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Ezzes aus Europa, Überleben in Israel

Wer als Europäer in diesen Tagen in Israel ist, wird vielleicht über eine scheinbar völlig periphäre Beobachtung am meisten verblüfft sein: Bei den diversen Fußballübertragungen der Champions-League freute sich mindestens die Hälfte der zahllosen jungen Menschen vor den öffentlichen Fernsehern lautstark über die deutschen Tore (andere gab es ja kaum). Das heißt zumindest: Deutschland ist für sie nicht mehr automatisch das böse Feindesland aus lauter Tätern, für das man keine Sympathien haben kann.

Das zeigt aber auch: Die Israelis leben in der Gegenwart und Zukunft. Die Katastrophe des Holocaust ist für die Jungen Vergangenheit, fast gleich weit weg wie die Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die alten Römer (an die im heutigen Israel von Staat und Glauben durchaus auch oft erinnert wird). Gegenwarts- und Zukunftsorientierung aber heißen nicht nur Fußballfreude, sondern auch: Leben mit Terrorismus, mit Fanatismus und Kriegsgefahr rundum – aber auch heftiger Zwist über die eigene Zukunft Israels.

Die Summe dieser Gefahren geht auch Europa unmittelbar an – wenngleich dieses wie immer alles Unangenehme verdrängt. Ganze Bücher lassen sich mit einer Analyse der Lage des heutigen Israel füllen. Dennoch kann keines eine problemlose und für alle Seiten positive Lösung des Nahostproblems anbieten. Da tut eine total subjektive und wenn man so will anekdotische Annäherung an den Konflikt und seine Zerlegung in einige – keineswegs umfassende – Einzelbeobachtungen vielleicht gut.

Luftangriffe und Zusammenleben

Fast jede solcher Beobachtungen ist eine der Diskrepanzen. Eine davon ist in diesen Tagen die Gleichzeitigkeit heftiger israelischer Luftangriffe auf Syrien mit dem – anscheinend oder scheinbar – friedlichen Nebeneinander von Moslems und Juden in Israel wie auch auf der Westbank. Trotz der Luftangriffe vermeidet Israel zugleich erstaunlicherweise alles, um im Konflikt irgendwie Partei zu ergreifen, denn man weiß eigentlich selbst nicht, ob der Iran-Alliierte Assad oder die stark fundamentalistisch geprägten Gegner die Gefährlicheren sind.

Zu diesem Nebeneinander kommen noch die Christen, in diesen Tagen besonders zahlreich. Sie reichen von den Scharen amerikanischer Baptisten, die zur Volltaufe im Jordan Schlange stehen, bis zu den insbesondere rund um das soeben stattgefundene orthodoxe Osterfest unüberschaubaren Massen aus Osteuropa. Nirgendwo mischen sich Weltreligionen mit derartiger Intensität und Glaubenskraft und erwecken den Eindruck, den von allen propagierten Frieden zwar ernst zu meinen – aber zugleich die anderen Religionen eigentlich nicht zur Kenntnis zu nehmen (es sei denn, man ist Fremdenführer oder Souvenirverkäufer).

In den Straßen Israels mischen sich jedenfalls die sonstigen Todfeinde offenbar problemlos. Da gehen streng moslemisch gekleidete Frauen und ihre Männer ebenso wie liberale oder orthodoxe Juden, ohne dass man merken würde, dass hier die explosivste Konfliktfront der Welt auf Tuchfühlung geht. Problemlos toleriert Israel auch antiisraelische Plakate der palästinensischen Kommunisten oder großformatige islamische Warnungen an alle Ungläubigen, dass sie in die Hölle kämen. Auch wenn davon viel nur Oberfläche sein mag: In Israel findet man jedenfalls Toleranz wie nur in einer kleinen Minderheit der Staatengemeinschaft (ich würde jedenfalls niemandem empfehlen, in irgendeinem moslemischen Staat Warnungen vor dem Islam zu plakatieren).

Hinter der Mauer eine andere Welt

Und dennoch spürt man da und dort die darunterliegende Spannung. Die zeigt sich etwa an Sicherheitskontrollen am Eingang zu Kaufhäusern. Die zeigt sich etwa an der hässlichen Betonmauer, die Israel zu seinem Schutz von Nord bis Süd errichtet hat. Zwar kann man sie nach meist eher harmlosen Kontrollen passieren. Aber auf der anderen Seite dominieren plötzlich Auto-Nummernschilder, von denen man in Israel zuvor kein einziges gesehen hat. Im Westen gibt es nur „gelbe“ Tafeln, im Osten fast nur weiße. Araber dürfen aus Sicherheitsgründen nie mit Autos nach Israel kommen. Alleine dies zeigt, dass hier zwei weit voneinander entfernte Welten nebeneinanderliegen.

Unerquicklich? Gewiss. Aber zugleich muss man wissen: Seit die Mauer steht – freilich nicht entlang der früheren israelischen Grenze, sondern zum Teil tief auf dem Gebiet der Westbank –, hat es in Israel fast keinen der früher so häufigen Terroranschläge gegeben. Man fühlt sich beim Flanieren in Straßen Jerusalems oder anderer Städte heute mindestens so sicher wie bei einem Marathon in Boston. Würden da nicht bisweilen einige junge Männer mit einer automatischen Waffe am Nebentisch sitzen – Soldaten beim abendlichen Ausgang – und würde man nicht Zeitung lesen, könnte man fast vergessen, in der explosivsten Region der Welt zu sein.

Kinder kriegen als nationale Pflicht

Die nahöstlichen Realitäten zeigen sich auch an ganz anderen Stellen: etwa an den Geburtenzahlen. Aus dem altgewordenen Europa kommend, stößt man in Israel auf ein blutjunges Land. Zahlreiche Kinder zu kriegen ist für ein Volk, dessen Auslöschung vor 70 Jahren beschlossene Sache gewesen ist, eine natürliche Selbstverständlichkeit, ja eine nationale Pflicht, jedenfalls eine Strategie der Selbsterhaltung. Das zeigen auch die Zahlen: Die Österreicher sind heute im Durchschnitt 43 Jahre alt, die Israelis hingegen 29.

Alles klar? Nicht ganz, denn Jugend allein wird Israel nicht retten. Ist doch die arabische Umgebung ebenso jung wie Israel oder sogar noch viel jünger. Demographisch kann Israel im Konflikt mit seiner bedrohlichen Umgebung also nur mithalten, nicht die Überhand gewinnen.

Und noch ein Einwand: Die kinderreichste und damit am schnellsten wachsende Gruppe in Israel sind die Orthodoxen. Bei ihnen hat – im Schnitt! – jede Familie über sieben Kinder. Aber gerade die Söhne der Orthodoxen absolvieren in der Regel nicht den für israel überlebenswichtigen Militärdienst. Denn Thora-Studenten sind von diesem befreit. Streng orthodox zu sein, heißt nämlich im Grund, sich ganz dem Studium der heiligen Schriften zu widmen. Damit ist fast jeder junge Orthodoxe ein Thora-Student.

