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Unfähigkeit in Tirol, noch gar nicht aufgedeckte Skandale in Salzburg

Lesezeit: 5:00

Salzburg und Tirol wählen: Zwei in manchem ähnliche Bundesländer haben heute völlig unterschiedliche politische Voraussetzungen. Da ein Riesenskandal und zwei interessante Politiker; wozu noch eine skandalöse Schieberei bei der sogenannten „Skandalaufarbeitung“ kommt, die außer dem Tagebuch bisher noch niemandem aufgefallen ist. Dort gibt es hingegen „nur“ viele kleine Affären, dafür aber keinerlei politische Figur mit Format.

In Tirol hat der bürgerliche Wähler viele Alternativen, wenn er – verständlicherweise – Landeshauptmanndarsteller Platter zutiefst ablehnt. Man kann zwar aus der Ferne nicht alle Details wirklich bewerten (was hat es etwa wirklich mit dem Megastreit um die Agrargemeinschaften auf sich??). Aber man spürt auch auf die Distanz die unglückliche Gestalt, die Günther Platter immer wieder abgibt. Ihm zerreißt die Partei angesichts seines Führungsstils unter den Händen; auch als Bankeigentümer machten die Tiroler Schwarzen eine sehr glücklose Figur; und schon als Minister in Wien war Platter ständig mehr ein Problem als ein Ressortchef.

Aber über all das könnte man hinwegsehen, wenn Platter nicht auch noch voller Zynismus plötzlich das Gymnasium zugunsten der Gesamtschule aufzugeben verlangt hätte. Er hat zwar von Bildung und Schule keine Ahnung, wie alle seine Äußerungen beweisen, ist auch gar nicht zuständig dafür; er glaubte aber, damit sein untergehendes Schiff noch retten zu können. Er hat damit aber natürlich das Gegenteil erreicht. Viele Bildungsorientierte, Eltern wie Lehrer wandten sich daraufhin von ihm ab. Ausgerechnet in Tirol zu glauben, dass es dort viele Linke gäbe, denen man mit solchen Ideen Wähler abspenstig machen könnte, ist schon mehr als verwegen und realitätsfremd.

Dennoch hat der Mann – wenn er nicht von seinen eigenen Parteifreunden als Beitrag zur Rettung der Volkspartei rechtzeitig entsorgt wird – Chancen, sein eigener Nachfolger zu werden. Denn die anderen Parteien sind zu aufgesplittert, als dass sich eine da wohl klar profilieren wird können. Insbesondere jene rechts der Mitte (sind doch die Linken nicht vorhanden). Ein besonderes Gustostückerl sind die Stronachisten: Sie haben mit ihren Spaltungen und Streitereien im Tiroler Wahlkampf an Unfähigkeiten und Streitereien die Volkspartei sogar noch übertroffen.

In Salzburg hingegen, eine Woche später, schauen die Dinge ganz anders aus. Dort gibt es zwei klare Kandidaten für den Landeshauptmann-Job. Und einen riesigen, alles überschattenden Skandal.

Salzburgs Beratung kommt aus – Zypern

Wenngleich Gabi Burgstaller wohl die sympathischste und unkonventionellste Sozialdemokratin der Republik ist, wäre ihr Verbleib im Amt ein schwerer Schaden für die gesamte Demokratie. Denn wann sonst, wenn nicht nach einem solchen gigantischen Versagen der Landeshauptfrau und ihres Lieblings-Landesrats in Finanzdingen, ist eine Partei reif für eine zwingende Abwahl? Was soll bei einem Überleben Burgstallers politische Verantwortung überhaupt noch bedeuten?

Wenn die völlig Ahnungslosigkeit der Salzburger Landesregierung über ihre eigenen Finanzen ungestraft bleiben sollte, können sich Politiker eigentlich künftig wirklich an Unfähigkeit und Falsch-Reagieren alles leisten, was sie wollen. Dann hätten jedenfalls die Wähler versagt. Auch wenn das unhöflich klingt.

