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Danke Nein! Auch Essl ist nicht zu retten

Die Baumax-Familie Essl war und ist ebenso sympathisch wie kunstbeflissen. Nur: Das kann kein Grund sein, dass der geschundene Steuerzahler jetzt auch noch sie rettet. Und damit gleich die Preise für heimische Künstler in zum Teil tollen Höhen hält.

Es ist natürlich Pech für die Essls, dass ihr Crash ausgerechnet in eine Zeit fällt, da vom Burgtheater bis zum „Aktionskünstler“ Hermann Nitsch gerade in der Kunstszene reihenweise die Steuerbetrüger auffliegen (Nitschs wollen jetzt offenbar nicht einmal seine Förderer Erwin Pröll und Claudia Schmied mehr kennen). Aber entgegen der Propaganda der Kultur-Journalisten gibt es in der Öffentlichkeit absolut kein Verständnis, dass schon wieder der Steuerzahler mit satten zweistelligen Millionenbeträgen die Essls und die in Klosterneuburg gesammelten Künstler „retten“ soll. Nur weil irgendjemand eine Privatsammlung für unverzichtbar erklärt.

Ich bin jedenfalls in Klosterneuburg vor allem von der tollen Architektur des Essl-Museums angetan gewesen. Die Bilder hingegen waren halt die typischen Vertreter der Nachkriegs-Moderne, von der niemand weiß, was bleiben wird. Ich erinnere mich etwa noch gut, als einst die Phantastischen Realisten der Wiener Schule zum Inbegriff von Kunst erklärt worden sind, die heute mausetot sind. Ähnlich scheint es jetzt den vielen abstrakten Künstlern zu passieren, an denen man sich ziemlich sattgesehen hat.

Die meisten werden bedeutungslos. Einiges wird bleiben – aber nur selten das, was die Zeitgenossen hochrühmen.

Wie auch immer: Nicht ich entscheide darüber, nicht der Herr Ostermayer, nicht der Herr Essl entscheiden. Das Urteil wird erst die Kunstgeschichte treffen (und vor allem – ich wage es nur in Klammern zuschreiben – der Markt, der auch in der Kunst das letzte Wort hat).

Es gibt einen ganz klaren Weg, wie sich die Gläubiger der Baumax-Gruppe zumindest einen Teil ihrer Forderungen gegen Essl holen können: Das ist die Insolvenz. In der wird Bild für Bild verkauft. Bis hin zum Museumsgebäude (sofern die Dinge nicht rechtzeitig in eine Stiftung gebracht worden sind). In der Insolvenz wird es auch etliche staatliche Museen geben, die das eine oder andere Bild günstig kaufen können.

Es gibt jedoch keinen Grund, warum die Sammlung als Ganzes vom Steuerzahler teuer gekauft werden sollte. Es war die Leidenschaft der Familie Essl, die das Museum bestimmt hat. Nicht die Notwendigkeiten eines Staates. Oder gar eine Umwegrentabilität.

Die Essl-Ankäufe haben zweifellos den Marktpreis etlicher Künstler in die Höhe getrieben. Je mehr Nachfrage, umso höher der Preis. Das war schön für die Künster. Aber wenn ihre Preise jetzt vielleicht wieder fallen, weil durch den Verkauf der Essl-Sammlung der Markt überschwemmt wird, haben sie auch das hinzunehmen. Und wir haben ihre sowie Essls Rufe zu ignorieren: „Dafür und dafür und dafür und dafür muss Österreich auch noch Geld haben“.

Nein, das muss es nicht. Und hat es auch nicht. Und wenn Erwin Pröll wirklich die Sammlung haben will, dann braucht er nur einen Teil des niederösterreichischen Anteils am Flughafen zu verkaufen. Schon hat er, nein: das Bundesland das Geld beisammen. (Auch wenn es zum Schuldentilgen tausend Mal besser eingesetzt wäre). Pröll hat ja auch Herrn Nitsch auf Steuerzahlerkosten ein Museum gebaut (wiewohl er jetzt den Namen Nitsch wohl nicht mehr hören will).

Übrigens haben aus Geldmangel zuletzt auch zwei große Finanzinstitute in Wien ihre Kunstsammlungen zusperren müssen. Sie taten dies freilich rechtzeitig, bevor noch wie bei Baumax die Insolvenz gedroht hat. Aber die Zeiten werden härter. Und das Ende von Kunstsammlungen zeigt, dass sie wirklich ernst geworden sind.

Wenn wir aus der Essl-Krise und jener vieler anderer (Leiner, Di Tech und die Medien sind etwa ganz aktuell) wirklich etwas lernen sollten, dann ist es ganz klar: Österreich muss viel mehr tun, um Unternehmen das Existieren zu erleichtern. Das geht nur durch Deregulierung, Rücknahme des Staates und durch Steuersenkungen. Und zwar für alle und nicht nur politische Liebkinder. Dann wird sich ganz von selber Spreu vom überlebensfähigen Weizen trennen. Aber diese Regierung denkt sich ja ständig noch mehr Regeln aus. Und sie erhöht die Steuern statt sie zu senken. Um dann einige selektiv retten zu können, Kärntner Hypos etwa und (vielleicht) niederösterreichische Essls.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 10:18

    Baumax hat in früheren Jahren andere Mitbewerber durch seinen Expansionsdrang umgebracht. Jetzt ist es auch mit ihm aus.

    Die Milchmädchenrechnungen über den hohen Wert der Bilder, die Rettung so und so vieler Arbeitsplätze und die Sinnhaftigkeit einer neuen staatlichen Kunstsammlung auf Pump und Kosten der Steuerzahler ist sehr stark anzuzweifeln.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß es einen ernstzunehmenden Politiker gibt, der den Avancen des Herrn Essel nähertritt. Er könnte dabei nur die Wut der Wähler ernten!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 09:52

    Wenn der Herr Essl in finanziellen Schwierigkeiten steckt - und die Lage dürfte ziemlich prekär sein - dann soll er seine "Kunstsammlung" verkaufen, aber bitte auf dem freien Markt, den es dafür gibt.
    Nicht jedoch an uns Steuerzahler, wir brauchen keine neuen Bilder auf Pump, damit der Herr Essl seine Firma und seine in die Binsen gegangenen Expansionspläne retten kann. So eine Chuzpe aber auch!

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 10:05

    Wo waren Ihre gelassen ausgesprochenen Worte, verehrter Dr. Unterberger, als dieser Staat, die Sammlung Leopold, durch die Wertsteigerung enstandenen Steuerforderungen fällig stellte, und so in räuberischer Absicht, Leopold zwang, seine Sammlung an den Staat zu verkaufen?

    Die Familie Essl ist eine österreichische Unternehmerfamilie, wie man sie heute mit der Lupe suchen muß. Davon gibt es immer weniger, denn der von Ihnen in Schutz genommene Staat hat in den letzten Jahrzehnten internationale Konzerne hofiert, die Finanzwirtschaft aufgeblasen und mit der eigenen exzessiven Schuldenpolitik und der daraus resultierenden Abgabenlast, österreichische Unternehmer an den Rand gedrängt.

    Wenn jetzt Hr. Essl sen. sich von seiner Sammlung trennen will, um das Unternehmen zu retten, so zeigt das ein hohes Maß an Anstand, das wir lobend hervorstreichen sollten.
    Er geht ja nicht zum Staat schmarotzen, wie das die internationalen Konzerne direkt tun, oder macht daraus noch ein perpetuum mobile-Geschäft, wie es die dicken Herren mit Zigarre aus der Finanzwirtschaft zu tun pflegen, sondern er trennt sich von seiner großen Leidenschaft der Bildersammlung. Das ist wahre Größe!

    Ob jetzt der Wert der Bilder der genannten Summe entspricht, darüber könnte man so lange streiten, bis, so wiebei der Hypo, außer untragbaren Schulden nichts mehr übrig bleibt.
    Und ob seine wirtschaftliche Lage auf unternehmerische Fehlentscheidungen basiert, das zu beurteilen hat Maxim Gorki am treffensten ausgedrückt: am Ende haben immer die Kleingeister das Wort!

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 16:40

    Warum sollte Essl nicht Bild für Bild verkaufen? Was WIRKLICH gut ist und wert ist, die Zeiten zu überdauern, wird viel Geld einbringen. Vermutlich ist auch genug weniger Gutes dabei; bei uns werden ja viele Künstleroide* in den Himmel gehoben, deren "Werke" einer objektiven Kritik halt nicht standhalten.

    Herr Essl ist mit dem Schicksal, sich von geliebten Sammlerstücken trennen zu müssen, ja nicht alleine. In seinem Fall war neben der Liebe zur modernen Kunst sicherlich auch der Gedanke da, den Gewinn aus seiner Baumax-Kette irgendwie gut anzulegen---auch für den möglicherweise eintretenden NOTFALL.

    Bei Essl ist es die drohende Insolvenz, bei anderen ist es ein plötzlicher TODESFALL, der zwingt, sich von "Liebhabereien" und Sammlerstücken zu trennen---was meist deshalb besonders schlimm ist und auch Tränen kostet, wenn man weiß, wie sehr das Herz des geliebten Verstorbenen an jedem einzelnen dieser Stücke gehangen hat!

    Und daß man, wenn man etwas verkaufen MUSS, selten den früheren Kaufpreis hereinbringt, ist halt leider so. Mein Mitleid mit Herrn Essl hält sich in Grenzen.

    * In Ö gilt auch jemand als Künstler, der seinen Darminhalt in seiner Vielfalt als "Kunst" betrachtet oder auf irgendwelche Objekte seine Blase in hohem Strahl entleert, bzw. sich in stinkenden Eingeweiden und Blut suhlt. Da könnte man fast vergessen, daß Letzterer wirklich "etwas kann".

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 14:24

    Angenommen wir besitzen wertvolle Teppiche od. andere Luxusobjekte und unsere Praxis gerät in Schieflage. Wird dann die Krankenkasse die Teppiche kaufen, od. das Gesundheitsministerium, od. werden wir uns von einem unserer Lieblinge trennen müssen, ohne daß uns der Staat auffängt?

    Ich bin absolut dagegen als Steuerzahler die Sammlung zu retten. Noch dazu wo es sich um Kunst nach 1945 handelt. ( Nitsch...pfui!)

  6. Ausgezeichneter KommentatorDr.Markus Deim
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 10:56

    Hätte sich Herr Essl mehr um die Freundlichkeit und Kompetenz seiner Mitarbeiter und weniger um irgendwelche "Künstler" gekümmert, ginge es seiner Firma höchstwahrscheinlich besser. Ich möchte eigentlich nicht, daß mein Steuergeld für das frustrane Verhindern des selbstverschuldeten Sinkens einer weiteren österreichischen Titanic ausgegeben wird.

  7. Ausgezeichneter KommentatorDoppeladler
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2014 16:30

    Hat irgendjemand eigentlich schon bedacht, daß es bei so einem neuen staatlichen Museum nicht nur bei den Anschaffungskosten bleibt, sondern so etwas vielmehr ein permanenter Subventionsbetrieb werden würde. Das heißt, jedes Jahr werden Unsummen notwendig um das systemimanente Defizit abzudecken.

    Ein Danaer-Verkauf des Hrn. Essel.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAlternativlos
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 13:49

    Die "Österreichische Gegenwartskunst seit 1945" ...
    ... ist im Winter als Unterzündmaterial zu gebrauchen. Zu sonst nichts. Der Wert ist daher äquivalent zur selben Menge Zeitungspapier. Bei Plastiken kommt der Kilopreis des Rohmaterials zur Anrechnung. Selbst schuld, wer seinen Lebensinhalt darin sieht, abgedrehten Staats- und sonstigen "Künstlern" ihren Schamott abzukaufen.

    Diese Preise und Werte werden von den "Experten" der internationalen "Kunst"-Mafia festgelegt und getrieben. Auktionshäuser, Journalisten, "Sachverständige" und Galeristen sind mit von der Partie und schneiden alle mit.
    Und natürlich gibt es immer ein paar Blöde die darauf hereinfallen und das Werkl am Laufen halten......


alle Kommentare

  1. Zöbinger (kein Partner)
    27. März 2014 11:03

    Der Karl-Heinz Essl ist mir zweifach in schlechter Erinnerung: Erstens, als er einmal schon vor Jahrzehnten in einem Zeitungsmagazin vorgestellt wurde, konnte man in seinem Garten etliche über 1 Meter große Gartenzwerge sehen; da dachte ich mir, was hat der wohl für einen verkitschten schlechten Geschmack. Danach orientierte er wohl auch seine Sammlung: zumeist nichtssagendes Klumpert!
    Zweitens, als Essl im Jahre 1996 seinen Bau-Max an die Börse brachte zu einem Kurs von € 23-24 sah ich, dass das Ganze hauptsächlich mit Schulden finanziert wurde, denn das Eigenkapital bestand nur aus wenigen Prozentpunkten! Ca. 8 Jahre später nahm Essl seine Firma bei einem Kurs zwischen 8 und 9 € wieder von der Börse, mit der Begründung, dass sich der Kurs doch nicht günstig entwickelt hätte. Jedenfalls nicht für die Fremdaktionäre, dagegen für ihn sehr, weil er billig rückkaufen konnte!!
    Leute seines Schlages tun mir überhaupt nicht leid! Soll er seine Sammlung auf dem freien Markt verkaufen; es gibt immer einige Idioten, die manches kaufen, der Rest fällt dem Müll anheim.

  2. Altkater (kein Partner)
    27. März 2014 00:20

    2.
    Diese, eigentlich alles entscheidende Frage, dürft sich von den Entscheidungsträgern beim Baumaxx wahrscheinlich keiner vorher gestellt haben!
    Die dürften mit der Annahme in den Osten gegangen sein, dort dürften sich plötzlich alle die Westpreise leisten können!

    Und wieso sollen wir alle (Steuerzahler) jetzt den an die Wand gefahrenen Karren wieder flott machen? Und wie lange solls dann weiter gehen? Mit dieser Geschäftstaktik?
    Und wenn nach einem halben oder ganzem Jahr wieder alles von vorn los geht?

    Zumindest eins muß man dem Essl zugute halten: er hat geschickt taktiert!
    Ob sich die Regierung jetzt vor den EU-Wahlen mit zusätzlichen angedrohten 4000 Arbeitslosen erpressen läßt?

