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China sagt: Dankeschön

Statistiken zeigen vieles sehr präzise, werden aber dennoch oft nicht gern gelesen. Daher nur die zwei wichtigsten Zahlen über die Arbeitskosten im ersten Quartal 2013: Im EU-Schnitt sind sie um 1,9 Prozent gestiegen (gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres). Das ist viel, da es ja eben noch lange nicht der Anstieg eines ganzen Jahres ist. Wirklich schockierend ist aber der Wert für Österreich: Hier sind die Arbeitskosten in der selben kurzen Zeit gleich um 4,8 Prozent gestiegen. Die Konkurrenz in China&Co sagt da nur noch: Dankeschön.

Angesichts gleichzeitig rasch wachsender Arbeitslosigkeit müsste spätestens jetzt ein gewaltiger Ruck durch Österreich gehen. Und vor allem die Gewerkschaften müssten kollektiv ein Schuldgeständnis ablegen, das in etwa so lautet:

„Auch wenn nicht nur die Gewerkschaft schuld ist, so geben wir zu, dass wir es übertrieben haben. Österreich muss wieder wettbewerbsfähiger werden, um genügend Wachstum zu haben. Wir liegen in harter Konkurrenz mit Ländern, deren Arbeitskosten nur einen Bruchteil ausmachen. Zugleich haben wir wegen der Öko-Lobbys inzwischen Energiepreise, die schon bis zum Vierfachen der amerikanischen ausmachen. Auch die Überregulierung vertreibt immer mehr Investitionen. Wir brauchen eine ganz neue Politik.“

Der ÖGB zeigt jedoch keinen Hauch von Selbstkritik. Er stellte vielmehr auch beim jüngsten Kongress eine Fülle von Forderungen auf, welche vom Investieren in österreichische Arbeitsplätze noch mehr abschrecken: längerer Urlaub, Wiedereinführung der Erbschaftssteuer – also auch bei Betriebsübergängen – schon ab 150.000 Euro(!), höhere Steuern auf Arbeitsplätze und so weiter. Jedoch kein Millimeter Nachgeben etwa bei Ladenöffnung oder Pensionsantrittsalter. Im Gegenteil: Der ÖGB-Präsident selber geht vielmehr als schlechtes Beispiel schon mit 62 ohne jede Erkrankung in Pension.

Das alles in der gleichen Zeit, da der zweitgrößte Baukonzern des Landes mit 7000 Jobs in Insolvenz gegangen ist.

Natürlich kann man sagen: Geschieht den Gewerkschaftern schon recht, wenn das Land den Bach hinuntergeht. Nur: Es leben außer betonköpfigen Gewerkschaftern noch ein paar andere in Österreich. Wie kommen die dazu, mit in deren Krise zu geraten?

Immerhin sind das ja meist fleißige, verlässliche und arbeitsame Menschen, die geglaubt haben, sich einen Wohlstand erarbeitet zu haben, der bis zum Tod reicht. Ihnen droht aber durch Rezession, Steuern, Gebühren, Abgaben und Inflation das Schwinden sämtlicher Ersparnisse. Man kann aber auch denen keinen Vorwurf machen, die in Frühpension gehen, die sich regelmäßig Kuren zahlen lassen, und die auch sonst alle Töpfe des Sozialstaats leeren. Denn nicht sie sind schuld, sondern jene, die all das beschlossen und ermöglicht haben, obwohl es nur durch ständig wachsende Schulden finanziert wird.

Bei den Schuldigen stehen zwar die Gewerkschafter an der Spitze – mit ihnen aber auch alle jene, die ihnen nie energisch Nein gesagt haben.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 10:49

    Sozialistisch ist nicht mit sozial zu verwechseln.

    Sozialismus kennt keine Zukunft, kennt keinen Anstand, keine Gesetze und Regeln, Sozialismus ist asozial und raubt den Menschen hier alles, solange es noch welche gibt, denen man was rauben kann. Dann melden wir halt den 'Konkurs' an, bloß das 'Sicherheitsnetz' fehlt, der Konkurs muss bedient werden, der Staat kann ihn nicht mehr bedienen, der ist seit 40 Jahren bankrott und macht seither nur noch Schulden. Nun geht der Kredit aus.

    Werte gewerkschaftliche Betonköpfe !

    Die Hauptschuld an dieser Misere trägt Eure Ideologie, Euer Glaube an die wunderbare Geldvermehrung, Euer Konsumglaube, Euer Wohlstandsglaube, Euer Parteiglaube, denn diese Ideologie trägt auch Eure Partei und ist nachgewiesener maßen eine Idiotie, die den Untergang Österreichs verursacht hat.

    Ihr handelt nicht für die Menschen hier, sondern gegen die Menschen. Wenn hier Dr. Unterberger schreibt, es gibt noch andere Österreicher hier, so möchte ich das schärfer formulieren: Ihr schadet allen Österreichern, auch denen, die Ihr belügt und denen Ihr sagt, wir helfen Euch, wir schützen Euch, wir schaffen Euch Arbeit, wir erhalten die Arbeit, etc.

    Was tut Ihr aber tatsächlich, Ihr verteuert die Arbeit, heizt den Konsum an und damit die Inflation, vertreibt die Arbeit dadurch aus dem Land und beschleunigt damit den Niedergang Österreichs.

    Sehr bald wird die Sozialhilfe nicht mehr ausbezahlt werden können, die Menschen leben jetzt schon, geschwächt durch den Konsumwahn, den Ihr ausgelöst und gefördert habt und der daraus folgenden Inflation, verstärkt durch Gelddrucken, auch, wenn sie zu zweit arbeiten, an der Armutsgrenze.

    Mein Vater hat das schon in den 1980-er Jahren gesagt. Es ist wie in den 1930-er Jahren, bloß die Regierungen machen heute Schulden und die Wähler waren damit einverstanden und haben Eure Ideologie (=Idiotie) gewählt, statt selbst zu denken und selbst zu leben. Jetzt seid Ihr dran, zu erklären, zu bekennen, was Ihr gepredigt, gelogen und getan habt.

    Ihr werdet wohl auch dann noch, wenn der Hunger im Land ist, die Reduktion der Arbeitszeit, die Erhöhung des Urlaubes fordern, wie ich Euch kenne.

    Ihr seid schuld an der ganzen künstlichen (weil sie auf Kredit ist) 'Spaßgesellschaft' und Freizeitgesellschaft. Etwa 1970 hat Österreich aufgehört zu arbeiten und begonnen, auf Kredit zu leben, denn es gab ja den 'Wohlstand', der jetzt in einen 'Unwohlstand' kippt, denn der Exekutor hat schon 2x geklingelt, die Inflation überholt alle Pensionen, Sozialhilfen und sonstigen 'sozialen Segnungen', die Ihr gefordert und bekommen habt, solange es noch Tüchtige im Land gab.

    Nun aber zwingt Ihr die Tüchtigen, das Land zu verlassen, denn, wenn man Euch so zuhört, ist Österreich kein Land der Arbeit mehr und verkommt immer mehr zum 'sozialistischen Pardies', 'Sozialparadies' habt Ihr den Menschen vorgelogen.

    Ich fordere die Wähler, die hoffentlich jetzt endlich erkennen, wen sie gewählt haben und wozu das geführt hat, diese Ideologie (=Idiotie) nicht mehr zu wählen, um wenigstens den Zerfallsprozess und den Bürgerkrieg zu verlangsamen.

    Ihr seid es schon, Ihr Gewerkschafter, Ihr habt zusammen mit der sozialistischen Partei Österreich federführend ruiniert.

    Sozialistisch hat leider mit sozial nichts zu tun, solange gelogen wird und der Boden der Realität verlassen wird.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 01:08

    Wir haben in Österreich eine Koalitionsregierung von 2 sozialistischen Parteien. So sehen die Wirtschaftsdaten auch aus.
    Die Arbeitskosten stiegen um 4,8 %. In Deutschland fielen die Lohnsteigerungen zumindest der letzten 10 Jahre äußerst moderat aus und zusätzlich nahm das Qualitätsimage zu. So wurde die Inflation beherrscht. Bei uns ist es genau umgekehrt.
    Die neue Familienförderung bringt pro Kind 56 Cent/Monat. Nach jahrelangem Stillstand! Auch das ist sozialistisch, aber nicht sozial.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 04:34

    Letzen Endes erweist sich die vielgerühmte Sozialpartnerschaft als lähmender Klotz am Bein von Österreichs Leistungsbereitschaft und Konkurrenzfähigkeit.

    Schon lange beneidet uns niemand mehr - schon gar nicht die aufstrebenden BRICS-Staaten - um diesen lähmenden Konsens von Links und Rechts!

    Was eine bequeme Funktionärsschicht nicht mehr schafft, das ermöglicht hoffentlich so rasch wie möglich die internationale Konkurrenz: Flexibilität, Leistungswille und nicht zuletzt mehr Privat und weniger Staat. Möge die Übung gelingen!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 08:43

    Das "Milky girl account" der Gewerkschaft ist ganz simpel gestrickt:

    -Wir brauchen WACHSTUM
    -Daher brauchen wir höheren KONSUM
    -Den erreichen wir nur durch höhere LÖHNE

    Nur das verstehen die Mitglieder und SPÖ-Wähler, sogar im hintersten "Wood-Quarter"
    *Ironie aus*

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 10:26

    China sagt: Dankeschön...

    Laut dem konservativen amerikanischen Think Tank "Heritage Foundation" investiert China derzeit etwa 36,7 Milliarden US-Dollar in Europa. In der EU-Kommission werden die chinesischen Investitionen zunehmend als Problem angesehen... Hm, könnte es sein, daß die EUler schon den Brandgeruch aus der Bude der NWO-Despoten bemerken?

    In Griechenland, Portugal und Italien sind chinesische Einkäufer herzlich willkommen. In Griechenland hat man sich (vorerst) 2 Piers im Hafen von Piräus für die nächsten 35 Jahre gesichert. "Wir wollen Piräus zum Knotenpunkt des Containerverkehrs zwischen Fernost und Osteuropa - sowie dem Balkanraum - ausbauen.", sagte Cosco-Präsident, Wei Jiafu.

