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Ägypten: Warum nur, Herr Spindelegger?

Weil die Islam-Lobby im Außenministerium so mächtig ist (wie man schon seit längerem an dessen antiisraelischen Politik sieht)? Weil der Koalitionspartner es fordert? Weil man sich vom ORF-Korrespondenten mit seiner unverhohlenen Liebe zu den Muslimbrüdern treiben lässt? Weil irgendjemand Michael Spindelegger auf den wahnwitzigen Gedanken gebracht hat, mit einem Pro-Islamismus-Kurs im Wahlkampf punkten zu können? Oder überhaupt nur aus Mangel an Intelligenz und Haltung?

Tatsache ist: Der österreichische Außenminister vergisst im ägyptischen Bürgerkrieg das ganze regierungsübliche Neutralitätsgerede (das im Gegensatz dazu diesmal sogar in den USA die Reaktion bestimmt). Spindelegger hat sich vielmehr an die Spitze der Forderungen gestellt, Ägypten strafweise von europäischen Geldflüssen und Waffenlieferungen abzuschneiden.

Weiß er überhaupt, was er da tut? Spindelegger will in diesem Bürgerkrieg der liberal-laizistisch-christlich-militärischen Seite – die zweifellos heute von einer Mehrheit der Ägypter unterstützt wird – all jene EU-Unterstützung verweigern, die vorher widerspruchslos der islamistischen Mursi-Regierung zuteil worden ist. Dabei hatte diese schon die entscheidenden Schritte gesetzt, um das zarte Pflänzchen einer ägyptischen Demokratie irreversibel durch zutiefst antidemokratischen Islamismus zu ersetzen. Aber das hat Spindelegger nie gestört. Damals hat Österreich jedenfalls immer geschwiegen.

Spindelegger stellt sich jetzt demonstrativ und zu hundert Prozent an die Seite jener Bürgerkriegspartei, die in den letzten zwei Wochen viele Dutzende christliche Kirchen abgefackelt hat. Um nur ein Beispiel für den Hass und Fanatismus der Islamisten zu nennen. Selbstverständlich kann und soll man auch die brutale Hand der Armee beim Versuch tadeln, die Ordnung wiederherzustellen (welche eigentlich, gab‘s denn vorher eine?). Aber die nunmehrige Einseitigkeit widert nur noch an.

Und alle Europäer sollten heute aus noch einem Grund schamvoll schweigen: Sie haben - unter dem Druck der revolutionsgeilen Medien - einen entscheidenden Beitrag dazu geliefert, dass das System Mubarak gestürzt wird. Dieser war zwar alles andere als ein Demokrat. Aber mit absoluter Sicherheit ging es den Ägyptern unter ihm besser als es ihnen in den nächsten zehn Jahren gehen wird. Oder mehr. Denn die Ägypter haben weder Raum noch Öl. Daher wäre die einzige Überlebensstrategie: ausländische Investitionen und Touristen in ein Land mit sensationeller Geschichte zu bringen. Aber dafür braucht es - vor allem - eines: Sicherheit und Stabilität. Wenn wirklich der Vergleich mit der französischen Revolution stimmt, dann liegt aber ganz etwas anderes vor den Ägyptern: ein Vierteljahrhundert Kriege, Chaos und Diktatoren aller Art. Bis dann wieder das Alte Regime zurückkehrt.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 09:52

    Spindelegger – der Mann ist fehl am Platz und er wird die Rechnung präsentiert bekommen und mit ihm wir alle, die wir uns weitere 5 Jahre mit einer linken Regierung abfinden werden müssen nach der Wahl im September:

    • Er steigt mit traumwandlerischer Sicherheit in jedes sich anbietende Fettnäpfchen

    • Er tut als ÖAAB-Mann so, als würde ihm die Wirtschaft ein Anliegen sein, dabei steht er mitten drin im gutmenschlich/ linken Mainstream und man merkt, dass seine Ansagen zur „Entfesselung“ der Wirtschaft nicht ehrlich gemeint sind – schon die Formulierung ist irgendwie merkwürdig

    • Er lässt sich widerstandslos von der Arbeiterkammer dafür loben, dass er in der nächsten Legislaturperiode keine Privatisierungen anstrebt

    • Seine „Außenpolitik“ ist weder „Politik“ noch nach „außen“ gerichtet. Sie richtet sich nach der scheinbaren Notwendigkeit das Wahlk (r)ampfs der ÖVP, sie ist daher wie ein Fähnchen im Wind und richtet sich nach innen an die Wähler, die ihn bei der Nationalratswahl wählen sollen; so war das mit der Golan-Entscheidung und so ist es mit Ägypten; so hat Österreich nach außen keine Linie, das ist peinlich.

    Spindelegger vertritt keine Werte, daher weiß niemand wo und wofür er steht, man spürt das einfach bei allem, was er sagt, tut und fordert; er ist halbherzig – so wie die Wahlplakate der ÖVP; nichtssagend; genau das Gegenteil wäre nötig – nämlich ein klarer Standpunkt!!!

  2. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 15:12

    Während unsere Systemvertreter über ihre manipulierten Medien, Rundfunk und Staatsanwaltschaft nichts unversucht lassen, in der Bevölkerung die Angst vor einem fiktiven rechten Gespenst aufzubauen, ignoriert man die häßliche Fratze des Islamismus, der wie eine Krebsgeschwulst die Welt infiltriert. Die Schmerzen werden erst im (zu) fortgeschrittenen Stadium auftreten, - aber dann wird keine auch noch so radikale Therapie mehr helfen.
    Ein Dekan der Attatürk Universität in Ankara hat mich schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es keinen gemäßigten Islamismus gibt, sondern die Maske der Mässigung sehr schnell abgenommen wird, wenn man die Gesellschaft entsprechend durchdrungen hat, was sich gottseidank in Ägypten gerade (noch) nicht ausgegangen ist.
    Schön langsam müsste auch der Einfältigste erkennen, dass gerade an Europas Grenze eine solche maligne Transformation stattfindet und der politische Druck auf die Türkei zur Bewahrung des Laizismus massiv erhöht gehört.
    Die Europäische (oder besser westliche) Hoffnung, durch Unterstützung radikaler Elemente den Terror vom eigenen Land fernzuhalten, ist nicht nur fahrlässig naiv, sodern ein Ritt auf einer Bombe, die garantiert hochgeht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 19:33

    Im ORF gab es einen runden Tisch zum Thema "Arabischer Frühling"
    Als Diskutant war unter anderem Dr. Andreas Unterberger geladen. Er und Hr. Brettschneider warnten vor den Folgen durch Bürgerkrieg und Flüchtlingswellen, doch wurde das in der Diskussion heruntergespielt. Der ORF hat mit seiner manipulativen Art sogar versucht, diese Sichtweise ins Lächerliche zu ziehen.

    Jetzt haben wir beides, bürgerkriegsähnliche Zustände in Ägypten und Flüchtlingswellen, die die Südküste Europas überfordern.

