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FN 590: Lehman, der Staat und die Schuldenkrise

Das hatte niemand erwartet: Die europäischen Lehman-Gläubiger bekommen Ihr Geld vollständig zurück.

Eine hundertprozentige Quote in Insolvenzen ist mehr als ungewöhnlich. Sie zeigt nun mehr als deutlich: Die einst große Bank hatte 2008 nur einen Mangel an verfügbarem Bargeld, an „Solvenz“, sie war aber insgesamt alles andere als überschuldet. Wie auch immer man den damals dennoch erfolgten Zusammenbruch bewertet (in meinen Augen deutet vieles auf eine böse Intrige von Konkurrenten mit Hilfe der US-Regierung): Der Vergleich zu den Staatsfinanzen ist erschreckend. Denn deren Gläubiger werden in Europa und Amerika nie mehr alles zurückbekommen. Sie erleben nur eine Umschuldung nach der anderen. Sie sehen nur eine Europäische Zentralbank, welche die Banken praktisch unlimitiert mit Gratisgeld überschüttet. Sie sehen nur Banken, die darauf den Staaten natürlich alles abkaufen, was immer diese an Anleihen produzieren (in Amerika funktioniert die Staatsfinanzierung noch direkter). Während die Lehman-Schulden gegen Null gehen, gehen die Schulden der meisten Staaten auch in Zeiten einer leichten Konjunkturerholung steil nach oben. Bis alles platzt. Aber vorher lenkt die Politik noch einmal kräftig von ihren eigenen Untaten ab, indem sie die Banken beschuldigt und sie - in Wahrheit die Sparer - zur Finanzierung ihrer Wählerbestechungsaktionen durch ständig neue Steuern beraubt . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 17:41

    Zum Konkurs von Lehmann:

    Der damalige CEO dieser Bank, Richard S. Fuld, wollte beim weiteren Tanz um das Goldene Kalb nicht mehr mittun. Blankfein, FED, Paulsen und die anderen besorgten
    es ihm dann...

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 18:15

    Das Weltfinanzsystem ist eine der Materien, die mir - trotz lebenslanger Tätigkeit im kaufmännischen Bereich - wie das "Buch der sieben Siegel" der Apokalypse (Offenbarung Johannes), und mit seiner Undurchschaubarkeit und geheimnisvollen Völkergefährdung als DAS Böse unserer Zeit erscheint!
    Wenige superreiche Menschen, Syndikate, Organisationen horten anscheinend derart ungeheuerliche Geldmengen - oft sicher mit unlauteren Mitteln "erworben" - in geheimnisvollen Verstecken, und jagen mit dem Einsatz dieser Mittel die Völker dieser Welt, meist durch Eigenverschulden in die "Schuldenfalle" geraten, wie mit nassen Fetzen vor sich her!

    Wie gesagt: für mich "Ein Buch mit Siegeln". Sicher gibt es auch unter uns kluge Zeitgenossen, die diese Materie zumindest teilweise durchschauen!
    Ich kann es nicht und gebe dies auch gerne zu!

    Nochmals zum "Buch":
    Eines der großartigsten Werke eines österreichischen Komponisten der ersten Hälfte 20. Jahrhunderts, ist "Das Buch mit sieben Siegeln" von Franz Schmidt (1874 - 1939)!!
    Dieses wunderbare Oratorium ist - neben seinen vier Symphonien - für mich ein Kosmos edelster Musik, geschrieben übrigens von einem heute auch "Verfemten", weil sich dieser versponnene Künstler und völlig unpolitische Mensch knapp vor seinem
    Tod traute, positiv über die politische Entwicklung in Deutschland und Österreich zu sprechen!
    Weinheber als Lyriker, Schmidt als Komponist: zwei wahre Genies, deren Werke auch durch Wegschauen und Verächtlichmachung der öffentlichen "Kunstszene" für Menschen mit Sensorium für wahre und echte Kunst weiterhin das bleiben, was beide Künstler erstrebten: durch ihre Werke Schönheit, edle Menschlichkeit, Freude und
    Trost unter die Menschen zu bringen!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 17:24

