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Wen soll eine Pleite treffen?

Lesezeit: 2:30

Es ist endlich eine richtige Erkenntnis. Nur kommt sie viel zu spät und greift zu kurz. Wolfgang Schäuble, Deutschlands und Europas Kapitän in der Schuldenkrise, hat sie formuliert: Der Steuerzahler und die Staatengemeinschaft dürfen erst als letzte im Falle einer drohenden Bankenpleite einspringen: „Es muss im Falle der Schieflagen von Banken eine Haftungsreihenfolge geben“.

Das ist – abgesehen von der Frage, ob bei Pleiten überhaupt irgendein völlig Unbeteiligter einspringen soll, – ein goldrichtiger Satz. Man hat ihn nur in den letzten Jahren total missachtet. Da wurden Staaten und Banken ununterbrochen mit einem Eifer gerettet, der mehrere Lebensretter-Medaillen verdient hätte.

Dabei sagt das bürgerliche wie das europäische Recht etwas ganz anderes. Es spricht sich gegen jede Rettung aus, verbietet sie geradezu. Vielmehr findet sich in jedem Insolvenzrecht längst eine klare Haftungsreihenfolge. Im Falle einer Insolvenz ist das erste Opfer immer der Eigentümer, der Aktionär; er hätte ja auch den Gewinn, falls die Dinge gut gehen. Als zweites müssen die Mitarbeiter dran glauben, die in einem Konkurs automatisch ihren Arbeitsplatz verlieren; auch das ist voll berechtigt, hatten sie und ihre Gehaltssumme ja meist einen erklecklichen Beitrag zum Untergang eines Unternehmens beigetragen. Und erst an dritter Stelle sind die Gläubiger zu scheren – je nachdem, wie gut oder schlecht diese abgesichert sind, etwa durch Pfandrechte. Das ist klar und einfach, auch wenn man natürlich viel stärker detaillieren könnte, etwa in Hinblick auf Mezzaninkapital oder die fragwürdigen Vorrechte der öffentlichen Hand.

Europa hat diese logische Abfolge aber vielfach ignoriert. Banken und Staaten gerieten nicht in Insolvenz; und auch die unmittelbaren Folgen für die Angestellten blieben meist aus. Nur bei Zypern und einem Teil der griechischen Anleihen kehrten jene Regeln - selektiv - zurück. Europas Vormacht Deutschland hat bis zum Nahen von Bundestagswahlen gebraucht, um endlich die Notwendigkeit einer Haftungsreihenfolge zu erkennen. Hatte vorher etwa jemand gar geglaubt, dass die zahllosen Kredite und Haftungen ohnedies nie schlagend würden? Das ist im Falle von Staaten absurd. Das Geld, mit dem die Europäer gezwungen wurden, für Griechenland&Co einzuspringen, werden sie zum allergrößten Teil nie wieder sehen.

Bei den Banken kann man da übrigens deutlich optimistischer sein. So überweisen die Nachlassverwalter von Lehman Brothers ständig stolze Summen an die Gläubiger, sodass jetzt erstmals gute Hoffnung besteht, dass Lehman gar keinen Schaden hinterlässt. Nur wird darüber bezeichnenderweise fast nirgendwo von europäischen Politikern gesprochen.

Kurz: Ein Verzicht auf das geradezu hauptberufliche Retten in Europa und mehr ökonomische Vernunft samt den ganz normalen Insolvenzregeln wären von Anfang an klüger gewesen. Aber statt dessen glaubt man in der EU, mit dem Deckeln von Bonus-Zahlungen irgendetwas Positives zu bewirken.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 06:54

    Herrn Schäuble traue ich keinen Millimeter über den Weg.
    Für ihn scheint es nur ein Ziel zu geben: Das undemokratische unregierbare Monsterreich EU, vollkommen verpfuscht, auf einen Sumpf gebaut und von Sumpftrollen getragen.
    Es ist sympthomatisch, daß der Brandstifter auf einmal nach Löschwasser schreit.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 07:27

    Herr Schäuble spielt wohl eine der undurchsichtigsten Rollen im europäischen Konzert.
    Wenn auch seine Aussage über die Reihenfolge der Geschädigten im Falle einer Bankenpleite prinzipiell richtig ist, so steht dem wohl viel mehr an unverständlichen Aussagen entgegen. Allen voran sein Sager über die Vorgangsweise in Zypern: "So was macht man am besten am Wochenende"

    Als die ganze europäische "Rettungs"-Misere am 12/13 Mai 2010 begann, wo die europäischen Spitzenpolitiker, allen voran die Finanzminister, sämtliche Verträge gebrochen haben, hat er sich krank gemeldet. Ich werde bei ihm das Gefühl nicht los, daß er einem übergeordneten Plan folgt, und diesem bis ins kleinste Detail kennt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn2
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 01:46

    Spät aber doch. Und wenn jetzt noch ein Kadi zu Recht erkennen würde, daß es nicht nur Verfehlungen waren, die von den Politikern begangen wurden, sondern echte Gesetzesbrüche, würde es ein gewaltiges Beben mit vielen "Toten" geben. Auf allen Ebenen, bis hinauf zum Olymp in Brüssel.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 06:48

    Die Banken arbeiten jenseits jeglicher Realität, sie haben ein gigantisches Klumpenrisiko durch die Finanzierung der überbordenden Staatsschulden und sie refanzieren sich über die Geldruckmaschine "Zentralbanken".
    Auf der Strecke bleiben werden die blauäugigen fleißigen Sparer, die heute noch den Bankstern Geld anvertrauen!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 01:52

    Jetzt, wo der EU-Karren tief im Dreck steckt, wird immer öfter deutlich, daß nun auch der einfache Sparer zur Kasse gebeten werden soll.

    Bisher haben Staaten Banken gerettet und umgekehrt Banken Staaten - wenn beide ratlos waren, riefen sie die Notenbanken zu Hilfe. Selbst die Notenbanken sind jetzt am Ende mit ihrem Latein, nun geht es den letzten Leistungsträgern, die sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet haben, an den Kragen.

    Die logische Konsequenz - rette sich wer kann - weg mit sämtlichen Spareinlagen von den Banken. In Zukunft ist Geld sowohl vor dem Zugriff der Banken als auch vor dem Staat unter dem Kopfpolster wieder am sichersten. Ob das zur Gesundung von Staat und Bankensystem beiträgt, muß uns in diesem Stadium genauso egal sein, wie wir seit Jahren den legitimierten "Geiern und Raubrittern".
    Wir befinden uns mitten in einem veritablen Wirtschaftskrieg und in nicht mehr allzu ferner Zukunft wird es für diese EU und die unglücksselige Euro-Währung unwiderruflich heißen: "Rien ne va plus"

  6. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 07:48

    Ich verstehe manche Gepflogenheiten bei den Kreditvergaben nicht. So höre ich immer wieder, dass es soundsoviele faule bzw. uneinbringliche Kredite gibt. Bisher war es doch imer so, dass ein Kredit (oft sogar) mehrfach abgesichert wurde. Da muss das Grundbuch, das Einkommen, eine Bürge oder eine andere Stelle im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers gerade stehen. Wie geschieht dies in den ehemaligen Ostblockstaaten? Und wie bei den nun brustschwachen Südstaaten? Da sollten eben zuerst im Staatsbesitz befindliche Gesellschaften, TV-Stationen, U-Bahnen, Eisenbahnen, Flughäfen, Gebäude, Ferieninseln usw. verscherbelt werden. Es gibt überall genug "Familiensilber", was zu Bargeld gemacht werden kann.

  7. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. April 2013 18:10

    OT: Was man so aus anderen Quellen über die geplante Saatgutverordnung hört, versetzt mich in tiefe Besorgnis. Hier bei AU vermisse ich dieses Thema. Dabei hat dieses Thema das Potential, daß längst verschwunden geglaubte Ideologien der genetischen "Reinheit" und Rassenhygiene wieder auferstehen und alles mit Erbmaterial, das nicht diesen von oben verordneten "Qualitäts"-merkmalen entspricht, rigoros der Vernichtung zum Opfer zu fallen hat. Soll damit ein neuer Golodomor herbeigeführt werden? Das weckt Erinnerungen an den realen nationalen und internationalen Sozialismus. Ist die EU wirklich schon so weit?

    Verena Scheitz hat das in "heute leben" mit dem Ausspruch "Hoffentlich müssen in der EU nicht bald alle Menschen gleich ausschauen" kommentiert.

    Gerade die genetische Vielfalt - und nicht die Vereinheitlichung und Inzucht - hat sich immer als das robustere und zukunftsträchtigere Modell zur Bewältigung von Krankheiten und zum Überleben erwiesen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAmalek
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. April 2013 08:56

    „Tatsächlich besteht derzeit gut die Hälfte jeder Population moderner Nationen aus Beziehern von Null-Einkommen oder niederen Einkünften, die von Abgaben befreit sind und deren Subsistenz weitgehend von den Leistungen der steueraktiven Hälfte abhängt. Sollten sich Wahrnehmungen dieser Art verbreiten und radikalisieren, könnte es im Lauf des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu Desolidarisierungen großen Stils kommen. Sie wären die Folge davon, daß die nur allzu plausible liberale These von der Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven der längst viel weniger plausiblen linken These von der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital den Rang abläuft. Das zöge postdemokratische Konsequenzen nach sich, deren Ausmalung man sich zur Stunde lieber erspart.“ (Peter Sloterdijk, Die Revolution der gebenden Hand in: F.A.Z., 13. Juni 2009).
    „Die größte Gefahr für die Zukunft des Systems geht gegenwärtig von der Schuldenpolitik der keynesianisch vergifteten Staaten aus. Sie steuert so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden - wie schon so oft in der Geschichte der Schröpfungen, von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des zwanzigsten Jahrhunderts. Neu ist an den aktuellen Phänomenen vor allem die pantagruelische Dimension der öffentlichen Schulden. Ob Abschreibung, ob Insolvenz, ob Währungsreform, ob Inflation - die nächsten Großenteignungen sind unterwegs. Schon jetzt ist klar, unter welchem Arbeitstitel das Drehbuch der Zukunft steht: Die Ausplünderung der Zukunft durch die Gegenwart. Die nehmende Hand greift nun sogar ins Leben der kommenden Generationen voraus - die Respektlosigkeit erfaßt auch die natürlichen Lebensgrundlagen und die Folge der Generationen.“ (Peter Sloterdijk, Die Revolution der gebenden Hand in: F.A.Z., , 13. Juni 2009).


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  1. Hirashi (kein Partner)
  2. Zakia (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:25

    Fidning this post has solved my problem

  3. Mahmoud (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:06

    d?edve zne1mfd jako Index prede1torske9ho fav?rove1ned. „Za dobu, po kterou sitcaui na trhu spot?ebitelskfdch fav?r? sledujeme, došlo k n?kolika pozitivnedm zm?ne1m. Jedne1 se p?edevšedm o to, že nejv?tšed

  4. Klaus Kastner (kein Partner)
    28. April 2013 21:30

    „Es muss im Falle der Schieflagen von Banken eine Haftungsreihenfolge geben“.

    So goldrichtig dieser Satz ist, er ist auch trügerisch. Alles, was bisher über EU-Maßnahmen in Richtung Umsetzung dieses Satzes bekannt ist, lässt große Sorge aufkommen!

    Die Kernfrage ist: wann kommt die Haftungsreihe zur Anwendung? Sobald eine Bank gerettet werden muss? Klingt plausibel, aber wer definiert, wann eine Bank gerettet werden muss?

    Man muss unterscheiden zwischen ‚illiquidity‘ und ‚insolvency‘. Bei illiquidity dürfte die Haftungsreihe NIE zur Anwendung kommen; bei insolvency sofort.

    Selbst eine grundsolide Bank kann durch plötzliche Events rasch ins Schleudern kommen. Nehmen wir die Oberbank als Beispiel; eine grundsolide Bank. Lassen wir bei der Oberbank – rein theoretisch – ein paar ‚Blitze‘ einschlagen: 2-3 größere, überraschende Firmenpleiten; ein paar überraschende Schieflagen im Handel; etc. Die Oberbank wäre in ihren Grundfesten nicht erschüttert, könnte aber plötzlich ins Gerede kommen. Und wenn eine noch so grundsolide Bank einmal ins Gerede kommt, dann kann das schnell der Anfang vom Ende sein, weil Anleger ihr Geld abziehen.

