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Kosovo: ein großer, aber teurer Schritt

Lesezeit: 7:00

Die in den letzten Stunden verkündete Einigung zwischen Serbien und Kosovo bedeutet zweierlei: Europas Krisenherd Nummer eins dürfte deutlich entschärft worden sein, wenn nicht eine Seite (etwa unter Druck der Kosovo-Albaner) noch einmal ganz aus dem Konsens aussteigt; und die europäische Außenpolitik hat nach vielen Blamagen und leeren Kilometern endlich einen klaren Erfolg erzielt. Den sie sich aber durch ein Beitrittsversprechen an Serbien teuer erkauft hat.

Den doppelten Erfolg muss man dennoch anerkennen – auch wenn im Detail noch sehr viel Fragezeichen und Hindernisse auf den Balkan und die EU zukommen werden. Aber weder die europäische Außenpolitik noch der Balkan haben in den letzten Jahrzehnten ja in irgendeiner Hinsicht positive Kommentare verdient (Europa hat sich freilich viele solche schreiben lassen).

Realismus siegt über Emotionen

Zuerst zum Balkan: Jetzt ist erstmals eindeutig klar, dass Belgrads Regierung die Sezession des Kosovo akzeptiert. Nicht aus freien Stücken, sondern aus Realismus und wegen des umgehend erhaltenen Beitrittsversprechens von Seiten der EU. Belgrad hat gespürt, dass es sonst nie aus der Isolation herauskommen wird. Die Wirtschaft Serbiens (wie des restlichen Ex-Jugoslawiens) ist in einem so katastrophalen Zustand, dass konstruktives Handeln dringend notwendig geworden ist. Dieses Argument hat jetzt die starken Emotionen der Serben überwunden, die naturgemäß noch immer sehr am Kosovo hängen, der ja einst ein rein serbisch-christliches Kernland gewesen ist.

Diese konstruktive Konzession hat nun ausgerechnet eine serbisch-nationalistische Regierung gewagt. Ihre liberalen Vorgänger hatten hingegen immer viel zu viel Angst vor der damaligen Opposition gehabt. Diese hätte niemals eine Preisgabe heiligen serbischen Territoriums hingenommen, wenn sie nicht wie jetzt auch selbst den erhofften politischen Nutzen davonträgt.

Die Zugehörigkeit des Kosovo zu Serbien hat Belgrad zwar insgeheim schon längst aufgegeben. Aber zugleich auch die serbischen Menschen im Kosovo, immerhin zehn Prozent, aufzugeben, ist viel schwieriger. Dazu kommt, dass ein Teil von ihnen in einem geschlossenen Siedlungsgebiet im Norden lebt, der andere hingegen über ganz Kosovo zerstreut. Das macht maßgeschneiderte Regelungen noch viel schwieriger.

Jetzt gibt es aber erstmals einen prinzipiellen Konsens, dass auch all diese Gemeinden zum Kosovo gehören, der damit de facto auch von Serbien anerkannt ist, und wohl bald auch de jure. Auf der anderen Seite bekommen diese Gemeinden ein hohes Ausmaß an Selbstverwaltung, einschließlich der Kontrolle über die Polizei.

Die größte Konzession kam von Belgrad

Der Kompromisskonsens lag zwar schon länger in der Luft. Aber beide Regierungen haben die Zeit gebraucht, um sich als harter Verhandler zu profilieren, um nur ja nicht als Umfaller hingestellt zu werden. Wobei klar ist, die größere Konzession hat Belgrad gemacht. Denn genauso ein tauglicher Kompromiss, bei dem Serbien weniger nachgeben hätte müssen, wäre ja auch eine Sezession des Nordkosovo gewesen mit gleichzeitiger Vollanerkennung des Staates Kosovo durch Belgrad samt spürbarer Personalautonomie für die restlichen verbliebenen Serben. Aber Serbien konnte diese Variante nicht durchsetzen.

Man sollte freilich auch über diesen Kompromiss nicht zu früh jubeln. Denn es ist noch sehr spannend, wie sich der Widerstand der Betroffenen, vor allem der Serben in den vier Nordkosovo-Gemeinden, auswirken wird. Das wird noch lange dauern, um seriös von einem echten Frieden reden zu können.

Haupthindernis: Korruption

Aber auch wenn die Kosovo-Lösung komplett gelingt, ist damit in Wahrheit nur ein einziges Hindernis am Weg Ex-Jugoslawiens nach Europa beseitigt. Das viel größere – aber international interessanterweise kaum beachtete – ist die Korruption, die nirgendwo in Europa so schlimm ist wie dort. Diese wird vorerst auch weiterhin viele  Investoren abhalten, in diesen Raum zu gehen. Davon sind sowohl Serbien wie auch der Kosovo wie auch die anderen Nachfolgestaaten betroffen.

Als EU-Bürger muss man vor dem offenbar unvermeidlichen Beitritt all dieser Länder bangen. Vor allem Belgrad wird jetzt glauben, dass es schon genug Konzessionen geleistet hat und daher belohnt werden müsse. Diese Haltung ist aus vielen Äußerungen herauslesbar. Belgrad wird daher so wie alle anderen Staaten des Raums (einschließlich des Neomitglieds Kroatien) versuchen, die eigenen mafiösen Strukturen in die EU hineinzuretten. Diese sind sowohl in der Justiz wie auch in der Polizei wie auch in der allgemeinen Verwaltung wie auch bei den Zöllnern tief verwurzelt – mit geheimen Querverbindungen bis in die jeweiligen politischen Spitzen hinein. Diese Korruption ist nach Aussage von Balkankennern in allen Ländern Exjugoslawiens das wahre Hauptproblem.

In aller Stille macht sich Islamismus breit

Eine weitere neue Herausforderung in Ex-Jugoslawien ist noch kaum realisiert worden: Im bosniakischen Teil Bosniens wie auch im serbischen Sandschak haben sich – im Wesentlichen erst nach den Kämpfen – zunehmend islamistische Strömungen breit gemacht. Diese wollen das Gegenteil der früheren Bosniaken-Führer: Sie wollen nun einen eigenen Staat für die jugoslawischen Moslems. Das bringt ein neues Problem auf die Landkarte. Dazu kommen die vielen schon länger bekannten:Eines davon die Stellung der Albaner in Mazedonien (angeblich rund ein Drittel) und in Dörfern; ein anderes der Namensstreit Mazedoniens mit Griechenland.

Lobend sei aber erwähnt, dass es in den letzten Jahren immerhin gelungen scheint, eines der früheren Hauptprobleme zu lösen: Das war der serbisch-kroatische Antagonismus. Dieser ist weitgehend verschwunden. Beide Seiten, übrigens auch die jeweiligen religiösen Autoritäten (deren Rolle vor allem in Serbien sonst eher übel ist), haben da sehr konstruktiv mitgearbeitet. Daher wird es in Jugoslawien wohl keinen großen Krieg mehr geben, selbst wenn die Außenwelt sich nicht mehr um den Raum kümmern sollte.

Europa bekennt sich erstmals klar zum Modell Autonomie

Bleiben wir aber bei einem weiteren positiven Aspekt der nunmehrigen Kosovo-Lösung (auch wenn man noch nicht alle Details kennt): Die nun sehr wahrscheinliche Lösung der Kontroverse birgt noch eine weitere – bisher kaum wo beachtete – Sensation: nämlich dass sich die EU für territoriale und personelle Autonomie eingesetzt hat. Das Wort Autonomie ist jedoch in etlichen europäischen Ländern tabu. Man denke nur an die Slowakei, die den Ungarn an ihrer Südgrenze trotz ihres geschlossenen Siedlungsgebiets die Autonomie verweigert.

Solche nationalistisch geprägten Staaten fürchten in der Autonomie eine Schmälerung ihres Machtanspruchs. Sie sehen darin auch eine Vorstufe zu einer Sezession. Andere glauben das Gegenteil: Also dass eine möglichst weitgehende Selbstverwaltung einer autochthonen Minderheit deren Ruf nach Sezession, nach Ausübung des Selbstbestimmungsrecht deutlich leiser macht.

Die Entwicklung Südtirols in den letzten 50 Jahren vom bombenlegenden Freiheitskampf zu einer satt machenden Autonomie scheint den zweitgenannten Überzeugungen Recht zu geben. Wobei freilich Südtirol auch umgekehrt zeigt, wie fragil eine Autonomie ohne wirksame internationale Garantien sein kann: Versucht doch Italien seit Ausbruch seiner Schuldenkrise die wirtschaftlichen und finanziellen Selbstverwaltungsrechte der Südtiroler massiv auszuhöhlen.

Die GASP doch kein bloßer Papiertiger

Bleibt die europäische Bilanz: Zum ersten Mal hat man ein konkretes positives Ergebnis der GASP, der Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Außenpolitik, gesehen. Bisher war dieser immer wieder beschworene Apparat mit seinen Tausenden Diplomaten ja ein reiner Papiertiger und eine Geldverschwendungsmaschine gewesen. Nicht einmal in ihrer Nachbarschaft, etwa im Libyen- oder Syrienkrieg, hat die EU eine einheitliche Linie zusammengebracht. Bei ferner liegenden Konflikten, etwa jenem in Korea, kommt niemand auch nur auf die Idee, dass da auch die Möchtegern-Weltmacht Europa eine Stimme haben könnte. Bei Staatsbesuchen nehmen Länder wie China zwar die deutsche Kanzlerin sehr ernst, über die diversen EU-Spitzen spötteln sie jedoch trotz aller Höflichkeit. Auch in der UNO gibt es kein einheitliches europäisches Verhalten, geschweige denn, dass Großbritannien oder Frankreich ihr Vetorecht den EU-Beschlüssen unterwerfen würden.