Das wird aber langsam für die Mitbürger untragbar; denn schon zehn Prozent der israelischen Jugendlichen entkommen solcherart dem Militär. Was die anderen hörbar erzürnt. Die Politik versucht zwar zunehmend intensiver, das zu ändern, hat es aber bisher nicht geschafft. Dazu ist die Parteienlandschaft zu zerstritten. Dazu sind die Stimmen der Orthodoxen an der Wahlurne schon viel zu gewichtig.

Gekommen, um zu bleiben

Ähnlich ist es mit dem Stimmgewicht der nationalistischen Siedler. Sie leben auf der palästinensischen Westbank in mit Stacheldraht umgebenen Siedlungen, meist nachdem sie das Land Arabern abgekauft haben. Sie sind wohl das härteste Problem am Weg zu einer friedlichen Lösung. Längst ist es politisch absolut undenkbar geworden, dass Israel einen Abriss der Siedlungen akzeptieren würde. Selbst ein Stopp des weiteren Ausbaus ist von Israel immer nur kurzfristig zugestanden worden.

 Auch der oft vorgeschlagene Gebietstausch ist nur auf dem Papier ein tauglicher Kompromiss. Denn abgesehen davon, dass Israel auf Dauer die Jordangrenze zu Jordanien kontrollieren will, bliebe dann für die Palästinenser nur ein Fleckerlteppich, der eher die Karikatur eines Staates wäre.

Im Grund ist es völlig klar: Viele Israelis sind auf die Westbank gekommen, um zu bleiben und am Ende die ganze Westbank unter Kontrolle zu bekommen. Die dortigen Araber sind aber keinesfalls willens zu gehen.

Zu viele Hypotheken für ein kleines Land

Das ist eine unlösbare Differenz. Damit ist aber der Hypotheken auf der Zukunft des (allzu vielen Religionen) Heiligen Landes noch lange kein Ende.

  • Dazu kommt etwa auch die tiefe Spaltung zwischen den Juden europäischer Herkunft, jenen orientalischer Herkunft und in den letzten Jahren insbesondere jenen osteuropäischer Herkunft (Diese Kluft ist derzeit gerade an einem heftigen israelweiten Streit ablesebar, welche Persönlichkeiten neue Schekel-Noten zieren sollen: Dieser Streit lässt im Vergleich sogar die Euro-Europäer als geradezu einträchtig erscheinen).
  • Dazu kommt die verständliche Sorge der Israelis vor einer Atombombe in den Händen des Iran, eines unberechenbaren Landes, das immer wieder von fanatisierten islamistischen Emotionen dominiert wird.
  • Dazu kommt das fast komplette Umschlagen der anfangs liberal wirkenden arabischen Revolutionen in totales Chaos und die Dominanz atavistischer Dogmatiker.
  • Dazu kommt die Enttäuschung in Israel über die Entwicklung im Gazastreifen nach dem freiwilligen und kompletten Abzug der israelischen Armee und Siedler. Denn der Judenstaat wird von dort immer wieder so intensiv beschossen wie von sonst keiner Seite. Der Abzug ist für die Palästinenser keine Friedensgeste der Israelis, sondern ihr eigener Triumph.
  • Dazu kommt die Herrschaft der von besonderer Aggressivität geprägten Hisbollah im Südlibanon. Die Verschiebung moderner Waffen aus syrischen Beständen zur Hisbollah ist ja exakt der Anlass der gegenwärtigen israelischen Luftangriffe auf Syrien.

Ist mit diesen Arabern Friede überhaupt möglich?

Aus vielen solchen Aspekten formt sich die in den letzten Jahren stark gewachsene israelische Überzeugung: Mit diesen Arabern ist ohnedies ein verlässlicher Friede undenkbar; Konzessionen bringen nichts; wir können nur mit der eigenen, also vor allem militärischer Stärke überleben.

Aus diesem Grund hat Israel auch die jüngsten arabischen Vorschläge eines Gebietstausches mit den Westbank-Palästinensern abgelehnt. Das schafft insbesondere in Europa Enttäuschung. Freilich haben die Israelis ein starkes Argument für ihre Ablehnung: solange die Gegenseite nicht den Judenstaat als solchen anerkennt, gibt es keinen Grund zu eigenen Konzessionen. Die Gegenseite ist aber emotional noch in den 40er Jahren und sieht eigentlich keinen Grund, dass in lange rein islamisch kontrollierten Gebieten nun ein Judenstaat besteht.

Für die Israelis inzwischen viel wichtiger als die Emotionen der Araber sind ihre erstaunlichen Fortschritte im Energiesektor: Denn gewaltige Gasfunde vor der israelischen Küste sind dabei, das von seiner Nachbarschaft isolierte Land energiemäßig autark zu machen. Und Energie und Wasser sind ja die beiden entscheidenden Rohstoffe für fast jedes Land.

Nie wieder Masada

Zugleich ist man immer wieder beeindruckt über die emotionale Stärke des „Nie wieder!“ unter den Israelis. Zwar ist natürlich auch der Holocaust ein Teil des „Nie wieder!“, aber für den Mitteleuropäer ist es schon sehr erstaunlich, dass ebenso auch die gesamte Geschichte der Juden emotional präsent und von diesem "Nie wieder!" getragen ist. So werden israelische Soldaten gerne auf der (eigentlich in der Westbank liegenden) Bergfestung Masada angelobt, wo im ersten Jahrhundert rund Tausend Juden monatelang den anstürmenden römischen Legionen als letzter Rest des alten jüdischen Volkes standhielten, bis sie sich schließlich in den Freitod flüchteten, nachdem ihre militärische Lage unhaltbar geworden war. Nur wer den darauf Bezug nehmenden Ruf „Masada darf nie wieder fallen!“ versteht, versteht die heutige Identität Israels.

Insgeheim fragt man sich, wie viele europäische Politiker verstehen Israel wirklich ganz (soweit irgendein Volk überhaupt „ganz“ zu verstehen ist)? Denn auf Schritt und Tritt wird einem im Nahen Osten klar: Eigentlich zählt Europa im Nahen Osten nichts. Höchstens Deutschland, Großbritannien und Frankreich werden von Israelis und Arabern registriert, die angeblich gemeinsame EU-Außenpolitik und die restlichen EU-Länder sind ebensolche Marginalien wie etwa auch die UNO.

Mitzureden hat nur, wer auch spürbare militärische Relevanz hat. Und die haben am Ende einzig und allein die Amerikaner und der eigene Kampfeswillen. Gute oder schlechte Ezzes aus Europa hingegen haben ungefähr den Wert des Salzes aus dem Toten Meer, also vom tiefsten und daher versalzensten Punkt der Erdoberfläche, der sich bezeichnenderweise zwischen Israel und der arabischen Welt befindet.