    Würde die Oberbank in diesem Szenario gerettet werden müssen? Ja! Sollte man in diesem Fall die Haftungsreihe anwenden? Auf keinen Fall! Als Erstes müsste man der Oberbank Zeit gewähren, damit sie mit eigenen Gewinnen ihre Verluste zurückverdienen kann (man erinnere sich an die ‚Lex Länderbank‘). Und sollte die Oberbank Eigenkapital brauchen und dieses nicht am Markt bekommen können, dann sollte der Staat einspringen. Allerdings zu ‚richtigen‘ Konditionen (d. h. bestehende Aktionäre müssen spürbar verwässert werden). Die Gestaltung müsste derart sein, dass der Staat damit rechnen kann, beim Ausstieg einen schönen Gewinn zu machen.

    Ganz anders ist es bei insolvency. Da müsste die Haftungsreihe sofort zur Anwendung kommen, allerdings auch nicht mit der Brechstange.

    Als erste kommen die Aktionäre. Hier kann man durchaus mit der Brechstange vorgehen, allerdings wird man die Altaktionäre nicht total vernichten wollen, weil man ja ihre Zustimmung auch braucht. Bei allen anderen Haftern ist umsichtig vorzugehen.

    Wenn bei einer Bank nichts mehr zu retten ist (z. b. Laiki Bank in Zypern), dann muss sie abgewickelt werden und die Haftungsreihe kommt zum Tragen. Solange jedoch noch irgendetwas zu retten ist, sollte man die Haftungsreihe ‚vernünftig‘ anwenden.

    Z. B. sollte man Anleihegläubigern und vor allem Anlegern nicht auf der Stelle eine Haircut aufzwingen. Von der Liquidität her wäre es besser, ihnen einen ‚term-out‘ abzuverlangen. Das bedeutet, dass die Fälligkeiten ihrer Forderungen in die Zukunft prolongiert werden. Anleihegläubiger und Anleger bekommen beispielsweise neue Bonds mit 5 oder 10 Jahren Laufzeit und Marktzinsen. Auf diese Weise wird niemand gezwungen, auf der Stelle einen Verlust zu akzeptieren. Sollten die Anleger trotzdem ihr Geld sofort haben wollen, dann können sie die neuen Bonds im Sekundarmarkt mit einem Abschlag verkaufen (und würden auf diese Weise den Verlust sofort realisieren). Jene, die nicht verkaufen, haben die Chance, ihr ganzes Geld wieder zurückzubekommen (aber auch, es zu verlieren).

    Wenn aber der Punkt kommt, dass man um einen Haircut bei Anleihegläubigern und Anlegern nicht mehr herumkommt, dann muss man diesen etwas im Gegenzug anbieten. Und das kann nur Equity der Bank sein. Man sehe sich die Passivseite eine Bankbilanz an. Unten stehen die Eigenmittel; darüber die Verbindlichkeiten (u. a. Anleihen und Einlagen). Man verschiebt einfach Anleihen und Einlagen, die Verbindlichkeitenstatus haben, unter den Strich und benennt sie Equity. Ein sogenannter debt/equity swap. Die Gläubiger und Anleger werden möglicherweise für ihre Equity nie einen Wert bekommen. Umgekehrt könnte es sein, dass diese Equity einmal sehr viel wert wird.

    Der langen Rede kurzer Sinn: dass Schlimmste wäre, wenn man irgendeiner Behörde die Vollmacht gibt, aus eigenem Ermessen zu bestimmen, dass die Haftungsreihe zur Anwendung kommen muss (von dieser Warte her war Zypern ein furchtbarer Präzedenzfall). Das würde mit Sicherheit zu unvorstellbarem Missbrauch und Vertrauenverlust führen! Der angehängte Link führt zu einer Darstellung, wie man in Zypern hätte vorgehen sollen.

    http://klauskastner.blogspot.gr/2013/03/risk-takers-must-remain-risk-carriers.html

  5. Gasthörer (kein Partner)
    27. April 2013 21:58

    "Die Folgen der Verschiebung von Hoheitsrechten

    Letzte Woche haben die Rettungseuropäer erleichtert den Haken an das Zypern-Paket machen können. Der Bundestag hat mit großer Mehrheit zugestimmt. Die seit Juni 2012 schwelende Gefahr einer zyprischen Staatsinsolvenz haben die Anhänger der sogenannten politischen Union somit abgewendet. Bis zum nächsten Troika-Paket ist somit Zeit, den Fortgang anderer Projekte zu untersuchen.

    Auf dem Tisch liegt inzwischen wieder die Europäische Bankenunion. Zur Wiederholung: Die Kanzlerin hatte einer Änderung des ESM-Vertrags zugestimmt, die eine direkte Rekapitalisierung von Banken durch den ESM erlauben soll, sobald eine gemeinsame europäische Aufsicht über die Branche eingerichtet worden ist. Flankiert wird die Aufsicht durch einen gemeinsamen Abwicklungsmechanismus und eine gemeinsame Einlagensicherung. Die Bankenunion ist daher als vollumfängliche Finanzmarktunion entworfen. Der Bundestag wird darüber eher im Unklaren gelassen, das Projekt Finanzmarktunion nämlich nur scheibchenweise zur Abstimmung vorgelegt. Beginnend mit dem Fundament der gemeinsamen Aufsicht bei der EZB – und wer könnte schon etwas gegen Aufsicht haben? – wird das gemeinsame Dach für die Kollektivierung der europäischen Bankschulden nun gebaut.

    Für den einheitlichen Aufsichtsmechanismus – Single Supervisory Mechanism (SSM) – hat man sich inzwischen auf europäischer Ebene auf einen Kompromisstext geeinigt. Der Bundestag soll dem deutschen Vertreter im Rat erlauben, dem Vorschlag für die SSM-Verordnung zuzustimmen. Dazu sei – so die Bundesregierung – ein Gesetz nach Artikel 23 Absatz 1 des Grundgesetzes erforderlich. Die Juristen des Bundestages haben dazu eine skeptische Auffassung. Ihrer Meinung nach kann ein solches Vorgehen nicht heilen, dass man den SSM auf einer ganz wackligen Rechtsgrundlage baut. Die juristischen Zweifel bestehen fort und werden sicher auf die eine oder andere Weise geklärt werden.

    Auch weitere Probleme bleiben. Man hat in meinen Augen nicht lösen können, dass die EZB in der Geldpolitik unabhängig ist und in ihrem Tun daher keinen Weisungen der Regierungen unterworfen ist. Bankaufsicht ist indes eine Aufgabe der Exekutive. Sie wird ausgeführt von den Behörden der Regierung, die selbst der Kontrolle des Parlaments unterworfen ist. Die Ansiedelung der europäischen Aufsicht bei der EZB vermischt diese kategorisch verschiedenen Sphären. Man kann Wasser und Öl nicht mischen.

    Zudem weitet sich unsinnigerweise der Machtbereich der EZB aus. Die EZB wird irrig als eine kompetente Institution wahrgenommen. Als solche wurde sie seinerzeit Mitglied der Troika, die paternalistisch die Krisenländer zu besserer Politik anleiten soll. Diesen Ruf hat die EZB unter Trichet und Draghi verspielt. Unter dem Etikett eines gestörten geldpolitischen Transmissionsmechanismus betreibt sie monetäre Staatsfinanzierung und mit den Langfristtendern ihre eigene Form der Bankenrettung. Sie betreibt somit nicht nur Fiskalpolitik, sondern sogar Industriepolitik. Ihr wurden bei ihrer Gründung als Notenbank allein geldpolitische Aufgaben zugedacht, doch den Bereich ihres Mandats hat sie schon lange verlassen. Die Regierungen schauen aus Bequemlichkeit zu. Ohne die willkommene Einmischung der EZB müssten sie Ausgaben kürzen und Banken abwickeln. Gegenüber der Notfinanzierung der Laiki durch Zyperns Zentralbank hat die EZB beide Augen zugedrückt, um die Insolvenz von Zypern zu verschleppen. Die EZB hat ihre Statuten und ihr Mandat – das rückgekoppelt ist an Artikel 88 Grundgesetz – mehrfach verletzt.

    Zu erwarten ist, dass die EZB die neuen Befugnisse in der Bankenaufsicht für fiskalische Zwecke nutzen wird. Die EZB wird die Aufsicht über alle wesentlichen Institute des Euro-Raums und der sich freiwillig anschließenden Nicht-Euro-Staaten innehaben. Sie kann die Aufsicht über jede einzelne Bank – unabhängig von ihrer Bedeutung – an sich ziehen, wenn sie dies für erforderlich hält. Und schließlich darf sie von vornherein über die Banklizenz jeder Bank den Daumen heben oder senken: Die EZB hat das Letztentscheidungsrecht bei Bankschließungen und -gründungen. Sie allein entscheidet darüber, ob sich Banken konform zum Unionsrecht verhalten. Der Großteil des Bankaufsichtsrechts ist Unionsrecht. Spätestens mit der Neuordnung des aufsichtsrechtlichen Kapitals durch Basel III beziehungsweise CRD IV hat die EZB die Kompetenz, jedes beliebige Institut zu schließen oder die Gründung zu versagen. Wenn die EZB will, dann kann sie die Volksbank in Hintertupfingen ebenso schließen wie die Sparkasse in Kleinkleckersdorf. Diese Aufgabe hat die EZB den nationalen Bankaufsehern entwunden.

    Mit dieser Verschiebung von Hoheitsrechten ist vor allem eines verbunden: Fiskalhoheit. Wenn die EZB darüber entscheidet, ob Banken geschlossen werden, hat ihr Handeln fiskalische Konsequenzen. Schließt die EZB eine Bank, hat dies volkswirtschaftliche Konsequenzen. Erlaubt die EZB einer Bank den Weiterbetrieb ihres Geschäfts trotz Überschuldung, so hat dies volkswirtschaftliche Konsequenzen. Greift die EZB in die Kapitalstruktur von Banken ein, so hat dies volkswirtschaftliche Konsequenzen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die EZB in Sorge um einen Abschwung in Südeuropa ihre Regulierung so gestaltet, dass südeuropäische Banken leichter Kredite vergeben können. Sie könnte auch, um den Auswirkungen ihrer viel zu laxen Geldpolitik entgegenzuwirken, durch Eingriffe in deutsche Banken deren Kreditvergabe zügeln.

    Eine einheitliche Aufsicht bei der EZB zieht somit eine direkte Verbindungslinie zwischen Geld- und Fiskalpolitik. Diese Konsequenzen des SSM werden leider nur in Fachzirkeln diskutiert. Es reicht nicht, zu sagen, gemeinsame Aufsicht ja bitte! Die Folgen muss man sich bewusst machen. Die aggregierten Schulden der Banken der Euro-Zone sind im Milliardenbereich. Allein für sechs Krisenländer belaufen sie sich auf 9,4 Billionen Euro. Wie diese Überschuldung auf ein gesundes Maß durch Abschreibung zu schrumpfen ist, darf nicht regulatorische Aufgabe der Zentralbank sein."

  6. Eso-Policier (kein Partner)
    27. April 2013 14:29

    Europa kann durch diverse ökologische Maßnahmen gerettet werden. Z. B. sollen Schwundgelder gefördert werden. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  7. Otti (kein Partner)
    26. April 2013 18:38

    Dös iss ja wie in n'em Krimi !!
    Hollande und Erdogan haben den Ermordungsversuch von Al-Assad und al-Moallem gesponsert.

    In einer Videodokumentation, Der geheime Krieg in Syrien, zeigt der Regisseur Khadr Awarkh im Detail das durch die französischen und türkischen Geheimdienste geplante Attentat von Staatspräsident Bachar Al-Assad und seinem Außenminister Walid el-Moallem. Er gibt den zwei Spionen das Wort, die in Damaskus verhaftet wurden, als das Komplott vereitelt wurde.

    Die französischen und türkischen Dienste vereinbarten sich, den syrischen Präsidentenpalast und das Außenministerium durch Rekrutierung oder Manipulierung der kurdischen Angestellten von Firmen, die mit der Wartung oder der Aufrechterhaltung der öffentlichen Gebäuden vertraut waren, zu infiltrieren.

    Die Infiltrierungs-Operation wurde von den israelischen und US-Diensten unterstützt.

    Am 17. August 2012 hatte der französische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Laurent Fabius, gesagt: „Ich bin mir der Stärke dessen, was ich sage, bewusst: Herr Bachar Al-Assad würde nicht verdienen, auf Erden zu sein.“ Der Präsident François Hollande hatte seit drei Wochen bereits den Auftrag erteilt, seinen syrischen Amtskollegen zu ermorden.