Das alles bleibt weiter Faktum. Jetzt aber kann man zum ersten Mal sagen, dass das fiktive Gebilde einer EU-Außenpolitik nicht ganz irrelevant ist. Das ist nicht viel, aber deutlich mehr als bisher. Man kann aber mit gutem Grund streiten, ob nicht der Preis eines serbischen Beitritts (und dann zwingend etlicher anderer Länder) zu hoch dafür war. Denn wenn die EU nur mit Beitrittszusagen außenpolitisch etwas bewegt, ist das doch recht ernüchternd.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 02:09

    Unbeirrt und unverdrossen wird hier weiter an der Sandburg gebaut, während auf der anderen Seite die Wellen schon alles wegspülen

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2013 02:00

    Wie schlecht muß es um Serbien bestellt sein, daß es diesem Kosovo-Kompromiß zugestimmt hat, um den letzten Rettungsanker eines raschen EU-Beitritts ergreifen zu können.

    Mit diesem Neuzugang winkt bereits der nächste Kandidat, welcher unter den ESM schlüpft und EINE BILLION EURO wird nicht mehr reichen!

    Überhaupt drängen in die Europäischen Union nurmehr Länder, die sich sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch (ausufernde Korruption, Kriminalität etc.) in einer äußerst prekären Situation befinden.

    Ein beklemmendes Sittenbild der Europäischen Gemeinschaft und jedes dieser neuen Mitglieder ist unweigerlich ein Schritt näher dem EU-Abgrund!

    Hierzu nochmals die neuesten Entwicklungen:

    http://tinyurl.com/d4nzkna

  3. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 06:54

    Die Geschichte wird sich wiederholen, der Balkan hat Europa noch nie gut getan, die nächste Katastrophe, die auch der EU endgültig den Garaus machen wird, wird dort ihren Anfang nehmen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaargenau
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 12:47

    Total OT, aber äusserst aufschlussreich, wie der ORF manipuliert:

    Riesen-langer Bericht über einen falschparkenden Staatssekretär:

    http://oesterreich.orf.at/stories/2579451/

    Dafür keine Erwähnung des Prozesses gegen den Abtreibungsarzt Gosnell. Die Presse berichtet:

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1392574/USA_Die-Horrorklinik-des-Doktor-Gosnell?from=gl.home_panorama

    Das ist Agenda-Setting im reinsten Stil. Es wird Zeit für ein neues ORF/Medienfreiheits-Volksbegehren!!!!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 09:07

    Aber die EU selbst ist ja wegen der Schuldenkrise und der Euro-Politik gerade am Zerfallen.

    Der Wunsch, in die EU zu gehen ist der Wunsch nach 'Goodies' auf Kredit, sonst gar nichts, das weiß ich von EU - Funktionären aus Griechenland. Na, und die will sich Serbien auch nicht entgehen lassen, klar.

    Aber die Frage stellt sich, ob es bis zu einem Beitritt Serbiens die EU in der heutigen Form des Monsterapparates dann überhaupt noch gibt.

    Eine Staatengemeinschaft, eine Handelsgemeinschaft ist so stark, wie ihre schwächsten Mitglieder.

    Und auch Korruption gibt es in der EU schon genug, muss man nicht extra noch importieren.

    Ich begrüße jedenfalls die Einigung der Serben mit den Kosovaren, möge sie auch halten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2013 07:54

    Nun, bezüglich dieses Kommentars herrscht ein gewisser Daten-Wirrwarr!
    Kann vorkommen!

    Zum Thema:
    die Anerkennung echter Leistungen der EU-Außenpolitik-Mannschaft würde mir leichter fallen, kame da nicht zwangsläufig immer wieder die rote "Lady" Ashton ins Bild!

    Es ist evident, dass Intelligenz sich nicht immer äußerlich bemerkbar macht!
    Das Gesicht der geadelten Labour-Frau lässt diesbezüglich einigen Deutungsspielraum offen!
    Falls Sie meinen, ich sei hier einer "Lady" gegenüber doch zu "impolite", bitte ich vorsorglich um Entschuldigung!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. April 2013 08:58

    Sorry, sehr politisch unkorrekt:

    In den letzten 20 - 30 Jahren ist durch die Jahre der Milosevic-Herrschaft in Jugoslawien & Serbien besonders die Organisierte Kriminalität gemischt mit Korruption der staatlichen Eliten sehr groß geworden.

    In den Medien war & ist überall zu lesen "Täter serbischer Herkunft" usw. Die Pink-Panther-Bande ist nur e. typisches Beispiel:

    http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,674473

    Auch:

    http://www.kybeline.com/2013/02/09/stuttgart-furchtet-sich-vor-einbrecherbanden-aus-bosnien-serbien-u-a-osteuropaischen-staaten/

    Natürlich ist auch die Armut, Arbeitslosigkeit & Wirtschaftsmisere in Serbien ein großer Faktor für diese Phänomene.

    Also da gibt es gewaltig viel zum Aufarbeiten und zum Säubern. Die EU muss halt mit dem Hebel des EU-Beitritts andauernd Druck machen!

    Damit dort "ausgemistet" werden kann. Gewiss ist auch in Serbien die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung anständig und sehnt sich nach einem normalen Leben.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. April 2013 10:03

    Unmittelbar nach dem Ende des Kriegs in Jugoslawien (eigentlich müßte man richtiger sagen: des Überfalls der US-gesteuerten NATO) besuchte ich 2 x Belgrad, und mein Freund, ein Slawist und Leiter eines einschlägigen Instituts, und ich hatten zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften, Vertretern der Politik und dem serb.-orthodoxen Patriarchen Pawle und „normalen“ Bürgern.

    Der Eindruck, den wir gewannen war diametral der veröffentlichten Lügenpropanganda entgegengesetzt. Aber das ist in der heutigen Welt der Politik nichts Neues. Was uns u. a. gezeigt wurde war, daß der Kosovo serbisches Kernland war, daß dort die ältesten Kirchen, Klöster und vor allem die orthodoxen Kulturdenkmäler standen, die letztlich die Identität Serbiens mit ausmachten und auch Symbol dafür waren, daß der Jahrhunderte währenden Besetzung durch das Osmanische Reich von den Serben Widerstand geleistet wurde.

    Albanien ist dem Druck gewichen und mohammedanisch geworden, die Serben haben standgehalten und blieben orthodoxe Christen, also trotz türkischer Unterdrückung dem christlichen Abendland als geistiges Bollwerk erhalten.

    Herr Mühlhauser schrieb – richtigerweise – von den zahllosen Kulturdenkmälern, die die US-Bomber und Raketen vernichteten. Diese Zerstörungen setzten sich aber nach Ende des Kriegs im Kosovo fort, wo dann die Terrorbanden des Hashim Thaci nahezu alle Kirchen, Klöster, orthodoxen Kulturdenkmäler systematisch sprengten, abfackelten oder sonst wie dem Erboden gleich machten. Verbrannte Erde. Nichts sollte an den wahren Ursprung des Landes, an den Raubzug als Raubzug erinnern.

    Der Terrorist, Mörder und Drogenboß, Thaci, wurde von Beginn an vom Westen hofiert, auch in Wien empfangen und eine Bühne gegeben, als noch jedermann klar war, daß er ein Schwerkrimineller war, der sich heute mit Anzug und Krawatte „seriös“ gibt.

    Ich kann mit nicht vorstellen, daß die Serben, die ein halbes Jahrtausend der türkischen Überfremdung widerstanden haben, das so schnell vergessen werden. D.h. ich glaube nicht daran, daß auf dieser per Erpressung des Politbüros der EUdSSR basierenden „Einigung“ eine dauerhafte Befriedung erreicht worden ist. Die erkaufte Zustimmung Serbiens ist ja doch nur mit der „Pistole an der Brust“ zustande gekommen, also wegen der nun schon ein viertel Jahrhundert andauenden wirtschaftlichen Strangulierung des Landes – durch die „westliche Wertegemeinschaft“.

    Bei meinem ersten Besuch hatte ich in einem Gespräch mit Ministerin Borka Vucic, die für Finanzen und das Bankwesen verantwortlich war, gehört, daß die damalige Regierung schon ca. 10 Jahre dabei war mithilfe amerikanischer Berater und US-Banken die damalige Zentralverwaltungswirtschaft (wie sie im „Ostblock“ üblich war) auf das westliche „System des National Accounting“ umzustellen. D.h. die jugoslawische Volkswirtschaft in die des Westens zu integrieren. Das „Cut-over“ hatte mit Kriegsbeginn schon stattgefunden, womit der eigentliche Kriegsgrund, nämlich die jugoslawischer Wirtschaft unter „westliche“ (= US) Kontrolle zu kriegen, weggefallen wäre.

    Die für mich bemerkenswerte Erkenntnis war aber die, daß mit dieser Umstellung die Wirtschaftsleistung des Landes um ca. 30 – 35% auf dem Papier (= den Statistiken) angestiegen ist, obwohl man mit freiem Auge den dramatischen Verfall und Niedergang allerorten sehen konnte. D.h. die Segnungen westlicher Wirtschaftssteuerung und des Berichtswesens erwiesen sich ad oculos als eine Schimäre, eine Schönfärberei – eine glatte Fälschung.

    Ebenfalls war sehr bemerkenswert, daß den Serben die Augen aufgegangen sind, betreffs ihrer „Freunde“. Die französischen (Freundschafts-)Denkmäler, Air France-Büros, etc. wurden verwüstet – und mancher hat begriffen, daß sie als Auslöser des WK I von den ausländischen Mächten (= dem Grand Orient als Drahtzieher des Mordes von Sarajewo) wie die Bauern am Schachbrett missbraucht wurden.

    Ich glaube, die der westlichen Propaganda so ganz entgegengesetzte Äußerung von Peter Handke, die in den Medien natürlich wüst herabgemacht wurde, hatte ähnliche einsichten zur Grundlage.

    Was diese jüngste Geschichte auch zeigt, ist der nachdrückliche Hinweis, was wir – jedes Land in Europa, aber insbesondere die deutschen – zu befürchten haben, wenn es dem Hegemon ins Konzept paßt uns zum „failed state“, zum „harbour of terrormasters“ (Michael Ledeen, America Enterprise Institut) oder was auch immer zu stempeln. Der „Friede“ in Europa war nicht immer einer, und daß bisher Ärgeres verhindert wurde, danken wir ausschließlich dem Wiedererstarken Rußlands unter Putin.


