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Lügen, Triumphe, Heuchelei

Lesezeit: 2:30

Es ist eine der meistverbreiteten Unwahrheiten über die Folgen der Euro-Teilnahme. Deutschland und Österreich hätten über die Steigerung ihrer Exporte in den Euroraum von der Währung enorm profitiert. Sie müssten daher geradezu froh sein über die Verschuldung der Südeuropäer.

Klingt gut, ist aber falsch. Österreich oder Deutschland haben wegen der Qualität ihrer Exportprodukte triumphiert und nicht wegen des Euro. Denn der Anteil des Euro-Raums an den Exporten beider Länder ist seit Euro-Einführung stark zurückgegangen. In den Ländern außerhalb des Euro gibt es hingegen sehr starke Zuwächse. Das sieht man ganz deutlich an Zahlen, die Thilo Sarrazin für Deutschland zusammengetragen hat, aber auch an denen der Statistik Austria.

Österreichische Industriebetriebe, früher meist nur südlich des Mains präsent, aber auch viele KMU bewegen sich heute souverän auf dem Weltmarkt. Auf deutliche rot-weiß-rote Spuren trifft man nicht nur in Mittel- und Osteuropa, sondern von Asien bis Lateinamerika. So habe ich – ein winziges, aber besonders erstaunliches Beispiel – in fünf verschiedenen Hotels in Indien beim Frühstück Marmeladen eines österreichischen Produzenten gefunden. Und zwar nur diese.

Freilich: Zunehmend stoßen Firmen gerade dieser beiden Länder auf von der Politik gebaute Hindernisse für ihre Exporte. Das sind die Antikorruptions-Gesetze. Diese gelten seit einigen Jahren auch dann, wenn es in bestimmten Ländern geradezu unmöglich ist, ohne Schmiergeld (für Politiker, Genehmigungsbürokraten, Zollinspektoren usw.) irgendeinen Handel, irgendeine Investition vorzunehmen.

Die Exporteure versuchen nun mit Hilfe aufwendiger und besonders teurer Konstruktionen, diese Barriere zu umgehen. Dabei werden meist an örtliche Berater oder Anwälte überhöhte Honorare bezahlt. Oder es gibt scheinbar ohne Zusammenhang für etwas anderes besonders günstige Preise. Oder es wird ein „Entwicklungs“-Projekt gefördert.

Aber die Tricks stoßen immer öfter an Grenzen. Das zeigt etwa jetzt der Prozess gegen die Gelddruckerei der Nationalbank wegen – „mutmaßlich“ – überhöhter Provisionen.

Die Antikorruptions-Regeln können jedenfalls nur dann funktionieren, wenn sie in allen exportierenden Ländern wirken. Das ist aber nicht der Fall. Ungarn beispielsweise denkt „im nationalen Interesse“ nicht daran, gegen den Ölkonzern MOL vorzugehen oder deren Chefs auszuliefern, obwohl Kroatien sehr konkret behauptet, dass MOL (ein Erzkonkurrent der OMV) bestochen habe.

Besonders infam verhalten sich die USA. Diese benutzen Korruptionsvorwürfe als Waffe gegen Konkurrenten auf Drittmärkten. Eigene Konzerne werden jedoch geschont. Siemens etwa wurde dadurch in die Knie gezwungen. Es ist daher alles andere als Paranoia, wenn die USA so unglaublich umfassend spionieren. Denn damit können sie ganz leicht in die Geschäftsgeheimnisse der europäischen Konkurrenten eindringen.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 00:53

    Das mir der Wunderwirkung des Euro war doch immer schon Lug und Trug. Österreichische Wirtschaftsbetriebe, wenn sie nur genug Mut und Geschick hatten, haben etwa in den Ost-mitteleuropäischen Staaten schon beste Erfolge eingefahren, als dort noch der Kommunismus herrschte. Und den (soliden Nord-)Euro hatten wir de facto schon lange - fast dreissig Jahre - in Gestalt der nicht paktierten, aber praktizierten Währungsunion mit Deutschland und den Niederlanden. Und heute müssen wir uns fragen: wofür "halten" wir uns einen unendlich teuren, aber vollkommen überflüssigen, ja kontraproduktiven Apparat in Brüssel mit lächerlichen Mickymaus- Politikern und tausenden sonstigen sonstigen Minderleistern?

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 01:02

    1945 haben die USA ungeniert die deutschen Patente gestohlen. Heute haben sie die NSA - und keinerlei schlechtes Gewissen!!!
    Also: Seit 68 Jahren keine moralische Einsicht, kein Unrechtsbewußtsein - eben Siegerjustiz!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormannbar
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 11:34

    Das Erschütternde ist gar nicht, dass wir nach Strich und Faden belogen werden - das wirklich Himmelschreiende ist, dass das über viele, viele Jahre so problemlos und einfach geht. Unsere Zeit als Informationszeitalter zu bezeichnen, ist wahrlich der Witz des Jahrhunderts.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 15:08

    Paßt irgendwie zur Überschrift :

    So funktioniert das jetzt in Kärnten.
    Alle haben mit unterschrieben, aber im Nachhinein wird nur einem einzigen die Verantwortung in die Schuhe geschoben, der sich nicht mehr wehren kann.
    Er hatte keine absolute Mehrheit und war deshalb auf die Zustimmung von Rot und Schwarz angewiesen, die sich jetzt an nichts mehr erinnern wollen, siehe HAA, Seen-Deal u.v.m.
    Das nennt man "faire Vergangenheitsbewältigung", aber dafür ist man wieder am Futtertrog:

    http://www.orf.at/stories/2191315/2191312/

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 22:50

    OT---aber ich vermisse schwer die liebe, immer erfrischende @Laura R. ---und nicht nur die! Wo verstecken sich @Brigitte Imb, @simplicissimus, @Josef Maierhofer, @Johann Scheiber u.v. a.m.???????

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 08:42

    "Für viele Chinesen ist es bizarr, wenn sich Washington weiter als das größte Opfer von Cyberspionage inszeniert"
    Florian Rötzer 11.07.2013 http://www.heise.de/tp/artikel/39/39496/1.html
    In Washington haben sich Vertreter der chinesischen und der US-amerikanischen Regierungen zur fünften Runde des bilateralen Strategischen und Wirtschaftlichen Dialogs (S&ED) getroffen, um die Beziehungen der beiden Länder zu verbessern. Verwunderlich ist nicht, dass US-Vizepräsident Joseph Biden, der zur Eröffnung am gestrigen Mittwoch erneut den Chinesen Wirtschaftsspionage durch Hacken vorwarf, was auch US-Finanzminister Jacob Lew aufgriff, sofort auf Widerstand stieß.
    Die Folgen der Veröffentlichung der NSA Dokumente durch die Whistleblower sind nicht nur in Europa und in Südamerika spürbar, sondern auch in den Beziehungen zwischen China und den USA. Bislang hat die US-Regierung den Chinesen relativ ungehindert vorwerfen können, dass vom Staat unterstützte Hacker immer massiver Wirtschaftsspionage betreiben und in Server eindringen, um geistiges Eigentum zu stehlen. Damit kann die US-Regierung aber nun nicht mehr so leicht landen, schließlich haben die geleakten Geheimdokumente nicht nur das globale Lauschprogramm der NSA offenbart. Bekannt wurde auch, dass die NSA in eine ganze Reihe von Computern nicht nur des chinesischen Militärs, sondern auch von Universitäten, Behörden und Unternehmen eingedrungen ist, also eben just das gemacht, was man seit Jahren China und hier vor allem dem chinesischen Militär vorwirft (Snowden: NSA hackt seit 2009 Internet-Backbones in China und Hongkong). Dazu kommt nun, dass die USA verärgert über China ist, das Snowden aus Hongkong nach Russland ausreisen hat lassen, anstatt ihn in die USA abzuschieben.
    Die chinesische Delegation verwies auf die Veröffentlichung der Geheimdokumente und das daraus hervorgehende Ausmaß des Ausspähens von Universitäten und anderen Institutionen. US-Präsident Obama, der mit Nachdruck die USA als pazifische Macht begreift und daher die militärische und wirtschaftliche Konkurrenz mit China verstärkt, wird es also nach Snowdens Leaken von Dokumenten schwer haben, das für ihn zentrale Thema der Spionage im amerikanischen Sinn durchzusetzen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2013 01:13

    "Besonders infam verhalten sich die USA. Diese benutzen Korruptionsvorwürfe als Waffe gegen Konkurrenten auf Drittmärkten. Eigene Konzerne werden jedoch geschont. Siemens etwa wurde dadurch in die Knie gezwungen. Es ist daher alles andere als Paranoia, wenn die USA so unglaublich umfassend spionieren. Denn damit können sie ganz leicht in die Geschäftsgeheimnisse der europäischen Konkurrenten eindringen."