    Und noch eine Frage: haben die Eigentümer von Hornbach, Lagerhaus, Obi und wie sie alle noch heißen mögen – ihre Gewinne auch in Kunstsammlungen oder ähnliches angelegt???
    Oder wieder reinvestiert?

    Jaja, ich weiß, Lagerhaus muß den Konrad und die Prölls sponsern (und den Nitschi)

  3. Altkater (kein Partner)
    27. März 2014 00:19

    Zur „Kunstauktion“ will ich nichts sagen – bin kein Kunstkenner, außer daß ich oft bei manchen modernen Kunstwerken total daneben steh und mich frag, was soll das jetzt wirklich darstellen.
    Gut, wie geht der Spruch? Die Kunst liegt im Auge des Betrachters? Oder so in der Art?

    Zum Baumarkt aber selbst: vollkommen überteuert!

    Kurze Beispiele: Abdeckplane mal gebraucht, Baumaxx 5 Minuten mit dem Auto, mich hats beim Preis geschockt! 25Km weiter beim Hornbach in Wr. Neustadt: ein Drittel des Preises! Sagts jetzt keiner was von Fahrkosten etc... man besorgt ja gleich noch etliches anderes, wenn man schon dort hin muß.
    Schrauben: einige Stück, selbst ins Sackerl und abgewogen – beim Schraubenhändler 10 min weiter gibt’s dafür eine ganze Schachtel! Obwohl der eine kleine Firma ist und anders kalkulieren muß!
    Einmal besondere Hundenäpfe gesucht (die man in der Höhe verstellen kann): beim Baumaxx in Neust. sowas gefunden. Eine Schachtel war noch da. Beim Anschauen bemerkt, daß die Halterungen abgebrochen waren. Die Verkäuferin gefragt, obs noch andere gibt: nein. Dann gefragt, obs die wenigstens billiger gibt (schweißen wär ja kein Problem gewesen), bis die erstmal wem gefunden hat, der etwas entscheiden hat können, ist gut eine halbe Stunde vergangen! So, in der Wartezeit ein bißchen umgeschaut. War Weihnachtszeit, Regale voller Schnickschnack und Weihnachtskitsch und Klumpert (tschuldigung, das kann man nicht mehr anders ausdrücken!). Stolze Preise und auf der Rückseite: Made in China – Made in China – etc etc....
    Zumindest der Preis hat nachher gepaßt! Von den Näpfen!

    Zu den mißglückten Osteuropageschäften: Jeder, der irgendetwas schon mit den Bewohnern der östlichen Nachbarstaaten zu tun hatte, wußte, daß die meisten handwerklich sehr geschickt sind!
    NUR: ob die dann auch das Geld gehabt hätten um gerade beim Baumaxx das ganze sündteure Zeugs dort einzukaufen??

  4. Undine
    26. März 2014 19:01

    Von @Erich Bauer stammt die köstliche Formulierung KREATIVE KONKURSE:

    Es gibt "kreative" Konkurse. Man kann das auf verschiedenste Arten "planen".

    Es gibt aber auch auf der "anderen" Seite ---nämlich von Seiten der Bank--- "kreative" Überlegungen, einen Fabrikanten in den Ruin (mit Todesfolgen!) zu schicken, um die BANK zu sanieren: Stichwörter: ROHRMOSER, BAWAG, ELSNER!

    Am 02. 03. 2007 schrieb "Die PRESSE:

    Der KAMPF des SKI-PIONIERS. Eine Tragödie.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/156751/Der-Kampf-des-SkiPioniers-Eine-Tragodie

    "Es ist Februar 1998, und Helmut Elsner ist zufrieden mit seiner Performance. Der Bawag-Generaldirektor hat seinen Kontrahenten wieder einmal gezeigt, dass er alle Kniffe kennt: Er hat sie alle mit Klagen eingedeckt. Und er hat sich eine ganz besondere Raffinesse ausgedacht – wozu hat man schließlich gute Beziehungen? Also schreibt er seinem Parteifreund, Innenminister Karl Schlögl, einen Brief mit der Bitte um Intervention bei den laufenden polizeilichen Ermittlungen. Jetzt kann er zur Tagesordnung übergehen: „Das Ganze wird in kürzester Zeit erledigt sein“, prophezeit Elsner den Journalisten................."

    Es schadet nicht, gelegentlich diese PRAKTIKEN des HAFTUNFÄHIGEN, aber sonst recht munteren, tanzfreudigen, aber auch gnadenlosen Herrn ELSNER in Erinnerung zu rufen.

  5. Erich Bauer
    26. März 2014 16:40

    Also, was sich hier an Kenntnissen - oder sind's doch nur Gefühle - über wirtschaftliche Zusammenhänge, Unternehmensformen, Preisentwicklung, Preisbildung... Raum geschaffen hat... Diese Naturbelassenheit wäre ja fast schon rührend, wenn... ja wenn da nicht dieser unterschwellige "Hass" auf alles, was wertschöpfend ist, oder es zumindest versucht zu sein...

    Ein bisschen bin ich schon "erschüttert". Wenngleich es mich nicht sonderlich überrascht.

    • Anton Volpini
      26. März 2014 19:26

      ...drum besser wärs, wenn nichts entstünde,
      denn alles was ihr Sünde, Verderben, kurz das Böse nennt,
      das ist mein eigentliches Element!

  6. Alternativlos (kein Partner)
    26. März 2014 15:54

    Ich darf hier auf einen Artikel im heutigen Kurier verweisen, der wohl Bände spricht.

    Einige Zitate daraus:

    "Das Ensemble ist mehr als die Summe der Einzelwerke", hält Karlheinz Essl dem im KURIER-Gespräch entgegen. "Es sind viele Künstler dabei, die keinen Marktwert haben, aber für die Kunstgeschichte wichtig sind."

    So rieten unter anderem Belvedere-Direktorin Agnes Husslein, Ex-mumok-Chef Edelbert Köb und die Leiterin des MdM Salzburg, Sabine Breitwieser, die Sammlung Essl genau zu evaluieren. Hintergrund sei, dass das Sammlerpaar Essl nach sehr persönlichen Gesichtspunkten gesammelt und weniger bedeutende Teile nie abgestoßen hat. So seien nur Segmente der Sammlung von nachhaltiger Bedeutung.

    http://kurier.at/kultur/kunst/sammlung-essl-rettungsring-als-bumerang/57.679.049

    „Allein bei unseren zehn wichtigsten Künstlern besitzen wir das Zehnfache dessen, was in den großen Auktionshäusern pro Jahr auktioniert wird“, sagt der Sammler. „Der Markt ist ja nicht aufnahmefähig.“

    Käme die Essl-Sammlung geballt auf den Markt, würde das das Preisniveau drücken und damit Künstlern, Galerien und Auktionshäusern die Lebensgrundlage entziehen, warnt der Sammler.

    Diesen Aussagen ist wohl nichts hinzuzufügen........

  7. Undine
    26. März 2014 15:02

    "Natürlich könnte er seine Bilder zu Maximalpreisen am Kunstmarkt verkaufen, nur sind sie dann für Österreich verloren. Mir als Kunstliebhaber und auch Steuerzahler wäre das nicht recht".......

    .......schreibt @Buntspecht

    Nicht jeder, der sich für ein Genie hält, bzw von unserer linken Politik als solches bezeichnet wird, ist tatsächlich eines!

    Von den wirklich ZAHLLOSEN Werken zeitgenössischer Kunst muß meiner Meinung nach nicht unbedingt alles im Land bleiben, wozu eigentlich? Wenn etwas wirklich gut ist und einen ausländischen Käufer findet---warum sollte das Kunstwerk nicht ins Ausland verkauft werden? Wir haben eher einen Überschuß an zeitgenöss. Kunst; wie viele dieser Kunstwerke werden die Zeit überdauern?

    Mir persönlich würde eine kleine Zeichnung von WILHELM BUSCH weitaus mehr bedeuten als eine der 1000 Variationen von Nitschs Schüttbildern.

    Da tut es mir persönlich wesentlich MEHR WEH, wenn z.B. PARTITUREN oder BRIEFE aus Mozarts, Schuberts oder Beethovens Hand---um nur einige Beispiele zu nennen---verantwortungs- und gedankenlos ans AUSLAND VERSCHERBELT werden!
    Auch von kostbaren Dingen aus dem Kaiserhaus hat man sich leider sehr leichtsinnig getrennt---die liegen wahrscheinlich jetzt in einem Safe irgend eines Neureichen im Ausland.

    DAS sind mMn Dinge, die NIE die Grenzen Österreichs überschreiten dürften oder in Privattresoren reicher Leute versteckt werden und somit für uns unwiederbringlich VERLOREN sind.

    Was für kostbare HANDSCHRIFTEN sind uns schon abgeschwatzt worden, um irgendwo im Ausland zu landen. Alle diese Stücke sind von ungeheurem IDEELLEM Wert und außerdem sehr rar und haben größte Bedeutung für unsere österr. Kultur und Identität---was man von einem großen Teil der "Kunstwerke" der letzten Jahrzehnte gewiß nicht behaupten kann, schon weil das Angebot VIEL zu groß ist.

    • AGLT (kein Partner)
      26. März 2014 15:34

      ... ganz zu schweigen von den im wahrsten Sinne des Wortes linken Restitutionen an den 3. verschwägerten Zwerg in der 5. Reihe mütterlichseits.

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 15:44

      Undine
      *************** ganz meiner Meinung.

    • Undine
      26. März 2014 19:10

      Mir fällt in diesem Zusammenhang wieder der feine Herr Ronald LAUDER ein---man buckelte vor dem immensen Reichtum seiner Frau Mama!---der allerlei Kunstschätze, die unter strengstem DENKMALSCHUTZ standen und NIE über Österreichs Grenzen verbracht werden hätten dürfen, in die USA ENTFÜHREN DURFTE. Quod licet Iovi, non licet bovi ---und das Rindvieh sind wir!

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 20:09

      @undine

      welche Kirchen, Paläste, Friedhöfe, oder Denkmäler hat er denn entführt, der Herr Lauder?

    • Undine
      26. März 2014 20:57

      Ja, @wolf, da haben Sie mich erwischt! ;-)

      Natürlich meinte ich, wie Sie sich denken können, keine immobilen "Kunstwerke", sondern unter strengem Ausfuhrverbot stehende Kunst- und Kulturgüter!

  8. willi (kein Partner)
    26. März 2014 14:50

    Hätte der Essl sein überflüssiges Vermögen in Gold angelegt, statt "wertlosem Bilderzeugs ", so hätte er heute kein Problem.
    Fachleute wissen wie oft er damit heute seine Fa. kaufen könnte.

    Den Gewinn in Kunst anlegen, dafür die Zahl der Filialen in Osteuropa auf Bankkredit erweitern, zeugt nicht gerade von großer intelligenz.

  9. Julia (kein Partner)
    26. März 2014 14:19

    Die Aktiengesellschaft ist eine raffinierte Einrichtung zur persönlichen Bereicherung ohne persönliche Verantwortung.
    Ambrose Bierce
    Und was ist die Firma Baumax? Eine Aktiengesellschaft!

    • Zraxl (kein Partner)
      26. März 2014 14:57

      Man muss diesen hauptberuflichen Märchen- und Geschichtenerzählern nicht alles glauben. Die Aktionäre, d.h. jene Menschen, die ihr eigenes Geld investieren, haften eben mit dieser Einlage. Wenn die Firma kaputt ist, ist das Geld weg. Dieses Maß von Verantwortung möchte ich bei einem "Schriftsteller und Journalist" erst einmal sehen, ehe dieser große Lippe führt. Der Vorstand einer AG haftet im übrigen mit seinem Wohnzimmertisch, wenn er grob fahrlässig oder gar betrügerisch handelt.

      Eine Firma in der Größe wie Baumax wird natürlich als Kapitalgesellschaft (AG oder GmbH) geführt. Wie sonst? Herr Essl hat ein großartiges Unternehmen aufgebaut. Leider hat er sich anscheinend irgendwo überhoben. Da ist noch lange kein Grund zur Häme.

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 16:19

      Zraxl

      Sie mögen ja recht haben. Ich finde nur, dass früher eine Firma so etwas wie AG, GmbH's etc. nicht benötigte. Es war alles viel einfacher. Nur nebenbei bemerkt, es ist ein Unterschied, ob es ein großer Konzern ist, oder eine kleine Firma. Das ist ja das Problem, die Gesetze werden für die großen immer anders ausgelegt. Eine kleiner Unternehmer hat gar nicht die Möglichkeit, sich so teure Anwälte zu leisten. Die werden ausgeblutet und abgezockt. Zudem ist unser System durch und durch korrupt. Da arbeiten Banken, Masseverwalter, Gutachter, Imobilienheinis zusammen.

      Fälle aus dem wirklichen Leben!
      ROCO-Konkurs – Raiffeisen
      Bei diesem Fall handelt es sich um einen der größten Wirtschaftskriminalfälle Österreichs. Die Justiz vereitelt bis heute dessen Aufklärung. Kann es sein, dass dies damit zu tun hat, dass die Verantwortlichen Banker des Raiffeisenverbandes Salzburg sind?
      Die wesentlichen Ergeignisse rund um diesen dubiosen "Konkurs" in chronologischer Reihenfolge.
      Dies wurde sogar im ZDF gebracht:
      Beitrag in der ZDF-Sendung "Frontal 21"

      hier weiterlesen (weitere Fälle) und zum Video:
      http://www.kreditopferhilfe.net/de/2014-03-13-10-51-05/faelle-aus-dem-wirklichen-leben

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 17:12

      "Ich finde nur, dass früher eine Firma so etwas wie AG, GmbH's etc. nicht benötigte. "

      1407 Banco di San Giorgio; Genua: erste „wirkliche“ Aktiengesellschaft
      1602 Niederländische Ostindien-Kompanie; erste "moderne" Aktiengesellschaft

      wann früher?

    • Erich Bauer
      26. März 2014 17:26

      @ Wolf,

      :-)))))) An manchen Tagen ist's hier total lustig.