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  1. Roms (kein Partner)
    25. April 2013 10:32

    Die gute Nachricht zuerst: Die Einführung des Euro im Kosovo dürfte kein Problem werden, den haben sie nämlich schon als offizielle Währung, und zwar ungefähr genauso lange wie Österreich. Es war DER Tag der Lady Catherine Ashton, sie brauchte halt dringend nette Fotos und eine PR Show, über einen angeblichen Erfolg. Davon leben die EU- Parasiten mit vielen Lügen und Betrug nun seit 15 Jahren, rund um den Kosovo. Und die Aufbau Milliarden vor allem für die Justiz, verschwinden wie in Albanien im Bodenlosen Loch der Mafiösen Profi Stiftungen mit korrupten EU Politikern. Soweit so gut.

    Und jetzt die schlechte Nachricht:
    Im Kosovo herrscht eine hochkriminelle Mafia. Dieser Mafia hat die EU einen kompletten Staat geschenkt, mit allem was dazugehört. Staatsvolk, Staatsgebiet, Staatsgewalt, einer Währung und dem vollständigen Budget.
    Hauptexportschlager des Kosovo sind Drogen, Huren, Räuber, Sozialhilfeempfänger und Killer; Menschliche Organe nicht zu vergessen, obwohl der Brotberuf des Hacim Thaci derzeit ruhen dürfte, solange er Regierungschef ist.
    Die Subventionen der EU, welche in den Kosovo fließen, komme in erheblichem Teil als Kickback Zahlungen wieder zurück in die Taschen korrupter “Europäer” (auch nach Österreich, sie würden sich wundern!).
    Diese Möglichkeit, dem Europäischen Steuerzahler auf verschlungenen Wegen das Geld aus der Tasche zu ziehen und in die eigene hineinzustecken dürfte das Hauptmotiv der EU sein, warum man dieses bizarre Gebilde der kosovarischen Gangsterclans so hätschelt. Diese polizik wir der EU aber in ein paar jahren um die Ohren fliegen, denn den albanischen Minderheiten in Mazedonien und Griechenland beobachten dieses Spiel sehr genau.

    • F.V. (kein Partner)
      26. April 2013 19:40

      Roms,

      Kosovo ist die Hauptverteilerzentrale des Rauschgifts aus Afghabistan. Thaci der Chef der Großverteiler.

      Der Anbau von Mohn wurde von den Taliban verboten(!), nach der "Befriedung" des Landes durch die US-Söldner wieder in Gang gesetzt - und binnen eines Jahres der frühere Produktionsstand von 6.000 to Heroin wieder erreicht. Eine diesbezügliche Notitz fand sich vor Jahren in einer US-Zeitung (nur ein paar Zeilen, fast nicht zu finden.)

      Da man solche Mengen nicht im Absatz der bloßfüßigen einheimischen bis nach Europa schmuggeln kann, bedient man sich der US-Versorgungsflüge, die den Vorteil bieten, daß sie nicht gestört werden können. Also die Arbeitsteilung ist die:

      Anbau: die Einheimischen, verarmte Bauern

      Schutz/Bewachung: US-Söldner und NATO-HIlfstruppen

      europäisches Verteilerzentrum: Kosovo mit den mafiösen Bandem der "Ministerpräsidenten", dem schwerstkriminellen Hashim Thaci.

      Daß dort nichts passiert, darüber wacht der größte US-Militärlage Bond-Steel auf europäischem Boden.

  2. Ottinger (kein Partner)
    24. April 2013 15:56

    Kaum vorstellbare “Sicherheitsmaßnahmen” gegen das eigene Volk

    Eine Stadt zum Üben für den Bürgerkrieg

    „Schnöggersburg“ klingt gemütlich und irgendwie lustig. Beides ist es aber überhaupt nicht, denn diese kleine Stadt hat gar keine Einwohner. Und wenn, würden sie sich nicht wohlfühlen. Denn Schnöggersburg ist nur zu einem Zweck erbaut worden: Damit die Bundeswehr lernt, wie sie einen Volksaufstand niederschlagen kann. Das Städtchen ist nicht einmal der erste Übungscampus, es gibt bereits Dörfer mit ebenso lustigen Namen wie „Stullenstadt“ und „Hottendorf“. Doch eine voll ausgerüstete Stadt gab es bisher nicht. Das Straßenkampf-Schlachtfeld wird für ungefähr 100 Millionen Euro in Sachsen-Anhalt in der Colbitz-Letzlinger-Heide auf den sandigen Boden gebaut. Auf ca. sechs Quadratkilometer sollen 520 Gebäude errichtet werden, komplett mit Straßen und Kanalisation. Sogar an eine Altstadt mit Bahnhof und Krankenhaus, aber auch Neubaugebiete mit Hochhäusern und Fabriken wurde gedacht. Dann gibt es noch ein Stück U-Bahn, einen Autobahnzubringer und eine Flughafen-Landebahn. Ein Abenteuerspielplatz de Luxe – wenn der Zweck nicht so erschreckend wäre.

    „Künftig können an rund 240 Tagen im Jahr bis zu 1500 Soldaten pro Übung auf den Ernstfall in Krisengebieten vorbereitet werden“, sagt Jörg Jankowsky vom Wehrbereichskommando Ost, Strausberg. Und er erwähnt auch nebenbei, dass der Ernstfall durchaus auch in Deutschland stattfinden kann.

    Die Partei „Die Linke“ ist sich sicher, dass hier die Soldaten für Einsätze in europäischen Großstädten ausgebildet werden und gegen aufgebrachte, verzweifelte Bürger antreten sollen. Gegen uns Bürger. Ich bezweifle aber, dass sie die Soldaten der Bundeswehr gegen uns kämpfen lassen wollen. Wahrscheinlich werden, genau wie bei der EUROGENDFOR, die bewaffneten Kräfte immer nur im Ausland eingesetzt, damit sie sich nicht mit ihren Frauen, Eltern, Geschwistern und Kindern verbrüdern.

    Abstimmung mit den Füßen gegen die Europolitik

    Die Politiker ahnen schon, dass die rücksichtslosen Methoden, zu denen sie bald greifen müssen, Hass und Wut im Volk schüren werden. Die Lage ist verzweifelt. Der EU-Karren mit dem Euro steckt so tief im Dreck, dass es keinen sanften Weg mehr hinaus gibt. Es wird in jedem Fall zu einer umfassenden Verarmung und Ausplünderung aller Völker in Europa kommen, egal, welchen Weg man geht. Viele ziehen bereits ihr Geld aus den Banken, ja sogar aus Europa ab. Die großen Investoren haben schon lange den Rückzug angetreten. Der weltgrößte Anleihehändler Pimco (1,5 Billionen Euro Anlagevolumen) hat sich komplett vom Euroraum und damit vom Euro abgewandt. Aber auch die Bürger selbst, die Kleinsparer, holen ihr Geld von der Bank und bewahren es lieber daheim unterm Kopfkissen auf.

    Die Vermögen sind schon verplant

    Daran tun sie auch gut. Ich empfehle das ja schon sehr lange. Einerseits beruhigt es mich zu sehen, dass jetzt doch viele anfangen zu verstehen. Andererseits wünschte ich mir, meine Warnungen würden sich nicht als so berechtigt erweisen. Uns stehen harte Zeiten bevor, in denen man findig, kreativ und schlau sein muss. Ich sehe es als meine Aufgabe an, meine Leser und Kunden mit Rat und Tat zu unterstützen und auf die Entwicklungen aufmerksam zu machen. Bisher habe ich seit Jahren schon in sehr vielen Punkten mit meinen Analysen und Vorhersagen genau richtig gelegen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch über eine Studie der Boston Consulting Group (BC) berichten. Vor zwei Jahren hatte diese Denkfabrik bereits große Aufmerksamkeit mit ihrer Arbeit „Back to Mesopotamia“ erregt (ich berichtete). Bereits vor mehr als einem Jahr wurde darin eine Art Generalschuldenschnitt und die teilweise Enteignung der Ersparnisse sowie ein Prozentsatz an Zwangsabgaben für jedes EU-Mitgliedsland entsprechend dem jeweiligen Schuldenstand empfohlen. Die Expertisen und Studien dieser Gruppe sind richtungsweisend und haben offensichtlich großen Einfluss auf die Politik der Mächtigen. Man sollte also aufmerksam verfolgen, was sie zu sagen hat.

    Vermögenswerte nur noch Illusion

    Dieselbe Truppe legt jetzt noch einmal deutlich nach. Wieder fordert die Boston Consulting Group einen umfassenden Schuldenschnitt. Der müsse über Steuern erfolgen. Da man aber bekanntlich nur denjenigen etwas wegnehmen kann, die etwas haben, bietet sich natürlich zuerst das Bankkonto an (Die SPD fordert neuerdings für jeden Bürger ein Girokonto …). Damit ist es aber nicht getan.

    Daniel Stelter von der BC war am Samstag in einem Interview bei Deutschlandradio zu hören. Er stellt fest, dass alle bisherigen Ansätze mit den Schuldenbergen fertig zu werden, fehlgeschlagen sind. Weder das Heraussparen funktionierte, es trieb die Wirtschaften in die Rezession. Man habe versucht, die Schulden über wildes Gelddrucken via Inflation zu entwerten, doch auch das klappte nicht so umfassend und schnell, wie es nötig wäre. Aus den Schulden durch einen Wirtschaftsaufschwung herauszuwachsen ist illusorisch, denn die Rezession dringt jetzt sogar bis nach Deutschland vor. Also schlägt Stelter eine „Schuldenrestrukturierung“ vor. Was das bedeutet, erklärt er ganz offenherzig: „… dann muss irgendjemand dafür bezahlen und dann ist es in der Tat so, dass es naheliegend ist, diejenigen, die Vermögenswerte besitzen, die letztlich auch faktisch der Illusion unterliegen, dass die noch völlig belegt und zurückgezahlt werden, diejenigen entsprechend durch eine Steuer zu belegen und an diesen Kosten zu beteiligen und auf diese Art und Weise sozusagen die Party aufzuräumen, die Hinterlassenschaften der paar letzten 30 Jahre aufzuräumen.“

    Lastenausgleich wie 1952

    hier weiterlesen:
    http://www.krisenvorsorge.com/aktuelles-kaum-vorstellbare-sicherheitsmassnahmen-gegen-das-eigene-volk/

  3. PP (kein Partner)
    24. April 2013 14:21

    Lustig wenn sich ein gescheiterter reaktionärer Pseudojournalist aufschwingt um über Werte und über andere Länder zu urteilen...
    Unterberger Sie sind eine lächerliche Witzfigur!