    Die Geständnisse von den zwei von Frankreich und der Türkei eingestellten Spionen können auf der Website der Agentur Asia eingesehen werden:

    - témoignage de Mouayyad Al-Hachtar;
    - témoignage d’Anas Abdel-Hakim AlHussaïni.

    http://www.voltairenet.org/article177729.html

  8. Otti (kein Partner)
    26. April 2013 12:48

    Und wieder einmal ein Beweis dafür, dass uns die Medien ein falsches Bild über die südamerikanischen Länder vermitteln. Also nur Lügen um die wahren Hintergründe zu vertuschen!
    Südamerika hat das, was wir zur Zeit bei uns erleben hinter sich.
    Ein sehr beeindruckendes Interview mit Rafael Correa - ein Politiker der ohne dämlichen Neusprech das ausspricht, was viele Menschen denken und fühlen.
    Fassung mit eingesprochener deutscher Übersetzung (19 Min. die sich lohnen)

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=UWfFE1J7enU

  9. F.V. (kein Partner)
    26. April 2013 12:20

    Weidman zerreißt die Zentralbank-Politik

    Eurozone zu erhalten ist nicht EZB-Sache

    Bundesbank-Chef Jens Weidmann

    Focus.Money, 26.04.2013 – Der Bundesbank-Chef ist bereits in den vergange-nen Monaten nicht gerade mit Lobliedern auf die EZB-Krisenpolitik aufgefallen. Nun holt Jens Weidmann zum nächsten Schlag aus – und nimmt die Zentral-bank-Strategie Stück für Stück auseinander.

    Querschläger Weidmann lässt nicht locker: In einer Stellungnahme für das Bundesver-fassungsgericht hat der deutsche Notenbanker erneut die Europäische Zentralbank (EZB) für ihre Ankündigung angegriffen, im Bedarfsfall unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern der Eurozone aufzukaufen. Er kritisiert darin nach einem Bericht des „Handelsblatts“ vom Freitag, dass mit dem Kaufprogramm (OMT) „gezielt Anlei-hen schlechterer Bonität“ erworben würden, wodurch die Risiken stiegen. Die Käufe „können überdies die Unabhängigkeit der Zentralbanken belasten“, wird aus dem 29-seitigen Papier, das auf 21. Dezember 2012 datiert, weiter zitiert. Und: „Befindet sich die Geldpolitik erst einmal auf einem derartigen abschüssigen Kurs, ist eine Umkehr nur schwer und unter großen Kosten möglich.“
    Riskante Notfallkredite an Griechenland
    Zumal, wie Weidmanns Notenbank betont, alles andere als gesichert ist, dass die Kri-senländer im Umkehrschluss tatsächlich im Gegenzug strenge Reformen umsetzen müssen. Griechenland sei ein Beispiel dafür. „Diese Erfahrungen begründen auch Be-fürchtungen, dass der Umgang mit Konditionalität im Rahmen des OMT-Programms selbst in zweifelhaften Fällen nicht vor erheblichen Käufen – und damit Risikoumver-teilungen durch die Bilanzen des Euro-Systems — schützen wird“, so die Bundesbank.
    Der Umgang mit Griechenland dient der Bundesbank auch insofern als Negativbei-spiel, als das Land sich im vergangenen Jahr nur mithilfe von Notkrediten aus dem sogenannten Emergency Liquidity Assitance (ELA) über Wasser gehalten hatte. Die EZB habe hier ein hohes Risiko gefahren, schließlich sei ein Ausscheiden Athens aus dem Euro „keinesfalls zu jedem Zeitpunkt als unwahrscheinlich einzustufen“ gewesen.
    Politik an hohen Finanzierungskosten selbst schuld
    Auch die Gründe, mit denen sich die EZB die Anleihekäufe zu rechtfertigen versucht, überzeugen die Bundesbank nicht: Die unterschiedlich hohen Zinsen für die Unter-nehmen in den Euro-Ländern jedenfalls hält sie für kein ausreichendes Argument. Hö-here Finanzierungskosten für den privaten Sektor könnten auch „höhere nationale fis-kalische Risiken widerspiegeln“, heißt es laut „Handelsblatt“ in der Stellungnahme. Die EZB hält er folglich für schlicht nicht zuständig: „Dies wäre keine geldpolitisch zu bekämpfende Entwicklung, sondern die unmittelbare Folge der national eigenverant-wortlichen Finanzpolitik.“

    Ebensowenig ist die EZB nach Ansicht der Bundesbank dafür zuständig, zu verhin-dern, dass ein Land den Euro verlässt. „Die derzeitige Zusammensetzung der Wäh-rungsunion kann aber angesichts weiterhin souveräner Nationalstaaten nicht garantiert werden – jedenfalls nicht von der Notenbank“, heißt es in dem Papier. Sonst werde die Zentralbank womöglich zum Hauptfinanzierer der Euro-Staaten.

  10. Erich (kein Partner)
    26. April 2013 10:24

    Österreich: Steuerzahler verlieren Milliarden bei Banken-Rettung

    13,6 Milliarden Euro erhielten Österreichs strauchelnde Banken seit 2008 an Steuergeldern. Dem Staat trug dies bisher einen Verlust von mehr als sechs Milliarden Euro ein.
    Als „gutes Geschäft“ wurde das im Herbst 2008 eingeführte Finanzmarktstabilitätsgesetz vom damaligen österreichischen Finanzminister Josef Pröll beworben. Man rechne mit einer raschen Rückzahlung der staatlichen Beihilfen durch die Banken, und sogar mit Mehreinnahmen aus Zinszahlungen, hieß es. Ein Rahmenbetrag von 15 Milliarden Euro wurde beschlossen – gut 5 Prozent des jährlichen BIPs und fast ein Viertel des jährlichen Staatshaushaltes. Heute ist Pröll Manager einer Raiffeisen-Holding.

    Zumindest für ihn hat sich die Bankenrettung also schon einmal gelohnt.

    Insgesamt hat der Staat durch das Bankenpaket bis heute einen Verlust von mehr als 6,2 Milliarden Euro zu Buche stehen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Rechnungshofes über den Staatshaushalt 2012 hervor. Bis jetzt wurden 13,6 Milliarden ausgeschöpft, und damit 91 Prozent des Gesamtbetrages. Zusätzlich hatte der Bund zum 31.12. noch immer Haftungen in Höhe von 7,4 Milliarden in den Büchern, in erster Linie für zwei Institute, die KA Finanz und die Hypo Alpe Adria. Beide Banken erhielten auch im Jahr 2012 neuerliche Kapitalzuschüsse.

    Die weitere Entwicklung, insbesondere was das Schlagendwerden von weiteren staatlichen Garantien betrifft, dürfte weitere Belastungen bringen. Weder beim Rechnungshof noch beim Finanzministerium wagt man eine Prognose. Der Bericht führt aber zumindest an, welche Haftungen in Zukunft noch schlagend werden könnten. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte, dass neue Rückstellungen für mögliche Verluste gebildet werden mussten.

    Der Rechnungsabschluss liefert auch endgültige Zahlen für den Staatshaushalt 2012. Die Ausgaben des Staates stiegen im Vergleich zum Jahr 2011 um 7,5 Prozent. Zwar erhöhten sich auch die Einnahmen, aber nur um 3,9 Prozent. Damit betrug das Defizit knapp 7 Milliarden Euro, was 2,2 Prozent des BIP entspricht. Damit lag das Defizit wesentlich geringer als prognostiziert.

    Das Primärsaldo, der zinsbereinigte Staatshaushalt, war aber neuerlich negativ. Damit mussten die Ausgabenerhöhungen mit weiteren Schulden finanziert werden. Die Gesamtverschuldung Österreichs stieg um 9,5 Milliarden auf nun 227 Milliarden Euro. Damit liegt das Land mit einer Verschuldung von 73,4 % des BIP noch immer deutlicher über der Maastricht-Grenze von 60 Prozent.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/26/oesterreich-steuerzahler-verlieren-6-milliarden-bei-banken-rettung/

    Da fragt man sich wo sind diese vielen Milliarden hin? Haben sich diese in Luft aufgelöst, so wie sie entstanden sind?
    Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten in Spanien

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/arbeitslosigkeit-gewalttaetige-zusammenstoesse-bei-protesten-in-spanien/8126480.html

  11. F.V. (kein Partner)
    26. April 2013 10:23

    Am Artikel des Dr. Unterberger fielen mir u. a. zwei Bemerkungen auf: daß bei Insolvenz die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlören, aber – so schimmert es durch –, daß sie ja ob ihrer empfangenen Löhne und Gehälter auch zum Untergang des Unternehmens mit beigetragen hätten.

    Und daß die Nachlaßverwalter von Lehman immer Geld an die Gläubiger überwiesen, ergo vielleicht gar kein Schaden durch die Bankenpleite entstanden sei.

    Der erste Gedanke ist reichlich kühn, um nicht zu sagen pervers. Mir kommt bei Mitarbeitern immer nur der Gedanke, daß sie primär zur Leistung eines Unternehmens beitragen. Von ausgesprochener Sabotage einmal abgesehen, ist an Insolvenzen meist das Management schuld, weil es eine falsche Strategie, falsche Produkte für falsche Märkte und eine schlechte Mitarbeiterführung bzw. deren Einsatz zu verantworten hat. Und die Entlohnung ist doch offensichtlich jener – hoffentlich – gerechte Lohn, der für erbrachte Leistung gebührt.

    Unterberger tut aber so, als hätten die Beschäftigten ihr Schicksal sozusagen „verdient“, weil das Unternehmen wegen der ihnen bezahlten Löhne zahlungsunfähig wurde. Ich finde das unverschämt.

    Die zweite Anmerkung ist deshalb so interessant, weil damit ausgesagt wird, daß die Erträge von Finanzinstituten so exorbitant sein müssen, daß diese sogar nach einer Pleite in wenigen Jahren Milliardenschulden abtragen können. – Wer hat solches schon einmal von Unternehmen der Realwirtschaft gehört? Das kann doch nur dann gehen, wenn die sogenannten „financial industries“ völlig überzogene Gewinne zulasten der wertschöpfenden Realwirtschaft auf ihre Seite umleiten. Damit hat Dr. Unterberger – vielleicht unabsichtlich – ausgedrückt, daß die Finanzwirtschaft parasitär von den echten Leistungen anderer lebt.

    Der Rest ist von der Art: no-na!

  12. Torres (kein Partner)
    26. April 2013 10:00

    O.T., aber etwas zum Lachen für all jene, denen der Auftritt Faymanns im Zuge der Affäre um den Brief Fekters an die EU entgangen sein sollte. Er sagte da wörtlich: "Ich bin für den guten Ruf Österreichs mitverantwortlich". Und er hat es tatsächlich ernst gemeint!

    • Otti (kein Partner)
      26. April 2013 15:48

      Torres
      "Ich bin für den guten Ruf Österreichs mitverantwortlich"
      Vielen Dank für ihren Kommentar. Musste so laut lachen, dass mein Nachbar rüber kam um nachzufragen, was denn los sei? Wir haben dann beide gelacht!
      Einfach nur köstlich .....

  13. cmh (kein Partner)
    26. April 2013 09:27

    Neben den Haftungsregeln gibt es schon noch eine Kraft, die man nicht vergessen sollte.

    Das Verlangen nach gesicherten Verhältnissen.

    Es sollte sich möglichst nichts ändern, damit nie umgeplant werden muss. In Österreich nennt man das teilweise "wohlerworbene Rechte". Letztere haben schon viele Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht.

    Der Wunsch, die "Banken zu retten" und den "Staat nicht bankrott gehen zu lassen" ist ja nicht nur aus dem verständlichen Wunsch der unmittelbar betroffenen Manager und Politiker erklärlich, sondern man sollte zu seiner Erklärung auch dieses Bedürfniss - eben keine Änderungen - heranziehen.

    Da es aber "keine Änderungen nie nicht" nicht gibt, ist die Erfüllung dieses Wunsches gleich der Darreichung schwerere Opiate. Nach deren Einnahme geht es den Bürgern gut derweil ringsherum alles den Bach hinuntergeht.

    Dabei ist die Perversität am Rande, dass auch die sogenannte dynamische Wachstumstheorie immer von einem Wachstum und damit von unveränderten Ausgangsbedingungen ausgeht.Wachstum wird damit zu Wucherung und Wechselreiterei zulasten der kommenden Generationen.

    Vor allem der Sozialismus verspricht diese goldenen Verhältnisse, bei denen bereits im Diesseites paradiesische Zustände herrschen werden. Das Versprchen wird aber nie eingehalten weil es gar nicht eingehalten werden kann. Die Abhilfe ist aber bereits gefunden, denn die KOnservativen, Neoliberalen, Faschisten, Kommunisten etc.pp. sind schuld.

    Also: Es wird einfach wider besseres Wisser immer so weiter gehen bis es dann einmal wirklich nicht mehr weiter gehen kann.

