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Mit Karas in die honorige Niederlage

Es war seit Wochen zu erwarten gewesen. Michael Spindelegger hatte sich mit Othmar Karas ausgesöhnt. Daher ist der jetzt halt EU-Spitzenkandidat geworden. (mit nachträglicher Ergänzung)

Nun, das ist natürlich Sache der ÖVP. Man hörte auch weit und breit nichts von interessanten Alternativen. Hatten die Parteien doch schon fürs Wiener Parlament oder (allem Anschein nach) auch für Ministerämter keine interessanten Persönlichkeiten gefunden. Noch weniger Interesse herrscht da an dem wenig attraktiven Pendelleben eines EU-Abgeordneten zwischen Wien, Strassburg, Brüssel und des öfteren auch Luxemburg. Und aktive Suche nach solchen Kandidaten wird sowieso keine betrieben, halten sich doch selbst bei schrumpfenden Parteien immer noch sehr viele für auserwählt.

Und ja, fast hätt ich es vergessen: Karas ist ein braver Mann.

Klar muss den Schwarzen freilich auch sein: Mit dieser Entscheidung wird die unvermeidliche Wahlniederlage noch deutlicher werden. Denn die Partei steht nicht nur im Negativsog der rot-schwarzen Handlungsunfähigkeit. Die Partei wird auch nicht mehr von dem (eigentlich gar nicht geplant gewesenen) Effekt eines emotionalisierenden Duells Strasser vs. Karas, also Pröll/Raiffeisen vs. CV profitieren können, wie bei der letzten EU-Wahl.

Vor allem aber hat sie sich mit Karas jetzt für einen hemmungslosen EU-Fanatiker entschieden. Karas war in den letzten Jahren ständig auf Seite jener, die immer noch mehr Macht, noch mehr Geld für die EU verlangt haben. Und das ist halt, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade das, wofür sich die Österreicher derzeit in langen Kolonnen begeistern können.

An der Anti-EU-Stimmung wird auch die erwartbare proeuropäische Gehirnwäsche im nächsten Halbjahr nichts ändern können, obwohl die EU-Propaganda aus allen Medien dröhnen wird. Dazu hat die EU durch maßlose Überregulierung, Political-Correctness-Diktate und vor allem die schweren Fehler in der Schulden- und Eurokrise viel zu viele katastrophale Ärgernisse gesetzt. Unter tatkräftiger Mitwirkung von Othmar Karas. Der sich in Deutschland schon abzeichnende große Erfolg der „Alternative“ wird daher zweifellos auch in Österreich stattfinden. Aber das alles ist ja Sache der ÖVP.

Nachträgliche Ergänzung: Ach ja, fast hätt ich es vergessen: Die ÖVP hat auch gleich einen neuen Generalsekretär. Nach dem schwachen Tiroler Rauch ist Michael Spindelegger damit jetzt sogar schon auf die Kategorie seines eigenen Ministerkabinetts abgesunken. Da muss bereits allerhöchster Belagerungszustand herrschen, wenn man sich so einigelt.

Der neue Mann – irgendwann wird man sich auch seinen Namen merken – hat wohl nur zwei Vorteile: Er wird erstens seinem Parteiobmann in keiner Weise gefährlich werden können (was ja in der ÖVP-Geschichte des öfteren der Fall war). Er kann zweitens, wie es schon bei seinem Protektor Sebastian Kurz einst der Fall gewesen war, niemanden negativ überraschen. Freilich sollte niemand glauben, dass die fehlenden Erwartungen an den neuen Generalsekretär automatisch die Wahrscheinlichkeit auf eine positive Wende erhöhen. Nur weil das dann bei Kurz passiert ist.

In Wahrheit bräuchte die ÖVP heute, wenn sie doch noch überleben will, einen wirklichen Dompteur, jemanden, der den auseinandergefallenen Laden noch einmal mit starker Hand zusammenpicken könnte. Falls das angesichts des heute in den Landeshauptmann-Sesseln dominierenden Hinterwäldlertums überhaupt noch möglich sein sollte.

Aber etwas Positives kann man – bei einigem Bemühen – dem neuen Mann doch abgewinnen: Er hat mit Philosophie und Wirtschaft etwas halbwegs Ordentliches studiert und wenigstens nicht Publizistik oder Politologie.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 15:24

    Nein, nicht auch DAS noch, liebe ÖVP! Der "Schwiegersohn" mit dem Temperament einer Schlaftablette, der seinem Schwiegervater Kurt Waldheim sinnbildlich gesprochen noch ins Grab nachgespuckt hat, als er die Stirn hatte, bei der letzten BP-Wahl für den Erz-Sozi/Kommunistenverehrer Heinz Fischer zu WERBEN---DER soll ÖVP-Spitzenkandidat bei der kommenden EU-Wahl sein? Man faßt diese Instinktlosigkeit nicht.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 22:13

    Karas kenne ich persönlich aus meiner Studentenzeit. Der 'Apparatschikjob' ist angemessen und gefällt ihm auch sichtlich. Was er aber dort tut und was die EU tut, das sollte uns interessieren und eigentlich wird er ja vom österreichischen Steuerzahler bezahlt und sollte daher auch gefälligst Österreich vertreten. Seine Position beruht nicht auf Verdiensten, sondern sie ist ersessen, wie es halt bei den 'Altparteien' ist.

    Ich würde mir erwarten, dass er sein Programm, seine Vorhaben kundtut, um auch als kritischer Wähler eine Entscheidung treffen zu können.

    Ich fürchte auch, dass die Menschen von den 'Altparteien' nun genug haben, bloß die 'Altparteien' wollen das nicht wahrhaben und krallen sich an die nunmehr ziemlich sich letzte Möglichkeit der Macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wähler noch einmal so blöd sein werden und sich von den 'Altparteien' so in die Pfanne hauen lassen.

    Also, auch wenn Karas seinen Posten bekommt, den bekommt er ziemlich sicher, ist damit gar nichts behoben, eher im Gegenteil, der Schaden für Österreich wird höher sein, wenn er dort weiter so gegen Österreich handelt.

    Aber was bewegen diese Leute heute ? Doch maximal das von uns üppig auf Pump gezahlte Geld auf ihren Konten.

    Die ganze Politik scheint nur noch aus Posten und Positionen zu bestehen, gibt es wirklich keinen mehr, der sich was traut, war in der ÖVP Dr. Schüssel wirklich der letzte wirkliche Politiker, der noch was bewegen konnte ?

    Dabei hätten wir so viel zu tun für Österreich und seine Menschen, bloß unsere EU-Politiker scheinen gegen uns zu sein trotz der enorm hohen Tantiemen. Eine EU-kritische Haltung würde realistischer sein als die Selbstbedienung und die Österreichfeindlichkeit. Was meint denn da Herr Karas dazu ? Immerhin ist er ja Kandidat.