    • Zraxl (kein Partner)
      26. März 2014 17:33

      Man soll, glaube ich, den normalen Geschäftsbetrieb von kriminellem Verhalten trennen. Ich habe dereinst meine Einzelfirma mit ein paar Mitarbeitern sehr rasch in eine GmbH umgewandelt, nachdem mir bewusst geworden ist, dass ein Fehlverhalten eines Mitarbeiters meinen privaten Ruin bedeuten kann. Die Firma haftet nämlich für ihre Angestellten, auch dann, wenn nur leichte Fahrlässigkeit einen Schaden bewirkt. Bei einem größeren Schaden kann die Firma sogar dann bankrott gehen, wenn keinerlei Schuld der Firma oder ihrer Mitarbeiter vorliegt, sondern wenn einfach die Prozesskosten zu hoch werden und man sich die Verteidigung nicht mehr leisten kann. Mit einer GmbH ist zwar dann die Firma tot, aber wenigstens bleibt der eigene Wohnzimmertisch erhalten.

      Umgekehrt kenne ich einen Fall aus OÖ, bei dem ein Einzelunternehmer zunächst mit Kredit ein schönes neues Geschäftsgebäude errichtet hat. Dann wurde dieses Haus mit Waren angefüllt, ebenfalls mit Kredit, für den der Unternehmer ja persönlich die Haftung übernommen hat. Unmittelbar nach diesem Beschaffungsvorgang hat dieser Unternehmer Insolvenz angemeldet, und seine Ehefrau hat den ganzen Laden sehr billig gekauft. Andere Kaufinteressenten gab es damals in der OÖ-Pampas nicht. Das war Betrug nach dem Lehrbuch, aber irgendwie sind die damit durchgekommen.

    • Erich Bauer
      26. März 2014 18:06

      Es gibt "kreative" Konkurse. Man kann das auf verschiedenste Arten "planen". Das gilt nicht als Betrug. Vorausgesetzt, man "inszeniert" das wasserdicht...

  10. Alternativlos (kein Partner)
    26. März 2014 13:49

    Die "Österreichische Gegenwartskunst seit 1945" ...
    ... ist im Winter als Unterzündmaterial zu gebrauchen. Zu sonst nichts. Der Wert ist daher äquivalent zur selben Menge Zeitungspapier. Bei Plastiken kommt der Kilopreis des Rohmaterials zur Anrechnung. Selbst schuld, wer seinen Lebensinhalt darin sieht, abgedrehten Staats- und sonstigen "Künstlern" ihren Schamott abzukaufen.

    Diese Preise und Werte werden von den "Experten" der internationalen "Kunst"-Mafia festgelegt und getrieben. Auktionshäuser, Journalisten, "Sachverständige" und Galeristen sind mit von der Partie und schneiden alle mit.
    Und natürlich gibt es immer ein paar Blöde die darauf hereinfallen und das Werkl am Laufen halten......

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 14:11

      Hundertwasser, Brauer, Boeckl, Scheibl, Rainer, Krystufek, Hrdlicka, Wotruba, .... alle nur Zeitungspapier und Rohmaterial?

      haben Sie auch eine Begründung für Ihre Ausführungen?
      oder entspringt Ihre Expertise einfach einem "des g'foit ma ned"?

    • Undine
      26. März 2014 14:17

      @Alternativlos

      "Diese Preise und Werte werden von den "Experten" der internationalen "Kunst"-Mafia festgelegt und getrieben"

      So sehe ich das auch! Und dieser Klüngel stammt immer aus der selben Ecke.

      Bei manchen so hochgejubelten "Kunstwerken" fehlt leider im übertragenen Sinn ein Kind, das einmal laut sagt, was es sieht: "Der Kaiser ist ja nackt!", also: Das Bild ist ein Schmarren! Aber manche Leute wollen zum Narren gehalten werden und zahlen, um ihren "Kunstverstand" zu beweisen, teures Geld dafür.

      Und nein, ich bin keine Verächterin zeitgenössischer Kunst, aber ich unterscheide eben, wenn ich spüre, das ist gut oder ein andermal: Der Künstler hält die Leute für blöd und ist zudem leider häufig auch noch ein Charaktersch...n (Otto Muehl u.a.m.)

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 14:23

      Undine
      ein Kind, das einmal laut sagt, was es sieht: "Der Kaiser ist ja nackt!", also: Das Bild ist ein Schmarren!

      Das ist ja lustig, ich hatte (aber als Erwachsene) vor nicht aller zu langer Zeit, fast dasselbe geäußert, nämlich: was soll denn das darstellen, selbst ein Affe malt besser und das soll Kunst sein? Da bekommt man ja Depressionen!

      Uii - ich wurde verächtlich angesehen von den Kunstkennern! War mir aber wurscht! Es musst raus - lach

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 14:26

      wolf

      Hundertwasser, Brauer, Boeckl, Scheibl, Rainer, Krystufek, Hrdlicka, Wotruba

      Was glauben sie, welcher ethnischen Volksgruppe die meisten dieser sog. Künstler angehören? Und was denken sie, welche eth. Volksgruppe bestimmt, was als Kunst angesehen werden darf? Ich vermute sie wissen das weil sie zur selben Mischpoke gehören, oder irre ich mich? Sollte ich mich irren, dann entschuldige ich mich schon im Vorhinein.

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 14:35

      ja, ja, das haben sie auch über den Neder, den Romako gesagt, über den Schiele, den Kokoschka, den Gerstl, und, und, und ... so nackt war der Kaiser dann doch nicht.

      Nicht alle jetzigen 'Größen' werden die Geschichte überleben, aber dann doch einige ... und wundern Sie sich nicht, wenn da ein paar darunter sind, denen Sie das künstlerische Können absprechen, nur weil man 'Depressionen bekommt'.

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 14:37

      1) ich bin kein Jude
      2) mich als Juden zu bezeichnen ist zwar falsch, aber sicher keine Beleidigung, weshalb eine Entschuldigung Ihrerseits gar nicht nötig ist.
      3) schön, dass es diese Juden gibt/gab
      4) Sie tun mir leid

    • Alternativlos (kein Partner)
      26. März 2014 14:45

      @wolf (kein Partner)

      Ich habe das leider etwas verkürzt dargestellt und beziehe in erster Linie auf die von Herrn Essl gesammelte "Kunst". Obwohl unter nen von Ihnen angeführten Namen sehr wohl solche sind, die ganz sicher nur ins Essl-Museum passen würden, wenn Sie verstehn was ich meine. Arik Brauer ist sicher nicht dabei.....

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 15:26

      @alternativlos

      einverstanden, zur Sammlung Essl kann und will ich mich gar nicht en detail äußern, dafür kenn ich sie zu wenig.

      Nur so viel: ethnische Herkunft der Künstler ist mir völlig egal. Ob sie privat Charakterschweine sind, ist mir zwar nicht egal, aber man sollte doch versuchen, das künstlerische Schaffen einigermaßen isoliert zu betrachten. Auch von den großen 'alten' Meistern ist so einiges bekannt, was sie nicht gerade sympatisch macht, dennoch sind es Meister und sie werden es wohl immer bleiben. Für die politische Ausrichtung gilt ähnliches, solange nicht explizit politische Propaganda betrieben wird. So kann man etwa über das Denkmal vor der Albertina diskutieren (ohne sich auf ein 'g'foit ma ned, wü i ned' zu beschränken), die politische Ausrichtung des Herrn H. spielt dabei aber m.E. keine Rolle.

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 15:42

      Wo wäre denn z.B. ein Nitsch, wenn er nicht so großzügig mit Steuergeldern subventioniert worden wäre. Keiner mit gesundem Hausverstand würde für so einen Dreck (abartige Kunst) etwas bezahlen. Das Volk hatte nie ein Mitspracherecht, welche Kunst subventioniert wird. Ohne Steuergelder würden diese sog. Künstler einer geregelten Arbeit nachgehen müssen und sich nicht auf Steuerzahlerskosten bereichern. Und ehrlich gesagt, mir ist es egal, wenn diese sog. Kunststücke ans Ausland verscherbelt wird. Wir haben selbst genug eigene echte Künstler, wir brauchen diesen Schund eh nicht.
      Ach ja, wie hieß denn eigentlich dieser Modedesigner, welcher für die Nazis die schicken Uniformen entwarf? War das Karl Lagerfeld? Und welcher Etnie gehört der an?

    • Undine
      26. März 2014 16:13

      @wolf

      Auch von den großen 'alten' Meistern ist so einiges bekannt, was sie nicht gerade sympatisch macht, dennoch sind es Meister und sie werden es wohl immer bleiben. Für die politische Ausrichtung gilt ähnliches, solange nicht explizit politische Propaganda betrieben wird"

      Aber von den wirklich ganz großen "alten" Meistern in allen Kunstrichtungen ist nicht bekannt, daß sie von einer politischen Partei, die eigentlich eher die Arbeiterschaft und viel Proletariat vertritt, mit STEUERGELDERN hoch SUBVENTIONIERT worden sind, bzw. WEGEN ihrer Event. FERKELEIEN Mäzene gefunden haben. Daß oft die ganz Großen in der Kunst oft persönlich unsympathisch waren, ist bekannt. Aber sie sind nicht WEGEN dieser Charakterschwächen ganz nach oben in den Olymp gekommen, sondern TROTZDEM, weil das GENIE die Oberhand gewonnen hat!

      UND: Bei uns WIRD MIT KUNST POLITIK GEMACHT---siehe linke (andere haben keine Chance!) Staatskünstler!

      @Julia

      Das war nicht Karl Lagerfeld, sondern Hugo Boss! ;-)

      "Hugo Boss schneiderte Uniformen der Nazis"

      http://www.bild.de/geld/wirtschaft/hugo-boss/hugo-boss-schneiderte-uniformen-fuer-nazis-20073168.bild.html

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 16:22

      Danke Undine, wusst nicht mehr wie der heißt.

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 16:41

      @Undine,

      Wie sollte etwa Rubens von einer sozialdemokratischen Partei gefördert werden? Der is auch nie mit einem Auto gefahren - was sagt uns das? Nix.

      Es wurde immer Politik gemacht mit Kunst - mehr als heute. Oder glauben Sie, dass etwa der Troger seine Apotheose des K. VI gemalt hat, weil er gerade lustig war? Oder der Krafft seine Bilder von F II/I? Oder der Amerling? oder, oder, oder ....

      Ja, und die Ferkeleien vom Spranger und Aachen waren anno dazumal auch Hofgespräch.

      Woraus ziehen Sie den Schluss, dass heute WEGEN und nicht (wie in der guten alten Zeit) TROTZ der Ferkeleien Künstler Karriere machen, wie kommen Sie zum Schluss, dass es damals anders war? Bei Spranger war es nachweislich so, Rubens' 'pelzken' war exakt wegen seiner expliziten Nacktheit gefragt. Und Rubens hat das vorhergesehen.

      Die Liste lässt sich verlängern bis (fast) Ende nie.

      Und: es ist ein Unterschied, ob mit Kunst Politik gemacht wird/wurde, das heißt eine politische Meinung zum Ausdruck gebracht wird (sobald dies möglich war wurde es gemacht, oft versteckt, manchmal offen), oder explizit parteipolitische Propaganda, wie etwa im Dritten Reich oder in der Sowjetunion. Kommt auch heute noch vor (bei weitem weniger als früher; bei weitem seltener, als Sie denken), war aber wie gesagt immer so, auch bei den wunderbaren Werken der Habsburger, die Sie ja so wunderbar finden. Ich auch: allerdings trotz nicht wegen der Entstehungs-Umstände.

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 16:55

      @ Julia

      ein Nitsch kostet am freien(!) Markt an die 100-150 Tausend.

      und was meinen Sie mit: wir haben genug 'eigene' Künstler? Wer ist 'wir', was heißt 'eigene'?

      warum reden Sie die ganze Zeit nur von Nitsch? Ist das der einizge Künstler?

      was hat das mit Hugo Boss zu tun?

    • Nestor 1937
      26. März 2014 17:04

      Es ist ja wahr:
      Der Kaiser ist nackt
      und der Essl will sich auf unsere Kosten sanieren !

    • Erich Bauer
      26. März 2014 17:23

      Aber @Nestor 1937 - Der Essl hat sich doch die ganze Zeit auf unsere Kosten SANIERT! :-)

      Da waren mal die "Heimwerker", die geglaubt haben, sie könnten sich den Professionisten ersparen... und aufgrund der Mängel in der handwerklichen Ausführung dann doch auf diese zurückgreifen mussten. :-)) Mit dem Nebeneffekt, dass jetzt im Keller verschiedenste Schlag- und sonstige Bohrer, wie Trennscheiben, die außer Verletzungen nichts gebracht haben, seit Jahren nutzlos herumhängen... :-)))

      Vor allem über die Pfuscher-Auftraggeber. Die haben - gewitzt, wie sie sind - dem Staat Steuereinnahmen unterschlagen... :-))))

    • Specht (kein Partner)
      26. März 2014 17:45

      die österreichische Gegenwartkunst seit..ist im Grunde unschätzbar, denn sie hat sich nie an etwas messbares gehalten, weder von der Technik noch vom Thema und schon gar nicht Originalität. Zu oft wurde nach Übersee geschielt und dann bei uns als ganz was Neues gebracht, hat auch funktioniert.

    • Undine
      26. März 2014 21:10

      @wolf

      Du meine Güte, sind Sie aber streitbar! ;-)

      Was ich meine mit der sozialistischen Partei: Da sind mir einfach zu viele Proleten, die den Beutel mit dem Steuergeld in der Hand haben und diesen nur dann gerne und sehr weit öffnen, wenn zu 100% nachgewiesen ist, daß das zu beschenkende Künstlerherz ganz sicher ganz links schlägt!

    • wolf (kein Partner)
      26. März 2014 23:10

      @ Undine

      fein, dass Sie trotz der Streitlust lächeln.
      und streitbar bin ich nur heute und nur, weil bis jetzt auf Untergriffe verzichtet wurde (die eine oder andere antisemitische Auslassung gehört in diesem Blog halt zum guten Ton)

      ich weiß schon was Sie meinen, aber zum einen stimmt das nicht und selbst wenn es stimmen sollte, hieße das lediglich, dass sich gegenüber früher (Habsburger) nichts geändert hat (Im Übrigen gibt es doch einen gewaltigen Unterschied: Unter den Habsburgern wurden nicht nur Künstler gefördert, die dn jeweiligen Herrschern gefallen haben - künstlerisch und politisch-, sondern es wurden Aufträge zur Propaganda (Maximilian) vergeben, wer nicht gespurt hat, hat seine Werkstatt gleich einmal aufgeben können). Und weil - mutmaßlich unter denselben Umständen - früher wunderbare Werke entstanden sind, bedeutet das, dass auch heute wunderbare Werke entstehen können, denen objektiv künstlerischer und/oder monetärer Wert zugesprochen werden kann. Auch wenn er Ihnen z.B. nicht gefällt, der Nitsch wird ausnehmend hoch gehandelt und auch wenn Sie anderes behaupten: Preise am Kunstmarkt sind kaum gezielt beeinflussbar, es kümmert einen Kunstsammler in den USA oder in Japan nämlich einen feuchten Dreck, ob ein linker Politiker meint, der Nitsch sei super.