  14. Amalek (kein Partner)
    26. April 2013 08:56

    „Tatsächlich besteht derzeit gut die Hälfte jeder Population moderner Nationen aus Beziehern von Null-Einkommen oder niederen Einkünften, die von Abgaben befreit sind und deren Subsistenz weitgehend von den Leistungen der steueraktiven Hälfte abhängt. Sollten sich Wahrnehmungen dieser Art verbreiten und radikalisieren, könnte es im Lauf des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu Desolidarisierungen großen Stils kommen. Sie wären die Folge davon, daß die nur allzu plausible liberale These von der Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven der längst viel weniger plausiblen linken These von der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital den Rang abläuft. Das zöge postdemokratische Konsequenzen nach sich, deren Ausmalung man sich zur Stunde lieber erspart.“ (Peter Sloterdijk, Die Revolution der gebenden Hand in: F.A.Z., 13. Juni 2009).
    „Die größte Gefahr für die Zukunft des Systems geht gegenwärtig von der Schuldenpolitik der keynesianisch vergifteten Staaten aus. Sie steuert so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden - wie schon so oft in der Geschichte der Schröpfungen, von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des zwanzigsten Jahrhunderts. Neu ist an den aktuellen Phänomenen vor allem die pantagruelische Dimension der öffentlichen Schulden. Ob Abschreibung, ob Insolvenz, ob Währungsreform, ob Inflation - die nächsten Großenteignungen sind unterwegs. Schon jetzt ist klar, unter welchem Arbeitstitel das Drehbuch der Zukunft steht: Die Ausplünderung der Zukunft durch die Gegenwart. Die nehmende Hand greift nun sogar ins Leben der kommenden Generationen voraus - die Respektlosigkeit erfaßt auch die natürlichen Lebensgrundlagen und die Folge der Generationen.“ (Peter Sloterdijk, Die Revolution der gebenden Hand in: F.A.Z., , 13. Juni 2009).

    • cmh (kein Partner)
      26. April 2013 09:31

      Kalauerartig könnte man sagen, dass das Gegenteil der keynesschen Wirtschaftspolitik die keynesianische Wirtschaftspolitik ist.

  15. brechstange
    26. April 2013 08:45

    "Die Bundeskanzlerin habe beschrieben, warum es nicht einfach sei, unterschiedliche Interessen innerhalb der Eurozone in Ausgleich zu bringen. Es sei daher wichtig, die innere Spaltung der Euro-Zone mit Strukturreformen und engerer wirtschaftspolitischer Koordination zu überwinden."

    Übersetzt heißt das, dass die deutsche Bundesregierung mit Merkel an der Spitze die Arbeiten der BigFour voll und ganz mitträgt. Ganz schön verlogen diese Frau, anstatt darzustellen, was das heißt, vergräbt sie es in Wischiwaschi. Gott sei Dank gibt es in Deutschland noch intelligentere und mutigere Menschen als bei uns, die das hinterfragen, siehe AfD. TeamStronach, FPÖ, BZÖ sind offenbar die einzigen, die das überreißen?

    Dazu

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=98:euro-euro-ueber-alles&catid=5:europa

  16. Ökonomie-Vergelter
    25. April 2013 23:32

    Wie das Beispiel Lehman Brothers zeigt, ist der beste Schutz der Gläubiger und damit auch der Anleger eine geordnete Abwicklung der Banken (- in Kombination mit einer gerichtsgestützten vorweg-Befriedigung von Altgläubigern in dringenden Fällen - "stay relief for lack of adequate protection" unter "Chapter 11"), die natürlich mit Enteignung der Bankenaktionäre einhergeht.

    Mit Zypern ist das aber nach meinem - zugegebenermaßen beschränkten - Informationsstand nicht zu vergleichen, denn dort kommen ja die gewichtigeren Einlegenden auf jeden Fall zum Handkuss (- zumindest wenn sich die im aufgezwungen Austausch gewährten Anteilsrechte als wertlos erweisen). Auf österr. Verhältnisse umgelegt würde das bedeuten, dass tausende klein- und mittelständische Unternehmen, die liquide Guthaben von mehr als 100.000 EUR besitzen müssen, um regelmäßige Betreffnisse von einigen zehntausend EUR monatl tatsächlich auch kontinuierlich begleichen zu können, einer Schröpfsteuer unterzogen würden, die ihre Überlebensfähigkeit untergräbt.

    In Österreich wurden übrigens keine "zypriotischen Zinsen" lukriert, und suchen sich gerade Unternehmen Banken nicht deshalb aus, weil sie so ein Mehr von ein paar Zehntelprozent Zinsen lukrieren können.

    Insofern muss klargestellt werden, dass auf diese "zypriotische" Art die sogenannten einfachen Bürger nicht weitgehend vor den Folgen eines Crash abgeschirmt werden können, wenn wegen der Schwächung der genannten Unternehmen Zehntausende ihre Anstellung verlieren. Der Insolvenzentgeltfonds ist da nur ein schwacher Trost.

  17. GOP
    25. April 2013 21:16

    Dies gehört am Rande auch zum heutigen Thema:

    Ich kenne einige CE-Reformländer (ehem. Ostblock) sehr gut und stelle immer wieder fest, dass dort die ausländischen Banken (besonders aber solche aus Österreich) nun massisve Probleme mit den ausstehenden Krediten haben. Wer durch diese Hauptstädte fährt, wird feststellen, dass der Fahrzeugverkehr stark zugenommen hat und meist viel jüngere Fahrzeuge als bei uns unterwegs sind. Ebenso ist die Bautätigkeit sehr gewaltig. Nach längerem Hinterfragen erfährt man, dass die meisten Fahrzeuge, neuen Eigenheime und Büroneubauten fast ausschließlich mit Fremdkapital finanziert wurden, welches den Antragstellern großzügigst übergeben wurde.

    Durch die allgemeine Wirtschaftskrise können nun viele Kreditnehmer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, die Kredite werden - wie üblich - sofort fällig gestellt und die Banken haben alle Hände voll zu tun, noch zu retten, was zu retten ist. So müssen Liegenschaften und Fahrzuege zu sehr niedrigen Preisen zu Geld gemacht werden und einiges ist nach wie vor uneinbringlich. Da sich die ausländischen Banken vielfach mit dem weiteren Geldeintreiben überfordert fühlen, werden nach einigerZeit die ausstehenden Kredite an eigens dafür geschaffene Inkassogesellschaften zu einen Spottpreis zediert und der Rest - wie es so schön heißt - in den Bilanzen berücksichtigt (= abgeschrieben). Diese Inkassogesellschaften können wieder einiges Geld hereinbringen und machen so oft innerhalb kurzer Zeit Gewinne von 100 % gegenüber dem eingesetzten Kapital.

    Wer ist nun schuld an solchen Entwicklungen? Es war die Gier der ausländischen Banken, dort möglichst schnell viel Geld zu verdienen und nun kommt die Ernüchterung. Die meisten Banken können diese Verluste durch positive Geschäfte in den westlichen Ländern kompensieren, aber bei der HypoAdria-Bank muss der Staat (= Steuerzahler) für diese vorsätzlich herbeigeführten Schäden aufkommen.
    In den südlichen Ländern (Griechenland, Zypern usw.) läuft es ähnlich. Auch dort haben die Geldgeber nicht geprüft, was mit den Gelder geschieht und sich nicht abgesichert, dass es auch wieder zurückkommt. Und jetzt fordert man Solidarität und Hilfe von den anderen Euro-Partnern.

    • Sparschwein (kein Partner)
      26. April 2013 08:34

      Es war die Gier der ausländischen Banken, dort möglichst schnell viel Geld zu verdienen und nun kommt die Ernüchterung.

      Ich sehe schon, das ist die typische linke Argumentation: Die bösen Banken sind schuld. Ist irgendjemand von den armen Osteuropäern gezwungen worden, all die Kredite aufzunehmen? Auch wenn man auf Pump lebt und Party macht, weit über seinen bescheidenen Verhältnissen lebt, muss man irgendwann die Schuld begleichen, bis zum letzten Cent!!

    • GOP
      26. April 2013 22:15

      Sparschwein:
      Das hat nichts mit linker Argumentation zu tun. Wie Sie selbst schreiben, muss man bei Kreditaufnahme für die Konsequenzen (termingemässe Rückzahlungen von Tilgung und Zinsen) aufkommen. Niemand wurde gezwungen, aber man hat es den Geldsuchenden viel zu leicht gemacht.

  18. terbuan
    25. April 2013 20:44

    Kassandra zur Dritten, weil heute so ein schöner Frühlingstag war, verharre ich dennoch in der Realität, sie ist grausam genug:

    Aktuelles: Kaum vorstellbare “Sicherheitsmaßnahmen” gegen das eigene Volk

    Die Bundeswehr baut künstliche Städte um den Bürgerkrieg zu trainieren:
    http://www.krisenvorsorge.com/aktuelles-kaum-vorstellbare-sicherheitsmassnahmen-gegen-das-eigene-volk/

    Weitere Vorschläge zum Verhalten in Krisenzeiten, wie z.B. das vernünftige Anlegen von Vorräten im Krisenfall, bei Ausfällen der Energievesorgung etc. finden Sie auf dieser Homepage!

    • Haider
      26. April 2013 00:23

      € 100 Millionen für einen Abenteuerspielplatz! Der Hut muß ordentlich brennen. Dagegen ist ja Kaiser Franz-Josephs Bau des Wr. Arsenals zum Kampf gegen aufmüpfige Bürger a la 1848 ein Kleinbahn-Dorf.

    • cmh (kein Partner)
      26. April 2013 09:35

      Was jetzt?

      Es ist leider so, dass jegliche Waffen jeglicher Art auch genen ihre Hersteller verwendet werden können. Es müssen nur Details geändert werden.

      Deswegen ist es wichtig, die Verteidigung des Landes nicht den Faymannschen Spezialisten zu überlassen.

  19. terbuan
    25. April 2013 20:09

    Gar nicht OT
    "GOLD ZU HALTEN IST EINE WETTE GEGEN DIE INKOMPETENZ DER ZENTRALBANKEN" sagt Albert Edwards von der SG:

    Société-Générale-Stratege erwartet parabolischen Goldpreis-Anstieg

    Ende des Goldbullenmarktes oder bevorstehende Mega-Rally?

    Börsencrash und Anstieg des Goldpreises auf mehr als 10.000 Dollar, das prognostiziert Albert Edwards von der Société Générale.

    Er ist für seine düsteren Vorhersagen bekannt. Vor einem Jahr prognostizierte Albert Edwards eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft mit folgendem Börsen-Crash, einen Zerfall der Euro-Zone und den Rückfall der USA in die Rezession.

    In dieser Woche wiederholte der Stratege des französischen Bankhauses Société Générale seine Warnung. “Die Fed wird die Welt durch ihr Gelddrucken zerstören. Schnelle Inflation droht. Das wird aber nicht passieren, ohne einen vorausgehenden Verlust des Vertrauens in die Politik, ähnlich wie in Japan, mit einer Rückkehr in tiefe Rezession und verrückten Marktbewegungen”, so Edwards laut US-Presseberichten in einer Mitteilung.

    Er prognostiziert einen Goldpreis von mehr als 10.000 US-Dollar. ”Gold korrigierte 47 Prozent von 1974 bis 1976, bevor es bis 1980 um das Achtfache auf $ 887 pro Unze stieg. Eine starke Korrektur ist vor dem parabolischen Anstieg normal”, erklärt er.
    Und weiter: “Gold zu halten, ist eine Wette gegen die Inkompetenz der Zentralbanken und gemessen an ihrer Erfolgsgeschichte, ist das sicher eine Wette die ich immer noch gerne eingehe”. Einen Zeitplan für seine Erwartungen legte er nicht vor. Seine Kollegen aus der Investment-Abteilung teilten kurz vor dem jüngsten Goldpreis-Einbruch dagegen die Meinung von Goldman Sachs. Nämlich, dass der Goldbullenmarkt in diesem Jahr zu Ende geht.

    http://www.goldreporter.de/societe-generale-stratege-erwartet-parabolischen-goldpreis-anstieg/gold/32248/

    • terbuan
      25. April 2013 20:21

      Ergänzung:
      Zuletzt stieg der Goldpreis übrigens von seinem Tief am 15.4. bei ca.1340 USD/oz auf zuletzt 1.468 USD/oz! Völlig verrückt der Markt, die Goldmänner und die Soros-Konsorten schütten Gold-Derivate in den Markt um den Preis zu drücken und die Nachfrage nach physischem Gold steigt dennoch permanent!
      Auch Silber ist im Aufwind, die Münze Österreich kommt nicht nach bei den Prägungen des Silber-Philharmonikers. Uns stehen unruhige Zeiten bevor.
      http://www.goldseiten.de/content/kurse/edelmetalle_gold.php

  20. Riese35
    25. April 2013 18:10

    OT: Was man so aus anderen Quellen über die geplante Saatgutverordnung hört, versetzt mich in tiefe Besorgnis. Hier bei AU vermisse ich dieses Thema. Dabei hat dieses Thema das Potential, daß längst verschwunden geglaubte Ideologien der genetischen "Reinheit" und Rassenhygiene wieder auferstehen und alles mit Erbmaterial, das nicht diesen von oben verordneten "Qualitäts"-merkmalen entspricht, rigoros der Vernichtung zum Opfer zu fallen hat. Soll damit ein neuer Golodomor herbeigeführt werden? Das weckt Erinnerungen an den realen nationalen und internationalen Sozialismus. Ist die EU wirklich schon so weit?