    • Erich Bauer
      24. April 2013 14:43

      Reaktionär??? Hallöchen... Lenin und Stalin sind Geschichte! Ebenso das Arbeiter- und Bauernparadies! Sind Sie in ein Wurmloch geraten? Zeitreise? Oder raunzen Sie im Buffet eines Altenheimes so vor sich hin? Mit Gegenwart und Zukunft hat man's dort naturgemäß nicht mehr so...

    • ambrosius
      24. April 2013 18:39

      @PP Ich nehme an, das Angebot an " bewegten Bildern" und eine Wiener Gratiszeitung sind ihre intellektuelle Diät, die den Intestinalbereich nicht überfordert. Vielleicht noch ab und an ein kleines Abendteuer in einem Parteilokal ?

  4. AGLT (kein Partner)
    24. April 2013 14:00

    O.T.:

    Ich wusste bisher nicht, dass der Genderwahnsinn und seine grünen Proponenten in D noch verheerender terrorisieren als in Ö!

    http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article115541901/Farce-um-Frauenquote-fuer-Strassennamen-in-Berlin.html

    • Erich (kein Partner)
      24. April 2013 18:28

      AGLT (kein Partner)
      *******
      Schlimmer noch ist, dass sie unsere Kinder schon in der Schule pervertieren:
      Als ihr zehnjähriger Sohn zum ersten Mal über den Sexualkundeunterricht erzählte, da wunderte sich seine Mutter ein wenig. Er habe gelernt, dass Frauen "da unten bluten", sagte der Viertklässler. Einen Tag später kannte er bereits Kondome und vier Bezeichnungen für das weibliche Geschlechtsteil.

      Schockiert war die junge Frau aber erst am dritten Tag: Da berichtete das Kind etwas verwirrt, er wisse jetzt, wie sich Lesben befriedigen und dass sie sich dabei "mit der Zunge lecken" würden.

      "Ich dachte, ich sei im falschen Film", beschreibt die Mutter aus Baden-Württemberg in einem Familienforum im Internet ihr Entsetzen: "Wozu muss ein 10-Jähriger solches Wissen haben? Dieses Thema gehört nicht in den Sexualkundeunterricht." Als mehrere Eltern sich beschwerten, entschied der Direktor der Schule, die betreffenden Lehrerin nicht mehr im Sexualkundeunterricht einzusetzen.
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article115526137/So-schoen-ist-dass-es-schoener-nicht-werden-kann.html

  5. Gaston (kein Partner)
    24. April 2013 13:06

    "weiterlesen leider nur für Partner"
    Scheinheiliger Patron, sie Unterberger sie!

  6. Ottinger (kein Partner)
    24. April 2013 12:29

    Die Menschenrechte werden gekidnappt

    Der US-Journalist Chris Hedges beklagt die fortschreitende Unterwanderung von Menschenrechtsorganisationen durch Apparatchiks der US-Regierung.

    Von Chris Hedges

    Es gibt keine guten Kriege. Es gibt auch keine gerechten Kriege. Wie schon Erasmus schrieb, "ist nichts schlimmer, desaströser, zerstörerischer, einschneidender und abscheulicher" als Krieg. "Hat man jemals gehört, dass sich Hundertausende Tiere zusammenrotten, um einander abzuschlachten, wie die Menschen das tun?" fragte Erasmus. Auch er wusste schon, dass Krieg nur den Mächtigen nützt. Durch Kriege im Namen der Staatssicherheit und durch Schüren der Angst können die Herrschenden die Bürger mühelos ihrer Rechte zu berauben. Eine Kriegserklärung stellt sicher, dass "alle Güter des Staates der Begierde ganz weniger ausgeliefert sind," schrieb Erasmus.
    hier gehts weiter ..
    http://principiis-obsta.blogspot.se/

    • Erich Bauer
      24. April 2013 12:49

      @Ottinger: - "...Unterwanderung von Menschenrechtsorganisationen durch Apparatchiks der US-Regierung..."

      Ein Vorwurf, den auch Putin den div. NGOs macht... Vielleicht sollte sich der "investigative" Chris Hedges über Ziel, Zweck und vor allem der NGO-Gründer einmal schlau machen. Der gute Chris kommt mir vor wie ein Ehepartner, der immer als Letzter vom "Seitensprung" erfährt...

      Es gibt mittlerweile Beobachtungen, daß sich Schimpansen zusammenrotten um gegen die andere Schimpansengang gewaltsam vorzugehen... Die "Kriegs-Strategien" sind naturgemäß nicht so ausgefeilt.

  7. Erich (kein Partner)
    24. April 2013 12:02

    Merkt ihr schon langsam wohin der Hase läuft?
    EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren !

    Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar - auch wenn er im privaten Garten erfolgt.

    Die EU-Kommission arbeitet an einer Neuregelung des europäischen Saatgut-Marktes in Form einer Verordnung (Vorbereitendes EU-Papier im Original, Englisch). Damit wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2012 verrechtlicht: Landwirte dürfen nur mehr amtlich zugelassenes Saatgut verkaufen. Bisher waren alte und seltene Saatgut-Sorten ausgenommen, die in althergebrachter Tauschwirtschaft gezüchtet und in meist kleinen Mengen gehandelt wurden. Geht es nach den Plänen der Kommission, dürfen Kleinbauern oder Privatleute ihr selbst gezüchtetes Saatgut in Zukunft nicht einmal mehr verschenken.

    Viele konventionelle Gemüse- und Getreidesorten werden damit aus dem Anbau verschwinden, kritisieren österreichische Umweltorganisationen. Die verpflichtende Registrierung aller Sorten würde zu einer kompletten Vereinheitlichung führen. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft ist damit vollständig von der Saatgut-Weitergabe ausgeschlossen, heißt es im Begleittext zu einer gemeinsamen Petition von Arche Noah und Global 2000. Für sie sei das Zulassungsverfahren für Saatgutarten mit unüberwindbaren bürokratischen und finanziellen Hürden verbunden. Zudem befürchten die Umweltschützer eine strenge amtliche Überwachung. Beim Tausch nicht zugelassener Saatgut-Sorten drohen hohe Strafen.

    Profiteure der Normierung sind allein die Lebensmittel-Konzerne, die schon jetzt den Großteil des Saatgut-Marktes unter sich aufteilen (hier). Seit Jahren macht die Lobby der Agrarindustrie in Brüssel Stimmung für einen weiteren Schritt in Richtung Saatgut-Kartell. Ziel ist die Kontrolle der gesamten Lebensmittelproduktion durch einige wenige Großkonzerne. Schon heute werden kleinere Konkurrenten mittels Anzeigen von Monsanto und Co dazu gezwungen, ausschließlich ihr Saatgut zu kaufen. In Zukunft drohen nun auch Verwaltungsstrafen.

    Der Konsument habe kaum mehr eine Wahlfreiheit, was auf seinem Teller landet, heißt es in einem offenen Brief von mehr als einem Dutzend Europäischer Umweltschutzorganisationen an Kommission und EU-Parlament. Weniger Vielfalt heiße auch weniger Farben und Geschmäcker, und schlussendlich weniger Lebensmittelqualität. Gefordert wird eine komplette Neuausrichtung des nun laufenden Reformprozesses. Saatgutanwendern müsse eine größere Sorten-Vielfalt zu Verfügung stellen, insbesondere Arten, die an lokale Bedingungen angepasst sind. Dies würde dazu beitragen, den Verbrauch an Pestiziden, Düngemitteln und Wasser zu reduzieren und die Verschmutzung von Böden und Wasser einzudämmen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/23/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/

  8. Francois Villon (kein Partner)
    24. April 2013 10:03

    Unmittelbar nach dem Ende des Kriegs in Jugoslawien (eigentlich müßte man richtiger sagen: des Überfalls der US-gesteuerten NATO) besuchte ich 2 x Belgrad, und mein Freund, ein Slawist und Leiter eines einschlägigen Instituts, und ich hatten zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften, Vertretern der Politik und dem serb.-orthodoxen Patriarchen Pawle und „normalen“ Bürgern.

    Der Eindruck, den wir gewannen war diametral der veröffentlichten Lügenpropanganda entgegengesetzt. Aber das ist in der heutigen Welt der Politik nichts Neues. Was uns u. a. gezeigt wurde war, daß der Kosovo serbisches Kernland war, daß dort die ältesten Kirchen, Klöster und vor allem die orthodoxen Kulturdenkmäler standen, die letztlich die Identität Serbiens mit ausmachten und auch Symbol dafür waren, daß der Jahrhunderte währenden Besetzung durch das Osmanische Reich von den Serben Widerstand geleistet wurde.

    Albanien ist dem Druck gewichen und mohammedanisch geworden, die Serben haben standgehalten und blieben orthodoxe Christen, also trotz türkischer Unterdrückung dem christlichen Abendland als geistiges Bollwerk erhalten.

    Herr Mühlhauser schrieb – richtigerweise – von den zahllosen Kulturdenkmälern, die die US-Bomber und Raketen vernichteten. Diese Zerstörungen setzten sich aber nach Ende des Kriegs im Kosovo fort, wo dann die Terrorbanden des Hashim Thaci nahezu alle Kirchen, Klöster, orthodoxen Kulturdenkmäler systematisch sprengten, abfackelten oder sonst wie dem Erboden gleich machten. Verbrannte Erde. Nichts sollte an den wahren Ursprung des Landes, an den Raubzug als Raubzug erinnern.