    Krieg findet nach wie vor mit allem Drum und Dran statt - das internationale Schlachtfeld nennt sich Weltwirtschaft. Besonders wenn es um den Euro geht, kennen die Amerikaner kein Pardon und scheuen vor keinerlei Mittel zum Zweck zurück. Während die EU in der Währungskrise badet, schwimmen US-Konzerne im Geld.
    Im zweiten Quartal sind die Nettogewinne der 500 größten börsennotierten US-Konzerne gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnen die Analysten mit einem Plus von mindestens 20 Prozent auf über eine Billion Dollar. Goldmann Sachs hat seinen Gewinn sogar verdoppelt.

    Die Gewinner dieses Wirtschaftskrieges stehen eindeutig fest, die nicht immer zimperlichen Methoden bewähren sich.

    P.S.: Die Russen setzen eher auf Überläufer mit Insiderwissen. Ed Snowden wird schon noch wertvolle Informationen liefern. Dominique Strauß-Kahn wurde kürzlich engagiert und kann ebenfalls so manches vom Internationalen Währungsfond berichten. Das erspart den Geheimdiensten viel Arbeit

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHerbert Richter
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 11:04

    Die EU ist ein Vertrag a la Versailles um endgultig Kerneuropa zu vernichten, der alternative Morgenthau.
    Jedes Ergebnis dieser Zerstörungsmaschinerie weist doch glasklar auf diese Zielvorgabe hin.
    Islamisierung, Kulturvernichtung, Sprachpolizei, Pigmentisierung, Deindustrialisierung, Inflation, Christenbashing, Geschichtsfälschung, Schweinejournalismus, Bankendiktatur, Diktatur der Minderheiten, Diktat von globalen NGOs, Klimahysterie, Waldsterben, Pharmadiktatur, Politische Korrektheit usw. usw.
    Bis vor wenigen Tagen wäre der Öffentlichkeit auch niemals dies Ausmass der Kontrolle unserer "Freunde und ""Befreier""!!!" gewahr geworden. Und wie's scheint, so sehr kümmert es dem dummen Volke gar nicht - dies ist ja der Grund warum geschieht, was geschieht.


alle Kommentare

  1. Satchell (kein Partner)
    18. Februar 2015 18:23

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  2. Deon (kein Partner)
  3. Melek (kein Partner)
  4. Muhammet (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:51

    Deadly accurate answer. You've hit the bueellys!

  5. Jada (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:06

    I lirltaely jumped out of my chair and danced after reading this!

  6. Sparschwein (kein Partner)
    20. Juli 2013 09:52

    Österreich oder Deutschland haben wegen der Qualität ihrer Exportprodukte triumphiert und nicht wegen des Euro.

    Das ist natürlich eine dreiste Lüge.

    Ich möchte gar nicht die Qualität der deutschen und österreichischen Produkte in Frage stellen, im Gegenteil, ich schätze sie selbst. Nur leisten muss man sie sich können. Und da hilft die Tatsache, dass der Euro aus deutscher Sicht um 30 Prozent unterbewertet ist enorm. Unterberger hat ja angeblich VWL gelesen, da wird er doch wissen, was gesamtwirtschaftliche Leistungsbilanzüberschüsse normalerweise bewirken.

    Warum ist es so schwer zuzugeben, dass beide Seiten recht haben?

  7. BHB (kein Partner)
    19. Juli 2013 20:41

    Wovor hat Dr.Spindelegger Außenminister der Republik Österrich und ÖVP-Chef am meisten Angst?
    Eine TV-Diskussion mit Josef Bucher:
    http://benjaminheinrichblog.blogspot.ch/2013/07/wieso-dr-spindelegger-und-faymann.html

    Vielleicht deswegen:
    Die seit 1987 regierende ÖVP welche immer wieder Bank auf Bank (mit Steuergeldern) rettet, der finanziellen Hilfe von Pleite-Staaten durch ESFS, sowie ESM zugestimmt hat, sowie der Schaffung einer europäischen Republik und Abschaffung des eigenständigen Republik Österreich (durch einen ÖVP-nahen Verein namens "Nova Europa" wo unter anderem NAbg. Gerstl, LAbg. Korosec Mitglieder sind) anstrebt, hat sich längst den Platz für eine Bank redlich verdient, dem auf der Oppositionsbank!"

    Übrigens auch ÖVPler Martin Bartenstein ist ein Bilderberger:
    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/daniel/Bilderberg-Treffen-loest-Polit-Wirbel-aus/854542

  8. Unglaublichkeiten (kein Partner)
    19. Juli 2013 18:07

    Benjamin Freedman - Ein Insider warnt Amerika - Originalaufzeichnung mit deutscher Übersetzung
    Ein Muss für jeden Wissbegierigen der die Wahrheit sucht (1. Weltkrieg):
    http://www.youtube.com/watch?v=1BR0wMndSSI

    • Seppl (kein Partner)
      19. Juli 2013 18:54

      Das ist, als fallen einem die Schuppen von den Augen weg, als würde ein Schleier weggefegt. Jetzt gibt vieles einen Sinn.
      Ein großer Dank gebührt diesem ehrenvollen Mann, der die Welt 1961 schon vor dem 3. Weltkrieg warnte. Es wäre gut, dieses Video zu speichern, denn wer weis wie lange es auf Youtube zu sehen ist.

  9. Unglaublichkeiten (kein Partner)
    19. Juli 2013 17:54

    Die schmutzigen Geschäfte der Briten

    Das britische Königreich wurde groß und mächtig durch Sklaverei, Kolonialismus, Geldgeschäfte, Enteignungen und viele weitere Schandtaten. Um das heutige Vereinigte Königreich verstehen zu können, muss man danach schauen wo es herkommt. Dieser Film zeigt einen kleinen Einblick in den Ursprung. Er hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Die wahre Geschichte ist weit mehr, als die britischen Autoren und das ZDF bereit waren innerhalb von knapp 44 Minuten zu erzählen.

  10. saubere Energie (kein Partner)
    19. Juli 2013 09:31

    Ich beginne mit einem Zitat von Christian Morgenstern
    "Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist. Nicht an der Wahrheit liegt es daher, wenn die Menschen noch so voller Unweisheit sind. Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns. Nur wir stufen uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher. Es gibt keine Geheimnisse an sich, es gibt nur Uneingeweihte aller Grade."

    Die Macht der Pharmamafia
    Auf dem Weg zur Zwangsimpfung und Gleichschaltung der Gedanken

    In einer Zeit des Verbotswahns, der Inquisition, der Zensur und Gedankenkontrolle, der Esoterik, des korrupten globalisierten Krankheitswesens müssen kritische, selbst denkende, sich der Doktrin der Ärztekammern und Regierungsmeinungen widersetzende Ärzte, die ihr verfassungsmäßig verbrieftes Recht der freien Meinungsäußerung beanspruchen, mit dem Entzug der Approbation rechnen. Es wird ihnen die Lizenz zum Heilen und das Recht der freien Berufsausübung, die Therapiefreiheit sowie ihr finanzielles Auskommen mit einem Federstrich verweigert. Regierungen, ja sogar Rechtsprechung und Gleichschaltungsfanatiker an den Marionettenfäden mächtiger Pharmafirmen lassen sich entweder korrumpieren, einschüchtern oder als Soldaten gleichschalten. Es ist bekannt, daß Selbsthilfegruppen von Pharmaerzeugern mit Medikamenten und Geldern für die Bewerbung ihres Produktes gesponsert werden. Also hüten sich frei praktizierende Ärzte, echte Aufklärung zu leisten und lassen sich widerstandslos zensieren. Der einstige Gott in weiß mutierte zum Außendienstler und Kioskverkäufer der Pharmakonglomerate und läßt sich von der WHO und ihren affilierten Staaten gängeln.

    Baxter will kritische Ärzte ruinieren

    Seit einigen Jahren wächst besonders unter niedergelassenen Ärzten Kritik an Impfungen. Jährlich besucht eine größere Zahl von Ärzten impfkritische Symposien.