    Wir in Europa verstehen die arabischen Intentionen nicht! Wir sollten uns da raushalten! Und Hr. Spindelegger hat seine Kompetenz in dieser Frage bereits in dem Moment abgegeben, als er bei seinem Ägyptenbesuch die Warnungen des Großmuftis der al-Aqsa-Moschee in den Wind geschlagen hat, das Saudi Arabische Islamzentrum in Wien nicht zu bauen. Damit hat er den Konflikt nach Österreich getragen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 07:48

    Spindelegger ist nur am Papier bzw. im Nebenberuf Außenminister. Wenn er in Brüssel zu solchen Themen anwesend ist, dann dreht er sich bei Abstimmungen zuerst um und schließt sich dann der Mehrheit an. Österreichs Außenpolitik wird international gar nicht beachtet, denn eigentlich machen wir gar keine.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 15:29

    Für mich pers. ist nicht ganz einzusehen, warum die EU Finanzhilfen an alle möglichen Länder außerhalb des Kontinents verteilt. Wir brauchen in Europa ohnehin jeden Cent, das 3. Griechenpaket wird verlangt. Was für eine Farce!

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/griechenland/schuldenkrise-schaeuble-griechenland-braucht-drittes-hilfsprogramm-12539525.html

  6. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 15:59

    "Spindelegger stellt sich jetzt demonstrativ und zu hundert Prozent an die Seite jener Bürgerkriegspartei, die in den letzten zwei Wochen viele Dutzende christliche Kirchen abgefackelt hat."

    In dieser Sache ist Spindelegger offenbar Bruder im Geiste mit dem Herrn Kardinal, der es nicht der Mühe wert findet auch nur mit einem Wort die entsetzlichen Verfolgungen und Ermordungen der Kopten und die Zerstörung ihrer Kirchen zu verurteilen, aber sich anderseits als Wahlhelfer der SPÖ betätigt, indem er sich gemeinsam mit dem Bundeskanzler im ORF, der ebenfalls die Christenverfolgungen in Ägypten in den Nachrichtensendungen beharrlich verschweigt, über ein Wahlplakat der FPÖ ereifert.

  7. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 09:40

    Österreich stellt hier die Demokratie über alles. Das in Wahlen an die Macht gekommene Regime wird unterstützt, das an die Macht geputschte Regime nicht. Wie die Regierung sich jeweils verhält ist dabei bedeutungslos, das ist ja Sache der Wähler.
    Diese Position ist aber aus mehreren Gründen inkonsequent.
    Einerseits weil wir uns ja sonst bei jeder Gelegenheit für das Wohlergehen und die Menschenrechte der ganzen Weltbevölkerung zuständig fühlen, und daher vielleicht auch in der Außenpolitik die Einhaltung von Menschenrechten irgendwie berücksichtigen sollte.
    Andererseits aber auch, weil Österreich selbst im Inland der Demokratie diesen überragenden Stellenwert nicht gibt. Hier verbietet man Meinungen und Parteien, wenn man sie für zu menschenverachtend hält. Was natürlich eine Einschränkung der Demokratie ist.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEinspruch!
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. August 2013 13:22

    Dr. Unterberger fragt, aus welchem Grund Herr Spindelegger die Islamisten in Ägypten favorisiert: "Weil irgendjemand Michael Spindelegger auf den wahnwitzigen Gedanken gebracht hat, mit einem Pro-Islamismus-Kurs im Wahlkampf punkten zu können? Oder überhaupt nur aus Mangel an Intelligenz und Haltung?"

    Leider bin ich mir ziemlich sicher, dass es reiner Mangel an Intelligenz und Haltung ist. Bei unserem Kanzlerdarsteller ist das zwar auch so oder noch schlimmer, aber bei ihm hat man sich nie mehr erwarten dürfen. Schrecklich. Und in Kürze sollen wir eine von diesen Figuren wählen.


alle Kommentare

  1. Davian (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:02

    That's a nicely made answer to a chnlelaging question

  2. Davian (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:01

    That's a nicely made answer to a chnlelaging question

  3. Bintang (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:16

    Thanks for your thshguto. It's helped me a lot.

  4. BHB (kein Partner)
    22. August 2013 00:44

    Das erinnert wieder daran wo der klare gesellschaftspolitische Unterschied zwischen Michael Spindelegger(ÖVP) und Josef Bucher(BZÖ) ist.

    http://benjaminheinrichblog.blogspot.co.at/2013/06/josef-bucher-gegen-turkei-betritt-und.html

    Liste 4
    BZÖ-Liste Josef Bucher:
    *Das BZÖ
    verlangt den sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen.
    *Auf jeden Fall Volksabstimmung in Österreich "die in hundert Jahren niemals eine Mehrheit für einen EU-Beitritt der Türkei bringen wird."
    *Jedem Neo-Österreicher, der innerhalb dieser fünf Jahre Probezeit straffällig und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wird, wird die Staatsbürgerschaft wieder aberkannt
    *Klubobmann und Spitzenkandidat zur Nationalratswahl Josef Bucher hat weiters den sofortigen Entzug des Beobachterstatus von Erdogan Partei AKP aus der EVP (Europäische Volkspartei) verlangt.
    ------------------------
    "Zusatz im Parteiprogramm vom 02.Mai 2010(kein Wahlprogramm)
    Die Einrichtung einer Sonderkommission zur
    Bekämpfung des islamistischen Terrors und der
    von radikalen Islamisten ausgehenden Gefahr
    ist ein Gebot der Stunde. Eine Vereinheitlichung
    der Bauordnungen der Länder soll die Möglichkeiten
    zum Bau von Moscheen und Minaretten
    ausschließen."

    Liste 2 -ÖVP-Österreichische Volkspartei:

    *Außenminister Spindelegger ist etwas überfordert momentan:

    07.04.2009:
    "Spindelegger: Über Türkei-Beitritt entscheidet allein die EU"
    14.06.2013:
    Spindelegger skeptisch gegenüber Türkei-Beitritt

    *Die Mitgliedschaft der AKP in EVP hat er niemals angefechtet.

    *Punkto radikaler Anhänger des Islams die Straftaten begingen und nach Österreich einwandern, hat der Werte Herr Spindelegger auch keine Sanktionen erwogen!

    Aber das ärgste:
    "Spindelegger stellt sich jetzt demonstrativ und zu hundert Prozent an die Seite jener Bürgerkriegspartei, die in den letzten zwei Wochen viele Dutzende christliche Kirchen abgefackelt hat. "

    Kein Wunder, dass Dr. Unterberger ihm damit das Vertrauen nun auch entzieht.
    Ich persönlich bin kein Christ, aber wenn man zuschaut, wie die eigene Religionsgemeinschaft im Ausland von eine eigentlich konservativen Außenminister, komplett im Stich gelassen wird, würde ich genauso wie Dr. Unterberger empfinden!

  5. AGLT (kein Partner)
    21. August 2013 19:32

    @Weil die Islam-Lobby im Außenministerium so mächtig ist (wie man schon seit längerem an dessen antiisraelischen Politik sieht)?"

    ??????????????????????
    welche antiisraelische Politik bitte?????????????

  6. Alternativlos (kein Partner)
    21. August 2013 17:56

    Und jetzt noch das !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Staatsbesuch: Der italienische Regierungschef Enrico Letta betont Führungsrolle Faymanns in EU!

    Faymanns Stimme habe großes Gewicht in Brüssel, versicherte Letta: „Werner ist einer der Führer mit der größten Autorität in Europa."

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1443754/Letta-betont-Fuehrungsrolle-Faymanns-in-EU?parentid=0&act=2&isanonym=null

    • F.V. (kein Partner)
      21. August 2013 19:21

      Selten so gelacht!

      Wäre es aber wahr, dann stünde es gut um uns, denn mit solchen Autoritäten kann man rechnen. - Daß es kein Schrecken ohne Ende, sondern ein - baldiges - Ende, leider aber mit Schrecken gibt.

    • Joseph (kein Partner)
      21. August 2013 20:10

      Eine Marionette über eine andere.