    Der Terrorist, Mörder und Drogenboß, Thaci, wurde von Beginn an vom Westen hofiert, auch in Wien empfangen und eine Bühne gegeben, als noch jedermann klar war, daß er ein Schwerkrimineller war, der sich heute mit Anzug und Krawatte „seriös“ gibt.

    Ich kann mit nicht vorstellen, daß die Serben, die ein halbes Jahrtausend der türkischen Überfremdung widerstanden haben, das so schnell vergessen werden. D.h. ich glaube nicht daran, daß auf dieser per Erpressung des Politbüros der EUdSSR basierenden „Einigung“ eine dauerhafte Befriedung erreicht worden ist. Die erkaufte Zustimmung Serbiens ist ja doch nur mit der „Pistole an der Brust“ zustande gekommen, also wegen der nun schon ein viertel Jahrhundert andauenden wirtschaftlichen Strangulierung des Landes – durch die „westliche Wertegemeinschaft“.

    Bei meinem ersten Besuch hatte ich in einem Gespräch mit Ministerin Borka Vucic, die für Finanzen und das Bankwesen verantwortlich war, gehört, daß die damalige Regierung schon ca. 10 Jahre dabei war mithilfe amerikanischer Berater und US-Banken die damalige Zentralverwaltungswirtschaft (wie sie im „Ostblock“ üblich war) auf das westliche „System des National Accounting“ umzustellen. D.h. die jugoslawische Volkswirtschaft in die des Westens zu integrieren. Das „Cut-over“ hatte mit Kriegsbeginn schon stattgefunden, womit der eigentliche Kriegsgrund, nämlich die jugoslawischer Wirtschaft unter „westliche“ (= US) Kontrolle zu kriegen, weggefallen wäre.

    Die für mich bemerkenswerte Erkenntnis war aber die, daß mit dieser Umstellung die Wirtschaftsleistung des Landes um ca. 30 – 35% auf dem Papier (= den Statistiken) angestiegen ist, obwohl man mit freiem Auge den dramatischen Verfall und Niedergang allerorten sehen konnte. D.h. die Segnungen westlicher Wirtschaftssteuerung und des Berichtswesens erwiesen sich ad oculos als eine Schimäre, eine Schönfärberei – eine glatte Fälschung.

    Ebenfalls war sehr bemerkenswert, daß den Serben die Augen aufgegangen sind, betreffs ihrer „Freunde“. Die französischen (Freundschafts-)Denkmäler, Air France-Büros, etc. wurden verwüstet – und mancher hat begriffen, daß sie als Auslöser des WK I von den ausländischen Mächten (= dem Grand Orient als Drahtzieher des Mordes von Sarajewo) wie die Bauern am Schachbrett missbraucht wurden.

    Ich glaube, die der westlichen Propaganda so ganz entgegengesetzte Äußerung von Peter Handke, die in den Medien natürlich wüst herabgemacht wurde, hatte ähnliche einsichten zur Grundlage.

    Was diese jüngste Geschichte auch zeigt, ist der nachdrückliche Hinweis, was wir – jedes Land in Europa, aber insbesondere die deutschen – zu befürchten haben, wenn es dem Hegemon ins Konzept paßt uns zum „failed state“, zum „harbour of terrormasters“ (Michael Ledeen, America Enterprise Institut) oder was auch immer zu stempeln. Der „Friede“ in Europa war nicht immer einer, und daß bisher Ärgeres verhindert wurde, danken wir ausschließlich dem Wiedererstarken Rußlands unter Putin.

    • Norbert Mühlhauser
      24. April 2013 14:23

      Ich bedanke mich für die Nennung, möchte aber schon darauf aufmerksam machen, dass die USA von EU-Kreisen herbeigerufen wurde!

      Verantwortlich für die Entwicklung war auch das Getrommel der Medien, denen von gewissen Forschungskreisen humanitärer Provenienz Material zugespielt wurde, um sie richtig scharf zu machen. Etliche Journalisten & Bildreporter trugen dann aus Eigenem noch das Ihrige zum Ergebnis bei.

      Ansonsten stimmt es: keine Region ist vor den Bluthunden der internationalen Journaille sicher.

      Das strategische Interesse lag aber eher auf Seiten der EU. Deutsche Kreise werden sich aus historischem Revanchismus beteiligt haben, nehme ich einmal an: Veranlassung hätten sie genug dafür.

    • Erich (kein Partner)
      24. April 2013 18:47

      Sogar die Politiker bemerken die False Flag Operation schon:

      Politikerin: US-Regierung legte die Bomben

      Eine republikanische Abgeordnete glaubt, dass die US-Regierung für das Attentat von Boston verantwortlich ist. Die Dame verbreitet nicht zum erstem Mal Verschwörungstheorien. Auf Kritik reagiert sie mit einem Gegenangriff: "Sind Sie so blind, dass Sie nicht bereit sind, Ihrer Regierung Fragen zu stellen?"

      In den USA hat eine republikanische Politikerin mit einer Verschwörungstheorie zum Boston-Attentat für Aufsehen gesorgt. Stella Tremblay, Abgeordnete im Parlament des Bundesstaats New Hampshire, macht die US-Regierung für den Anschlag verantwortlich.

      Ganzer Artikel
      http://www.n-tv.de/politik/Politikerin-US-Regierung-legte-die-Bomben-article10533956.html

  9. AGLT (kein Partner)
    24. April 2013 09:36

    Korruption ist doch ein Aufnahmekriterium in diese an Scheinmoral nicht zu überbietende Institution EU!
    Kroatien ist ebenfalls noch immer fest in korrupter, nämlich dalmatinischer, Hand und darf ab 1.7.2013 am Futtertrog der EU fest mitnaschen.
    Die EU kracht wie die Kaisersemmel, macht aber die Beitrittstüren noch immer weiter auf. Unpackbar.

  10. Eso-Policier (kein Partner)
    24. April 2013 00:36

    Es ist gut, dass der Kosovo unabhängig ist. Und es ist gut, dass es nächstes Jahr in Katalonien und Schottland Abstimmungen über die Unabhängigkeit gibt. Sogar in Schlesien wächst die Autonomiebewegung explosionsartig. Diese Entwicklung trägt auch zum Zerfall der verächtlichen €urokratie bei. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

    • AGLT (kein Partner)
      24. April 2013 09:20

      Genau, alle unabhängig werden. und dann alle zur EU, um dann alle (einzeln) Hilfgelder zu kassieren. Nicht blöd. Blöd sind andere. Die einen freiwillig, die anderen gezwungenermaßen.
      Und alles unter dem missbrauchten Schlagwort "Solidarität" - für mich seit Jahren das Unwort des jeweiligen Jahres.

  11. Norbert Mühlhauser
    23. April 2013 23:27

    Dem Kosovo sei Frieden, aber kein Geld von EU-Bürgern gewunschen (- insb nicht für eigensprachige Universitäten, die die Kosovaren ja ursprünglich von den Serben bezahlt haben wollten; leider geht letzterer (nicht-)Wunsch an der Wirklichkeit vorbei).

    Dass Her Unterberger aber von einer 10 %igen Serben-Minderheit spricht, kann man nur als berauschten Optimismus einordnen. Unter 5 Prozent dürfte eher der Wirklichkeit entsprechen, sogar die Kosovaren-freundliche Präsentation auf WIKIPEDIA spricht verschämt von 7 %, wobei sie sich auf eine Schätzung der Weltbank noch aus dem Jahr 2000 (!) bezieht. Die Einheitsliste der Serben erzielt bei Wahlen nur etwas über 3 %.

    Daten über das wahre Ausmaß der ethnischen Vertreibung von Serben von 1990 bis 2010 werden die nächsten 50 Jahre in Daten-Guantanamos wohl unter sicherem Verschluss gehalten werden, so dass nicht einmal die spärlichen aufrechten Journalisten sie werden aufgreifen können.

    Dafür sind auf meiner Festplatte etliche Dutzende von mörderischen Übergriffen an Serben im und nach dem Kosovokrieg abgespeichert - alles natürlich bloße Einzelereignisse, wie uns die Verkünder der allermenschlichsten Menschenfreundschaft jederzeit erklären werden können.

    Im Daten-Guantanamo versperrt bleiben werden auch die Eingeständnisse unserer das Zepter des Todes schwingenden Weltenmachthaber, dass die Schreckensmeldungen von zehntausend massakrierten und in Massengräbern verscharrten Nichtserben eine Fiktion waren. Bis dahin müssen wir uns mit dem Verdacht begnügen, dass 3 Prozent der Standhaften die Verscharrten in Nacht und Nebel-Aktionen wieder ausgraben und zum Verschwinden bringen konnten - dank Tarnkappen, oder so.

    176 Kulturdenkmälern haben die NATO-Luftangriffe ein Ende bereitet. - Wenn ich daran denke, welches Geschrei anhob, als eine serbische Granate EINEN Saal der altehrwürdigen Bibliothek dort verwüstete (mehr ist den Schadensaufnahmen nicht zu entnehmen!) - worauf die EU sich sofort bemüßigt fühlte, die Totalsanierung derselben zu finanzieren ....

    Aber wie gesagt: Hoffentlich können drei Prozent der Serben jetzt im Kosovo friedlich leben! Freilich: in unserer Sphäre ist etwas faul "im Staate Dänemark" ...

    Quelle (bspw):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovo

    • Norbert Mühlhauser
      23. April 2013 23:30

      ... einen Saal der altehrwürdigen Bibliothek Dubrovnik verwüstete ...