    Darüber hinaus hat das Reich der Mitte bei griechischen Werften Schiffe im Wert von 270 Millionen US-Dollar geordert. Ein Auftrag, der in dieser strategisch wichtigen griechischen Branche dankend angenommen wurde.

    Finanziell angeschlagene EU-Staaten halten sehnsüchtig Ausschau nach chinesischen Unterhändlern. Und die Chinesen geben ihre strategisch angehäuften "Papierln" sehr gern gegen Sachleistungen (Hardware).

    Still und leise und listig haben die Chinesen die "Dollarfalle" aufgebaut und wechseln jetzt gegen EURO. Über eventuelle "Wahrungsverluste" können sie nonchalant hinwegsehen... Die "Papierln" interessieren sie eh nicht so wirklich. Dieses Mittel ist aber ein Folterinstrument für die Rothschild-Rockefeller-Morgan-Goldman(etc.)-Bande... Diese "Bande" ist drauf und dran diesen subtilen "Krieg" zu verlieren. In ihrer Gier und Arroganz haben sie vergessen, daß andere auch Hirn haben!

    Die Chinesen haben auch bereits begonnen in Afghanistan zu investieren. Selbstverständlich wird man dem "Heilsbringer" gestatten, ohne Gesichtsverlust, den SIEGREICHEN Rückzug zu verkünden... geschenkt.

    Was hat das alles mit uns und unseren Gewerkschaften etc. zu tun? Eigentlich nix. Die Kaufkraftverluste sind programmiert... naturgesetzlich festgelegt, bei einer Schulden- und Finanzblase. Lohnerhöhungen, Lohnsenkungen... völlig wurscht. Das weitere Aufpumpen der Immo-Blase "berichtigt" sowieso alles... und jeden. Inflation, Deflation, Stagflation... Alle diese Begriffe müssen sich hierzulande abwechselnd und gemeinsam auftretend in der Realität manifestieren...

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 14:00

    @Josef Maierhofer

    "Aber, wie war es denn in den 1960-er Jahren, als unser Schulsystem zu den besten der Welt gehörte ?"

    *********!
    Seit den beginnenden 70er-Jahren geht's damit leider kontinuierlich bergab. Ein Schulversuch jagt den anderen, ein roter Unterrichtsminister folgt dem anderen, die verquere "Lehre" der 68er-Bewegung beginnt zu wirken---die ANTIAUTORITÄRE Kindererziehung hält Einzug.

    Endlich sind wir dort angelangt, wo uns die 68er damals* haben wollten. Sie haben den Marsch durch die Institutionen durchgezogen, ihre Leute stehen überall an den "richtigen" Stellen, an den Schalthebeln der rot-grünen Macht. Das Ergebnis ihrer "Bemühungen" ist erschreckend; man sieht es deutlich an den Schulergebnissen. Eine traurige und zugleich gefährliche Bilanz, weil unseren Kindern die Wettbewerbsqualität gänzlich fehlt.

    *Nicht ganz, denn das Beispiel von Otto MUEHLS Konzept "Friedrichshof" wäre die Idealvorstellung gewesen. Zum Glück gab's damals doch noch Leute mit intaktem gesundem Menschenverstand, die diesen sozialistischen Traum für die Allgemeinheit verhindern konnten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2013 09:56

    Nicht nur die Gewerkschaften sind es die den Erfolg von Exportindustrien schwer beschädigen.

    Sondern beim Beschädigen der Exportindustrien Österreichs, Deutschlands und ganz Europas ist auch dabei:

    - Die Klimalobby
    - Die EU-Kommission
    - Die EU-Gesetzgebung (Ratspräsidentschaft)

    Ein aktuelles Beispiel:

    Die Deutschen stemmen sich derzeit mit alle Kraft gegen die neugeplante EU-weite Kfz-Abgasregelung die mit einer neuen EU-Richtlinie eingeführt werden soll:

    Deutschland verhindert neue Kfz-Abgasregelung (28.06.2013)

    Deutschland konnte die Abstimmung über schärfere Abgasnormen für Autos verhindern. Diese würden deutsche Hersteller unter Druck setzen.


    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1424051/Deutschland-verhindert-neue-KfzAbgasregelung?parentid=0&act=2&isanonym=null

    Diese schärfere Abgasnorm würde die erfolgreichen deutschen Premium-Hersteller: Mercedes, BMW, Audi usw. (aber auch die französichen Peugeout, Citroen usw.) enorm unter Druck setzen. Diese Autos würde teurer werden, dafür fahren sie mit etwas weniger Abgasen.

    Warum sollte sich dann ein Autofahrer in USA, Kanada, China, Australien, Russland, Südafrika noch weiterhin einen teuren Mercedes, BMW, Audi wenn er genausogut einen Lexus (aus Japan) oder Hyundai (aus Korea) kaufen kann, das sind auch schöen Premium-Limousinen mit allen Goodies - aber halt um Vieles preisgünstiger.

    Wir in Österreich sollten auch an unsere bisher erfolgreiche österr. Autozulieferindustrie denken.


    Ich wünsche Angela Merkel und den Deutschen bei diesem Thema viel Glück, sie haben die Pflich die deutsche Industrie zu verteidigen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnna Marie
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2013 13:32

    Sehr zu empfehlen (es lohnt sich)
    Ulrich Schacht im Gespräch mit Michael Vogt mit einem Plädoyer wider den dritten Totalitarismus.

    Ulrich Schacht wurde im Frauengefängnis Hoheneck, wo seine Mutter inhaftiert war, geboren und wuchs in Wismar auf. Nach Handwerkslehre und Sonderreifeprüfung studierte er in Rostock und Erfurt evangelische Theologie. 1973 wurde er in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die Bundesrepublik Deutschland entlassen. Doch die BRD erweist sich als alles andere als das „gelobte Land“, und eine EU, die sich zunehmend zur EUdSSR entwickelt läßt alte Erinnerungen im neuen Gewande aber nicht minder schlimm auferstehen.

    Widerspruch und Widerstand ist angesichts eines neuen bürokratischen Totalitarismus angesagt. Es geht wieder um die Freiheit, die, kaum gewonnen (erschien) schon wieder gefährdet ist.Wer unsere Zeit nämlich verstehen will – ihren symbiotischen Charakter aus deformiertem Nationalstaat, säkularisierter Gesellschaft und entfesseltem Ökonomismus –, der tut gut daran, einem berühmten, geschichtlich aber scheinbar ad acta gelegten Traktat des 19. Jahrhunderts erneut Aufmerksamkeit zu schenken, der zum einen als die meist verbreitete politische Kampfschrift der Menschheitsgeschichte gilt und zum anderen, je nach Position, als ihr optimistischstes oder verhängnisvollstes ideologisches Dokument: Dem 1848 erstmals erschienenen „Kommunistischen Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels. Hier finden sich mit frappierender Präzision all jene sozial-ökonomischen Phänomene freigelegt, die wir heute prozeßfaktisch überdeutlich wahrnehmen, indem wir sie als eine fast täglich zunehmende Totalität erfahren, der wir nicht mehr zu entkommen scheinen, weil ihre Dominanz sich wie der Eintritt eines unabänderlichen Himmelsgesetzes in den irdischen Horizont entfaltet: Der Totalität jenes entfesselten Kapitalismus (auch Turbo-Kapitalismus genannt), der das Alltagsleben der Menschen systemisch in eine „Hölle der Optimierung“ verwandelt.
    Interview:
    http://www.alpenparlament.tv/video/warum-entfesselter-kapitalismus-nicht-feind-sondern-erfuller-des-kommunismus-ist/


alle Kommentare

  1. Bookworm (kein Partner)
    30. Juni 2013 12:19

    Sie verstehen einfach nicht die sozialistische Gewerkschaftslogik: Weil die Griechen, Portugiesen & Co seit der Euro-Einführung ihre Arbeitskosten so irr hoch getrieben haben, dass sie pleite sind - nach dieser Lesart "Die Deutschen" und natürlich wir mit, daran schuld, weil hier eine "zu große Lohnzurückhaltung" geübt wurde. Bekanntlich in einem Nieddriglohnland wie Deutschland und Österreich....

    Folgerichtig müssen also auch bei uns die Arbeitskosten rasch so hoch getrieben werden, damit - angeblich - diese EU-Südländer mit ihren bekannten und sooo "gefragten" Hightech-Produkten :-) wieder "wettbewerbsfähig" würden. "Wir" müssen natürlich "die Konsumkraft der Bevölkerung" damit stärken damit - was denn? Ach so: Die Importe aus den Billiglohn-Staaten Ostasiens bei uns "angekurbelt" werden...

  2. Der Boss (kein Partner)
    29. Juni 2013 14:34

    Zugleich haben wir wegen der Öko-Lobbys inzwischen Energiepreise, die schon bis zum Vierfachen der amerikanischen ausmachen.

    Klar, wenn der Unterberger das sagt... Quellen gibts wie üblich nicht.

    Den Gewerkschaften (mit ihren zweifellos oft grenzdebilen Forderungen) die alleinige Schuld an der Rezession in die Schuhe zu schieben zeigt nur erneut, wie weit der geistige Horizont von Unterberger geht.

    • AppolloniO (kein Partner)
      30. Juni 2013 11:39

      Der Boss hirnt nix!
      Er sucht Quellen für überteuerte Energiepreise, die Millioneninvestitionen der VOEST in Amerika für Stahl der in Europa(!) gebraucht wird, interessiert ihn da kaum.
      Unterberger gab nie den Gewerkschaften die alleinige Schuld. Er wackelt lediglich an ihrem unantastbaren Podest und dem der anderen Sozialpartner.
      Und das gehört unterstützt.

  3. Anna Marie (kein Partner)
    29. Juni 2013 13:32

    Sehr zu empfehlen (es lohnt sich)
    Ulrich Schacht im Gespräch mit Michael Vogt mit einem Plädoyer wider den dritten Totalitarismus.