Europa hat in dem Konflikt, der für seinen Frieden zweifellos der weitaus gefährlichste ist, praktisch nichts mitzureden. Eine ernüchternde Bilanz.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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    Herr Unterberger zeichnet ein verlockendes Bild der Kultur der Bürgergesellschaft in Israel, dennoch irrt er wenn er meint:

    Trotz der Luftangriffe vermeidet Israel zugleich erstaunlicherweise alles, um im Konflikt irgendwie Partei zu ergreifen, denn man weiß eigentlich selbst nicht, ob der Iran-Alliierte Assad oder die stark fundamentalistisch geprägten Gegner die Gefährlicheren sind.

    Erstens weil die Israelis nach wie vor einen Regimewechsel in Syrien herbeiwünschen, wie es auch das jüngste Vorpreschen eines israelischen Generals gezeigt hat, der einen Chemiewaffeneinsatz durch Assad (- also die "red line" für Obama) herbeizuphantasieren versuchte. Dieser Einsatz ist aber nach Aussagen der UNO-Chefermittlerin Del-Ponte, wenn überhaupt, dann der Rebellen-FSA anzulasten, so er überhaupt stattgefunden haben sollte, was nicht definitv wäre - wie sich die von US-Zuwendungen abhängige UNO sofort beeilte zu relativieren.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1398794/Setzten-Rebellen-Chemiewaffen-in-Syrien-ein ?

    Zweitens gibt es eine Todfeindschaft zwischen Israel und dem (bisherigen) de-facto Herrscherhaus al-Assad, drittens stört die Israelis die Anlehnung Assads an den Iran, und die Unterstützung beider der Hisbollah, deren Aktivitäten, wiewohl nicht nur militärischer sondern auch sozialer und karitativer Natur, von Israel als brandstiftend empfunden werden.

    Viertens haben die jüngsten Militärschläge Israels gegen Ziele in Syrien Armeestützpunkten gegolten, was in westlichen Medien offenbar unter den Teppich gekehrt werden soll:
    http://sana.sy/eng/21/2013/05/06/480673.htm

    Obwohl der eigentliche Anlass des syrischen Bürgerkrieges, nämlich die Abwählbarkeit des Präsidenten und die Beschickung der Nationalversammlung nach Maßgabe der Ergebnisse von (direkten) Volkswahlen schon seit Beginn des Jahres 2012, als ein Referendum der neuen Verfassung
    ( http://sana.sy/eng/370/2012/02/28/401178.htm )
    angekündigt worden war, weggefallen ist, betreiben auch die israelfreundlichen Medien in den USA den Sturz von al-Assad durch Herbeischreiben von Ächtungen, Sanktionen und (verdeckten) Waffenlieferungen an die Rebellen, um diesen ihr mörderisches Treiben möglichst leicht zu machen. Dazu zählen Massenexekutionen
    ( http://tinyurl.com/cpwlvrb ) sowie "Volks-Gerichte" gegen, besser: Mob-Hinrichtungen von Loyalisten durch Herabstürzen von hohen Gebäuden, um die "Gerichteten" dann womöglich noch stundenlang mit zerschlagenem Körper auf dem Pflaster unter dem Freudengejohle des Abschaums qualvoll und menschenunwürdig verenden zu lassen
    ( http://tinyurl.com/cb4r4ne
    , ein zweites, noch anschaulicheres Video
    - http://tinyurl.com/cjz7q76
    -
    wurde zwischenzeitig vom Netz genommen); und wer weiß was sonst noch alles ...

    Der "arabische Frühling" hat überall nur moslemische Hardliner an die Macht gebracht, die mühelos zu Jihadisten mutieren können. Im Falle des Sturzes von al-Assad wird es nicht anders sein. Ein Schelm, der sich angesichts der Rolle von israelfreundlichen US-Medien dabei Böses denkt, etwa einen herbeigewunschen Entscheidungskrieg für ein Großisrael ... ?



  9. Norbert Mühlhauser

    [Ich muss mich leider wiederholen, weil der Wordpress-Editor wieder zugeschlagen und das Ampersand samt Folgezeichen verschluckt hat:]

    Herr Unterberger zeichnet ein verlockendes Bild der Kultur der Bürgergesellschaft in Israel, dennoch irrt er wenn er meint:

    Trotz der Luftangriffe vermeidet Israel zugleich erstaunlicherweise alles, um im Konflikt irgendwie Partei zu ergreifen, denn man weiß eigentlich selbst nicht, ob der Iran-Alliierte Assad oder die stark fundamentalistisch geprägten Gegner die Gefährlicheren sind.

    Erstens weil die Israelis nach wie vor einen Regimewechsel in Syrien herbeiwünschen, wie es auch das jüngste Vorpreschen eines israelischen Generals gezeigt hat, der einen Chemiewaffeneinsatz durch Assad (- also die "red line" für Obama) herbeizuphantasieren versuchte. Dieser Einsatz ist aber nach Aussagen der UNO-Chefermittlerin Del-Ponte, wenn überhaupt, dann der Rebellen-FSA anzulasten, so er überhaupt stattgefunden haben sollte, was nicht definitv wäre - wie sich die von US-Zuwendungen abhängige UNO sofort beeilte zu relativieren.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1398794/Setzten-Rebellen-Chemiewaffen-in-Syrien-ein ?

    Zweitens gibt es eine Todfeindschaft zwischen Israel und dem (bisherigen) de-facto Herrscherhaus al-Assad, drittens stört die Israelis die Anlehnung Assads an den Iran, und die Unterstützung beider der Hisbollah, deren Aktivitäten, wiewohl nicht nur militärischer sondern auch sozialer und karitativer Natur, von Israel als brandstiftend empfunden werden.

    Viertens haben die jüngsten Militärschläge Israels gegen Ziele in Syrien Armeestützpunkten gegolten, was in westlichen Medien offenbar unter den Teppich gekehrt werden soll:
    http://sana.sy/eng/21/2013/05/06/480673.htm

    Obwohl der eigentliche Anlass des syrischen Bürgerkrieges, nämlich die Abwählbarkeit des Präsidenten und die Beschickung der Nationalversammlung nach Maßgabe der Ergebnisse von (direkten) Volkswahlen schon seit Beginn des Jahres 2012, als ein Referendum der neuen Verfassung
    ( http://sana.sy/eng/370/2012/02/28/401178.htm )
    angekündigt worden war, weggefallen ist, betreiben auch die israelfreundlichen Medien in den USA den Sturz von al-Assad durch Herbeischreiben von Ächtungen und wer weiß was sonst noch alles ...

    Der "arabische Frühling" hat überall nur moslemische Hardliner an die Macht gebracht, die mühelos zu Jihadisten mutieren können. Im Falle des Sturzes von al-Assad wird es nicht anders sein. Ein Schelm, der sich angesichts der Rolle von israelfreundlichen US-Medien dabei Böses denkt, etwa einen herbeigewunschen Entscheidungskrieg für ein Großisrael ... ?



