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Barack ratlos und jetzt?

Der durch zahlreiche Affären ins schiefe Licht geratene amerikanische Präsident hat die Flucht nach vorne angetreten. Er hat nun gleichsam offiziell festgehalten, dass Syrien chemische Waffen eingesetzt hat. Viel weniger gewiss scheint, dass Barack Obama eine Ahnung von allen Konsequenzen seiner Festlegung hat.

Ob der Vorwurf stimmt, lässt sich ja von außen nicht wirklich sagen. Aber angenommen, er stimmt: Dann ist einmal erstaunlich, dass auch nach amerikanischen Aussagen nur zwei Promille der Todesopfer des grausamen Krieges solcherart ums Leben gekommen sind. Alle anderen sind „herkömmlich“ umgebracht worden. Aber dennoch soll wegen eines einmaligen Ereignisses jetzt die gesamte westliche Syrien-Politik auf den Kopf gestellt werden. Denn Amerika hat sich für diesen Fall offiziell verpflichtet, die Rebellen mit Waffen zu beliefern.

Was aber folgt jetzt? Jetzt herrscht einmal großes und betretenes Rätselraten. Sogar in der Nato, wo ja etliche Länder ganz anders denken als Amerika, zeigt man extreme Zurückhaltung und schlägt salomonisch vor: Jetzt soll lieber einmal die UNO noch alles prüfen. Das ist nicht nur ein Misstrauensantrag an Amerika. Das wird mit Gewissheit dazu führen, dass die Russen als Alliierte des syrischen Diktators jede konkrete Aussage über den Gifteinsatz verhindern.

Will Amerika – offenbar zusammen mit Großbritannien – dann sowohl Nato wie UNO ignorieren? Ohne UNO gibt es nicht einmal für eine Flugverbotszone eine völkerrechtliche Basis. Und ohne UNO-Mandat Waffen zu liefern, stellt Amerika rechtlich auf eine Stufe mit üblen Staaten wie Iran und Qatar. Ist das Obamas Absicht?

Für diesen kühnen Fall taucht aber gleich das nächste Problem auf: An wen unter den zahllosen syrischen Rebellengruppen sollen die amerikanischen Waffen eigentlich geliefert werden? Wie verhindert man, dass sie in radikalen Händen landen? Was macht man, wenn sich gemäßigte und liberale Waffenempfänger in der arabischen Märchen- und Lügenwelt plötzlich als Islamisten entpuppen? Wie erklärt man es den christlichen Wählern daheim in Amerika, wenn mit solchen Waffen viele Christen getötet werden, die sich ja vor den Rebellen noch viel mehr zu fürchten haben als vor Assad?

Aber nehmen wir einmal an, am Ende gibt es wirklich freie und demokratische Wahlen in Syrien. Diese werden mit Sicherheit ähnlich wie in Ägypten mit einem Sieg der Islamisten enden. Wie will das Obama seinen Wählern erklären?

Steht doch schon heute der Austausch Mubaraks durch ein islamistisches Regime an der Spitze der Fehlleistungen der Obama-Ära. Das sieht inzwischen jedenfalls alle Welt so, bis auf die linksliberalen Mainstream-Medien, die Mubarak weggeschrieben haben und die Obama immer noch zujubeln.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 04:00

    Von Vertretern der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Wien weiß ich aus erster Hand, dass sie den "Rebellen" in Syrien reserviert gegenüber stehen.

    Wenn es nach diesen Syrisch-Orthodoxen ginge, so würden sie dem Assad-Regime den Vorzug geben.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 09:57

    Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich überhaupt nicht mehr weiß, weswegen sich eigentlich der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad den Unmut des Westens zugezogen hat und warum man alles unternimmt, ihn auszuschalten und so nebenbei die Städte zu verwüsten---von den zahlreichen Toten gar nicht erst zu reden. Was an ihm hat wem nicht in den Kram gepaßt?

    Und: Sieht man nicht, daß diese (von außen?) angezettelten Revolten (die man beschönigend den "arabischen Frühling" nennt!), die die betreffenden Länder verwüstet und viele Tote gefordert haben, diesen von ihren "Tyrannen" befreiten Ländern nichts als Leid gebracht haben und vermutlich jahrelange Unruhen und noch schlimmere Armut nach sich ziehen werden?

    Was hat Baschar al-Assad tatsächlich verbrochen? Was wird, sollte er "ausgeschaltet" werden, für die Syrer "nach Assad" tatsächlich BESSER werden?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 05:35

    obama macht was sich die israelische lobby wuenscht. Die will eine flugverbotszone fir de anderen, damit sie selbst in ruhe bombardieren koennen, wie im Iraq und in Lybien. Dort begann die lobby auch mit Flugverbotszonen wegen C-waffen, die nie gefunden wurden. Die medien, die der lobby hoerig sind, entschuldigten sich, als der Zweck, diese staaten unter kontrolle dieser gruppe zu bringen, erreicht war.
    Jetzt kommt die 3, auflage mit Syrien. Das gehoert zum interessensgebiet Russlands und soll trotzdem erobert werden, mit nachfolgender entschuldigung. Das ist der UNO zu heikel, und so
    probiert es die Marionette mit nobelpreis alleine. Es muss rasch geschehen, bevor mig 27 und s 300 raketen es unmoeglich machen wehrlose umzubringen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 09:31

    Und wieder einmal lügen die US Amerikaner einen Kriegsgrund herbei.
    Mir sind die Verrenkungen der englischen und amerikanischen Behörden und Politiker noch in lebhafter Erinnerung, als sie dann zum Schluß noch den glaubhaft wirkenden General und Militärminister Colin Powell vor der UNO so lügen ließen, daß ihm die Scham im Gesicht stand.

  5. Ausgezeichneter KommentatorOMalley Partner Homepage
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 11:06

    ad observer: schon vergessen, dass die Sanktionen von den Genossen in Wien bestellt worden waren.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 00:44

    Und jetzt muß man mir nur noch erklären, wie sich die zu erwartenden Waffenlieferungen des amerikanischen Präsidenten mit dem Friedensnobelpreis vereinbaren lassen?
    Damit bleibt der erstaunte Beobachter ratlos zurück!

    Hoffentlich sind die eingesetzten chemischen Waffen nicht genauso real, wie seinerzeit die Massenvernichtungswaffen im Irak, denn dann könnte Syrien das gleiche Schicksal wie diesem bis heute krisengeschüttelten Land blühen!

    Der Nahe Osten ist und bleibt leider ein Pulverfaß ersten Ranges.

  7. Ausgezeichneter KommentatorNettozahler
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2013 10:19

    Ist tatsächlich die gesamte aussenpolitische Gruppe der Medienleute, mit Journalisten, Kommentatoren, Korrespondenten, Leitariklern, etc. so dumm, dass sie einen Präsidentschaftskandidaten so hochjubeln und so hohe Erwartungen in ihn setzen, nur weil er eine etwas andere Hautfarbe hat. Es ist genausoviel Schwarzer wie Weißer. Für seine kommunikativen Fähigkeiten böte sich eher der Beruf eines Predigers an, als die eines Führers einer Weltmacht.
    Ich bin nur ein – politisch interessierter – kleiner Vorstadthandwerker, aber mir war diese hohle Fassade und diese Entwicklung schon bei seiner Erstkandidatur klar.
    Selbst in den sogenannten Qualitätsmedien las man damals kein einziges kritisches Wort.
    Also, ist die politische Journalistenschar wirklich so dumm?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJohann Glaser Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2013 11:55

    Ach, der edle Friedensnobelpreisträger brauchte einfach dringend etwas, um von dem riesigen Abhörskandal abzulenken. Und da ist seinen Spin-Doktoren eingefallen, einen dramatischen "Themenwechsel" zu vollziehen.

    Und unsere äußerst oberflächlich gestrickten Medien apportieren sowas natürlich sofort und sind froh, endlich nicht mehr über den Abhörskandal berichten zu brauchen.

    Selbst wenn der edle Friedensnobelpreisträger gegen sämtliche völkerrechtlichen Vereinbarungen verstoßen würde und ohne UNO-Mandat agiert, auch das würden ihm unsere Medien sofort verzeihen.....


alle Kommentare

  1. Kristy (kein Partner)
  2. Wiseman (kein Partner)
    06. Februar 2015 09:44

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  3. Indian (kein Partner)
  4. Kuu (kein Partner)
    22. Januar 2015 00:10

    tremblements de terre pentmrenas Vous croyez que tous les Japonais sont assis sur des vibromasseurs ?La grande diffe9rence entre les Japonais et nous, c'est qu'ils sont sortis des deux guerres mondiales sans avoir honte d'eux ni (trop) renier leur culture (e0 tort ou e0 raison, c'est un autre de9bat).Leur politique concernant l'immigration est tre8s clairement le rejet (ils sont aide9s par la ge9ographie).Cela explique leur investissement dans les robots et leurs "exportations" de vieux (plutf4t que d'importer des e9trangers).Nous pourrions appliquer la meame politique (le Maghreb pourrait devenir une maison de retraite ge9ante pour vieux Frane7ais). http://omhpxdgfey.com [url=http://avdmxp.com]avdmxp[/url ] [link=http://ubkgqyzk.com]ubkgqyzk[/link ]

  5. Matheus (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:58

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  6. Patricia (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:34

    Auf einer dcbersicht von Kriegsschiffen der USA und UK, die letztens bei MMnews gzegiet wurde, fehlte die USS Enterprise in der Tat.Falls der Carrier ordnungsgeme4df entsorgt wurde oder noch werden wird, dann hat vielleicht auch dieses Video mitgeholfen dabei, den Zionsten zu signalisieren, dass das Fadf mehr als voll ist.