      Angesichts der sich immer mehr zuspitzenden, weltweiten tiefgreifenden Krise werden wohl beide bald Geschichte sein.

  7. Herby
    21. August 2013 15:58

    Zeitungsartikel über das Töten der Christen im gesamte Nahen Osten, aus einer unverdächtigen Quelle: Ein jüdisches Medium: The Jewish Journal:

    The silent killing of Christians

    By David Suissa (July 31, 2013):

    http://www.jewishjournal.com/david_suissa/article/the_silent_killing_of_christians

  8. cmh (kein Partner)
    21. August 2013 14:04

    Vor einigen Jahren hatten wir da einen Bundeskanzler, der den Medien nicht recht war. Diese waren nämlich gewöhnt, dass sie nur im Büro des Bundeskanzlers anrufen mussten und schon hatten sie ein Interview zu jedem beliebigen Thema. Und das mit vorhersehbarem Inhalt.

    Dieser Bundeskanzler aber sagte zu sehr vielen der schwachsinnigen Fragen der Reporter das einzig richtige, nämlich nichts!

    Daher wurde er von den Medien "Schweigekanzler" genannt und nicht geliebt.

    Das war ein Politiker, an den ich immer gerne, wenn auch mit immer größerer Wehmut zurückdenke! Heute kann ich weder ihn, noch seine Partei wählen.

    • Sparschwein (kein Partner)
      21. August 2013 17:32

      Dieser Bundeskanzler war derjenige, der sich am stärksten für den Euro eingesetzt hat. Seine ganze Karriere hängt damit zusammen, und so kann er jetzt aus Eitelkeit nicht zugeben, dass er sich damals geirrt hat.

      Schüssel war der oberste Wirtschaftslobbyist und hat sich für die gemeinsame Währung stark gemacht, weil er in erster Linie die Vorteile für die österreichischen Unternehmen gesehen hat. Dass mit der Eurozone ein komplett neues Wirtschaftssystem gekommen ist, hat er nie verstanden. Skepsis und Kritik hat die ÖVP und der Wirtschaftsbund unterdrückt, man hat sich zeitweise sogar gebrüstet, dass ja der Euro und überhaupt die gesamte EU ein konservativ-bürgerliches Projekt wäre. Heute will man davon nichts mehr wissen.

      Diese Fehlentscheidung fällt heute der ÖVP auf den Kopf und ist ein Hauptgrund, warum die Partei bei einem Stimmenanteil von 25% Jubeltänze aufführen können wird. Mehr ist einfach nicht mehr drinnen.

  9. Einspruch! (kein Partner)
    21. August 2013 13:22

    Dr. Unterberger fragt, aus welchem Grund Herr Spindelegger die Islamisten in Ägypten favorisiert: "Weil irgendjemand Michael Spindelegger auf den wahnwitzigen Gedanken gebracht hat, mit einem Pro-Islamismus-Kurs im Wahlkampf punkten zu können? Oder überhaupt nur aus Mangel an Intelligenz und Haltung?"

    Leider bin ich mir ziemlich sicher, dass es reiner Mangel an Intelligenz und Haltung ist. Bei unserem Kanzlerdarsteller ist das zwar auch so oder noch schlimmer, aber bei ihm hat man sich nie mehr erwarten dürfen. Schrecklich. Und in Kürze sollen wir eine von diesen Figuren wählen.

  10. Torres (kein Partner)
    21. August 2013 11:48

    "... liberal-laizistisch-christlich-militärischen Seite – die zweifellos heute von einer Mehrheit der Ägypter unterstützt wird..." – Unterberger scheint wieder einmal der Einzige zu sein, der genau weiß, auf welcher Seite die Mehrheit der Ägypter steht. Das wissen nämlich weder die USA noch die EU - vielleicht kann er sein (geheimes) Wissen an die ratlosen Politiker verkaufen?

  11. Tullius Augustus
    21. August 2013 10:28

    Apropos "Verfolgung der Christen in Ägypten:"

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte (chines. Sprichwort):

    So sieht jetzt eine am letzten Donnerstag (15.8.2013) in Ägypten zerstörte christliche Kirche aus:

    http://media.washtimes.com/media/image/2013/08/20/8_202013_egypt1258201_s640x1044.jpg?1cc882842ce1e96df2ab85801275096fbe9886ac


    Text dazu:
    The Evangelical Church of Malawi was ransacked, looted and burned Thursday as supporters of ousted Egyptian President Mohammed Morsi took out their anger at Coptic Christians. (Associated Press)

    Dieser Artikel e. israelischen Zeitung bezieht sich auf die gleiche Kirchenzerstörung:

    http://www.timesofisrael.com/egyptian-churches-face-surge-in-islamist-attacks/

  12. cmh (kein Partner)
    21. August 2013 09:45

    "...Touristen in ein Land mit sensationeller Geschichte zu bringen..." ????

    Was sollten das denn für Touristen sein? Die Horden bierdurstiger Unterschichtler, die an ihnen nichtssagenden Monumenten unbekannter Geschichte vorbeigetrieben werden? Ehrlich?

    Oder doch die Taucher, die sich die Malediven nicht leisten können?

    Und vor allem die dann in der Heimat zurückgekehrt für die Meinung der Medien zur "Arabovolution" nachbeten und die Muslimbrüder klass finden, weil die mit dem Handy umgehen können?

    Lernen Sie Geschichte kann man da nur sagen. Allerdings werden die letzten 60 Jahre dafür nicht reichen. Nur ein Tipp: Ägypten war unter den Römern immer schon für seine periodischen Unruhen bekannt, war aber Kornlieferant für die Metropolen. Senatoren durften nur mit Erlaubnis des Kaisers Agyptischen Boden betreten. Man erinnert sich: Caesar, Cleopatra, Antonius ...

  13. Der Realist (kein Partner)
    21. August 2013 08:34

    Wenn Herr Unterberger allen Europäern schamvolles Schweigen empfiehlt, gehe ich davon aus, dass er in erster Linie die Meinungsmacher, die "Intellektuellen", all die "Experten" und natürlich die Regierenden anspricht. Mubarak wurde 30 Jahre lang von westlichen Politikern hofiert, bevor er über Nacht zum Diktator mutierte. Ob das Scheinheiligkeit, Ahnungslosigkeit oder schlicht Naivität ist, ein Spiegelbild der heutigen "Elite" auf europäischer Ebene ist es allemal.
    Und dass Spindelegger nicht unbedingt sattelfest ist, zeigen schon seine Unsicherheit und seine Schnitzer im Wahlkampf. Wer gegen ein politisches Leichtgewicht wie das Faymandl chancenlos ist, sollte sich als Chef einer Partei die den Kanzleranspruch stellt, selbst in Frage stellen.
    Vielleicht sollte der Herr Außenminister, der ja schon Transportflugzeuge zur Heimholung der österreichischen Abenteurer in Ägypten bereitstellen ließ, jenen, die da so trotzig verkünden "wir fliegen trotzdem", klar mitteilen, dass sie von staatlicher Seite keine Hilfe zu erwarten haben. Diese Vollkoffer sind im Ernstfall nämlich jene, die am lautesten um Hilfe winseln und dann in Schwechat schwer traumatisiert vor den Kameras ihren Angehörigen schluchzend in die Arme fallen.