    Verena Scheitz hat das in "heute leben" mit dem Ausspruch "Hoffentlich müssen in der EU nicht bald alle Menschen gleich ausschauen" kommentiert.

    Gerade die genetische Vielfalt - und nicht die Vereinheitlichung und Inzucht - hat sich immer als das robustere und zukunftsträchtigere Modell zur Bewältigung von Krankheiten und zum Überleben erwiesen.

    • Anton Volpini
      25. April 2013 18:54

      Deswegen sollte man "Arche Noah" mit einer Mitgliedschaft unterstützen, Riese35.
      Sie würden damit nicht nur diesem konzernunterstützten Rassenwahn entgegensteuern, sondern hätten auch den Vorteil, ständig über die neuen Entwicklungen in dieser Fehlentwicklung unterrichtet zu werden.
      Mit dem angenehmen Nebeneffekt, die besten alten Samen für Ihren Gemüsegarten, in einer unglaublichen Sortenvielfalt, bestellen zu können.

    • Haider
      26. April 2013 00:36

      Eine kleine Ergänzung zu Anton Volpini:
      Österreichs größter Bio-Jungpflanzenmarkt im ARCHE NOAH Schaugarten
      Mittwoch, 1. Mai 2013, 10 bis 18 Uhr
      Schaugarten der ARCHE NOAH
      3553 Schiltern, Obere Straße 40

      Dieser Tag im ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern bei Langenlois (NÖ) ist ein großer Tag für alle, die Raritäten lieben und wissen, welche Schätze sie auf dieser Raritätenbörse finden können. Gemüse, Kräuter, Beeren, Stauden & Saatgut können gekauft oder mit ARCHE NOAH Mitgliedern auf einem der größten Tauschmärkte Österreichs getauscht werden.

      Mit dem 1.-Mai-Aufmarsch wird's dann natürlich nix.

    • AGLT (kein Partner)
      26. April 2013 10:58

      @Riese35: Dann müsste der Herr AU ja gegen die Genlobby schreiben. Außerdem hat dieses Thema etwas mit Umweltschutz zu tun - igitt.

      Mitgliedschaft bei Arche Noah ist übrigens wirklich sehr zu empfehlen. Und auch ein Besuch in Schiltern.

      Btw: jetzt drahts ganz durch, die EU.

    • Anton Volpini
      26. April 2013 11:18

      @Rudolf
      Wenn Sie am Krameterhof waren und mit Sepp Holzer eine Führung mitgemacht haben, und vielleicht noch zufällig einen Höhenmesser dabei hatten, dann wissen Sie, daßer alle seine Höhenangaben um 300 bis 400 Meter höher angab.

      Auch der Rest seiner Gschichten ist zu mindestens zu 1/3 gelogen. Aber geschäftstüchtig ist er, keine Frage.

      Ich gebe Ihnen allerdings Recht, die Ergebnisse seiner Permakultur sind beeindruckend, am beeindruckensten aber fand ich seine Aquakulturen.

      Vor dem Besuch (August 2003) hab ich alle seine Bücher verschlungen, jetzt würd ich kein neues mehr lesen. Da ist die Arche Noah schon ganz anders auf seriösen Beinen aufgestellt.

    • Otti (kein Partner)
      26. April 2013 11:19

      Ich könnte Sepp Holzer stundenlang zuhören. Von seiner erfrischenden Erlichkeit und gesundem Hausverstand könnten wir viel profitieren.
      Sein Zitat: "würden Kinder mit der Natur aufwachsen, würden sie die Natur auch verteidigen" spricht Bände. Er sagt auch, dass die Genmanipulation ein Verbrechen an der Menschheit und der Natur ist und die Politiker die dies unterstützen gehörten sofort eingesperrt. In der EU sitzen nur mehr Psychopathen, die nur gegen die Natur und die Menschen arbeitet.
      Sepp Holzer: Hannover 2011
      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=QeTBS2dvqsc #!

    • Anton Volpini
      26. April 2013 12:57

      @Rudolf

      "Mir ist es egal, ob er bei seinen Höhenangaben geschwindelt hat. Es geht hier um was Wichtigeres."

      Wenn Sie das so sehen, dann gebe ich Ihnen zu 100% Recht!
      Danke für Ihre sehr ausführliche Antwort.

    • terbuan
      26. April 2013 15:31

      Lieber Anton Volpini,
      ich kenne die "Arche Noah" bereits seit vielen Jahren, habe sie mehrmals besucht und sie auch unterstützt. Gut, dass Du auf diese wunderbare Einrichtung besonders hinweist!

  21. zweiblum
    25. April 2013 17:14

    Hüte dich vor den Gezeichneten

    • Gandalf
      25. April 2013 17:22

      @ zweiblum:
      Wie immer man zu Ihrer rüden "Volksweisheit" stehen, und wie sympathisch oder unsympathisch einem Herr Schäuble sein mag: Er ist, vielleicht sind Sie zu jung, um sich daran erinnern zu können, kein "Gezeichneter", sondern das Opfer eines schäbigen Attentates, also eines Mordversuches, der eben nicht den Tod, sondern lebenslange Lähmung der Beine zur Folge hatte. Aber nicht nur in seinem Falle fände ich ein wenig mehr Respekt vor - nun ja, - Behinderten eleganter. Nichts für ungut.

    • zweiblum
      25. April 2013 20:44

      Gandalf
      O.K., das wußte ich nicht, aber er behandelt uns wie Idioten und das schmeckt mir nicht.

    • Gandalf
      25. April 2013 22:48

      @ zweiblum:
      Da gebe ich Ihnen gerne Recht!

    • zweiblum
      26. April 2013 13:26

      Wikipedia zu Sträuble:
      „Es kam teils zu Spekulationen, dass Schäubles sehr starke Gewichtung der „Sicherheit“ in der Abwägung gegen die Freiheit des Einzelenen eine durch ein Posttraumatische Belastungsstörung verursachte symbolische Vermeidungshandlung sei, er also wegen er Spätfolgen des Attentats 1990 auf ihn in seiner Wahrnehmung der Realität beeinträchtigt sei.“

      Rückblick: das Attentat auf Schäuble 1990

      Weiter heißt es dort: „Am 12. Oktober 1990 wurde Schäuble bei einem Attentat nach einer Wahlkampfveranstaltung in Oppenau durch einen Schuss, der von einem psychisch kranken Mann namens Dieter Kaufmann abgefeuert wurde, schwer verletzt. Er ist seitdem vom dritten Brustwirbel an abwärts gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen, es gibt zudem Mutmaßungen, dass die psychischen Spätfolgen der Tat Schäubles politische Positionen beeinflussen.“

  22. Kaffeehäferl
    25. April 2013 13:56

    Sehr richtig, zuerst muß es die Anteilseigner treffen. Und das sind nun mal die Aktionäre und nicht die Sparer, so wie im Fall von Zypern passiert und von A.U. hier verteidigt.

    Klar haben die Sparer jahrelang gute Zinsen bekommen, das macht es aber nicht richtiger, ihnen ihr Kapital wegzunehmen. Den Zinsertrag mag man besteuern, aber das Kapital auf einem Sparbuch?

    Was anderes ist, wenn das Kapital in Wertpapieren angelegt wird. Dabei geht man aber auch wissentlich das Risiko eines Verlusts des Kapitals - und nicht nur des Ertrags.

  23. mike1
    • plusminus
      25. April 2013 13:51

      Wer genehmigt eine solche Kundgebung zur Unterstützung von Terroristen?

  24. kakadu
    25. April 2013 11:17

    Wir sind zwar das Volk, aber längst nicht mehr SYSTEMRELEVANT. Deshalb wird die Pleite im Endeffekt an uns hängen bleiben. So einfach ist das.

  25. Josef Maierhofer
    25. April 2013 10:41

    Die Reihenfolge ist richtig, die Nichtrettung von Banken und Staaten ist prinzipiell richtig.

    Um auf die Gutmenschen einzugehen, meine ich natürlich auch 'prinzipiell richtig', denn öfter lässt durch eine einmalige Hilfe (Hilfe kann nur einmalig sein) manches zum Guten wenden. Es ist wie bei einem strebsamen Schüler, der bei einer Hürde scheitert, hilft man ihm darüber, so kann er selbst wieder weiter.

    Das, was Europa und Österreich als Musterknabe Europas betreiben, ist tatsächlich gegen das EU-Gesetz und unterliegt in sehr vielen Fällen sogar dem Strafrecht, was da an Gesetzen systemmatisch, einer Ideologie (=Idiotie), dem 'Mainstream' folgend, gebrochen und mit 'einschlägigen' (ideologieverbrämten = idiotiebehafteten) EU-Gesetzen verbrochen wurde.

    Jedenfalls werte ich als positiv, dass man nun endlich beginnt, darüber nachzudenken, warum das alles so kommen musste und ich wünsche den Europäern, dass sie möglichst rasch die Übeltäter vor Gericht stellen, die Ideologen (Idioten) nach Hause schicken, die Bürger über die Wahrheit informieren und die richtigen Maßnahmen treffen fürs Überleben und zur Friedenssicherung.

    Das Ende der 'Spaßgesellschaft' naht in großen, schnellen Schritten, die linke 'Partynacht (Partyumnachtung) geht jetzt hoffentlich zu Ende und die Bürger beginnen eigenverantwortlich Vernunft anzunehmen.

    • Josef Maierhofer
      26. April 2013 09:51

      @ Herbert Richter (kein Partner)

      Ich glaube, das Problem mit den parteinahen und 'politisch (un)korrekten' Staatsanwälten haben wir wohl in Österreich am stärksten.

      Sie haben schon recht, die Gerichte befassen sich derzeit mit 'Hendldieben' und lassen die Verbrecher laufen.

      Aber genau das ist auch eine Sache, die sich ändern muss und sich auch ändern wird, wenn die Not dann heraufkommt.

  26. brechstange
    25. April 2013 09:12

    Verschwörungstheorien scheinen wahr zu werden.

    • Anton Volpini
      25. April 2013 19:00

      Ja, brechstange, wer jetzt nicht mehr an einen übergeordneten, zentral gelenkten Plan glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.
      Nur Verschwörung ist es keine, denn die Verschwörer sind bekannt.

  27. Cotopaxi
    25. April 2013 09:12

    o.T.

    Suchtgiftauffindung: Anzeige auf freiem Fuß - Warum nicht gleich einbürgern, anstatt 6 Jahre warten lassen, Herr Kurz?

    http://www.polizei.gv.at/wien/aktuell/presse.aspx?prid=6F657433567935733748673D&pro=0

  28. mike1
    25. April 2013 08:59

    was ist schon eine pleite gegenüber den zukünftigen gefahren, denen wir offensichtlich ausgesetzt sind....

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1393736/60-Maenner-aus-Oesterreich-im-syrischen-Jihad?_vl_backlink=/home/index.do

    • brechstange
      25. April 2013 09:15

      Vielleicht rotten sie sich von selbst aus , zumindest würde ich diese Herren nicht mehr einreisen lassen und die Staatsbürgerschaft, falls schon erhalten, aberkennen. Die werden bestimmt im "neuen" Syrien mit offenen Armen aufgenommen.

    • Erich Bauer
      25. April 2013 09:24

      Aber die "kämpfen" doch für die gute Sache. Für den "Westen". Gegen den bösen Assad... gegen die Ungläubigen... Christen.

    • Undine
      25. April 2013 09:28

      @brechstange

      Ja, so würde die Vernunft handeln! Aber die hat bei uns längst ausgespielt. Ein bisserl Hungerstreik und lautstark demonstrieren---und schon haben die wieder ihr gutes Plätzchen in Ö. Außerdem zählen die ja zu den Guten, weil sie Präsident Baschar al-Assad bekämpfen.

    • mike1
      25. April 2013 09:28

      asylanten suchen bei uns schutz und reisen dann von hier in ein kriegsgebiet, kämpfen dort und wollen wieder zurück nach österreich. ist doch unfassbar.

      die dürfen dann wieder bei uns um asyl ansuchen ? und vielleicht eine kirche besetzen ? und werden von sos-mitmensch, den linksrotgrünen, etc. geschützt ?

      irgendwas stimmt da wohl nicht.