  7. Iqbal (kein Partner)
    20. Januar 2015 14:57

    Tout e0 fait d'accord avec Denis : un libe9ral est pour la liberte9 de crtoulaiicn entre les pays et les territoires, e0 la condition expresse d'y avoir e9te9 invite9 (comme les vampires d'ailleurs), ce qui n'est pas le cas avec les migrants (souvent sans bagage intellectuel) qui choisissent de venir en Europe plus pour les avantages qu'elle procure que pour y accomplir un destin personnel et une inte9gration re9ussie. En n'oubliant pas l'e9migration des cerveaux europe9ens vers des cieux plus propices e0 leurs talents et compe9tences n'est pas un phe9nome8ne marginal (rappelez-vous le mur de Berlin, dont une des finalite9s e9tait d'empeacher les e9lites intellectuelles de fuir le communisme). Concernant le Japon, sa situation ge9ographique (insularite9, peu de terres cultivables, tremblements de terre permanents) et de9mographique (double de notre population sur un territoire de pre8s de 50 % plus petit que le notre) n'en font pas un pays attractif. J'imagine qu'aucune aide e0 l'immigration est encourage9e malgre9 une natalite9 tre8s faible qui fait que la population vieillit et diminue avec le temps, ce qui aura des conse9qences fe2cheuses e0 terme.

  8. Pidro (kein Partner)
    20. Januar 2015 12:46

    "Vous croyez que tous les Japonais sont assis sur des vsamorbsieurs ?"Bah non, mais ils sont assis sur une zone de subduction entre plaques tre8s active qui se traduit par des se9ismes tre8s fre9quents (meame si souvent imperceptibles) et des volcans souvent en e9ruption (cf. le Unzen en 1991). A moins d'eatre un illumine9 qui reave de voir des nue9es ardentes de tre8s (trop) pre8s, e7a ne rend pas le pays tre8s attrayant. Il y a un autre fait qui n'a pas e9te9 e9voque9 : la stagnation e9conomique du pays. la croissance y est tre8s molle depuis une bonne de9cennie.

  9. cmh (kein Partner)
    17. Juni 2013 11:02

    Der Unterschied zwischen Erdogan und Assad ist, dass bei Assad der Einsatz von chemischen Waffen durch das Militär aufgrund von Behauptungen vermutet wird, wärend der Einsatz von Chemiewaffen in der Türkei durch die Polizei und nachweislich erfolgte.

  10. F.V. (kein Partner)
    16. Juni 2013 20:13

    Der folgende Artikel ist zu lang (14 Seiten) um ihn hier zu bringen, wer ihn aber möchte, kann ihn von mir per mail bekommen.

    Die Rolle der Türkei im Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika / NATO / Israel gegen Syrien

    Die False Flag-Operation der Türkei gegen Syrien schlägt zurück: Die Bombenattentate in Reyhanli in einem größeren Zusammenhang

    Cem Ertür

    Das Dreieck Syrien-Iran-Türkei: Ein neues Kriegsszenario im Mittleren Osten
    „Syrien macht sich Sorgen, dass es von oben von der Türkei und von unten von Israel angegriffen wird. Es befürchtet, zwischen uns wie ein Sandwich erdrückt zu werden.“ [Der israelische Präsident Ezer Weizman (1993-2000), Interview mit Guneri Civaoglu, Israel, 11. Juni 1996]

    „Obwohl die Türkei nie an einem Krieg an unserer Seite teilgenommen hat, ist es ein positiver Faktor für Israel, dass Syrien einen Feind an seinen nördlichen Grenzen hat. Syrien wird niemals die Türkei angreifen, aber es kann das Gegenteil nicht ausschliessen.“ [Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Uri Or (1995-1996), Interview mit Alain Gresj, Tel Aviv, Oktober 1997]

    EINLEITUNG

    Als die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Alliierten 2011 den verdeckten Krieg gegen Syrien begannen, da erwarteten sie, dass entweder Syriens politisches Establishment innerhalb kurzer Zeit zusammenbrechen werde oder dass sie einen Weg finden würden, einen offenen Krieg zu entflammen. Als Syriens Anführer und Volk sich als äußerst widerstandsfähig erwiesen, wurden zunehmend brutale Maßnahmen eingesetzt, um das Land auseinander zu reißen. In jeder Beziehung an der Frontlinie dieses verdeckten Krieges gelegen, war die Türkei auch durchgehend an monumentalen Kriegsverbrechen beteiligt, die gegen das benachbarte Volk von Syrien begangen wurden.

    Der künstliche Frieden der Türkei mit ihren Nachbarn Syrien (seit Dezember 2004) und Iran (seit November 2008) kam zu einem abrupten Stillstand im Mai 2011, als deren zentrale Rolle im verdeckten Krieg der NATO gegen Syrien offenkundig wurde.

    Was den künstlichen Konflikt der Türkei mit Israel betrifft, der mit dem Massaker Israels an der Gaza Freiheitsflotte begann, so wurde auch dieser gänzlich offenkundig, als die Türkei Israels eklatante Schritte der militärischen Aggression gegen Syrien im Jahr 2013 offen unterstützte. Das Nachspiel der Bombenattentate unter falscher Flagge im Mai 2013 in Reyhanli nahe der türkisch-syrischen Grenze ist der letzte Beweis für eine tiefe Legitimationskrise der Vereinigten Staaten von Amerika, Britanniens, Israels und der Türkei – der vier Länder, deren Allianz die politische Landschaft des Mittleren Ostens und darüber hinaus seit 1990 dominiert hat.

    ISRAELISCHE LUFTANGRIFFE GEGEN DAMASKUS

    Als die internationalen NATO-Söldner die ersten schweren Niederlagen durch die syrische Armee einstecken mussten, eilte das Militär Israels zu ihrer Rettung herbei und führten zwei Luftangriffe gegen Syrien, von denen jeder ein eklatantes Kriegsverbrechen war.

    Nach dem ersten israelischen Luftangriff gegen Damaskus am 30. Januar machte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu folgende Bemerkungen:
    „Warum hat die syrische Armee, die die letzten 22 Monate hindurch die eigene unschuldige Zivilbevölkerung mit Kampfflugzeugen aus der Luft und mit Panzern und Artillerie auf dem Boden angegriffen hat, nicht gegen diese israelische Operation zurückgeschlagen ? Warum wirft Assad nicht einmal einen Stein, wenn die israelischen Jets über seinen Palast fliegen und die Würde seines Landes verletzen ? Warum unternimmt Assad, der den Befehl gibt, Scud-Raketen gegen Aleppo abzufeuern, nichts gegen Israel ? Gibt es einen geheimen Vertrag zwischen Assad und Israel ? […] Die Assad-Administration weiss nur, wie man misshandelt. Warum setzt er nicht gegen Israel, das seit seiner Gründung als Feind betrachtet wurde, die gleiche Kraft ein, die er gegen wehrlose Frauen einsetzt ?“

    Am 5. Mai gab die UNO-Menschenrechtsuntersucherin Carla del Ponte die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen über Syrien bekannt:

    „Entsprechend den Zeugenaussagen, die wir gesammelt haben, haben die Rebellen [in Syrien] chemische Waffen benutzt und Sarin-Gas eingesetzt.“

    Usw.

    Der letzte Satz ist doch entlarvend: nun soll er den Vorwand liefern, direkt einzugreifen.

  11. Ambra
    16. Juni 2013 19:06

    Und wann wird Europa aus der "Obama-Mania" endgültig erwachen ? Es ist erstaunlich, mit welchen Samthandschuhen dieser schwache Präsident in den Medien angefaßt wird und wieviele Menschen ihm nach wie vor in Europa zujubeln - demnächst wohl wieder in Deutschland ...
    Als Obama-Skeptikerin der ersten Stunde weiß ich, daß man damit ein glatter Außenseiter ist und auf Unverständnis stößt.

  12. Peter Brauneis
    16. Juni 2013 13:19

    In den Zeiten der Sowjetunion und ihrer Satelliten waren es tatsächlich die USA, die uns Schutz vor der Unfreiheit gewährten. Und deshalb auch geschätzt wurden, wenngleich - natürlich - nicht von Linksextremisten. In jüngster Zeit hat sich zumindest meine Einstellung zu Amerika und ihren englischen und französischen Hiwis geändert. Nicht zu vergessen ist der beschämende Auftritt von Minister Colin Powell, als er eingestehen mußte, der vorgetäuschte Anlaß für den Krieg gegen Saddam Husseins Irak sei von A bis Z erlogen gewesen. Die irakischen Christen, die unter Saddam auskömmlich existieren konnten sind dank der US-Besatzung alle vertrieben oder gar umgebracht. Und das Muster Irak zieht sich weiter über Libyen - wo man Gaddafi zu Tode foltern ließ, was von den linksfortschrittlichen Medien bejubelt oder verheimlicht wurde - bis heute nach Syrien. Wann wird Herr Kerry eingestehen, daß der angebliche Einsatz von C-Waffen durch die Assad-Armee eine freche Lüge im Auftrag Israels war?

  13. Dr.Michael Rupprecht (kein Partner)
    16. Juni 2013 13:15

    Die wahre Katastrophe besteht darin, daß dieser kleine Emporkömmling genauso hirn- und planlos dilettiert wie unsere kleinen Emporkömmlinge, nur mit einer ungleich größeren Machtbefugnis !

  14. Aron Sperber (kein Partner)
    16. Juni 2013 11:58

    Die Welt hat sich einen Präsidenten wie Obama gewünscht.

    Nun muss die Welt eben ohne Sheriff auskommen

    In Libyen ist Sarkozy noch eingesprungen.

    Syrien ist für Europa jedoch eindeutig eine Nummer zu groß.

    Was bedeutet, dass sich Assad und die Dschihadisten am Ende das Land wohl aufteilen werden.

    So werden wir weiterhin mit einer (wenn auch etwas verkleinerten) alten, miesen Diktatur (von Putins und der Mullahs Gnaden) leben müssen und bekommen wohl auch noch einen netten, kleinen, neuen Taliban-Staat (von der Ölscheichs und des Sultans Gnaden) dazu.

  15. Johann Glaser (kein Partner)
    16. Juni 2013 11:55

    Ach, der edle Friedensnobelpreisträger brauchte einfach dringend etwas, um von dem riesigen Abhörskandal abzulenken. Und da ist seinen Spin-Doktoren eingefallen, einen dramatischen "Themenwechsel" zu vollziehen.

