sehr großes Problem und eine Gefahr. Sie haben in einer Fußgängerzone genausowenig verloren wie andere Fahrzeuge.

      Wenn man Fahrzeuge will, dann muß man deren Verkehrsfläche von den Fußgängern in einer derart belebten Verkehrsstraße trennen. Dann braucht man aber keine Fußgängerzone, und alles könnte bleiben, wie es ist. Dann könnte auch der 13A wieder ohne meilenweite Umwege verkehren.

      Die GrünInnen brauchen die Mariahilferstraße offenbar, um dort ihre Plastikbäume aufstellen zu können, damit es nach "Natur" ausschaut. Denn in der echten Natur findet man Grüne ja kaum. Die benötigen eine urbane, grün angefärbte Umgebung. Und offenbar ist ihnen hier sogar der öffentliche Verkehr wurscht, den man mit der Kirche ums Kreuz schickt. Dafür werden jetzt dort die Gaukler und Wahrsager Einzug halten.

      Jetzt hat Dr. Unterberger Gott sei Dank wieder ein Thema gefunden, an dem wir gemeinsam motschkern können! Ich glaube nicht, daß es diesmal hier so kontroversiell ablaufen wird.

    • fewe (kein Partner)
      09. März 2014 18:28

      Ich möchte ja nicht ätzend sein, aber Sie sind ein Tourist. Mich geht es ja auch nichts an, welche Fußgängerzonen in St. Pölten angelegt werden.

  24. Gerhard Pascher
    08. März 2014 08:43

    Solche Abstimmungen erinnern mich immer an Wahlen in totalitären Staaten, wo durch manipulierte Fragen und Auswahl der Wahlberechtigten der Ausgang stark beeinflusst wurde. Trotzdem haben die Grünen bis zuletzt "gezittert".

    Aber so wichtig ist das ganze Thema im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Problemen eigentlich doch wieder nicht. Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass es sich (lt. AU) um "Mitteleuropas größter und wichtigster Einkaufsstraße" handelt. Tatsache ist vielmehr, dass sich das Einkaufsverhalten heutzutage vorwiegend in den Einkaufszentren und im Internet abspielt. Die Mariahilfer Straße hatte schon die ehemaligen großen Kaufhäuser Stafa, Gerngroß und Herzmansky verloren und es gab in letzter Zeit kaum noch freie Parkplätze für die Kunden.

    Also bekommen die Wiener sowie deren Besucher nun noch eine weitere Flaniermeile *) mit den bekannten Vor- und Nachteilen, wie sie schon in der Innenstadt bei Kärntner Straße, Graben, Kohlmarkt usw. anzutreffen ist. Dort wurden auch schon viele kleine Fachgeschäfte vertrieben und auch das Kaufhaus Steffl musste schon mehrmals deren Geschäftsphilosophie ändern.

    *) Flaniermeile wird es erst dann geben, wenn die Gehsteige verschwunden sind, der Taxiverkehr unterbunden und die Radfahrer "in geordneten Grenzen gehalten werden".

  25. Politicus1
    08. März 2014 07:45

    53% der Mariahilfer und Neubauer wollen also in der FUZO MAHÜ radfahren!

    Da wäre vielleicht zu hinterfragen, ob nicht der eine oder die andere RadlerIn so zufälllig zum Stichtag für die Berechtigung zur Teilnahme an der Abstimmung in einer Wohnung im 6. oder 7. Bezirk angemeldet wurde.

    Wäre ja kein Problem, das zu machen - die echten Kommunistenn waren in den 50er Jahren wahre Meister, um so leichter zu einem gezielten Grundmandat zu kommen ...

  26. Markus Theiner
    08. März 2014 04:41

    Die Auswahl der Befragten ist das größte Problem an der Sache.
    Es gibt immer wieder Dinge, an der die Allgemeinheit einen Bedarf hat, die aber für die unmittelbare Umgebung Nachteile bringt. Sei es eine Unterbringungsstätte für Asylwerber, eine Kläranlage, eine Müllverbrennungsanlage, ein Windpark, eine Durchzugsstraße, eine Bahntrasse oder sonst was. Würde man bei derartigen Projekten immer nur die unmittelbaren Nachbarn befragen könnte man solche Projekte meistens gar nicht realisieren.

    Deswegen ist es ja zum Beispiel gerade beim Verkehr Aufgabe der Politik Konzepte auszuarbeiten.
    Ein sinnvolles Verkehrskonzept muss aber zwangsläufig großflächig angelegt sein. Ein solches Konzept kann nie die Summe von regionalen Einzelkonzepten sein.

    Es muss zum Beispiel in Wien Durchzugsmöglichkeiten von der Peripherie in die Innenstadt geben. Fragen wir konsequent direktdemokratisch die Bewohner jedes Straßenzuges einzeln, ob sie den Durchzugsverkehr ausgerechnet in ihrer Straße haben wollen und schauen wir, was dabei heraus kommt. Ich bin skeptisch ob was sinnvolles heraus kommt. Selbst diejenigen, die eine Notwendigkeit von Durchzugsverkehr einsehen, werden schwerlich mit Ja stimmen. Immerhin wissen sie, dass wenn sie die einzigen sind die den Verkehr akzeptieren sie die Bürde aller die Nein gesagt haben auch noch tragen dürfen.

    Andererseits ist dieser Ansatz ausbaufähig. Befragen wir zum Beispiel mal die Banken ob sie eine Bankensteuer haben wollen. Bei der Tabaksteuer werden nur Kettenraucher und bei der Mineralölsteuer nur Autofahrer oder überhaupt nur Tankstellenbetreiber gefragt.

  27. mischu
    08. März 2014 01:53

    Wenn es so etwas wie einen Mißbrauch der direkten Demokratie gibt, dann wurde er uns mit der Mahü-Befragung beispielhaft vor Augen geführt, nämlich mit dem Ausschluß großer Teile der betroffenen Bevölkerung!

    Es wäre dringend eine Klage beim Verfassungsgerichtshof zu prüfen, denn diese Befragung verstößt eindeutig gegen das Gleichheitsprinzip. Es dürfen zwar ALLE Wiener mit ihrem hart verdienten Steuergeld sowohl für die beispiellose Propagandaschlacht als auch für den teuren, langjährigen Ausbau dieser FUZO bezahlen, aber es durfte nur eine handverlesene Auswahl an Anrainern abstimmen. Das ist linke Demokratur reinsten Wassers.

    Rot-Grün = der größte Schaden für Wien!





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