    • cmh (kein Partner)
      26. April 2013 09:47

      Es ist geradezu denkunmöglich, dass ein Moslem im Westen, im Haus der Sünde, Schutz suchen kann.

      Das glauben nur unsere in die Kinderlosigkeit schwadronierten Frauen, die ihre Müttekomplexe irgendwie abreagieren müssen.

      War ich da jetzt zu hart? Wie gerne würde ich meine Ansicht hier ändern. Doch die Fakten halt ...

    • AGLT (kein Partner)
      26. April 2013 11:06

      Hamma das Laderl wieder geöffnet, @cmh?

    • cmh (kein Partner)
      26. April 2013 12:48

      aglt

      Sprichst Du von Deinem Laden (den bitte immer geschlossen halten) oder hast Du auf provakante Thesen interessante Antworten?

      Lass mich raten ...

  29. Nemo
    25. April 2013 08:53

    Die Behauptung von AU, "..die Mitarbeiter würden einen erklecklichen Beitrag zum Untergang eines Unternehmens beitragen.." ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Im Allgemeinen haben die Mitarbeiter keinen Einfluss auf die Geschäftsführung.

    • f.m.
      25. April 2013 09:10

      Die hohen Lohnabschlüsse, die Streiks, die Betriebsräte, die Krankenstände ....

    • simplicissimus
      25. April 2013 10:17

      Ja, es ist etwas ungluecklich ausgedrueckt. Die Qualitaet und der Einsatz der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Masshaltung in Lohnfragen war wohl gemeint.

    • cmh (kein Partner)
      26. April 2013 09:51

      Die Belegschaft der AUA hat also ganz recht gehabt, auf ihren hohen Löhnen zu bestehen. Das wenige an Einfluss wird man wohl verantworten können.

      Vielleicht hilft der Gedanke:

      In einem wirtschaftlich starken Unternehmen folgen die Arbeiter den Geschäftsentscheidungen. ERst wenn es einem Unternehmen nicht mehr so gut geht, wächst der Einfluss der Arbeiter durch die Einflussnahme über Gewerkschafen, politische Interventionen, öffentlichen Druck u.ä.

  30. socrates
    25. April 2013 08:45

    Banken sollen Pleite gehen! Der Staat soll erst dann eingreifen, wenn die Manager sitzen und er soll nur die Interessen seiner STEUERZAHLER schützen.
    Das beste Beispiel ist Island. Es schützt seine Bürger, die Politiker und Bankster sind geflüchtet, die Isländer werden entschädigt.
    Zur Zeit werde noch Reste aufgearbeitet: VISA hatte eine Zentrale in Island und die hat die Konten von WIKILEAKS grundlos gesperrt, im Auftrag der Macht.
    Urteil: Finanzblockade gegen WikiLeaks muss aufgehoben werden
    WikiLeaks hat im Prozess gegen das Kreditkartenunternehmen Valitor einen wichtigen Sieg errungen: Die Finanzblockaden müssen unverzüglich eingestellt werden

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    Hæstiréttur, das oberste Gericht Islands mit Sitz in Reykjavík, hat gestern ein entscheidendes Urteil verkündet: Der E-Commerce-Onlinedienstleister Valitor muss an WikiLeaks eine Strafe von 204.900 US-Dollar (157.383 Euro) monatlich oder 2.494.604 US-Dollar (1.916.102 Euro) jährlich zahlen, sofern es nicht unverzüglich seine Finanzblockade gegen WikiLeaks aufhebt.

    Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Valitor unzulässigerweise seinen Vertrag mit DataCell gekündigt habe. Über das isländisch-schweizerische Unternehmen DataCell nimmt WikiLeaks seine Spenden entgegen.

    Valitor, das früher "Visa Island" hieß, blockiert seit 2010 sämtliche Zahlungen, Gutschriften und Spenden an WikiLeaks. Auch andere Finanzdienstleister wie PayPal oder MasterCard blockieren die Konten der Enthüllungsplattform. Nach eigenen Angaben verliert WikiLeaks dadurch bis zu 95 Prozent seiner Einnahmen.

    Im Dezember 2012 hatte WikiLeaks wegen der anhaltenden Finanzblockaden einen "Krieg gegen die Banken" Angekündigt und mehrere Klagen eingereicht, unter anderem gegen die "Big Player" Visa, MasterCard, PayPal und die Bank of America. Eine dieser Klagen hat WikiLeaks nun gewonnen. Valitor kann gegen das Urteil keine Berufung einlegen, da das Gericht Hæstiréttur in Island die oberste Instanz ist und somit das letzte Wort hat.

    In einer ersten Reaktion begrüßte WikiLeaks-Gründer Julian Assange das Urteil als einen "Sieg für die Redefreiheit" und warnt die anderen Unternehmen, dass sie als nächste dran sein werden:

    "This is a victory for free speech. This is a victory against the rise of economic censorship to crack down against journalists and publishers. We thank the Icelandic people for showing that they will not be bullied by powerful Washington backed financial services companies like Visa. And we send out a warning to the other companies involved in this blockade: you're next."
    Patrick Spät http://www.heise.de/tp/blogs/8/154170

    Das nenne ich Demokratie, so räumt man mit dem Gesindel auf!

  31. Wertkonservativer
    25. April 2013 08:28

    "Wen soll eine Pleite treffen?"

    Eine etwas zweideutige Überschrift!

    Gemeint ist wohl, wer für Pleiten geradestehen soll: da sollten und müssten eigentlich in der Regel die jeweiligen Verursacher von Finanz-Zusammenbrüchen wirtschaftlicher Unternehmungen, Banken und Staaten zur Kasse gebeten werden.
    Das ist in der Wirtschaft relativ klar geregelt, bei Banken unbedingt anzustreben, und bei Staaten ein Problem, das derzeit kontroversiell diskutiert wird!

    Keinesfalls sollten jedenfalls an den Pleiten völlig Unbeteiligte und Unschuldige, nämlich die Sparer, kleine Anteilseigner und insgesamt die Bürger gefährdeter Länder in den Sog von Pleiten und Pleitenfolgen hineingezogen werden!

    Klar ist jedoch eines: wenn Firmen kaputtgehen, müssen Gläubiger einen Teil ihrer Forderungen in den Kamin schreiben; wenn Banken krachen, wird bis auf weiteres wohl der Staat mit Einlagensicherungs-Versprechen das Ärgste für die "kleinen Sparer" verhindern.
    Und wenn Staaten pleitegehen, wird wohl schlussendlich "das Volk" die Zeche zu zahlen haben! Die Schuld ausschließlich auf die "bösen Politiker" abzuschieben, greift zu kurz: wir haben sie gewählt!

    Wer ist schon der Staat? Wir ALLE !

    (mail to: gerhard@michler.at)

  32. Erich Bauer
    25. April 2013 08:04

    Zitat: A.U.): - "...sodass jetzt erstmals gute Hoffnung besteht, dass Lehman gar keinen Schaden hinterlässt..."

    Und? Ist jetzt alles wieder gut? Wär' doch schön...

    • Gandalf
      25. April 2013 17:39

      @ Erich Bauer
      Ja, es klingt überraschend; aber auch aus persönlicher Beobachtung kann ich bestätigen, dass bei Bank- Insolvenzen meist weit höhere Quoten erreicht werden können als in anderen Branchen, vor allem, wenn man nur nicht allzu ungeduldig ist. So hätten bespielsweise die Mehrzahl der (im internationalen Vergleich gottlob winzigen) Bankinsolvenzen in Österreich mit einem Ausgleich wesentlich einfacher, friktionsärmer und, im wahrsten Sinne des Wortes, befriedigender erledigt werden können als durch den Konkurs. Leider ist diese Möglichkeit, zumindest in Österreich, gesetzlich nicht zulässig.

    • machmuss verschiebnix
      25. April 2013 18:26

      Es ist noch nicht ausgestanden - jetzt zieht der Aktienmarkt wieder ein bisserl an,
      aber so Monster wie Lehman Brothers od. Goldmann+Sachs lassen sich nicht zähmen,
      ganz im Gegenteil, wenn sie Europa nicht fressen können dann fressen sie eben
      was anderes (!)

  33. Observer
    25. April 2013 07:48

    Ich verstehe manche Gepflogenheiten bei den Kreditvergaben nicht. So höre ich immer wieder, dass es soundsoviele faule bzw. uneinbringliche Kredite gibt. Bisher war es doch imer so, dass ein Kredit (oft sogar) mehrfach abgesichert wurde. Da muss das Grundbuch, das Einkommen, eine Bürge oder eine andere Stelle im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers gerade stehen. Wie geschieht dies in den ehemaligen Ostblockstaaten? Und wie bei den nun brustschwachen Südstaaten? Da sollten eben zuerst im Staatsbesitz befindliche Gesellschaften, TV-Stationen, U-Bahnen, Eisenbahnen, Flughäfen, Gebäude, Ferieninseln usw. verscherbelt werden. Es gibt überall genug "Familiensilber", was zu Bargeld gemacht werden kann.

    • Hummel
      25. April 2013 08:00

      In Rumänien stehen die nagelneuen Q7 oder Porsches auf Schotterstraßen vor Holzhütten.
      Ich glaube kaum, dass es von den Banken da irgendeine Besicherung geben wird. Ausgenommen bei uns natürlich, wo es, wie sie richtig sagen, kaum Schlupflöcher gibt ! Doch es sind, sowohl im Osten, wie auch im Westen, die gleichen Banken nur gelten anscheinend andere Kriterien. Man will den Osten so schnell als möglich, wahrscheinlich auch auf Druck der EU, zum gleichen Wohlstand bringen wie den Westen. Nur hat der Westen dafür Jahrzehnte gebraucht, was im Osten nun innerhalb ein paar Jahre funktionieren soll. Schlimmstenfalls enteignet man dann eben die „Wohlhabenden“ aus dem Westen.

    • Undine
      25. April 2013 09:34

      @Observer

      *******!

  34. Hummel
    25. April 2013 07:38

    Off topic
    Wieder ein interessanter Artikel über unsere geistreichen Politiker:
    http://diepresse.com/home/politik/in.../home/index.do

    Ist das nicht jene Ministerin die erst kürzlich lückenlose Überwachung mit Überwachungskameras bei allen hochrangigen Straßen gefordert hat ?
    Doch die Überwachung soll nur zur Verfolgung aller derer welche die Rettungsgasse nicht einhalten dienen (natürlich nur für die Verfolgung der Österreicher), Verbrecher die auf der Flucht sind werden natürlich, lt. Aussage Frl. Bures, nicht verfolgt und können sich sicher fühlen !
    Ich bin auch für einen vorsichtigen Umgang mit herumfliegende Kameras, doch es gibt eine gewisse Eigenverantwortung der Bürger, bzw. der Modellflieger. Man kann ja auch gleich das gesamte Hobby per Gesetz abschaffen.
    Aber hier sieht man wieder ganz deutlich, dass vor allem jene die sich so vehement um den Datenschutz und gegen die Überwachung kümmern, in Wirklichkeit die totale Kontrolle und Überwachung der Bürger im Auge haben.
    Linke Doppelmoral eben !

  35. Anton Volpini
    25. April 2013 07:27

    Herr Schäuble spielt wohl eine der undurchsichtigsten Rollen im europäischen Konzert.
    Wenn auch seine Aussage über die Reihenfolge der Geschädigten im Falle einer Bankenpleite prinzipiell richtig ist, so steht dem wohl viel mehr an unverständlichen Aussagen entgegen. Allen voran sein Sager über die Vorgangsweise in Zypern: "So was macht man am besten am Wochenende"

    Als die ganze europäische "Rettungs"-Misere am 12/13 Mai 2010 begann, wo die europäischen Spitzenpolitiker, allen voran die Finanzminister, sämtliche Verträge gebrochen haben, hat er sich krank gemeldet. Ich werde bei ihm das Gefühl nicht los, daß er einem übergeordneten Plan folgt, und diesem bis ins kleinste Detail kennt.

    • brechstange
      25. April 2013 09:08

      Ja, Herr Volpini, das sehe ich inzwischen auch so und dass die Merkel zum Kranzniederlegen nach Moskau fuhr, ist auch sehr eigenartig. Bei DeMaiziere, dem Vertreter, weiß man eh, wie der tickt, diese Familie ist noch in jedem System auf der Gewinnerseite gestanden.

    • Undine
      25. April 2013 09:40

      @Anton Volpini
      @brechstange

      *****!

    • Undine
      25. April 2013 09:49

      @brechstange

      Angela Merkel ist 1954 in Hamburg geboren; die Familie übersiedelte FREIWILLIG in die DDR!

