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Die Milliardäre kommen

In der Slowakei und in Frankreich wird die Linke gedemütigt. In bayrischen Rathäusern bläst der CSU der Wind nach ihren großen Erfolgen ins Gesicht. Und in der Türkei kann Premier Erdogan massiv punkten. Welche Gemeinsamkeiten haben diese auf den ersten Blick ganz unterschiedlich scheinenden Wahlergebnisse?

Die erste Erkenntnis zeigt eine ganz starke Trennlinie. Die Wahlen in sämtlichen EU-Ländern waren zweifellos demokratisch. In der Türkei waren sie das ebenso eindeutig nicht. Denn nur politisch Ahnungslose meinen, dass man an den Vorgängen in Wahllokalen den Demokratiegehalt einer Wahl abmessen könnte.

Das schon vor der Wahl erfolgte Verbot von Twitter und Youtube zeigt ebenso wie Verhaftungen und willkürliche Strafversetzungen von Richtern, Polizisten und Staatsanwälten, die Regierungskorruption auf der Spur waren, und der Druck auf regierungskritische Medien, dass die Türkei einen undemokratischen, einen sunnitischen Weg geht. Das Land ist – wie etwa auch unter Atatürk – auf einen starken Führer hin orientiert. Mit Rechtsstaat und Demokratie haben die Türken heute offensichtlich weniger im Sinn als noch vor der Jahrtausendwende.

Diese Erdogan-Türkei ist nicht unsere Welt. Das kann sie nicht sein, selbst wenn sie wirtschaftlich erfolgreich wäre.

Zweifellos hat das Land eine starke, tolle, eindrucksvolle, europäische Elite. In einer solchen ist es auch ganz normal, dass es sowohl sozialdemokratische wie auch liberale wie auch national wie auch laizistisch denkende Menschen gibt. Diese demokratische Vielfalt hat freilich einen Nachteil: Die europäisch gesinnten Menschen sind sich oft nur in der Verneinung zum Machthaber einig.

Aber Faktum ist: Sowohl der regierende Machthaber Erdogan in seinem religiösen Nationalismus wie auch die Mehrheit der nach Österreich gekommenen Türken gehören nicht zu dieser europäischen Vielfalt, sondern zur Dritten Welt, zu einem noch immer mittelalterlich denkenden Islam. Das sollte man endlich zur Kenntnis nehmen – selbst wenn Herr Erdogan nicht so intensiv an eine Invasion in Syrien denken würde, wie er das offenbar tut.

Im demokratischen EU-Europa folgen alle Wahlergebnisse hingegen dem gleichen, ganz normalen Schema: Die Bäume der Regierenden wachsen nicht in den Himmel. Und das ist gut so. So ist es beispielsweise durchaus verständlich, dass bayrische Stadtbewohner nicht auch noch im Rathaus der gleichen Partei vertrauen wollen, die sowohl im Land wie in Berlin regiert.

Dieses Ergebnis aus einigen bayrischen Großstädten kann aber sicher nicht als Absage an Angela Merkel gewertet werden. Liegen doch CDU/CSU bei Umfragen noch deutlicher voran als bei der letzten Bundestagswahl.

In Frankreich, dem zweiten Land, wo am Sonntag gewählt worden ist, ist das Wahlergebnis viel klarer. Und es entspricht auch ganz den dortigen Umfragen: Frankreichs Sozialisten sind extrem unpopulär geworden. In Frankreich tobt ein heftiger Gegenwind für den unentschlossenen und schwachen Präsidenten Francois Hollande. Davon konnten die Gaullisten massiv profitieren. Und ebenso – in den wenigen Gemeinden, wo sie angetreten sind, – die Le-Pen-Anhänger.

Die Linke ist ratlos. Jetzt wächst der Druck der Basis, erst recht wieder zu den sozialistischen Ideen einer verstärkten Schuldenmacherei zurückzukehren, von denen Hollande bisher ohnedies nur verbal Abstand genommen hat. Genau diese Ideen haben aber das Land in die schwere gegenwärtige Krise gestürzt. Daher können linke Ideen auch Frankreich mit Sicherheit nicht aus seiner Krise befreien.