    Und unsere äußerst oberflächlich gestrickten Medien apportieren sowas natürlich sofort und sind froh, endlich nicht mehr über den Abhörskandal berichten zu brauchen.

    Selbst wenn der edle Friedensnobelpreisträger gegen sämtliche völkerrechtlichen Vereinbarungen verstoßen würde und ohne UNO-Mandat agiert, auch das würden ihm unsere Medien sofort verzeihen.....

  16. F.V. (kein Partner)
    16. Juni 2013 11:04

    Dr. Unterbergers Kommentar ist – wieder einmal – von der Art des Kaffeesatz-Lesens. Er tut gegen jeden Anschein und erst recht gegen alle Erfahrung, als ob die amerikanische Politik auf tatsächlichen Fakten beruhe – und nicht wie seit eh und je auf „false flag Operationen“, Lügen und selbstfabrizierten Terroranschlägen, Auftragsmorden, etc. Auf dieser völlig falschen Einschätzung der „Grundlagen“ beruhen also die „Analysen“ des Großen Gurus.

    Aber sehen wir uns doch einmal satzweise den Mist an, den er seinen Lesern vorsetzte.

    „Der durch zahlreiche Affären ins schiefe Licht geratene amerikanische Präsident ...“

    Welche „Affären“? hat er ein Pantscherl wie der tschechische MP Necas? Oder was meint er mit Affären? Welcher Art ist das „schiefe Licht“? – oder sind das die üblichen Kriegstrommeln der Medien, mit denen einzig und allein die Öffentlichkeit konditioniert werden soll, und zwar von jener ANONYMA, die alle Politik steuert? Oder möchte Unterberger den Anschein erwecken, daß dies unabhängige Medien seien, die wirkliche Stimmungen berichten?

    „Er hat nun gleichsam offiziell festgehalten, dass Syrien chemische Waffen eingesetzt hat.“

    Als erstmals und schon seit Beginn des von den USA per proxi geschürten und geführten Bürgerkriegs das Wort „chemische Waffen“ eingeführt wurde, wußte man, daß es bei passender Gelegenheit aktiviert würde, um – falls die „Opposition“ (= die von den USA ausgerüsteten Terrorbanden) nicht ans Ziel käme – den dann aufgebauten Vorwand für´s „eigene“ Eingreifen parat zu haben.

    „Viel weniger gewiss scheint, dass Barack Obama eine Ahnung von allen Konsequenzen seiner Festlegung hat.“

    Der US-Präsident mag alles mögliche sein, aber er ist – wie jeder andere in ähnlicher Position – von Beraterstäben umgeben, die die Ziele ihrer Politik und die Konsequenzen wohl kennen. Diese – herablassende – „Beurteilung“ des Herrn Doktors der „politischen und/oder Zeitungs-„Wissenschaften“ – ist einfach nur lächerlich.

    „Ob der Vorwurf stimmt, lässt sich ja von außen nicht wirklich sagen. Aber angenommen, er stimmt: ...“

    Welch „vorsichtige“ Formulierung eines schwachen Vorbehalts und welch dumme Annahme, daß der „Vorwurf“ stimmen könnte. Rußland hat es ausgesprochen und die meisten wissen um diese Anschuldigungen als fabrizierte Vorwände. Sämtliche „peace-making“-Einsätze, Interventionen, regime-change- Aktionen, ... der USA liefen nach diesem Muster; und mancher hat richtig festgestellt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!

    „... nur zwei Promille ...“ Die Erbärmlichkeit dieser Berechnung ist auch anderen ins Auge gestochen.

    „... wegen eines einmaligen Ereignisses jetzt die gesamte westliche Syrien-Politik auf den Kopf gestellt werden..“

    Hier tut Unterberger so, als wäre das der tatsächliche Grund die westliche Syrien-Politik auf den Kopf zu stellen. Diese Umfälschung der US-Politik ist eine Zumutung an die Intelligenz der Leser: der Iran und dessen Öl- und Gasvorkommen sind das Ziel, und Syrien wird als Aufmarschgebiet dazu benötigt. Überdies ist den USA der russische Stützpunkt in Syrien „im Weg“. Daran hat sich zu keinem Augenblick etwas geändert, nur, daß Syrien von den Terrorbanden auch nach 2 Jahren noch nicht zu Fall gebracht wurde, es also der nächsten Eskalation bedarf, das Ziel zu erreichen.

    „Denn Amerika hat sich für diesen Fall offiziell verpflichtet, die Rebellen mit Waffen zu beliefern.“ Wer oder was könnte Amerika „verpflichten“?

    Das ist lächerlich, und angesichts der wirklichen Verhältnisse – ausländische Terrorbanden, die einen souveränen Staat von außen angreifen! – gibt es nicht nur keine „Verpflichtung“ sondern auch keine Rechtsgrundlage.

    „... betretenes Rätselraten.“ – Vielleicht bei Unterberger.

    „Sogar in der Nato ...“, soll wohl den Eindruck erwecken, als wäre das eine unabhängige Instanz. Sie ist jedoch der Schlagarm der USA, von diesen abhängig und unter dem Oberkommando amerikanischer Generäle, und „wo ja etliche Länder ganz anders denken als Amerika“, ist das ähnliches Geräusch, wie wenn Merkel so tut, als ob sie „deutsche Politik“ machte.

    „Jetzt soll lieber einmal die UNO noch alles prüfen.“ –

    Auch das gehört zum Arsenal der psychologischen Kriegsführung. Dies tut so, als wäre die UNO eine moralische und letzte Instanz, aber sie ist nur ein Werkzeug zur Beförderung der One World. Ab und zu kommt Sand ins Getriebe, wenn (bzw. seit) Rußland und China nicht mehr nach der amerikanischen Pfeife tanzen.

    „Das ist nicht nur ein Mißtrauensantrag an Amerika. Das wird mit Gewissheit dazu führen, dass die Russen als Alliierte des syrischen Diktators jede konkrete Aussage über den Gifteinsatz verhindern.“

    Mit dieser Einschätzung verhält es sich wie mit dem blinden Huhn, das auch einmal ein Korn findet, freilich auch das etwas verdorben. Man würde nämlich erwarten, daß die Gründe Rußlands gewürdigt würden hier nicht mitzuspielen.

    Was die „Verhinderung über konkrete Aussagen über den Giftgaseinsatz“ betrifft, tut Unterberger ja wieder so, als sei er ein Faktum und natürlich, der Propaganda entsprechend eines, das Assad zuzuschreiben sei. Aber gerade weil diese Lüge so offenkundig ist, wird dies ja der Grund sein den Kriegstreibereien nicht zu folgen.

    „Will Amerika – offenbar zusammen mit Großbritannien – dann sowohl Nato wie UNO ignorieren? Ohne UNO gibt es nicht einmal für eine Flugverbotszone eine völkerrechtliche Basis. Und ohne UNO-Mandat Waffen zu liefern, stellt Amerika rechtlich auf eine Stufe mit üblen Staaten wie Iran und Qatar.“ – Wie wahr!

    „Für diesen kühnen Fall ...“

    Nun, die Kaskade an rhetorischen Fragen, die hier Unterberger anschließt sind jene Kaffeesatz-Exegesen, die das pt Publikum beschäftigen. Aber das wird auch in den USA nicht gefragt. Das Pseudo-Problem, das hier aufgebaut wird existiert ja gar nicht; es klingt nur ach so gut, sich besorgt zu geben.

    „Aber nehmen wir einmal an, am Ende gibt es wirklich freie und demokratische Wahlen in Syrien. Diese werden mit Sicherheit ähnlich wie in Ägypten mit einem Sieg der Islamisten enden. Wie will das Obama seinen Wählern erklären?“

    Als ob Unterberger nicht wüßte, daß „regime change“ weder demokratisch noch per freien Wahlen erfolgt, und wenn, dann sind es arrangierte Kulissenschiebereien. Und natürlich ist sich auch die US-Politik im Klaren, daß in islamischen Ländern „Islamisten“ im Zweifel gewählt werden. Die damit kalkulierte „Instabilität“ ist doch gerade das Ziel dieser Politik, die es dann erlaubt nach Bedarf die Lage zu eskalieren oder zu de-eskalieren, je nach augenblicklichen Interessen.

    Und wem soll Obama was erklären? Erstens steht er nicht mehr zur Wahl und zweitens ist ein US-Präsident nicht den Wählern, sondern jenen Hintergrundmächten verpflichtet, die Milliarden in dessen Wahlkampf „investiert“ haben.

    (Siehe den Artikel von William Pfaff in der IHT vom 24. 1. 2002 über den gekauften Präsidenten: „The American Problem is Domination of Politics by Money“, und am 29. 12. 2001 (IHT): "Der wichtigste Wandel, der in letzter Zeit stattfand, ist die Aufwertung der Rolle des Geldes bei der Bestimmung der Frage, wie Amerika regiert wird. Diese Rolle war niemals gering, aber sie gewann eine neue Dimension, als der Oberste Gerichtshof entschied, daß Geld, welches für die Wahl von Kandidaten und für die Förderung von privaten und kommerziellen Interessen in Washington ausgegeben wird, eine Form der verfassungsmäßig geschützten Meinungsäußerung darstellt. Dadurch wurde eine repräsentative Republik umgewandelt in eine Plutokratie.")

    „Steht doch schon heute der Austausch Mubaraks durch ein islamistisches Regime an der Spitze der Fehlleistungen der Obama-Ära. Das sieht inzwischen jedenfalls alle Welt so, bis auf die linksliberalen Mainstream-Medien, die Mubarak weggeschrieben haben und die Obama immer noch zujubeln.“

    Jedermann weiß, daß Medien eine andere Modalität des Geldes sind. Wenn also diese „immer noch“ Obama „zujubeln“, so tun es jene, deren Absichten und Ziele auch mit dem „regime-change“ in Ägypten verfolgt wurden; selbst wenn es ein „Betriebsunfall“ gewesen sein sollte (was gar nicht so sicher ist) dürften die politischen Wissenschaften des Herrn Dr. Unterberger nicht ganz ausreichen die Weltpolitik authentisch zu erklären.