    Das Geld fließt zum größten Teil in die Familie (der Zocker)

    ..."Von den Zahlungen profitieren vor allem Hedgefonds und andere Finanzinvestoren, die die Ansprüche teils mit großen Abschlägen aufgekauft hatten und nun zum Teil mit dreistelligen Millionengewinnen rechnen können. Insgesamt schüttet Pwc rund 40 MilliardenPfund aus, davon 23 Milliarden an besicherte und 16 Milliarden an bis zu 3400 unbesicherte Gläubiger....."
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/in-europa-lehman-glaeubiger-bekommen-geld-vollstaendig-zurueck-12832930.html

    Bezahlen wird es vor allem der amerikanische Steuerzahler resp. die FED mit frisch gedrucktem Geld!

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. März 2014 00:04

    Vollständig zurückbekommen ihr Geld in erster Linie jene Hedgfonds und Großinvestoren, die mit ihrer Finanzkraft Milliardenprozesse gegen die insolvente Bank anstrengen könnten. Das würde die Insolvenz in ungeahnte Höhen treiben und deshalb legt man sich mit denen nicht an. Lediglich der "kleine Fisch" geht leer aus, der durfte sowieso nur als Köder für die großen Fische herhalten.

    Und genauso wird es bei den notverstaatlichten Banken HAA, Kommunalkredit und Volksbanken AG in Österreich laufen, ohne daß sich der geplagte Steuerzahler dagegen wehren kann!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 21:30

    OT

    Kommt ein wenig Licht ins Dickicht um die Ukraine und die wahren Aggressoren?

    Ukraine

    Maidan: Handelten Scharfschützen im Auftrag der neuen Koalition?
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 05.03.14, 17:18 | 39 Kommentare

    Der russische Geheimdienst hat möglicherweise ein brisantes Gespräch mitgeschnitten: Hinter den Scharfschützen vom Maidan soll demnach „jemand aus der neuen Koalition“ stehen. Das soll Urmas Paet, Außenminister von Estland, der EU-Außenbeauftragten Ashton mitgeteilt haben. Er habe diese Informationen bei einem Besuch am Maidan von Demonstranten erhalten.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/05/madain-handelten-scharfschuetzen-im-auftrag-der-neuen-koalition/

  6. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 18:04

    Ein Mangel an verfügbarem Bargeld ist systemimanent.
    Die Banken sollen das Geld ja nicht im Keller bunkern, sondern zum Nutzen ihrer Anleger gegen Zinsen ausleihen.

    Im Alltagsgeschäft funktioniert das völlig problemlos. Die Bank verspricht einem großen Teil der Anleger die jederzeitige Verfügbarkeit des angelegten Geldes weil sie weiß, dass die das nie alle gleichzeitig in Anspruch nehmen. Ein ähnliches Prinzip wie die Überbuchung von Flügen, nur auf einem anderen Niveau.

    Die große Gefahr einer Bankeninsolvenz liegt ja ganz woanders. Selbst wenn die Bank genug solide Vermögenswerte hat um alle Verbindlichkeiten zu bedienen - nur eben nicht sofort - dann ist das schön. Aber Dominoeffekt und Panik haben bis dahin unter Umständen längst irreparablen Schaden angerichtet und gerade dadurch werden auch die an sich soliden Vermögenswerte wackeln.