Personelle Änderungen, die nun zweifellos bevorstehen, ändern absolut nichts am Grunddilemma der Linken: Einzig Rezepte einer kräftigen liberalen Wirtschaftsreform würden das Land sanieren. Sie wirken aber nur langfristig, und würden kurzfristig mit Sicherheit den Zorn der Wähler noch viel mehr vergrößern. Ohne den Widerstand von Demonstranten zu ertragen, kann Frankreich nicht saniert werden.

Das war im Grund auch das Problem von Nicolas Sarkozy, der vor Hollande regiert hatte. Sarkozy klang zwar deutlich energischer und reformfreudiger als Hollande, aber auch bei ihm waren mehr Worte zu hören, als Taten zu sehen.

Die Front National hingegen war bisher nie in der Lage, mit Taten etwas beweisen zu müssen. Sie hat noch nirgendwo ihre eigene Führungseigenschaft und Wirtschaftspolitik unter Beweis stellen müssen. Und sie wird daher bei der EU-Wahl erst recht große Erfolge erzielen.

Während sich auf der Linken in Frankreich Sozialisten, Grüne und Kommunisten schon lange weitgehend vereint haben, haben nun auch auf der Rechten die Gaullisten begriffen, dass sie nicht mehr auf Totalkonfrontation zur Front National gehen dürfen. Erstens würden sie dadurch die Linke stärken, die ja fast nur noch vom ständigen „Faschismus!“-Gerede lebt. Und zweitens droht unter der Le-Pen-Tochter keineswegs eine antidemokratische Gefahr.

Stärkere Signale gegen Einwanderung, gegen die Islamisierung wie auch gegen die europäische Regulierungswut sind zweifellos auch in Frankreich notwendig. Das haben die Gaullisten unter Sarkozy zunehmend erkannt. Wenn die Sozialisten mit der Kriminalisierung ihrer Gegner so weiter machen wie in den letzten Monaten, werden sie nur eines erreichen: Die Mehrheit wird sich noch mehr radikalisieren. Gaullisten und Front National werden noch weniger Berührungsängste haben. Deren Annäherung hat die Linke ohnedies schon mit ihren familienpolitischen Linksabenteuern pro Schwule und Abtreibung ausgelöst.

Am interessantesten ist aber zweifellos des Ergebnis der Präsidentenwahlen in der Slowakei: Dort hat die linke Denunziationsmaschine überhaupt nichts mehr bewirkt. Und dort hat der Kandidat der Rechten trotz der Schmutzagitation gegen ihn („Wucherer“) mit fast 60 Prozent wider alle Prognosen einen triumphalen Sieg eingefahren.

Es ist freilich ein Kandidat, der aus keiner der von Skandalen geprägten Rechtsparteien der letzten 25 Jahre kommt, sondern ein Selfmade-Mann und Milliardär aus der Wirtschaft ist. Wahlsieger Andrej Kiska ist auch deshalb besonders interessant, weil er nur scheinbar ein Einzelfall ist: Er ist in hohem Maß vergleichbar mit dem zu ähnlichem Reichtum und politischem Erfolg gekommenen tschechischen Milliardär Andrej Babis, dem starken Mann in der nur formal sozialdemokratisch geführten Regierung. Er passte aber auch ganz zum Phänomen Frank Stronach (das freilich auf Grund der Persönlichkeit und des Alters Stronachs schon am Wahltag wieder abgeflaut war, und seither ohne Stronach erst recht weiter abflaut). Georgien ist schon ein sehr erfolgreiches Beispiel. In der Ukraine dürfte ein Milliardär die nächsten Wahlen gewinnen. Und auch Berlusconi gehört in diese Reihe, die zweifellos auch noch in anderen Ländern Fortsetzungen bekommen wird.