  12. Undine
    23. April 2013 19:27

    OT

    http://www.unzensuriert.at/content/0012461-Belgische-Polizei-nimmt-sechs-Salafisten-fest

    Nicht genug damit, daß uns Europäern der Islam nach wie vor wesensfremd ist, machen uns diverse Untergruppen zu schaffen. Auch in Ö leben garantiert Salafisten und mit denen ist nicht zu spaßen---aber unsere Verantwortlichen tun, als seien wir Österreicher vor diesen Gewalttätern gefeit und wollen uns in Sicherheit wiegen.

  13. Cotopaxi
    23. April 2013 15:08

    o.T.

    Das nächste sinnlose und millionenteure Prestigeobjekt, diesmal zur Befriedigung Schwarzer Eitelkeit. Die deutschen Studenten wird es freuen.

    http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1393019/Faymann-sieht-Linzer-MedizinFakultaet-auf-Schiene?_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/1390089/index.do&direct=1390089

    • fokus
    • Gandalf
      23. April 2013 22:53

      Das liegt daran, dass man in Österreich noch immer nicht zwischen Metropole und gepflegter Provinz unterscheiden kann. Linz braucht ebensowenig eine medizinische Fakultät an der schon für sich bedenkenswerten Universität wie ein riesiges und hässliches Opernhaus, das, realistisch betrachtet, doch auf Dauer nichts bieten kann als hie und da Stagione (wenn sich eine Tingeltangel - Truppe dazu herablässt) oder Popkonzerte. Statt sich auf die möglichen lokalen Stärken zu konzentrieren, will jeder alles haben - mit dem Ergebnis, dass keiner etwas wirklich Qualitätvolles hat. Traurig, aber wahr. À propos Linzer Grössenwahn: Die Nazijäger sind doch sofort auf dem Plan, wenn einer nur Erdbeer mit Schlag bestellt (weil das angeblich eine Lieblingsspeise von Herrn Hitler war); aber dass sowohl die "eindrucksvolle Halle für das Musiktheater" als auch die "Medizin- Universität" genau die Intentionen des Gröfaz realisieren, das fällt nicht einmal dem Dokumentationsarchiv auf...

    • byrig
      23. April 2013 22:59

      irgenwo müssen wir jaq die deutschen numerus-clausus-flüchtlinge unterbringen!

    • cmh (kein Partner)
      24. April 2013 09:31

      In der Anfangszeit der römischen Republik haben die noblen Römer ihre Söhne in das etruskische Caere zum studieren geschickt. Das konnte man in einer Tagesreise leicht erreichen.

      Und unsere Oberösterreicher schaffen es nicht einmal nach Wien, Graz oder Innsbruck? Und dann ist in Freistadt immer noch keine Universität, das ganze Mühlviertel muss nach Linz pendeln.

      Aus früherer Zeit ist noch der wandernde Geselle in ERinnerung. Das bedeutet, dass in früherer Zeit (müssen aber alles Nazis gewesen sein) sogar die Handwerker ihre Wanderjahre absolvieren mussten.

      Ganz besonders pervers finde ich, dass jetzt nachdem das System der ETCS-Punkte implementiert ist und damit die Mobilität der Studenten erhöht wurde, den Oberösterreichern das Einpendeln nach Linz schon genug der Mobilität sein wird.

  14. Wertkonservativer
    23. April 2013 14:48

    Alles, was in unserem Europa Frieden und Freundschaft unter den Völkern fördert,
    ist uneingeschränkt zu bejahen und zu begrüßen!
    Allfällig mögliche und nachrangige Folgewirkungen müssen hinter diesem einen großen Ziel zurückstehen!
    Wir hatten schon vielzuviel Krieg und Hader in unserem Europa!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      23. April 2013 14:58

      Ich nehme an, die Serben und die Muselmanen können auch ohne Europa in Frieden miteinander leben. Falls nicht, dann sind sie nicht geeignet für Europa und müssen draußen bleiben.

    • fenstergucker
      23. April 2013 15:28

      @cotopaxi

      ********!

    • Wertkonservativer
      23. April 2013 16:49

      Wenn das die Herrschaften @ Cotopaxi und @ fenstergucker meinen, wird's wohl so kommen! Oder vielleicht doch anders?
      Was habt Ihr gegen Frieden, Völker- und Menschefreundschaft?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • byrig
      23. April 2013 23:09

      werter w.k.
      ich habe keine halbsternderl gegeben!
      alles ist "uneingeschränkt"?-zu bejahen und zu begrüssen??
      wer zahlt denn letztendlich dafür,dass diese völker sich primär einigen können ausser sie kommen zur eu?
      ja wir!
      und letzendlich ist nicht einzusehen,dass das alles auf unserer bevölkerung abgeladen werden soll.
      unser beitrag ist schon reisig mit dem massenheer an oft unqualifizierten,vom ams ausgehaltenen zuwanderern nicht zuletzt aus dieser region.
      bis hin zur massiven steigerung der kriminalität durch diese balkanzuwanderer,die unsere bevölkerung erdulden muss.
      die verlagerung von krieg und hader in unsere breiten ist strikt abzulehnen.
      und als erpressungsargument dafür,dass auch überhaupt nicht eu-reife wie serbien,bosnien und albanien beitreten müssen,ist das nicht geeignet.

    • Wertkonservativer
      24. April 2013 06:16

      Uj jegerl, werter @ byrig,

      da ist Ihnen mein "menschenfreundliches" Statement ja ganz schön in den falschen Hals gekommen!?
      Mich als tumben Toren herzustellen, ist hier Usus!
      Dass Sie auf meine allgemein menschlich gehaltene Meinungsäußerung jedochderart hart reagieren, wundert mich ein wenig! Hat Sie vielleicht ein Nachtdienst genervt?

      Einen schönen guten Morgen wünsche ich Ihnen!

      Grüße

      Gerhard Michler!

  15. Haargenau
    23. April 2013 12:47

    Total OT, aber äusserst aufschlussreich, wie der ORF manipuliert:

    Riesen-langer Bericht über einen falschparkenden Staatssekretär:

    http://oesterreich.orf.at/stories/2579451/

    Dafür keine Erwähnung des Prozesses gegen den Abtreibungsarzt Gosnell. Die Presse berichtet:

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1392574/USA_Die-Horrorklinik-des-Doktor-Gosnell?from=gl.home_panorama

    Das ist Agenda-Setting im reinsten Stil. Es wird Zeit für ein neues ORF/Medienfreiheits-Volksbegehren!!!!

    • Cotopaxi
      23. April 2013 13:02

      Einfach lächerlich, dieser nicht enden wollende Bericht über ein mögliches Parkvergehen und das fast 1 (?) nach der dem Ereignis.

      So ähnlich geht es seit Jahren auch Grasser.

    • mike1
      23. April 2013 13:43

      rotfunk im reinsten sinne !

    • Cotopaxi
      23. April 2013 14:46

      Und der Redakteurs-Rat träumt schon wieder von der Haushaltsabgabe, damit die fetten Einkommen gesichert bleiben.

  16. Konrad Loräntz
    23. April 2013 11:31

    Warum zieht „man“ neue Grenzen immer so, dass sich daraus notwendigerweise neue Konflikte ergeben müssen ? Ich denke da jetzt gar nicht an Afrika oder Sudetengebiete oder andere historische Beispiele. Schon die jüngste Vergangenheit bietet genügend Fälle, die Verwunderung hervorrufen. Vorneweg der Kosovo mit dem riesigen, rein serbischen Gebiet im Norden – an der Grenze zu Serbien. Dann Moldawien mit dem völlig unnötig dazugeschlagenen Transnistrien und natürlich die Ukraine mit riesigen russischen Gebieten im Osten. Reiner Zufall ? Blosse Ignoranz ?

    • ambrosius
      23. April 2013 15:35

      Man hat- nach abgeschlossener Vertreibung der Ungarn und der Deutschen- nach dem 2. Weltkrieg offenbar eine Friedesordnung zu etablieren versucht, die keine Grenzveränderungen zulässt.
      Ob das besser funktioniert als die Ordnung des Wr. Kongresses nach Gleichgewicht
      der Kräfte der Souveräne oder die nach dem 1. Weltkrieg nach Nationalitäten (ausgenommen natürlich wieder die Verliererstaaten) sei dahingestellt.

      Eine wirklich gerechte Lösung könnte ein echt vereintes Europa mit absoluter Gleichberechtigung aller Bürger und Abschaffung aller dieser trottelhaften Nationalismen und Patriotismen sein. Unsere hochlöblichen Eliten sorgen aber leider dafür, daß wir von diesem Ideal jeden Tag ein Stückchen weiter entfernt sind.

  17. logiker2
  18. Josef Maierhofer
    23. April 2013 09:07

    Aber die EU selbst ist ja wegen der Schuldenkrise und der Euro-Politik gerade am Zerfallen.

    Der Wunsch, in die EU zu gehen ist der Wunsch nach 'Goodies' auf Kredit, sonst gar nichts, das weiß ich von EU - Funktionären aus Griechenland. Na, und die will sich Serbien auch nicht entgehen lassen, klar.

    Aber die Frage stellt sich, ob es bis zu einem Beitritt Serbiens die EU in der heutigen Form des Monsterapparates dann überhaupt noch gibt.

    Eine Staatengemeinschaft, eine Handelsgemeinschaft ist so stark, wie ihre schwächsten Mitglieder.

    Und auch Korruption gibt es in der EU schon genug, muss man nicht extra noch importieren.

    Ich begrüße jedenfalls die Einigung der Serben mit den Kosovaren, möge sie auch halten.

  19. Observer
    23. April 2013 09:01

    Papaier ist geduldig, jetzt muss sich das Abkommen erst in der Praxis bewähren. Man darf nicht vergessen, dass besonders Serbien unter Druck gesetzt wurde, um eine EU-Annäherung zu ermöglichen. Allerdings haben wir mit der verfrühten Aufnahme von Rumänien und Bulgarien noch nicht alle Probleme beseitigt, jetzt kommt auch noch Kroatien hinzu. Hoffentlich kommen uns damit nicht weitere Schwierigkeiten auf uns zu.