    Eine sektiererische Selbsthilfegruppe in Österreich, die «SHG Zeckenopfer», hat bei der Österreichischen Ärztekammer verlangt, impfkritische Ärzte aus der Ärzteliste zu streichen. Diese Selbsthilfegruppe wird vom Impfstoffhersteller Baxter gesponsert Quelle: Der Standard

    Gleich gegen mehrere Ärzte, die sich gegenüber Impfungen öffentlich aussprechen, laufen bereits Disziplinarstrafverfahren.

    Dem Arzt Dr. Johann Loibner, engagierter Impfgegner, und zugleich eingetragener, gerichtlicher Sachverständiger für Impfschäden, soll nun wegen seiner Aufklärungsarbeit Berufsverbot erteilt werden. Die Österreichische Ärztekammer hat gegen ihn einen Bescheid erlassen, nach welchem ihm die Vertrauenswürdigkeit als Arzt abgesprochen wird. Dieser Bescheid muß noch vom Landeshauptmann der Steiermark unterzeichnet werden.

    Der Arzt fühlt sich in seinem Menschenrecht, seine fachliche Meinung frei publizieren zu können, verletzt. Diese Publikationsfreiheit gilt nach einer Erkenntnis des VfGH, GZ 2045/92 VfGH Erkenntnis, 02.03.1994 für Berufsgenossen in besonderem Maße.
    Wo bleibt der Eid des nihil nocere?

    Es geht hier aber nicht nur um das Schicksal dieses Arztes. In Zukunft muß jeder Arzt, der sich Impfungen oder anderen Produkten der Pharmafirmen gegenüber kritisch äußert, mit Berufsverbot rechnen. Daher auch das große Schweigen über die imaginären Gefahren des Passivrauches. Innovationen, neue medizinische Erkenntnisse, werden dadurch unmöglich gemacht, genau so wie bei Art. 8, Abs. 1 des Rahmenabkommens zur Einschränkung des Tabakgebrauchs der WHO, wo es heißt: «Die Vertragsparteien erkennen unwiderruflich an, dass wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig bewiesen haben, dass Passivrauchen Tod, Krankheit und Invalidität verursacht». Andere medizinische Meinungen auszusprechen, wird Ärzten nur mehr im stillen Kämmerlein erlaubt sein.

    Die Unterzeichner dieser Petition wenden sich an den Herrn Landeshauptmann der Steiermark, Mag. Franz Voves. Er möge den Bescheid der Ärztekammer, Dr. Loibner wegen seiner impfkritischen Arbeit aus der Ärzteliste zu streichen, nicht unterzeichnen.

    Berufsverbot verhängt

    Mehr als 8300 Unterschriften sind eingegangen, doch genützt hat es nichts; Der Arzt wurde „abgeschossen“! Alle Hoffnungen des weststeirischen Mediziners haben sich vorerst zerschlagen: Das von der Ärztekammer verhängte Berufsverbot gegen den als Impfkritiker bekannten Kollegen aus Ligist wurde vom Land Steiermark bestätigt. Nun bleibt dem Arzt nur noch der Gang vor den Verfassungsgerichtshof. Den Ärzteausweis hat er bereits zurückgeschickt, am Freitag wird das Ordinationsschild abmontiert. “Ich bin kein Anarchist”, betont der gefasst wirkende Arzt. Die Enttäuschung ist aber groß: Nachdem das Land Steiermark die Entscheidung monatelang hinauszögerte, hatte er neue Hoffnung geschöpft.

    Mediziner liegt mindestens ein Jahr auf Eis

    http://www.sackstark.info/?p=15416

  11. ohne Worte (kein Partner)
    19. Juli 2013 09:10

    Politiker auf beiden Seiten des Atlantiks bejubeln das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und den USA. Es sei Segen und Jobmotor. Doch da gibt es auch noch eine andere Seite: Tatsächlich droht der freie Handel nämlich zu Lasten von Umwelt- und Verbraucherschutz zu gehen. Die Privatisierung des Trinkwassers könnte dann doch noch kommen, ebenso Fracking oder Gen-Gemüse. Nur für Unternehmen gibt es ein Zuckerl: Sie könnten künftig klagen, wenn sie weniger Gewinne machen. Drohen uns dann Klagewellen wie in Amerika?
    Schöne neue Welt? Die Schattenseite des Freihandelsabkommens | quer vom BR
    http://www.youtube.com/watch?v=0h6xhaLJ5-Y

    • Specht (kein Partner)
      19. Juli 2013 14:40

      Vielleicht sollten sich unsere Politiker diese Sendung quer ansehen, Herr Süss traut sich offen die Fussangeln für den Bürger anzusprechen und die Rangordnung der Gesetze, die uns dass Fell über die Ohren ziehen werden. Schöne neue Welt!

    • socrates
      19. Juli 2013 19:24

      Aus ACTA wird SUPERACTA !
      Bekanntlich geht es bei dem Freihandelsabkommen (TTIP oder auch TAFTA) nicht nur um den Abbau von Handelshemmnissen wie Zollschranken oder auch Subventionen, sondern auch um sogenannte "nichttarifäre Handelshemmnisse". Gemeint sind unterschiedliche rechtliche Standards. Dazu gehören u.a. auch Datenschutzbestimmungen und das Feld der Immaterialgüterrechte (Urheber-, Patent- und Markenrechte, etc.), die für die Nutzung des Internet von erheblicher Bedeutung sind.

  12. Adiaphoron (kein Partner)
    19. Juli 2013 09:09

    „Entwicklungs“-Projekt etc

    Was sollen all diese Deppenbindestriche?

  13. Erwin Tripes (kein Partner)
    19. Juli 2013 08:57

    Noch aktueller als Sarrazin:
    Henkel-Buch erscheint am 22. Juli
    In seinem neuen Buch "Die Euro-Lügner - Unsinnige Rettungspakete, vertuschte Risiken - So werden wir getäuscht" - rechnet der ehemalige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) mit der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel und der Rettungspolitik einer ganzen Staatengemeinschaft ab.

  14. ohne Worte (kein Partner)
    19. Juli 2013 08:43

    Was schreiben die Medien immer? Der wandelnde Hosenanzug "Merkl's" Beliebtheit steigt. Ähhh ....
    “Und seien Sie einfach froh, dass Sie frei Ihre Meinung sagen können..” (Hosenanzug in Aschaffenburg am 18.07.2013)
    Hmm ..... das sieht hier aber ganz anders aus ..
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=OXgXJSRELsg#at=213

  15. Undine
    18. Juli 2013 22:50

    OT---aber ich vermisse schwer die liebe, immer erfrischende @Laura R. ---und nicht nur die! Wo verstecken sich @Brigitte Imb, @simplicissimus, @Josef Maierhofer, @Johann Scheiber u.v. a.m.???????

    • Gerald M. (kein Partner)
      19. Juli 2013 00:30

      Wohlverdienter Urlaub? Freiwillige Abstinenz? Falsches Thema? ;)

    • Erich Bauer
      19. Juli 2013 14:08

      @ Undine

      Ich bin davon überzeugt, daß vor allem die "Sternderl"Wirtschaft das "Klima" vergiftet hat... Solange dieses Thema noch "Wellen" schlug, bestanden noch Chancen. Jetzt liegt das "Sternderlmeer" glatt und ruhig... Und es herrscht Ruhe über den Wassern. Vielleicht kommt eine neue Poster-Generation empor...

      Was mich betrifft, werde ich jedenfalls diesen Blog auch weiterhin mit meinem bescheiden finanziellen Beitrag bedenken...

    • J.H.
      19. Juli 2013 21:31

      Wenn ich mich in diesen Blog einbringen und meine Meinung kundtun möchte, was hat das bitte mit Sternderln zu tun?

      Vermutlich haben erst die ausufernden und sinnlosen Streitereien darüber so manchen vernuftbegabten Poster vertrieben.

    • Pumuckl
      20. Juli 2013 05:12

      Unwürdige Wadlbeißerei mancher Poster einerseits, inflationäres posten mancher
      Partner anderseits haben dem Tagebuch zur Freude bösartiger Trolle sicher sehr
      geschadet.
      Wenn uns das Tagebuch wichtig ist, sollten unsere Beiträge, zumindest nach eigener Einschätzung, eine wichtige Facette des Themas behandeln.

  16. machmuss verschiebnix
    18. Juli 2013 20:10

    Die Amis (und auch die Briten) stechen EU-Firmen aus, wo immer sie können .