    • Anton Volpini
      25. April 2013 19:22

      Das gleiche hab ich mir an diesem damaligen Maiwochenende auch gedacht, brechstange.
      Da wird zuerst mit viel medialem Getöse verkündet, Schäuble müsse mit sichtlicher Überlastung ins Krankenhaus, während einen Tag später dasselbe mediale Orgelspiel uns Bürgern zur Kenntnis brachte, die Kanzlerin Merkel könne zum Griechenlandgipfel am Wochenende nicht kommen, denn sie müsse einen schon lange ausgemachten Termin in Rußland wahrnehnmen.
      Ich frag mich heute nur, warum der Putin der deutschen Kanzlerin da nicht ordentlich eingeheizt hat. Er hat zu dieser Zeit das Weltränkespiel schon sicher durchschaut.

      Das war mir neu Undine. Aber das erklärt weniger, daß die Eltern von Fr. Merkel einem Plan gefolgt sind, sondern mehr, daß sie halt ihre linken Utopien verwirklichen wollten. Denn so lange kann niemand einen Plan entwerfen, schon gar nicht mit einem Kind. Die Frage, die sich aber aufwirft ist, warum der Einigungskanzler Kohl sie in seine Mannschaft holte, und sie später so positionierte, das sie deutsche Kanzlerin werden konnte?

    • brechstange
      25. April 2013 19:45

      Herr Volpini,
      das ist wirklich die Frage des "Warum hat Kohl sie geholt?" Immerhin war Merkel in der DDR bei den Blockparteien engagiert und war am Tag des Mauerfalls wie jeden Donnerstag in der Sauna.

      Ich nehme an, dass die Merkel dem Kohl untergejubelt wurde, erstens wollte er die DDR-Bürger mit einem Kanzler von ihnen an der Stange halten und zweitens sind die DDR Seilschaften weiterbestanden, die werden entsprechend interveniert haben. Einen Bürgerrechtler braucht man da nicht.

      Aber auch Kohl ist meines Erachtens kein Ehrenmann, erstens hat er sich immer als Nachfahre Adenauers gehalten und zweitens hat er vor ein paar Jahren am Fast-Sterbebett schnell noch seine Lebensgefährtin im Spital heiraten müssen, damit sie als Witwe seine Bezüge erhält. Ein Sozialschmarotzer zeigt eben seinen Charakter.

    • Anton Volpini
      25. April 2013 20:31

      "Immerhin war Merkel in der DDR bei den Blockparteien engagiert und war am Tag des Mauerfalls wie jeden Donnerstag in der Sauna."

      Ich bin paff über Ihre zeithistorischen Detailkenntnisse, brechstange. :-))))

      Daß in der Geschichte der Menschheit keine Ehrenleute an die Macht gekommen sind, sind bis auf wenige Ausnahmen von "Unfällen", wohl die Regel.
      Aber man kann es als gegeben annehmen, daß die Akkumalation von Gaunern in der Poltik jedesmal zu Kathastrophen geführt haben. Zu so einem Kulminationspunkt sind wir jetzt in Europa angekommen, wie ich fürchte.

    • terbuan
      25. April 2013 20:50

      liebe brechstange
      Ich muss da etwas gegenhalten, nicht alle in einer Blockpartei engagierten Bürger waren verkappte Kommunisten.
      Der Vater meiner Schwiegertochter ist Arzt und war Mitglied der ostdeutschen FDP, nach der Wende engagierte er sich weiterhin bei der FDP und kandidierte in MV (Mecklenburg-Vorpommern) bei der letzten BT-Wahl in seinem Wahlkreis. Ich kenne ihn sehr gut persönlich und halte ihn für einen absolut integren Mann und deklarierten Antikommunisten!

    • brechstange
      25. April 2013 21:07

      terbuan

      Es ist mir bewusst, dass ein Engagement in einer Blockpartei nicht unbedingt geheißen hat, Kommunist zu sein. Es gab ja auch Nationalsozialisten, die integer waren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr wohl Menschen vor dem Mob beschützt haben.
      Wir, die wir in einem freien Staat leben, haben ja auch leicht reden. Leben muss man ja auch in einem Unrechtsstaat.
      Für uns ist wichtig, dass Recht wieder zu Recht wird, um nicht irgendwann in einem Unrechtsstaat zu landen.

    • brechstange
      25. April 2013 21:18

      Zum Zeitpunkt des Mauerfalls waren wir gerade in Deutschland beheimatet. War sehr aufregend. Zu dieser Zeit bewunderte ich den Mut und die Direktheit der Deutschen, die ließen sich nichts gefallen.
      Das hat sich seit Schröder stark geändert, seit die Ossis die Institutionen gestürmt haben, glauben Sie mir, die waren den Wessis hoch überlegen. Die rot-grüne Regierung war überhaupt der größte Schaden für Deutschland, da wurden alle SEDler rehabilitiert, die bekamen alle Bezüge seit 90 nachbezahlt, die Bürgerrechtler leben heute in ziemlich ärmlichen Verhältnissen im Vergleich zu den ehemaligen Regimetreuen. Ich denke, neben dem Geldmengenausweitungswahn, der die Welt überspannte, denke ich, dass die fehlende Aufarbeitung der DDR-Zeit ein Übel ist sowie der Ausbreitung der Ostgeheimdienste mitsamt ihrem Firmengeflecht.
      Wer schaut sich den Profiteure des verschwundenen Geldes der Roten Fini an? Warum folgt man nicht den Spuren? Jetzt dürfen die Steuerzahler möglicherweise für den Ersatz dieser Gelder einspringen.

      Kennen Sie das Buch von Frau Höhler "Die Patin - Wie Frau Merkel Deutschland umbaut."?

    • Anton Volpini
      25. April 2013 21:47

      "Die rot-grüne Regierung war überhaupt der größte Schaden für Deutschland, da wurden alle SEDler rehabilitiert, "

      Einspruch brechstange!

      Mittelfristig hat die Regierung unter Schröder mit dem 2020 Programm Deutschland so auf Vordermann gebracht, daß es vom "kranken Mann" Europas heute wieder zum Zugpferd wurde. Die deutsche Wiedervereinigung hat den Westdeutschen eine Bürde auferlegt, die den Reparationszahlungen der zwei Weltkriege gleichkommt. Aber die deutsche Wirtschaftskraft hat diese Hürde mit einer solchen Bravour geschafft, daß sich mittlerweile wieder die ganz Neidgesellschaft der Welt anstellt, um Deutschland wieder nieder zu knüppeln.
      So viel zur Zeitgechichte.

    • brechstange
      25. April 2013 22:21

      Einspruch, Herr Volpini!

      Die Regierung Schröder hat uns Griechenland im Euro beschert sowie die Vertiefung Europas.
      Außerdem hat die Regierung Schröder mit Eichel, Steinbrück, Asmussen die Deregulierung der Banken (Banken schrieben dabei die Gesetze selbst, natürlich nach ihren Vorstellungen) veranlasst, sodass nun auch die Landesbanken in die Bredouille gerieten.
      Der Schaden dieser Aktionen ist durch die Insolvenzverschleppung noch nicht realisiert, tja, jetzt will er wieder ran, der Steinbrück, und mit Eurobonds das Schlamassel verwischen.
      Ob HartzIV wirklich das Gelbe vom Ei ist und nicht ein Vehikel der Finanzindustrie, wird sich noch zeigen.

  36. simplicissimus
    25. April 2013 06:54

    Herrn Schäuble traue ich keinen Millimeter über den Weg.
    Für ihn scheint es nur ein Ziel zu geben: Das undemokratische unregierbare Monsterreich EU, vollkommen verpfuscht, auf einen Sumpf gebaut und von Sumpftrollen getragen.
    Es ist sympthomatisch, daß der Brandstifter auf einmal nach Löschwasser schreit.

    • brechstange
      25. April 2013 09:10

      Die deutschen Bürger haben offenbar ihren Kampf, indem sie den Gekauften vertrauten, verloren. Die Sparziele werden europaweit aufgegeben, na ja, dazu fand man ganz schnell einen Fehler in der Excel-Tabelle und schon geht die Party weiter.

    • Dr. Endre Attila Bárdossy
      25. April 2013 09:28

      Sie haben völlig recht, Simplicissimus!

      Auf Europas Kapitän in diesem Monsterreich sind die Sprichworte maßgeschneidert:

      "Wenn der Fuchs predigt, so hüte deine Gänse!"

      Aber auch: "Hüte dich vor den Gezeichneten!"

    • Wertkonservativer
      25. April 2013 18:14

      Symptomatisch für die Stimmungslage im Unterberger-Blog ist, werter @ simplicissimus, die harsche Ablehnung und Verurteilung der Europäischen Union!

      Das muss man als EU-Befürworter zur Kenntnis nehmen, jedoch in dieser überaus negativen Ausrichtung nicht goutieren.

      Die unglaublich vielen Vorteile, die sich für uns und die anderen europäischen Völker aus dem Beitritt und der Gemeinschafts-Teilnahme ergeben haben und ergeben, werden da großzügig ausgeklammert.

      Ob da nicht vielleicht ein wenig zu früh und zu unreflektiert bereits der Stab über dieses europäische Einigungswerk gebrochen wird?
      Sicher ein Fall zum Nachdenken!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      25. April 2013 20:44

      Werter Wertkonservativer, Optimismus ist gut, Realismus ist besser. Wer nicht sieht, wie diese EU ins Negative abgleitet, der glaubt ans .... erraten!

    • Wertkonservativer
      26. April 2013 06:49

      Lieber Blogfreund @ simplicissimus:

      natürlich glaube ich an das "Christkind", zusätzlich halt aber auch an die Europäische Gemeinschaft!, die mit ganz großer Sicherheit alle voreiligen und in vielem unzutreffenden "Grablegungen" überleben wird!

      Wir leben in und mit der EU! Die hier und andernorts angestimmten Hassorgien (Völkerkerker usw.) ändern an der von Ihnen angesprochenen "Realität" nicht ein Deut!
      Auch wenn Sie und viele andere verehrliche Herrschaften hier im Blog die EU niedermachen und zum Teufel wünschen: die Entwicklung zur weiteren engen Zusammenarbeit der europäischen Völker im Rahmen der EU ist wohl unumkehrbar!
      Sagen wir's volkstümlich:
      den Wurschtel EU kann man nicht erschlagen!

      Einen optimistischen guten Morgen wünscht Ihnen

      der Wertkonservative!

    • AGLT (kein Partner)
      26. April 2013 11:52

      @WK:
      "Die unglaublich vielen Vorteile, die sich für uns und die anderen europäischen Völker aus dem Beitritt und der Gemeinschafts-Teilnahme ergeben haben und ergeben, werden da großzügig ausgeklammert."

      Warum nennen Sie nicht ENDLICH diese unglaublich vielen Vorteilen beim Namen? Ich habe Sie schon so oft danach gefragt, wenn Sie wieder mit diesem Stehsatz kommen. Welche Vorteile hat der österreichische Normalo?
      Und bitte kommen Sie jetzt nicht mit dem Frieden in der EU. Der wird zB jetzt aufs Schärfste aufs Spiel gesetzt. Denn irgendwann in naher Zukunft wird es der Bevölkerung in einem der Staaten reichen. Und dann krachts gewaltig. Und das ist nicht pessimistisch, sondern für jeden Realisten logisch.

    • Ottinger (kein Partner)
      26. April 2013 12:21

      AGLT (kein Partner)
      ********** ich hätte ebenfalls gerne von den Vorteilen der Völker gewusst. Mir fällt nur ein, dass ich nicht Devisen umtauschen muss, wenn ich in ein anderes EU-Land fahre. Doch gerne würde ich diese Prozedur wieder machen und dafür die mediterane Kultur genießen, die es früher gab. Und billiger war es zudem auch, da diese Länder abwerten konnten. Mir kommt vor, als hätten die meisten Menschen vergessen, dass es sich auch ganz gut leben ließ, bevor wir diesem korrupte Saustall namens EU beigetreten sind.

    • Wertkonservativer
      26. April 2013 13:01

      Nun , wirklich ernstzunehmende Wirtschaftsfachleute sagen übereinstimmend (und begründen es auch), dass Österreichs Wirtschaft durch unsere Mitgliedschaft in der EU ganz wesentliche Vorteile für unsere Volkswirtschaft herausholt.
      Wird das hier in Betracht gezogen?
      Ich sehe eine fest zusammengeschweißte Ablehnungsfront hier im Blog, erkennbar auch an den Spitzen-Subkommenataren heute!