Das alles kann kein Zufall sein. In all den genannten Ländern erhält ein Milliardär mit neuen Organisationen an allen Altparteien vorbei zumindest zeitweise starken Zulauf. Das führt gleich zu mehreren Beobachtungen:

  • Die Menschen haben immer weniger Parteibindungen.
  • Wenn jemand genug Geld hat, kann er leichter denn je eine eigene Partei gründen.
  • Erfolge in der Wirtschaft sind für viele Wähler kein negatives, sondern ein positives Zeichen.
  • Milliardäre haben jedenfalls als Positivum einzubringen, dass sie schon reich genug sind, dass sie sich nicht selbst bereichern müssen, was man ja insbesondere in Osteuropa fast von jedem Politiker bei traditionellen Parteien als Negativum glaubt.
  • International haben diese ganz auf eine Persönlichkeit abgestimmten Phänomene noch keine Bedeutung und keinerlei Zusammenschluss (auch wenn sie im Grunde alle sehr stark eine nicht direkt ausgesprochene proamerikanische Linke haben).
  • In all diesen Gruppierungen steckt neben dem Wunsch nach etwas Neuem auch die Sehnsucht nach einem starken Mann, der wieder Ordnung schafft.
  • Keine von ihnen hat sich bisher sehr lange an der Macht beweisen müssen. Auch diese Milliardäre dürften sich dort – so wage ich zu prophezeien – so wie andere Politiker nicht ewig halten. Das heißt aber noch keineswegs automatisch, dass dann die Wähler wieder zu den alten Parteien zurückkehren würden.
  • Und ganz persönlich: So sehr ich schwere Aversionen gegen jedes Führerprinzip habe, so sehr sind mir doch viele der von den neuen Männern angesprochenen Inhalte sympathisch.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 01:40

    Nebenbei lassen solche Ergebnisse, wo Self-Made-Milliardäre an die Macht gewählt werden, die Hoffnung aufkeimen, daß die Klassenkampf- und Neidparolen der Sozis nicht mehr greifen, sondern ganz im Gegenteil - man zählt auf die Willensstärke, Leistungsbereitschaft und das wirtschaftliche bzw. organisatorische Geschick eines erfolgreichen Unternehmers = alles was man den Genossen längst nicht mehr zutraut.

    Die Linken stehen nurmehr für Staatsschulden, Steuerschrauben, Überfremdung und Belohnung der Sozialschmarotzer.

    Wenn die Bevölkerung jetzt endlich aufwachen sollte, ist Europa und die EU vielleicht doch noch nicht verloren. Nach den Schicksalswahlen im Mai 2014 wissen wir, ob die Abkehr vom sozialistischen Irrweg nachhaltig ist oder nicht!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 01:17

    Wer hat Andrej Kriska gewählt? Die Jungen? Der Mittelstand? Die Anti-Linken? Ich hoffe auf Wähleranalysen (freilich nicht vom ORF!). Und der Ruf nach einem starken Mann hat auch seine positiven Seiten, man denke nur an der wahrlich nicht starken Mann Spindelegger. Und sein stärkerer Koalitionspartner ist zwar auch nicht selbst stark, aber jedenfalls geschickter. Leider.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 08:06

    Man sollte aus einer Mücke keinen Elefanten machen....

    Die Niederlage der Linken ist erfreulich aber,

    der slowakische Präsident hat rein repräsentative Aufgaben, an den Machthebeln sitzt weiterhin sein sozialistischer Widersacher Fico,

    Die FN hat gerade einmal 9% der Stimmen erhalten und stellt den Bürgermeister in nicht einmal einem Dutzend Kommunen,
    Hollande wird es künftig zwar schwerer haben seine falsche und zerstörerische Politik durchzusetzen, aber er ist weiterhin der Präsident,

    Erfreulich ist in beiden Ländern, dass die linken Systemmedien bei den Bürgern immer weniger Resonanz finden, ihre Glaubwürdigkeit tendiert gegen Null.
    Aber, zwei Schwalben machen noch keinen Sommer!

    Erdogan hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sein Land alles andere als reif für eine Mitgliedschaft in der EU ist, wenngleich die USA weiterhin in diese Richtung Druck machen werden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 06:01

    Zur Wahl in der Slowakei:

    die Leute wollen immer öfter Menschen mit normalem Hausverstand in der Politik sehen, keine "Berufspolitiker", denen die Verschlagenheit und Dummheit schon "ins Gesicht geschrieben " ist"!
    Ob der Herr Kriska in unserem Nachbarland etwas Positives leisten wird, sollte sich bald weisen! Zuzutrauen ist es ihm schon!