    • Specht (kein Partner)
      16. Juni 2013 15:34

      Amerikanische und britische Politik sind tatsächlich nicht so schwer zu durchschauen, da sie uns besonders seit Ende von WWII anschaulich vorführen, wie sie sich die Aufteilung der Weltherrschaft vorstellen. Der Weg dahin mit Pannen, aber konsequent. Sehe das alles genau so wie F.V. aber ich bin der Meinung würde A.U. nicht etwas verschleiert und diplomatisch schreiben, könnte er seinen Blog zusperren. Warum, ganz einfach, wenn schon einem Nobody wie mir ständig in die Suppe gespuckt wird falls ich durch Gebrauch von "verdächtigen Wörtern" ins Netz gerate, dann kann man das ja hochrechnen. Neulich wollte ich was von Colin Powell schreiben, was erst nach Austausch sämtlicher Passwörter gelang.

    • Undine
      16. Juni 2013 16:47

      @Spech

      Sehe das genau so!*******!

    • Undine
      16. Juni 2013 16:49

      Pardon, natürlich "Specht" ! :-)

    • F.V. (kein Partner)
      16. Juni 2013 16:59

      Verehrter Specht,

      wenn man nur mit kryptischen Worten über klare Sachverhalte spricht, dann läuft man Gefahr nicht verstanden zu werden.

      Wie Sie ja selber bei Durchsicht der Beiträge im UTB sehen können, versteht ein Großteil der Teilnehmer an den Debatten nicht was gespielt wird. Das ist auch sehr verständlich, da die wirklichen Zusammenhänge durch die veröffentlichte Meinung niemals offengelegt werden und vielen der Zugang zu entsprechenden Informationen nicht gegeben ist. Überdies müßte man eine weitgestreute Literatur der Ideengeschichte, Geopolitik, Geschichte, Philosophie, Religion, usw. überblicken; wer hat dazu schon Zeit (und Interesse)? Und es ist schließlich auch menschlich, allzumenschlich sich die Wirklichkeit seinen Wünschen/Emotionen entsprechend hinzubiegen.

      Ob Ihre „Entschuldigung“ der oft kritisierten Schreibe Unterbergers der einzige Grund ist, muß aber bezweifelt werden. Er ist Apologet einer liberalen Ideologie, die in ihrer inneren Logik keine befriedigenden Lösungen der gegenwärtigen Probleme erlaubt, denn sie ist ja gerade die tiefste Ursache, die diese geistigen, ethischen, sozialen und inzwischen auch materiellen Katastrophen herbeigeführt hat.

      Was Ihre Anmerkung betrifft, daß man schnell ins Fadenkreuz gelangt, ist kein Geheimnis.
      Jeder, der nicht pc-konform „denkt“ kommt auf die Proskriptionslisten. Die Frage ist halt: „lever dood as slaav“?

    • Zraxl (kein Partner)
      16. Juni 2013 19:29

      @F.V.
      Wir befinden uns hier im Haus von Herrn Dr. Unterberger. Allein dafür, dass er seinen Blog für diese Diskussionen (insbesondere auch Ihre hochgeschätzten Beiträge) zur Verfügung stellt, gebührt ihm Unterstützung. Oder haben Sie jemals versucht, Ihre Sicht der Dinge im Standard, in der Presse, in Österreich oder in ähnlichen Medien zu posten? Versuchen Sie es nicht, es ist sinnlos. Man wird Ihre Postings nicht freischalten.

      Vor etlichen Jahren gab es im Forum der Presse noch die Möglichkeit, inhaltlich gehaltsvolle Postings zu schreiben. Man hat das später durch Zensur verunmöglicht, weil die Presseredaktion nicht ertragen hat, dass das Niveau der Postings über jenem der redaktionellen Beiträge lag. Etliche Diskutanten des damaligen Presseforums haben sich just hier im Forum eingefunden. Auch das ist in gewaltiger Nutzen dieses Forums hier.

      Inhaltlich habe ich mit den Darstellungen von Dr. Unterberger manchmal ein Problem, weil er angeblich unhinterfragbare Positivbegriffe für meinen Geschmack viel zu unkritisch verwendet. Da ist von "Völkerrecht" die Rede - als ob das etwas anderes wäre als eine Übereinkunft der Mächtigen, militärische Angriffe gegen missliebige Regierungen zu rechtfertigen-, dann wird auf "Menschenrechte" hingewiesen - also ob dieser Begriff nicht längst zur Unterwanderung eines missliebigen Wertesystems pervertiert worden wäre, usw.usw. Im konkreten Fall hier reicht die Nachricht, dass McCain Obama in der Syrienangelegenheit voll unterstützt, damit klar wird, dass Obama keineswegs als ahnungsloses Armutschgerl agiert. Die Machtübernahme durch islamische Terrorregimes in Nordafrika und dem sogenannten Nahen Osten ist kein Unglücksfall, sondern beabsichtigt.

    • Francois Villon (kein Partner)
      17. Juni 2013 14:02

      Verehrter Zraxl,

      Ihr Anliegen verstehe ich sehr wohl: „im Haus Unterberger“ diesem etwas weniger „scharf“ in die Parade zu fahren. Wenn das aber auf Kosten der Klarheit der Positionen und Argumente geht, würde die Diskussion sinn- und zwecklos. Das Dilemma zwischen Sache und Person zu unterscheiden ist mir ebenso bewußt, und ich bemühe mich „fortiter in re“ aber „suaviter in modo“ zu sein – also nach Möglichkeit nicht die Person zu kränken oder zu beleidigen. Allerdings merke ich immer wieder, daß nicht alle Leser hier differenzieren und Person und Sache quasi synonym sehen, und eine scharfe Kritik in der Sache als eine an der Person betrachten. Verständlich ist das freilich, weil sich ja keine Sache/Idee selbst präsentiert, sondern diese von einer Person verfochten wird.

      Daß die main-stream-Medien Leserbriefe zensurieren/unterdrücken, die ihnen nicht ins Konzept passen, weiß ich – und darum mache ich mir kaum die Mühe hier zu schreiben.
      Im UTB liegt aber die Sache doch anders: würde auch Zensur geübt, könnte man Tag und Stunde angeben, wann es totlaufen würde.

      Wenn ich unterstelle, daß sich die ernsthaften Leute, die mit dem gegenwärtigen Gang der Dinge nicht einverstanden sind, auch tatsächlich und nicht nur parolenhaft damit auseinandersetzen wollen (sollen), dann muß aber der oft polemische, einseitige, unsachliche und parolenhafte Stil den massivsten Widerspruch herausfordern. Auf solcher Grundlage würde nur das Partei-Etikett gewechselt aber nicht die Art und Weise, wie die Staatsgeschäfte geführt werden. Um ein Ziel gemeinsam anzustreben, sind aber - nach Konfuzius - gemeinsame Begriffe notwendig.

      Ich habe mit manchem früheren Freund gebrochen, wenn ich merkte, daß sich die Grundlagen (die „Begriffe“) in nichts aufgelöst hatten – also der „gemeinsame Wille f ü r etwas“ nicht mehr da war. Sollte ich mich daher auf etwas einlassen, das noch weiter von solchen Idealen entfernt ist? In einer Predigt des Papstes Benedikt XVI. kam er darauf zu sprechen. „Das zweite Element, mit dem Jesus die Freundschaft definiert, ist die Übereinstimmung des Willens. - ,Idem velle - idem nolle' war auch für die Römer die Definition von Freundschaft.“

      Da sind wir wohl noch weit entfernt.

    • Zraxl (kein Partner)
      18. Juni 2013 08:05

      @ Francois Villon
      Freundschaft ist sowieso eine andere Sache und eine Freundschaft im virtuellen Raum ist möglicherweise eine virtuelle Freundschaft. Die grundlegenden Wertvorstellungen teile ich vermutlich doch sehr weitgehend mit Dr. Unterberger, meine Sichtweise ist aber oftmals eben eine völlig andere. Von sachlichen Auseinandersetzungen und Streitereien, auch wenn diese manchmal heftig ausfallen, aber lebt m.E. dieser Blog.

      Im Übrigen bedaure ich auch das Verschwinden von xRatio aus diesem Blog: Seine Wertvorstellungen habe ich nicht geteilt, seinen Stil habe ich nicht geschätzt, aber seine Argumentation schien mir wertvoll. Gar manches habe ich aus seinen Postings hier mitgenommen.

  17. Eso-Policier (kein Partner)
    16. Juni 2013 08:39

    Es war klar, dass die USA und Israel zunehmend in den Krieg hineingezogen werden. Das Ergebnis wird sein, dass der Kapitalismus, Zionismus und Multikulturalismus endgültig kaputtgebrochen werden. Israel muss sich letztlich auf die Grenzen von 1960 zurückziehen. Aber auch der Islamismus wird scheitern. Z. B. ist die Geburtenrate im Iran unter 2,0 gefallen. Zudem breitet sich Diabetes unter charakterlosen Menschen explosionsartig aus. Nicht-grüne Ökos und (organisierte und nicht-organisierte) Freireligiöse setzen sich durch. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      17. Juni 2013 16:28

      Eso-Policier (kein Partner)
      16. Juni 2013 08:39
      Es war klar, dass die USA und Israel zunehmend in den Krieg hineingezogen werden.

      Dass die beiden notorischen Kriegstreiber in einen Krieg "zunehmend hineingezogen werden" ist (wenn es nicht so katastrophal wäer) der gelungenste Witz der Weltgeschichte.

  18. Josef Maierhofer
    15. Juni 2013 15:07

    Das bringt Obama in des Teufels Küche.

    Die Sowjetunion (Putins Sowjetunion) unterstützt Assad. Das ist für die Christen in Syrien offenbar, wie hier auch geschrieben, die bessere Nachricht von den vielen schlechten.