Der Gipfelpunkt des Versagens ist den Salzburgern dabei noch gar nicht mitgeteilt worden: Denn Salzburg hat eine „Ithuba Capital AG“ mit der Aufarbeitung der Spekulations- und Vertuschungsaffäre beauftragt, also mit dem Abbau des Portfolios. Diese Ithuba ist aber in Wahrheit selber der Inbegriff des hässlichen Gesichts der Finanzwelt. Denn mehr als 79 Prozent der Aktien an Ithuba werden von einer „Depetris Investment Ltd.“ gehalten. Das aber ist genau jene undurchschaubare Gesellschaftsform, die derzeit insbesondere vom Wiener Finanzministerium, aber auch der EU ins Visier genommen wird.

Und wo ist diese Ltd. daheim? Ausgerechnet in Zypern, wo man halt am besten Steuer schont! Absolut unglaublich.

Wer noch Näheres über Ithuba erfahren will, der sollte einmal in die Vergangenheit der Zentralsparkasse gehen, als diese noch existent und knallrot war und wie eine Parteisektion geführt wurde. Oder in die Geschichte des „Roten Börsenkrachs“. Überall taucht jener Mann auf, von dem man sich jetzt rund um Salzburgs Veranlagungen beraten lässt.

So also macht Burgstallers Salzburg reinen Tisch. Wer da kein ungutes Gefühl bekommt, dem fehlt wohl jede Sensibilität.

Niemand kann bestreiten, dass Frau Burgstaller und ihr nun schon gefeuerter Finanzlandesrat die politische, aber auch rechtliche Hauptverantwortung für alle Aspekte des Salzburger Megaskandals mit Milliardenrisken tragen. Das heißt freilich nicht, dass die Salzburger ÖVP vor allem in der Vergangenheit ganz unschuldig daran gewesen wäre. Keineswegs. Aber für die Salzburger Schwarzen spricht doch einiges.

Erstens haben sie bei Auffliegen des Skandals sofort und als erste Konsequenzen gezogen und gesagt: So kann es doch nicht weitergehen. Zweitens ist die ÖVP an der Salzach weit und breit die einzige Alternative zu Burgstaller, ist also in einer Art negativer Auslese zu bevorzugen. Und drittens scheint Wilfried Haslauer von seinem Zuschnitt als nüchterner Sachpolitiker und Rechtsanwalt am ehesten befähigt, wieder Ordnung in die Salzburger Dinge zu bringen.

Immerhin war ja Salzburg lange ein österreichisches Vorzeigebundesland. Während es heute dasteht wie das Burgenland.

PS.: Es könnte übrigens durchaus sein, dass sich Burgstaller von der FPÖ wiederwählen lässt. Das wäre köstlich. Denn einerseits würde sie damit die gesamte Ausgrenzungs-Strategie der Wiener SPÖ-Spitze zertrümmern. Das würde andererseits aber auch jeden Versuch der FPÖ lächerlich machen, sich als Sauberkeitspartei zu positionieren. Die Freiheitlichen in ihrem derzeit schwer angeschlagenen Zustand dürften dennoch in Tirol zu Platter tendieren und in Salzburg zu Burgstaller. Das mag vielleicht irgendeine parteitaktische Logik haben. Dem Wähler ließe sich das – wenn es wirklich so kommt – allerdings nicht mehr erklären.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 01:56

    Bei den Wahlen in Tirol wird es keine Überraschungen geben. Platter dürfte wohl mangels ernstlicher Alternative mit dem schlechtesten Wahlergebnis für die ÖVP Landeshauptmann bleiben und sein Bekenntnis zur Gesamtschule kann ich nur als Signal an einen roten oder grünen Koalitionspartner deuten, den er vermutlich zum Regieren brauchen wird.
    Das scheint auch das stillschweigende Einverständnis der Bundespartei zu Platters unverständlichen Ansagen zu erklären, denn sonst hätte längst ein Ordnungsruf aus Wien erschallen müssen.