    (mail to: Gerhard@michler.at)

  5. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 10:22

    Für die Wiener, die gestern um Mitternacht aus dem Schlaf gerissen wurden, hier die Erklärung: spontaner Autokorso von euphorischen Anhängern Erdogans in Wien:

    http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,998931

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 10:55

    Kommt auf das Programm an, das ein Milliardär fährt.

    Jedenfalls scheint mir ein solches Programm weit realistischer als linkes utopisches und schuldenträchtiges, Gesellschaft zerstörerisches Verhalten.

    Die bürgerlichen scheinen überall 'verweht' zu sein, weil sie sich links angebiedert haben, statt selbst konsequent was anzubieten. In Österreich z.B. haben wir meines Erachtens die SPÖVP als linken Einheitsblock zu betrachten, leider. Von einer ÖVP ist wenig geblieben.

    Das habe ich mir auch anfangs bei Stronach gedacht, dass Stronach ein positiver und bürgerlicher Beitrag sein könnte, aber er ist halt doch schon zu alt gewesen zur Führung einer im Aufbau begriffenen Partei, mit den ganzen Firmensorgen am Hals. Aber viele seiner Ideen kann man unterschreiben und als positiven Beitrag bewerten. Wäre er um 30 Jahre jünger gewesen, ich glaube, die Landschaft in der österreichischen Politik wäre durch ihn stärker belebt worden.

    Bloß eines ist klar, die Schulden durch verantwortungslose Linkspolitik sind gemacht und müssen bezahlt werden. Da bleibt jetzt wenig Spielraum für 'Wohltaten', das müssen alle zur Kenntnis nehmen und alle werden es stark spüren.

    Europäische, linke, kommunistische Armut schleicht herein, immer schneller und immer intensiver.

    Die Bevölkerung wendet sich immer Brötchengebern zu, bloß, wenn dann die 'Brötchen' ausgehen .... ????

    Wie von Dr. Unterberger beschrieben, sind die Milliardäre ganz sicher eine der politischen Ausweichmöglichkeiten und allemal im Augenblick als besser zu betrachten als die allgemein linke Politik, ein gangbarer Ausweg aus dem Linksdiktat.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2014 19:22

    Hollande in Panik, er feuert seinen Premier und sucht wahrscheinlich Trost bei seiner .....wie heißt so schnell? ;-)

    "Frankreichs Präsident Hollande zieht Konsequenzen aus dem Desaster bei den Kommunalwahlen. Premierminister Jean-Marc Ayrault muss seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger wird der gemäßigte Manuel Valls. An den Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten in Frankreich ändert das zunächst nichts."....

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/31/nach-wahlschlappe-hollande-feuert-premier/

    ...und wird sich auch sobald nichts ändern!


alle Kommentare

  1. Peter (kein Partner)
    01. April 2014 16:12

    Meine Sympathien für Erdogan halten sich in Grenzen. Trotzdem erstaunt der mediale Sinneswandel bezüglich seiner Person. Er war meines Erachtens immer islamistisch, nationalistisch und totalitär. Ungeachtet dessen, war er für Multikulti- und Islamistganzlieb-TräumerInnen, allen voran die gaanz lieeebe Cl. Roth, durchaus tolerabel und es war völig ok, daß nun alle AnatolInnen mit Hirnwindel herumlaufen müssen, ganz wie die Angetrauten des Premiers und Präsidenten.
    Seit Herr E. FB und Youtube symbolisch zensieren läßt ist Feuer am Dach. Jetzt ist es auch ganz bös, daß er nahezu so korrupt ist wie unsere Politiker. Nur mit dem Unterschied, daß das bei uns niemanden stört, geschweige denn irgend jemand auf die Idee kommt das in FB oder Youtube breit zu treten.
    Dabei müßte Erdogan punkto Internetzensur alle erdenklichen Sympathien unserer SPÖVPGRÜNROSAinnen haben. Geht es doch dabei um nichts weniger als andersdenkede mundtot zu machen. Zugegeben, E. läßt noch ein wenig die Raffinesse vermissen, mit der EUropäische Obertanen diesbezüglich vorgehen. Hier wird Kinderpornographie, Verhetzung und Urheberrechtsverletzungen als Mäntelchen für umfangreichere und vermutlich wirksamere Zensur eingesetzt.
    Das durchaus positive am Wahlsieg E. scheint mir, daß er völlig ungeniert nationalistische und chauvinistische Ziele verfolgt und dafür von seinen Wähler(Innen?) entsprechend belohnt wird. In Ö und natürlich auch D völlig undenkbar. Aus diesem Blickwinkel sehe ich die zahlreichen (un)gebetenen Gäste aus Anatolien mit anderen Augen. Vielleicht zeigen sie uns eines Tages wie die Bewohner dieser beiden Länder das jahrzehntelang geübte Kriechen durch einen aufrechten Gang ersetzen können.