    Dabei hätte die Notwendigkeit einer Parteinahme ja gar nicht bestanden, sie wurde von den Mainstreammedien herbeigeführt.

    Meines Erachtens würde die Notwendigkeit einer Diplomatie bestehen, die Assad ein Zurück zu einer Demokratie ermöglicht. Es würde die Notwendigkeit eines Waffenstillstandes bestehen, der hält, das wären Anstrengungen, die zu tun wären. Doch sind die 'Helfernationen' genauso zersplittert und zerstritten wie es die Aufständischen untereinander auch sind.

    Es geht in diesem Fall, wie ich das sehe, bei den 'Aufständischen' um sehr viele ausländische Söldner, die Auftragshandlungen durchführen und halt jetzt mit Waffen aus USA das tun werden. Sie kämpfen für die islamische Sache, die Putin zur Genüge aus Armeniens Geschichte kennt. Sie kämpfen gegen dieses 'christliche Bollwerk' Assad, der zweifellos enorme Fehler mit seiner Diktatur macht, womit er auch ein Gegner der Türkei ist, ist er doch so 'christenfreundlich'.

    Es ist die Situation für mich eine mögliche Zündschnur zum Pulverfass Nahost, verstärkt durch Obamas Entscheidung, Partei zu ergreifen, wie es die Mainstream Medien tun.

    Ich habe ja die Stimme eine Aufständischen gelesen,
    ' ... mit dieser Hilfe haben wir das Assad Regime in 6 Monaten geschlagen'. Assad wollte nicht wie Mubarak enden, denke ich, ist der primäre Antrieb für seine Diktatur. Mubarak, der für den Mainstream kein Medienthema mehr wert ist, nachdem die Medienhetze zum 'Islamischen Frühling' der islamischen Realität gewichen ist, die sich auf Kampf und Unterdrückung beschränkt.

    Wir stehen als Europäer von unseren verlogenen Medien im Stich gelassen, de facto fehlinformiert da, und freuen uns über alles, was uns die Medien schönreden und schönschreiben und verschweigen und kennen die Wahrheit nicht. Außer man informiert sich bei engagierten Internetblogs, die die Wahrheit aus vielen widersprüchlichen Medienmeldungen herausfischen und das ohne Ideologie (zumindest bei der Wahrheitsfindung nicht).

    • Haider
      15. Juni 2013 21:23

      Ihr letzter Absatz trifft den Nagel auf den Kopf. Das universelle Lügengespinst einer korrupten Journaille, ein orientierungsloser "Yes, we scan"-Präsident und saft- und kraftlose christliche Gutmenschen verbocken jeden Frieden auf dieser Welt.

    • F.V. (kein Partner)
      16. Juni 2013 11:19

      Herr Maierhofer,

      Ihre Charakterisierung "Putins Sowjetunion" ist eine ziemliche Fehlleistung.

      Die anderen Sichtweisen brauche ich hier nicht nochmals zu kommentieren.

    • Anna Marie (kein Partner)
      16. Juni 2013 11:45

      "Meines Erachtens würde die Notwendigkeit einer Diplomatie bestehen, die Assad ein Zurück zu einer Demokratie ermöglicht."

      Meine Frage: welche Demokratie meinen sie? Die des Westens? Die sich jederzeit das Recht herausnehmen andere Länder beliebig anzugreifen? Sich über jedes Völkerrecht hinwegsetzen? Sämtliche westliche Politiker sind doch nur eine heuchlerische und mörderische Bande, die über alle Menschen herrschen wie ihnen beliebt.

      Sehen sie sich diese Dokumentation an und sie werden die Pläne der Elite erkennen.
      Warum treffen sich jedes Jahr die Mächtigsten aus Industrie, Politik, Finanzen, Könige, Medien, Nato, UN etc. hinter verschlossenen Türen und warum die übertriebene Überwachung (ein Großaufgebot von CIA, MI6, BND, Mossad -Agenten)???
      Nachdem ich mir diese Dokumentation angesehen habe, war ich nur mehr fassungslos. Ich hatte keine Ahnung wie weit in den USA und anderen Ländern die Rechte der Bürger schon außer Kraft gesetzt wurden und wie im Hintergrund schon Vorkehrungen getroffen wurden mitlitärisch gegen die eigene Bevölkerung vorgehen zu können (mit ausländischen Söldnern).

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2LlbTgd-j4A

    • Josef Maierhofer
      16. Juni 2013 20:07

      @ Anna Marie (kein Partner)

      Wenn ich das Video betrachte, dann sehen wir ja, was bei uns los ist, ist ja auch sehr oft Diskussionsgegenstand hier.

      Wenn ich den nahen Osten betrachte, dann sehen wir, dass außer in Israel, dort nirgends eine westliche Demokratie, was sie ohnehin schon lange nicht mehr ist, funktioniert.

      Auch bei uns funktioniert sie nicht mehr, ist sie außer Kraft gesetzt. Unser Militär ist begraben worden. Die Medien lügen, dass sich die Balken biegen und der gläserne Bürger, der denkt, wird vernichtet werden.

      Das tun ja auch die meisten Leute, sie sagen nicht mehr, was sie wirklich denken, weil jeder das spürt, dass das alles gegen ihn verwendet wird.

      Ich habe einmal gesagt, dass eigentlich die Staatsform ziemlich egal ist, wenn sie für das Volk gut ist, und dass keine Staatsform gut ist, wenn sie für die Bevölkerung schlecht ist, bei uns ist sie gegen die Bevölkerung.

      Unsere Demokratie war gut und hat funktioniert bis etwa Ende der 1960-er Jahre. Seither haben wir schleichende Diktatur der 'manipulierten Mehrheit'.

      Solange wir diese (selbst auch) manipulierte 'Politikerelite' als verlängerten Arm der Mächtigen dulden, wird dieser Plan aufgehen. Wenn wir aber Politiker haben, die 'aufmüpfig' sind dagegen, dann werden sie, wie Lincoln, wie Kennedy, etc. einfach abgeknallt. Wenn wir die Blöden an der Macht haben, so werden die für die Mächtigen arbeiten und die Wahrheit gar nicht sehen und gegen das Volk handeln, und das tun sie ja eifrig bei uns seit etwa Ender der 1960-er Jahre. Darum ist diese Entwicklung schon so weit gediehen.

      Die linke Ideologie (=Idiotie) eignet sich bestens für die Ausführung solcher Wahnsinnsvorhaben und diese Ideologen (=Idioten) merken das nicht einmal.

      Ja, es ist erschütternd, was sich abspielt, aber handeln muss wohl jeder Einzelne selbst, will er leben, und auch entscheiden, wohin das Schiff fahren soll, auch Krieg und Frieden.

      Ob wir das Steuer noch herumreißen können ? Eine sehr schwere Frage, die auch ich nicht mehr beantworten kann.

  19. Geheimrat
    15. Juni 2013 14:24

    Nur so nebenbei.....

    Hat Barack Obama nie an der Columbia studiert?

    Es gibt keinen Mangel an Anhaltspunkten dafür, daß Barack H. Obama ziemlich wahrscheinlich der unfähigste, betrügerischste und infamste Präsident ist, den Amerika jemals gesehen hat. Bei allem, was wir über Barack Obama wissen, was wissen wir noch alles nicht? Wir wissen, daß der Kongreß sich weigert, Obamas Geburtsurkunde zu überprüfen. Warum sollte er. Es würde beweisen, daß es entweder höhere Mächte gibt, die Präsidenten für uns erwählen, oder daß der Kongreß genauso unfähig und unehrlich ist wie Obama selbst.

    http://www.pi-news.net/2013/06/hat-barack-obama-nie-an-der-columbia-studiert/

  20. OMalley
    15. Juni 2013 11:06

    ad observer: schon vergessen, dass die Sanktionen von den Genossen in Wien bestellt worden waren.

  21. Nettozahler
    15. Juni 2013 10:19

    Ist tatsächlich die gesamte aussenpolitische Gruppe der Medienleute, mit Journalisten, Kommentatoren, Korrespondenten, Leitariklern, etc. so dumm, dass sie einen Präsidentschaftskandidaten so hochjubeln und so hohe Erwartungen in ihn setzen, nur weil er eine etwas andere Hautfarbe hat. Es ist genausoviel Schwarzer wie Weißer. Für seine kommunikativen Fähigkeiten böte sich eher der Beruf eines Predigers an, als die eines Führers einer Weltmacht.
    Ich bin nur ein – politisch interessierter – kleiner Vorstadthandwerker, aber mir war diese hohle Fassade und diese Entwicklung schon bei seiner Erstkandidatur klar.
    Selbst in den sogenannten Qualitätsmedien las man damals kein einziges kritisches Wort.
    Also, ist die politische Journalistenschar wirklich so dumm?

    • Undine
      15. Juni 2013 11:40

      @Nettozahler

      "Also, ist die politische Journalistenschar wirklich so dumm?"

      Auf jeden Fall sind diejenigen, die nicht so dumm sind, dem linken Mainstream total HÖRIG---wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing!

      "Für seine kommunikativen Fähigkeiten böte sich eher der Beruf eines Predigers an, als die eines Führers einer Weltmacht."

      Die Fädenzieher in den USA (und nicht nur dort!) brauchen eine charmante, charismatische Marionette mit schauspielerischer Begabung; alles andere ergibt sich dann ganz von selbst.

    • raeter
      15. Juni 2013 11:44

      Ja, dumm - verblendet und korrupt

      Das Medien Problem ist weit größer als das Politik Problem
      Sie sind Erziehungsanstalt.

    • diko
      16. Juni 2013 07:08

      @ Undine
      ***********!

  22. terbuan
    15. Juni 2013 10:02

    Nur so viel zur US-Administration: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...!"

  23. Undine
    15. Juni 2013 09:57

    Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich überhaupt nicht mehr weiß, weswegen sich eigentlich der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad den Unmut des Westens zugezogen hat und warum man alles unternimmt, ihn auszuschalten und so nebenbei die Städte zu verwüsten---von den zahlreichen Toten gar nicht erst zu reden. Was an ihm hat wem nicht in den Kram gepaßt?