    Ulrich Schacht wurde im Frauengefängnis Hoheneck, wo seine Mutter inhaftiert war, geboren und wuchs in Wismar auf. Nach Handwerkslehre und Sonderreifeprüfung studierte er in Rostock und Erfurt evangelische Theologie. 1973 wurde er in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die Bundesrepublik Deutschland entlassen. Doch die BRD erweist sich als alles andere als das „gelobte Land“, und eine EU, die sich zunehmend zur EUdSSR entwickelt läßt alte Erinnerungen im neuen Gewande aber nicht minder schlimm auferstehen.

    Widerspruch und Widerstand ist angesichts eines neuen bürokratischen Totalitarismus angesagt. Es geht wieder um die Freiheit, die, kaum gewonnen (erschien) schon wieder gefährdet ist.Wer unsere Zeit nämlich verstehen will – ihren symbiotischen Charakter aus deformiertem Nationalstaat, säkularisierter Gesellschaft und entfesseltem Ökonomismus –, der tut gut daran, einem berühmten, geschichtlich aber scheinbar ad acta gelegten Traktat des 19. Jahrhunderts erneut Aufmerksamkeit zu schenken, der zum einen als die meist verbreitete politische Kampfschrift der Menschheitsgeschichte gilt und zum anderen, je nach Position, als ihr optimistischstes oder verhängnisvollstes ideologisches Dokument: Dem 1848 erstmals erschienenen „Kommunistischen Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels. Hier finden sich mit frappierender Präzision all jene sozial-ökonomischen Phänomene freigelegt, die wir heute prozeßfaktisch überdeutlich wahrnehmen, indem wir sie als eine fast täglich zunehmende Totalität erfahren, der wir nicht mehr zu entkommen scheinen, weil ihre Dominanz sich wie der Eintritt eines unabänderlichen Himmelsgesetzes in den irdischen Horizont entfaltet: Der Totalität jenes entfesselten Kapitalismus (auch Turbo-Kapitalismus genannt), der das Alltagsleben der Menschen systemisch in eine „Hölle der Optimierung“ verwandelt.
    Interview:
    http://www.alpenparlament.tv/video/warum-entfesselter-kapitalismus-nicht-feind-sondern-erfuller-des-kommunismus-ist/

  4. Unglaublichkeiten (kein Partner)
    29. Juni 2013 11:02

    Israelische Forscher haben ...... (natürlich sind es die Juden, wer denn sonst???)

    http://www.welt.de/wissenschaft/article117549279/Dieses-Auto-wird-mit-Wasser-betankt.html

    Dabei werden alle Technologien die "freie Energie" liefern könnten absichtlich unterdrückt um die Profite der Ölkonzerne nicht zu gefährden
    (siehe Prof. Turtur muss Forschung einstellen: Ich habe einen Raumenergie-Motor gebaut und an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg verifiziert.)

    http://www.politaia.org/wissenschaft-forschung/technologie/prof-turtur-muss-forschungsarbeit-an-raumenergiekonverter-einstellen/

    Und jetzt sind es gerade die Israelis die diese Erfindung vermarkten dürfen. Welch ein Zufall aber auch!

    GFE-Skandal: Die unbemerkte, unterdrückte Revolution in der Energiewirtschaft!

    Nicht nur Gustl Mollath wird weiter in der Irrenanstalt festgehalten, als sei nichts geschehen, nein, die unsägliche “Justizministerin”- Schaustellerin Merk hockt immer nach wie ein Protz unbehelligt auf ihren Posten.

    Ein weiterer Fall (in diesem Falle Knast und nicht Irrenanstalt, aber das kann ja noch werden) ist der himmelschreiende Fall der Firma GFE in Nürnberg. Damit die Angelegenheit nicht in Vergessenheit gerät, möchte ich den Brief des Geschäftsführers Horst Kirsten aus dem Jahre 2011 veröffentlichen und -quasi als Update- die jüngste Pressemitteilung von Horst Kirsten.

    Auch Herr Kirsten sitzt weiterhin im Knast. Er hat sich auch mit einem besonders potenten Feind angelegt:

    Mit der Energie-Mafia.
    pRESSEMITTEILUNG Nürnberg, den 19.05.2013 Verfasser: Horst Kirsten – horstkirsten.de, JVA Nürnberg, Mannertstr. 6 90429 Nürnberg
    hier weiter:
    http://lupocattivoblog.com/2013/06/27/gfe-skandal-die-unbemerkte-unterdruckte-revolution-in-der-energiewirtschaft/

    • Der Boss (kein Partner)
      29. Juni 2013 14:38

      Ach du meine güte, freie Energie. Ja wo werden denn diese tollen Ideen unterdrückt? Man bekommt doch im Internet an jeder Ecke Baupläne von Maschinen die angeblich freie Energie liefern sollten. Nur habe ich komischerweise noch nie eine solche Maschine gesehen.
      Sogar ihr Professor stellt einen Bauplan ins Netz - ja bauens das Ding doch nach bitte!

    • Unglaublichkeiten (kein Partner)
      29. Juni 2013 16:05

      Der Boss
      Schon Prof. Turtur gegoogelt? Nein? Aber nur blablabla immer dieselbe Sch....!
      Sie haben auch noch nie etwas von Nikolas Tesla oder Viktor Schauberger gehört. Eh' klar - sie können ja nur das wiedergeben, was sie von ihren Genossen gelernt haben, oder sie gehören zu denjenigen die extra dafür bezahlt werden um neue Technologien im Netz in Verruf zu bringen um somit jede Diskussion zu unterbinden.
      Ihre Meinung ist die Meinung der Massenmedien, sie haben keine eigene.

    • Der Boss (kein Partner)
      29. Juni 2013 17:25

      Nun von diesen Menschen habe ich durchaus gehört und sie haben auch großes geleistet, nur die angeblich unterdrückte freie Energie ist trotzdem bis dato Bauernfang im Internet.
      Ich habe zudem nichts von Genossen gelernt, und bin auch nicht dafür zu haben neue Technologien zu unterdrücken.

      Bauen sie ein freies Energiekastel, beweisen Sie dessen Funktionalität und werden sie reich, es würde mich für Sie freuen, ebenso wie die Welt die dann nahezu kostenlose Energie bekommt.

      Wie funktioniert das eigentlich? Angeblich wird die Technologie unterdrückt, und doch findet man haufenweise "Bauanleitungen" im Netz. Wann werde ich da unterdrückt? Kommt die OMV wenn ich die Anleitung sauge oder erst wenn ich das Ding zusammenbaue?

  5. Torres (kein Partner)
    29. Juni 2013 10:15

    Als warnenedes Beispiel sei hier die Ladenkette "Dayli" angeführt, für deren drohende Insolvenz neben der Gewerkschaft der sogenannte "Wirtschaftsminister" Mitterlehner die Hauptverantwortung trägt.

  6. Statistiker (kein Partner)
    29. Juni 2013 01:56

    Und wieder einmal wurde kräftig am Thema vorbeigeschrieben.

    Es gab einmal eine Zeit, da wurden in Österreich Radios, Fernsehen und Reifen produziert, Tabak angebaut (selbst gesehen in Horitschon) und zu Zigaretten verarbeitet, ja sogar Zucker wurde in Hülle und Fülle produziert.

    Phillips Bandgeräte: geschlossen, Produktion in Asien.
    Semperit: Singapur
    Zigaretten: werden nur mehr importiert
    Zucker: detto

    Die Liste könnte man ewig fortsetzen.

    Was Dr. Unterberger geflissentlich unter den Tisch fallen läßt ist auch die Tatsache, dass das Lohnniveau ohnedies dramatisch gesunken ist, und die Lebenshaltungskosten empfindlich gestiegen sind.

    Beispiel:
    Einkommen 1981: Fachverkäufer Elektronikhandel ATS 26.000,-- (~ € 1900,--)
    Einkommen 2013: € 1.200,-- Sklavenlohn

    Wohnungsmiete 1981: 130m² ATS 2.300,-- ~ € 170,-- (Mietvertrag von 1971)
    Wohnungsmiete 2013: unter ~ € 1.500,-- sicher nix zu bekommen.

    Günstig geschätzt kann man sagen, dass die ATS 26.000,-- einer Kaufkraft von zumindest € 4.000,-- von heute entsprechen. Tatsächlich freuen sich Konzerne wie Media Markt/Saturn/Metro, wenn sie auf Grund gedrückter Lohnkosten mehr Profite machen können. Dass sich die verminderte Kaufkraft dabei insbesondere auf den Mittelstand negativ auswirkt interessiert dabei niemanden.

    Weil so schön ist mit Zahlen zu spielen und hier gerade Statistiken veröffentlicht wurden, und es auch gut hierherpaßt, gibt es meine Ausführungen von dort auch hier:
    http://www.andreas-unterberger.at/2013/06/die-wirtschaftskraft-der-usa-und-der-eu-im-vergleich/

    Und wieder wird die Weisheit bestärkt:
    "Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast."

    >> Arbeitslosenquote USA 7,7 %

    Die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA beträgt 16,5 % und jeder fünfte US-Bürger (= 20 %) bezieht Essensmarken.

    Deswegen werdenn auch jedes Monat 85 Milliarden Dollar neues Geld gedruckt (QE = "Quantitative Easing") in der Hoffnung, dadurch neue Arbeitsplätze schaffen zu können. Die gestern veröffentlichten Zahlen sprechen jedoch eine ganz andere Sprache.

    Wenn man halt all die Leute im arbeitsfähigen Alter, die bereits aufgegeben haben und sich nicht mehr "am Arbeitsamt melden" einfach unter den Tisch fallen läßt, dann kommen halt nur 7,7 % heraus.

    Ähnlich "daneben" sind die Außenhandelsbilanz-zahlen. Die US importieren de facto um 44 Milliarden Dollar mehr als sie exportieren - MONATLICH.

    In Österreich schaut es ähnlich aus: um ca. 9 Milliarden Euro/Jahr wird mehr importiert als exportiert:
    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/aussenhandel/hauptdaten/

    Dann braucht man sich wirklich nicht wundern, wenn die Arbeitslosenzahlen so hoch sind.