      Außer mir gibt es anscheinend kein weiteres Forumsmitglied, das positiv für die EU eintritt!
      Bin ich wirklich der Einzige hier? Oder bin ich etwa gar der Einzige, der sich was traut?

      Für mich eigentlich nicht wirklich vorstellbar, dass sonst niemand aus der Blog-Gemeinschaft die EU als gut und wichtig für unser Land, und insgesamt für die europäische Völkerfamilie einstuft und verteidigt!

      Nun, wie auch immer: ich bleibe dabei, auch wenn ich weiterhin der Einzeige bleiben sollte!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich (kein Partner)
      26. April 2013 14:45

      Wenn die sog. Experten faseln, dass der Export seit dem EU-Beitritt gestiegen ist, übersehen sie meist, dass diese Länder von uns, also von den Geberländern Kredite bekommen haben um unsere Produkte zu kaufen. Also haben wir unsere Exporte selbst bezahlt, oder sehe ich das falsch? Wir haben großartige Produkte verkauft, aber wofür? Für wertloses Papier?
      Gab es vor dem EU-Beitritt keine Exporte? Nebenbei muss auch erwähnt werden, dass nur die großen Konzerne und Banken davon profitiert haben. Wir die Kleinen haben nur die Zeche zu bezahlen.
      Und erwähnt werden muss auch, dass seit dem Beitritt die Klein- und Mittelbetriebe und Kleinbauern zugrundegerichtet wurden. Warum wohl? Es gibt nur mehr Großkonzerne und wir sind gezwungen diesen genmanipulierten und vergifteten Schei.... zu kaufen. Und diese Großkonzerne gehören nicht etwa Österreichern, nein sie gehören allesamt amerikanischen Firmen und Banken. Ganz Österreich ist verkauft worden. Jede Gemeinde, Gerichte, Ämter sind eingetragene Firmen. Wer's nicht glaubt:
      http://wissenschaft3000.wordpress.com/2013/04/22/osterreichische-und-schweizer-gerichte-sind-ebenfalls-als-firmen-eingetragen/

      http://firmen.sofortauskunft.info/

    • Wertkonservativer
      26. April 2013 18:28

      Du redest ziemlichen Stuß daher, Erich (kein Partner).

      Unsere Exporte gehen vorzugsweise nach Deutschland und in andere entwickelte Länder, also in Geber- und nicht mehrheitlich in Nehmer-Länder!

      Vorschlag: erst Hirn einschalten, dann die Tasten drücken!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich (kein Partner)
      26. April 2013 18:35

      WK
      Na dann ist ja alles klar, aber deswegen müssen sie nicht beleidigend werden.
      Nur dann frage ich mich, warum denn jetzt die Wirtschaft so quengelt, dass es Einbrüche gibt, weil der Export in die südl. Ländern zurückgegangen ist?
      Ich beneide sie wirklich um ihr kindliches Gemüt!!

    • AGLT (kein Partner)
      26. April 2013 20:11

      Sorry @WK, endlich zwar eine Antwort, aber wie erwartet leider Wischiwaschi. ich habe Sie gefragt, was die tollen Vorteile der EU für den NORMALO-ÖSTERREICHER sind. Die inzwischen überwiegenden Nachteile kennen wir ja - oh, natürlich nur der NORMALO-ÖSTERREICHER - aus der täglichen Realität bereits zur Genüge.
      Ich darf Sie vielleicht auch noch darauf hinweisen, dass das Wirtschaftsleben nicht nur aus Exportunternehmen besteht.
      Und wie @Erich richtig erwähnt hat, haben Klein- und Mittelbetriebe - vor allem der Handwerkszunft - Null Vorteile. Genau Null. nicht nur, wenn man an Basel II denkt.

    • Wertkonservativer
      27. April 2013 08:48

      Für mich abschließend:

      beachtlich und ziemlich typisch für die Bewusstseinslage hier im Blog, dass sich keine einzige weitere Stimme pro EU "outet".

      Aber was hier auch immer geschrieben wird: die EU ist Fakt und wird auch - unter bestmöglicher Fehlervermeidung - ganz sicher weiterbestehen!
      So, und für mich nun: Schluss der sinnlosen Debatte!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      27. April 2013 12:26

      Wertkonservativer: Ich bin nach wie vor fuer ein vereintes Europa, aber keineswegs fuer diese EU, die fast in allen belangen vollkommen ins Negative abgleitet. Ich waere auch fuer eine Vereinigung des deutschen Sprachraums, aber sicher nicht unter dem Nationalsozialismus oder Kommunismus.
      Eine schlechte Durchfuehrung einer prinzipiell guten Sache muss korrigiert werden. Wenn sich das Prinzip als auf Dauer unlebbar herausstellen sollte, so wie der reale Sozialismus, dann allerdings muss man auch dieses ablehnen.

    • Wertkonservativer
      27. April 2013 13:11

      Na ja, lieber @ simplicissimus,

      jetzt trinke ich glatt ein Vierterl auf Sie, wo sich sich - als Einziger hier - immerhin für eine weitere Zusammenarbeit der Völker in einem vereinigten Europa-Konstrukt einsetzen.
      Eine neue Kraftanstrengung in dieser Richtung wird wohl kaum realisierbar und sinnhaft sein, zumal ja die Voraussetzungen bereits in der EU abrufbar sind.
      Daher gibt's ja wirklich nur eines: die EU step by step verbessern, negative Auswüchse zusammenstutzen, und WEITERMACHEN (wie's ja auch kommen wird!).
      Anders wird es wohl nicht gehen!

      Danke für Ihr freundliches Teil-Einlenken!

      Grüße,

      Gerhard Michler

  37. terbuan
    25. April 2013 06:48

    Die Banken arbeiten jenseits jeglicher Realität, sie haben ein gigantisches Klumpenrisiko durch die Finanzierung der überbordenden Staatsschulden und sie refanzieren sich über die Geldruckmaschine "Zentralbanken".
    Auf der Strecke bleiben werden die blauäugigen fleißigen Sparer, die heute noch den Bankstern Geld anvertrauen!

    • Erich Bauer
      25. April 2013 08:24

      @terbuan

      Sollte das worst case Szenario eintreten ist aber das Bargeld unter dem Kopfpolster auch dran... Bargeld in Fremdwährung? Was meinst Du?

    • terbuan
      25. April 2013 09:17

      @ Erich Bauer
      Es ist sicher empfehlenswert eine gewisse Menge Bargeld "unter dem Kopfpolster" zu haben, drohen doch Bankomatsperren unbestimmter Dauer (siehe Zypern).

      Auch Banknoten in fremder Währung sind nicht unproblematisch, wer wechselt sie im Ernstfall um und zu welchem Kurs? Wird es Grenzkontrollen geben, z.B. zur Schweiz, nachdem vorher die Ein- und Ausfuhr von Valuten generell verboten wird?

      Auch der Goldbesitz könnte verboten werden, dann wird der "Einfache Dukaten" zum begehrten Zahlungsmittel bei Hamstertouren zu Bauern oder im städtischen Schleichhandel! :-)

  38. RR Prof. Reinhard Horner
    25. April 2013 02:29

    reinhard.horner@chello.at

    An Pleiten Beteiligte: Verursacher und Träger der Folgen?

    Wenn ein Staat in die Pleite geht.

    Wenn eine Bank in die Pleite geht, insbesondere eine Investmentbank der Finanzindustrie.

    Wenn ein Sozialbetrieb in die Pleite geht.

    Wenn ein öffentliches Erwerbsunternehmen in die Pleite geht.

    Wenn ein privates Erwerbsunternehmen in die Pleite geht, insbesondere ein Handelsunternehmen.

    Wenn eine Privatperson in die Pleite gerät.

    Z. B. ein Händler, also jemand, der mit dem Einkauf und Verkauf der Erzeugnisse oder Dienstleistungen anderer wirtschaftet und damit sein Geld verdient, gerät in wirtschaftliche Schieflage:

    * vorübergehend reparable Schwierigkeiten
    * in Ausgleich
    * in Konkurs
    * in Konkursabweisung mangels Vermögens

    Es können innere und/oder äußere Verursacher wirksam sein.

    Betroffen sind:
    * der/die Eigentümer (Teilhaber) mit seinem/ihrem Umfeld
    * die Mitarbeiter mit ihren Angehörigen im wirtschaftlichen Umfeld
    * die Gläubiger (einschließlich der öffentlichen Hände) mit ihrem Umfeld
    * die Lieferanten, die Kunden, das regionale wirtschaftliche Umfeld

    Genügt es, beim Insolvenzrecht für Banken (ohne Unterschied) die Haftungsreihenfolge anzuwenden: Eigentümer – Mitarbeiter – Gläubiger (Mezzanine-Kapital), einschließlich der „fragwürdigen Vorrechte der öffentlichen Hand“?

    Es bleibt vor allem die große Frage der Haftungsgarantie für Spareinlagen ungelöst. Sofern diese großzügig vom Staat geleistet wir, steht doch die Problematik offen, welche Gegenleistung hierzu von den Geldinstituten und von den Einlegern erbracht wird.

    Und es bleibt die nicht minder große Frage, wie weit heute und noch mehr in Zukunft die Grenzen der gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grenzen der Betroffenheiten auszuweiten sind.

  39. fokus
    25. April 2013 01:52

    Jetzt, wo der EU-Karren tief im Dreck steckt, wird immer öfter deutlich, daß nun auch der einfache Sparer zur Kasse gebeten werden soll.

    Bisher haben Staaten Banken gerettet und umgekehrt Banken Staaten - wenn beide ratlos waren, riefen sie die Notenbanken zu Hilfe. Selbst die Notenbanken sind jetzt am Ende mit ihrem Latein, nun geht es den letzten Leistungsträgern, die sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet haben, an den Kragen.

    Die logische Konsequenz - rette sich wer kann - weg mit sämtlichen Spareinlagen von den Banken. In Zukunft ist Geld sowohl vor dem Zugriff der Banken als auch vor dem Staat unter dem Kopfpolster wieder am sichersten. Ob das zur Gesundung von Staat und Bankensystem beiträgt, muß uns in diesem Stadium genauso egal sein, wie wir seit Jahren den legitimierten "Geiern und Raubrittern".
    Wir befinden uns mitten in einem veritablen Wirtschaftskrieg und in nicht mehr allzu ferner Zukunft wird es für diese EU und die unglücksselige Euro-Währung unwiderruflich heißen: "Rien ne va plus"

    • terbuan
      25. April 2013 10:28

      @fokus

      Das Bargeld unter dem Kopfpolster ist genauso wenig sicher wie das Geld auf dem Konto/Sparbuch.

      Gewiss, eine bestimmte Menge für den Fall von Bankomat- und Schaltersperren ist sicher nützlich.
      Darüberhinaus besteht aber die Gefahr des Bargeldverbots bzw. eines Zwangsumtausches in Neu-Euros im Verhältnis zu 1:x (=Währungsreform)
      Angeblich sind die neuen Euronoten bereits gedruckt.

    • fokus
      25. April 2013 12:07

      @terbuan

      Es geht hier in erster Linie um Vermögenssicherung bei Bankenpleiten sowie um den immer mehr ausufernden Steuerzugriff des Staates!

      Wie uns die Geschichte lehrt: 100%ige Sicherheit gibt es nicht.
      Bisher hat noch jede Generation einmal ihr Vermögen verloren, vermutlich steuern derzeit wir darauf zu.

    • terbuan
      25. April 2013 16:29

      Ja fokus,
      so sieht es aus! Wenn EU-Parlamentarier der Meinung sind, das ein 10% Defizit ein "besessenes Kaputtsparen" bedeutet, dann sieht man wohin die Reise geht:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/1393747/Krise_Die-Schulden-und-der-Hausverstand?_vl_backlink=/home/index.do

      Der erste Absatz zu Beginn des Beitrags drückt nicht nur die Stimmung des Redakteurs Josef Urschitz aus:

      "Zwei bemerkenswerte Meldungen aus den vergangenen Tagen hätten es sich verdient, ein bisschen mehr beachtet zu werden. Könnten sie einen, wenn man darüber nachdenkt, doch glatt zur Ansicht bringen, dass es vielleicht doch besser wäre, Goldstücke im Garten zu vergraben, als darauf zu hoffen, dass die Politik die Finanzkrise jemals wieder in den Griff bekommt."......

  40. efrinn2
    25. April 2013 01:46

    Spät aber doch. Und wenn jetzt noch ein Kadi zu Recht erkennen würde, daß es nicht nur Verfehlungen waren, die von den Politikern begangen wurden, sondern echte Gesetzesbrüche, würde es ein gewaltiges Beben mit vielen "Toten" geben. Auf allen Ebenen, bis hinauf zum Olymp in Brüssel.





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