    Und: Sieht man nicht, daß diese (von außen?) angezettelten Revolten (die man beschönigend den "arabischen Frühling" nennt!), die die betreffenden Länder verwüstet und viele Tote gefordert haben, diesen von ihren "Tyrannen" befreiten Ländern nichts als Leid gebracht haben und vermutlich jahrelange Unruhen und noch schlimmere Armut nach sich ziehen werden?

    Was hat Baschar al-Assad tatsächlich verbrochen? Was wird, sollte er "ausgeschaltet" werden, für die Syrer "nach Assad" tatsächlich BESSER werden?

    • dssm
      15. Juni 2013 12:09

      Die Herrschenden des kleinen Königreichs Quatar möchten eine Pipeline an das Mittelmeer bauen; Quatar sitzt anscheinend auf gigantischen Gasvorräten.
      Daher hat der dortige König ein paar Milliarden (richig gelesen! Nicht Millionen) Dollar für die ‚Rebellen’, also genau genommen internationale Söldner, spendiert. Da Quatar eng mit Saudi Arabien verbunden ist, haben sich auch diese nicht lumpen lassen und die Summe nochmals aufgestockt. Beide Länder sind enge Verbündete der USA. Sowohl die Türkei als auch die USA (und noch ein paar der üblichen Verdächtigen) stellen Ausbildner, liefern Waffen (Quatar zahlt!) und geben die Infos von den Satelliten weiter; dies erklärt die anfänglichen Erfolge der ‚Rebellen’.

      Der Sues Kanal ist ein Nadelöhr, die Route um das Kap sehr sehr weit. So eine Pipline, mit Endpunkt Mittelmeerküste, würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen; damit könnte man schneller auf russische Sanktionen reagieren.
      Da der Irak vollständig unter US Kontrolle ist, wäre das auch ein super Geschäft für die US Konzerne. Die würden die notwendige Infrastruktur bauen, US-Firmen würden die Wachleute stellen. Sowohl Leitung als auch dort arbeitende Söldner und Techniker würden in den verbliebenen leeren Staatshüllen de facto über dem Gesetz stehen.
      Da in den zerbrochen Staaten (siehe Irak und Libyen) ohne permanente Bewachung nichts geht, haben die Amerikaner ein Monopol, die Araber sind dazu militärisch nicht in der Lage die Europäer stehen die zu erwartenden Opfer nicht durch.

      Ein super Geschäft eben, dem leider das säkulare Regime von Assad im Wege steht. Aber dies wird den Friedensnobelpreisträger nicht besonders stören.

    • Undine
      15. Juni 2013 13:44

      @dssm

      Vielen herzlichen Dank für diese ausgezeichnete Erläuterung---ich weiß die Mühe zu schätzen!

    • Haider
      15. Juni 2013 21:49

      @dssm
      Sehr informativ. Danke! Mir ging's ähnlich wie Undine. Die dauernd wechselnden "Frühlinge" machen einen Otto-Normalverbraucher ganz konfus. Kaum haben die USA einen "kriegstreibenden Tyrannen" abgemurkst, kommt ein Beelzebub nach.

    • Specht (kein Partner)
      16. Juni 2013 16:08

      Wie F.V. richtig feststellt, es geht weder um Demokratie noch um bestimmte Personen, es geht ausschließlich um amerikanische Hegemonie. Dazu gehört eine umfassende Spionage und skrupellose Destabilisierung, Ressourcensicherung und eine offen erklärte Vollmacht, überall auf der Welt einzelne missliebige Personen ebenso zu entfernen wie ganze Regierungen. Dagegen hört man nirgends wesentlichen Widerspruch. Wer je geglaubt hat es wäre Amerika das Eldorado der Demokratie, sitzt einem Märchen auf, denn es gibt in diesem Staat nichts was nicht dem Militär untergeordnet wäre und nach der Pfeife einiger besonderer Stichwortgeber tanzt. Blöd nur, in Russland funktioniert das ebenso und zwar ganz tief verwurzelt. Davon konnte ich mich selber vergewissern. Die Menschen spüren überall diese Ohnmacht und wollen sogar in der Türkei aufbegehren, nur ist es ein Naturgesetz, die Unwissenden werden unterdrückt, müssen Tribut leisten, die Zeche zahlen, dürfen sich täuschen lassen und die Krake oben sorgt schon für Unwissenheit und dass auch Revolutionen in die richtigen Kanäle geleitet werden. Die besten Mitarbeiter dieser Machenschaften sind neben Dummköpfen besonders Ideologieverblendete, Korrupte, Geld-und Machtgierige.

    • Amalek (kein Partner)
      16. Juni 2013 23:09

      @ Undine

      In einem Interview mit dem Fernsehsender LCP sagte der ehemalige Außenminister Roland Dumas jetzt:

      ”Ich werde Ihnen etwas sagen. Ich war zwei Jahre vor dem Beginn der Gewaltausbrüche in Syrien wegen anderer Unterredungen in England. Während meines Aufenthaltes dort traf ich mich mit britischen Spitzenbeamten, die mir gegenüber äusserten, dass man sich darauf vorbereite, etwas in Syrien zu unternehmen.”

      “Dies war in Großbritannien und nicht in den USA. Großbritannien bereitete die Organisation einer Invasion von Rebellen in Syrien vor. Sie fragten mich sogar, obwohl ich nicht mehr Außenminister war, ob ich mich an den Vorbereitungen beteiligen wolle.
      Natürlich weigerte ich mich, ich sagte ihnen, ich bin aus Frankreich, das interessiert mich nicht.”

      Dumas fuhr dann im Interview fort damit, dem Publikum eine schnelle Lektion über den wahren Grund für den Krieg zu geben. Ein Krieg, der bis heute Zehntausenden von Menschen das Leben gekostet hat.

      Dumas sagte wörtlich: ”Dieser Vorgang geht weit zurück. Alles war vorbereitet, vorausberechnet und geplant … in dieser Region ist es wichtig zu wissen, dass das syrische Regime eine sehr anti-israelische Haltung hat.”

      “Nach diesem Schema bewegt sich alles, was in der Region geschieht, und ich habe dies vom ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten, der mir sagte: “Wir werden versuchen, wieder mit unseren Nachbarn auszukommen, aber diejenigen, die nicht mit uns einverstanden sind, werden vernichtet.”

      “Dies ist eine Art von Politik, ein Blick auf die Geschichte, warum auch nicht. Aber man sollte es wissen.”

    • Undine
      17. Juni 2013 08:51

      @Amalek

      ************!
      Herzlichen Dank für diesen entlarvenden Kommentar, der auf erschütternde Weise vor Augen führt, wie "es" läuft, wenn die Großen Politik machen. Die Briten waren schon immer gut darin, über die Völker zu bestimmen, um ausschließlich ihre eigenen Interessen zu wahren. So haben sie sich im Lauf der Jahrhunderte mit Gewalt die halbe Welt untertan gemacht und zutode ausgebeutet---siehe Indien!

      Erstaunlich, daß der ehemalige Außenminister Roland Dumas das so offen zugibt, wer wo die Fäden zieht. Und den Menschen trichtert man via Medien ein, man wolle bloß aus lauter Güte und Menschenfreundlichkeit die armen Syrer von ihrem Tyrannen befreien.

  24. dssm
    15. Juni 2013 09:44

    Die ganze politische Klasse der USA steht mit dem Rücken zur Wand.
    Vor einiger Zeit startet der Fernsehsender FOX eine Umfrage ob sich die Amerikaner eine Revolution gegen die Regierung vorstellen könnten (ähnlich dem Unabhängigkeitskrieg), das Ergebnis war so unglaublich, daß es mehrfach gegen geprüft wurde. Schon vor dem AP Skandal, vor dem aktuellen NSA Skandal und bevor die IRS-Sache hochkochte war, je nach Auswertung, knapp die Hälfte (43%) bis zwei Drittel der Amerikaner der Meinung es wird einen Konflikt mit der eignen Regierung geben.

    Ein kleiner Krieg, noch dazu um eine schöne neue Pipeline legen zu können, würde da jetzt gut dazupassen. Die, für die Regierung, gefährlichen Amerikaner sind gleichzeitig auch die patriotischen Bürger.

  25. Anton Volpini
    15. Juni 2013 09:31

    Und wieder einmal lügen die US Amerikaner einen Kriegsgrund herbei.
    Mir sind die Verrenkungen der englischen und amerikanischen Behörden und Politiker noch in lebhafter Erinnerung, als sie dann zum Schluß noch den glaubhaft wirkenden General und Militärminister Colin Powell vor der UNO so lügen ließen, daß ihm die Scham im Gesicht stand.

    • Haider
      15. Juni 2013 21:56

      Wenn es darum geht die Welt zu belügen, dann gehen die US-Demokraten und die US-Republikaner Hand in Hand. Übrig bleiben Friede und Wahrheit!

    • F.V. (kein Partner)
      16. Juni 2013 11:24

      Herr Volpini,

      ... und Unterberger strickt darum eine Märchengeschichte. Ist wohl auch Desinformation pur.

    • Anton Volpini
      16. Juni 2013 17:53

      Seins doch bittschön nicht so pedantisch, F.V. :-))

      Ich schreib hier im Blog, weil ich mit den meisten Tagebucheinträgen Dr. Unterbergers konform gehe.