    In Zeiten des "globalen Dorfes" kann man sich aber immerhin darüber freuen, dass China nur eine Arbeitslosenrate von 4,1 % hat - und die europäischen Handelsriesen saftige Gewinne einfahren.

    Auch wenn die Handelsriesen jammern:
    "Steigende Arbeitskosten drücken PROFITE der EU-Unternehmen"
    http://www.foonds.com/article/26216

    ist es halt noch immer so, dass sie saftige PROFITE machen können, ganz einfach deshalb weil die Arbeitskosten eines chinesischen Industriearbeiters zwar von € 190,--/Monat auf € 400,-- angewachsen sind, aber damit noch immer erst die Häfte des Existenz-MINIMUMS in Österreich ausmachen.

    Herr Dr. Unterberger sei gebeten, einmal darzulegen, wie er es sich in seiner Traumwelt vorstellt, dass ein Österreicher von € 400,--/Monat in Österreich über die Runden kommen soll. Vorher kann man Steuern, Sozialabgaben, Löhne reduzieren soviel man will, es wird dadurch kein einziger Arbeitsplatz mehr geschaffen werden, weil es noch immer billiger sein wird, in China & Co produzieren zu lassen.

    Wäre Dr. Unterberger wirklich so schlau, dann würde er (seit Jahren) seine Zeit nicht damit vergeuden, über den schlechten Wirtschaftsstandort Österreich auf Grund der hohen Lohnkosten zu philosophieren.

    Vielleicht gelingt es dem Herrn Unterberger, einmal darüber nachzudenken, ob sich die Konkurrenzfähigkeit Österreichs nicht dadurch verbessern ließe, indem auf Waren aus Billigproduktionsländern so hohe Zölle aufgeschlagen werden, dass sich für seine Freunde aus der Wirtschaft die Produktion in Österreich wieder lohnt. Aber das wird denen sicher nicht schmecken, weil dadurch ihre PROFIT-Gier nicht mehr befriedigt werden kann.

    Aber ohne Produktion im eigenen Land wird das Spiel ziemlich sicher einmal aus sein. Ein Chinese ist nun einmal nicht am Abschluß einer Lebensversicherung durch einen österreichischen Versicherungsmakler (und ähnlichem) interessiert.

    Eines stimmt sicher: (Auch) China sagt: Dankeschön !

    • Anna Marie (kein Partner)
      29. Juni 2013 10:13

      Statistiker (kein Partner)
      Danke, endlich jemand der das wirkliche Problem anspricht.
      Wenn z.B. Zwiebeln aus Ägypten billiger sind, als die aus Österreich, dann stützt der österr. Steuerzahler dies. Und seien wir doch mal ehrlich, warum importieren wir Lebensmittel die in Österreich wachsen können? Man bekommt fast gar keine österreichischen Produkte mehr. Man hat uns in Abhängigkeit gebracht (siehe Ausführungen von Statistiker). Es wird immer von Exportüberschuss gefaselt und dass dies gut für uns sei, dabei verschweigen sie absichtlich, dass z.B. die Südländer dies nur mit Krediten bewerkstelligen konnten und für diese haften wir!!!!! Und wer profitiert wirklich von diesem Irrsinn? Nur die großen Konzerne und die jeweiligen Banken die dahinter stecken. Unsere Klein- und Mittelbetriebe sowie die Kleinbauern bleiben auf der Strecke. Aber gerade diese zahlen die meisten Abgaben. Die Großen kosten uns nur Geld, denn diese können dank der Gruppenbesteuerung ihre Verluste die sie im Ausland machen hier absetzen und zahlen daher fast keine Steuern. Ein gut funktionierter Binnenmarkt bringt Arbeitsplätze dort wo die Menschen wohnen (weniger LKW- und Autoverkehr ergo weniger neue Autobahnen und Instandhaltungskosten). Schon langsam aber sicher muss auch der Gutgläubigste erkennen, dass nicht alles Alte schlecht war und das ewige Wachstum keinen Vorteil für Mensch, Tier und Umwelt bringt, außer einigen Wenigen. Und das kann es doch nicht sein.
      Dieser Wahn alles zu industriealisieren zu wollen zerstört unsere Lebensgrundlage. Angefangen mit der Massentierhaltung, die nicht nur unendliches Leid für die Tiere bedeutet, sondern auch unsere Umwelt (geballte Vergiftung unseres Wassers) schädigt.
      Das Kleine kann man überblicken, das Große nicht mehr und dadurch unkontrollierbar geworden. Und genau dort müssen wir ansetzen. Wieder mehr Kleinbauern fördern und ihnen auch die Möglichkeit geben ihre Produkte direkt zu verkaufen (wozu benötigt man unübersichtliche Zwischenhändler die nur eine Verteuerung bewirken?).
      Heute werden nur mehr Jobs für die Industrie geschaffen, aber nicht mehr für die Menschen (in Wien gibt es z.B. nur mehr einen Schuster).
      Wenn der Crash kommt (er wird nur künstlich hinausgezögert), dann werden wir merken, dass z.B. ein Tischler begehrter sein wird, als ein Banker, Rechtsverdreher, Soziologe, Politologe und die noch so vielen Pseudo-Wissenschaftler.

    • Anna Marie (kein Partner)
      29. Juni 2013 10:43

      So richten es sich die Großen - auch bei uns!! (nicht vergessen: dank unserer Volkszertreter, die die Gesetzesvorlagen direkt von den Konzernrechtsanwälten 1:1 umsetzen)
      Starbucks zahlt in England für 2012 keine Steuern
      29.06.2013, 03:47 Uhr

      Trotz einem Umsatzplus zahlt Starbucks dem britischen Fiskus 2012 keine Steuern - bereits zum 15. Mal in Folge. Dass Konzerne durch Gewinnverschiebungen Steuern drücken ist bekannt, die Kritik steigt.
      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/schlupfloecher-starbucks-zahlt-in-england-fuer-2012-keine-steuern/8424306.html

    • F.V. (kein Partner)
      29. Juni 2013 13:57

      Statistiker,

      Sie haben mit Ihren Daten recht, d. h. was die USA betrifft sind sie in Wahrheit noch viel schlimmer.

      Dr. Unterberger polemisiert immer gegen den Sozialstaat, kapiert aber nicht, daß dies eine Errungenschaft ist, die in Europa (und bei uns vor allem) in Jahrhunderten mit Fleiß aufgebaut wurde, die auch dem "So-sein-wollen" und ethischem Anspruch der europäischen Völker entspricht. Es geht eben nicht an, auf dem Niveau asiatischer Ameisenmassen oder amerikanischer Analphabeten und Cowboys Vergleiche anzustellen.

      Aber es ist halt so, daß Lehrer, Psychologen, politische "Wissenschaftler" und Journalisten, ... sich ein Weltbild zusammen träumen, daß eindimensional und obendrein sogar in dieser Dimension falsch ist.

      List´s Erziehungszölle, Fichtes Geschloßner Handelsstaat, etc. sind von teiferer Einsicht, als das Gelabere von Unterberger. Wenn es keine "balance of trade" gibt, wird es irgendwann ungemütlich.

      Aber das sind hier ohnedies vergebliche Hinweise. Einige wissen das, den andern ist nicht zu helfen.

    • Anna Marie (kein Partner)
      29. Juni 2013 16:08

      F.V.
      "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen"
      Auf die heutige Zeit umgemünzt, müsste es heißen "an ihren Wissenschaften sollt ihr sie erkennen" - Zitat von Ulrich Schacht

    • Josef Maierhofer
      01. Juli 2013 10:50

      @ Anna Marie (kein Partner)

      Genau wegen der vielen unnötigen (ich sage immer künstlichen) Berufe, wird die Not beim Zusammenbruch wegen der Arbeitslosigkeit sehr groß werden.

      So ist auch so manche Industrie unnötig, etwa die Konsumgüterindustrie, die keinen Nutzen, aber immensen Schaden anrichtet. Investitionsgüter- und Maschinenindustrie sollte man allerdings pflegen und hegen, solange sie Dinge erzeugen, die gebraucht werden in der Welt.

      Unlängst habe ich bei einem Treff mit meinen Geschwistern darüber gesprochen, wie der Fernseher angefangen hat, es gab Sendungen von 17 bis etwa 20 Uhr, Kindersendungen und dann die Abendnachrichten. Das hat das Familienleben noch nicht so sehr gestört, aber zum Vergleich heute, jedes Kind hat einen Fernseher und einen Computer im Zimmer und kommt vor lauter Konsumramsch nicht mehr zum Leben, von Familienleben ganz zu schweigen.

      Wir haben es verlernt zu leben.

      Aber, wenn man genau schaut, viele rudern bereits in Richtung Bodenständigkeit.

      Sogar in der Politik hätten wir eine 'Heimatpartei', die auch dieses Hölzl aufnehmen könnte.

  7. Observer
    28. Juni 2013 14:38

    Zu den Energiepreisen in den USA:

    Die US-Energiepreise waren wegen der viel niedrigeren Steuerbelastung immer schon niedriger als in Österreich, aber vom vierfachen ist kaum die Rede. Die aktuellen Verbraucherpreise in den USA sind:

    Heizgas
    1000 Kubikfuß = US $ 4,60 für die Industrie (Privatabnehmer zahlen immer schon zirka das Doppelte). In den vergangenen 4 Jahren gab es nur geringe Schwankungen.
    Dieser Industriepreis entspricht zirka € 0,124/m3, der Haushalt meist € 0,25/m3
    (Österreich: Haushalt € 0,60/m3, die Industrie kauft billiger ein)

    Elektr. Strom
    1 Kilowatt für die Industrie = US$ 0,08 – 0,11 (Haushalte: 10 – 18 US Cent), in Hawaii und Alaska wesentlich mehr.
    Der Industriepreis entspricht also € 0,06 – 0,085 pro Kilowattstunde
    (Österreich: Haushalt € 0,18 – 0,20, Industrie zahlt ebenfalls weniger)

    Benzin
    1 US Gallone = US $ 3,20 – 4,20, dies entspricht € 0,65 – 0,85 pro Liter (Diesel ist meist geringfügig teurer)
    Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass beim Benzinpreis gerundet ca. 12 % Steuern, 8 % für die Distribution, 14 % Raffineriekosten und 67 Prozent auf das Rohöl entfallen. Beim Diesel lauten die Prozentsätze: 13+16+9+62 %.
    (Österreich: € 1,40/Liter für Super, € 1,30/Liter für Diesel)

    Verwendete Umrechnungsschlüssel:
    1 US $ = € 0,766, 1 US Gallone = 3,785 Liter, 1 m3 = 35,3 Kubikfuß, 1 m3 Erdgas = 11,2 Kilowatt

    • Erich Bauer
      28. Juni 2013 15:54

      Während Sie hier noch Erbsen zählen...