      Die Tatsache, dass ein Linker gefördert wird, heißt noch lange nicht, dass es gefördert wird, WEIL er ein Linker ist, aber noch einmal: es werden nicht nur prononcierte Linke subventioniert, außerdem lässt sich doch bei den meisten Leuten nicht sagen ob sie nun ganz links oder ganz rechts stehen. Sehr viele hier etwa nennen sich rechts oder konservativ und sind ausgemachte Etatisten vor dem Herrn. Mir fällt jetzt nur der Menasse ein, aber selbst bei dem werden Sie linke wie auch konservative Standpunkte erkennen. Lüpertz etwa ist ein ausnehmend konservativer Mensch, dennoch hat die Stadt Salzburg ihn beauftragt - auch wenn das Ergebnis dann eher "distanziert" aufgenommen wurde. ;-). Ähnliches gilt für Balkenhol. In Sbg etwa ist keinem Werk der Foundation irgendeine politische Message anzumerken, es spielt also überhaupt keine Rolle, welcher politischen Denkrichtung die einzelnen Künstler zuzurechnen sind.

      Vielleicht - aber die Lust scheint vergangen zu sein - nennen sie einen konkreten Künstler-Namen. Bitte ned den Nitsch, der wurde schon all zu oft strapaziert heut. :-)

    • Undine
      27. März 2014 08:41

      @wolf

      Danke für Ihre ausführliche Replik! Ich gestehe, sie gefällt mir. ;-)

  11. AppolloniO (kein Partner)
    26. März 2014 11:57

    Die Überschrift sagt alles: "nein, Essl ist nicht zu retten".
    Damit sind wohl seine Baumärkte gemeint, Und wenn man sich diese im Vergleich zu Obi,Bauhaus und Hornbach ansieht kann man nur eines feststellen: schade um jeden Euro.
    Um die Bilder seiner Sammlung hingegen braucht man sich keine Sorgen machen. Die finden auch ohne Steuerzahler-Euros ihren Käufer. Vielleicht dadurch sogar zum "richtigen" Preis.

    • Erich Bauer
      26. März 2014 12:00

      Es sollte vielleicht besser heißen: "Essl ist nicht zu fassen!" :-)

  12. Julia (kein Partner)
    26. März 2014 11:06

    Oh wie peinlich für Obama, keiner klatschte

    Am Ende des 24-stündigen Gipfeltreffens in Den Haag hielt Obama am Dienstag eine Rede vor der Presse. Er verspottete Russland als Regionalmacht und wertete das Vorgehen der russischen Regierung gegenüber den kleineren Nachbarstaaten als Zeichen der "Schwäche". Er sagte, die USA müsse nicht seine Nachbarländer überfallen, um Einfluss auszuüben. Danach sprach er über die NSA-Spionage, betonte die Rechtsstaatlichkeit der USA und den Schutz der Privatsphäre. Diese Aussagen waren peinlich genug, aber am peinlichsten war, keiner der vielen anwesenden Presstituierten klatschten am Ende seiner Rede. Es war totenstill als er von der Bühne ging.

    Als Obama nach dieser ganzen Geschichtsfälschung noch sagte, die USA wären ein Garant für die Privatsphäre, für Rechtstaatlichkeit und der persönlichen Freiheiten, wundert es mich nicht, dass danach nicht mal die bezahlten Hofberichterstatter applaudierten, denn das war sogar ihnen zu viel der Lügerei. Echt peinlich der Auftritt.

    hier zum Video (engl.)
    http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2014/03/oh-wie-peinlich-fur-obama-keiner.html#ixzz2x10IrDeL

    • fewe (kein Partner)
      26. März 2014 11:28

      Ja, schlimm. Aber dass niemand bei einer Pressekonferenz klatscht ist eigentlich normal. Das ist ja keine Parteiveranstaltung. Peinlich wäre es, wenn jemand klatschen würde.

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 14:05

      fewe
      Ja stimmt, das habe ich nicht bedacht. Danke für die Aufklärung!

  13. baumax (kein Partner)
    26. März 2014 10:55

    Großer Wert??? - kleiner Preis???
    Wenn ich richtig informiert bin, dann befindet sich die Baumax-Gruppe ausschließlich in Privathand. Es ist daher nicht einzusehen weshalb der Staat (also Sie und ich als Steuerzahler) einspringen sollen.

    Den Wunsch diese Sammlung in Österreich zu halten indem nur der Staat kaufen soll (vermutlich zu einem Betrag weit über dem auf dem freien Markt erzielbaren Preis) kann man nur als persönliche Eitelkeit des Herrn Essl bezeichnen.

    Herr Essl, die Zeiten in denen der Staat Unternehmensfehler ausgebügelt hat sind endgültig vorbei (beim Bruno früher war das anders, das mag schon so gewesen sein, aber mittlerweile haben sich die Zeiten ein wenig geändert, wenn auch noch nicht weit genug – siehe Hypo). Arbeitsplätze und die Sammlung argumentativ miteinander zu vermischen ist höchst manipulativ.

    Und falls die Sammlung tatsächlich wirklich so viel mehr wert ist als der Buchwert, dann spricht ja nichts dagegen, diese auf dem freien Markt zum tatsächlichen Marktwert zu versteigern. Ich nehme an die Baumäxe können derzeit jeden Euro gut brauchen.

    In der „Presse“ war zu lesen: „Die Parole laute aber: So schnell wie möglich." Jaja, damit alles unter Dach und Fach ist, bevor sich Widerstand gegen den Kuhhandel Arbeitsplätze versus Sammlung aufbauen kann, also alles wie gehabt, traurig.

    Und wenn auch das stimmt was im „Standard“ dazu publiziert wurde, na dann gute Nacht Österreich: "Essl würde zwar seine Sammlung, nicht aber das Museumsgebäude in die Stiftung einbringen: "Der Bau bleibt bei der Familie. Die Betriebskosten und die Mietkosten für das Gebäude hätte die öffentliche Hand zu übernehmen. Über konkrete Beträge schweigt Essl eisern. Er gab auch bisher nie bekannt, wie viel er sich sein Privatmuseum pro Jahr kosten lässt. Zudem wird die Zahl der Besucher geheim gehalten."

    Also wenn sich da nicht bald grundlegend etwas ändert in Österreich…..

    • Undine
      26. März 2014 11:30

      @baumax

      *********!

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 14:13

      baumax
      ***********

      Es ist immer das Gleiche, die Gewinne gehören den Privaten die Verluste soll dann immer der Steuerzahler ausbügeln. Ja sind wir denn total verrückt? Würde dieses Geld den kleinen Unternehmern zur Verfügung gestellt, dann wäre uns allen geholfen aber so. Denn nur die Klein- und Mittelbetriebe schaffen "echte" Arbeitsplätze. Die Konzerne und Banken zahlen fast keine Steuern erhalten auch sonst noch viele Subventionen (das wird den Menschen verheimlicht) und Steuerbegünstigungen.

      UNTERNEHMER UND FREIBERUFLER ACHTUNG !

      Welcher österreichische Selbständige und Freiberufler möchte seinen monatlichen Sozialversicheurngsbeitrag auf EUR 60,-- p.m. fix reduziern ud trotzdem krankenversichert sein. Unsere Pension erhalten wir zukünftig ohnehin als BGE von God Sky Earth. Human Way hilft Ihnen beim zivilen Widerstand gegen die immense Geldverschwendung im Gesundhetissystem. Anfragen an Gernot Gauper hier im Facebook. Wer mit mir nicht verbunden ist. Bitte vorher eine Freundschaftsanfrage an mich stellen. Alle werden angenommen. Tel. 0043-664-750-766-48

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  14. Torres (kein Partner)
    26. März 2014 10:44

    Mir ist nur nicht so ganz klar, warum die Sammlung als Ganzes mehr wert sein soll, als die Summe iher Bestandteile, d.h. warum weniger herauskommen würde, wenn man die Bilder einzeln, z.B. über Sotheby's, versteigern würde.

    • fewe (kein Partner)
      26. März 2014 11:30

      Zumindest dann, wenn sie eine Einheit bildet - was ich nicht beurteilen kann -, dann ist das schon korrekt. Ein Kaffeeservice ist ja auch komplett teurer, als einzelne Tassen davon.

    • Torres (kein Partner)
      27. März 2014 20:19

      @fewe
      Gerade eben hat Christian Ludwig Attersee geschätzt, dass die Sammlung bei Einzelverkauf der Bilder über 300 Mio bringen würde.

    • fewe (kein Partner)
      29. März 2014 16:37

      @Torres: Aha, das wäre wohl ein Zeichen dafür, dass die Sammlung als solche keine Bedeutung hat. "In Bausch und Bogen" von beliebig zusammengewürfelten Einzelteilen ist freilich billiger.

  15. Erich Bauer
    26. März 2014 10:17

    Entspannt Euch!

    Dieses Essl Angebot an die Republik, ist nichts anderes als die Einräumung eines ERSTKAUFRECHTES... Wenn die Sammlung in seinem Sinne weitergeführt wird, kann er sich durchaus auch andere Käufer vorstellen.

    Gottseidank gibt's die FPÖ, die GRÜNEN und das TEAM, die den "Deal" KOMPLETT ablehnen.

    Ich hätte persönlich jedenfalls nichts gegen diesen "Deal". Die Finanzierung stelle ich mir ganz einfach vor... "Frauneministerium" (rot) und "Lebensministerium" (schwarz) auflösen (zumindest größere Teile), Subventionen, die sich NGOs und auch Caritas krallen, drastisch kürzen... Wenn sich's dann noch nicht ausgeht... Die Republik hätte noch genug Spielraum.

  16. Waltraut Kupf
    25. März 2014 23:48

    Hier geht es nicht ausschließlich um das Geld des Steuerzahlers, sondern darum, ob eine ernstzunehmende Sammlung auseinandergerissen werden soll und die Bilder in den Wohnungen oder Tresoren irgendwelcher geldkräftiger Leute landen, womöglich im Ausland, oder eben in Österreich der Allgemeinheit zugänglich bleiben. Auf die hier vertretene Art ginge Österreich auch etwas verloren, und es gibt Leute, die sich nicht nur als Steuerzahler verstehen, sondern als Kunstinteressierte. Wenn es auch stimmt, daß die Zukunft bzw. die Nachwelt darüber befinden wird, was von bleibendem Wert ist und was nicht, so ist das kein Grund, gewissermaßen vorauseilend die Entsorgung zu betreiben. Köb sagte vor laufender Kamera, daß alle diese Maler ja bereits mehrfach in anderen Museen vertreten seien. Schön und gut, in Amsterdam hängt van Gogh auch nicht nur im van-GoghMuseum. Auch kommt es nicht selten vor, daß Maler gewissermaßen aus der Mode kommen, später aber wiederentdeckt und gewürdigt werden. Man kann ja auch, wenn die Qualität gewisser Werke überhaupt nicht überzeugt, einen Teil der Sammlung vom Ankauf ausnehmen, aber grundsätzlich sollte hier doch mit Sorgfalt vorgegangen werden.

    • Zraxl (kein Partner)
      26. März 2014 09:42

      Da wäre es wohl die beste Lösung, das Museum samt Inhalt an die Börse zu bringen. So könnten alle kunstsinnigen Menschen nicht nur ihren Beitrag zur Rettung einer Kunstsammlung leisten, sondern sie würden als Aktionäre sogar mitbestimmungsberechtigte Eigentümer! Alles wäre freiwillig, alle wären glücklich!

  17. Brigitte Imb
    25. März 2014 21:07

    Österreich hat doch eine Anzahl Milliardäre als ihre Staatsbürger. Warum bietet Hr. Essl seine Sammlung nicht diesen Menschen an, sondern dem hoch verschuldeten Staat? Od. den Banken als Sicherstellung ...(ach das ist ja bereits passiert..., deshalb).

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1579913/Kann-Kunstgriff-Baumax-retten?_vl_backlink=/home/index.do

    http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1579885/Sammlung-Essl_Galeristen-warnen-vor-Kauf?_vl_backlink=/home/index.do

    • fewe (kein Partner)
      26. März 2014 11:37

      Ist es überhaupt sicher, dass Essl noch irgendwas diesbezüglich entscheiden darf? An sich soll das ja der Bank verpfändet sein. Die sollen das verkaufen und die Firma zusperren, wenn sich keine Lösung mit einer Zukunftsperspektive bietet. Schade um die vielen kleinen Geschäfte, die wegen Großmärkten wie Baumarkt zusperren mussten. Dafür wurde Essl aber als großer Unternehmer gefeiert.

      Einfach zusperren. Die Banken hatten auch nichts davon abgegeben als sie jahrzehntelang an seinen Krediten verdient hatten. Unterm Strich wird es für sie dennoch positiv gewesen sein.

  18. Ambra
    25. März 2014 19:23

    Es ist nur zu hoffen, daß Minister Ostermayer der Erpressung "4.000 gerettete Arbeitsplätze gegen die Sammlung ssl" NICHT nachgibt. Wenn die Bilder wertvoll sind, werden sie wohl am freien Markt verkäuflich sein. Wenn nicht, ist es das Problem des Sammlers. Der österreichische Steuerzahler jedenfalls hat mit dem Problem des Baumax nichts zu tun. Vielleicht hätte die Familie Essl sich lieber mehr um ihren Betrieb kümmern sollen als sich im Scheinwerferlicht des ORF zu sonnen wie es immer wieder zu sehen war, Seitenblicke inklusive.

    • Ambra
      25. März 2014 20:08

      Verzeihung, soll natürlich Essl heißen und nicht ssl

    • Undine
      25. März 2014 22:39

      @Ambra

      *****!
      Das sehe ich genauso! Läge außerdem das für die Bilder aufgewendete Geld auf einer Bank, hätte Essl den Zinsgewinn regelmäßig versteuern müssen---bei den genannten Kaufsummen für die Bilder auch kein Dreck!