  3. Ausgezeichneter KommentatorEco
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 19:14

    Othmar Karas ist immer ein Opportunist gewesen. Ohne ÖVP wäre er nichts. Sein Vater ( Bezirksparteiobmann der ÖVP ) hat ihm die Leiter gemacht. Die Freundschaft mit Alois Mock war eine wichtige Sprosse in der politischen Erfolgsleiter. Kein ernsthaftes Studium, dafür Parteiarbeit in der jungen ÖVP, kein bürgerlicher Beruf, dafür Wahlkampf für Waldheim und Heirat mit dessen Tochter.
    Wahrlich kein politisches Blitzlicht, deshalb nach Brüssel abgeschoben. Nicht Österreich liegt ihm am Herzen, wohl aber seine Karriere bei der EU.

    Aber ich sehe auch etwas positives : Er bleibt uns in Österreich erspart. Oder wollen Sie ihn in der Innenpolitik ?

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 18:13

    Glaubt die ÖVP tatsächlich, daß Karas seine 100 000 Vorzugsstimmen bei der letzten EU Wahl seiner Beliebtheit zu verdanken hat? Na wenn sie sich da nur nicht irrt.
    Viele der Vorzugsstimmen galten sicher als Protest gegen den noch unbeliebteren Strasser und nur deshalb konnte die ÖVP diese lukrieren.

    Ob der große Medienrummel, der nun lediglich die EU von all ihren Sonnenseiten zeigen und Kritik erst gar nicht zulassen wird, die verärgerte Bevölkerung positiv - also zugunsten der ÖVP(SPÖ) einstimmen kann, möchte ich sehr stark bezweifeln.

    Die Bevölkerung hat von den Regierungsparteien und der EU in ihrer jetzigen Form, (einer "Softdiktatur"), die Nase voll und wird bei der EU Wahl Ohrfeigen verteilen. Davon könnte die farblose ÖVP jedoch einige mehr ausfassen. Noch dazu mit diesem glühenden EU Befürworter, das Volk glüht weniger auf den angestrebten Einheitsbrei mit all seinen Verfehlungen.

    Zu Blümel kann ich nichts sagen, außer daß die ÖVP ev. damit jugendliche, moderne Ausrichtung demonstrieren möchte. (Bei der sie mit einem potentiellen Außenminister Kurz bestimmt ins Fettnäpfchen treten würde.)

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 20:36

    Das Aufstellen der Kommunisten Othmar Karas nehme ich als persönlichen Affront! Da dies wohl auch die Mehrheit der verbliebenen ÖVP-Wähler so sehen wird, ist die von Herrn AU vorausgesagte Ohrfeige bei der Wahl wohl unausbleiblich. Mangels Alternativen werden wohl die blauen Sozialisten gewinnen.

    Bei uns in Salzburg fangen jetzt die Bürgermeister an sich von der ÖVP, also jenem kommunistischen Haufen in Wien, abzusetzten. Nur durch die lokale Finanzkrise konnte dieser Schritt ein wenig verschoben werden, denn diese nun ehemaligen ÖVPler sind allesamt anständige Leute, bei welchen das Wort Gemeinwohl noch die traditionelle Bedeutung hat.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 17:48

    Ich wähle weiter FPÖ und habe daher keine Probleme. Nur das Zusehen beim ÖVP Selbstmord tut noch ein bißchen weh.

  7. Ausgezeichneter KommentatorMeine Meinung
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2013 17:24

    Obwohl selbst CV-er, aber mit Karas hab ich -vornehm ausgedrückt - keine Freude. Was machen bei der anstehenden EU-Wahl? Fernbleiben? Ungültig wählen? Oder Augen zu und durch, weil ich mit den "Alternativen" schon gar nichts anfangen kann? Liebe ÖVP, musste das wieder sein? Der Selbstzerstörungstrieb scheint derzeit unbehandelbar!
    ÖVP, brich die Regierungsverhandlungen ab, bevor du dich engültig marginalisierst!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorbürgerIn
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2013 17:12

    Mein Gott, der Karas. Der allerkleinste Nenner, den die ÖVP da - gerade noch - hervorbringt. Wer kennt ihn nicht, den Dauerstudenten Karas, der in beinahe jedem Seminar auftauchte, den netten Burschen von nebenan gab, von dem jeder sagte "a liaba Bua" - zu mehr langte es aber nicht. Jedenfalls wurde damit keine Geistesgröße beschrieben, nicht einmal ein politisches Talent. Ich hab ihn schlicht immer für einen gehalten, der sich hochgeschleimt hat, es durchgesessen hat, und jetzt hat die ÖVP nicht einmal mehr eine "gescheite" Alternative. Das sagt eigentlich alles über diese Partei ....wer wird ihn denn wählen 2014? Aufzeigen, bitte!


alle Kommentare

  1. Der Realist (kein Partner)
    07. Dezember 2013 18:52

    der Todestrieb der ÖVP hält weiter an, da wird eine Zukunftshoffnung nach der anderen verbraucht, leicht möglich dass die aktuelle Zukunftshoffnung auch vor dem ersten echten Leistungsnachweis verglüht, eine kurze Hoffnung sozusagen. Eines zeichnet die ÖVP aus, sie ist extrem beratungsresistent.

  2. Ein wichtiger Pfarrgemeinderat (kein Partner)
    07. Dezember 2013 18:46

    Brüssel, Karas lobt dich!
    Brüssel, Karas preist dich!
    Brüssel, Karas betet dich an!

    Und wir hoffen auf sehr auf einen raschen Europäischen Untergang (EU)

  3. bürgerIn (kein Partner)
    07. Dezember 2013 17:12

    Mein Gott, der Karas. Der allerkleinste Nenner, den die ÖVP da - gerade noch - hervorbringt. Wer kennt ihn nicht, den Dauerstudenten Karas, der in beinahe jedem Seminar auftauchte, den netten Burschen von nebenan gab, von dem jeder sagte "a liaba Bua" - zu mehr langte es aber nicht. Jedenfalls wurde damit keine Geistesgröße beschrieben, nicht einmal ein politisches Talent. Ich hab ihn schlicht immer für einen gehalten, der sich hochgeschleimt hat, es durchgesessen hat, und jetzt hat die ÖVP nicht einmal mehr eine "gescheite" Alternative. Das sagt eigentlich alles über diese Partei ....wer wird ihn denn wählen 2014? Aufzeigen, bitte!