  26. Undine
    15. Juni 2013 09:14

    Nein, leicht hat er's wahrlich nicht, der Barack Obama! Nicht nur, daß er mit den voreilig verliehenen Vorschußlorbeeren, dem Friedensnobelpreis, etwas in Bedrängnis gerät---nun machen ihm auch so manche Großspender, die ihm mit Unsummen seinerzeit auf den Thron verholfen haben, Ärger. Einer davon ist der US-Botschafter in Belgien, Howard Gutman, der als Belohnung dafür, daß er damals seine Geldbörse weit geöffnet hatte, diesen angenehmen Posten erhalten hatte---ein Gegengeschäft sozusagen.

    http://www.tachles.ch/us-botschafter-im-zwielicht

  27. Observer
    15. Juni 2013 08:07

    Einen wirklichen Lösungsvorschlag, wie das Blutvergießen in Syrien rasch beendet werden kann, hat auch Herr Dr. Unterberger nicht anzubieten. Es ist eine Schande, wenn die westlichen Staaten weiterhin nur zusehen und im stillen hoffen, dass der Krieg von selbst aufhört. Der "lupenreine Demokrat" (copyright: Schröder) Putin wird weiterhin seinen Freund Assad mit Waffen beliefern und Israel "freut sich", wenn durch diese Kampfhandlungen die Welt von anderen Gefahrenherden in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft abgelenkt wird. Wenn Israel aber ihr OK zu Waffenlieferungen und Flugverbotszone gibt, dann wird die USA handeln - nicht früher. Denn die Achse Israel - USA ist besonders stark, es gibt in den USA mehr Juden als in Israel und der politische und finanzielle Einfluss auf die US-Regierung ist enorm.
    Natürlich bietet sich im Fall Syrien ein Vergelich mit Lybien und ev. auch Ägypten an, wo zwar die Diktatoren beseitigt wurden, aber die erhoffte Wende zur Demokratie ausgeblieben ist. Trotzdem sollte man den USA und Großbritannien dankbar sein, dass Gadaffi und seine Clique gestürzt wurden.

    • dssm
      15. Juni 2013 09:52

      @Observer
      Denken Sie ein bisschen weiter, über das Gutmenschentum hinaus.
      Recht muss Recht bleiben, egal was passiert.
      Wird das Völkerrecht heute einfach gebrochen, weil es gerade 'moralisch' opportun ist, so wird es auch morgen gebrochen werden. Morgen könnte das Opfer aber Österreich heißen!
      Denken Sie an den Beginn der Schwarz/Blauen Regierung, sehr schnell könnten Wahlen wieder eine 'unmoralische' Regierung hervorbringen und unsere 'Partner' in der EU könnten dann drastische Forderungen stellen und auch letztendlich militärisch durchsetzen, nur der Moral wegen – versteht sich.

      Kleine, schwache Länder brauchen ein funktionierendes internationales Recht!
      Die kleinen Länder sollten die Sache des Völkerrechts als wichtigste aussenpolitische Agenda haben.

    • Anton Volpini
      15. Juni 2013 10:10

      "Die kleinen Länder sollten die Sache des Völkerrechts als wichtigste aussenpolitische Agenda haben."

      Bravo dssm!!

      " Das Preisgeben eines verletzten
      Rechtes ist ein Akt der Feigheit, der der Person zur Unehre
      und dem Gemeinwesen zum größten Schaden gereicht; der
      Kampf für das Recht ist ein Akt der ethischen Selbst-
      erhaltung, eine Pflicht gegen sich selbst und die Gemein-
      schaft."
      (Prof. Rudolf Ihering 1871, "Der Kampf ums Recht")

    • dssm
      15. Juni 2013 11:51

      @Anton Volpini
      Für diesen Beitrag sollten Sie sechs Sterne erhalten!

    • Observer
      15. Juni 2013 18:11

      dssm:
      Ich gehöre nicht zu den "Gutmenschen", welche alles aus der rot-grünen Ecke gutheissen. Ich bin auch keine Fan der US-Politik, aber im WK II und in den vergangenen 68 Jahren haben wir hier in Europa den Amis viel zu verdanken. Hier auf das Völkerrecht zu verweisen, ist absolut unangebracht. Es gibt aber Situationen, wo man sich im Land wehren muss und es gibt eine Pficht zur Hilfe, wenn andere danach rufen. Oder vertreten Sie die Ansicht, dasss der Syrienkrieg eine rein interne Angelegenhiet ist, wwo wir nur zusehen sollten?
      Es ist auch völlig entbehrlicher Hinweis von Herrn Unterberger, wenn er von "nur 2 Promille der Kriegopfer" spricht, welche durch Giftgas umgekommen sind. Die tatsächlichen Todesopfer liegen bereits um die 100.000 Personen, da ist es egal wie sie zu Tode gekommen sind.

    • diko
      15. Juni 2013 18:35

      @ dssm
      @ Anton Volpini
      danke für die Subkommentare, und viele *********!

      entbehrlich, sind die Kommentare der Observer, wenn Dr. Unterberger nicht im Sinne der gleichgeschalteten Systemmedien schreibt und dann beim Observer aus dem geschätzten Dr. Unterberger geringschätzig der Unterberger wird.

    • Observer
      15. Juni 2013 20:27

      diko:
      Werter diko, wer lesen kann, hat es im Leben leichter. Ich habe nicht "geringschätzig vom Unterberger" geschrieben.
      Ich nehme zur Kenntnis, dass es nach Ihrer Ansicht neben denen der "gleichgeschalteten Medien" (welche sind dies überhaupt?) und der des Herrn Dr. Unterberger keine dritte Meinung geben darf. Dafür gebe ich Ihnen auch einige Sternderl: *****

    • werauchimmer
      15. Juni 2013 20:33

      Falls überhaupt tatsächlich 100.000 Bürgerkriegsopfer, dann von beiden Lagern zusammen.

      Diese Zahl wurde auch nur dadurch herbeigeführt, dass die schwächere Partei mit Waffen und Söldnern gegen die lokale Ordnungsmacht positioniert wurde.

      Obwohl der eigentliche Anlass, eine freie Präsidentschaftswahl durch das Volk, schon längst infolge einer Verfassungsänderung weggefallen ist.

      Aber die Schützlinge des Westens interessieren keine Volkswahlen, die wollen Assad einfach weg!

    • Observer
      16. Juni 2013 07:02

      werauchimmer:
      Natürlich sind bei der genannten Opferzahl vorwiegend Zivilisten als auch Krieger beider Seiten gemeint.
      Wo gibt es im arabischen Raum eine "freie Volkswahl" - siehe gestern im Iran? Syrien mit seinem Despoten und die dazugehörigen Clique ist keine Demokratie. Das Problem des Volksaufstandes ist aber, dass sich unter den "Freiheits"kämpfern auch viele zweifelhafte Gruppen daruntermischen und nach der Absetzung von Assad vermutlich (siehe Libyen, Ägypten) islamische Fundamentalisten die Oberhand bekommen. Die dortigen Christen haben es dann auch viel schwerer (siehe nochmals nach Ägypten). Es ist also für Außenstehende schwer, da erfolgreich und vernünftig zu helfen. Trotzdem muss etwas getan werden.

    • dssm
      16. Juni 2013 09:19

      @Observer
      Dies ist kein syrischer Konflikt, sondern eine Intervention von Söldnern.
      Auch in Österreich würden, gesetzt den Fall einer bezahlten 'Rebellion', mit externen Kämpfern, viele Menschen sterben; aber sehr viele Menschen würden sich den 'Rebellen' anschließen.
      Die einen weil sie bezahlt sind, die anderen weil noch eine Rechnung mit den Regierenden offen ist und wieder andere weil sie wirklich an das 'Gute' glauben. Dies ändert aber nichts am Charakter einer Intervention.

      Österreicher sollen österreichische Probleme lösen, die Syrer ihre syrischen!

    • F.V. (kein Partner)
      16. Juni 2013 11:40

      „... aber im WK II und in den vergangenen 68 Jahren haben wir hier in Europa den Amis viel zu verdanken. ...“

      Wer solchen Unsinn verzapft, dem ist nicht zu helfen.

      Die beiden Weltkriege fingen als europäische Auseinandersetzungen an, über deren Gründe zu sprechen hier nicht der Platz ist. Erst der Eintritt der USA, einer „raumfremden Macht“, hat diese Kriege zum Weltkrieg auswachsen lassen.

      Ihre völlig unnötigen Greuel – Atombomben auf das kapitulationsbereits Japan, die völlige Vernichtung der z i v i l e n Städte Deutschlands, die Ermordung von Millionen gefangener deutscher Soldaten auf den Rheinwiesen im Dreck, in Kälte und Nässe und unter Verweigerung der Nahrung, die Weigerung bis heute mit Deutschland einen Friedensvertag zu schließen, die Aufrechterhaltung der Feindstaaten-Klausel, der Vorbehalts-„rechte“ bezüglich Berlin, die nicht beendete Besetzung Deutschlands, usw. – sprechen eine andere Sprache.

      Daß wir in Europa, und speziell Deutschland, in nie enden wollenden Wirtschafts- und Währungskriegen von den US-Finanzmächten – der „Ostküste“ – geplündert werden, uns der „American way of life“ (richtiger: death) aufgezwungen wird, eine nicht endende Gehirnwäsche (mit dem behübschenden Begriff „Umerziehung“ versehen) den Seelenmord an unserem Volk betreibt, das sind also jene „Wohltaten“, für die wir den USA „dankbar sein müssen“.

      Was Dümmeres, Verkommeneres habe ich selten gehört.

    • werauchimmer
      16. Juni 2013 12:41

      @ Observer:

      Wo gibt es im arabischen Raum eine "freie Volkswahl" - siehe gestern im Iran?

      Eine unsachliche Gleichsetzung: Im Iran gibt es den klerikalen Überbau, dem die Zulassung von Kandidaten obliegt.

      Die neue syrische Verfassung sieht nichts dergleichen vor:

      http://sana.sy/eng/370/2012/02/28/401178.htm

    • Undine
      16. Juni 2013 13:27

      @F.V.

      "Ihre völlig unnötigen Greuel – Atombomben auf das kapitulationsbereits Japan, die völlige Vernichtung der z i v i l e n Städte Deutschlands, die Ermordung von Millionen gefangener deutscher Soldaten auf den Rheinwiesen im Dreck, in Kälte und Nässe und unter Verweigerung der Nahrung, die Weigerung bis heute mit Deutschland einen Friedensvertag zu schließen,..."