    Siehe Boeing gegen Airbus (uvam.) :
    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:us-tankflugzeuge-airbus-verliert-rennen-um-jahrhundertauftrag/50085806.html

    Nur die Deutschen sind so naiv und verschenken High-Tech U-Boot an Israel ! ! !

    .

  17. Anton Volpini
    18. Juli 2013 18:28

    Bei all den Fehlentwicklungen innerhalb der europäischen Wirtschaft, sollte man die Weltwirtschaftslage nicht aus den Augen verlieren!
    Und da braut sich neben der Situation in den USA und Europa auch in China eine Gewitterwolke zusammen. Interessant im folgenden Artikel ist nicht nur die Analyse über die Abwägung einer weichen oder harten Landung, sondern auch die Beschreibung der innerchinesischen Zustände über den Teil der Wirtschaft, der aus dem staatsnahen Bereich kontrolliert wird.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/meinung/gastkommentare/ivy_league/1431365/Die-Politik-eines-langsameren-Chinas?_vl_backlink=/home/index.do

  18. dssm
    18. Juli 2013 18:26

    Denken wir einmal anders.
    Gehen wir davon aus, den 'Eliten' ist es vollkommen egal ob der durchschnittliche Bürger leidet oder nicht, solange dies die Wiederwahl nicht gefährdet; hierbei kann man durch die bestochene Journaille gut von der Wahrheit ablenken.

    Dann haben die deutschen 'Eliten' soeben die Rache für Versailles perfekt durchexerziert!
    Sie haben das 'Geld' der deutschen Sparer verwendet um die Exporte in die Südländer zu bezahlen, um den deutschen Banken utopische Gewinne (und Boni) zu sichern. Es ist also nur das Geld weg, das kann mit der vorhandenen industriellen Basis schnell wieder verdient werden.

    Im Süden sieht es anders aus. Die stabile Währung gewährleistete einen Boom, aber nur durch Importe. Der Staatssektor (inklusive Finanzen) und die Baubranche wurden aufgebläht, da diese zwei Sektoren gut bezahlt haben, wurde die Produktion in den anderen Wirtschaftsbereichen sehr sehr teuer. Es sperrten die Fabriken zu, Deindustrialisierung ist das Fachwort.
    Bei den Südländern (und England!) wird jetzt auch das Geld knapp. Das kann aber nicht so ohne weiteres verdient werden, es fehlen die Maschinen, es fehlen die aktiven Facharbeiter, es fehlen die aktiven Ingenieure. Dafür sind viele Menschen mit wohlerworbenen Rechten da, es muss eine unnötige Infrastruktur erhalten werden, es müssen all die Akademiker der Orchideenfächer durchgefüttert werden.

    Ich möchte jetzt nicht in einem deindustrialisierten Land sitzen, denn natürliche Rohstoffe gibt es in kaum einem europäischen Land und selbst wenn, braucht es zur Erschließung zuerst einmal Maschinen und Techniker.

    • brechstange
      18. Juli 2013 19:10

      Diese Sicht wäre eine sehr sehr kurzsichtige und passt überhaupt nicht ins Weltbild des normalen Deutschen. Da müsste wieder ein paar heimliche Wahnsinnige am Werk sein. Wogegen die Zerstörung des Geldsystems nach Lenin schon eher begründet werden kann, durch sozialistische und kommunistische Umtriebe in Europa.

    • dssm
      18. Juli 2013 19:49

      @brechstange
      Als ob sich die 'normalen' Deutschen die militärischen Abenteuer eines Hitler herbeigewünscht hätten, andererseits war es auch damals den Eliten ziemlich egal wie viele Volksgenossen verrecken – dagegen wäre ja das aktuelle Spiel ein Honiglecken. Wir wurden von Verbrechern regiert und wir werden aktuell von Verbrechern regiert, der 'normale' Bürger hat da absolut nichts zu melden.

      Fakt ist, fast alle Euroländer (und noch ein paar mehr) haben keine Industrie mehr. Deutschland schon! Die paar Paradefabriken, welche mit dicken Subventionen am Leben gehalten werden, können nicht verdecken, daß der gesamte(!!!) Mittelstand fehlt – in Deutschland ist dies der Motor der Wirtschaft.

      Der Libyen-Krieg hat die ganze Malaise aufgedeckt. Frankreich und England, diese beiden Habenichtse, konnten nicht einmal die verbrauchte Munition nachproduzieren, nicht einmal bei so einer Kleinaktion, es fehlt komplett die Produktionsbasis.

      In Abwandlung eines grünen Spruches: Erst wenn ihr die letzte Fabrik geschlossen habt, den letzten Auslandskredit verbraucht habt, werdet ihr feststellen, daß man frisch gedrucktes Geld nicht essen kann.

    • Anton Volpini
      19. Juli 2013 01:00

      Chief Seattle hat das so ausgedrückt: " Wenn der weiße Mann den letzen Baum gerodet, den letzten Fluß vergiftet, den Boden vernichtet hat, dann wird er erkennen, daß man Geld nicht essen kann".

      Dazu muß man wissen, dssm, und nach allem, was ich von Ihnen gelesen habe, wäre das für Sie nichts Neues, daß die Deutschen immer den Boden gepflegt haben, und daher sesshaft bleiben konnten. Egal in welchem Erdteil sie sich befanden.
      Während die Angelsachsen den Boden immer ausgeraubt haben, bis er unfruchtbar war. Daher sind sie weiter gezogen, um das nächste Land zu plündern.
      Es ist die Geschichte von Kain und Abel.

    • F.V. (kein Partner)
      22. Juli 2013 20:54

      Herr Volpini,

      Ihr Vergleich mit Kain und Abel ist sehr aufschlußreich.

      Als ich anläßlich des Beitritts der Tschechen zur europäischen "Wertegemeinschaft" - die mich ob der aufrechten Benesch-Dekrete maßlos empörte - auch ein Buch dazu schrieb, fragte ich mich nach den Gründen des Hasses gegen die Deutschen.

      Sie hatten den Tschechen zu keiner Zeit etwas angetan, im Gegenteil: sämtliche Stadtgründungen in Böhmen erfolgten nach Magdeburger Stadtrecht - waren also deutschen Ursprungs. Maria Theresia hatte, um die slawische Mundart nicht untergehen zu lassen, deren Kenntnis bei Bestellung von Beamten von diesen gefordert, etc.

      Meine Erklärung war ähnlich Ihrer: die Deutschen symbolisieren (in der Wahrnehmung fremder Völker!) Ordnung, Zielstrebigkeit, Recht und Redlichkeit. Das sind Kennzeichen jenes
      m e t a p h y s i s c h e n Prinzips, das man auch mit Licht/Tag, dem Guten assoziiert, dessen Gegenpol die Finsternis/Nacht, das Böse auch als Chaos ein nicht minder metaphysisches Prinzip ist. Offenbar kann der Teufel nicht nur in Schweine "einfahren", wie es in einer biblischen Geschichte heißt, sondern auch von Menschen Besitz ergreifen.

      Da zwischen Kosmos/Ordnung und Chaos kein Friede je möglich ist, sind die Deutschen - die Verstorbenen, Lebenden und die noch gar nicht Geborenen - der Erzfeind jener, die sich dem Chaos, der Finsternis, dem Diabolos - dem Durcheinanderwirbler, dem Chaos-Erzeuger - ergeben haben.

      Das ist offenbar unser Schicksal, solange wir Deutsche sind.

      Wir machen aber mächtige Fortschritte die uns kennzeichnenden Eigenschaften dauerhaft abzulegen. Aber dann sind wir auch Teil des Chaos geworden.

  19. fokus
    18. Juli 2013 15:08

    Paßt irgendwie zur Überschrift :

    So funktioniert das jetzt in Kärnten.
    Alle haben mit unterschrieben, aber im Nachhinein wird nur einem einzigen die Verantwortung in die Schuhe geschoben, der sich nicht mehr wehren kann.
    Er hatte keine absolute Mehrheit und war deshalb auf die Zustimmung von Rot und Schwarz angewiesen, die sich jetzt an nichts mehr erinnern wollen, siehe HAA, Seen-Deal u.v.m.
    Das nennt man "faire Vergangenheitsbewältigung", aber dafür ist man wieder am Futtertrog:

    http://www.orf.at/stories/2191315/2191312/

  20. Geheimrat
    18. Juli 2013 12:24

    Hans Werner Sinn mit zwei Wahrheiten!