    • Observer
      28. Juni 2013 20:50

      Erich Bauer:
      Aus dieser Aufstellung geht doch eindeutig hervor, dass die österreichischen Energiepreise im Wesentlichen wegen der extremen Steuerbelastung so hoch sind. Das in den USA seit einigen Jahren geförderte Schiefergas hat den Rohstoffpreis für "Natural gas" nur geringfügig nach unten gedrückt. Übrigens: unter Gas (Abk. für Gasoline) versteht man in den USA in erster Linie den Fahrzeugtreibstoff Benzin.

    • dssm
      28. Juni 2013 21:26

      @Observer
      Erst einmal herzlichen Dank!
      Da Sie sich schon hineingearbeitet haben, die Frage: Woher kommt der Preisunterschied zwischen WTI und Brent? An der Qualität scheint es ja nicht zu liegen, der Transport kostet sehr wenig.

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 22:21

      Brent ist zähflüssiger und schwerer verarbeitbar, nach meinem bescheidenen Wissensstand.

    • Anna Marie (kein Partner)
      29. Juni 2013 10:22

      Observer
      Was sie nicht erwähnen ist, dass durch das Fördern des Schiefergases die Umwelt stark geschädigt wurde und die dort lebenden Menschen darunter leiden müssen. Ich frage sie: was ist wichtiger, der kurzfristige Profit für einige Wenige, oder Trinkwasser für die Menschen????
      Lesen sie mal:
      In den USA können Beschwerden über die Wasserqualität jetzt als »terroristischer Akt« bezeichnet werden
      F. William Engdahl

      Die Kontaminierung des Trinkwassers ist überall in den USA zu einem erheblichen Problem geworden. Die verbreitete Praxis des »Fracking«, eines neuen Verfahrens zur Gewinnung von Erdgas und Öl aus Schiefergestein, hat sich in nur fünf Jahren zu einer Milliarden-Industrie entwickelt. Beim Fracking werden Millionen Liter giftiger Chemikalien und Wasser in den Boden gepresst. Schon mehrfach wurde das Verfahren für Giftstoffe im Trinkwasser von Pennsylvania bis Texas verantwortlich gemacht.
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/in-den-usa-koennen-beschwerden-ueber-die-wasserqualitaet-jetzt-als-terroristischer-akt-bezeichnet-.html

    • Observer
      29. Juni 2013 12:26

      Anna Marie (kein Partner):
      Sie haben vollkommen Recht, die Gewinnung von Schiefergas ist sehr bedenklich und eigentlich abzulehnen. Wenn man die Kurve des Gaspreises in den USA über mehrere Jahre beobachtet, dann gab es keine dramatische Preisreduktion durch diese zusätzliche lokale Erschliessung (siehe: http://www.eia.gov/dnav/ng/hist/n3035us3m.htm ). Es gibt aber ernsthafte Bemühungen, den nachhaltig wirklich schädigenden Chemikalieneinsatz durch harmlose Mittel zu ersetzen.
      Unser werter Blogbetreiber AU gehört zu Deiner kleinen Gruppe, welche eine eigenartige Einstellung zu Klimaänderung, Schiefergas, Fotovoltaik, Windstrom, Atomenergie, Radfahren usw. hat.

    • Observer
      29. Juni 2013 15:50

      Korrektur zu meinem Beitrag 12,26 Uhr:
      Da hat sich ein D eingeschlichen, es sollte anstelle Deiner richtig "einer kleinen Gruppe ..." lauten.

  8. Erich Bauer
    28. Juni 2013 14:30

    (Zitat A.U.): "...gleich um 4,8 Prozent gestiegen. Die Konkurrenz in China&Co sagt da nur noch: Dankeschön..."

    Da ich derzeit ganz "teppert" bin auf meine Wiederentdeckung von "O Lucky Man"... Hier etwas über "Poor People". Vorsicht, doppelbödig.

    http://www.youtube.com/watch?v=DgPwnvpF1m4

    Poor people are poor people -
    And they don't understand
    A man's got to make whatever he wants-
    And take it with his own hands.

    Poor people stay poor people -
    And they never get to see
    Someone's got to win in the human race-
    If it isn't you, then it has to be me.

    So smile while you're makin' it-
    Laugh while you're takin' it-
    Even though you're fakin' it-
    Nobody's gonna know.
    Nobody's gonna know.

    It's no use mumbling.
    It's no use grumbling.
    Life just isn't fair-
    There's no easy days
    There's no easy ways
    Just get out there and do it!

    And sing and they'll sing your song-
    Laugh while you're getting on-
    Smile and they'll string along-
    And nobody's gonna know.
    Nobody's gonna know.
    Nobody's gonna know.
    And nobody's gonna know.

  9. Undine
    28. Juni 2013 14:00

    @Josef Maierhofer

    "Aber, wie war es denn in den 1960-er Jahren, als unser Schulsystem zu den besten der Welt gehörte ?"

    *********!
    Seit den beginnenden 70er-Jahren geht's damit leider kontinuierlich bergab. Ein Schulversuch jagt den anderen, ein roter Unterrichtsminister folgt dem anderen, die verquere "Lehre" der 68er-Bewegung beginnt zu wirken---die ANTIAUTORITÄRE Kindererziehung hält Einzug.

    Endlich sind wir dort angelangt, wo uns die 68er damals* haben wollten. Sie haben den Marsch durch die Institutionen durchgezogen, ihre Leute stehen überall an den "richtigen" Stellen, an den Schalthebeln der rot-grünen Macht. Das Ergebnis ihrer "Bemühungen" ist erschreckend; man sieht es deutlich an den Schulergebnissen. Eine traurige und zugleich gefährliche Bilanz, weil unseren Kindern die Wettbewerbsqualität gänzlich fehlt.

    *Nicht ganz, denn das Beispiel von Otto MUEHLS Konzept "Friedrichshof" wäre die Idealvorstellung gewesen. Zum Glück gab's damals doch noch Leute mit intaktem gesundem Menschenverstand, die diesen sozialistischen Traum für die Allgemeinheit verhindern konnten.

    • Undine
      28. Juni 2013 14:11

      Ach, du meine Güte, dieser Kommentar hat sich gründlich verlaufen! Er war als Antwort für J.M. gedacht beim Thema "Bildung in Österreich: viel Geld, viel Unzufriedenheit, viele Fehler" vom 26. 6.!

      Aber ein bißchen paßt er ja sogar zum heutigen Thema "China sagt: Dankeschön", denn nicht zuletzt ist es der im Vergleich zu Österreich hervorragende Stellenwert des Schulunterrichts in China, wo wir schon lange nicht mehr mithalten können; die Chinesen wissen, worauf es ankommt, wir nicht mehr---danke, Claudia Schmied!

    • Josef Maierhofer
      28. Juni 2013 19:11

      @ Undine

      Natürlich es geht bergab auf allen Gebieten seit dieser Zeit, alles wurde inflationär und ideologisch, Absolventenzahlen, Anforderungen an Prüflinge, Lehrerzahlen pro Klasse, auch die Ausgaben stiegen und die Chancen für den Jobeinstieg sind stark gesunken. Aber man kann sich in der Schule wohlfühlen, nach der Schule wird einem dann Unwohl werden, wenn das 'erworbene' (eigentlich nicht erworbene) Wissen fehlt und durch 'Kompetenzen' ersetzt wurde.

      Ja, Sie haben recht, China sagt Dankeschön und liefert den Konsumramsch für die Blöden und Blödgemachten hier und verdient sich damit zusätzlich eine goldene Nase.

      Bergauf ging es mit den Steuern, mit der Beamtenzahl, mit den unnötigen (künstlichen) Jobs, die nun bald keiner mehr zahlen können wird, bzw. seit 40 Jahren nicht mehr bezahlt werden kann, außer auf Kredit).

      Inzwischen mussten die Firmen, die noch was konnten, alles Know How in China abliefern, als 'Belohnung' kauft man sie dann auf und 'entsorgt' sie dann, so geschehen bei Rover in GB.

  10. RR Prof. Reinhard Horner
    28. Juni 2013 13:25

    reinhard.horner@chello.at

    Wollen wir chinesische Verhältnisse?

    Haben wir ein Österreich mit „rasch wachsender Arbeitslosigkeit“, wo „das Schwinden sämtlicher Ersparnisse“ droht? Ein Land, in dem nicht sozialer Missbrauch ein schuldhaftes Verhalten ist, sondern die Schaffung sozialer Maßnahmen und Einrichtungen?

    Wie lässt sich die Gewerkschaft sachlich wirksam kritisieren, wenn man sie pauschal verteufelt und ihre Leute als „betonköpfige Gewerkschafter“ beschimpft?

    Wer soll übrigens mit der frei erfundenen Nachricht verdummt werden, dass der ÖGB-Präsident mit 62 ohne jede Krankheit in Pension gehe? Erich Foglar wird heuer 58 und ist kürzlich wiedergewählt worden. Johann Böhm starb im Amt mit 73 und Anton Benya ist mit 75 zurückgetreten. Weder Franz Olah, als er 1963 mit 57, Fritz Verzetnitsch, als er 20006 mit 59 und Rudolf Hundstorfer, als er 2008 mit 59 Bundesminister wurde, sind mit 62 in Pension gegangen.