  10. Norbert Mühlhauser

    Herr Unterberger zeichnet ein verlockendes Bild der Kultur der Bürgergesellschaft in Israel, dennoch irrt er wenn er meint:

    Trotz der Luftangriffe vermeidet Israel zugleich erstaunlicherweise alles, um im Konflikt irgendwie Partei zu ergreifen, denn man weiß eigentlich selbst nicht, ob der Iran-Alliierte Assad oder die stark fundamentalistisch geprägten Gegner die Gefährlicheren sind.

    Erstens weil die Israelis nach wie vor einen Regimewechsel in Syrien herbeiwünschen, wie es auch das jüngste Vorpreschen eines israelischen Generals gezeigt hat, der einen Chemiewaffeneinsatz durch Assad (- also die "red line" für Obama) herbeizuphantasieren versuchte. Dieser Einsatz ist aber nach Aussagen der UNO-Chefermittlerin Del-Ponte, wenn überhaupt, dann der Rebellen-FSA anzulasten, so er überhaupt stattgefunden haben sollte, was nicht definitv wäre - wie sich die von US-Zuwendungen abhängige UNO sofort beeilte zu relativieren.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1398794/Setzten-Rebellen-Chemiewaffen-in-Syrien-ein ?

    Zweitens gibt es eine Todfeindschaft zwischen Israel und dem (bisherigen) de-facto Herrscherhaus al-Assad, drittens stört die Israelis die Anlehnung Assads an den Iran, und die Unterstützung beider der Hisbollah, deren Aktivitäten, wiewohl nicht nur militärischer sondern auch sozialer und karitativer Natur, von Israel als brandstiftend empfunden werden.

    Viertens haben die jüngsten Militärschläge Israels gegen Ziele in Syrien Armeestützpunkten gegolten, was in westlichen Medien offenbar unter den Teppich gekehrt werden soll:
    http://sana.sy/eng/21/2013/05/06/480673.htm

    Obwohl der eigentliche Anlass des syrischen Bürgerkrieges, nämlich die Abwählbarkeit des Präsidenten und die Beschickung der Nationalversammlung nach Maßgabe der Ergebnisse von (direkten) Volkswahlen schon seit Beginn des Jahres 2012, als ein Referendum der neuen Verfassung
    ( http://sana.sy/eng/370/2012/02/28/401178.htm )
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    ( http://www.youtube.com/watch?v=l8ncjTWMrh0&feature=player_embedded
    , ein zweites, noch anschaulicheres Video
    - http://www.youtube.com/watch?v=fzOfk3cdXl4 und wer weiß was sonst noch alles ...

    Der "arabische Frühling" hat überall nur moslemische Hardliner an die Macht gebracht, die mühelos zu Jihadisten mutieren können. Im Falle des Sturzes von al-Assad wird es nicht anders sein. Ein Schelm, der sich angesichts der Rolle von israelfreundlichen US-Medien dabei Böses denkt, etwa einen herbeigewunschen Entscheidungskrieg für ein Großisrael ... ?



  11. fokus

    "Israel stoppt Siedlungsbau in den besetzten Gebieten! - http://oe1.orf.at/artikel/339387 "

    Leider wurde dieses kleine Pflänzchen der Hoffnung schon wieder zerstört.
    Die Besiedelung geht weiter!

    http://www.orf.at/stories/2181095/



    • fenstergucker

      Damit rücken sämtliche Friedensbemühungen in weite Ferne.

  12. kaffka (kein Partner)

    Ist mit diesen Arabern Friede überhaupt möglich?

    Ist mit den Israelis diesem imperialistischen, militaristischen Staat ein Friede überhaupt möglich?

    Diese Frage ist viel wichtiger als die erstere. Bisher zündelt Israel fortlaufend durch völkerrechtswidriges Handeln, wie zum Beispiel die Bombardierungen in Syrien.



  13. Segestes (kein Partner)

    "Die Katastrophe des Holocaust ist für die Jungen Vergangenheit, fast gleich weit weg wie die Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die alten Römer (an die im heutigen Israel von Staat und Glauben durchaus auch oft erinnert wird)."

    Leider hat man die falschen Lehren daraus gezogen, wenn man sich ansieht, dass sich die Hut und Bart tragenden Fundis in Israel ausbreiten wie eine Seuche. Auf dass diese Zeloten der Moderne Israel wieder in die Sch... reiten.

    Eine weiterer extrem wichtiger Mythos der Juden ist es, dass nach dem Bar-Kochba-Aufstand zu Zeiten Kaiser Hadrians die in Israel lebenden Juden größtenteils von den Römern vertrieben worden wären (siehe "Diaspora" und Umbenennung Judäas in Palästina). Wissenschaftlich ist das mittlerweile widerlegt. Siehe die diesbezüglichen Arbeiten des israelischen Historiker Shlomo Sand (geboren in Linz).
    Zitat aus Wikipedia:
    Sand folgert [...],dass die Juden sich im Zuge natürlicher und freiwilliger Migrationen verstreut hätten. Viele Heiden im Mittelmeerraum hätten sich zum Judentum bekehrt, auch im Römischen Reich, wo sich das Christentum bald als Konkurrent etabliert habe. In Kapitel IV. geht er dem jemenitischen Königreich Himjar, den Chasaren und den Berbern im Maghreb nach; überall sei es zu Konversionen gekommen.
    Im Angesicht dessen ist auch gleich der Schmäh entlarvt, wonach die Juden nicht missioniert hätten. Was irrigerweise ja immer noch gerne als eine Art moralischer Pluspunkt gegenüber dem Christentum angeführt wird.



  14. Hans-Peter (kein Partner)

    Betrachten wir mal die Geschichte wie Israel zustandekam:
    Die Juden wurden in Europa (vorwiegend im Deutschen Reich, als auch in Österreich) verfolgt und ermordet. Die Juden mussten flüchten, sie waren sozusagen Asylanten oder Migranten wie man es heutzutage nennt. Dass die Juden dann dort hren eigenen Staat Israel gründen und verteidigen bzw. ständig erweitern dürfen wird von niemanden bestritten. Na, dann dürfen wir uns auch dann nicht aufregen, wenn die Türken, sagen wir beispielsweise in Wien, einmal ihren neuen Staat gründen wollen und die Urbevölkerung dort vertreiben und ihnen die Häuser beschlagnahmen. Denn das wäre doch dieselbe Situation. Die Migranten vermehren sich, die Urbevölkerung wird aus taktischen Gründen vermindert und a' voila haben wir dieselben Zustände.
    Und komme mir jetzt niemand mit der Begründung, dass Israel einmal den Juden gehörte, denn dann müssten die Amerikaner den Indianern das gestohlene Land zurückgeben, oder die Engländer den Aborigines ihr Australien, die Engländer den Afrikanern usw. usf.
    Viele regen sich zurecht auf, dass den Asylsuchenden mehr Recht zugestanden werden, als der Urbevölkerung. Aber wenn es um die Palästinenser geht, dann sieht bei vielen die Sache anders aus. Wenn es um das "selbsternannte" auserwählte Volk (obwohl das Judentum eigentlich nur eine Religion ist und keine Volksbezeichnung) da gelten immer andere Regeln. Und warum das auserwählte Volk immer und immer wieder verfolgt wurde (im 3. Reich nicht zum ersten Mal), das wird für immer ein Rätsel bleiben.