    Was geschieht eigentlich mit den hier lebenden Kosovo-Albanern? Bleiben uns diese erhalten? Muss ich mich weiterhin vor Einbrechern fürchten?

  20. Freak77
    23. April 2013 08:58

    Sorry, sehr politisch unkorrekt:

    In den letzten 20 - 30 Jahren ist durch die Jahre der Milosevic-Herrschaft in Jugoslawien & Serbien besonders die Organisierte Kriminalität gemischt mit Korruption der staatlichen Eliten sehr groß geworden.

    In den Medien war & ist überall zu lesen "Täter serbischer Herkunft" usw. Die Pink-Panther-Bande ist nur e. typisches Beispiel:

    http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,674473

    Auch:

    http://www.kybeline.com/2013/02/09/stuttgart-furchtet-sich-vor-einbrecherbanden-aus-bosnien-serbien-u-a-osteuropaischen-staaten/

    Natürlich ist auch die Armut, Arbeitslosigkeit & Wirtschaftsmisere in Serbien ein großer Faktor für diese Phänomene.

    Also da gibt es gewaltig viel zum Aufarbeiten und zum Säubern. Die EU muss halt mit dem Hebel des EU-Beitritts andauernd Druck machen!

    Damit dort "ausgemistet" werden kann. Gewiss ist auch in Serbien die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung anständig und sehnt sich nach einem normalen Leben.

    • brechstange
      23. April 2013 09:07

      Mit dem EU-Beitrittshebel wird sich die EU gewaltig verheben. Die OK ist nämlich schon längst da, die Einfallstore im Osten und Süden wurden bereits vor langem geöffnet. Es ist nur mehr die Vervollständigung.
      Ich denke kaum, dass das die zu uns Geflohenen freuen wird.

    • Amalek (kein Partner)
      24. April 2013 22:46

      Vor zwei Jahren war im Runet, dem russischen Internet, eine solche Anekdote im Umlauf: „Der Heroinproduzent hat die Unabhängigkeit des Distributors anerkannt.” Es geht um Afghanistan, das als erstes Land die Unabhängigkeit der Provinz Kosovo, die sich rechtswidrig von Serbien gelöst hatte, anerkannte. Kosovo wurde der Umschlagplatz für die Drogen aus Asien auf dem Weg nach Europa. Näheres zu diesem Thema nun vom serbischen Militäranalytiker und anerkannten Kosovo-Experten Milovan Drecun.

      „Nach den Angaben der Europol und der Interpol wird der größte Teil des Heroins aus Afghanistan über Kosovo nach Europa gebracht. Schätzungen zufolge wird etwa 65 Prozent des gesamten Heroins in der Welt über Kosovo transportiert. Nach Europa gelangen von hier aus 90 Prozent aller Drogen. Wie der kanadische Detektiv Stuart Kellock mitteilte, agiere die albanische Drogenmafia mit dem schweigenden Einverständnis der USA. In einem seiner Interviews verwies er auf eine solche Tatsache: amerikanischen Diplomaten hatten im Kosovo die Festnahme bekannter Drogenhändler behindert. Kellock bekräftigte indirekt auch, dass der bedeutendste albanische Mafia-Clan von Hashim Thaçi, dem jetzigen Premierminister des Kosovo, geleitet werde. In einem Geheimbericht der KFOR heißt es, dieser Clan besitze drei illegale Laboratorien zur Heroin-Verarbeitung. Jene Personen, die im Kosovo in den Drogenschmuggel verwickelt sind, würden dort jetzt die wichtigsten Staatsämter einnehmen, teilte im Interview für die „Stimme Russlands” der serbische Militäranalytiker Milovan Drecun mit.

      Die Presse schreibt, dass es eine Verbindung zwischen dem amerikanischen Militär im Kosovo und den einheimischen Drogenhändlern gebe. Inwieweit stimmt das?

      „Offiziell unternehmen die USA alle Bemühungen zur Verhinderung der Heroin-Produktion in Afghanistan. Allerdings sieht das reale Bild ganz anders aus. In den amerikanischen Massenmedien war seinerzeit eine Meldung über die Beteiligung der CIA am Drogenschmuggel aufgetaucht, was es der CIA erlaubt haben soll, ihre ‚schwarze Kasse‘ aufzufüllen. Es geht insbesondere um den Drogenschmuggel aus Afghanistan nach Kosovo. Zu diesem Zweck wird vor allem die US-Militärbasis ‚Camp Bondsteal‘ genutzt. In einem anderen Dokument figuriert ein Mitglied der terroristischen „Befreiungsarmee des Kosovo” – der beste Freund des heutigen Premierministers Hashim Thaçi. Über bewährte Kanäle wird da bei einem Transport bis zu 150 Kilogramm Heroin und Kokain angeliefert. Diese Kriminellen arbeiteten mit dem Besitzer eines Cafés nahe des ‚Camp Bondstael‘ zusammen, und sie haben auch nahe Partnerschaftskontakte zu amerikanischen Offizieren angeknüpft”, sagte Milovan Drecun.

      Kurz gesagt, mit Hilfe der westlichen Schirmherren hat sich das Kosovo in eine Hochburg der Drogenhändler und anderer Krimineller verwandelt. Noch treffender charakterisiert die heutige Ordnung auf diesem Territorium der Wissenschaftler und Jugoslawien-Experte Alexis Troude von der Pariser internationalen Akademie für Geopolitik. Er sagte, Kosovo sei eine nichtrechtliche Zone, die sich in den Händen der albanischen Mafia befinde.

      Ich denke, wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass der Begriff Nationalstaat in der New World Order eine neue Bedeutung erlangt hat. Waren es früher ethnische Einheiten in souveränder Selbstverwaltung, sind sie – sofern sie überhaupt noch toleriert oder gar geschaffen werden – eher den Abteilungen einer Großfirma vergleichbar. Afghanistan ist die Produktionshalle, Kosovo die Vertriebsabteilung des internationale Drogenkartells, die NATO ist der firmeneigene Sicherheitsdienst. Durch die nationale Eigenstaatlichkeit wird verhindert, dass die in allen bestehenden Staaten vorherrschende Rechtsordnung greift, und sichergestellt, dass der Geschäftsbetrieb von lästigen Ermittlungs- und Justizbehörden altmodischer Nationalstaaten unbehelligt bleibt.

      Bei diesen Gedankengängen und dem Begriff “nichtrechtliche Zone” ist mir eine Zeile aus Goethes Werk durch den Kopf gegangen:

      …und dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen: So lang die Ordnung steht, so lang hat‘s nichts zu hoffen.

      Nun, im Kosovo steht die Ordnung nicht mehr, zumindest nicht das, was wir uns unter Ordnung vorstellen, aber mit dem schlauen Volk waren – glaube ich – nicht die Kosovo-Albaner gemeint. Der Schwank Johann Wolfgang von Goethes “Das Jahrmarktsfest zu Plundersweiler”, aus dem diese Passage stammt, wurde übrigens in der im Artemis Verlag erschienenen Gesamtausgabe “Johann Wolfgang Goethe – sämtliche Werke“ still und heimlich weggelassen. Die Gnade der frühen Geburt ist auch für Deutschlands größten Dichterfürsten offenbar kein Grund, nicht klammheimlich zensiert zu werden, die Auslassung basierte allerdings nicht auf einem Gesetz und ist auch nur zufällig aufgefallen. Das aber nur am Rande.

      Zurück zum Kosovo. Es kommt ein ungeheurer Verdacht auf, der Verdacht, dass im Kosovokrieg unsere NATO-Soldaten nichts weiter als Bodyguards eines internationalen Drogenkartells waren und sind, das sich einen unbehelligten Stützpunkt zum Vertrieb seiner Ware in Europa geschaffen hat; der Verdacht, dass der Kriegsgrund schlicht und einfach die Schaffung einer geographisch ideal gelegenen ordnungsfreien Zone zur Heroindistribution war. Ist es denkbar, dass eine Großmacht wie die USA und ihre NATO-Vasallenstaaten sich dafür einspannen lassen, im Auftrag und zum Vorteil von Drogendealern Kriege zu führen? Ja, das ist leider denkbar und auch nicht ohne Präzedenzfall. Damals führte die Großmacht Großbritannien zwei Angriffskriege gegen China, weil der chinesische Kaiser es aufgrund der verheerenden Opiumsucht in Chinas Küstenstädten gewagt hatte, den Opiumhandel illegal zu machen und damit die Geschäfte der als große Philanthropen geehrten jüdischen Drogendealerfamilie Sassoon zu behindern und sogar ihre Ware zu beschlagnahmen und zu vernichten.
      Ausgemistet werden muss also wohl woanders!

    • Amalek (kein Partner)
      24. April 2013 22:58

      Vor zwei Jahren war im Runet, dem russischen Internet, eine solche Anekdote im Umlauf: „Der Heroinproduzent hat die Unabhängigkeit des Distributors anerkannt.” Es geht um Afghanistan, das als erstes Land die Unabhängigkeit der Provinz Kosovo, die sich rechtswidrig von Serbien gelöst hatte, anerkannte. Kosovo wurde der Umschlagplatz für die Drogen aus Asien auf dem Weg nach Europa. Näheres zu diesem Thema nun vom serbischen Militäranalytiker und anerkannten Kosovo-Experten Milovan Drecun.

      „Nach den Angaben der Europol und der Interpol wird der größte Teil des Heroins aus Afghanistan über Kosovo nach Europa gebracht. Schätzungen zufolge wird etwa 65 Prozent des gesamten Heroins in der Welt über Kosovo transportiert. Nach Europa gelangen von hier aus 90 Prozent aller Drogen. Wie der kanadische Detektiv Stuart Kellock mitteilte, agiere die albanische Drogenmafia mit dem schweigenden Einverständnis der USA. In einem seiner Interviews verwies er auf eine solche Tatsache: amerikanischen Diplomaten hatten im Kosovo die Festnahme bekannter Drogenhändler behindert. Kellock bekräftigte indirekt auch, dass der bedeutendste albanische Mafia-Clan von Hashim Thaçi, dem jetzigen Premierminister des Kosovo, geleitet werde. In einem Geheimbericht der KFOR heißt es, dieser Clan besitze drei illegale Laboratorien zur Heroin-Verarbeitung. Jene Personen, die im Kosovo in den Drogenschmuggel verwickelt sind, würden dort jetzt die wichtigsten Staatsämter einnehmen, teilte im Interview für die „Stimme Russlands” der serbische Militäranalytiker Milovan Drecun mit.