  14. Anton Volpini
    20. August 2013 19:33

    Im ORF gab es einen runden Tisch zum Thema "Arabischer Frühling"
    Als Diskutant war unter anderem Dr. Andreas Unterberger geladen. Er und Hr. Brettschneider warnten vor den Folgen durch Bürgerkrieg und Flüchtlingswellen, doch wurde das in der Diskussion heruntergespielt. Der ORF hat mit seiner manipulativen Art sogar versucht, diese Sichtweise ins Lächerliche zu ziehen.

    Jetzt haben wir beides, bürgerkriegsähnliche Zustände in Ägypten und Flüchtlingswellen, die die Südküste Europas überfordern.

    Wir in Europa verstehen die arabischen Intentionen nicht! Wir sollten uns da raushalten! Und Hr. Spindelegger hat seine Kompetenz in dieser Frage bereits in dem Moment abgegeben, als er bei seinem Ägyptenbesuch die Warnungen des Großmuftis der al-Aqsa-Moschee in den Wind geschlagen hat, das Saudi Arabische Islamzentrum in Wien nicht zu bauen. Damit hat er den Konflikt nach Österreich getragen!

    • cmh (kein Partner)
      21. August 2013 09:49

      Sehen Sie es doch positiv:

      Wir brauchen nicht in den Nahen Osten zu fahren, um uns für unsere KUltur und Lebensweise schlagen zu können und ohrfeigen lassen zu müssen.

      NB: Gibt es eigentlich noch dieses Gesetz, das es Österreichern verbietet für eine ausländischen Macht zu kämpfen und dies mit der Aberkennung der Staatsbürgerschaft bestraft?

      Wenn nicht sollte man es schnell (wieder)einführen.

    • F.V. (kein Partner)
      21. August 2013 10:37

      Verehrter Herr Volpini,

      wahrscheinlich haben wir in Österreich keine wirklich zutreffende Vorstellung bzw. Beurteilung der Vorgänge im "arabischen Frühling" und Ägypten. Warum sollte eine Diskussionsrunde im ORF das ändern?

      Warum sollten die Berichte in den Medien hier hilfreich sein, zu wahren Eindrücken zu kommen? Sie manipulieren doch immer und bei jedem Thema. D.h. es ist nicht offensichtlich wer die christlichen Kirchen plündert und abfackelt.

      Wenn die laizistische Regierung den Aufstand mit scharfer Munition bekämpft und sie Hunderte Tote in Kauf nimmt, wohl wissend, daß dies im Ausland zu den üblichen humanitären Scheinheiligkeiten führt, dann darf man doch fragen, warum sie ein paar abzählbare Objekte nicht schützt.

      Etwas tun oder etwas geschehen lassen liegt nahe beisammen. Und die Methode der "false flag"-Operationen zählen heute zu den Fingerübungen Mächtiger, wenn sie damit Emotionen in eine bestimmte Richtung lenken wollen.

      On Spindelegger sich hervortun sollte oder nicht kann man diskutieren. Da er sonst ja auch ein stilles Wasser ist, wäre es ihm besser angestanden auch diesmal zu schweigen. Allerdings ist die Idee den Streitparteien die Mittel zu entziehen nicht falsch. Selbst wenn Saudi Arabien sie doppelt und dreifach ersetzt, so wird für uns wenigstens sichtbar, wer hier welche Fäden zieht.

      Der auch schon vernommene Vorschlag sich an den USA oder Israel zu orientieren ist nichts weiter, als Partei zu ergreifen - und zwar fast sicher auf der falschen Seite.

    • Anton Volpini
      21. August 2013 19:12

      Das ist alles richtig F.V. und doch geht es am wesentlichsten Punkt vorbei.

      Besagter Großmufti hat mit Papst Johannes Paul II einen Pakt geschlossen, der besagt, daß im Namen Gottes kein Unfriede unter den Menschen entfacht werden soll.
      Wenn der Großmufti den Hrn. Spindelegger warnt, dann hat er diese Warnung ernst zu nehmen!

      Jetzt werden Sie mit Recht entgegenhalten, die gelebte Realität spricht eine deutlich andere Sprache. Doch müssen wir Christen dem insofern Rechnung tragen, als für uns der Bibelspruch gilt, daß wir eben die andere Backe hinhalten, während die Alttestamentarier (und dazu zähle ich auch die Islamisten) noch die Auseinandersetzung von Zahn um Zahn hochhalten.
      Wenn man ein Betroffener dieser Auseinandersetzung ist, so ist das wenig Trost, doch ist nicht gerade deswegen das Christentum so weltumspannend stark geworden?

      Aber natürlich, wenns ums leibliche Wohl meiner Frau und Kinder geht, dann werd ich auch kämpfen, auch mit der Waffe!

    • F.V. (kein Partner)
      21. August 2013 19:31

      Verehrter Herr Volpini,

      Sie haben natürlich auch recht. Ich habe den letzten Absatz sozusagen überlesen und mein Einwand bezog sich mehr auf die allgemeine Lage und deren Unbekanntheit.

      Die "situative" Auslegung von Absprachen durch Spi ist freilich unverzeihlich, wobei das Zentrum in Wien noch das kleinere Übel ist, als der Vertrauensbruch gegenüber dem Großmufti.

      Sie werden bemerkt haben, daß über die Romig´sche Buchbesprechung eine fast theologisch-philosohische Debatte entstand, die eigentlich den Kern der Politik beträfe - aber von denen die´s angeht nicht verstanden wird. - Sehr bedauerlich.

    • Anton Volpini
      21. August 2013 20:48

      Wer hat schon recht, geschätzter F.V.?
      Die Joachim Fernaus, so es sie in der Zukunft überhaupt noch gibt, werden in ein paar Jahrhunderten darüber urteilen.

      Ich beobachte die Auseinandersetzung zwischen dem Islam und uns Christen mit sehr, sehr großer Sorge. Auch wenn es heißt, daß das Geld die Welt regiert, so tritt diese Triebfeder weit hinter diesen Vulkan blinder Zerstörungswut zurück.

  15. Konrad Loräntz
    20. August 2013 17:58

    Wieviele Touristen braucht man um 88 Millionen Ägyptern Brot und Arbeit zu geben ?

    1950: 21.2 Mio. Einwohner
    2013: 88.3 Mio. Einwohner

    Die 100 Millionen werden´s 2022/23 schaffen.
    (http://www.data360.org/dsg.aspx?Data_Set_Group_Id=205 )

    Einfach ausgedrückt: Fünffache Bevölkerung in 75 Jahren - also innerhalb eines durchschnittliche Menschenlebens.
    Ein wahrlich fruchtbares Land an den Ufern des Nils.
    Da kommen die Probleme von ganz alleine (und unsere Asylindustrie kann sich schon die Hände reiben).

  16. schreyvogel
    20. August 2013 16:11

    Was für ein Problem haben Sie eigentlich, Herr Spindelegger?

    Sie brauchen doch nur in Jerusalem nachfragen, welches Verhalten gewünscht wird!
    Auch von US-Seite bekommen Sie doch zweifellos entsprechende Winke.

    Oder sind Sie am Ende gar ein Antisemit? Einer der antiisraelische Terroristen ("Palästinenser") unterstützt?

    Leiten Sie dringendst eine außenpolitische Wende ein. Anders werden Sie Herrn A.U. nie gefallen (mir schon, aber das ist bedeutungslos).

  17. M.S.
    20. August 2013 15:59

    "Spindelegger stellt sich jetzt demonstrativ und zu hundert Prozent an die Seite jener Bürgerkriegspartei, die in den letzten zwei Wochen viele Dutzende christliche Kirchen abgefackelt hat."

