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FN 598: Der Tod eines Mannes, der Tod einer Idee

Der einstige spanische Ministerpräsident Suarez ist gestorben. Todesfälle sind immer beklemmend; aber der Tod des ersten demokratischen Ministerpräsidenten nach dem Franco-Regime ist aus ganz anderen Gründen eine Tagebuch-Eintragung wert.

Denn Suarez stand – so wie jahrzehntelang alle Regierungschefs Italiens – an der Spitze einer christdemokratischen Partei. In beiden Ländern sind die Christdemokraten heute aber fast nicht mehr vorhanden. Was eine der dramatischsten Umgestaltungen der europäischen Nachkriegsgeschichte bedeutet. Wenn sich christdemokratische Bewegungen selbst in die Luft sprengen oder immer weiter nach links gehen (wie etwa die ÖVP unter Riegler, Busek und Josef Pröll), heißt das jedoch nicht, dass damit automatisch die Linke die Mehrheit bekommt. Sondern es bilden sich auf der Rechten neue starke Gruppierungen. Woran auch mediales Trommelfeuer nichts ändern kann. In Spanien ist die neue Rechte aus dem einstigen Francismus entstanden; und in Italien durch einen ebenso charismatischen wie schlitzohrigen Fernsehmagnaten.

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alle Kommentare

  1. BHBlog (kein Partner)

    Das gute ist ja, dass es in österreich eine neue Partei der Gläubigen nun gibt.
    Die Reformkonservativen.
    Übrigens ich bin kein Katholik:
    http://benjaminheinrichblog.blogspot.co.at/2014/03/mein-glaube.html

    Aber mir wurden die christlichen Werte gelehrt und ich kann mich damit sehr identifizieren.
    Das heißt jetzt nicht, dass ich alles was unter dem Titel "für Gott" geschah gutheiße (z.b. die Hexenverfolgungen) oder einige der Kriege.
    Allerdings war es wichtig,dass Österreich 1683 zusammen mit Polen siegreich Wien verteidigte gegen die Osmanen und die Franzosen 1453 den 100-jährigen siegreich Krieg beendeten.
    Sonst wäre wohl der Westen jetzt protestantisch und der osten (komplett) islamisch.



    • Waldkauz (kein Partner)

      @ BHBlog

      "Österreich 1683 zusammen mit Polen siegreich Wien verteidigte"

      Es waren schon auch noch andere Länder dabei:

      Das christliche Entsatzheer.

      August / September 1684. Das Entsatzheer der “Heiligen Liga europäischer Mächte” marschiert heran. Es besteht aus:

      Polen unter König Johann III Sobiesky (auch Oberkommandierender)
      24.000 Mann, 28 Geschütze
      Kaiserliche Truppen unter FL Herzog Carl von Lothringen (Oberkommandierender der kaiserlichen Truppen und Stellvertreter des Kaisers)
      21.000 Mann, 70 Geschütze
      Bayern unter Kurfürst Max Emanuel von Bayern
      11.000 Mann, 12 Geschütze
      Sachsen unter Kurfürst Johann Georg III von Sachsen
      10.400 Mann, 16 Geschütze
      Franken & Schwaben (südwestdeutsche Fürstentümer) unter FM Fürst von Waldeck
      9.500 Mann, 12 Geschütze

      In Summe 75.900 Mann und 138 Geschütze.

    • BHBlog (kein Partner)

      Natürlich richtig, danke für die Ergänzung.

  2. Haider

    Entscheidend scheint mir, daß heute vorsätzliche Lügner kaum mehr eine Chance haben. Ein sozialistischer Hollande, der vor der Wahl in Frankreich ein rotes Paradies verspricht oder Altkoalitonäre, die wie in Österreich vor der Wahl neue Steuern ausschließen aber diese sofort nach Wahlschluß einführen, haben ausgedient. Die Bevölkerung denkt inzwischen selber und hat das unkritische Nachvollziehen der volksverdummenden Meldungen in Parteimedien längst satt. Krimineller Meinungskauf mithilfe Steuergeldern (Inseratenaffaire!) funktioniert nur mehr rudimentär. Auch Gehirnwäsche mit Hilfe eines linkslastigen Zwangsgebühren-ORF zeigt schon lange nicht mehr die erhoffte Wirkung. Ein Beweis mehr, daß teuer nicht gleich Effizienz heißt. Siehe z. B. auch das österreichische Schulsystem (ein Paradebeispiel für sozialistisches Geldverbrennen aus reiner ideologischer Sturheit/Verblendung/Dummheit).