  4. RR Prof. Reinhard Horner
    07. Dezember 2013 14:03

    reinhard.horner@chello.at

    Mein Gott, dieser Dr. Unterberger weiß es doch besser; er hat die Alternativen - konservativ und liberal. Inhaltlich und personell!

    Seine Kandidatur wäre die geeignetste Lösung - als ausreichender EU-Skeptiker, in Wahrheit EU-Verfolger, vielleicht (noch) nicht mit allen, aber mit vielen Mitteln.

  5. Peter Brauneis
    07. Dezember 2013 12:38

    "…die Wahrscheinlichkeit auf eine positive Wende erhöhen. Nur weil das dann bei Kurz passiert ist."

    Hr. Dr. Unterberger schaut auch da ein bissl optimistisch. Einen langzeitarbeitslosen Studienabbrecher (Beruf: Jugendlicher) als Außenminister in eine Reihe mit Kissinger, Kreisky oder Genscher zu stellen, ist kühnes Begehr. Und sogar eine positive Wende?

    Nicht daß ich mit der Politik dieser drei Persönlichkeiten einverstanden gewesen wäre, doch der Unterschied im Intellekt ist halt doch wie zwischen Blitz und Glühwürmchen (ich gestehe: © Mark Twain).

    .

  6. Josef Maierhofer
    06. Dezember 2013 22:13

    Karas kenne ich persönlich aus meiner Studentenzeit. Der 'Apparatschikjob' ist angemessen und gefällt ihm auch sichtlich. Was er aber dort tut und was die EU tut, das sollte uns interessieren und eigentlich wird er ja vom österreichischen Steuerzahler bezahlt und sollte daher auch gefälligst Österreich vertreten. Seine Position beruht nicht auf Verdiensten, sondern sie ist ersessen, wie es halt bei den 'Altparteien' ist.

    Ich würde mir erwarten, dass er sein Programm, seine Vorhaben kundtut, um auch als kritischer Wähler eine Entscheidung treffen zu können.

    Ich fürchte auch, dass die Menschen von den 'Altparteien' nun genug haben, bloß die 'Altparteien' wollen das nicht wahrhaben und krallen sich an die nunmehr ziemlich sich letzte Möglichkeit der Macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wähler noch einmal so blöd sein werden und sich von den 'Altparteien' so in die Pfanne hauen lassen.

    Also, auch wenn Karas seinen Posten bekommt, den bekommt er ziemlich sicher, ist damit gar nichts behoben, eher im Gegenteil, der Schaden für Österreich wird höher sein, wenn er dort weiter so gegen Österreich handelt.

    Aber was bewegen diese Leute heute ? Doch maximal das von uns üppig auf Pump gezahlte Geld auf ihren Konten.

    Die ganze Politik scheint nur noch aus Posten und Positionen zu bestehen, gibt es wirklich keinen mehr, der sich was traut, war in der ÖVP Dr. Schüssel wirklich der letzte wirkliche Politiker, der noch was bewegen konnte ?

    Dabei hätten wir so viel zu tun für Österreich und seine Menschen, bloß unsere EU-Politiker scheinen gegen uns zu sein trotz der enorm hohen Tantiemen. Eine EU-kritische Haltung würde realistischer sein als die Selbstbedienung und die Österreichfeindlichkeit. Was meint denn da Herr Karas dazu ? Immerhin ist er ja Kandidat.

  7. mischu
    06. Dezember 2013 22:13

    Die Wahl von O. Karas ist einfallslos, langweilig und ohne jegliche Zukunftsambition = typisch für den derzeitigen Zustand der ÖVP, bei der die drei Buchstaben nurmehr für Österreichische Versager Partei stehen!

  8. dssm
    06. Dezember 2013 20:36

    Das Aufstellen der Kommunisten Othmar Karas nehme ich als persönlichen Affront! Da dies wohl auch die Mehrheit der verbliebenen ÖVP-Wähler so sehen wird, ist die von Herrn AU vorausgesagte Ohrfeige bei der Wahl wohl unausbleiblich. Mangels Alternativen werden wohl die blauen Sozialisten gewinnen.

    Bei uns in Salzburg fangen jetzt die Bürgermeister an sich von der ÖVP, also jenem kommunistischen Haufen in Wien, abzusetzten. Nur durch die lokale Finanzkrise konnte dieser Schritt ein wenig verschoben werden, denn diese nun ehemaligen ÖVPler sind allesamt anständige Leute, bei welchen das Wort Gemeinwohl noch die traditionelle Bedeutung hat.

  9. socrates
    06. Dezember 2013 20:16

    O.T. Der ORF zeigt, daß die Wohnungen unleistbar teuer geworden sind, in 10 Jahren +30%. Dabei wird der Betriebskostenanteil verschwiegen, der der größte Preistreiber ist: Wasser, Müll, Abwasser, Verwaltung, Gebühren und neue Vorschriften, die neue Baumaßnahmen fordern.
    Ebenso wird verschwiegen, daß das Einkommen nicht an die Realität angepasst wird, sondern Z.B. bei den Finanzbeamten der Bienniumssprung ausgelassen wird uns die Lehrer bie 33% weniger bekommen. Heinisch Hosek, wie auch die anderen Politiker, trifft das nicht.

  10. Brigitte Imb
    • Cotopaxi
      06. Dezember 2013 20:58

      Sollte man die Salzburger ÖVP-Hoffnung Habibi nicht auch zu Spindis Buberl-Partie zählen? ;-)

    • Undine
      07. Dezember 2013 19:10

      @Brigitte Imb

      Ergoogeltes zu Sebastian Kurz:

      Geboren 1986
      Maturiert 2004
      Anschließend Präsenzdienst bis 2005

      Bundesobmann der Jungen ÖVP (JVP) seit 2009
      Landesobmann der Jungen ÖVP (JVP) Wien 2008–2011
      Staatssekretär, Bundesministerium für Inneres seit 21.4.2011
      Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderates 2010–2011

      Was hat der junge Mann zwischen 2005 und 2009 gemacht? Ich nehme an, er hat studiert (die Wiener haben es ja um ein Vielfaches leichter als die Provinzler, weil sie in einer Universitätsstadt leben!)
      Akademischen Grad hat er bis dato (noch) keinen erworben. Wäre ich seine Mutter, würde ich ihm SEHR ans Herz legen, so schnell wie möglich sein Studium abzuschließen!!!

  11. Eco
    06. Dezember 2013 19:14

    Othmar Karas ist immer ein Opportunist gewesen. Ohne ÖVP wäre er nichts. Sein Vater ( Bezirksparteiobmann der ÖVP ) hat ihm die Leiter gemacht. Die Freundschaft mit Alois Mock war eine wichtige Sprosse in der politischen Erfolgsleiter. Kein ernsthaftes Studium, dafür Parteiarbeit in der jungen ÖVP, kein bürgerlicher Beruf, dafür Wahlkampf für Waldheim und Heirat mit dessen Tochter.
    Wahrlich kein politisches Blitzlicht, deshalb nach Brüssel abgeschoben. Nicht Österreich liegt ihm am Herzen, wohl aber seine Karriere bei der EU.