    Also eine einzelne Bank kann eine gute Quote schaffen, wenn mehrere Banken gleichzeitig krachen sieht die Sache anders aus. Und wenn die Bevölkerung plötzlich das Vertrauen zu den Banken allgemein verliert, dann krachen sie eben deswegen. Egal ob der Anlass für den Vertrauensverlust ursprünglich gerechtfertigt war oder nicht.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 19:03

    ....und mittlerweile ist die FED der größte Gläubiger der USA, sie hat fast doppelt so hohe Forderungen wie China. Da dreht sich das Schuldenkarussell munter weiter.
    Und auch die Haftungskriterien für Kredite zum Hauskauf sind in den USA wieder gelockert worden. Also wird der ganze Zirkus bald von neuem beginnen.

    Ben Bernanke hat in einem 250 000 Dollar bezahlten Vortrag unlängst festgestellt, daß er jetzt frei über die Ursache der letzten Krise reden kann, da er nicht mehr FED Chef ist. Und hat als einzige Ursache overconfidence genannt.
    Da muß sich doch der Rest der Welt veräppelt vorkommen, so wie die Amis uns schon seit Jahrzehnten für blöd verkaufen.


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  1. P.F. (kein Partner)
    08. März 2014 08:19

    Sehr geehrter, lieber Herr Michler!
    Darf man auf diesem "blog" auch von österreichischer Kultur sprechen? Sie haben es getan und den großen Komponisten Franz Schmidt erwähnt - vielen Dank dafür! Seine Symphonien, seine Kammermusik und auch das Oratorium liebe ich seit meiner Jugend. Jahrzehnte später hat es mich allerdings bei der erstmaligen Textlektüre des "Buches" geschaudert - da werden Greueltaten aufgezählt, und dann wird Gott dafür gelobt?! Aber die Musik ist großartig.

  2. mischu
    06. März 2014 00:04

    Vollständig zurückbekommen ihr Geld in erster Linie jene Hedgfonds und Großinvestoren, die mit ihrer Finanzkraft Milliardenprozesse gegen die insolvente Bank anstrengen könnten. Das würde die Insolvenz in ungeahnte Höhen treiben und deshalb legt man sich mit denen nicht an. Lediglich der "kleine Fisch" geht leer aus, der durfte sowieso nur als Köder für die großen Fische herhalten.

    Und genauso wird es bei den notverstaatlichten Banken HAA, Kommunalkredit und Volksbanken AG in Österreich laufen, ohne daß sich der geplagte Steuerzahler dagegen wehren kann!

  3. Brigitte Imb
    05. März 2014 21:30

    OT

    Kommt ein wenig Licht ins Dickicht um die Ukraine und die wahren Aggressoren?

    Ukraine

    Maidan: Handelten Scharfschützen im Auftrag der neuen Koalition?
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 05.03.14, 17:18 | 39 Kommentare

    Der russische Geheimdienst hat möglicherweise ein brisantes Gespräch mitgeschnitten: Hinter den Scharfschützen vom Maidan soll demnach „jemand aus der neuen Koalition“ stehen. Das soll Urmas Paet, Außenminister von Estland, der EU-Außenbeauftragten Ashton mitgeteilt haben. Er habe diese Informationen bei einem Besuch am Maidan von Demonstranten erhalten.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/05/madain-handelten-scharfschuetzen-im-auftrag-der-neuen-koalition/

    • Anton Volpini
      05. März 2014 22:12

      Wahnsinn Brigitte Imb, man muß auch alle Kommentare dazu lesen.
      Jetzt bin ich neugierig, wie lange der ORF braucht, um darüber zu berichten?

    • brechstange
      05. März 2014 22:15

      Eine verzwickte Situation in der Ukraine, schwer zu beurteilen. Aber eines steht fest, es wird über die Köpfer der Bürger hinweg entschieden.
      Die Menschen demonstrieren gegen Korruption und diese ist das Übel schlechthin.

    • Anton Volpini
      05. März 2014 22:36

      "Eine verzwickte Situation in der Ukraine, schwer zu beurteilen."