    Der bekannte Ökonom Hans-Werner Sinn gab der WELT ein Interview. Darin werden zwei wichtige Punkte geäußert. Erstens: die Eurokrise ist nicht vorbei, es scheint nur so, da sich die Märkte beruhigt haben. Und warum haben sie sich beruhigt? Ganz einfach! Unser aller Totengräberin, die Merkel und ihre abartige Regierung, haben inzwischen alle Risiken aus der Euro-Rettung dem deutschen Steuerzahler aufgebürdet, die Banken atmen auf. Der dumme arbeitende deutsche Michel haftet dagegen inzwischen für sämtliche Löcher in der EUdSSR, und das wird er bald spüren! Und die zweite Wahrheit?
    Ja, die demografische Entwicklung ist eine große Gefahr für den Wohlstand einer ganzen Generation. Die deutschen Babyboomer sind jetzt knapp 50 Jahre alt, und die Jahrgänge danach sind immer dünner besetzt. Das merken die Firmen bereits jetzt, wenn sie Facharbeiter suchen. Wenn die Babyboomer in 15 bis 20 Jahren in die Rente gehen, werden alle Bürger die Auswirkungen der geringeren Geburtenraten spüren. Dann müssen die Steuern oder die Sozialabgaben dramatisch angehoben werden, um die Renten der Babyboomer zu finanzieren, und doch werden diese Renten weit unter dem Niveau liegen, das man erwartet hat.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article118139522/Sinn-sagt-unabwendbare-demografische-Krise-voraus.html

  21. mannbar
    18. Juli 2013 11:34

    Das Erschütternde ist gar nicht, dass wir nach Strich und Faden belogen werden - das wirklich Himmelschreiende ist, dass das über viele, viele Jahre so problemlos und einfach geht. Unsere Zeit als Informationszeitalter zu bezeichnen, ist wahrlich der Witz des Jahrhunderts.

    • terbuan
      18. Juli 2013 15:21

      Richtig mannbar,
      wir leben in einem Des-Informationszeitalter, aber es hat sich nichts geändert.
      So wie einst Julius Cäser seinen Bürgern in der "Acta diurna" vorgelogen hat, warum er in den gallischen Krieg ziehen muß, genauso geschieht es auch heute!

  22. brieftaube
    18. Juli 2013 11:24

    Euro-Rettung ohne IWF
    Viviane Reding will Troika abschaffen

    Sie ist zum Symbol der Unterdrückung in Europas Krisenstaaten geworden, jetzt will EU-Justizkommissarin Viviane Reding die Troika abschaffen. Künftig soll Europa seinen Krisenländern helfen ohne die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds innerhalb der jetzigen Troika.
    Heidelberg - EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat sich für ein Ende der internationalen Geldgeber-Troika ausgesprochen. "Die Troika gehört abgeschafft, ersetzt durch die Systeme, die wir in Europa haben", sagte sie am Dienstag bei einem Bürgerdialog der EU- Kommission in Heidelberg.

  23. socrates
    18. Juli 2013 11:04

    Ein Freund bestellte bei Amazon Minoxidil, weil es überall billiger ist als in Ö. Der Zoll hat es zurückgesandt. Freihandel in der EU:

    Internet Shopping und Versandhandel
    Das Internet bietet den Konsumenten eine nie da gewesene Warenvielfalt und Vergleichsmöglichkeit. Der Online-Einkauf nimmt auch in Österreich zu und immer mehr Waren werden von den Konsumentinnen und Konsumenten direkt im Ausland über das Internet bestellt.
    Zollabwicklung, gesetzliche Hintergründe für Mensch und Tier gesundheits- oder sicherheitsgefährdende Produkte, Drogen und Pornografie, artgeschützte Tiere und Pflanzen sowie Erzeugnisse daraus.
    Für Waren, die eine Registrierung oder Einfuhrgenehmigung benötigen und/oder Einfuhrbeschränkungen unterliegen wie zB Waffen, sollten gesonderte Informationen zu Einfuhrbestimmungen und Einfuhrabwicklung eingeholt und eventuell kommerzielle Fachkräfte zu Rate gezogen werden.
    Auskünfte erhalten Sie bei den Zollämtern und den zuständigen Ministerien. Fragen zum Artenschutzgesetz beantwortet auch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Auskunft über Waffen erteilt auch das Bundesministerium für Inneres.
    Um Sie kompetent und umfassend zu informieren, bitten wir Sie, Ihre Anfragen möglichst konkret zu stellen. Die Zentrale Auskunftsstelle erteilt telefonisch und via E-Mail Auskünfte über Zollsätze, Einfuhrverbote und Verkehrsbeschränkungen