    „Wir brauchen eine ganz andere Politik.“ Dieses dem ÖGB abverlangte „Schuldeingeständnis“ lässt Arges befürchten. Denn wir brauchen eine ganz andere Information ohne herabsetzende Erfindungen und mit angemessener Berücksichtigung der nicht geringen Meriten, die sich „die Gewerkschaft“ in der Zweiten Republik erworben hat.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      29. Juni 2013 03:13

      Na dass der Herr RR ein g'standener Gewerkschafter ist, war ja eh zu erwarten. Dass er sich fuer die Bosse der Genossen gar so in's Zeug haut, etwas weniger.

    • Bookworm (kein Partner)
      30. Juni 2013 12:37

      Weil durch unsere politisch erzwungenen "alternativen" und "erneuerbaren" Energiepreiserhöhungen und der CO2-Besteuerung sich eben die Investition in eine Direktredeuktionsanlage für Eisenerze am steirischen Erzberg nicht (mehr) lohnt und das Risiko der politischen Willkür neuer Energieabgaben zu hoch wurde hat die voestalpine eben vorausschauend entschieden, eine solche Anlage zur Vormaterialversorgung der Linzer Hochöfen im südlichen Texas zu bauen.

      Dass, was nicht gesagt wurde, dort die erforderlichen Behördenverfahren binnen eines Jahres in dem Industriegelände abgewickelt werden - in Österreich der "Bürgerinitiativen" und Grünfaschos aber ein halbes Jahrzehnt und mehr dauern könnten, wurde eh nicht offen ausgesprochen.

      Diese Entscheidung des Linzer Managements ist nur ein kleines Beispiel, wie rasch die Entindustrialisierung auch aus Österreich ablaufen wird. Der nächste Fall steht schon vor der Türe: Magna wird in fünf Jahren kaum mehr in Österreich produzieren. Woher ich das wissen will? Vor fast einem Jahr wurde ich (unbeabsichtigt) Mithörer eines sehr intensiven Gesprächs von gehobenen Magna-Mitarbeitern des Mittelmanagements mit einem deutschen Kunden in einem Nachbarland - nach dem mir die Grausbirnen aufgestiegen sind...

  11. plusminus
    28. Juni 2013 13:24

    OT

    Laut einer IHS-Studie klagen in Österreich viele Studenten über ihre finanzielle Notlage.

    http://orf.at/stories/2188635/2188634/

    Warum macht dann die Kirche nicht ein Studentenheim aus dem Servitenkloster für unsere einheimischen, notleidenden Studenten, sondern ein Flüchtlingsheim für sogenannte "Ankerkinder"?

    http://wien.orf.at/news/stories/2590433/

    Da bleibt einem die Spucke weg!

  12. Tullius Augustus
    28. Juni 2013 13:23

    Zu genau dem von Dr. Unterberger oben angesprochenen Thema: die 'internationale wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Österreichs' gibt es seit heute eine sehr interessante Sendung von Ö1:

    "Saldo" vom Freitag, 28.6.2013, Beginn 9:44 - Noch 7 Tage lang anzuhören auf:

    http://oe1.orf.at/konsole?show=ondemand

    Da kommen zu Wort: Mitterlehner, Herr Mag. Georg Kapsch von der IV, Dr. Franz Schellhorn, Hundstorfer, Dr. Bernhard Felderer und einige mehr. Auch von den Staatschulden ist die Rede.


    Ich empfehle diese Radiosendung anzuhören.

  13. Josef Maierhofer
    28. Juni 2013 10:49

    Sozialistisch ist nicht mit sozial zu verwechseln.

    Sozialismus kennt keine Zukunft, kennt keinen Anstand, keine Gesetze und Regeln, Sozialismus ist asozial und raubt den Menschen hier alles, solange es noch welche gibt, denen man was rauben kann. Dann melden wir halt den 'Konkurs' an, bloß das 'Sicherheitsnetz' fehlt, der Konkurs muss bedient werden, der Staat kann ihn nicht mehr bedienen, der ist seit 40 Jahren bankrott und macht seither nur noch Schulden. Nun geht der Kredit aus.

    Werte gewerkschaftliche Betonköpfe !

    Die Hauptschuld an dieser Misere trägt Eure Ideologie, Euer Glaube an die wunderbare Geldvermehrung, Euer Konsumglaube, Euer Wohlstandsglaube, Euer Parteiglaube, denn diese Ideologie trägt auch Eure Partei und ist nachgewiesener maßen eine Idiotie, die den Untergang Österreichs verursacht hat.

    Ihr handelt nicht für die Menschen hier, sondern gegen die Menschen. Wenn hier Dr. Unterberger schreibt, es gibt noch andere Österreicher hier, so möchte ich das schärfer formulieren: Ihr schadet allen Österreichern, auch denen, die Ihr belügt und denen Ihr sagt, wir helfen Euch, wir schützen Euch, wir schaffen Euch Arbeit, wir erhalten die Arbeit, etc.

    Was tut Ihr aber tatsächlich, Ihr verteuert die Arbeit, heizt den Konsum an und damit die Inflation, vertreibt die Arbeit dadurch aus dem Land und beschleunigt damit den Niedergang Österreichs.

    Sehr bald wird die Sozialhilfe nicht mehr ausbezahlt werden können, die Menschen leben jetzt schon, geschwächt durch den Konsumwahn, den Ihr ausgelöst und gefördert habt und der daraus folgenden Inflation, verstärkt durch Gelddrucken, auch, wenn sie zu zweit arbeiten, an der Armutsgrenze.

    Mein Vater hat das schon in den 1980-er Jahren gesagt. Es ist wie in den 1930-er Jahren, bloß die Regierungen machen heute Schulden und die Wähler waren damit einverstanden und haben Eure Ideologie (=Idiotie) gewählt, statt selbst zu denken und selbst zu leben. Jetzt seid Ihr dran, zu erklären, zu bekennen, was Ihr gepredigt, gelogen und getan habt.

    Ihr werdet wohl auch dann noch, wenn der Hunger im Land ist, die Reduktion der Arbeitszeit, die Erhöhung des Urlaubes fordern, wie ich Euch kenne.

    Ihr seid schuld an der ganzen künstlichen (weil sie auf Kredit ist) 'Spaßgesellschaft' und Freizeitgesellschaft. Etwa 1970 hat Österreich aufgehört zu arbeiten und begonnen, auf Kredit zu leben, denn es gab ja den 'Wohlstand', der jetzt in einen 'Unwohlstand' kippt, denn der Exekutor hat schon 2x geklingelt, die Inflation überholt alle Pensionen, Sozialhilfen und sonstigen 'sozialen Segnungen', die Ihr gefordert und bekommen habt, solange es noch Tüchtige im Land gab.

    Nun aber zwingt Ihr die Tüchtigen, das Land zu verlassen, denn, wenn man Euch so zuhört, ist Österreich kein Land der Arbeit mehr und verkommt immer mehr zum 'sozialistischen Pardies', 'Sozialparadies' habt Ihr den Menschen vorgelogen.

    Ich fordere die Wähler, die hoffentlich jetzt endlich erkennen, wen sie gewählt haben und wozu das geführt hat, diese Ideologie (=Idiotie) nicht mehr zu wählen, um wenigstens den Zerfallsprozess und den Bürgerkrieg zu verlangsamen.

    Ihr seid es schon, Ihr Gewerkschafter, Ihr habt zusammen mit der sozialistischen Partei Österreich federführend ruiniert.

    Sozialistisch hat leider mit sozial nichts zu tun, solange gelogen wird und der Boden der Realität verlassen wird.

    • Sensenmann
      28. Juni 2013 12:41

      Danke! Eine Analyse, die verbreitet werden muss!

      Sozialisten sind Verbrecher. Sie stehlen wo sie können und mästen sich an den Früchten der Arbeit anderer. Sie haben sich mit den Bankern verbündet um diesen die Boni und den Zinsertrag und sich selbst das fette Leben auf Kosten der Schaffenden zu verschaffen. Eine Symbiose die zu allererst auseinandergerissen gehört, denn diese symbiontischen Parasiten zerstören Völker und Staaten noch schneller, als es die Marxisten alleine könnten.

      Die Mehrheit ist mit diesem Zustand - wie die Wahlen beweisen - sehr zufrieden. Das Erwachen wird grausam sein, denn wenn der Sozi nicht mehr Plündern und Stehlen kann, geht er zum Morden über. Die Überwindung des Klassenfeindes und dessen physische Vernichtung ist das Ziel, um sich endlich ungeniert den gesamten Reichtum der Ermordeten einverleiben zu können. ALLE Sozialismen ALLER Spielarten machen das und verrecken dann - da niemand mehr arbeitet und Werte schafft - bestenfalls mit einem Winseln und mit Gestank.

      Die Klassenkampf- und damit Bürgerkriegsrhetorik der Linken beweist jedem Sehenden täglich auf's Neue, wohin der Stecken schwimmen soll. Der Versuch, sich eine rote Prätorianergarde in Form der Berufsarmee heranzuziehen, ist gescheitert, nun wird die fünfte Kolonne in Form fremdvölkischen Subproletariats aufgebaut und vom erpressten Geld der schaffenden genährt. Sie schüren die Konflikte mit Absicht und würgen jeden Kritiker ab. Zunächst durch Knebelgesetze, die die freie Meinungsäußerung in diesen Dingen unterbinden, später werden sie Kritiker töten. Wie es Sozialisten immer getan haben, seit diese mörderische Irrlehre aufgekommen ist.

      Die "massa damnata" ist zu dumm und ungebildet (wofür sie größtenteils aber nichts kann) um die dräuende Gefahr zu erkennen. Sie wird sich am Tag der Wahrheit dann fragen, wie es dazu kommen konnte und den Wähler verfluchen, der das zugelassen hat.

      Welcher sie selbst war...