    In dieser Sache ist Spindelegger offenbar Bruder im Geiste mit dem Herrn Kardinal, der es nicht der Mühe wert findet auch nur mit einem Wort die entsetzlichen Verfolgungen und Ermordungen der Kopten und die Zerstörung ihrer Kirchen zu verurteilen, aber sich anderseits als Wahlhelfer der SPÖ betätigt, indem er sich gemeinsam mit dem Bundeskanzler im ORF, der ebenfalls die Christenverfolgungen in Ägypten in den Nachrichtensendungen beharrlich verschweigt, über ein Wahlplakat der FPÖ ereifert.

    • Riese35
      20. August 2013 16:44

      Wer ist der Nächste? Offenbar der (Schein-)Asylant, Türke, Muslim etc., der einerseits wegen der hohen Sozialleistungen und andererseits wegen der Verbreitung des Islam nach Österreich kommt, kein Interesse zur Integration zeigt, hier eine Parallelgesellschaft aufbaut, dessen Kinder in den Schulen nur Desinteresse zeigen, etc..

      Ich bitte diese Aufzählung jetzt nicht zu verallgemeinern, denn es gibt auch echte Asylanten und integrationswillige Türken und Muslime. Wenn das aber auf eine überwiegende Mehrheit zuträfe, wozu bräuchten wir dann bei uns so viele türkische Aufschriften? Die "Vielzahl" der türksichen Touristen, die im Urlaub für ein oder zwei Wochen nach Österreich kommen, um hier die Sehenswürdigkeiten zu besuchen, wird kaum der Grund sein. Wozu braucht man in den Arbeiter- und Randbezirken Wiens türkische Lebensmittelgeschäfte, die ihre Waren nur in türkischer Sprache anschreiben? Sind dort die Sehenswürdigkeiten situiert, die die "Massen" an türkischen Touristen anziehen und deretwegen man die Waren wie sonst nur in Touristenzentren in türkischer Sprache anschreibt? Wenn dem nicht so ist, dann bleibt mir nur eine Erklärung: Integrationsunwilligkeit.

      Wenn wir jetzt z.B. in einer Schulklasse 60% Kinder haben, die und deren Eltern kaum Interesse an der deutschen Sprache haben und die keinen Willen zur Integration zeigen, und dann der Lehrer die 40% Österreicher vernachlässigen muß, was ist dann Nächstenliebe? Setzt Nächstenliebe nicht auch voraus, daß der Nächste, wer immer das auch ist, Bereitschaft zeigt, die Vorgaben anzunehmen und sich in eine Gesellschft einzuordnen, und nicht diese zu unterwandern? Jeder, der dazu bereit ist, ist herzlich willkommen, egal woher er kommt. Einem Kind, das man lieb hat, kann man auch nicht alles angehen lassen, sondern man wird es manchmal zurechtweisen und nein sagen müssen. Auch das ist Liebe. Zurück zum Beispiel der Schulklasse: wer ist eher der Nächste, die willigen oder die unwilligen Kinder? Diejenigen, die sich in unsere Gesellschaft integrieren und leistungswillig sind, oder diejeneigen, die hier eine Parallelgesellschaft aufbauen wollen?

    • Brigitte Imb
      20. August 2013 17:31

      Zur Erinnerung, wie die Islamisten mit Christen verfahren. Sie machen auch nicht Halt vor Schulen, Nonnen und Kindern.

      http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1442618/Schwarzes-X-als-Fanal-fuer-islamistischen-Mob?_vl_backlink=/home/politik/1423546/index.do&direct=1423546

    • M.S.
      20. August 2013 18:13

      @Brigitte Imb

      Und zu solchen Exzessen schweigen ORF, Schönborn, Küberl, SPÖ, Grüne und ÖVP!
      Das ist ein Skandal! Im deutschen Fernsehen wurde darüber in jeder Nachrichtensendung berichtet!

    • Zraxl (kein Partner)
    • cmh (kein Partner)
      21. August 2013 10:04

      Was soll die Aufregung? Es kann sich dabei nur darum handeln, dies aus eigenem Verschulden nicht gewusst zu haben.

      Z.B.

      Die osmanischen Sultane, wurden alle mit Sklavinnen gezeugt.
      Die Janitscharen waren Staatssklaven.
      Die Mamluken in Agypten waren ebenfalls Militärsklaven.
      Die Negersklaven der USA wurden ausschließlich von Mohamedanern gejagt und erbeutet.

      usw.

      NB: Und da gibt es doch tatsächlich so hirnamputierte Nebenbeinochchristen, die sich nicht entblöden, in der Nähe des Islam von "Nächstenliebe" zu faseln. Dieses Konzept ist für muslimische Hirne ungeeignet.

  18. Brigitte Imb
    20. August 2013 15:29

    Für mich pers. ist nicht ganz einzusehen, warum die EU Finanzhilfen an alle möglichen Länder außerhalb des Kontinents verteilt. Wir brauchen in Europa ohnehin jeden Cent, das 3. Griechenpaket wird verlangt. Was für eine Farce!

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/griechenland/schuldenkrise-schaeuble-griechenland-braucht-drittes-hilfsprogramm-12539525.html

  19. Obrist
    20. August 2013 15:12

    Während unsere Systemvertreter über ihre manipulierten Medien, Rundfunk und Staatsanwaltschaft nichts unversucht lassen, in der Bevölkerung die Angst vor einem fiktiven rechten Gespenst aufzubauen, ignoriert man die häßliche Fratze des Islamismus, der wie eine Krebsgeschwulst die Welt infiltriert. Die Schmerzen werden erst im (zu) fortgeschrittenen Stadium auftreten, - aber dann wird keine auch noch so radikale Therapie mehr helfen.
    Ein Dekan der Attatürk Universität in Ankara hat mich schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es keinen gemäßigten Islamismus gibt, sondern die Maske der Mässigung sehr schnell abgenommen wird, wenn man die Gesellschaft entsprechend durchdrungen hat, was sich gottseidank in Ägypten gerade (noch) nicht ausgegangen ist.
    Schön langsam müsste auch der Einfältigste erkennen, dass gerade an Europas Grenze eine solche maligne Transformation stattfindet und der politische Druck auf die Türkei zur Bewahrung des Laizismus massiv erhöht gehört.
    Die Europäische (oder besser westliche) Hoffnung, durch Unterstützung radikaler Elemente den Terror vom eigenen Land fernzuhalten, ist nicht nur fahrlässig naiv, sodern ein Ritt auf einer Bombe, die garantiert hochgeht.

    • terbuan
      20. August 2013 15:31

      @Obrist

      Und so wird auf der linksverseuchten "Wikipedia" Seite die Muslimbruderschaft verharmlost:`

      "Heute wird die Muslimbruderschaft von einigen Beobachtern als vergleichsweise moderate und entradikalisierte politische und soziale Formation angesehen. Sie ist eine konservativ-islamische Organisation. Manchen Analysten zufolge lehnt sie Gewalt und den „globalen Dschihad“ ab und befindet sich in einem Prozess der Entideologisierung"......

      Es ist ja nur ein harmloser Geselligkeits- und Sozialverein zur Unterstützung in Not geratener Muslime, ähnlich unserer Caritas!

    • Cotopaxi
      20. August 2013 15:55

      Na ja, unsere sogenannte Caritas sehen ich mittlerweile nicht mehr als harmlosen Sozialverein an. Die könnte ein getarnter Ableger der Muselmanen-Bruderschaft sein.