    • socrates
      18. Juli 2013 11:14

      Zollabwicklung, gesetzliche Hintergründe & Tipps für ein problemloses Online-Shopping
      Das Internet bietet den Konsumenten eine nie da gewesene Warenvielfalt und Vergleichsmöglichkeit. Der Online-Einkauf nimmt auch in Österreich zu und immer mehr Waren werden von den Konsumentinnen und Konsumenten direkt im Ausland über das Internet bestellt.
      Doch häufig fehlen bei den Angeboten und Zusendungen Informationen darüber, wie hoch der anfallende Zoll, die Einfuhrumsatzsteuer und allenfalls auch die zu bezahlenden Verbrauchsteuern eines Interneteinkaufs sind. Wie hoch sind beispielsweise die Zollgebühren und die Einfuhrumsatzsteuer für eine in Asien bestellte Kamera? Darf die Lederbrieftasche aus speziellem Reptilienleder in die EU importiert werden oder unterliegt sie dem Artenschutzgesetz? Häufig unbekannt ist auch, dass für Medikamente ein generelles Einfuhrverbot nach Österreich besteht.
      Für Tabakwaren (gilt auch für Schnupftabak und Kautabak) besteht auf Grund des Tabakmonopolgesetzes ein generelles Handelsverbot. Auch das Tabaksteuergesetz verbietet den Versandhandel mit Tabakwaren. Das bedeutet, dass die Bestellung von Tabakwaren über das Internet oder andere Fernkommunikationsmittel wie Telefon, Teleshopping, E-Mail und dgl. verboten ist. Dies gilt sowohl bei einem Bezug aus Nicht-EU-Staaten als auch bei einem Bezug aus EU-Staaten.
      Hinweis: Für im Ausland bestellte und gelieferteTabakwaren entsteht in Österreich die Steuerschuld, wobei der Erwerber neben dem Versandhändler zum Steuerschuldner wird. Die verbotene Bestellung könnte ein Finanzstrafverfahren nach sich ziehen.
      Wann fallen Abgaben beim Online-Einkauf in Drittländern an?
      Zoll und Einfuhrumsatzsteuer, allenfalls auch Verbrauchsteuern auf Waren fallen für den Konsumenten als Endverbraucher dann an, wenn diese in Drittländern (das sind alle Nicht-EU-Länder) eingekauft und nach Österreich eingeführt werden. Innerhalb des EU-Raumes findet keine Verzollung statt.
      Die Freigrenzen bzw. Freimengen für Waren aus Drittländern, zB für Zigaretten, Alkohol etc. gelten nur für Reisende (Einfuhr im Gepäck des Reisenden) und in sehr eingeschränktem Maß für private Geschenksendungen. Sobald eine Ware bei einem Versandhändler bestellt wird, fallen die vollen Einfuhrabgaben an.
      Waren, die zB in den USA, Asien oder Südafrika per Internet-Bestellung gekauft und importiert werden und einen Warenwert von über 22 Euro aufweisen, sind einfuhrumsatzsteuerpflichtig. Zoll muss zusätzlich ab einem Warenwert von 150 Euro entrichtet werden. Die Höhe der Zollabgaben richtet sich nach der Ware selbst, dem Wert und nach dem Ursprungsland der Ware.
      Die Post meldet die Warensendung an und zahlt die Abgaben, die sie bei Zustellung inklusive eines Entgelts für diese Dienstleistung (keine Abgabe) einhebt.
      Die Zollinhaltserklärung (Deklaration), jener Aufkleber am Paket, der über Art und Wert der Sendung informiert, muss mit dem tatsächlichen Inhalt und Warenwert der Postsendung übereinstimmen. Es ist riskant ein Paket, das eine Stange Zigaretten beinhaltet, als "Geschenksendung" oder "Muster ohne Wert" zu deklarieren.
      Bei einer Kontrolle muss mit finanzstrafrechtlichen Folgen und einer Beschlagnahme gerechnet werden.
      Tipp: Sie können die Annahme von unbestellten Waren verweigern.
      Achtung: Warenwert ist der Kaufpreis inklusive allfälliger ausländischer Steuern ohne Transport-, Versicherungs- oder ähnlicher Kosten. Anhand des Warenwerts wird die Abgabenbefreiung geprüft. Sobald dieser Warenwert überschritten ist, werden die zu zahlenden Abgaben auf Grundlage des Zollwertes erhoben. Zollwert bedeutet zB Kaufpreis inklusive Verpackungskosten, Porto, Versicherungs- und u.ä. Kosten.
      Sendungen mit geringem Wert
      Sendungen bis zu einem Warenwert von 22 Euro sind abgabenfrei, d.h. es fällt keine Einfuhrumsatzsteuer an. Bis zu einem Warenwert von 150 Euro sind die Waren auch zollfrei.
      • nicht abgabenfrei sind: Tabak und Tabakwaren (die Bestellung von Tabak und Tabakwaren ist generell verboten), Parfums, Toilettewasser und alkoholische Erzeugnisse
      • Wichtig: Allfällige Einfuhrbeschränkungen oder Einfuhrverbote sind aber auch bei solchen Sendungen zu beachten!
      Welche Abgaben fallen an?
      Vor einer Warenbestellung in einem Drittland, sollten folgende Überlegungen angestellt werden: Neben den Produktpreisen dürfen die Importnebenkosten nicht unterschätzt werden.
      Importnebenkosten
      • Versandspesen
      • Zoll (ab einem Warenwert von 150 Euro)
      • Einfuhrumsatzsteuer (ab einem Warenwert von 22 Euro)
      • Sonderabgaben (Verbrauchsteuern)
      • Gestellungsgebühr der Post (10 Euro)
      Die Summe dieser Kosten kann ein vermeintlich günstiges Produkt überraschend verteuern. Üblicherweise wird die gewünschte Ware zum Nettopreis, also ohne ausländische Mehrwertsteuer, bestellt. Die Höhe der Versandspesen soll genau und klar ausgewiesen sein. Die in Österreich geltenden Zollsätze auf Waren und Sonderabgaben erfährt man über die Zentrale Auskunftsstelle. Abfragen sind über die EU-Zollsatzabfrage- TARIC-Datenbank per Internet effizient möglich. Die Einfuhrumsatzsteuer entspricht den in Österreich üblichen Umsatzsteuersätzen.
      Wie werden die Abgaben eingehoben?
      Zölle und Einfuhrumsatzsteuer werden üblicherweise direkt vom Postbeamten bei der Paketzustellung eingehoben. Eine Zollbenachrichtigung wird dann an den Empfänger geschickt, wenn bei der Verzollung Unklarheiten auftreten, zB fehlende Rechnung oder falsch angegebene Werte. Der Empfänger muss angeforderte Nachweise der Bestellung erbringen. Ein Ausdruck des Vertrages (Bestellung), eventuell der Schriftverkehr per E-Mail mit dem Online-Shop und ein Nachweis (zB Kontoauszug) einer schon bezahlten Ware sollten für so einen Fall bereitgehalten werden. Durch die Zollabwicklung kann sich die mit dem Online-Shop vereinbarte Lieferzeit verzögern.
      Worauf ist bei der Rücksendung von Waren zu achten?
      Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Einfuhrabgaben bei Rücksendung von bestellten und bereits importierten Waren in Drittländer nicht rückerstattet werden.
      Ist die bestellte Ware aber schadhaft oder entspricht nicht der Bestellung, so kann gemäß Artikel 238 ZK bei den Zollämtern ein Antrag auf Erstattung gestellt werden. Mit den Verzollungsunterlagen und der Ware geht man zur örtlich zuständigen Zollstelle (jene Zollstelle, die für den Ort zuständig ist, an dem der Ausführer ansässig ist) und lässt die Ware besichtigen. Zusätzlich ist eine Bestätigung vom Diensteanbieter (Versandhändler) notwendig, dass die Ware nicht der Bestellung entsprochen hat. Ein Zollpapier für die Ausfuhr wird gestellt, die Ware kann anschließend zurückgesendet werden. Dann bleibt ein Jahr Zeit, um beim zuständigen Zollamt einen Antrag auf Rückerstattung der Einfuhrabgaben zu stellen. Sollte bei der Paketzustellung sofort ersichtlich sein, dass die Ware beschädigt bzw. die Verpackung der Postsendung nicht in Ordnung ist, so verweigern Sie auf jeden Fall die Annahme!
      Bezug von Medikamenten im Fernabsatz (Versandhandel)
      Für Arzneiwaren besteht auf Grund des Arzneiwareneinfuhrgesetzes ein Verbot des Bezuges im Fernabsatz. Diese Regelung bedeutet, dass insbesondere Privatpersonen die Bestellung von Arzneiwaren über das Internet oder andere Fernkommunikationsmittel wie Telefon, Teleshopping, E-Mail und dgl. verboten ist. Dies gilt sowohl bei einem Bezug aus Nicht-EU-Staaten als auch bei einem Bezug aus EU-Staaten.
      Als Arzneiwaren gelten dabei nicht nur die in österreichischen Apotheken erhältlichen Arzneimittel, sondern insbesondere auch
      • pflanzliche Arzneizubereitungen auf der Grundlage eines Wirkstoffs oder mehrerer Wirkstoffe, die aus einer Pflanze oder Teilen von Pflanzen zB durch Trocknen, Mahlen, Extraktion oder Reinigung hergestellt wurden,
      • homöopathische Arzneizubereitungen sowie
      • Vitamin- oder Mineralstoffzubereitungen auf der Grundlage von Vitaminen oder von Mineralstoffen, einschließlich Spurenelementen, die zur Behandlung oder Vorbeugung von spezifischen Krankheiten, Leiden oder deren Symptomen eingesetzt werden. Solche (oft als Nahrungsergänzungsmittel bezeichneten) Zubereitungen enthalten im Allgemeinen eine mindestens dreimal höhere Menge an Vitaminen oder Mineralstoffen als die normalerweise empfohlene Tagesdosis.
      Ausgenommen vom Verbot des Bezuges von Arzneiwaren im Fernabsatz sind

    • socrates
      18. Juli 2013 11:17

      • in Österreich zugelassene
      • nicht rezeptpflichtige (also rezeptfreie) Arzneimittel, die
      • in einer dem üblichen persönlichen Bedarf entsprechenden Menge (der persönliche Bedarf richtet sich nach den tatsächlichen Bedürfnissen, ist aber mit höchstens drei Handelspackungen pro Arzneimittel begrenzt)
      • aus einer Vertragspartei des EWR (EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen)
      • von einer dort zum Versand befugten Apotheke
      bezogen werden.
      Voraussetzung für die Anwendung dieser Ausnahmeregelung ist, dass die Arzneimittel in der gleichen Aufmachung vorliegen, wie sie in österreichischen Apotheken abgegeben werden, also insbesondere in einer in deutscher Sprache beschrifteten Verpackung, auf der die österreichische Zulassungsnummer aufscheint, und mit einer Gebrauchsinformation in deutscher Sprache (nur dann liegt eine in Österreich zugelassene Arzneispezialität vor).
      Arzneiwaren, die entgegen diesem Verbot bestellt und dann nach Österreich geliefert werden, müssen auf Kosten der Bestellerin/des Bestellers an die Absenderin/den Absender zurück übermittelt oder, sofern dies nicht möglich ist, auf Kosten der Bestellerin/des Bestellers vernichtet werden.
      Welche Verbote und Beschränkungen sind besonders zu beachten?
      Für bestimmte Waren existieren Einfuhrbeschränkungen oder ein Einfuhrverbot wie zB für Gegenstände, die für Gewalt, Krieg oder Rassendiskriminierung werben; für Mensch und Tier gesundheits- oder sicherheitsgefährdende Produkte, Drogen und Pornografie, artgeschützte Tiere und Pflanzen sowie Erzeugnisse daraus.
      Für Waren, die eine Registrierung oder Einfuhrgenehmigung benötigen und/oder Einfuhrbeschränkungen unterliegen wie zB Waffen, sollten gesonderte Informationen zu Einfuhrbestimmungen und Einfuhrabwicklung eingeholt und eventuell kommerzielle Fachkräfte zu Rate gezogen werden.
      Auskünfte erhalten Sie bei den Zollämtern und den zuständigen Ministerien. Fragen zum Artenschutzgesetz beantwortet auch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Auskunft über Waffen erteilt auch das Bundesministerium für Inneres.
      Um Sie kompetent und umfassend zu informieren, bitten wir Sie, Ihre Anfragen möglichst konkret zu stellen. Die Zentrale Auskunftsstelle erteilt telefonisch und via E-Mail Auskünfte über Zollsätze, Einfuhrverbote und Verkehrsbeschränkungen.