    In Salzburg kommt echte Spannung auf! Alleine die Wiederkandidatur von Gabi Burgstaller, die wissentlich oder unwissentlich (man weiß nicht, was schlimmer ist) tief in den unüberschaubaren Finanzskandal verstrickt ist, beweist einmal mehr die Schamlosigkeit der Sozialisten. Und sollte sie die Wahlen gewinnen, wäre das so, wie wenn Dörfler mit der FPK trotz aller Skandale den Landeshauptmannsessel behalten hätte = in Kärnten UNDENKBAR, aber im zuletzt Rot regierten Salzburg scheinbar in greifbarer Nähe.

    Kaum mehr überrascht der mediale Mantel des Schweigens, welcher über die aktuellen Sauereien bei der Aufarbeitung der Machenschaften in diesem Finanzskandal gebreitet wird und die offensichtlich nur hier im A.U.-Blog ans Tageslicht kommen.
    UNFASSBAR, wie dort die Bevölkerung sogar bei der angeblichen Aufklärung belogen, betrogen und abgezockt wird. So gesehen müßte man die Sozis mit dem berühmt-berüchtigten nassen Handtuch davonjagen! Vielleicht begreifen das die Salzburger doch noch bis zum Wahltermin - Restösterreich wäre ihnen für dieses Signal überaus dankbar!

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 09:00

    A.U. schreibt:

    "Diese Ithuba ist aber in Wahrheit selber der Inbegriff des hässlichen Gesichts der Finanzwelt. ........Das aber ist genau jene undurchschaubare Gesellschaftsform, die derzeit insbesondere vom Wiener Finanzministerium, aber auch der EU ins Visier genommen wird......

    Oder in die Geschichte des „Roten Börsenkrachs“. Überall taucht jener Mann auf, von dem man sich jetzt rund um Salzburgs Veranlagungen beraten lässt."

    .................................................................................................

    WIE HEISST DIESER MANN? Darf dessen Name nicht öffentlich genannt werden?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 01:26

    für österreich insgesamt wäre eine abwahl von der roten burgstaller positiv.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 15:56

    Koalitionsspekulation mit Koalitionen der Unfähigkeit und der Antibürgerpolitik.

    Dass die FPÖ den 'Hang zum Geld' und zur Macht nicht verbergen kann, davon zeugt wohl der Erklärungsbedarf, wie Dr. Unterberger es nennt.

    Dass er richtiger weise auch dazu sagt, dass es in Salzburg bloß die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub gibt, das ist bei unserer Politik inzwischen allzu oft zutreffend.

    Dass es in Tirol offenbar auch die Unfähigkeit und die Unwissenheit ist, was dort die ÖVP wahrscheinlich trotzdem stürzen lassen wird, hoffentlich nicht zugunsten einer noch schlimmeren SPÖ, das kann sehr wahrscheinlich passieren.

    Für mich ist es aber der Fakt, dass allesamt nichts anderes im Sinn haben, als sich und ihresgleichen zu versorgen, sich auf Kosten des Bürgers und darüber hinaus auf Kredit des Bürgers zu bedienen und dass insgesamt den Parteien die Steuer zahlenden Bürger, trotz ihrer üppigen Parteienförderung egal sind, es wird stets gegen ihre Interessen und ihr Heimatland 'entschieden' von allzu oft total Unfähigen bis zu mindest Kritikwürdigen, öfter mal auch von Straftätern.