    • Gandalf
      20. August 2013 16:33

      @Cotopaxi:
      ..und die evangelische Diakonie einer der Hamas.

    • terbuan
      20. August 2013 17:35

      @Cotopaxi

      Beim letzten Satz hatte ich vergessen *Ironie aus* ;-)

  20. Riese35
    20. August 2013 14:52

    Ist die Lage in Österreich wesentlich anders? Vielleicht. Viel deutet aber darauf hin, daß wir uns auf einem ähnlichen Weg mit ähnlichem Ziel befinden, auch wenn auf Grund der sehr unterschiedlichen Ausgangspunkte wir - noch - anderswo stehen.

    Man lese z.B. einmal den Standard online. Hier ein Bericht, der einem das Schaudern lehrt:

    http://www.kreuz-net.at/index.php?id=262

    Steht nicht an der Spitze der Justiz eine schwarze Justizministerin? Ist nicht Spindelegger deren Parteiobman und Vizekanzler?

    Andere, die es gewagt hatten, viel harmlosere Äußerungen über Muhammad oder den Islam von sich zu geben, haben auf Grund des Verhetzungsparagraphen Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen und wurden von Gerichten verurteilt. Wo bleiben die Ermittlungen und die Verfolgung jener, die bei uns öffentlich wie in den Leserkommentaren des Online-Standards zum Mord an Christen aufrufen?

    Herr Vizekanzler, bitte erklären Sie uns die Position der ÖVP dazu! Kostet Sie und Ihre Justizministerin das kein Wimpernzucken, wenn hierzulande öffentlich zum Mord an Christen aufgerufen wird?

  21. Dr. Otto Ludwig Ortner
    20. August 2013 14:41

    Schon bei Ausbruch des "arabischen Frühlings" konnte man erkennen, daß Kreisky's Rqt and die österreichischen Journalisten "lernen Sie Geschichte!" in den Wind geschlagen wurde. Denn sonst wüßten Sie aus vielen Beispielen, daß ein bewaffneter Volksaufstand - in allen Strafgesetzbüchern als 'Landfriedensbruch' unter die schwersten (historisch Todes-) strafen gestellt, noch nie und nirgends einen demokratischen Rechtsstaat gegründet hätte. Damit negiere ich nicht das -puritanische - Aufstandsrecht - doch ich binde es an die gleichen Kriterien, wie die gerechte Notwehr: Die verhältnismäßig gewaltsame Abwehr eines unmittelbaren Angriffs auf die notwehrfähigen Güter Leben, Freiheit - und wohl sehr verhältnismäßig - Eigentum. Da oberste Pflicht der Regierung die Erhaltung des inneren und äußeren Friedens ist, kann man wohl die Verantwortlichen nicht kriminalisieren, wenn sie den "bewaffneten Volksaufstand" niederkämpfen. Ein ägyptisches Rußland oder China wäre unser aller Ende. Regelmäßig folgt dem Sieg der Straße =der "erfolgreichen Revolution" ein Massenelend, und in der Folge Angriffskriege gegen die nicht verlendeten Nachbarländer. Damit spielt sich das Miiltär in den Vordergrund, mit dem Ende einer Militärdiktatur und Kriege bis zur völligen Erschöpfung des militärischen Potentials des revolutionären Staates.Hätten die Journalisten "Geschichte gelernt" - wie Ihnen Kreisky riet, hätten sie den arabischen Frühling als extrem gefährlich erkannt. Natürlich kenne ich nicht das Friedensrezept, doch bei einem Bürgerkrieg, dessen eine Partei zum Martyrium bereit ist, und die andere nur zu einem bequemen Leben, ist der Ausgang vorhersehbar. Und eine im Bürgerkrieg gefangene Bevölkerung - die diesen mit großer Mehrheit weder wollte noch will - durch Entziehung der materiellen Ressourcen (Brot für 80 Mio) zum Verständigungsfrieden zu zwingen, ist dieses Rezept gewiß nicht. Mein Rezept habe ich in "Böhmisches Manifest" S. 25 veröffentlicht: Nur der Friede Jesu Christi mit der Entschlossenheitnur das höchstpersönlich eigene Blut zu vergießen, kann den Frieden bringen.

    • cmh (kein Partner)
      21. August 2013 10:07

      Man muss nur Ihren Weihrauch abziehen lassen, und dann bin ich ganz bei Ihnen.

  22. terbuan
    20. August 2013 14:14

    Auf der Suche nach einem Film, in dem Louis de Funès einen Clown spielt, der mit einem Politiker verwechselt wird (...aber das ist doch der Herr Außenminister!), ich glaube es war Brust oder Keule (L’aile ou la cuisse), bin ich auf eine treffende Charakterisierung unseres Spindis durch Franz Schellhorn gestossen:

    "Weder Auffälligkeit noch Originalität lassen sich bei diesem Parteisoldaten erkennen. Vom Typus her erscheint Spindelegger ganz wie der Biedermann aus Hinterbrühl.
    Zumindest bisher. Im aktuellen Wahlkampf versucht er dieses Image loszuwerden und macht den Draufgänger. In den vergangenen Wochen mimt er zusehends den aufgestachelten Stichler vom Dienst. In dieser inszenierten Pose wirkt er anders als Jörg Haider, H.-C. Strache oder Frank Stronach wenig authentisch – eher wie ein gut trainierter Prüfling, dem man die Aufgabe gestellt hat, den Macher rauszulassen und die Sager gleich dazu. Gelegentlich gleicht das auch einer Persiflage wider Willen."

    Na dann, liebe ÖVP, weitermachen, was haben wir doch für ein Glück mit unseren Spitzenpolitikern!

  23. Peter R Dietl
    20. August 2013 13:59

    Die von Herrn Unterberger im ersten Abschnitt des AU-Tagebuchs genannten Möglichkeiten passen - so fürchte ich - ausnahmslos. Doch Anblick und Gebaren beleuchten wohl den letzten Satz als besonders zutreffend.

  24. Rosi
    20. August 2013 10:33

    Das ist wieder ein Tagebucheintrag zum richtigen Zeitpunkt! Das darf doch nicht wahr sein, daß ein gewählter Vertreter des österreichischen Volkes derart handelt!

    Wobei als Detail am Rande halt schon sehr seltsam ist, weshalb die EU den Ägyptern derart viel Geld zahlt. Aber jetzt ist sicher nicht der richtige Zeitpunkt, um das zu stoppen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen

    • cmh (kein Partner)
      21. August 2013 14:12

      Und jetzt frage ich mich doch, was zu dieser Sache die folgenden Personen denken:

      Michaela Steinacker
      Sebastian Kurz
      Angelika Winzig

      und vor allem

      Asdin El Habbassi.

      Von letzterem würde ich mir ein Statement erwarten. Vielleicht wenn er am Freitag aus seiner Moschee kommt.

  25. Wolfgang Bauer
    20. August 2013 10:08

    Lesen Sie "Die Stunde der Dilettanten" von Thomas Rietzschel.