    • brechstange

      Dafür titelte man nach der Wahl, Stronach beging Wahlbetrug, Wählertäuschung. Nicht wenige saßen diesen Enten auf und tönten mit. Es ist immer wieder dasselbe, die Medien "berichten" und der Großteil der Menschen "glaubt".

    • Wertkonservativer

      Liebe und werte @ brechstange:

      wenn man mich armen Wertkonservativen hier vielfach der Nibelungentreue gegenüber der ÖVP zeiht, dann gilt dies für Sie und die Stronach-Truppe zumindest in gleichem Maße!
      Ich verstehe Sie ja wirklich gut, doch für die von Ihnen hochgehaltene politische Vereinigung gilt wohl in viel höherem Maße die doch vielfach artikulierte Auflösungsvermutung, als bei der doch in langjährig gewachsenen Strukturen aktiv im Politgeschehen fuhrwerkenden Volkspartei!!!
      Noch kurz zu Stronach: kaum wer hat ihm "Wahlbetrug" vorgeworfen, außer eben den odiosen Politikerkauf! Außer Kurs gesetzt hat sich Herr Stronach schon selbst!
      Nochmals:
      die ÖVP wird sich in manchem bis vielem wandeln müssen;untergehen wird sie ganz sicher nicht!

      Für Ihre bewundernswerte Aktivität wünsche ich Ihnen weiterhin viel Ausdauer und Stehvermögen!
      Sie werden es wohl selbst am besten beurteilen können, sollten sich Ihre Mühen und Hoffnungen schlussendlich als vergeblich herausstellen!

      Herzlich

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      @Wertkonservativer:

      "Nochmals", schreiben Sie, "die ÖVP wird sich in manchem bis vielem (was denn jetzt, WK? A bissl a wengerl oder a bissl vüüü?) wandeln müssen; untergehen wird sie ganz sicher nicht!"
      Ihre Nibelungentreue zu einer Partei, deren heutzutag' rotzrote Nasen weder die Nibelungen noch den lieben Gott jemals erschnuppert haben, in allen Ehren; sie ist so stur wie bewundernswert. Und Ihre Treue reicht zwei Klafter tief.

      Aber vergebens. Denn Leichen können sich nur noch zu Kompost wandeln. O.K., die gegenwärtige Mumifizierung dieser Polit-Leichen bei lebendigem Leibe sorgt noch für ein kurzes optisches Überleben — wie halt auch ein hohler Baum noch für eine Weile seine Fäulnis verbergen kann, ehe er haltlos zusammenbricht. Doch die Singvögel (sprich: junge Talente und Hirne) haben diese Ruine länsgt verlassen. Auf den verdrorrten Zweigen singt niemand mehr.

      Auch Sie nicht, san S' ma net bees; Sie krächzen einem Leichnam hinterher. Die ÖVP, an der Ihr Herz hängt, gibt es seit vielen Jahren nicht mehr. Sie wird auch — anders als Jesus, dessen Angedenken sie mit genagelten Bergschuhen tritt — nicht auferstehen; sie ist mausetot, von vielen Judassen verkauft.
      Finito l'amore, WK. Aber Sie haben mein Mitgefühl. Was Ihnen leider ebensowenig nützt wie der einst staatstragenden ÖVP.

    • Wertkonservativer

      Marcus Aurelius! Imperator!

      Müssen's denn gar so hart zu einem alten Wertkonservativen sein?
      Ihre teilweise bildhaften Vergleiche (Singvögel ..hohler Baum ... Bergschuhe usw.) kommen zwar meinen lyrischen Neigungen entgegen, doch Ihre Generalaussage möchte ich in ihrer ganzen Wucht nicht wirklich zur Kenntnis nehmen:
      ich meine als alter Politikversteher, dass Sie bei Ihrem dramatischen Befund die Eigenarten des österreichischen Volkes vielleicht doch etwas zu wenig ins Kalkül ziehen!
      Der Österreicher ist ja im Grunde konservativ aufgestellt und neigt nicht zu plötzlichen 180°-Änderungen seiner langjährigen Sichtweise von Gott und der Welt!

      So bin ich mir z.B. ziemlich sicher, dass der "Leichnam" ÖVP bei der kommenden EU-Wahl vor den Freiheitlichen landen wird, möglicherweise sogar auf dem 1. Platz!