    Aber ich sehe auch etwas positives : Er bleibt uns in Österreich erspart. Oder wollen Sie ihn in der Innenpolitik ?

    • dssm
      06. Dezember 2013 20:41

      Ein gewichtiges Argument, daß dieser Cretain auch noch in der Innenpolitik auftauchen könnte wird mir wohl diese Nacht den Schlaf rauben.

      Andererseits, ebenso wie man Failman dankbar sein muss, denn er hat bewiesen, daß ein nicht mehr zu unterbietendes Niveau eben doch noch drastisch unterboten werden kann, könnte nun die ÖVP ja Herrn Spindi nach Brüssel entsorgen und Herrn Karas an die Seite des HBK stellen.
      Womit wieder bewiesen wäre: Etwas Besseres kommt selten nach.

    • Undine
      06. Dezember 2013 20:42

      @Eco

      Hoffentlich denkt er etwas schneller als er spricht.....

  12. Politicus1
    06. Dezember 2013 18:44

    1) der neue ÖVP-Generalsekretär verdient mMn. nicht die Ladung von Vorschusskritik.
    Wenn, dann gebührt sie dem, der seinen Sekretär zum General macht.
    Und da frage ich mich, was sich Spindelegger denkt? Nur einen loyalen Mitarbeiter in der Lichtenfelsgasse zu wissen, wird halt nicht reichen.
    Wie soll dieser GeneralSEKRETÄR allein die Landesfürsten Pröll, Pühringer, Platter, die Bundesobleute der Frauen, der Bauern ... bei der Stange halten?
    Was die ÖVP jetzt bräuchte wäre ein GS, wie sie einmal ein Withalm oder ein Graff waren. Leute, die den eigenen Haufen kommandieren können, aber auch den politischen Gegnern - allen voran die linken Medien! - ordentlich paroli bieten!
    Und da muss mich der neue Herr GS erst überraschen, was ich mich aber gerne lasse.

    2) Weckt diese Vorgangsweise tragische Erinnerungen an Josef Klaus, der mit seiner Regierungsumbildung 1969 mit seinen damals blutjungen Mitarbeitern Mock und Neisser auch versucht hatte, die Wahlen 1970 zu gewinnen. Obwohl gerade Mock seine Fähigkeiten von Anfang an unter Beweis stellte.

    3) Othmar Karas wird, so fürchte ich, wieder ein Bauernopfer werden. Bei der Anti-EU-Stimmung, wie sie derzeit - allen jeden Abend unterm Luster im Wohnzimmer nach dem Glühbirnenverbot - in Österreich herrscht, wird für glühende Befürworter der EU (mit all ihren in die nationalen Eigenheiten eingreifende EU-Verwaltung) nicht viel zu holen sein.
    Und: wird OK in diesem Wahlkampf die volle Unterstützung seiner Partei und deren Granden bekommen? Ich bezweifle das ...

  13. Brigitte Imb
    06. Dezember 2013 18:13

    Glaubt die ÖVP tatsächlich, daß Karas seine 100 000 Vorzugsstimmen bei der letzten EU Wahl seiner Beliebtheit zu verdanken hat? Na wenn sie sich da nur nicht irrt.
    Viele der Vorzugsstimmen galten sicher als Protest gegen den noch unbeliebteren Strasser und nur deshalb konnte die ÖVP diese lukrieren.

    Ob der große Medienrummel, der nun lediglich die EU von all ihren Sonnenseiten zeigen und Kritik erst gar nicht zulassen wird, die verärgerte Bevölkerung positiv - also zugunsten der ÖVP(SPÖ) einstimmen kann, möchte ich sehr stark bezweifeln.

    Die Bevölkerung hat von den Regierungsparteien und der EU in ihrer jetzigen Form, (einer "Softdiktatur"), die Nase voll und wird bei der EU Wahl Ohrfeigen verteilen. Davon könnte die farblose ÖVP jedoch einige mehr ausfassen. Noch dazu mit diesem glühenden EU Befürworter, das Volk glüht weniger auf den angestrebten Einheitsbrei mit all seinen Verfehlungen.

    Zu Blümel kann ich nichts sagen, außer daß die ÖVP ev. damit jugendliche, moderne Ausrichtung demonstrieren möchte. (Bei der sie mit einem potentiellen Außenminister Kurz bestimmt ins Fettnäpfchen treten würde.)

  14. socrates
    06. Dezember 2013 17:48

    Ich wähle weiter FPÖ und habe daher keine Probleme. Nur das Zusehen beim ÖVP Selbstmord tut noch ein bißchen weh.

    • Undine
      06. Dezember 2013 18:01

      @socrates

      Das sehe ich genau so: Als Anhängerin des 3. Lagers ist es für mich auch bestürzend, daß sich die ÖVP --- sie ist meine 2. Option---in Auflösung befindet. Ich hoffe auf Mölzer.

  15. Meine Meinung
    06. Dezember 2013 17:24

    Obwohl selbst CV-er, aber mit Karas hab ich -vornehm ausgedrückt - keine Freude. Was machen bei der anstehenden EU-Wahl? Fernbleiben? Ungültig wählen? Oder Augen zu und durch, weil ich mit den "Alternativen" schon gar nichts anfangen kann? Liebe ÖVP, musste das wieder sein? Der Selbstzerstörungstrieb scheint derzeit unbehandelbar!
    ÖVP, brich die Regierungsverhandlungen ab, bevor du dich engültig marginalisierst!

    • Brigitte Imb
      06. Dezember 2013 18:34

      Bevor Sie gar nicht hingehen machen Sie lieber die Augen zu und durch. Betrachten Sie Ihre Stimme als Gegengewicht zu den Sozen. ;-)

      Der Selbstzerstörungstrieb der ÖVP wird symbolisiert durch deren viele "Einzelkämpfer" zwecks Selbsterhalt. Diese Partei hat längst keine Linie Bürgerliche zu repräsentieren (diese wurden und werden aus der Regierung gemobbt), sondern schlingert nur nach den Vorgaben aus Brüssel.