    Oder halten wir die Volksverräterparteien Rot, Grün, Schwarz noch für die Einzigen, die Österreich vertreten ?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 15:19

    http://www.unzensuriert.at/content/0012562-18-Landtagskandidaten-des-Team-Stronach-steigen-aus

    Heute im Mittagsjournal wäre ausreichend Zeit gewesen, darüber ausführlichst zu berichten. Wäre ein solcher Fall bei der FPÖ aufgetreten, hätte man eine Sonderschicht zur Berichterstattung eingelegt. Aber die Stronach-Partie als Retter der Sozis will man schonen---man braucht sie ja!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 02:06

    an sich gehört dieser platter ja einfach entsorgt.
    weg mit ihm!
    an sich ist dieser rudi federspiel der beste.hab ich gehört.
    aber tirol ist ein eigenes land.wo die menschen sogar das wort "banane mit einem kehllaut ala "cch" aussprechen.
    dafür können die tiroler kein "R" aussprechen .
    in tirol heisst z.b. "sofort" "sohfoht".
    naja,jetzt gehören sie zu österreich.

  7. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    27. April 2013 08:41

    Versuchen wir, ob der zur Wahl stehenden negativen Auswahl, einmal die positive Tendenz zu erkennen.

    Schon lange war die Bevölkerung, insbesondere die Jungend, nicht mehr so politisch interessiert. Keine Skihütte, kein Wirtshaus, keine Festveranstaltung, keine private Einladung, wo nicht politisiert würde. Überall wird der Mangel an Information als ernsthaft empfunden. In den laufenden Diskussionen wird die Journaille mit der Politik in einen Topf geworfen, der ORF, insbesondere die 'Wiener', wird sowieso als eine Art Propagandaabteilung gesehen.

    Sollte diese Stimmung so weitergehen, dann könnte ja doch noch eine evolutionäre Änderung zum Guten herbeigeführt werden, leider ist es wahrscheinlich zu spät, aber ein Hoffnungsschimmer ist da.


alle Kommentare

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  7. Torres (kein Partner)
    28. April 2013 18:09

    Jetzt, nach den Tiroler Wahlen, stellt sich (wohl zum großen Erstaunen Unterbergers) heraus, dass das Eintreten für die Gesamtschule offenbar Platter überhaupt nicht geschadet hat. Unterberger sollte endlich merken, dass dieses Thema in der Bevölkerung bei weitem weniger wichtig ist als er glaubt, jedenfalls keinesfalls so wichtig, dass damit Wahlen gewonnen oder verloren werden können.

  8. ashanyan (kein Partner)
    28. April 2013 11:15

    Ob Platter LH in Tirol bleibt oder ob es ihm gerichtet wir, das wird man in den nächsten Tagen sehen. Gleiches gilt für Burgstaller.
    Der Unterschied zwischen beiden: in Salzburg tritt eine politisch hoch begabte aber "schwer angeschlagene" Dame an(die für mich leider in der falschen Partei ist), in Tirol ein Politiker dessen politischer und menschlicher Horizont nicht einmal über den Innsbrucker Landhausplatz hinaus reicht.
    Und beide haben Chancen zu bleiben - das ist das wahre Dilemma der politischen Kultur in Österreich.

    • leider-aus-wien (kein Partner)
      28. April 2013 18:00

      Hoffe ja das man den grünen den "gebührenden Respekt" welche diese verdienen im Zuge ihres Wahlkampfes offen zeigt. Liebe Bürger Wiens es ist an euch zu zeigen dass wir dies: "Die Wiener Abkassiererkoalition feiert sich und ihre großen Errungenschaften wie Gebührenerhöhungen, Parkpickerlchaos, Volksbefragungsschmäh und Postenschacher. Häupl und Vassilakou sind den Wienern nicht lieb und teuer, sondern sie kommen die Wiener teuer. "

      nicht mehr tolerieren. Vielen dank dem ParteiChef des bzö wiens den ich hier zitiere leider Gottes ist es so wirklich in Wien!!

  9. cmh (kein Partner)
    28. April 2013 10:00

    Dass eine FPÖ an den Futtertrögen der Macht ein ähnliches (Miss-)Verhalten wie die sozialistoiden Parteien an den Tag legen wird, muss man ehrlicherweise doch erwarten.