  24. terbuan
    18. Juli 2013 10:53

    Nicht ganz O.T.
    Wie die Banken die Eu und vor allem Deutschland knallhart erpresst hat:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/18/studie-enthuellt-banken-haben-politik-bei-euro-rettung-erpresst/

    "Die Banken haben bei den Rettungs-Aktionen in Griechenland, Spanien und Zypern die Regierungen und die EU offenbar knallhart erpresst. Der Steuerzahler wurde über Gebühr geschröpft, weil die Regierungen zu hohe Kredit-Kosten für weitere Schulden fürchteten. Sehr unangenehm: Der deutsche Steuerzahler ist bis 2018 in keiner Weise vor weiteren Milliarden-Opfern geschützt."

    ..... Vor allem die Rolle der EZB ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung: Mario Draghi und andere Goldman Sachs-Banker in steuerfinanzierten Positionen haben natürlich vor allem das Interesse der Banken im Blick und nicht das der Steuerzahler. Die EZB kann sich in diesem Zusammenhang sogar auf ihre vollständige Unabhängigkeit berufen...."

    Man merkt, woher der Wind weht! Goldman Sachs hat den Gewinn verdoppelt, die Schulden der Staaten steigen weiter, auf dem Weg zur Zinsknechtschaft!

  25. cicero
    18. Juli 2013 09:04

    Je mehr Freihandel, desto mehr Bürokratie
    Christoph Jehle 10.07.2013 http://www.heise.de/tp/artikel/39/39477/1.html
    Die EU hat trotz Prism Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA aufgenommen
    Freihandelsabkommen, das klingt wie Abkommen für freien und fairen Handel. Und der deutsche Außenminister warnt vor Verzögerungen beim Freihandelsabkommen mit den USA, denn dies sei ein wichtiges Instrument, um auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen.
    Mit der geplanten Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership / TTIP) soll die weltweit größte Freihandelszone mit gut 800 Millionen Einwohnern geschaffen werden. Bis zu zwei Millionen neuer Arbeitsplätze erhofft man sich von TTIP. Doch in welchen Bereichen und welchen Ländern sollen die Arbeitsplätze entstehen? Die Bertelsmann-Stiftung sieht etwa 100.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland. Für Großbritannien sieht man einen Zuwachs von 400.000 Arbeitsplätzen und in den USA soll die Zahl der Jobs um knapp 1,1 Millionen steigen.
    Eine Senkung der Zölle zwischen den USA und der EU dürfte sich kaum handelsfördernd auswirken, da die Zölle schon jetzt gegenüber der Einfuhrumsatzsteuer, die der MwSt. entspricht, eher gering ausfallen. Dass sich technische Normen kurzfristig angleichen lassen, wird jeder ins Reich der Märchen verweisen, der sich mit der Entwicklung von Normen befasst hat. Auch die Angleichung anderer technischer Rahmenbedingungen ist eher unwahrscheinlich. So werden die Endverbraucher in den USA mit Wechselstrom beliefert, der bei einer Frequenz von 60 Hertz eine Spannung von 110 Volt hat. Und in Europa liegt die Spannung bei 230 Volt (bzw. bei 240 Volt auf den britischen Inseln). Zudem unterscheiden sich die Hausinstallationen und Steckerformen schon innerhalb Europas so sehr, dass in diesem Bereich interkontinental mit Sicherheit keine generelle Anpassung zu erwarten ist.
    Arbeitsbeschaffungsprogramm für Juristen?
    Eher ist damit zu rechnen, dass bestehende Vorschriften aufgeweicht werden. Von der in der Landessprache abzufassenden Bedienungsanleitung eines technischen Geräts über die Reduzierung von Sicherheitsstandards, die Zulassung von Medikamenten und Modifikationen bei Lebensmittel wird der angestrebte Angleichungsprozess auch Regionen erreichen, die derzeit gar nicht im Blickfeld sind. Selbst wenn sich, was nicht zu erwarten ist, im Wettbewerbsrecht keine direkten Veränderungen ergeben würden, bringt allein die Vergrößerung des Marktes eine neue Gewichtung einer marktbeherrschenden Stellung mit sich.
    Vor dem Hintergrund, dass der europäische Kontinent und der anglo-amerikanische Raum eine doch ziemlich unterschiedliche Rechtssystematik nutzen, wird auch der rechtliche Aufwand im Zusammenhang mit der geplanten Freihandelszone eher zunehmen. Böse Zungen behaupten schon jetzt, TTIP sei ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Juristen.
    Wem nutzt ein Freihandelsabkommen?
    Freihandel ist unbestritten in erster Linie für international aufgestellte Konzerne von Vorteil. Dem kleinen Schwarzwaldbauer wird der Freihandel keine Vorteile bringen. Er kann seine Produkte in Zukunft weiterhin nur regional absetzen. Ein erleichterter Import von billigem Futter aus den USA wird seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen Agrarbetrieben im europäischen Flachland eher reduzieren. Auch ein mittelständischer Industriebetrieb muss schon sehr spezialisiert sein, wenn er aus einem Freihandelsabkommen einen Nutzen ziehen will.
    Die gegenseitige Anerkennung der Gültigkeit von Patenten wird den Aufwand zur Sicherung der eigenen Entwicklungen deutlich nach oben treiben. Wie sich im Umgang mit den schon existierenden Freihandelsabkommen gezeigt hat, wird der bürokratische Aufwand mit Sicherheit steigen, weil zahlreiche Details zu berücksichtigen sind, die bislang nicht im Fokus lagen. In einer global vernetzten Wirtschaft werden bestimmte Bauteile über Distributoren bezogen, die für die Qualität garantieren. In Zukunft muss dann auch die Herkunft solcher Komponenten belegt werden, um die gewünschten Handelsvorteile für ein Produkt zu erhalten. Was in großen Konzernen ganze Abteilungen leisten, muss im mittelständischen Betrieb meist nebenbei laufen.

  26. brechstange
    18. Juli 2013 08:54

    Der Euro war eher ein Faulbeet für Österreich als Anregung, die Staatsschulden sind ja gut gestiegen und unser Targetsaldo steht nicht auf Forderung sondern Verbindlichkeit. Kein Grund stolz zu sein!

  27. terbuan
    18. Juli 2013 08:44

    Der Währungskrieg ist in vollem Gange!
    Immer wenn die USA befürchten müssen, dass ihr Dollar die Rolle als Weltreservewährung zu verlieren droht, dann ergreifen sie alle erdenklichen Mittel um dies zu verhindern, von Krieg über die Devisenbörsen bis zur Spionage.

    Egal ob es sich dabei um den Euro, den Petrodollar oder den Renminbi handelt.
    Die Gelddruckmaschine FED und die Wallstreet mit der stärksten Armee der Welt im Rücken hat dies bislang immer noch geschafft.