  15. socrates

    Israel hat 2 Gesichter: Das westliche Gesicht, das wir schätzen, und das östliche, das die Menschenrechte nicht anerkennt.
    Gerhard Bronner war ein Weltbürger, der uns viel geschenkt hat und den ich sehr schätze, im Gegensatz zu Oscar Bronner, der als Rassist auf Österreich schimpft.



    • byrig

      warum sie sonst keine sterne bekommen für den beitrag bleibt rätselhaft.oder doch nicht?

  16. F.V. (kein Partner)

    Bei diesem Thema handelt es sich doch um "vermientes" Terrain.

    Was sollte daher hier "diskutiert" werden?



  17. Eine Tragödie (kein Partner)

    Das Problem Israel ist nichts weniger als unlösbar. Der Hauptgrund ist in meinen Augen der Umstand, dass Israel ein Land bekommen hat, das eigentlich wem anderen gehört hat, der es nicht hergeben will. Dass Israel besteht ist gut, bitte nicht falsch verstehen, nur die Umstände sind fatal. Wie in einer griechischen Tragödie.

    Israel versucht, mit der "Siedlungspolitik", also mit der Schaffung von unumkehrbaren Fakten, aus dem Dilemma herauszukommen. Und erkennt nicht, dass das schlicht nicht geht. Und die Tragödie unausweichlich macht.

    Aber was red ich. Ratschläge aus Europa sind in Israel ja nicht willkommen - vergessen wir also alles, was zu sagen wäre. Schweigen wir zu der sich abzeichnenden Tragödie. Und seien wir froh, dass der Nahe Osten ja doch nicht gar so nah ist, und, dass unsere Ratschläge ja ohnehin nicht gehört würden. Was soll's also.



    • ambrosius

      Das ist schon sehr richtig. Außerdem: in einem über hundert Jahre währenden Konflikt( ich beziehe mich ausschließlich auf den Landstreifen des ehem. Palästina im Osmanischen Reich) kann es garkeine schwarz/weiß Lösung geben.
      Benign neglect aber funktioniert für Europa nicht und für die USA auch nicht.
      Da gibt es ethnische Berufsinteressenvertreter ( bei uns in Europa die Zentralsowjets), in den USA sind sie ohnehin völlig in der Innenpolitik integriert, die mächtig Krach machen und Einfluß nehmen. Auf islamischer Seite ärgert man sich darüber, schmeißt-mangels Alternative- Bomben , arbeitet aber auch an der Errichtung solcher Zentralsowjets ( Sowjet ist das russ. Wort für Rat).

      Wie unangenehm es in solchen Situationen für ein " Gastland" werden kann haben wir erlebt, als der Kurdenführer von den Türken gekidnapt wurde und in Deutschland die gesamte Vewrkehrsinfrastruktur schlagartig durch Aufmärche der wohlorganisierten Kurdengemeinschaft gelähmt war.

    • ambrosius

      @Schreyvogel
      Es gibt eine UN-Resolution von 1948 welche den- übrigens einzigen gültigen- völkerrechtlichen Grund für die Existenz Israels inerhalb eben der Grenzen von 1948 darstellt.
      Daß die indigene Bevölkerung dagegen stante pede mit Gewalt losgeschlagen hat und wer dahinter stand, daß die indigene Bevölkerung überhaupt die Möglichkeit hatte, mit Gewalt loszuschlagen ist ein ganz anders Kapitel

    • schreyvogel

      ambrosius,
      es gab wie sie sagen, 1948 eine Resolution der UN-Vollversammlung, die einen Vorschlag für einen Teilungsplan mit einem Ersuchen an den UN-Sicherheitsrat enthielt, diese Teilungsplan zu beschließen und in die Tat umzusetzen. Diesem Ersuchen ist der Sicherheitsrat NICHT nachgekommen.

      Es gibt m.W. auch keine völkerrechtliche Bestimmung, die die UN ermächtigt hätte, einen Staat oder einen Teil eines Staates dem einem Volk wegzunehmen und einem anderen Volk zu geben.
      Insofern ist der "Teilungsplan" eben nur ein Vorschlag, der von beiden Teilen, und speziell vom abgebenden Volk angenommen werden kann oder auch nicht.
      Dieser Plan wurde nicht angenommen. Daher kann er auch keine völkerrechtliche Grundlage für die Existenz Israels sein.

      Die Existenz Israels beruht allein auf gewaltsamer Landnahme.

    • ambrosius

      @Schreyvogel
      Um`s Völkerrecht kümmert sich sowieso keiner. Die Einen meinen, daß alle Gebietserweiterungen seit der Gründung Israels durch die " normative Kraft des Faktischen" schon begründet sind, die Anderen hingegen beabsichtigen, wenn sie denn können, ganz andere " Fakten" zu schaffen.
      So ist es in der Geschichte eigentlich schon immer gelaufen.

    • schreyvogel

      Ambrosius,
      gar so nonchalant gehen die Staaten denn doch nicht mit dem Völkerrecht um. Gerade Israel ist sich seiner mangelnden Legitimität sehr wohl bewusst und will ständig die Anerkennung seiner Existenzberechtigung durch alle Nachbarn und alle Palästinenser. Sein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis stammt aus dieser Tatsache (Kreisky nannte es das "Masada Syndrom").

      Gleichzeitig will Israel aber auch den Rest des palästinensischen Gebietes. Ausserdem will es den besetzten Golan behalten, in dem bereits ca. 20.000 israelische Siedler leben. Asad könnte sich sein Leben sehr erleichtern und die Unterstützung der ganzen westlichen Welt gegen seine Aufständischen erzielen, wenn er den Preis, Golan, zahlen würde.

      Daher stiftet Israel ständig Unruhe und Konflikte in der Region, in der Hoffnung, mit Hilfe der USA und Europas seine Ziele zu erreichen

    • ambrosius

      Ist das alles jetzt nonchalant, lieber Schreyvogel oder nicht?

    • schreyvogel

      Naja, ambrosius, gut gekontert, da haben Sie wohl recht.

  18. Helmut HGR.
  19. Eso-Policier (kein Partner)

    Israel wird in Syrien so scheitern, wie die USA in Afghanistan. Israel muss sich bald auf die Grenzen von 1960 zurückziehen. Dies ist nicht gefährlich, denn auch der Islamismus wird kaputtgebrochen. Z. B. ist die Geburtenrate im Iran unter 2,0 gefallen. Zudem muss der Islam aus Europa weggeschafft werden. Die Europäer brauchen keine verächtlichen Beschneidungen, und keine Scharia-Gerichte. Aber auch das Christentum muss reformiert werden. Und zwar gemäß einem bestimmten liberalen Protestantismus. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com



  20. byrig

    weiter:und jeder muss seine absolute unterstützung für israel bekunden.
    wie nicht zuletzt mearsheimer+walt dargestellet haben,oftmals gegen die eigentlichen interessen der usa.
    israel ist eigentlich auch eine art rassistischer staat.ehen zwischen juden und nichtjuden sind unerwünscht,christen werden oft behindert.
    dassisraelische interessen durch interne pressure-groups überall im westlichen europa gefördert werden,ist evident.
    insofern war andreas unterbergers artikel hier nicht passend.