      Ja sicher, mich hat auch der eine Kommentar nachdenklich gemacht, der fragt, warum heute alle telefonieren müssen?
      Nur, das Telefonat scheint bestätigt zu sein. Und wenn Ashton wirklich gesagt hat, man solle diese Olga zur Gesundheitsministerin machen, dann zeigt das doch deutlich, daß man Wissende gleich zu Seinesgleichen korrumpieren will.
      Sollte das alles stimmen, dann wird es Deutschland schwer haben, da ohne Blessuren herauszukommen. Immerhin war schon allgemein bekannt, daß die Konrad Adenauer Stiftung die Revolte finanziert hat. Das alleine ist schon ein organisiertes Verbrechen.

    • Brigitte Imb
      05. März 2014 23:05

      Die Friedensnobelpreisträger zündeln, daß es ärger nicht sein kann und die "EU" ist zu dem zu dumm sich mit Rußland zu verbünden.

      Übrigens, in der "Presse" wird auch darüber berichtet.

    • brechstange
      06. März 2014 09:18

      Herr Volpini,
      wie drückte es einst Fr. Politowskaja aus: Der Westen ermutigt die Menschen, gibt ihnen Hoffnung und lässt sie bei Gegenwind im Stich.

  4. Brigitte Imb
  5. Anton Volpini
    05. März 2014 19:03

    ....und mittlerweile ist die FED der größte Gläubiger der USA, sie hat fast doppelt so hohe Forderungen wie China. Da dreht sich das Schuldenkarussell munter weiter.
    Und auch die Haftungskriterien für Kredite zum Hauskauf sind in den USA wieder gelockert worden. Also wird der ganze Zirkus bald von neuem beginnen.

    Ben Bernanke hat in einem 250 000 Dollar bezahlten Vortrag unlängst festgestellt, daß er jetzt frei über die Ursache der letzten Krise reden kann, da er nicht mehr FED Chef ist. Und hat als einzige Ursache overconfidence genannt.
    Da muß sich doch der Rest der Welt veräppelt vorkommen, so wie die Amis uns schon seit Jahrzehnten für blöd verkaufen.

    • brechstange
      05. März 2014 22:18

      Die Ursache der Krise ist für mich klar überbordende Korruption und Organisierte Kriminalität. Schwer zu durchschauen und noch schwerer zu bekämpfen und auszumerzen.

  6. Josef Maierhofer
    05. März 2014 18:37

    ... 'vollständig' zurück, heißt halt im Kaufwert um die Inflation und um die nicht zimperlichen Spesen verringert, also für die Anleger ein herber Verlust so um die 20% schätze ich.

    Aber trotzdem ist damit Lehmann ein gutes Signal von einer (offenbar doch) guten Bank.

  7. Cotopaxi
    05. März 2014 18:30

    o.T.

    Erschütternd, vor allem das iranische Mädchen, dem ihr Vater das Gesicht durch Säure verunstaltete (Bild 7). Ob er wohl für dieses Verbrechen bestraft wurde?:

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1570816/UnicefFoto-des-Jahres_Bewegende-Kinderschicksale-der-Welt?gal=1570816&index=7&direct=&_vl_backlink=&popup =

  8. Wertkonservativer
    05. März 2014 18:15

    Das Weltfinanzsystem ist eine der Materien, die mir - trotz lebenslanger Tätigkeit im kaufmännischen Bereich - wie das "Buch der sieben Siegel" der Apokalypse (Offenbarung Johannes), und mit seiner Undurchschaubarkeit und geheimnisvollen Völkergefährdung als DAS Böse unserer Zeit erscheint!
    Wenige superreiche Menschen, Syndikate, Organisationen horten anscheinend derart ungeheuerliche Geldmengen - oft sicher mit unlauteren Mitteln "erworben" - in geheimnisvollen Verstecken, und jagen mit dem Einsatz dieser Mittel die Völker dieser Welt, meist durch Eigenverschulden in die "Schuldenfalle" geraten, wie mit nassen Fetzen vor sich her!