    Wer annimmt, dass man nur lange genug in demokratischem Rahmen wählen müsste, um irgendwann dann eine Regierung der Heiligen zu bekommen, ist ein Narr.

    Vielmehr sind die sozialistischen Sümpfe trockenzulegen und irgendwohin muss die Sur ja rinnen.

  10. cmh (kein Partner)
    28. April 2013 09:49

    Leider muss ich mein Mantra wieder einmal absondern:

    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    Ich weiss nicht, wie man nach den Vorkommnissen der letzten Jahre überhaupt noch auf den Gedanken kommen kann, "Sozialdemokratisch" anders als in den Gerichtsspalten hören zu wollen.

    Die Affaire um den Briefentwurf Fekters lässt ja auch keine andere Schlussfolgerung zu, als dass mit dem Koalitionspartner und damit nicht nur mit den Rotwählern, sondern mit ganz Österreich ein doppeltes Spiel getrieben wird:

    Die Roten haben bereits Abmachungen mit Dritten geschlossen, ohne dass sie dazu eine Vollmacht gehabt hätten, oder sie behaupten wider besseres Wissen irgendwas. Normalerweise könnte man das als einfaches Hintergehen nehmen und großzügig zur Tagesordnung übergehen. Die Roten machen das aber laufend:

    Waldheim, Pensionistenbrief, Verschachern der Bank Austria, Sanierung der SPÖ, EU-Sanktionen, in Stein gemeiselte Wehrpflicht, jetzt Finanzgeschäfte u.v.m. Dass jetzt ein notorischer Alkoholiker mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt wurde, sollte auch kein Grund zur Freude, sondern einer zur Sorge sein.

    Wenn auch nur einer der Sozialdemokraten auch nur einen Funken von - nein ich sage nicht Anstand, sondern nur - Deokratiegefühl hätte, er würde sofort von allen seinen Ämtern zurücktreten, oder aus der PArtei austreten.

    In der Umkehrung kann man das griffig formulieren:

    Nur ein zurückgetretener Soze ist ein guter Soze.

  11. Torres (kein Partner)
    28. April 2013 09:27

    Wenn etwas nicht in Unterbergers Weltbild passt, dann ignoriert und verdreht er die Fakten, egal wie klar und eindeutig sie auch sein mögen. Hier geht es wieder einmal um die Gesamtschule: möglicherweise hat ja Platter davon keine Ahnung; er hat aber das Beispiel Südtirols sozusagen gleich vor der Nase, also eigentlich einen integrierenden Teil "seines" Tirols, wo diese Gesamtschule tatsächlich seit langem Realität ist und wo die PISA-Ergebnisse weitaus besser sind als in den Schulen Nordtirols. Warum sollte er sich also nicht auch so ein System wünschen, das offensichtlich erfolgreich ist?

    • cmh (kein Partner)
      28. April 2013 09:55

      Wenn jemand den Lernwillen hat, dann lernt er unter allen Umständen.

      Ein ausreichendes "Gasgeben" vorausgesetzt, kann auch aus Gesamtschülern etwas werden.

      Dass die Gesamtschule in Österreich hingegen nur die institutionalisierte Fortschreibung der bisherigen Kenntnisvermittlungsverweigerung der österreichischen Schulen darstellen würde konnte noch niemand wiederlegen.

      (NB: Der Lateiner würde da sagen: "Hic Rhodos, hic salta!")

  12. jak (kein Partner)
    28. April 2013 02:42

    gegenüber früher hundert(en) kommentaren zu einem thema pendelt sich das schreibverhalten jetzt weit tiefer ein. es wird sich zeigen - wenn was was kostet verzichtet man halt drauf, bevor man zahlt. aber auch spontan-antworter sind nicht mehr dabei - wohl weil sie der neuigkeiten von gestern überdrüssig sind.

    • Francois Villon (kein Partner)
      28. April 2013 10:51

      jak,

      Sie haben mit Ihrer Bemerkung völlig recht. - Aber noch lähmender sind zahlreiche Mitglieder der Unterberger-Kommune.