  19. terbuan
    25. März 2014 16:45

    O.T. WIEN IST ANDERS, wie lange noch?

    Steuerverschwender: Bürgerinitiative will Absetzung von Wowereit erzwingen

    "Eine Bürgerinitiative fordert die Absetzung von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. Er trage die Verantwortung für zahlreiche politische Pannen, darunter das Debakel um den Flughafen BER, marode Schulen und der Verfall der Berliner Infrastruktur....

    ...Die Bürgerinitiative „Außerparlamentarische Ergänzung“ will die Absetzung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit erzwingen. Sie werfen ihm politische Inkompetenz vor und listen gleich eine ganze Reihe von schwerwiegenden Versagensfällen auf, allen voran das Debakel um den Hauptstadtflughafen BER....

    ...Zuletzt geriet Wowereit ins Zentrum eines politischen Skandals, als bekannt wurde, dass der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz jahrelang Steuern hinterzogen hatte (mehr hier). Wowereit wusste von dem illegalen Verhalten, tolerierte es aber. Schmitz habe privat Steuern hinterzogen und somit gab es keinen Grund, ihn als Kulturstaatssekretär zu entlassen, so die Begründung von Berlins Bürgermeister ....

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/25/steuerverschwender-buergerinitiative-will-absetzung-von-wowereit-erzwingen/

    Wie sehr sich doch die Bilder gleichen!

  20. Undine
    25. März 2014 16:40

    Warum sollte Essl nicht Bild für Bild verkaufen? Was WIRKLICH gut ist und wert ist, die Zeiten zu überdauern, wird viel Geld einbringen. Vermutlich ist auch genug weniger Gutes dabei; bei uns werden ja viele Künstleroide* in den Himmel gehoben, deren "Werke" einer objektiven Kritik halt nicht standhalten.

    Herr Essl ist mit dem Schicksal, sich von geliebten Sammlerstücken trennen zu müssen, ja nicht alleine. In seinem Fall war neben der Liebe zur modernen Kunst sicherlich auch der Gedanke da, den Gewinn aus seiner Baumax-Kette irgendwie gut anzulegen---auch für den möglicherweise eintretenden NOTFALL.

    Bei Essl ist es die drohende Insolvenz, bei anderen ist es ein plötzlicher TODESFALL, der zwingt, sich von "Liebhabereien" und Sammlerstücken zu trennen---was meist deshalb besonders schlimm ist und auch Tränen kostet, wenn man weiß, wie sehr das Herz des geliebten Verstorbenen an jedem einzelnen dieser Stücke gehangen hat!

    Und daß man, wenn man etwas verkaufen MUSS, selten den früheren Kaufpreis hereinbringt, ist halt leider so. Mein Mitleid mit Herrn Essl hält sich in Grenzen.

    * In Ö gilt auch jemand als Künstler, der seinen Darminhalt in seiner Vielfalt als "Kunst" betrachtet oder auf irgendwelche Objekte seine Blase in hohem Strahl entleert, bzw. sich in stinkenden Eingeweiden und Blut suhlt. Da könnte man fast vergessen, daß Letzterer wirklich "etwas kann".

  21. aw70
    25. März 2014 16:39

    Mir kommt die Geschichte der Familie Essl und vieler andere „Wichtiger“ des heutigen Österreichs ein bisschen so vor wie etwas aus den Sagen, die ich als Kind gelesen habe. Da hat es immer wieder Geschichten gegeben, in denen jemand seine Seele dem Teufel verkauft hat, um an irgend etwas Materielles zu kommen. Das ihm so unglaublich wichtig vorgekommen ist, dass es das wert schien.

    Anfangs sieht das dann in den Sagen auch alles sehr fein aus. Aber der Teufel ist halt kein loyaler Geschäftspartner - das Wohl des Menschen ist ihm wurst, aber die Seele, die holt er sich dann am Schluss. Das ist die einzige Konstante an der Sache. Das, und die Tatsache, dass der Teufel meist auch noch irgend ein Zeichen der Loyalität will.

    Auf den ersten Blick ist das natürlich alles Märchenkram, der mit der heutigen tollen modernen Zeit mit ihren Handys und ihrer Technik absolut nichts zu tun hat. Aber eigentlich… ja, eigentlich, ist es ja doch genau dasselbe, was wir heute sehen. Da hat sich nichts geändert, auch wenn die Sagen mit dem Teufel alle im Mittelalter spielen.

    Denn die Geschichte von so vielen der Wichtigen und Prominenten, die wir derzeit in unserer kleinen, schlaffen Juxrepublik vor uns haben, ist doch genau dasselbe in Grün. Der Herr Essl. Onkel Erwin. Onkel Joschi. Spindi. KHG. Alle waren und sind sie so furchtbar stolz auf das bisschen Lametta, das sie in diesem Leben dafür bekommen haben, dass sie mit eben nicht immer ganz lauteren Mitteln rauf gekommen sind. Und sich dort gehalten haben. Mit wessen Hilfe auch immer.

    In dem Zusammenhang ist für mich sehr relevant, wer in den letzten 30, 40 Jahren aller seinen Kotau vor der „Kunst“ des Herrn Nitsch gemacht hat. Dieser „Kunst“ haftet meiner Meinung nach etwas direkt dämonisch-diabolisches an: sie ist eine offene Verhöhnung von so vielem, was eigentlich ganz zentral und wertvoll ist. Aber Herrn Nitsch als „großen Künstler“ zu hofieren, das war in den letzten 30, 40 Jahren schon so etwas wie ein offizieller Offenbarungseid für die Mächtigen und politisch wichtigen in diesem Land: wer sich offen gegen den Herrn und seine „Kunst“ ausgesprochen hat, war meist schnell vom Fenster.

    Diese spezielle Phase neigt sich scheinbar dem Ende zu: am Denkmal des Herrn Nitsch wird eifrig gesägt. Er hat seine Schuldigkeit getan, und ist überflüssig. Es findet sich ein neuer, der die selbe Funktion erfüllt. Und der Teufel lacht sich eins, und die Essls, der Herr Nitsch und Onkel Erwin müssen sich in den Spiegel schauen: sie hatten nur ein Leben, und was haben sie damit gemacht? Was haben sie zum Guten in dieser Welt bewirkt? Und wen haben sie angebetet? Falsche Götzen und Zerrbilder, mehr scheinbar leider nicht.

    • Julia (kein Partner)
      26. März 2014 10:25

      aw70
      **********************

    • J.Scheiber (kein Partner)
      26. März 2014 13:28

      aw70

      Ich hatte auch stets den Eindruck dass der Herr Nitsch der Hohe (Schweine)Priester
      der ganzen Mischpoke war, und dass dort Zeugnis abzulegen war für ein graußliches Bekenntnis.

      Erstaunlich ist, dass jetzt offenbar geworden ist, dass Nitsch und seine Freakshow nicht dem Dionysos, sondern ganz banal dem Mammon gedient haben.
      Vielleicht erleben wir wirklich eine Dämonendämmerung in Österreich.

    • Undine
      26. März 2014 14:25

      @J.Scheiber

      Ja, ist schon amüsant, WIE sehr der Nitsch am Geld hängt; ganz klein ist er jetzt, seit ruchbar geworden ist, daß ein nicht gerade unbedeutender (Schwarz-)Geldbetrag an der Steuer vorbeigeschwindelt worden ist, der Lack ist jedenfalls ab. Aber ein treuer Sozi ist er, nicht wahr.

  22. Doppeladler
    25. März 2014 16:30

    Hat irgendjemand eigentlich schon bedacht, daß es bei so einem neuen staatlichen Museum nicht nur bei den Anschaffungskosten bleibt, sondern so etwas vielmehr ein permanenter Subventionsbetrieb werden würde. Das heißt, jedes Jahr werden Unsummen notwendig um das systemimanente Defizit abzudecken.

    Ein Danaer-Verkauf des Hrn. Essel.

  23. Stadtindianer
    25. März 2014 16:22

    Das alte Thema! Wieso hat die Republik Museen? Ja, der Kaiser hat einst die Steuereinnahmen als sein Privatvermögen angesehen. Kunst hat ihm gefallen und er hat jede Menge davon eingekauft. Für sich persönlich und um mit diesen Dingen zu prahlen. Und die Preise am Kunstmarkt hoch gehalten. Etwas später wie der Absolutismus nicht mehr so zeitgemäß war, hat der Herr Kaiser es seine Untertanen erlaubt, seine Sammlungen zu bestaunen. Dafür und für die repräsentative Aufbewahrung hat er Museen gebaut. Mit Steuergeld.
    Die Republik hat das Erbe der Monarchie angetreten und bis heute keine republikanische Entscheidung getroffen, was aus diesen Kunstgegenständen werden soll. Es wurde das fortgesetzt, was die Monarchie seit 1000 Jahren machte, es wurden weiterhin z.B. Bilder angekauft. Die Republik tritt als Sammler auf. Begründung?
    Ich meine, das ist nicht die Aufgabe eines aufgeklärten Staates. Ob der Staat Museen betreiben soll, könnte man noch mit dem Bildungsauftrag erklären. Dass die Bilder aber dem Staat gehören müssen – also Eigentum, dazu muss ich NIEN sagen, das ergibt keinen Sinn für den Staat. Der Staat soll sich weder in den Kunstgeschmack, den Kunsthandel oder die Kunstkapitalanlage einmischen. Geld hat der Staat ohnehin immer zu wenig.
    Die Sammlung Essl ist ein Schatz. Ich besuche es mehrmals pro Jahr. Aber: Das Besondere am Esslmuseum ist ja, dass der Staat hier seine Finger nicht drinnen hat. Es ist nicht Aufgabe des Staates hier Bilder vom Kunstmarkt fern zu halten. Es ist auch nicht Aufgabe hier mit Kunst zu spekulieren. Was soll sonst die Anlage in Kunst und der Kauf der Sammlung sein? Wenn der Wert der Bilder eine so gute Anlage hinsichtlich Sicherheit ist, sollten hier Versicherungen und Banken und Großinvestoren zuschlagen – natürlich freiwillig. Jedenfalls nicht die Republik.

  24. Brigitte Imb
    25. März 2014 14:24

    Angenommen wir besitzen wertvolle Teppiche od. andere Luxusobjekte und unsere Praxis gerät in Schieflage. Wird dann die Krankenkasse die Teppiche kaufen, od. das Gesundheitsministerium, od. werden wir uns von einem unserer Lieblinge trennen müssen, ohne daß uns der Staat auffängt?

    Ich bin absolut dagegen als Steuerzahler die Sammlung zu retten. Noch dazu wo es sich um Kunst nach 1945 handelt. ( Nitsch...pfui!)

  25. Politicus1
    25. März 2014 13:48

    Die Familie Essl war für mich die längste Zeit ein Paradebeispiel des protestantischen Arbeitsethos, mit dem sicherlich ein Gutteil des langjährigen wirtschaftlichen Erfolgs zu erklären ist.
    Diese christliche Gesinnung mussten jedoch viele Baumax-Kleinaktionäre beim squeeze out vermissen. Immerhin gab es damals noch einen kleinen Betrag - heute wäre vermutlich nicht einmal davon die Rede.

    Nun zur Kunst:
    Der Phantastische Realismus war eine rein innerösterreichische Gallionsfigur zeitgenössischer Malerei. Es soll sogar vorgekommen sein, dass ein renommierter Phantast sein eigenes Bild, als sich ein New Yorker Museum von nicht mehr museumswürdigen Exhibiten trennte, bei der Auktion zurück ersteigerte, weil es sonst vermutlich keinen Käufer gegeben hätte ...

    Die Sammlung Essl sehe ich in ihrer Gesamtheit ebenso wenig "unauflösbar", wie eine großartige Briefmarkensammlung eines Sammlers. Auch da werden in Nachlassverfahren einzelne Konvolute, oder eben auch Einzelstücke auf den Markt gebracht.

    Herr Minister Ostermayer wird sich sehr bemühen müssen, den gerade für die HAA zahlenden österr. SteuerzahlerInnen die Notwendigkeit eines staatlichen Ankaufs zu erklären.

  26. haro
    25. März 2014 13:32

    Herzlichen Dank an A.U. !

    Wieder einmal spricht Andreas Unterberger (anscheinend als einziger) aus was viele Bürger denken.

    Schon bei der in allen Medien kolportierten Forderung Herrn Essl`s, "der Staat" soll die Bilder kaufen fragte ich mich, ob das auch im Interesse der Staatsbürger ist und ob die verantwortlichen Politiker als Vertreter und im Interesse der Staatsbürger handeln werden (nämlich nicht kaufen). Besonders negativ für den Steuerzahler wäre die Erfüllung Herrn Essls (angeblichem) Wunsch (aber lukrativ für ihn selbst), die Staatsbürger mögen die Bilder kaufen, bleiben im Essl-Museum und das Museum bleibt im Besitz der Familie Essl. Dann müssten wohl die Staatsbürger alle Kosten und auch noch Miete zahlen ...

  27. Josef Maierhofer
    25. März 2014 13:25

    Ich bin kein Kunstkenner.

    Wenn es aber für die Essls notwendig wird, diese Sammlung und das Museum abzustoßen, so sollte das ein normaler Vorgang sein.

    Der Staat müsste aber, wenn er es kaufen will, den Steuerzahler fragen.

    Der 'niederösterreichische Staat' fragt also beim Bund um Geld dafür.

    Würden die Niederösterreicher dem zustimmen, wäre das aus der Landeskasse zu zahlen ? Da wäre ich mir nicht so sicher.

    Dr. Schüssel hat auch die Klimtbilder nicht durch den Steuerzahler kaufen lassen, er scheint mir der letzte anständige Politiker gewesen zu sein, zumindest beim Sparen am Kunstsektor.

    Wieder liegt der ungünstig gestaltete Föderalismus dazwischen. Also müssten alle Österreicher gefragt werden, ob sie das Esslmuseum kaufen wollen. Viele aber werden gar nicht wissen, was das ist, maximal fragen, ob das was mit 'essen' zu tun hat.

    Irgendwann kommt halt jetzt die Krise zufolge 40 Jahre Lotterleben auf Kredit durch und die Finanzräume werden enger und auch ich bin nicht bereit, noch mehr Steuern zahlen zu müssen fürs 'High Life' von Politik und Klientel, das Volk ist denen sowieso egal.

    http://www.staatsschulden.at

    • dssm
      25. März 2014 14:49

      @Josef Maierhofer.
      Eine sehr löbliche, aber doch nicht ganz unseren verfassungsmäßigen Rechten entsprechende, Ansicht.