    Wie gesagt: für mich "Ein Buch mit Siegeln". Sicher gibt es auch unter uns kluge Zeitgenossen, die diese Materie zumindest teilweise durchschauen!
    Ich kann es nicht und gebe dies auch gerne zu!

    Nochmals zum "Buch":
    Eines der großartigsten Werke eines österreichischen Komponisten der ersten Hälfte 20. Jahrhunderts, ist "Das Buch mit sieben Siegeln" von Franz Schmidt (1874 - 1939)!!
    Dieses wunderbare Oratorium ist - neben seinen vier Symphonien - für mich ein Kosmos edelster Musik, geschrieben übrigens von einem heute auch "Verfemten", weil sich dieser versponnene Künstler und völlig unpolitische Mensch knapp vor seinem
    Tod traute, positiv über die politische Entwicklung in Deutschland und Österreich zu sprechen!
    Weinheber als Lyriker, Schmidt als Komponist: zwei wahre Genies, deren Werke auch durch Wegschauen und Verächtlichmachung der öffentlichen "Kunstszene" für Menschen mit Sensorium für wahre und echte Kunst weiterhin das bleiben, was beide Künstler erstrebten: durch ihre Werke Schönheit, edle Menschlichkeit, Freude und
    Trost unter die Menschen zu bringen!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  9. Markus Theiner
    05. März 2014 18:04

    Ein Mangel an verfügbarem Bargeld ist systemimanent.
    Die Banken sollen das Geld ja nicht im Keller bunkern, sondern zum Nutzen ihrer Anleger gegen Zinsen ausleihen.

    Im Alltagsgeschäft funktioniert das völlig problemlos. Die Bank verspricht einem großen Teil der Anleger die jederzeitige Verfügbarkeit des angelegten Geldes weil sie weiß, dass die das nie alle gleichzeitig in Anspruch nehmen. Ein ähnliches Prinzip wie die Überbuchung von Flügen, nur auf einem anderen Niveau.

    Die große Gefahr einer Bankeninsolvenz liegt ja ganz woanders. Selbst wenn die Bank genug solide Vermögenswerte hat um alle Verbindlichkeiten zu bedienen - nur eben nicht sofort - dann ist das schön. Aber Dominoeffekt und Panik haben bis dahin unter Umständen längst irreparablen Schaden angerichtet und gerade dadurch werden auch die an sich soliden Vermögenswerte wackeln.

    Also eine einzelne Bank kann eine gute Quote schaffen, wenn mehrere Banken gleichzeitig krachen sieht die Sache anders aus. Und wenn die Bevölkerung plötzlich das Vertrauen zu den Banken allgemein verliert, dann krachen sie eben deswegen. Egal ob der Anlass für den Vertrauensverlust ursprünglich gerechtfertigt war oder nicht.

  10. Nestor 1937
    05. März 2014 17:41

    Zum Konkurs von Lehmann:

    Der damalige CEO dieser Bank, Richard S. Fuld, wollte beim weiteren Tanz um das Goldene Kalb nicht mehr mittun. Blankfein, FED, Paulsen und die anderen besorgten
    es ihm dann...

  11. terbuan
    05. März 2014 17:24

    Das Geld fließt zum größten Teil in die Familie (der Zocker)

    ..."Von den Zahlungen profitieren vor allem Hedgefonds und andere Finanzinvestoren, die die Ansprüche teils mit großen Abschlägen aufgekauft hatten und nun zum Teil mit dreistelligen Millionengewinnen rechnen können. Insgesamt schüttet Pwc rund 40 MilliardenPfund aus, davon 23 Milliarden an besicherte und 16 Milliarden an bis zu 3400 unbesicherte Gläubiger....."
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/in-europa-lehman-glaeubiger-bekommen-geld-vollstaendig-zurueck-12832930.html

    Bezahlen wird es vor allem der amerikanische Steuerzahler resp. die FED mit frisch gedrucktem Geld!





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