  26. perseus
    20. August 2013 09:52

    Spindelegger – der Mann ist fehl am Platz und er wird die Rechnung präsentiert bekommen und mit ihm wir alle, die wir uns weitere 5 Jahre mit einer linken Regierung abfinden werden müssen nach der Wahl im September:

    • Er steigt mit traumwandlerischer Sicherheit in jedes sich anbietende Fettnäpfchen

    • Er tut als ÖAAB-Mann so, als würde ihm die Wirtschaft ein Anliegen sein, dabei steht er mitten drin im gutmenschlich/ linken Mainstream und man merkt, dass seine Ansagen zur „Entfesselung“ der Wirtschaft nicht ehrlich gemeint sind – schon die Formulierung ist irgendwie merkwürdig

    • Er lässt sich widerstandslos von der Arbeiterkammer dafür loben, dass er in der nächsten Legislaturperiode keine Privatisierungen anstrebt

    • Seine „Außenpolitik“ ist weder „Politik“ noch nach „außen“ gerichtet. Sie richtet sich nach der scheinbaren Notwendigkeit das Wahlk (r)ampfs der ÖVP, sie ist daher wie ein Fähnchen im Wind und richtet sich nach innen an die Wähler, die ihn bei der Nationalratswahl wählen sollen; so war das mit der Golan-Entscheidung und so ist es mit Ägypten; so hat Österreich nach außen keine Linie, das ist peinlich.

    Spindelegger vertritt keine Werte, daher weiß niemand wo und wofür er steht, man spürt das einfach bei allem, was er sagt, tut und fordert; er ist halbherzig – so wie die Wahlplakate der ÖVP; nichtssagend; genau das Gegenteil wäre nötig – nämlich ein klarer Standpunkt!!!

    • Riese35
      20. August 2013 14:56

      Spindelegger ist Prölls Pfeifendeckel. Die wahre Macht der scharzen Reichshälfte geht von Pröll aus. Spindelegger hat nichts zu reden.

    • Greunz
      21. August 2013 15:53

      Danke für diesen Kommentar!
      Die Fernsteuerung für Spindelegger liegt in Radlbrunn!

  27. Markus Theiner
    20. August 2013 09:40

    Österreich stellt hier die Demokratie über alles. Das in Wahlen an die Macht gekommene Regime wird unterstützt, das an die Macht geputschte Regime nicht. Wie die Regierung sich jeweils verhält ist dabei bedeutungslos, das ist ja Sache der Wähler.
    Diese Position ist aber aus mehreren Gründen inkonsequent.
    Einerseits weil wir uns ja sonst bei jeder Gelegenheit für das Wohlergehen und die Menschenrechte der ganzen Weltbevölkerung zuständig fühlen, und daher vielleicht auch in der Außenpolitik die Einhaltung von Menschenrechten irgendwie berücksichtigen sollte.
    Andererseits aber auch, weil Österreich selbst im Inland der Demokratie diesen überragenden Stellenwert nicht gibt. Hier verbietet man Meinungen und Parteien, wenn man sie für zu menschenverachtend hält. Was natürlich eine Einschränkung der Demokratie ist.

  28. Politicus1
    20. August 2013 09:16

    Sehr gut formuliert "revolutionsgeile Medien"!
    Besonders im ORF scheint es eine neue Schwerpunktaufgabe zu sein, wo immer sich Widerstand gegen eine Regierung rührt, sofort einen Sonderkorrespondenten vor Ort mit aufgeregter Stimme berichten zu lassen.

    Bei den Ereignissen in Ägypten warte ich auch auf Wort unserer christlichen Kirchenoberen. Wo bleibt der Aufruf zu einem Protestmarsch, zu einer Gebetsstunde zur Unterstützung der zahllos gemordeten koptischen Christen?
    Die große Zahl niedergebrannter Kirchen in Ägypten wird nicht einmal ignoriert - ist ja auch kein Wunder, wenn es nach Monaten noch immer nicht gelungen ist, den/die Brandstifter in den drei Kirchen in Amstetten zu eruieren (oder ist da der Deckel der Schweigsamkeit verordnet worden?) ...

  29. Josef Maierhofer
    20. August 2013 09:03

    Spindelegger vertritt keine österreichische Außenpolitik, sondern die Außenpolitik des Mediendiktates.

    Er selbst hat kein Rückgrat und meint, es allen recht machen zu müssen, insbesondere im 'Wahlk(r)ampf'.

    Ägypten hatte immer schon ein stark involviertes Heer und das zarte Demokratiepflänzchen kann dort auch nur vom Heer geschützt werden.

    Bezüglich Bürgerkrieg brauchen wir bei uns nur noch warten, bis die Sozialhilfe zusammenbricht, dann haben wir das Gleiche hier. Bloß Heer haben wir keines mehr, hatten wir aber einmal.

    • omi (kein Partner)
      21. August 2013 08:49

      Josef Maierhofer
      Bezüglich Bürgerkrieg brauchen wir bei uns nur noch warten, bis die Sozialhilfe zusammenbricht, dann haben wir das Gleiche hier. Bloß Heer haben wir keines mehr, hatten wir aber einmal.

      > Sie haben die Zusammenhänge erkannt, denn genau das ist es was unsere Volkszertreter bzw. die Mächte im Hintergrund geplant haben. Es ist kein Zufall, dass grade in Europa die radikalsten Elemente besonderen Schutz erhalten. Man baut hier Krisenherde auf. Man erinnere sich an Jugoslawien.
      Sämtliche Kriege wurden und werden inszeniert um us-freundliche Politiker an die Macht zu bringen. Und sollte die an die Macht gehievte Marionette nicht so spuren wie es die USA (GB, Israel, FR) vorgibt, so wird er durch Propaganda als 2. Hitler dargestellt und die dortige Bevölkerung muss mit Bomben und Granaten (heute radioaktiv) gerettet werden. Es wird nicht mehr lange dauern und Putin sowie Orban werden als die neuen Hitler's bezeichnet. Dann werden die nächsten (erfundenen) Gräulgeschichten von den Medien verbreitet werden um die dortige Bevölkerung von ihren Diktatoren befreit zu werden. Ach , wie schnell sich die Geschichte wiederholt !!
      Ja und erinnere man sich daran, als die österr. Bevölkerung nicht so wählte wie von den Mächten erwünscht. Sanktionen - angezettelt von den eigenen Politikern! Aber auch daür hatte man schon Vorsorge getroffen, indem man die damalige FPÖ schon infiltriert hatte. Und dieselben Personen sind jetzt zu Stronach gewechselt. Was für ein Zufall aber auch.
      Man muss sich nur das Gesamtbild ansehen .....

  30. Tullius Augustus
    20. August 2013 08:25

    Herr Außenminister Spindelegger, als Vorsitzender einer Christlich-Demomkratischen Partei bitte lesen was mit den Christen in Ägypten passiert:

    Christianity under attack as violence sweeps through Egypt (19.8.2013)

    Dozens of churches and monasteries have been burned and attacked, a Virgin Mary statue decapitated and several Christians killed in the past few days of unrest in Egypt.

    The violence against Christians has been the underbelly to the ongoing public clash between Muslim Brotherhood supporters and interim government and security forces. ....

    Link: http://www.washingtontimes.com/news/2013/aug/19/christianity-under-attack-violence-sweeps-through -/

    • Tullius Augustus
    • Tullius Augustus
      20. August 2013 08:43

      Ganzer Artikel, da sich der Link nicht korrekt einfügen lässt:

      Christianity under attack as violence sweeps through Egypt
      By Cheryl K. Chumley (August 19, 2013, Washington Times)

      Dozens of churches and monasteries have been burned and attacked, a Virgin Mary statue decapitated and several Christians killed in the past few days of unrest in Egypt.

      The violence against Christians has been the underbelly to the ongoing public clash between Muslim Brotherhood supporters and interim government and security forces.

      The Associated Press reported that dozens of Christian churches have been hit with Molotov cocktails since Wednesday, when government security officials disbanded a couple of high-profile sit-ins staged by Muslim Brotherhood members who are supporting ousted former President Mohammed Morsi.