      Erstens:
      Bei uns in der Verfassung steht nämlich, nirgendwo das Wort Steuerzahler. Sondern ist von Bürgern die Rede. Die Steuerzahler haben zweifelsohne eine Schnittmenge mit den Bürgern, aber diese ist wohl sehr sehr klein im Verhältnis zur Menge an Bürgern.

      Zweitens:
      Wir sind eine repräsentative Demokratie. Mag heißen, der Bürger (nicht Steuerzahler!) wählt einen Repräsentanten und der tut dann wie es ihm beliebt für die nächsten fünf Jahre.

    • Josef Maierhofer
      25. März 2014 16:55

      @ dssm

      Ja, nur dann tut er, was er will, der Repräsentant seiner Partei, seiner Klientel und seiner selbst, wenn in der Verfassung nicht steht, mit welchen Fragen er zum Bürger gehen muss, das würde für mich heißen, zumindest bei allen Verfassungsfragen, so denke ich.

      Die Repräsentanten sollten verbindlich jedes Volksbegehren über 100 000 Stimmen behandeln müssen und das Ergebnis, wenn sie selbst es anders lösen wollten, einer Volksabstimmung unterziehen müssen.

      Es wurde eine 'Transparenzdatenbank' beschlossen (Faymann/Pröll so glaube ich), die sollte mit allen anliegenden Gesetzesdiskussionen des Nationalrates und den jeweiligen Standpunkten der Parteien bestückt werden, damit sich interessierte Bürger ein Bild machen können.

      Damit wäre das alles nicht möglich, was da so passiert und bezahlt werden muss.

      http://www.staatsschulden.at

    • dssm
      25. März 2014 18:00

      @Josef Maierhofer
      Ja, sehr schön, aber so ist es leider nicht, wir leben in einer repräsentativen Demokratie.

      Schlimmer noch, wir hätten eine Vorschrift, für unsere Regierenden, daß jedes Gesetz zuerst auf Folgekosten untersucht werden muss. Erst wenn diese klar und offen vor dem Parlament vorgetragen wurden, darf ein Gesetz beschlossen werden. Oh, Verzeihung dürfte, denn die hohen Damen und Herren halten sich einfach nicht daran, ein Umstand der den Bürgern aber offensichtlich weitesgehend egal zu sein scheint.

      Es gilt, brechen Sie die Verfassung täglich, treten Sie die Menschenrechte mit Füßen - aber parken Sie Ihr Auto nicht falsch, dies könnte teuer werden.

    • Josef Maierhofer
      26. März 2014 12:51

      @ dssm

      Da es so leider nicht ist, kann man also voll berechtigt von einer Parteidiktatur reden, denn das Volk hätte theoretisch genau alle 5 Jahre die Möglichkeit einzugreifen.

      Da genügen ein paar 'Wahlversprecher' und schon wählt das Volk wieder diese Sippe, leider zu seinem Nachteil. Denn es geht allen ja 'soooo guuut' und alle sind 'sooo frei' und ....

      So perfekt und schlimm war es in Moskau nicht im Kommunismus, in der DDR schon.

  28. Erich Bauer
    25. März 2014 13:09

    @Anton Volpini: "...wenn sie weiter die staatlichen Fehlentwicklungen zulassen,..."

    Ich fürchte halt, aus dem Sumpf "staatlicher Fehlentwicklungen" ist kein Rauskommen mehr... Jede Petition (o. ä.) ist schon ab der Idee 3,4,5... oder mehr Schritte hintennach. (Partei)Politische Konstellationen...??? Da hilft das ganze Meckern nix, die Ziege muss zum Bock.

    Normalerweise müssten die, von Ihnen erwähnten "Kleingeister" froh über jeden "Aufschub" vor der Präsentation des Wechsels sein... Anstatt dessen kleidet man sich in ein "liberales" Faschingskostüm (???) Naja, eh wurscht.

    In "Atlas shrugged" wird die Frage gestellt: WER IST JOHN GALT! Im Österreich der Realität fehlt's bloß noch, dass man sich EMPÖRT fragt: WO ist John Galt! Dann muss man den "Kleingeistern" in ihren "liberalen" Faschingskostümen sagen: "Der ist WEG, pfutsch... und damit auch das Neidobjekt!"

    • Erich Bauer
      25. März 2014 13:11

      He, ich hab das 100%ig zum Thread ganz unten reingetippt.

    • Brigitte Imb
      25. März 2014 15:00

      Da hat sicher der Forumswächter zugeschlagen und das Posting anders platziert. So ein Gauner. ;-)

      P.s.: Wie geht´s dem Haustier?

    • Erich Bauer
      25. März 2014 15:41

      Das Haustier leidet derzeit in bisschen. Es fühlt sich missverstanden von der Welt. Es zeigt einen doch eher verstärkten Pessimismus. Was mich an ihm aber gar nicht so stören würde. Seine psychologische Betreuerin versucht, ihm über autogenes Training, zum positiven Denken zu bringen. Denn ich bin nicht bereit für eine medikamentöse Behandlung aufzukommen... Persönlich glaube ich, es hat sich nur ein bisschen überfressen.

    • Brigitte Imb
      25. März 2014 16:22

      Falls die Religionszugehörigkeit des armen Viecherls zur Fastenzeit passen würde, empfehle ich ihm (od. ist es ein she, od. it ?) mitzumachen. WissenS´eh....entschlacken und so.... Haare lassen... Ihr Tierchen wird "schuppen", od?
      Natürlich könnten Sie ihr/ihm/es auch einen Nitsch in die Futterschüssel legen, vielleicht braucht er/sie/es einen Blutleckstein...
      Und bitte seien Sie umsichtig, nicht daß das Tierchen die Therapeutin auch noch ansteckt mit seiner mißlichen Laune, die hochinfektiös zu sein scheint.
      Ein "Panzerechsenwelttag" ist unausweichlich.

    • Erich Bauer
      25. März 2014 16:33

      Seit ich ihm von Ihren Vorschlag, eine "Panzerechsenwelttag" einzuführen, erzählt habe, ist es wieder quietschvergnügt.

    • Brigitte Imb
      25. März 2014 16:58

      Ah, es ist ein Er. Beruhigend! Weil ich nicht tiergerecht gegendert habe: "PanzerechsInnenwelttag".

    • Anton Volpini
      25. März 2014 18:23

      Wenn der letzte aus John Galt´s Gesellschaft weg ist, Erich Bauer, dann wird nur mehr Wyatt´s torch leuchten.
      Marxisten und Liberale haben dann mit Hilfe der Wagnerischen den Mnt. Everest erreicht.

      Ach! wenn man so in sein Museum gebannt ist,
      Und sieht die Welt kaum einen Feiertag,
      Kaum durch ein Fernglas, nur von weitem,
      Wie soll man sie durch Überredung leiten?

    • Erich Bauer
      26. März 2014 07:51

      Dazu, Anton Volpini, - ich kann nicht anders – 2 Mephistopheles-„Wuchtln“. Im Himmel redet man schon übers Ländlein… :-)

      MEPHISTOPHELES:
      Da dank ich Euch; denn mit den Toten
      Hab ich mich niemals gern befangen.
      Am meisten lieb ich mir die vollen, frischen Wangen.
      Für einem Leichnam bin ich nicht zu Haus;
      Mir geht es wie der Katze mit der Maus.

      MEPHISTOPHELES:
      Schon gut! nur dauert es nicht lange.
      Mir ist für meine Wette gar nicht bange.
      Wenn ich zu meinem Zweck gelange,
      Erlaubt Ihr mir Triumph aus voller Brust.
      Staub soll er fressen, und mit Lust,
      Wie meine Muhme, die berühmte Schlange.

    • Erich Bauer
      26. März 2014 08:09

      Zu Ayn Rand, die Sie, Anton Volpini, ebenfalls sehr zu schätzen wissen, eine kleine Anmerkung:

      Ein wiederkehrendes Motiv ist die Gefügigmachung durch Schuld oder Mitleid. So reden Hank Reardens Familie und Ehefrau ihm beständig ein schlechtes Gewissen ein wegen seines seelenlosen Egoismus und der totalen Hingabe an seine Stahlfabrik, fahren aber gleichzeitig gierig die Früchte dieser angeblichen Unarten ein; erst als Rearden seinen Egoismus als Tugend akzeptiert, entkommt er dieser Schuldfalle und erkennt darin den Grund, warum er nicht glücklich wurde. In Rands Roman kontrollieren die Fähigen den geschäftlichen Verhaltenskodex, die Unfähigen jedoch den moralischen – da man jedoch nicht den Klugen die Wahl des Wegs und den Dummen die Wahl des Ziels überlassen könne, fordert sie, auch die Moralvorstellungen dem Objektivismus zu unterwerfen.

    • J.Scheiber (kein Partner)
      26. März 2014 18:01

      Sehr geehrter Herr Bauer, der Konflikt zwischen Moral und Wirklichkeit war für Nietzsche die Ursache für die Schizophrenie, ja für die konstitutionelle Heuchelei der bürgerlichen Welt: Indem wir die Moral bejahen, verdammen wir die Wirklichkeit.

      Die bürgerliche Welt sagt ja zu Moral und Anstand - und zu Darwin gleichzeitig - und das geht nicht, sagt Nietzsche, denn das verträgt sich nicht. Denn wenn der Starke moralisch wird, wird er, nach Darwin und Rand, gleichzeitig zum Schwachen und überlebt nicht. Also muss man heucheln und hat eine gute Gesinnung für den Sonntag und eine realistische Einstellung für den Werktag und anerkennt, dass die Werte keine Wirklichkeit und die Wirklichkeit keinen Wert hat. Das ist der Zustand unserer Gegenwart, auch Nihilismus genannt.

      Der Sozialismus entscheidet sich einseitig für die Moral (PC), die Schwäche, die kollektive Verarmung und der Liberalismus für den Objektivismus, den survival of the fittest, für die vorbehaltlose Anerkennung des Vorrechtes des Stärkeren - Faschismus.
      Ayn Rand ist der Prototyp für puren Faschismus, sie ist ja auch die Hofliteratin Rothschilds.

      Irgenswie ergänzen sich dann die auf den falschen Alternativen Moral oder survival of the fittest aufgebauten falschen Alternativen Sozialismus oder Libertarismus zum totalitärsten Herrschaftssystem das die Welt je gesehen hat und das sich in Konturen bereits klar abzeichnet - die NWO!

      Das Problem liegt darin dass einerseits die Moral keine hinreichende Beschreibung der geistig kulturellen Welt ist, andererseits die Affengenealogie nichts mit der Wirklichkeit tun hat.

      Unsere Herkunft ist die Geschichte, nicht die Evolution und was heute als Moral und PC dasteht das war einst lebendige, vernunftbasierte Kultur.

      Ayn Rand ist mit ihren Vorstellungen von Moral und Wirklichkeit eine typische Vertreterin des geistig völlig reduzierten letzten Menschen Nietzsches.

    • Erich Bauer
      26. März 2014 18:17

      Sehr geehrter Herr Scheiber,

      vielen Dank, dass Sie mir Ihre Sichtweise dargestellt haben.

      Besonder der Teil, wo Sie die heuchlerischen Bürger aufs Korn nehmen, behagt mir sehr...

      "Bürgerliche Konservative aber wollen von denen, gegen die sie sich abgrenzen, auch noch geliebt werden. Sie sind wie rhythmische Sportgymnasten, die meinen, in den Thaibox-Ring steigen zu können... leider bleiben sie da nicht lange aufrecht stehend..."

  29. Interessierter Leser
    25. März 2014 12:48

    Wenn ich diesen - entschuldigung - leicht einfältigen Artikel lese, könnten wir unsere finanziellen Sorgen in Österreich sofort los werden, wenn wir morgen beginnen, unsere staatlichen Kustschätze zu verkaufen - zur Entlastung des geplagten Steuerzahlers!! :-((

  30. Buntspecht
    25. März 2014 12:24

    Lieber Dr. Unterberger, Sie liegen mit diesem Artikel weit daneben. Sorry!

    • Der Realist (kein Partner)
      26. März 2014 09:40

      ihre Artgenossen im Tierreich haben einen natürlichen Schutzmechanismus um das Gehirn vor den Prellungen zu schützen, wo aber kein Hirn ist, wäre eine solche Einrichtung pure Verschwendung.

    • Erich Bauer
      26. März 2014 09:57

      Die Intelligenz ist die einzige Ausstattung des Menschen von der jeder glaubt, bei der "Verteilung"... genug davon bekommen zu haben...

  31. mischu
    25. März 2014 12:23

    Oje!

    "Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) hatte zuvor bereits Interesse signalisiert: Er sprach eine Einladung zu einem runden Tisch aus."

    Damit scheint der Ankauf so gut wie beschlossene Sache.
    Onkel Erwin und Wampo Häupl werden das Essl-Kind schon (ver-)schaukeln!

  32. brechstange
    25. März 2014 12:15

    Ich sage nur ULSG 2009 und Alpine. Die Banken klagen bei der Republik die Haftungen für die insolvente Alpine ein. Wer hat die riskanten Ostgeschäfte eingefädelt? Das war der hochgelobte Bodenküsser.

    • mischu
      25. März 2014 12:18

      Bei der Alpine wurden vor der Pleite noch rasch die profitablen Sparten ausgegliedert. Bezahlen dürfen den restlichen Mist wir alle:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1421717/AlpinePleite_Mutterkonzern-sichert-sich-Alpine-Energie

    • brechstange
      25. März 2014 12:20

      Ich wollte noch anfügen: Auf Essl einzuschlagen, ist nicht fair.
      Es schwimmen nun die Leichen der verluderten und betrügerischen Geld- und Finanzpolitik hoch. Ich fürchte, es ist gewollt, weil wir müssen die Arbeitsplätze in den Süden schaffen. So denkt sich das halt die "einfach beschränkte" EU-Nomenklatura.

      Wann hätte nach Propaganda der EU-Nomenklatura Europa der weltbeste Wirtschaftsraum sein sollen? Ich glaube, sie tönten von 2010.

    • brechstange
      25. März 2014 12:22

      Ja, mischu, Sie sagen es, wir, die Bürger und Steuerzahler, werden nach Strich und Faden belogen und betrogen.