      Schau'mer halt amal!

      Salve, Imperator!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • panzerechse (kein Partner)

      WK!

      Ich erlaube mir, Ihnen mal zu Ihrem "Optimismus" und nicht zuletzt diesem "positiven Denken" etwas entgegenzuhalten:

      Ein Pessimist hat immer einen Plan B, C, D... usw. Ein "Optimist" hat eine Plan A. Wenn dieser Plan A nicht funktioniert... Er bleibt beim Plan A... (*ggg)

      Wäre Adolf Hitler ein Pessimist gewesen... er wäre nicht einmal in Liechtenstein einmarschiert... Wahrscheinlich wäre er nur ein etwas verhaltensauffälliger Kleingärtner geworden... (*ggg*) So! Was sag'ma jetzt zur "Weltsicht"???

    • Peter (kein Partner)

      @Haider

      Schön, in diesem Zusammenhang auch einmal eine optimistsche Meinung zu lesen, auch wenn ich mich Ihrem Optimismus nicht ganz anschließen kann. Ich halte es eher mit Einstein: .... die Dummheit der Menschen ist unendlich. Die letzte NR hat es wieder bewiesen.

  3. mischu

    In Frankreich feiern unter dem Sozi Hollande die neuen Ide(e)n bereits Auferstehung. In Österreich wird es bald soweit sein, denn die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst auch hier:

    http://orf.at/stories/2223264/2223269/



  4. brechstange

    Bis Dienstag kann man noch die Petition für eine "Vollständige Untersuchung des Hypo-Finanzdebakels...." unterzeichnen.

    http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00010/index.shtml#tab-Zustimmungserklaerungen



  5. Anton Volpini

    O.T.
    Ich bin zum Thema Kosovo und Krim ein bisserl spät dran, aber trotzdem ist es mir wichtig, dazu Stellung zu nehmen.

    Im Kosovo gab es viele Tote bevor sich selbsternannte Ordnungskräfte einmischten, um eine angebliche Ordnung zu machten, und diese "Ordnung" hält bis heute an.
    Auf der Krim haben die Russen Ordnung gemacht, bevor es einen Toten gab!



  6. Wertkonservativer

    Ich verstehe ganz gut, was Sie mit Ihrer Replik meinen, werter @ machmuss verschiebnix!

    Klar, dass langjährig gleiche Regierungs-Zusammensetzungen Versteinerungen im politischen Geschehen bewirken, und Regierungs- oder auch Koalitionswechsel in der Regel frischen Wind hereinbringen.
    Voraussetzung dafür ist aber auch, dass in oder an die Regierung strebenden Parteien zumindest - nebst entsprechendem Widerhall im Volk. gleichgute oder bessere Grundsätze, qualifiziertes Politpersonal, gewachsene Parteistrukturen haben.

    Bei uns kamen dafür nur die Freiheitlichen in Frage; da eine absolute Mehrheit für die Blauen jedoch weit außer Reichweite ist, könnten sie auch wieder nur den Schwarzen oder mit den Roten eine Koalition eingehen.,
    Solange sie jedoch den Anti-EU und -Anti-EURO-Kurs segeln, werden sie allerdings keinen Koalitionspartner finden.
    Und falls man hier meint, die Herren Mölzer und Vilimsky könnten mit ihrem Anti-EU-Wahlkampf und mit lächerlichen Retro-Vergleichen (Mölzer) die EU umkrempeln, wird das hier wohl zu einigen langen Gesichtern führen.
    Und zum Schluss noch: wer den roten Schulz an der Spitze an der EU verhindern will, müsste eigentlich Volkspartei und damit die konservative-EU-Fraktion wählen:
    das sagt der Hausverstand!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Wertkonservativer

      Herrgottsakra:
      gehört unter den @machmuss verschiebnix-Beitrag!
      Bitte nicht bewerten!

    • Ai Weiwei

      @ Wertkonservativer

      Jede Stimme für die ÖVP bei der EU-Wahl ist eine Stimme für Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident und somit eine Stimme gegen Martin Schulz.

      So einfach ist das: Es gibt nur ZWEI Alternativen.

      Obwohl sich ständig der Belgier Guy Verhofstadt als dritte Alternative auf Seiten der Liberalen aufzudrängen versucht.