      Israeli newspapers reported about 80 churches and Christian places of worship have been attacked. Sunday Mass was cancelled in the town of Minya for the first time in 1,600 years, the Blaze reported.

      Christian businesses and homes in the town are facing similar dire circumstances. One Christian resident told an AP reporter that Islamists “painted a red X on Muslim stores and a black X on Christian stores [and] you can be sure that the ones with a red X are intact” compared to the destroyed facilities marked with black paint.

      A video on YouTube shows Minyan men greeting each other with handshakes and smiles while a Christian church burns in the background. And in the same region, Islamists forced three nuns to parade through the streets like “prisoners of war,” AP reported.

      Two other women at the same school as the nuns were “sexually harassed and abused as they fought their way through a mob,” AP reported.

      Others of Christian faith have been killed, “including a taxi driver who strayed into a protest by Morsi supporters in Alexandria, and another man who was shot to death by Islamists in the southern province of Sohag,” a security official who requested anonymity told AP.

      A Twitter user described the taxi attack: “Animal! RT @Jahbalon #MB Morsi supporters killed a taxi driver who had a Christian cross on his dashboard #Egypt.” Another Twitter poster put up a picture of a Catholic Church at Mallawi, depicting a Virgin Mary statue with the head cut off.

      Christian Science Monitor reports that attacks on those of Christian faith aren’t likely to subside any time soon. One correspondent for the news outlet wrote from the village of Al Nazla that Islamists have been spreading rumors that Christians were to blame for the county’s protests that led to the July 3 coup and ouster of Mr. Morsi. [Ende]

  31. terbuan
    20. August 2013 08:15

    Nur bedingt O.T.
    Auf dem Weg von der Meinungs- zur Gewaltdiktatur!

    Snowden-Papiere: Britische Regierung zwingt Guardian, Computer zu zerstören

    "Der britische "Guardian" wurde nach der Veröffentlichung der Snowden-Papiere gezwungen, Computer im Beisein von Regierungs-Vertretern zu zerstören. Diese glaubten allen Ernstes, dass damit die Dokumente vernichtet worden seien. Die Zeitung kündigte an, weiter zu berichten. Noch befände man sich nicht in einer Diktatur.....

    .....Der Chefredakteur des Guardian, Alan Rusbridger, berichtet, dass vor einem Monat britische Offizielle in der Redaktion aufgetaucht seien und die Herausgabe der Dokumente von Edward Snowden verlangt hätten. Sie hätten gesagt: „Ich habt euren Spaß gehabt, jetzt wollen wir das Zeug haben.“ Nach mehreren Drohungen gingen die Redakteure mit den Regierungsbeamten in den Keller des Verlagsgebäudes, wo vor den Augen der Beamten mehrere Computer vernichtet werden mussten. Die Regierungsvertreter waren der Meinung, dass damit die Dokumente, die Snowden an den Guardian weitergereicht hatte, vernichtet worden seien: „Nun können wir die schwarzen Hubschrauber wieder abblasen“, soll einer der Beamten gesagt haben.

    Die Schergen von Davin Cameron können offenbar nicht zwischen Hardware und Software unterscheiden. Sie haben, wie Rusbridger schreibt, keine Ahnung von der digitalen Welt....."

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/20/snowden-papiere-britische-regierung-zwingt-guardian-computer-zu-zerstoeren/

  32. dssm
    20. August 2013 08:14

    Wer zu dumm und ungebildet ist um mit eigenem Denken voranzukommen, also auch öfter als nur einmal richtig zu liegen, der braucht eine Ideologie.
    Im gegenständlichen Fall hat unser Herr Aussenminister offensichtlich keine Ahnung was da vor sich geht und wie er regieren könnte; er hat Angst, weil ihm Wissen und Können fehlen, weil die eigene Meinung auf tönernen Beinen steht. Also wird fest an einer Ideologie gehangen, egal ob dabei die Welt untergeht.
    Gut für die linken Akademiker in den Amtsstuben, die regieren dann ohne jede Kontrolle durch den gewählten Vertreter – die Demokratie wird in das Absurde getrieben.

  33. Observer
    20. August 2013 07:48

    Spindelegger ist nur am Papier bzw. im Nebenberuf Außenminister. Wenn er in Brüssel zu solchen Themen anwesend ist, dann dreht er sich bei Abstimmungen zuerst um und schließt sich dann der Mehrheit an. Österreichs Außenpolitik wird international gar nicht beachtet, denn eigentlich machen wir gar keine.

  34. brechstange
    20. August 2013 07:45

    Dem Spindelegger sind die Schuhe einfach zu groß.

    Diese Menschen wollen nach irgendwohin ja nicht anecken, könnte ja der Karriere schaden. Aber im Hintergrund graben diese anderen das Wasser ab, siehe Ablösung von Fekter als er von dem wunderbaren ESM-Gouverneursposten hörte.

  35. terbuan
    20. August 2013 07:43

    Der unbedarfte Herr Spindelegger plappert doch nur nach, was ihm die Brüsseler Ochlokraten samt ihren ferngesteuerten Medien vorbeten!

    So beschreibt im Gegesatz dazu die FAZ heute die Stimmung in Ägypten:

    ...."Die vom Militär eingesetzte Übergangsregierung hat sich auf die Vertreter der ausländischen Presse eingeschossen, denn dort wird die Gewalt gegen die Muslimbrüder (deren Botschaften nicht weniger verbohrt und einseitig sind) noch scharf kritisiert. Die Führung hat sich auch in scharfem Ton gegen die Kritik der westlichen Regierungen gestellt und deutlich gemacht, dass sie trotzdem an ihrem harten Kurs gegenüber den Islamisten festhalten werde. Der Zustimmung der Presse kann sie sich sicher sein. Als sich Mustafa Hegazy, ein Berater von Übergangspräsident Adli Mansur, am Wochenende vor die Presse stellte, wurde er von den ägyptischen Journalisten eher mit kritischen Fragen in dem Sinne konfrontiert, warum die Regierung so nachgiebig auf die Einmischungen und Untaten aus dem Westen reagiere. Auch Hegazy ließ es sich nicht nehmen, öffentlich noch einmal seine „Bitterkeit“ über die einseitige Berichterstattung westlicher Medien zum Ausdruck zu bringen, welche die Verbrechen der Muslimbruderschaft und die Morde an den ägyptischen Sicherheitskräften unter den Teppich kehrten....."

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/aegypten-feind-ist-wer-nicht-fuer-sisi-ist-12538431.html

    Und wenn mir dann wer mit Vergleichen zur "Französischen Revolution" daherkommt, dann schrillen bei mir gleich die Alarmglocken, der Wind stinkt von links!

  36. Cotopaxi
    20. August 2013 06:39

    Was macht eigentlich Frau Bandion-Ortner an ihrem sicher gut bezahlten aber wertlosen Arbeitsplatz den ganzen Tag? Ich hoffe, ihre Zuckerkrankheit zwingt sie nicht wieder in wochenlange Krankenstände.

  37. RR Prof. Reinhard Horner
    20. August 2013 02:36

    reinhard.horner@chello.at

    Hat Karl Schwarzenberg nicht bloß an Spindelegger, sondern an der gegenwärtigen österreichischen Außenpolitik insgesamt gar nicht so unzutreffend Kritik geäußert?

    Dass da Reformbedarf besteht sollten wir selbst wissen und empfinden.





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