    • dssm
      06. Dezember 2013 20:49

      Liebe Frau Imb.
      Und wen soll man jetzt wählen? Nachträglich betrachtet war nur das TS eine nicht sozialistische Partei (wirklich Partei?!?!), auch die hochgejubelten Neos sind inzwischen eindeutig im linken Lager.
      Ob der am Wahlzettel auftauchende Sozialist, neben seiner Hauptbeschäftigung: nämlich dem verbliebenen Steuerzahler auf der Tasche zu liegen, für national, ökologisch, gerecht, migrationsfördernd oder sonst etwas offiziell auftritt, ist mir völlig egal – ich will keinen Sozialisten!

    • Brigitte Imb
      07. Dezember 2013 00:21

      @ dssm

      Naja, vielleicht ist es ohnehin nicht verkehrt wenn die ÖVP Wähler, die sich verraten fühlen und partout die FPÖ nicht wählen wollen, zuhause bleiben.

      Persönlich tue ich es dem weisen socrates gleich und hoffe auf ein gutes Abschneiden der künftigen Rechtsallianz, die als einzige der Brüsseler Horde Einhalt gebieten kann.

    • Haider
      07. Dezember 2013 00:48

      @Brigitte Imb
      Eine "machen Sie lieber die Augen zu und durch"-Regierung steht uns ja offensichtlich demnächst ins Haus.
      Ca 15 % der Wahlberechtigten wählten die ÖVP, weil sie die Sozen nicht mögen, etwa 17 % der Wahlberechtigten wählten die SPÖ, weil sie die Schwarzen nicht mögen. Jetzt bekommen wir also eine Regierung, die von 32 % gewählt ist die sie ablehnen. Auch eine demokratische Möglichkeit.

    • Brigitte Imb
      07. Dezember 2013 02:08

      @ Haider

      Es ist wirklich ein Jammer und das Volk ist mittlerweile miserabelst vertreten von einer Minderheit die sich die Republik über die Jahrzehnte aufgeteilt hat.
      Trotzdem wäre ein umgekehrtes Ergebnis sympathischer gewesen. 17% der Wahlberechtigten mögen die SPÖ nicht und wählen ÖVP und 15 % der Wahlberechtigten mögen die ÖVP nicht und wählen SPÖ.

  16. Yoshinori Sakai
  17. mike1
    06. Dezember 2013 16:45

    dazu folgendes:

    karas ist ein echter überzeugter Europäer, das ist mir jedenfalls immer lieber als jeder antieuropäer, der schon wieder die Weltuntergangsstimmung im Portfolio hat.

    ob er jetzt sympathisch ist oder nicht, mag ja dahingestellt sein, ist auch nicht wichtig. Swoboda ist auch nicht sympathisch, aber auch kein depp. ich mag die vereinfachenden Beschimpfungen nicht.

    karas verdient es, als erster in die Wahl zu gehen, immerhin hat er seinerzeit viele vorzugsstimmen bekommen, auch von mir. oder will wer wieder den strasser ?

    die anti-eu-Stimmung wird heutzutage halt künstlich und laufend - von echt unwissenden - erzeugt, argumente dafür sind halt meistens eher schwach, über die gurkenkrümmung hinaus kommen sie niveaumäßig meistens nicht.

    wenn karas eine Niederlage erleidet, dann nicht deswegen, weil er europäer ist, sondern deswegen, weil man ihn ziemlich grundlos niedermacht.

    ich wünsche allen viel spass mit mölzer und co....

    • Yoshinori Sakai
      06. Dezember 2013 16:52

      Kennen Sie ihn auch persönlich, den Otti? Ich war mal ziemlich in seiner Nähe.

      Er war DIE Zukunftshoffnung der Schwarzen in den 1980er-Jahren.

    • mike1
      06. Dezember 2013 17:18

      ich sitz im Flugzeug manchmal neben ihm, aber echt, so wirklich persönlich kennen tu ich ihn nicht ! interessant für den wähler ist ja die Haltung eines Politikers.

    • dssm
      06. Dezember 2013 20:52

      Nicht an ihren Worten sollst Du sie erkennen!
      Ich bin ja fürwahr ein überzeugter Europäer und habe standhaft diese Position im Blog vertreten - aber den Kommunisten Karas, das ist zuviel; ich beurteile den Strolch an seinen Taten (sprich was unterstützt er im Parlament). Dem faulen Wichtigtuer würde es einmal gut tun einer echten ARBEIT nachzugehen!

    • Haider
      07. Dezember 2013 00:59

      Zu Karas gibt es in der ÖVP nur den in ersten Instanz zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilten ex-Minister Strasser?
      Da der SPÖ-Spitzenkandidat Swoboda unsympatisch ist, muß es der ÖVP-Spitzenkandidat auch sein?
      Und abschließend: Wir wählen im Mai 2014 glücklicherweise kein Europa- sondern lediglich ein völlig zahnloses EU-Parlament. Diese völlig verquere Gleichstellung von EU und Europa ist eine freche Anmaßung per se.

    • bécsi megfigyelö
      08. Dezember 2013 07:27

      @ Haider

      "Diese völlig verquere Gleichstellung von EU und Europa ist eine freche Anmaßung per se".

      Danke, genau das ist ja der Schmäh der EU- und Euro-Bonzen. Jeden, der sich gegen die Ausbeutung der Steuerzahler der Geberländer zur Wehr setzt, als Anti-Europäer zu denunzieren.

      Wahlen vermögen Unheil nicht immer zu verhindern (weit braucht man da nicht zu suchen). Doch die stets üppig abkassierenden EU- und Euro-Bonzen sind nicht einmal von irgendwem gewählt und verhalten sich frech nach Art des seinerzeitigen Conducator Ceausescu der Sozialistischen Republik Rumänien.

      Die EU-Halunken wissen genau, warum sie sich Kommissar nennen. Stalins Rat der Volkskommissare läßt grüßen. Die hatte auch keiner gewählt.

      Und da gibt's Leute, die von solchem Unrat begeistert sind?

      .

  18. Wertkonservativer
    06. Dezember 2013 15:50

    Na ja, auch ich bin ja nicht gerade ein Fan des Herrn Karas!

    Einige Fakten sprechen jedoch für ihn:

    erstens lebt sein Ruf noch immer ein wenig von den über hunderttausend Vorzugsstimmen anlässlich seiner ersten Kanditatur,
    zweitens ist er im EU-Parlament extrem gut vernetzt und kann für Österreich zumindest einiges leisten,
    und drittens sind seine Konkurrenten von den anderen Parteien ja auch nicht gerade besonders herausragende Persönlichkeiten.

    Also, insgesamt würde ich den kommenden Wahlausgang für die ÖVP durchaus noch nicht derart negativ sehen, wie ihn A.U. hier prophezeit.

    Also, nach der Wahl werden wir's wissen!