      Ich denke, den Guy Verhofstadt wird es nicht spielen. In Brüssel bleibt es diesmal noch im alten Schema: Schwarz (Juncker) oder Rot (Schulz).

      Für Schulz spricht immerhin etwas:

      Er ist Deutscher, und wird so hoffe ich doch nicht so dumm sein wird gegen Deutschland bzw. deutsche Interessen Politik zu machen.

      Der gute Mann will sich ja einmal in seiner Heimat zur Ruhe setzen und dort geruhsam leben.

    • Tik Tak (kein Partner)

      " ... Für Schulz spricht immerhin etwas:

      Er ist Deutscher, und wird so hoffe ich doch nicht so dumm sein wird gegen Deutschland bzw. deutsche Interessen Politik zu machen. ..."

      Das hat Schulz schon zu der Zeit gemacht, zu der er noch Bürgermeister war.
      Als EU Parlamentsabgeordneter hat er sich nur durch drei Dinge ausgezeichnet:

      1.) Unbildung und Arroganz der Spitzenklasse
      2.) Politik gegen Europa und seine Steuerzahler
      3.) Politik gegen sein Herkunftsland Deutschland

      Der Mann muß um jeden Preis verhindert werden.
      Nicht jedoch, daß andere besser wären.

  7. Ai Weiwei

    Spaniens Ex-Premier Suárez ist tot

    Er war der erste frei gewählte Regierungschef in Spanien nach dem Ende des Franco-Regimes. Nun ist Adolfo Suárez im Alter von 81 Jahren in Madrid gestorben.


    http://bazonline.ch/ausland/europa/Spaniens-ExPremier-Suarez-ist-tot/story/12899130



  8. Nestor 1937

    Vorige Woche habe ich mir den Ewald Stadler in 1150 Rudolfsheim angehört und war in mehrfacher Hinsicht erstaunt...

    Ich könnte ihm fast in allen seinen Einschätzungen zustimmen. Sein Programm liest sich gut. Aber das war beim Stronach ja auch so...



    • brechstange

      Das ist beim Stronach noch immer so.

    • machmuss verschiebnix

      ».. war beim Stronach ja auch so ..«

      Naja Nestor, wenn schon "pflanzen" lassen, dann wenigstens mal von jemand anderem,
      oder noch pessimistischer gesagt: warum nicht einfach mal dem "Dobermann" die Chance
      geben, uns zu enttäuschen !

      .

    • Nestor 1937

      Ewald Stadlers bisherige politische Laufbahn ist nicht gerade berauschend. "Dobermann" nennt ihn machmuss verschiebnix. Auch die ihn für die EU-Wahl auf den Schild hoben sind keine Garanten für das notwendige Quorum von immerhin 160.000 Stimmen.

      Aber der Vergleich mit den übrigen Kandidaten und vor allem mit den übrigen Parteiführern fällt positiv aus. Stadler ist eine überzeugende konservative Persönlichkeit mit Stil und Standfestigkeit. Gewählt werden ja im Mai Kandidaten und NICHT Parteien!

      Sehe ich das richtig?

    • Wertkonservativer

      Weil Sie zum Schluss ein Fragezeichen setzen, werter Nestor 1937 (Geburtsjahr?):

      ja, auch ich halte Dr. Stadler "für eine überzeugende konservative Persönlichkeit", wie Sie ihn ganz richtig einschätzen! Mit Sicherheit ist er der beste Kopf aus dem sonst ziemlich durchwachsenen Haufen der Alt- und Neu-Blauen bis Orangen!
      Wenn der bei der ÖVP wäre, würde ich jubeln!

      Nur leider bringt es nicht viel, ihn bei der EU-Wahl anzukreuzen (außer ihm vielleicht Mut für nationale Wahlgänge zu machen!).

      Nochmals: der Stadler wäre schon sehr o.k., doch bei der EU-Wahl gilt's, die Roten und den unsäglichen Herrn Schulz nicht an die EU-Spitze zu lassen!!!
      Da können weder Stadler noch der Retro-Mölzer auch nur irgendwie sinnvoll mitspielen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Nestor 1937

      Schulz durch Karas zu ersetzen hieße den Teufel durch Beelzebub zu vertreiben.

      Beide sind geifernde Ehrgeizlinge ohne Tiefgang. Beide wollen den Moloch in Brüssel zu einem ungeliebten Zentralstaat weiter ausbauen.