      Einerseits der lächerliche Wettbewerb um Sternderl, der immer wieder zum Thema gemacht wird, als ob das irgendjemand – außer jene geistigen Taglöhner, deren Hauptmotiv die Anzahl ganzer oder halber Sternderl ist – interessierte oder dies auch nur das Geringste zum eigentlichen Thema beitrüge.

      Dann so lichtvolle Beiträge, die vor allem emotional sind und den Abscheu vor „Sozen“ ausdrücken. Damit katapultiert man sich in Kategorie der Anwärter auf „Stockerlplätze“. Außerdem hat man in diesem Biotop damit immer recht, denn solche „Wahrheit“ ist auch ohne Beweis oder Begründung selbstevident.

      In diesem Strang z. B. der von tiefster Weisheit triefende, mit 7 mal 3 Sternderl ausgezeichnete Beitrag eines Vielschwätzers: „für österreich insgesamt wäre eine abwahl von der roten burgstaller positiv.“ Dies ist in der Tat die Inkarnation politischer Einsicht, gewährt in machtvoller Kürze einen Blick in die Arkana der Politik und wäre würdig als kanonische Wahrheit zum Dogma erhoben zu werden.

      Die dritte Widerwärtigkeit, die dem UTB arg zusetzt, sind die von Meinung, aber keiner Ahnung geprägten „Diskussionsbeiträge“ jener, die zwar über das Weltbild der Krone- und Österreich-Leser voll Hohn und Spott herziehen, aber nicht merken, daß ihre eigene „Weltanschauung“ in ähnlicher Weise begründet ist, nur halt von Drecks-Medien mit anderer ideologischer Ausrichtung. Sie glauben fest an ihre Luftschlösser und Phantasien und halten diese für die Wirklichkeit und ihren Aberglauben für rationales Räsonieren.

      Die übelste und damit auch langweiligste Sorte der Diskutanten – oft „Partner“ – sind freilich jene, die aus Mangel an Argumenten (was aber immer die gänzliche Abwesenheit von Hirn/Vernunft/Ver- und Anstand ist) in wüsten Beleidigungen oder dummdreisten Untergriffen ihre ganze Erbärmlichkeit selbst plakatieren.

      All dies wird früher oder später – Sie diagnostizierten es ja schon – zum Verlust dieser Spielwiese führen, weil es einfach keinen „Spaß“ mehr macht auf einer „Wiese“ zu spielen, auf der die Köter zum „Äußerln“ geführt werden.

    • jak (kein Partner)
      28. April 2013 15:09

      dazu kann - und will - ich gar nichts hinzufügen !

    • Leopold Koller (kein Partner)
      29. April 2013 05:20

      Die Selbst- und gegenseitige Beweihraeucherung so mancher Poster hier geht wirklich schon zu weit. Das Sternderlverteilen auch. Der preisgekroente Einzeiler am Seitenende ist das Tuepferl auf dem i.

  13. Josef Maierhofer
    27. April 2013 15:56

    Koalitionsspekulation mit Koalitionen der Unfähigkeit und der Antibürgerpolitik.

    Dass die FPÖ den 'Hang zum Geld' und zur Macht nicht verbergen kann, davon zeugt wohl der Erklärungsbedarf, wie Dr. Unterberger es nennt.

    Dass er richtiger weise auch dazu sagt, dass es in Salzburg bloß die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub gibt, das ist bei unserer Politik inzwischen allzu oft zutreffend.

    Dass es in Tirol offenbar auch die Unfähigkeit und die Unwissenheit ist, was dort die ÖVP wahrscheinlich trotzdem stürzen lassen wird, hoffentlich nicht zugunsten einer noch schlimmeren SPÖ, das kann sehr wahrscheinlich passieren.