  2. terbuan
    31. März 2014 19:22

    Hollande in Panik, er feuert seinen Premier und sucht wahrscheinlich Trost bei seiner .....wie heißt so schnell? ;-)

    "Frankreichs Präsident Hollande zieht Konsequenzen aus dem Desaster bei den Kommunalwahlen. Premierminister Jean-Marc Ayrault muss seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger wird der gemäßigte Manuel Valls. An den Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten in Frankreich ändert das zunächst nichts."....

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/31/nach-wahlschlappe-hollande-feuert-premier/

    ...und wird sich auch sobald nichts ändern!

  3. Ai Weiwei
    31. März 2014 16:33

    Für die Türkei schaut es nach diesen Wahlen nicht gut aus, jedenfalls sind die Zukunftsaussichten zweifelhaft:

    Die Türken wählen den Weg in den Polizeistaat

    Erdogans AKP hat die türkischen Kommunalwahlen gewonnen. Das klingt zwar nach Kontinuität, aber fortan wird alles anders sein als bisher. Hexenjagden und Polizeistaat werden nun die Türkei prägen.


    http://www.welt.de/politik/ausland/article126390462/Die-Tuerken-waehlen-den-Weg-in-den-Polizeistaat.html

  4. Josef Maierhofer
    31. März 2014 10:55

    Kommt auf das Programm an, das ein Milliardär fährt.

    Jedenfalls scheint mir ein solches Programm weit realistischer als linkes utopisches und schuldenträchtiges, Gesellschaft zerstörerisches Verhalten.

    Die bürgerlichen scheinen überall 'verweht' zu sein, weil sie sich links angebiedert haben, statt selbst konsequent was anzubieten. In Österreich z.B. haben wir meines Erachtens die SPÖVP als linken Einheitsblock zu betrachten, leider. Von einer ÖVP ist wenig geblieben.

    Das habe ich mir auch anfangs bei Stronach gedacht, dass Stronach ein positiver und bürgerlicher Beitrag sein könnte, aber er ist halt doch schon zu alt gewesen zur Führung einer im Aufbau begriffenen Partei, mit den ganzen Firmensorgen am Hals. Aber viele seiner Ideen kann man unterschreiben und als positiven Beitrag bewerten. Wäre er um 30 Jahre jünger gewesen, ich glaube, die Landschaft in der österreichischen Politik wäre durch ihn stärker belebt worden.

    Bloß eines ist klar, die Schulden durch verantwortungslose Linkspolitik sind gemacht und müssen bezahlt werden. Da bleibt jetzt wenig Spielraum für 'Wohltaten', das müssen alle zur Kenntnis nehmen und alle werden es stark spüren.

    Europäische, linke, kommunistische Armut schleicht herein, immer schneller und immer intensiver.

    Die Bevölkerung wendet sich immer Brötchengebern zu, bloß, wenn dann die 'Brötchen' ausgehen .... ????

    Wie von Dr. Unterberger beschrieben, sind die Milliardäre ganz sicher eine der politischen Ausweichmöglichkeiten und allemal im Augenblick als besser zu betrachten als die allgemein linke Politik, ein gangbarer Ausweg aus dem Linksdiktat.