    • byrig

      nicht zuletzt:die juden unterstützten-nicht nur bei uns-die linken und grünen.
      in israel selbst nicht.warum wohl?

  21. byrig

    israel hält sich eine grossmacht:die usa.
    von dieser grossmacht alleine kommen milliarden an dollars von unterstützungsgeldern,dann abgestuft von der eu.
    wichtiger ist:durch aipac bestimmt israel die amerikanische politik wesentlich mit,sowohl die aussen-wie die innenpolitik.
    jeder amerikanische präsident muss relativ kurz nach seiner inauguraation das käppi tragen



  22. Pumuckl

    "GANZE BÜCHER LASSEN SICH MIT EINER ANALYSE DER LAGE IM HEUTIGEN ISRAEL FÜLLEN", schreibt Dr.Unterberger und hebt schon im nächsten Satz die Aussichtslosigkeit, eine allseits akzeptable Lösung anzubieten, hervor.

    Dr. Unterbergers Bemühen, uns einige Facetten der komplexen israelischen
    Realitäten darzustellen, will ich nicht abwerten, wenn ich nun Gegensätze zwischen dem 1. und 2. Absatz, sowie eine vermutliche Fehleinschätzung im 2. Absatz, anspreche.

    A ) " . . . FREUTE SICH MINDESTENS DIE HÄLFTE, DER ZAHLLOSEN JUNGEN MENSCHEN VOR ÖFFENTLICHEN FERNSEHERN, LAUTSTARK ÜBER DIE DEUTSCHEN TORE. . . . . DEUTSCHLAND NICHT MEHR . . .DAS BÖSE FEINDESLAND . . . FÜR DAS MAN KEINE SYMPATHIEN HABEN KANN.

    ° Muß man bei einem intelligenten Fußballpublikum nicht annehmen, daß es einfach sportliche Spitzenleistungen bejubelt?
    Die Begeisterung muß nicht gleichermaßen bei allen auch Sympathie für die Akteure ausdrücken!

    Wenn bei einem Teil der begeisterten Fußballfans



    • Pumuckl

      @ Pumuckl 21:27 versehentlich unfertig abgeschickt, Fortsetzung:

      ° Wenn bei einem Teil der begeisterten israelischen Fußballfans tatsächlich ein zartes Pflänzchen von Bewunderung und Sympathie für deutsche Leistungen heranwächst, freue ich mich aber darüber ebenso wie Dr. Unterberger.
      DAS WÄREN JA TATSÄCHLICH ZARTE SIGNALE EINER DEUTSCH-JÜDISCHEN AUSSÖHNUNG, WELCHE SICH NICHT DURCH ERKLÄRUNGEN VON POLITIKERN, SONDERN DURCH GEFÜHLE DER JUDEN AUSDRÜCKT !


      B ) " . . . DIE KATASTROPHE DES HOLOCAUST IST FÜR DIE JUNGEN VERGANGENHEIT, FAST GLEICH WEIT WEG, WIE DIE ZERSTÖRUNG DES JERUSALEMER TEMPELS DURCH DIE ALTEN RÖMER ( AN DIE IM HEUTIGEN ISRAEL VON STAAT UND GLAUBEN DURCHAUS AUCH OFT ERINNERT WIRD ) . . ."

      Aus dem Klammerteil obiger Feststellung kann man m. A. den Widerspruch in Dr. Unterbergers Aussage ableiten:

      Die Tatsache daß von Spitzenpolitikern und Rabbinern an die Zerstörung des jüdischen Tempels durch die Römer immer wieder erinnert wird, zeigt daß dieses Ereignis heute, nach gut 2000 Jahren ebenso wie der Holocaust zum israelischen Staatsverständnis gehört!

      DR. UNTERBERGER IRRT, WENN ER GLAUBT MIT HILFE DES ZERSTÖRTEN TEMPELS EINE FERNE DES HOLOCAUST HERBEISCHREIBEN ZU KÖNNEN !

      Das trifft, so fürchte ich nicht einmal auf jubelnde Fußballfreunde zu!

  23. Helmut Oswald

    Nun ja, jede Legendenbildung nimmt irgendwo ihren Anfang. Das israelische Fußballfans deutschen Mannschaften zujubeln, ist wohl von Herzen versöhnlich gut gemeint, wird für mich, bevor ich es nicht selbst erlebt habe, aber wohl eher eine Fabel bleiben. Ohne daß ich deshalb den israelischen Fußballfans oder sonst wem böse bin.

    Als die Bundesmarine 2011 (?) 2012 die Gewässer vor Israel und dem Libanon betrat, in Vollzug eines Friedenssicherungsauftrages eine Kontrolle der Konterbande von/nach/aus dem Libanon / der Levante vorzunehmen - der übrigens auch dem Schutz Israels diente - wurden sie von einer Staffel israelischer Kampfpiloten empfangen, die ohne Vorwarnung (und gewiß nicht ohne das Wissen ihrer höheren Führung) das Feuer auf die Nahzone um deutschen Schiffe eröffnete, so daß der Eindruck eines Kampfauftrages gegen die Schiffe der Bundesmarine entstand. Bedrohlich, aber präzise genug, um ohne Verletzungen oder Beschädigungen abzulaufen. Eine gut gelungene, wirklichkeitsnahe Übung - oder etwa nicht ? Übrigens, Berichterstattung gab es darüber nur spärlich.



  24. Gerhard Pascher

    Wenn man an den heutigen Staat Israel denkt, dann muss man grundsätzlich zwischen der jüdischen Religion, also den wirklich gläubigen (orthodoxen) Juden, den jüdischen "Mitläufern" und den dort lebenden Arabern und Christen stark unterscheiden. Außerdem ist zu bedenken, dass der 1948 neu gegründete Staat Israel nur durch die starke finanzielle und militärische Dauerhilfe der USA überleben konnte. Die US-Hilfe ist wieder nur durch den starken jüdischen (Ostküsten-)Einfluß auf die US-Regierungen denkbar. Alle diese entscheidenen Kräfte finden scheinbar den derzeitigen Status Quo als das beste Mittel zum Überleben.

    Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Gläubigen der jüdischen Religion noch immer auf den in der Thora und der Bibel (= Altes Testament der Christenheit) versprochenen Retter warten, da sie vor über 2.100 Jahren Jesus Christus nicht als solchen anerkannten. Auf der anderen Seite haben die Mohammedaner einen völlig anderen Zugang, denn dort ist der Islam wesentlich mehr als eine Religion, vielmehr beherrscht er völlig das ganze Leben jedes Menschen, die Staatsform, Gerichtsbarkeit usw. Darüber darf weder diskutiert noch kritisiert werden, denn damit wird man schon aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und der Vernichtung preisgegeben.