    (mail to: Gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      06. Dezember 2013 16:47

      Es ist nicht Aufgabe eines EU-Abgeordneten, für sein Land etwas zu leisten. Als EU-Abgeordneter hat er die Interessen der EU zu wahren und nicht die (s)eines Mitgliedslandes. Das gilt auch für "unsere" Kommissare.

    • Collector
      06. Dezember 2013 17:18

      @ Wertkonservativer. Sehr geehrter Herr Michler!

      Othmar Karas ist Hochverräter. Er will dass Österreich seine Eigenstaatlichkeit verliert und in den "Vereinigten Staaten von Europa" aufgeht.
      Vehement vertritt er EURO und Europäische Währungsunion, wissend, dass die EWU eine nicht reparable "Fehlkonstruktion" ist, weil sie gegen das geldpolitische Grundprinzip "One State - One Money" verstößt, ohne politische Union nie funktionieren kann und daher zum Scheitern verurteilt ist.
      Hemmungslos ist er für die Hilfen an Griechenland eingetreten, die lt. dem ehm. Parlamentspräsidenten der Slowakei, R. Sulik, bereits 800 (in Worten: achthundert) Milliarden EURO erreicht haben.
      Kein Wort hat er verloren zum Bruchdes Lissabon-Vertrags durch Aufhebung der No-Bailout-Klausel, wodurch wir hoffnungslos in eine Schulden-, Haftungs-, Fiskal- und Transferunion hineingezwungen wurden.
      Vehement vertritt der den Irrsinn einer Bankenunion, die uns für die Fehlspekulationen von Banken anderer Länder zum Zahlen zwingt.
      Nichts hat er zum Ponzi-Schema der EZB zu sagen, durch das in riesigem Ausmaß unser Volksvermögen zu den PIIGSC "umverteilt" wird
      Kein Wort ist von ihm zu hören über den beabsichtigten Mißbrauch des ESM zur Bankenrekapitalisierung.
      Jetzt fehlt nur noch, dass er dem Menschenrecht auf Mord an Unschuldigen - Estrela-Report - zustimmt!

      Einen solchen Charakter zum Spitzenkandidat der ÖVP zu machen, zeugt vom moralischen Niedergang dieser Partei. Sie macht sich zum Staatsfeind!

    • mike1
      06. Dezember 2013 17:20

      karas ist österreichischer Vertreter im eu-parlament. er vertritt Österreich !
      ein kommissar vertritt die Interessen der eu.

      so schaut's aus.

    • mike1
      06. Dezember 2013 17:22

      Gerhard, volle Unterstützung für deinen Kommentar !

    • Wertkonservativer
      06. Dezember 2013 18:23

      @ Collector:

      Na sapperment, werter @ Collector,

      bin ich nun ebenso wie Herr Karas ein Hochverräter und Staatsfeind, wenn ich - wie viele hunderttausende österreichische Landsleute auch - ebenfalls für den EURO, für die EUROPÄISCHE UNION eintrete? Und sind nun alle österreichischen EU-Befürworter auch insgesamt Staatsfeinde und Hochverräter, wie man aus Ihrem Statement ja unschwer herauslesen kann?

      Glauben Sie und die weiteren EU-Gegner hier im Forum denn wirklich, was Sie da täglich an Schmähungen und Totschlagargumenten gegenüber der Gemeinschaft hervorbringen?
      Meint Ihr hier versammelten EU-Gegner echt, dass Ihr im alleinigen Besitz der "Europa-Wahrheit" seid?
      Könnte es denn nicht vielleicht sein, dass Ihr Euch mit Eurer laufenden EU-Abkanzelung ein wenig weit aus dem Fenster beugt?
      Die Union hat schon ihre Fehler und natürlich auch einiges Verbesserungspotential, doch zumindest Einige hier - und wie ich zu glauben vermeine, auch Dr. Unterberger - -sind der klaren Meinung, dass die EU für Gegenwart und Zukunft unseres Kontinents trotz ihrer partiellen Schwächen und Fehlentwicklungen unverzichtbar ist, einfach unverzichtbar!!

      Also, werter Blog-Kollege, überdenken vielleicht auch Sie Ihre Haltung in der für uns alle existenziellen Europafrage, und dies ganz unabhängig, wie Sie zu Herrn Karas als Spitzenkandidat der ÖVP stehen!
      Ich bin mir ganz sicher, dass das weitere Bestehen der Europäischen Union zwar primär aus weltwirtschaftlichen Konkurrenz-Zwängen, jedoch auch hinsichtlich wachsender Völkerfreundschaft zwischen den Mitgliedsländern unverzichtbar, und die Entwicklung unumkehrbar ist.
      Viele Millionen guter Europäer sind der gleichen Meinung wie ich alter Wertkonservativer!
      Sind wir nun wirklich alle Staatsfeinde und Hochverräter?

      Bitte um etwas mehr Fairness und Seriosität!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      06. Dezember 2013 18:41

      Danke, Freund Mike!

      Da sind wir wieder einmal auf einer Linie! Gut so!

      Freundschaftliche Grüße,

      Gerhard

    • Collector
      07. Dezember 2013 10:03

      @ Wertkonservativer

      Um zu wissen, ob Sie als „Hochverräter“ einzustufen sind oder nicht, sollten Sie ganz konkrete Fragen beantworten:

      Sind Sie für:

      1.die „Vereinigten Staaten von Europa“, mithin für einen Europäischen Bundesstaat mit europäischer Regierung oder für einen Staatenbund nach Muster der UNO? (http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1421582/Vergesst-dieses-Europa?parentid=0&act=2&isanonym=null#kommentar0 )
      2.die Europäische Währungsunion, durch die zusammengeschlossen wurde, was nicht zusammen gehört? (Thilo Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht, 2012). Die schweren Nachteile der EWU drücken sich in Stagnation, Blasenbildung, Staatspleiten, Bankenzusammenbrüchen und ständigen „Rettungssmaßnahmen“ aus, die nicht gebracht haben (:http://www.welt.de/debatte/kommentare/article120118451/Die-EU-ist-nicht-am-Ende-aber-der-Euro.html )
      3.den ständigen Rechtsbruch und „Verfassungsputsch“ durch die Änderung des Lissabonvertrags? (Chefvolkswirt Jürgen Stark: "Es gibt einen fortgesetzten kollektiven Rechtsbruch (durch die EZB).” (Diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1293077/Stark_EZB-bewegt-sich-ausserhalb-ihres-Mandats). Ähnlich Paul Kirchof und Othmar Issing).
      4.die direkte und indirekte Staatenfinanzierung durch die EZB? (http://www.wiwo.de/politik/europa/hans-werner-sinn-gericht-hat-kauf-von-staatsanleihen-durch-ezb-verboten-seite-all/7132962-all.html )
      5.den Irrsinn der Bankenunion? (http://www.andreas-unterberger.at/2013/11/die-gefangene-zentralbank-auf-dem-weg-in-den-abgrund/#sthash.T3oLR7L6.dpbs
      6.das Durchfüttern des Südens durch den Norden? http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1417158/Fekter_Der-Norden-fuettert-den-Sueden-durch?_vl_backlink=/home/index.do

      Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten, sind Sie „Hochverräter“, wenn mit „Nein“, dann darf ich Sie als defensor patriae begrüßen.
      Gewundert hat mich, dass Sie den „Konkurrenzzwang“ akzeptieren statt, wie Papst Franziskus, für die Freiheit einzutreten. Illusionär ist wohl auch der kommunistische Begriff der „Völkerfreundschat“. Völker haben Interessen an ihrer Erhaltung, es sei denn, sie werden zum Opfer ihrer Dekadenz.