    Für mich ist es aber der Fakt, dass allesamt nichts anderes im Sinn haben, als sich und ihresgleichen zu versorgen, sich auf Kosten des Bürgers und darüber hinaus auf Kredit des Bürgers zu bedienen und dass insgesamt den Parteien die Steuer zahlenden Bürger, trotz ihrer üppigen Parteienförderung egal sind, es wird stets gegen ihre Interessen und ihr Heimatland 'entschieden' von allzu oft total Unfähigen bis zu mindest Kritikwürdigen, öfter mal auch von Straftätern.

    Oder halten wir die Volksverräterparteien Rot, Grün, Schwarz noch für die Einzigen, die Österreich vertreten ?

  14. Undine
    27. April 2013 15:19

    http://www.unzensuriert.at/content/0012562-18-Landtagskandidaten-des-Team-Stronach-steigen-aus

    Heute im Mittagsjournal wäre ausreichend Zeit gewesen, darüber ausführlichst zu berichten. Wäre ein solcher Fall bei der FPÖ aufgetreten, hätte man eine Sonderschicht zur Berichterstattung eingelegt. Aber die Stronach-Partie als Retter der Sozis will man schonen---man braucht sie ja!

  15. A.K.
    27. April 2013 12:22

    Die Tagebuchnotiz Dr. Unterbergers „Unfähigkeit in Tirol, noch gar nicht aufgedeckte Skandale in Salzburg“ liefert wieder für mich mit wenigen Zeilen mehr Informationen als die sonstigen Tageszeitungen zusammen.
    In jener Klarheit, wie z.B.: im Absatz
    „...Wer noch Näheres über Ithuba erfahren will, der sollte einmal in die Vergangenheit der Zentralsparkasse gehen, als diese noch existent und knallrot war und wie eine Parteisektion geführt wurde. Oder in die Geschichte des „Roten Börsenkrachs“. Überall taucht jener Mann auf, von dem man sich jetzt rund um Salzburgs Veranlagungen beraten lässt.....“
    habe ich nirgends diese Kerninformation erhalten. Bravo!

  16. Politicus1
    27. April 2013 09:53

    Als nicht so großer Spekulant war mit der Rote Börsenkrach bis jetzt kein Begriff.
    Jetzt weiß ich es:
    http://www.univie.ac.at/strv-vwl/category/news/
    aus wikipedia:
    "Der Rote Börsenkrach (RBK) ist die älteste immer noch existierende Basisgruppe an der Universität Wien. Die Studienvertretung der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien wird durch Vertreterinnen und Vertreter des RBK gestellt.

    Durch diese Studienrichtungsvertretung, in der der RBK stets federführend war, wurden viele Anliegen der Studierenden im Rahmen der studentischen Mitbestimmung durchgesetzt, darunter die Berufung Alexander Van der Bellens, des späteren langjährigen Bundessprechers der österreichischen Grünen zum ordentlicher Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre im Jahr 1977."

  17. Undine
    27. April 2013 09:00

    A.U. schreibt:

    "Diese Ithuba ist aber in Wahrheit selber der Inbegriff des hässlichen Gesichts der Finanzwelt. ........Das aber ist genau jene undurchschaubare Gesellschaftsform, die derzeit insbesondere vom Wiener Finanzministerium, aber auch der EU ins Visier genommen wird......

    Oder in die Geschichte des „Roten Börsenkrachs“. Überall taucht jener Mann auf, von dem man sich jetzt rund um Salzburgs Veranlagungen beraten lässt."

    .................................................................................................

    WIE HEISST DIESER MANN? Darf dessen Name nicht öffentlich genannt werden?

  18. dssm
    27. April 2013 08:41

    Versuchen wir, ob der zur Wahl stehenden negativen Auswahl, einmal die positive Tendenz zu erkennen.

    Schon lange war die Bevölkerung, insbesondere die Jungend, nicht mehr so politisch interessiert. Keine Skihütte, kein Wirtshaus, keine Festveranstaltung, keine private Einladung, wo nicht politisiert würde. Überall wird der Mangel an Information als ernsthaft empfunden. In den laufenden Diskussionen wird die Journaille mit der Politik in einen Topf geworfen, der ORF, insbesondere die 'Wiener', wird sowieso als eine Art Propagandaabteilung gesehen.