      Besserung und Erkenntnis -wie Umfragen zeigen - nicht in Sicht.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      29. Juni 2013 02:57

      Leider gibt's immer noch zu viele Leute, die sich vom Kummerlismus Hoffnung machen. Wie schon angesprochen, machen diese einen guten Teil der Waehlerschaft aus. Da diese Menschen ausser einem roten Tuch nichts vor sich sehen, wird sich an dieser Misere auch nichts aendern.

    • Josef Maierhofer
      29. Juni 2013 11:17

      @ Leopold Koller (kein Partner)

      Aber bald wird das rote Tuch weggezogen, und was sehen sie dann ? Eine Brandruine, die die 'Kahlfrasstruppe' nicht fressen konnte.

    • Tito (kein Partner)
      29. Juni 2013 12:04

      @Maierhofer
      Sie, sind ja wohl der absolute Oberdodel, sie rechter Abschaum.

    • Anna Marie (kein Partner)
      29. Juni 2013 12:45

      Tito
      Sie haben einen wirklich engen, einstudierten Sprachwortschatz. Das passiert wenn man nur Auswendiggelerntes wiedergibt und des selbständigen Denkens nicht mehr fähig ist. Oj oj oj .....

  14. socrates
    28. Juni 2013 10:48

    "Die Kapitalisten verkaufen und die Stricke, an denen wir sie aufhaengen!"
    Es hat sich nichts geaendert. Alle sind Schuld, ausser denen, die in China produzieren lassen.
    Die Gewerkschaften kuemmern sich nur um sich und ihre Privilegien.

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 12:30

      Diejenigen, die in China produzieren, tun allerdings auch nur das, was die gesetzgebende Machtelite vorgezeichnet hat. - Nicht vergessen!

    • socrates
      28. Juni 2013 17:21

      werauchimmer
      Die Kapitalisten, die den Kommunisten Maschinen zur Industrialisierung verkauften, hatten dieselbe Basis.

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 22:14

      Diese Kapitalisten, von denen Sie sprechen, waren erstens vereinzelte US-Milliardäre, und zweitens gab es damals keine sozialtechnokratisch und makroökonomisch beseelte Machtelite, die diese Machenschaften gesetzlich begünstigt hätte.

      Was wir aber jetzt haben, ist das Ergebnis supranationaler Weichenstellungen, die allesamt von Politkern und aus Experten zusammengesetzten "think tanks" vollzogen wurden.

      Verhalten sich große Unternehmen nicht im Sinne dieser Weichenstellungen, erleiden sie wettbewerbsbedingt schwere Nachteile!

      Begonnen hat es mit Nixon und der Öffnung ggü China. Glauben Sie, der Mann tat das wegen irgendwelcher Kapitalisten? Nein, er tat es infolge Einflüsterern aus dem CFR oder wirtschaftswissenschaftlichen Kreisen, die allesamt einredeten, die Öffnung wäre "win-win", oder sogar altruistisch geboten!

      Genau deshalb haben die Banken hierorts an allen Ecken und Enden zu wenig Mittel, weil die Konsequenzen gröblich unterschätzt und die Umwegrentabilität überschätzt wurde!

      Mit überschätzter Umwegrentabilität meine ich hier eine Abschätzung des Verhältnisses jener Mittel, die aus der ehemals ersten Welt abfließen (Konsum) und jener Mittel (Aufträge, Fremdenverkehr, Kapitalerträge, Lizenzen etc), die zufließen.

      Asien liefert Elektronik von A-Z, und was liefert Europa/die USA? Allenfalls ein paar Luxusautos und Industriegüter oder -anlagen, damit hat es sich schon. Aus der Handelsbilanz können Sie das nicht herauslesen, dazu braucht es schon die Input-Output Analyse, weil nämlich die europäische Industrie aus Asien beträchtlich zukauft, bevor sie selber liefert.

  15. Erich Bauer
    28. Juni 2013 10:26

    China sagt: Dankeschön...

    Laut dem konservativen amerikanischen Think Tank "Heritage Foundation" investiert China derzeit etwa 36,7 Milliarden US-Dollar in Europa. In der EU-Kommission werden die chinesischen Investitionen zunehmend als Problem angesehen... Hm, könnte es sein, daß die EUler schon den Brandgeruch aus der Bude der NWO-Despoten bemerken?

    In Griechenland, Portugal und Italien sind chinesische Einkäufer herzlich willkommen. In Griechenland hat man sich (vorerst) 2 Piers im Hafen von Piräus für die nächsten 35 Jahre gesichert. "Wir wollen Piräus zum Knotenpunkt des Containerverkehrs zwischen Fernost und Osteuropa - sowie dem Balkanraum - ausbauen.", sagte Cosco-Präsident, Wei Jiafu.

    Darüber hinaus hat das Reich der Mitte bei griechischen Werften Schiffe im Wert von 270 Millionen US-Dollar geordert. Ein Auftrag, der in dieser strategisch wichtigen griechischen Branche dankend angenommen wurde.

    Finanziell angeschlagene EU-Staaten halten sehnsüchtig Ausschau nach chinesischen Unterhändlern. Und die Chinesen geben ihre strategisch angehäuften "Papierln" sehr gern gegen Sachleistungen (Hardware).

    Still und leise und listig haben die Chinesen die "Dollarfalle" aufgebaut und wechseln jetzt gegen EURO. Über eventuelle "Wahrungsverluste" können sie nonchalant hinwegsehen... Die "Papierln" interessieren sie eh nicht so wirklich. Dieses Mittel ist aber ein Folterinstrument für die Rothschild-Rockefeller-Morgan-Goldman(etc.)-Bande... Diese "Bande" ist drauf und dran diesen subtilen "Krieg" zu verlieren. In ihrer Gier und Arroganz haben sie vergessen, daß andere auch Hirn haben!

    Die Chinesen haben auch bereits begonnen in Afghanistan zu investieren. Selbstverständlich wird man dem "Heilsbringer" gestatten, ohne Gesichtsverlust, den SIEGREICHEN Rückzug zu verkünden... geschenkt.

    Was hat das alles mit uns und unseren Gewerkschaften etc. zu tun? Eigentlich nix. Die Kaufkraftverluste sind programmiert... naturgesetzlich festgelegt, bei einer Schulden- und Finanzblase. Lohnerhöhungen, Lohnsenkungen... völlig wurscht. Das weitere Aufpumpen der Immo-Blase "berichtigt" sowieso alles... und jeden. Inflation, Deflation, Stagflation... Alle diese Begriffe müssen sich hierzulande abwechselnd und gemeinsam auftretend in der Realität manifestieren...

    • terbuan
      28. Juni 2013 10:38

      Ein Freund von mir war lange Zeit in Asien als Vertreter eines österreichischen Unternehmens (AKG) tätig. Er erzählte mir, dass amerikanische Geschäftsleute mit Namen wie Finkelstein, Tannenbaum etc. immer vorgaben, deutschstämmig zu sein, die Chinesen hatten eine stark ausgeprägte Abneigung gegenüber.....;-)

    • Josef Maierhofer
      28. Juni 2013 11:00

      @ Erich Bauer

      Danke für Ihren Artikel !

      Nichts ist im Leben gratis, 'Heilsbringer' sind genauso zu bezahlen, alles werden wir geben und es wird nicht genug sein, sondern gerade einmal die Zinsen decken.

      So sind wir in die Sklaverei gekommen.

      Bloß, bis das in ein gewerkschaftliches 'Betonhirn' eindringt und dort auch verstanden wird, ich fürchte, die werden das nie verstehen, nur, wenn ihnen einer mit Beton und Pflastersteinen auf die Birne haut, wird sich was ändern im Hirn eines 'Betonkopfes', leider.

      Und so geht bei uns alles in Richtung Bürgerkrieg.

    • Erich Bauer
      28. Juni 2013 11:03

      @ terbuan

      Bei meinen Aufenthalten in Fernost konnte ich diese "spezielle" Abneigung nicht feststellen. Freilich hatten und haben sie einiges gegen "Imperialisten". Die Chinesen wären zudem, nach gutmenschlicher Lesart, freundlich lächelnde "Rassisten"... Würde so ein Grünschnabel einem Chinesen so einen "Vorwurf" machen... würde er ein höfliches Grinsen ernten.

      Für Chinesen (auch Japaner) ist unsere monotheistische Denkweise irgendwie fremdartig. Das Interesse daran ist auch nicht sehr hoch. Wenn da irgendein Mitglied einer monotheistischen "Herrenrasse" sich als logischer "Weltbeherrscher" aufspielen sollte... da wär' ich gern ein Mauserl.

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 12:34

      Die VR China investiert nicht in Europa, sondern kauft von europäischen Wirtschafsttreibenden Markenrechte, Patente, Firmenwerte etc, auf. - Darin liegt mE ein wesentlicher Unterschied!

    • Erich Bauer
      28. Juni 2013 12:41

      @ werauchimmer

      Ich nehm' mal an, die Chinesen "kaufen" z.B. Markenrechte um damit Gewinn zu machen... Könnte natürlich sein, daß die Chinesen "kaufen" und sich der große Vorsitzende die schönen Dinge, zur Erbauung, aufs Nachtkastl stellt...

    • Undine
      28. Juni 2013 14:33

      @Erich Bauer

      "Darüber hinaus hat das Reich der Mitte bei griechischen Werften Schiffe im Wert von 270 Millionen US-Dollar geordert. Ein Auftrag, der in dieser strategisch wichtigen griechischen Branche dankend angenommen wurde."

      Leider wird der Erlös aus diesen lukrativen Geschäften auch diesmal nicht den Griechen zugute kommen, sondern wie bisher "steuerschonend" auf den sich im Ausland befindlichen privaten Bankkonten der Werftbesitzer landen.

    • Erich Bauer
      28. Juni 2013 14:39

      @ Undine

      Wär' ich ein Wertbesitzer... ich würd's auch so machen.

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 14:54

      @ Erich Bauer:

      Mir ging es bei meinem Posting um die Industriebeschäftigung in Europa. Sei es durch Direktbeschäftigung, sei es durch Anlagenbau, und dgl.