  28. socrates
    18. Juli 2013 08:42

    "Für viele Chinesen ist es bizarr, wenn sich Washington weiter als das größte Opfer von Cyberspionage inszeniert"
    Florian Rötzer 11.07.2013 http://www.heise.de/tp/artikel/39/39496/1.html
    In Washington haben sich Vertreter der chinesischen und der US-amerikanischen Regierungen zur fünften Runde des bilateralen Strategischen und Wirtschaftlichen Dialogs (S&ED) getroffen, um die Beziehungen der beiden Länder zu verbessern. Verwunderlich ist nicht, dass US-Vizepräsident Joseph Biden, der zur Eröffnung am gestrigen Mittwoch erneut den Chinesen Wirtschaftsspionage durch Hacken vorwarf, was auch US-Finanzminister Jacob Lew aufgriff, sofort auf Widerstand stieß.
    Die Folgen der Veröffentlichung der NSA Dokumente durch die Whistleblower sind nicht nur in Europa und in Südamerika spürbar, sondern auch in den Beziehungen zwischen China und den USA. Bislang hat die US-Regierung den Chinesen relativ ungehindert vorwerfen können, dass vom Staat unterstützte Hacker immer massiver Wirtschaftsspionage betreiben und in Server eindringen, um geistiges Eigentum zu stehlen. Damit kann die US-Regierung aber nun nicht mehr so leicht landen, schließlich haben die geleakten Geheimdokumente nicht nur das globale Lauschprogramm der NSA offenbart. Bekannt wurde auch, dass die NSA in eine ganze Reihe von Computern nicht nur des chinesischen Militärs, sondern auch von Universitäten, Behörden und Unternehmen eingedrungen ist, also eben just das gemacht, was man seit Jahren China und hier vor allem dem chinesischen Militär vorwirft (Snowden: NSA hackt seit 2009 Internet-Backbones in China und Hongkong). Dazu kommt nun, dass die USA verärgert über China ist, das Snowden aus Hongkong nach Russland ausreisen hat lassen, anstatt ihn in die USA abzuschieben.
    Die chinesische Delegation verwies auf die Veröffentlichung der Geheimdokumente und das daraus hervorgehende Ausmaß des Ausspähens von Universitäten und anderen Institutionen. US-Präsident Obama, der mit Nachdruck die USA als pazifische Macht begreift und daher die militärische und wirtschaftliche Konkurrenz mit China verstärkt, wird es also nach Snowdens Leaken von Dokumenten schwer haben, das für ihn zentrale Thema der Spionage im amerikanischen Sinn durchzusetzen.

  29. Observer
    18. Juli 2013 06:46

    Leider besteht die Welt vorwiegend aus Lug, Betrug und Angeberei.

    Ein wirkliche fairer Welthandel kann nur dann funktionieren, wenn möglichst überall gleiche Bedingungen herrschen. Dies betrifft nicht nur das Verbot der Bezahlung von "Schmiermitteln" und Subventionen, es gilt genauso für Unweltauflagen, Energiekosten, Kreditbedingungen, Löhne usw. Erst dann entscheidet einzig und allein über Erfolg oder Misserfolg das Dreieck "Qualität - Preis - Service".

    • Undine
      18. Juli 2013 08:04

      @Observer

      "Ein wirkliche fairer Welthandel kann nur dann funktionieren, wenn möglichst überall gleiche Bedingungen herrschen."

      Und gerade diese "gleichen Bedingungen" wird es NIE geben, weil man die enormen Mentalitätsunterschiede der beteiligten Völker / Nationen / Rassen (wenn es einen Rassismus gibt, muß es logischerweise auch Rassen geben!) niemals ändern wird können.

  30. fokus
    18. Juli 2013 02:12

    A.U. schreibt:

    "Deutschland und Österreich hätten über die Steigerung ihrer Exporte in den Euroraum von der Währung enorm profitiert. Sie müssten daher geradezu froh sein über die Verschuldung der Südeuropäer. "

    Das ist doch nur das Totschlagargument, wenn sich Widerstand gegen den ESM, die Haftungsunion bzw. die Milliardenzahlungen des "reichen Nordens" an den "armen Süden" regen sollte.

    A.U. schreibt

    " Das sind die Antikorruptions-Gesetze."

    Nicht genug, will die EU-Kommission nun weitere Versorgungsposten auf Steuerkosten schaffen. Fragt sich nur, wofür die Beamten bei OLAF bisher bezahlt wurden?

    http://tinyurl.com/ld6ffgq

    Es stellt sich immer mehr heraus, daß die EU und der Euro heimische Unternehmen eher behindern als fördern - wozu dann noch diesen Wasserkopf, der unbedingt zum zwangsbeglückenden "Superstaat" werden möchte.

  31. fosca
    18. Juli 2013 01:13

    "Besonders infam verhalten sich die USA. Diese benutzen Korruptionsvorwürfe als Waffe gegen Konkurrenten auf Drittmärkten. Eigene Konzerne werden jedoch geschont. Siemens etwa wurde dadurch in die Knie gezwungen. Es ist daher alles andere als Paranoia, wenn die USA so unglaublich umfassend spionieren. Denn damit können sie ganz leicht in die Geschäftsgeheimnisse der europäischen Konkurrenten eindringen."

    Krieg findet nach wie vor mit allem Drum und Dran statt - das internationale Schlachtfeld nennt sich Weltwirtschaft. Besonders wenn es um den Euro geht, kennen die Amerikaner kein Pardon und scheuen vor keinerlei Mittel zum Zweck zurück. Während die EU in der Währungskrise badet, schwimmen US-Konzerne im Geld.
    Im zweiten Quartal sind die Nettogewinne der 500 größten börsennotierten US-Konzerne gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnen die Analysten mit einem Plus von mindestens 20 Prozent auf über eine Billion Dollar. Goldmann Sachs hat seinen Gewinn sogar verdoppelt.

    Die Gewinner dieses Wirtschaftskrieges stehen eindeutig fest, die nicht immer zimperlichen Methoden bewähren sich.

    P.S.: Die Russen setzen eher auf Überläufer mit Insiderwissen. Ed Snowden wird schon noch wertvolle Informationen liefern. Dominique Strauß-Kahn wurde kürzlich engagiert und kann ebenfalls so manches vom Internationalen Währungsfond berichten. Das erspart den Geheimdiensten viel Arbeit

  32. Haider
    18. Juli 2013 01:02

    1945 haben die USA ungeniert die deutschen Patente gestohlen. Heute haben sie die NSA - und keinerlei schlechtes Gewissen!!!
    Also: Seit 68 Jahren keine moralische Einsicht, kein Unrechtsbewußtsein - eben Siegerjustiz!

    • Undine
      18. Juli 2013 08:13

      @Haider

      3 Sätze, aber die sagen mehr aus als 1000 Worte! Für die Amis haben sich die 2 Weltkriege "bezahlt" gemacht. Aber jetzt scheint die Zeit gekommen zu sein, Deutschland endgültig kleinzukriegen! Die Hauptgewinner sind Goldman Sachs und Co.!************!

    • terbuan
      18. Juli 2013 12:44

      Haider
      ******
      The winner takes it all!

    • machmuss verschiebnix
      18. Juli 2013 23:01

      In einem Gespräch mit österreichischen Kollegen ließ sich ein älterer Brite
      mal zu folgender Bemerkung hinreißen:

      "...no one can actually say when, but I'm pretty sure, on that very day
      the british Empire will still have lasted longer, than the american..."

      Naja, diese Ausspruch liegt gut und gern 20 Jahre zurück, aber wenn man
      diese "timeline" hier in Betracht zieht, dann muß sich das einfach ausgehen :

      http://library.thinkquest.org/06aug/02436/en/empires/british/timeline.html

      .

    • Torres (kein Partner)
      19. Juli 2013 09:46

      Sie haben nicht nur deutsche Patente gestohlen, sondern sich auch den deutschen Raketenspezialisten Wernher von Braun geholt, der ihnen den Vorsprung auf diesem Gebien vor der Sowjetunion gesichert hat. Dass von Braun ein gestandener Nazi war, hat sie allerdings weniger gestört.

    • ohne Worte (kein Partner)
      19. Juli 2013 16:13

      Torres
      Auch der größte Verbrecher Dr. Mengele konnte unter anderem Namen für die USA weiterforschen (Versuche an Menschen). Viele die für die IG-Farben tätigen Verbrecher bekamen nach kurzer Zeit wieder hohe Posten. Nach dem Mauerfall wurden viele DDR-ler die dort für die Stasi tätig waren im Westen auf hohe Beamtenposten gesetzt. Siehe Merkl (IM Erika) und Gauck (IM Larve). Beide waren keine Freiheitskämpfer wie behauptet, sondern das Gegenteil!

  33. Gandalf
    18. Juli 2013 00:53

    Das mir der Wunderwirkung des Euro war doch immer schon Lug und Trug. Österreichische Wirtschaftsbetriebe, wenn sie nur genug Mut und Geschick hatten, haben etwa in den Ost-mitteleuropäischen Staaten schon beste Erfolge eingefahren, als dort noch der Kommunismus herrschte. Und den (soliden Nord-)Euro hatten wir de facto schon lange - fast dreissig Jahre - in Gestalt der nicht paktierten, aber praktizierten Währungsunion mit Deutschland und den Niederlanden. Und heute müssen wir uns fragen: wofür "halten" wir uns einen unendlich teuren, aber vollkommen überflüssigen, ja kontraproduktiven Apparat in Brüssel mit lächerlichen Mickymaus- Politikern und tausenden sonstigen sonstigen Minderleistern?





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