    Sollte diese Stimmung so weitergehen, dann könnte ja doch noch eine evolutionäre Änderung zum Guten herbeigeführt werden, leider ist es wahrscheinlich zu spät, aber ein Hoffnungsschimmer ist da.

  19. terbuan
    27. April 2013 08:32

    Im wesentlichen teile ich die Meinung von @fokus, daher schreibe ich heute keinen eigenen Kommentar. Ich sehe nur leider auch in Salzburg keine Lichtgestalt als Alternative zur weinerlichen Landeshauptfrau!

  20. byrig
    27. April 2013 02:06

    an sich gehört dieser platter ja einfach entsorgt.
    weg mit ihm!
    an sich ist dieser rudi federspiel der beste.hab ich gehört.
    aber tirol ist ein eigenes land.wo die menschen sogar das wort "banane mit einem kehllaut ala "cch" aussprechen.
    dafür können die tiroler kein "R" aussprechen .
    in tirol heisst z.b. "sofort" "sohfoht".
    naja,jetzt gehören sie zu österreich.

  21. fokus
    27. April 2013 01:56

    Bei den Wahlen in Tirol wird es keine Überraschungen geben. Platter dürfte wohl mangels ernstlicher Alternative mit dem schlechtesten Wahlergebnis für die ÖVP Landeshauptmann bleiben und sein Bekenntnis zur Gesamtschule kann ich nur als Signal an einen roten oder grünen Koalitionspartner deuten, den er vermutlich zum Regieren brauchen wird.
    Das scheint auch das stillschweigende Einverständnis der Bundespartei zu Platters unverständlichen Ansagen zu erklären, denn sonst hätte längst ein Ordnungsruf aus Wien erschallen müssen.

    In Salzburg kommt echte Spannung auf! Alleine die Wiederkandidatur von Gabi Burgstaller, die wissentlich oder unwissentlich (man weiß nicht, was schlimmer ist) tief in den unüberschaubaren Finanzskandal verstrickt ist, beweist einmal mehr die Schamlosigkeit der Sozialisten. Und sollte sie die Wahlen gewinnen, wäre das so, wie wenn Dörfler mit der FPK trotz aller Skandale den Landeshauptmannsessel behalten hätte = in Kärnten UNDENKBAR, aber im zuletzt Rot regierten Salzburg scheinbar in greifbarer Nähe.

    Kaum mehr überrascht der mediale Mantel des Schweigens, welcher über die aktuellen Sauereien bei der Aufarbeitung der Machenschaften in diesem Finanzskandal gebreitet wird und die offensichtlich nur hier im A.U.-Blog ans Tageslicht kommen.
    UNFASSBAR, wie dort die Bevölkerung sogar bei der angeblichen Aufklärung belogen, betrogen und abgezockt wird. So gesehen müßte man die Sozis mit dem berühmt-berüchtigten nassen Handtuch davonjagen! Vielleicht begreifen das die Salzburger doch noch bis zum Wahltermin - Restösterreich wäre ihnen für dieses Signal überaus dankbar!

    • Kapuzerer (kein Partner)
      28. April 2013 15:54

      Den politischen Skandal der Zockerei hat man in Salzburg auf Beamte abgewälzt. Bei der geistigen Unbedarftheit der Wählerinnen kann es durchaus sein dass die Burgstallerin wieder Landeshauptmännin wird.
      In NÖ hat man´s nicht abgewälzt und ist der Landeshauptmann Landeshauptmann geblieben, samt seinen Hintersassen.
      Bleibt also abzuwarten welche Methode die erfolgreichere ist.

  22. byrig
    27. April 2013 01:26

    für österreich insgesamt wäre eine abwahl von der roten burgstaller positiv.





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