    • dssm
      25. März 2014 14:44

      @brechstange
      Ganz ein klares: NEIN.
      Die Steuerzahler sind eine kleine Minderheit, die wissen doch ohnehin was los ist. Die kann man daher auch nicht betrügen, die sehen den Mist ja mit jeder Steuervorschreibung.

      Das Problem heißt: Gleiches Stimmrecht oder überhaupt Stimmrecht für Personen welche Nettoempfänger sind.

  33. dssm
    25. März 2014 12:00

    Na hoffentlich retten unsere staatlichen ‚Kunstexperten’ diese Sammlung. Je mehr Geld verschwendet wird, desto schneller geht es.

    Die guten Unternehmen verlassen ja ohnehin das Land und die anderen wollen halt Staatshilfe, da wird sich irgendwie eine Lücke zwischen Zahlern und Abkassierern ergeben. Die wird mit noch mehr Steuerlast geschlossen, worauf selbst der rührigste Unternehmer einsehen wird, entweder gehen oder sterben.

    Noch kann man sehr gut in Österreich wohnen, arbeiten und steuerzahlen bitte woanders, denn die Verwendung der Steuermittel ist ein Sumpf aus Unmoral und Verschwendung!

  34. mischu
    25. März 2014 11:42

    Wenn es unsere Regierung mit dem Sparen ernst meint, denn ein solches Paket wird uns permanent angedroht, dann ist für die Sammlung Essl sicher KEIN STEUERGELD mehr verfügbar.
    Es ist zu befürchten, daß es sich hier nur um einen weiteren "Kunstgriff" handelt, um jetzt auch schon privatwirtschaftlich geführte, marode Betriebe auf Staatskosten zu retten.
    Der Dominoeffekt beschert uns dann womöglich als nächstes einen Privatzoo auf Kosten des Steuerzahlers, weil man die armen, wertvollen Tiere nicht im Stich lassen darf usw. usw.

    Und wer genau zugehört hat - es mußte sogar der ORF berichten, daß die GESAMTE Sammlung Essl nie "bereinigt" wurde, das heißt hier befindet sich vermutlich auch noch viel PLUNDER unter einigen Juwelen. Da dürfte ihm nicht nur der Baumarkt, sondern auch die Sammelleidenschaft über den Kopf gewachsen sein und jetzt soll die Mißwirtschaft sozialisiert werden.

    Nein, für das Unternehmen Essl sowie für seine Kunstsammlung ist die Privatwirtschaft zuständig und die Politik hat lediglich günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, wie schon oben ganz richtig aufgezeigt!

  35. Freak77
    25. März 2014 11:28

    OT: Paralell zu dem was sich bei Baumax abspielt ist im jetzt schon längern andauernden Überlebenskampf bei DiTech zu beobachten:

    Wer wird übrig bleiben im Markt - die Großen fressen die kleineren:

    Vobis und Birg sind schon lange weg, dann starb Cosmos, dann Niedermayer.

    Jetzt vielleicht DiTech (?)

    Übrig ist noch: Media-Markt/Saturn und Hartlauer.

    Ich hoffe jedenfalls auf ein Überleben von DiTech, eine hervorragende Elektronikkette mit gutem Konzept und Beratung/Bedienung.

    Die Logik deutet aber darauf hin, dass Media-Markt/Saturn, der Hecht im Karpfenteich, alle anderen eliminieren wird. Ob das für einen gesunden Wettbewerb förderlich ist? Oder ist langsam ein Monopol im Entstehen?


    Artikel dazu in der Presse:

    „Mediamarkt/Saturn kann warten, bis Konkurrenz absäuft“

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1579397/MediamarktSaturn-kann-warten-bis-Konkurrenz-absaeuft?_vl_backlink=/home/index.do

    • terbuan
      25. März 2014 11:43

      @Freak77

      Sie haben noch vergessen zu erwähnen: Haas und Conrad
      Die Firma Hass bietet ein erstklassiges Service und bei Conrad bekommt man Produkte die sonst nirgends erhältlich sind.

    • dssm
      25. März 2014 12:08

      Die Grossen fressen die Kleinen.
      Logisch in einer Welt wo so viel Geld gedruckt wird.

      Denn das frisch gedruckte Geld kommt ja nicht zum Bürger, sondern in die Kassen der Investmentbanken. Damit gibt es nicht mehr Konsum sonder diese ’investieren’.
      Damit fließt das Geld zu den Betrieben die das Potential haben ein paar Phantastillionen aufzunehmen, also eher grösseren Einheiten und zwar als Fremd- oder Eigenkapital.

      Damit ausgestattet können diese dann mit nicht marktkonformen Preisen die ganzen kleineren Betriebe plattwalzen, ohne jemals selber Gewinn zu machen.
      So einfach, eben Geldsozialismus.

  36. Inger
    25. März 2014 11:25

    Ist es nicht so, dass die ganze Diskussion eigentlich völlig überflüssig ist?? Es steht doch dort und da zu lesen, dass alles zwar in eine Stiftung eingebracht wurde, allerdings erst vor zwei Jahren. Die Kunstsammlung ist aber noch ein Teil der Haftung auf fünf Jahre. Also kann doch die Familie Essl darüber gar nicht mehr frei verfügen - das würde ja heissen, der Masse Vermögen zu entziehen und dann kommt die Anfechtung..... Also wozu die ganze Aufregung, wenn es sich bei dieser Kunstsammlung gar nicht um frei verfügbares Vermögen der Familie Essl handelt.

  37. Ai Weiwei
    25. März 2014 11:09

    Wer erinnert sich noch an die Solidaritätsaktionen für die Schwedenbomben?

    Da gab es eine Facebook-Aktion für die Rettung der Schwedenbomben und dann gleich intensive Berichterstattung in allen Medien darüber, also Multiplikationseffekte.

    Heute ist die Weiterexistenz der "Schwedenbombe" gesichert.

    Mein Vorschlag daher:

    Wer fühlt sich berufen für eine oder mehrere Facebook-Initiativen und -Aufrufe via Facebook um die Leute zu motivieren um wieder mehr bei Baumax einzukaufen um dem Unternehmen unter die Arme zu greifen.

    Die meisten hier sind sich ja einig, dass die Fam. Essl sympathisch ist. Und ich selber bin bei Baumax bisher auch immer freundlich bedient worden.

    • Inger
      25. März 2014 11:27

      Also meiner Meinung nach hatscht der V ergleich mit den Schwedenbomben gewaltig. Die Familie Essl hat enormes Vermögen aus der Firma gezogen , um die Kunstsammlung samt Museum aufzubauen, na ja, das geht halt jetzt für die Haftungen drauf. Derartiges war bei den Schwedenbomben zumindest nicht bekannt.

    • haro
      25. März 2014 13:54

      @Inger

      so ist es!

  38. Dr.Markus Deim
    25. März 2014 10:56

    Hätte sich Herr Essl mehr um die Freundlichkeit und Kompetenz seiner Mitarbeiter und weniger um irgendwelche "Künstler" gekümmert, ginge es seiner Firma höchstwahrscheinlich besser. Ich möchte eigentlich nicht, daß mein Steuergeld für das frustrane Verhindern des selbstverschuldeten Sinkens einer weiteren österreichischen Titanic ausgegeben wird.

    • terbuan
      25. März 2014 11:05

      "...um die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter ....gekümmert"....

      Sie sagen es Herr Dr. Deim, ein besonders krasses Beispiel für dieses Problem ist die Zentrale in Klosterneuburg, positiv hervorheben kann ich jedoch aus persönlicher Erfahrung die Filiale Liezen in der Obersteiermark.

  39. Cotopaxi
    25. März 2014 10:31

    Gestern war Tuberkulose-Tag. Der ORF berichtete von 600 Fällen im letzten Jahr, die Neuerkrankungszahl ist stabil. Was nicht berichtet wurde, was sich der geübte Österreicher aber denken kann, ist hier zu lesen: ;-)

    http://www.pi-news.net/2014/03/haelfte-der-tuberkulosefaelle-sind-auslaender/

    • Undine
      25. März 2014 16:04

      @Cotopaxi

      *******!
      Und wie sieht's mit dem IMPORT von AIDS durch die BOOTSFLÜCHTLINGE aus AFRIKA aus? Oder will jemand behaupten, all diese Leute, die da aus dem Erdteil mit der höchsten AIDS-RATE zu uns nach Europa in hellen Scharen strömen, wären garantiert OHNE HIV? So naiv können nur die üblichen Gutmenschen sein.

  40. Nestor 1937
    25. März 2014 10:18

    Baumax hat in früheren Jahren andere Mitbewerber durch seinen Expansionsdrang umgebracht. Jetzt ist es auch mit ihm aus.

    Die Milchmädchenrechnungen über den hohen Wert der Bilder, die Rettung so und so vieler Arbeitsplätze und die Sinnhaftigkeit einer neuen staatlichen Kunstsammlung auf Pump und Kosten der Steuerzahler ist sehr stark anzuzweifeln.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß es einen ernstzunehmenden Politiker gibt, der den Avancen des Herrn Essel nähertritt. Er könnte dabei nur die Wut der Wähler ernten!

    • Erich Bauer
      26. März 2014 09:06

      ALLE Phänomen unterliegen dem unabänderlichen Gesetz von: Geburt, Alter, Krankheit, Tod.

      Das gilt für Unternehmen, für Staaten, für Imperien, für Sonnensysteme... für menschliche Wesen. Auch für Sie ist es irgendwann... aus.

      Der Aschermittwoch erinnert daran. Das Aschenkreuz ist nicht nur ein "Gothic(Kultur)Zeichen" :-)

  41. Cotopaxi
    25. März 2014 10:15

    Auch wenn sein Lebenswerk zerbröselt, im heutigen Radiointerview auf Ö1 um 07.00 hat Essl nicht auf des politisch korrekte Gendern vergessen (Künstler und Künstlerinnen usw.). Einen solchen darf man doch nicht fallenlassen! ;-)

  42. Anton Volpini
    25. März 2014 10:05

    Wo waren Ihre gelassen ausgesprochenen Worte, verehrter Dr. Unterberger, als dieser Staat, die Sammlung Leopold, durch die Wertsteigerung enstandenen Steuerforderungen fällig stellte, und so in räuberischer Absicht, Leopold zwang, seine Sammlung an den Staat zu verkaufen?

    Die Familie Essl ist eine österreichische Unternehmerfamilie, wie man sie heute mit der Lupe suchen muß. Davon gibt es immer weniger, denn der von Ihnen in Schutz genommene Staat hat in den letzten Jahrzehnten internationale Konzerne hofiert, die Finanzwirtschaft aufgeblasen und mit der eigenen exzessiven Schuldenpolitik und der daraus resultierenden Abgabenlast, österreichische Unternehmer an den Rand gedrängt.

    Wenn jetzt Hr. Essl sen. sich von seiner Sammlung trennen will, um das Unternehmen zu retten, so zeigt das ein hohes Maß an Anstand, das wir lobend hervorstreichen sollten.
    Er geht ja nicht zum Staat schmarotzen, wie das die internationalen Konzerne direkt tun, oder macht daraus noch ein perpetuum mobile-Geschäft, wie es die dicken Herren mit Zigarre aus der Finanzwirtschaft zu tun pflegen, sondern er trennt sich von seiner großen Leidenschaft der Bildersammlung. Das ist wahre Größe!

    Ob jetzt der Wert der Bilder der genannten Summe entspricht, darüber könnte man so lange streiten, bis, so wiebei der Hypo, außer untragbaren Schulden nichts mehr übrig bleibt.
    Und ob seine wirtschaftliche Lage auf unternehmerische Fehlentscheidungen basiert, das zu beurteilen hat Maxim Gorki am treffensten ausgedrückt: am Ende haben immer die Kleingeister das Wort!

    • Erich Bauer
      25. März 2014 11:51

      Selbst Ökonomen verschwenden keine Sekunde darauf , noch über Marktwirtschaft (die NUR über klein- und mittelständische Unternehmen denkbar ist) nachzudenken... Wenn selbst die nur noch Ideen verfolgen, wie man Planwirtschaft ohne erkennbaren Plan noch ein wenig durchstehen kann, lässt das das wahre Ausmaß des Fiaskos erkennen...

      In den Adern von Herrn Essl fließt halt noch das Blut eines KMUlers, wie @Anton Volpini anmerkt ... Er will hat irgendwie die Dinge retten. Weil KMUler sich verantwortlich fühlen... auch ihren Mitarbeitern gegenüber. Ein AK-Wahl-Berechtigter, ANGESTELLTER, ARBEITNEHMER, Konzernmanager, tut das nicht.

      Da die Bildung riesiger Wirtsdchaftsblöcke von Marxisten und (Erz- und Krypto-)Liberalen gleichermaßen präferiert wird, MUSS es - folgerichtig und folgenschwer - zu Steuerungen und Regelungen (für was?) kommen. In dieser Phase hebt dann halt der NEOLiberalsimus (was immer dieser Begriff bedeuten soll) sein Haupt. Den Marxismus muss man in diesem Zusammenhang nicht erwähnen, denn diese "Entwicklung" ist erklärtes Programm. Der LIBERALISMUS stolpert halt mit der Zeit in diese "Ordnung". Er braucht halt ein bisschen länger...

      Die Bankenunion ist daher bereits gegessen:
      http://www.handelsblatt.com/politik/international/pleitebanken-die-bankenunion-steht/9642170.html

      Eine schwache Binnenwährung, als EU-Transferrubel, ist schon ausgemachte Sache. Die internationale Wertlosigkeit der Arbeiter-Bezahlung soll die Exporte ankurbeln (???) aber den inneren Wohlstand schwächen (das in jedem Fall)...

      So. Ein Poster hat mal geschrieben, dass Marxismus UND Liberalismus angelangt am Mount Everest-"Ideologiegipfel"... beide sich die Hand reichen, wie Brothers in Arms...

    • Buntspecht
      25. März 2014 12:22

      1000 Sternderl dafür @Valponi. A.U. liegt völlig daneben, wie in letzter Zeit schon öfter. In Konkurs kann er höchstens Baumax schicken aber nicht seine Kunstsammlung. Wenn er diese jetzt opfert,um die Weiterbeschäftigung seiner Mitarbeiter - für die er sich Gott sei dank verantwortlich fühlt - zu sichern, nenne ich das Verantwortungsbewußtsein.
      Wenn seine Sammlung - für die er am freien Kunstmarkt ein enormes Vermögen erzielen könnte - Österreich erhalten bleiben kann, finde ich sein Angebot geradezu patriotisch.