    Also ist ein sog. friedliches Zusammenleben nur so lange möglich, bis es nicht auf das "Eingemachte" kommt. Da kennen weder die Juden noch die Mohammedaner Kompromisse, da gelten die Spielregeln des AT bzw. Koran, also "Aug um Aug" sowie völlige Vernichtung. Dazu wird den dabei sterbenden Moslems sogar das Paradies im Himmel versprochen.



  25. fokus

    Mit den USA als Schutzmacht im Hintergrund und der Kollektivschuld in Europa widersetzt sich Israel bisher internationalem Recht, internationalen Beschlüssen, bricht das Völkerrecht und hat sich von der UN-Charta verabschiedet.

    Wer so viele "Sonderrechte" beansprucht, muß auch mit "Sonderkritik" rechnen, aber die wird mit der Antisemitismuskeule niedergeschlagen. Wozu dann noch Ezzes geben?



    • terbuan

      Vorsicht @fokus, eine derartige Kritik an Isreal steht nur der Linken zu, die jedoch hat wieder ein anderes "Sonderrecht", schließlich geht es um den internationalen, solidarischen Kampf gegen den US-Imperialismus und -Kapitalismus! :-)

    • fokus

      @terbuan

      Vielen Dank für die berechtigte Warnung.
      Ich denke, daß ich hier bereits hinlänglich zu erkennen gab, mit den "internationalen Sozialisten" nichts am Hut zu haben.
      Deshalb nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und.................. rein ins Minenfeld, um der Meinungsfreiheit Willen! ;-)

    • terbuan

      @fokus

      Ich setze noch ein paar Smileys nach :-)))), und Is-real ist natürlich real, aber es geht natürlich um Israel!

    • fokus

      @terbuan

      ;-)

    • Torres (kein Partner)

      Wenn sich Israel nicht immer wieder "internationalem Recht" widersetzt hätte (z.B. vor allem etwa anlässlich des 6-Tage-Krieges 1967), würde es heute gar nicht mehr existieren. Dafür hat Israel übrigens ein "leuchtendes" Beispiel: nämlich die "Schutzmacht" USA, die ja ständig (vor allem unter George W., aber auch sonst) ausschließlich nach eigenen Rechtsnormen agiert und internationales Recht nur dann anerkennt, wenn es sich mit den eigenen Interessen vereinbaren lässt.

  26. Josef Maierhofer

    Das Problem entschärfen kann man nur, wenn man auch bei den Arabern Fortschritte erzielt, dazu können die Europäer eigentlich wirklich wenig beitragen.

    Die Gesten der Isrealis werden sicher bleibend, wenn sich die Araber erstens zu Vereinbarungen und Vereinbarungstreue bringen lassen, ansonsten bleiben sie eben dort wo sie sind, solange die militärische Stärke Isreals gegeben ist.

    Es gehört dieser Krieg, der nun schon Jahrtausende währt eben auch zur Geschichte Isreals und zur heutigen Realität.

    Die Araber zu überzeugen, dass es Kompromisse geben muss und auch die Isrealis, wurde durch mehrere 'Friedenverträge' 'besiegelt', 'Durchbrüche', 'Meilensteine', etc., sie haben allesamt keine Haltbarkeit, weil die einen berechtigte Angst haben und sich verteidigen, die anderen ebenso kompromisslos und vertragsbrüchig handeln.

    Solange Hitzköpfe Raketen abschießen, solange wird es zu den 'Vergeltungsmaßnahmen' kommen.

    Europa kann da maximal sich eine Meinung dazu bilden, aber weder helfen, liegt es doch selbst gerade flach zufolge des 'Schuldenselbstfallers' und sonstiger lähmender Unfähigkeit, noch wirklich eingreifen zufolge militärischer Bedeutungslosigkeit.

    Europa kann sich aber ein Beipiel an Isreal nehmen daran, was Tüchtigkeit wirklich wäre.

    Allerdings, Drückeberger gibt es auch dort, Orthodoxe haben da eine Nische gefunden, dem Kampf 'zu entkommen', aber vermeiden werden ihn auch sie nicht können, wenn ihnen eine Rakete zukommt. Genau so, wie bei uns die 'Sozialmeute' vor den Folgen der 'Sozialpolitik' nicht davonlaufen kann.



  27. dssm

    Israel ist der einzige westliche Staat in dieser Region.
    Zu glauben, dass ein Rückzug von der Westbank (oder dem Golan) auch nur irgendetwas verbessern würde, ist kindisch, an diesem Punkt möchte ich Herrn AU widersprechen.

    Trotzdem bin ich guter Dinge, es gibt eine Reihe von wirtschaftlichen Entwicklungen welche das Hisbollah Problem wenigstens entschärfen könnten.
    Der Iran ist im Umbruch, da öffnen sich auch neue Türen, ein nationalistisches Persien wäre der Feind der Araber und damit wohl der Zwangsverbündete Israels.
    Der Wegfall der Türkei als treuer Verbündeter ist noch zu neu, die Tragweite wird man erst sehen (vielleicht hat das Militär in Ankara ja auch noch Ideen).

    Das Palästinenser Problem wird immer bleiben, auch in fünfhundert Jahren noch. Andererseits sind die Palästinenser sunnitische Araber, also unfähig zu irgendeiner ernstzunehmenden Aktion, es bleibt also der furchtbare Terrorismus, aber der ist nicht lebensbedrohlich für die Existenz Israels.



    • schreyvogel

      "Andererseits sind die Palästinenser sunnitische Araber, also unfähig zu irgendeiner ernstzunehmenden Aktion"
      Meinen Sie, nur sunnitische Araber wären unfähig zu ernstzunehmenden Aktionen, meinten Sie damit alle Araber, also auch die schiitischen?

    • Einspruch! (kein Partner)

      "Israel ist der einzige westliche Staat in dieser Region"

      Völlig richtig. Auch in den anderen Staaten des Westens, etwa in Österreich, ist es an der Tagesordnung, dass man unliebsame Personen (oder Kriminelle) einfach ermordet (pardon, der korrekte Ausdruck für diese Morde ist "gezielte Tötung", nicht "Mord"), es ist auch ganz normal, wenn Österreich den Flughafen von Prag bombardiert, weil dort ein illegales Waffengeschäft läuft, das unserer Staatspolizei nicht passt, es ist alles auch ganz wie bei uns, wenn der hiesige Bauunternehmen Häuser auf Grundstücken in Bratislava bauen, weil unser Nationalrat sie dazu ermächtigt hat.

      Alles ganz wie in den anderen "westlichen" Staaten.

  28. wahrnix

    Mit Friedhofsruhe kann jeder regieren!



  29. Observer

    Ich bin ein überzeugter Freund des Staates Israels und habe diesen Bericht daher gerne gelesen. Denn auf diesem Boden wurde tausende Jahre Geschichte geschrieben und so wird es auch in Zukunft sein.