      Die Presse schreibt, dass es eine Verbindung zwischen dem amerikanischen Militär im Kosovo und den einheimischen Drogenhändlern gebe. Inwieweit stimmt das?

      „Offiziell unternehmen die USA alle Bemühungen zur Verhinderung der Heroin-Produktion in Afghanistan. Allerdings sieht das reale Bild ganz anders aus. In den amerikanischen Massenmedien war seinerzeit eine Meldung über die Beteiligung der CIA am Drogenschmuggel aufgetaucht, was es der CIA erlaubt haben soll, ihre ‚schwarze Kasse‘ aufzufüllen. Es geht insbesondere um den Drogenschmuggel aus Afghanistan nach Kosovo. Zu diesem Zweck wird vor allem die US-Militärbasis ‚Camp Bondsteal‘ genutzt. In einem anderen Dokument figuriert ein Mitglied der terroristischen „Befreiungsarmee des Kosovo” – der beste Freund des heutigen Premierministers Hashim Thaçi. Über bewährte Kanäle wird da bei einem Transport bis zu 150 Kilogramm Heroin und Kokain angeliefert. Diese Kriminellen arbeiteten mit dem Besitzer eines Cafés nahe des ‚Camp Bondstael‘ zusammen, und sie haben auch nahe Partnerschaftskontakte zu amerikanischen Offizieren angeknüpft”, sagte Milovan Drecun.

      Kurz gesagt, mit Hilfe der westlichen Schirmherren hat sich das Kosovo in eine Hochburg der Drogenhändler und anderer Krimineller verwandelt. Noch treffender charakterisiert die heutige Ordnung auf diesem Territorium der Wissenschaftler und Jugoslawien-Experte Alexis Troude von der Pariser internationalen Akademie für Geopolitik. Er sagte, Kosovo sei eine nichtrechtliche Zone, die sich in den Händen der albanischen Mafia befinde.

      Ich denke, wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass der Begriff Nationalstaat in der New World Order eine neue Bedeutung erlangt hat. Waren es früher ethnische Einheiten in souveränder Selbstverwaltung, sind sie – sofern sie überhaupt noch toleriert oder gar geschaffen werden – eher den Abteilungen einer Großfirma vergleichbar. Afghanistan ist die Produktionshalle, Kosovo die Vertriebsabteilung des internationale Drogenkartells, die NATO ist der firmeneigene Sicherheitsdienst. Durch die nationale Eigenstaatlichkeit wird verhindert, dass die in allen bestehenden Staaten vorherrschende Rechtsordnung greift, und sichergestellt, dass der Geschäftsbetrieb von lästigen Ermittlungs- und Justizbehörden altmodischer Nationalstaaten unbehelligt bleibt.

      Bei diesen Gedankengängen und dem Begriff “nichtrechtliche Zone” ist mir eine Zeile aus Goethes Werk durch den Kopf gegangen:

      …und dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen: So lang die Ordnung steht, so lang hat‘s nichts zu hoffen.

      Nun, im Kosovo steht die Ordnung nicht mehr, zumindest nicht das, was wir uns unter Ordnung vorstellen, aber mit dem schlauen Volk waren – glaube ich – nicht die Kosovo-Albaner gemeint. Der Schwank Johann Wolfgang von Goethes “Das Jahrmarktsfest zu Plundersweiler”, aus dem diese Passage stammt, wurde übrigens in der im Artemis Verlag erschienenen Gesamtausgabe “Johann Wolfgang Goethe – sämtliche Werke“ still und heimlich weggelassen. Die Gnade der frühen Geburt ist auch für Deutschlands größten Dichterfürsten offenbar kein Grund, nicht klammheimlich zensiert zu werden, die Auslassung basierte allerdings nicht auf einem Gesetz und ist auch nur zufällig aufgefallen. Das aber nur am Rande.

      Zurück zum Kosovo. Es kommt ein ungeheurer Verdacht auf, der Verdacht, dass im Kosovokrieg unsere NATO-Soldaten nichts weiter als Bodyguards eines internationalen Drogenkartells waren und sind, das sich einen unbehelligten Stützpunkt zum Vertrieb seiner Ware in Europa geschaffen hat; der Verdacht, dass der Kriegsgrund schlicht und einfach die Schaffung einer geographisch ideal gelegenen ordnungsfreien Zone zur Heroindistribution war. Ist es denkbar, dass eine Großmacht wie die USA und ihre NATO-Vasallenstaaten sich dafür einspannen lassen, im Auftrag und zum Vorteil von Drogendealern Kriege zu führen? Ja, das ist leider denkbar und auch nicht ohne Präzedenzfall. Damals führte die Großmacht Großbritannien zwei Angriffskriege gegen China, weil der chinesische Kaiser es aufgrund der verheerenden Opiumsucht in Chinas Küstenstädten gewagt hatte, den Opiumhandel illegal zu machen und damit die Geschäfte der als große Philanthropen geehrten jüdischen Drogendealerfamilie Sassoon zu behindern und sogar ihre Ware zu beschlagnahmen und zu vernichten.
      Ausgemistet werden muss also wohl woanders!

    • Erich Bauer
      25. April 2013 07:55

      @Amalek

      Drogen bringen Geld. Viel Geld. Auch und besonders für die Hochoberen Beteiligten in der Verteilerhierarchie. Die saftigen Handelsspannen wird man ja nicht den Kleindealern der Straße überlassen.

      Dieses Drogengeld ist die Grundlage für ein Folgegeschäft: Waffen. Staaten, die kein Öl haben, können via Drogen Geld beschaffen und damit Waffen kaufen... Da Waffenproduzenten direkt oder indirekt in staatlichen Händen sind, tun man nichts gegen... "Geld".

      Manchmal hab' ich den Eindruck... wenn es aus meinem "Verdrängungsspeicher" hochkommt - daß die Menschheit mit reinkarnierten Teufeln konfrontiert ist. Mit Teufeln... von menschlichen Müttern geboren. Und diese Teufel haben Namen. Und gucken, während ihre Mordgeschäfte wie am Schnürchen laufen, unschuldig wie ein Kleinkind...

    • Ottinger (kein Partner)
      25. April 2013 09:50

      Amalek (kein Partner)
      ******************
      Erich Bauer
      ****************

  21. Cotopaxi
    23. April 2013 06:54

    Die Geschichte wird sich wiederholen, der Balkan hat Europa noch nie gut getan, die nächste Katastrophe, die auch der EU endgültig den Garaus machen wird, wird dort ihren Anfang nehmen.

    • Undine
      23. April 2013 20:11

      @Cotopaxi

      Nächstes Jahr ist der 100. Jahrestag des Mordes am Thronfolgerpaar in Sarajewo; wir werden ja sehen, wie der begangen wird.

  22. ambrosius
    23. April 2013 02:09

    Unbeirrt und unverdrossen wird hier weiter an der Sandburg gebaut, während auf der anderen Seite die Wellen schon alles wegspülen

  23. Wertkonservativer
    22. April 2013 07:54

    Nun, bezüglich dieses Kommentars herrscht ein gewisser Daten-Wirrwarr!
    Kann vorkommen!

    Zum Thema:
    die Anerkennung echter Leistungen der EU-Außenpolitik-Mannschaft würde mir leichter fallen, kame da nicht zwangsläufig immer wieder die rote "Lady" Ashton ins Bild!

    Es ist evident, dass Intelligenz sich nicht immer äußerlich bemerkbar macht!
    Das Gesicht der geadelten Labour-Frau lässt diesbezüglich einigen Deutungsspielraum offen!
    Falls Sie meinen, ich sei hier einer "Lady" gegenüber doch zu "impolite", bitte ich vorsorglich um Entschuldigung!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  24. fokus
    22. April 2013 02:00

    Wie schlecht muß es um Serbien bestellt sein, daß es diesem Kosovo-Kompromiß zugestimmt hat, um den letzten Rettungsanker eines raschen EU-Beitritts ergreifen zu können.

    Mit diesem Neuzugang winkt bereits der nächste Kandidat, welcher unter den ESM schlüpft und EINE BILLION EURO wird nicht mehr reichen!

    Überhaupt drängen in die Europäischen Union nurmehr Länder, die sich sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch (ausufernde Korruption, Kriminalität etc.) in einer äußerst prekären Situation befinden.

    Ein beklemmendes Sittenbild der Europäischen Gemeinschaft und jedes dieser neuen Mitglieder ist unweigerlich ein Schritt näher dem EU-Abgrund!

    Hierzu nochmals die neuesten Entwicklungen:

    http://tinyurl.com/d4nzkna

    • brechstange
      23. April 2013 09:10

      Wer das Gold hat macht die Regeln und das ist eindeutig die Organisierte Kriminalität, die sich fett eingenistet haben, weil die Politiker das Heft des Handelns abgelegt haben und sich vor diesen "Reichen" im Staub wälzen.

    • Gandalf
      23. April 2013 22:29

      @ fokus:
      Sie bringen das richtige Stichwort ins Spiel: Den Serben muss es schon sehr schlecht gehen, dass sie diesem Kompromiss zugestimmt haben. Und sie werden sich an ihr Wort nur so lang halten, als es ihnen schlecht geht. Wenn sie glauben, wieder Oberwasser zu haben, ist alles anders und sie sind wieder das Herrenvolk, das von Großserbien träumt. Nein - die Serben waren immer schon die Totengräber Europas, nicht nur 1914; fort mit ihnen - gestatten wir denen keinen weiteren Schritt in die Nähe echt zivilisierter Staaten.





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