      Die schon ganz fremdgesteuerte EU gehört rückgebaut hinten den Vertrag von Maastricht.

  9. mischu

    Mit dem WERTEverlust kommt der WÄHLERverlust!

    Die ÖVP hat, wie viele ihre Schwesterparteien, die Orientierung verloren und weiß heute gar nicht mehr, wofür sie tatsächlich steht. Immer nur den Steigbügelhalter für die Sozis abzugeben, um am Futtertrog zu bleiben und damit höchstens "linksdrehenden" Stillstand im Land zu garantieren, ist vielen ehemaligen Wählern ganz einfach zu wenig.

    Der unzufriedene Bürger sucht dann eben sein Heil verständlicherweise bei anderen, unter Umständen, radikaleren Gruppierungen, nur um endlich dem lähmenden Proporz ein Ende zu bereiten - egal ob etwas Besseres nachkommt oder nicht.

    Wer kann es ihm verdenken, denn die Schwäche der einstigen Volksparteien, ist halt die Stärke der neu aufsteigenden Populisten.
    Solange die Schwarzen das nicht wirklich beherzigen bzw. vertiefen, sind und bleiben sie unwählbar.



  10. machmuss verschiebnix

    » ... viele wertkonservativ Denkende meinen, ihr Heil in anderen Parteikonglomeraten finden zu können ...«

    Widerspruch - geschätzer Wertkonservativer,

    wenn ich es in der ÖVP noch finden würde - das Bollwerk gegen "anything goes" - dann
    hätte ich mich BESTIMMT NICHT auf eine Partei eingelassen, wo die LIF mit mischen .

    Entscheidend ist letztlich die Frage, wie kommen wir zur dringend nötigen, staatlichen
    Reform, wenn genau die beiden Parteien immer wieder gewählt werden, die sich
    selber für den Staat halten und daher Tod und Teufel GEGEN eine tiefgreifende
    strukturelle Erneuerung aufbieten ?


    Wenn wir - die Wähler - uns immer wieder pflanzen lassen, dann wird die Opposition
    NIEMALS in die Lage kommen, genügend "Zugzwang" entwickeln zu können ! ! !


    Die ÖVP als weltanschauliche "Heimat" haben wir längst verloren - geben wir uns doch
    diesbezüglich keinen Illusionen hin .

    .



  11. Wertkonservativer

    Wenn Dr. Unterberger hier vom "Linksruck" und der damit zusammenhängenden "Schrumpfung" ehemals mächtiger christdemokratischer Parteien spricht, ist der "Linksruck" bestenfalls eine der Ursachen!

    Erstens ist "links" heute lange nicht mehr das, was man gemeinhin darunter versteht; in einer Zeit, in der man sogar der Kirche und dem Papst einen "Linkskurs" bescheinigt, muss man derlei Etikettierungen wohl ein wenig anders sehen, als manche strukturkonservative Kritiker es meinen.

    Wesentliche Gründe für das Schrumpfen konservativer Parteien ist wohl die Auszehrung der bäuerlichen Welt durch krasse Reduzierung des bäuerlichen Bevölkerungsanteiles.
    Der technische Fortschritt, der heutige "way of life" und die dadurch geförderte Abkehr von einer religiös bestimmten Lebensauffassung tun ihr übriges, um "den Kuchen" für christdemokratische Parteien zusätzlich schrumpfen zu lassen!
    Wenn dann halt noch viele wertkonservativ Denkende meinen, ihr Heil in anderen Parteikonglomeraten finden zu können, wird's halt dann für die alten "Bürger- und Bauernparteien eng!
    Dass es den Roten mit ihrer Hauptklientel, der Arbeiterschaft, auch nicht viel besser geht, ist ein bescheidener Trost!
    Am Schluss kann ich mich - schwacher Mensch, der ich bin - einer spitzen Spitze nicht enthalten: die hier bei uns sehr gepushten Freiheitlichen sind ganz klar keine christdemokratische Partei, und mit Sicherheit linker, als man dies der Volkspartei vorwirft. Vordergründiges Kreuzerlvorsichhertragen macht noch keine christdemokratische Partei aus den Blauen!
    Da bleibe ich halt doch lieber bei meinen Schwarzen, die - wenn auch oft potschert - ja doch noch zumindest einen Teil unserer bürgerlichen Wertanschauungen vertritt!
    Mehr jedenfalls als die anderen!

    (mail to: gerhard@michler.at)







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