    Negativ muss aber bemerkt bzw. ergänzt werden, dass der von Israel seit Jahrzehnten fast völlig abgeschottete Gazastreifen einem Gefängnis gleichkommt, wo man damit automatisch und indirekt aggressive Feinde "produziert und fördert". Man darf nicht vergessen, dort leben ungefährt gleich viel Leute wie in der Großstadt Wien und diese sind genauso "geburtenfreudig" wie die orthodoxen Juden in Israel. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis das Pulverfass der dortigen "No-future-generation" explodieren wird. Leider hat weder Israel bzw. die westlichen Staaten noch die arabischen "Freunde" ein Interesse, dieses immer akuter werdende Problem zu entschärfen bzw. zu lösen.



    • ambrosius

      das mit dem Gazastreifen stimmt schon, aber : was tun ?

    • dssm

      @Observer
      Der Kerker im Gazastreifen hat zu einigen lustigen statistischen Daten geführt.
      Die Lebenserwartung im Gazastreifen ist die höchste der gesamten arabischen Welt.
      Die Ernährungslage ist die Beste in der gesamten Arabischen Welt.
      Die Gesundheitslage ist die Beste in der gesamten Arabischen Welt.

      Alles Zahlen und Daten von UNO/WHO und Weltbank.

      Kerker?!?!

    • Wafthrudnir

      Über viele Jahre konnten Araber aus dem Gazastreifen nach Israel kommen, dort arbeiten oder tun, was immer sie wollten. Nicht ganz wenige haben diese Möglichkeit genutzt, um Anschläge zu verüben. Die große Mehrheit, politische Führer eingeschlossen, hatte offenbar nichts dagegen. Jetzt müssen sie halt die Folgen tragen.
      Außerdem lehrt ein Blick auf die Karte, daß es auch eine Grenze von Gaza nach Ägypten gibt. Wenn es auch Ägypten, mit gleicher Sprache und Kultur und doch eher auf der Seite der Palästinenser, vorzieht keine Leute aus Gaza einreisen zu lassen, gibt es dafür nur zwei Erklärungen: (1) Die Palästinenser aus Gaza benehmen sich auch in Ägypten so, daß man sie lieber nicht im eigenen Land hat - womit wir wieder bei der Eigenverantwortung der Palästinenser wäre. (2) Ägypten schikaniert die Bewohner von Gaza absichtlich mit, damit sie ihre Lage tatsächlich als aussichtslos empfinden und ihr Haß auf Israel immer stärker und verzweifelter wird.
      In beiden Fällen scheinen mir das Problem eher ein arabisches zu sein. Auf jeden Fall sollte Israel sich fragen, ob es sehr weise ist, dem Todfeind bedingungslos eine Grundversorung zukommen zu lassen, die sieben Kinder pro Familie ermöglicht, oder ob man Lieferungen nach Gaza nicht von palästinensischem Wohlverhalten abhängig machen sollte.

    • Observer

      ambrosius:
      Ja sicher, es ist eine schwere Aufgabe, welche nur von allen Staaten gemeinsam gelöst werden kann. Denn sowohl Israelis als auch Palästinenser berufen sich auf "ihr" Land, welches von ihnen schon viele Jahre besiedelt wurde.
      Ich könnnte mir vorstellen, dass nach jahrelangen Anstrengungen ein bisheriges Wüstengebiet in Nordafrika oder Saudiarabien mit moderen Erkenntnissen fruchtbar gemacht wird und diese Leute dann dort angesiedelt werden. Dies setzt aber neben den enormen finanziellen Einsätzen den Willen der "Gastgeber" wie auch der Palästinenser voraus, was ich bezweifle. Auch der sog. Madagaskarplan für die Juden ging schon vor 120 Jahren in diese Richtung und wurden unter vielen Staaten bis 1940 als eine unter mehreren Alternativen zur Aussiedlung diskutiert. Leider hat dann das NS-Regime die sog. "Endlösung" bevorzugt.

    • Observer

      dssm:
      Wissen Sie, mit wieviel Milliarden jährlich aus der EU und arabischen Staaten die gesamte Infrastruktur (Bildung, Verkehr, Ernährung usw.) der Gazastreifen "am Leben" erhalten wird? Auch Israel leistet dazu einen kleinen Beitrag. Das ist doch keine Dauerlösung.

    • ambrosius

      @observer
      Sie haben richtigerweise im zweiten Teil selbst gesagt, wie die Versuche, den Juden ein homeland außerhalb von Palästina zu schaffen ausgegangen sind ( Und da gab es die abendteuerlichsten Vorschläge)
      Es ist durchaus Hilflosigkeit, wenn ich sagen: einen großen Zaun drumherum mit der Aufschrift " Füttern verboten" und dann mit polizeilichen Mitteln darauf achten, daß das eigene Haus sauber bleibt.

    • dssm

      @Oberserver
      Also wie nun?
      Kerker oder Sanatorium? :=)

    • Observer

      dssm:
      Weder Kerker noch Sanatorium, es ist tatsächlich eine völlig verfahrene Situation. Trotzdem ist Staatengemeinschaft aufgefordert, eine für alle Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, denn von allein löst sich dieses Problem nicht. Auch das Nichtstun bzw. Wegsehen von EU, UN, USA, den arabischen "Brüdern" usw. hilft den Palästinensern nicht; im Gegenteil, die heranwachsende Jugend und die dortige Führung wird immer radikaler und kleinere und größere Gemetzel sind unausweichlich.

    • Dr. Knölge (kein Partner)

      Zu Ihrem Gefängnisvergleich sage ich nichts, der ist absurd, und er wurde bereits zurückgewiesen.

      Daß das Pulverfass explodieren wird, ist keine Frage, denn das ist schließlich beabsichtigt so, es ist Teil der Kriegsstrategie.
      Ich hoffe nicht, daß Israel eines Tagen das unabwendbare Blutbad anrichten muß, um zu überleben. Dann wird fast die gesamte Welt Israel verdammen und die Palästinenser haben gesiegt, wenn auch zu einem hohen Preis. Es liegt aber im Wesen ihrer Religion, daß sie diesen Preis zahlen werden.

    • kaffka (kein Partner)

      dssm
      07. Mai 2013 10:07

      Dass die UNO/WHO und Weltbank nur von Todeln besiedelt ist, weiss nun schon jedes kleine Kind!

    • kaffka (kein Partner)

      Wafthrudnir
      07. Mai 2013 10:18

      Also ist es doch ein Kerker, in dem man die Insassen nach belieben umbringen kann.
      Nur ist es ein bisschen grösser als alle KZ der Nazi zusammen.
      Und Giftgas können sich die Israelis auch ersparen.

  30. ambrosius

    Die Entwicklung des Staates Israel und die Entwicklung im vereinten Europa sind natürlich zwei Paar Schuhe.
    Dennoch: In beiden Fällen führt eine nicht endenwollende Kette von Inkompetenz , Präpotenz, Ingnoranz und Indolenz der Politik dazu, daß das Problem zunehmend unlösbar wird.







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