    • Ökonomie-Vergelter
      25. März 2014 13:11

      @ Erich Bauer:

      Großartig, meine Verehrung!

    • haro
      25. März 2014 13:44

      "Wenn jetzt Hr. Essl sen. sich von seiner Sammlung trennen will, um das Unternehmen zu retten, so zeigt das ein hohes Maß an Anstand, das wir lobend hervorstreichen sollten."

      Diese Lobeshymne ist nicht angebracht, da von "freiwillig" keine Rede sein dürfte. Die Sammlung wurde zu spät in eine Stiftung eingebracht und eine Haftung besteht.

    • Nestor 1937
      25. März 2014 14:38

      Den Baumax hat ein Essl-Sohn an den Rand gefahren. Den Rest besorgten dann die im Ostgeschäft selbst um ihr Geld zitternden Banken ...

    • Erich Bauer
      25. März 2014 15:59

      @Ökonomie-Vergelter,

      Danke für Ihre Zustimmung. mfg

    • Anton Volpini
      25. März 2014 18:29

      Witzig, Buntspecht, der letzte, der mich so genannt hat, war ein lieber Kamerad in meiner EF Kompanie. Sie sind nicht zufällig aus Völkermarkt? :-)

    • Anonymus
      25. März 2014 19:17

      Begonnen hat das ganze Baumax-Drama, als im Herbst 2012 der Konzern den üblichen Kredit für die Weihnachtsware - welche schon vor dem Verkauf bezahlt werden muss - verlangte. Und da hatten die Banken ein wesentlich kleineres Volumen als in den Vorjahren akzeptiert.

      Ich kann mich noch gut erinnern, als ich in den 60er-Jahren mit dem elterlichen Geschäft in Hermagor (ein "kleiner", solider Großhändler, welche die Kärntner Lebensmittelhändler belieferte) Geschäftskontakte hatte. Damals wurde der Sohn (heutiger Senior) in die USA geschickt, um die dortige Supermarkt-/Selbstbedienungssysteme zu erkunden. Dabei hatte er auch in NYC seine spätere Gattin Agnes kennengelernt, welche damals als Kunstexpertin für Österreich aktiv war. In das Baumarktgeschäft kam er erst durch seine Frau, welche die Tochter des damals bedeutenden Baustoffhändlers Schömer war. Dieses Unternehmen wurde später die Keimzelle für die späteren Baumax-Märkte.

    • Buntspecht
      25. März 2014 19:25

      Weder noch @ Volpini, ich hab an Kleists Volpone gedacht und die geänderten Buchstaben falsch in Erinnerung gehabt, am Smartphone kann man beim Antworten die Namen der Poster nicht sehen.

    • Ambra
      25. März 2014 19:26

      Buntspecht: und wo bleibt das Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem österreichischen Steuerzahler ?????

    • Buntspecht
      25. März 2014 20:41

      @Ambra, Essl will ja nichts vom Staat geschenkt wie andere Firmen in ähnlicher Situation, sondern bietet einen Gegenwert an, der sicher um vieles höher ist, als die Summe, die er vom Staat bekommt. Natürlich könnte er seine Bilder zu Maximalpreisen am Kunstmarkt verkaufen, nur sind sie dann für Österreich verloren. Mir als Kunstliebhaber und auch Steuerzahler wäre das nicht recht. Wir könnten zur Budgetsanierung z.B. auch unsere Klimt- und Schielebestände ans Ausland verkaufen, auch das würde ich für Wahnsinn halten.

    • Buntspecht
      25. März 2014 20:41

      @Ambra, Essl will ja nichts vom Staat geschenkt wie andere Firmen in ähnlicher Situation, sondern bietet einen Gegenwert an, der sicher um vieles höher ist, als die Summe, die er vom Staat bekommt. Natürlich könnte er seine Bilder zu Maximalpreisen am Kunstmarkt verkaufen, nur sind sie dann für Österreich verloren. Mir als Kunstliebhaber und auch Steuerzahler wäre das nicht recht. Wir könnten zur Budgetsanierung z.B. auch unsere Klimt- und Schielebestände ans Ausland verkaufen, auch das würde ich für Wahnsinn halten.

    • machmuss verschiebnix
      25. März 2014 20:56

      @Anton Volpini,

      so eine Kunst-Sammlung in klingende Münze zu verwandeln, ist eine sehr zweischneidige
      Sache - wer bestimmt den Wert so eines Kunstwerkes ? - wer ist bereit, dafür zu
      bezahlen ? - spätestens hier bleibt einem doch gar nichts anderes übrig, als A.U. recht
      zu geben (der Steuerzahler), oder sehen Sie das anders ?

      .

    • Erich Bauer
      26. März 2014 09:32

      @machmuss verschiebnix: "...wer bestimmt den Wert..."

      Das ist ganz einfach: Den Wert bestimmt IMMER das Gesetz vom "abnehmenden Grenznutzen".

      Ich habe mir z.B. vor ein paar Wochen einen Radiowecker um € 250.- gekauft. Manche sagen, das ist doch Blödsinn. Ich nicht. Mir war der Radiowecker mehr wert, als die € 250.-. Beim Verkäufer ist es umgekehrt. Ihm sind meine € 250,- mehr wert, als sein "Krempel"...

    • Anton Volpini
      26. März 2014 19:15

      Wie der Wert dieser Sammlung bestimmt werden kann, machmuss verschiebnix, war nicht die Frage, mit der ich mich auseinandergesetzt habe. Dazu hätte ich auch überhaupt keinen Sachverstand, denn es fehlen mir sämtliche Beurteilungskriterien.
      Weder weiß ich, welche Bilder in dieser Sammlung sind, noch kenne ich mich fachlich in der moderneren Kunst aus.

      Mir war es vielmehr wichtig, darauf hinzuweisen, daß Herr Essl als österreichischer Unternehmer mit dem Verkaufsangebot eine Lösung sucht, um sein Familienunternehmen zu retten. Was nicht heißen muß, daß der österreichische Staat die Sammlung auch kaufen muß.
      Nur, die Haltung der Familie Essl, sich von einem hohen emotionalen Wert trennen zu wollen, um zu versuchen, das Unternehmen als Familienunternehmen zu erhalten, verdient unseren ganzen Respekt. So eine Haltung findet man heutzutage nicht mehr häufig.
      Dem gegenübergestellt hab ich die heutige politische und wirtschaftliche Praxis, die genau diese Haltung von bodenständigen Unternehmersgrößen an den Rand gedrängt hat.
      Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

    • machmuss verschiebnix
      26. März 2014 22:39

      Frage beantwortet, Anton Volpini :)

      Erich Bauer, Ihr Radio-Wecker ist wohl ein gutes - wenn auch teures - Beispiel . Aber
      solange Sie nicht sagen, Sie hätten ein Kunstwerk von Nitsch gekauft - einen
      alten Eimer mit eingetrocknetem Stierblut [muaahaha] - da würd ich mir Sorgen machen :))

      .

  43. terbuan
    25. März 2014 09:52

    Wenn der Herr Essl in finanziellen Schwierigkeiten steckt - und die Lage dürfte ziemlich prekär sein - dann soll er seine "Kunstsammlung" verkaufen, aber bitte auf dem freien Markt, den es dafür gibt.
    Nicht jedoch an uns Steuerzahler, wir brauchen keine neuen Bilder auf Pump, damit der Herr Essl seine Firma und seine in die Binsen gegangenen Expansionspläne retten kann. So eine Chuzpe aber auch!

  44. Anonymus
    25. März 2014 09:47

    Ich kenne Herrn Essl senior persönlich. Er ist ein hochanständiger Mann, welcher die christlichen Werte schätzt und danach auch lebt und so seine Firma aufgebaut hatte. Seit vielen Jahren ist er aber nicht mehr im Tagesgeschäft aktiv. Über die von ihm geförderten Künstler (durch Ankauf vieler zeitgenössischer Werke) kann ich kaum urteilen, denn die Geschmäcker sind eben verschieden. Aber ich weiß, dass er sich vor Ankauf immer mit dem jeweiligen Künstler persönlich auseinandersetzte, um genau zu erfahren, in welchem Umfeld sein Produkt entstanden ist und was er damit aussagen wollte. Ihm ist es sicher nie darum gegangen, "billig" von noch unbekannten Künstlern einzukaufen und dann Wertsteigerungen zu erzielen. Ebenso hat er viele ihm angebotenen Sachen auch abgelehnt.

    Leider hat die vor 20 Jahren begonnene sog. Osteuphorie nun auch die Baumarktgruppe negativ erfasst, denn dort wurde milliardenfach investiert und die Konsumenten in diesen Ländern müssen für die nun großteils knapp verfügbaren Gelder eben eigene Prioritäten setzen. Und darunter fällt eben auch das DIY-Heimwerkergeschäft. Übrigens: in Österreich sind die BM-Bilanzen immer noch positiv.

    Wenn es nun anstatt einer Schenkung an einen Verkauf des Essl-Museums an den Staat kommt, dann ist dies immer noch besser, als ein Crash des Baumarktkonzernes, wobei in solchen Fällen der Staat auch nie ungeschoren davon kommt. Es ist derzeit gar nicht gesagt, dass der Staat dann das Museum filetiert, um Bares zu bekommen.

    Natürlich hat alles im Leben auch einen Preis, aber beim künstlerischen Schaffen sollte es auch noch andere "Werte"-Überlegungen geben. Für mich sind manche Sachen fantastisch, auch wenn keine bekannte Signatur aufscheint. Leider gibt es aber viele Zeitgenossen, für welche nur der Name für Qualität (und Preis) spricht, weil man sonst nicht "in" ist. Ich erinnere mich noch an den bildenden Künstler Wotruba, welcher zu seinen Lebzeiten alle (auch staatlichen) vergebenen Preise einheimste und manche andere Bildhauer erst nach seinem Tod an Bedeutung gewinnen konnten.

    • Nestor 1937
      25. März 2014 10:36

      Das sind sehr salbungsvolle Worte über den sicher honorigen Herrn Essl, sein Leid als abgestürzter Kaufmann und sein Ansinnen, die Bildersammlung an den völlig überschuldeten Staat zu verkaufen.

      Aber sie zeigen in die falsche Richtung. Die Zeiten werden härter. Jeder sollte Firma in Ordnung halten, Risiken abbauen und nicht auf die Hilfe der anderen, nämlich des Staates, spekulieren.

    • Anton Volpini
      25. März 2014 11:00

      Anderen kluge Ratschläge erteilen, sind die eine Seite der wirtschaftlichen Medaille, Nestor 1937, aber Unternehmern vorzuwerfen, sie hätten ihre Konkurrenz aus dem Feld geschlagen, die andere.
      Jeder, der von Wirtschaft eine Ahnung hat, weiß, daß sich durch Verbesserungen technischer, organisatorischer und logistischer Rahmenbedingungen eine ständige Veränderung von Unternehmen ergibt. Daher drängen modernere Formen ältere aus den Markt. Eine evolutionäre Entwicklung also. Herrn Essl ist da kein Vorwurf zu machen.

      Eine andere Sache aber ist, wenn große wirtschaftliche Eruptionen durch staatliche Fehlentwicklungen einem Erdbeben gleich über ganze Branchen hereinbrechen.
      So haben in diesem Fall die EU Subventionen in den neuen Ostländern starke Fehlalokationen ausgelöst, an denen die Maumarktbranche ingesamt zu würgen hat. Die Heimwerkerkette in Deutschland hat vor ein paar Monaten zugesperrt, Obi ist schwer krank und Baumax hat es eben auch erwischt.

      Meine oben zitierten Kleingeister werden am Ende des Tages genau wissen, was falsch gelaufen ist, wenn sie weiter die staatlichen Fehlentwicklungen zulassen, in dem sie ihre täglichen Neidkomplexe ausleben. Es wird nur nix helfen, wenn sie um den letzten Arbeitsplatz raufen und nach dem Staat um Hilfe schreien, denn nur Unternehmer schaffen produktive Arbeitsplätze!
      Ayn Rand und Atlas shrugged lassen grüßen!

    • Nestor 1937
      25. März 2014 14:33

      Herr Volpini,
      Sie schreiben sicher pro domo ?

      Anders kann ich mir Ihre gefühlsbetonten Auslassungen nicht erklären.

    • Gerhard Pascher
      25. März 2014 16:07

      Nestor 1937:
      Ihnen - und anderen Postern - dürfte nicht bekannt sein, wie die derzeitigen Besitzverhältnisse der Baumaxgruppe sind. Herr Essl sen. und seine Frau - durch der er erst zum Kunstfreund geworden ist - haben im Konzern keine Anteile mehr. Die Firma wurde erst nach seinem Ausscheiden aus der operativen Führung "an die Wand gefahren". Trotzdem stellt er nun zur Rettung "seines Lebenswerkes" seine Kunstsammlung zur Verfügung.

    • Nestor 1937
      25. März 2014 18:01

      Gehn's Herr Pascher,
      wer spricht denn von Herrn Essl sen. persönlich?
      Die Interessen der ganzen Familie sind eindeutig!

    • Anton Volpini
      25. März 2014 18:47

      Nestor 1937, die Familie Essl kenne ich, wie die meisten hier, nur aus den Medien.
      Aber aus Ihrer Formulierung im Beitrag kann ich so was wie Schadenfreude herauslesen: "Baumax hat in früheren Jahren andere Mitbewerber durch seinen Expansionsdrang umgebracht. Jetzt ist es auch mit ihm aus."

      Das hat mich zu meinen Auslassungen bewogen!

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      26. März 2014 10:34

      Ich widerspreche Ihnen weitgehend nicht. Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese 83 Millionen den baumax-Konzern retten würden. Sie würden die Pleite lediglich Hinauszögern. Herr Essl hat diese - international unterschiedlich beurteilte - Sammlung zu seinem Privatvergnügen und steuerschonend aufgebaut, und soll sie verkaufen - an wen auch immer, aber bitte nicht an die steuerzahlende Bevölkerung. Diese Sammlung ist - bei aller Wertschätzung für Herrn Essl - auch ich halte ihn für einen hochanständigen und integeren Mann - nicht wirklich großartig und derzeit auch absolut nicht verkäuflich.

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      26. März 2014 10:36

      Bitte um Nachsicht, ich habe heute meine Bei- und Bindestriche noch nicht im Griff. :)





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