      Zur "Illustration" Ihrer Erwähnung der RHEINWIESEN-Todeslager:

      http://www.youtube.com/watch?v=WtDPz8VLavQ

      http://equapio.com/de/politik/rheinwiesenlager-1945/

    • Observer
      16. Juni 2013 20:19

      Ichc melde mich hier zu diesem Thema das letzte Mal zu Wort.
      1. Dle Revolutionen (Libyen, Ägypten usw.) waren nationale Angelegenheiten. Wie ich ausgeführt habe, werden diese Kriege nun von anderen Interessensgruppen missbraucht. Assad ist keine Demokrat, sondern ein Diktator mit demokratischen Mäntelchen. Da ändert die kürzliche Verfassungsäderung gar nichts. Leiden in diesem Bürgerkrieg muss vorwiegend die Zivilbevölkerung - schon aus humanistischen Gründen - geholfen werden. Manche Poster hier wollen diese Menschverpflichtung nicht wahrnehmen und lieber jedem Abend in der ZIB die neuen Greueldaten verfolgen. Damit muss man halt leben.

      2. Nun solche Leute, welche den WK II nicht selbst erlebt haben, können so dummes Zeug verzapfen, dass die USA nicht entscheidend zum Kriegsende beigetragen haben. Die UdSSR war schon stark geschwächt und konnte nur mit Hilfe der USA (Pacht- und Leihlieferungen - welche ohnehin nie zurückbezahlt wurden!) durch Waffentransporte über den Pazifik und Sibirien die Ostfront halten. Großbritannien bekam ebenso massive Unterstützung über den Atlantik. Natürlich haben die USA auch auf vielen Seiten "über das Ziel geschosssen" (unsinniger A-Bombenabwurf in Japan usw.), aber auch die Deutsche Wehrmacht war bei der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Haben Sie schon etwas vom ERP gehört, wo nach 1945 Milliarden zum Aufbau des zerstörten Europas verwendet wurden?
      Ich bin mit vielen Entscheidungen der diversen US-Administrationen nicht einverstanden, aber die oben beschriebenden Fakten lassen sich nicht leugnen, daran kann man nicht mehr rütteln.

    • Eva
      16. Juni 2013 22:52

      @Observer

      Ganz so uneigennützig wurden die ERP-Milliarden nicht nach D und Ö geschickt. D mußte sie auf Heller und Pfennig zurückzahlen, mit uns verfuhr man etwas milder.

      Der WKII war für die USA ein Bombengeschäft. Unter der üppigen Kriegsbeute befanden sich jede Menge noch unveröffentlichter wissenschaftlicher* Arbeiten und Patente, die sie gut verwerten konnten.

      Wie sollten die USA ihre Waren anbringen, wenn D als Handelspartner auf Dauer hinfällig wäre. So aber war jeder Dollar bestens investiert.

      *Schadlos gehalten hatte sich auch Robert Maxwell, der als britischer Soldat nach D kam; er stahl eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten deutscher Wissenschaftler und begründete damit seinen immensen Reichtum.

      "Bald nach seinem Tod wurde bekannt, dass Maxwell Bilanzen gefälscht und sich am Pensionsfonds seiner Mitarbeiter vergriffen hatte. Die Verschuldung seines Konzerns wurde Ende 1991 auf rund 3 Milliarden Pfund (rund 9 Milliarden DM) beziffert."

    • Amalek (kein Partner)
    • GOP
      17. Juni 2013 13:23

      Wie Observer erwähnte, sehen nach-1945-Geborene die Dinge etwas anders, als jene, welche die Kriegs- und Nachkriegswirren am eigenen Leib erlebt hatten. Lassen wir daher dieses Thema den Historikeren, denn alles andere ist immer subjektiv.
      Krieg ist immer schrecklich, so auch der derzeige Bürgerkrieg in Syrien. Natürlich ist bei jedem militärischen Eingreifen auch eigener Vorteil vorhanden, wo auch im Fall der ERP-Hilfe, wie auch bei der Verteilung der Millionen an CARE- und UNNRA-Hilfpaketen dies nicht ganz ohne Eigennutz geschah.

  28. socrates
    15. Juni 2013 05:35

    obama macht was sich die israelische lobby wuenscht. Die will eine flugverbotszone fir de anderen, damit sie selbst in ruhe bombardieren koennen, wie im Iraq und in Lybien. Dort begann die lobby auch mit Flugverbotszonen wegen C-waffen, die nie gefunden wurden. Die medien, die der lobby hoerig sind, entschuldigten sich, als der Zweck, diese staaten unter kontrolle dieser gruppe zu bringen, erreicht war.
    Jetzt kommt die 3, auflage mit Syrien. Das gehoert zum interessensgebiet Russlands und soll trotzdem erobert werden, mit nachfolgender entschuldigung. Das ist der UNO zu heikel, und so
    probiert es die Marionette mit nobelpreis alleine. Es muss rasch geschehen, bevor mig 27 und s 300 raketen es unmoeglich machen wehrlose umzubringen.

    • Nemo
      15. Juni 2013 08:16

      Socrates schreibt: "obama macht was sich die israelische lobby wuenscht."

      Das ist wahrscheinlich das vernünftigste, was er machen kann.

    • socrates
      15. Juni 2013 09:28

      nemo
      recht und gesetz gilt fuer nobelpreistraeger neu nicht, sie sind kriegstreiber.
      wollt ihr den totalen krieg ? ich nicht !

    • dssm
      15. Juni 2013 09:54

      @socrates
      Das mit der israelischen Lobby ist mir neu.
      Wo haben Sie diese Info her.
      Die Israelis waren ja bisher (seit den Unruhen) dem Assad-Regime gegenüber neutral bis freundlich eingestellt.

    • socrates
      15. Juni 2013 11:58

      dssm
      einfach googeln. Israel bombardiert gern syrien, auch ueber libanon, und wuenscht wehrlose gegner. Wenn israel sadat unterstuetzt, war bombardieren nicht die richtige wahl.

    • dssm
      15. Juni 2013 12:12

      @socrates
      Na wenn die Welt so einfach ist ...
      Mit den israelischen Bombenangriffen auf Ziele der Regierung hat diese gewaltig Rückenwind erhalten.
      Seltsam, aber die Rebellen haben schon mehrfach auf Israel geschossen, aber die Reaktion war immer sehr verhalten; ganz und gar nicht wie von Israel gewohnt.

    • socrates
    • dssm
      16. Juni 2013 09:26

      @socrates
      Ja, da werden keine Konvois mit Waffen auf dem Weg zu Assad gebombt, sondern Waffen welche sich auf den Weg Richtung Libanon befinden.
      So wie auch regelmäßig die Israelis gegen Atomreaktoren aktiv wurden.

      Israel erlebt täglich aus dem Gaza und vom Südlibanon, wie sich ein gescheiterter Staat anfühlt. Wie solche Unruheherde diversen Parteien die Möglichkeit zum propagandamachen und einmischen geben.

    • socrates
      16. Juni 2013 11:35

      dssm
      wenn die usa soldaten und luftabwehrraketen an die syrische grenze verlegen, ist das gut. wenn sadat dasselbe macht und luftabwehrraketen an die grenze zum libanon bringt, greifen die israelis an, bevor diese einsatzbereit sind.

    • F.V. (kein Partner)
      16. Juni 2013 11:44

      dssm,

      wenn Ihnen das "mit der Israel-Lobby" neu ist, dann wissen Sie ja überhaupt nichts über die amerikanische Politik.

      Worüber also reden Sie da dann eigentlich?

    • socrates
      16. Juni 2013 12:01

      dssm
      http://de.ria.ru/security_and_military/20130615/266306345.html
      Wenn RU dasselbe macht, mig 27 und s 300 nach syrien schickt, mit den syrern uebt und das material dort laesst, haben wir den krieg, von dem die USA traeumt.

    • dssm
      16. Juni 2013 14:33

      @socrates
      Die Russe sind so forsch im Auftreten, entweder bluffen die, oder die haben Rückendeckung durch China.
      Die Sache ist brandgefährlich und der gute Obama und seine Kriegstreiber wollen noch ein bisschen zündeln.
      Andererseits ich verstehe die Russen, die Farce in Libyen, wo aus einer No-Fly-zone, ein offener Krieg: NATO gegen Regime wurde, war sicherlich sehr lehrreich.

  29. Herby
    15. Juni 2013 04:00

    Von Vertretern der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Wien weiß ich aus erster Hand, dass sie den "Rebellen" in Syrien reserviert gegenüber stehen.

    Wenn es nach diesen Syrisch-Orthodoxen ginge, so würden sie dem Assad-Regime den Vorzug geben.

  30. RR Prof. Reinhard Horner
    15. Juni 2013 00:58

    reinhard.horner@chello.at

    Obama nicht mögen, ist eine Sache. In den Staaten eine zulängliche Alternative aufzuzeigen ist die zugehörige andere Seite des Problems.

  31. fokus
    15. Juni 2013 00:44

    Und jetzt muß man mir nur noch erklären, wie sich die zu erwartenden Waffenlieferungen des amerikanischen Präsidenten mit dem Friedensnobelpreis vereinbaren lassen?
    Damit bleibt der erstaunte Beobachter ratlos zurück!

    Hoffentlich sind die eingesetzten chemischen Waffen nicht genauso real, wie seinerzeit die Massenvernichtungswaffen im Irak, denn dann könnte Syrien das gleiche Schicksal wie diesem bis heute krisengeschüttelten Land blühen!

    Der Nahe Osten ist und bleibt leider ein Pulverfaß ersten Ranges.

    • Brockhaus
      15. Juni 2013 08:47

      Die Lage ist derart aussichtslos, daß sich - auch nach Ansicht von Experten - in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern wird.

      Der Nahe Osten ist und bleibt Spielwiese der Militärs. Bleibt nur zu hoffen, daß sich das Krisengebiet, oder besser Kriegsgebiet, nicht auf Europa ausdehnt.





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