    • Komma
      07. Dezember 2013 11:12

      Zur Konroverse Wertkonservativer/Collector ist hilfreich ein Auszug aus einer Rezension des Buches von Heiner Flassbeck, Chefvolkswirt der UNIDO: (http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1268 ):

      Unser Wirtschaftssystem ist „grundlegend falsch“. Wettbewerb oder
      „Wettkampf hat in den Beziehungen zwischen den Nationen nichts zu
      suchen“. Gemeinsamer Markt und deregulierte Finanzmärkte führen dazu,
      dass der Stärkere den Schwächeren frisst. 17 Staaten Europas in das
      Korsett einer einheitlichen Währung zu zwingen ruiniert die
      Volkswirtschaften. Dieses Korsett verhindert die Wiederherstellung der
      Wettbewerbsfähigkeit durch Abwertungen und bringt eine Art
      Neokolonialismus. Die eigenen Bürger auszubeuten um möglichst hohe
      Exportquoten zu erzielen führt zu einem „Rattenrennen der Nationen“.
      Die Ungleichgewichte, die dadurch entstehen, spalten Europa und
      gefährden den Frieden. Die Nationalstaaten müssen wieder einigermaßen
      autark , frei und unabhängig miteinander in wirtschaftliche
      Beziehungen treten können, ohne hegemonialen Druck. Dem "neoliberalen
      Wahnsinn" muss ein Ende gesetzt werden, er ist mit der Würde des
      Menschen nicht vereinbar. Vor die Wahl gestellt, in der EWU zu
      bleiben, den Freihandel aufrechtzuhalten und auf Transferalmosen eines
      auftrumpfenden Deutschlands angewiesen zu sein oder die EWU zu
      verlassen, den Freihandel aufzukündigen und sich autark
      durchzuschlagen, wird sich die Bevölkerung für letzteres entscheiden.
      OHNE NATIONALSTAATEN LOHNT ES SICH GAR NICHT, ÜBER DIE ZUKUNFT EINES
      IRGENDWIE GEEINTEN EUROPAS NACHZUDENKEN.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2013 14:16

      Na, wenn Sie das alles sagen und feststellen, werte Mitblogger @ Collector und @ Komma:
      Sie können mich einstufen, wie Sie wollen (@ Collector"):
      Ihr Urteil wäre subjektiv und mit ziemlicher Sicherheit bei höheren Instanzen anfecht- und zerpflückbar
      Wer sagt überhaupt, dass Sie mit Ihrer Meinung rechthaben?

      Und, werte(r) @ Komma:

      Bücher und Aufsätze werden viele geschrieben; da können Sie alles Mögliche herauslesen, wie's und was Ihnen gerade passt!

      Zu Ihrem "Nationalstaaten-Sager" eine berufene Gegenstimme:

      "Jose Ortega y Gasset:

      Die Europäer können nur leben, wenn sie in eine große gemeinsame Aufgabe hineingestellt sind. Fehlt diese, so werden sie gewöhnlich und schlapp; die Seele geht ihnen aus den Fugen. Einen Anfang haben wir jetzt vor Augen. Die Kreise, die man so lange Nationen genannt hat, erreichten vor einem Jahrhundert etwa ihren größten Umfang. Man kann schon nichts mehr mit ihnen tun, es sei denn, sie überschreiten. Sie sind nur noch Vergangenheit, die sich um und unter dem Europäer anhäuft, ihn einengend und belastend.
      Mit größerer vitaler Freiheit begabt als je, spüren wir alle, daß die Luft in jedem Volk unatembar geworden ist. Gefängnisluft.
      Die Nationen, die vorher weiter, offener, durchwehter Raum waren, sind nun Provinz geworden, Binnenland".

      Natürlich auch nur "eine" Meinung, doch - wie ich halt meine - eine zutreffende!

      (mail to: Gerhard@michler.at)

    • Komma
      07. Dezember 2013 14:43

      Hier noch eine kline Information zur Kontroverse:

      Leitantrag Parteitag FPÖ 6. Dez. 2013, lt. Zur Zeit:

      Erhaltung der Souveränität Österreichs, keine „Vereinigten Staaten von Europa“.

      „Für den Erhalt der national-staatlichen Volkswirtschaften“ und eigene Wirtschafts-, Sozial- und Währungspolitik. Gegen „das Diktat der multinationalen Konzerne und „die Fehlkonstruktion der Euroeinheitswährung“.

      Restrukturierung der Eurozone, Austritt schwacher Länder, Rückkehr zu nationalen Währungen nicht ausschließen.

      Volksabstimmung über den ESM, durch den „die EU zu einer Schulden- und Transferunion wird“ und „die Steuerzahler der erfolgreichen Staaten die Rechnung von internationalen Spekulanten und von jenen Staaten bezahlen müssen, deren Regierungen jahrzehntelang das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinausgeworfen haben“.

      Nach Auflösung von TS bleibt also die FPÖ für die Europawahl die einzige vernünftige Alternative.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2013 15:16

      @ Komma:

      Meinen Sie das mit der einzigen Wahl-Alternative Blau wirklich ernst?