    • Erich Bauer
      28. Juni 2013 15:12

      @ werauchimmer

      Naja. "Kaufen" jetzt die Chinesen oder "investieren" sie? Oder beides? Könnt´mir natürlich auch gut vorstellen, daß man "kauft" und danach den Krempel wegschmeißt... man nennt das "Marktbereinigung". Trotzdem: "kaufen" die Yellow Men oder "investieren" sie?

      Es ist "Krieg"... und niemand merkt's...

    • Josef Maierhofer
      28. Juni 2013 16:44

      @ Erich Bauer

      Richtig !

  16. Freak77
    28. Juni 2013 09:56

    Nicht nur die Gewerkschaften sind es die den Erfolg von Exportindustrien schwer beschädigen.

    Sondern beim Beschädigen der Exportindustrien Österreichs, Deutschlands und ganz Europas ist auch dabei:

    - Die Klimalobby
    - Die EU-Kommission
    - Die EU-Gesetzgebung (Ratspräsidentschaft)

    Ein aktuelles Beispiel:

    Die Deutschen stemmen sich derzeit mit alle Kraft gegen die neugeplante EU-weite Kfz-Abgasregelung die mit einer neuen EU-Richtlinie eingeführt werden soll:

    Deutschland verhindert neue Kfz-Abgasregelung (28.06.2013)

    Deutschland konnte die Abstimmung über schärfere Abgasnormen für Autos verhindern. Diese würden deutsche Hersteller unter Druck setzen.


    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1424051/Deutschland-verhindert-neue-KfzAbgasregelung?parentid=0&act=2&isanonym=null

    Diese schärfere Abgasnorm würde die erfolgreichen deutschen Premium-Hersteller: Mercedes, BMW, Audi usw. (aber auch die französichen Peugeout, Citroen usw.) enorm unter Druck setzen. Diese Autos würde teurer werden, dafür fahren sie mit etwas weniger Abgasen.

    Warum sollte sich dann ein Autofahrer in USA, Kanada, China, Australien, Russland, Südafrika noch weiterhin einen teuren Mercedes, BMW, Audi wenn er genausogut einen Lexus (aus Japan) oder Hyundai (aus Korea) kaufen kann, das sind auch schöen Premium-Limousinen mit allen Goodies - aber halt um Vieles preisgünstiger.

    Wir in Österreich sollten auch an unsere bisher erfolgreiche österr. Autozulieferindustrie denken.


    Ich wünsche Angela Merkel und den Deutschen bei diesem Thema viel Glück, sie haben die Pflich die deutsche Industrie zu verteidigen!

    • Applaus
      28. Juni 2013 12:45

      Ausgezeichnet!

      Leider wird Ihre Meldung hier allerdings untergehen und nie einen Spitzenplatz unter den ersten Dreien erreichen, weshalb sie auch zu selten gelesen werden dürfte.

      Nur wenn Sie über _die_ Grünen schimpfen, haben Sie Aussichten. - Die von Ihnen aufgezeigte grüne Programmatik hingegen dürfte von einer deutlichen Mehrheit hier goutiert werden.

  17. terbuan
    28. Juni 2013 08:43

    Das "Milky girl account" der Gewerkschaft ist ganz simpel gestrickt:

    -Wir brauchen WACHSTUM
    -Daher brauchen wir höheren KONSUM
    -Den erreichen wir nur durch höhere LÖHNE

    Nur das verstehen die Mitglieder und SPÖ-Wähler, sogar im hintersten "Wood-Quarter"
    *Ironie aus*

    • werauchimmer
      28. Juni 2013 12:39

      Stimmt! Und die Produktivitätsfortschritte, auf die sich die Gewerkschafter dabei berufen, werden entweder in Drittländern lukriert, oder hierzulande umgehend durch Beschäftigungsmaßnahmen zunichte gemacht, so dass der Aufwand für ein allgemein nachgefragtes Werk steigt statt sinkt, wodurch über steigende Preise - statt Wohlstand - Armut geschaffen wird.

    • F.V. (kein Partner)
      29. Juni 2013 15:50

      Verehrter terbuan,

      was Sie mit dem Dreizeiler als Weisheit der Gewerkschaften preisgegeben haben, ist mit etwas Brimborium Drumherum der Inhalt heutiger Wirtschaftswissenschaften.

      Das Wachstumsdogma ist das absolute Gebot.

      Weil mangels (solventem) Markt oder wegen nicht ausgelasteter Überkapazitäten die Unternehmen nicht investieren, kommt von dort keine Belebung/Wachstum, also reden alle(!) Wirtschafts-"Wissenschaftler" vom Konsum als Wachstumsmotor.

      Und das sogen. "deficit spending" ist die akademisch-wissenschaftliche Verbrämung für das Schuldenmachern des Staates mit allen möglichen "wissenschaftlichen" Begründungen.

      Früher war die Formel I = S(das Ersparte wird/kann investiert werden)

      Heute lautet sie: I = S + K ... plus Kredit, wobei das I beliebig klein werden kann.

      Es ist zu einfach dies nur weil Unterberger halt sein Feindbild pflegt dies ausschließlich den Gewerkschaften in die Schuhe zu schieben.

      Daß dort manches Übel zu kritisieren ist, ist die eine Seite, aber das "Union Bashing", das hier von den USA übernommen wird, ist ein Unfug. Die Balance zwischen Kapital und (unselbständiger) Arbeit ist ohne Gewerkschaft nicht denkbar, und die Folgen sind an den Fingern einer Hand abzuzählen. Im Grunde ist selbst die Gewerkschaft ein armes Würstl vergleichen mit der Macht und internationalen Vernetzung des Kapitals. Man denke nur an; Bilderberger, CFR, Trilateral Commission, ERT, usw.

  18. dssm
    28. Juni 2013 08:19

    Ein ernster Widerspruch.
    Nur weil etwas möglich ist, heißt dies noch lange nicht, daß man es deshalb tun muss!
    Wer ohne ernste Erkrankung auf Kur fährt, wer zu faul zum Arbeiten ist und daher von den sozialen Töpfen lebt, ist und bleibt eine moralisch verkommene Gestalt.
    Wer seiner Arbeit, faul und ohne Denken nachgeht, der verdient tiefste Verachtung!
    Wer riskante Geschäfte macht, um sein Einkommen zu maximieren, weil Verluste ja ein anderer zahlt, ist und bleibt ein crétin.
    Und solche moralisch verkommenen Subjekte findet mein leider nicht nur in den Amtsstuben und Investmentbanken!

    Denn sonst:
    Nur weil die verbrecherischen Grünen am liebsten den Sex mit Kindern legalisieren würden, heißt dies noch lange nicht, daß ein anständiger Bürger sich deshalb an Kindern vergreift!
    Ein Dieb bleibt ein Dieb, auch wenn der Diebstahl vom Opfer sehr leicht gemacht wurde.

    • brechstange
      28. Juni 2013 08:38

      Weil Sie das mit der Schuld wegen Frühpension, Kur herausgreifen, ist wohl Dr. Unterberger Recht zu geben. Schuld sind die, die diese Maßnahmen zulassen, die ein System von Profiteuren bauen, das unbezahlbar wird.
      Nicht die, die sich rational dem Angebot entsprechend verhalten. Die Menschen sind vom System verderbt. Leider. Die Schuld liegt hier bei den Verantwortlichen, die an der Kasse sitzen und die Gesetze machen. Die die sich mit Wahlzuckerl, die Menschen "kaufen". Das ist nicht Verantwortung, das ist korrupt.

    • socrates
      28. Juni 2013 15:22

      dssm
      Nicht die Bankster, nicht die Politiker, nicht die Lobbyisten, nicht die Glühlampenverbieter, nicht die Milliardenabcasher sind Schuld, sondern die Kurler. So einfach ist das. Wenn wir die einsparen, mit besserer Kontrolle, kann man vielleicht den einen oder anderen € einsparen!

  19. fokus
    28. Juni 2013 04:34

    Letzen Endes erweist sich die vielgerühmte Sozialpartnerschaft als lähmender Klotz am Bein von Österreichs Leistungsbereitschaft und Konkurrenzfähigkeit.

    Schon lange beneidet uns niemand mehr - schon gar nicht die aufstrebenden BRICS-Staaten - um diesen lähmenden Konsens von Links und Rechts!

    Was eine bequeme Funktionärsschicht nicht mehr schafft, das ermöglicht hoffentlich so rasch wie möglich die internationale Konkurrenz: Flexibilität, Leistungswille und nicht zuletzt mehr Privat und weniger Staat. Möge die Übung gelingen!

  20. Haider
    28. Juni 2013 01:08

    Wir haben in Österreich eine Koalitionsregierung von 2 sozialistischen Parteien. So sehen die Wirtschaftsdaten auch aus.
    Die Arbeitskosten stiegen um 4,8 %. In Deutschland fielen die Lohnsteigerungen zumindest der letzten 10 Jahre äußerst moderat aus und zusätzlich nahm das Qualitätsimage zu. So wurde die Inflation beherrscht. Bei uns ist es genau umgekehrt.
    Die neue Familienförderung bringt pro Kind 56 Cent/Monat. Nach jahrelangem Stillstand! Auch das ist sozialistisch, aber nicht sozial.

    • M.S.
      28. Juni 2013 12:34

      @Haider

      Sie sagen es! In der heutigen "Presse" gibt es ein gemeinsames Interview von Faymann und Spindelegger in dem sie positive Bilanz über die Legislaturperiode ziehen und ankündigen, die nächste Regierung zu verkleinern. Sie gehen also davon aus, vom Wähler wieder bestätigt zu werden. Sie finden es auch nicht der Mühe wert sich mit den Oppositionsparteien in den Medien auseinanderzusetzen. Wann hat man je erlebt dass, zwei Parteien schon vor den Wahlen die Fortsetzung ihrer Lebensgemeinschaft vorwegnehmen. Das ist eine Missachtung der Wähler.

    • Undine
      28. Juni 2013 14:38

      @Haider und @M.S.:*********!





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