  5. Cotopaxi
    31. März 2014 10:22

    Für die Wiener, die gestern um Mitternacht aus dem Schlaf gerissen wurden, hier die Erklärung: spontaner Autokorso von euphorischen Anhängern Erdogans in Wien:

    http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,998931

    • Rau
      02. April 2014 15:34

      Wieso wurde der Autokorso von der Polizei nicht gleich in die Türkei zurück umgeleitet?

  6. terbuan
    31. März 2014 08:06

    Man sollte aus einer Mücke keinen Elefanten machen....

    Die Niederlage der Linken ist erfreulich aber,

    der slowakische Präsident hat rein repräsentative Aufgaben, an den Machthebeln sitzt weiterhin sein sozialistischer Widersacher Fico,

    Die FN hat gerade einmal 9% der Stimmen erhalten und stellt den Bürgermeister in nicht einmal einem Dutzend Kommunen,
    Hollande wird es künftig zwar schwerer haben seine falsche und zerstörerische Politik durchzusetzen, aber er ist weiterhin der Präsident,

    Erfreulich ist in beiden Ländern, dass die linken Systemmedien bei den Bürgern immer weniger Resonanz finden, ihre Glaubwürdigkeit tendiert gegen Null.
    Aber, zwei Schwalben machen noch keinen Sommer!

    Erdogan hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sein Land alles andere als reif für eine Mitgliedschaft in der EU ist, wenngleich die USA weiterhin in diese Richtung Druck machen werden.

  7. Wertkonservativer
    31. März 2014 06:01

    Zur Wahl in der Slowakei:

    die Leute wollen immer öfter Menschen mit normalem Hausverstand in der Politik sehen, keine "Berufspolitiker", denen die Verschlagenheit und Dummheit schon "ins Gesicht geschrieben " ist"!
    Ob der Herr Kriska in unserem Nachbarland etwas Positives leisten wird, sollte sich bald weisen! Zuzutrauen ist es ihm schon!

    (mail to: Gerhard@michler.at)

  8. mischu
    31. März 2014 01:40

    Nebenbei lassen solche Ergebnisse, wo Self-Made-Milliardäre an die Macht gewählt werden, die Hoffnung aufkeimen, daß die Klassenkampf- und Neidparolen der Sozis nicht mehr greifen, sondern ganz im Gegenteil - man zählt auf die Willensstärke, Leistungsbereitschaft und das wirtschaftliche bzw. organisatorische Geschick eines erfolgreichen Unternehmers = alles was man den Genossen längst nicht mehr zutraut.

    Die Linken stehen nurmehr für Staatsschulden, Steuerschrauben, Überfremdung und Belohnung der Sozialschmarotzer.

    Wenn die Bevölkerung jetzt endlich aufwachen sollte, ist Europa und die EU vielleicht doch noch nicht verloren. Nach den Schicksalswahlen im Mai 2014 wissen wir, ob die Abkehr vom sozialistischen Irrweg nachhaltig ist oder nicht!

  9. kritikos
    31. März 2014 01:17

    Wer hat Andrej Kriska gewählt? Die Jungen? Der Mittelstand? Die Anti-Linken? Ich hoffe auf Wähleranalysen (freilich nicht vom ORF!). Und der Ruf nach einem starken Mann hat auch seine positiven Seiten, man denke nur an der wahrlich nicht starken Mann Spindelegger. Und sein stärkerer Koalitionspartner ist zwar auch nicht selbst stark, aber jedenfalls geschickter. Leider.

    • Freak77
      31. März 2014 08:22

      @ kritikos:

      Was eine Wahlanalyse betrifft möchte ich auf die Wikipedia-Seite verweisen, wo es jetzt schon Analysen gibt und zwar nach Regionen (Kreise und Bezirke).

      Es ist dabei auch interessant festzustellen wie die Wählerströme vom ersten zum zweiten Wahlgang je nach Region waren. Der erste Eindruck von mir: So gut wie alle Wähler der anderen Kandidaten die nach dem ersten Wahlgang ausschieden haben sich wohl für Kiska beim zweiten Wahlgang entschieden.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_der_Slowakei_2014





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