      Herr Mölzer mit seinem dezent braunumflorten Blick auf die gottseidank hinter uns liegende Vergangenheit, in Hoffnung auf Kumpanei mit etlichen anderen EU-Parlament-Schmuddelkindern aus der Populisten- und Rechtaußen-Szene?
      Diesem Mann und seiner Truppe wollen Sie die vorrangige Vertretung Österreichs im EU-Parlament überlassen?
      Na, ich dank' schön!
      Ihr seid doch hier übermehrheitlich gegen "Links" eingestellt. Und die aus rechter Position gestarteten nationalen Linken namens Strache und Mölzer sind Eure Hoffnungsträger?
      Ich wiederhole mich:
      Na, dank' schön!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Scipio
      07. Dezember 2013 16:11

      Sehr geehrter Herr Michler (Wertkonservativer)

      Antworten auf die konkreten Fragen von Collector haben Sie nicht gegeben.
      Sie weichen nur aus.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2013 16:24

      @ Scipio:

      Ich habe auf Collectors ultimativ abgeschossene Fragen keine dezidierten Antworten gegeben, weil sie in überheblicher Manier vorgebracht wurden, was ich nicht recht vertrage (kleine Schwäche meinerseits).
      Außerdem habe ich höherstehend, und in den letzten Tagen auch an anderer Stelle, meine Pro-EU- und Pro-Euro-Einstellung ganz klar zum Ausdruck gebracht: daher erübrigt sich wohl ein Wiederholen meiner hier immer wieder vorgebrachten Pro-Europa-Gesinnung!
      Ich hoffe auf Akzeptanz meiner Replik!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Scipio
      08. Dezember 2013 12:51

      Verehrter Herr Michler!

      Natürlich wird Ihre "Pro-EU- und Pro-Euro-Einstellung" akzeptiert, aber damit stufen Sie sich selbst ein, als Feind der Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit Österreichs.

      Strafrechtlich ist das, wofür man früher noch füsiliert wurde, sicher heute kein "Hochverrat" mehr, aber Ausdruck von Patriotismus ist Staatsauflösung wohl auch nicht.

    • Francois Villon (kein Partner)
      08. Dezember 2013 14:57

      Collektor, Komma, ...

      Sie müßten doch von den früheren "Beiträgen" des Herrn Michler wissen, daß er ein unverbesserlicher ÖVP-Anhänger ist. Der Inhalt ist für ihn ohne belang, solange das Firmenschild das gleiche geblieben ist.

      Solche Haltung hat nicht so viel mit Nibelungentreue zu tun, als mit Bildungsresistenz (c: Thilo Sarrazin) - oder man könnte es auch als Dummheit bezeichnen.

      Die Berechtigung Ihrer Argumente liegt allein darin, anhand des Unsinns, denn Herr Michner verzapft, den anderen Lesern klaren Wein einzuschenken. Denn man kann ja nur mit jenen diskutieren, die wenigstens verstehen, was gesagt wurde.

      Bei Karas ist die Frage ob Hochverräter oder nicht eventuell zu seinen Gunsten zu entscheiden: denn so dumm, wie er wohl ist, hat er vielleicht gar nicht gegriffen, was er tut. Freilich qualifizierte ihn das auch nicht für irgend ein politisches Amt.

  19. Undine
    06. Dezember 2013 15:24

    Nein, nicht auch DAS noch, liebe ÖVP! Der "Schwiegersohn" mit dem Temperament einer Schlaftablette, der seinem Schwiegervater Kurt Waldheim sinnbildlich gesprochen noch ins Grab nachgespuckt hat, als er die Stirn hatte, bei der letzten BP-Wahl für den Erz-Sozi/Kommunistenverehrer Heinz Fischer zu WERBEN---DER soll ÖVP-Spitzenkandidat bei der kommenden EU-Wahl sein? Man faßt diese Instinktlosigkeit nicht.

    • Xymmachos
      06. Dezember 2013 16:03

      Am 10. 04. 2010 erhielt Othmar Karas folgende E-Mail:

      "Sehr geehrter Herr Karas,

      in dem Offenen Brief, mit welchem Sie Ihr Eintreten für Heinz Fischer zu rechtfertigen versuchen, stimmt ein einziger Satz: "Kurt Waldheim kann sich nicht mehr wehren". Aber er dreht sich im Grab um, wenn er mitansehen muß, daß Sie für einen Heinz Fischer als einen seiner Amtsnachfolger eintreten. Ich kann sie unmöglich für so dumm halten, daß Sie dessen Rolle sowohl beim Waldheim-Vernadern als auch später beim Österreich-Vernadern (zwecks Herbeibetteln der Sanktionen gegen Schwarz-Blau) nicht genau kennen würden. Wie Sie mit diesem Wissen Ihr Eintreten für Heinz Fischer gegenüber Kurt Waldheims Familie rechtfertigen können, ist mir ein Rätsel; wie Sie es mit Ihrem Charakter vereinbaren können - darauf gibt es leider nur eine Antwort. Ich möchte nicht deutlicher werden.Ich bedauere jedenfalls, mich in Ihnen so getäuscht zu haben, und bitte, mich von der Verteilerliste Ihrer EU-Newsletter zu streichen."

      Wie sich die ÖVP mit einer solchen Figur weiterhin abgeben konnte, ist und bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht kann mich einer der ÖVP-Wähler hier im Forum aufklären?

    • oberösi
      06. Dezember 2013 16:15

      @ Undine
      @ Xymmachos

      *****!

    • Undine
      06. Dezember 2013 16:19

      @Xymmacos

      Der Verfasser dieser E-Mail hat die richtigen Worte gefunden!!!

    • Riese35
      06. Dezember 2013 16:33

      @Undine & Xymmachos *********!

      Ergäzend ist noch festzuhalten, daß Heinz Fischer, für den sich Othmar Karas so sehr im Präsidentschaftswahlkampf eingesetzt hat, zumindest ehemaliges Präsidiumsmitglied der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft ist. Erst kürzlich hörte man wieder über den Ausbau der Straflager und die grausamen Foltermethoden.

      Siehe: http://derstandard.at/1385169911204/Nordkorea-baut-Straflager-weiter-aus

      Jener Heinz Fischer, der erst kürzlich die "Mitverantwortung der österreichischen Zivilgesellschaft an den Ausschreitungen" (http://orf.at/#/stories/2205837/ ) bei den Novemberpogromen 1938 - lange ist es her und heute kann man das gefahrlos anprangern - in der Form des Wegsehens und Schweigens angeprangert hat, jedoch als Präsidiumsmitglied noch kein Wort über die heute noch stattfindenden Verfolgungen, Folterungen und Morde der nordkoreanischen Regierung verloren hat. Österreich hatte zumindest einen Engelbert Dollfuß, der als einziger Regierungschef im Kampf gegen den Nationalsozialismus gefallen ist. Dieser Heinz Fischer, der mit seinen Aussagen Engelbert Dollfuß verleumdet hat, ist offenbar Othmar Karasens großes Vorbild.

      Auch darf man Othmar Karasens Verhalten bei der Abstimmung über den Estrela-Bericht im EU-Parlament nicht vergessen, bei dem es um die Frühsexualisierung der Kinder, die verpflichtende Teilnahme an Umerziehungsprogrammen und die Entfremdung von ihren Eltern gegangen ist.

    • Elisabeth Mudra
      07. Dezember 2013 13:10

      @ Undine uva

      danke *****





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